Ester

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 2/2022. Es geht in fünf Lektionen um Geschichten von Ester:

Lektion 5: Ester 1,1-2,18 Ester wird Königin

Lektion 6: Ester 2,19-23 Lebensretter

Lektion 7: Ester 3,1-15 Ein böser Plan

Lektion 8: Ester 4,1-5,17 Eine mutige Entscheidung

Lektion 9: Ester 6-9 Gott macht’s gut

Zusatz: Das Purimfest feiern – Gott schenkt Rettung und Sieg

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Die Kinder sollen erkennen, dass sie von Gott gut gemacht sind, so wie sie sind.  

Checker

Die Kinder sollen daran erinnert werden, dass Gott sie sieht und jeden gebrauchen kann, egal was er kann und wer er ist.

Der Text an sich

Viele Jungfrauen tummeln sich im Harem, einem Wohnbereich, in dem nur Frauen leben und fremden Männern der Zutritt versagt ist. Es ist der Harem des Königs Xerxes aus Susa, einer Stadt in Persien. Nachdem der König sich von der ehemaligen Königin Wasti getrennt und sie als seine Frau verstoßen hatte, weil sie seinem Befehl nicht gehorchte, suchte er auf recht ungewöhnlichem Weg eine neue Frau und Königin.

Normalerweise konnte sich ein persischer König nur Frauen aus bestimmten hochgestellten persischen Familien wählen. Ein recht ungewöhnlicher Vorschlag ist es daher von seinen Dienern, alle hübschen Mädchen, die noch Jungfrauen sind, im Harem zu sammeln, sich einer Schönheitsprozedur zu unterstellen und dann nach einem Jahr dem König vorgeführt zu werden. Aus diesen Mädchen soll er sich seine neue Frau und Königin erwählen.

Unter ihnen befindet sich auch die jüdische Waise Ester. Mordechai, ein Verwandter, nahm sich ihrer an, zog sie groß, lehrte sie im Glauben und im Gesetz Gottes. Sogar als sie im Harem auf ihre Vorstellung beim König vorbereitet wird, ist er immer in ihrer Nähe und erkundigt sich nach ihr. Er war es auch, der ihr riet niemandem zu sagen, dass sie Jüdin ist.

Ester stach mit ihrer Schönheit von Anfang an heraus, sodass sie sogar dem Aufseher der Frauen im Harem Hegai gefiel. Wahrscheinlich hatte er schon geahnt, dass sie dem König gefallen könnte und sorgte dafür, dass sie die bestmögliche Behandlung bekam. Auch als sie nach einem Jahr dem König vorgestellt werden sollte, gab er ihr guten Rat, sodass sie nicht nur ihm und allen anderen, sondern auch dem König gefiel. Dieser nahm sie zur Frau und gab ihr zu Ehren ein großes Fest, welches sogar nach ihr benannt wurde. Dies zeigt, wie fasziniert und begeistert der König von ihrer Schönheit war.

Die Geschichte von Ester aus dem Alten Testament ist nicht nur eine der unbekanntesten, sondern auch eine der umstrittensten Geschichten in der Bibel. Zum einen wegen dem Hass und der Gewalt, und zum anderen, weil Gott mit keiner Silbe erwähnt wird. Das heißt aber nicht, dass er nicht da ist. Durch Ester und Mordechai dürfen wir erleben, dass Gott im Unsichtbaren wirkt, er immer und überall da ist, dazu muss er nicht erwähnt werden.

Der Text für mich

Als Kindermissionarin bin ich in einem sozialen Brennpunkt unterwegs. Gerade dort, wo Gott kaum eine Rolle spielt und wo Kinder und ihre Familien dem gesellschaftlichen Schönheitsideal unterliegen, ermutigt mich die Geschichte von Ester ungemein. Gott versorgt und hat für jeden von uns einen Platz vorbereitet. Jeden kann er gebrauchen, egal welcher Herkunft, mit welchem Geschlecht und in welchem Alter. Mit Ester hatte Gott viel vor und mit Mordechai stellte er ihr eine starke und ihr zugewandte Person an die Seite. Er war selbst aus der Ferne immer für sie da, beriet sie in allen Dingen und erkundigte sich nach ihr. Solche wunderbaren Menschen an unserer Seite zu haben ist unglaublich wertvoll. Gleichzeitig ist genau das der Auftrag, den wir für die Kinder in unseren Gruppen haben, sie zu begleiten, zu beraten und uns immer wieder nach ihnen zu erkundigen – ganz besonders da, wo Misstrauen und Vorurteile sind, Äußerlichkeiten mehr zählen als innere Stärken und es immer wieder an zwischenmenschlicher Liebe mangelt.

Der Text für dich

Starter

Schneller, höher, weiter, besser, hübscher. Die Kinder kennen dies aus den verschiedenen Shows, die ihnen täglich aufzeigen, wie sie zu sein haben, und das Schlimme ist, es geht nicht spurlos an ihnen vorbei. Wie oft bekommen Kinder das Gefühl fehlender Wertschätzung, dass keiner sie sieht, dass sie keinen Platz in der Welt bekommen, mit dem was sie haben und wer sie sind. Gerade die Starter können sich vielleicht nicht vorstellen, dass Gott sie sieht. Sie ahnen nicht, dass er tiefer sieht und spürt, was in ihnen steckt.

Bei Esther mag es vorrangig um die Schönheit gehen, doch es sind die Zwischensätze, auf die in dieser Einheit ein Schwerpunkt gelegt wird. Da ist jemand, der sich kümmert, sorgt und da ist für seine Kinder. Genau dies zu erkennen, dabei sollten wir den Kindern helfen.

Checker

Obwohl die Kinder bereits wissen, dass Gott sie liebt, dass sie nicht perfekt sein müssen und dass er tolle Menschen an ihre Seite gestellt hat, zweifeln auch sie immer mal wieder. Das ist menschlich. Die Medien und ebenso das Umfeld sorgen dafür, dass die Kinder das Gefühl bekommen nicht dem Idealbild zu entsprechen. Hier dürfen sie erneut mit der Geschichte von Ester und Mordechai daran erinnert werden, dass Gott sie gebraucht und stets an ihrer Seite ist, überall, wo auch immer sie sind.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Beautynachmittag

Wenn es sich um eine Mädchengruppe handelt, könnt ihr einen schönen und entspannten Nachmittag gestalten. Thema kann z.B. sein: „Weil du es mir wert bist!“ „Du bist gut, so wie du bist!“ oder andere kreative Ideen. Die Zeit könnt ihr mit folgendem Programm füllen:

  • Begrüßung mit einem alkoholfreien Cocktail
  • Massagebereich für Rücken, Hände, Füße
  • Gesichtsmasken
  • Frisier- und Schminktisch
  • Dazu ein paar einfache Getränke und Snacks

Weitere Stationen, wie die eigene Herstellung von Massageöl oder Gesichtsmasken sind möglich und können ergänzt werden (siehe Der Text gelebt).

Idee 2: Wertschätzungsparty

Die Kinder werden an der Tür persönlich begrüßt (mit Handschlag, abklatschen oder wie auch immer ihr es handhaben möchtet). Auch hier können Begrüßungs-Cocktails, Snacks, und Musik eingebaut werden, um eine schöne Atmosphäre zu schaffen. Dann soll Zeit sein, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen und sich bewusst für sie Zeit zu nehmen. Sie sollen sich wahrgenommen fühlen. Dabei können z.B. Gesellschaftsspiele ausliegen, denn dabei lassen sich Gespräche wunderbar führen.

Verkündigung

Verkündigungsart: Mitmachgeschichte

Den Kindern wird jeweils eine der vier Personen (Mordechai, Esther, Hagai, König Xerxes) zugeteilt. Dann liest ein Mitarbeiter die Geschichte vor. Jeds Mal, wenn der zugeteilte Name fällt, müssen die Kinder kurz von ihrem Platz aufstehen.

Ester war gerade mit der Hausarbeit beschäftigt als Mordechai aufgeregt mit einem Brief angelaufen kam. Mordechai rief: Ester, Ester, komm schnell! Schau, was ich hier habe.“ – „Was ist es denn, Mordechai? Ein Brief? Was steht denn drin, Mordechai?“, sagte Ester.

