Guten Gedanken oder Gefühlen nachspüren und diese sich setzen lassen.
Bastelvorlage (s. Downloads) und entsprechendes Material
Die Kinder machen es sich auf dem Boden bequem. Sie erhalten einen Anker aus Pappe oder Modelliermasse. Sie schließen die Augen und lassen ihren Finger mehrmals um die Umrisse des Ankers gleiten, um zur Ruhe zu kommen. Die Moderation stellt eine Frage zum Text: Was in der Geschichte ist ein guter Gedanke? Was in dem Text löst ein gutes Gefühl aus? Die Kinder gehen ihren Gedanken so detailliert wie möglich nach. Sind sie fertig, legen sie den Anker auf die flache linke Hand. Dann umschließen sie die Hand mit der anderen und halten den Anker für einen Moment in ihren Händen. Die Moderation bittet die Kinder, die Augen wieder zu öffnen. Sie geht ruhig von Kind zu Kind und sammelt die Anker wieder ein. Erst danach endet die Übung.
Beispielfragen zu Offenbarung 21,1-5: Stell dir in der neuen Welt einen schönen Ort vor, an dem du dich gern umschauen möchtest. Wo wäre das? Was in dem Text findest du besonders tröstlich, worauf freust du dich in der neuen Welt besonders?
Anstelle der Anker lassen sich auch schöne Steine verwenden.
Die Kinder können eine Geschichte wirken lassen. Sie können einzelnen Gedanken und Szenen nachgehen und diese verinnerlichen.
•• Könige 17,1-16: Gott sorgt für seinen Boten Elija / Jesaja 9,1-6: Hoffnung für die Verzweifelten / Lukas 19,1-10: Jesus und Zachäus / Offenbarung 21,1-5: Der neue Himmel und die neue Erde

Passende Wörter als geschriebene Pfeile gestalten.
Bastelvorlage (s. Anhang) und entsprechendes Material; farbiges Papier, Brush Pens, Tuschestifte, Fineliner
Für diese Methode ist es nötig, dass die Kinder bereits einer Geschichte begegnet sind und sich mit ihr auseinandergesetzt haben. Nun überlegen sie sich ein Wort, das zu der Geschichte passt. Es kann ein Austausch dazu erfolgen, bei dem die Kinder ihre Wörter einbringen, begründen und von anderen hören. Dann haben die Kinder Zeit, ihr Wort typografisch zu gestalten. Es kann auf eine der Pfeilvorlagen geschrieben werden oder die Kinder gestalten selbst einen Wortpfeil. Sie beginnen links mit dem Pfeilschaft und ziehen dann einen kurzen Strich. Nun wird das Wort in Schreibschrift angefügt und danach wieder mit einem graden Strich verbunden. Ganz rechts ist Platz für die Pfeilspitze. Für ältere Kinder neben Finelinern auch Brush Pens oder Tuschestifte auslegen. Für jüngere Kinder Bilder von Pfeilen mit Flächen zum Schreiben bereithalten.
Einen schönen Untergrund für Wortpfeile bietet marmoriertes Papier. Wortpfeile können auch beim „Handlettering“ verwendet werden.
Die Kinder können aus einem Text wichtige Wörter entnehmen. Sie können verschiedene Stifte erproben und ein einzelnes Wort gestalten.
•• Richter 6,11-24: Gott beruft Gideon zum Retter Israels / 1. Samuel 20,24-42: David muss vor Saul fliehen / Lukas 1,5-25: Die Geburt des Täufers Johannes wird angekündigt / Apostelgeschichte 28,1-10: Auf der Insel Malta

Eine Handlung oder Beziehung durch einen Gegenstand bewusst machen.
Gegenstände, die in der Geschichte eine besondere Bedeutung haben
Gegenstände erzählen Geschichten. Sie ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Gibt es in einer Geschichte ein Objekt, das mehrmals vorkommt, sich durch die Geschichte zieht, dann lohnt es sich, darüber nachzudenken, ob es methodisch genutzt werden könnte. Ein Gegenstand kann „still“ eingesetzt werden, als Hingucker. Er kann neugierig machen und die Kinder durch Fragen oder Rätselaufgaben herausfordern, mehr über das Objekt und seine Geschichte herauszufinden. Er kann beim Erzählen immer wieder in die Hand genommen werden oder das zentrale Requisit in einem Erzählspiel oder einer Mitmachgeschichte sein.
Beispiel zu 1. Mose 37,12-36: Normales Gewand für alle Kinder Jakobs, Josef bekommt von seinem Vater ein Festgewand, er erhält ein Sklavengewand, als die Brüder ihn nach Ägypten verkaufen, die Brüder „bemänteln“ ihre Tat mit einem blutigen Gewand.
Die Kinder können Personen und Sachverhalte mit einem Gegenstand verbinden. Sie können einen Gegenstand als wichtigen (symbolischen) Teil einer Geschichte begreifen.
•• Mose 37,12-36: Die Brüder verkaufen Josef nach Ägypten / Psalm 23,1-6: Der Herr ist mein Hirt / Lukas 22,47-53: Jesus wird verhaftet / Apostelgeschichte 19,23-40: Gefährliche Unruhen in Ephesus

Mit einem wachsenden Ballon eine biblische Erzählung darbieten.
XXL-Luftballons, dicke Filzstifte in mehreren Farben, Ballonbänder mit Schnellverschluss, Ballonpumpe
Die Methode eignet sich für Geschichten, deren Handlungsverlauf sich entwickelt (Josef deutet die Träume des Pharaos, Jesus wird auf die Probe gestellt), etwas Großes geschieht (Elija bei der Witwe von Sarepta, Jesus macht fünftausend Menschen satt) oder etwas wächst (Gleichnisse von der Aussaat und der selbstwachsenden Saat). – Luftballon, Stifte und Verschluss bereithalten. Den Luftballon parallel zur Erzählung nach und nach aufblasen. Nicht zu prall, damit er nicht platzt. Nach jedem Aufblasen den Ballon verschließen und dann zur Handlung passende Zeichnungen auf den Luftballon malen. So kann die Geschichte von den Kindern mitverfolgt und verstanden werden.
Das abwechselnde Erzählen und Aufmalen im Vorfeld gut üben. Folgende Regel kann hilfreich sein: Immer, wenn erzählt wird, sich den Kindern zuwenden. Wird der Ballon weiter aufgeblasen und bemalt, ganz bei dieser Darbietung sein, Spannung aufbauen, das, was gemalt wurde, zeigen, die Kinder durch Fragen miteinbeziehen.
Die Kinder können einer Erzählung folgen und ihre Handlung auf sich wirken lassen.
•• Mose 41,14-44: Josef deutet die Träume des Pharaos und wird sein Stellvertreter / 1. Könige 17,1-16: Gott sorgt für seinen Boten Elija / Lukas 4,1-13: Jesus wird auf die Probe gestellt / Lukas 9,10-17: Jesus macht fünftausend Menschen satt

GEMEINSAM AUF KUNTERBUNTE WEISE DEM GRÜNDONNERSTAG ALS FAMILIE NACHSPÜREN

Dieser Entwurf wurde vorrangig für die Gestaltung und Durchführung des Gründonnerstags entwickelt. Inhaltlich orientiert er sich an den theologischen Schwerpunkten dieses Tages, insbesondere an der Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern.
Darüber hinaus kann der Entwurf mit kleinen Anpassungen auch am Palmsonntag eingesetzt werden. Die nhaltlichen Aussagen ermöglichen eine flexible Verwendung innerhalb der Karwoche.
(wenn Menschen hineinkommen, liegen alte Kleider und Palmzweige auf dem Boden als Erinnerung an Palmsonntag)

Moderation: Herzlich Willkommen zur Kirche Kunterbunt am Gründonnerstag. Wie schön, dass ihr heute mit uns feiert! Zu Beginn sagen wir uns gern “Hallo” mit dem unserem Begrüßungslied.
Begrüßungslied
Votum:
(Material: Feuerzeug, Kerze, Windspiel, kleiner Hocker)
Wir glauben, dass Gott hier ist. Mitten unter uns. Wir glauben, dass Gott hier ist. Mitten unter uns. Mir hilft es, das bewusst zu machen, dass Gott auch da ist, wenn ich eine Kerze anzünde.
(Kerze anzünden) Dann kann ich mir vorstellen, dass Gott vielleicht wie dieses Licht ist, das es hell macht; wie ein Licht, das wärmt; wie ein Licht, das den Weg zeigt, aber auch wie ein Licht, das es gemütlich und schön macht.
(Windspiel anpusten) Vielleicht ist Gott auch wie der Wind. Ich sehe ihn nicht, aber manchmal kann ich ihn spüren.
Vielleicht ist Gott wie dieser Hocker (auf Hocker stellen), durch den ich mich größer fühlen kann, als ich sonst bin.
Vielleicht habt ihr auch ganz eigene Bilder für Gott.
Ich mag gerne am Anfang mit Gott reden. Und meistens sagen wir am Ende von Gebeten „Amen“. Wenn man auch „Amen“ sagt, zeigt man damit: Ich bin damit einverstanden. Ich finde das gut. Also wenn ihr am Ende von meinem Gebet merkt: Das findet ihr auch gut, dann dürft ihr auch laut „amen“ sagen.
Gebet
Danke Gott für diesen Abend. Wir feiern heute Gründonnerstag. Danke, dass du mit uns feierst. Danke, dass du auch hier bist. Schenk uns heute eine ganz besondere Zeit. Amen.
Überleitung zum Theater:
Heute tauchen wir in eine besondere Zeit ein: Gründonnerstag. Vielleicht habt ihr schon bemerkt, als ihr in die Kirche Kunterbunt hineingekommen seid, dass es seltsam ist, dass Kleider auf dem Boden liegen? Früher haben Menschen Kleidung auf den Boden gelegt, wenn sie wussten, dass ein besonderer König zu ihnen in die Stadt kommt. Heute kennen wir es eher, dass man einen roten Teppich beispielsweise auf den Boden legt. Mit den Kleidern damals oder auch heute mit dem roten Teppich möchte man zeigen: Du bist etwas Besonderes.
Das haben viele Menschen gefühlt, als Jesus nach Jerusalem kam: Da kommt jemand Besonderes.
Ich würde gerne mit euch zu Beginn in eine kleine Theaterszene mit hineinnehmen, die vielleicht so ähnlich vor Tausenden von Jahren in Israel passiert ist und mit ein Grund ist, warum wir heute Gründonnerstag überhaupt erst feiern. Aber schaut selbst.
THEATER
(beide Theaterfiguren sind dabei, einen Tisch zu decken)
Person A: Ich freu mich schon seit Tagen.
Person B: Echt? Ich hab echt gar keine Lust auf Feiern.
Person A: Aber wir feiern doch so etwas Besonderes.
Person B: Ich hab trotzdem keine Lust.
