Popcorn-Segen
Schau dir das Popcorn an, rieche seinen Duft und wähle ein besonderes leckeres Stück.
Während du es genießt, erinnere dich daran, wie aus einem kleinen, harten Maiskorn durch Wärme etwas Neues entstanden ist.
Manchmal fühlt sich auch unser Leben an wie so ein hartes Korn – verschlossen, unbeweglich, ohne sichtbare Zukunft.
Dann verlieren wir das Vertrauen, dass daraus etwas werden kann.
Doch Gott zeigt uns: Seine Kunst der Verwandlung kennt keine Grenzen.
Popcorn-Segen
Es segne dich Gott,
der aus dem Kleinen Großes wachsen lässt,
der Wärme schenkt, damit Verborgenes aufbrechen kann,
der dich aufbrechen und weit werden lässt, wenn die Zeit dafür reif ist.
Gott segne deine Freude und dein Lachen,
deine Lebendigkeit und deine Kraft.
Gott schenke dir Gemeinschaft
und segene alles, was ihr miteinander teilt.
So wie das Korn im Topf nicht bleibt, was es war,
so schenke Gott auch dir den Mut zur Veränderung
und Augenblicke, die knistern vor Leben.
Amen.
Eine (biblische) Geschichte wird durch den Raum gespannt und auf diese Weise entdeckt.
rote Kordel, passende Requisiten zur Geschichte, Bänder, Wäscheklammern, evtl. Bibel oder ausgedruckte Textabschnitte, Audio-Dateien mit den gewünschten Textabschnitten und passende QR-Codes, Smartphone
Die Kordel im Vorfeld kreuz und quer durch den Raum spannen. Entlang der Kordel verschiedene Gegenstände zur Geschichte anbringen, z. B. Figuren, Bilder, Zitate, Erklärungen. – Die Kinder orientieren sich am roten Faden und gehen an diesem entlang. Sie betrachten die Gegenstände, die an der Kordel befestigt sind, und begegnen auf diese Weise der biblischen Geschichte. Im Anschluss kann die Geschichte entweder gemeinsam mit den Kindern rekonstruiert werden oder die Erzählerin / der Erzähler liest den Bibeltext vor und greift dabei die Erfahrungen der Kinder und die Gegenstände an der roten Kordel auf.
Soll auch der Text selbst mithilfe dieser Methode erschlossen werden, können zwischen den Requisiten kurze Textabschnitte aufgehängt werden. Hier je nach Alter und Lesefähigkeit der Kinder darauf achten, dass die Texte nicht zu lang sind. Für Kinder, die nicht gut sehen oder lesen können, können auch QR-Codes verwendet werden, die zu einer Audio-Datei des Textabschnitts führen. Dann wird ein Smartphone zum Abspielen benötigt.
Die Kinder folgen der Handlung einer Geschichte. Sie können Figuren und Bilder wahrnehmen und miteinander kombinieren. Sie können ihre Ideen einbringen.
•• 1. Mose 33,1-20: Das Wiedersehen mit Esau / 4. Mose 13,1-33: Erkundung des Landes Kanaan. Bericht der Kundschafter / Lukas 2,41-52: Der zwölfjährige Jesus im Tempel / Apostelgeschichte 16,16-34: Paulus muss mit Silas ins Gefängnis. Bekehrung des Gefängniswärters
Mit Rasierschaum, Farben und Werkzeugen experimentieren und frei oder zu einem vorgegebenen Inhalt gestalten.
stabiles Papier (160 g), abwaschbare Tischdecke, Rasierschaum, Fingerfarben oder Acrylfarben, Pinsel, Werkzeuge (Holzstäbe, Gabeln, Kämme, Schaber), evtl. Bastelleim, Filz- und Buntstifte; Fotos zu den Techniken (s. Anhang)
Die Kinder sitzen an Tischen, die mit abwaschbaren Tischdecken bedeckt sind. Mögliche Techniken (Details können mit Bunt- oder Filzstiften ergänzt werden): Abziehbild: Jedes Kind erhält eine Handvoll Rasierschaum und verteilt ihn vor sich auf der Tischdecke auf einer Fläche von der Größe eines DIN-A4-Blattes. Mit Farbe wird ein Motiv auf den Schaum gemalt, mit Werkzeugen wird zusätzlich gestaltet. Dann ein Papier auflegen und wieder abziehen. Nach fünf Minuten überschüssigen Schaum mit einem Schaber vom Papier entfernen. Das Bild bleibt bestehen. Schaumbild: Schaum mit Fingerfarbe färben und damit auf Papier malen. Popup-Schaum: Rasierschaum 1 : 1 mit Bastelleim mischen, dann färben. Es wird mit Pinseln auf Papier gemalt. Durch die Verbindung von Schaum und Kleber entstehen plastische Bilder, die ca. einen Tag lang trocknen müssen.
Schaumbilder sind durch die Konsistenz des Schaumes eher grob. Die Technik eignet sich weniger für feine Konturen oder detaillierte Darstellungen.
Die Kinder können mit Farben, Schaum und Werkzeugen gestalten. Sie können eigene Ideen zu einer Geschichte entwickeln, ausarbeiten und umsetzen.
•• 1. Mose 6,9-22: Gott gibt Noach den Befehl zum Bau der Arche / Jona 2,1-11: Ein Gebet in höchster Not / Markus 4,35-41: Im Sturm auf die Probe gestellt / Johannes 20,24-29: Jesus zeigt sich Thomas

Ein Bild betrachten, wichtige Elemente hervorheben.
geeignete Bilder oder Zeichnungen von Kindern, Stifte
Für diese Methode braucht es entweder in einem vorherigen Schritt von den Kindern erstellte Bilder oder Farbbilder, die so hell ausgedruckt wurden, dass die Kinder darauf malen können. Auch in
Schwarz-Weiß ausgedruckte Zeichnungen können verwendet werden. – Die Kinder verstärken die Motive auf dem Bild, die sie am meisten ansprechen. Das können Handlungen sein, bestimmte
Personen, Symbole und vieles mehr. Bei selbst gemalten oder aufgehellten farbigen Bildern können die Motive mit der passenden Farbe nochmals umfahren und so verstärkt werden. Alternativ
können einzelne Motive stärker ausgemalt werden als andere. Bei Schwarz-Weiß-Bildern kann mit bunten Stiften hervorgehoben werden. Die Kinder, die möchten, können im Anschluss ihre Bilder der Gruppe vorstellen.
Buntstifte sollten kräftige Farben und bruchsichere Minen haben, damit mit ihnen wirklich deckend ausgemalt werden kann. Filzstifte decken gut, drücken beim mehrmaligen Übermalen aber schnell durch das Papier. Um das zu verhindern, sollten die Bilder auf dickerem Papier (mindestens 120 g) ausgedruckt werden.
Die Kinder können eigene Vorstellungen kreativ in ein bestehendes, selbstgemaltes oder ausgedrucktes Bild integrieren. Sie können auf diese Weise etwas Wichtiges hervorheben und ihr Werk den anderen vorstellen.
•• 1. Mose 15,1-7: Gottes Bund mit Abraham (Abram) / 2. Mose 12, 31-42: Der Auszug des Volkes Israel aus Ägypten / Lukas 18,15-17: Jesus und die Kinder/ Apostelgeschichte 2,1-13: An Pfingsten kommt der Heilige Geist
Einen Bibeltext dem Inhalt nach klären und genau durchleuchten.
1 Bibel oder 1 ausgedruckter Bibeltext pro Kind (alle in derselben Übersetzung), vorbereitete Fragen, evtl. 1 Buzzer
Eignet sich für Bibeltexte, die viele Informationen enthalten. Beim Lesen des Bibeltextes sind „Adleraugen“ gefragt, die wichtige Details entdecken. – Die Moderation bereitet im Vorfeld Fragen vor, die helfen, den Inhalt des Bibeltexts zu erfassen. Jedes Kind hat den Bibeltext in derselben Übersetzung vor sich liegen. Dann geht es immer nach dem folgenden Prinzip: Eine Frage wird gestellt, dann werden einige Verse zur Frage vorgelesen, die Kinder lesen mit (jüngere Kinder hören genau zu). Sobald ein Kind eine erste passende Information liest (oder hört), ruft es Adlerauge“ und nennt die Antwort. Je nachdem, wie weit eine Frage gefasst ist oder wie viele Informationen der Bibeltext enthält, sind mehrere Antworten möglich. Ist eine Frage hinreichend beantwortet, folgt die nächste.
Beispielfragen zu Daniel 1,1-21: Wer ist Nebukadnezzar (V. 1-3)? Welche Männer soll Aschpenas aussuchen und warum (V. 3-5)? Was erfahren wir alles über Daniel (V. 6-9)? Was für einen Versuch soll der Aufseher machen (V. 10-15)? Was zeichnet Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja aus (V. 17-21)?
Eine spielerische Erweiterung mit einem Buzzer setzt noch mehr auf schnelle Reaktion: Der Buzzer liegt in der Mitte, die Kinder sitzen im Abstand von ca. 2 Metern rund um den Buzzer. Die Kinder hören der Moderation zu, es wird nicht mitgelesen. Wer eine Antwort weiß, drückt blitzschnell auf den Buzzer. Sobald die Person wieder auf dem Platz ist, kann das nächste Kind in die Mitte laufen und drücken. Wer wiederholt, was schon gesagt wurde, muss bei der nächsten Frage pausieren.
Die Kinder können einen Bibeltext inhaltlich erfassen. Sie können sich zum Text äußern, einander zuhören und gemeinsam zur Deutung eines Textes beitragen.
•• Ester 6,1-13: Haman muss Mordechai die höchste Ehre erweisen / Daniel 1,1-21: Daniel und seine Freunde am babylonischen Hof / Lukas 1,5-25: Die Geburt des Täufers Johannes wird angekündigt / Apostelgeschichte 21,27-36: Paulus wird im Tempel verhaftet
Figuren aus Papierrollen basteln und eine Geschichte spielen.
Bastelvorlage (s. Anhang) und entsprechendes Material; kleines und großes rundes Tuch
Im Vorfeld die für die Geschichte benötigten Figuren (evtl. auch Tiere, Bäume und Gegenstände) vorbereiten, sodass die Kinder sie fertigstellen und ihnen einen Ausdruck geben können.
