Diese Andacht wurde im Rahmen einer Osternacht gehalten. Dafür haben wir uns am Karsamstag zu einer Übernachtungsaktion getroffen (mit Pizzabacken, Spielen, Nachtwanderung…. und Andacht im Kirchenraum mitten in der Nacht). Morgens gegen halb sechs sind wir dann noch zu einem Osternachtsgottesdienst aufgebrochen. Geschlafen wurde nicht 🙂 Als einführendes Lied für die Andacht eignet sich zum Beispiel “Zwischen Himmel und Erde” von Albert Frey oder “Und die Welt hält ihren Atem an” von Martin Mohns (gesungen oder vorgespielt).
Gestern war Karfreitag, der Tag an dem wir Christ*innen an den Tod Jesu gedenken. Ein Tag der Ruhe, Verzweiflung und der Dunkelheit. Morgen ist Ostern und wir werden die Auferstehung feiern. Und heute? Heute ist Karsamstag – ein Tag zwischen der Traurigkeit und der Freude. In der Andacht jetzt soll es um genau das gehen: Leben und Tod, Trauer und Hoffnung, Ende und Anfang.
(Holzkreuz in die Mitte hinlegen)
Hinter uns liegt die Passionszeit, manche haben vielleicht gefastet und 7 Wochen auf etwas verzichtet. Noch befinden wir uns in der Karwoche. Der Tod Jesu war und ist etwas Entsetzliches. Überall auf der Welt erinnern wir uns daran. Aus Trauer schweigen in den Kirchen die Glocken. Vor uns liegt Ostern. Am Ostersonntag kann man richtig erleben, dass etwas Besonderes und bahnbrechend Neues passiert ist. Die Glocken läuten wieder, Osterfeuer werden entzündet und und mitten in der Nacht machen sich viele Christ*innen auf, die Osternacht zu feiern.
Das Leben hat oft diese zwei Seiten. Tod und Leben sind oft ganz nah beieinander. Aber der Tod hat nie das letzte Wort. Diese Zuversicht trägt uns Christen:innen. Wir haben eine Hoffnung, die uns helfen kann über den Tod hinweg ins Leben zu schauen. Aber der Tod darf auch nicht aus unserem Leben verdrängt werden.
In der Bibel steht der Vers: “Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.” (Psalm 90,12) Oder anders ausgedrückt: “Lass uns begreifen, welche Zeit wir zum Leben haben – damit wir klug werden und es vernünftig gestalten.”
Ostern und die Passionszeit sind Momente an denen wir innehalten können. Um nachzudenken, Pause zu machen und uns Zeit für Gott zu nehmen.
Das wollen wir auch jetzt und hier tun.
Aktion: Zettel beschriften
Jede:r von euch bekommt jetzt einen Zettel und einen Stift. Nehmt euch eine Zeit der Stille und erinnert euch an Folgendes:
Schreibt die Erinnerungen für euch selbst auf den Zettel und bewahrt ihn dann gut auf. Wenn ihr wollt dürft ihr das, was euch das Leben schwer macht, nämlich nachher im Osterfeuer verbrennen.
Zettel und Stifte verteilen – Zeit der Stille (ggf. Hintergrundmusik)
Aktion: Rose von Jericho
Ich möchte euch nun zu einer ganz besonderen Erfahrung einladen.
Durch diese Pflanze (Rose von Jericho zeigen) können wir einen kleinen Hoffnungsschimmer, einen kleinen Lichtblick von dem erleben, was man Auferstehung nennt.
Diese Pflanze ist völlig ausgedörrt und ausgetrocknet. Im Prinzip tot. Ohne Wasser zieht sie sich zusammen, so wie wir bei Angst und Schmerz oder wenn wir glauben, uns verschließen zu müssen. Ich gebe euch diese Wüstenrose einmal herum. Betastet sie vorsichtig, und legt eure Fragen und schmerzvollen Erlebnisse in Gedanken hinein in diese verschlossene Wüstenblume. Gebt sie anschließend der Person neben euch weiter.
Bitte sehr vorsichtig mit der Rose umgehen.
Am Ende die Rose in die trockene Schale in der Kreismitte legen.
Mit dieser ausgedörrten Pflanze liegen nun auch unsere Zeiten der Einsamkeit, der Traurigkeit und der Schmerzen in der Mitte. Stellvertretend für unsere Worte sollen Menschen der Bibel mit ihren Gedanken zu Wort kommen. Vorbereitete “Worte der Trauer” austeilen und vorlesen lassen. Um die Schale verteilen
Jetzt sind wir ganz unten angekommen. Wir haben Erinnerungen von Trennungen, Tod, Trauer und Schmerz wachgerufen. Aber genau da, ganz unten, da ist Gott schon bei uns. Karfreitag erinnert uns: Jesus hat am eigenen Leib erfahren, wie es ist, Schmerzen zu haben oder zu leiden. Wie es ist, zu trauern. Wie es ist, einsam oder verlassen zu sein. Er ist, auch wenn wir ganz unten sind, ganz nah bei uns.
Wir wollen jetzt diese ausgedörrte Blume wieder zum Leben erwecken. So wie das Wasser die Pflanze aus ihrer Erstarrung weckt, selbst wenn diese Blume Monate oder Jahre kein Wasser gesehen hat, so können auch uns manche Worte, Gesten oder Erlebnisse aus dem Dunkel und aus unseren Tiefs holen.
Jede:r von euch darf jetzt gleich ein bisschen Wasser in die Schale gießen und dabei einen der vorbereiteten Zitate zum Leben vorlesen und neben die Schale legen. Währendessen lasse ich leise Hintergrundmusik laufen.
Wasserkrug herumgeben und vorbereitete “Worte des Lebens” verteilen und vorlesen lassen. Ebenfalls um Schale verteilen.
Gott spricht: “Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.” (Jesaja 43,19)
Abschluss:
Die Rose wird noch eine Weile brauchen, bis sie wieder ganz grün geworden ist. Ihr könnt ja im Verlauf der Nacht immer mal wieder nach ihr schauen.
Ein schönes Zeichen des Lebens ist es, wenn wir Brot teilen und miteinander essen. Wir wollen miteinander nicht nur Gedanken und Gebete und Zuversicht, sondern auch das Brot teilen. Nehmt das Fladenbrot und teilt es mit euren Nachbarn.
Fladenbrot herumgeben
Es gibt viele Gelegenheiten, um mal intensiv über die Schöpfung nachzudenken. Im Kirchenjahr bietet sich zum Beispiel Erntedank dafür an. Aber egal, wann du das Thema “beackern” willst: Wir bieten dir hier ein paar Bausteine für einen Jugendgottesdienst oder eine Stunde im Jugendkreis dafür. Baue alles so zusammen, wie es für euch vor Ort passt. Wenn es euch möglich ist feiert draußen in der Natur oder holt ein bisschen was von der Schöpfung zu euch: vielleicht mit einem schönen Blumenstrauß, einer Bildershow oder einem toll geschmückten Erntedank-Altar…
Theologische Grundlegung
Um die Schöpfung soll es heute gehen. „Schöpfung“ ist ein Begriff, der alles Geschaffene meint: alles Lebendige, aber auch die gesamte Welt und selbst das Universum. Der Begriff impliziert, dass das alles nicht zufällig entstanden ist, sondern dass jemand dabei gesteuert, gelenkt, gestaltet hat: ein Schöpfer eben. Unsere Erde, sagt die Bibel, ist kein Zufallsprodukt. Keine blaue Murmel, die einsam und ziellos durchs Weltall treibt. Wir sprechen von Schöpfung, weil wir glauben, dass es einen Schöpfer gibt, der diese Welt gemacht hat. Manche sagen: nach der Schöpfung hat Gott sich zurückgezogen. Er hat uns auf die Erde gesetzt und jetzt müssen wir selbst klar kommen.
Die Bibel zeigt mir andere Charakterzüge Gottes. Da ist ein Gott, der von Beginn an leidenschaftlich Beziehung zu seinen Menschen sucht. Der den Menschen diese Erde zum Geschenk macht, um sie zu bebauen und zu bewahren. Ein Gott, dem diese Welt so sehr am Herzen liegt, dass er selbst Mensch wird um uns ganz nahe zu kommen. Und dieser Gott verspricht im Blick auf diese Welt: „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5). Petrus schreibt im 2. Petrusbrief 3,13: „Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ und Johannes erzählt in Offenbarung 21,1: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.“
Wenn Gott eines Tage alles neu macht – wie genau wird das aussehen? Macht er etwas Neues aus dem, was da ist? Upccling sozusagen? Wird die Schöpfung dann einfach ausgetauscht oder wächst das Neue aus dem Alten?
Über die Frage, wie das Reich Gottes, seine neue Welt, mit unserer jetzigen zusammenhängt haben sich Theolog*innen schon seit vielen Jahrhunderte die Köpfe zerbrochen. Dabei gibt es zwei Pole: Manche erwarten eine radikale Neuschöpfung am Ende der Zeiten, andere betonen, dass das Reiches Gottes jetzt schon mitten in der Welt wächst und sich entfaltet. Diese Spannung zwischen „Schon jetzt“ und „noch nicht“ prägt die gesamte Diskussion.
Diejenigen, die eine Neuschöpfung vertreten, erwarten, dass unsere Welt vergeht. Sie betonen die radikale Veränderung, die Gott bringen wird und erwarten die Wiederkunft Christi mit Weltgericht.
Diejenigen, die sich vorstellen, dass Gottes neue Welt langsam heranwächst betonen, dass mit Jesu Wirken das Reich Gottes bereits angebrochen ist. Ihnen ist wichtig, dass Gotts Heil, seine gute Herrschaft, jetzt schon wirkt – auch wenn es noch nicht vollendet ist und die endgültige Transformation noch aussteht. Wir alle sind dazu eingeladen, an diesem Reich mit zu bauen und es im Alltag sichtbar zu machen. Dieses Bild steckt in vielen Gleichnissen Jesu, zum Beispiel das vom Sauerteig, der nach und nach alles durchdringt und verwandelt (Matthäus 13,33).
Das gute ist: diese beiden Ideen von der “neuen Erde” stehen sich nicht unversöhnlich gegenüber, sondern bilden ein Spannungsfeld, in dem Kraft steckt. Ohne den Glauben, dass Gottes Reich schon jetzt – auch mit und durch uns – in die Welt kommt könnten wir unsere Verantwortung für die Schöpfung vernachlässigen nach dem Motto „Wenn Gott uns sowieso eine komplett neue Erde gibt können wir mit dieser hier eigentlich machen, was wir wollen.“ In der Konsequenz hieße das, dass es keinen Grund gäbe, sich für Klima- oder Naturschutz einzusetzen – oder auch für andere Menschen. Doch selbst wenn Gott einmal etwas komplett Neues schafft – er hat uns als Verwalterinnen und Verwalter auf diese Erde gestellt. Die Schöpfungsgeschichte am Anfang der Bibel erzählt davon, welche Verantwortung der Mensch von Gott bekommen hat: Unser Job ist, auf sie aufzupassen, neues zu entwickeln und alles so zu gestalten dass gutes Leben für alle möglich ist. Manchmal kann diese Aufgabe ziemlich überwältigend sein. Wenn wir nur noch die bedrohten und bedrohlichen Seiten der Schöpfung wahrnehmen. Wenn wir darüber nachdenken, wie riesig diese Welt ist und wie klein der Unterschied, den wir als einzelne Menschen machen können. Wenn der Alltag uns fordert und so viele andere Probleme und Aufgaben unsere Kraft und Konzentration brauchen. Darum brauchen wir gleichzeitig auch die Hoffnung, dass Gott wirklich alles nigel-nagel-neu machen wird und alles Bedrohliche nur vorläufig ist.
Geschichte zum Einstieg
Aus Indien wird sich folgende Geschichte erzählt: Es war einmal ein Wasserträger. Auf seinen Schultern ruhte ein schwerer Holzstab, an dem rechts und links je ein großer Wasserkrug befestigt war. Nun hatte einer der Krüge einen Sprung. Der andere hingegen war perfekt geformt und mit ihm konnte der Wasserträger am Ende seines langen Weges vom Fluss zum Haus seines Herren eine volle Portion Wasser abliefern. In dem kaputten Krug war hingegen immer nur etwa die Hälfte des Wassers, wenn er am Haus ankam.
Für volle zwei Jahre lieferte der Wasserträger seinem Herren also einen vollen und einen halbvollen Krug. Der perfekte der beiden Krüge war natürlich sehr stolz darauf, dass der Wasserträger in ihm immer eine volle Portion transportieren konnte. Der Krug mit dem Sprung hingegen schämte sich, dass er durch seinen Makel nur halb so gut war wie der andere Krug.
Nach zwei Jahren Scham hielt der kaputte Krug es nicht mehr aus und sprach zu seinem Träger: “Ich schäme mich so für mich selbst und ich möchte mich bei dir entschuldigen.”
Der Wasserträger schaute den Krug an und fragte: “Aber wofür denn? Wofür schämst du dich?”
“Ich war die ganze Zeit nicht in der Lage, das Wasser zu halten, so dass du durch mich immer nur die Hälfte zu dem Haus deines Herren bringen konntest. Du hast die volle Anstrengung, bekommst aber nicht den vollen Lohn, weil du immer nur anderthalb statt zwei Krüge Wasser ablieferst.” sprach der Krug.
Dem Wasserträger tat der alte Krug leid und er wollte ihn trösten. So sprach er: “Achte gleich einmal, wenn wir zum Haus meines Herren gehen, auf den Straßenrand.” Der Krug konnte daraufhin ein wenig lächeln und so machten sie sich auf den Weg. Am Ende des Weges jedoch fühlte sich der Krug wieder ganz elend und entschuldigte sich erneut zerknirscht bei dem Wasserträger.
Der aber erwiderte: “Hast du die Wildblumen am Straßenrand gesehen? Ist dir aufgefallen, dass sie nur auf deiner Seite des Weges wachsen, nicht aber auf der, wo ich den anderen Krug trage? Ich wusste von Beginn an über deinen Sprung. Und so habe ich einige Wildblumensamen gesammelt und sie auf deiner Seite des Weges verstreut. Jedes Mal, wenn wir zum Haus meines Herren liefen, hast du sie gewässert. Ich habe jeden Tag einige dieser wundervollen Blumen pflücken können und damit den Tisch meines Herren dekoriert. Und all diese Schönheit hast du geschaffen.”
