Gottesdienst
Bei der Begrüßung die Leute auf einer Tapetenrolle, Flipchart o. Ä. aufschreiben lassen, was ihnen Angst macht. Während der Feier-Zeit dort groß die Jahreslosung oder den Satz „Hab keine Angst“ darüberschreiben.
Wer von euch hat Angst vor Spinnen? (melden lassen)
Wer hat Angst vor Gewittern? (melden lassen)
Wer hat Angst vor Monstern unter‘m Bett? (melden lassen)
Ich habe gute Nachrichten für euch. Die meisten Spinnen können nicht gut sehen. Und wenn doch, dann nur ein paar Zentimeter weit. Sie nehmen euch im Normalfall also gar nicht wahr. Und hier in Deutschland sind sie auch nicht giftig. Es gibt nur eine Spinnenart, die uns wirklich beißen kann. Das fühlt sich dann ähnlich an wie ein Wespenstich. Aber die ist so scheu, dass man die im Normalfall gar nicht zu Gesicht bekommt. Und wenn man sie doch sieht, dann beißt sie nur, wenn sie wirklich geärgert wird.
Gewitter kann manchmal natürlich auch gefährlich sein. Aber wenn wir im Haus sind, passiert im Normalfall nichts, denn viele Häuser haben einen Blitzableiter.
Im Auto sind wir auch sicher. Denn jedes Auto ist ein sogenannter Faraday’scher Käfig. Vielleicht habt ihr das in der Schule schon mal gelernt. Das heißt, wenn dort ein Blitz einschlägt, dann merkt man davon im Inneren nichts. Das ist im Flugzeug übrigens dasselbe. Und heutzutage können uns die Wetter-Apps schon im Vorfeld sagen, wann es gewittern soll. Wenn man dann einfach zu Hause bleibt oder mit dem Auto fährt, statt mit dem Fahrrad, dann ist man sehr sicher.
Und auch bei dem Monster unter Bett habe ich eine sehr gute Nachricht: Die gibt es gar nicht. Wenn es dunkel ist und alles ganz still ist, dann hören wir nur jedes kleinste Geräusch: Wenn das Bett knarrt, wenn irgendwo eine Tür zuschlägt oder der Wind heult. Und wir sehen auch die Schatten, wenn die Straßenlampe ins Zimmer scheint oder ein Auto vorbeifährt. Das macht uns Angst. Aber das ist alles kein Monster.
Na, wer hat jetzt noch Angst vor Spinnen? (melden lassen)
Und wer hat noch Angst vor Gewitter? (melden lassen)
Und wer hat noch Angst vor Monstern? (melden lassen)
Reaktion, wenn sich immer noch jemand gemeldet hat: Ihr merkt: Angst geht nicht einfach weg, nur weil ich euch was über die Dinge erzählt habe, die Angst machen. Deshalb wollen wir heute drüber nachdenken, wie wir mit Angst umgehen können. Was wir tun können, damit sie kleiner wird oder sogar ganz verschwindet. Oder auch, dass wir gar keine Angst erst bekommen.
Reaktion, wenn sich keiner mehr gemeldet hat: Wie schön, dass ich eure Angst so leicht vertreiben konnte. Aber nicht immer geht Angst so leicht weg. Deshalb wollen wir heute drüber nachdenken, wie wir mit Angst umgehen können. Was wir tun können, dass sie kleiner wird oder sogar ganz verschwindet. Oder auch, dass wir gar keine Angst erst bekommen.
Wir haben euch dafür heute verschiedene Stationen mitgebracht. (Stationen vorstellen)
Material: ein „Fürchte-dich-nicht-Monster“ muss fertig gebastelt sein
Alternativ oder ergänzend zur Anfangsmoderation, wird die Moderation von jemanden unterbrochen, der das Fürchte-dich-nicht-Monster (s. „Station 10: Fürchte-dich-(nicht)-Monster“) spielt:
| Angstmonster: | Mjam, mjam, mjam. (schmatzt genüsslich) |
| Moderation: | Oh, das Angstmonster. Ja, das ist auch hier. Das fühlt sich mal wieder sehr wohl. |
| Angstmonster: | Mmmm (tut so, als würde es genüsslich kauen). Immer wieder finde ich viele, viele Sorgen, die mir so gut schmecken. |
| Moderation: | Aber weißt du, Angstmonster, heute werden wir dich mal mit etwas Neuem füttern. |
| Angstmonster: | (verdutzt) Etwas Neuem? Aber mir schmecken die Ängste doch so gut. (schmatzt) Mjam, mjam, mjam. Mir schmeckt gut, dass manche Angst vor dem Sportunterricht haben und andere vor dem Test und manche vor dem Geburtstag und manche … |
| Moderation: | Nein, stopp. |
| Angstmonster: | (noch verdutzter) Was denn? |
| Moderation: | Heute lernen wir etwas anderes kennen. Heute wirst du zu einem Fürchte-dich-nicht-Monster werden. |
| Angstmonster: | Fürchte dich nicht? |
| Moderation: | Ja! Gott sagt das nämlich immer wieder, dass wir uns nicht fürchten müssen. |
| Angstmonster: | (lacht) Ja und? Es gibt aber doch so, so viel, dass einem ganz schön viele Gründe zum Fürchten gibt. Oh hier! (schnappt in der Luft herum) Mjam, mjam. Gerade eben habe ich die Angst, etwas Peinliches zu machen, geschnappt … oh, die schmeckt mir auch so gut. Mjam, mjam. |
| Moderation: | Aber weißt du, es gibt ja nicht nur diese Ängste … |
| Angstmonster: | (schnappt weiter in der Luft herum) Oh, aber von denen gibt es viele … hier schon wieder … ah ja, die Angst jemanden nicht zu gefallen … mjam, mjam … |
| Moderation: | Nein, es gibt noch etwas: Es gibt Gottes große Hand, die uns hält. |
| Angstmonster: | (irritiert) Eine große Hand, die uns hält? |
| Moderation: | Ja genau. So steht es in der Bibel. |
| Angstmonster: | Und was macht diese Hand? |
| Moderation: | Das finden wir heute gemeinsam heraus. Aber ich bin mir sicher, am Ende von dieser Kirche Kunterbunt wirst du dich zu einem Fürchte-dich-nicht-Monster verwandeln. |
| Angstmonster: | Hm … da bin ich gespannt. |
Material: grüne Blätter, blaue Stifte, rote Stifte, schwarze Pappe, rotes Transparentpapier, ausgedruckte Bibelverse als Verheißungen/Zusprüche Gottes
Einleitung: Viele Verse in der Bibel sind Versprechen auf etwas, was irgendwann kommen wird, aber noch nicht sichtbar ist. Immer wieder wurden Menschen in den biblischen Geschichten ermutigt, diese Versprechen nicht zu vergessen, sich daran festzuhalten, auch wenn sie noch nicht greifbar sind. In dieser Station wollen wir uns auch an das „Unsichtbare“ erinnern, in dem wir eine Geheimschrift sichtbar machen. Das geht so:
Stationsbeschreibung

Material: Klebeklettband (kann man beispielsweise online bestellen oder im Baumarkt kaufen), Schere, Klett-Klebepunkte, große Decke oder Wand, Bälle zum Bekleben, vorbereitete Pappschilder mit den Worten: Sorgen, Angst, Zweifel, Langweile, Müdigkeit, usw., Kreppband
Aufbau: Wir bauen uns einer Art Dartscheibe in XXL. Sollte euch das zu aufwendig sein, könnte man auch eine Klebe-Dartscheibe kaufen. Bei der XXL-Scheibe haben wir die Chance, sie ganz nach unseren Wünschen aufzubereiten. Dafür kauft ihr Klebe-Klettband und befestigt es an Bälle (zum Beispiel alte Jonglierbälle). Auf einer großen Decke oder Wand werden die Klebeklettpunkte mit lösbarem Band (wie Kreppband) befestigt. Ebenso werden auf der Decke die beschrifteten Pappschilder vorbereitet. Wenn man nun den vorbereiteten Klett-Ball auf die Klebepunkte wirft, sollten die Klebepunkte sich vom Kreppband lösen und stattdessen an dem Klett-Ball festhaften.
Einleitung: Manchmal stehen wir vor Situationen, die uns ganz schön schwerfallen. Situationen, vor denen wir Angst haben und uns am liebsten irgendwie aus ihnen herauswinden würden. Kennt ihr so Situationen? Was war das zum Beispiel bei euch?
Bei dieser Station können wir ausprobieren, was es bedeutet, eben nicht auf diese dunklen Stimmen zu achten, die uns Angst machen und von Sorgen erzählen, sondern auf die hoffnungvollen Klebepunkte.
Stationsbeschreibung: Ihr habt nun 1 Minute Zeit (passt es so an, wie es bei eurer „Dartscheibe“ Sinn ergibt) so häufig, wie ihr könnt, auf diese Wand zu werfen und zu versuchen, die Klebepunkte zu sammeln. Aber Achtung: Schaut nur auf die Klebepunkte und lasst euch nicht von den Pappschildern ablenken.
Gesprächsimpuls: Wie kann das denn im Alltag funktionieren, sich nicht so sehr von Ängsten und Sorgen ablenken zu lassen?

Material: beschichteter Karton, z. B. Tetrapak, ohne Knicke/Falten (vorab im Team sammeln); 3–4 Wassergläser; Stifte; Scheren; Wasser
Einleitung: „Ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit“ (Jesaja 41,10b Lu) – wie meint das Gott? Wie können wir uns das heute vorstellen? Nicht jeder darf mich mit seiner Hand berühren! Ist das eine angenehme Hand, die mich halten möchte? Das jüdische Volk hat erlebt, dass es ihnen Kraft gibt, von Gottes Händen gehalten zu werden.
In dieser Station wollen wir entdecken, dass Gottes Hand hält. Das geht so:
Stationsbeschreibung
Die Hand (Gottes) hält allem (Wasser-)Druck stand. Gottes Hand hält dich. Du bist gehalten von Gott.
Material: große, weiche Decke, ein paar Wäscheklammern, Bereich/Raum etwas abseits
Aufbau: Am besten in einem Bereich oder Raum, der etwas abseits und ruhiger ist.
Einleitung: Manchmal wissen wir nicht, wie wir die nächste Woche meistern werden. So viel muss noch erledigt werden und dann noch ein Magen-Darm-Infekt. Wir wollten doch so gern mal wieder zusammen Fahrradfahren.
Bei dieser Station können wir erleben, wie es ist, wenn man nicht allein durch den Alltag hetzt, sondern gestärkt wird von einem unsichtbaren Gott.
Stationsbeschreibung: Stellt euch als Familie dicht zusammen, eure Gesichter einander zugewandt. Jetzt gibt die Stationsleitung einem Erwachsenen eine Ecke der großen Decke und hält diese fest. Die Mitarbeiterin läuft einmal mit der Decke um die ganze Familie herum, bis jeder ein Stück Decke am Rücken spüren kann. Das andere Ende der Decke wird mit einer Wäscheklammer befestigt. Jetzt liest die Leitung die Jahreslosung vor und hält die Hand schützend über die Köpfe (angedeutet).
Gott sagt zu euch (Familie XY): „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich. Ich helfe dir auch durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Amen.
Im Anschluss wird die Decke wieder abgenommen und es gibt den Gesprächsimpuls.
Gesprächsimpuls: Wie hat sich das angefühlt, die anderen so nah zu spüren? Hat die Decke einen Unterschied gemacht? Gott ist euch so nah wie die Decke und stärkt euch den Rücken in all den Herausforderungen als Familie.
Material: laminierte Karten mit Versteilen, Markierungen für Start und Ende der Laufstrecke
Aufbau: den Laufbereich abgrenzen und markieren
Einleitung: Es gibt leichte und schwere Tage. Manchmal flitzen wir, manchmal schleichen wir. Manchmal möchten wir am liebsten rückwärtsgehen, um gar nicht erst los zu müssen. An jedem neuen Tag gilt uns die Zusage Gottes, dass er uns begleitet. In unterschiedlicher Geschwindigkeit könnt ihr an dieser Station die Zusage Gottes ergreifen.
Stationsbeschreibung: Stellt euch als Familie oder wilder Haufen hintereinander auf. Der Reihe nach läuft die erste Person los. Die Leitung sagt wie (flitzend, schleichend, rückwärts, gemütlich – altersgerecht anpassen). Am Ende der zuvor festgelegten Strecke sind die Einzelteile der Jahreslosung auf laminiertem Papier verdeckt ausgelegt. Das Familienmitglied greift schnell eine Karte und geht im gleichen Bewegungsmodus zurück zur Familie. Nun ist das nächste Familienmitglied im neuen Bewegungsmodus dran. Bis alle Karten aufgehoben wurden. Die Satzteile werden am Ende miteinander zusammengesetzt.
„Fürchte dich nicht,
denn ich bin mit dir.
Weiche nicht,
denn ich bin dein Gott.
Ich stärke dich.
Ich helfe dir auch
durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“
Gesprächsimpuls: Was hilft dir, um Gott zu vertrauen? Geht das leichter, wenn du schnell oder eher langsam unterwegs bist?
(Station für Erwachsene oder ältere Kinder)
Material: Arbeitsblatt „Sonnenzeit–Gewitterzeit“ auf Din A3-Papier ausdrucken (s. Anhang: Arbeitsblatt und Beispielblatt), Stifte, Radiergummi, evtl. leise Musik im Hintergrund
Stationsbeschreibung: Nimm dir ein Arbeitsblatt und denke einmal über dein bisheriges Leben nach. Du siehst auf dem Blatt einen Zeitstrahl. Dafür steht die gestrichelte Linie. Wann waren in deinem Leben bisher Sonnenzeiten, wann waren Gewitterzeiten? Die Plus- und Minus-Achse hilft dir zu schauen, wie gut es dir ging oder wie schlecht. Wenn du es ganz nah an die Sonne schreibst, dann waren das besonders schöne/gute Zeiten. Wenn du es nah an die Gewitterwolken malst, waren das schlechte Zeiten. Du kannst auch ins Blatt schreiben, was da jeweils geschehen war, so ähnlich, wie du es auf dem Beispielblatt siehst. Wenn du fertig bist, zeichnest du deine Kurve noch einmal mit einem dicken Stift nach.
Hier gibt es nun verschiedene Rituale, die bei Angst helfen können. Als Kirche Kunterbunt dürft ihr alle anbieten oder alle als Kärtchen vorbereiten, bei der man sich ein Ritual aussuchen kann, oder ihr fokussiert euch auf ein Ritual. Schaut doch gern, was in euren Kontext passt. Diese Rituale könnten auch eine Idee für Zuhause sein.
Material: große Kerze, Teelichter, Tuch, Feuerzeug, große Decke(n), Kuscheltier(e), Anleitung „Muskel- und Atementspannung“ (s. Anhang)
Stationsbeschreibung/Gesprächsimpuls: Manchmal haben wir Angst vor etwas oder vor jemandem. Was macht euch zum Beispiel Angst? (Antworten der Teilnehmenden) Was hilft dir, wenn du Angst hast? (Antworten der Teilnehmenden) Wir wollen jetzt ein paar ganz einfache Möglichkeiten ausprobieren, was wir tun können, wenn wir Angst haben.
Kerze: Ihr setzt euch alle im Kreis um die große Kerze (unter der Kerze ein Tuch). Ein Kind darf sie anzünden. Ihr schaut alle ganz aufmerksam ca. 1 Minute in die Flamme; dabei versucht ihr ganz still zu sein. Dann entzündet jede/jeder an der großen Kerze still ein Teelicht und stellt es im Kreis um die Kerze auf. So wird es immer heller. Die Angst wird kleiner. Ihr schaut weiter in das Licht. In euch wird es hell. In euch wird es ruhig und still.