Personen, Tiere und Gegenstände der Geschichte einführen und auf die Kinder verteilen. Die Kinder malen auf die Papierrollen Haare, Gesichter, Kleider usw. Auch Accessoires wie Krone, Geldsack, Widderhorn können aus Papierresten gebastelt werden. Sind die Figuren fertig, wird die Geschichte vorgelesen oder erzählt. Die Kinder agieren mit ihrer Figur an der entsprechenden Stelle.
Gestalten Kinder die Figuren zu einer Geschichte selbst, sollte nicht ein „richtiges“ Ergebnis im Vordergrund stehen, sondern der Herstellungsprozess an sich. So werden die Kinder mit ihren Werken zu Mitgestalterinnen und Mitgestaltern der Geschichte. Meist sind Kinder dabei sehr mit ihrer eigenen Arbeit und mit ihrer Figur verbunden, sodass es in der Phase des Erzählens und Spielens wichtig ist, dass sie die eigene Figur spielen können – außer sie entscheiden sich selbst anders.
Die Kinder können aus Pappe und Papier Figuren und Tiere gestalten. Sie können mit den Figuren zu einer Geschichte agieren und einzelne Episoden spielen.
•• 1. Mose 37,12-36: Die Brüder verkaufen Josef nach Ägypten / Samuel 12,1-15: David muss sich selbst das Urteil sprechen / Matthäus 2,1-12: Jesus – von den Völkern erwartet und als König
begrüßt / Lukas 19,1-10: Jesus und Zachäus

Mit Gegenständen aus dem Haushalt eine (biblische) Geschichte hören oder spielen.
Bibel oder Kinderbibel; 1 Hausratsgegenstand pro Figur des Bibeltextes (z. B.: Handfeger, Putzlappen, Streusalz, Toaster, Küchenrolle, Weinglas, Bürste, Schreibtischlampe, Schere, Rührgerät,
Zahnbürste, Schöpfkelle), Filzstifte, Papier, Schere, Klebegummi oder Klebestreifen, evtl. 1 Tisch und 1 großes schwarzes Tuch
Gegenstände aus Küche und Haus sind spannende Alternativen, wenn keine anderen Figuren zur Hand sind. Durch sie kann eine Geschichte neu und anders inszeniert werden. Bei Gegenständen
wie Löffel, Schöpfer, WC-Bürste braucht es evtl. zusätzliche Behälter als „Steh-Hilfen“, da diese Gegenstände nicht frei stehen können. Auf ein Papier einfache Gesichter (ähnlich einem Smiley)
zeichnen, ausschneiden und mit Klebegummi an dem Hausrats- Helfer befestigen.
Die Kinder sitzen in einem Halbkreis. Die Hausrats-Helfer während des Erzählens bewegen oder von den Kindern bewegen lassen. Das kann am Boden geschehen oder auf einem Tisch, der mit einem schwarzen Tuch bedeckt ist und als Bühne dient. Beim Erzählen beachten, dass die Figuren miteinander agieren und sprechen.
Für die Erzählung die Hausrats-Helfer bewusst auswählen. Beispiel zu Apostelgeschichte 2,42-47:
Für diesen Bibeltext den Hausrats-Helfern Namen oder Funktionen geben. Alte und neuere Hausrats-Helfer können hier die Unterschiede von Arm und Reich zeigen, die aber dann durch das gemeinsame Agieren aufgelöst werden, weil beide ihre je eigenen Stärken einbringen können.
Die Kinder machen sich auf die Suche nach geeigneten Hausrats-Helfern und entwickeln die Darstellung einer Geschichte.
Die Kinder können einer Geschichte folgen und ihre Aufmerksamkeit auf die Figuren richten. Sie können selbst Hausrats-Helfer einsetzen und mit anderen agieren.
•• 1. Mose 27,1-29: Rebekkas List. Jakob wird anstelle seines Bruders gesegnet / 1. Samuel 16,1-13: Gott sucht sich den Jüngsten aus / Lukas 14,15-24: Das Gleichnis vom großen Festessen / Apostelgeschichte 2,42-47: Das Leben der Gemeinde

Dieser Entwurf wurde für die neue Jahreslosung 2027 entwickelt: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott.“ (Jesaja 41,10). Häufig werden Angebote zur Jahreslosung zu Beginn des Jahres durchgeführt, aber der Entwurf ist darüber hinaus immer wieder einsetzbar und sinnvoll. Die Inhalte der Theaterstücke und der Stationen laden dazu ein, neuen Halt bei Gott zu finden und sich Ängste bewusst werden zu lassen, aber ihnen einen Platz zu geben, wo sie nicht über einen bestimmen.
Unser Vorschlag für euch als Team in der Vorbereitung ist: Lest euch die Jahreslosung durch und sammelt, was euch an dem Vers gut tut, irritiert, Fragen auslöst. Kommt darüber ins Gespräch. Fragt euch: In welchen Situationen könnte dieser Vers Familien in eurer Umgebung besonders gut tun? In welche Nöte spricht dieser Vers hinein?
Schaut dann, wie ihr eure eigenen Gedanken mit unserem Entwurf gut verknüpfen könnt. Was soll bei euch Fokus finden? Was fügt ihr hinzu? Was bleibt genauso? Immer sind unsere redaktionellen Entwürfe von uns als Vorschlag zu verstehen, die ihr nach eurem Bedürfnis und entsprechend eures Kontextes anpassen dürft.
Namensschilder: Gestaltet doch gerne Namensschilder nach euren Vorstellungen.
Willkommensaktion:
Bei der Begrüßung die Gäste auf einer Tapetenrolle, Flipchart o. Ä. aufschreiben lassen, was ihnen Angst macht. Während der Feier-Zeit dort groß die Jahreslosung oder den Satz „Hab keine Angst“ darüberschreiben.
Wer von euch hat Angst vor Spinnen? (melden lassen)
Wer hat Angst vor Gewittern? (melden lassen)
Wer hat Angst vor Monstern unter‘m Bett? (melden lassen)
Ich habe gute Nachrichten für euch. Die meisten Spinnen können nicht gut sehen. Und wenn doch, dann nur ein paar Zentimeter weit. Sie nehmen euch im Normalfall also gar nicht wahr. Und hier in Deutschland sind sie auch nicht giftig. Es gibt nur eine Spinnenart, die uns wirklich beißen kann. Das fühlt sich dann ähnlich an wie ein Wespenstich. Aber die ist so scheu, dass man die im Normalfall gar nicht zu Gesicht bekommt. Und wenn man sie doch sieht, dann beißt sie nur, wenn sie wirklich geärgert wird.
Gewitter kann manchmal natürlich auch gefährlich sein. Aber wenn wir im Haus sind, passiert im Normalfall nichts, denn viele Häuser haben einen Blitzableiter.
Im Auto sind wir auch sicher. Denn jedes Auto ist ein sogenannter Faraday’scher Käfig. Vielleicht habt ihr das in der Schule schon mal gelernt. Das heißt, wenn dort ein Blitz einschlägt, dann merkt man davon im Inneren nichts. Das ist im Flugzeug übrigens dasselbe. Und heutzutage können uns die Wetter-Apps schon im Vorfeld sagen, wann es gewittern soll. Wenn man dann einfach zu Hause bleibt oder mit dem Auto fährt, statt mit dem Fahrrad, dann ist man sehr sicher.
Und auch bei dem Monster unter Bett habe ich eine sehr gute Nachricht: Die gibt es gar nicht. Wenn es dunkel ist und alles ganz still ist, dann hören wir nur jedes kleinste Geräusch: Wenn das Bett knarrt, wenn irgendwo eine Tür zuschlägt oder der Wind heult. Und wir sehen auch die Schatten, wenn die Straßenlampe ins Zimmer scheint oder ein Auto vorbeifährt. Das macht uns Angst. Aber das ist alles kein Monster.
Na, wer hat jetzt noch Angst vor Spinnen? (melden lassen)
Und wer hat noch Angst vor Gewitter? (melden lassen)
Und wer hat noch Angst vor Monstern? (melden lassen)
Reaktion, wenn sich immer noch jemand gemeldet hat: Ihr merkt: Angst geht nicht einfach weg, nur weil ich euch was über die Dinge erzählt habe, die Angst machen. Deshalb wollen wir heute drüber nachdenken, wie wir mit Angst umgehen können. Was wir tun können, damit sie kleiner wird oder sogar ganz verschwindet. Oder auch, dass wir gar keine Angst erst bekommen.
Reaktion, wenn sich keiner mehr gemeldet hat: Wie schön, dass ich eure Angst so leicht vertreiben konnte. Aber nicht immer geht Angst so leicht weg. Deshalb wollen wir heute drüber nachdenken, wie wir mit Angst umgehen können. Was wir tun können, dass sie kleiner wird oder sogar ganz verschwindet. Oder auch, dass wir gar keine Angst erst bekommen.