Autor unbekannt, aus dem Englischen übersetzt
Wie gut, dass der Wasserträger den Krug trotz seines Fehlers brauchen konnte. Wie gut, dass Gott uns trotz unserer Macken und Sprüngen brauchen kann. Und wie gut, dass auf unserem Lebensweg immer wieder wunderschöne Blumen blühen. Was war denn für dich in der letzten Woche ein „Blumen-Moment“ – eine Erfahrung, ein Erlebnis oder auch nur ein Augenblick, der bunt
aufleuchtet? Tausche dich kurz mit deinen Nachbar*innen darüber aus!
Was bringt dich zum Staunen? – Collage
Gott hat unsere Erde wunderbar gemacht. „Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“, so steht es in 1. Mose 1. Es gibt vieles, worüber ich staunen kann.
Sammelt gemeinsam, was euch in der Natur und der Schöpfung fasziniert. Gut eignet sich dafür die Methode einer Collage. Dafür braucht ihr jede Menge Zeitschriften, aus denen alle ausschneiden und ausreißen können, was sie spontan anspricht. Das wird dann aufgeklebt – entweder auf ein großes gemeinsames Plakat oder in kleinen Teams. Je mehr unterschiedliche Bilder und Materialien ihr habt, desto besser. Tauscht euch danach über die Ergebnisse aus.
Gleichzeitig ist unsere Schöpfung aber auch bedrohlich und bedroht: Klimakrise, Krankheiten, Artensterben, Regenwaldabholzung, Hunger, Kriege, Katastrophen (schreibt diese Worte auf rote Zettel und legt sie auf die Collage).
Wenn ich an die Schöpfung denke, denke ich aber auch an diese „andere Seite“. Krisen und Kriege, Krankheiten und Katastrophen gab es schon immer. Aber in den letzten Jahren ist uns das gefühlt alles näher gekommen. Der Natur geht es schlecht. Überflutungen und Hitzerekorde lassen sich schon lange nicht mehr als Wetterphänomene abtun. Wir sind nicht im Klimawandel, sondern in der Klimakrise. Und die ist so umfassend und bedrohlich, dass sich in Deutschland eine ganze Jugendbewegung den Namen „Letzte Generation“ gegeben hat weil sie befürchtet, genau das zu sein, wenn sich nicht bald Gravierendes ändert.
Neben der Klimakrise wird das Artensterben als größte Bedrohung für unser Leben und unseren Planeten gesehen. WWF sagt: aktuell sind wir im größten Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier. Fast ein Drittel der bekannten Tier- und Pflanzenarten ist mehr oder weniger stark bedroht.
Die Klimakrise, aber auch Verfolgung und Kriege führen dazu, dass aktuell mehr Menschen auf der Flucht sind als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte. Ende 2024 waren es über 123 Millionen Menschen laut UNO-Flüchtlingshilfe. Globale Flüchtlingskrisen verändern auch unser Zusammenleben.
Wenn wir von der Schöpfung reden meinen wir oft nur die Natur, die Tiere und Pflanzen, vielleicht auch die Luft, den Boden und die Meere. Aber auch wir selbst sind Teil der Schöpfung und untrennbar damit verwoben. Die meisten Faktoren, die Schöpfung bedrohen, sind menschengemacht. Und die Menschheitsfamilie leidet, weil sie Teil dieser Schöpfung ist.
„Wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick seufzt und in den Wehen liegt.“, so schreibt es Paulus in Römer 8,22. Die ganze Schöpfung leidet. Alles betroffen: die Natur – die Menschheit – ich als Person.
Beides nehme ich war: die Schöpfung, die sehr gut ist – und seit Adam und Eva das Paradies verlassen haben gibt gleichzeitig auch die Schöpfung, die leidet, die bedroht ist und manchmal auch bedrohlich.
Wie geht es dir gerade damit? Wenn du an die Welt denkst, an die Natur, an deine Mitmenschen und an dich selbst: Wo kannst du grade dankbar genießen, was es Gutes in der Schöpfung gibt? Und wo leidest du eher oder machst dir Sorgen um deine Mit-Welt? Nimm dir kurz eine Minute Zeit, in dich hineinzuhören.
Fürbitt-Gebet
Unser Gott,
Der unendliche Sternenhimmel und das winzige Senfkorn: du hast beides geschaffen. Berge und Meere, die Tiere, Pflanzen und wir Menschen sind dein Werk.
Es gibt so viel wunderbares zu entdecken. Dafür danken wir dir. Und wir bitten dich: lass uns das Staunen über deine Welt nicht verlernen.
Halte unsere Augen und Herzen offen für diese Wunder und hilf uns, sie bewusst wahr zu nehmen.
Gott, wir Menschen gehen nicht immer gut mit deiner Erde um. Wir zerstören Lebensräume und beuten Menschen und Tiere aus.
Wir bitten dich um Vergebung. Hilf uns, Lösungen zu finden und gemeinsam für das Gute zu arbeiten.
Hilf uns, dass wir verantwortungsvoll mit der Natur und unseren Mitmenschen umgehen.
Mit Nachdruck bitten wir dich für die Menschen, die unter Naturkatastrophen leiden. Hunderttausende verlieren ihre Heimat und ihre Ernten.
Die Folgen von Überschwemmungen, Hungersnöten, Dürren und daraus entstehenden Krankheiten sind auch Monate nach solch erschütternden Ereignissen noch groß.
Gib den betroffenen Menschen Trost und neue Hoffnung.
Wir beten gemeinsam: Vater unser…
Liedersammlung
Es gibt viele tolle Lieder zur Schöpfung, die ihr singen könnt! Hier eine kleine Auswahl:
Übrigens: ein toller “Schöpfungspsalm” ist Psalm 104! 🙂
In Aktion kommen
Es gibt viele Möglichkeiten, wie ihr das Thema praktisch bearbeiten könnt. Eine kleine Sammlung:
Segen
Gott segne deine Augen,
dass du immer wieder neu die Schönheit seiner Schöpfung entdeckst.
Er segne deine Ohren,
dass sie offen sind für seine zarte Stimme in deinem Alltag.
Gott segne deinen Mund,
dass du Worte der Ermutigung sprechen kannst.
Er segne deine Hände,
dass du sie für das Gute einsetzt.
Gott segne deine Füße,
dass sie dich sicher an den Ort tragen, an dem er dich haben möchte.
Gott segne dein Herz,
dass Glaube, Hoffnung und Liebe darin wohnen.
So segne dich Gott –
der Vater, der Sohn, und der Heilige Geist.
Amen
Mehr Material
Mehr zum Thema Schöpfung findest du zum Beispiel auch bei initiative-schoepfung.de oder bei klimafasten.de
Das Themenpaket “Mission Schöpfung” bildet das nachhaltige Kondenz der gleichnamigen Tagung der CVJM-Hochschule, der VRK-Akademie und der SCM-Verlagsgruppe vom 24.-25. Oktober 2025 in Köln. Gestaltet und aufbereitet wurden die Inhalte von verschiedenen Studierenden der CVJM-Hochschule. Mit dabei sind ganz konkrete Andachts-, Gruppenstunden- und Gebets-Formate, sowie Hintergrundgedanken für die Schulung von Mitarbeitenden oder die eigene Weiterbildung. Viel Freude beim Stöbern und in die Praxis umsetzen!
