Anspiel – Was Jesus getan hat (Golgatha) – Berge – DonnerstagAnspiel – Was Jesus getan hat (Golgatha) – Berge – Donnerstag

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Anspiel - Was Jesus getan hat (Golgatha) - Berge - Donnerstag

Theater/ Anspiel

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 10-13 Min.
Materialart: Theater/ Anspiel
Zielgruppe: Kinder
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Themenstellung: Bibelanspiele
Heft: 5 Sterne Sommer
Bibelstelle: Lukas 23,26-49
  • Das Evangelium nach Lukas (Lk 23,26-49)

Jesu Weg nach Golgatha

26 Und als sie ihn abführten, ergriffen sie einen, Simon von Kyrene, der vom Feld kam, und legten das Kreuz auf ihn, dass er's Jesus nachtrüge.

27 Es folgte ihm aber eine große Volksmenge und viele Frauen, die klagten und beweinten ihn.

28 Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weint nicht über mich, sondern weint über euch selbst und über eure Kinder.

29 Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in der man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht genährt haben!

30 Dann werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallt über uns!, und zu den Hügeln: Bedeckt uns!

31 Denn wenn man das tut am grünen Holz, was wird am dürren werden?

Jesu Kreuzigung und Tod

32 Es wurden aber auch andere hingeführt, zwei Übeltäter, dass sie mit ihm hingerichtet würden.

33 Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken.

34 [Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!] Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum.

35 Und das Volk stand da und sah zu. Aber die Oberen spotteten und sprachen: Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserwählte Gottes.

36 Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig

37 und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber!

38 Es war aber über ihm auch eine Aufschrift: Dies ist der Juden König.

39 Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns!

40 Da antwortete der andere, wies ihn zurecht und sprach: Fürchtest du nicht einmal Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist?

41 Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.

42 Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!

43 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

44 Und es war schon um die sechste Stunde, und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,

45 und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels riss mitten entzwei.

46 Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.

47 Als aber der Hauptmann sah, was da geschah, pries er Gott und sprach: Fürwahr, dieser Mensch ist ein Gerechter gewesen!

48 Und als alles Volk, das dabei war und zuschaute, sah, was da geschah, schlugen sie sich an ihre Brust und kehrten wieder um.

49 Es standen aber alle seine Bekannten von ferne, auch die Frauen, die ihm aus Galiläa nachgefolgt waren, und sahen das alles.

Lk.23,26-49  

Zielgedanke:

Jesus hat sich für dich hingegeben. Er macht den Weg für dein Leben mit Gott frei.

Anspiel:

Personen:

  • Barmann
  • Hauptmann
  • Soldat Quintus

Requisiten:

  • Römerkostüme
  • 2 Becher
  • 1 Krug
  • Tisch
  • 3 Stühle
  • Eine Art Kneipenhintergrund

Regie Film: 3 Tage später einblenden nach erstem Anspielteil

Anspiel:

Erzähler:        

Die Priester haben Jesus gefangen genommen, so wie es der Schriftgelehrte wollte. Jesus wurde von ihnen zum Tod verurteilt. Die Römer haben das Land Israel beherrscht und waren daher für die Umsetzung des Urteils zuständig. Sie töteten Jesus an einem großen Kreuz. Die beiden römischen Soldaten, die hier miteinander reden, waren bei der Kreuzigung dabei.

Auftritt Hauptman und Soldat Quintus

Hauptmann:      Setz dich hin Quintus.

Quintus:        Zu Befehl Hauptmann.

Hauptmann und Quintus setzen sich an einen Tisch, auf dem Becher und ein Krug stehen.

Hauptmann: Ach Quintus. Für heute sind es genug Befehle. Setz dich zu mir und lass uns reden.

Quintus:        Das hört sich gut an. Da bin ich dabei. Es war ein langer Tag.

Hauptmann: Und ein verrückter Tag.

Quintus:        Hast du sowas schon einmal erlebt?

Hauptmann: Oh nein. Sowas nicht. – Und ich habe schon das ein oder andere erlebt. Nicht wenig würde ich mal behaupten. Ich war schon in 5 Provinzen stationiert und habe auch die ein oder andere Schlacht geschlagen. Aber sowas.

Quintus:        Die Leute hier sind verrückt.

Hauptmann: Ja, ziemlich.

Quintus:        Ich verstehe sie nicht. Und auch den ganzen Aufstand nicht. Der war doch auch nur ein Verbrecher, oder nicht?

Hauptmann ist nachdenklich

Hauptmann: Oder eben nicht. – Das macht die Sache ja so verrückt.

Quintus:        Das verstehe ich jetzt nicht. Wieso war der denn kein Verbrecher. Der wurde doch verurteilt.

Hauptmann: Tja, wenn ich so über alles nachdenke, dann kommt es mir so vor, als wenn es hier Leute gibt, die ihn loswerden wollten. Sehr mächtige Leute. Jede Menge Einfluss. Und anscheinen auch jede Menge Angst vor diesem Jesus.

