Wie kann die erste Begegnung mit Jesus aussehen?

Überlegungen und Hilfen zur methodischen Gestaltung einer ersten Begegnung mit Jesus

Warum sollen Jugendliche überhaupt öffentlich auf die Einladung zum Glauben reagieren?

Jugendliche zeigen gern, was ihnen wichtig ist. Sicher ist es in unserer schnelllebigen Zeit schwierig, Entscheidungen zu treffen, die ein ganzes Leben betreffen. Dennoch wollen wir Jugendliche dazu ermutigen. Was daraus wird, liegt in Gottes Hand. Aus folgenden Gründen ermutigen wir Jugendliche zu einer konkreten Reaktion:

1. Das öffentliche Bekenntnis entspricht dem Wesen des christlichen Glaubens

In unserer Gesellschaft wird Religion häufig als Privatsache angesehen. Doch das Evangelium zeigt: Die Nachfolge Jesu ist immer auch eine soziale und damit öffentliche Angelegenheit. Es gehört nicht nur in den persönlichen Bereich und ist erst recht keine Privatsache.

2. Das öffentliche Bekenntnis hilft zur Gemeinschaft

Der Glaube an Jesus ist immer Gemeinschaftssache. Wer Jesus nachfolgt, braucht dazu die Gemeinschaft mit anderen Glaubenden. Eine wahrnehmbare Reaktion auf die Einladung zu Jesus hilft, Menschen zu begleiten und ihnen in der Gemeinde geistliche Heimat zu geben.

3. Was passiert beim öffentlichen Aufruf?

In der Verkündigung laden wir ausdrücklich dazu ein, das Gebet als einen Beginn der Beziehung mit Gott zu verstehen. Bei Jugendwochen erleben wir, dass etwa ein Drittel derer, die nach vorne kommen, diesen Schritt als einen Beginn des Glaubens an Jesus verstehen. Ein zweites Drittel sieht darin eine Erneuerung des Glaubens. Das dritte Drittel kommt, um konkrete Lebensfragen anzusprechen oder auch, um einfach für sich beten zu lassen.

Möglichkeiten, wie die erste Begegnung mit Jesus gestaltet werden kann

Es gibt viele Möglichkeiten, wie eine erste Begegnung mit Jesus aussehen kann. Natürlich ist es zuerst eine Sache des Herzens. Ein Jugendlicher kann die Beziehung mit Jesus ganz unspektakulär mit einem einfachen Gebet in seinem Herzen beginnen. Aber vielleicht hilft auch eine der folgenden konkreten Gestaltungsmöglichkeiten.

1. Die Einladung zum Kreuz

Die Einladung zum Treffpunkt Kreuz ist eine hilfreiche Möglichkeit, Menschen zu helfen, aus der Masse herauszutreten, und ihr Ja zu Jesus Christus öffentlich und fröhlich zu bekennen. Das Kreuz ist und bleibt das Markenzeichen von Jesus. Gerade auch für junge Menschen, die bereits in christlichen Kreisen unterwegs sind, kann diese Form eine hilfreiche Möglichkeit sein, um für sich Klarheit im Blick auf Jesus zu schaffen. Viele Menschen sind in christlichen Kreisen unterwegs, ohne jemals eine Beziehung zu Jesus zu beginnen. Diese Form kann eine geeignete Möglichkeit sein, um das zu ändern. Dabei hilft ein Kreuz, das irgendwo im Raum positioniert ist und an dem sich Jugendliche gemeinsam mit Mitarbeitern zu einem ersten Gebet treffen.

2. Sich an Jesus festmachen

Jugendliche können einen Wollfaden an ein Kreuz binden und sich so symbolisch an Jesus festmachen. Besonders eindrücklich ist es, wenn diese Wollfäden noch eine Zeit lang am Kreuz bleiben und verdeutlichen, dass Jugendliche mit Jesus begonnen haben.

3. Symbolische Handlungen

Symbolische Handlungen sind bei Jugendlichen beliebt und helfen eine erste Begegnung mit Jesus zu gestalten. Vielleicht ist es der Stein, den ich ans Kreuz legen kann, um sinnbildlich meine Schuld bei Jesus abzugeben. Vielleicht ist es das kleine Herz, das ich in Empfang nehme und das mir deutlich macht: Ich bin von Gott unendlich geliebt. Auch die Schatzkiste am Kreuz, aus der ich einen goldenen Stein nehmen kann, hilft, um deutlich zu machen: Ich habe Jesus als Schatz für mein Leben entdeckt. Vielleicht ist es auch der Briefkasten am Kreuz, in den ich einen kleinen ersten Brief an Jesus schreibe. Auch die Kerze, die ich am Kreuz anzünde, kann Symbol dafür sein, dass mir ein Licht aufgegangen ist und ich Jesus entdeckt habe.

Hier gibt es viele kreative Möglichkeiten. Wichtig ist, dass das Ziel vor Augen bleibt: Wir wollen Jugendlichen helfen, diese erste Begegnung mit Jesus zu gestalten. Die Aktion an sich muss dieser Sache dienen.

4. Der persönliche Segenszuspruch

Ein persönlicher Segenszuspruch kann die erste Begegnung mit Jesus zu einem besonderen Ereignis machen. Durch Handauflegung oder ein Salbkreuz in die Hand oder auf die Stirn des Jugendlichen kann deutlich werden: Du gehörst zu Jesus.

Einstieg

Es ist wichtig mit den Teens zu klären, was eigentlich Berufung ist. Je nachdem, mit welchen Teens ihr es zu tun habt, gehört der Begriff irgendwie dazu (eher fromme Teens) oder ist total komisch. Manche Leute kennen den Begriff nur noch aus den Nachrichten, wenn im Rahmen einer Gerichtsverhandlung von „Berufung“ die Rede ist. Das heißt, wenn ein Urteil angefochten wird und eine höhere Instanz „angerufen“ wird. Wieder andere kennen Berufung von der Nationalmannschaft. Wenn der Bundestrainer bestimmte Spieler in den Kader der Nationalmannschaft „beruft“. Und hier sind wir voll beim Thema. In die Nationalmannschaft berufen zu werden ist mit das Größte, was einem Sportler passieren kann. Die Teens sollen Kriterien benennen, die notwendig sind, um in die Nationalmannschaft berufen zu werden. Dabei wird ziemlich sicher herauskommen, dass man in vielem richtig gut sein muss, um berufen zu werden.

Gruppenphase

Die Teens können in kleinen Gruppen (2 – 3 Personen) verschiedene Bibelstellen aufschlagen, die mit den Jüngern zu tun haben. Cool wäre es, wenn die Teens eine Art Steckbrief zu einigen Jüngern erarbeiteten: Beruf, Herkunft, Familie, was aus ihnen geworden ist. Vielleicht helfen da auch kopierte Einträge aus Bibellexika o. Ä. weiter.

Anschließend stellen die Gruppen ihre Steckbriefe vor.

Andacht

1. Jesus beruft – wen

Wer die Steckbriefe anschaut, dem wird schnell klar, dass Jesus hier keinen einzigen Nationalspieler berufen hat. Das waren alles einfach irgendwelche Typen. Petrus war ein Fischer, vermutlich ein einfacher Mann, der vielleicht nicht mal richtig lesen und schreiben konnte. Matthäus war ein Zollbeamter, ein Außenseiter der Gesellschaft, mit dem eigentlich keiner etwas zu tun haben wollte. Zöllner haben mit den Römern zusammengearbeitet und wurden deshalb von der Bevölkerung verachtet. Und dann gab es da noch eine ganz spezielle Person, nämlich Simon, den Zeloten. Er war in einer sehr radikalen Partei, die auch vor Gewaltakten nicht zurückgeschreckt hat. Alles in allem eine sehr kunterbunte Truppe, die sich Jesus da zusammensucht. Warum beruft Jesus ausgerechnet diese Leute? Warum nimmt er niemanden, der höher qualifiziert wäre?

Jesus nimmt niemanden, der anders oder besser ist, weil es einfach nicht um das geht, was wir Menschen bringen können. Jesus beruft nicht irgendwelche Leute, die vor Intelligenz oder Muskeln nicht mehr laufen können. Er beruft Menschen mit Fehlern und Schwächen und vielen Macken. Eben solche Leute, wie du und ich es sind. Menschen, die darauf angewiesen sind, dass da jemand ist, der sich auskennt. Der den richtigen Weg weiß. Und das ist Jesus. Jeder dieser Leute, die Jesus berufen hat, wusste: „Ich bin nicht der große Weltveränderer.“ Und Jesus wusste das auch. Und trotzdem hat er jeden Einzelnen genommen, so wie er war.

2. Jesus beruft – wozu

Jesus beruft diese Männer zu einer einzigen Sache. Er beruft sie dazu, ihm nachzufolgen. Das ist ja ganz spannend, Jesus sagt nicht: „Hey wir gehen jetzt mal los und verändern die Welt.“ Sondern Jesus sagt einfach nur: „Komm folge mir nach.“

Komm folge mir nach, einfach so. Die Männer, die Jesus berufen hat, mussten nichts Besonderes machen, sondern einfach nur Jesus hinterherlaufen. Es gab keine Bedingungen, die erfüllt werden mussten. Es gab einfach nur diese Einladung. Nicht mehr. Als Jesus sagte: „Folge mir nach“, da sagte er: „Ich möchte, dass du den ganzen Tag bei mir bist. Ich möchte, dass du die gleichen Dinge siehst, die ich sehe, dass du dieselben Wege gehst wie ich. Ich möchte, dass du erlebst, was ich tue und was ich sage. Ich will, dass du ein Teil von meinem Leben wirst.“

Krasser Gedanke! Es geht nicht darum, dass Jesus Teil von meinem Leben wird, sondern darum, dass ich voll und ganz ihm gehöre. Jesus lädt die Jünger ein ihm nachzufolgen, nicht mehr, aber eben auch nicht weniger!

Die Einladung von Jesus ist völlig radikal. Am deutlichsten wird das, wenn man sich die Berufung von Petrus anschaut, wie sie Matthäus berichtet (Mt. 4,18-21). Jesus sieht Petrus und seinen Bruder und sagt: „Folge mir nach“ (mehr nicht) und die beiden lassen ihre Netze liegen und folgen ihm nach. Die Netze, das war ihr Beruf. Die beiden waren bereit ihren Beruf aufzugeben, um Jesus nachzufolgen, um zu entdecken, was er mit ihrem Leben vorhat. Sie waren bereit ihre eigenen Vorstellungen vom Leben aufzugeben und sich auf eine ganz neue Zukunft einzulassen.