Personengruppen:
8 babylonische Kinder (Alexander, Kami, Mariam, Kevan, Esther, Kurosh, Tallah und Asad)
4 Soldatenkinder (Simon, Josia, Rechab und Naftali)
3 Jerusalemer Kinder (Rahel, Hanna und Daniel)
1 Kind aus Bethlehem (Debora)
1 Hirtenkind aus Bethlehem (Joël)
Kostüme: Nicht die einzelnen Kinder, sondern die Kindergruppen sollte sich in den Kostümen voneinander deutlich unterscheiden. Das Kind aus Bethlehem (Debora) und die drei Jerusalemer Kinder gehören aber zur gleichen gesellschaftlichen Schicht und können etwa gleich gekleidet werden.
Rollenbesetzung: Männliche und weibliche Rollen sind beliebig austauschbar, die Personennamen dienen nur zur Unterscheidung. Kevan und Esther sollten allerdings sichtbar älter und größer sein als die anderen babylonischen Kinder. Daniel ist ebenfalls etwas älter. Die Soldatenkinder sollten recht jung sein und ziemlich frech gespielt werden.
Personen: Alexander, Kami, Mariam, Kevan und Esther auf dem Heimweg von der Schule; Kami und Kevan haben eine Schriftrolle unter dem Arm
Alexander: Oh Mann, ich hasse Mathe!
Kami: Ich auch.
Mariam: Was ist denn los?
Alexander: Ich kapier Mathe einfach nicht, und es ist so stinklangweilig! Heute wär ich echt fast eingeschlafen.
Kevan: Wartet mal ab, bis ihr Latein kriegt. Das ist viel schlimmer. Mathe ist wenigstens noch logisch, aber diese blöden Vokabeln!
Kami: Mathe ist gar nicht logisch, das ist nur langweilig. Guck mal (entrollt eine Schriftrolle), diese ganzen Aufgaben sollen wir bis morgen machen, das schaff ich doch nie! Und ich wollte heute Nachmittag mit Darius schwimmen gehen.
Alexander: Und ich, ich soll alle noch mal machen, die ich gestern falsch hatte. Da sitz ich doch Stunden, und dann ist wieder alles falsch.
Esther: Quatsch, du musst halt nachdenken und nicht einfach irgendwas hinschreiben.
Mariam: Du bist ja mal wieder superschlau! Wie immer!
Esther: Ich bin nicht superschlau, aber Mathe macht Spaß!
Kevan: Macht dir Latein vielleicht auch Spaß? (entrollt eine Schriftrolle) Hier, du kannst gerne die ganzen Übungen für mich machen, wenn du das so toll findest!
Esther: Mensch, mit Latein kann man doch wenigstens etwas anfangen! Ich will doch nicht mein ganzes Leben lang hier in Babylon hocken, hier ist doch nichts los. Latein, das spricht man im ganzen Römischen Reich, damit kann man reisen und was sehen von der Welt! Das ist mir die Paukerei doch wert.
Kevan: Ich pauk doch nicht wie verrückt Vokabeln, damit ich irgendwann in zwanzig Jahren vielleicht mal eine Reise machen kann!
Mariam: Genau! Warum müssen wir überhaupt in die Schule gehen?
Kami: Mein Freund Darius hat es viel besser, der kann den ganzen Tag draußen sein.
Esther: Dein Freund Darius hat einen Vater, der viel zu arm ist, um Schulgeld zu bezahlen, und er muss ihm bei der Arbeit helfen. Sei bloß froh, dass unsere Väter Gelehrte sind.
Kevan: Du redest genau wie meine Oma: „Sei schön fleißig in der Schule, dann bekommst du später eine gute Stelle am Königshof wie dein Papa.“
Alexander: Aber was soll ich mit Mathe am Königshof? Das brauch ich doch nie wieder!
Mariam: Doch, wenn du Baumeister wirst wie mein Papa.
Kevan: Mein Vater ist Astronom, der rechnet auch dauernd.
Kami: Was ist denn ein Astronom?
Kevan: Du weißt aber auch gar nichts. Ein Astronom ist jemand, der den Weg der Sterne ausrechnet. Er kann vorhersagen, wo die Sterne in einem Monat oder in einem Jahr sein werden.
Alexander: Und wozu braucht man das?
Esther: Die Götter zeigen uns durch die Sterne, was auf der Erde passieren wird. Und wer sich mit den Sternen auskennt, erfährt den Willen der Götter! Deshalb braucht der König immer Gelehrte wie meinen Vater, die ihn beraten.
Kami: Hat dein Vater dem König denn schon einmal den Willen der Götter gesagt?
Kevan: Ich weiß nicht genau, ich glaube, das ist ziemlich schwierig. Manchmal hat er daheim erzählt, dass ein Krieg in den Sternen steht. Und dann sind die Generäle zum König gekommen und haben ihn beraten.
Alexander: General will ich nicht werden. Ich mag keinen Krieg.
Mariam: Ich auch nicht, aber Könige führen immer Krieg, glaube ich.
Kami: Meine Mama sagt, irgendwann kommt ein König, der bringt allen Menschen Frieden, dann gibt es keinen Krieg mehr.
Esther: Ach, ich weiß nicht. Jeder König denkt, er kann immer noch mächtiger und noch reicher werden, und dann führt er eben Krieg.
Mariam: Also, wenn ich königliche/r Berater/in bin, dann sage ich dem König: Krieg macht die Menschen arm, und Frieden macht sie reich. Das weiß doch jeder! Um sich das auszurechnen, braucht man noch nicht mal Mathe zu können.
Alexander: Sag ich doch! Mathe ist total überflüssig!
Kami: Genau!
Personen: Kevan und Esther, auf dem Heimweg ins Gespräch vertieft, später kommen Kurosh, Tallah und Asad dazu.
Kevan: Mensch, dass die uns mitnehmen! Ich glaub’s noch gar nicht!
Esther: Ja, das ist echt Wahnsinn. Was meinst du, wie lange wir unterwegs sind?
Kevan: Ich hab keine Ahnung. Monate, vielleicht mehr als ein Jahr.
Esther: Mir ist schon ein bisschen mulmig. Das ist ein richtiges Abenteuer.
Kevan: Und wenn das stimmt, was mein Vater sagt, dann stehen wir am Ende dem größten König der Welt gegenüber.
Esther: Ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Du vielleicht?
Kurosh, Tallah und Asad kommen hinter ihnen hergerannt.
Kurosh: He, wartet! Wartet doch mal!
Asad: Bleibt doch mal stehen! Wir wollen euch was fragen!
Kevan: Was ist denn?
Tallah: Stimmt das? Stimmt das echt, was unser Lehrer uns erzählt hat?
Esther: Was hat er euch denn erzählt?
Kurosh: Er hat von einem neuen Stern geredet – das war die einzige interessante Mathestunde in meinem ganzen Leben.
Asad: Ja genau, ein neuer Stern, der den großen Friedenkönig ankündigt. Die Gelehrten haben es ausgerechnet, er hat uns auch erklärt, wie das ging, aber ich hab’s vergessen.
Tallah: Ein König soll geboren werden, und es soll der größte König überhaupt sein, und er bringt allen Menschen Frieden.