Da antwortete Mordechai: „Ja, es ist ein Brief. Ich lese ihn gleich mal vor: An alle Bewohner dieses Landes, König Xerxes sucht eine neue Frau und Königin. Dazu sind alle schönen und unverheirateten Mädchen aufgefordert am Königshof zu erscheinen. Hier erhalten sie die beste Schönheitspflege, das beste Essen und beste Versorgung. Nach einem Jahr dürfen sie vor König Xerxes treten und er wird sich aus diesen seine Frau und Königin auswählen. Lang lebe der König Xerxes!“ Ester runzelte die Stirn: „Hat er also Königin Wasti tatsächlich abgesetzt, aber warum?“ Mordechai sagte nachdenklich: „Wer weiß Ester, vielleicht war Wasti nicht mehr gut genug oder hat etwas getan, was der König Xerxes nicht mochte. Aber Ester, du musst dahin!“

Ester bekam große Augen: „Ich? Warum denn? Glaubst du wirklich, dass der König Xerxes so jemanden wie mich sucht?“ Mordechai schaut ihr ernst in die Augen: „Ester, seit deine Eltern gestorben sind, habe ich dich aufgezogen. Du bist wie mein eigenes Kind. Ich habe dich im Glauben unterrichtet, dir alles was ich über unser jüdisches Volk weiß erzählt und dich gelehrt Gottes Gesetze zu halten. Du bist gut, so wie du bist. Normalerweise sucht der König seine Königin aus hochrangigen persischen Familien aus. Vielleicht will Gott dich ja gerade hier und jetzt gebrauchen. Vielleicht hat er dich ja genau deshalb so hübsch gemacht, weil er einen großen Plan mit dir hat. Und du musst auch keine Angst haben. Selbst wenn du zum Palast gehst, werde ich immer in deiner Nähe sein.“ Da sagte Ester: „Gut Mordechai, dann will ich gehen!“ Etwas leiser flüsterte Mordechai: „Ester, sag ihnen aber nicht, dass du Jüdin bist!“ – „Aber warum denn nicht?“, fragt Ester. Mordechai antwortet: „Glaub mir, es ist noch nicht die richtige Zeit. Es ist besser, wenn es keiner weiß.“

Am Königshof führt der Aufseher Hegai Ester und mehrere junge Frauen im Harem herum: „Hier werdet ihr für ein Jahr leben! Ihr müsst euch um nichts sorgen!“ Dabei fiel Hegai Ester ins Auge. Sie gefiel ihm. Hegai sagte:„Ester, ich mag dich. Du scheinst anders als die anderen zu sein. Ich werde mich darum kümmern, dass du die allerbeste Versorgung bekommst.“ Immer wieder kam Mordechai in diesem einen Jahr an den Königshof und erkundigte sich bei Hegai nach Ester. Er wollte, dass sie weiß, dass er immer in ihrer Nähe war.

Ein Jahr später, nachdem die anderen Mädchen und Ester in wohlriechenden Ölen gebadet hatten, sich mit pflegenden Salben eingerieben hatten und das gesündeste Essen genossen hatten, sollten sie vor den König Xerxes treten. Eine nach der andern. Doch alle kamen sie wieder zurück, keine schien dem König Xerxes zu gefallen. Dann war Ester an der Reihe. Ester ließ sich von Hegai beraten, was sie anziehen soll. Denn Hegai wusste, was dem König Xerxes gefallen könnte. Und Ester machte es so, wie es der Aufseher Hegai ihr riet.

Sie schritt durch den Königssaal und gefiel allen, die sie sahen, auch dem König Xerxes.

Da sagte der König Xerxes:Ester, du bist es! Du bist die Frau, die ab heute an meiner Seite leben soll. Du bist die neue Königin.“ Dann nahm er eine Krone, setzte sie Ester auf und machte sie damit zur Königin. König Xerxes sagte:„Und nun lasst uns Ester, die neue, wundervolle Königin feiern. Ester zu Ehren soll es ein großes Fest geben. Ihr sollt meine Gäste sein und für das Volk in meinem Land soll es Geschenke geben.“ Und so geschah es auch.

Die andere Idee:             

Die Geschichte wird mithilfe verschiedener Gegenstände erzählt. Zum Thema passen am besten unterschiedliche Cremedosen, Handcremetuben oder Pflegeartikel, denen ein paar Augen aufgeklebt werden. Außerdem kann darauf geachtet werden, dass die Gegenstände zum Charakter Personen passen. Z.B.:

  • Mordechai: unscheinbare Cremetube
  • Esther: eine Dose oder Tube mit besonders schönem Etikett, Nagellack o.Ä.
  • Hegai: gewöhnliche flache Cremedose
  • König Xerxes: Besonders große, edle Cremetube

Die Geschichte wird dann mit den Gegenständen gespielt. Dabei sollen die Figuren richtig sprechen und passend bewegt werden. Lustig wird es auch, wenn man die Stimmen dazu unterschiedlich verstellt.

Der Text gelebt

Wiederholung

Vor den Kindern liegen verschiedene Gegenstände wie ein Besen, Brief, Gottes Gesetze (Bibel), Salben und Öle, Krone / Diadem, Geschenke. Die Kinder sollen sie in der richtigen Reihenfolge sortieren und die Geschichte anhand der Gegenstände nacherzählen.

Gespräch

Bei allem Druck und den Ansprüchen, die an Kinder gestellt werden, sollen sie das Gefühl vermittelt bekommen, dass sie genau so wie sie sind, richtig und gut sind.

Jedes einzelne Kind soll darüber nachdenken, was an ihm selbst gut und toll ist. Das kann die äußere Erscheinung sein, aber auch Fähigkeiten, Sozialverhalten oder ihr Umfeld. Anhand von den vier Bildern, können sie zu jedem Punkt etwas überlegen.

  • Auge: Äußere Erscheinung, das was man sehen kann
  • Herz: Sozialverhalten
  • Hand: praktische Fähigkeiten
  • Fußspuren: Umfeld

Manchen Kindern fällt vielleicht gar nicht so viel ein. Dann können die anderen Kinder überlegen, was ihnen zu diesem Kind im Blick auf die vier Symbole einfällt und das entsprechende Symbol-Bild dazulegen. Das soll dem Kind deutlich machen, wie viel wirklich in ihm steckt, dass es geliebt und gebraucht wird und dass es viele tolle Menschen und vor allem Gott, durch den das Kind geschaffen ist, immer an der Seite hat.

Achtet als Mitarbeiter darauf, dass über alle Kinder wertschätzend gesprochen wird und bei allen gleichermaßen nach positiven Eigenschaften gesucht wird. Ihr könnt euch als Mitarbeiter auch schon im Voraus Gedanken über die Kinder machen.

(Vorlage siehe Downloadbereich)

Merkvers

Siehe, ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst. 1. Mose 28,15a

Die Kinder erhalten fünf Bilder, die schon in der richtigen Reihenfolge liegen. Im Raum werden 5 weitere Zettel versteckt, auf denen ein Teil des Bibelverses steht. Sie müssen sie suchen und den richtigen Teil zum Bild zuordnen. (Vorlage siehe Downloadbereich)

  • Auge = Siehe,
  • Herz = ich bin mit dir,
  • Hand = ich behüte dich,
  • Fußspuren = wohin du auch gehst.
  • Bibel = 1. Mose 28,15a

Gebet

In der Runde liegen kleine Zettel mit Augen, Herzen, Händen und Fußspuren, die für die unterschiedlichen Teile des Bibelverses stehen.

  • Auge: Gott sieht mich
  • Herz: Gott ist bei mir
  • Hand: Gott passt auf mich auf
  • Fußspuren: Gott geht mit mir mit

Die Kinder können sich ein oder mehrere Zettel aussuchen und diese vor ein Kreuz oder eine Bibel legen und damit ein Gebet für sich oder eine andere Person verbinden, z.B.  „Danke Gott, dass du mich siehst“ (Auge) oder „Bitte Gott, sei in der Schule bei mir“ (Fußspuren).

Dies kann natürlich ergänzt werden durch Situationen, die die Kinder beschäftigen, wie Schule, Hobbys und Familie. Sie können das auch für ihre Freunde und Familie anwenden.

Kreatives

Einfache schnelle Beautyprodukte herstellen

Lippenbalsam: kleine Salbendöschen, Vaseline, Lebensmittelfarbe (je nach gewünschter Farbintensität), hautverträgliches ätherisches Öl z. B. Lavendel

In einer kleinen Schale Vaseline mit Lebensmittelfarbe mischen und ein paar Tropfen ätherisches Öl dazu mischen. Anschließend in Salbendöschen abfüllen.

Massageöl (kann auch als Badeöl verwendet werden): Basisöl, hautverträgliches ätherisches Öl, dunkles Fläschchen wg. der Haltbarkeit

Basisöle können sein: Oliven-, Sonnenblum-, Weizenkeim-, Sesam-, Mandel-, Nachtkerzenöl, …

100 ml Basisöl in eine Flasche geben und 20-25 Tropfen ätherisches Öl einträufeln. Flasche verschließen und kräftig schütteln, damit sich die Öle gut vermischen.