Wir haben euch dafür heute verschiedene Stationen mitgebracht. (Stationen vorstellen)
Material: ein „Fürchte-dich-nicht-Monster“ muss fertig gebastelt sein
Alternativ oder ergänzend zur Anfangsmoderation, wird die Moderation von jemanden unterbrochen, der das Fürchte-dich-nicht-Monster (s. „Station 10: Fürchte-dich-(nicht)-Monster“) spielt:
| Angstmonster: | Mjam, mjam, mjam. (schmatzt genüsslich) |
| Moderation: | Oh, das Angstmonster. Ja, das ist auch hier. Das fühlt sich mal wieder sehr wohl. |
| Angstmonster: | Mmmm (tut so, als würde es genüsslich kauen). Immer wieder finde ich viele, viele Sorgen, die mir so gut schmecken. |
| Moderation: | Aber weißt du, Angstmonster, heute werden wir dich mal mit etwas Neuem füttern. |
| Angstmonster: | (verdutzt) Etwas Neuem? Aber mir schmecken die Ängste doch so gut. (schmatzt) Mjam, mjam, mjam. Mir schmeckt gut, dass manche Angst vor dem Sportunterricht haben und andere vor dem Test und manche vor dem Geburtstag und manche … |
| Moderation: | Nein, stopp. |
| Angstmonster: | (noch verdutzter) Was denn? |
| Moderation: | Heute lernen wir etwas anderes kennen. Heute wirst du zu einem Fürchte-dich-nicht-Monster werden. |
| Angstmonster: | Fürchte dich nicht? |
| Moderation: | Ja! Gott sagt das nämlich immer wieder, dass wir uns nicht fürchten müssen. |
| Angstmonster: | (lacht) Ja und? Es gibt aber doch so, so viel, dass einem ganz schön viele Gründe zum Fürchten gibt. Oh hier! (schnappt in der Luft herum) Mjam, mjam. Gerade eben habe ich die Angst, etwas Peinliches zu machen, geschnappt … oh, die schmeckt mir auch so gut. Mjam, mjam. |
| Moderation: | Aber weißt du, es gibt ja nicht nur diese Ängste … |
| Angstmonster: | (schnappt weiter in der Luft herum) Oh, aber von denen gibt es viele … hier schon wieder … ah ja, die Angst jemanden nicht zu gefallen … mjam, mjam … |
| Moderation: | Nein, es gibt noch etwas: Es gibt Gottes große Hand, die uns hält. |
| Angstmonster: | (irritiert) Eine große Hand, die uns hält? |
| Moderation: | Ja genau. So steht es in der Bibel. |
| Angstmonster: | Und was macht diese Hand? |
| Moderation: | Das finden wir heute gemeinsam heraus. Aber ich bin mir sicher, am Ende von dieser Kirche Kunterbunt wirst du dich zu einem Fürchte-dich-nicht-Monster verwandeln. |
| Angstmonster: | Hm … da bin ich gespannt. |
Material: grüne Blätter, blaue Stifte, rote Stifte, schwarze Pappe, rotes Transparentpapier, ausgedruckte Bibelverse als Verheißungen/Zusprüche Gottes
Einleitung: Viele Verse in der Bibel sind Versprechen auf etwas, was irgendwann kommen wird, aber noch nicht sichtbar ist. Immer wieder wurden Menschen in den biblischen Geschichten ermutigt, diese Versprechen nicht zu vergessen, sich daran festzuhalten, auch wenn sie noch nicht greifbar sind. In dieser Station wollen wir uns auch an das „Unsichtbare“ erinnern, in dem wir eine Geheimschrift sichtbar machen. Das geht so:
Stationsbeschreibung

Material: Klebeklettband (kann man beispielsweise online bestellen oder im Baumarkt kaufen), Schere, Klett-Klebepunkte, große Decke oder Wand, Bälle zum Bekleben, vorbereitete Pappschilder mit den Worten: Sorgen, Angst, Zweifel, Langweile, Müdigkeit, usw., Kreppband
Aufbau: Wir bauen uns einer Art Dartscheibe in XXL. Sollte euch das zu aufwendig sein, könnte man auch eine Klebe-Dartscheibe kaufen. Bei der XXL-Scheibe haben wir die Chance, sie ganz nach unseren Wünschen aufzubereiten. Dafür kauft ihr Klebe-Klettband und befestigt es an Bälle (zum Beispiel alte Jonglierbälle). Auf einer großen Decke oder Wand werden die Klebeklettpunkte mit lösbarem Band (wie Kreppband) befestigt. Ebenso werden auf der Decke die beschrifteten Pappschilder vorbereitet. Wenn man nun den vorbereiteten Klett-Ball auf die Klebepunkte wirft, sollten die Klebepunkte sich vom Kreppband lösen und stattdessen an dem Klett-Ball festhaften.
Einleitung: Manchmal stehen wir vor Situationen, die uns ganz schön schwerfallen. Situationen, vor denen wir Angst haben und uns am liebsten irgendwie aus ihnen herauswinden würden. Kennt ihr so Situationen? Was war das zum Beispiel bei euch?
Bei dieser Station können wir ausprobieren, was es bedeutet, eben nicht auf diese dunklen Stimmen zu achten, die uns Angst machen und von Sorgen erzählen, sondern auf die hoffnungvollen Klebepunkte.
Stationsbeschreibung: Ihr habt nun 1 Minute Zeit (passt es so an, wie es bei eurer „Dartscheibe“ Sinn ergibt) so häufig, wie ihr könnt, auf diese Wand zu werfen und zu versuchen, die Klebepunkte zu sammeln. Aber Achtung: Schaut nur auf die Klebepunkte und lasst euch nicht von den Pappschildern ablenken.
Gesprächsimpuls: Wie kann das denn im Alltag funktionieren, sich nicht so sehr von Ängsten und Sorgen ablenken zu lassen?



Material: beschichteter Karton, z. B. Tetrapak, ohne Knicke/Falten (vorab im Team sammeln); 3–4 Wassergläser; Stifte; Scheren; Wasser
Einleitung: „Ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit“ (Jesaja 41,10b Lu) – wie meint das Gott? Wie können wir uns das heute vorstellen? Nicht jeder darf mich mit seiner Hand berühren! Ist das eine angenehme Hand, die mich halten möchte? Das jüdische Volk hat erlebt, dass es ihnen Kraft gibt, von Gottes Händen gehalten zu werden.
In dieser Station wollen wir entdecken, dass Gottes Hand hält. Das geht so:
Stationsbeschreibung
Die Hand (Gottes) hält allem (Wasser-)Druck stand. Gottes Hand hält dich. Du bist gehalten von Gott.
Material: große, weiche Decke, ein paar Wäscheklammern, Bereich/Raum etwas abseits
Aufbau: Am besten in einem Bereich oder Raum, der etwas abseits und ruhiger ist.
Einleitung: Manchmal wissen wir nicht, wie wir die nächste Woche meistern werden. So viel muss noch erledigt werden und dann noch ein Magen-Darm-Infekt. Wir wollten doch so gern mal wieder zusammen Fahrradfahren.
Bei dieser Station können wir erleben, wie es ist, wenn man nicht allein durch den Alltag hetzt, sondern gestärkt wird von einem unsichtbaren Gott.
Stationsbeschreibung: Stellt euch als Familie dicht zusammen, eure Gesichter einander zugewandt. Jetzt gibt die Stationsleitung einem Erwachsenen eine Ecke der großen Decke und hält diese fest. Die Mitarbeiterin läuft einmal mit der Decke um die ganze Familie herum, bis jeder ein Stück Decke am Rücken spüren kann. Das andere Ende der Decke wird mit einer Wäscheklammer befestigt. Jetzt liest die Leitung die Jahreslosung vor und hält die Hand schützend über die Köpfe (angedeutet).
Gott sagt zu euch (Familie XY): „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich. Ich helfe dir auch durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Amen.
Im Anschluss wird die Decke wieder abgenommen und es gibt den Gesprächsimpuls.
Gesprächsimpuls: Wie hat sich das angefühlt, die anderen so nah zu spüren? Hat die Decke einen Unterschied gemacht? Gott ist euch so nah wie die Decke und stärkt euch den Rücken in all den Herausforderungen als Familie.
Material: laminierte Karten mit Versteilen, Markierungen für Start und Ende der Laufstrecke
Aufbau: den Laufbereich abgrenzen und markieren
Einleitung: Es gibt leichte und schwere Tage. Manchmal flitzen wir, manchmal schleichen wir. Manchmal möchten wir am liebsten rückwärtsgehen, um gar nicht erst los zu müssen. An jedem neuen Tag gilt uns die Zusage Gottes, dass er uns begleitet. In unterschiedlicher Geschwindigkeit könnt ihr an dieser Station die Zusage Gottes ergreifen.
Stationsbeschreibung: Stellt euch als Familie oder wilder Haufen hintereinander auf. Der Reihe nach läuft die erste Person los. Die Leitung sagt wie (flitzend, schleichend, rückwärts, gemütlich – altersgerecht anpassen). Am Ende der zuvor festgelegten Strecke sind die Einzelteile der Jahreslosung auf laminiertem Papier verdeckt ausgelegt. Das Familienmitglied greift schnell eine Karte und geht im gleichen Bewegungsmodus zurück zur Familie. Nun ist das nächste Familienmitglied im neuen Bewegungsmodus dran. Bis alle Karten aufgehoben wurden. Die Satzteile werden am Ende miteinander zusammengesetzt.
„Fürchte dich nicht,
denn ich bin mit dir.
Weiche nicht,
denn ich bin dein Gott.
Ich stärke dich.
Ich helfe dir auch
durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“
Gesprächsimpuls: Was hilft dir, um Gott zu vertrauen? Geht das leichter, wenn du schnell oder eher langsam unterwegs bist?
(Station für Erwachsene oder ältere Kinder)
Material: Arbeitsblatt „Sonnenzeit–Gewitterzeit“ auf Din A3-Papier ausdrucken (s. Anhang: Arbeitsblatt und Beispielblatt), Stifte, Radiergummi, evtl. leise Musik im Hintergrund
Stationsbeschreibung: Nimm dir ein Arbeitsblatt und denke einmal über dein bisheriges Leben nach. Du siehst auf dem Blatt einen Zeitstrahl. Dafür steht die gestrichelte Linie. Wann waren in deinem Leben bisher Sonnenzeiten, wann waren Gewitterzeiten? Die Plus- und Minus-Achse hilft dir zu schauen, wie gut es dir ging oder wie schlecht. Wenn du es ganz nah an die Sonne schreibst, dann waren das besonders schöne/gute Zeiten. Wenn du es nah an die Gewitterwolken malst, waren das schlechte Zeiten. Du kannst auch ins Blatt schreiben, was da jeweils geschehen war, so ähnlich, wie du es auf dem Beispielblatt siehst. Wenn du fertig bist, zeichnest du deine Kurve noch einmal mit einem dicken Stift nach.
Hier gibt es nun verschiedene Rituale, die bei Angst helfen können. Als Kirche Kunterbunt dürft ihr alle anbieten oder alle als Kärtchen vorbereiten, bei der man sich ein Ritual aussuchen kann, oder ihr fokussiert euch auf ein Ritual. Schaut doch gern, was in euren Kontext passt. Diese Rituale könnten auch eine Idee für Zuhause sein.
Material: große Kerze, Teelichter, Tuch, Feuerzeug, große Decke(n), Kuscheltier(e), Anleitung „Muskel- und Atementspannung“ (s. Anhang)
Stationsbeschreibung/Gesprächsimpuls: Manchmal haben wir Angst vor etwas oder vor jemandem. Was macht euch zum Beispiel Angst? (Antworten der Teilnehmenden) Was hilft dir, wenn du Angst hast? (Antworten der Teilnehmenden) Wir wollen jetzt ein paar ganz einfache Möglichkeiten ausprobieren, was wir tun können, wenn wir Angst haben.
