Mose

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Mose aus JUMAT 3/16. Sie beginnt mit der wunderbaren Errretung von dem kleinen Mose und begleitet ihn bis zum Ausbruch aus Ägypten. Die Reihe umfasst Texte aus den ersten 14 Kapiteln des 2. Buch Mose.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält diese Reihe noch einen Baustein mit Experimenten. Die Experimente passen inhaltlich zu den Einheiten und greifen jeweils einen Schwerpunkt heraus. Die Experimente können in die Gruppenstunden eingebaut werden. Natürlich besteht auch die Möglichkeit alle Experimente zusammenfassend zu den Mosegeschichten zu verwenden

Zielgedanke

Die Kinder sollen spüren, dass es toll ist, wenn Gott Menschen beruft und eine Ahnung davon bekommen, dass Gott auch mit ihnen etwas vorhat.

Merkvers

Ich bin euer Gott, der für euch da ist.
2. Mose 3,14a; HfA

Situation der Jungscharler

Kinder erleben ständig, dass sie für irgendetwas zu klein, zu jung oder zu unbedeutend sind. Auf Dauer kann das ganz schön nerven. Wie toll ist da ein Gott, der einfach Menschen sieht, die er liebt und die er mit einzigartigen Gaben ausgestattet hat – auch, vielleicht sogar besonders, die Kinder. Kinder lieben darüber hinaus Spannendes und Spektakuläres. Ein brennender Busch, der nicht verbrennt, also etwas eigentlich Unmögliches, ist da natürlich ganz wunderbar und weckt Interesse. Gleichzeitig lernen Jungscharler erst gegen Ende der Jungscharzeit ganz langsam zwischen Wahrheit und Fiktion für sich zu unterscheiden. Deswegen ist es wichtig, nicht zu viel Wert auf das Wunder zu legen, sondern mehr auf das Element der Beziehung: Gott baut hier eine Beziehung zu Mose auf. Die beiden werden sozusagen Freunde. Das ist etwas, was Kinder nachvollziehen können und lieben. Daran lässt sich anknüpfen.

Erklärungen zum Text

Mose ist raus. Er ist raus aus dem ägyptischen Königshaus und seiner guten Stellung dort. Raus aus der Legalität (schließlich hat er jemanden umgebracht). Raus aus seinen sozialen Kontakten. Raus aus dem Land. Raus aus allem.
Der ehemalige Pharaonenadoptivsohn mit glänzender Zukunft ist Schafhirte in der Wüste – was für ein Karrieresturz. Aber auch persönlich erlebt er einen Absturz, der seines Gleichen sucht. Was macht das mit einem Menschen, wenn er ein Verbrechen begeht, zu dem er sich vorher selbst sicher nicht für fähig gehalten hätte; wenn er fliehen muss; alles verliert, was sein Leben bisher ausgemacht hat usw.? Wie der größte Held wird sich Mose wohl nicht gerade gefühlt haben.
Nun ist Mose schon einige Jahre als Schafhirte für seinen Schwiegervater unterwegs in der Wüste und erlebt dabei wahrscheinlich insgesamt eher wenig. Außer den Routinearbeiten, die man als Hirte halt so zu tun hat, dürfte es in der Wüste echt eintönig und einsam gewesen sein.
Umso mehr Aufmerksamkeit zieht dieses Phänomen auf sich, das Gott da inszeniert: Ein Feuer in den Bergen, in der Wüste. Ein einzelner Busch brennt lichterloh – und verbrennt nicht. Das ist Pyrotechnik vom Feinsten, eine tolle Bühnenshow für den Auftritt des „Engels des Herrn“ und für Gott selbst.
Natürlich geht Mose nachschauen. Er will wissen, was da los ist. Mose wundert sich (schließlich erlebt er ja auch ein Wunder) und begegnet in diesem wunderbar brennend-aber-nicht-verbrennenden Busch Gott selbst. Das muss man sich mal vorstellen: Gott selbst redet mit einem mörderischen Schafhirten im Exil mitten in der Wüste. Gott redet auf eine ganz besondere Art und Weise, mit Spezialeffekten.
Aber er redet nicht nur, sondern Gott tut zwei Dinge, die eigentlich unglaublich sind.
Er gibt sich zu erkennen, sagt Mose seinen Namen und sein Programm. Er offenbart sich Mose ganz deutlich. Gott tritt mit Mose in Beziehung, baut eine Freundschaft auf und stellt sich, höflich wie er nun mal ist, zu Beginn vor. „Ich bin da“ Ist das nicht ein toller Name und ein noch besseres Programm unseres Gottes?
Er beauftragt Mose mit nicht weniger als der Rettung seines Volkes. Gerade Mose, der sein Volk schon mal retten wollte und dabei zum Mörder wurde? Gerade Mose, der weggelaufen ist und sich seit Jahren in der Wüste verkriecht? Gerade Mose soll Gottes Namen und Programm, Gottes „Ich bin da“ bei den Israeliten deutlich machen und zeigen? Genau diesen Mose sucht Gott sich aus.

