Tracy Chapman: Fast Car

Songandacht

Kurioserweise habe ich dieses Lied in einem alten Polo eines Freundes gehört, mit dem ich lange zusammen Radio gemacht habe. Das Auto war alles andere als schnell, aber die Geschichte dieses Songs hat mich so begeistert, dass das zu „unserem Auto-Lied” wurde.

Der Song beschreibt eine Situation, die vermutlich jede und jeder von uns schon mal erlebt hat: Man hat das Gefühl, man sitzt in seinem Leben fest. Irgendwie läuft es nicht so, wie man sich das vorgestellt hat. In der Geschichte dieses Liedes beschreibt eine junge Frau ihr Leben: Sie sitzt fest in schwierigen Verhältnissen. Die Mutter ist abgehauen. Der Vater Alkoholiker und sie schmeißt, um ihn versorgen zu können, die Schule hin. Zu verlieren hat sie nichts. Es kann aus ihrer Perspektive nur besser werden.

Und dann gibt es da diesen Typen. Der hat ein schnelles Auto und wenn sie mit ihm unterwegs ist, dann fühlt sie Freiheit. Dieses Auto ist so schnell, dass man sich dabei betrunken fühlt vor Glück. Und dann legt auch noch der Fahrer seinen Arm um sie. Zum ersten Mal überhaupt hat sie das Gefühl: „Ich könnte auch jemand sein. Ich bin kein Niemand.” Mit diesem Auto kann sie abhauen. Fliehen in eine bessere Welt, die ihr eine neue Perspektive schenkt.

Ich komme selbst nicht aus solch harten Verhältnissen. Aber auch in meinem Leben gab es immer wieder mal Situationen, die sich so angefühlt haben. Wenn jetzt nichts passiert, dann bleibe ich stehen. Dann komme ich nicht weiter. Ob in der Schule, im Studium, im Beruf oder auch im Privaten. Als ich „Fast Car” in dem alten Polo zum ersten Mal gehört hatte, war ich Anfang 20 und steckte in einer tiefen Lebenskrise. Ich wusste nicht, wie es mit mir weitergehen soll. Ich hatte mich zu lange vor mir selbst und vor Problemen versteckt und hatte nicht das Gefühl, dass Gott mich und mein Leben noch im Blick hatte. Ich wollte auch am liebsten abhauen. Ich sah keine Perspektiven für mich.

Das geht aber nicht nur dir, mir oder Tracy Chapman so. Schauen wir in die Psalmen, dann stellen wir fest: Hier stehen Gebete von Menschen, die das Leben so erlebt haben, wie wir es tun. Die oft das Gefühl haben, dass sie auf verlorenem Posten stehen. Die oft auch keine Perspektive gesehen haben. Lies dir mal den Psalm 77 durch. Hier erlebt jemand eine ausweglose Situation und fragt sich, wo seine Perspektiven sind. Der Beter fühlt sich von Gott verlassen und weiß nicht mehr weiter. Und trotzdem betet er zu Gott und erzählt ihm von seiner Ausweglosigkeit. Er ringt richtig mit Gott. Er fragt in seinem Gebet nach, ob Gott ihn noch sieht.

Manchmal ist das Leben so – man wünscht sich eine Fluchtmöglichkeit. Aber Flucht, auch wenn das Auto noch so schnell sein mag, hilft selten wirklich weiter. Ich möchte dich deshalb ermutigen, in solchen Situationen trotzdem Gott alles anzuvertrauen. Auch wenn du das Gefühl hast, er hört dir nicht mehr zu – das tut er doch! Vertraue darauf, dass Gott auch in Situationen bei dir ist, die ausweglos erscheinen und auch für dich gilt: „Habe ich dir nicht geboten: Sei getrost und unverzagt? Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.” (Jos 1,9 Lu).

Songandacht

Lieber Gott, kannst du mir nicht einfach ein Zeichen geben? Wenn ich heute ein Autokennzeichen mit „JA” sehe, dann deute ich das als eine Antwort von dir. Kennst du solche Situationen in deinem Leben? Momente, in denen du dir ein Zeichen von Gott wünschst? In denen du vor einer Entscheidung stehst und diese endlich treffen musst? In denen du in einer verzwickten Lage steckst und Gott dir endlich einen Weg zeigen soll, wie es weitergeht?

Lady Gaga singt in ihrem Song „Million Reasons” genau über so eine Situation. Sie singt von einer Person, die sehr verzweifelt ist und nicht weiß, was sie tun soll. Dabei fällt sie auf die Knie und betet zu Gott mit den Worten „Lord, show me the way!” Sie wünscht sich, dass Gott ihr den Weg zeigt. Wir Christinnen und Christen glauben, dass Gott uns einen Weg zeigt, indem er an unserem Leben teilhaben will und an uns interessiert ist.

