Gefühle gehören zu unserem Leben – sie sind Teil dessen, wie Gott uns geschaffen hat. Freude, Traurigkeit, Wut, Angst oder Enttäuschung sind weder richtig noch falsch, sondern zeigen, was in uns vorgeht. Die Bibel macht deutlich, dass wir mit all diesen Gefühlen zu Gott kommen dürfen. In den Psalmen jubeln Menschen vor Freude, klagen ihre Verzweiflung heraus, weinen, sind wütend oder sogar neidisch. Gott weist sie deshalb nicht zurück. Er kennt ihre Gedanken und Gefühle schon, bevor sie ausgesprochen werden und nimmt sie ernst.
Auch im Alltag erleben wir, dass starke Gefühle Beziehungen belasten oder Missverständnisse entstehen lassen. Doch wenn wir einander mit Liebe, Verständnis und offenen Ohren begegnen, können aus Trennung wieder Nähe und aus Verletzungen neue Wege entstehen. Deshalb müssen Gefühle nicht unterdrückt werden – sie dürfen da sein. Entscheidend ist, wie wir mit ihnen umgehen. Gottes Liebe lädt uns ein, ehrlich mit unseren Gefühlen umzugehen, sie vor ihn zu bringen und auch die Gefühle anderer wahrzunehmen und ernst zu nehmen.

Material: 4 leere Gläser beschriftet, farbige Glassteine, Papier, Stifte
Stationsbeschreibung: Es stehen drei leere Gläser/Vasen bereit. Jede und jeder bekommt am Eingang einen Glasstein und wirft ihn in das Glas, das der eigenen Antwort entspricht.
Frage: Was macht dich traurig?
Nimm einen Glasstein und lege ihn in das Glas, dessen Antwort am ehesten auf dich zutrifft. Oder schreibe deine eigene Antwort auf einen Zettel und lege ihn in das vierte Glas.
Auf den Gläsern steht:
Herzlich willkommen zu Kirche Kunterbunt!
Schön, dass ihr da seid, ob zum allerersten Mal oder schon öfter.
Unser Traum von Kirche Kunterbunt ist, dass Menschen hier einander und Gott begegnen.
Hier ist ein Ort, an dem wir gemeinsam eine Auszeit vom Alltag haben, an dem wir zusammen kreativ und aktiv werden. Wir laden euch ein, hier mitzumachen und mit anzupacken und gemeinsam als Familie oder Team unterwegs zu sein.
Wir feiern diese Kirche Kunterbunt in Gottes Namen und ich lade euch ein, die Bewegungen mitzumachen:
Wir feiern Kirche Kunterbunt im Namen Gottes, des Vaters (Arme als Dach über den Kopf), der uns schützt, wie ein Dach
im Namen Jesu (Hände auf den Boden klopfen), der uns Halt gibt, wie ein fester Boden
und im Namen des Heiligen Geistes (sich selbst umarmen), der uns nahe ist, wie ein lieber Mensch.
Amen
Gott ist da. Wir reden mit ihm und beten:
„Hallo Gott. Danke für diesen Sonntag. Danke für alle, die heute hier sind. Lass du uns heute etwas von dir spüren und entdecken. Sprich du in unser Herz hinein. Amen“
Lied (z.B. Superduperspitzenklasse)
Thema: Alle Gefühle sind okay
Material: Luftballons, Sand / Mehl / Linsen, Trichter, Filzstifte / Eddings
Befüllt den Luftballon mit Sand o.ä. und knotet ihn zu. Schneidet einem zweiten Luftballon das Ende ab und stülpt ihn über den gefüllten Ballon. Jetzt könnt ihr ein wütendes Gesicht darauf malen oder den Ballon anderweitig schmücken oder verzieren.
Stationsbeschreibung:
An dieser Station könnt ihr einen Wutball basteln. Wenn du wütend bist, hilft dir der Ball, die Wut rauszulassen: du kannst ihn knautschen, drücken, ziehen, werfen.
Und eine Station weiter kannst du auch gleich etwas damit EINWERFEN!
Gesprächsimpuls: Gibt es etwas, was dich richtig wütend macht? In welchen Situationen würde dir dieser Ball helfen?

Material: verschiedene Kisten / Dosen / Bauklötze
Stationsbeschreibung: Auf mehreren Tischen werden Türme mit den unterschiedlichen Materialien aufgebaut, die eingeworfen werden sollen. Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich von Tisch 1 (z.B. große, leichte Kisten) bis zum letzten Tisch. Bei den Türmen zum Einwerfen steigert sich der Schwierigkeitsgrad.
Gesprächsimpuls:
Je länger wir die Wut in uns tragen, umso schwerer ist es manchmal, mit ihr umzugehen und sie loszuwerden.
Was hilft dir in deinem Leben, Wut rauszulassen oder überhaupt zuzulassen? Manchmal kann es helfen, die Wut rauszulassen. In welchen Momenten erlebt ihr „kleinere“ Wut, wann die heftige?
Material: Gesichter / Gefühlsmonster ausgedruckt (Findet ihr zum Beispiel bei etsy)
Stationsbeschreibung: An dieser Station könnt ihr ein großes Memory spielen! Spielt es entweder zu zweit gegeneinander oder als Team einfach zum Spaß. Es gibt Karten, auf denen Gesichter gezeigt werden. Ihr müsst erraten, welches Gefühl dieses Gesicht zeigt und es dem passenden Gefühlsnamen zuordnen. Die Gefühlsnamen stehen auf weiteren Karten. Ordnet die Pärchen zueinander zu.
Gesprächsimpuls:
Wie siehst du aus, wenn du ein bestimmtes Gefühl hast? Sieht man dir deine Stimmung von Weitem an oder behältst du deine Gefühle eher für dich?
Material: alte Fliesen (gibt’s z.T. über Kleinanzeigen geschenkt), Schutzbrille, Hammer, Acrylstifte o.ä., große Wanne
Stationsbeschreibung: Hier könnt ihr auf eine Fliese schreiben oder malen, was euch wütend macht. Dann geht’s zur Sache: Als Erstes wird eine Schutzbrille aufgesetzt. In Begleitung eines Erwachsenen darf die Fliese zerschlagen werden, sodass Scherben entstehen.
Gesprächsimpuls: Was macht dich gerade so richtig wütend?
Wer oder was hilft dir dabei, die Wut zuzulassen?


Material: Smileys, die verschiedene Gefühle zeigen in der Hälfte durchgeschnitten, evtl. laminiert
Stationsbeschreibung: Hier sind einige Gefühle auseinander- und durcheinander geraten. Findet ihr die passenden Gesichtshälften?
Was kommt dabei heraus, wenn zwei Hälften zusammengefügt werden, die nicht zueinander passen?
Gesprächsimpuls: Passt das, was du fühlst immer zu dem, wie du dich zeigst? Wo wünschst du dir, dass Fühlen und Handeln mehr miteinander übereinstimmen?
Material: Leere Gläser, 5 verschiedene Farben (Abtön-oder Acrylfarbe), Pinsel, Marker, Optional: Aufkleber oder andere Deko
Stationsbeschreibung: Über Gefühle zu sprechen und sie zu verstehen, ist für Kinder und Erwachsene nicht immer einfach. Umso wichtiger ist es, Kinder dabei zu unterstützen, ihre Emotionen wahrzunehmen und offen auszudrücken. Das stärkt ihre emotionale Entwicklung und hilft ihnen, ihre Gefühle besser einzuordnen. Hier dürft ihr bunte Gefühlsgläser gestalten, die euch dabei helfen, eure Emotionen kennenzulernen.
Nehmt euch dazu 5 Gläser und bemalt jedes Glas in einer anderen Farbe. Gut trocknen lassen. Gestaltet dann mit einem Marker passende Gesichter für verschiedene Gefühle und malt diese auf die Gläser. (Dazu könnt ihr Vorlagen zur Verfügung stellen. Wenn das Trocknen zu lange dauert, können die Gläser auch zu Hause bemalt werden)
Sprecht gemeinsam darüber, welche Gefühle die Gläser darstellen und wann sie auftreten können, zum Beispiel:
😊 Freude: Wenn ich große Freude spüre.
😠 Wut: Wenn etwas nicht so klappt, wie ich möchte.
😟 Sorge: Wenn jemand krank ist.
🥹 Stolz: Wenn etwas gelungen ist.
😵💫 verwirrt: Wenn Dinge unklar sind.
😭 traurig: Wenn mein Herz schwer ist.
🙏 dankbar: Wenn Schönes erlebt wurde.
Im Alltag kann jedes Familienmitglied, wenn es ein bestimmtes Gefühl erlebt, eine Bohne oder andere kleine Gegenstände in das passende Glas legen. Am Ende des Tages bietet sich so eine schöne Gelegenheit, gemeinsam über die Erlebnisse und Gefühle des Tages zu sprechen.
Hier findet ihr eine Idee, wie diese Gefühlsgläser aussehen könnten: https://www.babysits.de/community-themen/1246/bastelidee-f%C3%BCr-gef%C3%BChlsgl%C3%A4ser-um-emotionale-intelligenz-zu-lernen/
Material: ein oder mehrere Spiegel mit der nicht spiegelnden Seite aneinander, Karten mit Gesichtern darauf, die ein bestimmtes Gefühl darstellen
Stationsbeschreibung: An dieser Station könnt ihr Gefühle nachmachen.
Zieht eine Karte vom Stapel, schaut euch das Gefühl an. Wie sieht dein Gesicht aus, wenn du dich so fühlst?
Probiert es gemeinsam vor dem Spiegel aus. Ihr könnt den Spiegel von zwei Seiten benutzen und ein Rate-Spiel daraus machen. Welches Gefühl zeigt das Gesicht deines Gegenübers?
Gesprächsimpuls: Bei wem kannst du deine Gefühle ganz offen zeigen?
Material:
Aufbau der Station: Baut einen Bewegungsparcours mit verschiedenen Stationen. Ihr dürft dabei ganz kreativ werden und schauen, was in eurem Veranstaltungsort möglich ist (gibt es zum Beispiel eine Bank, unter der man durchkrabbeln kann oder einen langen Flur, den man langlaufen könnte?) In dem Parcour warten verschiedene Gefühls-Stadien. Als Erstes kommt man an die Wut-Station, wo man fest in ein Kissen boxen muss. Dann läuft man weiter und kommt zur Traurigkeits-Station, wo man aufschreiben muss, was bei Traurigkeit helfen kann. Dann läuft man weiter und kommt zur Angst-Station, wo man irgendein Stück balancieren muss. Dann kommt als Letztes die Freude-Station, wo man z.B. auf einen Luftballon ein fröhliches Gesicht malen muss.
Wenn sinnvoll, dann kann der Bewegungsparcour auf Zeit laufen und die schnellste Person gewinnt.
Wut-Station:
Hattest du das nicht mal bei irgendeinem Psalm gemacht, das man möglichst laut schreien sollte und dann messen, wie laut man schreien kann? Das fänd ich auch spannend.
Material:
Stationsbeschreibung: Wir spielen hier Stopp-Tanzen, aber mit besonderen Regeln: Es gibt unterschiedliche Songs. Manche klingen traurig, manche klingen wütend, manche klingen fröhlich und leicht. Wenn die Musik stoppt, dann müsst ihr auf dem Blatt stehen bleiben, das zu dem Gefühl in dem Song passt und dort einfrieren. Wer nicht beim „Stopp“ einfriert, muss leider die Runde verlassen.
Variante B (ohne Tanzen): Spielt die Songs ab und erratet, welches Gefühl in welchem Song transportiert wird.
Material:
Stationsbeschreibung:
Setzt euch die vorbereitete Pappmaske mit dem Gummiband vors Gesicht. Jetzt beginnt die Herausforderung: Könnt ihr, ohne euer Bild zu sehen, ein Gesicht auf die Pappe malen?
Nutzt die Stifte und lasst eurer Kreativität freien Lauf. Am Ende könnt ihr eure lustigen Kunstwerke miteinander vergleichen. Welche Gefühle zeigen die Gesichter? Lächeln sie, schauen sie überrascht oder vielleicht sogar ein bisschen verrückt? Lasst euch überraschen, was dabei entsteht!
