Warum Reformation nicht gleich Reformation ist!Warum Reformation nicht gleich Reformation ist!

Warum Reformation nicht gleich Reformation ist!

Hintergrund/ Grundsatz

Verband: Deutscher EC-Verband
: (Vorbereitung: 25 Min.)
Materialart: Hintergrund/ Grundsatz
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Mitarbeitende, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Schulung
Redaktion: TEC:

Reformation und Gegenreformation aus der Sicht eines katholischen Christen – verbunden mit dem Blick auf die Unterschiede und der Hoffnung auf das Verbindende.


Vorschau:

„Du sollst nicht immer ihr und wir sagen“, ermahnt der katholische Religionslehrer seinen evangelischen Kollegen. Mit „ihr“ meint der seinen Kollegen und die katholische Kirche. Mit „wir“ meint er sich selbst und die evangelische Kirche. Beschwert er sich zu Recht? Natürlich gibt es Unterschiede zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche. Und man kann sagen: dies ist typisch katholisch und jenes typisch evangelisch.

Und trotz des jeweils Typischen wird heutzutage versucht, mehr auf das Gemeinsame als auf das Trennende zu schauen. Aber was typisch katholisch und was typisch evangelisch ist, stammt genau aus der Zeit der sogenannten Gegenreformation. Denn das jeweils Typische und die damit verbundene gegenseitige Abgrenzung sollte die eigene Identität stärken. So war z. B. der „Laienkelch“ (dass das Abendmahl mit Brot UND Wein an die Gemeinde ausgeteilt wird) ab der Gegenreformation typisch evangelisch, oder das „Kreuzzeichen“ typisch katholisch – was beides vorher nicht so war.

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  • Autor / Autorin: Br. Melchior Schnaidt
  • © Deutscher EC-Verband