Rut – der ultimative Spiele-Bibelabend

Die Geschichte von Rut in der Bibel ist geprägt von Hoffen und Bangen. Dabei fängt es eher mit dem Bangen an. Dieser Spieleabend nimmt euch mit hinein in die Geschichte. Abwechselnd gibt es Erzählpassagen und Aktionen, die die Gruppe aktiv in die Geschichte mit hinein nehmen.

Gruppeneinteilung: 4 Gruppen à ca. 7 Personen

Punkte: stehen in Klammern hinter dem Spieltitel. Bei den meisten Spielen bekommen die ersten zwei Gruppen Punkte. Das Anspiel zum Thema Vertrauen soll die Kreativität jeder Gruppe wertschätzen, darum ist es wichtig, dass auch die Gruppe, die den letzten Platz erreicht, Punkte bekommt.

ZeitBibelstelle/BezugSpielMaterial
5 Min.Jemanden mitnehmen Rut 1,15–19Staffellauf mit MenschenketteStühle
10 MinNoomi: Von süß zu bitter Rut 1,20GeschmackstestHaferflocken, Brot, Schokolade/ Zucker, Wasser Essig, Öl
10 MinGerste ernten ohne Pause Rut 2,2–7Durchhalten und SammelnPerlen, 8 Schüsselchen, Strohhalme 4 volle Wasserflaschen
10 MinBoas beschützt Rut Rut 2,8–9Bodyguard3 Kissen
5 MinGerste nach Hause bringen Rut 2,17Gewicht schätzenWaage
10 MinBis zum Morgen liegenbleiben Rut 3,14Zeit abschätzen 
10 MinRut gesamtGegenstände aus der Geschichte 
30 MinRut gesamtAnspiel zum Thema Vertrauen 
  SiegerehrungPreise für alle

Erzählung

In der Geschichte gibt es eine sehr mutige Frau. Sie heißt Rut. Vielleicht haben einige von euch ihre Geschichte schon mal gehört. Aber heute Abend möchten wir noch einen Schritt weiter gehen: Wir möchten sie gemeinsam erleben!

Rut lebte in Moab, einem Nachbarstaat von Israel. Von dort kam eines Tages eine Familie, die für Rut alles verändern sollte, denn sie heiratete einen dieser Israeliten. Und damit wurde Noomi ihre Schwiegertochter.

Jetzt könnte ja der spannende Teil schon gelaufen sein und wir könnten sagen: Und sie lebten glücklich und zufrieden, bekamen Kinder und wurden alt und lebenssatt. Aber so war es leider nicht. Im Gegenteil, Ruts Mann starb. Genauso wie Noomis Mann und ihr anderer Sohn. Noomi, die aus Israel nach Moab gezogen war, lebte dort jetzt allein. Bis auf ihre zwei Schwiegertöchter Rut und Orpa, die aber in der moabitischen Kultur verwurzelt waren.

Für Rut, Noomi und Orpa war das ein schwerer Schlag. Ohne Männer waren Frauen damals einfach aufgeschmissen. Sie hatten keine Sicherheit, keine Beschützer und auch keine Nachkommen. Neben all der Trauer und dem Schmerz gab es also auch noch eine große Perspektivlosigkeit ohne die Männer.

Also beschloss Noomi, nach Israel zurückzukehren. Dort hatte sie Verwandte. Ihre Schwiegertöchter – so war Noomis Plan – sollten in ihrem Land bleiben und sich nach neuen Ehemännern umschauen. Orpa befolgte diesen Rat, wenn auch schweren Herzens, und blieb in Moab. Aber Rut hatte irgendetwas an ihrer Schwiegermutter gefunden und blieb hartnäckig an ihrer Seite. Sie sagte: »Schick mich nicht fort! Ich will dich nicht im Stich lassen. Ja, wohin du gehst, dahin gehe auch ich. Und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott! Wo du stirbst, da will auch ich sterben, und da will ich auch begraben sein. Der HERR soll mir antun, was immer er will! Nichts kann mich von dir trennen außer dem Tod.« (Rut 1,16–18) Die wilde Entschlossenheit stand Rut wohl ins Gesicht geschrieben und so nahm Noomi sie mit – auch wenn sie das vielleicht nicht für die beste Idee hielt.

Spielaktionen

1. Jemanden mitnehmen

So wie Rut sich bei Noomi angehängt hat, so machen wir nun einen Staffellauf, bei dem wir alle zusammen hängen:

Staffellauf (1. 10 Punkte, 2. 5 Punkte)

Ein Parcours (aus Stühlen) wird aufgebaut. Nun läuft einer los, den Parcours entlang. Beim nächsten Mal nimmt er den 2. aus der Schlang an die Hand, sie laufen zu zweit, dann den 3. usw.

2. Noomi: Von süß zu bitter

Rut und Noomi kamen in Betlehem an – Noomis Heimat. Aber das Leben und die Schicksalsschläge hatten Noomi sehr mitgenommen. Sie hatte keine Kraft mehr, sie war am Ende! Als sie in Betlehem ankamen, begrüßen sie alle Menschen ganz aufgeregt: »Seht mal, da ist ja Noomi!« Aber Noomi erkannte sich selbst nicht wieder und sagte: »Nennt mich nicht Noomi (das bedeutet meine Freude), sondern nennt mich Mara (das bedeutet die Bittere). Denn der Allmächtige hat mich bitter werden lassen. Mit vollen Händen zog ich aus, mit leeren Händen ließ der Herr mich zurückkehren. (…) Der HERR hat sich gegen mich gestellt, der Allmächtige hat mir übel mitgespielt.« Noomi war wirklich verbittert!

Aber wie schmeckt eigentlich »bitter«? Findet es im nächsten Spiel heraus!

Geschmackstest (pro richtiger Antwort: 2 Punkte)

Aus jeder Gruppe kommt einer nach vorn, kriegt die Augen verbunden und muss herausfinden, was er isst.

3. Gerste ernten ohne Pause

Rut war unbeirrt an Noomis Seite geblieben und machte sich jetzt nützlich: Sie ging aufs Feld und sammelte die Ähren auf, die die Arbeiter liegen gelassen hatten. Dabei ging sie nicht auf irgendein Feld, sondern auf das Feld von Boas. Von ihm werden wir gleich noch hören. Aber erstmal zeichnete sich Rut durch ihren riesengroßen Fleiß aus: Unermüdlich sammelte sie Ähren auf, bis sie am Ende ihrer Kräfte war.

Beim nächsten Spiel fühlen wir nach, wie das ist: Durchhalten und Sammeln!

Durchhalten und Sammeln (10, 5 Punkte)

Aus jeder Gruppe wird ein »Starker« nach vorne gebeten. Er muss eine Flasche mit 1 l Wasser mit ausgestrecktem Arm halten. In dieser Zeit müssen die anderen aus der Gruppe Perlen mit einem Strohhalm ansaugen und von A nach B transportieren. Wenn der Flaschenhalter die Flasche nicht mehr halten kann, ist die Zeit der Gruppe zum Perlen sammeln vorbei

4. Boas beschützt Rut

Rut war für damalige Verhältnisse leichte Beute: Eine alleinstehende Frau, die keinen Mann, also keinen Beschützer, hatte. Das war gefährlich! Grade so allein auf dem Feld wäre es kein Wunder gewesen, wenn jemand sie belästigt und grob behandelt hätte. Aber da tauchte Boas auf: Er sieht Rut und ist sofort irgendwie angetan von ihr. Vielleicht verliebte er sich auch direkt ein bisschen? Oder er bewunderte Rut‘s Tapferkeit und Fleiß? Er war auf jeden Fall tief beeindruckt von Rut‘s Treue Noomi gegenüber.

Wie auch immer: Er wurde ihr Beschützer und sagte zu ihr: »Bleib hier bei meinen Arbeiterinnen. Gib acht, wo sie das Feld abernten und geh hinter ihnen her! Ich habe den jungen Männern verboten, dich zu belästigen. Wenn du Durst hast, geh zu den Krügen dort. Trink das frische Wasser, das sie aus dem Brunnen schöpfen.« (Rut 2,8–9)

Rut konnte aufatmen! Wie es sich anfühlt, beschützt zu werden, könnt ihr im nächsten Spiel erleben:

Bodyguard (Wer schafft es am besten, zu verteidigen? 10, 5)

In der Mitte des mit Kreide markierten Kreises steht aus einer Gruppe eine Teilnehmerin als VIP. Um sie herum stehen drei mit Kissen bewaffnete Bodyguards aus derselben Gruppe, die den VIP beschützen sollen. Außerhalb des Kreises steht der Rest einer anderen Gruppe. Auf Kommando des Spielleiters versuchen ein bis drei Freiwillige, den VIP zu berühren. Die Bodyguards werden den VIP mit ihren Kissen verteidigen. Die Angreifer haben jeweils eine Minute Zeit.

5. Gerste nach Hause

Rut kam mit einem Scheffel Gerste nach Hause. Da war Noomi tief beeindruckt: »Von wem hast du das? Gott segne den, der so freundlich zu dir gewesen ist.« (Rut 2,19).

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Gerste Rut gesammelt hat, haben wir eine Aufgabe für euch:

Spiel: Gewicht schätzen (10,5 Punkte)

Rut bringt 33 Kilo Gerste nach Hause! Wie viel musste sie tragen? Die Gruppe sucht innerhalb von 3 Minuten einen Gegenstand oder mehrere in Kombination, von denen sie glaubt, dass sie 33 kg wiegen.

6. Bis zum Morgen liegen bleiben

Rut und Noomi bemerkten, dass Boas sehr nett zu Rut gewesen war – viel netter, als er hätte sein müssen. Was hatte das zu bedeuten? Boas war nicht irgendein Mann, sondern der Löser der Familie – also ihr Beistand in Not. Vielleicht meinte Gott es ja doch nicht schlecht mit Rut und Noomi?

Jedenfalls überlegte Noomi sich einen tollkühnen Plan: »Meine Tochter! Ich möchte ein neues zu Hause für dich finden, wo es dir gut geht. Boas ist doch unser Verwandter. Du warst bei seinen Arbeiterinnen. Pass auf – er wird heute Nacht auf dem Dreschplatz Gerste worfeln (also Getreidekörner von Stroh und Spreu trennen). Bade und salbe dich! Dann zieh dich an und geh zum Dreschplatz! Zeige dich ihm nicht, bevor er zu Ende gegessen und getrunken hat. Gib acht, wo er sich zum Schlafen hinlegt. Dann geh hin und leg dich zu ihm unter die Decke! Er wird dir sagen, was du tun sollst.« (Rut 3,1–4)

Noomi schlug Rut also tatsächlich vor, sich zu einem für sie beinahe wildfremden Mann unter die Decke zu legen! Ich finde das moralisch fragwürdig, aber das war Noomis Plan und Rut willigte ohne Wenn und Aber ein. Was sie dabei wohl gefühlt hat? Bestimmt war sie total aufgeregt! Wer weiß, was da alles passieren kann?!? Jedenfalls setzte Rut Noomis Plan tapfer um: Sie legte sich unter Boas Decke.

Boas wurde mitten in der Nacht wach und bekam gewiss auch einen großen Schrecken, als er sich auf einmal neben einer Frau wiederfand. Aber er war nicht sauer, sondern erkannte, dass Rut es ernst meinte und ihm grade eine Art sehr ungewöhnlichen Heiratsantrag gemacht hatte. Er versprach Rut, sich dafür einzusetzen, dass die beiden heiraten können. Dann sagte er ihr: »Leg dich schlafen bis morgen früh!« (Rut 3,13)

Dass Rut eine Armbanduhr dabei hatte, ist relativ unwahrscheinlich. Wie hat sie die Zeit bloß abgeschätzt? Konnte sie vor lauter Aufregung überhaupt schlafen? Diese Gedanken könnt ihr euch jetzt machen:

Spiel: Zeit schätzen (10, 5)

Wann ist es Zeit, aufzustehen? Aus jeder Gruppe legt sich einer in der Mitte auf den Boden. Nach einem Startsignal schätzt jeder für sich, wann wohl eine Minute rum ist. Wenn er denkt, es ist soweit, steht er auf und setzt sich auf seinen Platz.