Spielerisches

1, 2 oder 3 oder auch 4-Ecken-Spiel:

Bei 1, 2 oder 3 werden die Fragen so gestellt, dass es drei Antwortmöglichkeiten gibt. Beim 4-Ecken-Spiel kann jede Ecke ein Name sein. Ester, Mordechai, Hegai, Xerxes.

(siehe Downloadbereich)

Rätselhaftes

Dürfe raten:

Die Kinder werden in zwei oder drei Gruppen eingeteilt. Immer ein Kind aus jeder Gruppe darf mit verbundenen Augen einen Duft riechen und muss erraten, was es ist. Die Gruppen die richtig geraten haben, erhalten einen Punkt. Dann wird gewechselt und aus jeder Gruppe darf ein neues Kind riechen.

Als Dürfte eignen sich ätherische Öle oder ganz unterschiedliche Alltagsgegenstände wie Kräuter (Pfefferminze oder Basilikum), Schokolade, Zitronenschale, Käse, Kaffee, Zimt, Essig, Senf, Seife, Zahnpasta, Gurken im Glas …

(T)Extras

Lieder

Einfach Spitze

Volltreffer

Gott liebt dich

Spiele

Pizzamassage:

Im Harem bekamen Ester und die anderen Frauen gutes Essen, Bäder, Masken und Massagen. Zumindest Essen und Massagen kann man in diesem Spiel verbinden.

Die Kinder sitzen so im Kreis, sodass sie einander die Rücken des Vordermanns haben und da auch gut herankommen. Und schon kann es losgehen:

  1. Es braucht eine saubere Arbeitsfläche = den Staub von dem Rücken des Kindes wischen.
  2. Damit der Teig nicht klebt, mit Mehl bestreuen = mit den Fingern leicht über den Rücken fahren.
  3. Den Teig kneten, damit er luftig wird = mit den Fingern über Rücken kneten.
  4. Den Teig ausrollen = mit den Handflächen von innen nach außen streichen.
  5. Pizza belegen:
  6. Tomaten = Fäuste leicht auf den Rücken drücken.
  7. Salami/Schinken = mit der flachen Hand leicht auf den Rücken drücken.
  8. Paprikastreifen = mit den Fingern Striche über den Rücken ziehen.
  9. Pilze = mit dem Daumen leicht auf den Rücken drücken.
  10. Zwiebelringe = Kreise auf dem Rücken malen.
  11. Käse = Mit den Fingerspitzen der gespreizten Finger auf dem Rücken klopfen.
  12. Ab in den Ofen = Kind an die Hüften fassen und leicht nach vorne schieben.
  13. Im Ofen wird es warm = schnell die Hände aneinanderreiben und dann auf dem Rücken des Kindes legen.
  14. Die Pizza ist fertig und muss auf den Ofen = Kind an die Hüften fassen und leicht zurückziehen.
  15. Die Pizza zurechtschneiden = mit den Handkanten über den Rücken streichen.
  16. Die Pizza essen = mit den Handflächen über den Rücken streicheln.

Kreatives

Ester-Malrolle: Fortlaufende Malerzählung

Die Kinder malen die Ester-Begebenheit auf einer langen Papierrolle von Woche zu Woche weiter.

Am Ende der Ester-Einheiten kann dies im Gemeindehaus oder dem Gruppenraum aufgehängt werden. Dadurch bekommen die Gemeindemitglieder und alle anderen Besuchen einen Einblick in das, was die Kinder in den Kinderstunden erleben.

Weiterführende Hinweise

Gesichtsmasken für Kinder: https://www.kindersache.de/bereiche/spiel-spass/selbermachen/rezepte/gesichtsmasken-selbst-gemacht

Gott spricht zu uns auf ganz unterschiedliche Weise. Mal durch Bibelworte oder im Gebet, mal durch Menschen oder die Wunder der Natur, mal in der Forschung, durch die Kunst oder: in Träumen. Träume können dabei ganz unterschiedlich aussehen. In der Bibel spricht Gott im Schlaf oder über Bildern und Visionen.

In dieser Themenreihe haben wir uns mit „Traum-Geschichten“ beschäftigt. Im Traum hat König Salomo einen Wunsch bei Gott frei, bekommt Josef klare Ansagen, werden die drei Weisen gewarnt. Martin Luther King träumt von einer besseren Welt. I have a dream…

Mit den Kindern gehen wir diesen und eigenen Träumen nach. Außerdem gibt es eine anschauliche Andacht zur Jahreslosung aus Joh. 6,37: „Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ Und wie immer findet ihr hier weitere Ideen zur Gestaltung eurer Gruppenstunden für die letzten drei Monate des Jahres. Eine Geschenkidee für Eltern zu Weihnachten ist auch dabei.

Viel Spaß beim Stöbern, Entdecken und Umsetzen und eine gesegnete Herbst- und Adventszeit,

euer Redaktionsteam Jungscharleiter online

Weihnachtsplätzchen mit Eischnee

Manche Träume halten sich hartnäckig, andere platzen schneller als eine Seifenblase oder lösen sich nach und nach auf, wie Schaum. Eischnee ist wie ein Schaum, und er kann man auch wunderbar nutzen um leckere Weihnachtsplätzchen zu backen. Im Folgenden werden drei geschmackliche Variationen beschrieben, die auf einem Eischnee-Grundrezept (Eiweiß, Salz, Puderzucker) aufgebaut sind. Jedes der drei Rezepte ergibt ca 40-50 Makronen. Für die Verwendung des Eigelbes gibt es ein Zusatzrezept.

Kokos-Marzipan-Makronen

Ihr benötigt:

  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 100g Puderzucker
  • 100g Kokosflocken
  • 200g Marzipan-Rohmasse
  • ca 1 Esslöffel Orangensaft

Zunächst trennt ihr von zwei Eiern jeweils das Eigelb vom Eiweiß. Im Eiweiß darf kein Eigelb sein! Dann schlagt ihr das Eiweiß mit der Prise Salz mit einem Handrührgerät zu steifem Eischnee. Am Ende rührt ihr zügig den Puderzucker unter den Eischnee.

Parallel knetet oder rührt ihr das Marzipan, die Kokosraspeln und den Orangensaft zu einer feuchten Masse.

Vorsichtig zieht ihr den Eischnee mit einem Rührlöffel oder Teigschaber unter die Kokosmasse.

Nun setzt ihr mit zwei Teelöffeln ca. Walnuss-große Teighäufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Die Makronen backt ihr bei 180°c ca 15-20 Min.

Feigen-Zimt-Makronen

Ihr benötigt:

  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 100g Puderzucker
  • 100g zarte Haferflocken
  • 1-2 Teelöffel Zimt
  • 10 Feigen (oder Rosinen)
  • 2-3 Esslöffel Orangensaft

Zunächst schlagt ihr das Eiweiß mit der Prise Salz mit einem Handrührgerät zu sehr steifem Eischnee und rührt zum Schluss zügig den Puderzucker unter.

Parallel schneidet ihr die Feigen in sehr kleine Stücke. Anschließend vermischt ihr die Haferflocken, die Feigen, den Zimt und den Orangensaft zu einer klebrigen Masse.

Vorsichtig zieht ihr den Eischnee mit einem Rührlöffel oder Teigschaber unter die Haferflockenmasse.

Mit zwei Teelöffeln setzt ihr ca. Walnuss-große Teighäufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Bei 180°C backt ihr die Makronen ca. 15-20 Minuten.

Schoko-Makronen

Ihr benötigt:

  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 100g Puderzucker
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 200g Schokocreme

Zunächst schlagt ihr das Eiweiß mit der Prise Salz mit einem Handrührgerät zu steifem Eischnee und rührt zum Schluss zügig den Puderzucker unter.

Parallel dazu rührt ihr die gemahlenen Mandeln und die Schokocreme zu einer klebrigen Teigmasse. Vorsichtig zieht ihr den Eischnee unter die Teigmasse.

Nun setzt ihr mit zwei Teelöffeln Walnuss-große Teighäufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Bei 180°C backt ihr die Makronen 15-20 Minuten.

ACHTUNG:

Wartet mit dem Essen und dem Herunternehmen vom Blech, bis die Makronen etwas abgekühlt und damit fester sind.

Achtet auf Hygiene: haltet die Arbeitsfläche sauber und beachtet die richtige Backtemperatur und Backdauer, die Kinder sollten auch nicht vom Teig naschen – ihr arbeitet mit rohen Eiern!

