Detektive auf den Spuren von Herrn J.

In den Detektivbüros in Bethlehem, Jerusalem und Kapernaum geht es rund! Junge Detektive von 8 bis 12 Jahren untersuchen in 15 spannenden Fällen rund um Jesus Tatorte, Schriftstücke, befragen Zeugen und begeben sich vielfältig auf Spurensuche.
Es ist wichtig, dass die Detektive dabei alle ihre Sinne nutzen und im Team zusammenarbeiten. Jedes Kind ist mit seinen Begabungen wichtig. Auf diese Weise tauchen sie gemeinsam interaktiv in Geschichten und Berichte des Neuen Testaments ein. Den Kindern werden so Zusammenhänge nicht nur theoretisch klar – da sie die Aussagen selbst erarbeiten, können sie sich leichter merken, was sie über Jesus erfahren. Auch die Spiel-, Bastel- und Backideen helfen, dass Gedanken und Erlebtes nicht vergessen werden.

Die 15 praxiserprobten Fälle eignen sich für Jungschar, Kinderbibeltage, Freizeiten, Projekttage, Schul-AGs u. v. m.
Sie können fortlaufend oder einzeln gelöst werden.
Ein Fall dauert ca. 90 Minuten.
Je nach Auswahl der Spiel-, Bastel- und Backideen kann die Zeit verlängert oder gekürzt werden.
Es ist kein Vorwissen der Detektive nötig. Kinder mit und ohne christliche Prägung können die Fälle lösen.
Die Umsetzung ist bereits mit 1-2 Mitarbeitenden möglich.
Es stehen PDF-Vorlagen zum Download zur Verfügung, die an die eigenen Örtlichkeiten angepasst werden können.
Die Einleitung gibt viele praktische Tipps zur Umsetzung sowie Hinweise für christliche Kindergruppen an der Schule.

Heilung eines langjährigen Kranken am Teich Bethesda (Fall 9)

Schwerpunkte

  • Jesus sind wir nicht egal – er sieht jeden einzelnen Menschen
  • Jesus wartet mit seiner Hilfe auf das Einverständnis des Kranken
  • Jesus ist der Sohn Gottes

Besonderheiten

  • Auf einem Beweisstück müssen Fingerabdrücke gesichert werden. Es ist hilfreich, wenn jede Gruppe einen Begleiter / eine Begleiterin hat, der/die den Grafitstaub beaufsichtigt und beim Finden und Sichern der Fingerabdrücke hilft. Bei nur einem Mitarbeiter / einer Mitarbeiterin müssen die Gruppen den Gegenstand zum Mitarbeiter / zur Mitarbeiterin bringen, da der Staub sehr dreckig macht.
  • Es sollten mehrere Räume oder Orte zur Verfügung stehen.

Situation

Anlässlich eines Festes geht Jesus nach Jerusalem. Direkt beim Schafstor befinden sich die zwei Teiche und die fünf Hallen von Bethesda, dem „Haus der Barmherzigkeit“. Die Kranken in den Hallen warten darauf, dass das Wasser von einem Engel bewegt wird. Wer dann zuerst ins Wasser steigt, wird geheilt. Jesus geht zu diesem Ort, an dem sicher viele verzweifelte Kranke sind. In der großen Menschenmenge fällt ihm ein kranker Mensch besonders auf. Jesus spricht ihn an und fragt: „Willst du gesund werden?“ Jesus zwingt ihm seine Hilfe nicht auf und in der Antwort des kranken Menschen wird seine Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht deutlich. Niemand hilft ihm ins Wasser, wenn es sich bewegt. Daraufhin fordert Jesus ihn auf: „Steh auf, nimm deine Matte und geh!“ Sofort gehorcht der Mann und siehe da, er kann gehen und seine Matte mitnehmen.

Nach 2. Mose 20,10 ist es verboten, am Sabbat zu arbeiten. Als der ehemals Kranke mit seiner Matte losläuft, wird er sofort verwarnt, dass er die Matte am Sabbat nicht tragen darf. Der Mann antwortet, dass er nur tut, was derjenige, der ihn geheilt hat, gesagt hat. Da er wohl lange in der Halle gelegen hatte, kannte er Jesus anscheinend nicht. Beide, Jesus und der Kranke, gehen getrennt voneinander zum Tempel. Dort spricht ihn Jesus noch einmal an und mahnt ihn, nicht mehr zu sündigen, damit nichts Schlimmeres passiert. Die Schuld, die zur ersten Krankheit geführt hat, wird nicht genannt, sondern nur, dass die Krankheit durch eine Verfehlung entstanden ist. Auch wir kennen Krankheiten, die offensichtlich z. B. durch Drogenmissbrauch, Leichtsinn oder anderes Fehlverhalten entstanden sind. (Dass Jesus nicht prinzipiell bei Krankheit von einer Sünde ausgeht, wird in Johannes 9,3 deutlich.) Der Geheilte läuft schnell zu den vorherigen Anklägern und sagt ihnen, wer ihn geheilt hat. Jesu Antwort auf ihre Vorwürfe macht die Kläger erst recht wütend. Er sagt zu ihnen: „Mein Vater ist ständig am Werk und deshalb bin ich es auch.“ Mit dieser Aussage stellt Jesus sich in zweifacher Hinsicht mit Gott gleich. Er nennt Gott seinen Vater und er sagt, dass er wie dieser arbeitet.

C.S. Lewis schreibt dazu: Entweder ist Jesus „ein Irrer … oder der Satan in Person. Wir müssen uns entscheiden. Entweder war dieser Mensch Gottes Sohn oder er war ein Narr oder Schlimmeres.“ (Lewis, C. S.: Christentum schlechthin, Köln 1956, S. 78) Dies begreifen auch die jüdischen Oberen. Sie werfen Jesus vor, dass er nicht nur das Sabbatgebot bricht, sondern sich auch mit Gott gleichstellt (Joh 5,18). Das Brechen der Gebote und Gotteslästerung sind beides Gründe für ein Todesurteil.

Erlebniswelt der Kinder

Nicht nur für Kinder ist es schwer, sich vorzustellen, was es bedeutet, 38 Jahre lang krank zu sein. Aber die Erinnerung an eigene Krankheit und Langweile kennen bestimmt alle. Ebenso können sie sich vorstellen, wie es ist, immer zweiter oder dritter zu sein bzw. nie zu gewinnen oder immer zu spät zu kommen.

Ähnlich wie bei der Heilung des Gichtbrüchigen wird hier der Zusammenhang zwischen Krankheit und Schuld gesehen. Dieses Thema wird aber im Fall 4 behandelt. Der Konflikt zwischen Jesus und den Juden um das Sabbatgebot wird Kinder im Detail wenig interessieren. Sie kennen es aber, dass sie von anderen für ihr Verhalten kritisiert werden. Es soll klar werden, dass es jetzt Menschen gibt, die etwas gegen Jesus haben. Es ist aber auch für die Kinder klar, dass sich nicht jeder mit Gott gleichstellen kann (siehe Fall 4).

Einstieg

Spiele zum Thema „Leben mit Behinderung“

Anziehen

Menschen mit Behinderung können sich oft nicht selbst anziehen. Zwei Kinder bilden eine Gruppe. Ein Kind zieht die Schuhe aus und legt seine Jacke daneben, ebenso Mütze und Schal. Nun geht es darum, wer seinen Partner am schnellsten anziehen kann. Es kann die Zeit gestoppt werden.
Alternative: Zieht euch selbst an, benutzt dabei aber nur eine Hand.

Ohne Hände

Material: Papier, Stifte

Zeichnet ein Bild mit dem Stift im Mund. Das schönste Bild kann prämiert werden.

Ohne Beine

siehe Einführungsspiele bei Fall 4

Fingerabdrücke abnehmen und lesen

siehe Detektivspiele im Anhang

Spiele zum Thema „zu spät“

Heute geht es um jemanden, der immer zu spät ist!

Faules Ei

Material: Packung Taschentücher

Alle Kinder stehen im Kreis mit dem Gesicht nach innen. Ein Kind läuft mit einer Packung Taschentücher an den Rücken der Kinder vorbei. Bei einem lässt er die Packung fallen und rennt los. Er versucht so schnell um den Kreis zu rennen, dass er das Kind abschlagen kann, bevor es merkt, dass hinter ihm die Taschentücher sind. In diesem Fall muss das Kind als „Faules Ei“ in die Mitte. Merkt aber das Kind, dass hinter ihm die Taschentücher liegen, rennt es so schnell es kann, um den Werfer abzuschlagen. Erreicht es den Werfer, so muss dieser als „Faules Ei“ in die Mitte. Kann keiner abgeschlagen werden, so ist das Kind, hinter dem die Packung Taschentücher lag, der neue Werfer. Das Kind in der Mitte darf erst raus, wenn ein anderes Kind „Faules Ei“ ist.