Ein gutes Ende

Nun hat die Geschichte voller Hoffen und Bangen doch noch ein gutes Ende genommen. Rut und Boas konnten heiraten und bekamen einen Sohn! Noomi bekam wieder eine Familie – auch wenn sie ihre Söhne gewiss immer noch schmerzlich vermisste. Aber sie konnte wieder vertrauensvoll in die Zukunft schauen. Und ihre Freundinnen sprachen zu Noomi: »Gepriesen sei der Herr! Er hat dir einen Erben und Löser geschenkt. Sein Name soll in Israel berühmt sein! Er gibt dir wieder Lebenskraft und versorgt dich im Alter. Er ist ja das Kind deiner Schwiegertochter, die dich liebt. Sie ist für dich mehr wert als sieben Söhne.« (Rut 4,16).

Ist das nicht ein wunderschönes Bild für eine echte Frauenfreundschaft, die durch Dick und Dünn geht? Und an Noomi können wir sehen, wie unser Leben durch alle Höhen und Tiefen hindurch geleitet und begleitet wird. Auch wenn wir bittere Phasen erleben: Gott meint es gut und kann uns zu völlig neuen Perspektiven führen.

Wir haben noch zwei Spiele für euch, die die Geschichte als gesamte in den Blick nehmen:

Gegenstände aus der Geschichte (für jeden Gegenstand 1 Punkt)

Welche Gegenstände kommen in der Rut-Geschichte vor? Für jeden Gegenstand, den ihr innerhalb von 5 Minuten besorgt, gibt es einen Punkt. Kreativität ist gefragt und wird zugelassen.

Anspiel zum Thema Hoffen und Bangen (Jury entscheidet. 15, 10, 5, 3)

Überlegt euch ein Anspiel zum Thema Hoffen und Bangen. Je kreativer, desto besser. Es muss nicht Rut sein, sondern kann auch nur mit dem Thema verknüpft sein. 15 Minuten Zeit zum Vorbereiten, dann stellt jede Gruppe ihr Stück vor.

Danach wird natürlich noch bekannt gegeben, wer den großen Rut-Bibel-Spieleabend gewonnen hat.

Wenn wir hoffen und bangen, sind das Momente in unserem Leben mit einem ungewissen Ausgang. Oft müssen wir uns dabei mit Themen auseinandersetzen, die wir eigentlich eher meiden. Die Corona-Krise, die Flutkatastrophe und auch der Tod von Philipp Mickenbecker (Real Life Guys) haben auch junge Menschen aktuell ungewöhnlich stark mit diesen Herausforderungen konfrontiert und auch sehr berührt. Darum möchten wir euch mit unserem neuen KON-Thema Anregungen geben, auch solche Themen anzugehen. In Bibelarbeiten und Stundenentwürfe findet ihr Impulse, die ins Gespräch führen und begründete Hoffnung vermitteln.

Diese Themenreihe enthält 6 Einheiten über den Propheten Elisa. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter  

Gottes Wege sind manchmal seltsam, aber es lohnt sich, sie zu gehen!

Checker

Ich darf Gott vertrauen und andere zu diesem Vertrauen einladen, auch wenn Gott oftmals anders handelt, als ich denke!

Der Text an sich

Naaman, ein syrischer Feldhauptmann, ist krank. Er leidet an Aussatz (siehe unten). Naaman ist ein hoher Beamter am Hofe des Königs und wird von diesem wertgeachtet und geschätzt (V.1).

Die Dienerin, eine Kriegsgefangene, die sich aber scheinbar gut eingelebt hat im Hause Naamans, gibt einen heißen Tipp – sie scheint den Gott Israels gut zu kennen. Hier im Text nimmt sie, zusammen mit der Ehefrau Naamans, fast die Funktion eines guten Freundes ein. Beide Frauen helfen Naaman auf die Sprünge. Sie trauen sich, etwas zu sagen, werden gehört und Naaman geht dem Rat der beiden Frauen nach und reicht beim König ein Urlaubsgesuch ein. Und der König? Der ist einverstanden und redet Naaman gut zu (V.5), ja gibt ihm sogar Geschenke und einen Brief an den König von Israel mit – eine heikle Sache, denn zwischen den beiden Ländern herrscht eigentlich Krieg … Der Inhalt des Briefes ist jedoch nicht ganz so geschickt gewählt, sodass der israelitische König nicht wie erwartet reagiert. Er ist wütend und wittert Krieg – ist sich auf der anderen Seite aber auch seiner eigenen Grenzen bewusst! Das Ganze zieht Kreise und gelangt irgendwie auch bis zu Elisa, einem Propheten Gottes, dem Nachfolger von Elia. Und der gibt nun von Weitem die Anweisung, der König solle den fremden Feldhauptmann doch zu ihm nach Hause schicken. Das tut er auch und so landet der vornehme Naaman mitsamt seinen Geschenken und seinem ganzen Gefolge vor der kleinen Prophetenbude.

Und jetzt wird es spannend!

  1. Elisa lässt einen Boten schicken und kommt gar nicht selbst zur Tür.
  2. Das, was Elisa dem Naaman durch den Boten ausrichten lässt, das gefällt diesem gar nicht. – Da hätte er doch was ganz anders erwartet! Siebenmal untertauchen in einer dreckigen Brühe, das kann doch nicht der Ernst des Propheten (und damit der Ernst Gottes) sein!
  3. Wieder sind es die Diener Naamans, die ihn „überreden“, die für ihn einstehen, die sich trauen etwas zu sagen und die damit Naaman umstimmen und er das Ganze nun doch ausprobiert.
  4. Es funktioniert! Unglaublich, aber wahr! Naaman wird wieder gesund!

Aussatz: Es gab zwei Arten von Aussatz, einmal den, der isoliert hat (vor den Toren der Stadt, abgesondert, raus aus der Gemeinschaft) und einmal die „harmlose“ Variante, das scheint hier der Fall zu sein – gleichzusetzen mit Schuppenflechte, Neurodermitis.

Zeit: Die Begebenheit spielt während der Zeit des Nord- bzw. Südreiches, also irgendwo zwischen 900 und 722 v. Chr. Einige Wochen hat die ganze Aktion bestimmt gedauert.

Der Text für mich

Wow, was für ein voller, wundersamer, genialer Text! Hat Naaman nicht richtig zugehört, dass er statt zum Propheten erst mal zum König geht? Das hatte die Dienerin ja eigentlich recht eindeutig gesagt … Kannte er vielleicht den Weg nicht?

Naaman hat keine Lust, in die dreckige Brühe zu steigen, hatte er doch was ganz anderes erwartet! Opfertiere bringen, noch mehr Geschenke herbeischaffen, sich betend in den Staub legen – all das hätte er bestimmt gemacht. Aber in einem dreckigen Fluss baden? Das konnte doch nicht im Ernst Gottes Weg sein!

Auch ich bin herausgefordert, Gott zu vertrauen und manchmal auch Dinge zu tun, die mir nicht sinnvoll erscheinen.

  • Was ist mein „Jordan“?
  • Wo müsste ich mich überwinden und einfach mal was ausprobieren?

Sechsmal taucht Naaman unter in dem Schmutzwasser, erst beim 7. Mal passiert etwas. – Manchmal muss man einfach Geduld haben und Gott vertrauen – und warten … Es lohnt sich!

Der Text für dich

Starter

Naaman bekommt hier einen komischen Auftrag über Elisa von Gott übermittelt. Wenn man die Hintergründe kennt und erzählt, dass der Jordan ein sehr schmutziger Fluss war, dann könnte das, was Naaman hier tun muss, eher wie eine Mutprobe wirken. Gott verlangt komische Dinge. Das könnte man jetzt denken an der Stelle. Doch man könnte es auch so formulieren: Indem wir den Mut aufbringen, aus dem Rahmen zu fallen, mal was anderes zu tun als gewohnt, werden wir große Dinge erleben. Das zu tun, was Gott will, das läuft uns nicht immer glatt rein in unser Leben, das erfordert Mut und Vertrauen – aber es wird belohnt, von Gott höchstpersönlich.

Checker

Den Checkern ist oft schon längst klar, dass Gott heilen und gesund machen kann. Sie wundert es sicher nicht, dass Naaman am Ende geheilt wieder nach Hause zurückgeht. Vielleicht finden sie auch den Auftrag, den Elisa hier übermittelt, nicht mal komisch, sondern sind solche Dinge von Gott schon „gewöhnt“. Hier kann man noch mal deutlich machen, dass Naaman auf kein Vorwissen und keine Vorerfahrungen über und mit diesem Gott zurückgreifen konnte. Daher ist es erst mal kein Wunder, dass er die ganze Aktion ablehnt. Er hat jedoch gute Freunde, die ihn ermutigen, das zu tun, was Gott sagt. – Wo können wir als Christen für unsere Mitmenschen solche guten Freunde und Ermutiger werden, die anderen helfen, Gottes gute Leitlinien für unser Leben in die Tat umzusetzen?

Der Text erlebt

Material

Idee1: große Tafel Schokolade, Würfel, Wanne mit schmutzigem Wasser, ein paar dreckige Waschlappen;
Idee 2: Lippenstift o. Ä.;
Verkündigung: Kaffeetasse, Königskrone, Briefumschlag mit Brief, Säckchen mit Schoko- oder Kaugummi-Münzen und ein verpacktes Geschenk, altes Unterhemd o. Ä., Smartphone, Klingel oder Glocke, Pferd mit Kutsche oder Matchbox-Auto, Emoji zornig, Taucherbrille, Reinigungstücher / Make-up-Tücher;

Farbkästen mit wasserlöslicher Farbe, 2 Wassergläser, 2 Babybadewannen, einige Waschlappen, 4 Pinsel (groß), Handtücher; Säckchen mit den unten genannten Fragen; großes Trinkglas, Eddings, Lebensmittelfarbe; kleines Marmeladenglas mit Deckel für jedes Kind, kleine Schüsseln oder größere Joghurtbecher, Meersalz, Backpulver, Duftöl, Zettel, Stifte für jedes Kind

Hinführung

Idee 1: Schokoladenessen und Abwaschen

Ihr spielt mit den Kindern das Spiel „Schokoladenessen“, jedoch ohne Messer und Gabel. In der Mitte liegt eine große, noch eingepackte Tafel Schokolade. Es wird reihum gewürfelt und wer eine 6 würfelt, der darf beginnen, die Schokolade auszupacken bzw. zu essen – und zwar so lange, bis das nächste Kind eine 6 würfelt.

Ziel des Spieles ist es, dass zumindest einige der Kinder zum Schluss schokoladenverschmiert sind und sich waschen müssen. Zum Waschen wird eine Wanne mit schmutzigem Wasser angeboten und ein paar dreckige Waschlappen.

Vermutlich werden sich die Kinder beschweren und dann kann man kurz ins Gespräch darüber kommen, warum es sinnvoller ist, zum Waschen sauberes Wasser zu nehmen.

Idee 2: Aussatz

Ein Mitarbeitender malt sich im Vorfeld mit Lippenstift oder Ähnlichem lauter kleine rote Punkte ins Gesicht und an die Arme (und sollte dann natürlich ein kurzes T-Shirt tragen). Wenn alle Kinder bereits im Gruppenraum zusammen sind, dann kommt er zur Tür rein und tut einfach so, als wenn nichts wäre: Er begrüßt die Kinder ganz normal und wartet dann, welche Reaktionen von den Kindern kommen.

Danach kann man gemeinsam mit den Kindern kurz ins Gespräch kommen über Aussatz. Es kann auch gefragt werden, wer von den Kindern beispielsweise an Neurodermitis oder Schuppenflechte leidet.

Verkündigung


Verkündigung mit Gegenständen

Die Geschichte rund um Naaman wird anhand mehrerer Gegenstände erzählt und für die Kinder dargestellt.

