Wie klingt‘s? Ein Klangmobile herstellen

Zuerst Material sammeln bzw. besorgen

Natur, Küchen oder Keller stellen so manches anscheinend wertlose Material zur Verfügung, das wir für unser Klangmobile nutzen können. Beim Sammeln solltet ihr darauf achten, dass die Gegenstände klingen, wenn sie miteinander in Berührung kommen. Also, Augen auf beim Gang durch Haus, Wald und Flur!

Mögliches Material: Kronkorken, Deckel von Marmeladen- oder Babybreigläsern, Flaschendeckel, Büroklammern, Wäscheklammern, Schrauben, Nägel, Unterlegscheiben, Kastanien, Walnussschalen, Mitbringsel aus dem Urlaub wie Steine, Stöcke, Muscheln … – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Dieses Material könnt ihr selbst sammeln oder die Kinder rechtzeitig dazu auffordern.

An diesem Stock oder Rundholz, der als Querstrebe dient, werden Schnüre mit den Materialien angebunden – und schon habt ihr ein klingendes Mobile für Garten, Balkon oder Terrasse.

So geht’s:

Zunächst suchen sich alle Kinder 20-30 klingende Materialien zusammen. Diese Materialien müssen dann so vorbereitet werden, dass sie an die Paketschnur gebunden werden können.

Zum Beispiel hämmert ihr mit Hilfe eines Nagels ein Loch in einen Deckel (denkt dabei an eine Werkunterlage!). Muscheln brechen sehr leicht. Um das zu vermeiden, werft ihr Muscheln direkt vor dem Bohren kurz in kochendes Wasser. Für Kastanien und Walnussschalen benutzt ihr am besten einen Handbohrer.

Sind alle Materialien vorbereitet, schneidet ihr Paketschnur oder Bast ab. An einen 20 cm langen Ast passen 4-5 Schnüre nebeneinander. Die Länge hängt davon ab, wie viele Materialien ihr untereinander hängen wollt.

Dann fädelt ihr die Schnur oder den Bast durch die Materialien, bzw. bindet die Materialien untereinander an der Schnur fest. Denkt daran, dass ihr an einem Ende genug Schnur übrighabt, um sie am Stock festzubinden.

Jetzt bindet ihr die Schnüre mit den Materialien im Abstand von 4-5 cm an dem Stock fest.

Zum Schluss knotet ihr noch ein Stück Bast oder Schnur an den beiden Enden des Stockes fest, damit ihr das Klangmobile auch aufhängen könnt.

Weht der Wind durch euer Mobile, ergibt das Aneinanderstoßen der verschiedenen Gegenstände unterschiedlichste Geräusche.

Kinder sind kreativ und erfinderisch – aber nur, wenn wir ihnen Freiräume bieten, in denen sie eigene Ideen entwickeln können. Beim Erfinden und Bauen von einfachen Fahrzeugen können Mädchen und Jungen zu kleinen Erfindern werden: Zunächst benötigt man eine große Auswahl an Materialien, die sich zum Bauen von Fahrzeugen eignen. Zum Beispiel kleine Pappschachteln, Kartonstücke verschiedener Größe, ausgespülte Tetra-Paks und Joghurtbecher, Streichholzschachteln, runde Bierdeckel, Schaschlikspieße, Knet, Trinkhalme, Korken, Flaschendeckel aus Plastik, kleine Perlen mit Loch (Durchmesser des Loches etwa wie die der Schaschlikspieße), Marmeladenglasdeckel, Zahnstocher, Blumendraht, Gummiringe usw. Ein Teil dieser Materialien kann auch über längere Zeit von den Kindern gesammelt werden.

Weitere Hilfsmittel für die „Baustunde“: Flüssigkleber, evtl. Heißkleber, Scheren, Kombizangen, Klebeband, Lineale, kleine Handbohrer, kleine Sägen oder Teppichmesser (Vorsicht!) für die Korken, verschiedene Malfarben (am besten Abtönfarben), Pinsel, Farbbehälter, Wasserbehälter, Zeitungspapier als Malunterlagen und evtl. „Malklamotten“.

So geht‘s

Zunächst gibt man den Kindern das Hauptziel vor: Baut mit dem vorhandenen Material ein kleines Fahrzeug, das fahren bzw. rollen kann! Es soll so leicht und so weit wie möglich rollen, wenn es angestoßen wird. Außerdem soll es „attraktiv“ sein, also so gut wie möglich aussehen.

Als Hilfe kann man gemeinsam mit den Kindern besprechen, dass ein Fahrzeug nur dann rollt, wenn …

  1.  … die Achsen fest bzw. unbeweglich sind und die Räder sich drehen, oder
  2.  … die Räder fest bzw. unbeweglich sind und die Achsen sich drehen.

Danach erfinden die Kinder ihr eigenes Fahrzeug. Außer mit Achsen und Rädern können die Autos mit Türen, Fenstern, Lichtern oder Sitzen usw. versehen werden. Schließlich macht es auch Spaß, das Fahrzeug mit verschiedenen Farben zu bemalen. In diesem Fall muss man eine längere Trockenzeit einplanen. Die fertigen Fahrzeuge werden vorgestellt und können in einem kleinen „Rollwettbewerb“ und in einem „Schönheits-wettbewerb“ (die Mehrheit entscheidet) gegeneinander antreten. Je nach Gruppenzusammensetzung ergibt es manchmal Sinn, auf diesen Konkurrenzkampf zu verzichten.