Wir werfen heute einen Blick in das Kinderzimmer von Familie Jedermann, die auch ein paar bröselige Gefühle erleben:
Personen: Tom (4 Jahre), Ida (7 Jahre), Mama (im Hintergrund)
Material: Tisch, XXL Jenga-Steine, Kartons, großes Kuschel-Herz
Moderation: Hier seht ihr Ida, sie ist 7 Jahre alt. Ihr Bruder Tom ist 4. Die beiden haben heute angefangen, einen Turm zu bauen, der mindestens so hoch werden soll wie Tom. Ihr seht hier, wie weit sie schon gekommen sind. Sehen wir uns einmal an, was als Nächstes passiert…
Ida und Tom stehen an einem kleinen Tisch und bauen gemeinsam einen hohen Turm aus Holzklötzen. Der Turm ist fast fertig. Bei der sich nun abspielenden Szene dürfen die Emotionen gern überzogen gespielt werden. Ida: Wut, Tom: Traurigkeit, Mutter: zunehmende Distanz / Genervtheit
Ida (stolz): „Schau mal, Tom! Unser Turm ist riesig!“
Tom (begeistert): „Ja! So hoch!“
Ida geht vorsichtig um den Turm, um den letzten Klotz ganz oben zu platzieren. Dabei streift sie versehentlich den Turm mit dem Ellbogen. Der Turm wackelt gefährlich.
Ida (erschrocken): „Oh nein!“
Tom (ängstlich): „Vorsicht, Ida!“
Der Turm stürzt um.
Ida (wütend, mit geballten Fäusten):
„Nein! Unser schöner Turm! Das ist alles deine Schuld, Tom! Du hast mich abgelenkt!“
(Sie tritt frustriert gegen einige herumliegende Klötze)
Tom (traurig, mit zitternder Unterlippe):
„Aber… aber… ich wollte das nicht. Unser schöner Turm ist weg.“
(Er beginnt zu schluchzen)
Mama (ruft aus dem Nebenzimmer): „Was ist denn da los, Kinder?“
[Die Mutter betritt das Wohnzimmer und sieht die Situation. Die beiden Kinder stehen auf der einen Seite des Tisches, die Mutter auf der anderen. Im Laufe der nächsten Sätze reagiert die Mutter unverständig auf die Gefühle der Kinder und distanziert sich von ihnen. Als Symbol stellt die Mutter nach jedem ihrer Sätze einen weiteren Karton als Mauer zwischen sich und den Kindern auf dem Tisch auf.]
Mama (seufzend): „Ach herrje, was habt ihr denn hier angestellt?“
Ida (immer noch wütend): „Tom hat mich abgelenkt und jetzt ist unser Turm kaputt!“
Tom (weinend): „Ich war’s nicht! Der schöne Turm ist weg…“
Mama (ungeduldig): „Jetzt stellt euch doch nicht so an, ihr beiden. Das ist doch nur ein Turm aus Klötzen.“ [Karton aufstellen]
Ida (protestierend): „Aber wir haben so lange daran gebaut!“
Mama (abwinkend): „Ida, sei nicht so wütend. Das bringt doch nichts. Räum lieber die Klötze auf.“ [Karton aufstellen]
Tom (schluchzend): „Aber Mama, ich bin so traurig…“
Mama (genervt): „Ach Tom, sei doch nicht traurig. Das ist wirklich kein Grund zum Weinen. Ihr könnt doch einfach einen neuen Turm bauen.“ [Karton aufstellen]
Ida (frustriert): „Ich will aber keinen neuen Turm bauen!“
Mama (bestimmt): „Jetzt reicht’s aber. Hört auf zu jammern, beide. Es sind nur Spielsachen. In fünf Minuten habt ihr das sowieso wieder vergessen. Räumt jetzt auf und dann gibt’s Abendessen.“ [Karton aufstellen]
Freeze
Moderation: Das war ein Einblick in Familie Jedermanns Kinderzimmer. Puh, da waren ganz schön starke Gefühle zu sehen! Welche habt ihr denn gesehen und gehört, vielleicht selber gespürt? Wie hat sich denn Tom gerade gefühlt? (Antworten sammeln) Tom war total traurig darüber, dass der schöne Turm kaputt gegangen ist. Vielleicht war er auch erschrocken darüber, dass Ida ihn deswegen geschimpft hat. (Tom hält einen traurigen Smiley vor sein Gesicht)
Und welche Gefühle habt ihr bei Ida gesehen? (Antworten sammeln) Ja, Ida war wütend und frustriert. Sie hatten sich solche Mühe gegeben! (Ida hält wütenden Smiley vor ihr Gesicht)
Und dann war da noch die Mama. Sie kam dazu und hat auf die Situation reagiert. Die Mama war ziemlich genervt von der Wut und von der Traurigkeit. Sie war gerade dabei, das Abendessen vorzubereiten und wollte gern, dass es schnell wieder ruhig wird und dass die Kinder damit aufhören, wütend und traurig zu sein. Und dabei ist hier zwischen den dreien etwas passiert. (Auf die Mauer zeigen, die zwischen Mutter und Kindern steht) Es ist eine Mauer entstanden. Die drei sind gerade nicht miteinander verbunden. So etwas passiert bei starken Gefühlen schnell mal. Zumindest kommt es in unserem Familienalltag immer wieder vor. Zum Glück gibt es ein tolles Mittel dagegen: (großes Kuschelherz zeigen)
Und das ist die Liebe.
Klingt für manche kitschig, ist aber echt so. Schauen wir uns an, was die Liebe bei Familie Jedermann aus der Situation macht:
Szene 2
Mutter: (Nimmt das Kuschelherz in die Hände, atmet tief durch und schaut auf das Herz) Moment mal. Ich bin gestresst wegen des Abendessens, aber meine Kinder brauchen mich jetzt. Ihre Gefühle sind wichtig. Ich kann ihnen zuhören und für sie da sein.
(Die Mutter reißt mit dem Herz die Kartonmauer ein und geht zu den Kindern. Dabei darf es ruhig laut krachen und die Kartons mit Gepolter zu Boden fallen)
Mutter: (wendet sich Ida zu) Ida, ich sehe, du bist wütend. Der Turm, den ihr gebaut habt, ist kaputt gegangen. Das ist bestimmt sehr frustrierend für dich.
Ida: (nickt) Ja, wir haben so lange daran gebaut!
Mutter: (zu Tom) Und Tom, du siehst traurig aus. War es schwierig für dich, als der Turm umgefallen ist?
Tom: (mit leiser Stimme) Ich habe den Turm gar nicht umgestoßen. Das war nicht meine Schuld. Ich bin nur traurig, weil er kaputt ist.
Mutter: (verständnisvoll) Ah, du warst also nicht derjenige, der ihn umgeworfen hat. Trotzdem fühlst du dich traurig. Das ist völlig in Ordnung. Ich verstehe, dass ihr beide enttäuscht seid. Es ist normal, solche Gefühle zu haben. Was braucht ihr jetzt?
Ida: Ich möchte den Turm wieder aufbauen, aber besser!
Tom: Ich will auch helfen.
Mutter: (überlegt kurz) Hm… Das Essen ist schon fast fertig. Wie wäre es, wenn wir jetzt gemeinsam essen und danach einen noch größeren Turm im Wohnzimmer bauen? Dort haben wir mehr Platz.
Ida: (begeistert) Oh ja! Wir könnten versuchen, ihn so hoch zu bauen, dass er dir bis zur Nase geht, Mama!
Tom: (klatscht in die Hände) Jaaa!
Mutter: Das klingt wunderbar! Lasst uns zuerst essen, damit wir Energie für unser großes Bauprojekt haben. Wisst ihr was? Ich bin echt froh, dass wir das zusammen machen werden. Eure Gefühle sind mir wichtig, und ich möchte immer für euch da sein.
(Die Familie geht gemeinsam von der Bühne ab, voller Vorfreude auf ihr gemeinsames Projekt nach dem Essen)
Wenn etwas kaputt geht, können starke Gefühle dabei auftauchen. Bestimmt können viele von euch direkt eigene Beispiele für ähnliche Szenen nennen.
Gott hat uns Menschen so gemacht, dass wir Gefühle haben. Dazu gehören schöne Gefühle und auch die, die eher anstrengend sind. Und das ist völlig in Ordnung. Alle Gefühle sind okay.
Das ist ein Satz, den wir Erwachsene von euch Kindern lernen können. Alle Gefühle sind okay. Denn Kindern fällt es ganz leicht, ihre Gefühle zu spüren, sie zuzulassen und sie zu zeigen. Erwachsene haben das oft verlernt oder anders gesagt: Sie haben gelernt, ihre Gefühle sozialverträglich zu zeigen. Das ist an vielen Stellen auch eine wichtige Entwicklung. Schwierig wird es, wenn wir starke Gefühle gar nicht mehr zulassen oder sie unterdrücken.
Darum möchte ich mit euch zusammen eine Runde Gefühle zeigen üben. Kinder, ihr könnt das glaube ich noch viel besser, darum zeigt uns Erwachsenen mal, wie das geht. Und ihr Erwachsene, schaut euch von den Kindern ab und macht nach, was ihr seht.
Fangen wir bei etwas einfachem an: Freude. Wie klingt ihr, wenn ihr euch freut? Wie seht ihr dabei aus? Welche Bewegungen macht ihr dazu? (z.B.: Aufstehen, hüpfen, jubeln, klatschen, pfeifen,…)
Weiter geht’s mit dem nächsten Level: Wut oder Frust. Wie klingst du, wenn du wütend bist? (z.B.: stampfen, Fäuste schütteln, schreien, grollen,…)
Und wie sieht es aus mit der Traurigkeit? Gerade bei Erwachsenen ist das eher ein Gefühl, das sich ganz leise zeigt. Wie könnte das aussehen? (z.B. schluchzen, schniefen, wimmern, mit den Fingern wie Regen / Tränen auf den Schenkeln trommeln)
Alle Gefühle sind okay. Wir dürfen uns selbst mit allen Gefühlen liebhaben. Und es ist gut, wenn wir Menschen haben, die uns liebhaben und denen wir unsere Gefühle zeigen können. Gott will so ein Ort für uns sein. Er hat uns unendlich lieb und kennt unsere Gefühle, noch bevor wir sie zeigen. Wir hören ein paar Gedanken dazu aus der Bibel:
(von Familie Jedermann vorgelesen)
Aus Psalm 139,2+4
Herr, du hast mich erforscht und kennst mich genau.
Ob ich sitze oder stehe: Du weißt es.
Meine Absicht erkennst du von fern.
Noch liegt mir kein Wort auf der Zunge, schon weißt du, Herr, was ich sagen will.
Paulus schreibt der Gemeinde in Ephesus (Eph.4,26) davon, dass wir zornig sein dürfen und gleichzeitig aufpassen sollen, was daraus entsteht:
Euer Zorn soll nicht dazu führen, dass ihr Schuld auf euch ladet!
Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.
Psalm 22, ein uraltes Gebet, das auch Jesus kannte, beginnt mit einem Schrei der Traurigkeit und Verzweiflung:
2»Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«
Fern ist meine Rettung, ungehört verhallt mein Hilfeschrei.
Und in einem anderen Gebet klingt die Traurigkeit so:
Sammle meine Tränen in deinen Krug; ich bin sicher, du zählst sie alle! Psalm 56,9:
Ein anderer Beter gibt zu, dass er neidisch ist, Psalm 73,3 ich war neidisch auf die Angeber, als ich sah, wie gut es denen ging, die nicht nach Gott fragen.
Und ein paar Sätze weiter zeigt er, wie er damit umgeht:
23 Trotzdem bleibe ich immer bei dir, Gott. Du hast mich an die Hand genommen. 24Du führst mich nach deinem Plan. Und wenn mein Leben zu Ende geht, nimmst du mich in deine Herrlichkeit auf.
Es gibt natürlich auch eine Menge Beispiele, wo Menschen mit ihrer Freude, Jubel oder Erleichterung zu Gott gekommen sind. Ihr habt gleich die Möglichkeit, das einmal auszuprobieren. Wir werden das am Beispiel der Traurigkeit machen. Wir hören und singen gleich ein Lied und ihr könnt für euch still überlegen oder miteinander reden: Worüber bist du traurig? Vielleicht habt ihr dazu auch schon am Eingang einen Stein eingeworfen, dann könnt ihr euch davon gegenseitig erzählen.
