Was mache ich, wenn jemand stirbt?Was mache ich, wenn jemand stirbt?

Was mache ich, wenn jemand stirbt?

Bibelarbeit

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 30-72 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: 1 Kerze(n), 1 Bild (von der evtl. verstobenen Person),
Bibelstelle: Johannes 11,17-44

Der Tod ist ein schmerzvoller Moment im Leben. Auch wenn wir alle wissen, dass wir sterben, trifft er uns hart und unerwartet. Jesus selbst macht uns vor, wie wir mit dem Tod umgehen können und neue Hoffnung erfahren. In einer sensiblen Bibelarbeit könnt ihr mit euren Jugendlichen über dieses Thema ins Gespräch kommen.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Vor Kurzem berichtete mir ein guter Freund, wie er seine Katze auf dem Sterbebett begleitet hat. Er berichtete davon, wie er die Tatze gehalten und den Hals gekrault hat. Genau konnte er sich erinnern, wie sie auf seiner Brust so laut wie nie schnurrte, während das Leben langsam aus ihr wich. Es war eine überaus berührende Geschichte. Eine sehr traurige Geschichte. Der Tod berührt uns, keine Frage. Trotzdem sind wir im Umgang mit ihm oft überfordert.

Der Tod ist in unserer heutigen Zeit zu einem Tabuthema geworden. Wir möchten uns nicht mit ihm beschäftigen, blicken auf das Leben und möglichst viele Momente, in denen wir dieses Leben in aller Fülle erleben können. Social Media und „Happy-Lifestyle“ sind deutliche Hinweise darauf, dass wir dem Tod lieber entkommen wollen, als ihm ins Auge zu blicken. Umso härter trifft es uns und vor allem Teenager, wenn der Tod vor der Tür steht. Er kommt immer unerwartet und mit voller Breitseite. Der Tod ist eine der letzten Grenzen, die für uns Menschen nicht überwindbar sind. Keiner kann mit Bestimmtheit sagen, wie das, was uns erwartet, aussehen wird. Wir erleben, dass geliebte Menschen von einem auf den anderen Moment nicht mehr mit uns in Verbindung treten. Manche sterben zufrieden nach einem langen Leben, andere urplötzlich, mittendrin.

Gerade Teenager sind in der Konfrontation mit dem Tod massiv herausgefordert. Das Elternhaus wird zum Trauerhaus, nicht selten sind Jugendliche in ihrer Trauer allein, weil die Angehörigen selbst mit ihren Gefühlen kämpfen. Im Laufe des Lebens besucht man viele Beerdigungen. Im Teenageralter hat man aber in der Regel noch nicht viele Erfahrungen mit dem Tod gesammelt.

2. Zielgedanke

Der Tod erwischt uns immer unvorbereitet. Von Jesus können wir lernen, mit dem Tod trotzdem gut umzugehen.

3. Einführung

Wir wollen uns mit einem Bibeltext beschäftigen, in welchem Jesus persönlich mit dem Tod konfrontiert ist. In Johannes 11 wird berichtet, wie Lazarus, der Bruder von Maria und Martha, stirbt. Jesus wird eigentlich benachrichtigt, um ihn von seiner tödlichen Krankheit zu heilen, verhält sich aber ungewöhnlich. Er lässt sich Zeit und verweist darauf, dass Gott seine Herrlichkeit zeigen wird. So kommt es, wie es kommen muss: Lazarus stirbt, bevor Jesus ihn heilt. Jesus kommt also in die Situation einer trauernden Familie.

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  • Autor / Autorin: Simon Birr
  • © Deutscher EC-Verband