3. Jesus beruft – und jetzt?

Die Einladung von Jesus hat das Leben der zwölf Jünger völlig verändert. Keiner dieser Männer hat ein „normales“ Leben gehabt. Diese Männer sind mit Jesus losgezogen und sie haben völlig faszinierende Sachen erlebt. Sie waren dabei, wie Jesus Menschen geheilt und sogar Tote auferweckt hat. Petrus ist sogar selbst auf dem Wasser gelaufen (jedenfalls eine Zeit lang). Sie haben mit eigenen Augen gesehen, wie Jesus einen Sturm zum Schweigen gebracht hat und noch vieles mehr. Die Jünger haben aber auch miterlebt, wie Jesus grausam am Kreuz gestorben ist und sie haben nicht verstanden, wieso. Erst nach einiger Zeit haben sie begriffen, dass das größte Wunder nicht die Sturmstillung oder eine Krankenheilung war. Das größte Wunder war (und ist), dass Jesus am Kreuz gestorben ist und damit alle Schuld vergeben ist. Dass dadurch der Weg zu Gott frei ist.

Und diese Botschaft hat die Jünger dann wirklich angetrieben. Diese Nachricht hat das Leben der Jünger noch einmal völlig auf den Kopf gestellt. Als sie das verstanden haben, sind sie in die ganze Welt losgezogen, weil sie wussten, jeder Mensch muss genau das hören. Jeder Mensch muss hören, dass Jesus am Kreuz gestorben ist und alle Schuld der Welt auf sich genommen hat.

Die Jünger haben das erst für sich ganz persönlich angenommen und es dann weitergegeben.

Abschluss

Je nach Gruppe kann man den Abschluss unterschiedlich gestalten:

Variante 1 – für Teens, die mit dem Glauben noch nicht so viel am Hut haben:

Die Teens bekommen einen Zettel ausgeteilt, der sie mit folgenden Fragen konfrontiert.

  • Warum sind die Jünger Jesus nachgefolgt?
  • Warum folgst du Jesus nach? Warum nicht?
  • Was bedeutet es für dich, Jesus nachzufolgen?

Variante 2 – für Teens, die im Glauben schon ein Stück unterwegs sind:

Die Teens bekommen einen Zettel ausgeteilt, der sie mit verschiedenen Fragen konfrontiert, die sie für sich selbst beantworten sollen. Die Teens können sich über einen Aspekt Gedanken machen, aber auch über alle.

  • Was bedeutet es für dich, Jesus nachzufolgen?
  • Was muss ich aufgeben, um Jesus wirklich ganz nachfolgen zu können?
  • Was hält mich davon ab, manche Dinge in meinem Leben aufzugeben?
  • Was muss passieren, damit ich so wie die Jünger losgehe und anderen von Jesus erzähle?
  • Was wünsche ich mir für mein Leben mit Jesus?

Natürlich können beide Varianten auch gemeinsam im Gespräch erarbeitet werden.

Einführung

Der Entwurf eignet sich für eine Durchführung von Kirche Kunterbunt im Advent. Unter der Überschrift „Sternstunde“ dreht sich alles rund um Sterne und Licht. Biblische Bezüge sind die Erzählung von der Suche der Sterndeuter aus dem Osten nach dem neugeborenen König der Juden (siehe Matthäus 2) und die Geburt Jesu als die größte Sternstunde der Menschheit. Weitere biblische Bezüge sind Psalm 147,4 (Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.) und Offenbarung 22, 16 („Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern.“)
Familien können außerdem über die Sternstunden im letzten Jahr ins Gespräch kommen.

Willkommens-Zeit

Begrüßung mit einem Stern-Namensschild

Material:
Papiersterne in unterschiedlichen Größen und Farben; Glitzerstifte; evtl. Glitzersteine (selbstklebend)

Stationsbeschreibung:
Jede Person darf sich zu Beginn einen Stern nehmen und mit Glitzerstiften den eigenen Namen aufschreiben, evtl. auch Glitzersteinchen aufkleben.
WICHTIG: Die Sterne unterscheiden sich in alle Farbe, Form und Größe, so dass jede Person einen eigenen Stern hat.

Aktiv-Zeit

Station: Sternensuche

Vorbereitung:
Im Raum werden sehr viele Papiersterneversteckt (sollten zwischendurch immer wieder neu versteckt werden).
Alternativ können auch Leuchtsterne versteckt werden, die dann im verdunkelten Raum mit Hilfe einer Taschenlampe gesucht werden.

Stationsbeschreibung:
Heute findet ihr nicht nur „oben“ am Himmel Sterne, sondern auch hier „unten“ bei Kirche Kunterbunt. Ihr habt 3 Minuten Zeit. Wie viele Sterne findet ihr? Welche Familie findet die meisten Sterne?

Gesprächsimpulse:
* Habt ihr schon einmal bei Nacht in den Sternenhimmel geschaut?
* Und habt ihr dabei schon einmal versucht die Sterne zu zählen?
Bestimmt habt ihr dann festgestellt: Es sind unzählbar viele Sterne. Kein Mensch kann sie zählen. Gott aber kennt die Anzahl der Sterne. Er hat sie alle geschaffen und sogar jeden Stern mit Namen.
Psalm 147,4: Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.
Und auch für dich gilt: Gott hat dich geschaffen und kennt jeden von uns mit Namen!

Station: Dem Stern folgen

Material:
Sterne (draußen: Straßenkreide; drinnen: Papier), Pylonen, Bänke, Tische, weitere Hindernisse

Vorbereitung:
Es wird mit Hilfe von Pylonen, Bänken und Tischen ein Parcours vorbereitet, der huckepack gegangen werden kann. Sterne auf dem Boden (Straßenkreide oder Papiersterne) markieren den Weg.

Stationsbeschreibung:
In der Bibel wird von Sterndeutern aus dem Osten erzählt, die sich auf den Weg gemacht haben und einem ganz besonderen Stern gefolgt sind, um dem neugeborenen König der Juden zu finden, Jesus. Der Weg war lang, anstrengend und gefährlich. Vermutlich waren sie mit Kamelen unterwegs, die sie auf der weiteren Strecke über Berge und Täler begleiteten.
An dieser Station darf eine Person das Kamel sein, das eine andere Person sicher durch einen Parcours über die Hindernisse bringt – bis zur Krippe. Die Sterne zeigen euch den We

Gesprächsimpulse:
Die Sterndeuter haben ganz deutlich gespürt, was ihr Auftrag ist: dem Stern folgen und den neuen König finden.
Auch wenn der Weg lang war und Kraft gekostet hat, haben sie das Ziel nicht aus den Augen verloren.
* Wo hast du schon einmal gespürt, dass du einen Auftrag hast?
* Wo hast du schon anstrengende Wege zurückgelegt, um ein Ziel zu erreichen?
Für die Sterndeuter hat sich der lange Weg gelohnt. Sie finden in einem Stall in einer Krippe das Jesuskind, das größte Licht von allen.

Station: Sternenquiz

Material:
Kopien „Sternenquiz“, Kopien „Labyrinth – Finde den Stern“, Stifte


Stationsbeschreibung:
In der Bibel wird von Sterndeutern erzählen, die dem besonderen Stern folgen und das Jesuskind in einem Stall finden. Aber was sind eigentlich Sterndeuter? Sterndeuter beobachteten damals den Himmel und kannten viele Sterne mit Namen. Sie konnten außerdem die Bewegungen der Sterne erkennen und erklären.

1. Sternen-Quiz (für Familien mit älteren Kindern):
Hier könnt ihr nun euer Wissen über Sterne und Planeten unter Beweis stellen. Nehmt ein Sternenquiz-Blatt und einen Stift und los geht’s. Auf dem Lösungsblatt könnt die Antworten überprüfen.
2. Labyrinth: Finde den Stern (für Familien mit kleineren Kindern):
Findet ihr den richtigen Stern zum Stern? Nehmt euch eine Vorlage und probiert es aus.

Labyrinth „Finde den Stern“
Sternen-Quiz

Station: Meine Sternstunde im Jahr 2022

Material:
Stellwand mit dunkelblauem Tuch, Pinnnadeln

Vorbereitung:
Stellwand mit dunklem Tuch wird aufgebaut, Platz in der Mitte wird ausgespart.

Stationsbeschreibung:
Das Jahr ist fast zu Ende. Bestimmt könnt ihr einander von vielen tollen Erlebnissen von diesem Jahr berichten. Beeindruckende Erlebnisse bleiben uns lange im Gedächtnis. Es sind Stunden, die wir nicht mehr vergessen. Wir können sie auch „Sternstunden“ nennen.
* Was ist deine Sternstunde?
* Worüber hast du dich in diesem Jahr schon sehr gefreut?
* Wann warst du sehr glücklich und musst noch oft daran denken?
Nimm dir einen Stern, schreibe oder male deine „Sternstunde“ auf, erzähle sie deiner Familie und dann hefte den Stern an die Sternstunden-Wand.
* Vielleicht gibt es auch Sternstunden, die du dir für die Zukunft wünschst?

Station: Stern basteln

Material:
für Ziehharmonikastern: Bastelfolie (Seidenpapier, Geschenkpapier, Goldfolie, Buntpapier ), Schere, Faden, Kleber, Anleitung;
für Stern aus Ästen: kleine Äste, Gartenschere, Wolle
für Nagelbild: Holzbretter (quadratisch, ca. 20 x 20 cm), Vorlage, Bleistift, Hammer und viele kleine Nägel, farbiges Garn

Stationsbeschreibung:
An dieser Station dürft ihr einen Stern basteln. Dafür gibt es drei verschiedene Möglichkeiten.