Kuscheltier: Nimm das Kuscheltier in den Arm und drücke es an dich. (Alternativ: jeder nimmt eines der Kuscheltiere.) Jetzt kannst du dem Kuscheltier ganz leise zuflüstern, was dir Angst macht. Dadurch wird die Angst kleiner. Du kennst vielleicht das Sprichwort: „Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ (Bei nur einem Kuscheltier: reihum weitergeben.) Und jetzt sagst du dem Kuscheltier noch etwas, was dir ganz viel Spaß macht. Auch dazu gibt es das passende Sprichwort: „Geteilte Freude ist doppelte Freude.“ (Bei einem Kuscheltier: reihum weitergeben.)
Deckensegen: Kuschelt euch als Familie oder wilder Haufen jetzt zusammen in eine große Decke oder kuschele dich allein oder zusammen mit jemandem, den du gernhast, in die Decke. (Dein Kuscheltier kannst du gern mitnehmen.) Mach die Augen zu. Genieße die wärmende Decke und die Nähe zum anderen. Jetzt atme ganz ruhig und gleichmäßig. Achte darauf, dass du ganz lange ausatmest, so lange, bis kein Atem mehr kommt. Dann atme wieder ein. Atme aus – atme ein – atme aus – atme ein … Du spürst, wie du immer ruhiger wirst. Deine Angst wird kleiner, deine Sorgen werden kleiner. Du genießt, dass alles um dich herum still ist. – Gott wünscht dir jetzt alles Gute; so nennen wir das, wenn wir von Gott gesegnet werden:
„So groß und beschützend wie die Decke ist auch Gott, der Allmächtige. Gott, der Vater, der Allmächtige, der den Himmel, die Erde und alles Leben darauf geschaffen hat, sieht dich und ist bei dir.
Und er segnet dich. Er nimmt dich in den Arm. Er schenkt dir Sicherheit und Geborgenheit. Wenn du Angst hast, gibt er dir neuen Mut.
Jesus, der Sohn, der für uns am Kreuz gestorben ist, der alle unsere Sorgen und Ängste kennt, segne dich. Er mache deine Gedanken weit und schenke dir Offenheit für die Menschen und alles um dich herum. Er schenke dir Vertrauen und Zuversicht.
Und der Heilige Geist, der immer bei dir ist, der dich inspiriert und motiviert, er segne dich. Er schenke dir Trost und Wärme an jedem Tag. Seine Liebe begleitet dich zu jeder Zeit.
So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.“
Muskel- und Atementspannung: Anleitung für Muskel- und Atementspannung als Kopie mit nach Hause geben. Oder gleich gemeinsam ausprobieren.
Material: Notizzettel (DIN A7), Wunderkerzen, Wolle, Feuerschale, einige Bio-Anzünder aus Holzwolle, Feuerzeug
Stationsbeschreibung: Wir machen uns im Leben viele Sorgen. Wir haben Angst, was uns erwartet. Wir haben Kummer. Wir ärgern uns über etwas. Wir sind traurig, weil wir jemanden verloren haben. Wir sind enttäuscht, dass uns etwas nicht gelungen ist. Wir schämen uns für etwas, was schiefgelaufen ist. Wir fühlen uns schuldig, weil wir etwas Schlechtes getan haben. Und vieles mehr …
Du kannst deine Sorgen auf einen kleinen Zettel schreiben. Dann wickelst du den Zettel um zwei Wunderkerzen und biegst die Enden um. Das Ganze bindest du mit einem Wollfaden zusammen. So wird daraus ein Sorgen-Bündel. Nach unserer Feier-Zeit kannst du dann deine Sorgen ins Feuer werfen und sehen, was passiert.
Alternative: Es können auch kleine Sorgensteine beschrieben werden aus Marmorkiesel als Alternative zu den Sorgenbündeln.
Nach der Feier-Zeit: Du kannst jetzt deinen Sorgenstein jemandem geben, dem du vertraust. Bitte diesen Menschen darum, dass er für dich in deinen Sorgen betet.
Kleines Feuer in der Feuerschale entzünden (dazu genügen ein paar Bio-Feueranzünder aus Holzwolle).
Werft nun nacheinander eure Sorgen-Bündel ins Feuer. Wartet aber mit dem Hineinwerfen immer so lange, bis ein Sorgen-Bündel in Flammen und Funken aufgegangen ist.
Material: Schrumpffolie, Acrylfarbe, Permanentstifte, Schere, Locher, Backpapier, Backofen, Schlüsselring (evtl. kleines Kettchen)
Stationsbeschreibung: Welche Hand hältst du gerne? Und warum ist das ein gutes Gefühl, die Hand von jemandem zu halten? – Gott hält deine Hand! Er ist mit dir.
Hier könnt ihr euch einen Anhänger gestalten, der euch immer daran erinnert. Bestreicht eure Hände mit etwas Acrylfarbe oder Stempelfarbe und drückt sie auf die raue Seite der Schrumpffolie. Nicht zu viel Farbe verwenden, sonst verwischt der Abdruck. (Alternativ könnt ihr auch die Hand auf ein Papier legen, umranden und die Form auf die Schrumpffolie übertragen.) Mit den Permanentstiften „Ich bin mit dir!“ oder „Gottes Hand hält dich!“ schreiben oder den Handabdruck verzieren. Den Handabdruck sauber ausschneiden. Oben ein kleines Loch stanzen (für den Schlüsselring). Den Ofen auf ca. 150–170 °C vorheizen (je nach Folienangabe). Die ausgeschnittenen Handabdrücke auf ein Backblech mit Backpapier legen und für ca. 1–3 Minuten in den Ofen geben. Die Folie rollt sich erst zusammen (keine Panik!). Danach wird sie wieder flach und deutlich kleiner (ca. 1/3 der ursprünglichen Größe). Direkt nach dem Herausnehmen könnt ihr das Motiv vorsichtig mit einem Buch flach drücken (falls es sich leicht gewölbt hat). Abkühlen lassen (wird fest und stabil). Schlüsselring durch das Loch ziehen – fertig!
Für kleine Kinder ist die Nachzeichen-Variante oft einfacher als der Farb-Handabdruck.
Gesprächsimpulse: In welchen Situationen wünscht ihr euch die Gewissheit, dass Gottes Hand euch hält? Wo könntet ihr euren Anhänger anbringen, damit er euch daran erinnert?

Material: quadratisches Papier (ca. 20×20 cm), Stifte, Papier zum Verzieren, Bastelaugen, evtl. Stempel
Stationsbeschreibung: Das Fürchte-dich-nicht-Monster hilft uns zu thematisieren, dass wir uns manchmal fürchten. Überlegt euch zunächst gemeinsam, wovor ihr euch fürchtet bzw. man sich fürchten kann. Vielleicht findet ihr kurze Worte oder Symbole dafür?
Dann geht es ans Monster basteln:

Material: Bügelperlen, runde Bügelperlen-Steckbretter, Eisstäbchen, Seifenblasenwasser, Plastikteller, Heißkleber
Stationsbeschreibung
Man benötigt für das Theaterstück 2 Personen: Moderation, Petrus
Auf der Bühne steht ein kleiner Tisch mit 2 Stühlen, ggf. mit etwas zu trinken, so wie in vielen Talkshows.
Die Liste (Tapetenrolle, Flipchart o. Ä.) von der Begrüßung steht mit auf der Bühne.
| Moderation: | (steht auf der Bühne) Ihr habt jetzt ganz schön viel über Angst gelernt bzw. über das Keine-Angst-Haben. (Hier können die Teilnehmenden gern erzählen, was für sie heute besonders spannend war, entweder in kleinen Gruppen oder sie sagen es laut vor allen.) Ich habe uns heute einen ganz besondere Gast eingeladen, der uns erzählen wird, wo er schon einmal Angst hatte und wie er damit umgegangen ist. Begrüßt mit mir mit einem donnernden Applaus: Petrus aus Kapernaum! (Petrus kommt auf die Bühne; Moderation und er setzen sich) Schön, dass du heute bei uns bist, Petrus! Du bist ja ein Freund von Jesus. Und du hast Jesus so richtig als Mensch auf dieser Welt kennengelernt. Du bist auch viel mit ihm unterwegs gewesen, hast also ganz viele Wunder hautnah miterlebt und Jesus ganz oft predigen gehört. Das hört sich alles sehr idyllisch an. Gab es da überhaupt Zeiten, wo du Angst haben musstest? |
| Petrus: | Manchmal schon. Natürlich gab es viele Tage, an denen ich einfach glücklich war, dass ich mit Jesus unterwegs sein durfte. Da habe ich mich total sicher bei ihm gefühlt und wir hatten einfach eine gute Zeit. Aber manchmal gab es Auseinandersetzungen mit Menschen, denen Jesus komisch vorkam. Oder wir haben Situationen erlebt, wo ich ganz schön Muffensausen erlebt haben. Also ja: Angst kenne ich. Auch aus der Zeit mit Jesus. |
| Moderation: | Magst du uns mal ein Beispiel nennen? |
| Petrus: | Ja, gern. Eines Tages zum Beispiel waren wir am See Genezareth unterwegs. Da hat Jesus plötzlich zu uns gesagt: „Kommt, lasst uns auf die andere Seite fahren!“ Gesagt, getan. Wir sind also in ein Boot gestiegen und losgeschippert. Doch als wir unterwegs waren, kam plötzlich Wind auf und der wurde immer stärker und stärker. Wir waren uns plötzlich unsicher, was wir machen sollten. Sollten wir vielleicht umkehren und schauen, dass wir so schnell wie möglich ans Ufer zurückkamen? Wir wollten schon Jesus fragen, aber da haben wir gemerkt, dass er in einer windgeschützten Ecke lag und schlief. Und wir wollten ihn auch nicht wecken. Immerhin brauchte er seine Ruhe nach dem ganzen Trubel, der immer um ihn rum war. Deshalb haben wir die Sache selbst in die Hand genommen. Ich bin ja von Beruf Fischer und einige andere an Bord waren das auch. Wir haben die Segel eingeholt, die Leute unter Deck geschickt und versucht, das Schiff so gut es geht, durch die Wellenberge zu steuern. Am Anfang hat auch alles funktioniert. Doch der Sturm wurde immer heftiger. So einen Sturm hatte ich tatsächlich noch nie erlebt. |
| Moderation: | Das war also der Moment, wo du Angst hattest? |
| Petrus: | Ja, genau. Ich habe echt gedacht: „Das war’s jetzt. Jetzt gehen wir unter.“ |
| Moderation: | Und Jesus hat die ganze Zeit geschlafen? |
| Petrus: | Ja, verrückt, nicht? Der hatte wirklich einen gesunden Schlaf. |
| Moderation: | Wie ging es dann weiter? |
| Petrus: | Meine Freunde und ich haben Jesus geweckt. Ich weiß gar nicht, wie er uns hören konnte bei dem Sturm. Aber er hat ziemlich schnell verstanden, dass wir in einer wirklich ausweglosen Situation sind. |
| Moderation: | Und was hat er dann gemacht? Euch zurück ans Ufer gebeamt? |
| Petrus: | Nein, er hat erstmal gar nichts gemacht, sondern uns einfach nur angeschaut, jeden Einzelnen. |
| Moderation: | Das wars? Mehr nicht? |
| Petrus: | Doch, zum Glück schon. Er hat sich hingestellt und laut gerufen: „Wind, sei still!“ |
| Moderation: | Und? |
| Petrus: | Der Wind wurde still. Von jetzt auf gleich hörte der Sturm auf. |
| Moderation: | Verrückt! |
| Petrus: | Ja, das war wirklich verrückt. Ich hatte ja schon erlebt, wie Jesus Wunder getan hatte. Aber jetzt, wo es mich ganz persönlich betroffen hat, fühlte es sich so merkwürdig an. Ich hatte gar nicht damit gerechnet und ich wusste nicht, was ich davon halten sollte. Ich wusste nicht einmal, was ich von Jesus halten sollte. Das hört sich vielleicht komisch an, aber so war es. |
| Moderation: | Aber wie gehts dir jetzt damit? Jetzt, wo dieses Erlebnis schon Jahre zurückliegt? |
| Petrus: | Ich bin dankbar, dass ich das erlebt habe. Denn es hat meinen Glauben an Jesus stark gemacht. Ich habe noch oft Angst gehabt, so wie alle Menschen. Ihr habt ja auch vorhin einige Sachen aufgeschrieben (zeigt auf die Liste aus der Begrüßung – liest ggf. einige Sachen vor). Angst ist menschlich. Gehört dazu. Aber jetzt weiß ich, dass Jesus mir zusagt: „Hab keine Angst, ich bin da!“ Das gilt für alle Ängste dieser Welt. (Er schreibt mit dickem Filzstift „Habt keine Angst“ quer über die Liste). |
| Moderation: | Das passt ganz super zu dem Bibelvers, der über diesem Jahr steht. Da sagt Gott uns zu: „Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir! Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!“ |
| Petrus: | Was aber natürlich nicht heißt, dass wir nie wieder Angst haben werden. Auch ich habe ab und zu noch Angst. Aber ich weiß: ich bin mit meiner Angst nicht allein. Gott hilft mir, dass die Angst kleiner wird. Und manchmal merke ich, wie er sie sogar ganz wegnimmt. Das finde ich klasse. |
| Moderation: | Vielen Dank, Petrus, dass du uns einen kleinen Einblick in dein Leben gegeben hast. (wendet sich an Publikum) Und vielen Dank an euch, dass ihr euch auf dieses Thema eingelassen habt. |
In dem Bibelvers, um den es heute ging, da hieß es, dass wir uns nicht fürchten müssen, keine Angst haben müssen, weil Gott uns mit seiner Hand hilft.
Wir haben ein Gebet, in dem es auch um eine Hand geht.
Jeder Finger unserer Hand hat einen eigenen Namen und eine eigene Bedeutung: Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger, kleiner Finger. Die fünf Finger können uns beim Beten helfen. Macht mir einfach nach, was ich vormache. Gern dürft ihr auch den Text mitsprechen.
(Die Sätze in Klammen werden von der Moderation gesprochen. Die anderen Teile dürfen alle mitsprechen. Ggf. mit einem Beamer projizieren, sodass alle leicht mitlesen können.)
Daumen heben: Guter Gott, mit dir wird es leichter.
Mit dem Zeigefinger eine Bewegung machen, mit der ich jemanden zu mir kommen lasse: Jesus, wenn ich dich brauche, dann kann ich jederzeit mit dir sprechen. Dann weiß ich: Ich bin nicht allein. Du kommst zu mir und bist bei mir.
Die Hand nach oben gestreckt vor das Gesicht halten: (Der Mittelfinger zeigt mir die Mitte meiner Hand. Er ragt über die anderen Finger hinaus.) Gott, du bist die Mitte meines Lebens. Du bist größer und mächtiger als alles, was es gibt. Du beschützt mich, bist zu mir wie ein guter Vater und eine gute Mutter.
Mit der anderen Hand auf die Stelle am Ringfinger zeigen, wo normalerweise der Ring sitzt: (Wenn Menschen sich lieben und zeigen wollen, dass sie zusammengehören, tragen sie manchmal einen Ring am Ringfinger.) Jesus, du und ich gehören zusammen. Wir sind unzertrennlich. Selbst, wenn ich dich einmal vergesse, denkst du immer an mich. Du liebst mich, ganz egal, wie es mir gerade geht. Wir gehen zusammen durch dick und dünn.
Den kleinen Finger alleine in die Höhe strecken: (Es gibt eine Redensart, die sagt: „Wenn man ihm den kleinen Finger reicht, nimmt er gleich die ganze Hand.“ Damit meinen wir: Wir bieten jemandem unsere Hilfe an, und der andere will noch mehr Hilfe von uns.) Bei dir, Gott, ist das ganz anders: Du bietest mir nicht nur den kleinen Finger an. Du reichst mir die ganze Hand. Du hilfst mir immer. Du bist immer für mich da.
Die Hand (oder beide Hände) mit gespreizten Fingern in die Höhe halten: Gott, du bist mein Vater. Du bist meine Mutter. Und wir alle sind deine Kinder. Jesus, wir sind deine Brüder und Schwestern. Heiliger Geist, mit dir sind wir eine große Familie.
Einander die Hand reichen (Händedruck).
| Moderation: | Ah du bist ja auch wieder hier. |
| Fürchte-dich-nicht-Monster: | Ja, aber schau mal … (zeigt den offenen Mund) |
| Moderation: | Das sieht so aus, als wärst du ein „Fürchte dich-nicht-Monster“ geworden. |
| Fürchte-dich-nicht-Monster: | (stolz) Das bin ich … aber naja … manchmal esse ich auch trotzdem noch Ängste. |
| Moderation: | Ja, das hört wohl nie auf, dass es auch Momente in unserem Leben gibt, die sich ganz schön groß und schwer für uns anfühlen. |
| Fürchte-dich-nicht-Monster: | Aber ich hab bei einer Station gelernt, was ich dann machen kann, wenn ich Angst bekomme … |
| Moderation: | Oh, das ist wichtig! |
| Fürchte-dich-nicht-Monster: | Und ich hab auch gemerkt, dass Ängste ja auch normal sind … alle haben vor etwas mal Angst. |
| Moderation: | Sogar ein Petrus. |
| Fürchte-dich-nicht-Monster: | Ja, sogar der. (überlegt) Manchmal ist eben das Blöde, dass man nicht immer sieht, dass man nicht allein ist … wie mit dieser Geheimschrift und der Lupe. Manchmal fühlt sich ziemlich viel im Leben wie Geheimschrift an. |
| Moderation: | Das stimmt … (überlegt) Aber weißt du, ich glaub deswegen ist es so wichtig, dass wir uns einfach immer wieder gegenseitig daran erinnern, dass wir es nicht sind. |
| Fürchte-dich-nicht-Monster: | Und wie machen wir das? |
| Moderation: | Zum Beispiel durch Segen. Komm, wir lassen uns heute den Segen zupusten. |
Material: Mut-mach-Seifenblasen-Lupe, Seifen-Lauge
Ihr durftet bei einer Station aus Bügelperlen so tolle Mut-mach-Seifenblasen-Lupen basteln. Vorhin wurden wir ermutigt, dass wir uns gegenseitig immer wieder erinnern dürfen, dass wir nicht allein sind. Das machen wir auch, indem wir uns Segen zusprechen. Wir erinnern uns: Wir sind ja gar nicht allein.
Heute puste ich euch den Segen zu, durch die Mut-mach-Seifenblasen-Lupe, und lasse kleine Segens-Seifenblasen zu euch fliegen. Achtet darauf, dass wir sie nicht platzen lassen. Und wenn sie bei euch landen, vielleicht könnt ihr die Segens-Seifenblase ja zu einer anderen Person weitergeben.
(Vermutlich wird Unruhe entstehen, wenn die ersten Seifenblasen fliegen. Deswegen wählt einen guten Zeitpunkt, wann ihr den Text sprecht, damit euch noch zugehört wird.)
Damit wir nie vergessen: Wir sind nicht allein.
Damit wir nie vergessen: Gott ist mit uns.
Damit wir nie vergessen: Gott ist größer als alles, was uns Angst machen kann.
Und so segne uns
Gott, der Vater, der Sohn und die Heilige Geistkraft.
Amen
Baustein
Dieser Baustein kann in der Konfiarbeit, im Teenkreis oder auch als Element in einem Jugendgottesdienst eingesetzt werden.
Als Material wird benötigt: eine ausreichende Anzahl an Mausefallen (mind. 20–30) und ein abgegrenzter Bereich, z. B. auch ein Stuhlkreis. Außerdem eine Handvoll Schlafmasken.
Der abgegrenzte Bereich (z. B. Stuhlkreis) wird gebildet. Bei kleinen Gruppen wird der Stuhlkreis durch leere Stühle so erweitert, dass eine angemessen große Aktionsfläche entsteht. Die Leitung verteilt direkt vor der Übung auf der durch den Stuhlkreis begrenzten Fläche gespannte, verkehrtherum gelegte Mausefallen. Wichtiger Sicherheitshinweis: Der gespannte Bügel jeder Mausefalle muss auf dem Fußboden liegen! Es ist notwendig, das Spannen und Aufstellen der Mausefallen vorher gut zu üben. Die Teilnehmenden dürfen die Mausefallen nicht selbst spannen. Wenn beim zügigen Aufbau eine Mausefalle zufällig auslöst, erhöht das die Spannung.
Wichtig ist der Hinweis, dass verkehrtherum liegende Mausefallen keine Verletzungen hervorrufen können, sondern nur hochspringen und erschrecken. Die Leitung kann das mit bloßen Füßen auch selbst demonstrieren. Die Erfahrung ist, dass dadurch keine Spannung verloren geht.
„Ihr bekommt eine Aufgabe: Diejenigen, die sich trauen, werden das Spielfeld barfuß und mit einer Augenbinde durchqueren. Dabei dürfen sie von niemandem berührt werden. Ihr startet von eurem Stuhl und müsst den Kreis einmal durchqueren.“
Alle überlegen gemeinsam, wie sie den Teilnehmenden durch den Kreis helfen können. In einer ersten Runde ist es erlaubt und erwünscht, dass sehende, führende Personen mit durch den Kreis gehen. Die führenden Personen dürfen jedoch nur durch ihre Stimme die Blinden durch den Kreis lotsen.
Es folgt eine kurze Auswertung: „Wie fühlten sich die blinden Personen? Wie ging es den lotsenden Personen? Was hat geholfen oder gehindert?“ Die Reflexion zielt darauf, deutlich zu machen: Wenn jemand direkt bei mir ist, fällt es mir leicht, durch den Kreis zu gehen.
Es folgt eine zweite Runde unter verschärften Bedingungen: Die Sehenden müssen außerhalb der Aktionsfläche bleiben und müssen von außen mit der Stimme lotsen. Je mehr Teilnehmende und Lotsende es gibt, umso herausfordernder wird es, der richtigen Stimme zu folgen. Außerdem werden die Mausefallen von der Leitung bspw. mit einem Besen vor die Füße der Teilnehmenden verschoben, um die Spannung zu erhöhen.
Es schließt sich wieder eine Auswertung an: „Wie ging es den beteiligten Personen? Was war herausfordernd?“ Die Reflexion zielt darauf, deutlich zu machen, dass je weiter jemand entfernt ist, es umso schwieriger ist, die Stimme zu hören. Und dass damit die Furcht steigt, den nächsten Schritt zu machen.

ANMERKUNGEN AUS DER REDAKTION
Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Anregung!
Vielleicht passt nicht alles zu eurer Situation oder zu eurem Frömmigkeitsstil – das ist völlig in Ordnung. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben und selbst zu denken. Genau dazu möchte euch auch diese vorgestellte Einheit ermutigen. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behaltet das Gute!“
Es gibt einige Weihnachtsideen, die sich mit der Figur der Maria und ihrem Weg als Mutter Jesu beschäftigen. Doch wie erging es eigentlich Josef – als Vater Jesu?
Dieser Frage möchte dieser Entwurf nachgehen. An den einzelnen Stationen wollen wir Josef näher kennenlernen, einen Blick auf seinen Lebensweg werfen und entdecken, was wir aus seinem Leben für unseren eigenen Weg mitnehmen können. Dabei wird es richtig handwerklich, denn wir tauchen auch in sein berufliches Leben als Zimmermann ein.
Der Entwurf ist ursprünglich als Advents- bzw. Weihnachtsentwurf konzipiert. Er lässt sich jedoch auch zu anderen Zeiten im Kirchenjahr einsetzen, wenn der Schwerpunkt entsprechend angepasst wird. Eine passende Gelegenheit ist beispielsweise das Hochfest des Heiligen Josef, das in der katholischen Kirche am 19. März gefeiert wird. Je nach Anlass kann dabei auch die Gestaltung der Feierzeit entsprechend verändert werden.
NAMENSSCHILDER:
Vielleicht möchtet ihr zu Beginn gemeinsam Namensschilder gestalten? Eine unkomplizierte Möglichkeit ist, Kreise aus Pappe auszuschneiden, diese bunt zu bemalen und anschließend ein Loch hineinzustanzen. Durch das Loch kann Wolle gefädelt werden, sodass sich die Namensschilder einfach umhängen lassen.
Passend zum Thema dieses Entwurfs könnten die Namensschilder auch in Form verschiedener Werkzeuge oder Gegenstände aus einer Werkstatt gestaltet werden. So entsteht bereits beim Ankommen eine kleine thematische Verbindung zu Josef und seinem Leben als Handwerker.
BEGRÜßUNGSLIED:
Vorschläge zu Willkommenszeit-Liedern findet ihr hier https://www.kirche-kunterbunt.de/gestalten/material/musik/
ANFANGSMODERATION
(in der Anfangsmoderation geht es darum, die Menschen auf eure Weise willkommen zu heißen. Vielleicht gebt ihr einen Überblick darüber, was die Familien bei euch erwartet? Vielleicht stellt ihr das Team vor? Vielleicht habt ihr ein besonderes Votum, das zu Beginn gesprochen wird? Dafür ist hier Platz. Zusätzlich lädt diese Anfangsmoderation auch ein, das kommende Theaterstück einzuleiten und die Menschen mit dem Thema in Verknüpfung zu bringen.)
Sprecher:in
Willkommen in unserer Kirche Kunterbunt! Heute wird es laut, kreativ und vielleicht auch ein bisschen staubig. Denn heute verwandelt sich unsere Kirche in eine Werkstatt.
Josef kommt mit Hammer und Holzstück zur Tür herein.
Josef:
Schalom! Na, hier wird aber ordentlich gewerkelt!
Ich bin Josef aus Nazareth. Von Beruf bin ich Zimmermann. Ich baue Tische, Türen, Dächer … eigentlich alles, was man aus Holz so bauen kann.
Sprecher:in
Josef? Dich kennen wir doch! Aber woher eigentlich?
(Kinder/Gäste rufen lassen.)
Sprecher:in
Genau! Du bist doch … der Mann von Maria!
Josef:
Richtig.
Sprecher:in
Und der Vater von Jesus!
Josef:
Auch richtig.
Sprecher:in
Der Josef aus der Weihnachtsgeschichte!
Josef:
Ja, genau der. Wobei ich zugeben muss: In den Weihnachtsgeschichten steht meistens eher Maria und Jesus im Mittelpunkt. Ich komme oft nur kurz vorbei.
Sprecher:in
Stimmt. Du bist der, der meistens irgendwo danebensteht und ziemlich ernst schaut.
Josef:
Was soll ich machen? Jemand muss schließlich aufpassen, dass das Ganze nicht auseinanderfällt.
Sprecher:in
Das klingt nach einem echten Handwerker.
Josef:
Das bin ich auch. Aber mein Leben war alles andere als eine ruhige Baustelle.
Sprecher:in
Was meinst du damit?
Josef:
Ich wollte eigentlich ein ganz normales Leben: arbeiten, heiraten, eine Familie haben, mein Holz bearbeiten und abends irgendwann Feierabend machen.
Sprecher:in
Klingt eigentlich ziemlich entspannt.
Josef:
Dachte ich auch! Bis Gott plötzlich andere Pläne hatte.
Sprecher:in
Und wie hat Gott dir das gesagt? Per Brief? Nachricht? E-Mail?
Josef:
Nein. In einem Traum. Und durch einen Engel.
Sprecher:in
In einem Traum?
Josef:
Ja. Gott hat zu mir gesprochen – im Schlaf.
Sprecher:in
Das ist ja praktisch. Andere brauchen morgens erst einmal einen Kaffee.
Josef:
Ich bekam stattdessen einen ziemlich deutlichen Traum. Und danach hieß es: aufbrechen, losgehen, Entscheidungen treffen und meine Familie beschützen.
Sprecher:in
Also kein gemütliches „Heute lasse ich es mal ruhig angehen“?
Josef:
Überhaupt nicht! Ich hatte manchmal das Gefühl, dass mein ganzes Leben eine einzige Baustelle ist.
Sprecher:in
Und du hast trotzdem weitergemacht?
Josef:
Ja. Ich habe gelernt: Manchmal läuft das Leben eben nicht nach Bauplan.
Sprecher:in
Das klingt tatsächlich nach Josef.
Josef:
Und vielleicht kennt ihr das auch: Manchmal hat man selbst einen Plan – und dann kommt das Leben mit einem völlig anderen. Und ich muss sagen (einbisschen stolz), dass ausgerechnet Maria und ich die Eltern von dem Baby Jesus werden durften…wow…das war schon eine große Ehre für uns. Dass Gott uns soetwas zutraut!
Sprecher:in
Da ist was dran. Aber bevor wir jetzt zu emotional werden …
Josef:
… sollten wir lieber anfangen zu arbeiten!
Sprecher:in
Sehr gut. Was erwartet uns denn in deiner Werkstatt?
Josef:
Ihr könnt bauen, ausprobieren, hören, fühlen, riechen und sogar träumen. Und dabei könnt ihr entdecken, wie mein Leben war – und was es vielleicht mit eurem eigenen Leben zu tun hat.
Sprecher:in
Na dann: Werkzeuge raus und Ärmel hoch!
Josef:
Und passt auf eure Finger auf. Ich bin zwar ein guter Zimmermann – aber Erste Hilfe gehört nicht zu meinem Angebot.
Sprecher:in
Also: Auf geht’s in die Werkstatt!
Josef:
Und wer weiß: Vielleicht merkt ihr heute, dass Gott auch in eurem Leben manchmal einen anderen Bauplan hat, als ihr gedacht habt.
Station: Plötzlich Papa!
Material:
So geht’s: Ganz schön überraschend wird Josef plötzlich Papa. Das muss für ihn erst einmal ein großer Schock gewesen sein. Wenn er arbeiten geht, weiß er, was er einpacken und wie er sich darauf vorbereiten muss. Aber Papa-Sein ist für ihn ganz neu.
Können wir ihn gemeinsam darauf vorbereiten?
Schreibt in Josefs Koffer Tipps, wie man ein guter Papa sein kann.
Alternative: Checkliste
Alternativ könnt ihr für Josef auch eine kleine Checkliste zusammenstellen

(Vorlage zum Herunterladen):
Station: Koffer packen
Material:
So geht’s: Auf die Schnelle muss Josef jetzt auch noch mit seiner Verlobten Maria nach Bethlehem wandern. Packt beiden möglichst schnell einen Koffer zusammen. Welche Gegenstände findet ihr besonders hilfreich für die Reise?
Bei dem Koffer-Packen spielen immer zwei Personen gegeneinander auf Zeit. Ihr habt beide 1 Minute Zeit, den vorbereiteten Parcours zu laufen und bei jedem Weg einen Gegenstand in die vorbereiteten Koffer am Ende zu transportieren. Wer am Ende mehr Gegenstände im Koffer hat, gewinnt.
Nachdenkfrage:
Was ist denn ein Gegenstand, den die beiden unbedingt auf der Reise dabei haben sollten?
Station: Glückwunsch zum Baby
Material:
So geht’s: Josef und Maria sind Eltern vom Baby Jesus geworden. Wie aufregend! An dieser Station dürft ihr Maria und Josef eine Glückwunsch-Karte für ihr Baby schreiben. Was wollt ihr den Beiden für ihre Zeit mit Baby Jesus wünschen? Habt ihr vielleicht Mut-machende Worte für Maria oder Josef?
Station: Auf Reisen
Material
So geht’s:
Josef musste oft reisen. Besonders bekannt ist die Reise von Nazareth nach Bethlehem. Ziehe deine Schuhe aus und gehe langsam über den Barfußpfad.
Spüre:
So ähnlich konnten sich auch Wege früher anfühlen.
Nachdenkfrage
Welche Reise war für dich besonders spannend?
Wer begleitet dich auf deinem Lebensweg?
Station: eine Herberge für Baby Jesus
OPTION: HERBERGE AUS EISSTIELEN
Material
Einleitung der Station:
Josef war Zimmermann. Er wusste, wie man Häuser baut.
Aber dann kam er in Bethlehem mit seiner Frau an und es gabkeinen Platz für sie.
Nachdenkfrage: Wie hat sich das wohl für Josef angefühlt, als er für seine schwangere Frau und sich keinen Platz gefunden hat. Was waren wohl seine Gedanken?
So geht nun die Station:
Aber dann gab es eben doch eine Lösung, ein kleines Dach über den Köpfen von Maria und Josef. Wisst ihr, was die Lösung war? Maria und Josef finden Platz in einem kleinen Stall.Hier dürft ihr ihnen nun die Herberge bauen.
Du kannst mit den Eisstielen:
OPTION: HERBERGE AUS EASY-STICKS
Ihr könnt für das Bauen auch easy-sticks verwenden. Daraus lassen sich auch weitere tolle Kunstwerke basteln. Hier findet ihr Inspiration: https://easy-sticks.de/?srsltid=AfmBOoomspeMNC7RPoUcuotPStsPkwXjM_kQJuIyvbEj-gWuAkd3UUQy
OPTION: HERBERGE AUS ÄSTEN
Hier gibt es auch Ideen, wie man aus Birken-Ästen oder anderen Ästen eine kleine Herberge gestalten kann.
https://www.vbs-hobby.com/krippe-aus-birkenaesten-t2079
Station: Ein Stern für Jesus
Material für Holzsterne:
Für die Gestaltung vom Stern:
Einleitung in die Station:
Es gibt einen Stern im Leben von Josef, der ihm sehr wichtig geworden ist. Wisst ihr, von welchem Stern wir sprechen und warum der so wichtig war? (antworten lassen)
Der Stern war das Zeichen für die Sterndeutenden, dass ein neuer König (Jesus) geboren worden ist. Der Stern war ihr Wegweiser zur Krippe von Jesus, zu Maria und Josef. Bestimmt haben Maria und Josef ganz schön gestaunt, als bei der Geburt von Jesus auch am Himmel so ein besonderes Zeichen auftauchte.
Los geht’s zum eigenen Stern:
In dieser Station dürft ihr euren eigenen Stern bauen und gern sogar die Namensbedeutung von Jesus mit dem Brandmalkolben eingravieren.
Bevor ihr loslegt: Für jede Familie ist ein Stern eingeplant. Weil wir hier mit Sägen und mit einem heißen Brandmalkolben arbeiten, sollten immer Erwachsene mit Kindern gemeinsam an dem Stern arbeiten. Niemals sollte die Station von einer mitarbeitenden Person unbetreut gelassen werden.
1. Den eigenen Stern planen
Zu Beginn wird eine Sternform ausgewählt oder auf das Holz übertragen.
2. Stern aussägen
Die Sternform wird mit einer geeigneten Säge aus einem Holzbrett ausgesägt. Je nach Alter der Kinder kann dieser Arbeitsschritt gemeinsam mit den Erwachsenen oder vollständig von den Erwachsenen übernommen werden.
3. Kanten glätten
Nach dem Aussägen werden die Kanten und Oberflächen sorgfältig mit Schleifpapier geglättet. So erhält der Stern eine angenehme Haptik und die Brandmalerei gelingt anschließend besser.
4. Schriftzug gestalten
Nun könnt ihr einen Schriftzug ( zum Beispiel die Namensbedeutung von Jesus = Gott rettet) mit Bleistift leicht auf dem Holz vorgezeichnet. So können Schreibweise, Position und Größe noch einmal überprüft und bei Bedarf korrigiert werden.
5. Brandmalerei
Mit dem Brandmalkolben wird der Schriftzug anschließend vorsichtig in das Holz eingebrannt. Hier ist besondere Aufmerksamkeit und eine gute Begleitung notwendig, da die Spitze des Gerätes sehr heiß wird.
Alternative ohne Sägen:
Wenn das Sägen zu aufwendig ist, gibt es online in verschiedenen Märkten auch fertig gesägte Holz-Sterne zu kaufen, die dann entweder ebenso mit einem Brandmalkolben verziert werden oder auch mit Acrylstiften bemalt werden können.
Station: Auf Reisen mit Josef
So geht’s
Josef musste oft reisen. Besonders bekannt ist die Reise von Nazareth nach Bethlehem.
In Bethlehem ist Jesus auch zur Welt gekommen.
Ziehe deine Schuhe aus und gehe langsam über den Barfußpfad.
Spüre:
So ähnlich konnten sich auch Wege früher anfühlen.
Nachdenkfrage
Welche Reise war für dich besonders spannend?
Station: Josef hört hin
Material
So geht’s
Josef musste gut zuhören – auch auf Gottes Stimme.
Schüttle die Dosen.
Finde immer zwei Dosen, die gleich klingen.
Wenn du glaubst, ein Paar gefunden zu haben, schau auf den Boden der Dose – dort steht die Lösung.
Nachdenkfrage
Wann hörst du besonders gut hin?
Und wann ist es schwierig zuzuhören?
Station: Josefs Werkstatt – Murmelbahnbau
Material
So geht’s
Josef arbeitete jeden Tag mit seinen Händen. Schlage Nägel in das Holz und baue dir damit deine eigene kleine Murmelbahn.
Schritt für Schritt:
Station: Plötzlich spricht ein Engel
Material
Einleitung der Station:
Wählt einen Raum mit Tür, den man abdunkeln kann. Gestaltet ihn so, dass man sich in dem Raum gut und bequem hinsetzen kann. Bevor die Gäste den Raum betreten, gibt eine Person eine
Einleitung: Es war Abend geworden. Josef war müde. Er hatte sich vorgenommen, Maria zu verlassen, damit niemand von ihr schlecht denken würde und er einfach der Verlobte war, der sich aus dem Staub gemacht hatte. Wahrscheinlich hatte Josef viele Ängste und Sorgen. Was meint ihr, was hat Josef wohl so gedacht und gefühlt? (Gäste antworten lassen). Doch mitten in der Nacht wird Josef plötzlich geweckt.
Was da genau passiert, dürft ihr an dieser Station erleben.
Es ist dunkel in dem Raum, geht vorsichtig hinein und macht es euch bequem.
Für die Engel-Person:
Warte kurz ab, bis sich die Familien bequem hingesetzt haben.
Dann leuchte mit deinem Licht und sprich den Bibeltext laut und deutlich.
Fordere dann die Gäste als „Josef“ auf, aufzustehen und loszugehen (sodass sie den Raum wieder verlassen).
Gespräch nach der Station:
Wie war es, von dem Engel geweckt zu werden? Was hat der Engel gesagt?
Was meint ihr, was macht das mit dem Josef?
Station: Ein Name fürs Baby
Material
Einleitung der Station:
Im Traum sagte der Engel nicht nur zu Josef, dass er Vater wird und Maria heiraten soll. Der Engel sagte Josef auch, wie das Kind heißen sollte, nämlich Jesus.
So geht´s:
Schaut doch mal nach, was der Name Jesus bedeutet. Schlagt dafür Matthäus 1,20-21 auf. Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch noch die Namensbedeutungen von euren eigenen Namen nachschlagen/recherchieren lassen.
Nachdenkfrage:
Wow, Jesus Name bedeutet übersetzt „Gott rettet“. Was hat wohl Josef dabei gedacht, als er hörte, dass sein Kind so heißen soll. Wovon dachte er, würde Jesus die Menschen retten?
THEATERSTÜCK ZWISCHEN JOSEF UND EINER MODERATION
(Idee: beim Erzählen von Jesus können auch passende Bilder aus den Erzählungen von Josef
Leitung:
Josef, schön, dass du noch einmal zu uns kommst! Wir haben heute richtig viel über dein Leben gelernt: Wir haben gebaut, gehämmert, gerochen und sogar über Träume nachgedacht.
Josef:
Das habe ich gesehen! Ihr wart richtig fleißig – fast wie in meiner Werkstatt in Nazareth. Wobei … bei euch sah es zwischendurch ein bisschen chaotischer aus als bei mir.
Leitung:
Das kann schon sein. Was hat euch denn heute am besten gefallen?
Josef:
Und keine Sorge: Es gibt keine falsche Antwort. Ich bin Handwerker, ich kann mit fast allem leben.
Leitung:
(Kinder und Erwachsene dürfen berichten.)
Leitung:
Josef, ich habe noch eine Frage an dich: Dein Leben sah am Anfang doch eigentlich ganz normal aus, oder?
Josef:
Ja, ziemlich normal. Ich war Zimmermann. Ich habe Häuser gebaut, Türen repariert, Möbel gemacht …
Leitung:
Also ganz normale Handwerkerarbeit.
Josef:
Genau. Ich wollte arbeiten, heiraten, eine Familie gründen und ein ruhiges Leben führen.
Leitung:
Und dann?
Josef:
Dann kam Gott.
Leitung:
Das klingt, als wäre das ein Problem.
Josef:
Nein, nein! Aber wenn Gott ins Spiel kommt, kann es manchmal etwas anders laufen als geplant.
Leitung:
Wie denn?
Josef:
Zum Beispiel hatte ich einen Traum. In diesem Traum sagte mir ein Engel, dass ich keine Angst haben soll, Maria zu heiraten.
Leitung:
Ein Engel im Traum? Das ist ja schon ziemlich ungewöhnlich.
Josef:
Allerdings. Und es blieb nicht bei diesem einen Traum. Später musste ich sogar mitten in der Nacht aufstehen und mit Maria und dem kleinen Jesus in ein anderes Land fliehen. Es war gefährlich, und Jesus war in Gefahr.
Leitung:
Mitten in der Nacht?
Josef:
Mitten in der Nacht.
Leitung:
Und du bist einfach los?
Josef:
Na ja … „einfach“ würde ich jetzt nicht sagen. Ich musste Sachen packen, Maria und Jesus mitnehmen und losgehen. Und ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, was uns erwartet.
Leitung:
Das klingt ganz schön aufregend.
Josef:
Das war es auch. Manchmal hatte ich Angst. Manchmal wusste ich nicht, wie es weitergeht.
Leitung:
Und trotzdem bist du losgegangen?
Josef:
Ja. Weil ich gespürt habe: Gott geht mit. Und ich wusste: Maria und ich haben eine besondere Aufgabe bekommen. Wir sollten Jesus großziehen.
Leitung:
Das ist ja keine kleine Aufgabe.
Josef:
Überhaupt nicht! Ein ganzes Kind großzuziehen ist schon eine ziemlich große Sache. Aber dann auch noch den Sohn Gottes …
(Josef schaut kurz ratlos.)
Puh. Da hätte ich manchmal schon gerne eine Gebrauchsanweisung gehabt.
Leitung:
„Jesus großziehen – Schritt 1: Bitte zuerst diese Anleitung vollständig lesen.“
Josef:
Genau! Aber die gab es leider nicht. Also habe ich versucht, einfach das zu tun, was ich konnte: für Maria und Jesus da sein, sie beschützen und ihnen ein Zuhause geben.
Leitung:
Und du wusstest, dass Jesus einmal etwas ganz Besonderes sein würde?
Josef:
Ja. Ich wusste, dass Jesus Menschen retten und ihnen guttun wird.
Und deshalb wollte ich gut auf ihn aufpassen.
Leitung:
Das ist eine schöne Aufgabe. Und bald feiern wir Jesu Geburtstag – an Weihnachten. Wir feiern, dass Jesus zu uns Menschen gekommen ist und dass er auch heute bei uns sein kann. Und vielleicht kennt ihr das: Manchmal läuft unser eigenes Leben auch ganz anders, als wir es geplant haben. Vielleicht gibt es …
Und dann stehen wir manchmal da und fragen uns:
Was passiert jetzt? Wie soll es weitergehen?
Josef:
Das kenne ich. Ich habe gelernt: Auch wenn das Leben überraschend ist – Gott bleibt an unserer Seite. Ich habe als Zimmermann vielleicht viele Dächer gebaut. Aber ich glaube: Gott hält ein ganz anderes Dach über uns. Ein Dach, unter dem wir geborgen sein können. Egal, wohin unser Weg führt.
Leitung:
Das klingt schön.
Josef:
Und ich stelle mir vor, dass Gott mit uns unterwegs ist. Wenn wir arbeiten. Wenn wir lachen. Wenn wir Angst haben. Wenn wir nicht wissen, wie es weitergeht. Und sogar dann, wenn wir nachts von Engeln träumen.
Leitung:
Also auch dann, wenn wir morgens aufwachen und denken: „Was war DAS denn für ein Traum?“
Josef:
Ganz genau!
Vielleicht steckt ja manchmal mehr darin, als wir denken.
Leitung:
Und du hast durch dein Leben auch eine Aufgabe bekommen.
Josef:
Ja. Meine Aufgabe war es, gut auf Jesus aufzupassen. Ein guter Vater für ihn zu sein. Und ein guter Ehemann für Maria. Und ich glaube: Gott gibt jedem Menschen eine Aufgabe. Wir müssen nicht alle dasselbe machen. Aber wir alle können etwas tun: Wir können gut aufeinander und auf diese Welt aufpassen. Wir können füreinander da sein. Wir können helfen. Wir können Mut machen. Und wir können darauf vertrauen, dass Gott mit uns geht.
Leitung:
Danke, Josef. Für deine Geschichten, für deine Werkstatt und vor allem dafür, dass du uns gezeigt hast: Manchmal läuft das Leben nicht nach unserem Bauplan. Aber wir müssen unseren Weg trotzdem nicht allein gehen.
Josef:
Genau. Und jetzt habe ich noch eine wichtige Frage: Wer räumt eigentlich meine Werkstatt wieder auf?
Leitung:
Ähm …
Josef:
Dachte ich mir. Dann mache ich mich lieber schnell vom Acker.
Leitung:
Danke, Josef, dass du heute bei uns in der Kirche Kunterbunt warst!
Josef:
Sehr gerne! Und denkt daran: Gott geht mit euch – auch wenn ihr euren Bauplan gerade nicht mehr findet.
Josef winkt, schnappt sich Hammer und Holz und geht ab.
GEBETSIDEE: GEBURTSTAGSWÜNSCHE VON JESUS
Material:
Einleitung:
Josef war der Papa von Jesus. Jesus Geburtstag feiern wir am 24. Dezember. Das Besondere an Jesu Geburtstag ist aber, dass nicht wir ihm Geschenke machen, sondern dass Jesus uns selbst beschenkt. Freiwillige Kinder und Erwachsene dürfen bei dieser Gebetsidee nach vorne kommen, nacheinander eine der Stabkerzen oder Teelichter anzünden und ihren Wunsch an Jesus formulieren und für alle als Gebet nennen.
FÜRBITTENGEBET: ein Dach für die Menschen, die keins haben
Einleitung:
Als Zimmermann hat Josef Dächer gebaut. Ein Dach über den Kopf ist ganz schön viel wert. Das hat Josef auch selbst mal gespürt, als er mit Maria in Bethlehem verzweifelt ein Dach gesucht hat, unter dem sie schlafen und dann auch Jesus bekommen konnten.
Es gibt wirklich viele Menschen in dieser Welt, die leider kein Dach, kein Zuhause haben.
An diese Menschen wollen wir nun denken.
An bestimmten Stellen laden wir euch, während wir das Gebet sprechen, ein Dach mit euren Armen zu formen. Das geht so, indem ihr beide Arme nach oben streckt und zueinander als eine Spitze zusammenführt. Jetzt sieht es aus, als würdet ihr ein Dach über euren Kopf formen.
Guter Gott,
wir bitten dich für alle Menschen,
die kein Zuhause haben (Dach formen).
Sie haben keinen sicheren Ort zum Schlafen
und wissen oft nicht, wo sie morgen sein werden.
Sei bei ihnen, Gott.
Schenke ihnen Menschen, die ihnen helfen.
Schenke ihnen einen warmen Ort,
etwas zu essen und Kleidung.
Schenke ihnen Hoffnung und Mut.
Hilf auch uns,
dass wir andere Menschen sehen
und nicht wegschauen.
Danke, dass unter deinem Dach (Dach formen)
alle Menschen einen Platz finden.
Amen.
