Eine Frau salbt Jesus die Füße: Dieser Text ist im Grunde eine Liebesgeschichte – nicht romantisch, aber existentiell. Es geht um eine große Liebe, es geht um Eifersucht, um Macht, um Gerüchte, um Missverständnisse, um Verstand und Gefühle – alles drin!
Eine Frage steht im Mittelpunkt: »Wer liebt am meisten?« Dann muss man weiterfragen: Kann man Liebe denn messen? Was ist der Maßstab?
Lest zunächst nur den kleinen Abschnitt mitten innerhalb der Geschichte vor, das »Rätsel«, das fast für sich alleine stehen könnte: Lk.7, 41–43 [lesen, Antwort offen lassen].
Frage an die Gruppe: Na, wie würdet ihr diese Frage beantworten? – Kurzer Austausch.
Okay, das ist ein ziemlich einfaches »Rätsel«, mit einer logischen Antwort. Warum stellt Jesus wohl diese Frage? Und – was ist die »Moral von der Geschichte«? Dass man Schulden erlassen soll? Oder sogar viele Schulden machen und dann viel lieben?
Es ist ein Gleichnis, eine Beispielgeschichte – solche Beispiele benutzt Jesus ziemlich gerne, und meistens haben sie einen konkreten Anlass oder Hintergrund.
Ich habe eine Challenge für euch: Stellt euch vor, ihr solltet jemandem eure Liebe beweisen. Wie würdet ihr das anstellen? Woran würde man merken, dass ihr den- oder diejenige wirklich liebt? Oder umgekehrt: Was könnte jemand anderes tun, um euch zu beweisen, dass er oder sie euch liebt? Sammelt in der Gruppe ein paar Ideen.
Wir wollen uns gemeinsam eine Geschichte ansehen – eine Liebesgeschichte. Nicht romantisch, aber sehr persönlich. Es geht um eine große Liebe, es geht um Eifersucht, um Macht, um Gerüchte, um Missverständnisse, um Verstand und Gefühle – alles drin! Und es geht um die Frage, wer am meisten liebt, und ob man das eigentlich beweisen kann.
Lest den ganzen Text: Lukas 7,36–50
Eine Geschichte kann lebendig werden, wenn wir sie uns im Einzelnen vor Augen malen und sie wie einen Film angucken – und zwischendurch die »Pause«-Taste drücken, um uns Einzelheiten genauer anzusehen. Vielleicht schreibt/malt ihr die einzelnen Begriffe oder Symbole jeweils auf Blätter oder Karten, damit man sie besser vor Augen hat:
Fazit: Die Pharisäer hatten ein durchaus ernsthaftes Anliegen, Gott zu gefallen, in seine Nähe zu kommen – aber aus dem vermeintlichen Heiligenschein wurden leider oft Scheinheilige.
Bei ihr wollen wir noch etwas genauer hinsehen, weil sie ein paar wichtige Details mit sich bringt:
Sie ist emotional, kehrt ihr Innerstes nach außen. Sind die Tränen Ausdruck von Freude? Erleichterung? Reue? Oder Dankbarkeit? Scham? Auf jeden Fall ist sie in dem Moment überwältigt!
Die trägt sie offen – damals galt das als erotisch, ungehörig – es weist vielleicht auf ihre Vergangenheit hin. Die Haare einer Frau galten in der damaligen Kultur als ihr Schmuck – und ausgerechnet damit berührt sie die dreckigen, staubigen Füße …
Liebevoll, demütig, sehr nah, ehrerbietig, körperlich … und für die Umstehenden wahrscheinlich auch peinlich.
Ein wahrscheinlich sehr teures Parfum (300 Denar – das ist zu der Zeit der Jahreslohn eines einfachen Arbeiters). Es ist auf der einen Seite kosmetisch, aber es hat andererseits auch eine symbolische Bedeutung. Gesalbt wurden damals Könige – und die Toten vor ihrer Beisetzung. Das heißt, die Frau könnte mit dem teuren Öl angedeutet haben, dass Jesus der König bzw. der Messias ist, oder sie könnte auch seinen bevorstehenden Tod angedeutet haben. Dieses Öl ist etwas ganz Besonderes, reserviert für eine ganz besondere Gelegenheit und einen ganz besonderen Menschen.
Weiter in der Geschichte: Der Pharisäer denkt sich seinen Teil – »Wenn Jesus wüsste, wer diese Frau ist, der würde sie nicht so nah an sich ranlassen! Aber er sagt doch, er sei ein Prophet – dann müsste er sie doch durchschauen! Wenn der wüsste …«
Jesus weiß es! Er weiß nicht nur, wer die Frau ist – er kennt auch die geheimen Gedanken von Simon! Ohne, dass der seine Frage gestellt hat, antwortet Jesus ihm mit einer Beispielgeschichte – für Simon als Pharisäer eine scheinbar leichte Übung (»Lass mal hören!«), er ist ja theologische Diskussionen und Rätsel gewöhnt. Trotzdem ist er vorsichtig bei der Deutung: »Ich nehme an …«, so antwortet er etwas vorsichtig – vielleicht vermutet er eine Falle oder eine Fangfrage.
Es ist ein leichtes Rätsel mit einer leichten Lösung – aber schafft Simon auch die Übertragung? Das ist die spannende Frage! Versteht er, was Jesus mit diesem verdächtig leichten Rätsel meint? Jesus hilft ihm dabei: »Sieh diese Frau an!« – das ist wie ein Blick in den Spiegel, in dem Simon sich selbst erkennt. Was er nicht getan hat, hat die Frau für Jesus getan – und noch viel mehr, viel liebevoller, viel herzlicher. Sie hat auf ihre ganz eigene Weise ihre Liebe zu ihm ausgedrückt und dafür ihre eigene Sprache und Symbole gefunden. Fantasie ist die Schwester der Liebe!
Die Frau schenkt alles, was sie hat: all ihren Mut, ihren wertvollsten Besitz, ihre ganze Zuneigung, all ihre Fantasie … Und Jesus schenkt etwas zurück: Er sieht sie an, er gibt ihr An-sehen! Während alle im Raum sie peinlich finden und sich fremdschämen und am liebsten weggucken würden, sieht Jesus sie an und würdigt, was sie da tut.
Und plötzlich sind die Rollen vertauscht: Der Pharisäer (der sich für »gerecht« vor Gott hält) zieht den Kürzeren gegenüber dieser »Sünderin« (die auf einmal vor dem ganzen Publikum als »gerechtfertigt« dasteht).
Überhaupt ist die Geschichte ein einziger Rollentausch:
Am Ende steht die Frage der Gäste: »Wer ist der?« – und im Grunde geben sie die Frage an uns heute weiter: »Wer ist Jesus – für dich? Wie stehst du zu ihm?«
Die Frage vom Anfang: »Wer liebt am meisten?« würde ich gerne umformulieren in die Frage, die Jesus selbst gestellt hat: »Liebst du mich? Hast du mich lieb?« Das hat er an anderer Stelle seinen Freund Petrus gefragt – sehr intensiv, gleich dreimal hintereinander, nachdem dieser – als es drauf ankam – dreimal behauptet hatte, Jesus nicht zu kennen. Im Mittelpunkt steht die Frage nach unserer Liebe zu Jesus. Er fordert nicht einen Beweis, sondern eine Antwort.
Simon wollte nichts empfangen und konnte deshalb auch nichts weitergeben (er war von der Korrektheit seiner Frömmigkeit überzeugt). Worauf kommt es an? Was denkst du, was Jesus von dir erwartet?
Feministische Impulse zu geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen, Diskriminierung und positiven Rolemodels für die Jugendarbeit.
Beschreibung:
Die Teilnehmenden sitzen im Stuhlkreis, die Gruppenleitung liest Fragen vor. Bei Zustimmung stehen die jeweiligen TN auf, bei keiner Zustimmung bleiben sie sitzen.
Fragen:
Reflexionsfragen im Anschluss:
Beschreibung:
Die Teilnehmenden spielen in zwei oder mehreren Gruppen gegeneinander. Ein oder mehrere Zeitstrahl(en) werden ausgelegt oder auf den Boden geklebt. Den Gruppen werden die Ereigniszettel ausgeteilt. Diese müssen sie möglichst richtig auf den Zeitstrahl sortieren. Dabei sollen die Gruppen untereinander in den Austausch kommen.
Zeitstrahl von 1900 bis heute.
1908 Vereinsfreiheit für Frauen
1911 1. Mal Internationaler Frauentag
1918 Einführung des Wahlrechts für Frauen
1919 Frauen dürfen erstmals wählen und gewählt werden (Wahl zur Nationalversammlung)
1933 Gleichschaltung und Auflösung der freien Frauenverbände. Frauen werden offiziell auf die Rolle „Kinder, Küche, Kirche“ reduziert. Berufliche und politische Rechte werden stark eingeschränkt
1949 Frau und Mann werden laut Artikel 3 des Grundgesetztes gleichgestellt
1950 DDR: Gesetz über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau → Recht auf Arbeit, gleiche Bezahlung gesetzlich festgeschrieben
1962 Frauen dürfen ohne Zustimmung ihres Mannes ein Konto eröffnen
1972 1. Bundesfrauenkongress in Deutschland
1977 Frauen dürfen ohne Zustimmung ihres Mannes berufstätig sein
1980 Der Bundestag verabschiedet das Gesetz über die ‚Gleichbehandlung von Männern und Frauen am Arbeitsplatz
1987 Erste Frauenbeauftragte werden in Behörden eingesetzt
1990 Deutsche Einheit → Unterschiedliche Regelungen wie z. B. Schwangerschaftsabbruch müssen angeglichen werden
1992 Die Synode der nordelbischen evangelisch- utherischen Kirche wählt Maria Jepsen zur ersten lutherischen Bischöfin der Welt, im Sprengel Hamburg
1993 Die Finanzministerin Heide Simonis (SPD) wird die erste Ministerpräsidentin
1997 Vergewaltigung in der Ehe wird eine Straftat
2001 Einführung des Rechts auf Elternzeit für Mütter und Väter.
2001 Eingetragene Lebenspartnerschaft für homosexuelle Paare.
2005 Angela Merkel ist die erste Kanzlerin in Deutschland
2007 Einführung des Elterngelds
2015 Einführung der gesetzlich verbindlichen „Frauenquote“ für Aufsichtsräte
2017 Ehe für Alle
2017 Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit (Entgelttransparenzgesetz)
2018 divers im deutschen Pass
2022 §219a (Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche) wird vollständig gestrichen.
2024 Selbstbestimmungsgesetz
Im Anschluss folgt eine gemeinsame Auflösung und gleichzeitige Diskussion und Reflexion.
Beschreibung:
Die Aufgabe ist eine Gruppenarbeit. Jede Gruppe sucht sich ein Themenfeld aus. Bei mehreren Gruppen lohnt es sich, dass alle Themenfelder von unterschiedlichen Gruppen bearbeitet werden. Dann kann zum Abschluss noch eine kurze Blitzlichtrunde durchgeführt werden, bei der jede Gruppe kurz ihr Thema präsentiert und die Hauptdiskussionspunkte benennt.
Die Materialien müssen nicht alle genutzt werden. Entweder sucht die Gruppenleitung vorab ein oder zwei Materialien aus oder die Teilnehmenden entscheiden selber.
Deutschlandfunk Kultur Artikel https://www.deutschlandfunkkultur.de/tradwife-hausfrau-social-media-trend-100.html
ZDF Reportage (27 min) https://www.zdf.de/play/reportagen/37-grad-leben-102/tradwives-100
ZDF Info Dokumentation (24 min) https://www.youtube.com/watch?v=kvjuod-drRs
Diskussionsfragen
ARD Reportage Y- Kollektiv (26 min) https://www.ardmediathek.de/video/y-kollektiv/insta-moms-das-familienbusiness/ard/Y3JpZDovL3JhZGlvYnJlbWVuLmRlL2Y4ZjA5OTA4LTVjZDAtNDRkMy1hMzUxLTRjZDMzNWZlZTBmMi9lcGlzb2RlL3VybjphcmQ6c2hvdzo2MjA5YjVhYmQ4ODZhN2Fj
Carolin Kebekus Show (13 min) https://www.youtube.com/watch?v=8YS-absSZ_I
Diskussionsfragen
Youtube »Die Lebensfragen einer Frau« (1 min) https://www.youtube.com/watch?v=sw4PeMXyqRg Youtube »Mit Frauengold wirst du wieder glücklich« (2 m) https://www.youtube.com/watch?v=VhQ7j29Jd-4
Youtube »Hauptrolle Hausfrau« (2 m) https://www.youtube.com/watch?v=MURBzEOf1Sg
Youtube »Die ideale Frau« (3 min) https://www.youtube.com/watch?v=ZsU3_9pILuE
Diskussionsfragen
Beschreibung
Möglich als Einzel- oder Partner*innen-Arbeit.
Such dir/sucht euch eine Person aus den 22 vorgeschlagenen aus. Lest und recherchiert über diese Person anhand der angegebenen Quellen. Beschäftigt euch dabei mit folgenden Fragen:
Das Wort oder die Message aus der dritten Frage kann gestaltet werden:
Anmerkung: Die meisten der ausgewählten Personen setzen sich für mehr ein als für Frauen*rechte (BiPoC, Behinderung, Sintezza, Jüdin, queer) – Intersektionalität/ Mehrfachdiskriminierungen
Personen: (Quelle: Kalender des Missy Magazine 2025)
Hier sind drei Vorschläge für den Abschluss dieser Einheit
GOTT segne und beschütze dich!
GOTT lasse dich vertrauen in dich selbst und in GOTT.
GOTT umgebe dich mit Liebe und Fürsprache.
GOTTES weiter Himmel leuchte hell über allem, was du liebst und was dir Freude macht.
GOTTES Wärme umgebe dich in Dunkelheit, Zweifel und Angst.
GOTT ebne dir den Weg und begleite dich.
GOTTES Nähe und Kraft sollen dich stärken.
… Amen.
[Franziska Pätzold nach einem Irischen Segenswort]
Im Anschluss kann folgendes Lied gesungen werden:
Mercy is falling, is falling, is falling,
mercy it falls like the sweet spring rain.
Mery is falling, is falling all over me.
Hey oh, I receive your mercy,
hey oh, I receive your grace.
Hey oh, I will dance forevermore.
Hoffnung soll regnen, soll regnen, soll regnen,
Hoffnung soll regnen in Angst und Streit.
Hoffnung soll regnen, soll regnen ganz über dich!
Hey Gott, lass es Hoffnung regnen,
hey Gott, gegen Angst und Streit.
Hey Gott, Deine Hoffnung brauchen wir!
Freude soll regnen, soll regnen, soll regnen,
Freude soll regnen in Traurigkeit.
Freude soll regnen, soll regnen ganz über dich!
Hey Gott, lass es Freude regnen,
hey Gott, gegen Traurigkeit
Hey Gott, Deine Freude brauchen wir!
Liebe soll regnen, soll regnen, soll regnen,
Liebe soll regnen in Einsamkeit.
Liebe soll regnen, soll regnen ganz über dich!
Hey Gott, lass es Liebe regnen,
hey Gott, gegen Einsamkeit.
Hey Gott, deine Liebe brauchen wir!
Glitzer soll regnen, soll regnen, soll regnen,
Glitzer soll regnen in Dunkelheit.
Glitzer soll regnen, soll regnen ganz über dich!
Hey Gott, lass es Glitzer regnen,
hey Gott, in die Dunkelheit.
Hey Gott, deinen Glitzer brauchen wir!
Mercy is falling… (wdh.)
[Music & Lyrics: David Ruis „Mercy is falling“ / Str. 2-5 Franziska Pätzold]
Um Suchen und Finden bzw. Verstecken geht es heute auch in unserer Bibelgeschichte. Wir befinden uns im Buch Josua und es geht um die Prostituierte Rahab.
Lest gemeinsam Josua 2
Das Buch Josua knüpft direkt an den Tod von Mose an. Das Volk Israel ist 40 Jahre in der Wüste unterwegs gewesen und steht nun kurz davor, das verheißene Land einzunehmen. Gott beruft Josua, das Volk über den Jordan in das verheißene Land Kanaan zu führen. Dabei stoßen sie immer wieder auf Herausforderungen. Erste große Herausforderung: die befestigte Stadt Jericho. Josua sendet zwei Kundschafter aus, die das Land erkunden sollen. Die Ankunft der Fremden bleibt in der Stadt nicht unbemerkt und wird dem König von Jericho gemeldet.
Die Kundschafter kommen zu Rahab, einer Prostituierten. Der König von Jericho erfährt davon, möchte sie festnehmen und sendet Booten aus. Diese sollen Rahab zur Herausgabe der Israeliten bringen. Doch Rahab versteckt die zwei Israeliten auf dem Dach ihres Hauses (unter Bündeln von Flachstängeln). Den Booten versichert sie, dass die Israeliten die Stadt bereits wieder verlassen hätten.
Warum tut sie das? Rahab bekennt: »Der Herr, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf Erden.« (Josua 2,11.) Sie weiß wie mächtig die Israeliten sind – und vor allem der Gott an ihrer Seite. Daher bittet sie um Rettung für sich und ihre Familie, wenn die Israeliten die Stadt einnehmen. Als Zeichen dafür hängt sie ein rotes Seil aus dem Fenster. Durch ihren Mut und ihre Tat entkommen die Kundschafter. Sie rät ihnen, sich im Gebirge im Westen zu verstecken, weil sie die Verfolger auf eine falsche Fährte in den Osten geschickt hat. So rettet Rahab die Kundschafter und verhilft ihnen zur Flucht. Auch sie wird später gerettet (Josua 6) und im Neuen Testament taucht sie sogar im Stammbaum Jesu auf. (Mt. 1,5) Rahab hat eine Schlüsselrolle in dieser Geschichte und ist ein wichtiger Teil von Gottes Plan.
Lest Josua 2 und sammelt Punkte über Rahab. Wer ist sie? Was macht sie aus? Was hat sie riskiert?
Was für eine Geschichte, was für eine Rettung. Gott gebraucht hier eine Frau, die wir auf den ersten Blick vielleicht nicht direkt wählen würden. Rahab, nicht Israelitin, gehört zu einem fremden Volk, ist Außenseiterin, Prostituierte. Doch Gott kann sie gebrauchen, sie berufen, ihr Einsicht in seinen Plan gewähren. Und das, obwohl sie Fehler hat, sündigt, nicht perfekt ist.