Person A: Okay… Also eigentlich geht es ja auch nicht um die eigene Lust, wenn man feiert.
Es geht darum, dass wir befreit wurden, das wir ein eigenes Zuhause haben, das niemand mehr
sagt, was wir tun müssen und uns das Gefühl gibt, das wir nichts wert sind…
darum geht es doch heute Abend.
Person B: Ja ich find es ja auch klasse, aber manchmal ist einem doch einfach nicht nach
Feiern oder? – Für wen decken wir noch einmal den Tisch?
Person A: Er heißt Jesus und ist wohl so eine Art Lehrer, ein Rabbi und er bringt seine
Schüler mit.
Person B: Echt jetzt? Wir decken für Jesus den Tisch?
Person A: Kennst du ihn?
Person B: Kennst du ihn etwa nicht? Das ist doch dieser Jesus, der letztens Wasser in
Wein verwandelt hat. Wegen ihm ist die Tochter meiner Cousine wieder
gesund und wegen ihm kann Bartimäus wieder sehen.
Person A: Krass…er ist also so einer Art Wunderheiler.
Person B: Ja und nicht nur das. Er macht Wunder UND er hält die bewegendsten Reden,
die ich je gehört habe…
Person A : Worüber denn?
Person B : Darüber, dass Liebe immer stärker ist als alles Andere.
Person A : Klingt kitschig.
Person B : Klingt aber doch auch richtig.
Person A : Ja und der wird hier einfach so essen und das Pessachfest feiern?
Person B: Nicht nur das, er wurde schon gefeiert wie ein König!
Ich musste mir heute meine braune Jacke anziehen.
Person A : Was hat das mit deiner braunen Jacke zu tun?
Person B: Na meine andere habe ich auf die Straße gelegt, als Jesus in unsere Stadt gekommen
ist als Symbol, dass ich dem König Ehre gebe…
Person A : Wow er ist also König, Wunderheiler, Lehrer und wird heute Abend hier feiern.
(überlegt) Komm, lass uns doch lieber das schöne Geschirr holen…das muss doch
etwas Besonderes werden.
Moderation:
Das ist ja spannend. Jesus kommt in die Stadt und er feiert mit seinen Freunden, seinen Schülern ein Fest. Das ist das Fest der Befreiung. Das Pessachfest. Aber es ist nicht irgendein Fest. Es passiert bei diesem Fest sehr viel Besonderes. Es passiert Fröhliches, es passiert Merkwürdiges, es passiert Trauriges, alles das.
Ihr dürft in verschiedenen Stationen dort eintauchen, was an diesem besonderen Abend passiert ist und zwar mit folgenden Stationen: (Stationen vorstellen)
Material: Plastikgeschirr, Tischdecken, Dekoblumen
Stationsbeschreibung:
Auf die Plätze, fertig, los! Zwei Personen treten gegeneinander an und decken einen Tisch. Beide bekommen die gleiche Anzahl an Gegenständen. Aber aufgepasst: Wie bei einem Staffellauf darf man immer nur einen Gegenstand pro Lauf zum Tisch bringen. Dann schnell zurück und den nächsten holen! Wer schafft es zuerst, den Tisch komplett zu decken?

2. Essen
Weil die Kirche Kunterbunt am Abend gefeiert wird und dadurch weniger Zeit zur Verfügung steht, gibt es das Abendessen bei dieser Kirche Kunterbunt als eine Station, bei der sich alle flexibel zur eigenen Hunger-Zeit bedienen können. Es ist aber auch möglich, das Essen als Essens-Zeit nach der Feier-Zeit stattfinden zu lassen, wenn das bei euch zeitlich möglich ist.
3. Brot und Wein
Material: Wäscheleine, Stifte, Wäscheklammern, Zettel
Stationsbeschreibung: Bei diesem Fest feiert Jesus zum ersten Mal mit seinen Freunden das Abendmahl. Das ist ein Fest, eine Erinnerung, bei dem man Brot isst und Wein oder Traubensaft trinkt. Brot und Wein haben eine besondere Bedeutung. Das Brot steht für alles Notwendige, Gewöhnliche in unserem Leben. Der Wein für alles, was besonders schön ist. Beides nutzt Jesus um zu zeigen: Beides ist ihm wichtig und in beiden Momenten ist er für uns da. Was sind die ganz besonderen Momente für euch als Familie?
Hängt an dieser Wäscheleine alle die Momente auf, die ihr feiert, weil sie ganz besonders feierlich und schön für euch sind. (Kleinere Kinder dürfen diese Momente auch gerne aufmalen)
Ergänzung: Vielleicht gibt es auch die Option, Abendmahl bei der Kirche Kunterbunt zu feiern? Schaut doch gern mal bei unserem Entwurf “Kunterbuntes Abendmahl” vorbei und lasst euch dort inspirieren.
4. Das will ich nicht vergessen
Material: Post-it-Zettel, Wand zum Festkleben, Stifte
Stationsbeschreibung: Jesus gibt seinen Jüngern mit dem Abendmahl ein Symbol mit, durch das sie sich immer wieder an Jesus erinnern können. Was ist für dich so ein besonderer Moment, das du ihn nicht vergessen möchtest? Auf dieser Wand kannst du diesen Moment auf einen post-it-Zettel schreiben und festhängen. Kleinere Kinder dürfen die besonderen Momente auch gerne aufmalen. (Wer als Familie ein Spiel daraus machen möchte, lässt eine Person aus der Familie malen und die anderen dürfen parallel beim Malen erraten, um welche Situation es beim Gemalten geht).

5. Geheimnsvoll im Garten Gethsemane
Material: rotes Transparentpapier, Pappe, rote Stifte, blaue Stifte, grünes Papier, Kleber, Scheren, Bluetooth-Box um Musik abzuspielen
Aufbau: Wenn möglich kann diese Station in einem gesonderten Raum stattfinden, in dem man durch eine Musikbox Nachtgeräusche abspielt. Wenn möglich, darf sich dieser Raum auch verwandeln zu einem Garten.
Stationsbeschreibung: Es wird plötzlich ganz schön geheimnisvoll im Garten Gethsemane. Irgendetwas ist da doch los bei Jesus. Was vermutet ihr denn, was die Jünger so gedacht haben? Ihr dürft hier eine Geheimschrift-Lupe basteln (rotes Transparentpapier in eine Lupe hineinkleben). Nehmt einen grünen Zettel, auf den ihr mit blauer Schrift eure geheime Botschaft schreibt. Nun “überkritzelt” die blaue Schrift mit roter Farbe, sodass es kaum noch lesbar ist. Mit eurer Lupe solltet ihr die geheime Botschaft noch immer lesen können. Probiert es gern mal aus! (Eine alternative Idee zu der Geheimschrift ist die “Forscher-Geheimschrift,”, wie im Link gezeigt).



6. Emojis basteln
Material: gelbe Pappe oder dickes Papier, Schaschlickspieße, Stifte, Scheren, Kleber
Stationsbeschreibung: Bastelt euch eure eigenen Emoji-Stäbe. Werdet gerne kreativ bei den Gesichtsausdrücken.
Impuls: In diesen besonderen Kar-Tagen haben alle Gefühle Platz: Freude, Trauer, Wut, Frust, Erstaunen, Glück. Ihr dürft diesen Emoji-Stab nachhause mitnehmen und in eine Pflanze hineinstecken. Vielleicht könnt ihr zu jedem Tag den passenden Emoji-Stab auswählen und euch im Vorfeld fragen, wie sich die Jünger wohl an diesem Tag gefühlt haben.


7. Gründonnerstag-Parcours
Material: Alles, was sich für einen Parcours eignet: Stühle, Seil, Hulla-Hopp-Reifen, Pilone
Stationsbeschreibung: Hier ist ein Parcours aufgebaut. Jesus musste mit seinen Jüngern erst einmal nach Jerusalem reisen. Das müsst ihr hier auch. Wer schafft es, den Parcours am schnellsten zu durchlaufen?
(alternativ oder ergänzend: Es kann auch einer Art Schnitzeljagd durch das Veranstaltungsgebäude geplant werden, indem ihr das richtige Haus suchen müsst, indem die Feier von Jesus mit seinen Jüngern stattfinden soll)
8. Füße wasch-Station
Material: Schüsseln mit Wasser, Handtücher, Handcreme, Duschmittel
Stationsbeschreibung: Bevor die Jünger zu Jesus kommen, wäscht er ihnen die Füße. Ihr dürft euch hier gegenseitig die Füße waschen oder die Hände, für wen das angenehmer ist. Wählt ein Badesalz aus, das für euch besonders schön riecht. Wascht euch gegenseitig die Hände und wer mag, darf anschließend noch eine der Handcremes verwenden.


9. Station: der Gründonnerstag-Weg als Familie

Wenn Familien mit größeren Kindern bei der Kirche Kunterbunt sind, könnt ihr ihnen parallel zu den Stationen den “Gründonnerstag-Weg” mitgeben. Passend zu den einzelnen Stationen gibt es hier noch eine Reflektionsfrage für die Familie. Auch unabhängig von den Stationen kann dieses Reflektionsblatt als Familie genutzt werden.
Moderation:
Ich hoffe, ihr habt gut gegessen und seid satt geworden. Und ich hoffe, ihr konntet ein bisschen in dieses besondere Fest eintauchen. Da gab es ja viel Schönes. Ihr habt euch an viele schöne Dinge erinnert….aber irgendwie wurde es auch plötzlich komisch. Warum feiert Jesus eigentlich das Abendmahl?
Es gibt Gegenstände, die uns an besondere Momente erinnern sollen. Mein Ring erinnert mich an meine Hochzeit. Manche haben Urkunden verliehen bekommen und die erinnern, dass man etwas gewonnen hat. Und Jesus sagt: Immer, wenn ihr Brot esst und Wein oder Traubensaft trinkt, dann dürft ihr an mich denken. Jesus will, dass wir an ihn denken. Er sagt: Wenn ich nicht mehr da bin, dann sollt ihr das Abendmahl feiern, um euch immer wieder an mich zu erinnern. Und die, die mit ihm feiern, die wundern sich: Warum sollte denn Jesus weggehen? Warum spricht er so, als würde er irgendwann nicht mehr da sein? Was hat es denn damit auf sich?
Wir schauen uns das wieder im Theater an.
THEATER
Person B: Puh…das war ja eine komische Feier.
Person A: Am Anfang war es ja richtig schön….wie er ihnen die Füße gewaschen hat…wow…
hast du nicht gesagt, dass er ein König sei?
Person B: Ja das meinte ich doch…er ist eben kein gewöhnlicher König, sondern wirklich etwas
ganz ganz Besonderes. Er dient den Menschen. Er herrscht nicht.
Person A: Wow….aber warum hat er dann diese komischen Dinge beim Essen gesagt?
Person B: Ja das hat mich auch gewundert….