Wenn wir das Lied zweimal gesungen haben, spielen wir es noch eine Weile weiter. In dieser Zeit könnt ihr mit eurer Traurigkeit zu Gott kommen. „Sammle meine Tränen in deinem Krug, ich bin sicher, du zählst sie alle!“ So steht es in der Bibel. Wir haben hier vorne keinen Krug, sondern eine Vase. Als Symbol für die Tränen haben wir Glasmurmeln. Kommt nach vorn und lasst eine oder mehrere Murmeln in die Vase fallen. Nennt Gott das, was euch traurig macht. Davon geht die Traurigkeit nicht unbedingt weg. Aber es hilft zu erleben: Gott sieht sie, so wie ich diese Murmel sehe. Er zählt meine Tränen. Es ist ihm nicht egal, wie es mir geht.
Lied: Regenbogen (Albert Frey)
Alle Gefühle sind okay. Heute haben wir schon viele verschiedene Gefühle gesehen und erlebt. Wir beenden diese Feierzeit mit dem Luftschlangensegen, der das Gefühl Freude und Jubel zeigt.
Jeder und jede bekommt eine noch nicht gepustete Luftschlange.
Gott, der Vater, der dich geschaffen, berühre dich mit seiner Liebe.
(Luftschlange wird auf die nebenstehende Person gepustet)
(Luftschlange wird in beiden Händen gehalten, die dadurch miteinander verbunden sind)
Jesus, der Sohn, der dein Freund sein will, bleibe mit dir verbunden.
Gott, der Heilige Geist, der in dir lebt, schenke dir Freude und Fröhlichkeit.
(Luftschlange wird mit Jubelruf in die Luft geworfen)
So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
(nach dem Luftschlangensegen von Pfarrerin Katharina Jaehn)


Dieser Entwurf zur Kirche Kunterbunt kann als Abschluss vor den Sommerferien genutzt werden. Gerade am Ende eines Schul- und Arbeitsjahres spüren viele Familien, wie gut eine Pause tut und wie sehr sie sich nach Entlastung sehnen. Gleichzeitig ist das Thema Ruhe weit mehr als ein Ferienthema. Es begleitet Kinder und Erwachsene das ganze Jahr über und berührt eine Sehnsucht, die viele Menschen kennen: einmal durchatmen, den Erwartungen entkommen und einfach sein dürfen. Deshalb lässt sich dieser Entwurf ebenso gut unabhängig von den Ferien einsetzen.
Unsere Gesellschaft ist geprägt von Tempo, Erreichbarkeit und dem Gefühl, ständig etwas leisten oder erleben zu müssen. Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich, übernehmen Verantwortung in Familie, Beruf oder Gemeinde und spüren gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich Zeit nur für sich selbst nehmen. „Pause machen“ wird häufig nicht als Leistung anerkannt. Stattdessen begegnen wir einem gewissen Überlastungsstolz: Wer besonders beschäftigt ist, scheint besonders wichtig zu sein.
Dabei geschieht Ruhe nur selten von allein. Sie braucht eine bewusste Entscheidung. Wir müssen uns aktiv erlauben, offline zu sein, Termine ausfallen zu lassen oder uns zurückzuziehen. Oft hilft es, wenn andere uns diese Erlaubnis ebenfalls zusprechen. Erst wenn wir den Mut haben, Grenzen zu setzen, entsteht Raum zum Auftanken.
Die Bibel betrachtet Ruhe nicht als Belohnung nach besonders harter Arbeit, sondern als festen Bestandteil eines guten Lebensrhythmus. In diesem Entwurf soll entdeckt werden, wie wir uns von göttlicher Ruhe inspirieren lassen können.
WICHTIG: Nicht alle sehnen sich nach Ruhe in Form von Stille. Die Suche nach Ruhe kann sehr unterschiedlich aussehen, sowohl für Kinder, als auch Erwachsene. Es sollte darauf geachtet werden, dass in dieser Kirche Kunterbunt Stille nicht mit Ruhe verwechselt wird (es darf also trotzdem frech, wild und wundervoll bleiben).
DEKO: Wenn ihr diesen Entwurf zum Abschluss vor den Sommerferien nutzt, kann euer Veranstaltungsort auch dementsprechend dekoriert sein: Aufgestellte Sonnenschirme, vielleicht Liegestühle, Picknickdecken, etc.
NAMENSSCHILDER:
Vielleicht gibt es Namensschilder, die ihr zu Beginn basteln wollt? Eine unkomplizierte Idee ist beispielsweise Kreise aus Pappe auszuschneiden, diese Pappe bunt zu bemalen und Wolle durch ein Loch zu fädeln, durch die man sich die Pappe umhängen kann.
WILLKOMMENSAKTION (für alle diejenigen, die schon früher da sind)
Material:
Stationsbeschreibungen: Heute geht es um das Thema Ruhe und Stress. Nimm dir eine Murmel und lass sie in das Glas werfen, das für dich am meisten Ruhe nimmt. Am Ende wollen wir schauen, was uns in unserer Kirche Kunterbunt am meisten in Stress, in Unruhe, in Hektik bringt.
Beschriftung der Gläser: Terminflut – Leistungsdruck (gute Noten haben wollen in der Schule oder im Beruf) – Streit – Nachrichten – Haushaltsaufgaben – (vielleicht findet ihr auch noch andere Ideen, die zu eurem Ort und den Menschen dort gut passen)
BEGRÜßUNGSLIED:
Vorschläge zu Willkommenszeit-Liedern findet ihr hier https://www.kirche-kunterbunt.de/gestalten/material/musik/
ANFANGSMODERATION:
(in der Anfangsmoderation geht es darum, die Menschen auf eure Weise willkommen zu heißen. Vielleicht gebt ihr einen Überblick darüber, was die Familien bei euch erwartet? Vielleicht stellt ihr das Team vor? Vielleicht habt ihr ein besonderes Votum, das zu Beginn gesprochen wird? Dafür ist hier Platz.
Zusätzlich lädt diese Anfangsmoderation auch ein, das kommende Theaterstück einzuleiten und die Menschen mit dem Thema in Verknüpfung zu bringen. Das kann zum Beispiel passieren, in dem man mit Fragen die Kirche Kunterbunt einleitet: WAS IST FÜR EUCH RUHE? (Menschen antworten lassen). WAS IST FÜR EUCH STRESS? (Menschen antworten lassen)
Wir sehen jetzt ein Theaterstück, indem es auch um Stress geht…
Theaterstück ( gespielt von zwei Kindern )
Person A (sitzt gemütlich vorne auf der Bühne in einem bequemen Stuhl)
Person A: Endlich mal entspannt rumsitzen. Und bald sind sogar Sommerferien!
Person B (rennt völlig außer Atem auf die Bühne)
Person B: Hi! Sorry, dass ich zu spät bin!
Person A: Kein Problem. Wo kommst du denn her?
Person B: Ich hab gleich Schwimmkurs und hatte meine Schwimmsachen zuhause vergessen. Dann musste ich zurück, dann wieder her, dann wieder zurück, weil ich vergessen hatte, dass ich schon zurück war.
Person A: Klingt anstrengend.
Person B: Ich bin schon müde, bevor das Schwimmen überhaupt angefangen hat.
Person A: Hey, wollen wir bald mal wieder zusammen bei uns im Pool spielen?
Person B: Ja gern! Nur … diese Woche wird das nichts.
Person A: Nächste Woche vielleicht? Montag?
Person B: Ah … montags ist immer schlecht. Da hab ich Reiten.
Person A: Stimmt. Dienstag?
Person B: Da hat meine Mama Geburtstag.
Person A: Ah ja. Mittwoch?
Person B: Forscher-Entdecker-Kurs.
Person A: Stimmt. Da hab ich ja Malkurs.
Person B: Was malt ihr eigentlich?
Person A: Meistens Stundenpläne.
Person B: Praktisch.
Person A: Donnerstag?
Person B: Da muss ich dringend für den Mathe-Test lernen.
Person A: Freitag?
Person B: Stadtfest. Und meine Oma wird 70.
Person A: Na gut. Wie wäre es danach?
Person B: Da muss ich mich vom Wochenende erholen.
Person A: Verstehe.
Person B: Und meine Eltern auch.
Person A: Sind die auch so beschäftigt?
Person B: Total! Meine Mama hat letztens einen Termin gemacht, um ihre Termine zu sortieren.
Person A: Mein Papa auch! Danach hatte er einen Termin, um sich vom Termine-Sortieren zu erholen.
Person B: Erwachsene sind komisch.
Person A: Aber Termine sind auch komisch.
Person A: Wie gut, dass bald Sommerferien sind und wir endlich Ruhe haben.
Person B: Ja! Also … nicht in den ersten drei Wochen.
Person A: Warum?
Person B: Erst Urlaub. Dann Besuch. Dann Ferienprogramm.
Person A: Klingt schön! Und danach?
Person B: Wahrscheinlich muss ich mich da von den Ferien erholen…
(Beide schauen sich an.)
Person B: Komisch, oder?
Person A: Wir wollen doch eigentlich nur spielen.
(Kurze Pause.)
Person A: Vielleicht finden wir irgendwann mal Zeit.
Person B: Aber wann?
(Beide holen einen riesigen Kalender hervor und blättern hektisch.)
Person A: Keine Ahnung.
Stationenvorstellung:
Vielleicht ist euch etwas aus dem Theaterstück vertraut vorgekommen? Wir wollen in den Stationen suchen, wie wir dieser großen Terminflut gegenübertreten können und haben dafür folgende Stationen für euch vorbereitet…
Station: So finde ich Ruhe – Plakat
Material:
Stationsbeschreibung: Was hilft dir Ruhe zu finden? Teile deine Idee hier auf der Wand. Vielleicht inspiriert sie noch eine weitere Person.


Station: Sabbat-Glas
Material:
Stationsbeschreibung: Unser Sabbat-Glas enthält verschiedene Ideen, was wir gemeinsam tun können, um als Familie Ruhe zu finden. Hier gibt es kein “richtig” und kein “falsch”, weil Ruhe so unterschiedlich aussehen kann. Vielleicht mag die eine Person lesen und die andere Musik machen oder Sport oder Backen. SO GESTALTET IHR EIN SABBAT-GLAS: Sammelt als Familie Ideen, die euch gut tun und schreibt es auf die vorbereiteten Zettel. Die Zettel dürft ihr dann in euer Glas legen und das Glas noch hübsch verzieren. Wann immer ihr Ruhe braucht, könnt ihr euch nun eine Idee aus eurem Sabbat-Glas ziehen.
Station: Stopp-Tanzen – Wenn es mal still wird
Material:
Stationsbeschreibung: Personen finden sich paarweise zusammen (Erwachsene mit Kindern, Kindern mit Kindern oder Erwachsene mit Erwachsenen). Jedes Team erhält eine aufgefaltete Zeitung als „Insel“. Die Musik startet und alle tanzen frei um ihre Zeitung herum. Sobald die Musik stoppt, muss das Paar gemeinsam möglichst schnell gemeinsam auf ihrer Zeitung stehen, ohne den Boden zu berühren. Nach jeder Runde wird die Zeitung einmal zusammengefaltet und dadurch kleiner. Mit jeder neuen Runde wird es schwieriger, gemeinsam Platz auf der Zeitung zu finden. Die Teams müssen sich absprechen, zusammenarbeiten und kreative Lösungen finden, damit beide sicher auf der immer kleiner werdenden Insel stehen können. Passt jemand nicht mehr auf die Insel oder berührt ein Team den Boden, scheidet aus. Am Ende gewinnt ein Team.
Spielvariante für ältere Kinder und Erwachsene: Um das Spiel noch inhaltsvoller zu machen, bekommen die Teams ein Blatt Papier mit 6 Feldern, auf dem sie in jedes Feld die für sie wichtigsten Termine der Woche aufschreiben. Nach jedem Musik-Stopp müssen die Teams einen Termin auswählen, der gehen muss. Welcher Termin bleibt am Ende übrig, weil er für sie am Wichtigsten ist?
