Ziel vorausZiel voraus

Einheit: Ziel voraus

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Bibelstelle: Philipper 3,12-21
Philipper 3,12-3,21

Das Ziel

12Nicht, dass ich’s schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich’s wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. 13Meine Brüder und Schwestern, ich schätze mich selbst nicht so ein, dass ich’s ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, 14und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

15Wie viele nun von uns vollkommen sind, die lasst uns so gesinnt sein. Und solltet ihr in einem Stück anders denken, so wird euch Gott auch das offenbaren. 16Nur, was wir schon erreicht haben, darin lasst uns auch leben.

17Ahmt mit mir Christus nach, Brüder und Schwestern, und seht auf die, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt. 18Denn viele wandeln so, dass ich euch oft von ihnen gesagt habe, nun aber sage ich’s auch unter Tränen: Sie sind die Feinde des Kreuzes Christi. 19Ihr Ende ist die Verdammnis, ihr Gott ist der Bauch und ihre Ehre ist in ihrer Schande; sie sind irdisch gesinnt. 20Wir aber sind Bürger im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, 21der unsern geringen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Elisa Heldt gibt eine kurze Einführung in den Philipperbrief. Anschließend legt sie den Text ausführlich aus. Im Blick auf den Wettkampfcharakter des Christenlebens fasst Heldt zusammen: wichtig ist es, mitzulaufen und nicht nur zuzuschauen. Dabei ist der schwerste Gegner die Trägheit und Selbstzufriedenheit, die den Christen lähmt.


Vorschau:

1. Erklärung zum Text

Das dritte Kapitel des Philipperbriefes zeigt eine deutliche Abgrenzung gegenüber den falschen Lehrströmungen auf, die in Philippi vorkamen und die Gemeinde unter das Gesetz des Mose zwingen wollten. Hierbei formuliert Paulus neue Ziele (3,12-14), ermahnt zur christlichen Lebensführung (3,15-17) und warnt vor dem weltlichen Leben (3,18-21).

V.12-14: Der Hauptton in diesem Abschnitt liegt nicht, wie zuerst vielleicht vermutet, auf der Unfertigkeit des Christen. Es geht vielmehr um das „Nachjagen“, das eifrige Dabeibleiben und nicht Nachlassen.

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2. Bedeutung für heute

Paulus benutzt das Bild eines Sportlers. Anhand dessen lässt sich der Text auch auf heute übertragen.

2.1 Berufung

Damit ein Sportler bei einem Wettkampf teilnehmen kann, muss er erst einmal erkennen oder erkannt werden, dass er Talent hat (ähnlich der Berufung in den Kader der Nationalmannschaft o. Ä.). Wenn er dieses erkannt hat, spornt es ihn an und bringt ihn in Bewegung.

Übertragen auf Christen ist es Christus, der den Christen in Bewegung bringt.

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3. Methodik für die Gruppe

Der Text hat viel mit Bewegung und gegen Trägheit zu tun und deshalb wird die Gruppe auch in Bewegung gehalten.

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  • Autor / Autorin: Elisa Heldt
  • © Deutscher EC-Verband