Doch funktioniert das immer? Antwortet er dir auf jede deiner Fragen? Du kennst die Antwort wohl schon. Leider antwortet dir Gott nicht immer. Bei dir trifft das oft auf Unverständnis und Verzweiflung. Du willst gern vorwärts gehen und eine Entscheidung treffen, weißt aber einfach nicht, was richtig oder falsch ist. Du bewegst dich auf der Stelle und bittest Gott immer wieder um ein Zeichen oder eine Antwort. Es kann manchmal lange dauern, bis Gott zu reden beginnt. Auf dem Weg dahin gibt er dir die nötige Kraft!

Jede und jeder von uns hat vermutlich auch schon erlebt, dass Gott einfach still geblieben ist. Er hat dir einfach keine Antwort gegeben. Oder zumindest gab er dir keine Antwort, die du erwartet hättest. Denn Gott redet und wirkt oft anders, als du es dir vielleicht vorstellst. Wie kannst du dann eine Entscheidung treffen? Zum Beispiel kannst du dich dann an das erinnern, was dir Gott selbst gegeben hat. Du kannst in seinem Wort, der Bibel, lesen. Dort kannst du viel lernen und begreifen. Zudem hat Gott jedem von uns einen Verstand geschenkt! Einen Verstand, der einem hilft, Gutes und Böses zu unterscheiden und Situationen zu bewerten und abzuschätzen. Einen Verstand, der auch dein Herz und so alle deine Wünsche miteinschließt. Somit bist du fähig, gute Entscheidungen für dein Leben treffen zu können. Was aber nicht heißt, dass du Gott nicht mehr fragen darfst – im Gegenteil! In deinen Entscheidungsfindungen kannst du auf den besten Ratgeber vertrauen, den diese Welt gesehen hat. Er, der sie und jeden und jede von uns geschaffen hat, weiß, was zu einem guten Leben führt.

Du darfst Schritte wagen und Entscheidungen treffen. Im Vertrauen, dass du mit ihm gemeinsam unterwegs bist. Und ja, manchmal erlebst du, dass du nicht die richtige Entscheidung getroffen hast. Aber auch da darfst du wissen, er weicht nicht von deiner Seite – er bleibt.

Songdacht

Ich sollte mal dringend … mehr Sport machen, mich bewusster ernähren, mich bei bestimmten Personen melden und, und, und. Die Liste mit Unerledigtem, Aufgeschobenem, Verdrängtem, sie ist lang. Und sie ist lästig. Und bei ganz schön vielen Punkten auf dieser Liste spüre ich ein leichtes, unangenehmes Ziehen im Gewissen bei der Frage: Worauf warte ich eigentlich? Manchmal gibt es keinen Grund mehr zu warten. Für manche Dinge ist die Zeit immer reif. Da gilt es, einfach mal zu machen. Anfangen mit dem ersten Schritt. Und dranbleiben. So steht es auch in vielen Lebenshilferatgebern. Ganz einfach. Theoretisch.

Aber dann gibt es da Dinge, da hilft ein schneller Anfang nicht weiter. Wichtige Entscheidungen wollen überlegt sein. Und manchmal lohnt es sich auch zu warten. Weil die erstbeste Entscheidung, die schnellste Lösung und der offensichtlichste Weg eben nicht immer das halten, was man sich von ihnen erhofft. Blöd nur, wenn man die wichtigen Entscheidungen seines Lebens vor lauter Warten auf den perfekten Moment verpasst.

Der Song von Nickelback ist eine Mahnung. Und macht Mut. Er fordert die Hörer heraus und erinnert daran, dass man irgendwann auch mal zupacken muss, die Gelegenheiten, die einem das Leben bietet, ergreifen muss. Bewusst, mutig und ohne Angst sein Ja zu den Entscheidungen seines Lebens finden muss.

Die Idee dazu ist nicht neu. Wenn man in die Bibel schaut, entdeckt man immer wieder Geschichten von Menschen, die vor Entscheidungen stehen. Menschen, die an Weichenstellungen des Lebens angekommen sind. Eines meiner Lieblingsbeispiele dafür ist Josua, der sich als junger Mensch plötzlich in einer Rolle wiederfindet, die ihn überfordert. Und in diese Situation hinein spricht Gott ihm wundervolle Worte zu: „Ich sage dir noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Hab keine Angst und lass dich durch nichts erschrecken; denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst” (Jos 1,9 GNB)!