Person A: Also wie schön, dass wir alle so tolle Erinnerungen haben…ich finde es toll, dass
wir das nie vergessen (deutet auf die Wäscheleine mit den Erinnerungen).
Person B: Aber ja, er hat es so formuliert, weil er…weil er wohl irgendwann die Jünger verlassen
wird…
Person A: Du meinst, er wird sterben.
Person B: Ja…ja so hat es geklungen…
Person A; Und was meinst du damit, was hat er damit gemeint, dass jemand ihn ausliefern wird?
Person B: Auch wenn ich es nicht verstehen kann…nicht alle finden Jesus gut…manche wollen,
dass er geht….vor allem alle mächtigen Menschen haben Angst, dass sie dafür sorgen,
dass sie dann nicht mehr so wichtig sind und nur er wichtig ist…
Person A: Aber Jesus ist doch wichtig!
Person B: Ja, aber ich glaub…ich glaub…vielleicht werden die mächtigen Menschen ihn verhaften.
Person A: Das kann doch nicht sein…dann muss er doch fliehen…ist er deswegen in diesen seltsamen
Garten nach dem Essen gegangen?
Person B: Vielleicht…es wirkte so, als hätte er Angst. Da war viel Traurigkeit.
Person A: Mich hat es auch traurig gemacht…
Person B: Mal sehen, was in den nächsten Tagen passiert.
(verlassen die Bühne)
Moderation: Puh, das klang ganz schön dunkel oder? Und ja, die nächsten zwei Tage in der Ostergeschichte erinnern wir uns auch an das, was uns traurig macht. Da passieren auch traurige Dinge. Aber wir wissen auch, dass Ostersonntag kommt, wo es um Freude geht. Aber nicht immer im Leben spüren wir Ostersonntag. An vielen Tagen fühlt es sich eher nach Gründonnerstag oder Karsamstag an. Die Ostertage zeigen: Ganz gleich, wie wir uns fühlen, wir sind bei Gott willommen. Mit allem, was uns traurig macht. Mit allem, was uns wütend macht. Mit allem, was uns frustriert. Mit allem, was leicht ist. Gründonnerstag leitet sich tatsächlich auch vom mittelhochdeutschen Wort “grinen” ab, was so viel wie Weinen, Betrauern bedeutet.
Ihr durftet euch Emojis basteln. Nicht einfach so. Sondern, weil an jedem Tag in den kommenden Ostertagen eine andere Emotion passend ist. Ihr durftet vier verschiedene Gesichter basteln und mal sehen, welches Gesicht morgen passt und am Samstag. Und an Ostern.
Für heute mag ich euch sagen: Jesus war wirklich ein besonderer Mensch. Er dient den Menschen. Er sieht sie. Und bei Jesus haben alle unsere Gefühle Platz. Ganz gleich, wie es uns geht.
LIED
GEBET:
(immer passend zu dem genannten Gefühl dürfen die gebastelteten Emojis in die Luft gehalten werden)
Gott, bei dir hat das alles Platz. Wenn in mir so viel Freude ist, dass ich in die Luft springen will und fast platze. Danke, dass es solche Momente in meinem Leben gibt.
Gott, bei dir hat das alles Platz. Wenn ich traurig bin und überfordert. Du magst mich trösten.
Gott, bei dir hat das alles Platz. Wenn ich wütend bin und auf den Boden stampfen möchte. Du hörst mir zu.
Gott, bei dir hat das alles Platz. Wenn ich müde bin und es zu viel ist und ich eine Pause brauche. Du erschöpfst mich nicht. Geh mit uns in diese Nacht.
Amen.
SEGEN: Rosmarin-Segen

Wie in der biblischen Geschichte vom barmherzigen Samariter versorgen die Kinder einen Verletzten.
Als „Samariter“ sammeln sie Geld, kaufen damit Waren und stellen Versorgungspakete für den Verletzten zusammen.
Die Gruppe gewinnt, die am Ende die meisten vollständigen Versorgungspakete gesammelt hat.
Die Kinder spielen je nach Gruppengröße in 2er- bis 4er-Gruppen.
An zwei Stationen können sie Geld verdienen:
Station 1: Bälle werfen
3 Bälle in Eimer werfen.
Station 2: Leitergolf
3 Schnüre werfen.
Mit dem erspielten Geld können die Kinder beim Händler Waren kaufen:
Die gekauften Kärtchen werden auf das Blatt mit dem Verletzten geklebt.
Ein vollständiges Versorgungspaket besteht aus:
Wenn alle fünf Dinge vorhanden sind, kann das Paket auf dem Blatt eingekreist werden.
Am Ende des Spiels wird gezählt, wie viele vollständige Versorgungspakete jede Gruppe geschafft hat.
Während des Spiels läuft ein Räuber herum. Er darf die Kinder „überfallen“ und eine Sache wegnehmen (1 Ware oder 1 Geldstück).
Jesus rettet uns in den Stürmen des Lebens.
Durch Jesus bekommen wir die Sicherheit, andere im Sturm zu ermutigen.
Paulus war in Jerusalem gefangen genommen worden und verlangte beim Statthalter, dass sein Fall vor dem Kaiser in Rom verhandelt werden sollte. Weil er das römische Bürgerrecht hatte, konnte er das tun. Deshalb war er nun mit einem Schiff römischer Soldaten auf den Weg nach Rom. Von Cäsarea – einer Hafenstadt nördlich von Jerusalem – bis Rom waren es ca. 2900 km Schiffsreise. Zwischendrin wechseln sie die Schiffe in Myra, um weiter nach Italien zu segeln. Paulus wird gut behandelt, aber die Fahrt ist wegen ungünstiger Winde langsam. Deshalb müssen sie in einem Hafen überwintern. Zwischen November und März war das Meer nur sehr schwer zu befahren und die Schifffahrt eingeschränkt.
Weil sie trotzdem einen anderen Hafen anfahren wollen, kommen sie in einen Sturm, der das Schiff manövrierunfähig macht. Der Sturm und wie sie darauf reagieren, ist sehr detailliert beschrieben.
Spannend ist, dass Paulus von einem Engel die Sicherheit bekommt, dass sie alle überleben werden. Als dann aber Matrosen fliehen wollen, sagt er, dass diese Zusage nur eintreffen wird, wenn die Männer an Bord bleiben. Das ist ein schönes Bild für Gottes Vorsehung und unsere Freiheit. Beides ist zur gleichen Zeit wahr – Gott ist souverän und weiß, wie wir uns entscheiden, bevor wir es tun, aber gleichzeitig haben wir einen freien Willen und sind verantwortlich für unsere Entscheidungen. Wie beides gleichzeitig wahr ist, übersteigt unseren Verstand. Aber wir können beide Dinge in der Praxis leben. Die Sicherheit, einen souveränen Gott zu haben, wie Paulus die Besatzung damit ermutigt. Und gleichzeitig die Ernsthaftigkeit Verantwortung zu übernehmen, die uns wie die Soldaten zum Handeln bringt.
Gleichzeitig ist diese Geschichte auch ein Bild für unsere Rettung durch Jesus. Paulus sagt den Matrosen, das Schiff muss zerstört werden, damit ihr gerettet werdet. Setzt euer Vertrauen auf Gott.
Wir haben auch Stürme im Leben, die uns Vertrauen abverlangen. Aber wir dürfen wissen, dass unsere letztliche Rettung durch Jesus kommt, der für uns zerstört wurde, damit wir leben können.
Mir gefällt an diesem Text, wie detailliert Paulus seine Reise hier schildert, wie er sich in die Seefahrt hineingedacht hat, um zu verstehen was passiert. Aber was mich am meisten fasziniert ist, mit welcher Sicherheit Paulus hier auftritt. Er ist ein Gefangener auf einem Schiff, dass die Soldaten, die ihn nach Rom bringen sollen, gechartert haben. Und trotzdem mischt er sich in die Angelegenheiten der Seeleute ein, weil er sie vor Gefahr warnen will. Und er ermutigt die Mannschaft im Sturm mit Gottes Wort und überzeugt sogar die Soldaten. Diese Freimütigkeit wünsche ich mir auch, eine Sicherheit, die daraus kommt, dass ich mit Gott lebe und seinen Willen tue.
Starter:
Die Starter kennen vielleicht auch solche Stürme im Leben, Situationen, die überfordernd und hoffnungslos scheinen. Sie sollen heute erfahren, dass Gott diese Situationen trotzdem im Griff hat. Dass bei ihm Rettung zu finden ist. Aber dass wir die Rettung nur durch Jesus finden, weil er für uns sein Leben gab.
Checker:
Auch die Checker kennen Stürme im Leben, denn der Glaube an Jesus bewahrt uns nicht vor Schwierigkeiten. Wir dürfen aber anders damit umgehen, weil Gott uns Sicherheit gibt. Sie dürfen aber auch herausgefordert werden andere zu ermutigen und von Gott zu erzählen (so wie Paulus im Sturm).
Idee 1 – Erlebnispädagogisches Spiel:
Die Gruppe hat Schiffbruch erlitten und muss zunächst versuchen, sich aus dem sinkenden Schiff auf Wrackteile (Teppich o. Holzbrett – 1 pro Spieler) zu retten. Um sie herum treibt verstreut ihr Hab und Gut (zusätzliche Gegenstände wie Tasche, Hut, Teller, Taschenlampe usw.). Die Spielaufgabe besteht darin, mit ihrer Habe eine nahe Insel zu erreichen, die als sichere Zone im Raum markiert ist. Da ein Taifun heranzieht, hat die Gruppe hierfür 10 Minuten Zeit. Zu Beginn stehen alle Beteiligten an einer Linie, von der aus sie die ersten Wrackteile erreichen können. Sie müssen sich nun so organisieren, dass alle auf den Wrackteilen Platz finden, von diesen aus sie ihre verloren gegangenen Gegenstände einsammeln und die Insel erreichen können.
Idee 2 – Der Kapitän sagt
Der Kapitän gibt Befehle, die aber nur ausgeführt werden dürfen, wenn er vorher „Der Kapitän sagt“ ruft. Wer einen Fehler macht, scheidet aus.
Verkündigungsart: Theaterstück
Vorbereitung: Mit Stühlen, Bänken, Tischen o.ä. ein Boot stellen (draußen kann man auch mit Wasser arbeiten) und die Kinder hineinsetzen
Personen (dargestellt durch Mitarbeitende): Paulus, Hauptmann, Matrosen
Andacht:
Vorgeschichte erzählen: Paulus wurde gefangen genommen und weil er sich auf den Kaiser in Rom berufen hat, wird er nun von Soldaten nach Rom gebracht. Dazu müssen sie auf einem großen Schiff reisen mit 276 Leuten drauf. Es wird immer später im Jahr, deshalb wurde das Wetter immer unsicherer.
Paulus geht zum Hauptmann:
Paulus: Herr Hauptmann. Ich glaube, es ist keine gute Idee in der nächsten Zeit loszufahren. Ich will euch wirklich warnen. Ich sehe, dass die Fahrt nicht gut enden wird – sowohl für das Schiff als auch für uns.