Fragen für das Mitarbeiterteam:
Wer ist Gott eigentlich für dich? Tauscht euch im Team über euer persönliches Bild von Gott aus. Denkt ihr, dass der Name „Ich-bin-da“ zu Gott passt? Warum?
Mose wird beauftragt, Gottes Programmnamen zu folgen und quasi in die Tat umzusetzen. Könnt ihr euch als Mitarbeiter auch als Berufene sehen, die den Kindern Gottes „Ich bin da“ vorleben, zeigen und spürbar vermitteln dürfen? Wenn ihr euch dieses Bild als Ziel und Zweck eures Mitarbeiterseins vorstellt, würdet ihr in eurem Programm oder eurem Verhalten gegenüber den Kids etwas ändern wollen? Wo geschieht das aber auch schon supergut?

Treffpunkt  

Spiele

Kerzen mit Wasserpistole ausschießen
Auf einem Tisch stehen mehrere brennende Kerzen. Zwei Mitspieler treten gegeneinander an. Sie stehen nebeneinander im Abstand von ca. 5 Metern vor den Kerzen. Sie haben jeder eine Wasserpistole in der Hand und haben nun die Aufgabe, damit die Kerzen mit der Wasserpistole auszuschießen. Der Spieler, der mehr Kerzen ausschießt hat gewonnen.

Schwimmkerzen trocken legen
Zwei Teilnehmer spielen gegeneinander. Jedes Team hat eine Schüssel mit Wasser, in die mehrere brennende Schwimmkerzen gesetzt werden. Jeder Spieler erhält einen Becher und muss damit die Schüssel ausschöpfen, dabei darf er aber die Kerzen nicht auslöschen. Gewonnne hat der Spieler, bei dem die Kerzen als erstes auf dem Trockenen stehen und noch brennen.

Strumpfhosengesichter
Ein Spieler zieht sich eine Feinstrumpfhose über den Kopf. Dadurch werden die Nase und alle Gesichtszüge zum Teil verformt. Nun wird dem Spieler ganz langsam die Strumpfhose vom Gesicht gezogen und dadurch entstehen, lustige, verrückte, außergewöhnliche und manchmal auch hässliche Strumpfhosengesichter. Egal wie man aber aussieht, trotzdem ist jeder wertvoll.

Aktionen

Vorbereitungen für Knackpunkt
Nutzt den Treffpunkt, um Requisiten usw. für den Knackpunkt mit den Kindern vorzubereiten und auszuprobieren, z. B. Schafkostüme aus ganz viel Watte, Tonpapier und Gummiband basteln.

Malwand
Die Jungscharler können an eine Tafel oder auf ein großes Blatt Papier alles malen, was ihnen zum Thema: Wer ist mein bester Freund? einfällt.

Wunschkiste
Was möchte ich mal können, machen oder dürfen, wenn ich groß bin?
Da im Knackpunkt sowieso die Fototechnik gebraucht wird, kann man hier schon Bilder von Kindern machen, die sich in der Situation fotografieren lassen können, die sie sich für die Zukunft wünschen. Damit wird die Kamera zu „Wunschkiste“. Natürlich sollte man die Fotos für die Kids ausdrucken.

Knackpunkt

Einstieg
Erklärt den Kids im Einstieg zur Jungscharstunde, dass sie heute als rasende Reporter unterwegs sein werden, um einen ungeheuer spannenden und wichtigen Fall zu dokumentieren. Eine Fotostory soll dabei entstehen, die zeigt, was dem Mose vor kurzem (oder etwas längerem) in der Wüste passiert ist. Dabei geht es um ein unerklärbares Phänomen und einen Geheimauftrag. Heute erleben wir also gemeinsam die absolute Toppstory!