Kurosh: Und dann hat unser Lehrer gesagt, eine Gruppe von Gelehrten macht sich auf den Weg, um den Friedenskönig zu begrüßen und ihm Geschenke zu bringen, und ihr, ihr beide, ihr sollt mit dabei sein. Stimmt das echt?
Esther: Ja, das stimmt. Wir dürfen mit. Und Kami übrigens auch.
Asad: Cool! Ihr habt’s gut!
Tallah: Woher wisst Ihr denn überhaupt den Weg?
Kevan: Mein Vater hat gesagt, man kann am Himmel lesen, dass der Friedenskönig wahrscheinlich in Israel geboren wird. Aber ganz sicher ist er nicht, deshalb müssen wir unterwegs dem Stern folgen.
Kurosh: Israel – wo ist denn das? Davon hab ich noch nie gehört.
Esther: Das ist ein kleines Land im Westen, am Mittelmeer. Es gehört zum Römischen Reich. Wir müssen am Fluss Euphrat entlang durch Mesopotamien reisen und dann durch Syrien, bis wir nach Israel kommen. Der Stern wird uns führen.
Asad: Durch Mesopotamien und durch Syrien? Das ist ja total weit!
Esther: Ungefähr 2000 Kilometer, glaube ich. Durch die arabische Wüste wäre es kürzer, aber das ist zu gefährlich.
Kurosh: Ihr habt echt ein Glück! So lange keine Schule!
Kevan: Meine Eltern haben gesagt, unterwegs lerne ich mehr Latein als in der Schule. Hoffentlich krieg ich überhaupt ein Wort raus auf Latein.
Esther: Und mein Vater hat gesagt, bei einfachen Berechnungen können Kami und ich ihm unterwegs schon helfen. Ich glaube, das wird ganz schön viel Arbeit.
Tallah: Trotzdem, mit euch würde ich gerne tauschen. Meint ihr wirklich, ihr findet den Friedenskönig? Vielleicht haben sich die Gelehrten ja geirrt.
Kevan: Ich glaube, sie sind sich ziemlich sicher, sonst würde sich die Karawane nicht auf den Weg machen. Ich weiß nicht, ob wir den Friedenskönig wirklich finden, aber den Versuch ist es doch wert, oder?
Personen: Simon, Josia, Rechab und Naftali (eventuell mit Holzschwertern o. ä. bewaffnet), Kevan, Kami und Esther
Simon: Halt, wer ist da?
Josia: Stehenbleiben, ihr Eindringlinge! Keinen Schritt weiter!
Kevan: He, was soll das denn? Ihr habt mich ganz schön erschreckt.
Rechab: Meint ihr vielleicht, jeder darf einfach so in den Palast? Von wegen! Wir passen auf!
Kami: Ihr? Ihr seid doch selber noch Kinder!
Naftali: Na und? Wir brauchen nur Alarm zu geben, dann kommen die Soldaten des Königs.
Kevan: Und wenn die jemanden rausschmeißen, dann euch genauso wie uns.
Josia: Das denkst du! Da sind doch unsere Väter dabei, die arbeiten bei der Palastwache. Wir dürfen hier im Palast sein, ihr aber nicht. Außerdem seid ihr nicht nur Eindringlinge, ihr seht auch noch aus wie Landstreicher.
Rechab: Genau, total staubig und dreckig!
Esther: Wenn ihr so lange unterwegs wärt wie wir, würdet ihr auch so aussehen!
Simon: Wo kommt ihr denn her? Aus Syrien vielleicht? Ihr habt so einen komischen Akzent!
Kami: In Syrien waren wir auch, aber wir kommen aus Babylon.
Naftali: Du spinnst wohl! Ich lass mir doch keine Märchen erzählen. Das ist doch viel zu weit. Sag mir die Wahrheit, oder ich hole meinen Vater.
Kevan: Das ist die Wahrheit, wir kommen wirklich aus Babylon, und wir waren acht Monate unterwegs bis hierher. Mensch, ich würde so gerne mal wieder in einem richtigen Bett schlafen statt immer nur im Zelt!
Rechab: Und was wollt ihr hier in Jerusalem? Und dann auch noch im Palast?
Kevan: Wir gehören zu einer Gesandtschaft vom babylonischen Königshof.
Esther: Wir sind gekommen, um den Friedenskönig zu verehren!
Simon: Den Friedenskönig? Meinst du vielleicht König Herodes? Die spinnen, die Babylonier!
Josia: Friedenskönig, dass ich nicht lache! Ihr habt ja keine Ahnung! Der hat – kommt mal ein bisschen näher, damit ich nicht so laut reden muss – der hat sogar seine eigene Frau umgebracht!
Naftali: Und dieses Jahr hat er Alexandros und Aristobulos auch hinrichten lassen, seine eigenen Söhne! Von wegen Friedenskönig!
Kami: Nein, wir meinen ja gar nicht Herodes. Der Friedenskönig muss gerade erst geboren sein, wir haben nämlich seinen Stern gesehen. Er ist ein kleiner Prinz, der einmal ein großer Herrscher wird und allen Menschen Frieden bringt. Deswegen sind wir zum Palast gekommen. Wir suchen den neugeborenen Prinzen.
Simon: So ein Quatsch. Hier ist überhaupt keiner geboren worden, und schon gar kein Prinz. Ist auch besser so, Herodes wäre bestimmt nicht begeistert über einen Rivalen, auch wenn er nur ein Baby ist. Den würde er wahrscheinlich sofort umbringen lassen!
Josia: Ich glaube, ihr lügt einfach. Ihr kommt gar nicht aus Babylon, ihr habt das alles erfunden. Ihr seid syrische Spione, das hab ich von Anfang an gewusst.
Rechab: Genau! Und jetzt macht, dass ihr hier rauskommt!
Esther: Nein, wir haben euch doch gesagt, wir sind dem Stern gefolgt!
Naftali: Blödsinn! Was hat ein König mit einem Stern zu tun? Verschwindet, sonst zeigen wir’s euch!
Simon: Ja, sonst holen wir die Palastwache!
Kevan: Los, hauen wir lieber ab, die glauben uns einfach nicht.
Kami: Also gut! Mann, die sind vielleicht blöd! Mindestens so blöd wie Herodes!
Personen: Kevan, Kami und Esther, später kommen Rahel und Hanna dazu, zuletzt Daniel (mit Schriftrolle)
Kami: Ich versteh das nicht. Wenn der neugeborene Friedenskönig nicht im Palast ist, wo soll er denn sonst sein?
Esther: Keine Ahnung. Irgendetwas stimmt nicht, und der Stern ist auch verschwunden.
Kevan: Wisst ihr was? Wahrscheinlich gibt es überhaupt keinen Friedenskönig.
Kami: Aber der Stern war doch da!
Kevan: Ach, der Stern, der Stern – woher wissen wir überhaupt, dass der Wille der Götter am Himmel zu lesen ist? Vielleicht stimmt das ja gar nicht. Ich hab jedenfalls keine Lust mehr. Ich will nach Hause.
Esther: Ich will auch nach Hause, aber es kann doch sein, dass wir den Friedenskönig ganz woanders finden. Im Palast ist er nicht, aber irgendwo in Israel muss er jedenfalls sein!
Kevan: Ich glaub einfach nicht mehr dran, und ich will heim!