  • Lippenstift bzw. Schokolade (je nach Einstieg)

Naaman sieht ähnlich aus wie XY (der Mitarbeitende mit den Lippenstift-Punkten aus dem Einstieg) bzw. fühlt sich ähnlich schmutzig wie ihr schokoladenverschmierten Kinder eben. Er hat Aussatz. Das ist eine Hautkrankheit, die, ebenso wie Neurodermitis oder Schuppenflechte heute, juckt und unangenehm ist, sich ausbreitet und immer wieder Entzündungen hervorruft. Naaman ist ein Feldhauptmann, einer, der bei der Armee des Königs arbeitet. Er ist dort gerne gesehen, genießt einen guten Ruf und auch der König mag ihn sehr. Nur seine Krankheit, die nervt. Und die hätte er gerne weg. Doch bisher hat noch nichts geholfen, was er ausprobiert hat …

  • Kaffeetasse

Eines Tages, Naaman sitzt gerade im Wohnzimmer und kratzt seine Wunden, da bekommt er ein Gespräch mit zwischen seiner Frau und deren Dienerin. Die Dienerin ist eine junge Frau aus Israel, eine Kriegsgefangene. Sie ist sehr nett und zuvorkommend und versteht sich blendend mit Naamans Frau. Aber auch der Naaman, der findet sie ganz nett!

Die beiden, die Frau von Naaman und die Dienerin, die sind also mitten im Gespräch und dabei geht es um ihn – um Naaman. „Ich wünschte“, sagt die Dienerin, „der Naaman würde sich aufmachen in mein Heimatland, nach Israel. Dort gibt es einen Propheten – der könnte den Naaman bestimmt wieder gesund machen!“ Als das Naaman hört, bekommt er große Ohren und Augen. Ein Prophet in Israel, der ihn wieder gesund machen könnte? Kann das wirklich sein? Naaman überlegt nicht lange, redet noch mal selbst mit der Dienerin und macht sich dann auf den Weg zum König, um einen Urlaubsantrag abzugeben.

  • Königskrone (selbst gebastelt oder von Burger King)

„Du willst nach Israel in den Urlaub fahren, lieber Naaman? Das kann doch nicht dein Ernst sein!“, sprudelt es aus dem Mund des Königs heraus … Naaman druckst etwas herum. Na ja, nicht direkt um Urlaub zu machen. Dort soll es einen Propheten geben, der mich wieder gesund machen kann“, antwortet Naaman. „Ich will es zumindest probieren!“

  • Briefumschlag mit Brief drin (V. 7 als Brief formulieren)

„Na, wenn das so ist“, meint der König, „dann hast du meinen Segen. Probier es aus. Ich hoffe, der Mann kann dir helfen! Ach, und weißt du was? Ich gebe dir gleich noch einen Brief mit für meinen Kollegen, den König von Israel. Den gibst du ihm – und dann wird bestimmt alles gut!“

  • Säckchen mit Schoko- oder Kaugummi-Münzen und ein verpacktes Geschenk

Ach, und dann fiel dem König noch etwas ein: Wenn du schon mal dort bist, dann nimm doch gleich noch ein paar Geschenke mit und ein bisschen Gold und Silber. Der König von Israel soll ja nicht denken, dass wir uns lumpen lassen …

Gesagt, getan. So kam es, dass Naaman mit einem ganzen Trupp an Dienern und mit vielen Geschenken und guten Wünschen losritt, gen Israel, zum Palast des Königs. Beim König angekommen, übergab er zuerst einmal den Brief (Brief auspacken und von einem Kind vorlesen lassen).

  • altes Unterhemd o. Ä. (zum Zerreißen geeignet)

Frage an die Kinder: Was meint ihr denn, wie der König von Israel jetzt reagiert hat?

Der war total wütend, hat seine Kleider zerrissen (das Unterhemd o. Ä. vor den Augen der Kinder zerreißen) und dachte, der König von Aram möchte einen Krieg anzetteln …

Frage an die Kinder: Was war denn nicht richtig in dem Brief?

Naaman war das Ganze superpeinlich – und nun wusste er auch nicht weiter …

  • Smartphone

Da ertönte auf einmal der Buschfunk und eine Nachricht von Elisa traf ein: „Lieber König von Israel, ich habe läuten hören, dass bei dir gerade ein Naaman steht, der an einer Krankheit leidet und gesund werden möchte. Dass du das nicht machen kannst, ist klar, aber mein Gott, der könnte den Naaman wieder gesund machen. – Deshalb schick den Mann doch einfach zu mir!“

  • Pferd mit Kutsche oder Matchbox-Auto

Gesagt, getan. Naaman setzte sich wieder in seine Kutsche und machte sich auf den Weg zu Elisa. Unterwegs malte er sich schon mal aus, wie das funktionieren könnte, dass Elisa ihn wieder gesund macht. Vielleicht würde er ihm die Hände auflegen und dabei ein Gebet sprechen … Naaman war schon ganz aufgeregt, als er von Weitem das Haus des Elisa erblickte. Ob der wohl schon vor der Tür stand und auf ihn wartete? Schließlich bekam er wahrscheinlich nicht jeden Tag so hohen Besuch …

  • Klingel oder Glocke

Doch weit gefehlt. Elisa stand nicht vor der Tür und war auch nirgendwo zu sehen. Aber das hier war da, eine Klingel. Und die drückte Naaman – einmal, zweimal, sogar dreimal. Doch in der Tür erschien nicht Elisa, sondern lediglich sein Diener. „Ich weiß schon Bescheid,“ sagte der. „Ich habe eine Botschaft für dich von meinem Herrn Elisa.“

  • Schüssel mit Dreckwasser

„Er lässt dir ausrichten: Wenn du wieder gesund werden willst, dann sollst du bitte genau siebenmal im Jordan untertauchen!“

  • Emoji rot (zornig) – ausgedruckt oder sonst ein zorniges Gesicht

„Ich soll was??? In der dreckigen Brühe siebenmal untertauchen? Ja, seid ihr denn von allen guten Geistern verlassen!!! Das kann doch wohl nicht euer Ernst sein! Wisst ihr eigentlich, wen ihr hier vor euch habt? Den Feldhauptmann des Königs von Aram! – Und überhaupt, warum kommt Elisa nicht selbst heraus, um mir das zu sagen! Das ist ja wohl eine Frechheit! Das mache ich auf gar keinen Fall! Da fahre ich ja lieber wieder nach Hause …“

Naaman war ganz schön aufgebracht. Er packte seine Sachen zusammen und machte sich wutentbrannt wieder auf den Heimweg. – Und wären da nicht seine Diener gewesen, die ihn sehr gerne mochten, dann wäre er sicher schneller wieder zu Hause gewesen, als man gucken kann. Die Diener, die er dabeihatte, das waren auch gute Freunde, und die nahmen jetzt allen Mut zusammen und redeten noch mal kräftig auf Naaman ein: „Probiere es doch aus! Was hast du denn zu verlieren! Mehr als schiefgehen, kann es doch nicht! Und wenn Elisa jetzt was Kompliziertes von dir gefordert hätte, dann hättest du es doch auch gemacht.“

  • Taucherbrille

„Na gut, ihr habt ja recht! Dann probiere ich es eben“, ließ Naaman sich überzeugen. Er nahm allen Mut zusammen, setzte seine Taucherbrille auf (auch du setzt die Taucherbrille auf) und tauchte unter … Igitt, war das Wasser dreckig. Dort ein Frosch, hier ein Fisch. Da ein paar Algen und dort ’ne Ladung Matsch auf dem Boden. Angenehm war das nicht, aber Naaman tauchte unter:

EINMAL (alle „tauchen“ nach unten ab) – nichts passierte;

ZWEIMAL (alle „tauchen“ nach unten ab) – nichts passierte;

DREIMAL (alle „tauchen“ nach unten ab) – nichts passierte;

VIERMAL (alle „tauchen“ nach unten ab) – nichts passierte;

FÜNFMAL (alle „tauchen“ nach unten ab) – nichts passierte;

SECHSMAL (alle „tauchen“ nach unten ab) – nichts passierte;

  • Reinigungstücher / Make-up-Tücher

SIEBENMAL (alle „tauchen“ nach unten ab) – WAS WAR DAS??? Der komplette Ausschlag war verschwunden!!! (Auch dem Mitarbeitenden werden die Lippenstiftpunkte abgewischt bzw. die schokoladenverschmierten Kinder bekommen ein paar Reinigungstücher.)

Unglaublich! Naaman war total aus dem Häuschen! Wie konnte das sein? Wahnsinn, da hatte Elisas Gott ganze Arbeit geleistet. Naaman war total geflasht und begeistert. Wie hatte er das nur anzweifeln können?

Die andere Idee

Erzählung am Fluss

Gehe gemeinsam mit den Kindern an einen Fluss und erzähle dort die Geschichte. Evtl. kannst du einen zweiten Mitarbeitenden mit einspannen, der den Naaman darstellt und das (pantomimisch) mitmacht, was du von Naaman erzählst. Diesem Mitarbeitenden könnten im Vorfeld Punkte mit etwas dickerer, aber wasserlöslicher Farbe auf Gesicht und Arme gemalt werden, die sich dann nach dem siebten Mal Untertauchen alle hoffentlich vollständig wieder abgewaschen haben. Beim Untertauchen und auch sonst könntest du natürlich versuchen die Kinder, mit in die Geschichte einzuspannen.

Achtung: Im Vorfeld solltet ihr am Fluss die Regeln besprechen, die es während der Geschichte zu beachten gilt – z. B. alle Kinder dürfen die Schuhe ausziehen / müssen die Schuhe unbedingt anlassen; es darf nur so und so nah an den Fluss herangegangen werden …

Der Text gelebt  

Wiederholung

Je nach Verkündigung könnt ihr folgende Methode wählen:

Gegenstände

Wenn ihr die Geschichte vorhin mit Gegenständen erzählt habt, dann könnt ihr jetzt die Kinder noch mal erzählen lassen. Jeder, der mag, nimmt sich einen Gegenstand (evtl. auch ein Kind 2 Gegenstände oder 2 Kinder zusammen einen Gegenstand). Dann sollen sich die Kinder mit den Gegenständen in die richtige Reihenfolge bringen und dürfen nun die Geschichte mit eigenen Worten noch mal erzählen.

Farbbild

Wenn ihr den Kindern die Geschichte am Fluss erzählt habt, dann könnt ihr die Geschichte wiederholen, indem ihr die Kinder ein großes Bild malen lasst. Legt dazu auf dem Boden ein großes Blatt Papier aus oder ein Betttuch und stellt Pinsel und Farben bereit. Ein Kind darf nun nach vorne kommen und einen Satz zur Geschichte erzählen und dabei einen Pinselstrich aufs Bild malen. Ist das passiert, wird das malende und erzählende Kind abgelöst vom nächsten Kind. Auch dieses Kind darf einen Satz aus der Geschichte weitererzählen und dabei das begonnene Bild um einen weiteren Pinselstrich ergänzen. – So wird die Geschichte nach und nach fertig erzählt und das Bild komplett … Seid gespannt, was dabei Schönes entsteht!

Gespräch

Wenn ihr mögt, könnt ihr hierfür den Würfel vom Schokoladenessen noch mal zu Hilfe nehmen. Gewürfelt wird reihum, wer eine 6 würfelt, darf sich aus einem Säckchen eine der folgenden Fragen ziehen, diese vorlesen und von den anderen Kindern beantworten lassen.

Fragen:

  • Welche Person in der Geschichte begeistert euch am meisten und warum?
  • Was meint ihr, warum sollte Naaman siebenmal in dem dreckigen Wasser untertauchen, um wieder gesund zu werden? Warum hat sich Gott hier nichts anderes ausgedacht?
  • Mit welchen Gefühlen konnte Naaman wohl jetzt seine Heimreise antreten?
  • Was meint ihr, was genau hat Naaman durch diese Geschichte über Gott gelernt?
  • Das zu tun, was Gott von uns möchte, ist manchmal gar nicht so einfach und erfordert Mut und Vertrauen. – Hast du schon mal etwas gemacht, was schwer war, wo du aber wusstest, dass Gott es von dir möchte?
  • Hast du auch schon mal einen Freund / eine Freundin auf Gott hingewiesen und ihn oder sie ermutigt, das zu tun, was Gott möchte?