Erzählung
Zu Beginn wird die Geschichte mit einfachen Worten in überschaubaren Schritten erzählt. Dabei sollte man sich sehr eng an den Bibeltext halten, denn die Kinder erhalten zur Weiterarbeit den Bibeltext und da sollten nicht zu viele Ausschmückungen in die Erzählung eingebaut werden.

Hier ein kurzer Erzählvorschlag:
Es war wie jeden Tag. Mose war unterwegs. Er war mit seinen Schafen unterwegs. Zog durch die Felder und Berge und hatte das Ziel, die besten Weideplätze zu finden. Es war der typische Alltagstrott. Doch etwas war anders. Mose sah einen Busch, der brannte. Er sah genauer hin und entdeckte, dass er zwar brannte, aber nicht verbrannte. „Das ist aber merkwürdig. Das schaue ich mir näher an!“ sagte Mose zu sich selbst. Plötzlich hörte Mose eine Stimme, die direkt aus dem Busch kam: „Mose! Mose!“ rief diese Stimme. Das kann nur Gott selbst sein, dachte Mose voller Ehrfurcht und antwortete: „Ja, Herr“. „Komm näher!“ befahl Gott. „Zieh deine Sandalen aus, denn stehst auf heiligem Boden.“ Mose tat das sofort und Gott redete weiter: „Ich bin der Gott, an den schon deine Vorfahren geglaubt haben. Ich sehe wie das Volk in Ägypten leidet und ich will helfen. Mose, dich brauche ich dazu. Du sollst wieder zurück nach Ägypten gehen und das Volk in ein neues Land führen, wo es euch richtig gut gehen wird.“ Mose konnte das alles gar nicht so schnell begreifen. Er hatte nur mitbekommen, dass er einen sehr schweren Auftrag erhalten hatte. „Ich bin nicht der richtige Mann dafür.“ Das war Moses Reaktion. Doch so schnell gab Gott nicht auf. Er machte Mose Mut und sagte: „Ich gehe mit dir.“ Eine Frage hatte Mose trotzdem noch. Er sagte: „Wenn die Leute in Ägypten mich fragen, wer mich geschickt hat, was soll ich antworten?“ Jetzt kam ein besonderer Moment, denn Gott selbst nannte daraufhin seinen Namen.“ Ich bin euer Gott, der für euch da ist“ sagte Gott. „Das sage den Menschen aus dem Volk. Und nun geh los!“
Jetzt war klar, dass Mose losgehen musste. Er hatte einen Auftrag. Es war ein schwerer Auftrag, aber Mose wollte ihn ausführen, weil er wusste, dass Gott bei ihm ist.

Nun kommt es zur Umsetzung der Geschichte mit den Kindern.
Teilt eure Gruppe in Kleingruppen von fünf bis sechs Kids und stattet jede Gruppe möglichst mit einem Mitarbeiter aus. Bei kleinen Gruppen kann man das natürlich auch alle zusammen machen.
Jede Gruppe erhält eine Kopie des Textes in gut verständlichem Deutsch.
Außerdem liegen passende Materialien für Verkleidungen und Requisitenbau  bereit. Die nötige Technik (Fotoapparate, Laptop(s), Drucker, Beamer) muss ebenfalls bereitstehen.

Aktion
Jetzt hat jede Gruppe die Aufgabe eine Fotostory zu erarbeiten. Die Gruppe liest sich den Text durch, bespricht ihn kurz, sodass alle verstanden haben, worum es in dem Text geht und wie die Handlung verläuft.
Der Text wird in „Bilder“ eingeteilt.
Nun müssen folgende Fragen geklärt werden:

  • Wie können die Kids gemeinsam an Orten in oder um euer Gemeindehaus die Szenen der Geschichte der Reihe nach in Einzelbildern darstellen?
  • Wer könnte welche Rolle „spielen“?
  • Wie wird der brennende Busch dargestellt?
  • Wo sieht es hier wie in den Bergen aus?