Variante 1: Ziehharmonikastern (für kleinere Kinder)

  1. Schneidet von dem Papier einen Streifen von 25 x 10 cm ab.
  2. Faltet diesen langen Streifen sogfältig zu einer Ziehharmonika zusammen (Breite der Felder ca. 1 cm).
  3. Faltet nun den Ziehharmonikastreifen einmal in der Mitte.
  4. Schneidet an der offenen Seite ein Eck schräg ab. Falls nicht alle auf einmal gehen, müsst ihr immer nur ein paar Falten nacheinander schneiden.
  5. Faltet nun wieder auf, bindet um die Ziehharmonika in der Mitte einen dünnen Faden herum und knotet ihn fest.
  6. Legt nun die beiden Enden der Ziehharmonika zu einem Halbkreis und klebt die beiden Enden zusammen. Wenn ihr den Faden hier mit hineinklebt und oben herausstehen lasst, könnt ihr den Stern gut aufhängen.
  7. Jetzt noch die beiden unteren Enden zum Halbkreis zusammenkleben – fertig ist der Stern.
Faltanleitung

Variante 2: Stern aus Ästen
Nehmt euch dazu 5 etwa gleich lange Äste und legt sie zu einem Stern zusammen. Aus zwei Stöcken die Sternspitze als umgedrehtes V legen. Ein Stock kommt quer darüber. Stock vier und fünf als X auf den Stern legen, so dass fünf Spitzen entstehen. Bindet die Sternspitzen mit Wolle zusammen. Damit der Stern richtig zusammenhält, werden die Verbindungsstücke in der Mitte auch mit Wolle zusammengebunden – fertig ist euer Stern! Wer ihn aufhängen möchte, kann noch ein Stück Wolle als Aufhänger anbringen.

Anleitung

Variante 3: Nagelbild Stern
Übertragt zunächst die Papierstern-Vorlage mit Bleistift auf das Holzbrett. Schlagt dann die Nägel auf den Linien und den Spitzen ein. Wichtig sind dabei die Eckpunkte. Knotet einen Garn in eurer Wunschfarbe an einem Nagel fest und wickelt diesen dann beliebig von Nagel zu Nagel. Wenn euer Nagelbild dann die gewünschte Dichte an Fäden hat, wickelt den Faden wieder zum Ausgangspunkt zurück, schneidet ihn ab und verknotet ihn fest mit dem anderen Ende.

Station: Sternenlicht transportieren

Material: kleine Holzplatte mit Schnüren an den Enden, leuchtender Stern, Pylonen

Vorbereitung:
Benötigt wird eine kleine Holzplatte (quadratisch; 20-30cm) mit 4 Löchern. Daran werden Schnüre befestigt. Auf der Holzplatte liegt ein Leuchtstern oder ein LED-Licht auf einem Papierstern bereit. Mit Hilfe von Pylonen wird ein kleiner Parcours vorbereitet.

Stationsbeschreibung:
Legt den leuchtenden Stern auf das Holzbrett. Haltet das Holzbrett mit dem Stern an den vier Schnüren fest. Jeder hält ein Schnurende. Wenn ihr zu zweit seid, haltet ihr jeweils zwei Schnüre. Wenn ihr zu dritt seid, hält einer von euch zwei Schnüre und wenn ihr mehr als vier seid, macht ihr mehrere Durchgänge. Eure Aufgabe ist es, den Stern bis zum Ziel zu bringen – ohne dass er hinunterfällt. Entscheidet selbst, ob ihr nochmal von vorne beginnt, wenn der Stern herunterfällt. Durch die Länge der Schnüre, könnt ihr die Schwierigkeit der Aufgabe verändern.

Gesprächsimpulse:
* Wie war es für euch als Familie gemeinsam die Aufgabe zu meistern? WAs hat gut geklappt? Was hat nicht gut geklappt?
* Überlegt gemeinsam: Bei der Aktion musstet ihr gemeinsam das Licht transportieren? Wo könnt ihr anderen Menschen ein Licht bringen, vielleicht jemandem eine Freude machen und den Alltag etwas heller machen?


Station: Experiment – Leuchtende Sterne zu Hause

Material:
Briefumschlag, schwarzes Tonpapier, das in den Umschlag passt, Locher, Taschenlampe

Vorbereitung:
Diese Station sollte in einem Raum angeboten werden, der abgedunkelt werden kann.

Stationsbeschreibung:
Eigentlich können wir die Sterne am Himmel nur sehen, wenn es dunkel ist. Dann glitzern sie am Nachthimmel. An dieser Station könnt ihr euch ganz einfach den Sternenhimmel nach Hause holen.
1. Locht das Tonpapier mit dem Locher. Knickt das Tonpapier auch um, so dass ihr auch Löcher in die Mitte des Papiers machen könnt.
2. Steckt das gelochte Papier in den Umschlag. Dann nehmt euch eine Taschenlampe und leuchtet in dem hellen Raum von hinten an den Umschlag. Während eine Person leuchtet, können die anderen Umschlag von vorne anschauen. Was passiert?
3. Verdunkelt jetzt den Raum und leuchtet dann wieder von hinten an den Umschlag. Was hat sich verändert?

Gesprächsimpulse:
Bei diesem Experiment habt ihr etwas zum Leuchten gebracht.
* Habt ihr eine Idee wie ihr bei euch in der Schule, bei der Arbeit, in eurem Alltag etwas zum Leuchten bringen könnt?
* Wie könnt ihr andere Menschen zum Leuchten bringen?

silhouette of man holding flashlight

Station: Sternenlicht anzünden

Material:
Kerzen (evtl. Teelichter in einem Gläschen), vorgezeichneter Stern auf dem Boden

Stationsbeschreibung:
Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit gibt es viele Menschen, die traurig sind, weil sie jemanden vermissen, einsam sind oder Angst vor der Zukunft haben. Das können Menschen aus eurer Nachbarschaft sein oder auch Menschen, die weit weg wohnen und die ihr gar nicht kennt.
In der Ukraine, Syrien, Äthiopien und anderen Kriegsländern haben die Menschen in diesem Jahr wenige Sternstunden erlebt. Oft hat sich der Himmel verdunkelt. Nehmt eine Kerze, zündet sie an und stellt sie in den großen Stern. Wenn ihr wollt, betet leise oder laut und bittet Gott für Licht im Leben der Menschen.

Gebet:
Gott, unter deinem Sternenzelt sind wir alle deine Kinder. Du hast die Sterne geschaffen – wir können sie nicht zählen. Du hast uns geschaffen – wir können nur staunen. Niemand kann messen, was du für uns geschaffen hast. Wir kommen und staunen und loben dich. Wir kommen aber auch mit Fragen und Sorgen, haben Angst, vielleicht auch Not. Unter deinem Sternenzelt suchen wir Vertrauen und Trost. Wir zünden diese Kerze an und bitten dich um Licht.

(aus: Sterne für Brot – Ideen und Anregungen zur 51. Aktion Brot für die Welt, Pfalz 2009

Kerzen in die Sternenform stellen

Feierzeit

Impuls

Stellwand mit Sternstunden wird aufgestellt und zu Beginn einige ausgewählte Sternstunden-Karten vorgelesen.
Viele tolle Sternstunden habt ihr in diesem Jahr erlebt. Wenn ihr auf die letzten Monate zurück schaut, erinnert ihr euch an Erlebnisse mit Freunden, die Ferien, Geschenke und vieles mehr. Sternstunden – das sind kostbare und wertvolle Momente und Erlebnisse. Manchmal passiert es sogar, dass solche Sternstunden etwas in unserem Leben verändern. Ihr seht hier in der Mitte auf unserer Wand ist noch Platz für einen weiteren Stern, eine weitere Sternstunde. Es ist ein großer Stern, der hier – genau in der Mitte – noch Platz findet. Es ist die größte Sternstunde der Menschheit. Es passiert etwas Einzigartiges, das den Verlauf des gesamten Weltgeschehens verändert: Jesus wird geboren.
Vor mehr als 2000 Jahren erleben in einem kleinen Stall in Betlehem nicht nur die Eltern, Maria und Josef, eine echte Sternstunde. Auch für die Hirten auf dem Feld, die von den Engeln die Nachricht von der Geburt des Messias hören und für die Sterndeuter, die nach einem langen Weg den König finden, ist es die größte Sternstunde ihres Lebens. Dieses Erlebnis verändert alles – die Begegnung mit Jesus verändert alles – im Leben der Hirten, der Sterndeuter, aber auch im Leben der Menschen, die Jesus heilt, der Menschen, die mit ihm unterwegs sind.
Bis heute feiern wir diese Sternstunde an Weihnachten.
Gebetskerze von Station „Sternenlicht anzünden“ zeigen.
Weihnachten – das Fest der Liebe, das Fest der Familie. So wird es oft genannt. Doch leider ist für viele Menschen Weihnachten keine besondere Sternstunde. So viele Menschen sind in dieser Zeit einsam, sind traurig, weil sie vielleicht jemand vermissen oder wissen nicht wie es weitergehen soll. Für viele Familien in der Ukraine, in Syrien und anderen Ländern, in denen aktuell Krieg ist, gleicht Weihnachten dieses Jahr eher einem dunklen, wolkenverhangenen Nachthimmel, statt einer hell leuchtenden Sternstunde.
Wenn wir all das sehen oder an diese Menschen denken, bleibt uns oft nichts anderes übrig als ein Gebet zu sprechen. Wie ihr es vielleicht an der Station gemacht habt – oder es bleibt uns auch mal die Sprache weg. Da sehen wir vielleicht nur noch dunkles. Und trotzdem: Jesus ist gekommen, um Frieden zu bringen. Er ist gekommen, damit Menschen wieder Licht im Dunkeln sehen. Damit vielleicht auch wieder in uns etwas hell wird.
Holz mit Sternenlicht von Station „Licht transportieren“ zeigen
Und er lädt uns ein zu Lichtern zu werden. Du darfst ein Stern für andere sein. Du darfst leuchten und anderen Menschen ein Licht bringen. Vielleicht habt ihr an der Station vorher schon viele Ideen gesammelt wo und wie ihr anderen Menschen Licht bringen könnt. Das kann vielleicht ein kleines Geschenk für eine Nachbarin sein, die alleine lebt. Das kann ein Bild sein, das ihr jemandem schenkt, der traurig ist, das kann Zeit sein, die ihr mit jemandem teilt, der eine Person zum Zuhören braucht. Und wer weiß: vielleicht erleben genau dann andere Menschen eine Sternstunde – wenn du Ihnen Licht bringst.
Namensschild zeigen
Zu Beginn von Kirche Kunterbunt habt ihr heute einen ganz eigenen Stern erhalten. So wie eure Sterne einmalig sind, weil kein Stern die gleiche Farbe, Form und Größe hat, so seid auch ihr ganz einmalig. Jeder und jede von euch trägt etwas Einzigartiges in sich, das Gott in euch hineingelegt hat. Dieses Einmalige in euch darf leuchten. Und dieses Leuchten dürft ihr weitergeben.

