Wenn Gott sagt: “It’s okay!”

Bist du auch schon mal dem „YouTube-Algorithmus“ verfallen? Ich irgendwie ständig. Vor allem gerade dann, wenn ich schlafen gehen will und nur noch ein Video schauen möchte … Meistens wird aus diesem einen Drei-Minuten-Video eine 60-minütige Session. Ich weiß nicht, was dir der Algorithmus so vorschlägt, aber immer wenn „America’s Got Talent“ (AGT) läuft, werde ich mit Videos aus der aktuellen Staffel bombardiert. Ein Video ist dabei vor einigen Wochen bei mir richtig eingeschlagen. Ich habe es seitdem mehrmals geschaut und bin jedes Mal berührt. Es ist ein Auftritt einer noch recht jungen Frau, der mich Gott hat spüren lassen, ohne dass sie irgendein Wort über den Glauben gesagt hat.

Hier findest du das Video: https://www.youtube.com/watch?v=CZJvBfoHDk0

(Titel: Golden Buzzer: Nightbirde’s Original Song Makes Simon Cowell Emotional – America’s Got Talent 2021)

Nightbirde – das ist ihr Künstlername – ist eine Singer / Songwriterin und singt ihren eigenen Song „It’s okay“. Aber dabei ist alles andere als okay. Sie ist schwer krank. Sie hat Krebs in ihrer Lunge, in der Wirbelsäule und in der Leber. Ihre Überlebenschance liegt bei 2 %.

Sie beschreibt in ihrem Song, wie das letzte Jahr seit der Diagnose für sie war. Die Krankheit hat sie tief traurig und wütend gemacht. In dieser ganzen Situation hat sie sich verloren gefühlt. Aber sie singt davon, dass es völlig in Ordnung ist, sich manchmal verloren zu fühlen.

Ich weiß nicht genau, weshalb ihr Auftritt mich so berührt hat.

Vielleicht waren es diese Worte am Ende ihrer Audition „Du kannst nicht damit warten, dich zu entscheiden glücklich zu sein, bis das Leben einfacher ist.“

Oder vielleicht ist es ihre Hoffnung, dass doch noch alles wieder okay wird, die mich beeindruckt.

Ich weiß nicht, was du schon alles an Schwerem in deinem Leben erlebt hast oder wie es gerade bei dir aussieht. Menschen erleben so einiges:

Ein tragischer Unfall oder eine schlimme Krankheit mit Folgen einer körperlichen Behinderung.

Eine Krebsdiagnose bei sich selbst, oder bei jemandem aus der Familie.

Mobbing und soziale Ausgrenzung, die du am eigenen Leib erfahren musstest.

Eine Trennung, die dir das Herz gebrochen hat und du denkst, das wird nie wieder heilen.

Vielleicht hattest du immer wieder Zukunftsängste oder Ängste vor Prüfungen, die dich wahnsinnig machen. Oder du hast ein chronisches Leiden, wie eine regelmäßige auftretende Depression, wobei du kein Licht am Ende des Tunnels siehst.

Wir alle machen früher oder später Leiderfahrungen. Und beim Schauen des Videos werde ich damit konfrontiert, wie ich eigentlich in solchen Leidsituationen reagiere. Strahle ich auch so eine Fröhlichkeit, Freundlichkeit und Liebe aus wie Nightbirde?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch die Bibel Antworten auf die Fragen unseres Lebens hat. Auch auf die Frage: Wie gehe ich mit Leid um? Was gibt mir Kraft und Hoffnung?

Denn ich bin der Meinung, dass eine der wichtigsten Fragen für die Autoren der Bibel war:

Wie kann ein Mensch das Leid ertragen?

Ob er es selbst verschuldet hat oder gar nichts dafür kann.

Hiob ist so eine Figur in der Bibel, die völlig unschuldig schlimmstes Leid erfahren muss.