Hauptmann: Was weiß denn so ein Missionar wie du schon von der Schifffahrt? Hier können wir nicht den Winter überbleiben. Und der Steuermann hat gesagt, das wird schon. Außerdem weht gerade ein sanfter Südwind, das ist auch ein gutes Zeichen. Also hab dich mal nicht so, das klappt schon alles.
Mitarbeiter und Kinder segeln zusammen in ihrem Boot.
Matrose 1: Oh nein, schaut mal da vorne – die Wolken werden ja immer dunkler. Und der Wind ist auch nicht mehr gerade sanft.
Über die Box Sturmgeräusche laufen lassen.
Mitarbeiter rennen wie verrückt durch die Boote. Sie werfen Ballast nach draußen, schreien Befehle, andere Mitarbeitende spritzen Wasser in die Boote. Panik und Hektik verbreiten.
Matrose 3: Schnell – reißt die Segel runter!
Matrose 2: Aber dann können wir nicht mehr steuern. Wir haben keine Ahnung, wo wir eigentlich sind.
Matrose 3: Egal, sonst gehen wir unter!
Matrose 1: So geht das jetzt schon seit Tagen. Wir haben keine Ahnung, wo wir sind, wir werden vom Wind hin und her getrieben und können nicht mehr steuern. Wir sind verloren!!!
Paulus steht in der Mitte auf schreit Ruhe – alle Mitarbeitenden sind ruhig und hören zu:
Ich will ja nicht sagen, ich hab’ es euch ja gesagt aber: Ich hab’ es euch ja gesagt! Wir hätten nicht abfahren sollen. Aber heute Nacht stand ein Engel Gottes bei mir, der hat mir gesagt, dass wir alle gerettet werden. Es wird aber keine sanfte Landung sein. Aber habt Mut – wenn wir zusammenbleiben, wird keinem von uns etwas passieren.
Paulus redet zu den Kindern:
Wie geht es euch in diesem Boot? Wenn ein Sturm kommt, wollen wir da nicht drin sein. Aber ich glaube wir hatten alle schon solche Stürme in unserem Leben. Wenn es in der Schule nicht glatt läuft, eine schlechte Note nach der anderen kommt. Streit mit guten Freunden. Oder Mobbing in der Schule. Vielleicht ist der Streit auch zuhause, oder die Eltern haben sich getrennt. Da fühlt man sich manchmal so wie ein Schiff im Sturm – wild hin und her geworfen, keine Steuermöglichkeit, keine Ahnung wo es hin geht und keine Hoffnung mehr.
Was verspricht uns Gott in so einer Situation? Dass wir davor beschützt werden? Nein, die Stürme kommen, das haben die Männer auf dem Schiff auch erlebt. Aber er verspricht uns das Gleiche wie Paulus (also wie mir) – dass wir am Ende gerettet werden, wenn wir uns auf ihn verlassen. Letztlich macht Gott alles gut, wenn wir ihm vertrauen. Gott rettet uns!
Matrose 1 kommt zum Hauptmann neben Paulus:
Matrose 1: Wir haben gerade die Wassertiefe zwei Mal geprüft. Es wird flacher! Wir nähern uns Land!
Steuermann: Werft die Anker aus, damit wir nicht in der Dunkelheit auf ein Riff auffahren!
Ein paar Matrosen versuchen heimlich zu verschwinden. Sie gehen nach hinten zu einem Rettungsboot (Decke) und versuchen damit zu fliehen.
Paulus zu Hauptmann:
Herr Hauptmann, wenn die Matrosen abhauen und sich selbst retten, kann niemand von uns gerettet werden.
Hauptmann (laut): Haltet sie auf! – Mitarbeitende und Kinder fangen die Matrosen, ziehen sie ins Boot und werfen das Rettungsboot (Decke) von Bord.
Paulus: So wie die Matrosen sich selbst retten wollen, versuchen wir es auch oft. Wir wollen Gott nicht so richtig vertrauen, dass er uns einfach so rettet. Deshalb wollen wir es ohne ihn schaffen. Aber das geht nicht, damit machen wir alles nur noch schlimmer. Es gibt nur eine Möglichkeit gerettet zu werden – Gott zu vertrauen.
Deshalb vertraut ihm jetzt und esst etwas – keinem von euch wird ein Haar gekrümmt werden.
Matrose 2: Werft noch mehr Ballast über Bord.
Matrose 3: Seht mal, da vorne ist eine Bucht!
Steuermann: Hisst das Segel, volle Fahrt voraus!
Matrose 1: Da ist eine Landzunge, ahh!
Alle werden zu Boden geworfen.
Steuermann: Wir sind aufgesessen und die Wellen haben das Heck des Schiffs völlig zerrstört! Ist jemand verletzt?
Nacheinander stehen die Mitarbeitenden auf und sagen, Nein, alles gut! Bin fit. Bin okay.
Hauptmann: Los geht’s – rettet euch an Land. Nehmt die Trümmer des Schiffs als Schwimmhilfen. Wir haben überlebt! Wir haben tatsächlich alle überlebt! Wir sind gerettet!
Paulus: Ja, Gott rettet! In diesem Fall musste erst das Schiff zerstört werden, damit alle darauf gerettet werden. Und wie ist es bei uns? Wie rettet Gott uns? Wie macht er zum Schluss alles gut?
Ganz ähnlich. Jesus ist auf diese Welt gekommen und wurde „zerstört“, d.h. er ist für unsere Schuld gestorben. Und wird damit zu unserem Rettungsboot. Wenn wir uns auf ihn verlassen, dann können wir in den Stürmen des Lebens wissen, dass am Ende alles gut wird. Dass Gott eine Zukunft für uns hat, ohne Tränen, ohne Leid und Schmerz. Ohne Stürme. Ein Leben der Freude – bei Gott wo wir hingehören.
Auf wen willst du dich verlassen? Willst du Jesus vertrauen?
Die Geschichte wird mit einem Klemmbaustein-Boot und blauen Tüchern nachgestellt.
Die Stationen der Geschichte werden mit einem Papier- oder Klemmbausteinboot nachgespielt.
In Kleingruppen werden folgende Fragen besprochen:
Er brachte den Sturmwind zum Schweigen, und die aufgepeitschte See beruhigte sich. Sie waren froh, dass sich die Wogen legten. So führte er sie in den ersehnten Hafen. Psalm 107,29-30 (BasisBibel)
Bewegungen:
Die Kinder überlegen, welche Stürme sie gerade im Leben haben und schreiben diese auf einen Zettel. Es kann ein Austausch folgen, aber kein Kind muss etwas erzählen. Im Anschluss betet jeder für sich für diese Stürme und ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin greift nochmal auf, dass wir Sicherheit bei Gott finden können.
Papierschiffe falten und bemalen
Im Anschluss können die Papierboote schwimmen gelassen (und gegebenenfalls der Sturm nachgespielt) werden.
Ladung wegwerfen
Zwei Spielfelder werden getrennt durch eine Mittellinie. Auf jeder Seite steht ein Team. Papierkugeln, Bälle oder ähnliches müssen aus der eigenen Hälfte rüber geworfen werden. Wer nach Ablauf der Zeit die wenigsten Bälle o.ä. auf seiner Seite hat, hat gewonnen.
Feuer, Wasser, Sturm
Die Spielleitung gibt die Kommandos und überprüft die Durchführung.
Feuer: flach auf den Boden legen
Wasser: auf Stuhl, Tisch oder Bank retten
Sturm: in eine sichere Ecke des Raumes stellen
Wer die falsche Aktion ausführt oder zu langsam ist, scheidet aus und übernimmt die Kommandogabe für die nächste Spielrunde.
Schwierigen Situationen muss ich nicht aus dem Weg gehen. Jesus kann mir helfen.
Gott zeigt mir den Weg, auf ihn kann ich vertrauen. Wenn es einmal schwierig wird, kann ich mich an ihn wenden.