Gebet

beide Arme nach oben, Hände offen
Guter Gott, du bringst das Licht in diese Welt.
beide Arme vor der Brust verschränken
Segne uns in dieser Adventszeit,
einander anfassen
wenn wir als Familie miteinander basteln, reden, singen und unterwegs sind,
Sternenfunkeln mit den Händen (Fingerspitzen zusammenführen und plötzlich die Hände öffnen)
wenn wir die Sternstunden in unserem Leben suchen, entdecken und feiern.
beide Arme vor der Brust verschränken
Segne uns, damit wir einander zu Sternen werden, die leuchten im Dunklen,
beide Arme nach oben, Hände offen
Danke, Jesus, dass du ins unsere Herzen Licht bringst.
AMEN

Segen

Material und Vorbereitung:
Für den Wunderkerzen-Segen benötigt jeder Kirche Kunterbunt Besucher eine Wunderkerze. Außerdem ist es sinnvoll mehrere Feuerzeuge zur Verfügung zu stellen, denn die Wunderkerzen sollen alle zeitgleich entzündet werden. Am besten wirkt er natürlich im Dunkeln. Ihr solltet außerdem auf die Gefahr des Verbrennens an Wunderkerzen hinweisen und in geschlossenen Räumen die Brandmelder vorab checken.

Wunderkerzen-Segen
Wie diese dünne, graue Wunderkerze kommt uns unser Leben oft fade und langweilig und unbedeutend vor. Aber Gott legt eine Bedeutung in dein Leben. Er zündet dich an! Er ist das Licht!
Jetzt die Wunderkerzen anzünden!
Gott, der Vater, segne dich, wenn du fröhlich bist und vor Freude und Energie sprühst.
Jesus, der Sohn, der als Licht in die Welt gekommen ist, segne dich. Er segne den Sternenregen, der von dir ausgeht und der Licht in das Leben anderer Menschen bringt.Gott, der heilige Geist, segne dich, wenn du abgebrannt und verkohlt bist und kein Licht mehr da ist. Er gebe dir neues Feuer und erleuchte deine Dunkelheit.So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Liedvorschläge:
  • Stern über Betlehem
  • Stern, auf den ich schaue
  • Weißt Du wieviel Sternlein stehen
  • Wir haben seinen Stern gesehen
  • Tragt in die Welt nun ein Licht
  • Komm, wir gehen nach Betlehem (Mike Müllerbauer)

Essenszeit

Sternnudeln mit Soße oder Pesto
Nachtisch: Zimtsterne

Das winterliche Turnier im Wüstenstaat erhitzt die Gemüter bereits jetzt. Während Christinnen und Christen hierzulande in der Adventszeit der Feier der Geburt Jesu Christi entgegenfiebern, werden die weltbesten Fußballer ab dem 20. November unter sengender Sonne um die Krone ihrer Sportart ringen. Das Endspiel im Emirat am Persischen Golf wird pünktlich am 4. Advent ausgetragen. Hinzu kommen Menschenrechtsverletzungen im autoritären Königreich, fragwürdige Arbeitsbedingungen und weltweite Boykottforderungen. Das alles stellt die kirchliche Arbeit im Advent 2022 vor besondere Herausforderungen.

Anti-Turnier und Fußball auf der Kanzel

Die evangelische Kirche hat deshalb jetzt spezielle Hilfsmaterialien für Kirchengemeinden herausgegeben. Unter der Überschrift „Macht hoch die Tür, die Tooor macht weit“ gibt ein Arbeitsheft auf 36 Seiten Tipps für einen konstruktiv-kritischen Umgang mit der umstrittenen WM. Die Broschüre mit dem Titel in Anlehnung an das bekannte Adventslied enthält Anregungen für Gottesdienste an den vier Adventssonntagen im Schatten der WM und Aktionsvorschläge für die Gemeindearbeit. Warum nicht mit lokalen Vereinen ein „Anti-Turnier“ organisieren oder Fußballerinnen und Fußballer zur Predigt auf die Kanzel bitten?

Gastbeitrag von DFB-Präsident Neuendorf

Ergänzt wird das Heft durch Gastbeiträge unter anderem von DFB-Präsident Bernd Neuendorf, ZDF-Sportmoderatorin Claudia Neumann oder Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung sowie dem EKD-Sportbeauftragten und rheinischen Präses Thorsten Latzel. Zudem gibt es auch Impulse rund um das jüdische Lichterfest Chanukka, auf das die WM ebenfalls fällt. Das Heft will dabei keine endgültigen ethischen Antworten und Lösungen rund um die WM in Katar präsentieren, sondern die Licht- und Schattenseiten des Turniers beleuchten und vor allem zu einem praxisorientierten Umgang vor Ort ermutigen.

Tipps als Gemeinschaftsproduktion

Gedacht ist die Broschüre vornehmlich für das Gemeindeleben vor Ort, für Gottesdienste, die Arbeit mit Jugendlichen und Gesprächskreise. Entwickelt und herausgegeben haben das Heft der Evangelische Bund und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Kirche und Sport sowie der Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung „midi“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). 

Material: Salzstreuer, wenn möglich für jeden (z.B. https://www.bad-reichenhaller-shop.de/speisesalze/ministreuer/10-g-ministreuer-jod-einzeln.html) oder zumindest einen Salzstreuer für jeden „greifbar“

Salz-Segen
Mit einem Salzstreuer streut sich jeder ein bisschen Salz in die Handfläche.
Schaut euch die Salzkörner in eurer Hand genau an. Jedes Salzkorn ist anders – ein ganz einzigartiges Kristall.
Gott, der Vater, der dich wunderbar und einzigartig wie jedes Salzkorn geschaffen hat, segne dich.
Befeuchtet nun einen Finger und dippt in euer Salzhäuflein. Dann schleckt euren Finger ab.
Jesus, der Sohn, der in dir und bei dir ist, gebe dir die Kraft Salz zu sein in deinem Alltag.
Gott, der Heilige Geist schenke, dass dein Leben Bedeutung bekommt und dein Salz seine Wirkung entfaltet.
Jetzt das restliche Salz von der Handfläche pusten.
So segne dich Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

two condiments shakers

Material: Sprühflasche mit Wasser ( je nach Personenanzahl empfiehlt es sich, mehrere Sprühflaschen zu nutzen )

Beschreibung:

Während der Segen gesprochen wird, geht eine oder mehrere Personen mit einer Sprühflasche zu den Menschen. Diese halten ihre Hände offen, wie eine Schale. In diese geformte „Schale“ wird einbisschen Wasser gespritzt. Wird der Segen draußen bei warmen Wetter durchgeführt, kann man auch auf den Kopf Wasser sprühen.

Sprüh-Segen:

Gott will euch erfrischen: In dem, was herausfordernd und schwer ist,

in dem, was leicht und schön ist.

Er nimmt euch wahr. Er ist mit euch.

Er sieht euch.

Amen.

Material: zwei Riesenluftballons in zwei verschiedenen Farben, schwarzer wasserfester Stift zum Beschriften.

Beschreibung
Zwei (Riesen-) Luftballons in zwei unterschiedlichen Farben aufblasen.
Auf den einen Ballon „DANKE“, auf den anderen Ballon „BITTE“ schreiben.
Die Ballons werden dann beim Luftballon-Gebet in die Luft geworfen. Ziel ist, dass die Ballons immer in der Luft bleiben.

Luftballon-Gebet
Großer Gott, wir wollen dir Danke sagen. Danke für jeden Menschen, der heute hier ist.

Jetzt wird der „DANKE“- Ballon in die Luft geworfen. Die Person, bei der der Ballon ankommt, darf laut oder leise eine Sache sagen, für die sie dankbar ist. Währenddessen darf sie den Ballon weiter in die Luft stoßen.

Am Ende der Danke-Runde den Ballon fangen und zur Seite legen.

Großer Gott, du siehst was uns traurig macht oder was uns auf dem Herzen liegt. Wir bitten dich für alle kranken Menschen.

Jetzt den „BITTE“- Ballon hochwerfen. Am Ende den „Bitte“-Ballon fangen und zur Seite legen.

Und laut gemeinsam „AMEN“ rufen.

Material: kein Material notwendig

Socken-Segen

Wer möchte, darf für den Socken-Segen seine Schuhe ausziehen.

Großer Gott. Wir stehen hier sockig vor dir. Ganz ungeschützt.
Vielleicht sind unsere Füße verschwitzt oder stinken sogar ein bisschen.
Danke, dass wir genauso vor dir stehen dürfen und du uns segnest.

Gott, der Vater, segnet dich. Er hat dich geschaffen. Er kennt dich.
Er weiß um deine Verletzlichkeit, deine peinlichen Momente und deine unangenehmen Situationen. Und er liebt dich.

Jesus, der Sohn, segnet dich. Er geht mit dir, wenn du schwierige und anstrengende Wege gehen musst.
Er ist an deiner Seite, wenn du durch deinen Alltag rennst. Wie eine Socke begleitet er dich bei jedem Schritt.

Gott, der Heilige Geist, segnet dich. Wie eine wärmende Wollsocke umgibt er dich und ist dir ganz nahe.
Er umhüllt dich mit seinem Segen.
So segnet dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Jetzt die Schuhe wieder anziehen.

Einführung

Diesen Entwurf haben wir passend zur Jahreslosung 2023 entwickelt. Dieser Bibelvers wird von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) für jedes Jahr ausgewählt. Die Jahreslosung gilt vielen Christen vor allem deutscher Sprache als Leitvers für das Jahr.
Im Jahr 2023 lautet der Vers: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ 1. Mose 16,13. Mit diesem Entwurf könnt ihr die Jahreslosung in eurer Kirche Kunterbunt thematisieren. Der Entwurf eignet sich gut für die erste Jahreshälfte des Jahres.

Willkommenszeit

Begrüßung mit der Messlatte

Material: eine große Messlatte (evtl. nicht sichtbare Rückseite ist für den Feier-Zeit-Vorschlag A mit „Alle gleich wichtig“ beschriftet), Stifte

Stationsbeschreibung: Beim „Einchecken“/ zur Begrüßung jeder Person wird hier auf der Messlatte die Größe gemessen. Alle dürfen ihren Namen auf der Messlatte an der ermessenen Größe eintragen.

green ruler on white surface
Messlatte um die Größe der Besucher zu messen und dann zu vermerken.
Begrüßung mit einem Sand-Namensschild

Material: Doppelseitiges Klebeband, bunter Sand, Papier, Stifte

Stationsbeschreibung: Jede Person darf sich zu Beginn ein eigenes Namensschild gestalten. Auf Papier wird nicht nur der eigene Name geschrieben, sondern auch bunter Sand gestreut (ganz nach Vorlieben). Der Sand haftet auf dem Papier, in dem doppelseitiges Klebeband verwendet wird.

bunter Sand
dickes Papier für die Namensschilder
Klebeband aufkleben und Sand darüber streuen

Aktiv-Zeit

Station: Gott sieht dich! Bei Gott bist du wichtig!