Generell ist die Bibel voll von Geschichten und Zeugnissen, über Menschen, die leiden müssen und Gott dafür anklagen. Gerade die Psalmen sind teilweise sehr heftig! Menschen verzweifelten über das Leid und haben sich von Gott verlassen gefühlt. Es war so schlimm, weil Gott den Menschen, die er so sehr liebt, versprochen hat, dass er immer da ist!

Wir lesen in den Psalmen Worte wie:

„Laut rufe ich zu Gott, ich schreie! Laut rufe ich zu Gott, er wird mich hören! Als ich in Not war, suchte ich den Herrn. Nachts breitete ich meine Hände aus und wurde nicht müde beim Gebet. Aber meine Seele ließ sich nicht trösten.“ (Psalm 77, 2-3 – Basisbibelübersetzung)

Oder auch Psalm 22, 2 -3:

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«

Fern ist meine Rettung, ungehört verhallt mein Hilfeschrei.

3»Mein Gott«, rufe ich am Tag, doch Antwort gibst du mir nicht.

Und ich rufe in der Nacht, doch Ruhe finde ich nicht. (Basisbibelübersetzung)

In den Psalmen entdeckst du viele Menschen, die in Situationen stecken, die alles andere als okay sind. Aber du kannst auch davon lesen, wie Gott ihnen rückblickend viel näher war, als sie eigentlich dachten. Aber den Betern geht es wie uns oder zumindest wie mir: Im Leiden selbst sehe ich oft kein Licht da unten im dunklen Tal, in dem dunklen Loch.

Mein persönliches dunkles Loch

In den letzten Monaten war ich selbst in einem tiefen Loch. Ich hatte depressive Gedanken, Zweifel an meiner Berufung als Pastor und irgendwie habe ich Gottes Nähe nicht wirklich gespürt bzw. wahrgenommen. Und es war so ein Abend, wo ich hätte in dieser Traurigkeit einfach versinken können.

Und dann stößt mich der Algorithmus auf dieses Video – übrigens zum wiederholten Male. Ich hatte mir stattdessen meist andere AGT-Beiträge angeschaut und dieses immer vor mir hergeschoben, weil es mich vom Thumbnail her nicht so angesprochen hatte. Aber jetzt schaute ich es mir an. Und ich weinte. Nicht weil ich traurig für Nightbirde wegen ihrer Krankheit war, sondern weil ich merkte, wie Gott zu mir spricht.

„It’s okay to be lost sometimes.“ Ich spürte wie Gott durch ihr Lied, ihre Zeilen sagt: „Damian, es ist okay, dass du gerade etwas verloren bist. Es ist gut. Ich bin da. Mach dir keine Gedanken. Es ist okay.“

Und irgendwie habe ich dann auch gemerkt, dass Gott sich schon mehrmals nach mir ausgestreckt hatte. Nicht erst da. Als ich in dem tiefen Loch nun endlich nach oben schauen konnte und das Licht sah, da verstand ich, dass Gott mir die ganze Zeit schon viel näher war, als ich gedacht habe.

Ich denke, dass wir wie die Psalmbeter oft erst rückblickend erkennen, dass Gott da war und mir vielleicht seine Boten (die auch Engel genannt werden) vorbeigeschickt hat – um mir Hoffnung zu geben.

Aber neben diesen Erfahrungen finde ich eines noch viel wichtiger für die Frage, wie wir Leid ertragen können: Die Tatsache, dass Gott Mensch wurde, auf die Erde kam. Gott weiß, zum Menschsein gehört das Leid dazu, da kommt man nicht drum rum – auch nicht Jesus.

Deshalb ging auch er einen langen Weg des Leidens. Daran denken wir auch gerade in der sogenannten „Passionszeit“ – die Leidenszeit Jesu.

Jesus hat alles durchgemacht:

Er wurde von einem guten Freund, Judas, verraten.

Er wurde zu Unrecht verurteilt und bekam auch keinen fairen Prozess.