Merkvers

Aber seine Diener redeten ihm zu und sagten: „Herr, bedenke doch: Wenn der Prophet etwas Schwieriges von dir verlangt hätte, hättest du es bestimmt getan. Aber nun hat er nur gesagt: Bade dich und du wirst gesund! Solltest du es da nicht erst recht tun? (2. Könige 5,13).

Während der Satz gesagt wird, tauchen die Jungscharler siebenmal unter. Das heißt, sie machen sieben Kniebeuge.

Gebet

Naaman sollte insgesamt siebenmal untertauchen, um wieder gesund zu werden.

Füllt ein großes Trinkglas mit Wasser und gebt einen Tropfen Lebensmittelfarbe dazu, sodass das Wasser nicht mehr sauber aussieht.

Überlegt dann gemeinsam mit den Kindern, für welche kranken Menschen ihr zusammen beten könntet und schreibt deren Namen mit einem Edding auf das Glas. Bei der nächsten Gruppenstunde könnt ihr ja mal schauen, ob es schon was Neues gibt von den Menschen, deren Namen auf dem Glas stehen.

Kreatives

Badesalz herstellen

Stellt mit den Kindern zusammen Badesalz her. Dieses könnt ihr bei der nächsten Gruppenstunde dann in kleine Marmeladengläser umfüllen und jedem Kind ein Glas mit nach Hause geben.

Ihr braucht dazu pro Kind:

  • eine kleine Schüssel, die hinterher nicht mehr zum Essen benötigt wird (ein großer Joghurt- oder Quarkbecher ist auch ok)
  • 1 kleine Tasse Meersalz
  • 1 Prise Backpulver
  • 4 Tropfen Duftöl (Lavendel, Mango, Zitrone …)
  • 2 Tropfen Lebensmittelfarbe (je nach Duftrichtung eine passende Farbe)

Und so wird es gemacht:

  1. Gib das Meersalz in die Schüssel, dann das Backpulver, das Duftöl und die Lebensmittelfarbe.
  2. Vermische alles, bis das Badesalz gut eingefärbt ist.
  3. Decke die Schüssel ab und lass das Ganze einen Tag lang stehen.
  4. Jetzt kannst du das Badesalz in ein Marmeladenglas umfüllen und den Deckel zuschrauben.

Spielerisches

Ran an den Farbtopf

Ihr spielt in zwei Teams gegeneinander. Jeweils ein mutiger Mitspieler lässt sich zu Beginn vom Team seines Gegners mit Wasserfarbe anmalen. Je nach Wetter und Situation der Mitspieler entscheidet ihr im Vorfeld, was genau angemalt werden darf (nur die Füße, die Arme, das Gesicht …). Für das Anmalen hat die Gruppe jeweils einen Farbkasten, zwei Pinsel und ein Glas Wasser zur Verfügung und eine Minute Zeit. Danach werden die angemalten Mitspieler wieder in ihre jeweiligen Teams geschickt. Diese bekommen eine Babybadewanne mit Wasser und ein paar Waschlappen und Handtücher und müssen nun so schnell wie möglich versuchen, ihren angemalten Mitspieler wieder sauber zu bekommen – und zwar ohne dessen Mithilfe.

Rätselhaftes

Die Kinder bekommen jeweils einen Zettel und einen Stift. Jedes Kind schreibt nun die Buchstaben des Wortes „Wasser“ untereinander groß auf den Zettel. Auf ein Startkommando darf hinter jeden Buchstaben eine Sache geschrieben werden, die man mit Wasser machen kann, also z. B.:

W = Wäsche waschen

A = Angeln

S = sauber machen

S = Suppe kochen

E = Eiswürfel

R = rumspritzen

Wer als Erster hinter jedem Buchstaben etwas Sinnvolles stehen hat, der gewinnt das kleine Rätsel.

(T)Extras

Aktionen

Wenn ihr mögt, dann könnt ihr das gemeinsam hergestellte Badesalz auch an kranke Menschen verschenken und damit gleich einen Jungscharbesuch verbinden.

Zielgedanke

Jesu Blick ist anders: Er sieht die, die Frieden machen. Freue dich und hab keine Angst. Du gehörst zu Gott!

Merkvers

Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.

Matthäus 5,9; Luther 2017

Situation der Jungscharler

Die Jungscharler wissen wie es ist, für etwas ausgelacht und gehänselt oder in der Schule beschimpft und ausgegrenzt zu werden. Sie erleben, wie Menschen verfolgt werden und aus ihrem Land flüchten müssen.
Die Jungscharler können beschreiben, was für sie Glück bedeutet. Die neusten Spielsachen zu besitzen, der Beste im Sport zu sein und beim direkten Kräftemessen als Sieger hervorzugehen. Gute Noten zu schreiben und dafür zu Hause einen „Lohn“ zu erhalten. Keinen Streit mehr mit den Eltern zu erleben und eine heile Familie zu haben. Kinder im Jungscharalter haben ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Jede Ungerechtigkeit, die sie selbst betrifft, wird als verletzend empfunden. Die Jungscharler können erkennen, dass Menschen Fehler machen und dass nicht alles gut ist, was sie tun.

Erklärungen zum Text

Die Bergpredigt ist eine von fünf großen Redeblöcken, die wir im Matthäusevangelium finden. Der Aufbau der Seligpreisungen wiederholt sich. Der erste Teil beschreibt Eigenschaften, Situationen oder Wesensarten des Menschen. Der zweite Teil ist für diese Menschen eine Verheißung.

Selig sind …
Wenn im Luthertext das Wort selig verwendet wird, geht es um das Beschenktwerden von Gott. Selig meint: Du darfst dich freuen, dich glücklich schätzen. „Die haben Glück, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder sein.“

… die Friedfertigen
Wörtlich: „Die, die Frieden machen.“ Hier geht es nicht darum, geduldig abzuwarten oder die Augen zu verschließen, sondern aktiv zu werden und damit zum Frieden beizutragen. Das ist das Erkennungszeichen der Kinder Gottes und daher werden sie Söhne und Töchter Gottes sein. Es geht nicht um Menschen, die eine friedfertige Haltung haben oder die von ihrer Persönlichkeit eher friedlich sind. Sondern um das Handeln und Tun, das Frieden schafft. Jesus sagt diese Worte in eine besondere Situation hinein. Die Menschen waren bewaffnet und wollten das Reich Gottes mit Gewalt herbeiführen. Sie wollten dafür sorgen, dass die Herrschaft Gottes sichtbar wird. Jesus dreht es um und sagt, dass Gott selbst sein Reich heraufführt und diejenigen glücklich sein dürfen, die darauf vertrauen. Die bewaffneten Krieger nannten sich selbst Kinder Gottes. Jesus nennt die Kinder Gottes, die Täter des Friedens sind. Wer Frieden um sich bereitet, gehört zu Gottes Familie (Söhne und Töchter).

… die Verfolgten
Der Text unterscheidet zwischen denen, die um der Gerechtigkeit willen und denen, die um Jesu willen verfolgt werden. Das Erste steht für das, was Jesus verkündet. Beim Zweiten geht es um Jesus selbst. Wer für Jesus und seine Lehre eintritt und deswegen verfolgt wird, der darf sich auf das freuen, was Gott für ihn im Himmel bereithält. Der „Lohn“ ist nicht als ein Verdienst zu verstehen, sondern als ein Geschenk, auf das man sich schon heute freuen darf.

Treffpunkt

Spiele

Der Fall der Mauer
Alle Spieler stellen sich im Kreis auf. Man muss dabei darauf achten, dass der Abstand zwischen den Spielern gleichgroß ist. Nun erhält jeder Teilnehmer eine gleiche Anzahl von Bausteinen. Seine Aufgabe besteht darin, vor sich eine Mauer aus den Steinen zu bauen.
Nun erhält jeder Spieler eine Zeitung, die er zu einer festen Rolle zusammenrollt. Auf ein Startzeichen muss jeder versuchen, die Mauer der anderen umzuwerfen und gleichzeitig seine Mauer zu schützen. Es darf aber nur die Zeitung zum Kämpfen benutzt werde, Körperkontakt ist verboten. Wenn die eigene Mauer eingerissen wurde, scheidet man aus. Gewinner ist der Teilnehmer, dessen Mauer am längsten stehen bleibt.

Der Doppelkreis
Die Kinder werden in zwei Gruppen geteilt. Die Gruppen müssen nicht unbedingt gleich groß und gleich stark sein, es kann zum Beispiel sehr gut eine Mädchengruppe und eine Jungengruppe gegeneinander spielen. Die Gruppenmitglieder stellen sich zusammen und haken sich unter. Eine Gruppe bildet einen inneren Kreis und eine den äußeren Kreis. Sie haben nun die Aufgabe zu tauschen, die innere Gruppe muss also komplett nach außen und die äußere Gruppe muss in den Kreis. Die Gruppen müssen dabei aber zusammenbleiben.

Die Eroberung
Das Spiel wird auf einer großen Rasenfläche gespielt. Man muss ein Spielfeld von mindestens 10 x 10 Metern markieren. An zwei gegenüberliegenden Ecken stehen zwei Spieler. Alle anderen Teilnehmer befinden sich im Spielfeld. Die Aufgabe der beiden Spieler ist es, das Spielfeld zu erobern. Das haben sie geschafft, wenn sie sich an den Händen halten. Alle anderen Teilnehmer müssen das verhindern. Sie dürfen dabei aber keine Gewalt anwenden. Schafft es die Gruppe gemeinsam, sich gegen die beiden Eroberer durchzusetzen?

Bretterkampf
Es wird ein dickes Brett von mindestens drei Meter Länge benötigt. Das Brett wird an den Enden hoch gebaut, z. B. auf zwei Steine, sodass es ca. 10-15 cm über dem Boden liegt. Man muss darauf achten, dass es fest liegt. Zwei Mitspieler stehen sich auf dem Brett gegenüber. Sie haben jeder eine Schwimmnudel (Schwimmhilfe zum Schwimmen lernen) in der Hand. Mithilfe dieser Schwimmnudel müssen sie sich gegenseitig vom Brett schubsen.
Achtung: Es darf nicht mit den Händen, sondern nur mit dem Gegenstand gestoßen werden. Gewonnen hat der, der am längsten auf dem Brett steht.

Zeitungsabschlagen
Alle stehen im Kreis. Einer steht in der Mitte und hat eine zusammengerollte Zeitung in der Hand, die er als „Schlagstock“ benutzen darf. Ein Spieler im Kreis beginnt und sagt den Namen eines anderen Mitspielers. Die Aufgabe des Spielers in der Mitte besteht nun darin, den genannten Spieler abzuschlagen. Er kann das aber verhindern, indem er, bevor er abgeschlagen wird, den Namen eines anderen Spielers sagt. Wenn ein Spieler abgeschlagen wird, muss er als neuer „Schläger“ in die Mitte.

Knackpunkt

Die Jungscharler erzählen, wie die letzte Woche für sie war. Dazu legen sie beim Erzählen für jedes gute Erlebnis einen farbigen Stein/Glasnugget in die eine Schale und für jedes schlechte Erlebnis einen andersfarbigen Stein/Glasnugget in die andere Schale. Die Jungscharler können der Reihe nach oder einfach frei nach Bedürfnis reden.
Im Anschluss legen die Mitarbeiter ein großes DIN-A3-Plakat in die Mitte des Stuhlkreises. Darauf steht in fetten Buchstaben: „glücklich und zufrieden“. Ein Mitarbeiter fragt die Jungscharler, was sie glücklich und zufrieden macht. Nun dürfen die Jungscharler selbst auf das Plakat schreiben oder malen, was sie glücklich und zufrieden macht. Im Anschluss werden die Sachen für alle laut vorgelesen.