Material: Papier, gespitzte (!) Bleistifte, Radiergummi, Spitzer, Deckel eines Plastikkästchens (kein Glas wegen der Oberflächenspannung des Wassers), „Gläserne Kugel“ von Kraul (www.spielzeug-kraul.de), Plastikspritze (zum Befüllen der Kugel), alternativ Wasserhahn in der Nähe

Stationsbeschreibung: Zeichne dich als Strichmännchen so klein, wie du nur kannst. Schreibe deinen Namen daneben – auch ganz klein, sodass du es fast nicht lesen kannst. Fülle die Glaskugel unter dem Wasserhahn oder mit der Plastikspritze und lege sie auf die kleine Schrift.
Hinweis zur Station: Was passiert mit Strichmännchen und Schrift?
Die wassergefüllte Kugel wirkt wie ein „Riesentropfen“, wie eine Lupe und vergrößert so deine Schrift. Wenn du die Kugel anhebst, wird die Vergrößerung noch stärker. Im Gegensatz zu Glaslinsen sind die Vergrößerungen am Rande aber verzerrt. So bekommt dein Name runde Ränder und wird richtig lebendig, wenn du die Kugel leicht hin- und her bewegst. Je gebogener die Tropfenoberfläche ist, desto schöner ist der Lupeneffekt!
Alternativ kann die Vergrößerung auch mit dem Boden eines Plastikdeckels hergestellt werden. Nimm den Plastikdeckel und lege ihn auf Stichmännchen und Namen. Dann tauche deinen Zeigefinger in Wasser, bis ein kleiner Tropfen an deiner Fingerkuppe hängen bleibt. Diesen Tropfen setzt du vorsichtig auf den Boden des Plastikdeckels. Der Tropfen sollte klein, aber möglichst hoch sein.

Gesprächsimpulse: Und was hat das mit uns zu tun? Bei Gott bist du im Fokus: Gott sieht dich voller Liebe an, selbst wenn du dich klein machst oder klein fühlst. Für ihn bist du ganz groß, ganz wichtig! Er schenkt dir neue Kraft und Stärke, neues Leben. So geht es auch Hagar, die wieder die Kraft hat zu ihrer Herrin Sara zurückzugehen.
Zum Weiterdenken: Wo möchte ich, dass ich mehr gesehen werde? Wo wünsche ich mir Bestätigung? Wo brauche ich neue Kraft, um durchzuhalten?
Anmerkung: Es empfiehlt sich, den Versuch vorher auszuprobieren, denn nicht jeder Plastikboden eignet sich für dieses Experiment. Auch lohnt es sich, die Gläserne Kugel anzuschaffen, da der Effekt einfach viel stärker ist. Außerdem ist das mitgelieferte Beiheft eine tolle Hilfe bei der Durchführung und ggf. Ideengeber dank der vielen unterschiedlichen Experimente für andere KiKu-Tage.

Idee und Texte teilweise entnommen aus: Beiheft „Gläserne Kugel“, Walter Kraul GmbH, Icking.

Station: Blind malen

Material: Stifte, Papier, Schal/Tuch um Augen zu verbinden, Wackelaugen

Stationsbeschreibung: Eine Person aus der Familie bekommt die Augen verbunden. Zusätzlich erhält sie einen Stift und ein Papier auf dem 2 Wackelaugen kleben (Alternative: Augen aufgezeichnet sind). Jetzt wird ausgewählt, wen die Person mit verbundenen Augen aus der Familie zeichnen soll, ohne zu sie zu sehen. Die Wackelaugen können bei der Orientierung helfen.

Gesprächsimpulse: Wie siehst du den anderen von „außen“? Was ist dir wichtig am andern?

Station: Ein Bild von dir

Material: Bilderrahmen oder ein Tonpapierblatt auf dem ein „Bilderrahmen“ aufgezeichnet ist und in der Mitte Platz ist zum Schreiben/Kleben, Symbole z.B. Emoijs oder Sportarten, Aufkleber, Kleber/Heißklebepistole, Papier, Papier, Stifte

Stationsbeschreibung: Schreibt für jede Person auf, was ihr an ihr/ihm mögt. Was die/derjenige gut kann. Ihr könnt auch Symbole ausschneiden und aufkleben (vor allem Kinder, die noch nicht schreiben können). Ihr könnt auch ein Bild von der Person malen. Gestaltet mit den Worten, Symbolen und Bildern eine Seite für den Bilderrahmen. Platziert euer Kunstwerk in den Rahmen. Ihr könnt den Rahmen auch noch verzieren oder Symbole aufkleben, die die Person auszeichnen. Jeder aus der Familie erhält dann ein Bilderrahmen der enthält, was die andern an Stärken in der Person sehen.

Gesprächsimpulse: Wie ist es für dich zu hören, was die anderen alles an dir mögen und wie sie dich sehen? Denkst du sie haben recht? Warum fällt es uns schwer Schönes über uns zu hören?

Station: Gott sieht dich im Spiegel

Material: Spiegelfliesen rund Ø20cm, Holzklötze ca. 7x7x7cm (evtl. eine Holzlatte, von der selbst abgesägt wird), evtl. Gravier-Stift, Brandmalkolben (Brennpeter), diverse Farben, Pinsel, Edding

Stationsbeschreibung: Sägt für den Holzklotz von einem Vierkantholz einen Würfel ab. Schleift diesen danach mit Schmirgelpapier. Dann wird in den Klotz mit einer Kappsäge oder Oberfräse ein ca. 1-2 cm tiefer Schlitz gesägt. Er sollte etwa 70° Neigung haben. Alternativ können die Klötze auch schon vorbereitet werden. Jetzt wird der Spiegel in den Schlitz gesteckt. Gestaltet den Spiegel mit dem Satz „Du siehst mich!“. Entweder kann die Spiegelfliese graviert werden oder es wird einfach ein durchsichtiger Kleber platziert. Die Spiegelfliese kann auch bemalt werden (Edding, Windowcolor, Glasfarbe). Alternativ kann auch der Holzklotz gestaltet werden. Entweder mit dem Lötkolben oder ebenfalls mit Farbe.

Gesprächsimpulse: Seid ihr zufrieden mit dem, was ihr im Spiegel seht? Kannst du dich in Ruhe anschauen und dich über dein Äußeres, deine Schönheit freuen? Gott sieht dich. Nicht nur äußerlich. Gott sieht dich – mit allem, was du bist. Und sein Blick ist nicht kontrollierend oder verurteilend. Dieser Blick ist liebevoll und wertschätzend. Gott sieht dich. Dein Potential, deine innere und äußere Schönheit.

Station: Erzähl-Zelt

Material: Erzählzelt oder gemütliche Ecke, Sitzkissen, ggf. Teppich, Zimmerbrunnen oder eine Schale mit Wasser, Verkleidung für Hagar, Sand auf einem Tuch, (auch Erzählbeutel genannt), 4 Erzählfiguren aus Holz (ganz bewusst keine weitere Ausstattung, damit der Blick auf das Wesentlich gelenkt wird).
Immer wenn eine kleine Gruppe von mindestens 3 Personen zusammengekommen ist, beginnt die Erzählung. Mit den Figuren erzählt der Mitarbeitende die Geschichte nach.
Aufbau des Sand-Erzähl-Teppichs: am Rand in einer kleinen Senke werden die Figuren Sarai und Abram platziert. Ungefähr in der Mitte des Sandteppichs stehen Hagar und Gott/der Engel des Herrn.

Ein:e Mitarbeiter:in erzählt mit den Figuren Hagars Geschichte:
Geschichte
„Ihr befindet euch an einem ganz besonderen Ort, denn hier ist etwas ganz Wunderbares passiert! Hier ist Gott (Figur zeigen) der Magd Hagar (Figur zeigen und zu Figur Gott stellen) begegnet, aber alles der Reihe nach! (Figur Hagar zu Figur Sarai und Figur Abram stellen) Die Magd Hagar zieht mit ihrer Herrin Sarai und ihrem Mann Abram immer dorthin, wo die Schafe und Ziegen Futter finden. Hagar hilft Sarai bei einfachen Arbeiten wie kochen, waschen, nähen und vielem mehr. Sarai und ihr Mann Abram wünschen sich schon lange Kinder, aber bisher hat es noch nicht geklappt. Da Hagar noch jung ist, sagte Sarai ihrem Mann, er solle doch versuchen mit Hagar ein Kind zu bekommen. (Figur Hagar zu Abram stellen).

Das tat er dann auch und Hagar wurde schwanger. Nachdem sie das wusste, war sie ihrer Herrin Sarai gegenüber schnippisch und machte auch nicht immer gleich, was sie von ihr verlangt wurde. (Kleinen Sandhügel aufschütten und Hagar oben draufstellen; Sarai darunter platzieren) Ja, sie fühlte sich auf einmal als etwas Besseres: Denn sie war schließlich schwanger geworden und Sarai nicht. Das merkte die Herrin natürlich und das ärgerte sie, wie ihr euch vorstellen könnt! Sie gab Hagar deshalb noch mehr Arbeit, ließ sie bis in die Nacht die Zelte flicken und in aller Frühe wieder die Tiere versorgen. (Figur Sarai energisch auf den Sand klopfen und die Figur Hagar mit Sand zuschaufeln, sodass nur noch der Kopf herausschaut). Auch hatte sie kein gutes Wort mehr für ihre Magd. Es wurde ganz unerträglich! Vor drei Tagen brach Hagar beim Getreideschleppen in der Mittagshitze einfach zusammen. Als sie sich wieder ein bisschen erholt hatte, hielt sie es bei Sarai einfach nicht mehr aus und lief weg. (Figur Hagar abwandern lassen) Ohne zu wissen, wie lange wie gelaufen war und woher sie die Kraft genommen hatte.  Irgendwann muss sie einfach vor Erschöpfung eingeschlafen sein. (Figur hinlegen)
Als Hagar erwachte, fand sie sich an einer Quelle wieder (mit Finger kleines Loch in Sand graben), aber da war noch mehr, gleisendes Licht und eine Stimme, (Figur Gott dazustellen) die sie ansprach: »Hagar, du Magd Sarais, wo kommst du her und wo gehst du hin? « Es war der Engel des Herrn, der sie ansprach. Es war so unglaublich, dass ein Engel von Gott mit ihr redete, aber Hagar hatte keine Angst. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie spürte: der meint es gut mit mir! Deswegen konnte sie ihm auch antworten und sagte wahrheitsgemäß: „Ich bin auf der Flucht vor meiner Herrin Sarai.“ Die Antwort kam prompt. Der Engel des Herrn sagte: »Kehre zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter und tu, was sie von dir verlangt! « Aber das war nicht alles! Außerdem sprach er: »Ich werde deine Nachkommen so zahlreich machen, dass man sie nicht zählen kann. Denn du bist schwanger und wirst einen Sohn zur Welt bringen. Den sollst du Ismael, ›Gott hat gehört‹, nennen. Denn der Gott hat dich gehört, als du ihm deine Not geklagt hast.
Dann war der Engel verschwunden, aber Hagar war erfüllt mit Frieden und Glück! Sie jubelte: Gott hat mein Gebet erhört! Wie gut das tut! (Figur Hagar hüpfen lassen).
Kurzerhand gab sie dem Herrn, der mit ihr geredet hatte, den Namen El-Roi, das heißt: Gott sieht nach mir. Denn Hagar sprach zu sich: „Hier habe ich den gesehen, der nach mir sieht.«Darum nannte man den Brunnen Beer-Lahai-Roi, das heißt: Brunnen des Lebendigen, der nach mir sieht. Nun machte sich Hagar mit neuer Kraft auf den Nachhauseweg zu ihrer Herrin Sarai. (Figur Hagar läuft zu Sarai und Abram zurück und verbeugt sich vor Sarai.)