Sein bester Freund, Petrus, ließ ihn ihm Stich, leugnete, dass er Jesus kennt …

Er wurde gemobbt, verspottet, als er am Kreuz hing.

Und er musste die schlimmsten Qualen und Schmerzen am Kreuz ertragen, bis er endlich starb.

Gott war sich nicht zu schade, diesen schwierigen und leidvollen Weg zu gehen und am Kreuz zu sterben.

So ist das Kreuz eine Erinnerung daran, dass Gott weiß, was Schmerzen, Enttäuschung und Leid bedeuten. Deswegen zeigt mir das, dass dieser Gott nicht nur für die Fröhlichen und Glücklichen da ist, sondern gerade auch für die Leidenden, die Versagenden, die Traurigen, die Verlorenen.

Aber wisst ihr, was das Krasseste an dem Ganzen ist?

Als Jesus dort am Kreuz hängt, sagt er auf einmal:

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Leute, das ist doch genau das, was viele von uns auch in leidvollen Situationen fühlen: Gottverlassenheit.

Gott weiß, wie wir uns fühlen, nur er kann verstehen, was es heißt, ein Kind zu verlieren, nur er kann unser Leid verstehen, weil er es selbst erlebt hat.

Gott verhindert nicht, dass wir in tiefe Löcher fallen. Wenn wir an ihn glauben, dann heißt das nicht, dass wir verschont werden. Aber Gott verspricht, dass er zu uns in dieses Loch steigt. Gott steht nicht oben am Rande vom Loch und schaut runter zu uns, und sagt: „Also ich wüsste was dagegen …“ Sondern Gott ist mittendrin, mitten im Schweren. Und Gott holt uns da wieder raus. Er steigt hinab, und will uns eine Räuberleiter aus diesem Loch geben.

Dafür steht Ostern: Leiden und Tod haben nicht das Letzte Wort – Jesus ist auferstanden. Hoffnung ist da! Darauf vertrau ich, daran glaub ich.

Ich wünsche dir auch, dass du in dunklen Momenten  Gott zu dir sprechen hörst: „It’s okay to be lost sometimes. It is alright.“ Denn Gott ist dir näher als du denkst. 😉

1. Vorbemerkungen

Gottesfurcht – ein sperriges, alt wirkendes Wort – das zugleich so missverständlich sein kann. Es kommt wohl im Sprachgebrauch der Teenager (oder wohl auch bei deren Eltern, Familien) nicht unbedingt vor – beinhaltet aber trotzdem eine ganz wichtige Form der Beziehung zu Gott.

2. Zielgedanke

Die Teens werden ermutigt, Gottesfurcht nicht als etwas Veraltetes oder Schreckliches zu sehen. Gottesfurcht kann ein wichtiger Bestandteil ihrer Gottesbeziehung sein.

3. Einführung

„Ich zittere vor Furcht vor dir und vor deinem Urteil fürchte ich mich“ (Psalm 119,120).

Beim Lesen des längsten Psalms der Bibel entsteht immer wieder einmal der Eindruck, dass der Psalmist echt Angst gehabt haben muss vor Gott. Es geht sehr intensiv in dem Psalm auch um das Halten der Gebote und wie wichtig das ist. Meiner Meinung nach allerdings will sich der Psalmist aus der falschen Motivation heraus an die Gebote halten. Es scheint fast so, als hoffe er auf ein milderes Urteil, wenn er sich bloß an alle Weisungen, Ordnungen und Gebote Gottes hält. Ich glaube auch, dass es unbedingt wichtig ist, sein Leben danach auszurichten, aber nicht aufgrund von Angst vor dem Richter, sondern aus Liebe zum Vater im Himmel. Die Motivation zu einem Leben in Gottesfurcht sollte nicht Angst sein, sondern Liebe und Ehrfurcht zu Gott.
„Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach
seinem Werk, so führt euer Leben in Gottesfurcht“ (1. Petrus 1,17).
Petrus verwendet hier ein Wort, das neben Furcht und Angst auch die Bedeutung von
Ehrfurcht und Achtung mit sich bringt. Es geht im Leben eines Christen nicht darum, Furcht im Sinne von Angst vor Gott zu haben, sondern im Sinne von Achtung und Ehrfurcht.
Das wird auch klarer, wenn man den Vers 17 nicht einfach herausreißt, sondern den
Kontext beachtet: Es geht um den Vater, um die Hoffnung auf das ewige Leben – und den Aufruf, sein Leben nach Gottes Maßstäben zu gestalten. Gottesfurcht bedeutet also letztlich, Gott an die erste Stelle in meinem Leben zu setzen, ihm zu vertrauen, Ehrfurcht vor ihm zu haben. Wie leicht machen wir Gott kleiner als er ist – Gottesfurcht beginnt immer wieder neu mit dem Staunen darüber, wie groß unser Gott eigentlich ist.