Gott gebraucht sie trotzdem. Und das ist ein Muster, das sich durch die gesamte Bibel zieht. JA, Gott verurteilt die Sünde, möchte nicht, dass wir sündigen, und dennoch definiert uns unsere Vergangenheit nicht. Sie hindert uns nicht daran, Teil von Gottes großem Plan zu werden.
Fallen euch weitere Personen ein, die »Fehler haben«, sündigen und nicht perfekt sind und trotzdem von Gott gebraucht werden?
Und so beruft Gott uns auch heute immer wieder in seinen Dienst – mit all unseren Schwächen, Stärken, Fehlern … Für Gott sind wir gut so, wie wir sind. Du musst nicht perfekt sein, damit Gott dich gebrauchen kann, deine Vergangenheit disqualifiziert dich nicht. Wir müssen nicht erst etwas Besonderes leisten oder irgendetwas gut können. Manchmal sind sogar genau deine Schwächen das, was Gott nutzt.
Sei offen für sein Wirken, sein Eingreifen, sein Senden und Berufen und seinen Plan.
Jeder bekommt ein Stück rotes Seil/ Garn als Erinnerung daran, dass Gott uns gebraucht, uns retten will und wir ihm vertrauen dürfen. Das ist nicht bloß eine Deko, sondern ein Reminder: Gott sieht mehr in dir, als du vielleicht manchmal selbst.
Vielleicht hast du dich über diesen Titel gewundert? Traumfrau und Bibel, das passt ja auch nicht so richtig zusammen. Mit »Traumfrau« verbinden wir entweder unerreichbare Ideale oder die Reduzierung auf Äußerlichkeiten. Und mit »schönem Schein« kann die Bibel wenig anfangen. Da geht es – ja, um was geht es eigentlich in der Bibel, wenn’s dort um Frauen geht? Warum kommen so wenige Frauen (namentlich) in der Bibel vor? Wie war ihre gesellschaftliche Stellung? Wie sahen die Männer, die die Bibel geschrieben haben, die Frauen? Wie sieht Gott uns Frauen? Mehr dazu findet ihr in den Büchern, die ich unten aufgelistet habe.
»Traumfrau« meint in diesem Fall eine Frau, die mich ins Träumen bringt, meine Sehnsucht nach Leben, nach (mehr) Gott in meinem Leben weckt. Oder mich stärker mit meiner Sehnsucht verbindet. Vielleicht, weil ich mich in ihrer Geschichte wiederfinde. Oder weil mir ihre Geschichte vor Augen führt: Es gibt noch mehr … Noch mehr Perspektiven auf Gott. Noch mehr Wege, ihn zu vermissen, ihn zu suchen, mit ihm zu ringen, ihn zu erleben. Noch mehr zu entdecken über Gott und wie er in den Höhen und Tiefen unseres Lebens mit uns unterwegs ist. Es gibt noch so viel mehr!
Mein Traum für uns Frauen ist, dass wir uns wach küssen lassen von Gottes Geist (Das hebräische Wort ruach ist übrigens weiblich!). Und dass wir uns entdeckerfreudig und neugierig auf den Weg machen, mehr darüber rauszufinden, was Gott über uns denkt, wie sehr er an uns interessiert ist und wie er mit uns unterwegs ist. Dass wir tiefer verstehen: Seine bedingungslose Liebe und Annahme gilt uns allen – egal, wie schräg oder nervig wir uns gegenseitig finden. Und jede von uns erlebt sie auf einzigartige Weise, so wie es zu ihr passt.
Darin liegt wiederum ein Schatz für uns alle. Wenn wir uns gegenseitig erzählen, was wir mit Gott erleben, wie wir ihn sehen, beschenken wir uns mit unterschiedlichen Facetten und neuen Perspektiven. Das Bild jeder Einzelnen, das sie von Gott hat, kann bunter werden. Manchmal empfinden wir das als wohltuende Bereicherung, manchmal auch als Zumutung, Herausforderung oder sogar als Angriff. Weil es unsere eigene Sicht, unsere Überzeugung und Erfahrung auch in Frage stellen kann.
Ich möchte euch ermutigen, das mit den Mädels zusammen auszuhalten. Und gemeinsam mit ihnen darin zu wachsen, einander stehen zu lassen in eurer Unterschiedlichkeit. Es geht hier nicht um richtig oder falsch. Ihr braucht euch und eure Sichtweise nicht gegenseitig zu bewerten. Gott hält unsere Unterschiede, Widersprüche und Ungereimtheiten locker aus.
Übrigens: Was wir über Gott sagen, sagt mehr über uns selbst aus und darüber, wie wir die Welt und Gott begreifen, als dass es die Wahrheit über Gott wäre. Also dürfen wir uns auch locker machen und neugierig darauf sein, was wir voneinander erfahren werden, wenn wir uns gemeinsam auf Entdeckungsreise begeben.
Ganz bewusst habe ich mich entschieden, euch keine fertige Bibelarbeit an die Hand zu geben, sondern euch zu animieren, mit den Mädels gemeinsam selbst mit der Bibel zu arbeiten. Denn dadurch gewinnen alle Beteiligten mehr als durch eine »Instant-Bibelarbeit«. Durch das Selbst-aktiv-Werden können die Mädels …
Und nicht zuletzt eure Wertschätzung erfahren, denn indem ihr sie fragt, ihnen Raum gebt und ihnen zuhört, signalisiert ihr ihnen: Deine/eure Sicht ist uns wichtig.
Für eure Mädels-Gruppe geht es mir um mehr, als dir eine Idee für eine Andacht über eine Frau in der Bibel zu liefern. Ich möchte dich und die Mädels, mit denen du unterwegs bist, einladen, euch miteinander auf eine Entdeckungsreise zu begeben. Dabei gehört der Weg dahin wesentlich mit zum Ziel. Denn beim Suchen und Forschen und Fragen werdet ihr Schätze für euer Leben entdecken:
Eine Reise braucht Vorbereitung. Sie kostet etwas. Sie birgt Überraschungen. Und sie schafft Verbindung zwischen den Weggefährtinnen. Bist du bereit, dich mit deinem Team und den Mädels auf diese Reise zu begeben?
Dazwischen gehen die Mädels auf Entdeckungsreise und schauen mal, was sie über biblische Frauen rausfinden können.
Bildet 2er- oder 3er-Gruppen.
1. Runde: Schreibt in 2 Minuten so viele biblische Frauennamen auf wie möglich.
2. Runde: Schreibt in 2 Minuten so viele biblische Männernamen auf wie möglich.
Lest einander die Namen vor.
(Bei den Links findet ihr eine Liste mit allen Frauennamen, die in der Bibel vorkommen.)
Was ist euch leichter gefallen? Frauen- oder Männernamen zu finden?
(Siehe Material-Anhang)
Bildet etwa gleich große Gruppen. Reihum kommt aus jeder Gruppe eine nach vorne. Sie zieht einen Frauennamen und eine Karte, auf der steht, auf welche Art sie die Frau vorstellt. Bei der Pantomime darf sich die Akteurin bei Bedarf eine weitere dazu holen.
Aktionen: Zeichnen, Pantomime, einzelne Stichworte nennen (wie bei Tabu).
Tipp: Gebt zu Beginn den Hinweis, dass nicht jede der gesuchten Frauen mit Namen bekannt ist.
… findest du im Steckbrief Sarai/Sarah im Anhang.
Gebt den Mädels am Ende der 1. Einheit die Aufgabe mit, zu recherchieren, welche biblischen Frauen es gibt und welche sie am meisten interessieren. Ob sie dazu die Bibel aufschlagen, die Mama oder den Relilehrer oder Google fragen, ist ihre Sache. Für mich selbstverständlich: Auch ihr Mitarbeiterinnen macht das.
In der 2. Einheit tragt ihr die Recherche-Ergebnisse zusammen und entscheidet miteinander, welche biblischen Frauen euch am meisten interessieren. Schreibt die Namen der Frauen auf je eine Karte und verteilt diese im Raum. Dann sucht sich jede von euch aus, in welcher Gruppe sie mitmachen möchte. Nehmt euch eine Stunde Zeit für die Arbeitsphase. Sollte es nicht reichen und die Mädels sind voll bei der Sache, verabredet ihr, ob sie sich privat treffen oder ihr euch nächstes Mal nochmal Zeit nehmt.
Überlasst es den Mädels, wie sie die Frau vorstellen wollen: indem sie den Steckbrief im Anhang ausfüllen, eine Collage erstellen, eine Frauengestalt aufmalen und ihre Entdeckungen dazu schreiben, sich ein Anspiel oder ein Quiz ausdenken… Wichtig ist: es soll den Mädels entsprechen, ihnen Spaß machen und sie miteinander ins Gespräch bringen.
Ob es den Mädels mehr dient, wenn ihr euch auch in jeweils einer Gruppe mit einbringt oder ohne feste Gruppe für Fragen zur Verfügung steht, wisst ihr selbst am besten.
Fragt zuerst eure Mädels, was sie die Frauen gerne fragen würden. Wenn ihr es spielerisch angeht, beflügelt das ihre Phantasie. Beispiel: »Stellt euch vor, ihr wärt Journalistinnen, die für eine Zeitschrift ein Interview mit einer Frau aus der Bibel vorbereiten. Welche Fragen möchtet ihr dieser Frau stellen? Was könnte eure Leserinnen interessieren?«
Hier findet ihr ein paar Beispiele für Fragen, falls von den Mädels wenig kommt:
Alternativ könnt ihr auch diese bekannte Bibellese-Methode nehmen. Hilfreicher Hinweis für die Mädels: Du musst nicht zu jedem einzelnen Finger etwas sagen.
Daumen: Was bewunderst du an dieser Frau? Oder: Was gefällt dir an ihrer Geschichte besonders gut?
Zeigefinger: Worauf weist dich ihre Geschichte hin?
Mittelfinger: Was ärgert dich an ihr/an dem, was sie erlebt?
Ringfinger: Wie wird in ihrer Geschichte für dich Gottes Treue sichtbar?
Kleiner Finger: Was kommt dir in ihrer Geschichte zu kurz? Was hättest du gerne noch erfahren?
Sucht euch eine oder zwei davon aus.
Diese Idee eignet sich ergänzend oder alternativ zum oben Beschriebenen. Wenn ihr zum Beispiel eine Gruppe habt, mit der es eher schwierig ist, in Kleingruppen Steckbriefe über biblische Frauen zu erarbeiten, dann wählt doch einfach diesen Weg, über Frauen ins Gespräch zu kommen. Auch hier ist ein entscheidender Punkt, dass ihr mit den Mädels zusammen Fragen auswählt, die sie wirklich interessieren.
Wie wäre es, wenn ihr dieses Thema nutzt, um Frauen aus eurer Gemeinde näher kennen zu lernen? Überlegt zusammen mit den Mädels, welche Frauen sie gerne in euren Kreis einladen oder besuchen möchten.
Dann bittet diese Frauen, sich selbst kurz vorzustellen und euch von einer (biblischen) Frau zu erzählen, die ihr viel bedeutet. Gebt ihnen für ihre Vorbereitung eure Fragen oder einen Steckbrief mit (den im Anhang oder einen, den ihr selbst erstellt habt). Gebt ihr auch einen Zeitrahmen mit, damit ihr noch genügend Zeit habt, miteinander über diese Frau ins Gespräch zu kommen. Wenn ihr mögt, bittet die Frau, euch am Ende einen Segen mit auf den Weg zu geben.
Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, euch noch mehr mit inspirierenden Frauen zu beschäftigen? Auch außerhalb der Bibel gab und gibt es viele faszinierende Frauen zu entdecken. Frauen, die lange vor uns gelebt haben und Frauen unserer Zeit. Frauen in unserer Familie, Gemeinde, Nachbarschaft und Frauen, die in anderen Kulturen und Ländern unterwegs sind. Frauen, die als Mädchen schon Geschichte(n) geschrieben haben und andere, die im Alter besonderes getan oder erlebt haben. Frauen, die viele Menschen kennen und Frauen, die zwar nicht berühmt sind, doch für manche eine ganz besondere Bedeutung haben. Frauen, die es tatsächlich gibt/gab und Frauen, die in Märchen, erdachten Geschichten und Filmen eine besondere Rolle spielen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Frauen_in_der_Bibel
Hier findet ihr alle Frauennamen, die in der Bibel vorkommen. (Stand: 2026-04-08)
Selten hat ein Hintergrundtext von mir so den Puls der Zeit berührt wie in diesem Fall. Ich hatte vermutet, dass dieses Thema in der Gesellschaft immer mehr Raum einnehmen würde – aber die Veröffentlichung der Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ehemann Christian Ulmen hat es noch einmal auf eine ganz andere Ebene gehoben. Klar, der Fall Gisèle Pelicot hat die Gesellschaft schon erschüttert – auch hier bei uns. Und trotzdem gab es da immer noch Menschen, die das weggeschoben haben: »Naja, das ist in Frankreich gewesen. Bei uns gibt es so etwas ja nicht!«
Doch schon im letzten Jahr, schon in den letzten Jahren, wurden die Stimmen immer lauter, die gesagt haben: »Doch. Frauenfeindlichkeit gibt es auch hier. Auch in Deutschland erleben Frauen sexualisierte Gewalt. Psychische Gewalt. Sind sie gefährdet. Durch Männer.« Und durch den Mut von Collien Fernandes wurde auf einmal ein heller Scheinwerfer auf etwas gerichtet, was nicht nur unser Bundeskanzler Friedrich Merz mit seiner Stadtbild-Debatte und dem ungelenken »Fragen Sie doch mal Ihre Töchter« gerne ausblenden möchte: Die Gefahr für Frauen geht nicht von Menschen mit Migrationsbiografie, von Zugewanderten oder Geflüchteten aus – sondern von Männern allgemein . Von Männern, die glauben, ein »Recht« auf Frauen zu haben. Egal, ob in einer Partnerschaft oder nicht. Der gefährlichste Ort für Frauen ist das eigene Zuhause und soziale Umfeld. Doch warum ist das so? Versuchen wir eine Spurensuche. Und schauen wir, warum es so wichtig in unserer Arbeit ist, zu diesem Thema sprachfähig zu sein und eine Haltung zu entwickeln.
Die Gesellschaft, in der wir leben, ist seit Jahrhunderten geprägt durch das Patriarchat. Das bedeutet, dass unsere Werte und Normen, die Fragen unserer sozialen Beziehungen durch Männer geprägt werden, die als Väter, Ehemänner und Männer der Gesellschaft diese Verhaltensmuster repräsentieren, einfordern und deren Einhaltung auch kontrollieren.
Das hat z. B. dazu geführt, dass Frauen in Deutschland erst seit 1958 ihren Führerschein machen dürfen, ohne vorher ihren Mann um Zustimmung zu bitten. Arbeiten gehen, ohne vorher darüber nachzudenken, ob das mit den Pflichten von Ehe und Familie zu vereinbaren ist, dürfen Frauen erst seit 1977. Vorher konnte der Ehemann das verbieten. Und erst seit 1997 ist Vergewaltigung in der Ehe strafbar.
Wir merken also: Obwohl die Frauen seit 1949 laut dem Grundgesetz gleichberechtigt zu den Männern sein und leben sollen, spricht das alltägliche Erleben der Frauen dagegen. Alexandra Zykunov zeigt in ihren Büchern sehr deutlich auf, was Frauen stattdessen durchmachen. Gerade ihr Buch »Was wollt ihr denn noch alles« zeigt anhand von Zahlen und Studien, dass diese strukturelle (weil patriarchal geprägte) Benachteiligung nicht nur z. B. das Risiko von Altersarmut bei Frauen drastisch erhöht, sondern auch ein echtes (Über-)Lebensrisiko darstellt.
Doch diese Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen sind definitiv kein neuzeitliches Problem, sondern ziehen sich durch die Jahrhunderte der Menschheitsgeschichte. Immer wieder mussten Frauen erleben, dass sie im Vergleich zu Männern benachteiligt wurden – das fing nicht erst beim Zugang zur Bildung an und endete leider auch nicht damit, dass man(n) Frauen um ihre Lebensleistung betrog und z. B. bahnbrechende Erkenntnisse der Wissenschaft für sich beanspruchte. Das Buch »Beklaute Frauen« von Leonie Schöler zeigt an einigen Lebensgeschichten, mit was für Herausforderungen sich Frauen auch schon vor Jahrhunderten herumschlagen mussten. Und manche davon haben die Frauen dann auch das Leben gekostet.
Die Zeit der »Hexenverbrennung« war im Grunde nichts anderes als eine dunkle Zeit der Geschichte, in der Frauen dafür verbrannt wurden, dass sie anders waren: zu laut, zu unangepasst, zu fordernd, zu selbstbewusst, zu wissend … Aber mit diesem dunklen Kapitel der Geschichte möchte man(n) sich nur ungern beschäftigen – und darum sprechen wir auch heute noch lieber von »Hexenverbrennung« als von »Mord an Frauen«. Die Autorin Tara Luise Wittwer hat sich in ihrem Buch »Nemesis Töchter« intensiv damit auseinandergesetzt. Sie zeigt auf, dass wir es in unserer Gesellschaft sogar schaffen, die althergebrachten Vorstellungen aus der Antike so umzudeuten, dass aus Nemesis und den Furien männerhassende Frauenbilder werden, die mit den ursprünglichen Mythen nichts mehr zu tun haben. Und sie erklärt, warum »female rage« ein wichtiges Gefühl und Instrument ist, um den Zustand der Gesellschaft zu verändern.
Der Zustand der Gesellschaft, das sind wir und was wir (er-)leben. Als Frau gehöre ich lt. www.destatis.de am 07.04.2026 zu den 42,3 Millionen Frauen dieses Landes – die andere Hälfte der Bevölkerung sind die 41,2 Millionen Männer. Wir stellen fest: Der Zensus, dem diese Zahlen zugrunde liegen, ist nach wie vor in der binären (Geschlechter-)Welt unterwegs. Sei’s drum. Frauen machen also etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus.
Aber woran erkennen wir das in der Gesellschaft und der Politik? In einem Bundestag, dessen Frauenquote aktuell bei 32,4 % liegt, sicher nicht. Auffällig ist dabei, wie groß der Unterschied der einzelnen Parteien ist. Während bei Bündnis 90/die Grünen der Anteil bei 61,2 % liegt, sind bei der AfD nur 11,8 % der Abgeordneten weiblich. Und das hat etwas damit zu tun, in welche Richtung sich eine Partei entwickeln will, in welche Richtung eine Partei unser Land entwickeln will.