Alternativ kann die Geschichte auch aus der Perspektive von Hagar erzählt werden: Eine Mitarbeiterin ist dabei als Hagar verkleidet.

Erzählung von Hagar
„Ihr befindet euch an einem ganz besonderen Ort, denn hier ist etwas ganz Wunderbares passiert! Hier ist mir Gott begegnet, aber alles der Reihe nach! Ich bin eine Magd und ziehe mit meiner Herrin Sarai und ihrem Mann Abram immer dorthin, wo deren Schafe und Ziegen Futter finden. Ich helfe meiner Herrin Sarai bei einfachen Arbeiten wie kochen, waschen, nähen und vielem mehr. Sarai und ihr Mann Abram wünschen sich schon lange Kinder, aber bisher hat es noch nicht geklappt. Da ich noch jung bin, sagte Sarai ihrem Mann, er solle doch versuchen mit mir ein Kind zu bekommen. Das tat er dann auch und ich wurde schwanger, ja ich erwarte ein Kind und freue mich, dass es mit mir geklappt hat! Nachdem ich wusste, dass ich von Abram ein Kind erwarte, kann es schon sein, dass ich meiner Herrin Sarai gegenüber etwas schnippisch war und nicht immer gleich gemacht habe, was sie von mir verlangte. Und, ja, wenn ich es mir recht überlege, hab ich mich auch als etwas Besseres gefühlt: ich bin schließlich schwanger geworden und sie nicht.

person on dessert

Das merkte meine Herrin natürlich und das ärgerte sie, wie ihr euch vorstellen könnt! Sie gab mir noch mehr Arbeit, ließ mich bis in die Nacht die Zelte flicken und in aller Frühe wieder die Tiere versorgen. Auch hatte sie kein gutes Wort mehr für mich. Es wurde ganz unerträglich! Vor drei Tagen brach ich beim Getreideschleppen in der Mittagshitze einfach zusammen. Ich hielt es einfach nicht mehr aus und floh. Ich habe keine Ahnung, wie lange ich gelaufen bin und woher ich die Kraft genommen habe. Irgendwann muss ich einfach vor Erschöpfung eingeschlafen sein.
Als ich erwachte, fand ich mich an einer Quelle wieder, aber da war noch mehr, gleisendes Licht und eine Stimme, die mich ansprach: »Hagar, du Magd Sarais, wo kommst du her und wo gehst du hin? « Es war der Engel des Herrn, der mich ansprach. Es war so unglaublich, dass ein Engel von Gott mit mir redete, aber ich hatte keine Angst. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich spürte: der meint es gut mit mir! Deswegen konnte ich ihm auch antworten und sagte wahrheitsgemäß: „Ich bin auf der Flucht vor meiner Herrin Sarai.“ Die Antwort kam prompt. Der Engel des Herrn sagte zu mir: »Kehre zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter und tu, was sie von dir verlangt! « Aber das war nicht alles! Außerdem sprach er zu mir: »Ich werde deine Nachkommen so zahlreich machen, dass man sie nicht zählen kann.«11 Denn du bist schwanger und wirst einen Sohn zur Welt bringen. Den sollst du Ismael, ›Gott hat gehört‹, nennen. Denn der Gott hat dich gehört, als du ihm deine Not geklagt hast.
Dann war der Engel verschwunden, aber ich war erfüllt mit Frieden und Glück! Gott hatte mein Gebet erhört! Wie gut das tut! Kurzerhand gab ich dem Herrn, der mit mir geredet hatte, den Namen El-Roi, das heißt: Gott sieht nach mir. Denn ich sagte mir: „Hier habe ich den gesehen, der nach mir sieht. «Darum nannte man den Brunnen Beer-Lahai-Roi, das heißt: Brunnen des Lebendigen, der nach mir sieht. Nun konnte ich mic mit neuer Kraft auf den Nachhauseweg zu meiner Herrin Sarai machen.

Allgemeine Tipps: Wer noch mehr kreative Ideen sucht, wie Bibeltexte lebendig erzählt werden können, der wird vielleicht hier fündig:
Simone Merkel: Das Gewand des Heils, Biblische Erzählungen und andere Deutungen zum Weiterdenken. Direkt zu beziehen über die Autorin: https://simone-merkel.de/das-gewand-des-heils/
Artikel von Martina Steinkühler: https://www.bibelwissenschaft.de/wirelex/das-wissenschaftlich-religionspaedagogische-lexikon/wirelex/sachwort/anzeigen/details/erzaehlen-bibeldidaktisch/ch/71a71222bed9ab6d00121855f9fbe658/ zuletzt abgerufen am 07.07.22

Station: Steinmännchen

Wichtig: damit die Station verstanden werden kann, sollte sie nach der Station mit der  biblischen Geschichte kommen. Familien evtl. zuerst an diese Station schicken.

Material: Steine, Acrylstifte

Stationsbeschreibung: Als Erinnerung daran, dass Gott Hagar sieht, schafft sie sich ein Denkmal: sie benennt den Brunnen in der Wüste mit dem Namen „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Vielleicht habt ihr Gott auch schon einmal auf besondere Weise erlebt und möchtet diesen Moment in Erinnerung behalten? Ihr dürft euch dafür einen Stein nehmen und eine Eigenschaft, wie ihr Gott erlebt habt, auf einen Stein schreiben. Die Steine werden dann gestapelt und ergeben ein gemeinsames Denkmal.

Alternativ: es können auch Kappla-Steine (Bauklötze) beschriftet werden. Falls jede Familie sogar ihre eigenen Steine zu einem Denkmal baut, lasst die Familien doch ein Foto davon  machen zur Erinnerung für zuhause.

Zusatzidee: parallel zu dieser Station kann das Lied „Größer“ von Jonnes abgespielt werden oder als Text ausliegen.

black stacking stones on gray surface
Station: In der Wüste

Material: Sandmuschel oder Wanne mit Sand, Perlen/Murmeln, kleine Tiere (z.B. von Schleich, wenn möglich folgende Tiere: Kamel, Igel, Fuchs, Eidechse, Skorpion, Käfer)

Stationsbeschreibung: Herzlich Willkommen in der Wüste. Hier dürft ihr Sand erleben. Stellt euch dazu in den Sand (gerne auch Barfuß) und fühlt, wie sich das anfühlt oder wühlt mit den Händen im Sand. Die Wüste ist kein guter Ort. Es ist zu heiß und zu trocken. Für Lebewesen, Menschen und Tiere schwer zu überleben. Solche Wüstenzeiten gibt es auch in unserem Leben. Da knirscht es manchmal. Es gibt Streit, Traurigkeit, Probleme. Gott ist trotzdem da in diesen Wüstenzeiten. Deshalb dürft ihr jetzt auch in dem Sand wühlen und suchen, was ihr findet. Im Sand sind im Vorfeld Perlen versteckt. Alternativ oder in einer zweiten Runde können Tiere im Sand versteckt werden. Viele Tiere haben sich den Umständen in der Wüste angepasst und können trotz der Hitze und dem wenigen Wasser dort leben.

Tierinfos

Wüstenigel: Wüstenigel sehen unseren einheimischen Igeln sehr ähnlich. Sie sind jedoch an ein Leben am Rand der Wüste angepasst. Die Stacheln auf ihrem Kopf sind gescheitelt. Die Beine der Tiere sind für Igel relativ lang. Sie können mehrere Wochen ohne Essen und Trinken überleben. Die Tiere halten nur einen kurzen Winterschlaf und bei großer Hitze außerdem eine Sommerruhe.

Kamel: Das Kamel kommt wochenlang ohne frisches Wasser aus, denn es schwitzt erst bei sehr hoher Körpertemperatur und scheidet mit Kot und Urin kaum Wasser aus. Findet es Wasser, kann es über hundert Liter trinken. Bei Sandstürmen schließt das Kamel seine Nüstern, Augen und Ohren werden von langen Wimpern und Härchen geschützt. Die Schwielen an den Füßen sorgen dafür, dass das Gewicht der Tiere auf dem losen Sandboden verteilt wird und sie nicht einsinken. Anders als viele glauben, speichern Kamele in ihren Höckern kein Wasser, sondern bis zu 200 Kilogramm Fett. Das Fett kann in einem komplizierten Prozess in Wasser umgewandelt werden. Der Höcker schützt den Körper vor der Sonne.

Schwarzkäfer: Der Schwarzkäfer hat eine erstaunliche Technik in der Nebelwüste Namib entwickelt: Wenn er Durst hat, macht er einen Kopfstand und wartet, bis der Nebel sich an seinem Panzer niederschlägt und die Tropfen in seinen Mund rinnen.

Wüstenfuchs: Der Wüstenfuchs (Fennek) zeigt zahlreiche Anpassungen an die Wüste. Er ist kleiner als ein normaler Fuchs, hat behaarte Sohlen und große Ohren, die der Wärmeregulation dienen.