Kerze: Ihr setzt euch alle im Kreis um die große Kerze (unter der Kerze ein Tuch). Ein Kind darf sie anzünden. Ihr schaut alle ganz aufmerksam ca. 1 Minute in die Flamme; dabei versucht ihr ganz still zu sein. Dann entzündet jede/jeder an der großen Kerze still ein Teelicht und stellt es im Kreis um die Kerze auf. So wird es immer heller. Die Angst wird kleiner. Ihr schaut weiter in das Licht. In euch wird es hell. In euch wird es ruhig und still.
Kuscheltier: Nimm das Kuscheltier in den Arm und drücke es an dich. (Alternativ: jeder nimmt eines der Kuscheltiere.) Jetzt kannst du dem Kuscheltier ganz leise zuflüstern, was dir Angst macht. Dadurch wird die Angst kleiner. Du kennst vielleicht das Sprichwort: „Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ (Bei nur einem Kuscheltier: reihum weitergeben.) Und jetzt sagst du dem Kuscheltier noch etwas, was dir ganz viel Spaß macht. Auch dazu gibt es das passende Sprichwort: „Geteilte Freude ist doppelte Freude.“ (Bei einem Kuscheltier: reihum weitergeben.)
Deckensegen: Kuschelt euch als Familie oder wilder Haufen jetzt zusammen in eine große Decke oder kuschele dich allein oder zusammen mit jemandem, den du gernhast, in die Decke. (Dein Kuscheltier kannst du gern mitnehmen.) Mach die Augen zu. Genieße die wärmende Decke und die Nähe zum anderen. Jetzt atme ganz ruhig und gleichmäßig. Achte darauf, dass du ganz lange ausatmest, so lange, bis kein Atem mehr kommt. Dann atme wieder ein. Atme aus – atme ein – atme aus – atme ein … Du spürst, wie du immer ruhiger wirst. Deine Angst wird kleiner, deine Sorgen werden kleiner. Du genießt, dass alles um dich herum still ist. – Gott wünscht dir jetzt alles Gute; so nennen wir das, wenn wir von Gott gesegnet werden:
„So groß und beschützend wie die Decke ist auch Gott, der Allmächtige. Gott, der Vater, der Allmächtige, der den Himmel, die Erde und alles Leben darauf geschaffen hat, sieht dich und ist bei dir.
Und er segnet dich. Er nimmt dich in den Arm. Er schenkt dir Sicherheit und Geborgenheit. Wenn du Angst hast, gibt er dir neuen Mut.
Jesus, der Sohn, der für uns am Kreuz gestorben ist, der alle unsere Sorgen und Ängste kennt, segne dich. Er mache deine Gedanken weit und schenke dir Offenheit für die Menschen und alles um dich herum. Er schenke dir Vertrauen und Zuversicht.
Und der Heilige Geist, der immer bei dir ist, der dich inspiriert und motiviert, er segne dich. Er schenke dir Trost und Wärme an jedem Tag. Seine Liebe begleitet dich zu jeder Zeit.
So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.“
Muskel- und Atementspannung: Anleitung für Muskel- und Atementspannung als Kopie mit nach Hause geben. Oder gleich gemeinsam ausprobieren.
Material: Notizzettel (DIN A7), Wunderkerzen, Wolle, Feuerschale, einige Bio-Anzünder aus Holzwolle, Feuerzeug
Stationsbeschreibung: Wir machen uns im Leben viele Sorgen. Wir haben Angst, was uns erwartet. Wir haben Kummer. Wir ärgern uns über etwas. Wir sind traurig, weil wir jemanden verloren haben. Wir sind enttäuscht, dass uns etwas nicht gelungen ist. Wir schämen uns für etwas, was schiefgelaufen ist. Wir fühlen uns schuldig, weil wir etwas Schlechtes getan haben. Und vieles mehr …
Du kannst deine Sorgen auf einen kleinen Zettel schreiben. Dann wickelst du den Zettel um zwei Wunderkerzen und biegst die Enden um. Das Ganze bindest du mit einem Wollfaden zusammen. So wird daraus ein Sorgen-Bündel. Nach unserer Feier-Zeit kannst du dann deine Sorgen ins Feuer werfen und sehen, was passiert.
Alternative: Es können auch kleine Sorgensteine beschrieben werden aus Marmorkiesel als Alternative zu den Sorgenbündeln.
Nach der Feier-Zeit: Du kannst jetzt deinen Sorgenstein jemandem geben, dem du vertraust. Bitte diesen Menschen darum, dass er für dich in deinen Sorgen betet.
Kleines Feuer in der Feuerschale entzünden (dazu genügen ein paar Bio-Feueranzünder aus Holzwolle).
Werft nun nacheinander eure Sorgen-Bündel ins Feuer. Wartet aber mit dem Hineinwerfen immer so lange, bis ein Sorgen-Bündel in Flammen und Funken aufgegangen ist.
Material: Schrumpffolie, Acrylfarbe, Permanentstifte, Schere, Locher, Backpapier, Backofen, Schlüsselring (evtl. kleines Kettchen)
Stationsbeschreibung: Welche Hand hältst du gerne? Und warum ist das ein gutes Gefühl, die Hand von jemandem zu halten? – Gott hält deine Hand! Er ist mit dir.
Hier könnt ihr euch einen Anhänger gestalten, der euch immer daran erinnert. Bestreicht eure Hände mit etwas Acrylfarbe oder Stempelfarbe und drückt sie auf die raue Seite der Schrumpffolie. Nicht zu viel Farbe verwenden, sonst verwischt der Abdruck. (Alternativ könnt ihr auch die Hand auf ein Papier legen, umranden und die Form auf die Schrumpffolie übertragen.) Mit den Permanentstiften „Ich bin mit dir!“ oder „Gottes Hand hält dich!“ schreiben oder den Handabdruck verzieren. Den Handabdruck sauber ausschneiden. Oben ein kleines Loch stanzen (für den Schlüsselring). Den Ofen auf ca. 150–170 °C vorheizen (je nach Folienangabe). Die ausgeschnittenen Handabdrücke auf ein Backblech mit Backpapier legen und für ca. 1–3 Minuten in den Ofen geben. Die Folie rollt sich erst zusammen (keine Panik!). Danach wird sie wieder flach und deutlich kleiner (ca. 1/3 der ursprünglichen Größe). Direkt nach dem Herausnehmen könnt ihr das Motiv vorsichtig mit einem Buch flach drücken (falls es sich leicht gewölbt hat). Abkühlen lassen (wird fest und stabil). Schlüsselring durch das Loch ziehen – fertig!
Für kleine Kinder ist die Nachzeichen-Variante oft einfacher als der Farb-Handabdruck.
Gesprächsimpulse: In welchen Situationen wünscht ihr euch die Gewissheit, dass Gottes Hand euch hält? Wo könntet ihr euren Anhänger anbringen, damit er euch daran erinnert?

Material: quadratisches Papier (ca. 20×20 cm), Stifte, Papier zum Verzieren, Bastelaugen, evtl. Stempel
Stationsbeschreibung: Das Fürchte-dich-nicht-Monster hilft uns zu thematisieren, dass wir uns manchmal fürchten. Überlegt euch zunächst gemeinsam, wovor ihr euch fürchtet bzw. man sich fürchten kann. Vielleicht findet ihr kurze Worte oder Symbole dafür?
Dann geht es ans Monster basteln:

Material: Bügelperlen, runde Bügelperlen-Steckbretter, Eisstäbchen, Seifenblasenwasser, Plastikteller, Heißkleber
Stationsbeschreibung
Man benötigt für das Theaterstück 2 Personen: Moderation, Petrus
Auf der Bühne steht ein kleiner Tisch mit 2 Stühlen, ggf. mit etwas zu trinken, so wie in vielen Talkshows.
Die Liste (Tapetenrolle, Flipchart o. Ä.) von der Begrüßung steht mit auf der Bühne.