Obstkorb fällt um

Material: jedes Kind erhält ein Kärtchen mit einem Obstnamen, wobei es jeden Obstnamen zweimal gibt

Die Kinder sitzen auf Stühlen im Kreis. Jedes Kind hat ein Kärtchen mit einem Obstnamen gezogen. Ein Kind steht in der Mitte und ruft zum Beispiel „Apfel“. Nun wechseln die beiden Kinder, die die Kärtchen mit „Apfel“ gezogen haben, den Platz. Während sie den Platz wechseln, versucht das Kind in der Mitte auch einen Platz zu bekommen. Schafft es das, bekommt es das Obstkärtchen und muss nun reagieren, wenn dieser Obstnamen aufgerufen wird; sonst muss er so lange Obstnamen rufen, bis er einen Platz ergattert hat. Es kann auch „Der Obstkorb fällt um“ rufen, dann müssen alle die Plätze wechseln. Das Kind, das seinen Platz verloren hat, ist nun der nächste Ausrufer.
Hinweis: Es eignen sich alle Spiele, bei denen man schnell reagieren muss, da es dabei immer einen gibt, der zu langsam ist.

Aktion

Hinweis: Es wird im Bibeltext weder ein Name genannt noch was der Kranke für eine Krankheit hat. Es wird nur festgestellt, dass er immer zu spät war. Daraus könnte man zumindest auf eine Gehbehinderung schließen. Für den Detektivfall gehen wir davon aus, dass er einen Stock als Gehhilfe hatte, den er aber nach der Heilung nicht mehr brauchte.

Material allgemein

  • Stempelkissen
  • alte Zeitungen oder Unterlage
  • Grafit oder Ruß zum Sichtbarmachen der Fingerabdrücke
  • Tesafilm
  • Schild: „Bethesda – Haus der Barmherzigkeit“
  • Notizzettel des Pharisäers
  • Schild „Tempel“

Material pro Gruppe

  • Stock oder Krücke mit mehreren (für den Fall, dass einer verwischt wird …) (Öl-)Fingerabdrücken des Verdächtigen
  • Einmalhandschuhe
  • Detektivhinweise
  • Stift
  • „Karte von Jerusalem“ bzw. Lageplan vom Außengelände aus der Vogelperspektive. Auf diesem Plan sind verschiedene Teile des Geländes mit folgenden Namen versehen: Tempel, Teich Bethesda, Haus des Hohepriesters
  • Belohnung/Schatz für Detektive
  • Liste der Verdächtigen (Auf dieser Liste hat der Verdächtige an dritter Stelle einen Fingerabdruck gemacht – passend zur Zeugenaussage! Zwei weitere Personen haben Abdrücke bei Verdächtiger 1 und 2 gemacht. Diese Liste muss vorbereitet werden.)
  • Aussagen von Verdächtigen

TIPP: Bei jüngeren Kindern den Fingerabdruck mit Stempelfarbe anbringen und schon mit Tesafilm sichern.

Liste der Verdächtigen

Nr.NameFingerabdruck
1Verdächtiger 
2Verdächtiger 
3Verdächtiger 

Einzelne Aussagen von Verdächtigen

1. Mir gehört der Krückstock nicht! Ich habe noch nie einen besessen!

2. Mir gehört der Krückstock nicht! So was braucht mein Opa, aber ich nicht.

3. Entschuldigung, das ist mein Krückstock. Ich war so froh, dass ich wieder laufen kann, dass ich ihn glatt vergessen habe. Sie müssen sich vorstellen, ich lag 38 Jahre lang am Teich Bethesda. Ich hatte den Eindruck, dass alle mich vergessen haben. Niemand kümmerte sich um mich. Dann kam ein Mann und fragte mich, ob ich gesund werden will. Natürlich wollte ich! Da sagte er einfach, ich solle aufstehen, meine Matte nehmen und gehen. Ich war so verblüfft, dass ich ihm einfach gehorchte. Ich stand also auf, nahm meine Schlafmatte und ging weg. Dann bekam ich auch noch Ärger, weil es ja Sabbat war und man da ja nichts tragen darf. Trotzdem würde ich mich gern bei diesem Mann bedanken. Wenn ich nur wüsste, wer es war.

Vorbereitung

  • Schild „Bethesda – Haus der Barmherzigkeit“ in einem Nebenraum an der Wand befestigen.
  • Beweismittel Stock präparieren (s. o.) und in diesem Raum verstecken.
  • Schild „Tempel“ in einem weiteren Raum oder einer Ecke des Gebäudes anbringen. Den Notizzettel des Pharisäers und den Detektivauftrag 2 dort verstecken.
  • Lageplan (s. o.) anfertigen

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Jerusalem

Chefdetektiv

„Ihr seid mit eurer Ausbildung schon etwas weitergekommen. Nun dürft ihr beweisen, was ihr gelernt habt. Im Nebenzimmer liegt ein großer Gegenstand, der störend herumlag.“

Detektivauftrag 1: Findet heraus!
  • Wo wurde der Gegenstand gefunden?
  • Was für ein Gegenstand ist es?
  • Wem gehört der Gegenstand?
  • Warum wurde er zurückgelassen?

„Ihr findet ein Schild, das sagt, wo der Gegenstand gefunden wurde. Es wurde auch Anklage erhoben.“

Detektivauftrag 2: Findet heraus!
  • Wann wurde der Gegenstand wahrscheinlich liegengelassen?
  • Was für Anklagen liegen vor?
  • Sind die Beschuldigungen gerechtfertigt? „Achtung! Wenn ihr den Gegenstand gefunden habt, fasst ihn nicht sofort an!“
  • Zuerst Fingerabdrücke sichern.
  • Ergebnis mit einer Liste der Verdächtigen vergleichen.
  • Die mögliche Nummer des Verdächtigen dem Chefdetektiv nennen. Dann bekommt ihr die Aussage, die zu dem Namen gehört, denn es wurden diese Verdächtigen befragt.
  • Klärt die Fragen zu der Aussage, dann bekommt ihr den Hinweis, wo es weitere Informationen gibt.
  • Mit Hilfe dieser Informationen findet ihr dann die Belohnung / den Schatz für eure Mühen.
Detektivhinweise 1
  1. Wo wurde der Gegenstand gefunden?

Haus 

2. Welcher Gegenstand wurde gefunden?

 (Hinweis: ü = ue)

3. Untersuchung des Gegenstandes

  • Zieht als erstes Handschuhe an, damit ihr eventuelle Fingerabdrücke nicht verwischt.
  • Hebt den Gegenstand vorsichtig auf eine Zeitung, damit das Pulver, um die Fingerabdrücke sichtbar zu machen, nicht verstreut wird.
  • Wenn ihr Fingerabdrücke gefunden habt, dann bestreut sie vorsichtig mit Pulver und klebt anschließend einen Tesafilm darüber.
  • Vergleicht den Fingerabdruck mit der Liste der Verdächtigen. Wem könnte der Gegenstand gehören?

Verdächtigen 1 ( S )
Verdächtigen 2 ( N )
Verdächtigen 3 ( M )

4. Findet heraus: Warum liegt der Gegenstand herum? Geht zum Chefdetektiv und lasst euch die Aussagen von dem Verdächtigen geben, dem der Gegenstand gehört haben könnte. Lest die Aussage und sucht in der Tabelle zwei Worte. Tragt die beiden Worte bei der richtigen Antwort ein, warum der Gegenstand liegengeblieben ist.

Der Gegenstand liegt herum, weil der Verdächtige …

a. ihn vergessen hat und deshalb … _______________________________ ( N )
b. ihn nicht mehr braucht, da er … _______________________________ ( P )
c. ihn verschenkt hat und der Beschenkte ihn … _______________________________ ( K )

5. Wann wurde der Gegenstand wahrscheinlich liegen gelassen?
Lest euch die Aussage des Verdächtigen noch einmal durch!

a. Donnerstag ( U )
b. Samstag oder Sabbat ( E )
c. Sonntag ( R )

Wurde dem Verdächtigen ohne sein Einverständnis geholfen?

a. Ja ( S )
b. Nein ( L )

6. Geht zum Chefdetektiv und lasst euch eine „Karte von Jerusalem“ geben, auf der wichtige Orte in Jerusalem eingetragen sind. Ihr findet weitere Hinweise zu dem Fall, wenn ihr die Buchstaben, die ihr gerade herausgefunden habt, als Lösungswort unten eintragt.

Geht dann zu diesem Ort und sucht nach weiteren Hinweisen!

Im „Tempel“ finden die Detektive den Notizzettel eines Pharisäers und die Detektivhinweise 2.

Notizzettel eines Pharisäers

Unerhört! Dieser Jesus hat am Sabbat einen Mann geheilt! Das ist eine Übertretung des 4. Gebotes, das Mose uns gegeben hat: Du sollst am Sabbat nicht arbeiten!

Als Jesus deshalb zur Rede gestellt wurde, antwortete er: „Mein Vater ist ständig am Werk und deshalb bin ich es auch!“ Dieser Jesus stellt sich damit Gott gleich, denn es ist klar, dass mit „Vater“ Gott gemeint ist und dieser über dem Gesetz steht. Das ist Gotteslästerung! Jesus muss sterben!