Manchmal brauche ich diese grundsätzliche Zusage Gottes in meinem Leben, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Dann kann ich mutig und voller Zuversicht Wege einschlagen in der Gewissheit, dass Gott mit mir geht. Kann auch mal einen falschen Weg gehen und Gott ist trotzdem dabei. So macht mir die freundliche Ermutigung „Worauf wartest du?” keinen Druck und keine Angst. Vielmehr erinnert sie mich daran: Ich sollte mal wieder … einfach mehr vertrauen.

Songandacht

Er hat die Schnauze voll von zu Hause. Immer das gleiche. „Tu dies! Mach das! Wieso hast du nicht? Kannst du nicht einmal?” Er hält es einfach nicht mehr aus. „Ihr könnt mich mal!”, denkt er. Schnell ist der Rucksack mit ein paar Sachen gepackt und dann raus hier. Zufällig liegt noch das Portemonnaie seines Vaters auf dem Tisch. Kurzentschlossen steckt er es ein, Bargeld und Kreditkarte schaden nicht. Er zieht die Tür hinter sich zu und haut ab.

Das Wochenende wartet, einige Partys sind geplant, da muss er auf jeden Fall dabei sein. Er feiert seine Freiheit und feiert sich weg. Er lädt seine Freunde ein. Es läuft bei ihm. Geniale Musik, gute Freunde, schicke Mädels, so hat er sich das vorgestellt. Am nächsten Morgen wacht er neben einem Mädchen auf, das er gestern kennengelernt hat. Sein Schädel brummt, sie frühstücken und verabreden sich für den nächsten Abend. Dann zieht er wieder weiter. Irgendetwas treibt ihn an. Er ist rastlos. Allerdings weiß er auch nicht, wohin er jetzt gehen soll. Wo kann er bleiben?
Irgendwie schlägt er die Zeit tot. Die nächste Feier wartet schon. Das Leben meint es gut mit ihm. Er lernt ein paar extrem coole Typen kennen. Sie nehmen ihn mit auf eine kleine Spritztour. Alle sind irgendwie in einem Stadium zwischen angetrunken und volltrunken. Sie halten schließlich irgendwo im Nirgendwo und dann geht alles ganz schnell. Warum auch immer hält ihm einer ein Messer an den Hals. Die anderen nehmen ihm alles weg, was er bei sich hat. Sie lachen ihn aus und dann schlagen sie auf ihn ein. Als er am Boden liegt, wird er getreten, irgendwann verliert er das Bewusstsein.

Als er langsam die Augen aufmacht, ist es furchtbar hell. Er liegt in einem Bett, alles tut ihm weh. Jemand muss ihn ins Krankenhaus gebracht haben. Aus dem Augenwinkel sieht er, dass jemand an seinem Bett sitzt. Er erschrickt. Sein Vater sitzt dort. Er sitzt direkt neben ihm und schläft. Als er ihn sich genauer ansieht, erkennt er, wie kaputt sein Vater aussieht. „Scheiße, was sag ich ihm, wenn er aufwacht? Wie kann ich das wiedergutmachen?” In seinem schmerzenden Kopf springen die Gedanken und Gefühle hin und her. Aber das eine Gefühl überwiegt. Er ist froh, dass sein Vater da ist. Nur, was kann er ihm sagen nach diesem ganzen Mist?

Lied abspielen – „Oft gefragt”

Der Vater schlägt die Augen auf. Sofort sieht er seinen Sohn an und bemerkt, dass er wach ist. Erleichtert lächelt er ihn an. „Papa, es tut mir leid, ich …”, fängt sein Sohn an, aber der Vater unterbricht ihn: „Hey, du musst nichts sagen, du musst dich jetzt schonen. Ich bin einfach nur froh, dass ich dich wiederhabe.” Er steht auf und gibt seinem Sohn vorsichtig einen Kuss auf die Stirn.
(Pause lassen)

Das Original dieser Geschichte steht in der Bibel in Lukas 15. Ein Vater, der seinem rebellischen Sohn vergibt, obwohl der richtigen Mist gebaut hat. Ein Vater, der sogar seinem Ausreißer vor Freude entgegenläuft. Der ihn in die Arme nimmt, bevor der überhaupt nur irgendeine Entschuldigung stammeln kann. Ich weiß nicht, ob das dein Vater auch so machen würde. Ich weiß nicht, ob ich als Vater so reagieren würde. Ich würde es mir zumindest wünschen. Wer allerdings so mit dir umgeht, ist Gott. Er ist wie dieser Vater. Zu ihm kannst du immer gehen. Egal, was war, egal, was du getan hast. Er ist für dich da! Er ist zu Hause für immer und dich!

One Paper Storie

Bibelstellen: Lukas 19,1-10
Zielgedanke: Jesus sieht tief in unsere Herzen.