4. Methodik für die Gruppe

Wir wollen gerne den Unterschied von (Ehr-)Furcht und Angst klären / herausarbeiten –
dabei aber auch über die Ängste reden, die die Teens / Jugendlichen evtl. beschäftigen – und klarmachen, dass die Liebe zu Gott letztlich auch jede Angst besiegt.

4.1 Einstieg

In dem Film “Coach Carter” fragt der Trainer einen seiner Spieler immer wieder: „Was ist deine größte Angst?“
„Was ist deine größte Angst?“ Diese Frage stellen wir uns heute zunächst. Wovor hast du so richtig Schiss? [Schiss – das kommt vielleicht von „Aus Angst in die Hose machen“ ;)].
Je nach Gruppengröße und Vertrautheit bietet es sich vielleicht an, vorher Zettel zu verteilen und das „geheim“ abzufragen. Gut wäre, wenn die Leiterin / der Leiter selbst auch ehrlich von ihrer/seiner Angst spricht.

4.2 Hauptteil

Heute geht es um das Thema Gottesfurcht. Was versteht ihr unter diesem Wort? (hier bietet sich u. U. auch an, die Teens / Youths ein Plakat dazu beschreiben zu lassen, in dessen Mitte einfach nur das Wort „Gottesfurcht“ steht).
Dann werden die Bibelstellen aus der Einführung aufgegriffen und erklärt. Dazu können die Teilnehmer/Teilnehmerinnen gerne gefragt werden, wie sie diese Verse verstehen – ob sie vielleicht Psalm 119,120 nachfühlen können …
Angst ist nicht dasselbe wie Furcht. „Ich fürchte, ich verpasse den Bus“ hat ja auch nicht unbedingt etwas mit Angst zu tun.
Gottesfurcht beutetet nicht, dass du Angst haben musst, ob Gott dich am Ende in den Himmel lässt. Es beutetet auch nicht, dass du vor Gott möglichst weit wegrennen solltest, wenn dir mal etwas im Leben nicht so gut gelingt. Wir haben einen Gott, der sich uns als Abba, als lieber Papa, vorstellt. Zu ihm darfst du jederzeit kommen – egal wo dich der Schuh drückt. In Zefanja 3,17 steht eine ganz wichtige Zusage an dich. Lerne den Vers gerne auswendig 😉 (vielleicht kann die Leiterin / der Leiter den Vers an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen austeilen – oder jeden/jede schreiben / gestalten lassen …)
Gott fürchten bedeutet, ihn an die erste Stelle deines Lebens zu setzen, darauf zu vertrauen, dass er es gut meint mit dir, dich über alles liebt – und diese Liebe zu erwidern, indem du dir aufs Herz nimmst, was ihm auf dem Herzen liegt: Im Glauben und im Gehorsam ihm und seinem Wort (auch seinen Geboten) gegenüber zu wachsen.
Gottesfurcht sollte ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens mit Gott sein. Klar: Wir brauchen vor Gott keine Angst zu haben (deshalb sagen Jesus und die Engel auch ziemlich deutlich: „Fürchte dich nicht!“). Schließlich liebt Gott uns und hat uns alle unsere Schuld vergeben. Da gibt es also nichts mehr, was zwischen uns steht – und worüber wir uns Sorgen machen brauchen. Gottesfurcht hat eben nichts mit Angst vor Gott zu tun – sondern mit Achtung und Ehrfurcht – mit Respekt.

