Woher kommt der Adventskranz?Woher kommt der Adventskranz?

Woher kommt der Adventskranz?

Erzählung

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 10-45 Min.)
Materialart: Erzählung
Zielgruppen: Familien, Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: (Jugend-)Gottesdienst, Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Benötigtes Material: Adventskranz
Bibelstelle: Matthäus 5,14

Licht für andere sein. Verbindung von Adventsbrauch mit Auftrag, sich für andere einzusetzen


Vorschau:

Zielgedanke

Kinder erfahren, woher der Brauch des Adventskranzes kommt und werden motiviert, selbst zum Licht für andere zu werden.

Vorüberlegung für Mitarbeitende

In der Adventszeit bereiten wir uns auf das Kommen Jesu Christi vor. Diese Ankunftszeit ist mit vielen Bräuchen behaftet. Es lohnt sich, sich einmal näher mit ihrer Bedeutung und ihrer Entstehung zu beschäftigen. Der Adventskranz ist zum Beispiel noch ein recht junger Brauch. Eingeführt hat ihn der Theologe, Erzieher und Mitbegründer der „Inneren Mission“, Johann Hinrich Wichern, im Jahr 1839. Wichern kümmerte sich um verwaiste Kinder in Hamburg und betreute sie im „Rauhen Haus“. Da die Kinder während der Adventszeit immer fragten, wann denn endlich Weihnachten sei, baute er 1839 aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz. Darauf stellte er rote Kerzen für die Werktage und weiße Kerzen für die Adventssonntage. Je nach Lage des Weihnachtsfestes im Jahreskalender wechselte die Anzahl der Kerzen.

Die Kinder bekamen durch Wichern ein Zuhause. Ihre eigene Dunkelheit (ohne Eltern auf der Straße aufzuwachsen) wurde durch das Leben im neuen Zuhause etwas heller. Wichern ist ein Vorbild, nicht nur von Jesus dem Licht zu reden, sondern es in der Liebe zum Nächsten erfahrbar zu machen.

Erlebniswelt der Kinder

Jedes Kind kennt die Advents- und Vorweihnachtszeit. Die Vorfreude auf Weihnachten steigt. Doch was hat es mit dem Advent und seinen Bräuchen auf sich? Woher kommt zum Beispiel der Adventskranz und was bedeuten die vielen Lichter eigentlich?
Jesus fordert uns auf „Licht für andere sein“. Kinder haben aber schon selbst erlebt, dass andere gut zu ihnen sind und ihr Leben damit leichter und heller gestalten. In praktischen Beispielen wird die Aufforderung Jesu deutlich.

Einstieg

Gemeinsam einen Adventskranz in der Stuhlkreismitte anzünden. (Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen!).

Erzählung

In der Adventszeit spielt der Adventskranz eine herausragende Rolle. Er hängt oder steht in vielen Kirchen, in der Schule und bestimmt auch bei euch zu Hause. Der Adventskranz ist heute aus vielen vorweihnachtlichen Wohnzimmern überhaupt nicht mehr wegzudenken. Aber was hat der Adventskranz eigentlich zu bedeuten und woher stammt der Brauch?

Angefangen hat alles in der Stadt Hamburg. Der evangelische Pfarrer Johann Hinrich Wichern ist im Jahr 1839 auf die Idee gekommen. Er gründete das „Rauhe Haus“, das noch heute in Hamburg steht. Es ist ein Heim für Kinder und Jugendliche. Damals gab es viele Kinder, die keine Eltern und kein Zuhause mehr hatten und so auf der Straße betteln mussten. Aus Not wurden manche von ihnen zu Verbrechern und landeten im Gefängnis. Lügen und Stehlen gehörten zu ihrem Alltag. Johann Hinrich Wichern kümmerte sich um diese armen Kinder und gab ihnen ein neues Zuhause. Sie bekamen auch die Möglichkeit auf eine bessere Zukunft: Sie erlernten einen Beruf, wie beispielsweise Schuhmacher oder Maler, Schneider oder Gärtner. So brauchten sie nicht mehr zu betteln, sondern konnten selbst ihr Geld verdienen.
Im Advent versammelten sich alle Kinder im Haus. Pfarrer Wichern erzählte von Advent und Weihnachten. Zum Staunen aller …

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  • Autor / Autorin: Hanna Weber
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg