Anspiel - Hochzeit zu Kana - Wasser - Dienstag

Theater/ Anspiel

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Materialart: Theater/ Anspiel
Zielgruppe: Kinder
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Themenstellung: Bibelanspiele
Heft: 5 Sterne Sommer
Bibelstelle: Johannes 2,1-12
  • Das Evangelium nach Johannes (Joh 2,1-12)

Die Hochzeit zu Kana

21 Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da.

2 Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen.

3 Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.

4 Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.

5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.

6 Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße.

7 Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan.

8 Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt's dem Speisemeister! Und sie brachten's ihm.

9 Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten's, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam

10 und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.

11 Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.

12 Danach zog er hinab nach Kapernaum, er, seine Mutter, seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben nur wenige Tage dort.

Bibelstelle: Joh.2, 1-12

Zielgedanke:

Jesus schenkt dir mehr, als du denkst.

Anspiel

Personen:

  • Erzähler
  • Jesus
  • Maria
  • Küchenchef (Doppelrolle Maria/ Küchenchef möglich)
  • Diener
  • Simon Petrus

Requisiten:

  • Feiergeräusche/ Festmusik auf PC/Handy/mp3
  • Kleiner leerer Krug
  • Wasserkrug
  • Esstisch, 3 Stühle, 3 Gedecke, 3 Becher
  • Becher für das Wunder
  • Küchentisch
  • 2-3 Kochtöpfe
  • Kochlöffel, Schöpfer
  • Kochschürze
  • Biblische Gewänder für alle Akteure

Der Erzähler steht vor der Kamera. Im Hintergrund läuft leise Festmusik.

Erzähler:     Heute feiern wir ein großes Fest: Die Hochzeit von Ruben und Mila. Das ganze Dorf Kana feiert mit den Beiden. Auch aus dem Nachbarort Nazareth sind Gäste da. Jesus, seine Familie und seine Freunde sind auch mit dabei. Das Fest ist schon den ganzen Tag am Laufen. Es wird getanzt, gesungen, gelacht und gegessen. Ihr könnt es euch nicht vorstellen: Es gibt alles zu Essen, was man sich nur wünschen kann und dazu die besten Getränke. Alles könnte so schön sein. Aber hinter den Kulissen wird es hektisch. Die Hochzeitshelfer sehen besorgt aus. Da stimmt was nicht. Aber seht selbst…

Szene 1

Ein Diener läuft hektisch von rechts auf die Bühne mit einem Krug in der Hand, schaut nach hinten, Links auf der Bühne sitzen Maria, Jesus und Petrus am gedeckten Tisch und unterhalten sich pantomimisch. Während der Diener in die Kamera redet, steht Maria auf und geht auf ihn zu.)

Diener:       (schaut verzweifelt in die Kamera) Hier, schaut euch das an, (leert den Krug aus), da ist kein einziger Tropfen Wein mehr drin. Und es gibt auch keinen mehr. Alle Krüge sind leer. Das ist eine Katastrophe!

Maria:         (tippt Diener an, dieser erschrickt). Habe ich das richtig gehört? Der Wein ist aus?

Diener:       Psst, nicht so laut Maria, wenn das der Bräutigam mitbekommt. Oder noch schlimmer: die Gäste. Das ist so peinlich. Was sollen die Leute denken? (ahmt Gäste nach) „Der Ruben ist so geizig, der hat mit dem Wein gespart. So wenig sind wir Gäste für ihn wert.“ Im ganzen Dorf wird man noch Wochen über ihn lästern.

Maria:         Mach dir keine Sorgen. Ich kümmere mich darum.

Diener:       Woher willst du jetzt Wein herbringen, Maria?

Maria:         Ich kann das nicht. Aber ich weiß, wer dir helfen kann. Bleib hier stehen, ich bin gleich wieder da.

(Maria geht auf Jesus zu)

Maria:         Jesus, es gibt ein Problem. Der Wein ist ausgegangen.

Jesus:          Mutter, was kümmert dich das. Wenn ich ein Wunder tun soll, kannst du das nicht entscheiden!