Butter-S oder Butter-Kringel

Wer auch das Eigelb nutzen möchte kann damit einen Teig für Butter-S oder Butter-Kringel herstellen.

Dazu benötigt ihr:

  • 500g Mehl
  • 250g Butter
  • 120g Zucker
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder 1 Teelöffel Zimt
  • 4-5 Eigelb für den Teig
  • Mehl für die Arbeitsfläche
  • 1-2 Eigelb zum Bestreichen
  • Hagelzucker zum Bestreuen

Aus den Teigzutaten knetet ihr mit den Knethaken des Handrührgerätes einen Mürbteig. Wenn möglich stellt ihr ihn in einer verschlossenen Dose 1 Stunde im Kühlschrank kalt.

Dann formt ihr aus dem Teig Butter-S oder Kringel. Dazu nehmt ihr ca. eine Handvoll Teig aus der Schüssel, rollt eine Teigschlange mit ca 0,7cm Durchmesser auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus, teilt diese in 7-10 cm lange Stücke und formt diese als S oder zu einem Kringel. Legt die geformten Teigstücke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

In einer Tasse oder einem Schälchen verquirlt ihr das Eigelb und bestreicht damit die Gebäckstücke auf dem Backblech. Zum Schluss streut ihr etwas Hagelzucker darüber.

Backt die Plätzchen bei 180°C 10-12 Minuten

Gutes Gelingen und guten Appetit!

ür die 6- bis 12-Jährigen haben wir eine Freizeit zum Thema „Jakob – gesegnet, geflüchtet, versöhnt!“ entwickelt. Das Freizeitkonzept ist als flexibler, individuell anpassbarer Baukasten zu verstehen. Das heißt: Die Freizeit kann im Tagesablauf und der Freizeitlänge ganz den Gegebenheiten und Bedürfnissen vor Ort angepasst werden. Als Beispiel haben wir für euch ein 6-Tages-Programm konzipiert.

Die Jakobsgeschichte

Unter „Programmideen“ finden sich eine Einführung in die biblische Jakobsgeschichte mit Hintergrundwissen. Die biblische Geschichte haben wir über sechs Einheiten verteilt. Vier Geschichten sind als Anspiel ausgearbeitet, zwei als „Skechtboard-Geschichten“ (die Geschichte entsteht malerisch beim Erzählen auf einer großen Staffelei). Die Anspiele findet ihr schriftlich und als Filmaufnahmen vor. So könnt Ihr wählen, ob ihr die Anspiele selbst spielt oder einfach per Film abspielt. Die Sketchboardgeschichten sind ausschließlich Filmclips. Nach den jeweiligen Geschichten haben wir Vertiefungen ausgearbeitet für zwei Altersgruppen (6-10 Jahre; 11-13 Jahre). So kann mit den jeweiligen Zielgruppen altersentsprechend gearbeitet werden.

Jede Jakobgeschichte wird von einer Rahmengeschichte umklammert. Die Handlung spielt in der heutigen Zeit und hilft den Kindern, die Themen der Jakobgeschichten in ihr Leben zu übertragen. Gezeigt wird die Rahmengeschichte jeweils vor bzw. nach einer Jakobgeschichte. Ihr findet diese Geschichte als Textdatei unter „Programmideen/ Rahmengeschichte“ und als Film in einzelnen Clips unter „Videos“.

Programmplan

Der vorgestellte Programmplan der „5 Sterne Sommer“-Freizeit geht zunächst von einem Angebot ohne Übernachtung aus. Selbstverständlich kann der Tagesplan auch auf eine Übernachtungs-Freizeit abgewandelt werden. Auch im Hinblick auf Kooperationen, mögliche Corona-Bestimmungen… kann die Freizeit ganz auf die örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse abgestimmt werden und ermöglicht so eine hohe Identifikation mit der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort. 

Sonntag
Streiten ist normal, da steckt was dahinter / 1.Mose 25, 19-34 / Esau verkauft Jakob sein Erstgeburtsrecht
Montag
Gott segnet nicht nur die Braven / 1.Mose 27,1-40 / Jakob holt sich den Segen
Dienstag
Wie und wo kann ich Gott erleben (und was antworte ich?) / 1.Mose 27, 41- 28, 22 / Jakob und die Himmelsleiter
Mittwoch
Wie gehe ich mit Unrecht um? / 1.Mose 29,1-30 / Jakob wird betrogen Zeit bei Onkel Laban
Donnerstag
In Zeiten der Angst – an wen oder was klammere ich mich da? / 1.Mose 32,1-33 / Jakob am Jabbok
Freitag
Wie geht „Aufeinander zugehen“ nach Verletzungen? / 1.Mose 33,1-16 / Jakob und Esau versöhnen sich
8:30 Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück
9:00 Beginn: Begrüßung, Spiel, Ritual … Beginn Beginn Beginn Beginn
9:30 Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Video
Rahmengeschichte
Sktechboard
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Video
Rahmengeschichte
Sktechboard
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
9:45 10.00 Uhr Ankommen und Begrüßen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen
10:15 Kennenlern-Spiele Ratespiel „Wer bist du“ oder Quiz „Gefragt – gejagt“ „Spiele rund um die Leiter“ oder Spiel „Nummer 2 gewinnt“ Spiel: „Israel sucht den Superhirten“ „Würfeln-Suchen-Quizzen“ Geländepiel: „Kuhhandel“
12:00 Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen
12:30 Workshops Workshops Workshops Workshops Workshops Workshops
14:00 Snack Snack Snack Snack Snack Snack
14:15
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Vertiefung für zwei Altersgruppen
14.30-15.15 Streitspiele 15:20 -16.25 Begabt! Wettkampf 1 Std
Geländespiel „Capture the Wildraten” Dorf- oder Stadtspiel „Himmelsleiter“

Platz für eigene Ideen
Spiel: Handelsspiel „Büffeljagd“
oder
Stationenspiel „Talente ausprobieren“
Platz für eigene Ideen Stationenspiel
„Jakobs leckere Suppe“
16:45 Abschied Abschied Abschied Abschied Abschied Abschied
17:00 Ende Ende Ende Ende Ende Ende

Wir holen alle(s) raus

Der Frühling ist da. Die Temperaturen steigen. Zeit, rauszugehen!

Aufgrund der Pandemie verlegen wir unsere Angebote in die Natur oder auf größere Plätze. Gleichzeitig beachten wir natürlich die vorgegebenen Regeln des Landes. Unser Redaktionsteam hat für Euch und eure Kinder einige gut umsetzbare Ideen in konkrete Entwürfe umgesetzt, damit Ihr mit Euren Kindern in Kontakt bleiben könnt. Wie wäre es mit einem Treffen am Lagerfeuer, dazu Stockbrot und eine gute Geschichte? Vielleicht verteilt Ihr auch lieber Päckchen mit Briefen, Rätsel und Aktionen? Oder Ihr bereitet mehrere Stationen in eurer Ortschaft vor und lasst die Kinder von Station zu Station gehen? Vielleicht macht Ihr auch lieber ein Fitnessangebot live aus dem Garten wie die „Highland-Games“ hier aus dem Artikel „Kräftemessen im Schottenrock“?

Gerade jetzt brauchen Euch die Kinder. Sie sind die, die mit am meisten in dieser Zeit unter der Kontaktlosigkeit leiden. Hier ist es wichtig, ihnen ein guter Wegbegleiter/ eine gute Wegbegleiterin zu sein, vielleicht auch mal anzurufen oder eine Messanger-Nachricht zu schicken. Kinder merken, dass man an sie denkt. Danke für alle Zeit und Liebe, die Ihr in die Jüngsten steckt! Gott segne Euch!

Zwei leckere Rezepte, die erst mit einem schönen Lagerfeuer so richtig gut schmecken!

Apfeltaschen

Für die Apfeltaschen benötigt ihr einen Hefeteig und kleingeschnittene Äpfel. Den Hefeteig bereitet ihr am besten zu Hause vor. In einer Dose oder Schüssel mit Deckel lässt er sich gut transportieren. Je nach Begebenheit rund um den Lagerfeuer-Platz ist es sinnvoll auch die Äpfel vorzubereiten.

Für den Teig vermischt ihr zuerst 600g Mehl, 1 Päckchen Trockenhefe und einen Esslöffel Zucker. Dann gebt ihr sechs Esslöffel Speise-Öl und lauwarmes Wasser nach Bedarf dazu. Daraus knetet ihr einen geschmeidigen Hefeteig. Diese Portion reicht für ca 10 Apfeltaschen. Praktisch ist es, wenn ihr den Teig gleich in 10 ungefähr gleich große Kugeln aufteilt und so in der Dose transportiert.

