Anspiel - Fußwaschung - Wasser - Freitag

Theater/ Anspiel

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Materialart: Theater/ Anspiel
Zielgruppe: Kinder
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Themenstellung: Bibelanspiele
Heft: 5 Sterne Sommer
Benötigtes Material:
Bibelstelle: Johannes 13,1-20
  • Das Evangelium nach Johannes (Joh 13,1-20)

Jesu Abschiedsreden (Kapitel 13,1–17,26)

Die Fußwaschung

131 Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater. Wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.

2 Und nach dem Abendessen – als schon der Teufel dem Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, ins Herz gegeben hatte, dass er ihn verriete;

3 Jesus aber wusste, dass ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging –

4 da stand er vom Mahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich.

5 Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und zu trocknen mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war.

6 Da kam er zu Simon Petrus; der sprach zu ihm: Herr, du wäschst mir die Füße?

7 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren.

8 Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil an mir.

9 Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt!

10 Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als dass ihm die Füße gewaschen werden; er ist vielmehr ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle.

11 Denn er wusste, wer ihn verraten würde; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein.

12 Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen: Wisst ihr, was ich euch getan habe?

13 Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin's auch.

14 Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen.

15 Denn ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.

16 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr und der Gesandte nicht größer als der, der ihn gesandt hat.

17 Wenn ihr dies wisst – selig seid ihr, wenn ihr's tut.

18 Ich spreche nicht von euch allen; ich weiß, welche ich erwählt habe. Aber es muss die Schrift erfüllt werden (Psalm 41,10): »Der mein Brot aß, tritt mich mit Füßen.«

19 Schon jetzt sage ich's euch, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt, dass ich es bin.

20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer jemanden aufnimmt, den ich senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.

Joh 13,1-20

Zielgedanke

Jesus gibt dir ein Beispiel, wie du mit anderen umgehen sollst.

Anspiel

Personen:                                                                           

  • Jesus
  • Jünger 1 – Philippus
  • Jünger 2- Johannes
  • Petrus

Requisiten:

  • Krug
  • Schüssel/Becken oÄ
  • Schurz
  • gedeckter Tisch mit Essen, Trinken, Besteck, Kerzen, etc.
  • Pflaumen oder ähnliches Obst
  • Gläser/Kelche
  • Käse
  • Schokolase
  • Gewänder. Für Jesus ein Obergewand/Tuch oÄ

Erzähler:      Die Jünger sind inzwischen seit 3 Jahren mit Jesus unterwegs. Jesus hat Petrus und Andreas damals nicht zu viel versprochen! Sie haben wirklich viel mit ihm erlebt: Jesus hat Wasser zu Wein gemacht, Stürme gestillt, Menschen gesundgemacht und noch viel mehr. Welcher gewöhnliche Mensch kann sowas? Keiner! Jesus muss der versprochene Sohn Gottes sein.

                   Inzwischen ist es Abend geworden. Die Jünger haben einen langen Tag hinter sich, ihre Füße sind staubig von Jerusalems Straßen. Jetzt sind sie in ein Haus gegangen.

Die Jünger und Jesus sitzen am Tisch und essen. Sie unterhalten sich.

Philippus:    Man, tut das gut. Nach diesem langen und anstrengenden Tag dieses Festessen. Oh wie lecker. Diese Pflaumen..

                       nimmt genüsslich eine Pflaume und isst sie.

Jesus:          Ja, ein richtig gutes Festessen ist das hier.

                       Nimmt genüsslich einen Schluck aus einem Kelch/ Glas.

Johannes:    Und es tut gut, jetzt zu sitzen. Wir sind heute ja viel herumgelaufen.

Philippus:    Ja, dass du heute viel auf den Beinen warst, riecht man. Deine Füße riechen bis hierher.

                       Hättest sie ruhig sorgfältiger waschen können vor dem Essen.

                       Philippus zwinkert Johannes zu und alle lachen.

Petrus:        Apropos Geruch, gib mal den Käse rüber, Johannes!          

Jesus wird immer nachdenklicher und schweigt.

Johannes:    Klopft sich auf den Bauch und streckt sich.

                       Man, war das gut. Ich bin pappsatt.

Philippus:    Ich bin auch satt! Wobei…. Nachtisch geht noch.

                       Nimmt sich Schokolade und isst sie.

Petrus:        Jesus, alles ok mit dir? Du bist so still…

Jesus reagiert nicht darauf. Petrus lässt es dabei.

Die Jünger zeigen, dass sie mit dem Essen fertig sind: Besteck weglegen, Teller vorschieben, auf Bauch klopfen, nach hinten lehnen.

Jesus steht auf, geht ein paar Schritte zur Seite, zieht sich sein Obergewand aus und bindet sich eine Schürze um.

Die Jünger tuscheln: „Was hat er jetzt schon wieder vor?“ „Ich hab keine Ahnung…“

Jesus füllt Wasser aus dem Krug in die Schüssel und nimmt ein Tuch.

Jesus geht zu den Jüngern..Die Jünger schauen gespannt und erstaunt zu.

Petrus schaut skeptisch zu.

Jesus geht zu Philippus und fängt an ihm die Füße zu waschen.

Philippus:    Jesus, du weißt, ich bin ganz kitzelig an den Füßen.

Jesus zwinkert und kitzelt Philippus die Füße. Philippus kringelt sich. „Oh das kitzelt.“

Jesus schaut ihn nur gutmütig an.

Philippus entspannt sich und Jesus wäscht ihm die Füße und trocknet sie ab.

Jesus geht zu Petrus. Er will schon Wasser über Petrus Füße gießen…

Petrus:        Du, Herr, willst mir die Füße waschen?!

Jesus:          Was ich tue, kannst du jetzt noch nicht verstehen. Aber später wirst du es begreifen.

Petrus:        Niemals sollst du mir die Füße waschen! Niemals!

Jesus:          Wenn ich dir nicht die Füße wasche, lässt du nicht zu, dass ich dir als Freund diene.

Philippus leise zu Johannes: Was meint Jesus damit?

Petrus lässt Jesus seine Füße waschen.

Als er fertig ist, geht er wieder zur Seite, legt die Schürze ab und zieht wieder

sein Obergewand an. Dann setzt er sich wieder zu den Jüngern.

Jesus: Versteht ihr, was ich gerade getan habe?

Die Jünger schauen fragend.

Jesus:          Ihr nennt mich „Herr“ und „Lehrer“. Und das bin ich auch. Und trotzdem habe ich euch gerade die Füße gewaschen. Das macht ein Herr normalerweise nicht.

                   Aber ich bin ein anderer Herr und Lehrer. Ich diene euch. Das hat bestimmt noch kein Lehrer für euch gemacht. Was ich eben für euch getan habe, soll ein Beispiel sein, wie ihr miteinander umgehen sollt. Ihr sollt euch nicht größer machen, als andere Menschen. Jeder Mensch ist vor Gott gleich. Schaut vielmehr, was ihr für andere Menschen tun könnt. Und dann tut es auch.

  • Autor: 5 Sterne - Kids-Team
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