WERKZEUG-SEGEN

Beschreibung: Bei diesem Segen tauchen wir ein in das Werkstatt-Leben von Josef. Bei diesem Segen werden die einzelnen Werkzeuge aus dem Werkzeugkasten herausgeholt und bei dem jeweils passenden Spruch hochgehalten. Je nach Bedarf kann der Werkzeugsegen auch erweitert oder um ein paar Gegenstände gekürzt werden. Vielleicht möchten ja auch verschiedene Personen (junge, sowie ältere Menschen) einen Werkzeug-Vers sprechen?
Material: Werkzeugkasten mit
Hammer
Ein Hammer macht etwas fest.
Gott, mach auch uns fest.
Gib uns Halt, wenn es schwierig wird.
Segne unsere Familie.
Schraubenzieher
Ein Schraubenzieher dreht Schrauben fest.
Gott, hilf uns, zusammenzuhalten.
Wenn es mal wackelt, gib uns neue Kraft.
Segne unsere Familie.
Zange
Eine Zange hält fest und hilft beim Reparieren.
Gott, halte uns in deiner Hand.
Sei bei uns, wenn etwas kaputtgeht.
Hilf uns, wieder neu anzufangen.
Segne unsere Familie.
Wasserwaage
Eine Wasserwaage zeigt: Ist etwas gerade?
Gott, hilf uns, die richtige Richtung zu finden.
Wenn wir uns verirren, zeig uns den Weg.
Segne unsere Familie.
Maßband
Mit einem Maßband können wir messen.
Gott, lass uns merken:
Jeder Mensch ist wertvoll.
Jeder Mensch ist genau richtig.
Segne unsere Familie.
Gott, begleite unsere Familien.
Beim Lachen und beim Weinen.
Beim Spielen und beim Streiten.
Beim Anfangen und beim Weitermachen.
Segne unsere Hände,
unsere Herzen
und unser Zuhause.
Gott sei bei uns.
Heute und an jedem neuen Tag.
Amen.
Bei so viel Arbeit in der Werkstatt freuen sich die Familien bestimmt über ein leckeres Buffet. Das sind unsere Essensvorschläge:
Hier findet ihr den Textplan von JUMAT 1/2027. Die dazugehörigen Lektionen sind ab dem 01.12.2026 verfügbar.
| 04.01. | Jesaja 41,10 | Jahreslosung 2027 – Fürchte dich nicht! |
Themenreihe: Die Richter Israels – Gideon
| 11.01. | Richter 6,11-24 | 1. Gideons Berufung |
| 18.01.. | Richter 6,25-32 | 2. Gideons Einsatz für Gott |
| 25.01. | Richter 6,33-40 | 3. Zeichen von Gott |
| 01.02. | Richter 7,1-8 | 4. Auswahl der Kämpfer |
| 08.02. | Richter 7,9-15 | 5. Ermutigung für Gideon |
| 15.02. | Richter 7,16-25 | 6. Kampf und Sieg |
Themenreihe: Passionsgeschichte bei Johannes
| 22.02. | Johannes 13,1-20 | 1. Fußwaschung |
| 01.03. | Johannes 18,1-11 | 2. Die Gefangennahme |
| 08.03. | Johannes 18,28-40 | 3. Vor Pilatus |
| 15.03.. | Johannes 19,16b-24 | 4. Kreuzigung |
| 22.03. | Johannes 20,11-18 | 5. Maria von Magdala |
| 29.03. | Johannes 20,24-29 | 6. Thomas |
Schon mal aktive Medienarbeit gemacht? Egal ob mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen – Ich liebe es! Es ist kreativ, vielseitig, bereichernd und macht einfach Spaß!
Von aktiver Medienarbeit sprechen wir, wenn wir digitale Medien nutzen, um damit selbst etwas zu gestalten und Medienkompetenz zu fördern: Beispielsweise ein Film, ein Audiobeitrag, eine Zeitung, ein Blog, ein Game oder sogar eine App! Manche Vorhaben gehen in zwei Stunden und andere Projekte dauern mehrere Wochen.
Ich erstelle zum Beispiel gerne Bibelgeschichten oder Psalme als Stop-Motion-Filme oder erkläre auf diesen Weg Fragen wie „Was ist die Taufe?“.
Egal wie und in welchem Kontext, es passiert dabei ganz viel: Wir lernen die Technik, die Vermittlung eines Themas, Storytelling, die Wirkung und Funktion eines Mediums, Teamwork und Projektmanagement, Sprache und Ausdruck und ganz viel Kreativität.
Und das Wichtigste: Digitale Medien sind „nur“ unser Werkzeug und wir entscheiden, wie wir sie nutzen!
Die Technik? Haben wir meist in der Tasche. Rechtliche Fragen? Dafür gibt’s Lösungen. Was wir brauchen, ist Zeit und Raum, wie zum Beispiel in Jugendgruppen, im Religionsunterricht oder in der Konfi-Arbeit.
Also: Worauf wartest Du noch? Schreib mir, was Du als Nächstes umsetzen möchtest – ich bin maximal interessiert!
Allgemeine Links
Für die Konfi- und Jugendarbeit
Der große Gott macht sich klein. Warum? Für dich.
Die ersten Verse des Johannes-Evangeliums lesen sich „wie warme Butter“. Es klingt einfach schön, wie Johannes Gott und seine Beziehung zu dieser Welt mit seinen Menschen beschreibt. Es lohnt sich, diese einzelnen Verse mit ihren Schlüsselworten „Wort“, „Leben“, „Licht“, „Kinder Gottes“ näher zu betrachten:
Das klingt vielleicht etwas abstrakt, aber genau das ist das Evangelium, die frohe Botschaft. Das, wovon wir Christen glauben, dass jeder Mensch es hören und verstehen soll: Der große Gott – das Wort, das Leben, das Licht – erschafft eine Welt und will nicht zulassen, dass diese Welt in der Dunkelheit versinkt. Sondern er selbst macht sich auf in seine Welt und bringt uns das Licht – Jesus stirbt für unsere Schuld – damit wir als seine Kinder zu Gott kommen dürfen.
Kindern wird zum Teil – mehr oder weniger – vermittelt, dass sie in einer anderen Welt als die Erwachsenen leben. „Das ist noch nichts für dich.“ „Dafür bist du noch zu jung.“ Komm du erst mal in mein Alter.“ Solche Sätze haben wahrscheinlich viele Kinder schon gehört. Verstehen lassen sich solche Aussagen am besten, wenn einem erklärt und bewusst gemacht wird, dass die Person, die eine solche Aussage macht, auch wirklich weiß, wovon sie da redet. Weil man z. B. weiß, dass die Person ja selbst einmal Kind war und damals vielleicht mit dem Thema schreckliche Erfahrungen gemacht hat. Ebenso kann es helfen, den Bibeltext aus dieser Perspektive zu sehen: Gott hat sich auch aufgemacht in unsere Welt, er ist Mensch geworden, er versteht, was es bedeutet Mensch zu sein. Er verknüpft seine Welt mit unserer Welt, obwohl er als Schöpfer über allem steht. Das Angebot, Gottes Kind zu werden, hat keine Einschränkung, es gilt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für die Kinder (die einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Erwachsenen haben, weil sie noch ganz genau wissen, wie man Kind ist).
Idee 1 – Geheimschrift
Die Kinder bekommen einen Zettel, auf dem ein Satz in Geheimschrift draufsteht und sie sollen ihn vorlesen. Wenn sie nach ein paar Minuten keine Idee haben, wie sie die Schrift entziffern können, wird ihnen der entsprechende Code gegeben und sie können den Satz enträtseln (siehe z. B. PDF „Vorlage_Geheimschrift“)
Idee 2 – Wer kann sich am kleinsten/größten machen?
Jede/r versucht sich im ersten Schritt möglich klein zu machen. Ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin misst mit einem Zollstock, wer sich am kleinsten machen kann.
Im zweiten Schritt ist dann die Aufgabe sich möglichst groß zu machen. Wieder wird gemessen und ein Sieger ermittelt.
Verkündigungsart: Stationen
Die Text wird Stück für Stück an verschiedenen Stationen erlebbar gemacht. Die Stationen können alle in einem Raum sein, aber wenn die Möglichkeit besteht, können auch Stationen draußen angeordnet werden. (Die Vorbereitung der Stationen nimmt gegebenenfalls etwas Zeit in Anspruch, das muss also in der Vorbereitungszeit eingeplant werden).
In der folgenden Tabelle ist aufgeführt, wie das aussehen könnte, dabei wird für jede Station ein Wo?, ein Was? und Warum? erläutert. Diese bedeuten:
| 1. | Wo? | Vor der Tür. | |
| Was? | An der Tür hängt ein Zettel auf dem „das Wort“ draufsteht | ||
| Warum? | Es gibt einen Text in der Bibel, der in einem kurzen Abschnitt die Geschichte von Gott mit seinen Menschen zusammenfasst. Und der Text fängt an mit den Worten: „Am Anfang war das Wort.“ | ||
| 2. | Wo? | Draußen unter einem Baum / drinnen mit einer Pflanze | |
| Was? | Baum / Pflanze | ||
| Warum? | Weiter heißt es in dem Text, dass das Wort bei Gott und Gott das Wort war und alles durch das Wort geschaffen wurde. Das klingt kompliziert, oder? Habt ihr eine Idee, was das bedeuteten könnte? Kinder antworten lassen. Gott hat diese Welt durch seine Worte geschaffen. Im ersten Buch der Bibel können wir lesen, dass Gott ein Wort gesagt hat – und schwupps – war die Sache da, zum Beispiel hat Gott sich diesen Baum/diese Pflanze ausgedacht. Gott ist der Schöpfer dieser Welt und seine Worte haben eine gewaltige Macht. | ||
| 3. | Wo? | Variante 1: An einem Tisch | Variante 2: Draußen oder mitten im Raum |
| Was? | Wackelpudding essen | Hampelmänner machen | |
| Warum? | Wenn man seine Schüssel oder den Löffel mit dem Wackelpudding bewegt, sieht es so aus, als wäre er lebendig. Das passiert aber nur, wenn wir das machen, solange er still auf dem Tisch steht, ist da kein Leben im Wackelpudding. In unserem Text steht, dass in Gott das Leben ist. Wir würden nicht leben, wenn Gott uns das Leben nicht geschenkt hätte. | Warum können wir Hampelmänner machen? Kinder antworten lassen. Ein toter Mensch kann keine Hampelmänner machen, aber weil wir leben, ist das möglich. In unserem Text steht, dass in Gott das Leben ist. Wir würden nicht leben – und könnten keine Hampelmänner machen – wenn Gott uns das Leben nicht geschenkt hätte. | |
| 4. | Wo? | Dunkle Höhle | |
| Was? | Kerze „anzünden“ (sicherheitshalber gerne eine LED-Kerze) | ||
| Warum? | Gott ist also „das Wort“ und „das Leben“, aber es gibt noch einen anderen Vergleicht für Gott, nämlich: Das Licht. In unserem Bibeltext steht, dass das Licht in die Finsternis kam. Wisst ihr, wie das zu verstehen ist? Kinder antworten lassen. Gott hat diese Welt als Schöpfer erschaffen, aber er hat es nicht dabei belassen, er hat sich selbst aufgemacht und ist ein Mensch geworden – als Jesus geboren wurde, ist Gott als Mensch in diese Welt gekommen. Gott, das Licht, ist in unsere dunkle Welt gekommen. Habt ihr eine Idee, warum unsere Welt in diesem Text mit der Finsternis gleichgesetzt wird? Kinder antworten lassen. So sehr wir auch versuchen, immer das Gute und Richtige zu tun, bekommen wir das oft nicht hin. Im Großen gibt es dann die Kriege und im Kleinen die Streitereien, Lügen und Ungerechtigkeiten. All das macht unsere Welt zu einem dunklen Ort. | ||
| 5. | Wo? | Variante 1: weiterhin drinnen (in der Höhle) | Variante 2: draußen |
| Was? | Taschenlampe und phosphoreszierender / nachleuchtender Gegenstand | Sonne und Mond betrachten (wenn beide zu sehen sind) | |
| Warum? | Zuerst den aufgeladenen nachleuchtenden Gegenstand zeigen. Wisst ihr, warum dieser Gegenstand leuchtet? Kinder antworten lassen. Weil der Gegenstand eine Zeitlang im Licht war, kann er nun selber leuchten. Taschenlampe anschalten. Die Taschenlampe hingegen kann von sich aus leuchten. Gott hat einen Menschen gesandt, der hieß Johannes und sein Auftrag war es auf „das Licht“ – also auf Jesus – hinzuweisen. Johannes war nicht das Licht, so wie dieser Gegenstand nicht von sich aus leuchten kann, aber er hat auf das wahre Licht hingewiesen. | Wisst ihr, warum der Mond nachts leuchtet? Kinder antworten lassen. Der Mond leuchtet nicht von sich aus, sondern er wird von der Sonne angestrahlt und leuchtet deshalb. Die Sonne leuchtet hingegen von sich aus. Gott hat einen Menschen gesandt, der hieß Johannes und sein Auftrag war es auf „das Licht“ – also auf Jesus – hinzuweisen. Johannes war nicht das Licht, so wie der Mond nicht von sich aus leuchten kann, aber er hat auf das wahre Licht hingewiesen. So wie wir letztlich auf die Sonne hingewiesen werden, wenn wir den Mond sehen. | |
| 6. | Wo? | Um einen Tisch oder im Kreis auf dem Boden sitzend. | |
| Was? | Kartenspiel: Jeder soll eine Karte aufnehmen. | ||
| Warum? | In dem Bibeltext heißt es dann, dass alle, die Jesus, das Licht, aufnehmen, sich Gottes Kinder nennen dürfen. Wir haben gerade alle eine Karte aufgenommen. Jesus aufzunehmen, ist auf der einen Seite natürlich etwas ganz anderes, aber auf der anderen Seite auch gar nicht so anders: Legt mal alle eure Karten vor euch auf den Tisch/Boden. Alle legen ihre Karten offen hin. Wir haben alle mehr oder weniger unterschiedliche Karten aufgenommen und um das Spiel zu gewinnen, braucht man ganz bestimmte oder zumindest die besten Karten. Bei Jesus gibt es keine unterschiedlichen Karten, wer ihn aufnimmt, hat automatisch gewonnen, weil man dann ein „Kind Gottes“ wird. Und „aufnehmen“ bei Jesus bedeutet, an ihn zu glauben. Zu glauben, dass es ihn gibt, zu glauben, dass er lebt und uns lieb hat, zu glauben, dass hier und jetzt da ist und als unser Freund Teil unseres Lebens sein möchte. | ||
Ausdruck der Seiten 3 und 4 aus der Vorlage „Verkündigung_Idee“.
Weiterhin werden die Seiten 5 und 6 der Vorlage ausgedruckt und die Textteile herausgeschnitten. Zusammen mit den Kindern kann nun versucht werden, Ordnung in das Durcheinander zu bringen, sodass am Ende die Zusammenfassung des Bibeltextes entsteht, die gemeinsam gelesen wird.
Bibeltext gemeinsam in der Bibel lesen oder die Textteile als Puzzle zusammensetzen und in die richtige Reihenfolge bringen (siehe Vorlage „Verkündigung_Idee“ für „Die andere Idee“)
Bestimmte Personengruppen bekommen eine Frage, die jede/r von ihnen beantwortet.
Die Personengruppen können z. B. über die folgenden Kriterien ermittelt werden:
Mögliche Fragen:
„Aber allen, die ihn aufnahmen und ihm Glauben schenkten, verlieh er das Recht Kinder Gottes zu werden.“ Johannes 1,12 (GNB)
Um sich den Merkvers besser einprägen und als Erinnerung mit nach Hause nehmen zu können, bekommt jeder eine Spielkarte (z. B. aus einem nicht mehr vollständigen Kartenspiel) und schreibt den Vers mit einem geeigneten Stift auf die Rückseite.
In dem Bibeltext heißt es, dass alle die Jesus in ihr Leben aufnehmen Gottes Kinder werden. Um Jesus aufzunehmen, muss man ihm einfach sagen, dass man das gerne tun möchte, dass man das eigene Leben unter Jesus Herrschaft stellen möchte. Wenn in der Gruppe Kinder bereit sind ihr Leben Jesus zu geben, dann kann ihnen an dieser Stelle die Möglichkeit dazu gegeben werden. Entweder indem man ganz persönlich mit den Kindern betet, die das gerne möchten. Oder auch indem man mit der ganzen Gruppe betet. Hier kann zum Beispiel ein vorformuliertes Gebet von einem der Mitarbeiter gesprochen werden, bei dem nach jedem Satz eine kleine Pause gemacht wird, damit alle Kinder, die es wollen, den Satz laut oder leise nachsprechen können.
Beispiel-Gebet:
Lieber Jesus, ich komme zu dir so wie ich bin, mit all meinen Schwächen und dunklen Seiten. Ich glaube, dass du all das Schlechte in mir mit ans Kreuz genommen hast, damit ich frei werde. Ich glaube, dass du lebst und ich möchte mit dir an meiner Seite mein Leben leben. Danke, dass ich ein „Kind Gottes“ sein darf. Amen.
Gedicht schreiben
Der heutige Bibeltext klingt wie ein Gedicht. Wie wäre es, wenn wir auch ein Gedicht als Antwort auf Gottes große Liebe schreiben?
Entweder können sich Kleingruppen bilden oder jeder schreibt für sich.
Um den Einstieg zu erleichtern, kann bereits eine erste Zeile vorgegeben werden, welche nur um eine zweite Zeile ergänzt werden soll, z. B.:
Windlichter basteln und verschenken
z. B. Marmeladengläser mit Transparentpapier bunt bekleben und „Jesus ist das Licht der Welt“ oder ähnliches darauf schreiben. Anschließend kann jedes Kind überlegen, wem es sein Windlicht schenken möchte oder sie werden gesammelt z. B. in einem Pflegeheim oder Krankenhaus verschenkt (ggf. vorher nachfragen, ob das möglich ist und wie viele Windlichter gebraucht werden).
Die Mitmacha(u)ktion ist erstens eine Versteigerung, in der eigene Talente von Kulinarischem, über verschiedenste Unterstützungsangebote für den Haushalt bis hin zu Ausflügen angeboten werden. Zweitens ist es eine Spendenaktion für einen guten Zweck, da das Reinsteigern in ein attraktives Angebot anderen Menschen zugutekommt und Geberlaune weckt. Und drittens ist es eine Möglichkeit für verschiedenste Leute, mitzumachen und Menschen auch über die Veranstaltung hinaus zusammenzubringen.
Zielgruppe: Die Mitmacha(u)ktion eignet sich für eine Gemeinde, einen CVJM, den Jugendkreis oder auf einer Freizeit.
Ziel: Das Ziel ist es, sich eigene Talente bewusst zu machen, diese anderen zur Verfügung zu stellen und damit gleichzeitig eine Spende zu generieren.
Vorbereitung: Im Vorfeld wurden Menschen eingeladen, ihre Angebote einzureichen. Da jede und jeder etwas besonders gut kann (Nachhilfe geben, Gartenarbeit, Kuchen backen, einen Gaming-Abend veranstalten, eine Reparatur durchführen, ein musikalisches Talent, …), war es nicht schwer, Menschen zu finden. Gerade kleine, niederschwellige Dinge eigenen sich besonders gut. Knapp 30 Angebote kamen zusammen, angegeben mit Titel, Beschreibung, Einstiegsgebot und Person, die ihr Talent zur Verfügung stellt. Zur Vorbereitung gehörte außerdem ein vorher veröffentlichter Auktionskatalog, fleißige Werbung, viele helfende Hände für den Abend (Aufbau, Verpflegung, Musik, Organisation der Spenden und Gabengeschenke) und im Nachgang zur Veranstaltung die
Vermittlung zwischen Spenderin/Spender und Talentverschenkenden.
Ablauf: Einlass war ab 19:00 Uhr und es gab Essen und Musik zum Ankommen. Ab 19:30 Uhr startete die Auktion. Zwei Auktionsblöcke mit einer kurzen Pause machten den Abend sehr kurzweilig, sodass gegen 21:00 Uhr alle Angebote versteigert waren. In den Wochen und Monaten nach der Auktion wurden die ersteigerten Angebote eingelöst, sodass der Abend noch nachwirkte.
Tipp: Die wichtigste Rolle des Abends ist der Auktionator. Mit ihr/ihm steht und fällt die Auktion und die Stimmung am Abend. Beachten sollte man, dass es genügend Angebote und auch Spenderinnen/Spender braucht, um einen spaßigen Abend zu erleben.
Was ist passiert? Bei uns wurden aus den verschiedensten Generationen Angebote eingebracht. Insgesamt 1.600 Euro kam an Spenden zusammen und wurden auf drei Projekte aufgeteilt. Geberlaune war an diesen Abenden spürbar. Durch die Angebote. Durch die Spenden. Durch die Gemeinschaft. Und das großzügige Teilen von Talenten auch über den Auktionsabend hinaus.
Wo wurde es durchgeführt? Gemeindehaus der Kirchengemeinde Dettingen/Teck
Aus dem Workbook: Großzügigerweise – Teilen macht happy. Dich und andere. Dein Workbook.
Gott ist groß, ihm gehört die Erde und er ist herrlich. Wir dürfen staunend vor ihn treten.
Psalm 24 enthält verschiedene Themen, die am Ende doch zusammenfließen:
Vers 1-2: Gott hat die Erde geschaffen. Deshalb gehört sie ihm und ebenso alles, was darauf ist. Jedes Lebewesen, jeder Stein, alles. Auch wir Menschen, auch wenn der Gedanke, jemandem zu gehören, wenig populär ist. Als Schöpfer gehört Gott alles, was er geschaffen hat.
Vers 3-6: Im Alten Testament „wohnte“ Gott an festen Orten, die durch seine Anwesenheit heilig wurde. Nur wenige Menschen durften sich Gottes Wohnsitz nähern, denn seine Heiligkeit ist für einen Menschen nicht aushaltbar. Deshalb stellt David auch die Frage, wer sich Gott nähern kann, und zählt Auflagen auf, die ein Mensch erfüllen muss: Nur, wer unschuldig ist und ein reines Gewissen hat, frei von Lug und Trug, der darf sich überhaupt nähern. Menschen, die nach Gottes Willen leben wollen, sollten so sein – und sie werden von Gott Segen erfahren.
Erst mit dem Tod von Jesus hebt Gott diese Trennung auf. Durch ihn können wir Vergebung erfahren und von unserer Schuld freigesprochen werden. Somit dürfen wir uns Gott wieder nähern und vor ihm stehen. Zudem finden Gottesbegegnungen nicht mehr vorrangig an speziellen Orten statt, sondern sind überall für jeden möglich.
Um sich die Größe Gottes bewusst zu machen, kann es hilfreich sein, sich daran zu erinnern, dass es nicht selbstverständlich ist, dass wir einfach so vor ihm stehen dürfen. Denn Gott ist zu heilig und könnte zu Recht erwarten, dass nur die vor ihn treten, die sich entsprechend verhalten.
Vers 7-10: Eine Aufforderung an die Tore direkt, sich zu öffnen für den König, für Gott selbst. (Vers 7 bzw. 9 nach älteren Übersetzungen, z.B. Luther sind Grundlage für das Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“). Der König will einziehen, der mächtige, siegreich kämpfende König, dem alle Ehre zusteht (seit Jesus wird das meist auf ihn und seine Wiederkunft und/oder den Einzug in die Herzen bezogen) Man kann die Zusammenstellung der Verse auch wie ein Passwort interpretieren: nur, wenn die richtige Antwort gegeben wird, öffnen sich die Türen. Die richtige Antwort auf die Frage, wer der König der Herrlichkeit ist, ist, dass es der Herr über Himmel und Erde ist, der Herr Zebaoth (= Herr der himmlischen Heerschare, ein Titel für Gott). Er ist der König der Herrlichkeit.
Bezogen auf das Passwort-Setting in Psalm 24 heißt das: nur wer weiß und anerkennen kann, dass Gott der König ist, der Schöpfer, dem alles gehört, der, der vorgibt, wie Leben auszusehen hat, der kann sich ihm so nähern, wie es in den Versen zuvor beschrieben wurde.
In der heutigen Zeit wird oft darüber geredet, wie sehr Gott uns liebt, aber weniger darüber, wie groß er ist, oder dass er auch Ansprüche (aus Liebe) an die Menschheit stellt. Psalm 24 liefert hier einen Kontrast und stellt klare Bedingungen, wer sich Gott nähern darf. Gleichzeitig wird Gott mit Größe, Macht, Stärke und je nach Übersetzung sogar Kampf / (gerechtem) Streit in Verbindung gebracht. Das kann für Kinder verwirrend sein und es lohnt sich, auf die Gleichzeitigkeit hinzuweisen: Gott ist sowohl groß und mächtig als auch liebevoll. Er ist König und Vater zugleich. Wir dürfen staunen über diese Größe und ganz neu Ehrfurcht lernen.
Und ja, wir dürfen uns ihm nahen, durch Jesus ist es möglich, dass wir vor diesen großen, herrlichen Gott kommen dürfen. Und das sogar als seine Kinder. Wir brauchen angesichts seiner Größe keine Angst haben, sondern dürfen uns sicher bei ihm fühlen.
Idee 1 – Staatsbesuch
Material: ein Mitarbeitender/eine Mitarbeitende zieht sich als „wichtige Person“ an (Blazer/Anzug, Knopf im Ohr, Sonnenbrille, VIP-Umhänger o.Ä.)
Achtung, Achtung, es hat sich wichtiger Besuch angekündigt! Ich soll hier schauen, dass alles seine Richtigkeit hat. Kinder, könnt ihr mir helfen?
Was müssen wir alles beachten, wenn wichtiger Besuch kommt? So richtig wichtiger Besuch, jemand ganz Berühmtes und Mächtiges?
(Vorschläge anhören und idealerweise flexibel darauf eingehen, dann weitere Fragen stellen und die Kinder antworten lassen)
Wie muss der Raum aussehen? Was müssten wir aufräumen oder reinigen?
(Er zeigt auf ein paar Besitztümer der Kinder, z.B. Jacken, Mützen, Kuscheltiere,…):
Wem gehört das?
Und das?
und wem gehört das?
Wisst ihr auch, wem die Welt gehört?
Richtig, Gott.
Okay, ich höre gerade, nicht jeder darf sich unserem wichtigen Gast nähern. Wir müssen Bodyguards bereithalten und Wachen aufstellen. Und die Personalien kontrollieren.
Was denkt ihr, wer darf sich unserer wichtigen Person nähern?
Wer wäre denn berechtigt?
Irgendwelche besonderen Ausweise? Besondere Verdienste? Oder gute Bekanntschaft oder gar Verwandtschaft zum Besuch?
Ach so, ihr wollt noch wissen, wer kommt?
Der König der Herrlichkeit kommt.
Moment, ich höre gerade. Er ist schon da. Dann bin ich hier überflüssig. Ich wünsche eine gute Zeit.
Idee 2 – Doppeltes Mindmap
Material: großes Papier, Stifte
Auf ein großes Papier werden im linken oberen Quadranten das Wort „König“ und im rechten unteren Quadranten das Wort „Herrlichkeit“ geschrieben.
Die Kinder dürfen nun Mind-Map-artig notieren, was ihnen dazu einfällt, wobei ähnliche Worte zueinander geschrieben werden sollten. Worte, die zu beidem passen, gehören in die Mitte. Wenn die Ideen ausgehen, schreibt ein Mitarbeitender/eine Mitarbeitende quer über das Blatt „Gott“ und sagt: Heute geht es um Gott, den König der Herrlichkeit.
Einzelne notierte Begriffe können später in der Vertiefung wieder aufgegriffen werden.
Verkündigungsart: Dialogtheater; zwei Rollen: Mutter (M) und Kind (K)
Kind (K): Mama, ich bin wieder da.
Mutter (M): Hallo mein Schatz, na, wie war es im Kindergottesdienst?
K: Es war sehr schön! Wir haben ein neues Lied gesungen, das geht so: Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit. Aber Mama, warum singen wir das eigentlich? Ich dachte immer, im Advent geht es um Jesus. Aber Jesus kam doch als Baby und nicht als Herr der Herrlichkeit.
M: Ja das stimmt und trotzdem ist er beides. Du weißt doch, dass Jesus Gott ist.
K: Ja, schon, aber wie kann ich mir den König der Herrlichkeit vorstellen?
M: Denk mal an einen König, so einen richtig guten König. Einen, der so richtig mächtig und reich ist. Der richtig in Glanz lebt: ein riesengroßes Schloss, großer Thronsaal mit einer hohen Tür und prächtigen Vorhängen. Alles ist voller Gold und wertvollen Farben, und es glänzt, leuchtet und funkelt.
K: Wow. Das ist krass.
M: Und dann sitzt da jemand auf dem Thron. Der König. Er strahlt Ruhe, Freundlichkeit und Frieden aus. Aber du weißt auch: Dieser König hat noch keinen Krieg verloren. Er ist mächtig.
K: Boah, da bekomme ich Gänsehaut. das klingt so schön! Aber Mama, darf ich da denn überhaupt hingehen? Ich passe da doch gar nicht dazu.
M: Weißt du, das ist ja das Schöne: Gott lädt uns ein. wir müssen nicht in der Tür stehen bleiben, wir dürfen näherkommen, ganz nah zu ihm.
K: Aber Mama, es gibt doch auch die Geschichten, dass man nicht nahekommen darf. War da nicht etwas, dass nur ganz besondere Menschen in den Tempel gehen durften? Und auf dem Berg konnte auch nur Mose Gott begegnen. Alle anderen hatten Angst vor diesem mächtigen Gott.
M: Ja, das stimmt. Eigentlich können wir nicht einfach so zu Gott kommen. Wir sind nicht gut genug. Er ist zu heilig für uns. Aber genau deshalb ist Jesus in die Welt gekommen: er kam und starb für uns, damit wir zu Gott kommen können. Und das ohne Angst, denn er nennt uns seine Kinder. und als Kinder dürfen wir immer zu ihm kommen.
K: Also darf ich in den Thronsaal gehen?
M: Auf jeden Fall, du darfst direkt zum König durchgehen.
K: Wie cool! Steht da keine Palastwache, die mich nicht reinlässt?
M: Naja, vielleicht. Aber du kennst ja das Passwort: du weißt, dass Gott der große König ist. Und unser Vater im Himmel. Und wenn du ihnen das sagst, lassen sie dich durch.
K: Dann machen sie mir die Tür auf.
M: Ja.
K: Aber Mama? In dem Lied heißt es ja, wir sollen dir Türen aufmachen.
M: Eigentlich soll sogar die ganze Welt die Türen öffnen, damit Gott einziehen kann, wie ein König nach einem Sieg. Er zieht durch seine Städte, alle sollen ihn sehen und zujubeln.
K: Also kommt Gott zu Besuch?
M: Ja, ungefähr so. Nur, dass er nicht nur zu Besuch kommt, sondern direkt einziehen will.
K: Oh oh, dann muss ich aber erst noch aufräumen. Auch wenn Gott mich liebt, wie ich bin, ein bisschen Ordnung kann ich für den König schon machen.
M: Das ist eine schöne Idee
K: Und beim Aufräumen singe ich ihm Lieder, dann weiß er schon, dass meine Tür offen ist.
Bibellese und Gespräch
Der Psalm wird zunächst einmal als Ganzes gelesen, dann noch einmal Satz für Satz. Nach jedem Satz werden die Kinder gefragt, was das Gehörte ihrer Meinung nach bedeutet.
Der/die Mitarbeitende ergänzt dann weitere Gedanken.
Wer ist der König der Herrlichkeit? Es ist der Herr der himmlischen Heere. Er ist der König der Herrlichkeit! Psalm 24,10 (BasisBibel)
Call and response – Methode
Der/die Mitarbeitende stellt die Frage: „Wer ist der König der Herrlichkeit?“
Daraufhin antwortet die Gruppe: „Es ist der Herr der himmlischen Heere. Er ist der König der Herrlichkeit!“
Der/die Mitarbeitende fragt: „Und wo steht das?“
Woraufhin die Gruppe mit „Psalm 24 Vers 10“ antwortet.
Dieser Frage-Antwort-Wechsel wird ein paar Mal hintereinander auf unterschiedliche Art wiederholt, wobei der/die Mitarbeitende z.B. Lautstärke und Geschwindigkeit mit seiner Frage variiert und die Gruppe sich entsprechend anpasst.
Popcorn-Gebet: wie beim Popcorn machen, poppen einzelne Gebete kurz auf, ohne feste Reihenfolge. Dafür schließen alle die Augen und wer mag, kann einfach frei raus einen kurzen Satz sagen. Das Thema kann vorgegeben werden, hier eignet sich „Gott, du bist…“ als Vorgabe. Die Kinder können ausdrücken, wie Gott ist, z.B. „Gott, du bist der Herr der Herrlichkeit“, „Du bist allmächtig“, „Du bist immer für mich da“. Es ist okay, wenn kurze Pausen im Gebet entstehen, bevor sich das nächste Kind traut. Wird die Pause zu lang, kann die Gebetszeit beendet werden.
Schreibe deinen eigenen Psalm
Material: Papier, Stifte.
Jedes Kind erhält Papier und Stifte. Sie sollen sich Zeit nehmen, und einen eigenen Psalm / ein eigenes Gebet oder Lied für Gott zu schreiben oder malen.
Inhalte können u.a. sein:
Palastwache
Ein Kind ist die Palastwache und steht an einem Ende des Raumes. Die anderen Kinder versammeln sich an einer Linie am anderen Ende. Die Palastwache steht mit dem Rücken zur Gruppe und ruft „1-2-3-ihr kommt nicht vorbei“, dann darf sie sich umdrehen. Solange sie mit dem Rücken zur Gruppe steht, können die Kinder auf sie zugehen, sobald sie sich umdreht, müssen sie stehen bleiben. Wer sich bewegt, wird von der Palastwache zurück zur Startlinie geschickt. Wer die Palastwache auf die Schulter tippt, hat gewonnen und wird die neue Palastwache.
Für einen höheren Schwierigkeitsgrad in kleineren Räumen können auf halben oder 2/3 des Weges eine bis zwei weitere Wachen eingeteilt werden, die sich nicht umdrehen, sondern auf ihrer zugeteilten Höhe quer zum Spielfeld auf und abgehen und die Spieler abfangen können. Wer abgeklatscht wird, muss ebenfalls zurück zum Start.
Thronsaal gestalten
Material: großer Stuhl (z.B. Hochlehner-Gartenstuhl), rote Stoffbahnen, Rettungsdecken (gibt es im Baumarkt), Babypuppe, Stoffwindeltuch, evtl. Kissen, Tonkarton in Gold, Schleifenbänder, Klebeband, Blumen, Weltkugel etc.
In einer Ecke wird ein großer Stuhl aufgebaut und ein Bereich als Thronsaal um diesen abgeklebt. Aufgabe ist, den Stuhl in einen Thron zu verwandeln und den Thronsaal festlich herzurichten, mit allem, was die Mitarbeitenden ihnen erlauben. Wenn möglich, können Rettungsdecken an die Wand geklebt werden, um sie zu vergolden. Die Kinder können den Thron mit Decken und Kissen herrichten und Attribute (Krone, Zepter) basteln. Vielleicht hat der König eine Weltkugel neben dem Thron stehen? Oder Blumen?
Wenn die Kinder fertig sind, kann darauf eingegangen werden, dass wir nun ein Stück der Herrlichkeit versucht haben, sichtbar zu machen, aber Gottes Herrlichkeit noch viel größer ist. Trotzdem dürfen wir ganz nah zu ihm kommen und vor seinen Thron treten, weil er uns zuerst entgegengekommen ist. Jetzt, zu Weihnachten feiern wir das: dass der große König als Kind zu uns kam (Puppe in Windeln gewickelt auf den Thron setzen).
Herr der Herrlichkeit
Material: Tonkarton in verschiedenen Farben, Glitter zum Streuen, Schere, Bleistift, Pinsel, Acryl-Farben, Wasserbehältnis, ggf. Basteldecke und Malkittel, evtl. Kleber
Jedes Kind bekommt ein ca. A5 großes Tonkartonstück. Mit Bleistift wird „Herr der Herrlichkeit“ vorgeschrieben, wobei zwischen den Buchstaben Platz bleibt. Sie werden mit Acrylfarbe nachgemalt und Glitter darüber gestreut.
In kreativeren Gruppen können die Kinder auch ein größeres Stück Tonkarton erhalten und ein Bild malen. „Herr der Herrlichkeit“ kann hier in einem Sternenhimmel, über dem Kreuz, auf einem Thron, von Herzen umrahmt oder über einer Krippe stehen.
Die Bibel – ein Licht für dich – als Hilfe für den nächsten Schritt und zur Orientierung.
Die Psalmen sind Gebete. Sie werden heute noch in den Gottesdiensten verwendet. Es gibt 150 Psalmen, der kürzeste hat nur zwei Verse, der längste Psalm 176. Sie entstanden über einen längeren Zeitraum.
Es gibt verschiedene Arten: Psalmen, die in Not entstanden sind, aber auch Psalmen bei denen Menschen Gott danken. Von David finden sich zum Beispiel Psalmen, in denen er Gott um Vergebung bittet.
Psalm 119 ist der längste Psalm mit den meisten Versen. Sie sind in 22 Abschnitte eingeteilt, entsprechend dem jüdischen Alphabet.
Vers 105 ist einer der bekanntesten Verse. Er sagt uns einmal, dass die Bibel ein Licht, bzw. ein Wegweiser für uns Menschen sein soll. Außerdem beschreibt er das Licht. In der damaligen Zeit hatten die Menschen nur kleine Öllampen. Sie leuchteten in einem sehr kleinen Bereich, gerade so weit, dass man die nächsten Schritte gehen konnte.
Im zweiten Teil sagt der Psalmschreiber aber, dass es auch ein Licht auf dem Weg, also eine Leuchte für einen begrenzten Abschnitt ist.
Gott hat als erstes das Licht erschaffen. „Es werde Licht“ sagt er im 1. Buch Mose. Licht ist sehr wichtig, nur wo es das Licht gibt, kann es auch Leben geben. Beides hängt zusammen. Wenn es hell ist, finden wir uns zurecht.
Es gibt einige Beispiele für Licht in der Bibel. Im Alten Testament ist Gott bei der Wüstenwanderung in der Wolken- und Feuersäule. Nachts geht er als Licht vor ihnen her. Mose und David bitten immer wieder um Weisung.
Im Neuen Testament bezeichnet sich Jesus als Licht der Welt. Außerdem fordert er uns in der Bergpredigt auf ein Licht für andere zu sein. Philippus ist ein Licht für den Kämmerer.
Nikodemus ist ein angesehener Pharisäer und Mitglied im Jüdischen Rat in Jerusalem. Pharisäer legen das Gesetz sehr genau aus. Nikodemus hat viel von Jesus gehört. Aber er hat eine Frage: Wer ist dieser Jesus? Er hat ihn beobachtet, aber er ist unsicher und sucht nach Antworten.
Er geht in der Nacht heimlich zu Jesus. Niemand soll ihn sehen. Jesus erklärt ihm anhand der Geschichte mit Mose und der Schlange, dass der Glaube genügt. Nikodemus geht Schritte aus der Dunkelheit und verteidigt später Jesus im Hohen Rat. Zuletzt treffen wir ihn, als er mit Josef von Arimathhäa Jesus beerdigt. Das verlangte Mut von ihm.
Kinder kennen Situationen, in denen sie das Gefühl haben, alles ist ausweglos und dunkel. Vielleicht gibt es Situationen, bei denen sie nicht wissen was richtig oder falsch ist, oder es ist schwer, allein zu seiner Meinung zu stehen. Sie stehen orientierungslos da.
Wie wichtig ist es dann, jemanden zu kennen, der weiterhilft. Es reicht ein wenig Zeit für ein Gespräch und ermutigende Worte. Dadurch kann es für die Person wieder heller werden, um die nächsten Schritte mutig zu gehen. Und genau das genügt oft schon.
Idee 1 – Was gibt uns Orientierung?
Wir bringen verschiedene Dinge mit, die uns Orientierung geben.
Was gibt uns Orientierung? Die Kinder zählen auf. Taschenlampe, ein kleines Licht, Kompass, Navi, Landkarte.
Idee 2 – Nachtwanderung
Wenn es möglich ist, machen wir mit den Kindern eine kurze Nachtwanderung. Nur die Erwachsenen haben eine Taschenlampe dabei. Man kann auch den Jungscharraum verdunkeln und einen Parcours aufbauen. Jetzt versucht ein Kind ihn zu durchgehen. Anschließend geht ein zweites Kind mit einer kleinen Taschenlampe mit. Es leuchtet nur auf den Fuß des anderen Kindes.
Bitte beachten: ein Parcours im Dunkeln oder eine Nachtwanderung kann für manche Kinder angstauslösend sein. In dem Fall sollte man das Ganze entweder nur mit Freiwilligen oder gar nicht durchführen.
Verkündigungsart: Sketchboard
Ein Teil der Geschichte wird vorgezeichnet und dann beim Erzählen ergänzt. Man kann auch einzelne Teile vorzeichnen und ausgeschnitten mitbringen. Die werden dann während des Erzählens dazu geklebt. Man muss es auch nicht genauso verwenden, sondern kann es seiner Erzählung anpassen. Wichtig ist es alles vorher auszuprobieren.
Das Grundbild kann zum Beispiel wie folgt aussehen.

Die einzelnen Veränderungen während des Erzählens stehen im Text unter dem jeweiligen Bild.
Alle Bilder befinden sich auch im Anhang zum Download.
Bild 1

Es ist mitten in der Nacht, die Menschen schlafen. (Dächer und zz )
Niemand ist unterwegs. Aber plötzlich hört man ein leises Geräusch. Eine Tür öffnet sich und ein Mann schlüpft durch den Spalt. Schnell huscht er durch die Straßen von Jerusalem. Manchmal bleibt er stehen und blickt sich vorsichtig um. Er will keine Geräusche machen. Er ist ein Pharisäer, ein Lehrer in der Synagoge. Zur Zeit gibt es große Unruhe. Dieser Wanderprediger richtet ein großes Durcheinander an. Die Pharisäer kämpfen gegen ihn. Aber er muss unbedingt zu diesem Mann von dem gerade alle sprechen. Es gibt so viele Fragen und er findet keine Antworten. Manchmal hat er das Gefühl, dieser Jesus hat Recht. Aber kann das sein? Er kann nicht schlafen, darum ist er jetzt unterwegs.
Endlich ist er da. Er hat Glück, ein kleines Licht schimmert durch das Fenster. Vorsichtig klopft er an die Tür und wird hineingelassen.
Bild 2

Jetzt sitzen sie nebeneinander. (Menschen und Licht)
Ein kleines Öllicht gibt etwas Licht. Nikodemus sagt zu Jesus: “Wir wissen, dass du von Gott kommst. Niemand kann solche Wunder tun wie du.“ Aber Jesus erklärt ihm, dass alle guten Werke und das Einhalten aller Gebote nicht ausreichen, um zu ihm zu kommen. „Du musst von neuem geboren werden,“ erklärt er ihm. Jetzt versteht Nikodemus nichts mehr. Wie soll das funktionieren? (Fragezeichen)
Lange sprechen sie miteinander. Jesus nimmt sich Zeit für Nikodemus.
Bild 3

Jesus erzählt ihm eine alte Geschichte. Mose war mit dem Volk in der Wüste. Wieder einmal waren sie ungehorsam. Gott schickte Schlangen und viele Menschen starben. Mose rief zu Gott und bat ihn zu helfen. Gott gab Mose den Auftrag eine Schlange aus Bronze zu machen und sie an einer Stange zu befestigen. „Jeder der gebissen wurde und diese tote Schlange ansah, sollte gerettet werden“. (Gesichter in die Kreise, Schlange)
Wer also vertraute und hinsah, überlebte. „Nikodemus, Glaube genügt“, sagt Jesus. Ganz langsam versteht Nikodemus, was Jesus meint.
Bild 4

Er weiß, dass er Jesus vertrauen kann. Es wird hell in seinem Leben. Er versteht noch nicht alles, aber er vertraut Jesus. Er fängt an Schritt für Schritt mit ihm zu gehen. Später versteckt er sich nicht mehr, er steht mutig zu Jesus (gelber Weg und Füße, Bibelvers oben).
Die Kinder erzählen die Geschichte mit Smileys.
Wir nehmen das kleine Licht vom Anfang.
Dann legen wir die Bibel dazu. Jesus sagt, sie ist wie ein Licht. Wenn wir den ersten Schritt gehen, wandert das Licht mit.
Psalm 119,105 wird auf kleine Kärtchen geschrieben und im abgedunkelten Raum versteckt. Die Kinder bekommen kleine Taschenlampen und suchen die Kärtchen. Sie dürfen die Lampen nur nach unten halten und immer wieder anschalten. Zum Schluss lesen wir den Vers gemeinsam.
Ein LED-Licht wird herumgereicht. Wer das Licht hat, darf beten. Wer nicht beten möchte, reicht es weiter.
Laternen basteln
Dazu gibt es zahlreiche Bastelvorlagen im Internet, zum Beispiel einen Leuchtkäfer auf der Seite der KEB (Registrierung erforderlich): www.entdeckerseiten.de (letzter Zugriff 30.06.2026)
Was bin ich?
Gott kennt dich voll und ganz, weil er dich wunderbar gemacht hat. Du bist wertvoll, egal was andere sagen.
Dieser Bibeltext ist ein Psalm. Die Psalmen sind Lieder oder Gebete, die Menschen früher geschrieben haben, in ihrem Alltag, in ihrer Situation und so oft passen sie einfach zu unserem Alltag heute. Die Psalmen sind häufig so ehrlich, weil wir einen Blick in die Gefühlslage des Psalmbeters bekommen. Dadurch lernen wir auch die Beziehungen kennen, die sie zu Gott hatten. Dieser Psalm ist ein Psalm Davids, der einmal ein Hirtenjunge war und dann ein großer König. Die Bibel beschreibt ihn als einen Mann nach Gottes Herzen. David ist hier so überwältigt davon, dass Gott, der große Gott, der alles in seinen Händen hält, alles geschaffen hat jede einzelne Person auf der Welt so gut kennt. Gott ist jede Person wichtig und er schaut nicht so allgemein auf die Menschen. David hat schon erleben dürfen, wie Gott ihn wirklich, also wirklich durch und durch kennt. Mit all den guten Sachen, die David schon gesagt und getan hat, aber auch mit den bösen, negativen Sachen, die David vielleicht gedacht, gesagt und getan hat. David war nicht perfekt. Und das fasziniert David: Gott kennt ihn komplett und trotzdem lässt Gott ihn nie allein, steht zu ihm und ist für ihn da. Dafür muss und will er Gott loben. Es gibt keinen Ort auf der Welt, im Weltall – egal wo – wo Gott nicht ist. Und es gibt nicht nur keinen Ort, wo Gott nicht ist, sondern er schützt uns auch noch – überall dort, wo wir sind. Gott möchte jeder Person Sicherheit geben – und zwar von allen Seiten. Dafür muss jemand ganz schön nahe bei einer Person sein. Es sind Gottes liebevolle, starke Vaterarme, die um jede Person sind.
David sagt auch ganz ehrlich Richtung Ende des Psalms, wie er über seine Feinde denkt, das sind keine schönen Gedanken. Aber Gott kennt diese Gedanken von David eh schon – bei Gott muss man nichts beschönigen. Genial ist, dass David diese Gedanken äußert und gleichzeitig Gott bittet, auf sein Herz aufzupassen, dass es nicht schlimme Sachen gegenüber Menschen macht oder denkt.