Außerdem ist es noch nötig, dass man die Verkleidung und die Requisiten vorbereitet.
Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, geht es an die Umsetzung. Jetzt werden die Fotos gemacht.
Eine Möglichkeit ist, dass die Bilder ausgedruckt werden. Daraus kann man nun ein Plakat mit den Bildern und kurzen Texten dazu gestalten.
Die andere Möglichkeit ist, die Bilder auf einen Computer zu laden und mit den Kids eine Präsentation mit Bildern und kurzen Texten dazu gestalten. Tipp: Vielleicht kann man hier einige technische versierte Eltern oder Jugendliche fragen, ob sie bei der Umsetzung helfen.
Sind alle Gruppen fertig, präsentieren sie sich gegenseitig ihre Version der Mosegeschichte.
Auch wenn sich das nach viel Arbeit anhört (was es ist), lohnt sich die Sache. Die Kids haben ganz tolle Ideen, wie sie die Geschichte, so wie sie sie wahrnehmen, ins Bild setzen können. Dabei entstehen automatisch Gespräche über den Text, und die Kinder gelangen so zu einem ganz eigenen, tiefen Verständnis dessen, was Mose da erlebt.
Natürlich ist die Aufbereitung der Bilder am Ende ein zeitlicher Knackpunkt. Hier braucht es genügend Helfer – und ausreichend Technik. Aber das sollte sich mit etwas Vorlauf alles gut zusammenleihen lassen.
Sollte eine Gruppe zu lange warten müssen, empfiehlt es sich mit dieser Gruppe noch ein Spiel durchzuführen (siehe Treffpunkt).

Doppelpunkt

Versucht mit den Kindern im Gespräch herauszuarbeiten, was sie an der Geschichte spannend, ungewöhnlich, bemerkenswert usw. fanden. Lasst sie davon erzählen, wie sie sich als Mose gefühlt hätten, was ihre Gedanken über Gott und seinen Auftrag gewesen wären. Sicher ist es gut, wenn einige der Mitarbeiter dies auch aus ihrer Sicht schildern können.

Fragt die Jungscharler, ob sie den Eindruck haben, dass Gott nicht nur mit Mose etwas vorhatte, sondern auch mit anderen Menschen? Wer fällt ihnen da ein? Könnte Gott auch etwas mit ihnen vorhaben?
Wenn den Kids selbst etwas dazu einfällt, bestärkt sie in ihren Überlegungen und sagt ihnen zu, dass Gott sie mit ganz vielen Fähigkeiten und Leidenschaft ausgestattet hat und sie dazu gebrauchen möchte, um für andere da zu sein, anderen Gutes zu tun und vielleicht auch wirklich manchmal andere zu retten.
Eine wesentliche Aussage des Textes ist die Vorstellung Gottes. Deshalb lernen wir gemeinsam den Vers, in dem Gott selbst seinen Namen nennt:
Ich bin euer Gott, der für euch da ist.
Da dieser Vers nur sehr kurze Wörter enthält legen die Jungscharler der Reihe nach die Wörter mit ihren Körpern. Für das Wort Ich legt sich also einer gerade hin, also so wie ein I. Der nächste legt sich gekrümmt hin wie ein C und zwei oder drei weitere Kinder bilden das H. da man sowieso Kameras dabeihat, ist es sinnvoll, die Wörter zu fotografieren. So hat man eine coole Vorlage für den Lernvers.
Als Abschluss werden die Kinder gesegnet. Ihr sprecht ihnen zu, was ihr in ihnen an tollen Fähigkeiten und Leidenschaften seht und welche tollen Dinge sie damit aus eurer Sicht gemeinsam mit Gott tun könnten.

Tipp: Nutzt zur Vorbereitung dieses Parts eure Mitarbeiterstunde. Tauscht euch über die Kinder aus, sammelt eure Eindrücke, betet miteinander und hört auf das, was Gott zu jedem einzelnen Kind zu sagen hat – und dann macht einen kurzen, motivierenden, wertschätzenden Text daraus.
Ich bin sicher, das wird euren Kids unglaublich gut tun und euch helfen, die Kids noch einmal in einem neuen Licht zu sehen.

Schlusspunkt

Gemeinsames Gebet, welches die Gedanken der Gruppenstunde zusammenfasst:
Lieber Herr, da hast du dir etwas Tolles einfallen lassen, um Mose kennenzulernen und ihm einen Auftrag zu geben. Das ist der Hammer, dass du dir so viel Mühe für einen kleinen Menschen machst. Noch viel toller ist, dass du damals bei Mose und den Israeliten warst und heute auch bei uns bist. Du hattest nicht nur für Mose einen tollen Auftrag, sondern hast auch mit jedem von uns etwas richtig Gutes vor. Vielen Dank dafür. Wir freuen uns schon darauf, herauszufinden, was es ist und gemeinsam mit dir loszulegen.
Amen.

Bausteine

Lieder

Aus: Einfach Spitze
Nr. 7 Ich bin von innen, außen, oben, unten
Nr. 32 Die besten Pläne
Nr. 40 Ich bin nie mehr allein
Nr. 150 Segenslied

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