Rahel: Was ist denn mit euch los? Ihr seht ja aus wie drei Tage Regenwetter!
Hanna: Drei Tage Regenwetter könnten die gut gebrauchen, so dreckig, wie die sind!
Rahel: Ihr seid wohl nicht aus Jerusalem, was?
Kami: Nein, wir sind aus Babylon!
Hanna: Echt? Cool. Und was macht ihr hier?
Esther: Wir sind mit einer Gesandtschaft gekommen, weil am Himmel ein besonderer Stern erschienen ist. Dadurch haben die Götter verkündet, dass der Friedenskönig geboren wurde, und zwar hier in Israel. Wir wollen ihn begrüßen und ihm Geschenke bringen.
Rahel: Der Friedenskönig? Du meinst, der Messias ist geboren?
Kami: Messias? Das Wort hab ich noch nie gehört.
Hanna: Na, der Messias, den Gott schickt. Wenn er regiert, wird alles gut, dann haben alle Menschen Frieden.
Esther: Ja, genau, das ist der Friedenskönig, den die Götter durch die Sterne angekündigt haben.
Rahel: Durch die Sterne? Aber die Sterne sind doch einfach nur Lichter. Und Götter gibt es auch nicht, es gibt nur einen Gott und sonst keinen, und der hat uns die heiligen Bücher gegeben.
Hanna: Was wir über Gott und über den Messias wissen, steht in den heiligen Büchern, da kann man alles nachlesen!
Kami: Mensch, das ist ja ungerecht! Wir müssen komplizierte Matheaufgaben lösen und den Weg der Sterne ausrechnen, wenn wir etwas über die Götter wissen wollen. Und ihr lest einfach alles in euren heiligen Büchern nach!
Hanna: Ja logisch, wer lesen kann, der weiß auch alles über Gott! Das lernt man doch in der Schule.
Kevan: Bei euch vielleicht! Steht denn in euren heiligen Büchern auch, wo genau der Friedenskönig geboren wird?
Rahel: Ich weiß nicht, das haben wir noch nicht gehabt. Aber da ist mein Bruder, der weiß das bestimmt. Daniel!
Daniel: Ja, was ist?
Hanna: Du weißt doch immer alles. Wo soll der Messias geboren werden?
Daniel: Das ist doch leicht. In Bethlehem natürlich. Hier steht’s (entrollt Schriftrolle): „Und du, Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei.“ Wer will denn das wissen?
Rahel: Die drei hier behaupten, sie kommen aus Babylon und suchen den Messias.
Esther: Wir sind einem Stern gefolgt, der die Geburt des Friedenskönigs ankündigt. Aber jetzt wissen wir nicht mehr weiter.
Daniel: Also, das mit dem Stern finde ich ja ein bisschen komisch. Gott redet durch die heiligen Schriften und nicht durch die Sterne. Aber wenn der Messias geboren ist, dann auf jeden Fall in Bethlehem.
Kevan: Dann müssen wir jetzt nach Bethlehem. Ich hab bald echt keine Lust mehr.
Hanna: Wisst ihr was? Wir fragen zu Hause, ob wir auch nach Bethlehem dürfen. Den Messias will ich nicht verpassen.
Rahel: Genau, wir fragen, ob wir unsere Kusine Debora in Bethlehem besuchen können, und dann helfen wir euch den Messias suchen!
Daniel: Gute Idee!
Personen: Debora, Rahel, Hanna, Daniel, Kevan, Kami und Esther, später kommt Joël dazu
Debora: Jetzt weiß ich wirklich nicht mehr, wo wir noch suchen können. Wir waren überall! Seid ihr ganz sicher, dass der Messias bei uns in Bethlehem geboren wird?
Daniel: Ja, natürlich, das steht doch im Buch des Propheten Micha. Das weißt du doch.
Esther: Und der Stern ist auch wieder da, direkt über der Stadt. Der Friedenskönig muss hier irgendwo sein. Aber wo?
Hanna: Überleg doch mal, Debora, wen könnten wir denn noch fragen?
Debora: Wir haben alle Leute gefragt, die ich kenne. Und die ganzen Fremden brauchen wir nicht zu fragen, die wissen hier sowieso nicht Bescheid. Die sind nur wegen der Volkszählung da, und hoffentlich sind sie bald wieder weg, dann ist es hier nicht mehr so voll.
Joël läuft in einigem Abstand vorbei.
Rahel: Da vorne ist ein Junge, frag doch mal den.
Debora: Ach, das ist nur Joël, den brauchen wir gar nicht erst zu fragen.
Kami: Wieso nicht?
Debora: Der weiß nie irgendwas. Sein Vater ist Hirte, und Joël hilft ihm immer bei der Arbeit mit den Schafen. Er kann noch nicht mal richtig lesen und schreiben. Weil er nachts auf die Schafe aufpassen muss, muss er tagsüber schlafen und kann nicht in die Schule gehen. Wahrscheinlich weiß er gar nicht, wer der Messias überhaupt ist.
Kami: Ach, schade.
Kevan: Ich sag doch, es hat einfach keinen Zweck. Wir finden den Friedenskönig nicht. Wahrscheinlich gibt es ihn noch nicht mal.
Hanna: Doch, natürlich gibt es den Messias. Euer Stern sagt es, und unsere heiligen Bücher sagen es auch. Wir dürfen jetzt einfach nicht aufgeben. Ich frage jetzt trotzdem den Jungen da. Kommt jemand mit?
Esther: Ich komme mit.
Kami: Ich auch.
Hanna, Esther und Kami gehen auf Joël zu. Debora, Daniel, Rahel und Kevan setzen sich.
Hanna: He du – wart mal!
Joël: (dreht sich zu ihnen um) Ja, was ist denn?
Hanna: Sag mal, wir suchen einen kleinen Jungen, der soll der Messias sein, und angeblich ist er hier in Bethlehem. Weißt du irgendwas darüber?
Joël: Ja klar! Er ist in einem Stall geboren, gar nicht weit von hier. Ich war schon dort und hab ihn gesehen.
Kami: Echt? Du hast ihn selber gesehen?
Joël: Ja, er ist ganz klein, so klein wie meine Schwester war, als sie geboren wurde. Aber er ist wirklich der Retter der Welt, das weiß ich. Er bringt den Menschen Frieden. Das haben die Engel gesagt.
Esther: Was denn für Engel?
Joël: Also, das war so: Wir haben auf die Schafe aufgepasst nachts, und es war dunkel und ganz kalt. Da haben wir plötzlich ganz, ganz tolle Musik gehört, zehntausend Engel, die gesungen haben, der ganze Himmel war voll mit Engeln, und es war ganz hell. Die Musik war so schön und das Licht war so hell, dass wir richtig Angst gekriegt haben. Könnt ihr euch vorstellen, dass etwas so wunderschön ist, dass man Angst kriegt?
Hanna: Nein – aber egal. Erzähl weiter.
Joël: Dann hat uns ein Engel gesagt, dass der Retter der Welt geboren ist, dass er den Menschen Frieden bringt, dass wir ihn in einem Stall finden und dass er Windeln anhat. Und wir sind zum Stall gegangen und haben ihn gefunden. Soll ich euch zeigen, wo?
Kami: Ja, klar! (ruft die anderen) He, kommt schnell! Der Junge weiß den Weg zum Friedenskönig!