Spiel: Das Schoko-Glück
Schokolade macht bekanntlich glücklich und wurde evtl. von den Jungscharlern oder Mitarbeitern auf das Plakat geschrieben.
Die Jungscharler setzen sich im Kreis auf den Boden. Ein Teller mit Schokoladenstückchen oder Bonbons wird in die Mitte des Kreises gestellt. Je nach Größe der Gruppe kann mit ein oder zwei Würfeln gespielt werden. Wer eine Sechs würfelt, darf sich ein Stückchen vom Teller nehmen. Wird das Spiel zu lang, kann man eine weitere Zahl oder einen zweiten Würfel dazunehmen.
Nun wird das Plakat umgedreht. Auf der andern Seite steht: „Glücklich sind …“ Woran erinnert ihr euch aus den letzten Jungscharstunden? Falls sich niemand erinnert, nehmt die Bibel und schlagt Matthäus 5,3-12 auf und lest noch mal nach.
Zu jeder Seligpreisung werden entsprechende Stichworte aufgeschrieben (siehe Vorlage  Knackpunkt). Wenn alle Seligpreisungen der Reihe nach von einem Mitarbeiter aufgeschrieben wurden, schaut euch die letzten drei genauer an. Dazu wird die Gruppe in mind. zwei Mannschaften eingeteilt. Aus jeder Mannschaft setzt sich ein Jungscharler auf einen Stuhl, der vor der eigenen Mannschaft steht. Nun erklärt ein Mitarbeiter den jeweiligen Vers. Danach müssen die Jungscharler eine Aufgabe erfüllen.

Zur 7. Seligpreisung: „Glücklich sind die, die Frieden machen, denn sie werden Gottes Söhne und Töchter sein.“
Aufgabe: Zählt abwechselnd innerhalb von 45 Sekunden auf, wodurch Streit entstehen kann.
Im Anschluss greift eines der genannten Beispiele auf und fragt die Jungscharler, wie man in dem genannten Beispiel Frieden stiften könnte.

Zur 8. Seligpreisung: „Glücklich sind Menschen, die um Jesu willen verfolgt werden oder Nachteile haben. Sie werden groß sein in der zukünftigen Welt / Himmel und gerettet werden. Geärgert oder ausgelacht zu werden, ist nicht schön und verletzt.
Aufgabe: Zählt abwechselnd innerhalb von 45 Sekunden auf, wofür man manchmal im Freundeskreis und in der Schule geärgert und ausgelacht werden kann.

Aktion: Bierdeckel werfen
Das Ziel dieses Spiels besteht darin, (Un-)Gerechtigkeit deutlich werden zu lassen und nach einer Lösung zu suchen, mit der alle glücklich und zufrieden sind.
Die beiden Mannschaften bleiben bestehen und gehen jeweils in eine Hälfte des Raumes. Die Mitte wird mit einem Seil getrennt. Nach dem Anpfiff dürfen die beiden Mannschaften ihre zugeteilten Bierdeckel in die andere Hälfte der gegnerischen Mannschaft werfen. Die Bierdeckel dürfen immer nur einzeln geworfen werden. Alle Bierdeckel, die zurückkommen, dürfen innerhalb einer Minute einzeln wieder zurückgeworfen werden. Ziel des Spiels ist es, nach einer Minute möglichst wenige Bierdeckel in der eigenen Hälfte zu haben.
Achtung! Um die Ungerechtigkeit zu verdeutlichen, kommt es zu einer Regeländerung. Mannschaft A bekommt deutlich mehr Bierdeckel als Mannschaft B. Oder das Seil wird deutlich näher zu der einen als zur anderen Mannschaft gelegt. Die „benachteiligten“ Jungscharler werden ihr Recht einfordern. Greift die Situation auf, fragt die Jungscharler, was und warum das ungerecht ist und was man machen kann, damit Frieden entsteht und alle glücklich und zufrieden sind. Setzt die Lösung um und spielt das Spiel wie oben angegeben.
Das Plakat kann als Erinnerung in dem Jungscharraum aufgehängt werden.

Doppelpunkt

Setzt euch mit den Jungscharlern an einen großen Tisch und verteilt einen bereits vorbereiteten „Siegespunsch“ für ihre tolle Leistung.

Rezept für Siegespunsch
„Rote Brause“
Zutaten: Kirschsaft und Zitronenlimonade
Die beiden Zutaten werden in einem gewünschten Verhältnis miteinander vermischt und abgeschmeckt. Eiswürfel können nach Bedarf dazugegeben werden. Toll sind kleine Schirmchen und/oder witzige Strohhalme.
Zur Stärkung könnt ihr aufgeschnittenes Obst dazustellen.

Während die Jungscharler sich stärken, werden die zwei Arbeitsblätter verteilt. Beide Blätter werden für die Gesamtlösung (Merkvers) benötigt.
Lasst die Jungscharler die Blätter erarbeiten und besprecht das Ergebnis in eurer Gruppe. Schreibt den gesamten Vers an eine Tafel oder auf ein großes Blatt und lest ihn gemeinsam.
Ein Mitarbeiter ermutigt die Jungscharler zusammenzufassen, was es heißt, aus Jesu Sicht glücklich und zufrieden zu sein. Aus Jesu Sicht sind nicht unbedingt die glücklich, die besonders erfolgreich, reich oder beliebt sind. Sondern es dürfen sich die freuen, die ihr Leben nach Gott ausrichten und sich für Gott und andere Menschen einsetzen und Frieden schaffen. Diese Menschen sind Gottes Kinder und dürfen sich auf die versprochenen Verheißungen freuen.
Die Seligpreisungen können noch einmal zusammengefasst werden, indem der Lückentext bearbeitet wird. Die Kopiervorlage befindet sich in der Datei im Anhang.

Schlusspunkt

Karten mit Seligpreisungen wurden vor der Stunde im Gelände oder Raum verteilt. Die Jungscharler suchen die Karten und sortieren sie in die richtige Reihenfolge. Zum Abschluss werden die Seligpreisungen noch einmal vorgelesen. Die Gruppenstunde schließt mit einem Gebet.

Bausteine

Lieder

Aus: Kinder feiern Jesus
Nr. 1    Jetzt geht’s los
Nr. 38  Verzeih mir
Nr. 74  Allen Kindern dieser Erde
Nr. 81  Bino batata

1. Vorbemerkungen

2014 – die Welt ist im Fußballfieber und sogar ich als eher verhaltener Fußballfan kann mich kaum noch halten. Eine Bewegung geht durchs Land und alle sind dabei. Es sind unsere Jungs, es ist unser Land, Freunde und Nachbarn sitzen zusammen, grillen, liegen sich in den Armen, weinen und lachen. Fußball vereint die Nation und gute Nachrichten müssen einfach unters Volk. Einem Fußballfan brauchst du nicht sagen: „Erzähl doch mal von deiner Leidenschaft!“ Ein Fußballfan LEBT Fußball, er erzählt der Kassiererin bei Edeka, dass er noch Fußball gucken geht, er nimmt seine Freunde zum nächsten Public Viewing mit! Warum? Ganz einfach, weil er möchte, dass seine Freunde das auch sehen können, dabei sind, miterleben. Fußballfans haben eigentlich nie Probleme ihre Freunde anzuquatschen, von ihrer Begeisterung weiterzuerzählen.

Mit unserem Glauben an Jesus sieht es oft anders aus. Ja, vom Prinzip wollen wir es schon gern weitersagen und finden das auch irgendwie wichtig, aber empfinden es dann doch auch anstrengend, manche haben auch Angst davor oder haben schlechte Erfahrungen gemacht. Manche Christen stehen unter einem regelrechten Druck. Wie wäre es, so entspannt von Jesus weiterzusagen, wie wir andere Dinge, die wir toll finden auch liken und verbreiten. Wir wär’s, wenn wir mutig von dem erzählen, der liebt und heilt, der unser Leben verändert hat, der so viel Kraft und Macht hat, das er diese Erde schuf und bewegt. Wie wäre das, wenn es so normal und fröhlich wäre, wie wir von einer Leidenschaft wie Fußball erzählen? Was hindert uns daran? Was macht es uns schwer? Was könnte helfen?

2. Zielgedanke

Die Teens sollen miteinander ins Gespräch kommen über das Thema „Gutes weitergeben – von Jesus weitersagen“. Es geht darum, falsch verstandenen Druck rauszunehmen und sie zu ermutigen, einfach, fröhlich und so, wie sie es können, von Jesus weiterzusagen in dem Wissen, dass es um die beste Nachricht der Welt geht.

3. Einführung

3.1 Hinführende Ideen und Spiele

Spiel „Schokobunker“

In einem anderen Raum als dem, in dem ihr euch trefft, werden ganz viele Schokoküsse, Schokolade, sonstige Süßigkeiten, die eure Teens gern mögen, aufgebaut und schön angerichtet. Die Teilnehmer erhalten kleine Zettel, auf denen verschiedene Anweisungen stehen:

  • In der Küche ist ein Schokoladenparadies. Gehe hin und iss dort so viel du willst. Erzähle niemandem von diesem Raum.
  • In der Küche ist ein Schokoladenparadies. Es wird auf jeden Fall für alle reichen. Lade andere ein, mitzukommen. Erzähle ihnen aber nichts von dem, was dort ist.
  • In der Küche ist ein Schokoladenparadies. Gehe hin und iss so viel du willst. Entscheide selbst, ob du andere dazu einlädst.
  • Falls dich irgendjemand anspricht und zu etwas einlädt, sei skeptisch. Man weiß ja nie, was heutzutage so passiert.
  • Falls dich jemand anspricht, sprich nicht mit ihm und lass dir auf gar keinen Fall irgendetwas aufdrängen.
  • Falls dich jemand zu etwas einlädt, bedanke dich sehr herzlich und komme einfach mit und sieh dir an, wozu er/sie dich eingeladen hat.
  • In der Küche ist ein Schokoladenparadies. Versuche dich heimlich dort hinzuschleichen. Muss ja nicht jeder wissen.
  • Bleib still auf deinem Stuhl sitzen, egal was geschieht.

Die Teilnehmer sollen nun genau das tun, was auf ihrem Zettel steht. Der Gruppenleiter beobachtet die Situation. Es kann ganz unterschiedlich ausgehen. Entweder sind dann doch alle in der Küche und lassen es sich gut gehen, oder ein Teil der Leute sitzt im Raum und ein anderer ist in der Küche. Dann wird das Spiel nach einiger Zeit abgebrochen und jeder hat noch die Möglichkeit, etwas Süßes zu essen.

Danach werden die Teens in Kleingruppen aufgeteilt.

3.2 Fragen für die Kleingruppe

  • Welchen Auftrag hattest du und wie ging es dir damit?
  • Hättest du lieber einen anderen Auftrag bekommen?
  • War es schwer, anderen von dem Schokoladenparadies zu erzählen? Warum ja, warum nein?
  • Welche Gründe gäbe es, so eine gute Nachricht für sich zu behalten – ganz unabhängig von deinem Auftrag?
  • Was hätte es erleichtert, anderen etwas weiterzusagen?

4. Einstieg

Zum Einstieg können die Beispiele Fußball und Shopping gebracht werden mit einer Überleitung, vom Glauben, von Jesus, weiterzusagen. Hier kann auch eine Verbindung zum Spiel hergestellt werden.

Talkdiskussion am Boden

  • Grünes Plakat: Wenn die Leute nur wüssten, dass Jesus so ist …
    • Ich wünschte mir, dass die Leute Folgendes über Jesus wüssten …
  • Rotes Plakat: Manchmal ist es ganz schön schwer, anderen von Jesus zu erzählen, weil …
  • Grünes Plakat: Von meinem Glaube erzählen … das mache ich so …

5. Hauptteil

Matthäus 28,16-20 gemeinsam lesen.

Ein ganz besonderer Auftrag für die Jünger

Die Jünger haben total viel mit Jesus erlebt. Sie sind total fasziniert und begeistert. Sie haben erlebt, dass Jesus den Tod besiegt, Kranke geheilt, ihr eigenes Herz berührt hat und jetzt kommt der Zeitpunkt, an dem Jesus sich von ihnen verabschieden und ihnen noch ein paar wichtige Dinge sagen will.