Wenn wir durch die Gegend laufen, sehen wir unterschiedliche Menschen. Manche fallen uns besonders auf, weil sie ein richtig tolles Leben haben. Sie scheinen auf einem regelrechten Höhenflug zu sein, sind erfolgreich, haben super Klamotten und eine tolle Frisur. Es sieht so aus, als würde ihnen alles mühelos gelingen. Manchmal kommt uns dann der Gedanke: „Wenn mein Leben doch auch nur so toll wäre …“ (rechts oben eine Figur von der Seite zeichnen; statt Beinen zwei Striche auf unterschiedlichen Höhen zeichnen)

Aber nicht alle Menschen schweben so weit oben. Es gibt einige, denen nicht alles gelingt. (unter die erste Figur eine Figur in sitzender Haltung zeichnen)

Uns begegnen Menschen, die nach Wärme und Geborgenheit suchen. Sie wollen nicht allein sein und sehnen sich nach jemanden an ihrer Seite oder nach einer Familie. (eine Figur mit Baby im Arm zeichnen)

Und dann gibt es Menschen, die sich um andere kümmern. Sie sind ihnen eine Stütze, haben ein offenes Ohr und helfen, wo Hilfe gebraucht wird. (eine Figur zeichnen, die der Figur mit Baby die Hand auf die Schulter legt)

Es gibt auch Menschen, die eher still sind, nicht auffallen wollen und sich im Hintergrund halten. Sie beobachten gern das Geschehen. (im Hintergrund eine Figur zeichnen)

Und dann gibt es noch die Leute, die gern im Vordergrund stehen und bei denen immer etwas los ist. Mit ihnen wird es nie langweilig. Sie haben viel Energie. (im Vordergrund eine hüpfende Figur zeichnen)

Bei Menschen gibt es all diese Gegensätze: oben und unten, laut und leise, suchend und helfend, Menschen im Hintergrund und im Vordergrund. Welche Figur auf diesem Bild passt am ehesten zu euch? (Pause)

Es gibt eine Geschichte, in der eine davon eine besondere Rolle spielt – die rechts oben. Es geht um einen Mann, der scheinbar ein ganz tolles Leben führte. Er hatte viel Geld, teure Klamotten, ein großes Haus und konnte sich alles kaufen. Trotzdem fehlte ihm etwas. Nach und nach merkte er, dass sein Herz trotz allem leer blieb. (der Figur rechts oben (= Zachäus) ein leeres Herz auf die Brust zeichnen)

Dieser Mann arbeitete beim Finanzamt. Er kassierte Steuern von den Menschen, die er dann an den Staat weitergab. Allerdings nahm er mehr, als der Staat verlangte und steckte sich den Rest in die eigene Tasche. Das war natürlich nicht fair. Kein Wunder also, dass dieser Mann zwar viel Geld hatte, aber von niemandem gemocht wurde. Eines Tages passierte etwas Ungewöhnliches. Ein Mann kam in die Stadt. Aber nicht irgendein Mann, sondern ein echter Promi. (für den Promi (= Jesus) in die Mitte eine Figur zeichnen)

Alle kamen aus ihren Häusern auf die Straßen, um ihn zu sehen. So auch der Finanzbeamte. Er war ganz nervös, denn er hatte schon viel von diesem Star gehört. Doch es waren einfach zu viele Menschen um ihn herum. Er konnte absolut nichts sehen. Schließlich war er nicht gerade ein Riese. Also kletterte der Finanzbeamte auf einen Baum. (einen Baum zeichnen, in dem Zachäus sitzt; die zwei Striche für den Baumstamm verwenden)

Dort saß er nun gespannt. Mit seinem Herzen, in dem ihm etwas fehlte und das vor Aufregung wild klopfte. Und mit vielen Fragen in seinem Kopf: „Wie wird es wohl sein, diesen berühmten Mann zu sehen? Wird diese Begegnung mein Leben verändern? Wird er mich überhaupt hier oben sehen? Es sind doch so viele Menschen hier.“ Da lief der Promi auch schon die Straße entlang. (vor Jesus einen Weg andeuten)

Genau vor dem Baum des Finanzbeamten blieb er plötzlich stehen. Und dann schaute er nach oben, direkt ins Gesicht des Finanzbeamten. Das war dem Mann im Baum ganz unangenehm und er wusste nicht, was er tun sollte. (Jesus ein Gesicht mit Blick nach oben zeichnen; Zachäus einen Arm zeichnen)

Und der Star sagte doch tatsächlich: „Zu dir will ich heute zum Abendessen kommen!“ (Jesus einen ausgestreckten Arm zeichnen)

Dem Finanzbeamten stockte der Atem. Damit hatte er nicht gerechnet. Der Promi wollte sein Gast sein? Das konnte er gar nicht glauben. Doch am Abend erschien er tatsächlich bei ihm zu Hause.

Vielleicht ahnt ihr es schon: Der Promi ist Jesus und der Finanzbeamte Zachäus. Das Leben von Zachäus war gar nicht so toll, wie es aussah. Jesus sah das und wandte sich ihm zu. Endlich konnte Zachäus jemandem von seinem Leben erzählen. Von seinem Beruf, seinen Wünschen, seinen Fehlern. Dass er oft allein war, sich nach Freunden sehnte und ihn all das Geld nicht glücklich machte. Und Jesus blieb. Obwohl er wusste, dass Zachäus Menschen betrog. Jesus begegnete Zachäus mit so viel Liebe, dass sich dessen Leben veränderte. Sein Herz war auf einmal voll. Von Liebe. (das Herz von Zachäus ausmalen)

Er bereute seine schlechten Taten und beschloss, den Menschen das Geld zurückzuzahlen, das er ihnen abgeknöpft hatte. Und nicht nur das: Er gab jedem, den er bestohlen hatte, mehr zurück. Er hatte gemerkt: Geld allein macht nicht glücklich. Durch die Begegnung mit Jesus fand er echtes Glück und tiefe Freude. (die Szene in ein Herz einfassen)

Jesus hat Zachäus besucht, weil er ein Herz für Menschen hat. Er beurteilt die Menschen nicht nach dem ersten Eindruck – er sieht ihnen ins Herz, in die Seele. Und dort erkennt er die versteckten Sehnsüchte, die geheimen Träume, den wahren Kern des Menschen. Jesus selbst sucht die Nähe zu uns und möchte bei uns sein, damit wir wahre Freude finden. (den restlichen Figuren fröhliche Gesichter zeichnen)

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One Paper Storie

Bibelstellen: Apostelgeschichte 9,1-22
Zielgedanke: Jesus entzündet in uns ein helles Licht.

Wart ihr schon einmal Feuer und Flamme für etwas – so richtig begeistert von einer Sache? (ein kleines Feuer zeichnen)

Es gab da mal einen Mann, dem es so ging. Er hieß Saulus. (ein Gesicht mit Augen und Mund zeichnen (= Saulus); dabei das Feuer als Haare verwenden)

Dieser Mann hieß Saulus. Er wendete seine ganze Zeit und Kraft für eine Sache auf – allerdings keine gute: Er verfolgte mit großer Leidenschaft Christen. Er hielt das alles mit Jesus für einen falschen Glauben. Deshalb ließ er Menschen einsperren oder sogar umbringen, die an ihn glaubten. Er wollte um jeden Preis verhindern, dass sich dieser neue Glaube verbreitete. Eines Tages war Saulus auf dem Weg nach Damaskus. Auch dort wollte er Christen gefangen nehmen. Er war ziemlich schnell unterwegs. Doch kurz vor Damaskus wurde er geblitzt. Ein helles Licht strahlte vom Himmel herab. (quer über die Figur zwei Linien ziehen)

Er stürzte zu Boden und hörte eine Stimme: „Saulus, warum verfolgst du mich?“
„Wer bist du?“, fragte Saulus.
„Ich bin Jesus, den du verfolgst!“, antwortete die Stimme. „Steh auf und geh in die Stadt. Dort wirst du erfahren, was du tun sollst.“
Was Saulus hier noch nicht ahnte: Dieses unglaubliche Erlebnis würde sein Leben komplett auf den Kopf stellen. (das Blatt auf den Kopf drehen)

Nachdem Jesus ihm erschienen war, wurde Saulus blind. Was sollte er tun? Er versuchte sich daran zu erinnern, was Jesus zu ihm gesagt hatte. „Geh in die Stadt.“ Also gut. Vorsichtig machte er sich auf den Weg. (den Kopf von Saulus vervollständigen; dabei die Haare als Bart verwenden; Saulus einen Körper und Füße zeichnen; die Linien bilden den Weg, auf dem Saulus steht)

Saulus wich also von seinem eigentlichen Vorhaben ab. Er ging nun nicht mehr nach Damaskus, um Christen gefangen zu nehmen, sondern weil Jesus ihn dorthin geschickt hatte. Drei Tage lang war Saulus blind und wollte weder essen noch trinken. (für die drei Tage drei vertikale Striche neben Saulus machen)

Zur gleichen Zeit begegnete Jesus auch einem Mann namens Hananias und sprach zu ihm. (für Hananias links eine Figur zeichnen, die ängstlich zu Saulus hinüberschaut)