Detektivhinweise 2
  1. Wer hat den Verdächtigen geheilt?

a. Jonathan (   )
b. Jesus (   )
c. Jerubabel (   )

2. Was für Anklagepunkte gibt es? Streicht die falschen Anschuldigungen durch. Es gibt mehrere Anklagepunkte.

a. Arbeiten am Sabbat (   )
b. Diebstahl (   )
c. Betrug (   )
d. Gotteslästerung (   )
e. Ungehorsam gegenüber den Römern (   )

3. Wenn Jesus wirklich Gott ist, darf er dann am Sabbat arbeiten?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

4. Wenn Jesus wirklich Gott ist, ist die Anklage dann gerechtfertigt?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

Ihr habt eine Belohnung verdient! Wenn ihr die richtigen Buchstaben eintragt, findet ihr den richtigen Ort:

Geht zu

Vertiefung

Aufklärung des Falls

Vorlesen des Bibeltextes

Gespräch

Material: Plakat, zwei verschiedenfarbige Plakatstifte, Zettel, Stift, Schale

1. Was lähmt euch, auch wenn ihr laufen könnt?
Die Kinder schreiben auf ein Plakat, was ihnen einfällt: z. B. Spott, Leistungsdruck, Angst vor Klassenarbeit, Angst ausgelacht zu werden, Versagen, allein etwas tun müssen, wenn ich geärgert werde.

2. Wie können wir anderen helfen, die „wie gelähmt“ sind?
Kinder schreiben mit einem anderen Stift Lösungen zu den Aussagen auf dem Plakat.

3. Jesus antworten
Wenn Jesus euch fragen würde, ob er euch helfen kann: Was würdet ihr ihm sagen?
Kinder schreiben Anliegen auf einen Zettel und legen sie in eine Schale. Anschließend nimmt sich jedes Kind einen Zettel und es wird reihum Jesus im Gebet ein Gebetsanliegen genannt.

Gebet

Lieber Herr Jesus, danke, dass du mich siehst und weißt, wie es mir geht! Du kennst jeden einzelnen von uns hier und du weißt auch, wer die Gebete geschrieben hat, die wir dir hier vorlesen! Gebete vorlesen (laut oder leise). Amen

Weiterführende Aktion

Weihnachten im Schuhkarton

Informationen zur Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ gibt es unter www.geschenke-der-hoffnung.org.
Gott ist es nicht egal, wenn es Kindern schlecht geht. Es gibt Kinder, die zu Weihnachten keine Geschenke bekommen. Deshalb werden wir das nächste Mal einen Schuhkarton mit Geschenken für andere Kinder packen.
Hinweis: Zu anderen Jahreszeiten können auch andere Aktionen durchgeführt werden, z. B. ein Besuch in einem Flüchtlingsheim oder in einem Altenheim.

Bastel- und Spielideen

Spiele

Jesus sind wir nicht egal! Er übersieht uns nicht. Wir trainieren auch das genaue Hinsehen!

Suchspiel

Ich sehe was, was ihr nicht seht und das ist „grün“. Die anderen müssen raten, was gemeint ist. Wer es errät, gibt das nächste Rätsel vor.

Behälter für Sicherheitshandschuhe für „alle Fälle“ basteln

Material pro Person: ein leeres Überraschungsei, ein Paar Einmalhandschuhe, Schlüsselring, Schnur, Nagel oder Ahle, Kerze, Hammer, Schere

Durch das Oberteil einer leeren, gelben Überraschungsei-Verpackung ein kleines Loch stechen. Dazu einen Nagel an der Spitze mit Hilfe der Kerze erhitzen, auf das Plastikoberteil aufsetzen und mit dem Hammer darauf schlagen. Durch das Loch eine Schnur hindurchziehen und an einem Schlüsselring befestigen. Dann mit einem Paar Einmalhandschuhe füllen und das Überraschungsei schließen.
Wenn nun alles am Schlüsselbund befestigt wird, ist der Detektiv oder auch ein Ersthelfer an der Unfallstelle bzw. dem Tatort für den Notfall gerüstet.
TIPP: Wenn es schnell gehen muss, das Loch zu Hause vorbereiten.

Das Kleingruppen-Material beinhaltet: Hintergrundinfos zum Text, einen Bezug zur Zielgruppe und Ideen zur Gestaltung der Kleingruppenzeit.

Die Kleingruppen laufen nach einem Rotationsprinzip. Jede Kleingruppe wird von mind. einem Mitarbeitenden begleitet und läuft von Station zu Station. Durch ein Signal vom Zeitwächter wird den Gruppen signalisiert, dass sie zur nächsten Station aufbrechen. Je ein weiterer Mitarbeitender ist bei einer der 5 Stationen die je 7 Minuten dauern:

  • Gespräch inkl. Fragen
  • Spiel
  • Kreatives
  • Bibellesen und Gebet
  • Extra/Spezial

Bei dieser Einheit gibt es nur 4 Stationen, da die normal erdachte Gesprächsstation nur direkt in Verbindung mit der Verkündigung von Team-EC funktioniert.

Gedanken und Hintergrundinformationen zum Text

Gott hat die ganze Welt und alle Lebewesen erschaffen. Doch die Menschen haben sich von Gott abgewandt und ihr ganzes Denken war böse. Deshalb wollte Gott die Menschen ausrotten, indem er die Welt überfluten wollte. Noah war der Einzige, der vor Gott bestehen konnte. Er gab ihm den Auftrag, eine Arche zu bauen, in die er und seine Familie und von allen Tierarten ein Paar gerettet werden sollen. Noah hinterfragte diesen Auftrag nicht, er vertraute darauf, dass alles stimmt was Gott gesagt hatte und baute die Arche. Bevor die Flut kam, ging Noah mit seiner Familie und den Tieren in die Arche. Es regnete einige Tage und die ganze Erde war von Wasser bedeckt. Nachdem das Wasser abgeflossen war, verließen alle die Arche. Gott gab darauf Noah und allen Menschen das Versprechen, dass er die Erde nie wieder überfluten wird. Als Zeichen dafür setzte er den Regenbogen in den Himmel um an das Versprechen zu erinnern. Wir dürfen heute auch noch auf ihn vertrauen, weil er dieses Versprechen hält.

Zielgedanke: Du kannst auf Gott vertrauen, weil er sein Versprechen hält!

Bezug zur Altersgruppe

Vertrauen ist ein wichtiges Thema. Die Kinder dürfen erfahren, dass sie auf Gott vertrauen können, genau wie Noah damals auf Gott vertraut hat, denn Gott hält sein Versprechen. Kinder kennen das, weil sie ihren Eltern vertrauen und die Oma ihr versprechen einhält oder jemand sein Versprechen bricht und sie darüber frustriert sind.

Kleingruppen

Station 1: Kreatives „Regenbogen basteln“

Bei der Station ist es wichtig, dass der Mitarbeiter die Zeit im Blick hat, um abschätzen zu können, wie viele Schritte die Kinder in der Zeit schaffen. (Schritt zwei und drei sind auch umkehrbar.)

Zuerst bemalen die Kinder den Kaffeefilter mit Wasserfarben als Regenbogen (von oben nach unten: rot, orange, gelb, grün, blau, dunkelblau und violett). Achte darauf, dass der leere, nicht bemalte Bereich, ca. zwei Finger breit, möglichst trocken und noch unbemalt ist.

Wenn nicht mehr viel Zeit ist, können die Kinder das untere leergelassene Stück nun doch noch anmalen.

Sollte noch Zeit sein:

Die Kinder schneiden aus weißer Pappe Wolken aus, die sie unten an den Filter kleben (mit doppelseitigem Klebeband).

Jedes Kind schneidet eine Sonne aus gelber Pappe aus. Diese wird mit Klebeband an der stumpfen Seite des Schaschlik-Spießes befestigt. An der Unterseite des Filters wird ein Loch mit dem Schaschlik-Spieß gestochen, sodass die Sonne im Filter versteckt ist, wenn der Spieß aus dem Filter unten herausschaut.

Material:

  • Einen weißen Kaffeefilter pro Kind
  • Wasserfarben
  • Ca. 10 Pinsel
  • Einen Schaschlik-Spieß pro Kind
  • Gelbe und weiße Pappe
  • Doppelseitiges Klebeband, Kleber, Scheren

Station 2: Spezial – Zuspruch

Die Kerngedanken aus den letzten Tagen werden erneut aufgegriffen und den Kindern persönlich zugesprochen. Die Tiere, die in den letzten Tagen in den Bibelgeschichten vorgekommen sind, liegen als Bilder vor den Kindern. Die Kinder dürfen ein Tier nach dem nächsten umdrehen und dann den entsprechenden Kerngedanken, der auf der Rückseite des Tieres steht, vorlesen. Dies wird mit allen Tieren gemacht.

Wenn die anderen Bibelstellen nicht oder nur teilweise behandelt werden kann der Kerngedanke auch einfach nur vorgelesen werden.