Für die Füllung entfernt ihr das Kernhaus aus den Äpfeln und schneidet die Äpfel in kleine Würfel. Je nach Geschmack, könnt ihr die Äpfel mit etwas Zucker und Zimt bestreuen oder ein paar Rosinen oder gehackte Mandeln dazu mischen. Ein Apfel reicht für 3-4 Apfeltaschen.

Beim Lagerfeuer bekommt jedes Kind zunächst ein großes Stück Alu-Folie. Bestreicht die glänzende Seite der Alufolie mit Hilfe eine Backpinsels großzügig mit weicher Margarine. Dann drückt und zieht ihr die Hefeteig-Kugel auf eurer Handfläche zu einem möglichst dünnen runden oder auch ovalen Fladen. Diesen Teig-Fladen legt ihr in die Mitte eurer eingefetteten Alufolie. Nun legt ihr die Apfelstücke auf eine Hälfte eures Fladen, klappt die zweite Hälfte des Teigstückes über die Äpel und drückt die Ränder sehr gut fest. Dann verpackt ihr eure Apfeltaschen gut mit der Alufolie. Die Margarine in der Folie verhindert, dass der Teig mit der Folie beim Backen verklebt. Zeigt die matte Seite der Alufolie nach außen, wird die Hitze des Feuers gut zum Gargut weitergeleitet. Nun legt ihr eure gut verpackte Apfeltasche in die Glut des Feuers. Eventuell ist es gut, euer Alu-Päckchen mit Hilfe einer Zange nach ein paar Minuten zu wenden. Nach 7-10 Minuten könnt ihr eure Apfeltasche mit der Zange aus der Glut nehmen, das Päckchen auf einer hitzebeständigen Unterlage mit Hilfe von Messer und Gabel oder der Zange öffnen und eine leckere, frischgebackene Apfeltasche genießen.

Überbackener Toast

Die Toasts könnt ihr herzhaft belegen, mit Salami, Schinken, Käsescheiben und auch Gemüse, wie Tomaten, Paprika, Mais, Pilze, Zwiebeln, Zucchini,… oder auch süß mit Schoko-Creme oder Erdnuss-Butter und Bananen, Äpfeln, Ananas, Mandarinen,…Dazu passen auch noch Kokos-Raspel, Mandelstifte, Rosinen,…als Ergänzung.

Je nachdem, wie ihr die Toasts belegt und wie die Begebenheiten rund um euern Feuerplatz sind ist es sinnvoll, ein paar Zutaten vorher kleinzuschneiden. Belegt ihr die Toasts herzhaft und verwendet auch Gemüse solltet ihr die Tomaten, Paprika, Pilze, Zwiebeln oder Zucchini vorher in Scheiben schneiden, genauso bei einem süßen Belag mit Bananen oder Äpfeln.

Am Feuerplatz bekommt jedes Kind zuerst einmal ein großes Stück Alu-Folie und zwei Scheiben Toastbrot. Beide Brotscheiben bestreicht ihr auf je einer Seite gut mit Margarine. Nun belegt jedes Kind eine Brotscheibe auf der nicht mit Margarine bestrichenen Seite je nach Geschmack mit Wurst, Gemüse und Käse, oder ihr streicht auf die beiden nicht mit Margarine bestrichenen Seiten Schoko-Creme oder Erdnuss-Butter und belegt eine Seite mit Obst nach Geschmack. Dann klappt ihr die beiden Toastbrot-Scheiben zusammen. Achtet dabei darauf, dass die mit Margarine bestrichenen Seiten außen sind! Packt das belegte Toastbrot gut in Alufolie ein und legt es in die Glut eures Lagerfeuers. Nach spätestens 5 Minuten könnt ihr euer Toastbrot-Päckchen mit Hilfe einer Zange aus der Glut nehmen, auf einer hitzbeständigen Unterlage mit Hilfe von Messer und Gabel auspacken und ein leckeres, warmes Toastbrot genießen.

Zielgedanke

Die Kinder vertrauen auf Gott, denn er lässt sie nicht im Stich, sondern hilft auf seine Art und Weise.

Merkvers

Herr, wer dich kennenlernt, der wird dir gern vertrauen. Wer sich auf dich verlässt, der ist nie verlassen.

Psalm 9,11; HfA

Situation der Jungscharler

Die Kinder kennen oft selbst solche „Mauersituationen“ in ihrem Leben, sei es die nächste Klassenarbeit, Schwierigkeiten zu Hause, Leistungsdruck, Einsamkeit, oder auch Streit mit der besten Freundin bzw. dem besten Freund. In diesen Situationen dürfen sie ganz sicher sein, dass Gott sie sieht. Die Kinder dürfen mit ihren Problemen zu Gott kommen, mit ihm darüber sprechen und ihr Vertrauen in ihn setzen, in der Gewissheit, dass er handeln wird. Wichtig dabei ist, dass Gott auf seine Art und Weise handelt und auch zu seiner Zeit. Auch bei Josua hat es eine Weile gedauert bis die Mauern eingestürzt sind und Gott sein Versprechen eingelöst hat, aber er war in dieser Zeit durchweg bei seinem Volk und hat es begleitet. Diese Wahrheit gilt auch heute noch für uns: Gott ist bei uns und wir dürfen unser Vertrauen in ihn setzen.

Erklärungen zum Text

V.1: In diesem Vers wird folgende Situation geschildert: Das Volk Israel steht direkt vor den Toren Jerichos, bereit für die Belagerung. Der König und die Einwohner Jerichos haben sich in der Stadt verschanzt. Sie haben von der Macht Gottes gehört und zittern vor Angst. Die Stadt Jericho liegt, umgeben von Wüstenlandschaft, in der Nähe des Jordans. Sie liegt ca. 12 km nördlich vom Toten Meer. In Jericho blühte der Handel mit Salz und Asphalt. Die Stadt ist umgeben von einer festen, dicken Mauer, die vielen Angriffen und Belagerungen standhalten kann.

V.2-5: Gott spricht mit Josua und verspricht ihm schon im Voraus, dass der Sieg und die Eroberung gelingen werden. Was für eine Zusage und Motivation für Josua und das Volk Israel, angesichts der scheinbar unüberwindbaren Mauer!
Doch damit noch nicht genug! Gott spricht weiter: Er gibt dem Volk genaue Anweisungen, wie die Belagerung und Eroberung ablaufen soll.

V.6-19: Das Volk Israel gehorcht Gott und tut seinen Willen, indem es sich genau an die Anweisungen hält, die es erhalten hat. Die Israeliten haben bestimmt nicht immer verstanden, warum Gott möchte, dass sie so oder so handeln. Auch sie beweisen Vertrauen in Gott, der mit ihnen den Bund geschlossen hat. Die Bundeslade wird vom Volk mit um die Stadt getragen. Das ist für das Volk Israel ein Zeichen der Gegenwart Gottes. Sie ist Gottes Versprechen an das Volk: Ich bin euer Gott, der nicht irgendwo weit weg ist, sondern ich wohne und bin mitten unter euch.

V.20.21: Gottes Versprechen wird wahr. Die scheinbar uneinnehmbaren Mauern bekommen Risse und die Mauer stürzt in sich zusammen. Was für ein atemberaubender Machtbeweis Gottes!

V.22-25: Nicht nur der Glaube und das Vertrauen Josuas sind hier ein Vorbild für uns, sondern auch das der Prostituierten Rahab. Sie ist eine Prostituierte in Jericho. Die Kundschafter aus dem Volk Israel kommen bei ihr unter. Als der König sie suchen lässt, hilft sie den Kundschaftern, versteckt sie auf dem Dach und lenkt die Wache ab, damit die Männer Israels fliehen können. Sie bekommt das Versprechen, bei der Eroberung der Stadt verschont und gerettet zu werden.
Sie gilt als großes Glaubensvorbild im Neuen Testament und gehört zum Stammbaum Jesu.

Jericho fällt nicht durch eigene militärische Leistungen in die Hände des Volkes Israels, sondern durch die Hand Gottes als Geschenk an sie.
Gott ist an unserer Seite. Wenn wir ihm vertrauen und unser Leben in seine Hand geben, wird er uns führen und jeden Schritt leiten. Er gibt uns nicht einfach nur einen scheinbar unüberwindbaren Auftrag, sondern gibt uns auch Hilfen bei der Umsetzung und geht mit bis zum Schluss. Er schenkt uns den Sieg!