| Moderation: | (steht auf der Bühne) Ihr habt jetzt ganz schön viel über Angst gelernt bzw. über das Keine-Angst-Haben. (Hier können die Teilnehmenden gern erzählen, was für sie heute besonders spannend war, entweder in kleinen Gruppen oder sie sagen es laut vor allen.) Ich habe uns heute einen ganz besondere Gast eingeladen, der uns erzählen wird, wo er schon einmal Angst hatte und wie er damit umgegangen ist. Begrüßt mit mir mit einem donnernden Applaus: Petrus aus Kapernaum! (Petrus kommt auf die Bühne; Moderation und er setzen sich) Schön, dass du heute bei uns bist, Petrus! Du bist ja ein Freund von Jesus. Und du hast Jesus so richtig als Mensch auf dieser Welt kennengelernt. Du bist auch viel mit ihm unterwegs gewesen, hast also ganz viele Wunder hautnah miterlebt und Jesus ganz oft predigen gehört. Das hört sich alles sehr idyllisch an. Gab es da überhaupt Zeiten, wo du Angst haben musstest? |
| Petrus: | Manchmal schon. Natürlich gab es viele Tage, an denen ich einfach glücklich war, dass ich mit Jesus unterwegs sein durfte. Da habe ich mich total sicher bei ihm gefühlt und wir hatten einfach eine gute Zeit. Aber manchmal gab es Auseinandersetzungen mit Menschen, denen Jesus komisch vorkam. Oder wir haben Situationen erlebt, wo ich ganz schön Muffensausen erlebt haben. Also ja: Angst kenne ich. Auch aus der Zeit mit Jesus. |
| Moderation: | Magst du uns mal ein Beispiel nennen? |
| Petrus: | Ja, gern. Eines Tages zum Beispiel waren wir am See Genezareth unterwegs. Da hat Jesus plötzlich zu uns gesagt: „Kommt, lasst uns auf die andere Seite fahren!“ Gesagt, getan. Wir sind also in ein Boot gestiegen und losgeschippert. Doch als wir unterwegs waren, kam plötzlich Wind auf und der wurde immer stärker und stärker. Wir waren uns plötzlich unsicher, was wir machen sollten. Sollten wir vielleicht umkehren und schauen, dass wir so schnell wie möglich ans Ufer zurückkamen? Wir wollten schon Jesus fragen, aber da haben wir gemerkt, dass er in einer windgeschützten Ecke lag und schlief. Und wir wollten ihn auch nicht wecken. Immerhin brauchte er seine Ruhe nach dem ganzen Trubel, der immer um ihn rum war. Deshalb haben wir die Sache selbst in die Hand genommen. Ich bin ja von Beruf Fischer und einige andere an Bord waren das auch. Wir haben die Segel eingeholt, die Leute unter Deck geschickt und versucht, das Schiff so gut es geht, durch die Wellenberge zu steuern. Am Anfang hat auch alles funktioniert. Doch der Sturm wurde immer heftiger. So einen Sturm hatte ich tatsächlich noch nie erlebt. |
| Moderation: | Das war also der Moment, wo du Angst hattest? |
| Petrus: | Ja, genau. Ich habe echt gedacht: „Das war’s jetzt. Jetzt gehen wir unter.“ |
| Moderation: | Und Jesus hat die ganze Zeit geschlafen? |
| Petrus: | Ja, verrückt, nicht? Der hatte wirklich einen gesunden Schlaf. |
| Moderation: | Wie ging es dann weiter? |
| Petrus: | Meine Freunde und ich haben Jesus geweckt. Ich weiß gar nicht, wie er uns hören konnte bei dem Sturm. Aber er hat ziemlich schnell verstanden, dass wir in einer wirklich ausweglosen Situation sind. |
| Moderation: | Und was hat er dann gemacht? Euch zurück ans Ufer gebeamt? |
| Petrus: | Nein, er hat erstmal gar nichts gemacht, sondern uns einfach nur angeschaut, jeden Einzelnen. |
| Moderation: | Das wars? Mehr nicht? |
| Petrus: | Doch, zum Glück schon. Er hat sich hingestellt und laut gerufen: „Wind, sei still!“ |
| Moderation: | Und? |
| Petrus: | Der Wind wurde still. Von jetzt auf gleich hörte der Sturm auf. |
| Moderation: | Verrückt! |
| Petrus: | Ja, das war wirklich verrückt. Ich hatte ja schon erlebt, wie Jesus Wunder getan hatte. Aber jetzt, wo es mich ganz persönlich betroffen hat, fühlte es sich so merkwürdig an. Ich hatte gar nicht damit gerechnet und ich wusste nicht, was ich davon halten sollte. Ich wusste nicht einmal, was ich von Jesus halten sollte. Das hört sich vielleicht komisch an, aber so war es. |
| Moderation: | Aber wie gehts dir jetzt damit? Jetzt, wo dieses Erlebnis schon Jahre zurückliegt? |
| Petrus: | Ich bin dankbar, dass ich das erlebt habe. Denn es hat meinen Glauben an Jesus stark gemacht. Ich habe noch oft Angst gehabt, so wie alle Menschen. Ihr habt ja auch vorhin einige Sachen aufgeschrieben (zeigt auf die Liste aus der Begrüßung – liest ggf. einige Sachen vor). Angst ist menschlich. Gehört dazu. Aber jetzt weiß ich, dass Jesus mir zusagt: „Hab keine Angst, ich bin da!“ Das gilt für alle Ängste dieser Welt. (Er schreibt mit dickem Filzstift „Habt keine Angst“ quer über die Liste). |
| Moderation: | Das passt ganz super zu dem Bibelvers, der über diesem Jahr steht. Da sagt Gott uns zu: „Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir! Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!“ |
| Petrus: | Was aber natürlich nicht heißt, dass wir nie wieder Angst haben werden. Auch ich habe ab und zu noch Angst. Aber ich weiß: ich bin mit meiner Angst nicht allein. Gott hilft mir, dass die Angst kleiner wird. Und manchmal merke ich, wie er sie sogar ganz wegnimmt. Das finde ich klasse. |
| Moderation: | Vielen Dank, Petrus, dass du uns einen kleinen Einblick in dein Leben gegeben hast. (wendet sich an Publikum) Und vielen Dank an euch, dass ihr euch auf dieses Thema eingelassen habt. |
In dem Bibelvers, um den es heute ging, da hieß es, dass wir uns nicht fürchten müssen, keine Angst haben müssen, weil Gott uns mit seiner Hand hilft.
Wir haben ein Gebet, in dem es auch um eine Hand geht.
Jeder Finger unserer Hand hat einen eigenen Namen und eine eigene Bedeutung: Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger, kleiner Finger. Die fünf Finger können uns beim Beten helfen. Macht mir einfach nach, was ich vormache. Gern dürft ihr auch den Text mitsprechen.
(Die Sätze in Klammen werden von der Moderation gesprochen. Die anderen Teile dürfen alle mitsprechen. Ggf. mit einem Beamer projizieren, sodass alle leicht mitlesen können.)
Daumen heben: Guter Gott, mit dir wird es leichter.
Mit dem Zeigefinger eine Bewegung machen, mit der ich jemanden zu mir kommen lasse: Jesus, wenn ich dich brauche, dann kann ich jederzeit mit dir sprechen. Dann weiß ich: Ich bin nicht allein. Du kommst zu mir und bist bei mir.
Die Hand nach oben gestreckt vor das Gesicht halten: (Der Mittelfinger zeigt mir die Mitte meiner Hand. Er ragt über die anderen Finger hinaus.) Gott, du bist die Mitte meines Lebens. Du bist größer und mächtiger als alles, was es gibt. Du beschützt mich, bist zu mir wie ein guter Vater und eine gute Mutter.
Mit der anderen Hand auf die Stelle am Ringfinger zeigen, wo normalerweise der Ring sitzt: (Wenn Menschen sich lieben und zeigen wollen, dass sie zusammengehören, tragen sie manchmal einen Ring am Ringfinger.) Jesus, du und ich gehören zusammen. Wir sind unzertrennlich. Selbst, wenn ich dich einmal vergesse, denkst du immer an mich. Du liebst mich, ganz egal, wie es mir gerade geht. Wir gehen zusammen durch dick und dünn.
Den kleinen Finger alleine in die Höhe strecken: (Es gibt eine Redensart, die sagt: „Wenn man ihm den kleinen Finger reicht, nimmt er gleich die ganze Hand.“ Damit meinen wir: Wir bieten jemandem unsere Hilfe an, und der andere will noch mehr Hilfe von uns.) Bei dir, Gott, ist das ganz anders: Du bietest mir nicht nur den kleinen Finger an. Du reichst mir die ganze Hand. Du hilfst mir immer. Du bist immer für mich da.
Die Hand (oder beide Hände) mit gespreizten Fingern in die Höhe halten: Gott, du bist mein Vater. Du bist meine Mutter. Und wir alle sind deine Kinder. Jesus, wir sind deine Brüder und Schwestern. Heiliger Geist, mit dir sind wir eine große Familie.
Einander die Hand reichen (Händedruck).
| Moderation: | Ah du bist ja auch wieder hier. |
| Fürchte-dich-nicht-Monster: | Ja, aber schau mal … (zeigt den offenen Mund) |
| Moderation: | Das sieht so aus, als wärst du ein „Fürchte dich-nicht-Monster“ geworden. |
| Fürchte-dich-nicht-Monster: | (stolz) Das bin ich … aber naja … manchmal esse ich auch trotzdem noch Ängste. |
| Moderation: | Ja, das hört wohl nie auf, dass es auch Momente in unserem Leben gibt, die sich ganz schön groß und schwer für uns anfühlen. |
| Fürchte-dich-nicht-Monster: | Aber ich hab bei einer Station gelernt, was ich dann machen kann, wenn ich Angst bekomme … |
| Moderation: | Oh, das ist wichtig! |
| Fürchte-dich-nicht-Monster: | Und ich hab auch gemerkt, dass Ängste ja auch normal sind … alle haben vor etwas mal Angst. |
| Moderation: | Sogar ein Petrus. |
| Fürchte-dich-nicht-Monster: | Ja, sogar der. (überlegt) Manchmal ist eben das Blöde, dass man nicht immer sieht, dass man nicht allein ist … wie mit dieser Geheimschrift und der Lupe. Manchmal fühlt sich ziemlich viel im Leben wie Geheimschrift an. |
| Moderation: | Das stimmt … (überlegt) Aber weißt du, ich glaub deswegen ist es so wichtig, dass wir uns einfach immer wieder gegenseitig daran erinnern, dass wir es nicht sind. |
| Fürchte-dich-nicht-Monster: | Und wie machen wir das? |
| Moderation: | Zum Beispiel durch Segen. Komm, wir lassen uns heute den Segen zupusten. |
Material: Mut-mach-Seifenblasen-Lupe, Seifen-Lauge
Ihr durftet bei einer Station aus Bügelperlen so tolle Mut-mach-Seifenblasen-Lupen basteln. Vorhin wurden wir ermutigt, dass wir uns gegenseitig immer wieder erinnern dürfen, dass wir nicht allein sind. Das machen wir auch, indem wir uns Segen zusprechen. Wir erinnern uns: Wir sind ja gar nicht allein.
Heute puste ich euch den Segen zu, durch die Mut-mach-Seifenblasen-Lupe, und lasse kleine Segens-Seifenblasen zu euch fliegen. Achtet darauf, dass wir sie nicht platzen lassen. Und wenn sie bei euch landen, vielleicht könnt ihr die Segens-Seifenblase ja zu einer anderen Person weitergeben.
(Vermutlich wird Unruhe entstehen, wenn die ersten Seifenblasen fliegen. Deswegen wählt einen guten Zeitpunkt, wann ihr den Text sprecht, damit euch noch zugehört wird.)
Damit wir nie vergessen: Wir sind nicht allein.
Damit wir nie vergessen: Gott ist mit uns.
Damit wir nie vergessen: Gott ist größer als alles, was uns Angst machen kann.
Und so segne uns
Gott, der Vater, der Sohn und die Heilige Geistkraft.
Amen
Baustein
Dieser Baustein kann in der Konfiarbeit, im Teenkreis oder auch als Element in einem Jugendgottesdienst eingesetzt werden.
Als Material wird benötigt: eine ausreichende Anzahl an Mausefallen (mind. 20–30) und ein abgegrenzter Bereich, z. B. auch ein Stuhlkreis. Außerdem eine Handvoll Schlafmasken.