5.1 Hallo Zweifler

Im Bibeltext steht, dass da ein paar dabei waren, die zweifelten. Sie haben zwar auch alles gesehen und erlebt, aber sie sind immer noch etwas unsicher. Jesus ermutigt sie und nimmt sie mit hinein in seinen Auftrag. Er schickt sie nicht weg, er gibt ihnen auch eine Aufgabe. Zweifel gehören zum Glauben und auch zum weitersagen von Jesus dazu. Sie sind normal und auch wichtig. Christen haben Fragen und es ist nicht alles klar. Das ist voll in Ordnung.

5.2 Wer hat die Macht und den Plan?

Jesus. Das macht er seinen Jüngern noch mal klar. Ich hab weiterhin alles im Griff, im Himmel und auf der Erde. Alles, was ihr machen müsst, ist, an mir dranzubleiben und ich zeig euch dann, wie es weitergeht.

5.3 Go, go, go

Jetzt kommt er, der große Auftrag, der vielleicht dem einen oder anderen damals etwas Angst machte. Geht los, erzählt anderen von mir. Zeigt ihnen, wer ich bin, behaltet das Gute, das ihr erlebt habt, nicht für euch. Ihr seid meine Worttransporter. Ihr seid die, die von mir weitererzählen können. Tut das – aber nicht gezwungenermaßen, sondern mit Freude und weil ich euch die Kraft dafür gebe!

5.4 Herzlich Willkommen …

… ich, Jesus, bin schon da. Ich gehe mit, ich lasse dich nicht allein, bin immer bei dir, jeden einzelnen Tag. Also hab Mut und lass dich nicht erschrecken, unter Druck setzen oder entmutigen. Ich, Jesus, bin bei dir und gebe dir die Kraft, von mir weiterzusagen. Das gilt für heute und ermutigt uns, entspannt und fröhlich mit Jesus zu leben und da, wo es sich ergibt, von ihm weiterzusagen.

6. Abschluss

An dieser Stelle bietet sich an, mit den Teens noch ganz konkret zu überlegen, wie das heute gehen kann, von Jesus weiterzusagen. Vielleicht ist auch Zeit für eine ganz konkrete Spinn-Aktion oder etwas, was ihr gemeinsam in die Tat umsetzen wollt, z. B. im Teenkreis, mit Freunden, in der Stadt.

Ganz viel Freude dabei! Und vielleicht erzählt ihr mir ja mal, was ihr so gemacht habt, oder wie es weitergegangen ist!

Geschichte

Die 16-jährige Stefanie Link aus der Nähe von Freiburg hatte mit ihren Freundinnen in der Jahrtausendwende Sylvester gefeiert. Als ihre Mutter am nächsten Tag aufsteht, ist Stefanie immer noch nicht zu Hause. Am Nachmittag schaltet die Mutter die Polizei ein. Einige Stunden später findet man die Leiche von Stefanie in einem Waldstück. Vergewaltigt und ermordet. Die Fahndung nach dem Täter ist erfolgreich. Innerhalb weniger Tage wird er gefasst. Ein Gericht verurteilt ihn zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung. Aber für die Mutter Ursula und für Nadine, die 14-jährige Schwester, beginnt eine grausame Zeit. Ursula kann nicht mehr arbeiten. Nadine bekommt Probleme in der Schule, wird zur Außenseiterin. Zwei Jahre nach der Tat versucht Nadine, sich das Leben zu nehmen. Aber der Versuch scheitert. Einige Freunde der Familie helfen, wo sie nur können. Sie sagen zu Ursula und Nadine: „Der Einzige, der euch in eurer Situation noch helfen kann, ist Jesus Christus.“ Ursula Link und Nadine wissen: Sie haben nichts mehr zu verlieren. Sie kommen mit in die Gemeinde und lernen Gott näher kennen. Langsam geht es beiden besser. Der Lebensmut kommt zurück. Sie spüren: „Jesus Christus ist bei uns.“ Einige Jahre später, im Jahr 2009, erfährt Ursula, dass der Täter, der ihre Tochter ermordet hat, schwerstkrank in eine Klinik verlegt worden ist. Ihr wird mehr und mehr deutlich, dass sie ihm vergeben will. Sie vereinbart einen Termin und besucht den Mörder. Ursula reicht dem Todkranken ihre Hand und sagt ihm, dass sie ihm vergeben hat. Und sie weist darauf hin, dass Gott ihm – dem Mörder – vergeben will, wenn er seine Schuld bekennt.

Völlig unerwartet bittet der Mann, dass Ursula mit ihm betet. Und sie tut es. Die Mutter des Opfers betet mit dem Mörder. Unglaublich!

Mögliche Fragen in die Gruppe

  • Woher kam das, dass Ursula dem Mörder ihrer Tochter vergeben konnte?
  • Was können wir von dieser Frau lernen?

Input und Gespräch

Beim „Liebesgebot“ geht es um das Herzstück der Bibel. Jesus bringt das Hauptanliegen aller Gebote auf einen einzigen Satz: „Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst.“

Das, was Jesus hier sagt, zieht sich durch die ganze Bibel – vom AT bis zum NT. Die Liebe zwischen Gott und seinen Menschen ist die entscheidende Botschaft überhaupt (s. 5. Mose 6,4-5; 10,12).

Herz – Hingabe – Verstand: Gott will dich ganz!

Im jüdischen Denken sind Herz, Seele und Verstand eine Einheit. Wir Deutschen sind so geprägt, dass für uns diese drei Dinge getrennt sind. Jesus, der Jude war, sah das Ganze als eine Einheit. Glaube war für Jesus nicht nur Kopfsache. Es geht Jesus (auch heute noch) um Herzblut, um den Einsatz des eigenen Lebens. Es geht um Hingabe, sich selbst aufzugeben, seine eigenen Wünsche und Pläne in Gottes Hand zu legen. Und es geht um den Verstand, das Denken, unsere ganzen Entscheidungen Gott anzuvertrauen. Alles soll unter Gottes Hand sein. Egal, was ich denke, wofür ich kämpfe, was mich ausmacht, was ich vorhabe, alles darf ich Gott in die Hände legen. Ich darf als Mensch mit allem Drum und Dran Gott lieben. Mögliche Fragen an die Gruppe:

  • Habt ihr das schon mal erlebt, dass Menschen nur vom Glauben reden, aber selbst gar nicht so handeln?
  • Warum ist das nicht gut, nur mit dem Kopf zu glauben?

Beziehungen nach links und rechts

Es gibt ja nicht nur die Beziehung nach oben, sondern auch die nach links und rechts. Und es gibt auch noch die Beziehung zu mir selbst. Und diese beiden Beziehungen werden in Matthäus 22,39 angesprochen. Beziehungs-Dreieck: Gott – andere – ich (auf Flipchart aufmalen)

Interessant ist hier, dass es nicht heißt: „Liebe deinen Nächsten von ganzem Herzen, von ganzer Seele …“, sondern einfach nur „Liebe ihn!“ Die Liebe gegenüber dem anderen ist der Liebe zu Gott nachgeordnet und liegt auf einer zweiten Ebene. Manche Menschen könnten wir gar nicht lieben, wenn wir nicht die Liebe von Gott geschenkt bekommen würden. Und es steht hier: „Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.“ Auch uns selbst sollen wir lieben, annehmen, ehren, achten. Nur wer sich selbst annehmen und lieben kann, kann auch andere Menschen lieben. Mögliche Fragen an die Gruppe:

  • Kennt ihr Leute, die man nur schwer gern haben kann? Erzählt davon!
  • Wie könnte man sie trotzdem gern haben (mit Gottes Hilfe) und es ihnen zeigen?

Das Liebesgebot ist die Zusammenfassung der Gebote.

Aktiv-Teil am Flipchart:

Wir sammeln gemeinsam die Zehn Gebote auf der Flipchart (s. 2. Mose 20,1-17).

Und dann überlegen wir:

  • Wo geht es um die Beziehung zu Gott?
  • zu den Mitmenschen?
  • zu mir selbst?

Beziehungen haben Auswirkungen

Die Gebote eins bis vier sind auf Gott ausgerichtet – auf die Liebe zu ihm (ganz besonders das erste Gebot). Die Gebote fünf bis zehn sind auf unsere Mitmenschen ausgerichtet. Alle Beziehungen (zu Gott, zu mir selbst, zum anderen) haben Auswirkungen aufeinander. Sowohl negative als auch positive. Diese Zusammenhänge kann man sehr gut am Beziehungsdreieck verdeutlichen.

Negativ
Wenn ich einen Menschen hasse, dann leidet darunter meine Beziehung zu Gott und ich kann damit evtl. auch seine Beziehung zu Gott stören. Wenn ich persönlich eine gestörte Beziehung zu Gott habe, dann fällt es mir umso schwerer, andere Menschen zu lieben.

Positiv
Wenn ich einen anderen mit der Liebe Gottes liebe, auch wenn er einen schwierigen Charakter hat, dann spiegle ich die Liebe Gottes wider und gebe sie an andere weiter. Ich kann einen schwierigen Menschen meist nur lieben, wenn ich mich von Gott geliebt weiß. (Klein-)Gruppengespräch und GebetWo fällt es uns schwer, dieses Liebes-Gebot im Alltag zu leben?Am Ende beten wir in den Gruppen füreinander

Praktische Umsetzung

Liebe-Lern-Aktion

Ziel: Die Teilnehmer lernen, schwierigen Menschen etwas Gutes zu tun.


Material: kleine Schokoladentäfelchen (gibt es manchmal sehr günstig im Multipack beim Discounter o. Ä.) oder andere kleine Süßigkeiten, Stifte, schmale Papierstücke als Banderolen, Tesafilm, evtl. Gestaltungsmaterial und Klebstoff.


Durchführung: Die Banderole der Schokolade wird mit einem Mut machenden Spruch beschriftet (z. B.: Du bist ein wertvoller Mensch!). Jeder denkt nun an eine oder zwei Personen, die ihm nicht so liegen. Außerdem überlegt sich jeder, worüber sich die entsprechende Person außer der süßen Überraschung freuen könnte, und schreibt das auf einen kleinen Zettel, den er sich zu Hause auf den Nachttisch legen kann. Zum Abschluss beten wir für diese Menschen. Beim nächsten Mal ist Raum, von den Erfahrungen zu erzählen.

Altbekannte Geburtstagsspiele für ein nicht alt gewordenes Geburtstagskind

Schenkt uns Pfingsten einfach nur einen schulfreien Tag? Oder steckt doch noch mehr dahinter? Mit diesem fröhlichen Spielabend mit mehreren typischen Kindergeburtstagsspielen, könnt ihr den Jugendlichen die Bedeutung von Pfingsten spielerisch nahe bringen und mit ihnen das Geburtstagsfest der Kirche fröhlich feiern! Möglich wäre auch, diesen Abend als Einladungsaktion für neue Teilnehmende zu nutzen. Dann können zusammen mit den Jugendlichen die Einladungskarten gebastelt werden, und jeder darf „zwei neue Jugendliche“ zu dem Abend einladen und mitbringen.

Im Vorfeld

Die Mitarbeitenden verteilen in der vorherigen Gruppenstunde oder auch als Briefkasten-Überraschung Einladungskarten zum „Kindergeburtstag“. Diese können im Schreibwarenhandel oder Spielwarenladen gekauft oder auch mit typischen Kindergeburtstagsmotiven wie Luftballons, bunten Torten o. Ä. selbst gebastelt werden. Weitere Vorbereitungen für den Abend sind den jeweiligen Beschreibungen zu entnehmen.

Atmosphäre

Die Grundatmosphäre bei dieser Gruppenstunde kann durch eine gute Deko und passende Extras positiv beeinflusst werden. So lohnt es sich, den Raum wie für einen Kindergeburtstag zu schmücken, den Tisch mit Kindergeburtstagsservietten und -geschirr zu decken und im Hintergrund fröhliche Musik abspielen zu lassen (geeignet sind zum Beispiel Lieder von Rolf Zuckowski und diverse „Kinderschlager“ wie Pippi Langstrumpf, Biene Maja, Schnappi usw.).