Treffpunkt

Spiele

Bausteine auf- und abbauen
Die Kinder bilden Zweiergruppen. Das eine Kind baut eine Konstruktion aus Holzbausteinen, während dem anderen Kind die Augen verbunden werden. Das fertige Gebäude sollte aus ca. fünf Steinen bestehen. Nun befühlt das zweite Kind mit verbundenen Augen die Kon­­­struktion und zerstört sie, sobald es meint, es hätte sich den Aufbau gemerkt. Jetzt darf es die Augenbinde abnehmen und versuchen, die Konstruktion genauso wieder aufzubauen, wie es vorher war.
Dann werden die Rollen gewechselt. Um Streit zu vermeiden ist es sinnvoll, ein Foto zu machen, bevor die Steine umgeworfen werden.

Jengaturm
Die Kinder können Jenga spielen. Das Kind, bei dem der Turm einstürzt, hat leider verloren.

Dosen werfen
Werft einen Ball und versucht, die aufeinandergestapelten Dosen umzuwerfen, sodass sie wie die Mauern Jerichos zusammenfallen. Wer schafft es, die meisten Dosen umzuwerfen?

Lego-Ecke
Hier können sich die Kinder einfach austoben und mit Legosteinen Häuser bauen. Wer kann ein unzerstörbares Gebäude bauen? Jericho war noch viel größer und besser gebaut und trotzdem war Gott stärker und die Mauern stürzten ein!

Trompetensignal
Während die Kinder an den Stationen sitzen, läuft ein Mitarbeiter mit Trompete herum. Wenn er einmal laut in die Trompete bläst, müssen alle Kinder sofort ganz still sein. Bläst er daraufhin wieder laut in die Trompete, dürfen die Kinder weiterspielen. Bläst der Mitarbeiter jedoch zweimal in die Trompete, so sollen die Kinder ganz laut schreien!

Basteln

Stempeln
Mit kleinen rechteckigen Schwämmen wird eine Mauer auf Papier gestempelt. Dazu wird der Schwamm in bereitgestellte braune Farbe (evtl. in verschiedenen Farbtönen) getunkt und auf das Papier gedrückt. So wird die Mauerstruktur gestaltet, evtl. können noch ein paar Israeliten oder die rote Schnur von Rahab dazugemalt werden. Fertig ist das Kunstwerk.

Trompeten basteln
Hier können die Kinder aus Tonpapier eine eigene Trompete basteln und anmalen. Dazu muss man ein Blatt Papier einfach trichterförmig zusammenrollen, festkleben und anmalen. Schon ist die Trompete fertig. Eine andere Idee ist, echte Blasinstrumente (Trompeten, Posaunen) mitzubringen, in die die Kinder reinblasen dürfen. Schaffen sie es, einen Ton zu blasen oder sogar eine kleine Melodie?

Knackpunkt

Folgendes Material wird benötigt: Sand, Figuren (Playmobil, Lego, Holzfiguren o. Ä.), viele Holzklötze, um eine kleine Stadtmauer zu bauen (sie sollte so groß sein, dass es im Verhältnis zu den Figuren auch nach einer Stadtmauer aussieht)
Die Kinder setzen sich im Halbkreis um den Mitarbeiter, der vor sich eine Plane mit ausgebreitetem Sand liegen hat. Auf dem Sand werden später die Figuren als Volk Israel bewegt und die Mauer aufgebaut und wieder eingestürzt.
Der Mitarbeiter stellt einen kleinen Teil der Figuren in die Mitte der Sandfläche und baut eine Mauer um diese. Diskutiert mit den Kindern, warum so eine Stadtmauer sinnvoll ist und wie sie gebaut sein muss, um den größten Schutz zu geben.

Verkündigung
Die Figuren in der Stadt sind die Bewohner von Jericho. Die anderen Figuren werden außerhalb aufgestellt als Volk Israel. Einer davon wird als Josua vorgestellt! Und dann geht es auch schon mit der Geschichte los:

Teil 1: Angst in Jericho
(Während dem Erzählen kann man die Stadt weiter aufbauen und die ganzen Sicherheitsmaßnahmen darstellen.)
Die Menschen in Jericho haben richtig Angst vor den Israeliten. Jeder weiß, dass sie einen so mächtigen Gott haben, dass ihnen niemand etwas anhaben kann. Es hat sich herumgesprochen, dass diese Stadt den Israeliten gehören soll, aber noch haben sie es nicht geschafft. Vielleicht ist ihr Gott ja doch nicht so stark. Sie haben schließlich eine megastarke Mauer. Die bekommt niemand so einfach kaputt! Ach, der Gott der Israeliten schafft doch so etwas nicht. Die Leute in Jericho machen sich gegenseitig Mut! Doch Sicherheit geht vor: Alle Bewohner von Jericho verbarrikadieren sich in der Stadt. Alle Tore werden gesichert. Die Wächter auf der Stadtmauer halten Ausschau und beobachten ganz genau die Umgebung.

Teil 2: Gott redet zu Josua
(Während dem Erzählen kann man die Menschen schon einmal für die Umrundung der Stadt bereitstellen.)
Das ist mal eine Ansage! Josua und die Israeliten sehen, wie Jericho, eine so starke und tolle Stadt, sehr gute Sicherheitsmaßnahmen vornimmt. Wie soll man denn so eine Stadt überhaupt angreifen? Da spricht Gott zu Josua: „Die ganze Stadt wird euch gehören. Ich werde sie euch geben. Josua, suche alle kräftigen Männer der Israeliten und lauft sechs Tage lang um die Stadt. Nehmt auch die Bundeslade mit, denn darin sind die Gebote, die ich euch gegeben habe, weil ich euch liebe. Und lasst die Priester vor ihr hergehen. Am siebten Tag lauft dann siebenmal um die Stadt. Dann sollen die Priester Musik mit den Hörnern machen. Mir zur Ehre. Wenn dann ein ganz langer Ton von den Hörnern der Priester geblasen wird, dann schreit so laut ihr könnt und macht richtig Lärm!“
Hier brauchen die Israeliten natürlich dringend eure Hilfe! (Schau die Kinder an und erkläre ihnen, dass sie nachher so richtig mitschreien sollen. Am besten übt es einfach mal kurz!)
„Wenn ihr dann so richtig laut wart, dann kracht die Mauer ein und ihr könnt Jericho erobern!“
Josua lässt alle starken Männer kommen und sie stellen sich genau so auf, wie Gott es gesagt hat. Auch die anderen Leute stellen sich dahinter auf.

Teil 3: Das ist aber komisch!
(Während dem Erzählen können die Menschen um die Stadtmauer herum bewegt werden.)
Wie sich Josua gefühlt hat? Oder was er gedacht hat? Vielleicht so etwa: „Gott ist schon merkwürdig. Da sollen wir eine Stadt erobern, und normalerweise kämpft man dann gegen die Stadt. Wir sollen drum herumlaufen. Haha. Die Leute in Jericho denken bestimmt, wir seien doof. Und warum macht Gott das so kompliziert? Ob das überhaupt klappt? Andererseits ist Gott echt krass und hat schon viele Wunder getan, und das oft schon anders, als ich es erwartet habe. Ich bin so gespannt, wie Gott das macht. Die Mauern sollen einfach so fallen. Manchmal wünsche ich mir das auch, wenn ich mich um die vielen Probleme bei den Leuten hier kümmern muss. Stellt euch vor, die streiten sich und ich soll helfen und Gott sagt dann: Josua, laufe dreimal um die Streitenden herum, und schon ist der Streit gelöst. Das wäre doch cool. Oder wenn man eine Klassenarbeit hat, dann läuft man sechsmal um den Tisch, und sie ist von Gott fertig geschrieben! Na ja, oft macht Gott Dinge eben anders. Ich bin so gespannt, was er hier wohl machen wird!“