Personen: Esther, Kevan und Kami (unterwegs)
Esther: Jetzt haben wir den Friedenskönig wirklich gefunden.
Kevan: Ich hab schon nicht mehr dran geglaubt.
Kami: Ich schon, aber ich hab ihn mir ganz anders vorgestellt, nicht so – nicht so normal. Er sah einfach aus wie ein Baby.
Esther: Und trotzdem ist er der Friedenskönig. Der Stern hat es uns gesagt, und die heiligen Bücher haben es den anderen Kindern gesagt, und der Engel hat es Joël und den Hirten gesagt.
Kevan: Ich glaube, Gott will unbedingt, dass alle Menschen davon hören sollen. Überlegt mal: Wir haben keine heiligen Bücher, in denen etwas über den Messias steht. Deswegen hat Gott uns extra einen Stern geschickt.
Kami: Und Joël kann nicht lesen, und über Sterne weiß er auch nichts. Deswegen hat Gott extra die Engel geschickt.
Esther: Stimmt. Alle Menschen sollen wissen, dass der Friedenskönig geboren ist! Das ist für Gott ganz wichtig.
Kevan: Deshalb gibt sich Gott solche Mühe und erklärt es jedem einzelnen so, dass er es auch wirklich verstehen kann.
Kami: Wisst ihr was?
Kevan: Was denn?
Kami: Da sollte sich mein Mathelehrer mal ein Beispiel nehmen!
The Chosen ist die erste Serien-Verfilmung über das Wirken von Jesus und darüber, wie drastisch sich das Leben der Menschen verändert, die ihm begegnen. Sie wurde über Crowdfunding finanziert und hat sich binnen kürzester Zeit zu einem Phänomen mit über 600 Millionen Zuschauern entwickelt. Die Serie zeigt einen derart menschlichen Jesus, wie man ihn bisher noch nicht gesehen hat: warmherzig, humorvoll, einladend. Und so unwiderstehlich göttlich, dass man begreift, warum die Menschen alles stehen und liegen lassen, um ihm zu folgen.
The Chosen ist auf 7 Staffeln angelegt, von denen die ersten erhältlich sind. The Chosen kann im Internet (Die auserwählte TV-Serie | Sehen Sie sich die Videos und Trailer mit der kostenlosen Chosen App noch heute an!) oder über die The Chosen-App kostenfrei angesehen werden.
Durch den Kauf von DVDs, Blu-rays, Merchandise und Büchern unterstützt ihr die Macher der Serie.
Für dich allein:
Du kannst die Serie einfach für dich allein anschauen. Lies dir nach dem Streamen den passenden Bibeltext in der Bibel durch. Dann kannst du dir einen Eindruck vom echten Bibeltext machen und darüber mit dem Gesehenen ins Nachdenken kommen.
Für eine Gruppe:
Falls du die Folgen mit einer Gruppe anschauen möchtest, gibt es hier auf jugendarbeit.online zu den ersten Staffeln zu jeder Folge Gruppenmaterial mit Bausteinen, die du für deine Gruppe nutzen kannst. Du kannst die Inhalte der jeweiligen Folgen vertiefen und aufgreifen. Ideal, um die Folgen gemeinsam zu schauen und danach als Gruppe zu erleben, besprechen und persönlich anzugehen:
Elemente in den Erarbeitungen sind immer unterschiedlich. Mal ein Spiel, Gespräch durch Fragen, eine Zeugnisandacht, der Blick in die Bibel, eine persönliche Challenge oder etwas zum Essen.
Als Event:
Du kannst ebenso eine Filmnacht veranstalten und ihr schaut eine ganze Staffel auf einer Freizeit oder an einem Wochenende. Für ein solches Event könntest du ebenso punktuell die Ausarbeitungen für Gruppen auf jugendarbeit.online nutzen und damit Stream-Breaks in kleinen Gruppen gestalten.
Bitte beachten: Kirchen und Gemeinden, die Szenen aus The Chosen im Rahmen ihrer Gemeindeveranstaltungen nutzen wollen, oder die ganzen Folgen und Staffeln aufführen wollen, benötigen eine Lizenz dafür:
Aufführungslizenz:
Bitte diesen englischsprachigen Link klicken www.comeandseefoundation.org/resources und dort auf das “License Form” gehen. Das dann ausfüllen und abschicken. Die Antwort erfolgt dann innerhalb weniger Stunden.
Die Aufführung von urheberrechtlich geschütztem Material (und das ist The Chosen) erfordert in Deutschland, Österreich und Schweiz eine Aufführungslizenz. Das MUSS gemacht werden und ist nicht optional.
Geht in den nächsten Wald und erstellt ein Kunstwerk im Wald, was auch „LandArt“ genannt wird. Das kann jederzeit eure Kreativität ankurbeln. Der Herbst ist die beste Jahreszeit, um die Vielfalt in ihrer ganzen Pracht zu genießen, es geht aber auch im Schnee im Winter oder zu jeder anderen Jahreszeit. Also auf in die Farbenpracht, Materialien entdecken und Kunstwerke legen. Es geht darum, sich intensiv mit dem Bibeltext und den vorhandenen Naturmaterialien auseinanderzusetzen und sich ganz künstlerisch auszudrücken.
„LandArt“ kann als kleine künstlerische Gestaltung oder als eine ganz groß angelegte Aktion durchgeführt werden. Bei kleineren Zeiträumen gestaltet meist jeder etwas für sich selbst. Hingegen kann bei einer großflächigen Naturinstallation auch gemeinsam gearbeitet werden.
Empfehlenswert ist das kreative Werkeln an eher unberührten und nicht stark bewanderten Bereichen, damit Kunstwerke länger Bestand haben und für noch mehr Überraschung sorgen, wenn sie doch von jemandem gefunden werden.
Hier ein paar Bibelstellen die sich zum Start für die kreative Umsetzung anbieten.
Ihr könnte aber natürlich auf jeden anderen Bibeltext nutzen. Auch den einer aktuellen Bibellesereihe.
Wenn ihr das als Gruppe macht, könnt ihr euch am Ende gegenseitig eure Kunstwerke vorstellen. Je nach Zeit könnt ihr diese interpretieren lassen. Es kann sehr spannend sein, was die anderen darin sehen, ohne die Absichten zu kennen. Eine Interpretation müsste in einem sehr wertschätzenden Rahmen stattfinden.
Die Idee stammt aus dem Buch “Gemeinsam Abenteuer erleben – 69 Mikroabenteuer für Gruppen, Familien und Mentoren“, Ingo Müller und Stefan Westhauser (Hrsg.), 2022 BORN Verlag.
Der Verlag hat die Freigabe für die Nutzung erteilt.
Täglich sind wir von Menschen umgeben. Und wenn wir mal allein sind, dann sind wir trotzdem vernetzt und tauschen uns über Social Media aus. Zeiten, in denen wir für uns sind, werden schnell als langweilig empfunden.
Bei diesem umfunktionierten Mikroabenteuer geht es darum, nur Zeit mit dir und einem Bibeltext zu verbringen. In der Erlebnispädagogik nennt man so ein Erlebnis ein “Solo”.