Quintus:        Wieso Angst vor dem? Der sah nicht so aus, als hätte er was zu melden. Und es hat sich auch keiner für ihn eingesetzt. Soweit ich das beurteilen kann.

Hauptmann: Ja, so sah das aus. Oder so sollte das aussehen. Es gab eine Menge Leute die ihm folgten. Er ist 3 Jahre durchs Land gezogen und immer mehr Leute sind ihm gefolgt. Aber er hat nie vorgehabt, gegen uns Römer zu kämpfen. Und jetzt haben die führenden Priester seine Friedfertigkeit ausgenutzt, um ihn aus dem Weg zu räumen.

Quintus:        Aber das hätte man doch auch heimlicher und einfacher haben können.

Hauptmann: Ja, das stimmt, aber so wirkt es so, als wäre es nach dem Gesetz und Jesu Ansprüche ungültig. Was sonst vielleicht nicht der Fall gewesen wäre.

Quintus:        Versteh. Was für Ansprüche meinst du?

Hauptmann: Hast du das am Kreuz nicht gehört? – Er solle sich selbst retten, so wie er anderen geholfen hat, wenn er der Christus ist.

Quintus:        Christus?

Hauptmann: Du bist echt noch nicht lange hier. Das merkt man. Die Juden hoffen auf einen Retter, der sie erlöst. Von uns Römern und allem anderen. Und dieser Jesus sollte das wohl sein. Aber wie du gesehen hast. Am Kreuz gab es keine Rettung. 

Quintus:        Jetzt versteh ich auch das Schild oben am Kreuz, wo draufstand: Dies ist der König der Juden. – Deshalb hat auch einer von den anderen beiden da gemeint, dass er sie doch alle drei retten soll. Aber der hat ihn nur verspottet. So wie alle, die in der Nähe waren.

Hauptmann: Richtig. Aber hast du auch gemerkt, was er zu dem anderen sagte?

Quintus:        Ähm – Nein.

Hauptmann: Er hat zu dem netten, dem respektvollen von diesen zwei Verbrechern gesagt, dass sie noch heute im Paradies sein werden.

Quintus:        Wenn sie das glauben wollten. OK.

Hauptmann: Das wäre doch fantastisch, wenn der Jesus das wirklich gekonnt hätte. Wenn er ein Weg ins Paradies gewesen wäre.

Quintus:        Sicherlich, das wäre toll.

Hauptmann: Ich verstehe ja, dass es dir heute alles ein bisschen viel war. Die vielen Menschen. Die Tumulte, das Durcheinander und dann noch so komplizierte Zusammenhänge. Aber verstehst du denn nicht. An dem Jesus war mehr dran, als das Auge sehen konnte. Da bin ich mir jetzt ziemlich sicher.

Quintus:        Echt. Wenn Ihr es sagt Hauptmann. Ich versteh dann aber nicht, warum keiner eingegriffen hat, und wenn er selbst was hätte tun können, warum er nichts getan hat?

Hauptmann: Das ist wirklich nicht einfach. Ich denke die Leute, seine Anhänger, hatten Angst. Und was ihn selbst anbelangt – Ich glaube, er hatte ein anderes Ziel. Auch wenn ich das auch nicht so ganz verstehe.

                         Ich denke, dieser Jesus ist wirklich unschuldig gestorben.

Quintus:        Wenn du das meinst. Muss ich mal noch drüber nachdenken. Aber nicht mehr heute Abend. Ich bin fertig für heute.

Hauptmann: Und das zu Recht.

                         Tja, wäre spannend gewesen, was er noch alles hätte bewegen können. Aber daraus wird ja jetzt nichts mehr.

                         Gute Nacht.

Quintus:        Gute Nacht, Hauptmann.

Beide stehen auf, der Hauptmann legt Geld auf den Tisch und sie gehen aus dem Bild.

3 Tage später. Quintus kommt zum Hauptmann gerannt (3 Tage später evtl. einblenden)

Quintus:        Hauptmann! Hauptmann! Habt Ihr es schon gehört?

Hauptmann ist alarmiert.

Hauptmann: Was?

Quintus:        Er ist nicht mehr da?

Hauptmann: Wer?

Quintus:        Dieser Jesus?

Hauptmann: Wo?

Quintus:        In seinem Grab?

Hauptman:   Hat jemand den toten Körper gestohlen? Warum denn das?

Quintus:        Angeblich nicht. Er ist wohl nicht mehr tot. Er ist auferstanden.

Hauptmann denkt nach und richtet sich dann an die Kamera.

Hauptmann: Auferstanden? Er lebt? Dann können wir ja vielleicht doch noch erfahren, was er noch alles bewegen wird.

Der Hauptman lächelt

ENDE

  • Autor: 5 Sterne - Kids-Team
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