Tipp: Dieser Abend ist absolut dafür geeignet, viele Schnappschüsse zu machen, die später verschenkt oder auf einer Bilderwand veröffentlicht werden können. Also Fotoapparat nicht vergessen.

Begrüßungsaktion

Zur Begrüßung wird jede/r Teilnehmende herzlich an der Tür willkommen geheißen und bekommt eine kleine Geburtstagströte (Spielwarenladen) – und eventuell auch einen Geburtstagshut. Um die Stimmung zu lockern und die Zeit zu überbrücken, bis alle da sind, können in typischen Kindergeburtstags-Einweg-Bechern auch Softgetränke, Kinderbowle oder alkoholfreie Cocktails serviert werden. Außerdem werden die Teilnehmenden motiviert, die Tröten immer wieder einzusetzen.

Typische Kindergeburtstagsspiele

Luftballontanz

Spielvorbereitung: Luftballons aufblasen und eine ca. 50–60 cm lange Schnur daran befestigen.

Jede/r Teilnehmende bekommt eine Schnur um den rechten Fuß gebunden, an deren anderem Ende ein aufgeblasener Luftballon befestigt ist. Sobald eine lebhafte Musik ertönt, tanzen alle durch den Raum und versuchen, ihren eigenen Luftballon zu schützen und andere Luftballons zu zertreten. Wem der Luftballon zertreten wurde, scheidet aus. Sieger ist derjenige, der bis zum Schluss noch seinen Luftballon am Fuß trägt. Er erhält eine kleine Süßigkeit.

Geburtstagslied

Eine Geburtstagsfeier ohne Lied geht gar nicht. Deshalb wird die Gruppe in zwei Untergruppen geteilt und soll nacheinander das bekannte Geburtstagslied von Rolf Zuckowski „Heute kann es regnen, stürmen oder schnei’n / Wie schön, dass du geboren bist“ singen. Die Gruppe, die es lauter und zugleich schöner vorgetragen hat, bekommen Bonbons.

Topfschlagen

Ein/e Teilnehmende/r wird vor die Tür geführt und die Augen verbunden. In der Zwischenzeit wird irgendwo im Raum ein auf den Kopf gedrehter Kochtopf aufgestellt und unter ihm eine kleine Süßigkeit verstaut. Der/ die Teilnehmende vor der Tür wird hereingeführt und mehrmals um die eigene Achse gedreht, damit er/sie die Orientierung verliert. Dann geht er/sie auf allen Vieren und bekommt einen Holzlöffel in die Hand. Nun bewegt er/sie sich krabbelnd vorwärts und schlägt immer mit dem Kochlöffel auf den Boden, auf der Suche nach dem Kochtopf. Die anderen dürfen mit „eiskalt / kalt / warm / heiß / ganz heiß“ Tipps zur Kochtopfentfernung geben. Ertönt das dumpfe Klingen des Holzlöffels auf dem Kochtopf, darf der/die Suchende die Augenbinde abnehmen, den nächsten Suchenden bestimmen und die Süßigkeit behalten.

Tipp: Man kann auch bei allen Teilnehmenden die Zeit stoppen, die für die Suche gebraucht wird und am Ende den Gesamtsieger ermitteln.

Brezel schnappen

Spielvorbereitung: Immer zehn kleine Mini-Salzbrezeln auf einer langen Schnur auffädeln. Die Anzahl der Brezelschnüre orientiert sich an der Anzahl der Teilnehmenden.

Die Brezelschnur wird entweder aufgehängt oder die beiden Enden von zwei Freiwilligen gehalten. Die Schnur sollte sich etwa in Nasen- bis Augenhöhe der Teilnehmenden befinden. Die Brezeln werden nun so angeordnet, dass nicht alle Brezeln in der Kuhle der Schnur durch- und aufeinanderhängen, sondern dass die Schnur straff gespannt ist und die Brezeln mit einem gewissen Abstand voneinander getrennt sind. Auf den Startpfiff hin muss der Spieler nun immer wieder hochhüpfen und versuchen die Brezeln mit dem Mund zu schnappen, abzubeißen und zu essen. Die Hände dürfen dabei nicht zu Hilfe genommen werden und es sollte möglichst wenig auf den Boden fallen. Am witzigsten ist es, wenn immer zwei oder drei Jugendliche parallel gegeneinander antreten und geschaut wird, wer der/die schnellste Brezelschnapper/in ist. Möglich ist auch, die Zeit zu stoppen und alle Brezelschnappenden am Ende zu vergleichen.

Schokokusswettessen

Alle setzen sich an eine lange Tafel, vor jedem steht ein Teller mit einem Schokokuss. Die Hände werden auf dem Rücken verschränkt und nach dem Startschuss versuchen alle, so schnell wie möglich den gesamten Schokokuss vom Teller zu essen, ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen. Wer zuerst den ganzen Schokokuss aufgegessen hat, gewinnt. (Super Fotomotive!)

Murmeln schätzen

Spielvorbereitung: Im Vorfeld 50 Murmeln in eine Glasvase abfüllen.

Die Glasvase mit den Murmeln wird gezeigt. Jede/r darf auf einem Zettel seinen Namen und seine Schätzung aufschreiben, wie viele Murmeln sich in dieser Vase befinden. Die Auflösung „50“ wird bekanntgegeben und derjenige, der am nächsten dran ist, bekommt wieder eine kleine Süßigkeit.

Schokolade auspacken

Spielvorbereitung: Eine Tafel Schokolade mit einem zusammengelegten Zeitungsbogen einpacken, mit Paketschnur zubinden, evtl. mit Klebeband sichern. Dann die nächste Schicht Zeitungspapier, usw. Das Zeitungspäckchen sollte mindestens 5–6 Schichten haben.

Alle Spieler sitzen um einen Tisch, in der Mitte liegen das Zeitungs-Schokoladenpäckchen, Messer und Gabel, Wollmütze, Handschuhe, Schal und Sonnenbrille. Nun wird reihum gewürfelt. Sobald jemand eine 6 würfelt, darf dieser ans Auspacken gehen: Zuerst Handschuhe, Mütze und Schal anziehen und die Sonnenbrille aufsetzen. Dann Messer und Gabel zur Hand nehmen und beginnen, das Zeitungspäckchen und die Schnüre aufzuschneiden, um zur Schokolade zu gelangen. Ist man bei der Schokolade angekommen, darf ein Stück abgeschnitten und gegessen werden. In der Zwischenzeit allerdings kreist der Würfel weiter reihum, und sobald ein anderer Spieler eine 6 hat, muss der “Schokoladenauspackende” aufhören zu schneiden, seine Verkleidung ausziehen, die der nächste so schnell wie möglich anzieht.

Tipp: Bei größeren Gruppen bietet es sich an, in mehreren Kleingruppen an separaten Tischen zu spielen. Achtung: dann wird nicht nur die Schokolade, sondern auch die restliche Ausrüstung mehrfach benötigt.

Feuer-Wasser-Erde-Luft – Version 1

Musik wird abgespielt, zu der sich alle frei durch den Raum bewegen. Sobald die Musik gestoppt wird, ruft der/die Mitarbeitende verschiedene Kommandos:„Feuer“, „Wasser“, „Erde“ „Luft“.

Feuer = alle rennen sofort zu einem brennbaren Gegenstand und berühren diesen.

Wasser = Der Boden darf nicht mehr berührt werden, man muss irgendwo hochsteigen (Achtung, da wird auch vor schön dekorierten Tischen nicht Halt gemacht!).

Erde = so schnell wie möglich in die Hocke gehen und den Fußboden berühren.

Luft = eine Wand berühren, weil selbst Wände die Luft nicht einschließen können.

Der/die letzte, der/die sich den entsprechenden Zufluchtsplatz sichert, wird als langsamster Spieler ausgerufen – bei harten Regeln scheidet er hiermit dann auch aus, bei softeren Regeln bekommt man immer wieder eine neue Chance, nicht zu den Verlierenden zu gehören. Sobald die Musik wieder einsetzt, bewegen sich alle erneut durch den Raum bis zum nächsten Musikstopp.

Impuls

Das Spiel “Feuer-Wasser-Erde-Luft” ist ein sehr altes Spiel, das viele sicher noch aus Grundschulzeiten kennen. Eben wurde es gespielt, wahrscheinlich mit so viel Spaß und Feuereifer, wie auch die anderen typischen Kindergeburtstagsspiele. Diese vier Elemente sind eigentlich sehr unterschiedlich und passen nicht zusammen. Nicht umsonst sagt man manchmal „die beiden sind wie Feuer und Wasser“. Entweder das Feuer ist so stark, dass das Wasser verdunstet, oder es hat so viel Wasser, dass das Feuer gelöscht wird. Beides sind gewaltige Elemente. Auch Erde und Luft sind besonders – Erde ist materiell, man kann sie anfassen und spüren – Luft ist grenzenlos, nicht zu fassen, nicht richtig sichtbar.

Schon die Naturphilosophen Griechenlands, vor allem aber die großen Philosophen Platon und Aristoteles haben ihre Aufmerksamkeit den vier Elementen gewidmet. Sie haben in Feuer, Wasser, Erde und Luft die Grundbestandteile allen Seins erkannt. Sie haben sie ganz klar voneinander unterschieden und auch Göttern zugeordnet, weil sie dachten, dass dies vier zentrale Mächte sind. Aristoteles hat den vier Elementen, die er als veränderlich einordnete, dann noch ein weiteres fünftes gegenübergestellt: den himmlischen Äther jenseits des Mondes, unwandelbar und zeitlos.

Der christliche Glaube hat viel Nähe zur griechischen Philosophie, jedoch hat er diese Lehre von den vier Elementen nie zu einem zentralen Bestandteil seiner Schöpfungslehre gemacht – auch wenn Augustinus, der Kirchenlehrer der Antike, und andere die Theorien zu den vier Elementen kannten.

Vielleicht liegt die Distanz zu dieser Lehre in dem begründet, was wir heute gemacht haben: wir haben Geburtstag gefeiert. Und nicht nur irgendeinen Geburtstag, sondern eigentlich den Geburtstag, der diese vier Elemente nicht trennt, sondern zusammenbringt: den Geburtstag der Kirche. Pfingsten! Gottes Geist trennt die Elemente nicht, er führt sie zusammen.

Lies Apostelgeschichte 2,1–11 vor.

Tipp: Vorher den Text einmal üben, da die Namen der Regionen nicht einfach zu lesen sind.

Vom Himmel her kam ein Brausen – die Luft, und zugleich sieht man etwas wie züngelndes Feuer über den Köpfen der Menschen. So kommt der heilige Geist auf die Erde, zu den Menschen, die Gott geschaffen hat. Und er wird den Menschen weitergegeben im Wasser der Taufe. Pfingsten ist ein Fest der Elemente, und nicht in ihrer großen Unterschiedlichkeit, sondern in ihrer Einheit in der Schöpfung.

Bis zu diesem Zeitpunkt war die gute Nachricht von Jesus, von seinem Handeln und Wirken auf der Erde, von seinen Erklärungen und Gleichnissen, von seinem Tod und seiner Auferstehung, örtlich sehr eingegrenzt. Wenn man es global betrachtet, hat nur ein winzig kleiner Teil der Menschheit überhaupt von ihm Notiz genommen. Und weltweit betrachtet war es auch nur ein winzig kleiner Fleck, an dem er sich aufgehalten hat. Doch nun, an Pfingsten, ändert sich das. Gott möchte nicht nur für sein Volk Israel der väterliche Gott sein, dessen Name „Ich bin für dich da“ ist. Er verleiht den Menschen seinen Heiligen Geist, damit sie begreifen und verstehen, damit sie sprühen und Feuer fangen, damit sie motiviert sind, anderen von der frohen Botschaft weiterzuerzählen. Und dieser heilige Geist befähigt sie nicht nur rhetorisch, sondern schenkt auch die Gabe, in allen möglichen Sprachen zu reden, damit die Botschaft weltweit zu allen Völkern gelangt – so wie Jesus es in Matthäus 28,19 als Auftrag gegeben hat: Geht in alle Welt und erzählt von mir, lebt es ihnen vor, tauft die Menschen, damit auch sie den heiligen Geist bekommen. Dadurch wurde Pfingsten zu einem wichtigen Fest, das oft nicht den Stellenwert bekommt, den es verdient hätte. Das war der Geburtstag der christlichen Kirche, die sich weltweit verbreitet hat.