Dieses Solo kannst du prinzipiell überall machen, in der Natur fällt es uns Menschen aber deutlich leichter, zur Ruhe zu kommen und für sich zu sein. Mach dich auf in den nächstliegenden Wald oder Naturraum und suche dir ein schönes Plätzchen, möglichst entfernt von Wegen / Orten, an denen andere Menschen unterwegs sind. Verbringe dort dein Solo.
Lass Handy und technische Geräte oder andere Informationsquellen zuhause. Das hilft dir, dich nicht ablenken zu lassen. Nimm nur deine Bibel mit. Die Solo-Zeit sollte mindestens eine Stunde gehen.
Lies dir in dieser Zeit den entsprechenden Bibeltext, der für dich dran ist, immer wieder vor. Lass die Gedanken einfach ziehen und nimm wahr, was alles kommt. Darüber hinaus können dir folgende Fragen helfen:
Gruppenvarianten:
Die Solozeit kann auch zu zweit oder als Gruppe durchgeführt werden. Wichtig ist dabei aber, dass in der eigentlichen Solozeit jeder für sich ist. Danach kann aber ein Austausch in der Gruppe stattfinden.
Die Idee stammt aus dem Buch “Gemeinsam Abenteuer erleben – 69 Mikroabenteuer für Gruppen, Familien und Mentoren“, Ingo Müller und Stefan Westhauser (Hrsg.), 2022 BORN Verlag.
Der Verlag hat die Freigabe für die Nutzung erteilt.
Hier findest du Material von YOU/C zum Song “Das wahre Leben”.
Wenn du mehr zu YOU/C wissen willst, kannst du ganz unten auf der Seite nachschauen.
Das Playback (Instrumental) und die zwei- bis dreistimmigen Chornoten zu dem Song kannst du per E-Mail anfragen: you-c@ejwue.de
Hier siehst du das Musikvideo zu dem Song.
Weiteres Songmaterial findest du unter dem Video.
Audiospur Sopran
Audiospur Alt
Audiospur tiefe Stimme
YOU/C, die Sing-Community, will Jugendliche deutschlandweit für das (gemeinsame) Singen begeistern und miteinander vernetzen. Bestehende Teenie- und Jugendchöre möchte YOU/C unterstützen und auch dabei helfen, dass neue Gruppen entstehen, die zusammen singen. Dafür kommt das Team von YOU/C in Gemeinden und Bezirke und veranstaltet mit den Leuten vor Ort YOU/C-Days. Außerdem wurden mehrmals im Jahr moderne Songs mit zugehörigem Songmaterial über www.you-c.online veröffentlicht. Zu jedem Song gibt es ein zwei- bis dreistimmiges Chorarrangement, Tutorials und innovative Zusatzmaterialien, mit denen Interesse geweckt, Spaß vermittelt, Gottes Liebe spürbar gemacht und beim Singen und Üben der Songs unterstützt werden soll.
YOU/C ist Teil von „musikplus“ im Evangelischen Jugendwerk Württemberg (EJW) und kooperiert mit der Stiftung Creative Kirche in Witten.
Hier findest du Material von YOU/C zum Song “Magnificat”.
Wenn du mehr zu YOU/C wissen willst, kannst du ganz unten auf der Seite nachschauen.
Das Playback (Instrumental), die zwei- bis dreistimmigen Chornoten und die Multitracks zu dem Song kannst du per E-Mail anfragen: you-c@ejwue.de
Audiospur Sopran
Audiospur Alt
Audiospur tiefe Stimme
YOU/C, die Sing-Community, will Jugendliche deutschlandweit für das (gemeinsame) Singen begeistern und miteinander vernetzen. Bestehende Teenie- und Jugendchöre möchte YOU/C unterstützen und auch dabei helfen, dass neue Gruppen entstehen, die zusammen singen. Dafür kommt das Team von YOU/C in Gemeinden und Bezirke und veranstaltet mit den Leuten vor Ort YOU/C-Days. Außerdem wurden mehrmals im Jahr moderne Songs mit zugehörigem Songmaterial über www.you-c.online veröffentlicht. Zu jedem Song gibt es ein zwei- bis dreistimmiges Chorarrangement, Tutorials und innovative Zusatzmaterialien, mit denen Interesse geweckt, Spaß vermittelt, Gottes Liebe spürbar gemacht und beim Singen und Üben der Songs unterstützt werden soll.
YOU/C ist Teil von „musikplus“ im Evangelischen Jugendwerk Württemberg (EJW) und kooperiert mit der Stiftung Creative Kirche in Witten.
Ein Moodboard ist ein visuelles Gestaltungsmittel, das Stimmungen, Ideen, Emotionen oder Themen auf einen Blick erfassbar macht. Es wird häufig in der Design-, Mode- oder Werbebranche verwendet, lässt sich aber auch für einen kreativen Prozess mit biblischen Texten nutzen.
Ein Moodboard (auf Deutsch: „Stimmungstafel“) ist eine Sammlung aus Bildern, Farben, Texten, Materialien und Symbolen, die zusammen eine bestimmte Atmosphäre oder ein Thema visualisieren. Es dient z.B. in der Werbung der Inspiration und Orientierung für ein kreatives Projekt.
| Moodboard | Collage |
| Konzeptuell, thematisch orientiert | Künstlerisch, oft ästhetisch frei |
| Hat meist ein Ziel (z. B. Was ist die Stimmung und was die Kernbotschaft) | Hat oft keine Zweckbindung |
| Elemente sind oft geordnet & gezielt | Elemente sind oft verspielt & zufällig |
| Zeigt Stimmungen, Farben, Stilwelten | Erzählt mehr durch visuelles Spiel |
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um kreativ aus einem Bibeltext ein Moodboard zu gestalten:
1. Wähle den Bibeltext aus
2. Analysiere den Text auf Schlüsselwörter und Bilder
3. Sammle visuelles Material
4. Bestimme eine Farbwelt
5. Wähle passende Typografie oder Worte
6. Ordne deine Elemente
7. Reflektiere die Wirkung
8. (Optional) Teile oder nutze es weiter
Hier noch drei konkrete Beispiele für Moodboards, jeweils bezogen auf einen anderen Bibeltext als Orientierung oder Hilfe zum Verständnis.
1. Psalm 23 – „Der Herr ist mein Hirte“
Thema: Geborgenheit, Vertrauen, Führung
Farbwelt: Sanftes Grün, warmes Beige, Himmelblau, weiches Grau
Bildsprache:
Materialien/Elemente:
2. Jesaja 40,31 – „Die auf den Herrn harren…“
Thema: Hoffnung, Erneuerung, Stärke
Farbwelt: Himmelstöne, Weiß, Gold, tiefe Nachtblau-Töne
Bildsprache:
Materialien/Elemente:
3. Matthäus 5,14 – „Ihr seid das Licht der Welt“ (Bergpredigt)
Thema: Licht, Wirkung, Verantwortung
Farbwelt: Helles Gelb, Weiß, Orange, Nachthimmelblau
Bildsprache:
Materialien/Elemente:
Wenn du das als Gruppe machst, brauchst du im Grunde nur ausreichend Platz und deutlich mehr Material.
Für ein Event kannst du danach eine Ausstellung der Kunstwerke einplanen und kurze Workshops für Teilnehmende an dem Event anbieten.
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Du kannst jederzeit oben rechts über das Team-Menü ein anderes Team auswählen.