Die Kinder sollen in dieser Station einen persönlichen Zuspruch erhalten. Dazu darf sich jeder eine „Zusage“ (Kerngedanke) aussuchen. Zur Auswahl stehen die Zusprüche:

  • Gott sorgt für dich.
  • Gott schenkt dir Gnade, er gibt dir eine zweite Chance.
  • Jesus der König kommt zu dir.
  • Jesus ist und bleibt dein Freund.
  • Gott hält seine Versprechen.

Wenn die Kinder sich entschieden haben, dürfen sie sich eine Karte, als kleinere „Version“ des dazugehörigen Tieres nehmen. Diese liegen in fünf Stapeln in der Mitte. Mit diesem Zettel stellen sich die Kinder in eine Reihe und werden von dem Mitarbeiter mit dem ausgesuchten Zuspruch gesegnet (Bsp. „(Name des Kindes), Gott sorgt für dich!“). Der Mitarbeiter kann dem Kind zusätzlich symbolisch dazu mit Salböl ein Kreuz auf die Stirn zeichnet. Die „kleinere Version“ des Tieres ist zum einen dafür da, dass der Mitarbeiter den Zuspruch ablesen kann, zum anderen, dass die Kinder sich zu Hause an den Zuspruch erinnern.

Wichtig ist, dass der Mitarbeiter die Zeit im Blick hat. Es wäre gut, wenn noch ca. zwei Minuten für den Zuspruch übrig sind.

Material:

  • Kopiervorlage „Kleine Version der Tiere“ (ausdrucken und zuschneiden)
  • Salböl
  • Tiere mit Kerngedanken

Station 3: Bibellesen und Gebet „Geschichte nachspielen“

Die Kinder bekommen die Möglichkeit, die Geschichte die sie gerade gesehen und erlebt haben nachzuspielen. Hierfür wird eine Playmobil-Arche mit Tieren oder ähnliche Bausteine auf den Boden gestellt.

Lies den Kindern die Geschichte laut vor. Danach darf sich jedes Kind 2 Figuren (2 Tiere oder 2 Menschen oder 1 Tier und 1 Mensch) heraussuchen, die es spielt. Jetzt liest du den Kindern die Geschichte nochmal laut und ganz langsam vor. Währenddessen können die Kinder die Geschichte nachspielen. Der Mitarbeiter sollte dann an gewissen Stellen eine Pause machen, damit die Kinder auch die Möglichkeit haben, selbst mit ihren Tieren oder Personen zu sprechen. Somit können die Kinder nochmal verinnerlichen, was Noah und die Tiere damals eigentlich für ein Abenteuer erlebt haben.

Text zum Vorlesen:

Die Arche Noah 1. Mose 8, 1-22

Eines Tages sagte Gott zu Noah: „Es tut mir leid, dass ich die Menschen erschaffen habe. Sie streiten, schlagen und töten sich, deshalb will ich sie und die ganze Erde vernichten. Nur du, Noah, du bist anders. Deshalb baue dir ein ganz großes Schiff, auf dem du und deine Familie Platz haben. Du sollst auch von allen Tieren, die auf der Erde leben, jeweils ein Paar mit auf das Schiff nehmen. Zwei Elefanten, zwei Zebras, zwei Vögel usw.“

Noah gehorchte Gott und baute ein Schiff. Nachdem die Arche fertig war, brachte Noah von allen Tieren, die auf der Erde lebten, jeweils ein Paar an Bord. Löwen, Schafe, Kühe und noch viele mehr.

Am Anfang waren es nur ganz kleine Tropfen, doch der Regen wurde stärker und stärker. Bald waren alle Straßen, Häuser und Bäume im Wasser versunken. Ja selbst die größten Berge. Es gab nichts mehr auf der ganzen Erde, außer dem Wasser und Noahs Arche. Vierzig Tage und Nächte lang hat es geregnet.

Dann hörte der Regen auf. Das Wasser ging langsam zurück und einzelne Bergspitzen kamen zum Vorschein. Noah ließ einen Vogel aus dem Fenster fliegen, damit er irgendwo auf der Erde ein trockenes Stück Land, einen Baum oder eine Blume finden soll. Doch der Vogel kam ohne ein Blatt oder einen Zweig zurück. Auch dem anderen Vogel erging es nicht anders. Erst der dritte Vogel kam mit einem Zweig des Ölbaumes im Schnabel zurück.

Jetzt wusste Noah, dass auf der Erde wieder alles in Ordnung war. Er öffnete die Tür der Arche und alle Tiere, Katzen, Nashörner, Giraffen und noch viele mehr, verließen das Schiff. Auch Noah und seine Familie gingen an Land.

Dann schien auf einmal wieder die Sonne und ein großer Regenbogen leuchtete am Himmel. Mit diesem Regenbogen versprach Gott, dass die Erde nie mehr im Wasser versinken würde. Noah und seine Familie waren sehr froh darüber und dankten Gott.

Als das Wasser wieder weniger wurde, konnten sie mit den Tieren das Schiff verlassen und sich ein neues Zuhause aufbauen.

Material:

  • Playmobil Arche Noah oder andere Bausteine

Station 4: Spiel „Gefährliche Schifffahrt“

Bei diesem Spiel geht es darum, dass ein Spieler (das Schiff) einen anderen Spieler (den Leuchtturm) erreicht. Zuerst werden dafür die Rollen verteilt:

  • Ein Kind ist das Boot,
  • ein anderes der Leuchtturm
  • und die anderen sind Algen/Eisberge/Bojen.

Ablauf:

  1. Der Spieler, der sich bereit erklärt hat, das Schiff zu spielen, bekommt die Augen verbunden und wird im Raum platziert.
  2. Die Algen/Eisberge/Bojen verteilt sich im Raum.
  3. Daraufhin wird der Leuchtturm vom Mitarbeiter im Raum platziert, sodass der Spieler des Bootes eine realistische Chance hat, den Leuchtturm zu erreichen.
  4. Nun macht das Schiff sich auf den Weg zu dem Leuchtturm.
  • Dabei darf das Kind mit verbundenen Augen keine Hindernisse berühren.
    • Die Hindernisse versuchen, das Schiff zu berühren, um das Schiff bei sich zu halten. Dabei dürfen die Spieler, die das Seegras spielen, ihre Füße nicht mehr bewegen und nur ihre Arme benutzen. Damit das Schiff diese Hindernisse wahrnehmen kann, darf der Leuchtturm das Schiff mit Worten (links, rechts, los, stopp) zu sich leiten.
    • Berührt das Schiff dennoch das Seegras, welches ein Hindernis spielt, so muss das Schiff etwa 10 Sekunden warten, bis es weiterziehen darf, denn es hat sich im Seegras verfangen oder muss repariert werden.
    • Wenn das Schiff nicht mehr weiß, wo sich der Leuchtturm befindet, kann es ein Tuten von sich geben, woraufhin der Leuchtturm auch mit einem Tuten antwortet.

Das Spiel endet, wenn das Schiff am Leuchtturm angekommen ist. Das Spiel sollte am besten mehrmals durchgeführt werden, damit mehrere Kinder die Chance haben, einmal Schiff oder Leuchtturm zu sein.

Der Leuchtturm steht in dem Spiel für Gott, der den Menschen leitet. Das Schiff ist also der Mensch, der „blind“ auf Gott vertrauen kann.

Material:

  • Schal/Tuch zum Augenverbinden

Altbekannte Geburtstagsspiele für ein nicht alt gewordenes Geburtstagskind

Schenkt uns Pfingsten einfach nur einen schulfreien Tag? Oder steckt doch noch mehr dahinter? Mit diesem fröhlichen Spielabend mit mehreren typischen Kindergeburtstagsspielen, könnt ihr den Jugendlichen die Bedeutung von Pfingsten spielerisch nahe bringen und mit ihnen das Geburtstagsfest der Kirche fröhlich feiern! Möglich wäre auch, diesen Abend als Einladungsaktion für neue Teilnehmende zu nutzen. Dann können zusammen mit den Jugendlichen die Einladungskarten gebastelt werden, und jeder darf „zwei neue Jugendliche“ zu dem Abend einladen und mitbringen.

Im Vorfeld

Die Mitarbeitenden verteilen in der vorherigen Gruppenstunde oder auch als Briefkasten-Überraschung Einladungskarten zum „Kindergeburtstag“. Diese können im Schreibwarenhandel oder Spielwarenladen gekauft oder auch mit typischen Kindergeburtstagsmotiven wie Luftballons, bunten Torten o. Ä. selbst gebastelt werden. Weitere Vorbereitungen für den Abend sind den jeweiligen Beschreibungen zu entnehmen.

Atmosphäre

Die Grundatmosphäre bei dieser Gruppenstunde kann durch eine gute Deko und passende Extras positiv beeinflusst werden. So lohnt es sich, den Raum wie für einen Kindergeburtstag zu schmücken, den Tisch mit Kindergeburtstagsservietten und -geschirr zu decken und im Hintergrund fröhliche Musik abspielen zu lassen (geeignet sind zum Beispiel Lieder von Rolf Zuckowski und diverse „Kinderschlager“ wie Pippi Langstrumpf, Biene Maja, Schnappi usw.).