Im Folgenden wird beispielhaft eine kurze Bauanleitung für ein einfaches Räderfahrzeug (ohne zusätzliche Gestaltung von Türen o. Ä.) aufgeführt. So hat man als Mitarbeitender eine Vorstellung, wie ein Fahrzeug gebaut werden könnte und ist vielleicht besser in der Lage, den Kindern Tipps zu geben. Bei jüngeren Kindern wäre es auch möglich, statt einer freien Bauphase diese Anleitung vorzugeben.

Bauanleitung Bierdeckelfahrzeug

  1. Zwei Trinkhalme werden mit Klebeband an der Unterseite der Schachtel befestigt. Achtung: Der Abstand der Halme muss so groß sein, dass sich die Räder, die später an den Seiten angebracht werden, nicht berühren. Eventuell die Trinkhalme kürzen, damit sie nicht überstehen.
  2. Je einen Schaschlikspieß als „Achse“ durch die Trinkhalme schieben.
  3. Die beiden Spieße mit Hilfe einer Zange so zuschneiden, dass sie auf der rechten und linken Seite jeweils etwa 2 cm überstehen.
  4. Je eine kleine Holzperle über die vier Enden der Spieße bis zum Trinkhalm schieben. So wird verhindert, dass die Achse hin und her rutscht. Ist das Loch der Perlen zu klein, evtl. mit einem Handbohrer so vergrößern, dass sich die Perle gerade so über den Schaschlikspieß schieben lässt.
  5. Mit einem Handbohrer jeweils in der Mitte der Bierdeckel (die mit Hilfe eines Lineals ermittelt wurden) ein kleines Loch bohren.
  6. Die Bierdeckel auf die Enden der Schaschlikspieße stecken und bis zur Holzperle schieben.
  7. Nun wieder je eine Holzperle über die Spießenden schieben, so dass die „Räder“ zwischen den beiden Holzperlen fixiert werden.
  8. Das Fahrzeug nach Belieben bemalen.

Alternativ können die Räder auch mit Gummiringen statt mit Holzperlen fixiert werden.

Für dieses einfache, aber sehr schöne Mobile werden Kastanien, Nüsse, schöne bunte Blätter, kleine Zweige, Moos, leere Schneckenhäuser usw. gesammelt. Aufgehängt wird alles mit einfacher Paketschnur, zum Beispiel an einem Haselnusszweig mit ca. 1 cm Durchmesser und 30 cm Länge (bei nicht zu „schwerer“ Beladung reichen auch Schaschlikspieße). Mit einem Handbohrer (3 mm Stärke oder dicker) die Kastanien/ Nüsse/ Eicheln durchbohren, um sie später aufzufädeln. Diese Tätigkeit muss vorab von einem Mitarbeitenden erledigt werden. Kleine Zweige werden auf eine Länge von 5-8 cm zugeschnitten und mit Bast oder Paketschnur zu Bündeln zusammengebunden. Bunte Blätter ebenfalls bündeln oder einzeln mit kleinen Löchern versehen. Wenn alle Vorarbeiten erledigt sind, ein ca. 50 cm langes Stück der Paketschnur abschneiden und eine Kastanie auffädeln und „umknoten“. Alternativ dazu vor der Kastanie und jedem weiteren Gegenstand einen Knoten machen. Jetzt mit einigem Abstand von der Kastanie weitere Gegenstände entweder festknoten oder mit Heißkleber fixieren, am besten von einem Mitarbeitenden fixieren lassen. Ist die Schnur fertig bestückt, wird sie an einem Ende des Haselnusszweigs befestigt. Mit einem zweiten Stück Paketschnur genauso verfahren und am anderen Ende des Zweiges festknoten. Dann noch ein Stück Schnur zum Aufhängen des Mobiles an beide Enden des Haselnusszweigs knoten – fertig.

Wird ein längerer Ast als Grundlage verwendet, können mehrere Etagen und Zwischenetagen eingebaut werden. Hier darauf achten, dass die Zwischenetagen ausbalanciert werden müssen. Dazu am besten die geeignete Stelle am Zweig etwas einkerben, um ein Verrutschen der herunterhängenden Schnur zu vermeiden. Werden Schaschlikspieße verwendet, können die spitzen Enden mit einer Holzkugel schön verziert werden.

Fahrzeugmobile

Einfache Fahrzeugformen – Autos, Lastwagen, Eisenbahnen oder Flugzeuge – auf ein Sperrholzbrett (ca. 4 mm Stärke) aufzeichnen und mit einer Laubsäge aussägen. Die einzelnen Fahrzeuge sollten eine Größe von ca. 10×6 cm haben. Anschließend mit Schmirgelpapier die Kanten säubern und nach Belieben mit Acrylfarben oder Wasserfarben anmalen. Nach dem Trocknen versuchen, den Schwerpunkt der Fahrzeuge herauszufinden und mit Hilfe einer Bohrmaschine oder eines Handbohrers ein kleines Loch an der Stelle bohren. Je nach Fahrzeuganzahl gibt es ein Fahrzeug je Schnur oder auch zwei übereinander geknotet. Die Schnur wird dann an dem dem Fahrzeug gegenüberliegenden Ende an einen Ast/ Stock geknotet. Abhängig von der Anzahl der Etagen der Fahrzeuge und deren Menge muss der Ast länger oder kürzer ausfallen.

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