Unser Text beschreibt das Ende der dritten Missionsreise des Paulus. Mit dem Schiff erreicht er Ptolemais, eine Hafenstadt und wichtiger Handelspunkt nördlich der heutigem Stadt Haifa. Hier gibt es eine kleine Christengemeinde, bei der er sich aber nicht lange aufhält, denn Paulus möchte gerne zu Pfingsten in Jerusalem sein. Hatte er am anderen Orten noch längere Aufenthalte, da er auf eine passende Schiffspassage warten musste, geht es jetzt zu Fuß weiter nach Cäsarea. In Cäsarea (einen Tagesmarsch entfernt) kehrt er ein bei Philippus. Philippus ist einer der Sieben, die von den Aposteln als Helfer berufen wurden, er lebt jetzt mit seiner Familie in Cäsarea und verkündigt dort die Botschaft von Jesus. Bei Philippus zu Gast ist auch der Prophet Agabus. Agabus ist Paulus auf einer seiner Reisen in Antiochia schon einmal begegnet und hat damals eine Hungersnot in Judäa vorausgesagt, woraufhin Paulus dann Spenden gesammelt und nach Jerusalem gebracht hat. Agabus warnt Paulus in Form einer Handlung, vor dem, was ihn in Jerusalem erwarten wird, indem er sich mit seinem Gürtel Hände und Füße fesselt. Ein Gürtel war zur Zeiten Christi ein langes Tuch, das um die Lenden geschlagen wurde. Paulus schlägt diese Warnung aber aus. Er ist sich dessen bewusst, was ihn in Jerusalem erwarten wird, und ist sogar bereit für Jesus zu sterben. Weiter geht die Reise nach Jerusalem. Eine Strecke von etwa 100 Kilometern, die wohl mit Hilfe eines Reittieres zurückgelegt werden musste und einen Zwischenstopp bei einem alten Jünger Namens Mnason erforderte. In Jerusalem wurde Paulus von den Christen freundlich willkommen geheißen. Es sind wohl aber nicht alle Christen gemeint, denn in Jerusalem herrschte ein allgemeines Misstrauen gegenüber Paulus. Es findet ein Treffen mit den Gemeindeleitern bei dem Apostel Jakobus statt. Da im Text nur von Jakobus gesprochen wird, ist davon auszugehen das er der Einzige der Apostel war, der sich zu der Zeit in Jerusalem aufhielt. Paulus berichtet ausführlich über seine Reisen und wie Gott unter den Heiden gewirkt hatte, die sich zu Christus bekehrt hatten. Sein Bericht wird mit Freude aufgenommen, es überwiegt aber die Sorge, wie die Judenchristen die Ankunft Paulus in Jerusalem aufnehmen werden. Paulus hatte vor seiner Ankunft in Jerusalem schon einige seiner Briefe verfasst und deren Inhalt wirkte verstörend auf die Christen in Jerusalem, da er in seinen Briefen vor allem den Glauben an Jesus in den Vordergrund stellt und nicht so sehr die Einhaltung der jüdischen Gesetze. Das wurde von den Judenchristen so verstanden, dass Paulus zur Abkehr von den jüdischen Vorschriften aufruft. Jakobus schlägt deshalb vor, das Paulus seine Gesetzestreue beweist, indem er an einem Nasiräergelübde teilnimmt. Ein solches Nasiräat ist eine besondere Form, sich an Gott zu binden, indem in einem bestimmten Zeitraum bestimmte Regeln einhält. Zum Beispiel der Verzicht auf Speisen und Getränke und die Einhaltung von Reinigungsvorschriften, die in 4 Mose 6, 1 – 21 beschrieben sind. Vier Männer der Urgemeinde durchlaufen gerade dieses Gelübde und Paulus soll die Kosten für die zum Teil sehr teuren Opfer dieses Brauchs übernehmen und auch an den Reinigungszeremonien teilnehmen, um so zu zeigen, dass auch er sich von den Tischgemeinschaften mit den Heiden reinwäscht. Nachdem Paulus das Gelübde fast vollendet hat, wird er von Juden aus Asia im Tempel erkannt. Die Provinz Asia liegt in der heutigen Türkei und gerade die Juden aus Ephesus waren nicht gut auf Paulus zu sprechen, da er sich dort schnell bei seinen Verkündigungen von den Synagogen getrennt hatte. Sie warfen Paulus sogar die Aufgabe Heiliger Stätten vor, zudem hatten sie Paulus zuvor in Begleitung des Griechen Trophimus gesehen, und waren nun überzeugt, Paulus hätte ihn mit in das Innere des Tempels genommen. Nichtjuden war es verboten, den inneren Vorhof des Tempels zu betreten. Verbotstafeln wissen daraufhin, auch das eine Nichteinhaltung mit dem Tod bestraft werden kann. Ein Tumult entsteht, Paulus wird lautstark aus dem Tempel geworfen, denn im Tempel darf kein Blut vergossen werden, und sie fangen an ihn zu verprügeln. Da der Tempel mitten in der Stadt steht, werden immer mehr Bewohner Jerusalems auf das Ereignis aufmerksam und begeben sich zum Tempel. Durch die nun aufgebrachte Menschenmenge bleibt aber auch den Soldaten der nahen Burg Antonia der Tumult nicht verborgen. Der Tribun schickt sofort eine Eskorte, um den Aufstand aufzulösen. Im Angesicht der Soldaten wird von Paulus abgelassen und die Soldaten nehmen ihn fest und fesseln ihn mit Ketten. Dem Tribun gelingt es nicht herauszubekommen, was man Paulus eigentlich vorwirft, so aufgebracht ist die Menge. Er lässt Paulus abführen. Als die Juden merken, dass ihnen Paulus entzogen wird, bedrängen sie die Soldaten so, dass sie ihn auf Händen tragen müssen, um ihn vor dem Volk zu schützen. Die Juden fordern, wie auch schon bei Jesus, „hinweg mit ihm!“.
Wir kommen immer wieder in Situationen im Leben, in denen wir Entscheidungen treffen müssen. Da tut es manchmal gut, einen guten Ratgeber an der Seite zu haben. Doch wer ist der richtige Ratgeber? Der Kollege oder Mitschüler, den man gerade erst ein halbes Jahr kennt oder doch der Freund aus dem Kindergarten? Das hängt wohl auch immer von der jeweiligen Situation und äußeren Einflüssen ab. Aber zeigt uns Paulus hier nicht, dass Gott unser bester Ratgeber ist? Er schätzt die Warnungen seiner Ratgeber sehr, doch ist er davon überzeugt, dass Gott einen anderen Plan für ihn vorgesehen hat und die ganzen Geschehnisse, die ihn da erwarten könnten, doch ein Teil davon sein können. Sollten böse Gerüchte ihn von seinem Weg abhalten? Er ist doch davon überzeugt, das Richtige zu tun und seine Meinung gegebenenfalls auch zu verteidigen. Manchmal ist es gut, aber erfordert auch viel Mut, Entscheidungen die andere nicht nachvollziehen können, auch wenn uns gute Ratgeber vielleicht davon abraten würden, ganz im Vertrauen auf Gott. Wenn Kinder mit Problemen zu uns kommen, sollten wir ihr Anliegen immer im Ganzen betrachten, mit ihnen und auch für sie beten und nach Gottes Willen fragen.
Auch Kinder kommen immer wieder in Situationen, wo sie Entscheidungen treffen müssen. Da geht man der schwierigen Situation dann lieber aus dem Weg, als sich dem zu stellen. Geh dem doch lieber aus dem Weg, kann da ein Rat sein, obwohl ein klärendes Gespräch vielleicht oft die bessere Lösung ist. Manchmal haben Kinder auch eine Abneigung gegenüber anderen Kindern, die sie überhaupt nicht kennen. Vorurteile oder Gerüchte können da die Gründe sein und wenn man sich dann mal ein bisschen besser kennenlernt, können wahre Freundschaften daraus entstehen. Oft haben Kinder ein mulmiges Gefühl vor einer schwierigen Situation, zum Beispiel wenn es in eine Prüfung geht. Paulus kann hier ein echtes Vorbild sein, er stellt sich den Geschehnissen und vertraut voll auf Gott.
Idee 1 – Geschichte zum Einstieg
Die Geschichte kann entweder vorgelesen werden oder durch ein kleines Anspiel vorgetragen werden. Die Namen sind beliebig austauschbar.
Anna und Ben unterhalten sich, Ben sagt: „Hast du schon gehört, die Jungschar soll ab nächste Woche immer an einem anderen Tag stattfinden und außerdem soll sie eine halbe Stunde kürzer sein“. Lisa ist ganz erstaunt: „Was, das höre ich ja zum ersten Mal, wer hat dir das denn erzählt.“ Ben sagt: „Meine Mutter hat mir das erzählt, die hat das wohl von Lisas Mutter und die hat das wohl vom Pastor gehört“. „Aber ich kann doch nur freitags, das ist ja blöd, dann kann ich ja gar nicht mehr kommen“ entgegnet Anna. „Komm wir fragen mal unseren Jungscharleiter, ob das stimmt“ sagt Ben. „Martin, stimmt es das die Jungschar ab nächster Woche an einem anderen Tag stattfindet und außerdem nicht mehr so lange dauert?“ fragt Anna. „Nein, wie kommt ihr denn darauf?“ fragt Jungscharleiter Martin. „Das habe ich so gehört, hat meine Mutter erzählt“ entgegnet Ben. „Dann kann ich ja gar nicht mehr zur Jungschar kommen“ sagt Anna. „Da macht euch mal keine Sorgen, das stimmt so nicht. Die Jungschar bleibt so wie sie ist. Wir haben mal überlegt, die Jungschar in den Ferien zusätzlich auch an einem anderen Tag anzubieten“ entgegnet Martin. „Da bin ich ja beruhigt“ sagt Anna. „Und sag deiner Mutter noch, dass alles so bleibt wie es ist, Ben“ fordert ihn Jungscharleiter Martin auf. „Werde ich machen“ sagt Ben.
Idee 2 – Flüsterpost
Die Kinder stellen sich in einer Reihe auf. Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin sagt dem ersten Kind nun einen Begriff ins Ohr. Das erste Kind flüstert dem zweiten Kind den Begriff ins Ohr und so weiter. Ziel ist es zu zeigen, dass wenn etwas durch viele Ohren wandert, meist nicht mehr das Wahre am Ende rauskommt.
Verkündigungsart: Anspiel
Benötigte Personen: Agabus, ein Bürger aus Cäsarea
Die Geschichte wird aus Sicht von Agabus erzählt. Ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin verkleidet sich als Agabus. Zur Zeit von Jesus trug man für gewöhnlich eine Tunika. Ein Gewand aus Wolle, das bis zu den Knien ging. Wichtig dabei ist der Gürtel, der wie ein Tuch um die Taille gebunden wurde.
Agabus fesselt sich mit einem langen Tuch (Gürtel) Hände und Füße. Ein/e zweite/r Mitarbeiter/in geht auf ihn zu.
Mitarbeiter/in (M): Hallo, wer bist denn du und was machst du, kann ich dir helfen?
Agabus (A): Mir ist nicht mehr zu helfen, beziehungsweise Paulus ist nicht mehr zu helfen.
M: Paulus, du kennst Paulus?
A: Ja, ich komme gerade aus Jerusalem und sie haben ihn festgenommen.
M: Was, aber was hat er denn getan?
A: Das ist gar nicht so leicht zu erklären, den eigentlich hat er nichts Schlimmes getan.
M: Aber, woher kennst du Paulus?
A: Ohh, entschuldige, ich habe mich gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Agabus.
M: Agabus? Sagt mir nichts. Sollte man dich kennen?
Agabus tut ganz bescheiden.
A: Nein, nein ich bin nur ein ganz unbedeutender Prophet. Ich habe Paulus vor einigen Jahren in Antiochia kennengelernt. Damals habe ich eine Hungersnot vorausgesagt und Paulus konnte so Spenden sammeln und die Leute in Jerusalem mussten nicht verhungern.
M: Wow nicht schlecht, du hast eine Hungersnot vorausgesagt. Das find ich jetzt nicht so unbedeutend. Wie konntest du das vorausahnen?
A: Nun ja, ich bin ja Prophet. Da werden mir von Gott Dinge vorausgesagt. Durch einen Traum zu Beispiel.
M: Okay, und warum hast du dir jetzt Hände und Füße gefesselt?
A: Ich hatte wieder so etwas vorausgeahnt. Diesmal sollte Paulus festgenommen werden.
M: Und, da hast du ihn gewarnt, oder?
A: Ja, Paulus, habe ich gesagt, gehe nicht nach Jerusalem. Sie werden dich festnehmen und dich an Händen und Füßen fesseln.
M: Hmm, er scheint nicht auf dich gehört zu haben.
A: Nein und es kam noch viel schlimmer. Es gab einen riesigen Tumult. Die Leute wollten Paulus verprügeln. Zum Glück hat das jemand gesehen und dem römischen Kommandanten gemeldet, die Soldaten sind dann eingeschritten.
M: Die haben ihn dann beschützt?
A: Nein, das nun auch nicht gerade, sie haben aber verhindert, dass er weiter geschlagen wird.
M: Und wie ging es dann weiter?
A: Sie haben ihn in die Kaserne gebracht, dafür mussten sie ihn auf Händen tragen, weil die Leute so in Aufruhr waren.
M: Boah, das hört sich aber krass an, aber nun noch einmal zu meiner Frage von vorhin. Was wurde Paulus denn nun eigentlich vorgeworfen?
A: Ja, das wollte der Kommandant dann auch wissen. Aber die Leute schrien so durcheinander, dass er nichts verstanden hat.
M: Aber du. Du weißt doch bestimmt, worum es ging.
