Anspiel - Sturmstillung - Wasser - Mittwoch

Theater/ Anspiel

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Materialart: Theater/ Anspiel
Zielgruppe: Kinder
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Themenstellung: Bibelanspiele
Heft: 5 Sterne Sommer
Bibelstelle: Markus 4,35-41
  • Das Evangelium nach Markus (Mk 4,35-41)

Die Stillung des Sturmes

35 Und am Abend desselben Tages sprach er zu ihnen: Lasst uns ans andre Ufer fahren.

36 Und sie ließen das Volk gehen und nahmen ihn mit, wie er im Boot war, und es waren noch andere Boote bei ihm.

37 Und es erhob sich ein großer Windwirbel, und die Wellen schlugen in das Boot, sodass das Boot schon voll wurde.

38 Und er war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen?

39 Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich und es ward eine große Stille.

40 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?

41 Und sie fürchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der, dass ihm Wind und Meer gehorsam sind!

Zielgedanke:

Jesus ist stärker, als alles, was uns Angst macht.

Anspiel

Personen:

  • Erzähler
  • Jesus
  • Petrus
  • Andreas
  • Jakobus

Requisiten:

  • Sturmgeräusche
  • Biblische Gewänder für alle Akteure
  • Boot: 2 Stühle nebeneinander, 2 Biertische hochkant, Tücher über die Tische, 3 Stühle und ein Kissen für Jesus
  • Blaues Tuch für Wasser
  • 3 Ruder
  • 2 Eimer

Der Erzähler steht vor der Kamera.

Erzähler:     Die Geschichte von der Hochzeit in Kana verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Jesus kann Wasser zu Wein machen! Wer ist dieser Jesus? Warum kann er das? Kommt er von Gott? Die Menschen haben viele Fragen und sind auch ein bisschen neugierig. Aus ganz vielen kleinen Orten laufen sie los an den See Genezareth. Denn dort ist Jesus. Er ist in ein Boot gestiegen und predigt von da zur Menschenmenge. Er erzählt spannend von Gott. Alle hängen an seinen Lippen. Gegen Abend schickt Jesus die Menschen nach Hause und bittet die Jünger mit dem Boot ans andere Ufer rüber zu fahren. Mittlerweile sind schon 2 Stunden vergangen. Andreas und Petrus rudern und rudern, der Wind wird langsam stärker und das Ufer ist noch lange nicht in Sicht…

Szene 1

Petrus und Andreas rudern nebeneinander, Jakobus rudert davor. (Sturmgeräusche)

Petrus:        (rudert hektischer)Andreas, lass nicht nach. Du ruderst, wie eine alte Kuh.

Andreas:     Ich tu, was ich kann, Petrus. Aber der Wind wird auch immer stärker. Und die Wellen immer höher (duckt sich). Da schon wieder eine, die ins Boot schwappt.

Petrus:         Hör auf zu jammern. Wir müssen jetzt alles reingeben, sonst erreichen wir das Ufer nie.

Andreas:      Ach was. Da wäre ich ja nie draufgekommen. Du bist auch nicht mehr so fit, wie du tust, unser Esel daheim rudert besser als du.

Jakobus:      (lässt Ruder los, nimmt Eimer, kippt pantomimisch Wasser aus dem Boot). Hört auf zu streiten. Wir brauchen jeden Mann, überall Wasser, unser Boot läuft voll.

Andreas:     (nimmt Eimer, kippt Wasser raus). Oh nein, wir gehen unter.

Petrus:        Wenn keiner mehr rudert, auf jeden Fall.  

Andreas:     Hast du einen besseren Vorschlag?

Jakobus:       Wo ist Jesus eigentlich?

Petrus:         Ja, wo eigentlich. Den habe ich im Chaos ganz vergessen.

Andreas:       Er liegt hinten in der Kajüte. Er hat sich extra noch ein Kissen geholt.

Petrus:         (entsetzt) Was? Ein Kissen? Wie kann er jetzt seelenruhig schlafen bei dem Sturm? Jakobus, geh nach hinten und weck ihn sofort. Andreas, nimm das Ruder wieder. Wir müssen rudern. (brüllt nach vorne) Jungs, rudert!!

(Jakobus kriecht vorsichtig und wackelig nach hinten zu Jesus).

Szene 2:

Hinten am Heck liegt Jesus auf einem Kissen. Jakobus klettert zu ihm „runter“ und rüttelt an seinen panisch an seinen Schultern.

Jakobus:      Jesus, wach auf. Jeeeeesus.

Jesus:          (Jesus hebt erst seinen Kopf, setzt sich auf).

Jakobus:      (kann sich kaum auf den Beinen halten, ruft hysterisch, fuchtelt rum) Der Sturm. Wir werden alle sterben. Kümmert dich das denn gar nicht, was aus uns wird? Ist dir das völlig egal, dass wir untergehen?

(Jesus steht auf, geht wackelig nach vorne im Boot, Jakobus geht an seinen alten Platz, alle Jünger sehen gespannt auf Jesus, halten sich am Bootsrand fest. Jesus sieht Richtung Wasser).

Jesus:           (schreit) Sei still und hör auf solche Wellen zu machen! (Sturmgeräusche aus)

Andreas:      (ergriffen) Es hat aufgehört, kein Wind mehr.

Jakobus:       (schaut sich verblüfft um) Der See hat sich beruhigt.

(alle sind still)

Jesus:           (schaut seinen Jüngern in die Gesichter) Warum habt ihr mir nicht vertraut, dass ich euch helfen kann? Ich war doch die ganze Zeit da! Meint ihr, ich lasse euch in so einer Lage im Stich?

Erzähler:     Auf dem Boot ist es still geworden. Die Jünger denken nach über das, was Jesus gesagt hat. Und sie sind dankbar, dass sie noch leben. Jesus hat einmal mehr geholfen. Sogar der Wind und die Wellen haben ihm gehorcht. So mächtig und stark ist Jesus. Gemeinsam rudern die Männer weiter und kommen schließlich mitten in der Nacht erschöpft, aber erleichtert, am Ufer an.

  • Autor: 5 Sterne - Kids-Team
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg