Vertiefung - Dienstag - Berge - Jesus kann mehr als du denkst (Speisung der 5.000)

Stundenentwurf

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 25-30 Min. (Vorbereitung: 5-10 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppe: Kinder
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Themenstellung: Vertiefungen
Heft: 5 Sterne Sommer
Bibelstelle: Markus 6,30-44
  • Das Evangelium nach Markus (Mk 6,30-44)

Die Speisung der Fünftausend

30 Und die Apostel kamen bei Jesus zusammen und verkündeten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.

31 Und er sprach zu ihnen: Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig. Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie hatten nicht Zeit genug zum Essen.

32 Und sie fuhren in einem Boot an eine einsame Stätte für sich allein.

33 Und man sah sie wegfahren, und viele hörten es und liefen aus allen Städten zu Fuß dorthin zusammen und kamen ihnen zuvor.

34 Und Jesus stieg aus und sah die große Menge; und sie jammerten ihn, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing eine lange Predigt an.

35 Da nun der Tag fast vergangen war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Die Stätte ist einsam, und der Tag ist fast vergangen;

36 lass sie gehen, damit sie in die Höfe und Dörfer ringsum gehen und sich etwas zu essen kaufen.

37 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir denn hingehen und für zweihundert Silbergroschen Brot kaufen und ihnen zu essen geben?

38 Er aber sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Geht hin und seht nach! Und als sie es erkundet hatten, sprachen sie: Fünf, und zwei Fische.

39 Und er gebot ihnen, dass sich alle lagerten, tischweise, auf das grüne Gras.

40 Und sie setzten sich, in Gruppen zu hundert und zu fünfzig.

41 Und er nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, dass sie sie ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle.

42 Und sie aßen alle und wurden satt.

43 Und sie sammelten die Brocken auf, zwölf Körbe voll, und von den Fischen.

44 Und die die Brote gegessen hatten, waren fünftausend Männer.

Bibelstelle: Mk 6,30-44

Begriffserklärungen/ Hintergründe zur Geschichte für Mitarbeitende

V.31 Einsame Stätte
Irgendwo am Ufer des See Genezareth. Im Lukas-Evangelium wird Betsaida genannt. Jesus sieht hier auch das Ruhebedürfnis seiner Jünger und kümmert sich auch um ihre menschliche Seite.

V.34 Hirte / Schafe
Jesus ist der gute Hirte, das Volk die Schafe. Ein vertrautes Motiv aus Ps 23, das auch im Johannes-Evangelium vorkommt (Joh 10,11+14). Jesus „jammerten“ die Menschen. Er bringt es nicht übers Herz ihren Hunger nach einem geistlichen Wort zu enttäuschen.

V.37 200 Silbergroschen
Ein Silbergroschen entsprach etwa dem Tageslohn eines Arbeiters, so dass das eine ganz erheblich große Summe war.

V.41 Brotbrechen
Hat etwas Anklänge vom Abendmahl, ist aber wahrscheinlich eher so zu deuten, dass sowohl die Speisung hier, wie auch das letzte Abendmahl dem Ritual einer jüdischen Mahlfeier folgen.
Aber was die Jünger zum Austeilen haben, bekommen sie aus der Hand ihres Meisters Jesus Christus.

Vers 43+44
Die große Menge der Essensreste (deutlich mehr, als sie jemals zu Beginn hatten) und die große Zahl der Menschen, die satt wurden, verdeutlichen die Größe des Wunders.

Vertiefungsideen 6-9 Jahre

Verständnisfragen zur Bibelgeschichte

  • Warum mussten sich die Jünger um das Essen der Leute kümmern?
    –> Weil es durch Jesu lange Predigt schon so spät geworden war
  • Wie viel hatten die Jünger an Essen dabei?
    –> 5 Brote, 2 Fische
  • Wie konnte aus dem Wenigen genug für alle werden?
    –> Indem sie es Jesus gegeben haben
  • Was machte Jesus, bevor er es durch die Jünger austeilen ließ?
    –> er betete zu Gott
  • Wie viel blieb am Ende übrig?
    –> 12 Körbe
  • Wie viele Menschen wurden satt?
    –> 5.000 Männer plus Frauen und Kinder

Übertragung auf das Leben der Kinder

Wie sollen wir das denn hinkriegen?
So haben die Jünger reagiert, als Jesus sie aufgefordert hat, das ganze anwesende Volk satt zu machen.

  • Habt ihr das auch schon mal gedacht? So was wie: Das schaffe ich nie?
  • Was waren das für Momente? Erzählt doch mal?
    –> vielleicht so was wie Mathearbeiten oder eine Herausforderung im Sport…; Kommt einfach mit den Kindern etwas ins Gespräch, erzählt vielleicht auch eine Begebenheit aus eurem eigenen Leben

Die Jünger waren von Jesu Aufforderung total überrascht. Wahrscheinlich sogar überfordert. Sie haben sich das niemals zugetraut. So viele Menschen satt zu machen. In ihren Augen war diese Aufgabe mit ihren (menschlichen) Mitteln nicht zu schaffen. An ein Wunder haben sie zuerst nicht gedacht. Daher auch der Blick in den Geldbeutel. 200 Silberstücke waren einfach nicht drin, im wahrsten Sinne des Wortes.
Aber Jesus kann mehr als wir denken. Auch mehr als die Jünger im zugetraut haben. Und das, obwohl sie schon einiges mit ihm erlebt hatten. Ruhig ordnet er an, wie sich alle zu setzen haben. Er lässt sich geben, was die Jünger haben. Das bisschen hält er Gott entgegen und dankt dafür. Dann lässt er es verteilen. Und siehe da: Es reicht. Es sind sogar noch Berge an Essen übrig. Kaum zu glauben.
Aber so ist Jesus. Er kann mehr, als wir denken. Er kann mehr, als überhaupt möglich scheint. Er kann aus wenig viel machen. Er kann aus dem bisschen, was wir ihm zur Verfügung stellen, etwas Großes machen. Lasst uns ihm vertrauen und ihm hinlegen, was wir anzubieten haben. Denn Jesus kann mehr, als du denkst.

(Gemeinsames) Gebet

Anschließende Spiele / Aktionen

  • Ausmalbilder (siehe beigefügte PDF oder unter: https://media.freebibleimages.org/stories/FB_Preschool_Jesus_5000/FB_Preschool_Jesus_5000_BW.pdf)
    Vielleicht teilt ihr euch als Gruppe so auf, dass jeder ein Bild von einer Szene ausmalt. Hinterher hängt ihr dann alle in der richtigen Reihenfolge auf. So können die Kinder die Geschichte die restliche Woche immer mal wieder anschauen.
  • Spiel „Abwandlung von Kopf oder Zahl“:
    Klebt auf die eine Seite einer 2EUR-Münze ein Bildchen von einem Brot. Auf die andere Seite ein Bildchen von einem Fisch. Die Kinder müssen sich im Raum für eine Seite entscheiden, die Fisch- oder die Brot-Seite. Dann werft ihr die Münze hoch und schaut nach, was sie zeigt. Wenn z.B. die Brot-Seite oben liegt, scheiden alle der Fisch-Seite aus.
    Wer bleibt am Schluss übrig?
  • Spiel „Abwandlung von Obstsalat“:
    Statt Obst-Sorten dürfen sich die Kinder Brotsorten (Brot, Brötchen, Hefezopf usw.) aussuchen. Passt die Menge an Sorten so an, dass es für die Kinderzahl Sinn macht. Bei „Brot“ müssen alle den Platz tauschen, die für sich „Brot“ ausgesucht haben. Bei „Brötchen“ entsprechend alle, die sich „Brötchen“ ausgesucht haben. Bei „Bäckerei“ müssen alle den Platz tauschen.

Vertiefungsideen 10-12 Jahre

Verständnisfragen zur Bibelgeschichte

  • Lest als erstes die Geschichte nochmal aus einer Bibel vor!
    (bzw. mit den Kindern gemeinsam, falls bei euch genügend Bibeln vorhanden sind)
  • Warum mussten sich die Jünger um das Essen der Leute kümmern?
    –> Weil es durch Jesu lange Predigt schon so spät geworden war
  • Wie viel hatten die Jünger an Essen dabei?
    –> 5 Brote, 2 Fische
  • Wie konnte aus dem Wenigen genug für alle werden?
    –> Indem sie es Jesus gegeben haben
  • Was machte Jesus, bevor er es durch die Jünger austeilen ließ?
    –> er betete zu Gott
  • Wie viel blieb am Ende übrig?
    –> 12 Körbe
  • Wie viele Menschen wurden satt?
    –> 5.000 Männer plus Frauen und Kinder

Übertragung auf das Leben der Kinder

Wie sollen wir das denn hinkriegen?
So haben die Jünger reagiert, als Jesus sie aufgefordert hat, das ganze anwesende Volk satt zu machen.

  • Habt ihr das auch schon mal gedacht?
  • In welchen Situationen war das? Schreibt sie auf das Plakat hier in der Mitte!
    (Plakat und Edding in die Mitte des Sitzkreises legen) Kinder sollen ein paar Worte dazu sagen.
    ggf. kannst du als Mitarbeiter auch was von deinen Erlebnissen berichten

Die Jünger waren von Jesu Aufforderung total überrascht. Wahrscheinlich sogar überfordert. Sie haben sich das niemals zugetraut so viele Menschen satt zu machen. In ihren Augen war diese Aufgabe mit ihren (menschlichen) Mitteln nicht zu schaffen. An ein Wunder haben sie zuerst nicht gedacht. Daher auch der Blick in den Geldbeutel. 200 Silberstücke waren einfach nicht drin, im wahrsten Sinne des Wortes.
Aber Jesus kann mehr als wir denken. Auch mehr als die Jünger im zugetraut haben. Und das, obwohl sie schon einiges mit ihm erlebt hatten. Ruhig ordnet er an, wie sich alle zu setzen haben. Er lässt sich geben, was die Jünger haben. Das bisschen hält er Gott entgegen und dankt dafür. Dann lässt er es verteilen. Und siehe da: Es reicht. Es sind sogar noch Berge an Essen übrig. Kaum zu glauben.
Wie das dann ganz genau abgelaufen ist, berichtet die Bibel nicht. Wächst das Brot nach, sobald man ein Stück abreißt? Vermehrt es sich in den Händen der Jünger? Wir wissen es nicht und können es uns gar nicht vorstellen. Es ist eben ein Wunder und übersteigt unsere Fantasie.
Eines ist aber klar: Jesus nimmt auch unser kleines bisschen, wenn wir es ihm anbieten. So wie die paar Brote der Jünger, kann er aus unseren Begabungen und Fähigkeiten viel mehr machen. Denn er kann mehr, als wir denken. Er kann mehr, als überhaupt möglich scheint. Er kann aus wenig viel machen. Er kann aus dem bisschen, was wir ihm zur Verfügung stellen, etwas Großes machen. Lasst uns ihm vertrauen und ihm hinlegen, was wir anzubieten haben. Denn Jesus kann mehr, als du denkst.

Anschließende Spiele / Aktionen

  • Ausmalbilder
  • Spiel „Abwandlung von Kopf oder Zahl“:
    Klebt auf die eine Seite einer 2EUR-Münze ein Bildchen von einem Brot. Auf die andere Seite ein Bildchen von einem Fisch. Die Kinder müssen sich im Raum für eine Seite entscheiden, die Fisch- oder die Brot-Seite. Dann werft ihr die Münze hoch und schaut nach, was sie zeigt. Wenn z.B. die Brot-Seite oben liegt, scheiden alle der Fisch-Seite aus.
    Wer bleibt am Schluss übrig?
  • Spiel „Abwandlung von Ribbel-Dibbel bzw. Chef-Vize“:
    Die Mitspieler bekommen eine Nummer (1,2,3, …). Alle schlagen im gleichen Rhythmus auf ihre Oberschenkel, dann in die Hände klatschen und nun mit den Fingern schnipsen. Auf jedes Wort des folgenden Spruchs kommt ein „Schlag“: „Fischbrötchen Nr. 1 , ruft Fischbrötchen Nr. 2″. Als erste Nummer wird die eigene eingesetzt, die zweite Nummer muss die eines Mitspielers sein. Der Gerufene macht weiter. Kommt jemand aus dem Takt oder verspricht sich, bekommt er einen Punkt“ mit Nivea-Creme. Am Ende hat derjenige mit den wenigsten Dibbeln gewonnen.
    Eine Variante basiert auf „Chef-Vize“. Alle schlagen im gleichen Rhythmus auf die Oberschenkel, klatschen anschließend in die Hände und zeigen mit der rechten Hand über die rechte Schulter (oder schnipsen) und nennen den eigenen Namen (Chef oder Fischbrötchen Nr. X), mit der anderen (linken) Hand anschließend ebenfalls zeigend über die linke Schulter und gleichzeitig die Nennung einer Nummer eines Mitspielers (Vize, oder eine Fischbrötchen-Zahl eines Mitspielers). Der Angesprochene macht im selben Rhythmus weiter. Wer durcheinander kommt muss ans Ende sitzen. Alle rücken dann auf die leer gewordene Position um eine Stelle auf. Jeder erhält dann natürlich auch eine neue Positionsnummer und muss sich den neuen Namen/Nummer merken. Wer dreimal ans Ende muss bekommt einen Spitznahmen, den die anderen anstatt der Nummer dann aufrufen müssen.

(Gemeinsames) Gebet

  • Autor: Jan Bechle, ejw Bezirk Marbach
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg