Auf der Welt lebten am 01. Juli 2024 rund 8,2 Milliarden Menschen. In Europa waren es zu der Zeit ca. 450,6 Millionen Menschen, in Deutschland ca. 83,5 Millionen Menschen (Quelle: www.destatis.de).
In meiner Heimatstadt lebten lt. Angaben meiner Kommune mit Stand von 10.01.2026 25.950 Menschen. Davon kenne ich die wenigsten und auch nur wenige Menschen kennen mich.
Wenn man das Internet befragt, wie viele Sandkörner es gibt, bekommt man keine konkreten Zahlen. Es gibt Schätzungen, zumindest den Sand an den Stränden der Meere zu erfassen – dann landen wir bei der unvorstellbaren Zahl von 7 Trillionen (das ist eine Zahl mit 18! Nullen) Sandkörnern.
Immer, wenn ich mit solchen Zahlen konfrontiert werde, bekomme ich einen demütigen Blick auf mich und mein Leben. Ich merke dann, wie klein und unbedeutend mein Leben, im Grunde jedes Leben, ist. Um so erstaunlicher ist es doch, dass Gott uns trotzdem persönlich kennt und begegnen will. Die Bibel spricht davon immer wieder – auch in Psalm 8. Und den gucken wir uns mal genauer an.
Vielleicht kennst du das auch? Momente im Leben, in denen man sich ganz klein, wertlos, ungesehen und ungeliebt fühlt? In denen alles andere wichtig ist – aber man selbst total unwichtig?
Wenn es mir so geht, brauche ich etwas Support, um nicht in ein kleines (oder auch mal etwas größeres) Loch aus Selbstmitleid zu fallen. Das kann das Telefonat mit einem guten Freund sein, das Lächeln einer unbekannten Person im Supermarkt, ein Schmetterling, der in der Sonne umherfliegt …
Aber manchmal reicht das nicht. Oder ich erreiche niemanden. Und weil es regnet, sehe ich keinen Schmetterling – und leider auch keinen Regenbogen. Dann hilft es mir, mich an Gott zu wenden. Mich seinem liebevollen Blick auszusetzen und ganz neu zu hören, was er von mir denkt. Das funktioniert, wenn ich in der Bibel lese – oder wenn ich passende Musik höre.
Aus den Kindheitstagen meines Sohnes ist das Lied »Psalm 8« von Uwe Lal in meinem Herzen angekommen und hängengeblieben. Und manchmal ist es genau das, was ich dann brauche: dass ich wie ein Kind zu meinem himmlischen Vater komme.
Am meisten berührt mich in diesem Lied der Teil »doch du kennst mich, hast mich lieb«. Mir zeigt das deutlich: Egal, was ich von mir halte oder was mich andere Menschen glauben lassen wollen – Gott hat mich lieb! Auch, wenn ich mal einen meiner schlechten Tage habe, geprägt von Fehlentscheidungen, Streit und missglückten Projekten: Gott hat mich lieb!
Er kennt mich – egal, für wie unbedeutend ich mich auch halten mag. Wie viele andere große, weltumfassende Dinge sonst auch passieren. Er kennt mich! Egal, wie viele Menschen es auf der Welt gibt. Er kennt mich! Er kennt mich – und er hat mich lieb! Das gilt nicht nur mir. Das gilt auch dir. Und das ist gut so.
Am Anfang ist – zumindest oft – alles so einfach in Sachen Glauben: die schönen Geschichten im Kindergottesdienst und der Jungschar; ein einfaches, kindgerechtes Gottesbild von einem Schöpfer, der alle liebhat; ein Jesus, dem kein Wunder unmöglich ist; und einfache Glaubenssätze, die sich einprägen und die ein sicheres Geländer für die ersten Schritte im Glauben bieten.
Irgendwann, wenn das Leben komplexer wird und auch das eigene Denken und Reflektieren neue Dimensionen dazugewinnt, merkt man vielleicht, dass dieser kindliche Glaube manchmal Mühe hat, mit den Realitäten des Lebens mitzuhalten. Kritische Fragen oder auch ent-täuschende Erlebnisse können unterschiedliche Konsequenzen haben: Es kann sein, dass Überzeugungen überprüft und angepasst werden, so dass der Glaube mitwachsen kann und stimmig bleibt. Oder es kann andererseits sein, dass die Widersprüche und Zweifel so groß werden, dass Menschen sich nicht nur von ihrem einfachen, kindlichen Glauben verabschieden, sondern vom Glauben insgesamt.
Dieser Satz wird dem Philosophen Sokrates zugeschrieben und was erstmal wie eine ziemliche Binsenweisheit scheinen könnte, ist die zunehmende Erkenntnis im Laufe eines Lebens, dass früher sicher geglaubte Wahrheiten ins Wanken geraten können, und dass es durchaus einen Wert hat zu erkennen, dass unser Wissen immer begrenzt ist und wir nie alles mit unserem Verstand bis ins Letzte erfassen können. Oder, wie es ein befreundeter Wissenschaftler beschrieb: Je mehr ich forsche und je mehr Erkenntnisse wir gewinnen, desto mehr neue Fragen ergeben sich, und manche Wahrheiten erweisen sich als vorläufig und müssen vielleicht revidiert werden.
Diese Erfahrung gibt es nicht nur im philosophischen oder wissenschaftlichen Bereich – viele von uns kennen das auch aus ihrem eigenen Glaubensleben. Wenn ich denke: »Jetzt habe ich verstanden, wie Gott ist!« – gerade dann zeigt er sich manchmal von einer ganz anderen Seite, und ich muss für mich entscheiden, wie ich mit diesem Widerspruch umgehe.
Und das ist nicht nur bei uns »modernen« Menschen so – diese Erfahrung kennen auch Menschen zu Zeiten des Alten und Neuen Testaments. Und ich finde es echt spannend, wie die Bibel mit dem Thema Zweifel und nicht-wissen-können umgeht, und welche Antworten sie darauf gibt.
Hier mal einige Beispiele dazu:
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebräer 11,1)
Das ist ein ganz schön steiler Satz und hoher Anspruch aus dem Hebräerbrief: Glaube ist eine feste Zuversicht und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht! Heißt das im Umkehrschluss, wenn ich dann doch Zweifel habe, dass ich nicht richtig glaube? Schließen sich Glaube und Zweifel gegenseitig aus? Zunächst scheint es so, ja. Hier wird ein Idealbild von Glauben beschrieben: Wer sich komplett auf seine christliche Hoffnung und seinen Glauben verlässt, wird ihn bei Widersprüchlichkeiten oder Fragen nicht gleich über Bord werfen. Das ist richtig, das ist die eine Wahrheit. Was aber gleichzeitig und genauso wahr ist, ist, dass wir Menschen sind, nicht perfekt, und dass uns im echten Leben diese Widersprüchlichkeiten des Glaubens schon mal echt aus der Bahn werfen können.
Zum Glück weiß die Bibel ja, wie wir Menschen ticken. Und deshalb beschreibt sie – neben diesem Idealbild von Glauben – auch die ganz menschlichen Seiten von Glauben und Zweifeln. Dazu gibt es etliche Beispiele, nur zwei davon möchte ich hier mal nennen:
Ein gelehrter Mensch, heute wäre er vielleicht Professor. Sein Spezialgebiet: die Theologie. Also alles, was mit Gott und Glauben zu tun hat. Im Kopf hat er alles klar, weiß Bescheid, wie das geht mit Gott und Glauben und so. Aber ganz tief innen … da hat er so viele Fragen. So viel, was ihm nicht logisch erscheint. Öffentlich darf er das natürlich nicht sagen – schließlich hat er ein frommes Image zu verlieren. Was würden die Leute von ihm denken!
Aber irgendwann werden die Fragen in ihm immer lauter, die Zweifel lassen sich nicht mehr einfach wegdrücken. Und deswegen tut er etwas ziemlich Mutiges: Er geht zu Jesus, und spricht seine Fragen und Zweifel laut aus. Im Schutz der Dunkelheit, damit es niemand mitbekommt – aber er weiß: wenn ich diese Unklarheiten nicht für mich kläre und meine Fragen nicht stelle, dann werde ich irgendwann daran ersticken oder mein Glaube daran zerbrechen. Ich kann nicht permanent etwas im Schaufenster präsentieren, was ich gar nicht im Laden habe.
Und Jesus? Nimmt sich für Nikodemus und seine brennenden Fragen Zeit. Schmettert ihn nicht ab, verachtet ihn nicht deswegen oder belehrt ihn, dass er nach so vielen Jahren doch endlich alles klar haben müsste. Fragen sind bei ihm erlaubt.
Es ist eine der allerersten Begegnungen des auferstandenen Jesus mit seinen engsten Freunden. Sie haben nach seiner Verhaftung und Hinrichtung Angst, sind verunsichert, verzweifelt, enttäuscht, traurig… Vielleicht haben sie sich alles, was in den letzten drei Jahren passiert ist, nur schöngeredet und eingebildet? Vielleicht ist alles, was sie geglaubt haben, gar nicht tragfähig und nur eine naive Idee gewesen? Vielleicht sollten sie lieber zu dem zurückkehren, was als »normal“ angesehen wird, und diese ganze Jesus-Nachfolge-Sache einfach vergessen?
Und auf einmal ist er da. Anders, aber doch vertraut. Unglaublich, aber wahr. Nur Thomas, der traut seinen Augen nicht ganz. Der will wissen, ob das jetzt wirklich echt ist. Zu tief sitzt die Enttäuschung und der Zweifel. Er will nicht nochmal so blauäugig sein und sich auf etwas verlassen von dem er nicht weiß, ob das wirklich stimmt.
Und Jesus? Nimmt seine Zweifel ernst. Schmettert ihn nicht ab verachtet ihn deswegen oder belehrt ihn, dass er nach drei Jahren so engen Miteinanders doch wissen müsste, wer hier vor ihm steht. Zweifel sind bei ihm erlaubt. (Und ich wage mal die Vermutung, dass es auch einigen anderen so ging wie Thomas, und dass sie sich nur nicht getraut haben, ihre Zweifel laut auszusprechen …)
Auch dazu zwei Beispiele die zeigen, dass es der Bibel nicht fremd ist, dass uns Menschen das mit dem Glauben manchmal nicht so leicht fällt, weil wir uns so sehr auf unsere menschlichen Sinne verlassen um zu entscheiden, was echt und real und tragfähig ist:
Das finde ich so großartig, dass es beim Abendmahl nicht heißt: »Stellt euch mal vor, wie freundlich Gott ist!“ – sondern: schmeckt es! Seht es mit euren eigenen Augen! So echt wie dieses Brot ist, das ihr gerade kaut, und so nah wie der Wein oder Traubensaft, der gerade eure Kehle hinunter rinnt, so echt und nah ist uns Jesus jetzt gerade!
Die Bibel weiß, dass wir solche sichtbaren und spürbaren Zeichen brauchen für unseren Glauben, der ja hauptsächlich vom »nicht-sehen-und doch-glauben“ lebt.
Dass Jesus diese Frage hinausschreit, kurz bevor er stirbt, finde ich unglaublich tröstlich. Sein Kopf weiß ganz sicher, dass es nicht so ist – dass Gott bei ihm ist in allem. Das hat er gelernt und auch immer wieder erlebt. Aber in diesem Moment meldet sich nicht dieses Wissen zu Wort, sondern der abgrundtiefe Zweifel und die sehr menschliche Frage: Wo ist Gott denn jetzt, wo ich ihn am dringendsten brauche? Warum spüre ich ihn nicht? Interessiert ihn das nicht, was hier mit mir passiert? Ist ihm das egal? Warum lässt er mich in dieser Situation alleine?
Wie gut zu wissen, dass ich mit solchen existenziellen Fragen und Zweifeln nicht alleine bin und dass sogar Jesus diese ganz menschliche Seite aus eigener Erfahrung kennt.
Ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Markus 9,24)
Die Spannung zwischen Glauben und Unglauben, zwischen Vertrauen und Verzweifeln steckt in diesem einen kurzen Satz, diesen fünf Wörtern.
Diese Spannung klingt zunächst wie ein Widerspruch in sich: zwei gegenteilige Aussagen, die scheinbar nicht zusammenpassen. Es ist ein sehr persönlicher Satz eines einzelnen Menschen, der seine eigene innere Widersprüchlichkeit zum Ausdruck bringt – und der uns damit eine Brücke baut, auch unsere eigenen »Ungereimtheiten« zur Sprache zu bringen, wenn es um den Glauben geht.
Ein Vater bringt seinen schwerkranken Sohn zu Jesus – und mit ihm all seinen Mut, seine Verzweiflung, seine vielen Enttäuschungen und seinen kleinen Rest Hoffnung, den er sich für diesen Moment aufbewahrt hat… Wer weiß, bei wie vielen Ärzten sie waren, wieviel Geld sie für Medizin ausgegeben haben, wer weiß, wie viele Gebete für den Jungen gesprochen worden waren – bis jetzt hatte nichts geholfen.
Aber jetzt, in diesem Moment, sieht der Vater eine letzte Chance. »Kairos« heißen solche Momente in der Bibel: der Moment, auf den es ankommt, an dem Außergewöhnliches passieren kann. Der Moment, wo Gott eingreift und sich dadurch alles ändert.
Aber Jesus reagiert unerwartet schroff und ungeduldig: zuerst bekommt die versammelte Menge einen Seitenhieb ab, inklusive der Jünger, weil Jesus von ihrem Unglauben, ihrem mangelnden Vertrauen enttäuscht ist. Und dann bekommt auch der Vater des Jungen eine ziemliche schnippische Antwort, als er Jesus bittet zu helfen, wenn er kann: »Was heißt denn hier WENN DU KANNST?« Das klingt fast, als fühle Jesus sich in seiner Ehre angegriffen, aber der nächste Satz erklärt es: Wer glaubt, dem sind alle Dinge möglich! Es geht ihm also nicht um seine Ehre, sondern um das Vertrauen der Menschen. Ich kann mir vorstellen, dass in seiner Reaktion eine Menge Enttäuschung mitschwingt: Leute, ich hab euch doch inzwischen so viel von Gott erzählt, und ihr habt so viele Wunder live miterlebt – warum fällt es euch denn IMMER NOCH so schwer, Gott alles zuzutrauen? Warum ist euer Glaube so winzig?
Diese Frage von Jesus ist es, die den Vater des Jungen herausfordert und dazu bewegt, diesen – scheinbar – widersprüchlichen Satz auszurufen: »Ich glaube; hilf meinem Unglauben!«.
Das »Ich glaube!« klingt für mich wie eine Mischung aus Trotz und verzweifeltem Mut: Natürlich glaube ich! Was meinst du denn, warum ich hier bin und dich um Hilfe bitte? Was glaubst du denn, warum ich nach all den Jahren voller Enttäuschungen und Hoffnungslosigkeit zu dir komme und in aller Öffentlichkeit um Hilfe bitte für einen hoffnungslosen Fall? Würde ich das tun, wenn ich dir nicht zutrauen würde, dass du helfen kannst? – Ein mutiges, öffentliches Glaubensbekenntnis eines Menschen, der seinen Glauben als letzten und tiefsten Halt für alle sichtbar macht.
Und fast im gleichen Atemzug (nur durch ein Semikolon getrennt) ruft er Jesus entgegen: »Hilf meinem Unglauben!«. Er weiß: Nach so vielen enttäuschten Hoffnungen und unerfüllten Bitt-Gebeten fällt es mir schwer, bedingungslos zu glauben. Mein Vertrauen ist angeknackst. Was, wenn es auch diesmal nicht funktioniert? Ist es nicht sicherer, mich von vorneherein darauf einzustellen, dass da nichts zu machen ist? Dann tut der Aufprall nicht so weh, wenn mich die Realität trifft … – Ich finde dieses »Unglaubensbekenntnis« vor der versammelten Menschenmenge sehr mutig, und auch vor Jesus, von dem der Vater sich ja Hilfe erhofft.
Bei näherem Hinsehen ist es aber vielleicht gar kein »Unglaubensbekenntnis«. Ganz im Gegenteil – vielleicht ist es sogar ein Beweis ganz besonderen Vertrauens, dass der Mann sich traut, Jesus seine Zweifel ganz offen zu sagen; dass er zugibt, dass sein Glaube und sein Vertrauen nicht ausreichen; dass er nichts vorgibt, was gar nicht da ist; dass er nicht die frommen Sätze sagt, die alle hören wollen.
Und könnte es nicht sein, dass Jesus genau darauf gewartet hat, dass in dieser Runde von superfrommen Schriftgelehrten und manchmal sich selbst überschätzenden Jesus-Jüngern ein Mensch ganz ehrlich seinen angeknacksten Glaubensrest und seine tiefsten Zweifel offen bekennt und sich mit beidem an Jesus wendet, sich ihm ganz anvertraut? Auf jeden Fall scheint das der Punkt zu sein, an dem der Knoten platzt und Jesus eingreift.
Glaube und Vertrauen in Gott heißt hier: sich mit allem ganz ihm anvertrauen.
So wie es zu unserer Persönlichkeitsentwicklung gehört, dass wir uns der zunehmenden Komplexität des Lebens stellen und anpassen, so ist das auch Teil unserer Glaubensentwicklung. Fragen sind kein Zeichen von Schwäche oder mangelndem Glauben, sondern Wachstumschancen. Wann fällt es mir persönlich leicht, Jesus zu glauben, und was macht es mir manchmal schwer? Was würde es bedeuten, wenn Zweifel nicht unbedingt das Gegenteil von Glauben sind, sondern – im gleichen Atemzug – dazugehören?
Als Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendarbeit gehört es zu unseren Aufgaben und unserer Verantwortung, den jungen Menschen die Angst vor Widersprüchlichkeiten zu nehmen. Das gilt für ihre menschliche Entwicklung genauso wie für ihr Wachstum hin zu einem reifen Glauben. Gibt es Menschen oder Orte, wo sie sich trauen können, auch ihre Fragen und Zweifel zu äußern?
Als Mitarbeitende machen wir uns manchmal selber den Druck, auf alles eine Antwort haben zu müssen. Viel hilfreicher und ehrlicher ist es, den Jugendlichen zu zeigen, dass wir selber auf dem Weg sind und immer wieder vor Herausforderungen für unseren Glauben stehen. Fragen zu teilen und gemeinsam unterwegs zu sein, ermöglicht einen authentischen und ehrlichen Glauben.
Manchmal könnte man den Eindruck haben, wenn ich Christ werde, muss ich ein ganzes Paket von Überzeugungen und Glaubenswahrheiten übernehmen und sie auf einmal widerspruchslos glauben. Aber darum geht es gar nicht – Glaube ist in erster Linie eine Beziehungsfrage. So wie in der Geschichte des Vaters mit seinem kranken Sohn. Gefragt sind in diesem Moment keine steilen theologischen Richtigkeiten, sondern ganz einfaches Vertrauen in Jesus. Glauben im Sinne von: jemandem zutiefst glauben – nicht »an etwas« glauben. Deswegen habe ich es mir schon lange abgewöhnt, andere argumentativ und rein rational vom Glauben überzeugen zu wollen, sondern lade viel lieber zu dieser vertrauensvollen Beziehung ein, die Widersprüchlichkeiten, Zweifel und Fragen aushält und immer den ganzen Menschen sieht.
Am Ende der Suche und der Frage nach Gott steht keine Antwort, sondern eine Umarmung.«
Für das Quiz teilen sich die Teilnehmenden in möglichst gleichgroße Kleingruppen à 3–6 Personen auf. Das Quiz besteht aus zwei verschiedenen Kategorien, die nacheinander gespielt werden.
Die erste Kategorie lautet „Wer hat’s gesagt?“ Dabei müssen die Gruppen tippen, wer ein bestimmtes Zitat gesagt hat – Jesus oder Taylor Swift. Die Gruppen bekommen dafür Karten – eine Karte mit dem Wort oder einer Darstellung von Jesus und eine Karte mit dem Namen oder einem Bild von Taylor Swift. Das Zitat wird vorgelesen und anschließend haben die Gruppen kurz Zeit, sich zu beraten. Auf ein Kommando der Spielleitung heben dann alle Gruppen gleichzeitig die Karte mit der Person hoch, von der sie glauben, dass das Zitat von ihr stammt. Anschließend wird aufgelöst. Jede Gruppe, die richtig getippt hat, bekommt dafür einen Punkt.
Die zweite Kategorie dreht sich um Sprichwörter und Redewendungen, die vielleicht nicht so bekannt sind bzw. aus anderen Ländern stammen. Auch bei dieser Kategorie treten alle Gruppen bei allen Fragen an.
Das Sprichwort wird zunächst vorgelesen. Dann haben die Gruppen etwas Zeit, um sich eine Antwort zu überlegen, was dieses Sprichwort wohl bedeutet. Diese Antwort schreiben die Gruppen auf und geben sie bei der Spielleitung ab. Es geht dabei nicht darum, die richtige Antwort aufzuschreiben. Viele mehr sollen die Gruppen versuchen eine Antwort zu geben, die die anderen mitspielenden Gruppen möglichst glaubwürdig finden.
Haben alle Gruppen ihre Antworten abgegeben, liest die Spielleitung die Antwortmöglichkeiten vor. Zusätzlich können die unterschiedlichen Antworten auch in die Präsentation eingebaut und für alle angezeigt werden. Die wirklich richtige Antwort wird an dieser Stelle natürlich auch mit angezeigt und vorgelesen. Nun beraten sich die Gruppen und tippen mit den Buchstaben-Karten auf die Antwort, die sie für richtig halten. Jede Gruppe, die auf die richtige Antwort getippt hat, bekommt einen Punkt. Außerdem erhält eine Gruppe auch jeweils einen Punkt für jede andere Gruppe, die auf ihre Antwort getippt hat.
Nach diesen beiden Runden wird die Gruppe, die die meisten Punkte erspielen konnte, zur Siegergruppe gekürt.
Zum Abschluss des Abends könnt ihr noch gemeinsam eine kurze Andacht feiern.
Stellt oder legt dafür das Holzkreuz in eure Mitte oder begebt euch für die Andacht in die Kirche und feiert dort mit Blick auf das Kreuz. Legt auch die Steine griffbereit in eure Mitte.
Bei einem Quiz gehört es dazu, dass ich nicht sofort alles weißt. Dass ich überlegen muss, was wohl die richtige Antwort sein könnte. Das ich vielleicht auch mal zweifle. An meinen eigenen Überlegungen oder auch an den Vorschlägen der anderen in meinem Team.
Manches weiß ich, manche Fragen fallen mir leicht zu beantworten. Aber manchmal kann ich mit meinem Team auch einfach nur raten. Oft ist die Antwort richtig. Aber manchmal eben auch falsch. Das gehört zu einem Quiz dazu.
Und zum Leben auch! Ich muss nicht immer alles wissen. Ich muss nicht immer alles sofort richtig machen. Ich darf Fehler machen. Ich darf zweifeln. Fehler passieren und Zweifel sind völlig in Ordnung. Ich darf sogar an Gott selbst zweifeln. Das ist okay. Gott ist deswegen nie böse auf mich oder so. Gott hält das mit mir zusammen aus.
Wenn du gerade auch Zweifel hast – vielleicht an Gott, vielleicht an etwas oder jemand anderem – dann nimm dir jetzt einen Stein. Wenn dich gerade etwas belastet – egal was – dann nimm dir einen Stein.
In der Stille (oder bei leiser Musik) kannst du deinen Stein jetzt zum Kreuz legen. Du kannst ihn dort ablegen, weil Gott auch bei dir ist, wenn es dir nicht gut geht. Weil Gott Zweifel, Probleme und alles, was dich belastet mit dir gemeinsam tragen möchte. Während du deinen Stein ablegst, kannst du daran denken – oder in der Stille kurz mit Gott reden und ihm sagen, was du gerade loswerden möchtest.
Sind alle damit fertig und sitzen wieder, dann stell die Kerze in die Mitte und zünde sie an.
Gott ist da. Du bist nicht alleine, auch dann nicht, wenn es sich für dich vielleicht manchmal so anfühlt. Gott ist bei dir. Das Licht der Kerze kann ein schönes Symbol dafür sein. Zum Abschluss könnt ihr euch einen Segensspruch zusprechen oder gemeinsam das Lied „Sei behütet“ singen.
Ja, als Frau hat man es in dieser Welt nicht leicht. Oder als FLINTA*– Person. Das erleben wir immer wieder. Auch wenn wir nicht in dem Ausmaß davon betroffen sind wie Collien Fernandes, Gisèle Pelicot oder die Frauen aus den Epstein-Akten. Auch wir erleben an der einen oder anderen Stelle, mal ganz offen und noch öfter verdeckt, Anfeindungen durch Männer. Und das, obwohl wir in vermeintlich »modernen Zeiten« leben. Aber vielleicht ist in dir auch schon mal das Gefühl aufgetaucht, dass wir in einigen Bereichen der Gleichberechtigung eher die Rolle rückwärts machen, als nach vorne zu kommen. Und Gender-Gerechtigkeit über die CIS-Heteronormativität hinaus immer weniger Raum bei uns bekommt.
Jetzt stell dir mal vor, wie krass schlechter die Selbstwirksamkeit von Frauen, ihre Gleichberechtigung und Wertschätzung dann zu den Zeiten gewesen sein muss (oder in den Regionen noch ist), in der die Menschen ganz selbstverständlich in patriarchalen Strukturen gelebt, gewirkt und nichts von Frauen-(FLINTA*)-Rechten gewusst haben.
Und dann ist da Debora. Die hat definitiv in einer Zeit gelebt, in der es bei weitem keine Selbstverständlichkeit gewesen ist, in das Amt einer Richterin gewählt zu werden. Als Frau von (fremden) Männern um Rat gebeten zu werden. Zu erleben, dass andere auf sie hören. Und auch Barak hatte ja seine Schwierigkeiten damit, ihr gänzlich zu vertrauen. Aber sie ist ihren Weg gegangen. Sie ist ihn mit Gott gegangen. Sie hat ihm vertraut. Und sie durfte erleben, dass sich für sie auf diese Weise neue Wege eröffnet haben. Das Türen für sie aufgingen, die anderen verschlossen blieben. Ja – das war damals keine Selbstverständlichkeit. Und wir kennen viele Lebenswege von Frauen, die ihren Weg im Vertrauen auf Gott gegangen sind und nicht zu einem Happy End kamen. Aber sie wussten sich von Gott begleitet. Und das hat ihnen gereicht.
Dich möchte ich ermutigen: Geh deinen Weg! Geh ihn mit Gott. Und lass dich davon überraschen, was dir dann alles möglich wird und was du Neues entdeckst.
Vers 1: Ehud war vor Debora ein berühmter Richter und mutiger Mann, der das Volk Israel aus der Hand des Königs von Moab befreite. »Richter« waren damals Menschen, die sich als Anführer profilierten und als von Gott gesandt galten und sich zum Wohl des Volkes einsetzten.
Vers 3: Die große Zahl der Streitwagen zeigt die Übermacht des Gegners, der damit quasi als unbesiegbar galt.
Vers 4: Propheten waren Menschen, die von Gott berufen waren, sein Wort an die Menschen zu richten. Er sprach durch sie… Propheten traten hinter ihren Botschaften zurück und setzten sich dafür ein, in allen Bereichen des Lebens so zu handeln, wie Gott es den Menschen gebot. Sie vertrauten in
allem auf Gottes Führung und sein Handeln.
Vers 9: Debora selber vertraut so dem Wort Gottes, dass sie sich als Frau auf diese gefährliche Reise begibt. Weil der eigentlich so tapfere Barak dem Wort Gottes, übermittelt von Debora, aber nicht vertraut, muss er erleben, wie einer Frau der Sieg über Sisera geschenkt wird.
In diesem Buch wird die Geschichte des Volkes Israel erzählt, wie sie sich zwischen dem Tod Josuas und der Errichtung des Königtums abgespielt hat. Auffallend ist das immer wiederkehrende »Richter«-Schema: Das Volk Israel entfernt sich in seiner Lebensform von Gott und seinem Wort, fällt daraufhin den Feinden in die Hände und wird später durch einen von Gott berufenen Retter (Richter) wieder befreit.
Viele berühmte Personen sind in diesem Buch zu finden: Neben Debora sind es z. B. Gideon und Simson. Auffallend ist, dass es für einzelne Geschichten bzw. Personen mehrere Kapitel gibt und andere Richter nur am Rande erwähnt werden. Die Grundsituation ist in allen Geschichten gleich. Stets ist der entscheidende Kampf ein Kampf, den Gott selbst für sein Volk führt, selbst wenn große israelische Heere zur Verfügung stehen, kämpft nur ein kleiner Teil davon – aber immer im Namen des Herrn.
Am Ende des Buches steht die Erwartung des Volkes, dass Gott ihnen endlich einen König voranstellt, der die Geschicke des Volkes leiten soll.
gerne eingebettet in eine typisches »Podcast-Szenario«
Host: Halli hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von … Wie ihr alle wisst, trifft man hier nicht die Stars und Sternchen, denen man auf dem roten Teppich Hollywoods zujubelt – hier treffen wir auf Menschen, die echt was erlebt haben. So wie unser Gast heute. In einer Zeit, in der Frauen echt kaum was zu melden hatten, schütteten ihr die Männer das Herz aus, um von ihr einen guten Rat zu bekommen. Sie konnte Siege prophezeien und Niederlagen vorhersehen. Und so versteht sich ihr Lebensmotto vielleicht von ganz alleine: »Wer auf Gott hört, erlebt wunderbare Dinge«. Begrüßt mit mir: Debora!
Host: Debora, wie hast du das damals nur angestellt, dass die Männer dir nicht nur zuhörten, sondern sich auch extra auf die Reise zu dir begaben, um dich um Rat zu fragen?
Debora:Tja, jede Frau hat so ihre kleinen Geheimnisse, meinst du nicht auch? Aber ganz im Ernst: Ich glaube, die Menschen merken seit jeher, dass ich mich nicht so wichtig nehme. Und vor allem, dass es nicht meine eigene Meinung ist, die ich äußere – sondern dass Gott zu mir spricht, mir hilft und ich voll und ganz auf ihn vertraue.
Host: Du meinst, Gott spricht zu dir? Wie soll ich mir das vorstellen? Schon damals war es ja nicht so, dass er nur kurz zum Telefon greifen musste, um jemanden anzurufen. Also, wie konnte Gott zu dir sprechen, wenn er doch gar nicht auf der Erde war?
Debora: Das ist nicht so einfach zu erklären. Es gibt tatsächlich Situationen, in denen ich so etwas wie eine innere Stimme höre, die zu mir spricht. Andere Leute würden vielleicht von ihrem Gewissen sprechen – aber ich merke, dass es dann Gottes Worte sind, die zu mir sprechen. Halt nur, dass ich sie in meinem Kopf höre. Ich weiß, das klingt verrückt.
Host: Ja, das ist wirklich nicht das, womit ich gerechnet hätte. Aber gibt es noch andere Momente? Momente, wo du Gottes Willen anders erfährst?
Debora: Naja, manchmal ist es wie ein Gedanke, der sich in meinen Kopf und in mein Herz stiehlt und auf den ich immer wieder zurückkomme. Der lässt sich nicht vertreiben und ich kann mich auch nicht ablenken. So wie bei einem Ohrwurm tönt es immer wieder durch mein Herz. Dabei handelt es sich dann aber um etwas, womit ich zu dem Zeitpunkt gar nicht gedanklich beschäftigt war. Trotzdem, ganz plötzlich ist dieser Gedanke da.
Host: Und für dich ist das dann eine Nachricht von Gott?
Debora: Ich wüsste nicht, wie ich das sonst erklären könnte. Und das Krasse ist, dass sich die Menschen ja in dem wiedererkennen, was ich ihnen erzähle. Darum merken sie auch, dass ich nicht nur spreche, weil ich mich gerne reden höre …
Host: Was die Menschen mir ja auch immer gerne unterstellen … Aber was sind das dann für Dinge, über die du sprichst – oder über die Gott zu dir spricht?
Debora: Na, das sind ganz unterschiedliche Dinge. Meist schlichte ich Streit zwischen den Leuten, die zu mir kommen, weil alle wissen, dass ich niemanden bevorzuge. Aber manchmal bekomme ich auch einen konkreten Auftrag von Gott. Das wird dann besonders spannend. Dann frage ich mich, ob die Leute wohl auf mich hören werden?!
Host: Da sollen ja auch ganz wichtige Menschen dabei gewesen sein, zu denen Gott dich geschickt hat!
Debora: Ja, das stimmt. Vom Bettler bis zum Feldherrn habe ich damals gesprochen – und jedes Gespräch war so anders! Manche verliefen gut, andere hörten nicht auf mich und mussten dann mit den Konsequenzen leben.
Host: So wie der Feldherr Barak. Mit der Geschichte beschäftigen wir uns gleich … Aber erst etwas Musik!
Mir hat das Leben im Laufe der Zeit nicht nur einmal so hart ein Bein gestellt, dass ich krachend auf die Nase gegangen bin. Und nicht nur einmal bin ich liegengeblieben auf dem harten Boden der Tatsachen. Alleine bei meiner Kreuzband-Verletzung hat es über ein Jahr und drei OPs gebraucht, um wieder »so richtig« auf die Beine zu kommen. Und während ich das schreibe, kichert meine Arthrose im Knie – wohlwissend, dass sie seitdem als störender Teil meines Lebens mit mir umherzieht.
Dennoch habe ich in all den Situationen, in denen ich liegengeblieben bin auf meinem Lauf des Lebens, eines nie gemacht: die Hoffnung fahren lassen! »Hoffnung und Zuversicht« sind heute mein Mantra, »immer auf die Benefits schauen« ist mittlerweile mein Lebensmotto. Bis dahin war es ein langer Weg. Aber immer wieder gab es jemanden, der mir Mut zugesprochen hat, wenn sich meine Hoffnung fast aus dem Staub gemacht hätte. Und ein Text aus der Bibel spricht genau diese Sprache. Wir gehen rein.
Wahrscheinlich kennen wir alle jemanden, dem es gesundheitlich nicht gut geht. Das kann von vorhergehenden Erkrankungen und Einschränkungen (Erkältung, Armbruch, Blinddarm …) bis zu chronischen Beschwerden und Behinderungen reichen (Allergie, Unverträglichkeit, MS …). Oder einfach damit zusammenhängen, dass der Mensch ein gewisses Alter erreicht hat.
Bestimmt haben wir auch schon mal jemanden getroffen, der oder die herbe Rückschläge im sozialen Miteinander durchstehen musste – oder haben es auch selbst erlebt. Die Versetzung oder das Abi nicht geschafft, eine Beziehung, die plötzlich auseinander geht, Stress in der Studi-WG, die Eltern trennen sich … Auch das sind Momente und Situationen im Leben, die einen schwer treffen. Bei denen man selbst erst mal sehen muss, wie man damit am besten umgeht und wie man das überwindet. Bei einigen Entwicklungen geht das leichter, bei wieder anderen gelingt es vielleicht gar nicht und nicht selten passiert es, dass Menschen in einer solchen Situation vollends die Hoffnung verlieren und sich aufgeben. Andere wiederum stecken selbst die härtesten Schicksalsschläge scheinbar unbekümmert weg.
Der Mann aus unserer Bibelgeschichte ist jemand, der die Hoffnung auf jeden Fall nicht aufgegeben hat. Selbst unter schweren Bedingungen – schon so lange krank zu sein und niemanden als Unterstützung an seiner Seite zu haben – hat er die sich bietenden Möglichkeiten genutzt und sich immer wieder aus eigenen Kräften auf den Weg zum Wasser gemacht.
Und jetzt wird er angesprochen. Dabei erkennt er nicht, dass dieser Unbekannte Jesus ist, der ihn fragt »Willst du gesund werden?«, denn dann hätte er vermutlich einfach »Ja« gesagt und darauf vertraut, dass Jesus ihn schon heilen wird. So aber erklärt der Kranke nur, was ihn aus seiner Perspektive bisher daran gehindert hat, gesund zu werden: die fehlende Unterstützung, als erster ins Wasser zu kommen. Dass eine Heilung grundsätzlich möglich ist – daran zweifelt er nicht. Es ist ihm nur schlicht nicht möglich, diese zu »organisieren«.
Und was macht Jesus? Ohne eine weitere Nachfrage, ohne jede Bedingung heilt er den Kranken. Dabei benötigt er nicht einmal das heilende Wasser. Und der Kranke? Der ist völlig perplex, nimmt seine Sachen und geht – und weiß in dem Moment noch nicht einmal, wer ihn gesund gemacht hat.
In diesen wenigen Versen verstecken sich verschiedene Gedankengänge, die ich hier einmal teilen möchte:
1) Jesus heilt Menschen. Auch solche, die ihn gar nicht gezielt darum fragen. Anders als z. B. der Blinde, Bartimäus, der gezielt die Nähe Jesu gesucht hat, damit der ihn heilt. Oder die Frau, die alles daransetzt, wenigstens den Saum vom Gewand Jesu zu berühren und so geheilt zu werden.
Dieser Kranke weiß gar nicht, mit wem er spricht – und darf trotzdem die heilende Kraft Jesu erfahren. Damit sprengt Jesus menschliche Denkweisen und Handlungsspielräume auf und zeigt, dass seine Kraft nicht durch unseren (Un-)Glauben eingeengt wird.
2) Jesus hat seine eigenen Regeln. Er ist nicht darauf angewiesen, dass die »Rahmenbedingungen« stimmen. Er definiert den Handlungsrahmen in seinen Begrenzungen und Möglichkeiten ganz alleine und muss nicht darauf warten, dass alles perfekt zusammenspielt.
Wir denken häufig im »Wenn – dann«-Modus, z. B. »Wenn ich Gott genug gelobt habe, dann werde ich gesund/finde ich eine tolle Ausbildungsstelle/bekomme ich eine:n liebevolle:n Partner:in … Aber Jesus zeigt, dass das gar nicht nötig ist. Stattdessen macht er, was er will und zwar genau dann, wenn er es will.
Wir dürfen Jesus vertrauen, dass er die Sachen unseres Lebens also gut im Griff hat. Auch wenn wir sein Timing manchmal schwierig finden und uns wünschen, er würde Dinge schneller klären. Der Kranke hat 38 Jahre lang gewartet! Und hat die Hoffnung nie verloren! Wir müssen vielleicht einfach zwischendurch mal daran erinnert werden, dass Gottes Handeln zwar auf sich warten lässt – aber immer zur richtigen Zeit kommt.
Und wir können anderen Menschen, die selbst gerade darauf und dran sind, ihre Hoffnung zu verlieren, etwas Mut zum Durchhalten geben. Durch einen Anruf. Ein kleines Lächeln. Oder durch ein kleines Hoffnungslos.
Lasst uns miteinander kleine Hoffnungs-Lose bastelt. Frei nach dem Motto: Bist du hoffnungslos? Dann nimm ein Hoffnungs-Los! Mit buntem Papier, Stifte, Sticker … gestalten wir kleine Mutmach-Zettel, Hoffnungs-Lose für andere. Die füllen wir in ein großes Glas und überlegen uns, wo wir das abgeben wollen: In der Notaufnahme im Krankenhaus, in der Beratungsstelle der Diakonie, im Gemeindehaus, in der Schule … Überlegt, welcher Ort für euch passt, aber erstmal legen wir los. Mit ermutigenden Bibelversen, lieben Nachrichten oder passenden Zitaten zaubern wir den Menschen ein kleines Lächeln ins Gesicht!
In dieser Gruppenstunde geht es um die Frage: Wie war das eigentlich? Oder genauer gesagt um die biblische Schöpfungsgeschichte und die Evolutionstheorie. Wie ist die Erde und alles entstanden? Widersprechen sich Schöpfungsgeschichte und Evolutionstheorie oder unterstützen sie sich vielleicht sogar gegenseitig?
Zu Beginn liegt ein großes Bild in eurer Mitte: Die Erde vom Weltraum aus betrachtet – so wie Astronaut*innen sie sehen. Alternativ könnt ihr das Bild auch per Beamer zeigen.
Fragen:
Wahrscheinlich kommen euch solche Gedanken:
Menschen haben sich schon immer Gedanken darüber gemacht, wie die Erde und alles entstanden ist und warum. So kam es auch zu den beiden Schöpfungsgeschichten, die in der Bibel stehen. Weil Menschen das schon immer irgendwie interessiert hat und sie nach Antworten auf diese Fragen gesucht haben.
Astronaut James Irwin, einer von 12 Menschen, die den Mond betraten, sagte z. B.: »Ein solcher Anblick muss einen Menschen einfach verändern, muss bewirken, dass er die göttliche Schöpfung und die Liebe Gottes anerkennt.«
Das muss sicher nicht so sein, aber so einen Blick auf die Erde werfen zu können, ist bestimmt eine Situation, die einen Menschen verändern kann und Irwin hat sie verändert. Er gehörte dem Team der Apollo 15 (1971) an und wurde nach seiner Rückkehr auf die Erde sehr überzeugter Christ.
In der Bibel stehen 2 Schöpfungsberichte. Wir betrachten zuerst den ersten Bericht (Gen 1,1–2,4a). Sammelt mit der Gruppe gemeinsam im Gespräch, was ihr über diesen Text wisst, und haltet die Ergebnisse auf einer Flipchart fest.
Die wichtigsten Punkte sind:
In der Schule haben wahrscheinlich alle auch schon einiges zur Evolutionstheorie gehört. Woran erinnert ihr euch noch? Haltet auch hier eure Ergebnisse auf einer 2. Flipchart fest.
Die wichtigsten Punkte sind:
Was fällt euch auf, wenn ihr beide Flipchart nebeneinander stellt und eure Ergebnisse miteinander vergleicht?
Die Evolutionstheorie und die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel (die es in ähnlicher Form übrigens auch in anderen (noch älteren) Religionen gibt) ähneln sich sehr. Die Evolutionstheorie beschäftigt sich mit Fakten und beschreibt wissenschaftlich ziemlich genau die Entstehung der Welt und des Lebens. Die Frage, wie es genau zum Urknall kam und was vorher war, ist allerdings bisher noch nicht beantwortet.
Die Schöpfungsgeschichte legt mehr Wert auf die Beantwortung der Frage nach dem Grund, nach dem Warum. Warum gibt es das alles, warum gibt es uns? Und sie nennt Gott als Antwort. Gott war immer schon da und wollte, dass alles so entsteht. Vielleicht hat Gott ja für den Urknall gesorgt?
Der zweite biblische Schöpfungsbericht steht im Buch Genesis 2,4–25. Es ist der Text, in dem erzählt wird, dass Gott den Menschen geschaffen und ihm die Aufgabe übertragen hat, sich um die Welt zu kümmern. In diesem Text steckt viel drin, aber wir konzentrieren uns in dieser Andacht auf die Aussage, dass der Menschen ein Geschöpf Gottes ist.
Am besten gestaltet ihr für die Andacht eine schöne Mitte und setzt euch im Kreis darum herum. Ihr könnt bunte Tücher auslegen, das Bild von der Erde vom All aus betrachtet, vielleicht einige Bilder von Pflanzen oder Tieren auslegen oder Figuren verteilen. Ihr könnt auch Erde (Blumenerde z. B.) besorgen und dazu stellen. Legt außerdem Zettel und Stifte für alle bereit.
Startet dann in die Andacht mit dem Lied »Eine Hand voll Erde«. Ihr könnt es selbst singen oder einspielen.
In diesem Lied geht es um Gottes Schöpfung. Darum, dass Gott alles geschaffen hat. Und es geht darum, dass wir Menschen auf der Erde leben dürfen, dass wir sie gestalten dürfen, dass wir selbst auch schöpfen und erschaffen dürfen.
Was bedeutet es für dich, ein Geschöpf Gottes zu sein?
Nehmt euch Zettel und Stifte und macht euch in der Stille (oder bei leiser Musik) ein paar Gedanken zu dieser Frage und schreibt eure Antworten und Gedanken bitte auf.
Nach einigen Minuten, wenn alle damit fertig sind, macht gemeinsam eine Runde, in der alle, die mögen, erzählen können, was sie notiert haben und ihre Zettel in die Mitte legen können.
Im 2. Schöpfungsbericht geht es auch darum, dass Gott uns zu seinem Ebenbild geschaffen hat. Wenn ihr noch genügend Zeit habt, könnt ihr eine zweite Runde in eure Andacht zu dieser Frage einbauen: Was heißt es für dich, Gottes Ebenbild zu sein?
Zum Abschluss könnt ihr das Lied »Ich sitze oder stehe (Von allen Seiten umgibst du mich)« gemeinsam singen oder einspielen. Diesem Lied liegt Psalm 139 zu Grunde – ein Psalm, in dem es auch um uns Menschen als Teil von Gottes Schöpfung geht. Auch der Segen zum Ende dieser Gruppenstunde kann sich an Psalm 139 anlehnen:
Gott hat dich wunderbar geschaffen.
Gott will dich, so wie du bist.
Gott ist und bleibt bei dir, egal, was kommt.
So segne dich unser Schöpfer-Gott.Amen.
Gar nicht so einfach – dieser Vers, der versucht zu erklären, was der Glaube ist oder sein kann und warum es sich lohnen kann, an ihm festzuhalten.
Nach dieser kurzer Einleitung werden in diesem Kapitel des Hebräerbriefes viele positive Bespiele aufgeführt – Menschen, die als Vorbilder im Glauben dienen können: zum Beispiel Noah, der auf Gottes Anweisung die Arche baute, obwohl er keine Gefahr sehen konnte; oder Abraham, der seine Heimat verließ und sich von Gott in ein neues Land führen ließ und mit seiner Frau Sarah noch Kinder bekam, so wie Gott es ihnen verheißen hatte, obwohl beide dafür eigentlich schon viel zu alt waren. All diese Menschen, die hier genannt werden, haben auf Gott und seine Versprechen vertraut. Sie haben so gehandelt, wie Gott es ihnen gesagt hat, ohne zu zweifeln, ohne Gott in Frage zu stellen – und sie haben wie Noah und Abraham erlebt, dass Gott seine Versprechen hält.
Damit du selbst über diesen Vers nachdenken und herausfinden kannst, was dein Glaube für dich bedeutet, machen wir in dieser Gruppenstunde einen Stationenlauf.
Fünf verschiedene Stationen sind an unterschiedlichen Orten (am besten in verschiedenen Räumen) aufgebaut und bereit für dich. Du kannst dir an jeder Station so lange Zeit nehmen, wie du möchtest. Du kannst sehr gerne alle fünf Stationen besuchen. Es ist aber auch nicht schlimm, wenn du eine Station auslässt oder zeitlich nicht alle schaffst. Insgesamt hast du ca. 1 Stunde Zeit dafür. Viel Spaß!
Wie würdest du einem kleinen Kind (ca. 5 Jahre alt) erklären, was Glaube ist?
Schreibe eine kurze, für ein Kind verständliche, Erklärung auf einen Zettel und hefte den Zettel bitte an die Pinnwand.
Versuche das mit Farben auszudrücken und (abstrakt) zu malen.
Was gehört für dich zu deinem Glauben dazu? Was ist dir daran wichtig? Wie kann der Glaube dein Handeln im Alltag positiv prägen?
Schreibe einen Brief an dich selbst. Schreibe dir darin, was für dich zum Glauben dazu gehört, wie du deinen Glauben lebst, wie du ihn ausdrückst. Vielleicht hast du z. B. bestimmte Rituale wie das Beten vor dem Einschlafen, die dir gut tun. Oder vielleicht hast du konkrete Ideen, was du gern ausprobieren oder öfter machen möchtest für deinen Glauben.
Schreib alles auf, falte deinen Brief und steck ihn in den Umschlag. Kleb den Umschlag zu und schreibe deine Adresse drauf. Lass den Brief dann einfach an dieser Station liegen. Du bekommst ihn in ein paar Wochen als Erinnerung an diesen Abend zugeschickt.
Gibt es einen Bereich in deinem Leben, in dem es dir schwer fällt zu glauben und zu hoffen?
Versuche ein Symbol dafür zu kneten/töpfern.
Lasst uns an dieser Station alle zusammen ein großes Hoffnungsbild malen, schreiben, kleben. Schreibe, male oder klebe alles, worauf du hoffst, auf das gemeinsame Bild.
Anschließend an die Stationen bietet sich ein Gallery Walk an. Geht gemeinsam als Gruppe noch einmal von Station zu Station und betrachtet die Bilder, Skulpturen und Zettel dort. Wer mag, kann an jeder Station gerne auch seine Eindrücke und Gedanken dort schildern.
Einige Ergebnisse der Stationen können alle mit nach Hause nehmen. Vielleicht habt ihr aber auch Lust, damit euren Jugendraum oder einen anderen Ort in der Kirche (zeitweise) zu gestalten. Singt zum Abschluss der Gruppenstunde ein gemeinsames Lied oder sprecht ein Gebet.
„In der Kirche bekennt man sich zu wichtigen Glaubensaussagen, die in Bekenntnissen zusammengefasst sind. Sie werden im Gottesdienst gemeinsam gesprochen. Auf diese Sätze haben sich die Christen der frühen Kirche im vierten Jahrhundert geeinigt, um sich ihres Glaubens zu vergewissern. Sie wurden über die Jahrhunderte weitergegeben.“ So schreibt es die Evangelische Kirche Deutschland auf ihrer Homepage (https://www.ekd.de/apostolisches-glaubensbekenntnis-10790.htm).
Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist wohl das bekannteste Bekenntnis der christlichen Kirche. Es wird weltweit in katholischen und evangelischen Gottesdiensten regelmäßig gesprochen und viele Menschen kennen es auswendig. Aber dieser Text ist schon extrem alt.
Mit den Konfis in unserer Gemeinde stellen wir uns jedes Jahr die Fragen:
Genau darum geht es in dieser Gruppenstunde. Legt das Glaubensbekenntnis in der Mitte aus und setzt euch als Gruppe drumherum. Alle sollten den Text gut sehen und mitlesen können. Nun starten fünf verschiedene Runden, um das alte Bekenntnis gemeinsam besser kennenzulernen und sich darüber auszutauschen.
Lest den Text gemeinsam. Eine Person, die gerne vorliest, kann das tun oder ihr lest vielleicht abwechselnd alle eine Zeile oder einen Satz.
Anschließend ist es für den Einstieg wichtig, die Gruppe auf den selben Wissensstand zu bringen. Fragt nach, wer das Bekenntnis schon mal gehört hat, wer es vielleicht sogar selbst auswendig mitsprechen kann. Weiß jemand, wie und wann dieser Text entstanden ist? Die Infos zu Beginn dieses Artikels reichen aus.
In dieser Runde macht ihr eine Gruppenarbeit. Die Jugendlichen dürfen sich selbst in 3 Kleingruppen einteilen. Falls ihr sehr viele Menschen seid, könnt ihr alle Gruppen auch doppelt anbieten. Die Gruppen sollten nicht zu groß werden (max. 5–6 Jugendliche), damit gute Gespräche und Diskussionen möglich sind.
Das Glaubensbekenntnis lässt sich leicht in drei (unterschiedlich lange) Teile aufteilen:
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.
Jede Gruppe beschäftigt sich mit einem dieser Abschnitte. Die Aufgabe lautet:
Für diese Aufgaben haben die Gruppen ca. 20 Minuten Zeit. Dann findet die Großgruppe wieder zusammen und alle Kleingruppen präsentieren kurz ihre Ergebnisse und Überlegungen.
In der 3. Runde sitzt ihr wieder um den großen Glaubensbekenntnis-Text herum. Jetzt dürfen sich zuerst alle rote Karten (oder Steine) nehmen und diese an die Textstellen legen, die sie entweder
Zum Abschluss der Runde erzählt ihr euch, warum ihr eure Karten an diese Stellen gelegt habt. Versucht dabei natürlich auch, die aufgekommenen Fragen zu beantworten.
Nun nehmen sich alle grüne Karten (oder Teelichter) und stellen diese an die Textstellen, die sie gut und verständlich finden und die sie selbst glauben. Wenn alle ihre Karten gelegt haben, macht ihr auch hier wieder eine kurze Runde und erzählt euch, warum ihr eure Karten an die entsprechenden Stellen gelegt habt.
Wenn ihr noch Zeit und Lust habt, könnt ihr noch eine 5. Runde anschließen. Hier bekommen alle Stifte und Papier und etwas Zeit, um ihr eigenes Glaubensbekenntnis zu formulieren. Dabei können diese Fragen zur Inspiration dienen:
Was glaubst du eigentlich? Formuliere hier dein eigenes Credo.
Du kannst einfach frei drauf los schreiben, alles was dir einfällt, alles, was du wichtig findest. Es gibt keine Vorgaben, wie lang dein Text werden muss. Es gibt auch keine Vorgaben, welche Themen in deinem Text angesprochen werden müssen. Versuche einfach in deinen Worten zusammenzufassen, was du glaubst und was dir wichtig ist.
Falls du dabei ein bisschen Inspiration brauchst, können dir diese Impulsfragen helfen. Du musst sie nicht alle beantworten und in deinen Text einbauen. Du musst dich auch an keine bestimmte Reihenfolge halten.
Zum Abschluss der Gruppenstunde könnt ihr euch, wenn ihr mögt, eure eigenen Bekenntnisse vorstellen. Oder ihr haltet vielleicht diese Andacht:
Das Glaubensbekenntnis beginnt mit den Worten „Ich glaube“. Das finde ich immer wieder schön. Diese zwei Worte sind eigentlich meine Lieblingsstelle in diesem langen Text. Warum? Weil es um mich geht. Es geht darum, was ich glaube, was ich für wahr halte, was mir wichtig ist. Und genau darum geht es Gott ja eben auch: Gott geht es um mich. Gott möchte gerne eine Freundschaft mit mir. Er interessiert sich für mich ganz direkt und ganz persönlich. Und natürlich für dich! Genauso, wie du bist, möchte Gott mit dir befreundet sein. Gott findet dich nämlich richtig gut, genauso wie du bist. Mit allem, was du so großartig kannst. Mit allem, was du glaubst und was dir wichtig ist. Und auch mit allen deinen Zweifeln. Selbst wenn es manchmal Zweifel an Gott selbst sind. Für Gott ist das kein Problem. Amen.
Für viele gehört das Buddeln im Sand zu einem gelungenen Sommer einfach dazu. Vielleicht machen deswegen auch so viele Menschen Urlaub am Meer. Oder ziehen sogar dahin 😉 Aber weil das ja nicht immer so einfach umzusetzen ist, verraten wir euch hier verschiedene Ideen, mit denen man auch ganz ohne Strand ein wenig »Meer«-Feeling in die Gruppenstunde zaubern kann. Los geht’s.
Dieses erste Spiel legt die Grundlage für weitere. Es geht darum, welches Team als erstes sein Eis am Stiel aufgegessen hat. Einzige Regel: Abbeißen ist nicht erlaubt – nur Schlecken ist gewünscht. Ob dabei die Teams alle gleichzeitig schlecken oder du die Eis in einer Art Staffel schlecken lässt, ist dabei ganz dir überlassen. Wichtig ist, dass jede:r Spieler:in den eigenen Eisstiel anschließend noch hat.
Jedes Team bekommt eine kleine Wanne/Schale, gefüllt mit Sand. In dem Sand sind verschiedene kleine Gegenstände (Knöpfe, Murmeln, …) versteckt. Jeweils zwei Spieler:innen dürfen pro Team die Gegenstände suchen – aber jede:r darf nur eine Hand benutzen. Wurde ein Gegenstand gefunden, suchen die nächsten zwei aus dem Team – und so wird immer wieder gewechselt, bis alle Gegenstände gefunden wurden. Welches Team ist am schnellsten?
Nachdem alle Gegenstände gefunden wurden, geht es mit einem Staffellaufauf weiter. Jede:r Spieler:in nimmt den eigenen Eisstiel aus dem ersten Spiel und nutzt diesen als Transporthilfe. Mit dem Stiel wird Sand aus der Wanne genommen, eine Strecke weit transportiert und in einem kleinen Eimer gesammelt. Dann wird schnell zurückgelaufen und das nächste Teammitglied läuft los. Welches Team transportiert auf diese Weise den meisten Sand?
Mit dem Sand aus dem Eimer darf das Team mit Hilfe von Klebstoff und Papier ein Bild entwerfen: das Bild wird mit dem Kleber »gemalt«, es wird mit Sand bestreut und der lose Sand wird abgeklopft. Welches Bild bekommt von der Jury die meisten Punkte?
Jedes Team bekommt die Aufgabe, Gewicht zu schätzen und entsprechend einen Becher mit Sand zu füllen. Z. B. bekommen sie einen Apfel, dürfen den in der Hand wiegen und einen Becher entsprechend mit Sand auffüllen. Pro Gegenstand, den man auf diese Weise auswiegt, bekommt jeweils das Team den Punkt, dessen Sandbecher näher am Originalgewicht dran ist.
Mit dem Sand aus der Wanne, etwas Wasser und Deko-Materialien aus dem umliegenden Grün dürfen die Teams nun in einer vorgegebenen Zeit eine schöne Burg bauen. Welche bekommt die meisten Punkte?
Die Burgen werden dem Erdboden gleich gemacht, um an den Sand zu kommen – dazu muss natürlich zuerst die Deko entfernt werden.
Aus dem Sand werden anschließend Anti-Stress-Bälle für die Spieler:innen gemacht. Die Teams bekommen jeweils eine Schere, einen passenden Trichter und pro Spieler:in mindestens 3 Luftballons. Mit Hilfe des Trichters wird Sand in einen Ballon gefüllt. Wenn der prall genug ist, wird der »Hals« des Luftballons abgeschnitten und die beiden anderen Ballons werden (ebenfalls ohne »Hals«) so über den gefüllten Ballon gezogen, dass die Öffnung jeweils verschlossen wird und kein Sand mehr rausrieselt. Dann bekommen die Anti-Stress-Bälle noch ein lustiges Gesicht aufgemalt. Welches Team hast zuerst für jedes Mitglied so einen Ball gebastelt?
Sand kann schon was Feines sein. Nicht nur von der Körnung her. Sondern etwas, was uns in unserem Leben Spaß macht, uns erfreut – und das wir positiv wahrnehmen.
Aber, auch das gehört zur Wahrheit: Es kommt darauf an, wo wir diesen Sand finden. Ob am Strand oder in der ganzen Bude. Oder ganz schlimm: im Getriebe. Das Sprichwort kennen bestimmt viele. Wenn man »Sand im Getriebe hat«, dann läuft es gerade überhaupt nicht gut.
Aber aus einem Körnchen Sand kann auch etwas Wunderbares entstehen. Auch, wenn es zuerst am völlig falschen Platz ist. Denn genau so entstehen Perlen. Wenn ein Körnchen Sand in eine Muschel eindringt, versucht diese, sich vor diesem Eindringling zu schützen, und umhüllt ihn mit ihrem Perlmutt. Und irgendwann haben wir statt eines kleinen Körnchens Sand eine wunderschöne Perle.
In unserem Leben kann etwas ähnliches passieren. Da gibt es Dinge, die wir nicht verstehen. Oder die uns wehtun. Manche von uns versuchen dann, sich zu schützen. Und sie legen sich einen festen Panzer zu, das Herz wird hart wie Stein. Nichts und niemand kann sie mehr in ihrem Inneren erreichen. Doch mit der Zeit wird dieser Schutz wie ein Gefängnis, denn wer ein hartes Herz hat, steht irgendwann alleine da. Andere bringen ihre Verletzungen, ihren Schmerz und ihre Angst zu Gott. Sie vertrauen sich der Liebe Gottes an. Und der legt, Stück für Stück, seine Liebe um diese Verletzung und heilt sie. Mehr noch: Gott schafft es, diese Verletzung auf diese Weise zu verwandeln – uns auf diese Weise zu verwandeln. Gottes Liebe schützt nicht davor, auf dieser Welt verletzt zu werden. Aber er geht mit mir durch diese Zeit und hilft mir, dass mein Herz nicht hart und kalt wird – sondern weiterhin zur Liebe fähig bleibt. Und genau dann werde ich weiter Liebe erleben und weitergeben – weil ich selbst Liebe erlebe.
| Mengen für 10 Personen: | |
| Wasser | 6 l |
| Salz | 40 g |
| Pinienkerne | 100 g |
| Bandnudeln | 1,2 kg |
| Bärlauchpesto | 200 g |
| Parmesan, gerieben | 200 g |
Tipp: Dazu passt hervorragend ein bunter oder grüner Salat.
DEATER ist ein intuitives, kostenloses Online-Planungstool, mit dem klimafreundliche Gruppenverpflegungen und Freizeiten organisiert werden können.
Klimawirkung pro Portion bei diesem Rezept: 0,34 kg CO2e
Das entspricht: 32,47 Autokilometer
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