(Maria läuft zum Diener zurück, während Jesus sich weiter wieder mit Petrus unterhält).

Maria:          Hör zu, egal was Jesus zu dir sagt, tu es einfach! (tätschelt ihm die Schulter und geht ab).

(Diener kommt zu Petrus und Jesus rüber).

Diener:         Darf ich euch Wasser nachschenken?

Petrus:         Gerne. (Diener gießt Petrus und Jesus Wasser ein). Aber gibt es keinen Wein mehr? Ich hätte gerne roten Wein, oder habt ihr etwa keinen mehr?

Diener:         Also, ähm…

Jesus:           Sag mal, da hinten stehen doch 6 große Krüge.

Diener:         Die Waschkrüge? Ja, aber die sind alle leer.

Jesus:           Und jetzt füll die Krüge alle mit Wasser. Und dann komm wieder her.

Petrus:          Jesus, wozu jetzt noch Wasser? Ich will lieber Wein!

Erzähler:      Wozu jetzt noch Wasser? Und wieso soll der Diener 6 Krüge damit füllen? Alle Krüge sind sehr groß. In jeden einzelnen passen etwa 100 Liter Wasser rein. Mit dem Wasser in den Krügen haben sich die Gäste vor dem Fest die Hände und Füße gewaschen. Jetzt war da nichts mehr drin. Wieso sollte der Diener diese Krüge füllen, wo doch alle Gäste sich schon gewaschen hatten? Doch in diesem Moment fällt es dem Diener wieder ein, was Maria gesagt hatte: „egal was Jesus zu dir sagt, tu es einfach!“ Also schnappt er sich die anderen Hochzeitshelfer, läuft zigmal mit ihnen zum Brunnen und zurück und füllt die Krüge mit Wasser. So geht es einigermaßen schnell.

Szene 2

Der Diener kommt zurück auf die Bühne, etwas abgekämpft.

Diener:       Die Krüge sind alle gefüllt, Jesus. Genauso, wie du es gesagt hast.

Jesus:           Sehr gut, dann geh jetzt los und schöpfe etwas aus den Krügen und bring es dem Küchenchef.

Diener:         (zögert kurz, dreht sich um, geht und redet vor sich hin) Der Küchenchef wird sich bedanken, wenn ich ihm einen Becher Wasser bringe. Aber gut, wenn Jesus das sagt. Was soll das bringen? Ich mach mich jetzt komplett zum Idioten. Aber egal…

Szene 3

Der Küchenchef hantiert mit Töpfen auf einem Feuerherd, als von hinten der Diener kommt mit dem Becher in der Hand.

Küchenchef: Ah, hast du doch noch Wein gefunden in der Vorratskammer? Wurde ja auch Zeit, die Gäste werden langsam unruhig (nimmt dem verdutzten Diener den Becher aus der Hand und trinkt daraus, noch bevor der Diener etwas dazu sagen kann).

Diener:       (peinlich berührt)Also das ist gar kein Wein, es tut mir…

Küchenchef: Wo hast du den edlen Tropfen her? Der schmeckt ja viel besser, als der bisherige! Ich muss sofort mit dem Bräutigam reden, warum er den besten Wein erst jetzt servieren lässt (verlässt die Küche).

Diener:         Will der mich veräppeln? Kann der Küchenchef Wasser nicht von Wein unterscheiden? Das muss ich jetzt mal selber testen (trinkt aus dem Becher und verschluckt sich). Das gibt es doch nicht, das ist der beste Wein, den ich je getrunken habe. Jesus hat tatsächlich Wasser in Wein verwandelt.

Erzähler:     Alle Gäste haben von dem guten Wein bekommen. Auch Petrus. Der Diener ist glücklich. Er hat es selbst erlebt und getestet: Jesus hat ihn und alle anderen beschenkt, und zwar nicht mit gewöhnlichem Wasser, sondern mit dem besten Wein, den man sich denken kann. Jesus schenkt uns mehr, als wir brauchen. Was wohl noch

  • Autor: 5 Sterne - Kids-Team
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