Skorpion: Skorpione ernähren sich vor allem von Spinnentieren und anderen Insekten. Erstaunlich: manche Skorpion-Arten können für mehr als ein Jahr ohne Nahrung auskommen!

Sandgecko: Der Sandgecko oder Namibgeckolebt nachtaktiv in der Wüste. In den Zehenzwischenräume hat er eine „Schwimmhaut“. Sie ermöglicht es den Geckos durch lockeren Sand zu laufen, ohne einzusinken. Den Tag verbringen sie in selbst gegrabenen Gängen. Sie lecken Tautropfen auf und nehmen Feuchtigkeit eventuell auch über die Haut auf.

Tierinfos aus Kindernetz.de und Wikipedia.

Gesprächsimpulse: Mitten in der Wüste begegnet mir Gott, so wie die Perlen oder die Tiere. Er hilft mir die Widrigkeit anzunehmen und auszuhalten. Wie könnt ihr eine Überlebenstechnik in euern „Wüsten“ entwickeln?

brown camel on white sand during daytime
Kamel
black and brown jumping spider on white sand
Skorpion
white and brown fox lying on ground
Fennek, Wüstenfuchs
Station: Augen-Wissen

Material: unterschiedliche Quizfragen, evtl. ein Würfel mit unterschiedlichen Symbolen (Offenes Auge, geschlossenes Auge, weinendes Auge, Auge mit Wimpern, Auge mit Spirale, Stern)

Stationsbeschreibung: Hier gibt es ein Quiz zum Thema „Sehen“. Das Quiz kann als Blatt zum Ausfüllen gestaltet werden. Alternativ kann auch ein Würfel mit unterschiedlichen Augensymbolen gestaltet werden mit Fragen zu jeweils unterschiedlichen Kategorien.

Quizfragen (Die Lösung ist jeweils fett):

  1. Wie wird der gefärbte Teil des Augapfels genannt? Beate, Iris, Susanne, Paula
  2. Wie nennt man die Öffnung der mittleren Augenhaut? Papaya, Pergament, Papillon, Pupille
  3. Wie heißt die Stelle, an der man nicht sehen kann? Schwarzes Loch, Dunkle Ecke, Blinder Fleck, Trübe Tasse
  4. Wie heißen Teile, die unser Auge schützen? Augenbraue, Augenhöhle, Augenmantel, Augenlid
  5. Was ist der größte Teil des Auges? Glastüre, Glasauge, Glasfenster, Glaskörper
  6. Welcher Teil des Auges sorgt für das scharfe Sehen? Blende, Linse, Leuchte, Fernrohr
  7. Was ist die Retina? Hornhaut, Netzhaut, Pupille, Augapfel
  8. Wofür sind die sogenannten Zapfen verantwortlich? Sie sind für die Farbwahrnehmung zuständig, Sie sind für die Hell-Dunkel-Wahrnehmung verantwortlich, durch sie können Bewegungen wahrgenommen werden, Sie ermöglichen das räumliche Sehen
  9. Welches Tier hat einen Infrarotblick? Klapperschlange, Fliege, Schnabeltier, Katze
  10. Welchen Durchmesser hat das Auge eines Erwachsenen? Ca. 1,7 cm, Ca. 2,3 cm, Ca. 3,1 cm, Ca. 4,0 cm
  11. Woran liegt die Rot-Grün-Blindheit? Das Gehirn kann die Farbinformationen nicht richtig umwandeln, Sie wird durch einen Gendefekt auf einem X-Chromosom verursacht, Der Sehnerv t beschädigt, Es sind zu wenige Zapfen vorhanden, die für die Farbwahrnehmung zuständig sind
  12. Was passiert, wenn wir z.B. eine Kerze von Nahem anschauen? Wir sehen sie gar nicht mehr. Wir sehen sie schärfer. Alles ist so wie vorher. Wir sehen sie unscharf.
  13. Verwendet gerne Optische Täuschungen, bei denen etwas erraten werden muss (z.B. 50 Optische Täuschungen 50, Circon Verlag). Gerne könnt ihr auch „Magic eye“- Bilder benutzen.
Station: Erfrischung

Material: 0,5l Sprudelflaschen, Klebebänder, Sticker

Stationsbeschreibung: Überlegt euch, wen ihr kennt, der/dem es gerade nicht so gut geht. Schweres und Herausforderungen können uns wie eine Wüste vorkommen. In der Wüste wünscht man sich nichts mehr als eine Erfrischung durch Wasser. Gestaltet für diese Person eine Flasche mit Klebebändern und Stickern ganz bunt, so dass sie schön aussieht.

Gesprächsimpulse: Was würde der Person, die gerade wie in der „Wüste“ ist, gut tun? Was könntet ihr tun, um diese Person zu „erfrischen“? Schenkt der Person eure schön gestaltete Flasche als „Ich denke an dich“-Zeichen.

white and blue labeled disposable bottled water
Station: Mach es wie Hagar! – Setz dich an die Quelle!

Material: abgetrennter Raum oder Ort (unter einem Baum oder im Zelt), Sitzkissen, gestaltete Mitte mit einer großen, brennenden Kerze, ein/e Mitarbeiter(in), Schild mit der Aufschrift: Bitte einzeln eintreten

Stationsbeschreibung:(ein Mitarbeitende trägt langsam den Text vor) An dieser Station ist Gott der Macher. Hier darfst du einfach da sein: Mach’s wie Hagar, setzt für einen Moment ruhig hin. Schließ` die Augen. Atme einmal tief ein. Und atme wieder aus.
Hagar befindet sich in einer Wüstenzeit: es ist heiß und sie ist erschöpft, sie ist weggelaufen, weil sie Streit mit ihrer Herrin hatte und es nicht mehr ausgehalten hat. Gott sieht sie und ihr Leben, ihre Probleme und Ängste und er will Gutes für sie – es sieht Hagar! Und Gott sieht auch dich!

Zuspruch:
(Name des Gastes einsetzten), Gott sieht dich! Er sieht deine Freude und deinen Schmerz.
Dein Lachen und Dein Weinen. Deine Höhen und Deine Tiefen.
Gott sieht dich an und sagt zu dir: Ich höre deine Bitten und ich gehe mit dir:
In dein Zuhause, auf deine Arbeit, in deine Wüste.
Sei dir sicher: Ich sehe dich. Ich sehe, was du brauchst. Ich bin für dich. Amen

Feier-Zeit

Vorschlag A: Bezug zur Messlatte, für Gott bist du unabhängig von Größe und Leistung wichtig

Bezug zur Messleiste: Für Gott bist du unabhängig von Größe und Leistung wichtig

Material: Messleiste, Gläserne Kugel der Station „Gott sieht dich!

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Impuls
Manchmal wirkt es innerhalb unserer Gesellschaft so, als würden nur die Menschen gesehen werden, die bei der Leiste ganz oben stehen. Die, die ganz besonders groß sind und damit auch ganz besonders wichtig. Ihre Stimme wird gehört, ihre Stimme wird wichtig und ernst genommen. (Eine neue Messleiste hochhalten, auf der eine Skala mit der Überschrift „Leistung“ notiert ist). Manchmal wirkt es auch so, als würden in unserer Gesellschaft die gesehen werden, die besonders viel schaffen, viel können, die viel Leistung bringen.

(Bezug zur Station mit der Gläsernen Kugel). Aber bei Gott da passiert etwas, wie bei dieser Station mit dem Wassertropfen. Das, was in den Augen der Menschen ganz klein scheint, das wird ganz groß. (Bezug zur Hagar-Geschichte). In der Geschichte von Hagar, da ist es so, dass sie als weniger wichtig von ihren Herren gesehen wird. Sie wird einfach in eine Wüste geschickt. Aber Gott, übersieht sie sie nicht. Denn bei ihm zählt nicht die Größe oder die Leistung (die Messleiste mit den Größen nehmen und umdrehen: auf der Rückseite steht groß geschrieben: „ALLE GLEICH WICHTIG“). Bei ihm sind alle gleich wichtig. Deswegen nimmt auch er Hagar wichtig. Er hilft ihr, unterstützt sie, ist mit bei ihr. Auch genau in der Wüste. Ob du dich gerade groß oder klein fühlst, wichtig oder unwichtig, ob du viel leisten kannst oder nicht: FÜR GOTT BIST DU WICHTIG.

Vorschlag B: Bezug zum Sand, Gott begegnet uns in Wüstenzeiten

Material: Namensschild, Schale trockenen Sand, Wasser, Sandform (Herz, Burg, Auge)

Impuls
Am Anfang unserer Kirche Kunterbunt habt ihr alle Sand auf eure Namensschilder bekommen (Namensschild zeigen). Und ihr standet heute alle bei der Sand-Station sogar mitten in der Wüste. An einer Station habt ihr von Hagar gehört, einer Magd, die von ihren Herren alles andere als gut behandelt wird. Sogar so schlecht, dass sie als schwangere Frau in die Wüste fliehen muss. Dort ist sie ganz allein. Umgeben von lauter Sand. So viel, dass man die Körner nicht zählen kann. (In eine Schale trockenen, feinen Sand kippen). Vermutlich gibt es bei jedem von uns Zeiten, in denen Sand in unser Leben kommt. Dann fühlt es sich an, als ob wir in der Wüste wären. Dann, wenn jemand uns verletzt (Sand in die Schale kippen). Dann, wenn etwas in der Schule nicht gut geht (Sand in die Schale). Dann, wenn im Beruf etwas schiefläuft (Sand in die Schale). Dann, wenn in der Familie etwas Schreckliches passiert (Sand in die Schale). Vielleicht habt ihr schon einmal Sand in das Auge bekommen? Das kann richtig weh tun. Erst einmal beginnt das Auge zu tränen und man sieht kurz kaum noch etwas. So kann sich eine Wüstenzeit anfühlen: wir sehen kaum etwas und fühlen uns auch nicht gesehen. Wer nimmt uns mit all dem vielen schweren Sand wahr? In der Geschichte von Hagar begegnet ihr Gott ausgerechnet in dieser Wüste. Ihr habt das schon heute bei einer Station erleben dürfen. Gott sieht Hagar und er hilft ihr, in der Wüste zu überleben. Er sendet Hagar einen Brunnen. (Wasser in die Schale kippen, sodass der Sand fest und formbar wird). Und dieser Brunnen steht symbolisch dafür, dass Hagar gesehen wird und neue Lebenskraft erhält. Er steht auch dafür, dass Gott mit ihr ist. Inmitten des Schweren. (aus dem Sand ein Herz (oder eine andere symbolische Figur (z.B. Auge, Burg) formen mithilfe einer Herz-Sandform). Und das darf ich auch euch sagen: in allem, wo ihr euch in einer Wüste fühlt, ist Gott mit euch! Nicht immer kommen wir sofort aus der Wüste heraus, aber Gott sendet Brunnen, Wasser und zeigt uns (Herz hochhalten), dass er mit uns ist. Und in der Geschichte mit Hagar, gibt dieser Brunnen, dieses Wissen, dass Gott da ist, Hagar so viel Kraft, dass sie sogar zurückgehen kann. Zu dem, was schwierig ist. Weil sie jetzt spürt und weiß, dass sie nicht allein ist, wenn sie zurück geht. Und derselbe mutmachende Gott ist auch mit dir! Amen.