4.3 Abschluss

Wir leben in einer spannenden Zeit. Es besteht die Gefahr, zumindest manchmal der Ansatz, dass Gott kleiner gemacht wird als er ist. „Der liebe Gott“, der sich ständig nur darum sorgt, dass ich mega glücklich, gesund und gesegnet bin – das ist nicht alles. Gott ist mega – groß – heilig – gerecht – einzigartig. Wir können Gott nicht einfach wie ein Mas„gott“chen in die Tasche stecken – ein süßer Glücksbringer, der nichts anderes zu tun hat, als sein Kind zu verwöhnen … Gott ist heilig, allmächtig und gerecht. Es gebührt ihm, dass wir vor ihm Achtung, Ehrfurcht, Respekt haben. Ansonsten leben wir schnell in vertauschten Rollen – ich bin der Bestimmer und Gott tut, was ich will und wofür ich bete.
Aber das ist nicht wahr. Es ist genau andersherum: Gott ist der Bestimmer, und wir tun gut daran, auf das zu hören, was er uns sagt. Die Bibel nennt das Heiligung: Also immer mehr auf Gott hören, ihm vertrauen, ihn an erste Stelle setzen – eben uneingeschränkt Respekt vor ihm haben.
Und je mehr wir Gott lieben – desto kleiner werden die Ängste in unserem Leben. So ähnlich heißt es doch in diesem Spruch: Erzähl deinem Gott nicht, wie groß deine Angst ist, sondern erzähl deiner Angst, wie groß dein Gott ist ;)!

  • 1. Petrus 17
  • Psalm 119,120

„Der Herr segne dich und behüte dich, lass sein Angesicht leuchten und sei gnädig mit dir. Sein Angesicht sei dir zugewandt. Friede mit dir.“

Worte, die ich schon oft gehört habe. Viele Gottesdienste und liturgische Handlungen enden mit diesem sogenannten priesterlichen Segen, und ich kenne einige Lieder, in denen dieser Wunsch vertont wurde. Dadurch, dass dieser Segenszuspruch mir so vertraut ist, kann ich oft die tiefe Bedeutung der Worte gar nicht mehr richtig erfassen.

Durch den Song „The Blessing“ haben mich diese gesungenen Bibelverse wieder neu berührt, denn die Künstlerinnen und Künstler machen durch die Bearbeitung dieses Bibeltextes in Verknüpfung mit weiteren Bibelstellen wieder deutlich: Gottes Segen ist allumfassend. Gott wendet sich mir wohlwollend zu, und das hat Auswirkungen auf mein Umfeld, meine Familie, meine Kinder, ihre Kinder, deren Kinder …

Durch Gottes Segen wird mein Leben geprägt: Er schaut mich freundlich an, so wie ein Elternteil lächelt, wenn er seine spielenden Kinder beobachtet. Und als jemand, der weiß, dass der Papa mir herzlich begegnet, ist es mir möglich, auch meinen Mitmenschen auf diese Weise zu begegnen. Und so fließt der Segen Gottes weiter in meine Umgebung.

Das Wissen um diesen Segen stärkt mein Vertrauen: Wenn ich morgens aufwache, ist Gott da. Wenn ich das Haus verlasse, an meinem Arbeitsplatz bin, nach Hause gehe, oder wohin auch immer, bis ich wieder ins Bett gehe – seine Gunst weicht nicht von meiner Seite.