Der abgegrenzte Bereich (z. B. Stuhlkreis) wird gebildet. Bei kleinen Gruppen wird der Stuhlkreis durch leere Stühle so erweitert, dass eine angemessen große Aktionsfläche entsteht. Die Leitung verteilt direkt vor der Übung auf der durch den Stuhlkreis begrenzten Fläche gespannte, verkehrtherum gelegte Mausefallen. Wichtiger Sicherheitshinweis: Der gespannte Bügel jeder Mausefalle muss auf dem Fußboden liegen! Es ist notwendig, das Spannen und Aufstellen der Mausefallen vorher gut zu üben. Die Teilnehmenden dürfen die Mausefallen nicht selbst spannen. Wenn beim zügigen Aufbau eine Mausefalle zufällig auslöst, erhöht das die Spannung.
Wichtig ist der Hinweis, dass verkehrtherum liegende Mausefallen keine Verletzungen hervorrufen können, sondern nur hochspringen und erschrecken. Die Leitung kann das mit bloßen Füßen auch selbst demonstrieren. Die Erfahrung ist, dass dadurch keine Spannung verloren geht.
„Ihr bekommt eine Aufgabe: Diejenigen, die sich trauen, werden das Spielfeld barfuß und mit einer Augenbinde durchqueren. Dabei dürfen sie von niemandem berührt werden. Ihr startet von eurem Stuhl und müsst den Kreis einmal durchqueren.“
Alle überlegen gemeinsam, wie sie den Teilnehmenden durch den Kreis helfen können. In einer ersten Runde ist es erlaubt und erwünscht, dass sehende, führende Personen mit durch den Kreis gehen. Die führenden Personen dürfen jedoch nur durch ihre Stimme die Blinden durch den Kreis lotsen.
Es folgt eine kurze Auswertung: „Wie fühlten sich die blinden Personen? Wie ging es den lotsenden Personen? Was hat geholfen oder gehindert?“ Die Reflexion zielt darauf, deutlich zu machen: Wenn jemand direkt bei mir ist, fällt es mir leicht, durch den Kreis zu gehen.
Es folgt eine zweite Runde unter verschärften Bedingungen: Die Sehenden müssen außerhalb der Aktionsfläche bleiben und müssen von außen mit der Stimme lotsen. Je mehr Teilnehmende und Lotsende es gibt, umso herausfordernder wird es, der richtigen Stimme zu folgen. Außerdem werden die Mausefallen von der Leitung bspw. mit einem Besen vor die Füße der Teilnehmenden verschoben, um die Spannung zu erhöhen.
Es schließt sich wieder eine Auswertung an: „Wie ging es den beteiligten Personen? Was war herausfordernd?“ Die Reflexion zielt darauf, deutlich zu machen, dass je weiter jemand entfernt ist, es umso schwieriger ist, die Stimme zu hören. Und dass damit die Furcht steigt, den nächsten Schritt zu machen.

ANMERKUNGEN AUS DER REDAKTION
Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Anregung!
Vielleicht passt nicht alles zu eurer Situation oder zu eurem Frömmigkeitsstil – das ist völlig in Ordnung. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben und selbst zu denken. Genau dazu möchte euch auch diese vorgestellte Einheit ermutigen. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behaltet das Gute!“
Es gibt einige Weihnachtsideen, die sich mit der Figur der Maria und ihrem Weg als Mutter Jesu beschäftigen. Doch wie erging es eigentlich Josef – als Vater Jesu?
Dieser Frage möchte dieser Entwurf nachgehen. An den einzelnen Stationen wollen wir Josef näher kennenlernen, einen Blick auf seinen Lebensweg werfen und entdecken, was wir aus seinem Leben für unseren eigenen Weg mitnehmen können. Dabei wird es richtig handwerklich, denn wir tauchen auch in sein berufliches Leben als Zimmermann ein.
Der Entwurf ist ursprünglich als Advents- bzw. Weihnachtsentwurf konzipiert. Er lässt sich jedoch auch zu anderen Zeiten im Kirchenjahr einsetzen, wenn der Schwerpunkt entsprechend angepasst wird. Eine passende Gelegenheit ist beispielsweise das Hochfest des Heiligen Josef, das in der katholischen Kirche am 19. März gefeiert wird. Je nach Anlass kann dabei auch die Gestaltung der Feierzeit entsprechend verändert werden.
NAMENSSCHILDER:
Vielleicht möchtet ihr zu Beginn gemeinsam Namensschilder gestalten? Eine unkomplizierte Möglichkeit ist, Kreise aus Pappe auszuschneiden, diese bunt zu bemalen und anschließend ein Loch hineinzustanzen. Durch das Loch kann Wolle gefädelt werden, sodass sich die Namensschilder einfach umhängen lassen.
Passend zum Thema dieses Entwurfs könnten die Namensschilder auch in Form verschiedener Werkzeuge oder Gegenstände aus einer Werkstatt gestaltet werden. So entsteht bereits beim Ankommen eine kleine thematische Verbindung zu Josef und seinem Leben als Handwerker.
BEGRÜßUNGSLIED:
Vorschläge zu Willkommenszeit-Liedern findet ihr hier https://www.kirche-kunterbunt.de/gestalten/material/musik/
ANFANGSMODERATION
(in der Anfangsmoderation geht es darum, die Menschen auf eure Weise willkommen zu heißen. Vielleicht gebt ihr einen Überblick darüber, was die Familien bei euch erwartet? Vielleicht stellt ihr das Team vor? Vielleicht habt ihr ein besonderes Votum, das zu Beginn gesprochen wird? Dafür ist hier Platz. Zusätzlich lädt diese Anfangsmoderation auch ein, das kommende Theaterstück einzuleiten und die Menschen mit dem Thema in Verknüpfung zu bringen.)
Sprecher:in
Willkommen in unserer Kirche Kunterbunt! Heute wird es laut, kreativ und vielleicht auch ein bisschen staubig. Denn heute verwandelt sich unsere Kirche in eine Werkstatt.
Josef kommt mit Hammer und Holzstück zur Tür herein.
Josef:
Schalom! Na, hier wird aber ordentlich gewerkelt!
Ich bin Josef aus Nazareth. Von Beruf bin ich Zimmermann. Ich baue Tische, Türen, Dächer … eigentlich alles, was man aus Holz so bauen kann.
Sprecher:in
Josef? Dich kennen wir doch! Aber woher eigentlich?
(Kinder/Gäste rufen lassen.)
Sprecher:in
Genau! Du bist doch … der Mann von Maria!
Josef:
Richtig.
Sprecher:in
Und der Vater von Jesus!
Josef:
Auch richtig.
Sprecher:in
Der Josef aus der Weihnachtsgeschichte!
Josef:
Ja, genau der. Wobei ich zugeben muss: In den Weihnachtsgeschichten steht meistens eher Maria und Jesus im Mittelpunkt. Ich komme oft nur kurz vorbei.
Sprecher:in
Stimmt. Du bist der, der meistens irgendwo danebensteht und ziemlich ernst schaut.
Josef:
Was soll ich machen? Jemand muss schließlich aufpassen, dass das Ganze nicht auseinanderfällt.
Sprecher:in
Das klingt nach einem echten Handwerker.
Josef:
Das bin ich auch. Aber mein Leben war alles andere als eine ruhige Baustelle.
Sprecher:in
Was meinst du damit?
Josef:
Ich wollte eigentlich ein ganz normales Leben: arbeiten, heiraten, eine Familie haben, mein Holz bearbeiten und abends irgendwann Feierabend machen.
Sprecher:in
Klingt eigentlich ziemlich entspannt.
Josef:
Dachte ich auch! Bis Gott plötzlich andere Pläne hatte.
Sprecher:in
Und wie hat Gott dir das gesagt? Per Brief? Nachricht? E-Mail?
Josef:
Nein. In einem Traum. Und durch einen Engel.
Sprecher:in
In einem Traum?
Josef:
Ja. Gott hat zu mir gesprochen – im Schlaf.
Sprecher:in
Das ist ja praktisch. Andere brauchen morgens erst einmal einen Kaffee.
Josef:
Ich bekam stattdessen einen ziemlich deutlichen Traum. Und danach hieß es: aufbrechen, losgehen, Entscheidungen treffen und meine Familie beschützen.
Sprecher:in
Also kein gemütliches „Heute lasse ich es mal ruhig angehen“?
Josef:
Überhaupt nicht! Ich hatte manchmal das Gefühl, dass mein ganzes Leben eine einzige Baustelle ist.
Sprecher:in
Und du hast trotzdem weitergemacht?
Josef:
Ja. Ich habe gelernt: Manchmal läuft das Leben eben nicht nach Bauplan.
Sprecher:in
Das klingt tatsächlich nach Josef.
Josef:
Und vielleicht kennt ihr das auch: Manchmal hat man selbst einen Plan – und dann kommt das Leben mit einem völlig anderen. Und ich muss sagen (einbisschen stolz), dass ausgerechnet Maria und ich die Eltern von dem Baby Jesus werden durften…wow…das war schon eine große Ehre für uns. Dass Gott uns soetwas zutraut!
Sprecher:in
Da ist was dran. Aber bevor wir jetzt zu emotional werden …
Josef:
… sollten wir lieber anfangen zu arbeiten!
Sprecher:in
Sehr gut. Was erwartet uns denn in deiner Werkstatt?
Josef:
Ihr könnt bauen, ausprobieren, hören, fühlen, riechen und sogar träumen. Und dabei könnt ihr entdecken, wie mein Leben war – und was es vielleicht mit eurem eigenen Leben zu tun hat.
Sprecher:in
Na dann: Werkzeuge raus und Ärmel hoch!
Josef:
Und passt auf eure Finger auf. Ich bin zwar ein guter Zimmermann – aber Erste Hilfe gehört nicht zu meinem Angebot.
Sprecher:in
Also: Auf geht’s in die Werkstatt!
Josef:
Und wer weiß: Vielleicht merkt ihr heute, dass Gott auch in eurem Leben manchmal einen anderen Bauplan hat, als ihr gedacht habt.
Station: Plötzlich Papa!
