Die Gebote / In guten Beziehungen lebenDie Gebote / In guten Beziehungen leben

Einheit: Die Gebote / In guten Beziehungen leben

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45 Min. (Vorbereitung: 45 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Flipchart, Edding(s), Stift(e), Schokolade
Bibelstelle: Matthäus 22,37-39

Das wichtigste Gebot – das sogenannte Liebesgebot – steht im Zentrum dieser Einheit. Die Teilnehmer sollen lernen, dass die Gebote vor allen Dingen eine Beziehungs-Sache sind.


Vorschau:

Geschichte

Die 16-jährige Stefanie Link aus der Nähe von Freiburg hatte mit ihren Freundinnen in der Jahrtausendwende Sylvester gefeiert. Als ihre Mutter am nächsten Tag aufsteht, ist Stefanie immer noch nicht zu Hause. Am Nachmittag schaltet die Mutter die Polizei ein. Einige Stunden später findet man die Leiche von Stefanie in einem Waldstück. Vergewaltigt und ermordet. Die Fahndung nach dem Täter ist erfolgreich. Innerhalb weniger Tage wird er gefasst. Ein Gericht verurteilt ihn zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung. Aber für die Mutter Ursula und für Nadine, die 14-jährige Schwester, beginnt eine grausame Zeit. Ursula kann nicht mehr arbeiten. Nadine bekommt Probleme in der Schule, wird zur Außenseiterin. Zwei Jahre nach der Tat versucht Nadine, sich das Leben zu nehmen. Aber der Versuch scheitert. Einige Freunde der Familie helfen, wo sie nur können. Sie sagen zu Ursula und Nadine: „Der Einzige, der euch in eurer Situation noch helfen kann, ist Jesus Christus.“ Ursula Link und Nadine wissen: Sie haben nichts mehr zu verlieren. Sie kommen mit in die Gemeinde und lernen Gott näher kennen. Langsam geht es beiden besser. Der Lebensmut kommt zurück. Sie spüren: „Jesus Christus ist bei uns.“ Einige Jahre später, im Jahr 2009, erfährt Ursula, dass der Täter, der ihre Tochter ermordet hat, schwerstkrank in eine Klinik verlegt worden ist. Ihr wird mehr und mehr deutlich, dass sie ihm vergeben will. Sie vereinbart einen Termin und besucht den Mörder. Ursula reicht dem Todkranken ihre Hand und sagt ihm, dass sie ihm vergeben hat. Und sie weist darauf hin, dass Gott ihm – dem Mörder – vergeben will, wenn er seine Schuld bekennt.

Völlig unerwartet bittet der Mann, dass Ursula mit ihm betet. Und sie tut es. Die Mutter des Opfers betet mit dem Mörder. Unglaublich!

Mögliche Fragen in die Gruppe

  • Woher kam das, dass Ursula dem Mörder ihrer Tochter vergeben konnte?
  • Was können wir von dieser Frau lernen?

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  • Autor / Autorin: Stephan Münch
  • © Deutscher EC-Verband