Hananias war Christ und lebte in Damaskus. Jesus trug ihm auf, in ein anderes Haus zu gehen, um dort Saulus zu treffen. Er sollte ihm die Hände auflegen, damit dieser wieder sehen konnte. Aber Hananias hatte Angst. Er hatte von Saulus gehört und wusste, was der mit Christen wie ihm machte. Doch er vertraute Jesus. Und so ging er zu der Straße, die „die Gerade“ hieß. (unter Saulus und Hananias eine horizontale Linie ziehen)

Dort war das Haus, in dem Saulus sich aufhielt. (um Saulus herum ein Haus zeichnen; dabei die drei Striche für ein Fenster verwenden)

Als Hananias dort ankam, sah er, wie Saulus betete. (Saulus Arme und gefaltete Hände zeichnen)

Trotz seiner Angst vor diesem gefährlichen Mann ging Hananias zu ihm hin und legte ihm die Hände auf, wie Jesus ihm aufgetragen hatte. „Hey, Bruder Saulus!“, sagte er zögerlich. „Jesus hat mich zu dir geschickt, damit du wieder sehen kannst. Außerdem sollst du mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.“ Im selben Moment fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen und er konnte wieder sehen. Sein Hass verschwand – Liebe erfüllte sein Herz. (Saulus und Hananias fröhliche Gesichter zeichnen)

Saulus ließ sich gleich taufen. Denn diese Begegnung hatte sein Leben komplett verändert. Er war jetzt ein neuer Mensch. Und das wollte er mit der Taufe feiern. Als Nachfolger von Jesus erzählte er vielen Menschen mutig von Jesus und gründete viele christliche Gemeinden. (das Haus zu einer Kirche erweitern; links eine Weglinie ziehen)

Saulus, der sich später Paulus nannte, war nun wieder Feuer und Flamme für eine Sache. Aber diesmal für etwas Gutes: für Jesus. Wofür seid ihr Feuer und Flamme? Gibt es etwas, das euch begeistert? (aus der Weglinie rechts unten ein entzündetes Streichholz zeichnen)

Vielleicht seid ihr – genau wie Paulus – Feuer und Flamme für Jesus. Dann legt mutig los und begeistert auch andere Menschen. Bei Paulus ist übrigens ein wahres Feuerwerk daraus geworden, das hell geleuchtet hat! Das kann Jesus auch in eurem Leben bewirken. (über das Streichholz ein Feuerwerk zeichnen)

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One Paper Storie

Bibelstellen: Markus 4,35-41
Zielgedanke: Jesus kann die Stürme in uns stillen.

Wart ihr schon einmal am Meer oder an einem See, als es windstill war? Das Wasser sieht dann aus wie ein Spiegel. (als Wasserlinie eine horizontale, nicht ganz gerade Linie ziehen)

Ab und zu sieht man vielleicht, wie sich das Wasser leicht kräuselt. Und manchmal durchbricht ein leises Plätschern die Ruhe und den Frieden. (in der Nähe der Wasserlinie kleine Wellen andeuten)

Auf einem solch ruhigen Wasser startete an einem Abend ein kleines Boot, das zum anderen Ufer steuerte. Die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont und tauchte alles in ein orangefarbenes Licht. (auf der Wasserlinie ein Boot zeichnen)

Neben einem leisen Plätschern hörte man noch ein paar andere Geräusche. Einer im Boot war so müde gewesen, dass er es sich bequem gemacht hatte und eingeschlafen war. (links im Boot einen Kopf zeichnen (= Jesus); durch „zzz“ ein Schnarchen verdeutlichen)

Die anderen im Boot unterhielten sich, während sie vor sich hin schipperten. (rechts im Boot drei weitere Köpfe zeichnen (= Jünger))

Doch ganz plötzlich änderte sich die Stimmung: Dunkle Wolken zogen auf. (ein paar kleine Wolken zeichnen)

Erste Windböen fegten über das Wasser. (durch Halbkreise Windböen andeuten; diese werden später zu dem Wort „still“)

Und es wurde immer schlimmer. Innerhalb weniger Minuten befand sich das Boot mitten in einem heftigen Sturm. Die Wellen schlugen ans Boot und Wasser schwappte hinein. (rechts vom Boot eine große Welle zeichnen)

Die Leute im Boot gerieten in Panik. Sie hatten Angst! Ihnen war klar: Wenn jetzt nicht schnell ein Wunder geschah, würden sie untergehen. Einer begann hektisch, mit seinen Händen Wasser aus dem Boot zu schöpfen. Ein anderer saß starr vor Schreck da und der nächste wuselte panisch von einem Ende des Bootes zum anderen. (den Jüngern panische Gesichter zeichnen)