Station: Gedankenglas- Schneekugel
Material:
Stationsbeschreibung: Bastelt euer eigenes Schneekugel-Glas. So geht´s:



Station: Reflektionsstation – Wie finden wir Ruhe? Was brauchen wir dafür?
Material:
Stationsbeschreibung: Jede Familie erlebt stressige Zeiten. Manchmal läuft alles entspannt, manchmal gibt es Streit, Hektik oder Überforderung. Dieser Bogen soll euch helfen, gemeinsam darüber zu sprechen und Ideen zu finden, wie ihr euch als Familie wohler fühlen könnt. Ihr könnt ihn mit nachhause nehmen oder euch hier einen Ort suchen, wo ihr ihn gemeinsam ausfüllt.
Station: Konzentrationsspiele
Bringt Konzentrationsspiele mit, die Familien hier nach Lust und Laune ausprobieren dürfen.
Station: Tangramm-Puzzle selbst herstellen
Material:
Stationsbeschreibung: Schneidet die vorbereiteten Figuren aus. Nun können die einzelnen Teile immer wieder neu zusammengesetzt werden. Ob Tiere, Menschen, Gegenstände oder Fantasiefiguren – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist dabei, dass immer alle sieben Teile verwendet werden und sie sich nicht überlappen.
Tipp: Wer das Tangram häufiger nutzen möchte, kann die Vorlage auf Tonkarton übertragen oder laminieren.


Station: Kurz mal nichts tun
Material:
Stationsbeschreibung: Kurz mal nichts tun. Das könnt ihr hier. Mischt euch aus den Fruchtsäften einen eigenen Cocktail (oder bekommt ihn von einer mitarbeitenden Person serviert). Lasst euch in den Liegestuhl fallen, hört der Musik zu und ruht euch gerne hier doch einmal kurz aus.
Gesprächsimpuls: Vielleicht ergibt sich ja beim Ausruhen die Zeit, dass ihr miteinander ins Gespräch kommt und euch fragen könnt: Wann habe ich mich das letzte Mal so richtig entspannt und frei gefühlt?
Station: Stress loswerden – Parcours
Material:
Stationsbeschreibung: Den Stress loswerden. Darum geht es hier. Manchmal fühlt sich diese Unruhe in einem wie eine große Last ein. Wir laden hier ein, die Last loszuwerden. Nehmt euch einen Stein in der Größe, der eure Unruhe heute gerade gut beschreibt. Mit diesem Stein dürft ihr den vorbereiteten Parcours laufen und ihn am Ende fallen lassen. Stattdessen dürft ihr euch ein süßes Getränk in dem vorbereiteten Becher mitnehmen.
Gesprächsimpuls: Welche Unruhe würdest du gerne eintauschen, wie einen Stein in ein süßes Getränk?
Station: Segenszelt
Material:
Stationsbeschreibung: Leben kann manchmal ganz schön wild sein. Wir möchten dir hier in dem Segenszelt einen persönlichen Segen zusprechen. Segen bedeutet, dass wir dir Gutes zusprechen. Gutes für alles das, wo es dir vielleicht gerade nicht gut geht. Wir haben verschiedene Öle, bei denen du dir deinen Lieblingsduft aussuchen darfst. Segen ist immer etwas Schönes, deswegen solltest du auch den Duft mögen. Wenn du den Duft gewählt hast, mache ich dir entweder auf deine Handfläche oder deine Stirn ein kleines Kreuz und spreche dir einen Segen zu.
(den Segen dürft ihr frei formulieren oder euch von Bibelversen inspirieren lassen)
WICHTIG BEI DIESER STATION: Es braucht viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit diesem Segenszelt. Vielleicht erzählt eine Person, was sie aktuell belastet. Vielleicht fühlt sich jemand nicht wohl mit der körperlichen Berührung? Wir empfehlen euch, das Segenszelt daher so bei der Kirche Kunterbunt zu platzieren, dass es an einem ruhigen Ort steht und Raum ist, um dort auch vertraute Gespräche zu führen.



Einleitung von Theaterstück: Wir haben ein Stück für euch, indem jemand mit Gott telefoniert. Und Gott antwortet auf seine Weise. Das ist ein ausgedachtes Theaterstück, aber einbisschen Wahrheit steckt trotzdem drin.
Impuls
Drei Gedanken dazu:
GEBET
Das hier ist ein stilles Gebet. Wir laden euch ein, Gott im Stillen das zu sagen, was euch auf der Seele liegt. Dafür darf man einander die Hand reichen. Eine Person fängt an. Still darf sie ihr Gebet an Gott formulieren. Wenn sie es für sich beendet hat, darf sie die Hand vor der Person neben sich drücken. So wandert das stille Gebet von Person zu Person.
SEGEN
Passend zum Abschluss vor den Sommerferien laden wir hier zum Eiswürfel-Segen ein.
Material: ein Eiswürfel pro Person
Segen
Gott der Vater erfrische Dich.
(Eiswürfel austeilen)
Sein Sohn Jesus Christus bringe durch seine Liebe alles zum Schmelzen, was zwischen Dir und Gott steht.
(Warten bis der Eiswürfel etwas schmilzt)
Und der Heilige Geist segne Dich mit seiner überfließenden Gnade und Frieden.
(das Schmelzwasser über die Hände laufen lassen)
Amen.
IDEE FÜR ZUHAUSE
Jede Person erhält so eine Karte, um sich an diese Ruhe-Kirche-Kunterbunt zu erinnern. Ihr könnt die Vorlage einfach als Postkarte drucken lassen.



Jesus ist auf eine Hochzeit eingeladen. Seine Mutter Maria ist auch dabei. Davon erzählt die Geschichte von der Hochzeit in Kana (Joh 2,1-12).
Wie schön ist es, ein Fest zu feiern, Gäste einzuladen und sie herzlich zu begrüßen.
Und die Gäste kommen gerne und freuen sich. Bei Kirche Kunterbunt feiern wir mit Jesus. Er lädt uns ein. Wir dürfen kommen, wie wir sind und uns freuen. Er will, dass es uns gut geht, wir sollen uns wohlfühlen. Aus Unsicherheit wird Vertrauen, aus Sorge wird Freude – das ist die wandelnde Kraft der Liebe von Jesus.
Dieser Entwurf wurde zum Erstkommunion-Leitwort des Bonifatiuswerks 2026 entwickelt, ist aber unabhängig davon einsetzbar.
Die Festfreude steht bei dieser Kirche Kunterbunt im Mittelpunkt. Daran knüpft die Willkommenszeit an. Für die Gestaltung der Willkommenszeit haben wir einige Ideen für euch zusammengestellt. Entscheidet selbst, was und wie viel ihr davon umsetzen könnt oder möchtet.
Namensanstecker gestalten
Bei manchen Hochzeiten bekommen die Festgäste einen Anstecker, damit jeder weiß, wer alles zur Hochzeitsgesellschaft gehört. Ihr könnt in ähnlicher Weise die Namensschilder gestalten. Einen Entwurf zum Ausdrucken auf schönem Papier:
Sektempfang
Begrüßt eure Gäste doch mit einem Glas Kindersekt oder einem anderen leckeren Getränk und heißt sie herzlich willkommen. Wenn ihr wollt, könnt ihr an jedes Glas einen kleinen Zettel mit einer Frage heften oder die Frage sogar auf die Gläser schreiben.

Gästebuch
Wie wäre es mit einem Gästebuch (z.B. ein Fotoalbum), in das sich alle eintragen dürfen?
„Fotobox“
Ihr könnt mit jeder Familie ein Erinnerungsfoto machen. Wenn ihr eine Sofortbildkamera habt, könnten die Fotos auch ins Gästebuch geklebt werden.
Wenn ihr wollt, haltet Utensilien zum Verkleiden oder kleine Requisiten bereit, die eure Gäste verwenden können. Vorlagen findet ihr im Internet. Wenn ihr in eine Suchmaschine „Fotobox Vorlagen zum Ausdrucken kostenlos“ eingebt, erhaltet ihr viele Ergebnisse.
Stationsplan auf einer Staffelei
Oft gibt es bei einer Hochzeit einen Tischplan, damit die Gäste schnell ihren Platz finden. Ihr könnt in ähnlicher Weise einen Plan bereitstellen, damit alle die Aktivstationen gut finden können. Das Mottobild des Bonifatiuswerks eignet sich prima für die Gestaltung.
Festliche Deko
Dekoriert den Raum der Willkommenszeit festlich, z.B. mit Luftballons, Kerzen, Blumen, Herzchen…
Päckchen stapeln
Material: Schuhkartons in unterschiedlicher Größe, eingepackt in Geschenkpapier.
Stationenbeschreibung: Stapelt die Päckchen zu einem möglichst hohen Turm übereinander. Wie viele Päckchen schafft ihr, bevor der Turm umfällt?
Gesprächsimpuls: Bei einem großen Fest bekommt man oft viele Geschenke, und die Wunschliste im Vorfeld ist ziemlich lang. Es gibt auch Geschenke, die ein Fest zu etwas ganz Besonderem machen, die man nicht in Geschenkpapier einpacken kann, weil sie nicht materiell sind. Was könnten das für Geschenke sein? Welche Geschenke dieser Art wünscht ihr euch als Familie für euer Erstkommunionfest?
Wunderglas gestalten
Material: Saubere alte Schraubgläser, Material zum Verzieren und Bekleben (z.B. selbstklebende Glitzersteine und/oder Streuteile, Washi-Tape, Sticker, Transparentpapier, Bastelkleber, Lackstifte zum Bemalen…). Außerdem kleine Zettel und Stifte.
Die Karte mit dem Wunderglas-Abendritual kann entweder an dieser Station oder am Ende der Kirche Kunterbunt verteilt werden.
Stationenbeschreibung: Beklebt oder bemalt euer Glas mit den Materialien, die euch am besten gefallen. Dann habt ihr für Daheim euer wunderschönes Wunderglas.
Gesprächsimpuls:
Wunder passieren meist nicht mit einem großen Knall. Wunder geschehen oft mitten im Alltag, leise und unscheinbar. Sie sorgen dafür, dass es ab und zu in unserem Alltag glitzert. Habt ihr heute schon einen solch wunderbaren Glitzer-Moment erlebt? Oder in den letzten Tagen? Schreibt ein Stichwort dazu auf einen kleinen Zettel, faltet ihn zusammen und legt ihn in euer Wunderglas. Vielleicht wollt ihr daraus ja ein Familienritual machen? Ihr könnt euch z.B. abends vor dem Ins-Bett-Gehen zusammensetzen und euch unterhalten, wer von euch heute einen wunderbaren Glitzer-Moment erlebt hat und was das war. Beschriftet einen Zettel, legt ihn ins Glas und sprecht gemeinsam ein Dankgebet. Ist euer Glas voll? Schaut die Zettel nochmal gemeinsam an.

Wir feiern ein Fest
Material: Templates auf A3 ausgedruckt, Stifte zum Ausfüllen.
Stationenbeschreibung: Jede und jeder stellt sich ein richtig gutes Fest ein bisschen anders vor. Bei einem Familienfest kann es hilfreich sein, wenn man gemeinsam überlegt und darüber redet, wie das Fest gestaltet werden soll. Hier findet ihr eine Planungshilfe, die ihr für euer nächstes Familienfest verwenden könnt.
Gesprächsimpuls:
Schätzen – wie viel passt hier rein?
Material: Annähernd gleich große Flaschen, Gläser und Behälter in verschiedenen ausgefallenen Formen, Wanne mit Wasser, Messbecher mit genügend Fassungsvermögen oder Küchenwaage.
Stationenbeschreibung: Hier habt ihr verschiedene Gefäße. Schätzt, in welches am meisten reinpasst und sortiert die Behälter von viel bis wenig Fassungsvermögen. Wenn ihr fertig seid, könnt ihr überprüfen, ob ihr richtig geschätzt habt.
So geht´s:
Gesprächsimpuls:
In der Feierzeit hören wir nachher die Geschichte von der Hochzeit zu Kana. Einem Brautpaar ist der Wein ausgegangen und die Gäste wären fast nach Hause gegangen. Jesus hat ihnen geholfen und 500 Liter Wasser in Wein verwandelt. Wisst ihr, wie viel das ist? Das sind drei volle Badewannen. Natürlich kann man auch ohne Wein feiern und Spaß haben. Aber in der damaligen Gesellschaft gehörte der Wein einfach zu einer Hochzeit dazu. Das Brautpaar hätte sich sonst richtig blamiert. Habt ihr eine Idee, warum Jesus wollte, dass die Feier weitergeht?
Unsere leeren Krüge werden gefüllt
Material: Vorlage Krug, (hell-) braunes Tonpapier, Stifte
Stationenbeschreibung: Nimm die Vorlage, zeichne sie auf das Tonpapier und schneide sie aus. Lies dir den Impuls durch (lass dir vorlesen) und beschrifte dann eine Seite deines Kruges.
Gesprächsimpuls:
Rätsel – Wer hat den Schlüssel zum Weinkeller?
Material: Kopien der Sitzordnung der Hochzeitsgäste (Rätsel Sitzplan), alternativ kann auch wie bei einem Escape-Room eine Tafel mit entsprechenden Tischkärtchen der Hochzeitsgäste gedeckt werden und einen Schlüssel zum Hin- und Herschieben, Rätsel (Rätsel Schlüssel Weinkeller), Lösungsblatt, Stifte. Weil hier geknobelt wird, bietet es sich an, die Station an einem ruhigeren Platz aufzubauen.
Stationenbeschreibung: Der Wein neigt sich auch bei unserer Festgesellschaft dem Ende entgegen. Doch leider ist der Schlüssel zum Weinkeller verloren gegangen. Findet ihr heraus, wer den Schlüssel zuletzt hatte?
JAKOB hat den Schlüssel
→ seinem VATER gegeben, der hat ihn
→ seiner TOCHTER gegeben, die hat ihn
→ ihrer TANTE gegeben, die hat ihn
→ nach RECHTS gegeben, der hat ihn
→ seiner NICHTE gegeben, die hat ihn
→ ihrem BRUDER gegeben, der hat ihn
→ seinem VATER gegeben, der hat ihn
→ seinem SCHWIEGERSOHN gegeben, der hat ihn
→ seiner TANTE gegeben, die hat ihn
→ ihrer NICHTE gegeben, die hat ihn
→ ihrer MUTTER gegeben.
Wer hat den Schlüssel jetzt?
Die Auflösung findet ihr auf einem extra Zettel.
Familienspiegel – Blick füreinander
Material: Karton, Spiegelfolie, Material zum Verzieren (Washi-Tape, Glitzersteine, Aufkleber usw.), Filzstifte und Permanent Marker für die Spiegelfolie, Fragenkarte für die Rückseite
Stationenbeschreibung: Gestaltet gemeinsam euren Familienspiegel. Verziert den Rahmen nach euren Vorstellungen: Schreibt oder malt rund um den Spiegel Worte, Symbole oder Farben, die zeigen, was euch als Familie verbindet und euch Freude schenkt. Wenn der Spiegel fertig ist, stellt euch gemeinsam davor und schaut hinein – jede und jeder für sich und ihr zusammen als Familie. Schreibt auf die Spiegelfolie: z.B. „Wir sind ein Geschenk“ oder „Wir gehören zusammen“.
Gesprächsimpuls:
Bei der Hochzeit zu Kana hat Jesus gesehen, was die Menschen brauchen. Er hat ihre Sorge wahrgenommen und sie in Freude verwandelt – aus Wasser wurde Wein. So konnte das Fest weitergehen. Auch wir dürfen im Alltag aufmerksam füreinander sein. Oft sind es kleine Gesten, ein gutes Wort oder ein liebevoller Blick, die euch als Familie stärken.
Wenn ihr in den Spiegel schaut, erinnert euch daran:
Wir sehen einander. Wir gehören zusammen. Wir sind ein Geschenk füreinander – und Gott ist mitten unter uns.
Der Familienspiegel kann euch zu Hause daran erinnern, bewusst füreinander da zu sein. Zum Beispiel genau auf den anderen zu schauen und mitzubekommen: Wie geht es dem anderen eigentlich?
Klebt auf die Rückseite eine Fragenkarte für den Alltag zuhause:

Lichtblick für dein FEST – Weinglas-Lampenschirm gestalten
Material: Leere Weingläser, Papiervorlage zum Bemalen, Schere, Klebeband oder Tacker, Teelichter
Stationenbeschreibung:
Gesprächsimpuls:
Euer Weinglas-Lampenschirm begleitet euch als besondere Tischdekoration z.B. bei eurem Erstkommunionsfest. Jedes Licht erinnert daran: Wunder geschehen immer wieder – vor allem dann, wenn wir gemeinsam am Tisch sitzen, miteinander teilen und Freude feiern.

Feier-Fahne
Komm, wir basteln eine Feier-Fahne, ein Symbol, das du immer wieder bunt durch die Luft wirbeln kannst und damit zeigen: Freude liegt in der Luft. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr mit der Fahne auch gemeinsam Tanzen und sie durch die Luft wedeln.
So gehts:
Gesprächsimpuls: Wenn du an das vergangene Jahr denkst oder auch nur an die letzte Woche: Was waren die Momente, in denen du gerne eine Feier-Fahne gewedelt hättest?
Gäste-Bingo
Material: ausgedruckte Vorlage, Stifte, evtl. Klemmbretter
Stationsbeschreibung: Zum Feiern gehört Gemeinschaft. Zur Gemeinschaft gehört es mit Menschen zu kommunizieren und auch neue Personen kennen zu lernen. Traut ihr euch Menschen anzusprechen? Dafür braucht es Mut! Hier dürft ihr euch einen Bingo-Zettel nehmen. Ziel ist, so schnell wie möglich eine Zeile oder Spalte mit Unterschriften zu füllen und damit ein „Bingo“ zu schaffen. Wer schafft es am Schnellsten? Auch mehrere Runden sind möglich!
Gesprächsimpuls: Wo erlebst du feierliche Gemeinschaft? Fühlst du dich mit vielen Menschen wohl? Fällt dir Smalltalk leicht? Wann steht das nächste Fest an und wie könntest du dort auf Menschen zugehen?
Wir hören die Geschichte von Jesus und dem besonderen Fest:
Einmal ist Jesus zu einer Hochzeit eingeladen. Es sind viele Gäste gekommen. Auch Maria, die Mutter von Jesus, ist da. Sie alle feiern fröhlich. Eine Band spielt Musik, manche singen mit oder tanzen durch den Raum. Die Stimmung ist gut, es wird viel gelacht. Es gibt reichlich leckeres Essen auf den Tischen, die Becher in ihren Händen sind mit Wein gefüllt. Jesus sitzt bei seinen Freundinnen und Freunden. Auf einmal steht Maria auf und geht zu Jesus. Sie tippt ihm auf die Schulter. Er dreht sich verwundert um. Maria beugt sich zu ihm und flüstert ihm ins Ohr: „Sie haben keinen Wein mehr. Der Wein ist ausgegangen.“
Jesus schaut sie an und zuckt mit den Schultern. Da sagt Maria: „Das ist eine Katastrophe. Gleich wird es den Gästen auffallen. Das wird richtig peinlich für das Brautpaar. Tu doch was!“
Jesus schaut sich um und entdeckt sechs große Krüge. Er zeigt auf sie und lässt sie sich bringen.
L: An einer Station haben wir heute leere Krüge beschriftet. Nehmt diese bitte in eure Hand. (jede/r oder als Familie) Wir wollen sie Jesus hinhalten.
Einladung zum Ein- Wortgebet:
Wir laden euch ein, euer Wort zu sagen als Bitte an Jesus.
Jesus wir bitten dich, um:
…
Danach kurze Stille.
Anschließend weiter in der Erzählung.
Jesus ruft die Diener und sagt: „Füllt die Krüge mit Wasser!“ Schnell laufen sie zum Brunnen und holen Wasser und gießen es in die Krüge.
Die Krüge sind sehr groß – sie fassen mehrere hundert Liter. Deshalb müssen die Diener oft laufen. Als alle sechs Krüge bis zum Rand gefüllt sind, sagt Jesus zu ihnen: „Nehmt nun einen Becher und gebt ihn dem Speisemeister (Koch), damit er probieren kann.“
Der Speisemeister nimmt einen Schluck aus dem Becher und ist verblüfft – einen so guten Wein hat er noch nie getrunken. „Der ist aber köstlich!“ Ganz erstaunt fragt er: „Wo habt ihr denn diesen guten Wein her?“
Die Diener und die, die es beobachtet hatten, sind ganz aufgeregt: „Jesus hat Wasser in die Krüge gießen lassen und jetzt sind sie voller Wein – was für ein Wunder!“
Gespräch zur Geschichte
Ihr habt gerade eine ganz besondere Geschichte von Jesus gehört. Es ist die Geschichte davon, wie Jesus zum ersten Mal die Menschen beeindruckt hat. Schon verrückt, Jesus fällt das erste Mal auf und rettet eine Hochzeitsparty. Habt ihr eine Idee, warum Jesus ausgerechnet bei einem Fest in die Öffentlichkeit tritt?
Und dann verwandelt er Wasser auch noch in übertrieben viel Wein. Das war so viel Wein, so viel mehr als benötigt wurde.
Das Jesus nicht spart und dass es mehr als genug Wein gibt, zeigt: Jesus schenkt so viel mehr als für ein Fest nötig wäre. Mit Jesus bricht etwas Neues an: Das Reich Gottes, in dem sich alle Menschen freuen dürfen und in dem es allen Menschen so richtig gut gehen soll. Daran dürfen wir uns immer erinnern.
Segensritual
Wir laden euch ein, zu einem Segen nach vorne zu kommen.
Haltet gerne eure Hände auf, wie eine leere Schale.
Beim Segen wird ein Glitzerstein in die Hand gelegt.
„N.N., Jesus ist für dich da und möchte, dass es dir gut geht und dein Leben bunt ist. Dieser Glitzerstein soll dich daran erinnern. Amen.“
Den Stein dürft ihr zuhause an einem besonderen Platz aufheben.
Vater Unser
Das Vater Unser ist ein Gebet, das uns genau an diese Fülle erinnert. Wir beten darin, dass Gott uns das zum Leben Wichtige schenkt und bitten, dass sein Reich kommt, in dem es allen Menschen gut geht.
Lasst uns gemeinsam beten:
Vater Unser…
Segen:
Bitten wir Gott, um Segen:
Gott stärke euch, wenn ihr das Gefühl habt, eure Krüge sind leer.
Gott mache auch eure Alltagsmomente zu etwas Besonderem.
Gott beschenke euch, wenn ihr Feste feiert und gebe euch die Gewissheit:
Ihr seid begleitet und geborgen.
Ihr seid nicht allein. Gott, möchte, dass es euch gut geht.
So segne euch Gott, der Vater und der Sohn und die Heilige Geistkraft. Amen.
Liedvorschläge
Ideen für die Essenszeit z.B. Hochzeitssuppe oder Torte zum Nachtisch.
Ideen für den Alltag
Wunderglas-Abendritual
Die Konfirmation ist für viele Jugendliche ein großes Fest – und gleichzeitig oft ein abrupter Übergang. Nach vielen Familienfeiern und einem intensiven Konfi-Jahr wollten wir den Jugendlichen noch einen Abend schenken, an dem das Erlebte nachklingen darf: mit den Menschen, mit denen sie unterwegs waren, in ihren festlichen Kleidern und in einer Atmosphäre, die ihnen zeigt: Nach der Konfi ist Kirche nicht vorbei.
So entstand der Konfi-Abschlussball in der Jugendkirche Stuttgart. Die Idee dazu gab es schon länger. In diesem Jahr haben wir sie gemeinsam umgesetzt – mit Jugendlichen, dem Jugendpfarramt, Jugendreferentinnen, einem großen ehrenamtlichen Team und unterstützenden Eltern.
Angemeldet waren 80 Konfis aus etwa 15 Gemeinden des Kirchenkreises Stuttgart; die Anmeldung musste sogar geschlossen werden. Rund 65 Konfis feierten schließlich zusammen mit etwa 20 Mitarbeitenden. Das Besondere: Der Abend war konsequent von Jugendlichen für Jugendliche gestaltet. Die Mitarbeitenden waren zwischen 15 und 22 Jahre alt und planten, moderierten, legten Musik auf, betreuten Stationen und gestalteten den Abend mit viel Eigenverantwortung.