Tipp: Dieser Abend ist absolut dafür geeignet, viele Schnappschüsse zu machen, die später verschenkt oder auf einer Bilderwand veröffentlicht werden können. Also Fotoapparat nicht vergessen.

Begrüßungsaktion

Zur Begrüßung wird jede/r Teilnehmende herzlich an der Tür willkommen geheißen und bekommt eine kleine Geburtstagströte (Spielwarenladen) – und eventuell auch einen Geburtstagshut. Um die Stimmung zu lockern und die Zeit zu überbrücken, bis alle da sind, können in typischen Kindergeburtstags-Einweg-Bechern auch Softgetränke, Kinderbowle oder alkoholfreie Cocktails serviert werden. Außerdem werden die Teilnehmenden motiviert, die Tröten immer wieder einzusetzen.

Typische Kindergeburtstagsspiele

Luftballontanz

Spielvorbereitung: Luftballons aufblasen und eine ca. 50–60 cm lange Schnur daran befestigen.

Jede/r Teilnehmende bekommt eine Schnur um den rechten Fuß gebunden, an deren anderem Ende ein aufgeblasener Luftballon befestigt ist. Sobald eine lebhafte Musik ertönt, tanzen alle durch den Raum und versuchen, ihren eigenen Luftballon zu schützen und andere Luftballons zu zertreten. Wem der Luftballon zertreten wurde, scheidet aus. Sieger ist derjenige, der bis zum Schluss noch seinen Luftballon am Fuß trägt. Er erhält eine kleine Süßigkeit.

Geburtstagslied

Eine Geburtstagsfeier ohne Lied geht gar nicht. Deshalb wird die Gruppe in zwei Untergruppen geteilt und soll nacheinander das bekannte Geburtstagslied von Rolf Zuckowski „Heute kann es regnen, stürmen oder schnei’n / Wie schön, dass du geboren bist“ singen. Die Gruppe, die es lauter und zugleich schöner vorgetragen hat, bekommen Bonbons.

Topfschlagen

Ein/e Teilnehmende/r wird vor die Tür geführt und die Augen verbunden. In der Zwischenzeit wird irgendwo im Raum ein auf den Kopf gedrehter Kochtopf aufgestellt und unter ihm eine kleine Süßigkeit verstaut. Der/ die Teilnehmende vor der Tür wird hereingeführt und mehrmals um die eigene Achse gedreht, damit er/sie die Orientierung verliert. Dann geht er/sie auf allen Vieren und bekommt einen Holzlöffel in die Hand. Nun bewegt er/sie sich krabbelnd vorwärts und schlägt immer mit dem Kochlöffel auf den Boden, auf der Suche nach dem Kochtopf. Die anderen dürfen mit „eiskalt / kalt / warm / heiß / ganz heiß“ Tipps zur Kochtopfentfernung geben. Ertönt das dumpfe Klingen des Holzlöffels auf dem Kochtopf, darf der/die Suchende die Augenbinde abnehmen, den nächsten Suchenden bestimmen und die Süßigkeit behalten.

Tipp: Man kann auch bei allen Teilnehmenden die Zeit stoppen, die für die Suche gebraucht wird und am Ende den Gesamtsieger ermitteln.

Brezel schnappen

Spielvorbereitung: Immer zehn kleine Mini-Salzbrezeln auf einer langen Schnur auffädeln. Die Anzahl der Brezelschnüre orientiert sich an der Anzahl der Teilnehmenden.

Die Brezelschnur wird entweder aufgehängt oder die beiden Enden von zwei Freiwilligen gehalten. Die Schnur sollte sich etwa in Nasen- bis Augenhöhe der Teilnehmenden befinden. Die Brezeln werden nun so angeordnet, dass nicht alle Brezeln in der Kuhle der Schnur durch- und aufeinanderhängen, sondern dass die Schnur straff gespannt ist und die Brezeln mit einem gewissen Abstand voneinander getrennt sind. Auf den Startpfiff hin muss der Spieler nun immer wieder hochhüpfen und versuchen die Brezeln mit dem Mund zu schnappen, abzubeißen und zu essen. Die Hände dürfen dabei nicht zu Hilfe genommen werden und es sollte möglichst wenig auf den Boden fallen. Am witzigsten ist es, wenn immer zwei oder drei Jugendliche parallel gegeneinander antreten und geschaut wird, wer der/die schnellste Brezelschnapper/in ist. Möglich ist auch, die Zeit zu stoppen und alle Brezelschnappenden am Ende zu vergleichen.

Schokokusswettessen

Alle setzen sich an eine lange Tafel, vor jedem steht ein Teller mit einem Schokokuss. Die Hände werden auf dem Rücken verschränkt und nach dem Startschuss versuchen alle, so schnell wie möglich den gesamten Schokokuss vom Teller zu essen, ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen. Wer zuerst den ganzen Schokokuss aufgegessen hat, gewinnt. (Super Fotomotive!)

Murmeln schätzen

Spielvorbereitung: Im Vorfeld 50 Murmeln in eine Glasvase abfüllen.

Die Glasvase mit den Murmeln wird gezeigt. Jede/r darf auf einem Zettel seinen Namen und seine Schätzung aufschreiben, wie viele Murmeln sich in dieser Vase befinden. Die Auflösung „50“ wird bekanntgegeben und derjenige, der am nächsten dran ist, bekommt wieder eine kleine Süßigkeit.

Schokolade auspacken

Spielvorbereitung: Eine Tafel Schokolade mit einem zusammengelegten Zeitungsbogen einpacken, mit Paketschnur zubinden, evtl. mit Klebeband sichern. Dann die nächste Schicht Zeitungspapier, usw. Das Zeitungspäckchen sollte mindestens 5–6 Schichten haben.

Alle Spieler sitzen um einen Tisch, in der Mitte liegen das Zeitungs-Schokoladenpäckchen, Messer und Gabel, Wollmütze, Handschuhe, Schal und Sonnenbrille. Nun wird reihum gewürfelt. Sobald jemand eine 6 würfelt, darf dieser ans Auspacken gehen: Zuerst Handschuhe, Mütze und Schal anziehen und die Sonnenbrille aufsetzen. Dann Messer und Gabel zur Hand nehmen und beginnen, das Zeitungspäckchen und die Schnüre aufzuschneiden, um zur Schokolade zu gelangen. Ist man bei der Schokolade angekommen, darf ein Stück abgeschnitten und gegessen werden. In der Zwischenzeit allerdings kreist der Würfel weiter reihum, und sobald ein anderer Spieler eine 6 hat, muss der “Schokoladenauspackende” aufhören zu schneiden, seine Verkleidung ausziehen, die der nächste so schnell wie möglich anzieht.

Tipp: Bei größeren Gruppen bietet es sich an, in mehreren Kleingruppen an separaten Tischen zu spielen. Achtung: dann wird nicht nur die Schokolade, sondern auch die restliche Ausrüstung mehrfach benötigt.

Feuer-Wasser-Erde-Luft – Version 1

Musik wird abgespielt, zu der sich alle frei durch den Raum bewegen. Sobald die Musik gestoppt wird, ruft der/die Mitarbeitende verschiedene Kommandos:„Feuer“, „Wasser“, „Erde“ „Luft“.

Feuer = alle rennen sofort zu einem brennbaren Gegenstand und berühren diesen.

Wasser = Der Boden darf nicht mehr berührt werden, man muss irgendwo hochsteigen (Achtung, da wird auch vor schön dekorierten Tischen nicht Halt gemacht!).

Erde = so schnell wie möglich in die Hocke gehen und den Fußboden berühren.

Luft = eine Wand berühren, weil selbst Wände die Luft nicht einschließen können.

Der/die letzte, der/die sich den entsprechenden Zufluchtsplatz sichert, wird als langsamster Spieler ausgerufen – bei harten Regeln scheidet er hiermit dann auch aus, bei softeren Regeln bekommt man immer wieder eine neue Chance, nicht zu den Verlierenden zu gehören. Sobald die Musik wieder einsetzt, bewegen sich alle erneut durch den Raum bis zum nächsten Musikstopp.

Impuls

Das Spiel “Feuer-Wasser-Erde-Luft” ist ein sehr altes Spiel, das viele sicher noch aus Grundschulzeiten kennen. Eben wurde es gespielt, wahrscheinlich mit so viel Spaß und Feuereifer, wie auch die anderen typischen Kindergeburtstagsspiele. Diese vier Elemente sind eigentlich sehr unterschiedlich und passen nicht zusammen. Nicht umsonst sagt man manchmal „die beiden sind wie Feuer und Wasser“. Entweder das Feuer ist so stark, dass das Wasser verdunstet, oder es hat so viel Wasser, dass das Feuer gelöscht wird. Beides sind gewaltige Elemente. Auch Erde und Luft sind besonders – Erde ist materiell, man kann sie anfassen und spüren – Luft ist grenzenlos, nicht zu fassen, nicht richtig sichtbar.