Die Erlebniswelt der Kinder heute ist ganz unterschiedlich. Doch leider kennen viele das Gefühl des Alleinseins, nicht dazuzugehören, irgendwie unwichtig zu sein und dass niemand sie wirklich versteht. Die älteren Kids können das schon häufig ausdrücken. Die Jüngeren erleben es teilweise, können es nicht einordnen, suchen dann noch mehr die Aufmerksamkeit, durch ganz unterschiedliche Aktionen oder Aussagen.
Gleichzeitig ist es für manche Kids auch selbstverständlich, dass es jemand gibt, der sie als Individuum kennt, liebt, mit ihnen unterwegs sein will. Junge Kids sind grundsätzlich von sich überzeugt; glauben, dass sie Sachen gut können usw. Aber viele haben schon die Erfahrung gemacht, dass sie kleingeredet wurden, ausgelacht für etwas, … dann ist diese Ermutigung ein riesiges Geschenk – niemals allein, immer verstanden, trotz allem geliebt. Wow. Das ist so wertvoll, dass wir das den Kids weitergeben können.
Idee 1 – Forscher
Material: Forscherkittel, evtl. Brille, Mikroskop, evtl. Bilder der Teilnehmenden und Mitarbeitenden, evtl. großer Spiegel
Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin ist als Forscher/in verkleidet und schaut sich was unter einem Mikroskop an. Er/sie ist begeistert von dem, was er/sie sieht und sagt „Wow, krass, unglaublich, so schön, wie wertvoll, das habe ich geschaffen, so was Besonderes … wie genial! Das war nicht aus Versehen – sondern genau so wollte ich das. Eins A.“
(-> man kann hier direkt zum Psalm gehen oder noch eine der nachfolgenden Aktionen durchführen)
Mögliche weitere Aktion danach:
Idee 2 – Gespräch „wertvoll“
Frage: Was ist das Wertvollste für dich zu Hause?
Verkündigungsart: Bibeltexte als PowerPoint-Präsentation oder ausgedruckt oder in der Bibel nachlesen
Ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin erzählt begeistert als Forscher/in mit einem Geldschein als Veranschaulichung
„Krass – ich habe gerade so getan, als wäre ich ein Forscher, der etwas ganz, ganz Besonderes erschaffen hat. Etwas, das super wertvoll ist und das ich genauso haben wollte.
Wisst ihr, manchmal stelle ich mir Gott so vor. Nicht als Forscher – aber so, dass er dich und dich und dich und mich und jede einzelne Person anschaut und sagt: „Wow, richtig gut! Genau so wollte ich dich. Da habe ich wirklich jemanden Tolles gemacht. Kein Zufall oder sonst etwas – sondern gewollt.“
Ich sage euch, warum ich mir das so vorstelle. Wenn wir in die Bibel schauen, gibt es einen richtig genialen Psalm. Ein Psalm ist ein Text aus der Bibel, meistens ein Gebet oder ein Lied, das Menschen früher aufgeschrieben und für Gott gesungen haben. Ich finde das so cool, dass wir das noch nachlesen können. In dem Psalm steht
„HERR, du hast mich erforscht und kennst mich genau.“
Psalm 139,1
So fängt der Psalm an.
„Du hast mich erforscht.“ In meinem Kopf ist das so wie bei einem Forscher. Und Gott kennt mich genau.
Er kannte nicht nur David, der den Psalm damals geschrieben hat. Gott erforscht und kennt jede einzelne Person auf dieser ganzen Welt genau. Warum? Weil er jede einzelne geschaffen hat.
Gott schaut nicht auf die Welt und sieht einfach nur Milliarden von Menschen. Sondern er schaut auf die Welt und sieht Anna mit ihren tollen roten Haaren, Gabriel mit seiner Freude am Fußball, Emma mit ihren kreativen Ideen, Johannes mit seinem Interesse, immer Neues kennenzulernen … (hier könnt ihr die Namen eurer Kinder einsetzen.)
Und er kennt auch mich – so, wie ich gerade hier stehe und euch von ihm erzähle.
David ist so begeistert davon, dass Gott ihn so gut kennt. Deswegen schreibt er den Psalm und muss Gott einfach sagen, wie genial er das findet.
Wisst ihr, David war am Anfang nur ein Hirtenjunge. Er war der Jüngste von allen. Eigentlich kannte ihn niemand wirklich. Aber er glaubte an Gott, sang ihm Lieder und wusste: Gott kennt mich, Gott sieht mich und Gott will mich.
Später wurde David ein starker Kämpfer für den König und schließlich selbst König. Viele Menschen kannten ihn. Zumindest kannten sie sein Aussehen und wussten, was er getan hatte.
Aber David wusste: Die meisten kennen mich trotzdem nicht wirklich. Niemand kennt mich so wie Gott. Er kennt meine guten Gedanken und auch meine schlechten. Er weiß, was ich heimlich denke, sage oder tue – und trotzdem liebt er mich.
Ich lese euch den Psalm einmal weiter vor. Dann merkt ihr, dass David das wirklich selbst geschrieben hat:
„Ob ich sitze oder stehe – du weißt es.
Meine Gedanken erkennst du schon von fern.
Ob ich gehe oder ruhe – du merkst es.
Alle meine Wege sind dir bekannt.
Noch liegt mir kein Wort auf der Zunge,
da weißt du schon, HERR, was ich sagen will.
Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.
Dieses Wissen ist zu wunderbar für mich;
es ist mir zu hoch, ich kann es nicht begreifen.“
Psalm 139,2–6
„Ich kann es nicht begreifen“, sagt David.
Er ist so dankbar, dass dieser geniale Gott, der ihn wirklich kennt, ihn niemals allein lässt, sondern seine schützende Hand über ihm hält.
„Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“
Egal, wo David ist – das kommt in den Versen danach –, Gott lässt ihn nie allein.
Und das ist auch gar nicht nervig. Vielleicht kennt ihr das von kleineren Geschwistern. Die wollen immer bei euch sein und manchmal wünscht ihr euch einfach mal eure Ruhe.
Bei Gott ist das anders. Er will nie seine Ruhe von uns haben. Er möchte immer in unserer Nähe sein.
Vielleicht wollen wir das manchmal gar nicht. Vielleicht denkt ihr: „Ach, heute habe ich keinen Bock auf Gott.“ Oder: „Der ist doch sowieso nicht echt.“ Ich finde es cool, dass Gott trotzdem da ist. Aber nicht nervig oder anstrengend, sondern weil er möchte, dass wir wissen: Er meint es gut mit uns. Er lässt uns weder in schönen noch in schwierigen Situationen allein.
Jeder von uns kann jederzeit mit ihm reden, weil er immer da ist. Er zwingt uns nicht dazu. Aber er möchte, dass wir wissen: Wir sind niemals allein und er versteht jeden von uns so richtig.
Vielleicht kennt ihr das: Ihr wollt euren Eltern erzählen, was heute in der Schule passiert ist. Vielleicht wart ihr allein, vielleicht wurde jemand ausgelacht, aber eure Eltern verstehen euch nicht ganz, weil sie die anderen Kinder gar nicht kennen oder die Situation nicht miterlebt haben.
Gott versteht es. Er war dabei.
Oder ihr möchtet einer Freundin oder einem Freund erzählen, warum ihr euch gerade so freut oder warum ihr traurig seid. Aber ihr findet gar nicht die richtigen Worte. Gott versteht euch.
Versucht trotzdem, mit anderen Menschen darüber zu reden. Aber ihr dürft wissen: Gott weiß schon längst, wie es euch geht.
Dann kommt nochmal ein ziemlich toller Vers in dem Psalm, da steht:
„Ich danke dir und staune,
dass ich so wunderbar geschaffen bin.
Wunderbar sind deine Werke –
das weiß ich wohl.“
Psalm 139,14
Auch in den Versen davor und danach wird beschrieben, dass Gott uns schon kannte, bevor wir geboren wurden. Er hat jeden einzelnen Menschen geschaffen.
Manche von uns denken vielleicht: Ich wäre gern größer. Oder kleiner. Ich hätte gern andere Haare, mehr Muskeln oder würde Dinge schneller verstehen.
Und ganz ehrlich: Das verstehe ich. Wir Menschen vergleichen uns oft mit anderen. Wir denken, die anderen sehen besser aus oder können mehr.
Aber hört mal zu: Der Gott, der die ganze Welt gemacht hat – jeden Baum, jede Blume, jeden Berg und jedes Tier –, genau dieser Gott hat auch dich gemacht. Und er hat dich wunderbar geschaffen (wenn Kinder mit Krankheiten oder Behinderungen dabei sind, sollte dieser Teil besonders sensibel formuliert werden).
Warum manche Menschen gesund sind und andere nicht, warum manche mehr Haare haben und andere weniger – das weiß ich nicht.
Aber ich weiß: Gott hat jeden Menschen geschaffen. Und er liebt jeden Menschen gleich. Egal, wie jemand aussieht, was er kann oder nicht kann. Jeder Mensch ist für Gott gleich wertvoll.
(dieser Teil kann – muss aber nicht – sein): Geldschein zeigen
Mit dem Geldschein starten:
„Ich danke dir und staune,
dass ich so wunderbar geschaffen bin.
Wunderbar sind deine Werke –
das weiß ich wohl.“
Psalm 139,14
Auch du bist von Gott gemacht, und zwar wunderbar. Weil er dich gemacht hat, kennt er dich – mit all dem, was du gut und was du vielleicht nicht so gut kannst – trotzdem liebt er dich und hat dich wunderbar erdacht.
Ab wann, denkt ihr, kennt man eine Person?
Zeigt mit eurem Daumen hoch oder runter // geht zum Schild Ja / Nein, wenn ihr denkt, dass muss man wissen, um eine Person zu kennen:
Denkst du, du bist wertvoller / besser, wenn du …? (auch hier mit Daumen hoch und runter zeigen lassen):
Das sind alles tolle Sachen und ich freu mich voll, wenn das so ist – aber das macht dich nicht wertvoller als andere. Jede/r von uns ist schon so, wie er/sie ist – supermega wertvoll, er/sie kann nicht wertvoller werden (auch wenn es vielleicht beim Fußball oder so anders ist – Bezug auf Geld, was Spieler kosten => nur, wenn man Fußball-Kids in der Jungschar hat).
„Ich danke dir und staune, dass ich so wunderbar geschaffen bin. Ich weiß, wie wundervoll deine Werke sind.” Psalm 139,14 (BasisBibel)
Die Kinder können den Bibelvers (oder nur „wertvoll“ und Psalm 139,4) auf kleine Spiegel schreiben und als Erinnerung mit nach Hause nehmen (alternativ Spiegelfolie auf Pappe kleben).
Gemeinsames Gebet – Popcorn Gebet (jede/r, der/die will, sagt kurz einen Satz: Jede/r darf Gott eine Sache sagen wofür er/sie dankbar an sich ist, oder dass Gott einen kennt.
Oder Gebet des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin:
Danke, Jesus, dass du jeden von uns wunderbar gemacht hast und dass du uns wirklich kennst. Danke, dass du meine guten und schlechten Gedanken kennst, dass du weißt, was ich richtig gut kann und was ich nicht so gut kann und dass du mich trotzdem für superduper wertvoll erachtest. Danke, Jesus, dass du mich nie allein lässt und immer zu mir stehst. Bitte hilf mir selbst zu glauben, dass ich wertvoll bin, auch wenn ich vielleicht nicht alles so kann wie andere oder so. Amen
Schrumpffolien-Schlüsselanhänger oder -Magnete
Die Kids dürfen aus Schrumpffolie einen Schlüsselanhänger oder Magneten basteln. Sie gestalten, kreieren etwas Schönes und darauf steht: Du bist wertvoll, immer.
Die dazugehörigen Materialien kann man im Internet bestellen oder bekommt sie auch in einem Bastelladen.
Material:
Erklärung:
Heizt den Backofen auf ca. 125 – 130°C Ober-/ Unterhitze vor. Legt Backpapier auf den Backblechen aus.
Malt oder zeichnet ein Motiv auf die raue Seite der Schrumpffolie mit Holzbuntstiften. Wenn ihr eine Vorlage verwendet, legt diese einfach unter die Schrumpffolie.
Ihr könnt den Handumriss jedes Kindes nehmen – weil wir wunderbar gemacht sind.
Das Bild wird nachher ungefähr 1/3 so groß sein wie das Original, also lieber größer malen.
Dann schneidet die Form aus. Vorsichtig, die Folie kann brechen – also nicht zu komplizierte Formen wählen und immer so nahe am Rand wie möglich schneiden.
Wenn ihr einen Schlüsselanhänger machen wollt, macht vor dem Backen mit einer Lochzange oben noch ein Loch rein – haltet dabei genügend Abstand zum Rand.
Dann legt das angemalte Folienstück mit der bemalten Seite nach oben auf das Backblech und schiebt alles in den Ofen. Lasst die Folie 2 – 3 Min. backen – sie wird sich erstmal stark wellen und kräuseln, danach wird sie wieder glatt
Wenn die Folie wieder flach auf dem Blech liegt, nehmt sie raus – sie kann etwas verzogen sein, dann legt am besten nach dem Rausholen aus dem Ofen noch ein schweres Buch kurz darauf.
Zum Schluss fädelt den Schlüsselanhänger (= Schlüsselring) durch das Loch oder klebt einen Magneten hinten auf die „gebackene“ Folie.
Spiele zum Thema „sich kennen“
Tuchspiel
Material: große Decke/Decken
Erklärung:
Die Teilnehmenden werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Diese setzen sich jeweils hinter eine Seite der Decke, so dass niemand gesehen wird. Die Decke wird von zwei Mitarbeitenden hochgehalten, so dass niemand drüber oder drunter schauen kann. Jede Gruppe bestimmt still ein Kind, dass sich direkt vor die Decke setzt. Auf Kommando lassen die Mitarbeitenden die Decke fallen. Wer den Namen des Gegenübers zuerst nennt, hat gewonnen. Der Verlierer/die Verliererin muss in die Gewinnergruppe wechseln. Die Decke wird wieder nach oben gehalten. Dann bestimmt jede Gruppe ein neues Kind, das sich vor die Decke setzt. Das Spiel kann man so lange wie gewollt spielen – welches Team hat am Ende die meisten Kids?
Luftballon – Partner finden
Material: Luftballons, Zettel, Klebeband, Filzstifte
Variante 1: (für jüngere Kids)
Für jedes Kind wird ein Luftballon aufgeblasen und zugeknotet, dann wird auf jeden Luftballon ein Name von einer Person aus der Jungschar geschrieben.
Als nächstes werden alle Luftballons in die Mitte geworfen – beim Startsignal nimmt sich jede/r einen Luftballon und sucht die Person, deren Namen auf dem Luftballon steht. Das Spiel kann mehrmals wiederholt werden.
Variante 2: (für etwas ältere Kids, die sich evtl. auch ein bisschen kennen)
Für jedes Kind wird ein Luftballon aufgeblasen und zugeknotet. Jede Person schreibt drei Merkmale über sich (nicht nur sichtbare) auf einen Luftballon (so, dass die anderen sie nicht sehen) Dann werden alle Luftballons in die Mitte geworfen, man nimmt sich beim Startsignal irgendeinen Luftballon (außer seinen eigenen) und sucht so schnell wie möglich die dazu passende Person.
Das Spiel kann auch so gespielt werden, dass jede/r die drei Merkmale auf einen Zettel schreibt und die Mitarbeitenden diese vor jeder Runde auf einen anderen Luftballon kleben – dann merkt man sich nicht die Farben der Luftballons und das Spiel kann mehrmals wiederholt werden.
Wähle das Team, für das du jetzt Materialien suchst, oder auf dessen Materialien du zugreifen möchtest.
Du kannst jederzeit oben rechts über das Team-Menü ein anderes Team auswählen.