Es ist keine persönliche Meinung von mir, sondern lässt sich durch zahlreiche Zitate von AfD-Mitgliedern bzw. deren Parteiprogramm einerseits und dem Parteibild von Bündnis90/die Grünen andererseits belegen. Die Grünen tun viel dafür, dass Frauen sich in der Politik engagieren (z. B. gibt es die Regel, dass alle ungeraden Listenplätze bei Wahlen von Frauen besetzt werden und alle Gremien mindestens zur Hälfte von Frauen besetzt sind). Die AfD dagegen vertritt ein Frauenbild, dass sich an dem traditionellen der 1950er Jahre orientiert: Die Frau ist Hausfrau und Mutter, die Gleichstellung von Männern und Frauen wird abgelehnt.
Es gibt also Parteien, die sich stark machen für die Gleichberechtigung der Geschlechter (vor allem Bündnis 90/die Grünen und die Linken) und andere, die ein sehr rückwärtsgewandtes und traditionelles Rollenklischee bedienen (hier besonders die AfD und die Union).
Es ist vermutlich auch kein Zufall der Geschichte, dass es gerade in der Zeit des Nationalsozialismus schon mal eine Rückwärtsrolle bei den Frauenrechten gegeben hat und alle Errungenschaften, die Frauen sich bis dahin erkämpft hatten, zurückgenommen wurden. Und es ist vermutlich auch kein Zufall, dass gerade die Parteien, die sich gegen die Gleichberechtigung von Frauen und Männern aussprechen, auch ein Problem mit Diversität und queeren Lebensrealitäten haben. Das geht sogar so weit, dass sich sowohl von Alice Weidel (AfD) als auch von Jens Spahn (CDU) Zitate finden lassen, sie seien wohl durchaus lesbisch bzw. schwul, aber eben nicht queer.
Und dass ein im November 2022 beschlossener Aktionsplan »Queer leben«, der die Zielsetzung hatte, die Lebenssituation queerer Menschen in Deutschland zu verbessern, von der neuen Bundesregierung direkt wieder eingestampft wurde. Wer sich an die »Zirkuszelt«-Aussage von Friedrich Merz zum CSD 2025 (Christoper Street Day) in Berlin und dem Klöckner-Verbot, dazu eine Regenbogenfahne am Bundestag aufzuhängen, erinnert, wird nicht überrascht sein. Den wird es auch nicht verwundern, dass die CSDs in unserem Land zunehmend in Bedrängnis geraten. Auf der einen Seite stiegen die Zahlen der Angriffe durch rechte Kräfte auf CSDs 2025 auf ein Rekordhoch, auf der anderen Seite kommt aus dem politisch rechtskonservativen Lager zunehmend Gegenwind, wenn z. B. die sächsische Landesregierung dem CSD Dresden das Merkmal einer politischen Versammlung abspricht.
Doch warum ist das wichtig? Es ist wichtig, weil es unser Zusammenleben deutlich verändern wird. Das bedeutet nichts anderes, als dass es Strömungen in unserer Gesellschaft gibt, die das Rad der Zeit zurückdrehen wollen: Die zurückdrehen wollen, dass sich queere Menschen (und es mag sie überraschen, aber auch Alice Weidel und Jens Spahn gehören dazu!) in der Öffentlichkeit bewegen und als queer erkennbar sind. Und tatsächlich geben jetzt schon immer mehr queere Menschen an, sich in der Öffentlichkeit nicht mehr sicher zu fühlen, weil die Gewalt- und Ausgrenzungserfahrungen immer weiter zunehmen.
Die zurückdrehen wollen, dass Frauen niemandem gehören, sondern selbstbewusst den Raum in der Gesellschaft einnehmen, der ihnen zusteht und zunehmend laut einfordern, dass ihre Themen behandelt werden. Und dass, obwohl Frauen die Hälfte der Bevölkerung in diesem Land ausmachen und es nur unser gutes und im Grundgesetz festgeschriebenes Recht ist, dass wir neben den Männern gleichberechtigt sind. Die zurückdrehen wollen, dass sich die Welt verändert: dass wir frei leben, lieben und glauben, wie wir es wollen. Wir als Frauen, wir als Teil einer queeren Community, wir als Menschen der Gesellschaft. Denn all das bedeutet, dass sich die patriarchalen Strukturen verändern. Verändern müssen. Dass Männer sich verändern müssen. Und auch wenn es im Zusammenhang mit Tätern immer wieder heißt »Not all men« so muss es doch heißen »alle Männer«.
Es muss »alle Männer« heißen, weil alle Männer patriarchal geprägt wurden und werden. Weil alle Männer Teil dieser Gesellschaft sind. Und weil es einfach nicht genügt, nicht selber Täter zu sein. Sondern weil es mehr sein muss: eine männliche Stimme der Gegenrede, wenn frauenverachtend gesprochen wird – auch wenn es »nur ein Spaß« ist. Denn Sprache schafft Wirklichkeit. Eine männliche Stimme, die für Frauen spricht, die bedrängt werden. Die nicht mitmacht, wenn der Kumpel für sein Deepfake-Porno über die Ex gefeiert wird. Die dagegen hält, wenn Incels ihre kruden Gedanken ausbreiten. Die Raum gibt. Frauen ernst nimmt. Betroffenen von sexualisierter Gewalt glaubt. Und nicht fragt, was sie denn getragen haben.
Und auch wir Frauen müssen uns verändern. Dürfen uns verändern. Wir dürfen den Raum einfordern, der uns zusteht. Wir dürfen uns wehren, wenn uns Unrecht geschieht. Wir dürfen laut werden. Wir dürfen Grenzen setzen. Wir dürfen Nein sagen. Und wir müssen laut werden. Für die, die es nicht können. Für die, die ebenfalls Gewalt erfahren. Für die, die anders sind als wir – und ungleich schwerer am Patriarchat leiden. Darum liegt es auch an uns, wie sich die Gesellschaft verändert. Indem wir jene stärken und ermutigen, die ihre Stimme einsetzen für ein gleichberechtigtes Miteinander – und auch selber unsere Stimme erheben, berufen durch Sprüche 31,8: »Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind«. Indem wir nicht nur darauf schauen, Töchter zu ermahnen – sondern auch, Söhne zu erziehen. Indem wir Männer in die Verantwortung nehmen, Veränderungen zu ermöglichen. Patriarchale Strukturen zu verändern, wird am Ende nicht nur den Frauen helfen, sondern allen Menschen zugutekommen.
Gott lässt seine Leute nicht im Stich. Wie Gott sein Volk aus Ägypten befreit hat, so befreit er sie immer wieder aus der Hand der Feinde. Wer sich auf Gott verlässt, der ist nicht verlassen, auch nicht im schwierigen Alltag. Darum kann er/sie sich mutig zu Gott bekennen.
Wie kamen Juden nach Persien, wo die Geschichte der Ester spielt?
Nach der Landnahme und den Königen Saul, David und Salomo trennte sich Israel wegen Thronstreitigkeiten in zwei Reiche: das Nordreich, genannt Israel, und das Südreich, genannt Juda. In beiden Reichen regierten Könige, die unterschiedlich ungehorsam Gott gegenüber waren. Darum und aufgrund falscher politischer Entscheidungen wurde das Nordreich Israel 722 v. Chr. von den Assyrern besiegt. 597 v. Chr. wurde das Südreich von den Babyloniern besiegt, die die Oberschicht und die wehrfähigen Männer mit nach Babylon verschleppten. 538 v. Chr. wurde Babylonien von den Persern besiegt und die Kriegsgefangenen befanden sich nun im persischen Reich. Der neue König Cyrus erlaubte den Judäern, in ihre Heimat (die jetzt zum persischen Reich gehörte) zurückzukehren, um den Tempel und die Stadtmauer in Jerusalem wieder aufzubauen (nachzulesen bei Esra und Nehemia). Einige Juden waren aber in Persien geblieben. Dazu gehörte Ester. Die Juden dort bildeten in Persien eine Minderheit. Sie hielten an Gott und ihren Bräuchen fest, was oft auf Unverständnis und Widerstand bei der persischen Bevölkerung stieß. So kam es immer wieder zu Übergriffen auf Jüdinnen und Juden. Davon handelt das Ester-Buch.
Verschiedene Lebensbereiche werden auf ein großes Plakat geschrieben (Familie, Freundinnen/Freunde, Klassenkameradinnen/-kameraden, Lehrkräfte, Sportgruppen, CVJM/Gemeinde …). Anschließend erhalten alle Mädchen 3 Klebepunkte, die sie zu den Bereichen kleben, wo es ihnen am schwersten fällt, zu ihrem Glauben zu stehen. Anschließend erfolgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse durch die Mitarbeiterin und evtl. eine kurze Gesprächsrunde.
Da das Buch Ester 10 Kapitel umfasst und es sehr lange dauern würde, sie alle in der Gruppenstunde zu lesen, hier eine Inhaltsangabe zum Vorlesen mit Zwischenstopp zum Selberlesen und -denken:
Unbeschreiblich weiblich …
… ist Königin Waschti. Sie ist mit Ahasveros verheiratet, der in Persien von 485 bis 465 v. Chr. als König herrscht. Er ist ein reicher König und zeigt durch ein halbjähriges Gelage seine ganze Größe und Macht. Gegen Ende des Gelages will er, dass Königin Waschti sich vor den betrunkenen Männern präsentiert. Sie lehnt ab. Damit sie mit ihrem Widerstand gegen den König kein Vorbild für alle Frauen im Volk ist, sich ungehorsam ihren Männern gegenüber zu verhalten, muss sie abgesetzt werden. Eine neue Königin wird gesucht.