Teil 4: Volle Kanne LÄRM!
Alle sind nun voll gespannt, was wohl passiert. Josua ermahnt alle: „Seid ganz, ganz, ganz, ganz leise, bis ich euch dann sage, dass ihr laut sein sollt. Und dann schreit so absolut richtig laut!“ Alle schleichen leise weiter, und schleichen einen Tag und schleichen noch einen Tag und schleichen schon sechs Tage bis … am siebten Tag, bis die Sonne gerade fast schon untergeht. Da ruft Josua: „Jetzt! Schreit!“ (Die Kinder sollen nun laut mitschreien! Wenn es richtig laut ist, lasse die Stadtmauer einstürzen – bis auf einen kleinen Teil von Rahab und ihrer Familie.) Die ganze Mauer bricht zusammen. Ohne das Mithelfen der Leute, Gott lässt sie einfach einkrachen. Er kann Menschen manches Mal ganz anders helfen, als sie denken! Die Leute vergessen fast zu schreien, so starren sie auf das, was gerade passiert! Auf einmal liegen vor ihnen riesige Mauerbrocken und alles staubt! Da redet Gott nochmals zu Josua: „Nehmt nichts von den Leuten aus Jericho für euch persönlich. Sie haben schlimme Dinge getan und dafür habe ich sie bestraft. Alles was sie an wertvollem Gold und Schmuck besitzen, bringt in mein Zelt.“ Nur Rahab und ihre Familie überleben, denn sie hat Gott vertraut und die Männer damals gerettet. Die Bewohner wollten die beiden Kundschafter aus Israel damals töten, aber Rahab versteckte sie. Die Stadt begann zu brennen und nur das Silber und Gold, das in Gottes Zelt gebracht wurde, blieb übrig. Weil die Menschen in Jericho so grausam waren, erklärt Josua allen, dass diese Stadt nie wieder aufgebaut werden soll. Doch Rahab und ihre Familie dürfen bleiben und in Israel leben. Gott hatte den Israeliten geholfen. Er hat die Mauern einstürzen lassen und Rahab und ihre Familie beschützt. Auch wenn es ganz anders war, als Josua sich das vielleicht gedacht hatte!

Doppelpunkt

Als Material benötigt man Edding, Holzklötze, Tennisball und Kreppklebeband.
Jedes Kind bekommt einen Holzklotz und darf eine Sache daraufschreiben, wo Gott helfen soll. Das kann etwas ganz Persönliches sein oder eine Bitte, dass Gott einem anderen helfen soll.
Austausch: Jeder, der möchte, kann nun erzählen, was und warum er sich das von Gott wünscht und wie er denkt, dass Gott antworten und helfen könnte.
Wir bauen alle diese Steine zu einer Mauer auf.
Jetzt können auch noch weitere Steine mit den Anliegen der Kinder beschriftet werden. Die Mauer darf hoch sein, denn manchmal sind unsere Probleme auch groß.
Wir wickeln ein Stück Kreppklebeband um den Tennisball und schreiben darauf: „Mein Gott kann das – ich vertraue ihm!“
Dann darf jeder einmal mit dem Ball die Mauer zum Einstürzen bringen. Beim Werfen rufen alle gemeinsam dazu den Satz: „Mein Gott kann das – ich vertraue ihm!“

Schlusspunkt

Jeder darf seinen Stein aus der Doppelpunktrunde nochmals in die Hand nehmen. Der Mitarbeitende betet dafür, dass Gott hilft und jeden erkennen lässt, wie Gott geholfen hat bzw. helfen wird. Dann kann jedes Kind den Stein mit nach Hause nehmen. Wenn Gott geholfen hat, kann es den Stein wieder mit zur Jungschar bringen und den anderen erzählen, wie Gott nun geholfen hat!
„Mein Gott kann das – ich vertraue ihm!“ Den ersten Teil kann ein Mitarbeiter rufen und die Kinder ihm dann den zweiten Teil als Antwort zuschreien.

Bausteine

Lieder

Aus: Einfach spitze
Nr. 20 Mauerbrechersong
Nr. 108 Bärenstark
Nr. 137 Absoluto guto

Dekoration

Im Raum können große Kartons als riesige Mauer aufgebaut werden, die dann später mit den Kindern eingerissen wird.

Wettkampfideen mit Bausteinen

Wer baut den höchsten Turm? (Mit Legos, Joghurtbechern, Tetrapacks, …) Wer schafft es, ein Kind so einzubauen, dass man es nicht mehr sehen kann?

Wer baut den stabilsten höchsten Turm? (eine Person muss später darauf stehen können!)

Wer schafft es, mit Holzbausteinen die beste Brücke zu bauen?

Wer kann am schnellsten einen gut gebauten Legoturm in alle Einzelteile zerlegen?

Wer schafft mit den meisten Streichhölzern einen Turm auf einem Flaschenhals?

Wie man mit Steinzeitmitteln in der Wildnis überlebt

Dieser Gruppenstundenentwurf führt die Jugendlichen zurück in die Steinzeit. Ein spannender Kampf ums Überleben mit einfachsten Mitteln beginnt. Die Teams suchen gemeinsam nach kreativen Lösungen für die gestellten Aufgaben. Wir haben das Spiel mit acht Jungs in zwei Teams gespielt und es ist sehr gut angekommen. Nur das Verkleiden hat bei uns nicht geklappt. Wir haben festgestellt, dass die einzelnen Spiele zügig hintereinander gespielt werden müssen, da sonst die Zeit knapp wird. Bedenken muss man je nach Jahreszeit, wann es im Wald dunkel wird. Dieses Geländespiel eignet sich auch für einen Nachmittag auf einem Pfingstlager und auf Freizeiten.

Das Spiel

Für dieses Geländespiel braucht ihr ein Waldstück (Wildnis) an einem kleinen Bach. Je dichter bewachsen das Gelände ist (Unterholz), desto mehr Spaß macht es, da es darum geht, zu nutzen, was an Naturmaterialien vorhanden ist. Letztlich war das Holz, das wir verbraucht haben schon trocken, bzw. wächst locker in einem Jahr nach, so dass wir der Natur auch keinen Schaden zugefügt haben. Ziel ist es, als Team im Neandertal zu überleben, also die meisten Punkte zu machen. Die Teilnehmenden werden vorab über das Thema des Geländespiels informiert. Jeder sollte ein Taschenmesser dabei haben und sich als Steinzeitmensch verkleiden. Im Kampf ums Überleben müssen fünf Aufgaben gelöst werden. Es treten mindestens zwei Mannschaften à drei bis fünf Teilnehmende gegeneinander an.

Folgende Aufgaben werden nach und nach angekündigt und die Regeln erklärt. Wenn alle Fragen geklärt sind, kann es losgehen.

1. Unterschlupf

Die Teams müssen sich einen Unterschlupf aus Naturmaterialien bauen (Äste, Laub …). Als Werkzeuge stehen ihnen ein Beil und ein Klappspaten und alles was sie selber mitgebracht haben zur Verfügung. Zeit: 10 Minuten

Wertung: Jede Gruppe kann max. 10 Punkte bekommen. Zur Wertung muss mindestens einer der Teilnehmenden in den Unterschlupf kriechen. Dann wird eine Gießkanne mit Wasser über dem Unterschlupf ausgeleert. Wie nass wird der Teilnehmende, der drin saß? (Dies wird natürlich vorab nicht verraten!)

2. Mammutfalle

Die Teams sollen eine kreative, möglichst große und tiefe Mammutfalle bauen und müssen diese dann überzeugend präsentieren. Als Werkzeuge stehen jedem Team ein Beil und ein Klappspaten zur Verfügung. Zeit: 10 Minuten

Wertung: Jeweils maximal drei Punkte für Kreativität, Größe, Tiefe, Funktion und Präsentation.

3. Brücke

Jedes Team muss eine stabile Brücke über den Bach bauen, die den schwersten Mitarbeitenden tragen kann. Als Werkzeuge stehen ein Beil und ein Klappspaten zur Verfügung. Zeit: 10 Minuten

Wertung: Jeweils maximal drei Punkte für Sicherheit, Komfort, Spannweite der Brücke. Für die Wertung läuft der schwerste Mitarbeiter über die Brücke und testet ihre Tragkraft und Sicherheit.

4. Schleuder

Jedes Team hat die Aufgabe, eine Steinschleuder zu bauen. Für diese Aufgabe bekommt jede Gruppe ein Beil, ihre Taschenmesser, zwei Einmachgummis und Schnur (1 Meter). Zeit: 15 Minuten

Wertung: Zur Wertung dürfen die Teams mit ihrer Steinschleuder aus drei Meter Entfernung auf Dosen schießen, die auf einem Ast aufgebaut werden.

Pro Person: 4 Schüsse / Pro Treffer: 2 Punkte / Pro Dose, die vom Ast geschossen wird: 3 Punkte

5. Staudamm

Jedes Team baut am Bach einen Staudamm. Entscheidend ist bei der Wertung die Stauhöhe. Zeit: 5 Minuten, um einen geeigneten Platz am Bach zu suchen. 15 Minuten zum Bau des Staudamms.

Wertung: An einer, von den Teilnehmenden (!) bestimmten Stelle wird vor dem Staubau und danach die Stauhöhe gemessen. Für die höchste Stauhöhe: 7 Punkte/ Für die beste Qualität: 3 Punkte/ Für das beste Aussehen: 3 Punkte

Ende des Spiels:

Alle Punkte aus allen Wertungen zusammenzählen und den Sieger bestimmen. Welches Team hat im Neandertal überlebt?