Neben gemeinsamen Tänzen, Discofox und einem Tanz des Abends gab es kreative Stationen, Konfi-Pong, Sumo-Ringen, eine Fotostation, Spiele, Snacks und viel Zeit für Begegnungen. Ein geistlicher Impuls, ein Glitzersegen und die Vorstellung der Jugendarbeit machten deutlich: Nach der Konfi beginnt etwas Neues. Jugendliche können Kirche selbst gestalten und Verantwortung übernehmen. Uns war wichtig, nicht nur den Abschluss der Konfi-Zeit zu feiern, sondern einen Übergang zu gestalten. Für viele Jugendliche beginnt nach der Konfirmation die Zeit der Tanzkurse, der ersten Beziehungen und neuer Freiheiten. Diesen Schritt wollten wir begleiten und zeigen: Kirche hat auch in dieser Lebensphase einen Platz. Besonders schön war zu erleben, wie sich die Jugendlichen den Abend nach und nach zu eigen machten. Während viele zu Beginn noch vorsichtig waren, war die Tanzfläche am Ende voller Menschen, und manche wollten gar nicht mehr nach Hause gehen. Auch das Sumo-Ringen entwickelte sich zum Überraschungshit des Abends.
Die Rückmeldungen von Eltern waren sehr positiv. Viele waren dankbar, dass Jugendliche in einem begleiteten Rahmen feiern, Gemeinschaft erleben und in eine positive Festkultur hineinwachsen konnten. Gleichzeitig bot der Abend Raum für junge Ehrenamtliche, sich auszuprobieren und Verantwortung zu übernehmen – etwa für unseren jungen DJ, für den der Abend eine wertvolle Erfahrung war.
Und tatsächlich fragten einige Konfis schon am selben Abend: „Wo kann ich bei so etwas mitmachen?“ So wurde aus einem Abschlussball mehr als nur eine Party: ein Übergang in die Jugendarbeit und die Einladung, Kirche selbst mitzugestalten.
Situation
Wir feiern als Jugendkirche einmal im Monat einen Jugendgottesdienst. Die folgende interaktive Predigt gehört zu einer Themenreihe rund um Vorbilder im Glauben. Als Abschluss dieser Reihe vor den Sommerferien verbinden wir Abraham als Glaubensvorbild mit den Übergängen der Jugendlichen. Wir haben vor allem unterschiedliche Schulabschlüsse, Schulwechsel, Ausbildungsanfang bzw. -ende und den Übergang ins neue Schuljahr im Blick. Die Predigt lässt sich aber auch auf andere Übergänge anpassen.
Gottesdienstablauf
Material: Stifte, Steine, Zettel, Rucksack, ausgeschnittene Fußabdrücke, Leuchtsterne
Predigt
Die Sommerferien sind da. Ihr habt es geschafft! Wieder ein Schuljahr ist rum. Ein weiteres Ausbildungsjahr ist abgeschlossen. Manche von euch hatten ein ganz besonderes Jahr. Ihr habt für Prüfungen gelernt. Und ihr habt es geschafft. Euch feiern wir heute ganz besonders!
Ich erinnere mich noch sehr gut an den Sommer, als ich mit der Schule fertig war. (Prediger/in erzählt persönliche Geschichte über neu gewonnene Freiheit und Fragen, wie es danach weitergeht.) Vielleicht kennt ihr dieses Gefühl. Man hat etwas geschafft – sei es einen Abschluss oder einfach ein Schuljahr. Man freut sich riesig. Man ist auch echt stolz. Und gleichzeitig kommen da immer wieder Fragen: Was mache ich jetzt als Nächstes? Schaffe ich das neue Schuljahr? Werde ich Leute in der Ausbildung oder der neuen Klasse kennenlernen? Finde ich meinen Platz?
All diese Fragen habe ich mir schon mal gestellt. Und vermutlich auch ein Mann aus der Bibel, der genau an so einem Punkt stand. Er hatte eine riesige Veränderung vor sich. Und für mich ist er genau in dieser Situation ein riesiges Vorbild im Glauben. Vielleicht habt ihr es euch schon gedacht. Es geht um Abraham. Denn zu ihm hat Gott eines Tages gesagt: „Verlass dein Land, deine Verwandtschaft und das Haus deines Vaters! Geh in das Land, das ich dir zeigen werde! Ich will dich zum Stammvater eines großen Volkes machen. Ich will dich segnen und deinen Namen groß machen, sodass du ein Segen sein wirst.“ (Genesis 12,1-2 / BasisBibel)
Das Verrückte ist: Gott zeigt Abraham keinen Plan. Keine Karte. Keine Wegbeschreibung. Kein Google Maps. Er sagt nur: „Geh!“ Und Abraham geht. Nicht weil er alles weiß. Oder er keine offenen Fragen mehr hätte. Sondern weil er Gott vertraut. Was für ein cooles Vorbild, oder? Denn anscheinend bedeutet Glauben nicht, dass man den ganzen Weg kennt. Glauben bedeutet manchmal, den nächsten Schritt zu gehen.
Aktion 1: Was nehme ich mit? Was lasse ich zurück?
Abraham ist bereit loszugehen. Ich stell mir vor, wie er nach dem Gespräch zu seiner Großfamilie geht. Ihnen alles erzählt. Und dann anfängt zu packen. Seine Kleidung. Sein Zelt. Seine Kamele. Unterwegs sein war er als Nomade eigentlich gewohnt. Aber bei Gottes neuem Auftrag wusste er ja gar nicht so richtig, was er brauchen wird. Was er einpacken soll. Und was er besser zurücklässt.
Vielleicht ist es bei uns jetzt vor den Sommerferien auch ein bisschen so. Da liegt Neues vor uns. Und gleichzeitig auch ganz viele Erlebnisse und Erfahrungen aus dem letzten Jahr hinter uns. Überleg einmal: Was war in diesem Jahr schwer? Was möchtest du nicht länger mit dir herumtragen? Vielleicht Streit oder Sorgen oder Selbstzweifel oder … Wenn dir etwas einfällt: Dann nimm dir (Ort der Station erklären) einen Stein und leg ihn hier auf den Boden. Als Zeichen: Du musst nicht alles mit dir herumtragen. Vielleicht magst du dabei auch mit Gott reden.
Aber Abraham lässt natürlich auch nicht alles zurück. Da ist viel Gutes, das ihn auf seinem neuen Weg begleiten wird. Das ihm Kraft gibt. Und Mut. Deswegen frag dich gleichzeitig auch: Was nehme ich mit? Vielleicht: Freundschaften. Neue Fähigkeiten. Schöne Erinnerungen. Erfolge. Wenn ihr mögt, schreibt das (Ort der Station erklären) auf einen Zettel und packt eure Zettel in diesen Wanderrucksack. Denn auch wir nehmen ganz viel Schönes auf unserem Weg mit. (evtl. Instrumentalmusik während der Aktion)
Aktion 2: Was ist mein nächster Schritt?
Abraham ist bereit für den Aufbruch. Wie gesagt: Er kennt die Zukunft nicht. Aber er macht einen ersten Schritt. Dann noch einen. Und noch einen. Und noch einen.
Vor euch liegen Fußabdrücke. Schreibt auf euren Fußabdruck: Was ist mein nächster Schritt? Nicht: Was ist mein kompletter Lebensplan. Sondern nur: Mein nächster Schritt in diesem Sommer oder nach den Sommerferien. Vielleicht: Neue Freunde auf der Sommerfreizeit finden. Eine Ausbildung beginnen. Mutiger sein. Gott mehr vertrauen. Einen Konflikt klären. Ein neues Hobby starten. Und dann legt eure Fußabdrücke (Ort der Station erklären) zu einer langen Fußspur zusammen.
Aktion 3: Segen auf dem Weg!
So viele Schritte liegen da jetzt zusammen und sehen gemeinsam schon wie ein kleiner Weg aus. Als Abraham den ersten Schritt geht, weiß er noch nicht, wohin ihn sein Weg führen wird. Er kennt die Zukunft nicht. So wie wir sie auch nicht kennen. Aber Gott kennt sie. Und Gott verspricht: Ich will dich segnen. Das heißt nicht, dass alles einfach wird. Nicht, dass es keine Schwierigkeiten geben wird. Sondern Gott verspricht: Ich gehe mit. Und das gilt auch für uns. Für den Schulabschluss. Für die neue Schule. Die Ausbildung. Die Sommerferien. Für alles, was wir heute noch nicht sehen können. Und deswegen bekommt ihr heute Gottes Segen mit auf den Weg.
(Segensstation mit mehreren MAs und Segenszuspruch: Gott segne deine nächsten Schritte. Gott schenke dir Mut für Neues, Kraft für Herausforderungen und Menschen an deiner Seite. Gott begleite dich auf allen Wegen, die vor dir liegen.)
Gesegnet geht Abraham seinen Weg. Einige Zeit später führt Gott Abraham nachts nach draußen. Unter dem Sternenhimmel sagt Gott zu Abraham: „Schau rauf zum Himmel und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Denn so zahlreich wie die Sterne werden deine Nachkommen sein.“ Und so werden die Sterne für Abraham zu einem Zeichen. Jedes Mal, wenn er nachts in den Himmel schaut. Dann erinnern sie ihn: Gott meint das ernst mit seinem Segen. Er vergisst mich nicht. Er sieht weiter als ich. Und er bleibt bei mir.
Vielleicht brauchen auch wir solche Erinnerungen. Und deswegen bekommt ihr als Erinnerung an Gottes Segen einen kleinen Leuchtstern. Er soll euch erinnern: Ich kann mutig losgehen. In die Sommerferien und alles, was kommt. Denn Gott geht mit mir mit. (Leuchtsterne verteilen)
Auf der Welt lebten am 01. Juli 2024 rund 8,2 Milliarden Menschen. In Europa waren es zu der Zeit ca. 450,6 Millionen Menschen, in Deutschland ca. 83,5 Millionen Menschen (Quelle: www.destatis.de).
In meiner Heimatstadt lebten lt. Angaben meiner Kommune mit Stand von 10.01.2026 25.950 Menschen. Davon kenne ich die wenigsten und auch nur wenige Menschen kennen mich.
Wenn man das Internet befragt, wie viele Sandkörner es gibt, bekommt man keine konkreten Zahlen. Es gibt Schätzungen, zumindest den Sand an den Stränden der Meere zu erfassen – dann landen wir bei der unvorstellbaren Zahl von 7 Trillionen (das ist eine Zahl mit 18! Nullen) Sandkörnern.
Immer, wenn ich mit solchen Zahlen konfrontiert werde, bekomme ich einen demütigen Blick auf mich und mein Leben. Ich merke dann, wie klein und unbedeutend mein Leben, im Grunde jedes Leben, ist. Um so erstaunlicher ist es doch, dass Gott uns trotzdem persönlich kennt und begegnen will. Die Bibel spricht davon immer wieder – auch in Psalm 8. Und den gucken wir uns mal genauer an.
Vielleicht kennst du das auch? Momente im Leben, in denen man sich ganz klein, wertlos, ungesehen und ungeliebt fühlt? In denen alles andere wichtig ist – aber man selbst total unwichtig?
Wenn es mir so geht, brauche ich etwas Support, um nicht in ein kleines (oder auch mal etwas größeres) Loch aus Selbstmitleid zu fallen. Das kann das Telefonat mit einem guten Freund sein, das Lächeln einer unbekannten Person im Supermarkt, ein Schmetterling, der in der Sonne umherfliegt …
Aber manchmal reicht das nicht. Oder ich erreiche niemanden. Und weil es regnet, sehe ich keinen Schmetterling – und leider auch keinen Regenbogen. Dann hilft es mir, mich an Gott zu wenden. Mich seinem liebevollen Blick auszusetzen und ganz neu zu hören, was er von mir denkt. Das funktioniert, wenn ich in der Bibel lese – oder wenn ich passende Musik höre.