Mordechai, ein Jude, der schon länger am Hof des Königs arbeitet, sorgt dafür, dass seine Kusine Ester unter die Jungfrauen kommt, aus denen sich der König seine neue Frau aussuchen will. Weil Gott Ester führt, wird sie die neue Königin. Allerdings verrät sie dem König nicht, dass sie Jüdin ist.
Nach einiger Zeit deckt Mordechai einen Komplott gegen den König auf und rettet ihm damit das Leben. Mit Haman, dem Ersten Minister, steht er allerdings auf Kriegsfuß. Haman will, dass sich alle vor ihm niederwerfen. Mordechai tut es nicht, da er allein Gott anbeten will. Haman ist darüber so erbost, dass er im Namen des Königs einen Erlass veröffentlicht, der beinhaltet, dass in knapp einem Jahr alle Juden an einem Tag vernichtet werden sollen.
Jetzt geht es weiter mit Kapitel 4, das alle gemeinsam lesen.
Mithilfe folgender Fragen soll nun eine Gesprächsrunde eröffnet werden:
Je nach Gruppe kann über die folgenden Inhalte von 1. und/oder 2. eine Gesprächsrunde eröffnet werden.
1. Gott hält zu denen, die zu ihm halten. Das gibt Mordechai die Gewissheit, dass Gott helfen wird, auch wenn es noch überhaupt nicht so aussieht. Dass sein Leben und das seines Volkes gerettet wird, ist nicht von Esters Handeln abhängig, sondern allein von Gott selbst. Es lohnt sich immer wieder, in scheinbar aussichtslosen Situationen Gott zu vertrauen, dass er es gut macht.
2. Gott hat den ersten Schritt gemacht. Jetzt ist Ester dran. Obwohl König Ahasveros sie aus vielen ausgewählt und geheiratet hat, könnte man meinen, er will sich gern mit ihr unterhalten. Das entspricht aber nicht den persischen Hofsitten. Esters Leben steht auf dem Spiel. Ihre Bedingung an ihre Glaubensgeschwister lautet: »Setzt euch bei Gott für mich ein. Betet und fastet für mich, damit ich nicht ums Leben komme.« Es ist wichtig, dass Christinnen und Christen füreinander einstehen. Wir können uns gegenseitig ermutigen und füreinander um Mut beten, um uns zu unserem Glauben zu bekennen!
Happy End – wie die Geschichte mit Ester ausgeht:
Nachdem dieser Erlass von Haman im Land bekannt wurde, ist es an Ester, sich zu outen und ihr Volk zu retten. Sie bittet um eine Audienz beim König und lädt ihn zum Essen ein. Außerdem soll Haman zu Gast sein. Noch hat Ester ihre Bitte nicht vorgetragen, da läuft Haman mit stolzgeschwellter Brust an Mordechai vorbei. Der hält es nicht für nötig, vor Haman aufzustehen, weil er schon an den Sieg Gottes glaubt. Haman hat die Faxen dicke und lässt hinter seinem Haus einen Galgen aufrichten, an dem Mordechai gehängt werden soll. In dieser Nacht kann der König nicht schlafen und lässt sich aus der Chronik vorlesen. Dadurch wird er an das Ereignis erinnert, als Mordechai dem König das Leben rettete. Am nächsten Morgen, als Haman auf dem Weg zum König ist und um Erlaubnis bitten will, Mordechai zu hängen, beauftragt der König Haman, mit Mordechai durch die Straßen zu ziehen und in dafür zu ehren, dass er dem König das Leben gerettet hat.
Nun eröffnet Ester dem König, dass sie Jüdin ist und Haman angeordnet hat, ihr Volk zu töten. Der König ist wütend und lässt Haman an den Galgen hängen, den er für Mordechai gebaut hat. Da der Erlass der Judenvernichtung nicht mehr ungültig gemacht werden kann, schreiben Mordechai und Ester einen neuen Erlass, der die Juden bevollmächtigt, sich gegen die Perser an diesem Kampftag zu wehren. Aus Angst vor den Juden laufen viele zu ihnen über. Die Juden gewinnen siegreich und feiern ihren Gott am Tag nach dem Kampf. Dieses Fest ist auch bekannt als Purimfest. Pur heißt Los und geht zurück auf Haman, der den Tag der Judenvernichtung auslosen ließ.
Ester hat alles aufs Spiel gesetzt und alles gewonnen. Und das nicht nur, weil sie unbeschreiblich weiblich ist. Sondern weil sie auf Gott und seine Macht gesetzt hat. Nur weil sie voller Vertrauen auf Gott alles riskiert hat, hat sie Gottes Größe erlebt. Ihr Beispiel soll uns Mut machen, uns ganz an Gott zu halten. Er lässt seine Frauen nicht im Stich. (Die Männer natürlich auch nicht!)
Je nach (geistlicher) Reife der Mädchen kann Folgendes im Anschluss gemacht werden:
Wer sich anschaut, wer in den Aufsichtsräten der großen Unternehmen das Sagen hat, wer die Ministerien unseres Landes leitet, wer die Artikel bei Wikipedia schreibt oder die Lehrstühle deutscher Universitäten besetzt, dem wird eines auffallen: Man trifft deutlich häufiger auf Männer als auf Frauen. Das liegt nicht etwa daran, dass Frauen per Definition dümmer sind – sondern dass sie es in den patriarchalen Strukturen unserer Gesellschaft deutlich schwerer haben, ihren Raum einzunehmen. Und das, obwohl Frauen seit Jahrhunderten immer wieder mit ihren Erfindungen und Entdeckungen dafür gesorgt haben, dass unsere Welt sich verbessert hat. Manchmal konnten sie sich damit in der Gesellschaft gleich durchsetzen, manchmal hat es gedauert – und nicht selten haben sich Männer ihre Entdeckungen zu eigen gemacht und den Erfolg gestohlen. Und oft haben wir die Frauen, die hinter diesen besonderen Erfolgen gesteckt haben, vergessen. Oder erst gar nicht wahrgenommen. Heute aber bekommen diese Frauen unsere ganze Aufmerksamkeit – und wir erleben den einen oder anderen augenöffnenden Moment.
»Es ist gar nicht so einfach, immer das Richtige zu verstehen – und dabei ist das meistens von entscheidender Wichtigkeit!«
Hier könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen: Führt ihr das Interview als Rollenspiel auf? Oder habt ihr sogar die Möglichkeit, einen Podcast nachzustellen und zu filmen? Dann könntet ihr das per Beamer auf einer Leinwand zeigen, es den Teilnehmenden direkt auf das Handy schicken. Siehe unten.
Gibt es Fragen von euch? Habt ihr alles verstanden?
In einem gemeinsamen Gespräch versucht nun, Antworten auf diese Fragen zu finden:
Ja, als Frau hat man es in dieser Welt nicht leicht. Oder als FLINTA*-Person. Das erleben wir immer wieder. Auch wenn wir nicht in dem Ausmaß davon betroffen sind wie Collien Fernandes, Gisèle Pelicot oder die Frauen aus den Epstein-Akten: Wir erleben an der einen oder anderen Stelle, mal ganz offen und noch öfter verdeckt, Anfeindungen durch Männer. Und dass, obwohl wir in vermeintlich »modernen Zeiten« leben.
Vielleicht ist in dir auch schon mal das Gefühl aufgetaucht, dass wir in einigen Bereichen der Gleichberechtigung eher die Rolle rückwärts machen, als nach vorne zu kommen. Und Gender-Gerechtigkeit über die CIS-Heteronormativität hinaus immer weniger Raum bei uns bekommt. Jetzt stell dir mal vor, wie krass schlechter die Selbstwirksamkeit von Frauen, ihre Gleichberechtigung und Wertschätzung dann zu den Zeiten gewesen sein muss (oder in den Regionen noch ist), in der die Menschen ganz selbstverständlich in patriarchalen Strukturen gelebt, gewirkt und nichts von Frauen-(FLINTA*)-Rechten gewusst haben.
Und dann ist da Debora. Die hat definitiv in einer Zeit gelebt, in der es bei weitem keine Selbstverständlichkeit gewesen ist, in das Amt einer Richterin gewählt zu werden. Als Frau von (fremden) Männern um Rat gebeten zu werden. Zu erleben, dass andere auf sie hören. Und auch Barak hatte ja seine Schwierigkeiten damit, ihr gänzlich zu vertrauen. Aber sie ist ihren Weg gegangen.Sie ist ihn mit Gott gegangen. Sie hat ihm vertraut. Und sie durfte erleben, dass sich für sie auf diese Weise neue Wege eröffnet haben. Das Türen für sie aufgingen, die anderen verschlossen blieben. Ja – das war damals keine Selbstverständlichkeit. Und wir kennen viele Lebenswege von Frauen, die ihren Weg im Vertrauen auf Gott gegangen sind und nicht zu einem Happy End kamen. Aber sie wussten sich von Gott begleitet. Und das hat ihnen gereicht.