Der Name „Pfingsten“ hängt auch mit einem weiteren Spiel von vorhin zusammen – mit dem Murmeln schätzen. Denn Pfingsten heißt im Altgriechischen „fünfzigster Tag“. Seit Ostersonntag der Auferstehung sind 49 Tage vergangen, und nun, am fünfzigsten Tag, sendet Gott, nach seinem Sohn, jetzt seinen Heiligen Geist zu dem Menschen. Zum Geburtstag der Kirche. Was für ein Fest muss das damals gewesen sein!

Heute haben wir auch Geburtstag gefeiert. Eher einen Kindergeburtstag – das passt vielleicht nicht ganz für die Kirche, da die schon ganz schön in die Jahre gekommen ist. Rund 2000 Jahre alt. Sollte man da vielleicht eher einen Grufti-Geburtstag feiern? Aber es liegt an uns, dass diese Kirche jung bleibt. Nicht nur durch Kindergeburtstagsspiele – vor allem durch unseren Einsatz, unsere Meinungsäußerungen, unser Mitwirken bei verschiedensten Möglichkeiten, können wir diese Kirche weiterhin jung erhalten. Denn die Botschaft ist keine Grufti-Botschaft, sie ist nicht veraltet und wird es nie sein. Auch heute ist es noch genauso aktuell wie damals, dass Gott Mensch geworden ist, dass er uns unendlich liebt, und dass wir dies weitergeben sollen. Dabei helfen uns das Brausen und das Feuer des Heiligen Geistes, der auch nicht in die Jahre gekommen ist, sondern uns immer wieder neuen Schwung schenkt.

Pfingsten – Kindergeburtstag oder Kirchenfest? Beides. Der Geburtstag einer Kirche, die mit dem Kind in der Krippe begann und mit dem Tod von Jesus nicht zu Ende war. Der Geburtstag einer Kirche, die die Auferstehung von Jesus an Ostern feiert, und die an Pfingsten, dem fünfzigsten Tag, feiert, wie der heilige Geist uns offene Ohren und Herzen schenkt, und uns Feuer für unser Leben als Christen hier auf der Erde gibt.

Pfingsten ist also ein Geburtstagsfest, bei dem wir in den Himmel schauen und uns daran freuen dürfen, dass Gott nicht weit weg im Himmel geblieben ist, sondern auf unsere Erde kam.

Pfingsten ist ein Fest, bei dem wir nicht als Einzelne dastehen, sondern in der Gemeinschaft der Christen – hier in dieser Gruppe, aber auch in der Gemeinschaft der Christen an unserem Ort, in unserem Land und weltweit.

Pfingsten ist das Fest, an dem wir feiern, dass wir alle wie ein gemeinsamer Leib / gemeinsamer Körper sind, obwohl jede/r Einzelne doch so unterschiedlich ist. Aber genau das macht es ja aus, wie bei einem Körper jedes Körperteil und jedes Organ seine wichtige Funktion fürs Ganze hat (1. Kor. 12,12 ff.).

Deshalb soll nun noch einmal Feuer-Erde-Wasser-Luft gespielt werden, aber mit neuen Elementen.

Feuer-Wasser-Erde-Luft Version 2

Gleiches Prinzip wie Version 1, aber mit zusätzlichen „Elementen“, bei denen jedoch kein Mitspielender ausscheiden sollte:

– Himmel = auf den Rücken legen und nach oben schauen

– Gemeinschaft = alle treffen sich im Kreis und halten sich an den Händen

– Kirche viele Glieder, ein Leib = alle legen sich auf den Boden und versuchen, mit ihren Körpern gemeinsam so schnell wie möglich einen Menschen mit Kopf, Bauch, Armen, Beinen zu formen.

Mit einem dieser verbindenden neuen Elemente am besten dann das Spiel aufhören.

Geburtstagskuchen

Trotz der Süßigkeiten zwischendurch darf natürlich auch ein Geburtstagskuchen nicht fehlen. Die Kerze wird entzündet und mit “Happy Birthday” oder “Viel Glück und viel Segen” ein Ständchen für das Geburtstagskind geschmettert, bevor der Kuchen angeschnitten wird.

Geburtstagstütchen

Vorbereitung: Tütchen mit Süßigkeiten füllen und den weiteren Inhalt besorgen / kopieren.

Bei den meisten Kindergeburtstagen bleibt es nicht nur bei den schönen Spielen, sondern die Kinder bekommen am Ende des Geburtstages als Erinnerung noch etwas geschenkt. In bunt bedruckte Tütchen werden diverse kleine Süßigkeiten gesteckt, und beim Geburtstag der Kirche darf es auch etwas mehr sein – vielleicht das Programm des Jugendkreises, der Hinweis auf den nächsten Jugendgottesdienst, die Verabredung, als Jugendgruppe gemeinsam den nächsten Gemeindegottesdienst zu besuchen, ein Bibelvers zu Pfingsten oder ein Segensvers für die Jugendlichen. Das Überreichen dieses Give-aways bildet den Abschluss dieser festlichen Gruppenstunde.

Bei diesem Weltspiel geht es darum, ein Gefühl für die Verteilung der Weltbevölkerung zu bekommen und wie Reichtum bzw. Energieverbrauch weltweit verteilt sind. Es geht um die Frage weltweiter Gerechtigkeit. Diese soll für die Teilehmenden erlebbar werden. Das Spiel will motivieren, sich durch seinen Lebensstil für weltweite Gerechtigkeit einzusetzen.

Schritt 1: Wie verteilt sich die Weltbevölkerung auf die einzelnen Erdteile?

Die einzelnen Ecken des Gruppenraums erhalten je ein Schild auf dem der Name eines Erdteils steht. Die Jugendgruppe steht für die Weltbevölkerung. Wie verteilt sich die Weltbevölkerung auf die einzelnen Erdteile?

Entsprechend ihrer Vermutung dazu sollen sich die Teilnehmenden auf die angedeuteten Erdteile verteilen. Die Anzahl anschließend gemäß angehängter Tabelle korrigieren: Dazu kommentieren, bzw. Jugendliche befragen (z. B. Mir war klar, dass Asien einen hohen Bevölkerungsanteil hat, aber dass er so hoch ist, hat mich doch überrascht …).

In der folgenden Tabelle wurde von 15 Teilnehmern ausgegangen.

*Quelle IEA 2006 **Anzahl der Mitspieler insgesamt

Bei geringer Teilnehmerzahl ist es empfehlenswert, die Welt noch weiter zu vereinfachen. Dazu gehen wir einfach davon aus, auf der Welt gäbe es nur folgende drei Erdteile: Europa, Afrika, Asien.

Schritt 2: Wie ist der Reichtum auf der Erde verteilt?

Jetzt sollen die Teilnehmenden einschätzen, wie der Reichtum auf der Erde vereilt ist.

Vorbereitend z. B. 2-3 Tafeln Schokolade in Stückchen zerteilen und zunächst auf je einem Teller pro Kontinent gleichmäßig verteilen, z. B. pro Person 3 Stückchen.

Nun sollen die Jugendlichen den Reichtum (in Form von Schokostückchen) so zwischen den Kontinenten aufteilen, wie sie die Verteilung des Reichtums faktisch einschätzen. Schokolade soll noch nicht gleich gegessen werden. Natürlich könnte man im Zusammenhang mit Erntedank Schokolade durch Früchte ersetzen.

Anschließend gilt es, die Anzahl gemäß folgender Tabelle zu korrigieren: (Reichtum gemessen als Bruttonationaleinkommen d. h. Summe des Wertes aller Waren & Dienstleistungen.)

*Quelle IEA 2006 **Anzahl der Schokostückchen, die „als Reichtum“ zur Verfügung stehen.

Dazu kommentieren, bzw. Jugendliche befragen:
• Wie fühlt sich das für euch an?
• Merkt ihr etwas von dieser ungleichen Verteilung im Alltag?
• Falls nein, warum nicht?
• Wo seht ihr Ursachen für diese Ungleichverteilung?

Mit großer Wahrscheinlichkeit werden von den Mitspielern viele Gründe in den Entwicklungsländern bzw. in Afrika gesucht: Korruption, ineffektive Regierungsführung, usw.

Wichtig ist es, hier ergänzende Informationen einzustreuen, die das Bild etwas korrigieren:
• Die ungleiche Verteilung von Bildung, Infrastruktur macht es Entwicklungsländern schwer aufzuholen
• Die reichen Industrienationen nutzen ihre Macht, um Zölle und Welthandelsabkommen so zu gestalten, dass es der eigenen Wirtschaft nützt. So werden z. B. so genannte Qualitätsstandards in der EU festgeschrieben, bei denen es eigentlich darum geht, z. B. den EU-Markt vor landwirtschaftlichen Produkten aus Afrika zu schützen.
• Die EU subventioniert die Landwirtschaft und wirft damit z. B. Unmengen billige Tomaten auf den afrikanischen Markt. Es lohnt sich in vielen Ländern Afrikas nicht, Tomaten anzubauen, weil die italienischen so billig sind. Mit Milch bzw. Milchpulver verhält es sich entsprechend. Viele afrikanische Bauern werden dadurch arbeitslos.
• Entwicklungshilfe wird oft nur gewährt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden, die unserer Wirtschaft nützen. Man könnte also sagen, wir ernten, wo wir gar nicht gesät haben und profitieren von der Armut anderer.

Info: Afrika südlich der Sahara hat in den vergangenen 20 Jahren durch Handelsliberalisierung ungefähr so viel Geld verloren wie es Entwicklungshilfe erhalten hat, nämlich 272 Milliarden US$.

Quelle: Christian Aid: The economics of failure. The real cost of ‚free‘ trade for poor countries. A Christian Aid Briefing Paper. London 2005

Schritt 3 – Variante A: Verteilung des CO²Ausstoßes weltweit

Jetzt sollen die Teilnehmenden einschätzen, wie der CO₂-Ausstoß weltweit verteilt ist. Entsprechend sollen aufgeblasene Luftballons zwischen den Kontinenten aufgeteilt werden. Die Anzahl anschließend gemäß folgender Tabelle korrigieren: Dazu kommentieren, bzw. die Jugendlichen befragen.

*Quelle IEA 2006

Im Gespräch bewusst machen, dass wir als Deutsche durchschnittlich 2 ½ Malso viel CO₂

ausstoßen wie der weltweite Durchschnitt und etwa 5 Mal so viel,wie die Erde durchschnittlich verträgt.

Was ernten andere davon, dass wir so viel CO₂ „säen“?
• Darunter leiden z.B. die Bewohner von Inselstaaten besonders stark. Die Bewohner der kleinen Insel Tuvalu haben mit Neuseeland Verträge abgeschlossen, dass die Bevölkerung nach Neuseeland emigrieren kann. Denn bei den gegenwärtigen Entwicklungen rechnen sie damit, dass ihre Insel in absehbarer Zeit unter den steigenden Fluten verschwinden wird.
• Aber auch in Afrika südlich der Sahara leidet die Bevölkerung vertärkt unter den Auswirkungen des Klimawandels. Längere Dürrezeiten, sinkender Grundwasserspiegel …
• Was könnte mein persönlicher Beitrag sein? Z.B. weniger Fleisch und Wurst essen? Was könnte unser Beirag als Jugendgruppe sein?

Ein Impuls zu der Vision des Propheten Amos würde dazu passen: „Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegener Bach.“ Amos 5, 24

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu den Seligpreisungen aus der Bergpredigt von Jesus, wie sie in JUMAT 3/17 enthalten sind. Jeweils 2 Seligpreisungen werden dabei zu einer Einheit zusammengefasst.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält die Themenreihe noch eine Anleitung zum bau eines Glücksrades, dass thematisch zu den Einheiten verwendet werden kann.

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