Vorschlag C: Bezug zum gesehen werden und Brunnen; wie können wir anderen Menschen in Wüstenzeiten einen Brunnen bauen und sie sehen?

Material: Schale mit trockenem Sand, Wasser, Sandform (Burg, Auge, Herz), Wasserflasche der Wasserflaschenstation

Impuls
Am Anfang unserer Kirche Kunterbunt habt ihr alle Sand auf eure Namensschilder bekommen (Namensschild zeigen). Und ihr standet heute alle bei einer Sand-Station sogar mitten in der Wüste. An einer Station habt ihr von Hagar gehört, einer Magd, die von ihren Herren alles andere als gut behandelt wird. Sogar so schlecht, dass sie als schwangere Frau in die Wüste fliehen muss. Ausgerechnet dort, mitten in der Wüste, begegnet ihr Gott. (Schale mit trockenem Sand zeigen). Er sendet ihr einen Brunnen (Wasser in die Schale kippen und aus dem jetzt festen Sand ein Herz oder Burg formen). Und dieser Brunnen und das Wissen, dass Gott mit Hagar ist, ist so stark für sie, dass sie aus der Wüste herausgehen kann und zurück zu ihrer Familie geht. Immer wieder passieren Dinge im Leben, durch die Menschen in Wüsten gelangen. Das können schwere Schicksalsschläge sein, schwierige Situationen in der Schule oder im Beruf. Vielleicht habt ihr schon einmal Sand in das Auge bekommen? Das kann richtig weh tun. Erst einmal beginnt das Auge zu tränen und man sieht kurz kaum noch etwas. So kann sich eine Wüstenzeit anfühlen: Wir sehen kaum etwas und fühlen uns auch nicht gesehen. Wer nimmt uns mit all dem vielen schweren Sand wahr? Wir können Menschen werden, die anderen Wasser reichen. Die sie sehen und in Blick nehmen und ihnen aus der Wüste helfen. An einer Station habt ihr Wasserflaschen für solche Wüsten-Menschen gebastelt. Gott schenkt uns Wasser und von diesem Wasser dürfen wir weitergeben. Wenn wir spüren, dass es uns selbst gerade nicht gut geht, dann dürfen wir das Wasser auch für uns nutzen. Wenn wir spüren, dass wir etwas davon abgeben können, dürfen wir es weiterverschenken.

Eventuell habt ihr als Kirchengemeinde oder Initiative ein Spendenprojekt, das ihr in diesem Zusammenhang nennen wollt oder vielleicht wollt ihr ganz praktisch eine diakonische Einrichtung unterstützen.

Sand-Gebet

Material: kleine Schälchen mit Sand, Becher/Fläschchen mit Wasser

Symbolisch dafür, dass Gott mit euch ist und euch Mut schenken möchte für eure Wüstenzeiten und Herausforderungen. Symbolisch dafür, dass er euch in dem allem sieht, erhaltet ihr Wasser und ein kleines Schälchen Sand. Ihr dürft das Wasser in die Schale kippen und aus dem feuchten Sand etwas formen. Vielleicht formt ihr einen Wunsch oder ein Symbol, das euch Kraft gibt. Nachdem jede Familie fertig geformt hat, wird gemeinsam gesprochen „Du bist ein Gott, der uns sieht. Amen.“

Sprüh-Segen

Material: Sprühflasche mit Wasser

Während der Text gelesen wird, gehen Personen mit Sprühflaschen zu den einzelnen Familien und sprühen Wasser in die Hände oder kleine Tropfen auf den Kopf.

Segen
Gott will euch erfrischen: In dem, was sandig und schwer ist. In dem, was leicht und schön ist. Er nimmt euch wahr. Er ist mit euch. Er sieht euch. Amen.

Liedvorschläge

Lieder zur Jahreslosung

Weitere Liedvorschläge passend zum Thema

  • Du siehst mich Musical Isaak (Adonia)
  • Schluss. Genug. Musical Isaak (Adonia)
  • Größer (Jonnes)
  • Zu dir hin (Lux)
  • Du bist wertvoll (Puzzles, CD: Königskind)
  • Ich bin geliebt (Puzzles, CD: Ich bin geliebt)
  • Sei du (Daniel Kallauch)
  • Bei dir kommt keiner zu kurz (Daniel Kallauch)
  • Wenn du mich brauchst (Daniel Kallauch)
  • Wenn ich dir vertrau mein Gott (Daniel Kallauch)
  • Ich bin sicher in der Hand des Vaters (Daniel Kallauch)
  • Steh auf und lauf (Daniel Kallauch)
  • Du kannst Gott vertrau’n (Daniel Kallauch)
  • Unser Gott macht keinen Unterschied (Daniel Kallauch)
  • Du bist da (Kerstin Schalles)
  • Cool, superspitzenklasse, einwandfrei (Lars Peter, Daniel Jakobi)
  • Sei einfach du (Mike Müllerbauer)
  • Ich bin platt (Mike Müllerbauer)
  • Ich schau dich an (Mike Müllerbauer)
  • Wenn ich traurig bin (Mike Müllerbauer)
  • Er hört mir zu (Dania König)
  • Einfach ungeheuerlich (Sebastian Rochlitzer, CD: Ich stell die Welt auf den Kopf)
  • Jeder kann was (Sebastian Rochlitzer, CD: Ich stell die Welt auf den Kopf)
  • Lässt du mich im Stich (Sebastian Rochlitzer, CD: Ich stell die Welt auf den Kopf)

Essens-Zeit

Die gemeinsame Essens-Zeit kann mit folgendem Tischgebet gestartet werden:

Tischrap: Alle gute Gaben

Nach der „Melodie“ von „We will rock you“

Alle guten Gaben, alles, was wir haben, kommt oh Gott von dir, wir danken dir dafür. Amen.

Tischgebet

Sonne spendest du und Regen, gibst uns Heimat, Brot und Dach und auf allen unseren Wegen, geh´n uns deine Augen nach.

Wie das gemeinsame Essen gestaltet wird, hängt von der Kapazität und den Räumlichkeiten ab. Entweder gibt es ein Küchenteam oder jeder steuert etwas zu einem kunterbunten Buffet bei. Folgende Gerichte denkbar:

Essensvorschlag
Nudeln mit Pesto und als Nachtisch Sandkuchen

Unterschriften-Bingo

Material: Ausgedrucktes Unterschriften Bingo

Während der Essensphase kann ein Unterschriften-Bingo angeboten werden. Die Besucher versuchen so schnell wie möglich eine Zeile oder Spalte mit Unterschriften der anderen Besucher voll zu bekommen. Wer als erstes fertig ist ruft laut „Bingo“. Vielleicht habt ihr noch einen kleinen Preis für den/die Schnellste/n?

Ideen für Zuhause

Damit das Thema zu Hause noch ein wenig nachklingt, haben wir ein paar Vorschläge was auf einem Kärtchen oder in einer Tüte mitgegeben werden kann.

Prickel-Segen
Für den Prickel-Segen wird ein Päckchen Brause benötigt. Das könnt ihr gerne gleich mitgeben.

Gott beschenkt dich mit allem, was du brauchst. (Brausetütchen aufreißen) Jesus macht dein Leben aufregend und prickelnd. (Mit dem Finger in die Brause dippen.) Der Heilige Geist lässt dich überschäumen und Gottes Liebe in die Welt tragen. (Brause in den Mund kippen). Amen.

Brause-Aktion
Brause ist ein Sturm im Glas. Schüttet die Brause in ein Wasserglas. So lange es blubbert könnt ihr mit Gott reden. Wenn die Brause ausgeblubbert hat, könnt ihr die Erfrischung trinken.

Sandform
Als Erinnerung könnt ihr den Familien auch ein Sandförmchen mitgeben.

Karte zur Jahreslosung
Zur Jahreslosung gibt es viele Postkarten. Ihr könnt den Familien zur Erinnerung eine mitgeben. Zum Beispiel diese hier:

https://www.praisent.de/postkarte-jl-2023

https://www.scm-shop.de/jahreslosung-2023-postkarten-12-stueck-s-w.html

https://www.bornverlag.de/produkt/jahreslosung-2023-fuer-teens-postkarten/

Der Decken-Segen kann am Ende einer Kirche Kunterbunt gesprochen werden. Dazu ist es gut, wenn jeder eine Decke zur Verfügung hat. Er kann aber auch in der Familie einander zugesprochen werden. Außerdem ist er gut bei digitalen Formaten einsetzbar.

Material

  • Eine Decke für jeden oder für jede Familie

So wird’s gemacht

  1. Nehmt euch eine Decke und breitet sie aus. Schaut sie euch in ihrer ganzen Größe an. So groß wie euch jetzt diese Decke erscheint – und noch viel größer – so ist auch Gott, der Allmächtige.
    Gott, der Vater, der Allmächtige, der den Himmel, die Erde und alles Leben darauf geschaffen hat, sieht dich.
  2. Legt euch die Decke um die Schultern.
    Und er segnet dich. Er nimmt dich in den Arm. Er schenkt dir Sicherheit und Geborgenheit.
  3. Nehmt die Decke an zwei Ecken und breitet sie aus, so wie Jesus auch mit ausgebreiteten Armen am Kreuz hing.
    Jesus, der Sohn, der für uns am Kreuz gestorben ist, der alle unsere Sorgen kennt, segne dich. Er mache deine Gedanken weit und schenke dir Offenheit für die Menschen um dich herum.
  4. Kuschelt euch in die Decke ein und rubbelt euch warm.
    Und der Heilige Geist, der immer bei dir ist, der dich inspiriert und motiviert, er segne dich. Er schenke dir Trost und Wärme an jedem Tag.
    So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
    AMEN.
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