Dich möchte ich ermutigen: Geh deinen Weg. Geh ihn mit Gott. Und lass dich davon überraschen, was dir dann alles möglich wird und was du Neues entdeckst.
Ehud war vor Debora ein berühmter Richter und mutiger Mann, der das Volk Israel aus der Hand des Königs von Moab führte. »Richter« waren damals Menschen, die sich als Anführer profilierten und als von Gott gesandt galten und sich zum Wohl des Volkes einsetzten.
Die große Zahl der Streitwagen zeigt die Übermacht des Gegners, der damit quasi als unbesiegbar galt.
Propheten waren Menschen, die von Gott berufen waren, sein Wort an die Menschen zu richten. Er sprach durch sie. Propheten traten hinter ihren Botschaften zurück und setzten sich dafür ein, in allen Bereichen des Lebens so zu handeln, wie Gott es den Menschen gebot und in allem auf Gottes Führung und sein Handeln zu vertrauen.
Debora selber vertraut so dem Wort Gottes, dass sie sich als Frau auf diese gefährliche Reise begibt. Weil der eigentlich so tapfere Barak dem Wort Gottes, übermittelt von Debora, aber nicht vertraut, muss er erleben, wie einer Frau der Sieg über Sisera geschenkt wird.
In diesem Buch wird die Geschichte des Volkes Israel erzählt, wie sie sich zwischen dem Tod Josuas und der Errichtung des Königtums abgespielt hat. Auffallend ist das immer wiederkehrende »Richter«-Schema: Das Volk Israel entfernt sich in seiner Lebensform von Gott und seinem Wort, fällt daraufhin den Feinden in die Hände und wird später durch einen von Gott berufenen Retter (Richter) wieder befreit.
Viele berühmte Personen sind in diesem Buch zu finden: neben Debora sind es z. B. Gideon und Simson. Auffallend ist, dass es für einzelne Geschichten bzw. Personen mehrere Kapitel gibt und andere Richter nur am Rande erwähnt werden.
Die Grundsituation ist in allen Geschichten gleich: Stets ist der entscheidende Kampf ein Kampf, den Gott selbst für sein Volk führt, auch wenn große israelitische Heere zur Verfügung stehen, kämpft nur ein kleiner Teil davon – aber immer im Namen des Herrn.
Am Ende des Buches steht die Erwartung des Volkes, dass Gott ihnen endlich einen König voranstellt, der die Geschicke des Volkes leiten soll.
Host: Halli hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von …
Wie ihr alle wisst, trifft man hier nicht die Stars und Sternchen, die man auf dem roten Teppich Hollywoods bejubelt – hier treffen wir auf Menschen, die echt was erlebt haben. So wie unser Gast heute. In einer Zeit, in der Frauen kaum etwas zu melden hatten, schütteten ihr die Männer das Herz aus, um von ihr einen guten Rat zu bekommen. Sie konnte Siege prophezeien und Niederlagen vorhersehen. Und so versteht sich ihr Lebensmotto vielleicht von ganz alleine: »Wer auf Gott hört, erlebt wunderbare Dinge«. Begrüßt mit mir: Debora!
Debora, wie hast du das damals nur angestellt, dass die Männer dir nicht nur zuhörten, sondern sich auch extra auf die Reise zu dir begaben, um dich um Rat zu fragen?
Debora: Tja, jede Frau hat so ihre kleinen Geheimnisse, meinst du nicht auch? Aber ganz im Ernst: Ich glaube, die Menschen merken seit jeher, dass ich mich nicht so wichtig nehme. Und vor allem, dass es nicht meine eigene Meinung ist, die ich äußere – sondern dass Gott zu mir spricht, mir hilft und ich voll und ganz auf ihn vertraue.
Host: Du meinst, Gott spricht zu dir? Wie soll ich mir das vorstellen? Schon damals war es ja nicht so, dass er nur kurz zum Telefon greifen musste, um jemanden anzurufen. Also, wie konnte Gott zu dir sprechen, wenn er doch gar nicht auf der Erde war?
Debora: Das ist nicht so einfach zu erklären. Es gibt tatsächlich Situationen, in denen ich so etwas wie eine innere Stimme höre, die zu mir spricht. Andere Leute würden vielleicht von ihrem Gewissen sprechen – aber ich merke, dass es dann Gottes Worte sind, die zu mir sprechen. Halt nur, dass ich sie in meinem Kopf höre. Ich weiß, dass klingt verrückt.
Host: Ja, das ist wirklich nicht das, womit ich gerechnet hätte. Aber gibt es noch andere Momente? Momente, wo du Gottes Willen anders erfährst?
Debora: Naja, manchmal ist es wie ein Gedanke, der sich in meinen Kopf und in mein Herz stiehlt und auf den ich immer wieder zurückkomme. Der lässt sich nicht vertreiben und ich kann mich auch nicht ablenken. So wie bei einem Ohrwurm tönt es immer wieder durch mein Herz. Dabei handelt es sich dann aber um etwas, womit ich zu dem Zeitpunkt gar nicht gedanklich beschäftigt war. Aber trotzdem ist ganz plötzlich dieser Gedanke da.
Host: Und für dich ist das dann eine Nachricht von Gott?
Debora: Ich wüsste nicht, wie ich das sonst erklären könnte. Und das Krasse ist: Die Menschen erkennen sich ja in dem wieder, was ich ihnen erzähle. Darum merken sie auch, dass ich nicht nur spreche, weil ich mich gerne reden höre.
Host: Was die Menschen mir ja auch immer gerne unterstellen. Aber was sind das dann für Dinge, über die du sprichst – oder über die Gott zu dir spricht?
Debora: Na, das sind ganz unterschiedliche Dinge. Meist schlichte ich Streit zwischen den Leuten die zu mir kommen, weil alle wissen dass ich niemanden bevorzuge. Aber manchmal bekomme ich auch einen konkreten Auftrag von Gott. Das wird dann besonders spannend. Dann frage ich mich, ob die Leute wohl auf mich hören werden?!
Host: Da sollen ja auch ganz wichtige Menschen dabei gewesen sein, zu denen Gott dich geschickt hat!
Debora: Ja, das stimmt. Vom Bettler bis zum Feldherr habe ich damals gesprochen – und jedes Gespräch war so anders! Manche verliefen gut, andere hörten nicht auf mich und mussten dann mit den Konsequenzen leben.
Host: So wie der Feldherr Barak. Mit der Geschichte beschäftigen wir uns gleich … Aber erst etwas Musik!
Der Stundenentwurf soll Mädchen und junge Frauen dazu inspirieren, sich mit den Lebensrealitäten anderer Mädchen und Frauen weltweit auseinanderzusetzen – insbesondere mit den Erfahrungen aus der Arbeit des YMCA Ghana. Ziel ist es, gegenseitiges Verständnis, Empowerment und globale Solidarität zu fördern.
Sehr wahrscheinlich hat jede von uns ein Bild im Kopf, wenn wir über Frauen in Afrika nachdenken. Sehr wahrscheinlich ist dieses Bild sehr einseitig und wenig realistisch.
Der CVJM (englisch YMCA) ist eine weltweite Organisation und in über 120 Ländern dieser Welt für junge Menschen aktiv. Viele YMCA haben Partnerschaften und unterstützen sich so gegenseitig in der Arbeit. Der CVJM-Westbund e.V. hat z. B. eine Partnerschaft mit dem YMCA Ghana. Er hat unter anderem eine große und vielfältige Arbeit mit und für Mädchen und junge Frauen in Ghana.
Die Lebensrealität von Mädchen und Frauen sieht in Ghana anders aus als bei uns. Ihre Bedürfnisse und Fragen jedoch sind sehr ähnlich zu denen der Mädchen und Frauen bei uns.
Was bietet dieser Stundenentwurf?
Begrüßung und Einführung in das Programm
Methode: »Gemeinsamkeiten finden«
Die Teilnehmerinnen bewegen sich im Raum und beantworten Fragen wie:
Ziel: Verbindung schaffen und zeigen, dass viele Wünsche universell sind.
Für Infos zum Land macht nun in Kleingruppen oder als »1,2, oder 3« das Quiz im Anhang.
Schulbildung ist grundsätzlich möglich. Aber: nicht alle Kinder können lange zur Schule gehen. Besonders Mädchen sind häufig benachteiligt. Organisationen wie YMCA Ghana fördern Bildung und Chancengleichheit.
Herausforderungen:
Positive Entwicklungen:
Starke Mädchen – starke Frauen: Der YMCA Ghana stärkt junge Mädchen und Frauen durch Bildung, Mentoring und der Schaffung von sicheren Räumen.
Er vermittelt praktische Fähigkeiten wie Leadership, Kommunikation und Eigeninitiative.
Gesundheit, Hygiene und Wohlbefinden stehen im Mittelpunkt, damit Mädchen ihren Körper kennen und selbstbewusst Entscheidungen treffen können.
Durch Projekte, Diskussionen und Freiwilligenarbeit lernen sie, Verantwortung zu übernehmen und ihre Meinung einzubringen.
Viele junge Frauen haben nur eingeschränkten Zugang zu Bildung, Informationen und Chancen – oft durch Familie, Kultur oder Geld begrenzt. Das kann Selbstvertrauen und Entscheidungsfreiheit hemmen.
Unsere Programme schaffen Zugang zu Wissen, stärken Selbstbewusstsein und vermitteln wichtige Fähigkeiten, damit Mädchen ihre Ziele erreichen können.