Material:
So geht’s: Ganz schön überraschend wird Josef plötzlich Papa. Das muss für ihn erst einmal ein großer Schock gewesen sein. Wenn er arbeiten geht, weiß er, was er einpacken und wie er sich darauf vorbereiten muss. Aber Papa-Sein ist für ihn ganz neu.
Können wir ihn gemeinsam darauf vorbereiten?
Schreibt in Josefs Koffer Tipps, wie man ein guter Papa sein kann.
Alternative: Checkliste
Alternativ könnt ihr für Josef auch eine kleine Checkliste zusammenstellen

(Vorlage zum Herunterladen):
Station: Koffer packen
Material:
So geht’s: Auf die Schnelle muss Josef jetzt auch noch mit seiner Verlobten Maria nach Bethlehem wandern. Packt beiden möglichst schnell einen Koffer zusammen. Welche Gegenstände findet ihr besonders hilfreich für die Reise?
Bei dem Koffer-Packen spielen immer zwei Personen gegeneinander auf Zeit. Ihr habt beide 1 Minute Zeit, den vorbereiteten Parcours zu laufen und bei jedem Weg einen Gegenstand in die vorbereiteten Koffer am Ende zu transportieren. Wer am Ende mehr Gegenstände im Koffer hat, gewinnt.
Nachdenkfrage:
Was ist denn ein Gegenstand, den die beiden unbedingt auf der Reise dabei haben sollten?
Station: Glückwunsch zum Baby
Material:
So geht’s: Josef und Maria sind Eltern vom Baby Jesus geworden. Wie aufregend! An dieser Station dürft ihr Maria und Josef eine Glückwunsch-Karte für ihr Baby schreiben. Was wollt ihr den Beiden für ihre Zeit mit Baby Jesus wünschen? Habt ihr vielleicht Mut-machende Worte für Maria oder Josef?
Station: Auf Reisen
Material
So geht’s:
Josef musste oft reisen. Besonders bekannt ist die Reise von Nazareth nach Bethlehem. Ziehe deine Schuhe aus und gehe langsam über den Barfußpfad.
Spüre:
So ähnlich konnten sich auch Wege früher anfühlen.
Nachdenkfrage
Welche Reise war für dich besonders spannend?
Wer begleitet dich auf deinem Lebensweg?
Station: eine Herberge für Baby Jesus
OPTION: HERBERGE AUS EISSTIELEN
Material
Einleitung der Station:
Josef war Zimmermann. Er wusste, wie man Häuser baut.
Aber dann kam er in Bethlehem mit seiner Frau an und es gabkeinen Platz für sie.
Nachdenkfrage: Wie hat sich das wohl für Josef angefühlt, als er für seine schwangere Frau und sich keinen Platz gefunden hat. Was waren wohl seine Gedanken?
So geht nun die Station:
Aber dann gab es eben doch eine Lösung, ein kleines Dach über den Köpfen von Maria und Josef. Wisst ihr, was die Lösung war? Maria und Josef finden Platz in einem kleinen Stall.Hier dürft ihr ihnen nun die Herberge bauen.
Du kannst mit den Eisstielen:
OPTION: HERBERGE AUS EASY-STICKS
Ihr könnt für das Bauen auch easy-sticks verwenden. Daraus lassen sich auch weitere tolle Kunstwerke basteln. Hier findet ihr Inspiration: https://easy-sticks.de/?srsltid=AfmBOoomspeMNC7RPoUcuotPStsPkwXjM_kQJuIyvbEj-gWuAkd3UUQy
OPTION: HERBERGE AUS ÄSTEN
Hier gibt es auch Ideen, wie man aus Birken-Ästen oder anderen Ästen eine kleine Herberge gestalten kann.
https://www.vbs-hobby.com/krippe-aus-birkenaesten-t2079
Station: Ein Stern für Jesus
Material für Holzsterne:
Für die Gestaltung vom Stern:
Einleitung in die Station:
Es gibt einen Stern im Leben von Josef, der ihm sehr wichtig geworden ist. Wisst ihr, von welchem Stern wir sprechen und warum der so wichtig war? (antworten lassen)
Der Stern war das Zeichen für die Sterndeutenden, dass ein neuer König (Jesus) geboren worden ist. Der Stern war ihr Wegweiser zur Krippe von Jesus, zu Maria und Josef. Bestimmt haben Maria und Josef ganz schön gestaunt, als bei der Geburt von Jesus auch am Himmel so ein besonderes Zeichen auftauchte.
Los geht’s zum eigenen Stern:
In dieser Station dürft ihr euren eigenen Stern bauen und gern sogar die Namensbedeutung von Jesus mit dem Brandmalkolben eingravieren.
Bevor ihr loslegt: Für jede Familie ist ein Stern eingeplant. Weil wir hier mit Sägen und mit einem heißen Brandmalkolben arbeiten, sollten immer Erwachsene mit Kindern gemeinsam an dem Stern arbeiten. Niemals sollte die Station von einer mitarbeitenden Person unbetreut gelassen werden.
1. Den eigenen Stern planen
Zu Beginn wird eine Sternform ausgewählt oder auf das Holz übertragen.
2. Stern aussägen
Die Sternform wird mit einer geeigneten Säge aus einem Holzbrett ausgesägt. Je nach Alter der Kinder kann dieser Arbeitsschritt gemeinsam mit den Erwachsenen oder vollständig von den Erwachsenen übernommen werden.
3. Kanten glätten
Nach dem Aussägen werden die Kanten und Oberflächen sorgfältig mit Schleifpapier geglättet. So erhält der Stern eine angenehme Haptik und die Brandmalerei gelingt anschließend besser.
4. Schriftzug gestalten
Nun könnt ihr einen Schriftzug ( zum Beispiel die Namensbedeutung von Jesus = Gott rettet) mit Bleistift leicht auf dem Holz vorgezeichnet. So können Schreibweise, Position und Größe noch einmal überprüft und bei Bedarf korrigiert werden.
5. Brandmalerei
Mit dem Brandmalkolben wird der Schriftzug anschließend vorsichtig in das Holz eingebrannt. Hier ist besondere Aufmerksamkeit und eine gute Begleitung notwendig, da die Spitze des Gerätes sehr heiß wird.
Alternative ohne Sägen:
Wenn das Sägen zu aufwendig ist, gibt es online in verschiedenen Märkten auch fertig gesägte Holz-Sterne zu kaufen, die dann entweder ebenso mit einem Brandmalkolben verziert werden oder auch mit Acrylstiften bemalt werden können.
Station: Auf Reisen mit Josef
So geht’s
Josef musste oft reisen. Besonders bekannt ist die Reise von Nazareth nach Bethlehem.
In Bethlehem ist Jesus auch zur Welt gekommen.
Ziehe deine Schuhe aus und gehe langsam über den Barfußpfad.
Spüre:
So ähnlich konnten sich auch Wege früher anfühlen.
Nachdenkfrage
Welche Reise war für dich besonders spannend?
Station: Josef hört hin
Material
So geht’s
Josef musste gut zuhören – auch auf Gottes Stimme.
Schüttle die Dosen.
Finde immer zwei Dosen, die gleich klingen.
Wenn du glaubst, ein Paar gefunden zu haben, schau auf den Boden der Dose – dort steht die Lösung.
Nachdenkfrage
Wann hörst du besonders gut hin?
Und wann ist es schwierig zuzuhören?
Station: Josefs Werkstatt – Murmelbahnbau
Material
So geht’s
Josef arbeitete jeden Tag mit seinen Händen. Schlage Nägel in das Holz und baue dir damit deine eigene kleine Murmelbahn.
Schritt für Schritt:
Station: Plötzlich spricht ein Engel
Material
Einleitung der Station:
Wählt einen Raum mit Tür, den man abdunkeln kann. Gestaltet ihn so, dass man sich in dem Raum gut und bequem hinsetzen kann. Bevor die Gäste den Raum betreten, gibt eine Person eine
Einleitung: Es war Abend geworden. Josef war müde. Er hatte sich vorgenommen, Maria zu verlassen, damit niemand von ihr schlecht denken würde und er einfach der Verlobte war, der sich aus dem Staub gemacht hatte. Wahrscheinlich hatte Josef viele Ängste und Sorgen. Was meint ihr, was hat Josef wohl so gedacht und gefühlt? (Gäste antworten lassen). Doch mitten in der Nacht wird Josef plötzlich geweckt.
Was da genau passiert, dürft ihr an dieser Station erleben.
Es ist dunkel in dem Raum, geht vorsichtig hinein und macht es euch bequem.
Für die Engel-Person:
Warte kurz ab, bis sich die Familien bequem hingesetzt haben.
Dann leuchte mit deinem Licht und sprich den Bibeltext laut und deutlich.
Fordere dann die Gäste als „Josef“ auf, aufzustehen und loszugehen (sodass sie den Raum wieder verlassen).
Gespräch nach der Station:
Wie war es, von dem Engel geweckt zu werden? Was hat der Engel gesagt?
Was meint ihr, was macht das mit dem Josef?
Station: Ein Name fürs Baby
Material
Einleitung der Station:
Im Traum sagte der Engel nicht nur zu Josef, dass er Vater wird und Maria heiraten soll. Der Engel sagte Josef auch, wie das Kind heißen sollte, nämlich Jesus.
So geht´s:
Schaut doch mal nach, was der Name Jesus bedeutet. Schlagt dafür Matthäus 1,20-21 auf. Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch noch die Namensbedeutungen von euren eigenen Namen nachschlagen/recherchieren lassen.
Nachdenkfrage:
Wow, Jesus Name bedeutet übersetzt „Gott rettet“. Was hat wohl Josef dabei gedacht, als er hörte, dass sein Kind so heißen soll. Wovon dachte er, würde Jesus die Menschen retten?
THEATERSTÜCK ZWISCHEN JOSEF UND EINER MODERATION
(Idee: beim Erzählen von Jesus können auch passende Bilder aus den Erzählungen von Josef
Leitung:
Josef, schön, dass du noch einmal zu uns kommst! Wir haben heute richtig viel über dein Leben gelernt: Wir haben gebaut, gehämmert, gerochen und sogar über Träume nachgedacht.
Josef:
Das habe ich gesehen! Ihr wart richtig fleißig – fast wie in meiner Werkstatt in Nazareth. Wobei … bei euch sah es zwischendurch ein bisschen chaotischer aus als bei mir.
Leitung:
Das kann schon sein. Was hat euch denn heute am besten gefallen?