Aus den Kindheitstagen meines Sohnes ist das Lied »Psalm 8« von Uwe Lal in meinem Herzen angekommen und hängengeblieben. Und manchmal ist es genau das, was ich dann brauche: dass ich wie ein Kind zu meinem himmlischen Vater komme.
Am meisten berührt mich in diesem Lied der Teil »doch du kennst mich, hast mich lieb«. Mir zeigt das deutlich: Egal, was ich von mir halte oder was mich andere Menschen glauben lassen wollen – Gott hat mich lieb! Auch, wenn ich mal einen meiner schlechten Tage habe, geprägt von Fehlentscheidungen, Streit und missglückten Projekten: Gott hat mich lieb!
Er kennt mich – egal, für wie unbedeutend ich mich auch halten mag. Wie viele andere große, weltumfassende Dinge sonst auch passieren. Er kennt mich! Egal, wie viele Menschen es auf der Welt gibt. Er kennt mich! Er kennt mich – und er hat mich lieb! Das gilt nicht nur mir. Das gilt auch dir. Und das ist gut so.
Für das Quiz teilen sich die Teilnehmenden in möglichst gleichgroße Kleingruppen à 3–6 Personen auf. Das Quiz besteht aus zwei verschiedenen Kategorien, die nacheinander gespielt werden.
Die erste Kategorie lautet „Wer hat’s gesagt?“ Dabei müssen die Gruppen tippen, wer ein bestimmtes Zitat gesagt hat – Jesus oder Taylor Swift. Die Gruppen bekommen dafür Karten – eine Karte mit dem Wort oder einer Darstellung von Jesus und eine Karte mit dem Namen oder einem Bild von Taylor Swift. Das Zitat wird vorgelesen und anschließend haben die Gruppen kurz Zeit, sich zu beraten. Auf ein Kommando der Spielleitung heben dann alle Gruppen gleichzeitig die Karte mit der Person hoch, von der sie glauben, dass das Zitat von ihr stammt. Anschließend wird aufgelöst. Jede Gruppe, die richtig getippt hat, bekommt dafür einen Punkt.
Die zweite Kategorie dreht sich um Sprichwörter und Redewendungen, die vielleicht nicht so bekannt sind bzw. aus anderen Ländern stammen. Auch bei dieser Kategorie treten alle Gruppen bei allen Fragen an.
Das Sprichwort wird zunächst vorgelesen. Dann haben die Gruppen etwas Zeit, um sich eine Antwort zu überlegen, was dieses Sprichwort wohl bedeutet. Diese Antwort schreiben die Gruppen auf und geben sie bei der Spielleitung ab. Es geht dabei nicht darum, die richtige Antwort aufzuschreiben. Viele mehr sollen die Gruppen versuchen eine Antwort zu geben, die die anderen mitspielenden Gruppen möglichst glaubwürdig finden.
Haben alle Gruppen ihre Antworten abgegeben, liest die Spielleitung die Antwortmöglichkeiten vor. Zusätzlich können die unterschiedlichen Antworten auch in die Präsentation eingebaut und für alle angezeigt werden. Die wirklich richtige Antwort wird an dieser Stelle natürlich auch mit angezeigt und vorgelesen. Nun beraten sich die Gruppen und tippen mit den Buchstaben-Karten auf die Antwort, die sie für richtig halten. Jede Gruppe, die auf die richtige Antwort getippt hat, bekommt einen Punkt. Außerdem erhält eine Gruppe auch jeweils einen Punkt für jede andere Gruppe, die auf ihre Antwort getippt hat.
Nach diesen beiden Runden wird die Gruppe, die die meisten Punkte erspielen konnte, zur Siegergruppe gekürt.
Zum Abschluss des Abends könnt ihr noch gemeinsam eine kurze Andacht feiern.
Stellt oder legt dafür das Holzkreuz in eure Mitte oder begebt euch für die Andacht in die Kirche und feiert dort mit Blick auf das Kreuz. Legt auch die Steine griffbereit in eure Mitte.
Bei einem Quiz gehört es dazu, dass ich nicht sofort alles weißt. Dass ich überlegen muss, was wohl die richtige Antwort sein könnte. Das ich vielleicht auch mal zweifle. An meinen eigenen Überlegungen oder auch an den Vorschlägen der anderen in meinem Team.
Manches weiß ich, manche Fragen fallen mir leicht zu beantworten. Aber manchmal kann ich mit meinem Team auch einfach nur raten. Oft ist die Antwort richtig. Aber manchmal eben auch falsch. Das gehört zu einem Quiz dazu.
Und zum Leben auch! Ich muss nicht immer alles wissen. Ich muss nicht immer alles sofort richtig machen. Ich darf Fehler machen. Ich darf zweifeln. Fehler passieren und Zweifel sind völlig in Ordnung. Ich darf sogar an Gott selbst zweifeln. Das ist okay. Gott ist deswegen nie böse auf mich oder so. Gott hält das mit mir zusammen aus.
Wenn du gerade auch Zweifel hast – vielleicht an Gott, vielleicht an etwas oder jemand anderem – dann nimm dir jetzt einen Stein. Wenn dich gerade etwas belastet – egal was – dann nimm dir einen Stein.
In der Stille (oder bei leiser Musik) kannst du deinen Stein jetzt zum Kreuz legen. Du kannst ihn dort ablegen, weil Gott auch bei dir ist, wenn es dir nicht gut geht. Weil Gott Zweifel, Probleme und alles, was dich belastet mit dir gemeinsam tragen möchte. Während du deinen Stein ablegst, kannst du daran denken – oder in der Stille kurz mit Gott reden und ihm sagen, was du gerade loswerden möchtest.
Sind alle damit fertig und sitzen wieder, dann stell die Kerze in die Mitte und zünde sie an.
Gott ist da. Du bist nicht alleine, auch dann nicht, wenn es sich für dich vielleicht manchmal so anfühlt. Gott ist bei dir. Das Licht der Kerze kann ein schönes Symbol dafür sein. Zum Abschluss könnt ihr euch einen Segensspruch zusprechen oder gemeinsam das Lied „Sei behütet“ singen.
Mir hat das Leben im Laufe der Zeit nicht nur einmal so hart ein Bein gestellt, dass ich krachend auf die Nase gegangen bin. Und nicht nur einmal bin ich liegengeblieben auf dem harten Boden der Tatsachen. Alleine bei meiner Kreuzband-Verletzung hat es über ein Jahr und drei OPs gebraucht, um wieder »so richtig« auf die Beine zu kommen. Und während ich das schreibe, kichert meine Arthrose im Knie – wohlwissend, dass sie seitdem als störender Teil meines Lebens mit mir umherzieht.
Dennoch habe ich in all den Situationen, in denen ich liegengeblieben bin auf meinem Lauf des Lebens, eines nie gemacht: die Hoffnung fahren lassen! »Hoffnung und Zuversicht« sind heute mein Mantra, »immer auf die Benefits schauen« ist mittlerweile mein Lebensmotto. Bis dahin war es ein langer Weg. Aber immer wieder gab es jemanden, der mir Mut zugesprochen hat, wenn sich meine Hoffnung fast aus dem Staub gemacht hätte. Und ein Text aus der Bibel spricht genau diese Sprache. Wir gehen rein.
Wahrscheinlich kennen wir alle jemanden, dem es gesundheitlich nicht gut geht. Das kann von vorhergehenden Erkrankungen und Einschränkungen (Erkältung, Armbruch, Blinddarm …) bis zu chronischen Beschwerden und Behinderungen reichen (Allergie, Unverträglichkeit, MS …). Oder einfach damit zusammenhängen, dass der Mensch ein gewisses Alter erreicht hat.
Bestimmt haben wir auch schon mal jemanden getroffen, der oder die herbe Rückschläge im sozialen Miteinander durchstehen musste – oder haben es auch selbst erlebt. Die Versetzung oder das Abi nicht geschafft, eine Beziehung, die plötzlich auseinander geht, Stress in der Studi-WG, die Eltern trennen sich … Auch das sind Momente und Situationen im Leben, die einen schwer treffen. Bei denen man selbst erst mal sehen muss, wie man damit am besten umgeht und wie man das überwindet. Bei einigen Entwicklungen geht das leichter, bei wieder anderen gelingt es vielleicht gar nicht und nicht selten passiert es, dass Menschen in einer solchen Situation vollends die Hoffnung verlieren und sich aufgeben. Andere wiederum stecken selbst die härtesten Schicksalsschläge scheinbar unbekümmert weg.
Der Mann aus unserer Bibelgeschichte ist jemand, der die Hoffnung auf jeden Fall nicht aufgegeben hat. Selbst unter schweren Bedingungen – schon so lange krank zu sein und niemanden als Unterstützung an seiner Seite zu haben – hat er die sich bietenden Möglichkeiten genutzt und sich immer wieder aus eigenen Kräften auf den Weg zum Wasser gemacht.
Und jetzt wird er angesprochen. Dabei erkennt er nicht, dass dieser Unbekannte Jesus ist, der ihn fragt »Willst du gesund werden?«, denn dann hätte er vermutlich einfach »Ja« gesagt und darauf vertraut, dass Jesus ihn schon heilen wird. So aber erklärt der Kranke nur, was ihn aus seiner Perspektive bisher daran gehindert hat, gesund zu werden: die fehlende Unterstützung, als erster ins Wasser zu kommen. Dass eine Heilung grundsätzlich möglich ist – daran zweifelt er nicht. Es ist ihm nur schlicht nicht möglich, diese zu »organisieren«.
Und was macht Jesus? Ohne eine weitere Nachfrage, ohne jede Bedingung heilt er den Kranken. Dabei benötigt er nicht einmal das heilende Wasser. Und der Kranke? Der ist völlig perplex, nimmt seine Sachen und geht – und weiß in dem Moment noch nicht einmal, wer ihn gesund gemacht hat.
In diesen wenigen Versen verstecken sich verschiedene Gedankengänge, die ich hier einmal teilen möchte:
1) Jesus heilt Menschen. Auch solche, die ihn gar nicht gezielt darum fragen. Anders als z. B. der Blinde, Bartimäus, der gezielt die Nähe Jesu gesucht hat, damit der ihn heilt. Oder die Frau, die alles daransetzt, wenigstens den Saum vom Gewand Jesu zu berühren und so geheilt zu werden.
Dieser Kranke weiß gar nicht, mit wem er spricht – und darf trotzdem die heilende Kraft Jesu erfahren. Damit sprengt Jesus menschliche Denkweisen und Handlungsspielräume auf und zeigt, dass seine Kraft nicht durch unseren (Un-)Glauben eingeengt wird.
2) Jesus hat seine eigenen Regeln. Er ist nicht darauf angewiesen, dass die »Rahmenbedingungen« stimmen. Er definiert den Handlungsrahmen in seinen Begrenzungen und Möglichkeiten ganz alleine und muss nicht darauf warten, dass alles perfekt zusammenspielt.
Wir denken häufig im »Wenn – dann«-Modus, z. B. »Wenn ich Gott genug gelobt habe, dann werde ich gesund/finde ich eine tolle Ausbildungsstelle/bekomme ich eine:n liebevolle:n Partner:in … Aber Jesus zeigt, dass das gar nicht nötig ist. Stattdessen macht er, was er will und zwar genau dann, wenn er es will.
Wir dürfen Jesus vertrauen, dass er die Sachen unseres Lebens also gut im Griff hat. Auch wenn wir sein Timing manchmal schwierig finden und uns wünschen, er würde Dinge schneller klären. Der Kranke hat 38 Jahre lang gewartet! Und hat die Hoffnung nie verloren! Wir müssen vielleicht einfach zwischendurch mal daran erinnert werden, dass Gottes Handeln zwar auf sich warten lässt – aber immer zur richtigen Zeit kommt.
Und wir können anderen Menschen, die selbst gerade darauf und dran sind, ihre Hoffnung zu verlieren, etwas Mut zum Durchhalten geben. Durch einen Anruf. Ein kleines Lächeln. Oder durch ein kleines Hoffnungslos.