Schon die Naturphilosophen Griechenlands, vor allem aber die großen Philosophen Platon und Aristoteles haben ihre Aufmerksamkeit den vier Elementen gewidmet. Sie haben in Feuer, Wasser, Erde und Luft die Grundbestandteile allen Seins erkannt. Sie haben sie ganz klar voneinander unterschieden und auch Göttern zugeordnet, weil sie dachten, dass dies vier zentrale Mächte sind. Aristoteles hat den vier Elementen, die er als veränderlich einordnete, dann noch ein weiteres fünftes gegenübergestellt: den himmlischen Äther jenseits des Mondes, unwandelbar und zeitlos.

Der christliche Glaube hat viel Nähe zur griechischen Philosophie, jedoch hat er diese Lehre von den vier Elementen nie zu einem zentralen Bestandteil seiner Schöpfungslehre gemacht – auch wenn Augustinus, der Kirchenlehrer der Antike, und andere die Theorien zu den vier Elementen kannten.

Vielleicht liegt die Distanz zu dieser Lehre in dem begründet, was wir heute gemacht haben: wir haben Geburtstag gefeiert. Und nicht nur irgendeinen Geburtstag, sondern eigentlich den Geburtstag, der diese vier Elemente nicht trennt, sondern zusammenbringt: den Geburtstag der Kirche. Pfingsten! Gottes Geist trennt die Elemente nicht, er führt sie zusammen.

Lies Apostelgeschichte 2,1–11 vor.

Tipp: Vorher den Text einmal üben, da die Namen der Regionen nicht einfach zu lesen sind.

Vom Himmel her kam ein Brausen – die Luft, und zugleich sieht man etwas wie züngelndes Feuer über den Köpfen der Menschen. So kommt der heilige Geist auf die Erde, zu den Menschen, die Gott geschaffen hat. Und er wird den Menschen weitergegeben im Wasser der Taufe. Pfingsten ist ein Fest der Elemente, und nicht in ihrer großen Unterschiedlichkeit, sondern in ihrer Einheit in der Schöpfung.

Bis zu diesem Zeitpunkt war die gute Nachricht von Jesus, von seinem Handeln und Wirken auf der Erde, von seinen Erklärungen und Gleichnissen, von seinem Tod und seiner Auferstehung, örtlich sehr eingegrenzt. Wenn man es global betrachtet, hat nur ein winzig kleiner Teil der Menschheit überhaupt von ihm Notiz genommen. Und weltweit betrachtet war es auch nur ein winzig kleiner Fleck, an dem er sich aufgehalten hat. Doch nun, an Pfingsten, ändert sich das. Gott möchte nicht nur für sein Volk Israel der väterliche Gott sein, dessen Name „Ich bin für dich da“ ist. Er verleiht den Menschen seinen Heiligen Geist, damit sie begreifen und verstehen, damit sie sprühen und Feuer fangen, damit sie motiviert sind, anderen von der frohen Botschaft weiterzuerzählen. Und dieser heilige Geist befähigt sie nicht nur rhetorisch, sondern schenkt auch die Gabe, in allen möglichen Sprachen zu reden, damit die Botschaft weltweit zu allen Völkern gelangt – so wie Jesus es in Matthäus 28,19 als Auftrag gegeben hat: Geht in alle Welt und erzählt von mir, lebt es ihnen vor, tauft die Menschen, damit auch sie den heiligen Geist bekommen. Dadurch wurde Pfingsten zu einem wichtigen Fest, das oft nicht den Stellenwert bekommt, den es verdient hätte. Das war der Geburtstag der christlichen Kirche, die sich weltweit verbreitet hat.

Der Name „Pfingsten“ hängt auch mit einem weiteren Spiel von vorhin zusammen – mit dem Murmeln schätzen. Denn Pfingsten heißt im Altgriechischen „fünfzigster Tag“. Seit Ostersonntag der Auferstehung sind 49 Tage vergangen, und nun, am fünfzigsten Tag, sendet Gott, nach seinem Sohn, jetzt seinen Heiligen Geist zu dem Menschen. Zum Geburtstag der Kirche. Was für ein Fest muss das damals gewesen sein!

Heute haben wir auch Geburtstag gefeiert. Eher einen Kindergeburtstag – das passt vielleicht nicht ganz für die Kirche, da die schon ganz schön in die Jahre gekommen ist. Rund 2000 Jahre alt. Sollte man da vielleicht eher einen Grufti-Geburtstag feiern? Aber es liegt an uns, dass diese Kirche jung bleibt. Nicht nur durch Kindergeburtstagsspiele – vor allem durch unseren Einsatz, unsere Meinungsäußerungen, unser Mitwirken bei verschiedensten Möglichkeiten, können wir diese Kirche weiterhin jung erhalten. Denn die Botschaft ist keine Grufti-Botschaft, sie ist nicht veraltet und wird es nie sein. Auch heute ist es noch genauso aktuell wie damals, dass Gott Mensch geworden ist, dass er uns unendlich liebt, und dass wir dies weitergeben sollen. Dabei helfen uns das Brausen und das Feuer des Heiligen Geistes, der auch nicht in die Jahre gekommen ist, sondern uns immer wieder neuen Schwung schenkt.

Pfingsten – Kindergeburtstag oder Kirchenfest? Beides. Der Geburtstag einer Kirche, die mit dem Kind in der Krippe begann und mit dem Tod von Jesus nicht zu Ende war. Der Geburtstag einer Kirche, die die Auferstehung von Jesus an Ostern feiert, und die an Pfingsten, dem fünfzigsten Tag, feiert, wie der heilige Geist uns offene Ohren und Herzen schenkt, und uns Feuer für unser Leben als Christen hier auf der Erde gibt.

Pfingsten ist also ein Geburtstagsfest, bei dem wir in den Himmel schauen und uns daran freuen dürfen, dass Gott nicht weit weg im Himmel geblieben ist, sondern auf unsere Erde kam.

Pfingsten ist ein Fest, bei dem wir nicht als Einzelne dastehen, sondern in der Gemeinschaft der Christen – hier in dieser Gruppe, aber auch in der Gemeinschaft der Christen an unserem Ort, in unserem Land und weltweit.

Pfingsten ist das Fest, an dem wir feiern, dass wir alle wie ein gemeinsamer Leib / gemeinsamer Körper sind, obwohl jede/r Einzelne doch so unterschiedlich ist. Aber genau das macht es ja aus, wie bei einem Körper jedes Körperteil und jedes Organ seine wichtige Funktion fürs Ganze hat (1. Kor. 12,12 ff.).

Deshalb soll nun noch einmal Feuer-Erde-Wasser-Luft gespielt werden, aber mit neuen Elementen.

Feuer-Wasser-Erde-Luft Version 2

Gleiches Prinzip wie Version 1, aber mit zusätzlichen „Elementen“, bei denen jedoch kein Mitspielender ausscheiden sollte:

– Himmel = auf den Rücken legen und nach oben schauen

– Gemeinschaft = alle treffen sich im Kreis und halten sich an den Händen

– Kirche viele Glieder, ein Leib = alle legen sich auf den Boden und versuchen, mit ihren Körpern gemeinsam so schnell wie möglich einen Menschen mit Kopf, Bauch, Armen, Beinen zu formen.

Mit einem dieser verbindenden neuen Elemente am besten dann das Spiel aufhören.

Geburtstagskuchen

Trotz der Süßigkeiten zwischendurch darf natürlich auch ein Geburtstagskuchen nicht fehlen. Die Kerze wird entzündet und mit “Happy Birthday” oder “Viel Glück und viel Segen” ein Ständchen für das Geburtstagskind geschmettert, bevor der Kuchen angeschnitten wird.

Geburtstagstütchen

Vorbereitung: Tütchen mit Süßigkeiten füllen und den weiteren Inhalt besorgen / kopieren.

Bei den meisten Kindergeburtstagen bleibt es nicht nur bei den schönen Spielen, sondern die Kinder bekommen am Ende des Geburtstages als Erinnerung noch etwas geschenkt. In bunt bedruckte Tütchen werden diverse kleine Süßigkeiten gesteckt, und beim Geburtstag der Kirche darf es auch etwas mehr sein – vielleicht das Programm des Jugendkreises, der Hinweis auf den nächsten Jugendgottesdienst, die Verabredung, als Jugendgruppe gemeinsam den nächsten Gemeindegottesdienst zu besuchen, ein Bibelvers zu Pfingsten oder ein Segensvers für die Jugendlichen. Das Überreichen dieses Give-aways bildet den Abschluss dieser festlichen Gruppenstunde.

Zielgedanke

Wir haben nur die Möglichkeit, ewiges Leben zu bekommen, wenn wir auf Jesus schauen und an ihn glauben.