Josef:
Und keine Sorge: Es gibt keine falsche Antwort. Ich bin Handwerker, ich kann mit fast allem leben.
Leitung:
(Kinder und Erwachsene dürfen berichten.)
Leitung:
Josef, ich habe noch eine Frage an dich: Dein Leben sah am Anfang doch eigentlich ganz normal aus, oder?
Josef:
Ja, ziemlich normal. Ich war Zimmermann. Ich habe Häuser gebaut, Türen repariert, Möbel gemacht …
Leitung:
Also ganz normale Handwerkerarbeit.
Josef:
Genau. Ich wollte arbeiten, heiraten, eine Familie gründen und ein ruhiges Leben führen.
Leitung:
Und dann?
Josef:
Dann kam Gott.
Leitung:
Das klingt, als wäre das ein Problem.
Josef:
Nein, nein! Aber wenn Gott ins Spiel kommt, kann es manchmal etwas anders laufen als geplant.
Leitung:
Wie denn?
Josef:
Zum Beispiel hatte ich einen Traum. In diesem Traum sagte mir ein Engel, dass ich keine Angst haben soll, Maria zu heiraten.
Leitung:
Ein Engel im Traum? Das ist ja schon ziemlich ungewöhnlich.
Josef:
Allerdings. Und es blieb nicht bei diesem einen Traum. Später musste ich sogar mitten in der Nacht aufstehen und mit Maria und dem kleinen Jesus in ein anderes Land fliehen. Es war gefährlich, und Jesus war in Gefahr.
Leitung:
Mitten in der Nacht?
Josef:
Mitten in der Nacht.
Leitung:
Und du bist einfach los?
Josef:
Na ja … „einfach“ würde ich jetzt nicht sagen. Ich musste Sachen packen, Maria und Jesus mitnehmen und losgehen. Und ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, was uns erwartet.
Leitung:
Das klingt ganz schön aufregend.
Josef:
Das war es auch. Manchmal hatte ich Angst. Manchmal wusste ich nicht, wie es weitergeht.
Leitung:
Und trotzdem bist du losgegangen?
Josef:
Ja. Weil ich gespürt habe: Gott geht mit. Und ich wusste: Maria und ich haben eine besondere Aufgabe bekommen. Wir sollten Jesus großziehen.
Leitung:
Das ist ja keine kleine Aufgabe.
Josef:
Überhaupt nicht! Ein ganzes Kind großzuziehen ist schon eine ziemlich große Sache. Aber dann auch noch den Sohn Gottes …
(Josef schaut kurz ratlos.)
Puh. Da hätte ich manchmal schon gerne eine Gebrauchsanweisung gehabt.
Leitung:
„Jesus großziehen – Schritt 1: Bitte zuerst diese Anleitung vollständig lesen.“
Josef:
Genau! Aber die gab es leider nicht. Also habe ich versucht, einfach das zu tun, was ich konnte: für Maria und Jesus da sein, sie beschützen und ihnen ein Zuhause geben.
Leitung:
Und du wusstest, dass Jesus einmal etwas ganz Besonderes sein würde?
Josef:
Ja. Ich wusste, dass Jesus Menschen retten und ihnen guttun wird.
Und deshalb wollte ich gut auf ihn aufpassen.
Leitung:
Das ist eine schöne Aufgabe. Und bald feiern wir Jesu Geburtstag – an Weihnachten. Wir feiern, dass Jesus zu uns Menschen gekommen ist und dass er auch heute bei uns sein kann. Und vielleicht kennt ihr das: Manchmal läuft unser eigenes Leben auch ganz anders, als wir es geplant haben. Vielleicht gibt es …
Und dann stehen wir manchmal da und fragen uns:
Was passiert jetzt? Wie soll es weitergehen?
Josef:
Das kenne ich. Ich habe gelernt: Auch wenn das Leben überraschend ist – Gott bleibt an unserer Seite. Ich habe als Zimmermann vielleicht viele Dächer gebaut. Aber ich glaube: Gott hält ein ganz anderes Dach über uns. Ein Dach, unter dem wir geborgen sein können. Egal, wohin unser Weg führt.
Leitung:
Das klingt schön.
Josef:
Und ich stelle mir vor, dass Gott mit uns unterwegs ist. Wenn wir arbeiten. Wenn wir lachen. Wenn wir Angst haben. Wenn wir nicht wissen, wie es weitergeht. Und sogar dann, wenn wir nachts von Engeln träumen.
Leitung:
Also auch dann, wenn wir morgens aufwachen und denken: „Was war DAS denn für ein Traum?“
Josef:
Ganz genau!
Vielleicht steckt ja manchmal mehr darin, als wir denken.
Leitung:
Und du hast durch dein Leben auch eine Aufgabe bekommen.
Josef:
Ja. Meine Aufgabe war es, gut auf Jesus aufzupassen. Ein guter Vater für ihn zu sein. Und ein guter Ehemann für Maria. Und ich glaube: Gott gibt jedem Menschen eine Aufgabe. Wir müssen nicht alle dasselbe machen. Aber wir alle können etwas tun: Wir können gut aufeinander und auf diese Welt aufpassen. Wir können füreinander da sein. Wir können helfen. Wir können Mut machen. Und wir können darauf vertrauen, dass Gott mit uns geht.
Leitung:
Danke, Josef. Für deine Geschichten, für deine Werkstatt und vor allem dafür, dass du uns gezeigt hast: Manchmal läuft das Leben nicht nach unserem Bauplan. Aber wir müssen unseren Weg trotzdem nicht allein gehen.
Josef:
Genau. Und jetzt habe ich noch eine wichtige Frage: Wer räumt eigentlich meine Werkstatt wieder auf?
Leitung:
Ähm …
Josef:
Dachte ich mir. Dann mache ich mich lieber schnell vom Acker.
Leitung:
Danke, Josef, dass du heute bei uns in der Kirche Kunterbunt warst!
Josef:
Sehr gerne! Und denkt daran: Gott geht mit euch – auch wenn ihr euren Bauplan gerade nicht mehr findet.
Josef winkt, schnappt sich Hammer und Holz und geht ab.
GEBETSIDEE: GEBURTSTAGSWÜNSCHE VON JESUS
Material:
Einleitung:
Josef war der Papa von Jesus. Jesus Geburtstag feiern wir am 24. Dezember. Das Besondere an Jesu Geburtstag ist aber, dass nicht wir ihm Geschenke machen, sondern dass Jesus uns selbst beschenkt. Freiwillige Kinder und Erwachsene dürfen bei dieser Gebetsidee nach vorne kommen, nacheinander eine der Stabkerzen oder Teelichter anzünden und ihren Wunsch an Jesus formulieren und für alle als Gebet nennen.
FÜRBITTENGEBET: ein Dach für die Menschen, die keins haben
Einleitung:
Als Zimmermann hat Josef Dächer gebaut. Ein Dach über den Kopf ist ganz schön viel wert. Das hat Josef auch selbst mal gespürt, als er mit Maria in Bethlehem verzweifelt ein Dach gesucht hat, unter dem sie schlafen und dann auch Jesus bekommen konnten.
Es gibt wirklich viele Menschen in dieser Welt, die leider kein Dach, kein Zuhause haben.
An diese Menschen wollen wir nun denken.
An bestimmten Stellen laden wir euch, während wir das Gebet sprechen, ein Dach mit euren Armen zu formen. Das geht so, indem ihr beide Arme nach oben streckt und zueinander als eine Spitze zusammenführt. Jetzt sieht es aus, als würdet ihr ein Dach über euren Kopf formen.
Guter Gott,
wir bitten dich für alle Menschen,
die kein Zuhause haben (Dach formen).
Sie haben keinen sicheren Ort zum Schlafen
und wissen oft nicht, wo sie morgen sein werden.
Sei bei ihnen, Gott.
Schenke ihnen Menschen, die ihnen helfen.
Schenke ihnen einen warmen Ort,
etwas zu essen und Kleidung.
Schenke ihnen Hoffnung und Mut.
Hilf auch uns,
dass wir andere Menschen sehen
und nicht wegschauen.
Danke, dass unter deinem Dach (Dach formen)
alle Menschen einen Platz finden.
Amen.
WERKZEUG-SEGEN

Beschreibung: Bei diesem Segen tauchen wir ein in das Werkstatt-Leben von Josef. Bei diesem Segen werden die einzelnen Werkzeuge aus dem Werkzeugkasten herausgeholt und bei dem jeweils passenden Spruch hochgehalten. Je nach Bedarf kann der Werkzeugsegen auch erweitert oder um ein paar Gegenstände gekürzt werden. Vielleicht möchten ja auch verschiedene Personen (junge, sowie ältere Menschen) einen Werkzeug-Vers sprechen?
Material: Werkzeugkasten mit
Hammer
Ein Hammer macht etwas fest.
Gott, mach auch uns fest.
Gib uns Halt, wenn es schwierig wird.
Segne unsere Familie.
Schraubenzieher
Ein Schraubenzieher dreht Schrauben fest.
Gott, hilf uns, zusammenzuhalten.
Wenn es mal wackelt, gib uns neue Kraft.
Segne unsere Familie.
Zange
Eine Zange hält fest und hilft beim Reparieren.
Gott, halte uns in deiner Hand.
Sei bei uns, wenn etwas kaputtgeht.
Hilf uns, wieder neu anzufangen.
Segne unsere Familie.
Wasserwaage
Eine Wasserwaage zeigt: Ist etwas gerade?
Gott, hilf uns, die richtige Richtung zu finden.
Wenn wir uns verirren, zeig uns den Weg.
Segne unsere Familie.
Maßband
Mit einem Maßband können wir messen.
Gott, lass uns merken:
Jeder Mensch ist wertvoll.
Jeder Mensch ist genau richtig.
Segne unsere Familie.
Gott, begleite unsere Familien.
Beim Lachen und beim Weinen.
Beim Spielen und beim Streiten.
Beim Anfangen und beim Weitermachen.
Segne unsere Hände,
unsere Herzen
und unser Zuhause.
Gott sei bei uns.
Heute und an jedem neuen Tag.
Amen.
Bei so viel Arbeit in der Werkstatt freuen sich die Familien bestimmt über ein leckeres Buffet. Das sind unsere Essensvorschläge:
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