Lasst uns miteinander kleine Hoffnungs-Lose bastelt. Frei nach dem Motto: Bist du hoffnungslos? Dann nimm ein Hoffnungs-Los! Mit buntem Papier, Stifte, Sticker … gestalten wir kleine Mutmach-Zettel, Hoffnungs-Lose für andere. Die füllen wir in ein großes Glas und überlegen uns, wo wir das abgeben wollen: In der Notaufnahme im Krankenhaus, in der Beratungsstelle der Diakonie, im Gemeindehaus, in der Schule … Überlegt, welcher Ort für euch passt, aber erstmal legen wir los. Mit ermutigenden Bibelversen, lieben Nachrichten oder passenden Zitaten zaubern wir den Menschen ein kleines Lächeln ins Gesicht!
In dieser Gruppenstunde geht es um die Frage: Wie war das eigentlich? Oder genauer gesagt um die biblische Schöpfungsgeschichte und die Evolutionstheorie. Wie ist die Erde und alles entstanden? Widersprechen sich Schöpfungsgeschichte und Evolutionstheorie oder unterstützen sie sich vielleicht sogar gegenseitig?
Zu Beginn liegt ein großes Bild in eurer Mitte: Die Erde vom Weltraum aus betrachtet – so wie Astronaut*innen sie sehen. Alternativ könnt ihr das Bild auch per Beamer zeigen.
Fragen:
Wahrscheinlich kommen euch solche Gedanken:
Menschen haben sich schon immer Gedanken darüber gemacht, wie die Erde und alles entstanden ist und warum. So kam es auch zu den beiden Schöpfungsgeschichten, die in der Bibel stehen. Weil Menschen das schon immer irgendwie interessiert hat und sie nach Antworten auf diese Fragen gesucht haben.
Astronaut James Irwin, einer von 12 Menschen, die den Mond betraten, sagte z. B.: »Ein solcher Anblick muss einen Menschen einfach verändern, muss bewirken, dass er die göttliche Schöpfung und die Liebe Gottes anerkennt.«
Das muss sicher nicht so sein, aber so einen Blick auf die Erde werfen zu können, ist bestimmt eine Situation, die einen Menschen verändern kann und Irwin hat sie verändert. Er gehörte dem Team der Apollo 15 (1971) an und wurde nach seiner Rückkehr auf die Erde sehr überzeugter Christ.
In der Bibel stehen 2 Schöpfungsberichte. Wir betrachten zuerst den ersten Bericht (Gen 1,1–2,4a). Sammelt mit der Gruppe gemeinsam im Gespräch, was ihr über diesen Text wisst, und haltet die Ergebnisse auf einer Flipchart fest.
Die wichtigsten Punkte sind:
In der Schule haben wahrscheinlich alle auch schon einiges zur Evolutionstheorie gehört. Woran erinnert ihr euch noch? Haltet auch hier eure Ergebnisse auf einer 2. Flipchart fest.
Die wichtigsten Punkte sind:
Was fällt euch auf, wenn ihr beide Flipchart nebeneinander stellt und eure Ergebnisse miteinander vergleicht?
Die Evolutionstheorie und die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel (die es in ähnlicher Form übrigens auch in anderen (noch älteren) Religionen gibt) ähneln sich sehr. Die Evolutionstheorie beschäftigt sich mit Fakten und beschreibt wissenschaftlich ziemlich genau die Entstehung der Welt und des Lebens. Die Frage, wie es genau zum Urknall kam und was vorher war, ist allerdings bisher noch nicht beantwortet.
Die Schöpfungsgeschichte legt mehr Wert auf die Beantwortung der Frage nach dem Grund, nach dem Warum. Warum gibt es das alles, warum gibt es uns? Und sie nennt Gott als Antwort. Gott war immer schon da und wollte, dass alles so entsteht. Vielleicht hat Gott ja für den Urknall gesorgt?
Der zweite biblische Schöpfungsbericht steht im Buch Genesis 2,4–25. Es ist der Text, in dem erzählt wird, dass Gott den Menschen geschaffen und ihm die Aufgabe übertragen hat, sich um die Welt zu kümmern. In diesem Text steckt viel drin, aber wir konzentrieren uns in dieser Andacht auf die Aussage, dass der Menschen ein Geschöpf Gottes ist.
Am besten gestaltet ihr für die Andacht eine schöne Mitte und setzt euch im Kreis darum herum. Ihr könnt bunte Tücher auslegen, das Bild von der Erde vom All aus betrachtet, vielleicht einige Bilder von Pflanzen oder Tieren auslegen oder Figuren verteilen. Ihr könnt auch Erde (Blumenerde z. B.) besorgen und dazu stellen. Legt außerdem Zettel und Stifte für alle bereit.
Startet dann in die Andacht mit dem Lied »Eine Hand voll Erde«. Ihr könnt es selbst singen oder einspielen.
In diesem Lied geht es um Gottes Schöpfung. Darum, dass Gott alles geschaffen hat. Und es geht darum, dass wir Menschen auf der Erde leben dürfen, dass wir sie gestalten dürfen, dass wir selbst auch schöpfen und erschaffen dürfen.
Was bedeutet es für dich, ein Geschöpf Gottes zu sein?
Nehmt euch Zettel und Stifte und macht euch in der Stille (oder bei leiser Musik) ein paar Gedanken zu dieser Frage und schreibt eure Antworten und Gedanken bitte auf.
Nach einigen Minuten, wenn alle damit fertig sind, macht gemeinsam eine Runde, in der alle, die mögen, erzählen können, was sie notiert haben und ihre Zettel in die Mitte legen können.
Im 2. Schöpfungsbericht geht es auch darum, dass Gott uns zu seinem Ebenbild geschaffen hat. Wenn ihr noch genügend Zeit habt, könnt ihr eine zweite Runde in eure Andacht zu dieser Frage einbauen: Was heißt es für dich, Gottes Ebenbild zu sein?
Zum Abschluss könnt ihr das Lied »Ich sitze oder stehe (Von allen Seiten umgibst du mich)« gemeinsam singen oder einspielen. Diesem Lied liegt Psalm 139 zu Grunde – ein Psalm, in dem es auch um uns Menschen als Teil von Gottes Schöpfung geht. Auch der Segen zum Ende dieser Gruppenstunde kann sich an Psalm 139 anlehnen:
Gott hat dich wunderbar geschaffen.
Gott will dich, so wie du bist.
Gott ist und bleibt bei dir, egal, was kommt.
So segne dich unser Schöpfer-Gott.Amen.
Für viele gehört das Buddeln im Sand zu einem gelungenen Sommer einfach dazu. Vielleicht machen deswegen auch so viele Menschen Urlaub am Meer. Oder ziehen sogar dahin 😉 Aber weil das ja nicht immer so einfach umzusetzen ist, verraten wir euch hier verschiedene Ideen, mit denen man auch ganz ohne Strand ein wenig »Meer«-Feeling in die Gruppenstunde zaubern kann. Los geht’s.
Dieses erste Spiel legt die Grundlage für weitere. Es geht darum, welches Team als erstes sein Eis am Stiel aufgegessen hat. Einzige Regel: Abbeißen ist nicht erlaubt – nur Schlecken ist gewünscht. Ob dabei die Teams alle gleichzeitig schlecken oder du die Eis in einer Art Staffel schlecken lässt, ist dabei ganz dir überlassen. Wichtig ist, dass jede:r Spieler:in den eigenen Eisstiel anschließend noch hat.
Jedes Team bekommt eine kleine Wanne/Schale, gefüllt mit Sand. In dem Sand sind verschiedene kleine Gegenstände (Knöpfe, Murmeln, …) versteckt. Jeweils zwei Spieler:innen dürfen pro Team die Gegenstände suchen – aber jede:r darf nur eine Hand benutzen. Wurde ein Gegenstand gefunden, suchen die nächsten zwei aus dem Team – und so wird immer wieder gewechselt, bis alle Gegenstände gefunden wurden. Welches Team ist am schnellsten?
Nachdem alle Gegenstände gefunden wurden, geht es mit einem Staffellaufauf weiter. Jede:r Spieler:in nimmt den eigenen Eisstiel aus dem ersten Spiel und nutzt diesen als Transporthilfe. Mit dem Stiel wird Sand aus der Wanne genommen, eine Strecke weit transportiert und in einem kleinen Eimer gesammelt. Dann wird schnell zurückgelaufen und das nächste Teammitglied läuft los. Welches Team transportiert auf diese Weise den meisten Sand?
Mit dem Sand aus dem Eimer darf das Team mit Hilfe von Klebstoff und Papier ein Bild entwerfen: das Bild wird mit dem Kleber »gemalt«, es wird mit Sand bestreut und der lose Sand wird abgeklopft. Welches Bild bekommt von der Jury die meisten Punkte?
Jedes Team bekommt die Aufgabe, Gewicht zu schätzen und entsprechend einen Becher mit Sand zu füllen. Z. B. bekommen sie einen Apfel, dürfen den in der Hand wiegen und einen Becher entsprechend mit Sand auffüllen. Pro Gegenstand, den man auf diese Weise auswiegt, bekommt jeweils das Team den Punkt, dessen Sandbecher näher am Originalgewicht dran ist.
Mit dem Sand aus der Wanne, etwas Wasser und Deko-Materialien aus dem umliegenden Grün dürfen die Teams nun in einer vorgegebenen Zeit eine schöne Burg bauen. Welche bekommt die meisten Punkte?
Die Burgen werden dem Erdboden gleich gemacht, um an den Sand zu kommen – dazu muss natürlich zuerst die Deko entfernt werden.
Aus dem Sand werden anschließend Anti-Stress-Bälle für die Spieler:innen gemacht. Die Teams bekommen jeweils eine Schere, einen passenden Trichter und pro Spieler:in mindestens 3 Luftballons. Mit Hilfe des Trichters wird Sand in einen Ballon gefüllt. Wenn der prall genug ist, wird der »Hals« des Luftballons abgeschnitten und die beiden anderen Ballons werden (ebenfalls ohne »Hals«) so über den gefüllten Ballon gezogen, dass die Öffnung jeweils verschlossen wird und kein Sand mehr rausrieselt. Dann bekommen die Anti-Stress-Bälle noch ein lustiges Gesicht aufgemalt. Welches Team hast zuerst für jedes Mitglied so einen Ball gebastelt?
Sand kann schon was Feines sein. Nicht nur von der Körnung her. Sondern etwas, was uns in unserem Leben Spaß macht, uns erfreut – und das wir positiv wahrnehmen.
Aber, auch das gehört zur Wahrheit: Es kommt darauf an, wo wir diesen Sand finden. Ob am Strand oder in der ganzen Bude. Oder ganz schlimm: im Getriebe. Das Sprichwort kennen bestimmt viele. Wenn man »Sand im Getriebe hat«, dann läuft es gerade überhaupt nicht gut.
Aber aus einem Körnchen Sand kann auch etwas Wunderbares entstehen. Auch, wenn es zuerst am völlig falschen Platz ist. Denn genau so entstehen Perlen. Wenn ein Körnchen Sand in eine Muschel eindringt, versucht diese, sich vor diesem Eindringling zu schützen, und umhüllt ihn mit ihrem Perlmutt. Und irgendwann haben wir statt eines kleinen Körnchens Sand eine wunderschöne Perle.
In unserem Leben kann etwas ähnliches passieren. Da gibt es Dinge, die wir nicht verstehen. Oder die uns wehtun. Manche von uns versuchen dann, sich zu schützen. Und sie legen sich einen festen Panzer zu, das Herz wird hart wie Stein. Nichts und niemand kann sie mehr in ihrem Inneren erreichen. Doch mit der Zeit wird dieser Schutz wie ein Gefängnis, denn wer ein hartes Herz hat, steht irgendwann alleine da. Andere bringen ihre Verletzungen, ihren Schmerz und ihre Angst zu Gott. Sie vertrauen sich der Liebe Gottes an. Und der legt, Stück für Stück, seine Liebe um diese Verletzung und heilt sie. Mehr noch: Gott schafft es, diese Verletzung auf diese Weise zu verwandeln – uns auf diese Weise zu verwandeln. Gottes Liebe schützt nicht davor, auf dieser Welt verletzt zu werden. Aber er geht mit mir durch diese Zeit und hilft mir, dass mein Herz nicht hart und kalt wird – sondern weiterhin zur Liebe fähig bleibt. Und genau dann werde ich weiter Liebe erleben und weitergeben – weil ich selbst Liebe erlebe.
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