A: Ja, wir haben uns ja bei der Ankunft von Paulus in Jerusalem bei Jakobus getroffen. Und da wurde uns gleich berichtet, das böse Gerüchte über Paulus im Umlauf sind.
M: Gerüchte, was den für Gerüchte?
A: In Jerusalem hatten viele Juden zum Glauben an Jesus gefunden. Sie hielten sich aber weiterhin an die Gesetze von Mose.
M: Du meinst die Zehn Gebote und so?
A: Nicht nur die Zehn Gebote, es wurden ja auch noch viele andere festgelegt, die die Juden einzuhalten hatten.
M: Und was war nun das Gerücht?
A: Paulus soll die Juden im Ausland aufgefordert haben, sich nicht mehr an diese Regeln zu halten.
M: Und ist das wahr?
A: Nicht ganz, die haben das einfach nicht richtig verstanden.
M: Okay, das verstehe ich jetzt aber auch nicht.
A: Naja, es gab für die Juden viele Gesetze, die Mose mal aufgestellt hat. Und die Nichtjuden, den Paulus ja von Jesus erzählt hat, kannten diese Gesetze nicht. Er hat ihnen gesagt, dass das nicht so wichtig ist, sondern der Glaube an Jesus viel wichtiger ist. Und die Juden glauben jetzt, dass Paulus diese Gesetze abschaffen möchte.
M: Ahh, verstehe, ganz schön kompliziert…
A: Und nun kam noch hinzu, dass Paulus in der Stadt mit einem Griechen gesehen wurde und gleich wurde behauptet, Paulus hätte ihn mit in den inneren Vorhof des Tempels genommen.
M: Das ist da, wo nur die Juden reindürfen, oder?
A: Da stehen sogar Schilder, die das verbieten und auch, was für schlimme Strafen es dafür gibt.
M: Hat Paulus den Griechen wirklich mit reingenommen?
A: Nein, natürlich nicht, das war auch wieder ein Gerücht. Im Gegenteil, er hat sogar an einem Gelübde teilgenommen, um sich reinzuwaschen.
M: Einem was?
A: Da muss man eine Woche lang bestimmte Vorschriften beachten. Man darf zum Beispiel bestimmte Speisen und Getränke nicht zu sich nehmen.
M: Und, hat das was gebracht?
A: Nein, das hat dann auch keine Rolle mehr gespielt und nun sitzt Paulus im Gefängnis.
M: Dann beruhige dich erst einmal und ich hoffe, dass es für Paulus gut ausgeht.
A: Danke, wir werden sehen.
M: Tschüss und danke für das Gespräch.
A: Tschau.
Die Geschichte wird mit Hilfe von Bildern erzählt. Dazu eignen sich folgende Links (letzter Zugriff 06.05.2026):
https://www.gratisbibelbilder.de/illustrationen/paul-jerusalem-return
Folie 6: Die Missionsreise nach Cäsarea
Folie 7: Paulus bei Philippus
Folie 8: Agabus fesselt sich mit Paulus Gürtel
Folie 9: Bitte an Paulus, nicht nach Jerusalem zu gehen
Folie 10: Paulus schlägt alle Warnungen aus
Folie 11: Reise nach Jerusalem
Folie 12: Empfang in Jerusalem
Folie 13: Beratung unter den Gemeindeleitern
Folie 14: Paulus wird unterrichtet, was man ihm vorwirft
Folie 15: Jakobus schlägt vor, dass Paulus an einem Gelübde teilnimmt
Folie 16: Paulus erklärt sich bereit, an dem Gelübde teilzunehmen
https://www.gratisbibelbilder.de/illustrationen/paul-arrested-jerusalem
Folie 3: Paulus wird im Tempel entdeckt
Folie 4: Ein Aufruhr wird angestiftet
Folie 5: Paulus wird verprügelt
Folie 6: Paulus wird festgenommen
Fragen zur Wiederholung:
Folgende Fragen helfen, über die Geschichte ins Gespräch zu kommen:
Schlussimpuls: Manchmal ist es schwer eine Entscheidung zu treffen, aber wir dürfen die Situation immer an Jesus abgeben und ihn um Hilfe bitten.
Die Kinder sitzen im Kreis und fassen sich an den Händen, jeder darf kurz im Stillen für eine schwierige Situation beten und drückt dann die Hand des nächsten. Ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin schließt das Gebet dann ab.
Bibel hoch
Jedes Kind bekommt eine Bibel. Auf das Kommando “Bibel hoch” halten alle ihre geschlossene Bibel hoch. Ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin nennt nun eine Bibelstelle und wer sie zuerst gefunden hat und vorliest, bekommt einen Punkt. Es kann hilfreich sein, die Kinder vorher nach Wissen, Können und Alter einzuteilen. Alternativ können auch zwei Gruppen gegeneinander antreten und statt der ganzen Bibel nur das Neue Testament verwendet werden.
Reise nach Jerusalem
Es werden Stühle in einem Kreis aufgestellt. Es ist immer ein Stuhl weniger im Kreis als Kinder. Nun wird Musik gespielt und die Kinder müssen um den Stuhlkreis laufen. In dem Moment, wo die Musik aufhört, müssen alle Kinder sich hinsetzen. Wer keinen Platz bekommt, scheidet aus.
Gott hat uns immer im Blick, auch wenn wir gerade mit etwas anderem beschäftigt sind.
Paulus hat in seinem Leben einiges gemacht, worauf er nicht stolz ist. Früher hat er Christen sogar verfolgt. Doch dann begegnete er Jesus, und sein Leben veränderte sich komplett. Paulus wurde Christ und begann zu glauben, dass Gott ihn führt und auf ihn achtgibt. Diese Erfahrung wollte er mit anderen teilen. Deshalb reist er durch viele Städte und Länder, besucht Gemeinden und erzählt den Menschen von Jesus, von seinem Glauben und davon, was Gott in seinem Leben verändert hat.
Lukas, Paulus und seine Begleiter sind nun schon sieben Tage in Troas, einer Hafenstadt an der Westküste Kleinasiens. Sie befinden sich auf einer langen Reise, auf der Paulus den Menschen von Jesus erzählt. Bevor sie Troas erreichten, waren sie schon in Philippi und feierten dort das Passahfest. Weil es der letzte Abend in Troas vor ihrer Abreise war, zog sich Paulus Rede noch sehr lange.
Sie befanden sich in einem Versammlungsraum im obersten Stockwerk, und es war sehr voll, stickig und warm. Die Menschen, auf die Paulus und seine Reisebegleiter in Troas trafen, werden in der Bibel nicht explizit definiert. Wahrscheinlich handelte es sich um junge und alte, kleine und große, kranke und gesunde Frauen und Männer, die überwiegend Christen waren. Sicher haben sich unter den Versammelten auch Reisende oder Freunde von Christen aufgehalten, die einfach Paulus Worten zuhören wollten.
Auch Eutychus wollte hören, was Paulus zu sagen hatte, und fand einen Platz zum Sitzen am Fenster. Je länger er zuhörte, desto anstrengender wurde es, nach dem langen Tag noch die Augen offen zu halten. Er schaffte es bis kurz vor Mitternacht, wach zu bleiben, aber dann übermannte ihn der Schlaf. Weil er am Fenster keinen sicheren Halt hatte, stürzte er im Schlaf plötzlich aus dem Fenster drei Stockwerke tief auf den harten Boden.
Die Versammelten stürmten nach unten, und als die ersten Personen zu Eutychus gelangten, merkten sie, dass er tot war. Auch Paulus kam kurz darauf dazu und nahm Eutychus Körper in den Arm. Paulus sprach zu allen Anwesenden: „Beruhigt euch, er lebt noch!“
Als wäre nichts gewesen, kehrte Paulus mit Eutychus und den Versammelten wieder in den Versammlungsraum zurück und feierte mit allen Anwesenden das Abendmahl. Außerdem redete er anschließend noch bis zum Morgen weiter.
Als es dann Zeit wurde, machten sich Lukas, Paulus und seine Begleiter auf den Weg zu ihrem nächsten Reiseziel nach Assos. Die Zuhörer aus Troas machten sich ebenfalls wieder auf den Weg nach Hause, und Eutychus wurde nach Hause gebracht. Er kam gesund an.
Alle Anwesenden erlebten den Vorfall und den Besuch von Paulus als eine große Ermutigung.
Im normalen Alltag kommt es selten vor, dass man sieht, wie ein junger Mann aus dem Fenster fällt und stirbt. Aber Kinder werden nach einem langen Tag oft müde und können nicht mehr ganz aufmerksam sein. Eutychus hatte einen langen Tag und wollte, wie alle anderen im Raum, der Rede von Paulus zuhören. Trotz der vielen Menschen und der warmen Luft ließ er sich nicht abbringen, fand einen Sitzplatz und lauschte Paulus Worten.
Im nächsten Moment wacht er auf, liegt am Boden und sieht, wie alle ihn anstarren. Die Geschichte zeigt Kindern, dass sie selbst dann Unterstützung erfahren können, wenn sie müde oder abgelenkt sind. Sie erleben, dass Fehler oder Schwäche nicht das Ende bedeuten muss und andere für sie da sind. Gott ist real und wirkt sogar, wenn wir gerade erst von ihm hören.
Eutychus hat sich interessiert gezeigt und ist trotz Müdigkeit zu Paulus Rede gekommen. Gott hat uns immer im Blick, auch wenn wir gerade mit etwas anderem beschäftigt sind.
Idee 1 – Spiegeltick
Spielfiguren: Eutychus ist der Ticker, die anderen Spieler sind die versammelten Zuhörer.
Spielerklärung: Es gibt mehrere Spieler. Ab 5 Spielern gibt es einen Ticker. Bei größeren Gruppen können auch mehrere Ticker bestimmt werden (z. B. 2 Ticker bei etwa 10 Kindern).
Der Ticker versucht, so schnell wie möglich möglichst viele Spieler zu ticken. Wer getickt wurde, bleibt in einer lustigen Standposition stehen und darf sich nicht mehr bewegen. Erst wenn ein „freier“ Spieler diese Position spiegelt, darf sich der getickte Spieler wieder bewegen. So wird deutlich, dass man manchmal nicht mehr weiterkommt und darauf angewiesen ist, dass andere sich einem zuwenden und helfen.
Idee 2 – Bild vom Hochhaus
Vorbereitung: Ein Bild von einem Hochhaus mit vielen Fenstern.
Durchführung: Den Kindern wird zunächst nur das Hochhaus gezeigt. Gemeinsam wird überlegt, was hinter den einzelnen Fenstern passieren könnte.
Leitfrage: „Was ist dieser Bewohnerin / diesem Bewohner heute passiert?“
Die Kinder sammeln verschiedene Ideen, zum Beispiel:
Im Anschluss sammelt ihr gemeinsam, was euch zu den verschiedenen Situationen einfällt, und tauscht euch darüber aus, welche Gefühle die einzelnen Bewohner haben könnten. Dabei wird deutlich, dass jeder Mensch seinen eigenen Alltag, eigene Erlebnisse und Herausforderungen mitbringt, ihr aber trotzdem miteinander verbunden seid.