Hinweis: Bitte klärt im Vorfeld ab, ob ihr das Waldstück für das Geländespiel nutzen dürft und hinterlasst es wieder im ordentlichen Zustand (Löcher wieder zuschaufeln usw.).

Jugendgottesdienst über den Wandel, den Martin Luther bewirkt hat und den Wandel, den wir heute – in Kirche und Gesellschaft – bewirken können.

Idee
Mit Jugendlichen den Reformationstag feiern: Das ist die Grundidee dieses Gottesdienstes. Jugendliche setzten sich am Beispiel Martin Luthers mit dem Thema „Veränderungen“ auseinander und werden ermutigt, selbst aktiv zu werden. Der Impuls basiert auf Römer 12,2, ein Vers, in dem Paulus dazu auffordert, sich von Gott verändern zu lassen.

Ressourcen
Eine Band sollte im Vorfeld angefragt bzw. zusammengestellt werden. Für einzelne Stationen müssen ebenfalls im Vorfeld Personen angefragt werden. Für die Vorbereitung des Gottesdienstes ist ein großes Mitarbeiterteam von Vorteil, damit die Aufgaben verteilt werden können. Gut möglich ist auch die Vorbereitung mit einer Gruppe Jugendlicher, z.B. mit dem Jugendkreis. Den Impuls können zwei Jugendliche gemeinsam vorbereiten, evtl. mit Hilfe einer Person, die Erfahrung im Predigen hat. Die Moderation kann ebenfalls gut von zwei Jugendlichen vorbereitet werden.

Ablauf
1. Start, Begrüßung und Einstieg ins Thema

  • Musik
  • Begrüßung
  • Bild „Keep your coins, I want Change” zeigen: Hinführung zum Thema – wer Veränderung will, kann nicht nur dasitzen und warten, sondern muss selbst aktiv werden.

2. Stationen
Stationen, die Veränderung erlebbar machen. Die Herausforderung besteht für die Jugendlichen darin, sich etwas zu trauen und die Dinge anzupacken.

  • Umstyling: 3 Personen, die die Teilnehmenden umstylen z. B. Frisuren, Schminken, etc. Auch mit verschiedenen Accessoires (Hüte, Tücher, Brillen, Schnurrbärte aus Pappe etc.) können sich die Jugendlichen verändern. Mit einer Kamera werden Vorher-Nachher-Bilder gemacht.
  • Aus Müll wird Kunst: aus verschiedenen Gegenstände aus dem Müll werden Kunstwerke gebaut, z.B. Dosen, Flaschen, Folien, Kronkorken, Joghurtbecher, alte Zeitungen, etc. Heißkleber, Schnur, Scheren, Cutter-Messer und Farben helfen bei der Verwandlung.
  • Aus Alt mach Neu: Alte Möbel, z. B. Stühle, werden mit Farben neu gestaltet oder mit Papier beklebt und klar lackiert. Sie können danach im Jugendraum neue Dienste leisten! Die Möbel könntet ihr vorher bei Gemeindemitgliedern einsammeln oder mal im Sperrmüll schauen. Oft gibt es im Gemeindeblatt auch eine Rubrik „zu verschenken“.
  • Bibeltext in heutige Sprache übersetzen: Ein Bibeltext (z.B. ein Gleichnis) liegt in der „klassischen“ Lutherübersetzung aus. Wie würdet ihr ihn in eurer Alltagssprache formulieren? Aufschreiben und die Ergebnisse an eine Pinnwand heften, damit alle sie lesen können.
  • Altes Lied in neues umdichten: Ein alter Choral z.B. von Luther liegt aus. Die Jugendlichen können entweder den Text in einen neuen umdichten oder (wenn sie musikalisch begabt sind) eine neue Melodie dazu schreiben.
  • Kirche bauen: Eine große Kiste voller Duplo-Steine steht bereit. Die Jugendlichen können ihre „Traum-Kirche“ zusammenbauen.
  • Bilder verändern: Zwei Laptops mit Webcam und einfachem Bildbearbeitungsprogramm sowie ein Drucker stehen bereit. Die Jugendlichen machen Fotos von sich selbst und können diese dann direkt mit dem Programm bearbeiten/ verfremden/ die Farben tauschen. Am Drucker werden die Bilder dann direkt ausgedruckt und an einer Wäscheleine aufgehängt.

3. Impuls mit Gesprächsgrüppchen
Römer 12,2: „Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht, und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist.“ (GN)
Der folgende Text gibt eine Anregung für einen Impuls zum Thema: Veränderung: Wie kann das gehen? Luther hatte immer sein ganzes Leben lang Angst vor Gott gehabt. Angst davor, dass Gott ihn bestraft, wenn er einen Fehler macht. Dass Gott so viel von ihm fordert, dass er es ihm gar nicht recht machen kann. Er war immer auf der Suche und wollte, dass sich etwas ändert. Er dachte: „Wenn ich möglichst viel für Gott tue, wird er irgendwann gnädig zu mir sein.“ Luther wurde Mönch, um Gott zu gefallen. Er studierte Theologie, wurde Professor, weil er endlich eine Veränderung in seinem Glauben spüren wollte. Aber soviel er auch tat, es änderte sich nichts. Die Angst blieb. Darüber verzweifelte Luther fast. Bis Gott die Sache in die Hand nahm. Er veränderte Martin Luther! Luther las im Römerbrief, dass Gott ein gerechter Gott ist. Zum ersten Mal verstand er diese Worte und er merkte: Gott ist gerecht UND GNÄDIG. Er liebt mich! Er will das Beste für mich.
Diese Veränderung in seinem Denken war Auslöser für viele weitere Veränderungen in seinem Glauben, in seinem Leben und letztlich in der ganzen Kirche. Viele Zustände in der Kirche haben ihn geärgert, aufgeregt, fand er untragbar. Er ist nicht beim „Motzen“ geblieben, sondern ist mutig nach vorne gegangen und hat die Veränderung selbst angepackt, indem er die 95 Thesen veröffentlichte (und damit eine Diskussion anstoßen wollte). Er hatte am Anfang gar nicht die große Vision einer evangelischen Kirche im Kopf, sondern hat einfach den aus seiner Sicht logischen nächsten Schritt gemacht. Daraus entwickelte sich dann – Schritt für Schritt – DIE große Veränderung in der Kirche.
Gott verändert uns – deshalb können auch wir Veränderungen angehen. Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen: Wo habt ihr das Gefühl, dass sich heute in der Kirche etwas ändern sollte? Was würdet ihr gerne ändern? Was wäre ein erster Schritt dafür?
Kommunikative Phase: In kleinen Grüppchen tauschen sich die Jugendlichen über die gestellten Fragen aus (ca. 5-10 min).
Zusammenfassung: Mut machen…

  • … für Veränderung zu beten
  • … die Veränderungen anzupacken
  • … Gespräche anzuregen, kleine Schritte zu gehen.

Rückbezug zu Bild: Jetzt auch aufstehen und etwas anpacken. Oder: Auf Leute zugehen und mit ihnen gemeinsam etwas ändern.
4. Liedblock
Passende Lieder sind z. B. „Herr, ich komme zu dir“, „Lobe den Herrn, meine Seele“, „New Day“, „Gott verwandelt leise“, „Beautiful Things“ (alle Lieder sind zu finden in: DAS LIEDERBUCH).
5. Gebetsaktion
Jeder bekommt einen Zettel und einen Stift und schreibt sein Gebet auf. Dann geht das Licht in der Kirche aus. Vorne am Altar wird ein Kreuz aus Knicklichtern oder Teelichtern aufgestellt, das nun in der dunklen Kirche leuchtet. Die Teilnehmenden bringen ihre Gebete zum Altar und nehmen ein Knicklicht oder Teelicht mit, das ihnen nun den Weg durch die Kirche leuchtet. Das Licht ist ein Zeichen für die Veränderung, die Jesus bewirkt. Sichtbar wird dies, indem die Kirche nun nach und nach hell und bunt wird.
6. Segen und Abschluss
Der Herr segne dich und behüte dich – in deinem Alltag.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig – dort, wo du dich nach Veränderungen sehnst.
Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden – in Situationen, in denen du Veränderungen bewirken kannst. Amen.
Hinweis: Teile dieses Jugendgottesdienstes wurden bei der ChurchNight der Tree Jugendgemeinde in Leonberg erdacht und erprobt und von Katharina Eichler dokumentiert.

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