Merkvers

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16

Situation der Jungscharler

Im Gegensatz zu Israel kommen Schlangen in unserer Umwelt selten vor. Bei aller Faszination begegnen West-Europäer ihnen mit Argwohn. Deshalb ist der Schrecken, der vom Gericht Gottes ausging, einfach zu begreifen. Wichtig ist, dass die Rettung nicht von der gegossenen Schlange kam, sondern daher, dass Gott die Heilung geschenkt hat.

Für Kinder ist das Ausmaß der Schuld schwer zu begreifen. Vielen ist nicht bewusst, was sie von Gott trennt und dass das Auswirkungen hat. Hier kann die Geschichte aus dem Alten Testament als Brücke zum Verständnis wirken. So wie das Gift der Schlangen den ganzen Menschen tötete, durchdringt das Gift der Trennung von Gott auch unser ganzes Leben. Heil werden können wir nur, indem wir auf Jesus sehen, der für uns am Kreuz gestorben ist. Das ist genauso unvorstellbar wie die Rettung durch den Blick auf die eherne Schlange.

Erklärungen zum Text

Moses Bruder Aaron ist vor kurzem gestorben, ohne dass er ins Gelobte Land einziehen durfte. Die Edomiter, eigentlich das Brudervolk der Israeliten, verweigern den Durchzug durch ihr Land. Somit müssen die Israeliten einen weiteren Umweg in Kauf nehmen, obwohl das Gelobte Land schon in greifbarer Nähe ist. Es geht wieder zurück Richtung Schilfmeer. Auf dem Weg dorthin ereignet sich die Geschichte.

V.4: Das Volk beginnt zu murren. Wörtlich heißt es, dass sie kurzen Atem bekamen. Das ist nach einer 40jährigen Wanderung nur zu verständlich.

V.5.6: Wie schon so oft wendet sich das Volk gegen seinen Führer Mose, aber auch gegen Gott und beklagt sich. Diese Klage muss allerdings so vehement gewesen sein, dass Gott diese drastische Strafe verhängt. Er sendet giftige Schlangen. Wer von ihnen gebissen wird, muss sterben.

V.7: Gottes Gericht führt zur Buße der Menschen. Sie erkennen ihre Schuld und bitten Mose als ihren Stellvertreter, sich bei Gott für sie einzusetzen.

V.8.9: Gott hört die Bitten seines Dieners und gibt ihm einen Auftrag. Dieser klingt zunächst seltsam: Mose soll eine eherne Schlange gießen und diese aufrichten. Wer auf die Schlange schaut, wird gerettet werden. Und so geschieht es auch.

Personen

Mose: Mose ist der Führer des Volks Israel auf der Wüstenwanderung. Er wurde von Gott berufen. Leitung erfordert oft Leidensfähigkeit. Diese muss Mose bei vielen Nörgeleien seines Volks unter Beweis stellen.

Orte

Berg Hor: Der Berg Hor ist ein Berg, der auf der Wüstenwanderung häufiger genannt wird. Auf ihm stirbt Aaron, Moses Bruder. Der Berg lag kurz vor dem Gelobten Land auf der östlichen Seite der Sinai-Halbinsel.

Schilfmeer: Direkt nach dem Auszug aus Ägypten stand den Israeliten der Zug durch das Schilfmeer bevor. Gott teilte es, sodass das Volk trockenen Fußes auf die andere Seite kam. Es lag auf der westlichen Seite der Sinai-Halbinsel.

Begriffe

Schlange: Schlangen sind im Umfeld Israels keine Seltenheit. Schon seit dem Sündenfall werden sie mit Unheil, Gefahr und List verbunden. Feinde wurden mit Schlangen verglichen. Das Wort ehern bedeutet, das die Schlange aus Bronze oder Kupfer geformt war.

Treffpunkt    

Spiele

Rätselbild

Es sind viele verschiedene Schlangen auf dem Bild. Sie sind miteinander verknotet. Die Aufgabe für die Kinder besteht darin, zu zählen, wieviele Schlangen auf dem Bild zu sehen sind (Lösung: 73).

Weingummi-/Lakritzschlange

Die Kinder dürfen eine Weingummi-/Lakritzschnecke in möglichst kurzer Zeit abwickeln, ohne sie zu zerreißen, und machen daraus eine Schlange, die anschließend aufgegessen werden darf.

Balancieren

Ein Seil oder eine Schnur wird als Schlange auf den Boden gelegt. Ein Kind muss mit verbundenen Augen auf dem Seil laufen, ein anderes gibt Hinweise zum Weg.

Schlange aus Gegenständen erstellen

Die Kinder müssen aus Gegenständen (Büroklammern, Wäscheklammern, Schnürsenkeln, Bänder …) auf Zeit eine möglichst lange Schlange erstellen.

Papierschlange reißen

Aus einem Blatt Zeitung muss eine möglichst lange Papierschlange gerissen werden. Wessen Schlange ist am längsten geworden?

Basteln

Schlange basteln

Auf ein Blatt Papier wird eine Schlange gezeichnet, die wie eine Zimtschnecke aufgerollt ist. Die Schlange wird schön angemalt, ausgeschnitten und am Kopf eine Zunge befestigt. Dann wird mit einer Nadel ein Faden durch den Kopf gezogen, um sie aufhängen zu können. Ein Beispiel wie solch eine Schlange aussehen kann findet man unter: http://www.wunderbare-enkel.de/tiere-basteln/1292/schlangen-aus-spiralen.

Knackpunkt

Zu Beginn der Stunde wird ein Spiel gespielt:

Ein Mitarbeiter wird als Schlange gekennzeichnet. Er bekommt einen gelben Schal. Ein Kind oder ein anderer Mitarbeiter ist die giftige Schlange und bekommt einen roten Schal. Die Kinder müssen versuchen, nicht von der roten Schlange abgeschlagen zu werden und rennen weg. Die abgeschlagenen Kinder krabbeln auf allen Vieren zur gelben Schlange, lassen sich von ihr aufrichten und dürfen wieder mitspielen.

Die Geschichte wird von einem Mitarbeiter mit Lego- oder Playmobil-Figuren dargestellt. Als Requisite wird ein Tisch benötigt.

Die wörtliche Rede kann von unterschiedlichen Mitarbeitern oder Kindern gelesen werden, das ist aber nicht zwangsläufig nötig, sondern kann auch von dem Erzähler allein gesprochen werden. Es werden die Stimmen für Mose, Gott sowie  zwei bis drei Israeliten gebraucht.

Wichtig ist, dass alle Kinder sehen können, was auf dem Tisch passiert.

Material: Lego- oder Playmobil-Figuren (Mose, das Volk); Tiere und Gepäck je nach Kreativität; Weingummischlangen; Holz- oder Metallstab mit bronzener oder kupferner Schlange

Szene 1: Mose redet zum Volk

(Figur Mose steht vor der Menschenmenge, Tiere und Gepäck stehen herum)

Vor einiger Zeit ist Moses Bruder Aaron gestorben. Das ganze Volk war sehr traurig und ist eine ganze Weile am gleichen Platz geblieben. Dann sollte es eigentlich weiter in Richtung des versprochenen Landes gehen, aber hier gab es ein Problem. Eines Tages sagte Mose zu den Leuten: „Morgen werden wir weiterziehen. Leider haben uns ja die Edomiter verboten, durch ihr Land zu ziehen. Das heißt, dass wir einen Umweg gehen müssen. Packt also alles ein. Unser Weg führt uns in Richtung Schilfmeer.“

Sofort fingen die Israeliten an zu meckern.

Szene 2: Die Israeliten meckern

(Die Israeliten stehen in kleinen Grüppchen)

Israelit 1: „Das kann doch wohl nicht wahr sein. Mose führt uns wieder zurück. Warum hat er uns überhaupt hierher gebracht? In Ägypten ging es uns doch sowieso besser. Da hatten wir gutes Trinken und Fleisch, hier nur Wasser und Manna. Das ist doch widerlich. Sollen wir alle in der Wüste sterben?“

Szene 3: Gott sendet Schlangen

(Während des Dialogs fallen immer mal Menschen um, weil sie gebissen wurden. Um den Unterschied zwischen gebissen sein und tot sein zu verdeutlichen, könnten die Beine zunächst nach oben zeigen und dann abknicken)

Gott hörte, dass sich sein Volk wieder über Mose und ihn beschwerte. Da hatte er die Nase voll. Er sandte giftige Schlangen (Weingummischlangen über den Tisch verteilen).

Israelit 2: „Was ist das denn? Schlangen? Wo kommen die denn her? HILFE!!! Oh nein, mein Freund Judas wurde gebissen. Da, er fällt um. Oh nein, er ist tot. Die Schlangen sind giftig. Miriam, Ruth, kommt schnell und versteckt euch vor den Schlangen!“

Israelit 1: „Das muss eine Strafe von Gott sein. Wir haben ja wieder über ihn geschimpft. Oh Mann, eigentlich wissen wir doch, dass er es gut mit uns meint. Was können wir nur tun?“

Israelit 3: „Wir müssen zu Mose gehen und uns bei ihm entschuldigen. Vielleicht kann er bei Gott ein gutes Wort für uns einlegen, dass diese Schlangen verschwinden.“

Szene 4: Die Israeliten gehen zu Mose

(drei Figuren stehen bei Mose)

Israelit 2: „Mose, es tut uns leid. Wir haben über dich und über Gott geschimpft. Wir wissen doch, dass Gott dich geschickt hat, um uns ins versprochene Land zu führen und bisher ist doch gut gelaufen.“

Israelit 3: „Und jetzt hat Gott als Strafe diese giftigen Schlangen geschickt. Mose, kannst du nicht Gott darum bitten, dass er die Strafe von uns wegnimmt? Es tut uns so leid. Wir wollen Gott wieder vertrauen, dass er uns den richtigen Weg zeigt.“

Szene 5: Mose redet mit Gott

(Mose dreht sich von den Leuten weg und hebt seine Hände nach oben)

Und Mose redete mit Gott: „Vater im Himmel. Du siehst deine Leute. Sie müssen eine schlimme Strafe erleiden und einer nach dem anderen stirbt durch die Schlangenbisse. Bitte beende das Leiden und Sterben. Es tut ihnen doch so leid und sie wollen dir wieder folgen.“

Gott sagte zu Mose: „Ja, ich sehe, dass mein Volk einsieht, dass es einen großen Fehler gemacht hat. Doch so einfach geht das nicht. Es gibt eine Möglichkeit: Mach eine bronzene Schlange und richte sie an einem Holzstab auf. Wer auf die Schlange schaut, wird gesund werden.“

Szene 6: Mose spricht mit dem Volk

(Mose dreht sich wieder zum Volk und nimmt seine Hände herunter)

Mose: „Ich habe mit Gott gesprochen. Es gibt eine Möglichkeit, dass ihr nicht sterben müsst. Seht diese bronzene Schlange. (Mose stellt die Schlange auf.) Wer sie ansieht, wird leben.“

Israelit 1: „Ich kann das nicht glauben, dass es reicht, einfach diese Schlange anzusehen. Oh nein, ich wurde gebissen. Wer kann mir helfen? Ich muss sterben.“ (Er fällt um)

Israelit 2: „Schau doch auf die Schlange, dann wirst du leben, hat Gott gesagt.“

Israelit 1: „Ich glaube das nicht. So ein Quatsch.“ (Die Beine knicken ab)

Israelit 3: „Ich wurde auch gerade gebissen. (Er fällt um.) Aber ich glaube, dass Gott uns retten will. Ich schaue auf die Schlange. (Er dreht sich so, dass er die Schlange sehen kann) Es wirkt. Ich spüre meine Arme und Beine wieder. Ich bin gesund! Gott hält sein Versprechen. Wer auf ihn sieht, wird leben.“

Was für eine Geschichte! Gottes Strafe war ganz schön hart, oder? Aber es ist doch großartig, wie er seinen Leuten geholfen hat, als sie gemerkt haben, dass sie falsch gehandelt haben. Doch die Art und Weise war seltsam. Warum sollten sie wohl auf die Schlange am Stab schauen, um gerettet zu werden?

Ich glaube, dass Gott zeigen wollte, dass er alle Macht hat. Von sich allein konnten die Menschen sich nicht helfen. Das konnte nur Gott. Ist euch aufgefallen, was für eine Form die Schlange am Stab hatte? Das sieht fast so aus wie ein Kreuz. Bald ist Ostern und Jesus selbst hat diese Geschichte einmal in einem Gespräch erwähnt.

Doppelpunkt

In den Kleingruppen soll der Vergleich zur Rettung durch Jesus vertieft werden.

Jesus wurde eines Nachts von einem klugen Mann besucht, der mehr von ihm hören wollte. Jesus hat ihm ganz viel erklärt.

Gemeinsam wird der Text Johannes 3,14-16 gelesen und darüber gesprochen.

Warum sind die Menschen in der Geschichte krank geworden? Sie haben nicht darauf vertraut, dass Gott es gut mit ihnen meint und gemeckert. Als Strafe hat Gott giftige Schlangen geschickt und sie mussten sterben, wenn sie gebissen wurden. Das Gift von Schlangen legt langsam den gesamten Körper lahm, auch wenn die Einstichstelle nur ganz klein ist.

Welche Strafe Gottes trifft alle Menschen? Eigentlich wollte Gott mit uns zusammen im Paradies leben, aber Adam und Eva vertrauten nicht darauf, dass Gott nur Gutes für sie wollte. Sie haben dann von der verbotenen Frucht gegessen. Die Folge davon war, dass die Menschen aus dem Paradies geflogen sind und dass jeder Mensch irgendwann sterben muss. Adam und Eva haben doch nur von der verbotenen Frucht gegessen und doch hat es die ganze Beziehung zu Gott vergiftet.

Als die Israeliten in der Wüste das erkannten, haben sie sich entschuldigt und Gott gebeten, dass er die giftigen Schlangen wegnimmt. Wie konnten sie gesund werden? Indem sie auf die Schlange schauten. Wer hat sie gesund gemacht? Gott selbst war es!

Wie können wir heute ewiges Leben bekommen? Jesus sagt: „Der Menschensohn muss erhöht werden, damit die, die an ihn glauben, ewiges Leben bekommen.“ Wie wurde Jesus erhöht? Er wurde am Kreuz in die Höhe gehoben und wer glaubt, dass er das alles gemacht hat, um das Gift aus der Beziehung zu uns zu ziehen, der wird ewig leben.

Muss man an Jesus glauben? Nein, das muss man nicht. Genauso, wie niemand gezwungen wurde, auf die Schlange zu schauen, so muss auch niemand an Jesus glauben. Die Folge davon war in der Wüste, dass die Menschen nicht gesund wurden. Wenn jemand nicht an Jesus glaubt, dann heißt das, dass er irgendwann stirbt und dann nicht mit Jesus zusammen sein darf. Erinnert ihr euch an das Spiel von vorhin? Niemand musste zur gelben Schlange krabbeln, um wieder mitspielen zu dürfen. Aber jeder durfte.

Und das feiern wir nächste Woche: Jesus ist gestorben, damit Gott endlich wieder mit seinen geliebten Menschen Gemeinschaft haben kann.

Wenn wir ihm sagen, was in unserem Leben nicht rund läuft, dann sagt er: „Schau auf mich und glaub an mich. Dann mache ich dich wieder heil.“

Anschließend wird gemeinsam gebetet. Es kann den Kindern auch angeboten werden, hier und heute bei Jesus festzumachen.

Jedes Kind darf sich jetzt sein eigenes Kreuz basteln. Dafür muss in der Umgebung des Gemeindehauses ein kleines Stöckchen gesucht werden. Außerdem bastelt jeder eine Schlange aus lufttrocknendem Ton die der Querbalken ist. Das Stöckchen wird in den Querbalken eingearbeitet, sodass ein Kreuz entsteht. Das kann entweder gleich mit nach Haus genommen werden oder vor Ort trocknen.

Der Merkvers macht die Aussagen des Textes noch einmal deutlich, deshalb wird er mit Bewegungen gelernt:

Denn so sehr hat Gott (wir zeigen nach rechts oben) die Welt (wir deuten einen Globus mit den Händen an) geliebt (wir zeigen mit den Fingern ein Herz), dass er (wir zeigen nach rechts oben) seinen einzigen (wir zeigen eine 1 mit dem Zeigefinger) Sohn (wir wiegen ein Baby im Arm) gab (wir machen eine Gebebewegung nach vorn), damit alle (wir zeigen mehrfach nach vorn) die an ihn glauben (beide Hände werden aufs Herz gedrückt) nicht verloren (wir legen eine Hand an die Stirn und tun so, als wenn wir etwas suchen) werden, sondern das ewige Leben (die Hände werden zum Jubeln in der Luft bewegt) haben.

Schlusspunkt

Einige Eltern leiden mit, wenn ihr Kind krank ist. Am liebsten würden sie die Krankheit auf sich nehmen, damit ihr geliebtes Kind wieder gesund wird. So macht es auch Jesus. Weil er dich liebt nimmt er nicht nur die Krankheit weg, sondern die gesamte Schuld. Damit wir das nicht vergessen, sprechen wir noch einmal den Merkvers mit Bewegungen.

Bausteine

Lieder

Aus: Einfach spitze

  • Nr. 15 Gottes große Liebe
  • Nr. 143 Jesus kam für dich

Aus: Kinder feiern Jesus

  • Nr. 91 Jesus in my house

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zur Wüstenwanderung des Volkes Israel aus JUMAT 1/17. In der Reihe sind einzelne, besondere Begebenheiten zusammengefasst. Die drei großen Geschichten sind: Der Aussatz von Mirjam, die Bileamserzählung und der Bericht über die eherne Schlange. Außerdem enthält die Reihe eine Einheit zum Thema Segen, bei der der aaronitische Segen der Ausgangspunkt ist.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

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