Verkündigungsart: Erzählen mit Gegenständen
Materialien: Schuhkarton, Lampe, Figuren oder Steine, Stuhl, Figur für Eutychus, Figur für Paulus, Knospe, Brot
Hinweise: Die Gegenstände werden schrittweise passend zum Verlauf der Geschichte eingesetzt. Die Darstellung mit den Gegenständen soll ruhig und deutlich nachvollziehbar erfolgen, damit die Kinder gut folgen können. Kinder können zwischendurch einbezogen werden (z. B. Vermutungen äußern, mitdenken).
Durchführung
Schuhkarton: Der Schuhkarton wird als Bühne genutzt und zu Beginn geschlossen vor die Kinder gelegt. Er dient als Ort der Geschichte und bleibt zunächst geschlossen, um Spannung aufzubauen.
Lampe: Die Lampe wird als Erstes in den Schuhkarton gestellt. Sie macht sichtbar, dass es Abend ist. Die Atmosphäre im Raum wird warm und ein wenig stickig.
Figuren/Steine: Figuren oder Steine werden in den Schuhkarton gestellt. Sie stehen für die Menschen, die zusammengekommen sind, um Paulus zuzuhören. Der Raum wird immer voller.
Stuhl & Figur Eutychus: Ein Stuhl wird in den Schuhkarton gestellt und die Figur für Eutychus daraufgesetzt. Der Stuhl zeigt den Platz am Fenster. Eutychus sitzt dort und hört zu, während Paulus spricht. Mit der Zeit wird er müde.
Der Stuhl wird langsam umgekippt und die Figur fällt zu Boden. Dadurch wird deutlich, dass Eutychus aus dem Fenster gefallen ist und nicht mehr lebt.
Figuren/Steine: Die Figuren bewegen sich zur liegenden Figur. Sie zeigen, dass sich die Menschen um Eutychus kümmern und ihm Aufmerksamkeit schenken.
Figur Paulus: Die Figur von Paulus wird zu Eutychus gestellt. Paulus wendet sich ihm zu und spricht zu den Menschen.
Knospe: Die Knospe wird gezeigt. Sie steht für neues Leben. Sie macht deutlich: Eutychus lebt – neues Leben ist geschehen.
Brot: Das Brot wird in den Schuhkarton gelegt. Die Menschen feiern gemeinsam Abendmahl und erleben Gemeinschaft.
Die Menschen bleiben noch zusammen, hören Paulus weiter zu und erleben Gemeinschaft. Als es schließlich Morgen wird, gehen alle wieder auseinander und kehren nach Hause zurück. Eutychus ist wieder gesund und wird sicher nach Hause begleitet.
Erzählung aus Eutychus’ Perspektive:
Ich heiße Eutychus.
Heute ist ein besonderer Tag. Paulus ist in unserer Stadt, und alle sagen, dass er von Jesus erzählt. Das will ich auf keinen Fall verpassen! Am Abend gehe ich mit den anderen in den Versammlungsraum. Es sind viele Menschen da. Überall brennen Lampen. Es ist warm und ein bisschen stickig. Paulus steht vorne und erzählt. Er erzählt von Jesus – wie er Menschen geholfen hat, wie Gott die Menschen liebt und wie man mit Gott leben kann.
Ich höre richtig gern zu. Ich setze mich ans Fenster, damit ich alles gut sehen kann. Aber mein Tag war lang. Ich bin schon den ganzen Tag unterwegs gewesen. Jetzt ist es Abend… und es wird immer später. Paulus redet weiter. Und weiter. Und weiter. Inzwischen ist es schon richtig spät geworden. Meine Augen werden schwer. Ich blinzele. Ich versuche, wach zu bleiben. „Ich will doch zuhören…“, denke ich. Aber ich bin einfach zu müde. Meine Augen fallen zu. Und plötzlich… verliere ich den Halt. Ich falle. Alles wird dunkel…
Dann spüre ich etwas. Ich öffne langsam die Augen. Ich liege auf dem Boden. Menschen stehen um mich herum. Alle schauen mich an. Manche sehen erschrocken aus. Und dann sehe ich Paulus. Er ist ganz nah bei mir. Er hält mich fest.
Ich höre ihn sagen: „Habt keine Angst – er lebt!“
Und ich merke: Ich lebe wirklich.
Ich atme. Ich kann mich bewegen. Die Leute sind erleichtert.
Und dann gehen wir wieder nach oben. Es ist inzwischen mitten in der Nacht. Aber Paulus hört nicht auf. Er redet weiter von Jesus. Und wir hören zu. Wir feiern Abendmahl zusammen. Und wir bleiben noch lange zusammen. Als es schließlich Morgen wird, machen sich alle auf den Weg nach Hause. Und ich? Ich werde nach Hause gebracht. Mir geht es gut und ich vergesse diesen Abend ganz bestimmt nie.
Pantomime
Stellt gemeinsam verschiedene Momente der Geschichte als Standbild nach.
Die Szenen können im Vorfeld auf Zettel geschrieben werden oder den Kindern von den Mitarbeitenden leise zugeflüstert werden.
Je nach Gruppengröße können 2–3 Kinder gemeinsam eine Szene darstellen oder einzelne Kinder zeigen die Szene als Pantomime.
Die anderen Kinder schauen zu und versuchen zu erraten, um welchen Moment der Geschichte es sich handelt.
Mögliche Szenen:
Richtig oder Falsch
Es werden nacheinander Aussagen vorgelesen. Wenn eine Aussage richtig ist, bleiben die Kinder stehen. Wenn eine Aussage falsch ist, setzen sich die Kinder hin. Anschließend wird kurz gemeinsam geklärt, was an der Aussage nicht stimmt und wie es richtig wäre. Die Kinder können ihre Gedanken dazu teilen.
Beispiel-Aussagen:
Wenn du durch Wasserfluten gehst, bin ich bei dir. Reißende Ströme spülen dich nicht fort. Wenn du durchs Feuer gehst, verbrennst du nicht. Die Flammen können dir nichts anhaben. Jesaja 43,2 (BasisBibel)
Sprecht den Vers gemeinsam.
Lies den Vers zunächst Stück für Stück vor und lass die Kinder ihn jeweils nachsprechen. Variiere dabei die Art des Sprechens: mal leise, mal laut, wie ein Roboter oder mit verstellter Stimme. So wird der Vers spielerisch wiederholt und bleibt besser im Gedächtnis.
Schreibt oder malt auf einen Zettel etwas, das euch müde macht oder Kraft kostet. Das kann zum Beispiel Schule, Streit, Stress oder etwas anderes sein, das euch beschäftigt. Nehmt euch danach gemeinsam Zeit zum Gebet. Während des Gebets dürft ihr Gott alles sagen, was euch bewegt. Wenn das Gebet zu Ende ist, zerknüllt euren Zettel und werft ihn weit weg.
So wie Eutychus nicht im Tod geblieben ist, sondern durch Gottes Eingreifen wieder zum Leben gekommen ist, dürfen wir darauf vertrauen, dass auch unsere Sorgen und Belastungen bei Gott nicht einfach „liegen bleiben“. Gott hört unser Gebet und ist da, besonders in unseren müden und schweren Momenten.
Reise nach Troas
(Spielablauf wie bei “Die Reise nach Jerusalem”)
Stellt einen Stuhl weniger als Mitspieler auf. Die Kinder laufen zur Musik um die Stühle rum, wenn die Musik stoppt, setzen sich alle hin. Wer keinen Platz findet, scheidet aus.
Flüsterpost
Der Satz “Eutychus schläft ein” wird durch Flüstern weitergegeben. Was kommt am Ende dabei raus?
Gott braucht niemanden, der für ihn kämpft. Manchmal ist es besser, sich nicht auf einen Streit einzulassen.
Auf seiner dritten Missionsreise ist Paulus mit seinen Reisegefährten und Helfern Timotheus und Erastus (V.22) sowie Gaius und Aristarch (V. 29) in die Stadt Ephesus gekommen. Dort lassen sich einige Juden bald im Namen Jesu taufen. Eine Kirche entsteht (Apg.19,1-7)
Paulus lehrt weiter unter den Juden aus Ephesus in der Synagoge. Aber dort will keiner etwas von Jesus hören – also setzt er die Treffen und seine Predigten in einer Schule fort. Dort hören nicht nur Juden, sondern auch Griechen und Andersgläubige von Jesus. Viele von ihnen kommen zum Glauben an Jesus und wenden sich von ihren alten Göttern, von Zauberei und bösen Mächten ab (Apg.19,8-22).
Paulus sieht seinen Auftrag in der Stadt erfüllt und plant weiterzureisen. Timotheus und Erastus brechen schon auf – aber dann kommt es zu einem Aufstand in Ephesus – Apg. 19,23-40. In Ephesus steht ein berühmter Tempel der griechischen Göttin Artemis (mehr Infos darüber in diesem Video: https://www.zdf.de/video/dokus/antike-weltwunder-100/antike-weltwunder-der-artemis-tempel-in-ephosos-100 ; letzter Zugriff 23.03.2026).
Die Silberschmiede verdienen mit dem Tempel und ihren silbernen Nachbildungen gutes Geld. Paulus bringt die Menschen dazu, sich von den Göttern abzuwenden. Der Silberschmied Demetrius sieht sein Geschäft und die Ehre der Göttin in Gefahr. Er schafft es, die ganze Stadt in Aufruhr zu versetzen. Gaius und Aristarch werden von den Schmieden ins Theater gebracht. Das ist der Ort, an dem die Stadtversammlungen abgehalten werden. Paulus will auch dahin gehen. Vielleicht hofft er, die Situation klären zu können und sieht eine Chance von Jesus zu reden. Aber seine Schüler und Freunde halten ihn zurück. Sie haben Angst, dass ihm etwas zustößt. Auch einige Beamte warnen ihn (V.30, 31). Denn in manchen Situationen, wenn die Emotionen so sehr hochkochen, ist kein logisches Argument und keine Diskussion mehr möglich.
Das zeigt auch der weitere Verlauf der Geschichte (V. 34). Der Stadtschreiber schafft es endlich die aufgebrachte Masse zu beruhigen und für Ordnung zu sorgen. Er schafft es an die Vernunft zu appellieren und die Versammlung löst sich auf.
Paulus verabschiedet sich anschließend von seinen neuen Freunden und setzt seine Reise wie geplant fort (Apg. 20,1).
Ein Konflikt eskaliert – die Kinder erleben in ihrem Alltag in der Schule oder in der Familie Konflikte. Vielleicht haben sie selbst schon einmal erlebt, dass man vor lauter Wut nicht mehr logisch argumentieren kann. Oder, dass man einfach mitmacht, auch wenn man gar nicht weiß, worum es geht. Wann ist es dran, sich einem Konflikt zu stellen? Wann eher nicht?