Das heißt nicht, dass mein Leben immer in den geplanten oder gewünschten Bahnen verläuft. Auch als jemand, der mit Jesus unterwegs ist, erlebe ich ätzende Momente, Tage, Wochen … und den meisten, die ich kenne, geht es genauso. Nicht immer ist für mich die Nähe Gottes spürbar. Es gibt durchaus Zeiten, in denen ich an diesem Segen so meine Zweifel habe. Gott sei Dank hat Gott selbst diese Zweifel nicht. Er sagt mir zu, dass er mich von allen Seiten umgibt. Er ist über, unter, vor, hinter, und nicht zuletzt in mir.

Mein Wunsch und Gebet ist, dass Menschen, die mir begegnen (und denen ich begegne), etwas von diesem Segen spüren und erleben, dass sie etwas erfahren, dass sie nicht mir oder meinem Charakter und Auftreten zuordnen können, das auf den Erfinder und Geber des Segens verweist, und dass der Segen weiterfließt zu den Menschen meiner Umgebung, meinem Freundeskreis, meiner Familie, meiner Stadt, meinem Land, von Generation zu Generation …

  • Bibelstelle: 4. Mose 6,24-27

In dieser Themenreihe geht es um Gefühle, die wir haben, die Jesus evtl. hatte und um das was wir mit unseren Gefühlen so machen. Was können wir Opfern, was müssen wir unserer Gefühlswelt entgegenstellen und wie können wir unseren Gefühlen freien lauf lassen.

woman on park

Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist – geht es dir auch so? Mir schon. Ich mag Musik am meisten, wenn sie laut ist. Wenn Gitarren so richtig rocken, wenn ich den Bass in meinem Bauch spüren kann und der Schlagzeug-Beat mich zum mitgrooven zwingt. Dann macht mir Musik am meisten Spaß, dann steigt meine Stimmung, dann fühl ich mich gut.

In seinem Lied sing Herbert Grönemeyer aber nicht von mir, sondern von einer Frau, die taub ist. Sie kann Musik nicht so hören, wie ich oder wahrscheinlich auch du es kannst. Wenn Musik leise gespielt wird, hat sie keine Chance, etwas mitzubekommen. Sie kann eben nicht hören. Aber sie kann spüren. Sie kann laute Musik fühlen. Der laute Bass erreicht sie. Sie spürt ihn in ihrem Bauch, in ihrem Magen. Durch ihn merkt sie die Musik. Durch ihn kann sie zur Musik tanzen. Und dann fühlt sie sich gut. Sie hat Spaß, sie mag diese Musik sehr. Und doch: Diese Frau ist taub und kann Musik nicht hören. 

Taub für Gott?

Vielleicht sind wir alle auch ein bisschen taub, wenn es um Gott geht. Wir können Gott (wahrscheinlich) auch nicht hören. Kennst du das auch? Fällt es dir schwer, (auf) Gott zu hören, seine Stimme wahrzunehmen?

Aber so wie die Frau die Musik spüren kann, können wir auch Gott spüren. Vielleicht auch in lauter Musik, die uns glücklich macht und alles um uns herum vergessen lässt.  Vielleicht auch gerade in der Stille. In ruhigen Momenten in der Natur, wenn wir z. B. am Strand in der Sonne liegen. Vielleicht in der Gemeinschaft, wenn wir mit anderen zusammen tolle Dinge erleben und gemeinsam Spaß haben. Vielleicht in einem Gottesdienst, beim Abendmahl, vielleicht in der Mädchengruppe oder im Jugendtreff. Vielleicht in den Worten, die eine gute Freundin zu dir sagt.

Wie und wo kannst du Gott spüren – oder sogar hören? Erzählt euch doch davon!

Alltagslärm, Radio, Streamingdienste, Lieblingsplaylists auf dem Smartphone, In-Ears, dicke Kopfhörer, fette Boomboxen – wie können wir da eigentlich noch aufeinander hören? Und wie wird Gott in unserem Leben hörbar? Diese Themenreihe lädt ein, das Hören neu zu üben, aufeinander und auf Gott.

Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

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