Keiner hatte einen Plan, was zu tun war. Sie wussten nur: Sie wollten nicht sterben! Doch irgendetwas mussten sie tun – aber was nur? Sie schrien hilflos durcheinander. Alle – bis auf die Schlafmütze, die immer noch hinten im Boot lag und schnarchte. Einer weckte sie und fragte: „Wie kannst du nur schlafen? Wir werden hier noch umkommen!“ Da wachte der Mann auf und schaute die anderen an. (Jesus Augen und Mund zeichnen)

Er stellte sich hin und sprach zu dem Wind und den Wellen: „Still!“ (aus den Windböen und „zzz“ eine Sprechblase mit dem Wort „still“ zeichnen)

Und plötzlich kehrte Ruhe ein. Den anderen stand vor Staunen der Mund offen. Sie konnten es nicht fassen: Der Wind hatte sich von jetzt auf gleich gelegt. Sie waren gerettet! Das Wasser lag nun wieder vollkommen ruhig und friedlich da. (aus der Welle rechts vom Boot ein Ufer zeichnen)

In diese Stille hinein fragte der Mann die anderen: „Warum hattet ihr solche Angst? Vertraut ihr mir nicht?“ Bestimmt wisst ihr, wer er war. (Pause) Jesus! Manchmal geraten wir wie seine Jünger in Panik. Besonders, wenn unser Lebensboot von hohen Wellen umgeben ist und unsere Füße nass werden. Vielleicht fangen wir dann auch ganz hektisch an, Wasser aus dem Boot zu schöpfen.

Dabei kann Jesus auch die Stürme in uns stillen. Selbst wenn wir ihm gerade nicht vertrauen, voller Zweifel und Angst sind und nur noch den Sturm sehen. Doch unser Herz kann still werden, weil Jesus uns Ruhe und Gelassenheit schenkt. Wir dürfen wissen: Er ist da – ganz gleich, wie die Situation ausgehen mag. Bestimmt schwappt auch mal Wasser in euer Lebensboot, Wolken verdunkeln euren Horizont und der Wind haut euch fast um. Vielleicht gibt es etwas, das euch genauso lähmt wie der Sturm die Jünger. Dann lasst euch versichern: Jesus ist König über Wind und Flut – auch über die Stürme in eurem Leben. Und das Wichtigste: Jesus ist gut. Er kann und will unsere Herzen still machen. (links neben die Sprechblase „Mein Herz wird“ schreiben)

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„Siehe, ich mache alles neu“ – das ist definitiv nicht der erste Gedanke, den P. T. Barnum im Film „Greatest Showman“ hat, als er auf die noch rauchenden Ruinen seines abgebrannten Zirkusgebäudes blickt.

Dabei hat er gerade alles, was in seinen Augen immer wichtig war: Er ist reich! Vom armen Straßenkind zu einem reichen Mann aufgestiegen. Er hat eine wunderschöne Frau und eine tolle Familie. Und er ist berühmt. Alle kennen ihn als „König Humbug“ – den Zirkus-Chef und Gestalter des Kuriositätenkabinetts.

Hier steht er. Vor seinem persönlichen Aus. Hier wird erstmal nichts „neu gemacht“. Barnum wird eine Sache ganz deutlich: Alles, was er bisher versucht hat zu erlangen, hilft ihm nicht weiter. Ohne Menschen, die in seinem Zirkus arbeiten wollen, bringt die Idee nichts. Ohne seine Familie, die ihn liebt und gar nicht auf den ganzen Ruhm und das Geld angewiesen ist, wird er allein sein. Sein tiefer Wunsch, anderen zu gefallen, und der Trugschluss, dass dies nur durch Reichtum und Ruhm möglich ist, haben ihn fast alles gekostet.

Es sind die von ihm bisher als entartete und kuriose Kreaturen dargestellten Artistinnen und Artisten, die ihn dazu ermutigen, seinen Platz und seinen Wert nochmal neu zu bestimmen. Jetzt wird alles neu. In einer Gemeinschaft, die Fehler und Scheitern toleriert, in der allen mit Liebe und Toleranz begegnet wird, erfährt P. T. Barnum genau das, was er seit seiner Kindheit gesucht hat.

„From now on“ – „Von jetzt an“ gehört P. T. Barnum mit zu diesem Zirkus. Er ist jetzt wirklich Teil dieser Gemeinschaft von Freaks und Ausgestoßenen und nicht nur deren Chef.

Als Christinnen und Christen haben wir die Chance, Teil einer solchen Gemeinschaft zu sein.
Einer Gemeinschaft, in der Fehler und Scheitern möglich sind.