Da der Glaube in unserer Gesellschaft als Privatsache betrachtet wird, kennen die Kinder es sicher kaum, dass man über Gott in einen großen Streit gerät. Aber auch wenn wir um Gerechtigkeit streiten, ist es gut, von Paulus und seinen Freunden zu lernen: Gott ist groß und hat alle Macht. Wir müssen nicht in einer wütenden Auseinandersetzung für ihn und sein Recht kämpfen. Wenn wir mit anderen über unseren Glauben reden oder für Fairness sorgen wollen, dann da, wo Menschen entspannt und an einem ehrlichen Austausch interessiert sind.
Idee 1 – Mitschimpfen
Das Mitarbeitenden-Team spielt eine Gruppe von Menschen, die sich aufregen. Z.B. an einer Bushaltestelle, im Kino, im Supermarkt …: „Das kann ja wohl nicht wahr sein!!“; „Ich lass mir ja viel gefallen – aber das geht zu weit!“; „Findet ihr das nicht auch?!“ … Alle schimpfen und versuchen, die Kinder zum Mitschimpfen zu bewegen. Man erfährt nicht wirklich, worum es geht.
Idee 2 – Die Milch kocht über
Die Kinder stehen sich in zwei Gruppen mit etwas Abstand gegenüber. Eine Gruppe beginnt leise: „Die Milch kocht über!“ – die andere Gruppe antwortet etwas lauter: „Hol´ du sie doch vom Herd!“. Woraufhin die erste Gruppe ihren Satz noch lauter wiederholt. So schaukelt sich der Streit hoch, bis die Kinder nicht mehr lauter rufen können.
Verkündigungsart: Sprech-Chöre
In die Erzählung der Geschichte sind die Kinder mit einzelnen Sätzen eingebunden. Wenn das entsprechende Stichwort fällt, ruft die festgelegte Kindergruppe (bzw. Einzelne) ihren Satz.
Paulus erklärt: „Selbstgemachte Götter, sind keine echten Götter!“
Alle Epheser: „Groß ist die Artemis von Ephesus!“
Mit ruhiger Stimme: „Leute, beruhigt euch! Hört mir zu!“
Demetrius: „Paulus macht unser Geschäft kaputt!“
Erzählung
Auf seiner Reise kommt Paulus mit seinen Gefährten in die Stadt Ephesus. Dort leben Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Es gibt in der Stadt einen großen Tempel der griechischen Göttin Artemis. Sie wird von vielen verehrt. Alle Epheser: … Paulus befreit im Namen von Jesus viele Leute von bösen Mächten. Darum wollen viele Leute aus der Stadt jetzt nichts mehr mit Zauberei zu tun haben, sondern Jesus nachfolgen. Paulus erklärt: … Die Leute merken, Paulus hat Recht. Jesus ist stärker als Zaubermächte und Götterstatuen. Sie sagen: Es stimmt, was Paulus erklärt: …! Die Leute verbrennen ihre Götterstatuen und Zauberbücher. Sie werden durch Jesus Kinder von dem Gott, der Himmel und Erde gemacht hat.
In der Stadt Ephesus leben viele Kunsthandwerker. Sie machen kleine Statuen von Artemis und verkaufen sie Touristen. Damit verdienen sie viel Geld. Denn so überzeugt sind Alle Epheser: …! Alle wollen eine kleine Artemis-Göttin zu Hause haben. Einer der Kunsthandwerker ist der Silberschmiede Demetrius …!
Er schimpft: Alle schmeißen wegen Paulus ihre Silberfiguren auf den Müll und keiner kauft neue! Der Meister der Silberschmiede hat Angst um seinen Reichtum.
Was ist, wenn keiner mehr bei mir einkauft!?
Was ist, wenn ich mir meine teure Villa und meinen teuren Wagen nicht mehr leisten kann!?
Wütend ruft Demetrius …!
Er ruft alle Kunsthandwerker aus Ephesus zusammen. Als alle versammelt sind, sagt Demetrius …! Er schimpft, weil Paulus erklärt: …! Der Meister der Silberschmiede macht den anderen Kunsthandwerkern Angst: Dieser Paulus macht sich über unsere schöne Artemis lustig. Sie wird keinen Einfluss und keine Macht mehr haben. Und keiner wird mehr unsere Kunst feiern oder kaufen. Wütend ruft Demetrius …!
Die Kunsthandwerker sind entsetzt. Wütend rufen sie mit Allen Ephesern: …! Sie gehen auf die Straße. Die Kunsthandwerker rufen mit Allen Ephesern: …! Immer mehr Leute laufen zusammen. Alle wollen wissen, was los ist. Immer lauter rufen Alle Epheser: …! Die Menschenmenge trifft auf Gaius und Aristarch, zwei Freunde von Paulus, die zufällig vor einem Laden stehen. Sie schleppen sie mit zum Versammlungsplatz. Es kommen noch mehr Leute dazu. Große und Kleine, Alte und Junge. Immer lauter rufen Alle Epheser: …!
Paulus erfährt davon. Er will zum Versammlungsplatz gehen. Er denkt: Man muss den Leuten das in Ruhe erklären! Mit ruhiger Stimme …! Aber seine Freunde halten ihn zurück. Das ist viel zu gefährlich! Du kannst da nichts tun!
Ein Beamter der Stadt, ein Freund von Paulus, ist auf dem Versammlungsplatz. Er schickt schnell einen Boten mit einer Nachricht zu Paulus: „Lass dich nur nicht auf dem Versammlungsplatz blicken!!“ Denn dort geht es zu, wie in einem Fußballstadion, wenn der Schiri ein Foul übersehen hat. Alle sind wütend. Es rufen Alle Epheser: …! Aber die meisten Leute haben gar keine Ahnung, was eigentlich los ist. Wozu soll diese Demo gut sein!? Aber immerhin ist hier was Spannendes los! Darum rufen Alle Epheser: …!
Endlich geht Alexander auf die Bühne. Er glaubt an den einen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat. Er hebt die Hand. Langsam werden alle still. Er sagt Mit ruhiger Stimme …! Aber da ruft einer: „He! Das ist doch Alexander! Der ist Jude, der glaubt nicht an unsere Artemis!” Also geht das wütende Brüllen von vorne los. So laut sie können rufen Alle Epheser: …! Das geht ungefähr zwei Stunden so.
Endlich bekommt der Stadtschreiber die Aufmerksamkeit der Menge Mit ruhiger Stimme …! Jeder weiß doch, dass Artemis die Größte ist. Beruhigt euch jetzt mal! Ihr habt diese Freunde von Paulus hierhergeschleppt. Aber sie haben gar nichts getan. Sie haben weder den Tempel bestohlen noch Artemis beschimpft. Wenn Demetrius eine Anklage gegen sie vorbringen will, soll er mit der Sache vor Gericht gehen. Wenn alle so durchdrehen wie heute, dann wird noch unsere ganze Stadt wegen Aufruhr angeklagt. So spricht der Stadtschreiber Mit ruhiger Stimme …!
Damit löst der Stadtschreiber die Versammlung auf. Die Leute gehen heiser und irgendwie betroffen nach Hause. Viele fragen sich: Was war denn nur los mit mir? Warum war ich denn so wütend!?
Gaius und Aristarch, die Freunde von Paulus, sind erleichtert. Das war eine brenzlige Situation!
Paulus ist froh, dass ihnen nichts passiert ist. Er weiß, dass manche Leute wütend werden, wenn sie merken, dass Jesus das Leben von Menschen verändert. Manche Leute werden wütend, wenn Paulus erklärt: … Paulus ruft alle zusammen, die an Jesus glauben und macht ihnen Mut.
Sockentheater
Die Geschichte kann auch mit Sockenpuppen als Theaterstück aufgeführt werden. Dazu kann man die Rollen mit zwei Puppen pro Person wie folgt besetzen:
1. Person: Paulus und Gaius / Aristarch
2. Person, 2 Epheser
3. Person: 2 Epheser
4. Person: Demetrius und Alexander / Stadtschreiber
Geschichtenbox
Die Kinder werden losgeschickt, um im Gemeindehaus etwa zu finden, was zur Geschichte passt. Die Kinder überlegen, was passt: Zum Beispiel: Etwas Rotes für Wut, ein silberner Löffel für den Silberschmied, etwas Lautes für das Schreien … Wenn alle wieder zusammen sind, wird eine leere Kiste mit Gegenständen zur Geschichte gefüllt. So wird die Geschichte buchstäblich „zusammengetragen“.
Geschichtenbox – „Das kenn ich auch!“
Aus der entstandenen Geschichtenbox suchen sich die Kinder einen Gegenstand zur Geschichte aus und erzählen, wie sie selbst eine ähnliche Situation erlebt haben. Überlegt dann gemeinsam: Können wir aus der Geschichte etwas über solche Situationen lernen?
Luftballon-Gebet zum unsichtbaren Gott
Götter, die man mit Händen macht, sind keine Götter – wir reden mit dem unsichtbaren Gott, der die ganze Welt gemacht hat.
Der Mitarbeitende schlägt einen Luftballon (bei größeren Gruppen auch zwei) in die Luft und beginnt das Gebet mit „Gott du bist…“. Bevor der Ballon auf den Boden kommt, stupst ein Kind ihn wieder an und sagt dabei eine Eigenschaft Gottes. Usw. Wenn keinem Kind mehr etwas einfällt, und der Ballon (die Ballons) auf dem Boden liegt, sagen alle „Amen“. Evtl. vorher gemeinsam Eigenschaften Gottes sammeln.
Schatz-Wächter
Oft erreicht man sein Ziel nicht in einem wilden Streit, sondern durch ruhiges, besonnenes Handeln. So auch bei diesem Spiel: In der Mitte des Raumes steht ein Stuhl. Unter dem Stuhl liegt ein „Schatz“. Der blinde Schatz-Wächter sitzt auf dem Stuhl. Die anderen Kinder sind Räuber. Eins nach dem anderen darf versuchen den Schatz zu stehlen und aus dem Spielfeld in Sicherheit zu bringen. Hört der Schatzwächter einen Räuber kommen, deutet er in die Richtung. Liegt er richtig, scheidet der Räuber aus (und muss ggf. den Schatz wieder zurücklegen).
Spiele mit Hustenbonbons
Sind nach der Geschichte alle Kinder heiser vom lauten Schreien? Zeit, um der Stimme mit einem Hustenbonbon etwas Gutes zu tun.
Gruppenregeln gestalten
Die Geschichte ist eine gute Gelegenheit, um über die Regeln zu sprechen, die in unserer Kindergruppe gelten. Aktualisiert mit den Kindern eure Gruppenregeln. Gestaltet Schilder, auf denen die Regeln zu lesen sind. Stellt dafür Emojis, Icons und anderes zum Aufkleben zur Verfügung.
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