Einer Gemeinschaft, in der Vergebung und Liebe gelebt werden. Einer Gemeinschaft, in der man etwas davon erahnen und erleben kann, was Gott verspricht, wenn er sagt: „Siehe, ich mache alles neu.“

Tipp: Den Film “Greatest Showman” anschauen

Denn Gott hat uns nicht dazu erwählt, dass uns im Gericht sein Zorn trifft. Vielmehr sollen wir gerettet werden durch unseren Herrn Jesus Christus. (1. Thess 5,9 BB)

Wenn ich in der Bibel vom Gericht Gottes lese, springt sofort mein Kopfkino an. Wie im Film laufen alle meine Fehler und mein Versagen vor meinem inneren Auge vorbei. Alle Situationen, in denen ich andere verletzt oder mich nicht gegen Ungerechtigkeit gestellt habe. Alle Situationen in denen ich weit hinter meinen Erwartungen und Ansprüchen zurückgeblieben bin.

Der Gedanke, dass mein ganzes Leben, mit all dem Chaos und diesen dunklen Momenten, ausgebreitet und von Gott persönlich bewertet wird, macht mir Angst und nimmt mir sprichwörtlich die Luft. Niemals habe ich da wir gerettet werden eine Chance!

Doch genau hier setzt Paulus an: In Gottes Gericht geht es nicht darum, mich umfänglich zu bestrafen und für all meine Vergehen büßen zu lassen. Nein – Gott will vielmehr Gerechtigkeit, er will wieder in Ordnung bringen, was im Chaos war. Er will heil machen, was kaputt ist. Er räumt mein Leben, unser aller Leben und unsere ganze Welt wieder auf. Er macht sie wieder ganz und heil. Er macht wieder ganz, was mir oder durch mich zerbrochen ist und er macht gleichzeitig mich wieder ganz, wo ich zerbrochen bin.

So widmet er sich sowohl meinem Schmerz, meiner Verletzung und „richtet“ mein Herz und gleichzeitig auch das Herz derer, an denen ich schuldig geworden bin.
Gottes Liebe geht so weit, dass er in meine Scham und meine Schuld tritt und die Verantwortung für mich trägt. Er steht für mich ein und kämpft für mich. So kann ich frei sein. Frei zu meinen Fehlern stehen. Frei und ohne Angst leben. In Freiheit ich selbst sein.

Wie chaotisch und fehlerhaft mein Leben auch ist – ich darf darauf vertrauen: Gottes Plan für mich ist Heilung, Freiheit und neues Leben!

Als Jesus an die Stelle kam, blickte er hoch und sagte zu ihm: „Zachäus, steig schnell herab. Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“ (Lk 19,5 BB)

„Ein Ex-Knacki als Pfleger? Niemals!“ So oder so ähnlich hätten viele wohl gedacht. Doch im Film „Ziemlich beste Freunde“ wird genau dieser Ex-Knacki, Driss, zum neuen Pfleger von Philippe, einem reichen, querschnittsgelähmten Mann. Zwei Welten prallen aufeinander – und etwas Wunderschönes passiert: Driss sieht in Philippe nicht nur den Reichen im Rollstuhl. Und Philippe sieht in Driss nicht nur den Arbeitslosen mit Vorstrafen. Was sie einander schenken, ist ein neuer Blick – ein Blick, der nicht beim Äußeren stehen bleibt. Dieser Blick verändert ihr Leben.

In der Bibel begegnet uns Jesus mit genau diesem Blick. In Lukas 19 trifft er Zachäus, einen verhassten Steuereintreiber. Die Leute sehen in ihm nur den Betrüger. Jesus aber sieht mehr: einen Menschen, der sich nach einem Neuanfang sehnt. Und weil Jesus ihn ansieht, verleiht ihm das Ansehen – das verändert sein ganzes Leben.

So war es auch bei Driss und Philippe: Indem sie einander nicht auf ihre Schwächen reduziert haben, wurden sie zu ziemlich besten Freunden.
Was sie verbindet, ist ein Blick voller Würde und Liebe. Ein Blick, der nicht fragt: „Was fehlt dir?“, sondern: „Was steckt in dir?“

Vielleicht brauchst du auch diesen Blick. Vielleicht wünschst du dir, dass jemand hinter deine Fassade schaut. Oder du hast jemanden längst abgestempelt und verpasst gerade eine Freundschaft, die dein Leben verändern könnte.

Challenge: Schau heute bewusst jemanden an, bei dem du vorschnell urteilst. Und dann frag dich: Was könnte Gott in diesem Menschen sehen? Denn der Blick, mit dem du andere ansiehst, kann Welten verändern – auch deine eigene.

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