Die Programme des YMCA Ghana helfen ihnen, Hindernisse zu überwinden, Selbstvertrauen zu gewinnen und aktiv zur Gemeinschaft beizutragen.
Die Menstruationsgesundheit ist für viele Mädchen noch immer eine große Herausforderung. Ein Grund dafür ist der fehlende Zugang zu verlässlichen Informationen und zu Hygieneartikeln. In einigen Gemeinschaften kommt hinzu, dass kulturelle Vorstellungen es erschweren, offen über das Thema zu sprechen.
Das SMARTGIRL-Projekt setzt genau hier an: Es informiert über Menstruationsgesundheit und -hygiene und verbessert gleichzeitig den Zugang zu Hygieneartikeln. Ziel ist es, dass Mädchen ihre Menstruation würdevoll erleben und informierte Entscheidungen über ihre Gesundheit treffen können.
Seit 2023 hat das Projekt mit Aufklärungsangeboten 1.328 Mädchen und Frauen erreicht und mehr als 3.000 Damenbinden verteilt. Die Aktivitäten fanden in Schulen, Berufsbildungszentren, Frauengefängnissen und Jugendstrafanstalten statt.
Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen zeigen, dass sich ihr Wissen deutlich verbessert hat – zum Beispiel zur richtigen Nutzung und Entsorgung von Hygieneartikeln, zur Körperpflege während der Menstruation und zum allgemeinen Gesundheitsbewusstsein.
Im Projekt werden auch Jungen und Männer mit einbezogen, damit auch sie wichtige Informationen erhalten und ihr eigenes Denken reflektieren können.
Die Aufklärung über Brustkrebs ist ein weiterer wichtiger Schwerpunkt. Viele Frauen haben nur begrenzten Zugang zu Informationen und Vorsorgeuntersuchungen, was dazu führen kann, dass die Krankheit erst spät erkannt wird.
Durch Informationsveranstaltungen und Vorsorgeangebote erhalten junge Frauen grundlegendes Wissen über Brustgesundheit und werden ermutigt, bei Bedarf frühzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bisher haben 923 Frauen an diesen Maßnahmen teilgenommen, einige von ihnen wurden zur weiteren Behandlung überwiesen.
Ein wichtiger Teil der Arbeit ist es, junge Frauen zu stärken. Sie bekommen die Chance, ihre Leadership-Skills zu entwickeln, mitzureden und Verantwortung zu übernehmen. In Trainings und Projekten lernen sie wichtige Fähigkeiten fürs Leben.
Außerdem unterstützt der YMCA Ghana sie dabei, eigene berufliche Perspektiven zu entwickeln und finanziell unabhängiger zu werden. So gewinnen sie mehr Selbstvertrauen und trauen sich, ihre Chancen aktiv zu nutzen.
Auch wenn Mädchen in Ghana und Deutschland in unterschiedlichen Umgebungen aufwachsen, ähneln sich viele ihrer Träume und Herausforderungen. Mädchen überall möchten lernen, respektiert werden und ihre Ziele erreichen.
Wenn Mädchen aus verschiedenen Ländern voneinander erfahren, können sie:
Das zeigt den internationalen Geist des YMCA, in dem junge Menschen aus verschiedenen Kulturen gemeinsam an positiven Veränderungen arbeiten. Auch wenn es Ländergrenzen gibt, sind die Sehnsüchte und Wünsche von jungen Menschen »grenzenlos« und universell. Engagement von anderen Menschen in unterschiedlichen YMCA steckt an und wir können einander helfen und unterstützen, dass jungen Menschen ihr Leben gut gelingt.
ABIGAIL HAMMOND
„Beim YMCA-Programm habe ich gelernt, selbstbewusst zu sprechen und an mich zu glauben. Früher war ich schüchtern und habe meine Meinung kaum gesagt. Jetzt weiß ich: Meine Stimme zählt! Ich möchte andere Mädchen ermutigen, ebenfalls an sich zu glauben.“
MARY EDUAH:
»Die Arbeit mit den Mädchen beim YMCA ist total inspirierend. Wir sehen, wie junge Frauen ihre Talente entdecken und sich gegenseitig unterstützen. Die Programme zeigen ihnen, dass sie echte Leader in ihren Communities sein können.«
ROSE KONADU
»Die Workshops zu Gesundheit und Führung haben vielen Mädchen in unserer Community geholfen. Sie sind selbstbewusster geworden und motiviert, Schule und Karrierechancen aktiv zu nutzen.«
Helena Amponsah
»Der YMCA hat mir den Mut gegeben, meine Meinung zu sagen und an mich selbst zu glauben.«
Rashida Tetteh
»Durch den YMCA habe ich verstanden, dass meine Träume möglich sind, wenn ich hart arbeite und dranbleibe.«
Weitere Stimmen:
»Ich habe gelernt, wie ich während meiner Periode gut auf mich achten kann und wie ich darüber sprechen kann, ohne mich zu schämen.«
»Das Programm hat uns geholfen, unseren Körper besser zu verstehen und Fragen zu stellen, die uns wichtig sind.«
»Durch das YMCA hatte ich die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und mein Selbstvertrauen zu stärken.«
Kleingruppen arbeiten zu folgenden Fragen:
Ergebnisse werden auf Plakaten festhaltenund anschließend kurz präsentiert.
»In ihren Schuhen gehen«. Die Teilnehmerinnen bekommen kurze Fallbeispiele (z. B. ein Mädchen in Ghana, das zur Schule gehen möchte, oder ein Mädchen in Deutschland mit gesellschaftlichem Druck).
Diskussion:
Ziel: Empathie und globales Verständnis wird gestärkt
Die Teilnehmerinnen gestalten eine gemeinsame »Empowerment-Wand«
Leitfrage: Welche Botschaft möchtest du einem anderen Mädchen/einer anderen jungen Frau auf der Welt mitgeben?
Die Ergebnisse werden fotografiert und an die Mitarbeiterinnen des YMCA Ghana geschickt (über den CVJM-Westbund, Andrea Bolte).
Abigail: Eure Stimmen, Ideen und euer Handeln zählen! Lernt von Mädchen weltweit, unterstützt Gleichberechtigung und stärkt einander – gemeinsam können wir eine Welt schaffen, in der jedes Mädchen Chancen hat, erfolgreich zu sein.
Sarah: Unsere Erfahrungen mögen unterschiedlich sein, aber viele Herausforderungen, mit denen junge Frauen weltweit konfrontiert sind, ähneln sich.
Sich für das Leben von Mädchen und Frauen in anderen Ländern zu interessieren, hilft, Verständnis und Verbindung aufzubauen. Gleichzeitig schafft es Möglichkeiten, voneinander zu lernen.
Ich möchte euch ermutigen, neugierig zu bleiben, mehr über diese Themen zu erfahren und kleine Wege zu finden, wie ihr unterstützen oder euch einbringen könnt. Selbst einfache Verbindungen können für alle Beteiligten sehr wertvoll sein.
Rosemary:
Was Mädchen in Deutschland daraus lernen können
Auch wenn die sozialen Bedingungen in Ghana und Deutschland unterschiedlich sind, beschäftigen junge Frauen überall ähnliche Fragen: Wer bin ich, wie selbstbewusst bin ich und welche Rolle habe ich in der Gesellschaft?
Durch den Austausch von Erfahrungen zwischen Ländern können Mädchen voneinander lernen und neue Wege entdecken, mit gemeinsamen Herausforderungen umzugehen.
Mädchen in Deutschland können sich von der Resilienz und Entschlossenheit junger Frauen in Ghana inspirieren lassen, die trotz Hindernissen erfolgreich sein wollen. Ebenso kann die Zusammenarbeit und der Ideenaustausch zwischen jungen Frauen weltweit stärkere Gemeinschaften und neue Chancen schaffen.
Das internationale Netzwerk des YMCA bietet einen einzigartigen Raum für diesen Austausch. Es zeigt uns: Frauen zu stärken ist nicht nur eine lokale Aufgabe, sondern eine globale Verantwortung, die wir gemeinsam tragen.
Offene Reflexion:
Schön, wenn jede ein Wort oder einen Satz nennt. Je nach Interesse und Beteiligung der Mädchen und Frauen kann im Anschluss an dieses Programm ein digitales Treffen mit Mitarbeiterinnen aus dem YMCA Ghana organisiert werden, in dem man sich weiter gemeinsam austauschen und ermutigen kann. Das Angebot dafür ist von den Mitarbeiterinnen aus Ghana gemacht worden. Meldet euch dann gerne über den CVJM-Westbund bei Andrea Bolte, der Bundessekretärin für internationale und interkulturelle Beziehungen.
Hier findest du Material von YOU/C zum Song „You Call Me“.
Wenn du mehr zu YOU/C wissen willst, kannst du ganz unten auf der Seite nachschauen.
Das Playback (Instrumental), die zwei- bis dreistimmigen Chornoten und die Multitracks zu dem Song kannst du per E-Mail anfragen: you-c@ejwue.de
Audiospur Sopran
Audiospur Alt
Audiospur tiefe Stimme
YOU/C, die Sing-Community, will Jugendliche deutschlandweit für das (gemeinsame) Singen begeistern und miteinander vernetzen. Bestehende Teenie- und Jugendchöre möchte YOU/C unterstützen und auch dabei helfen, dass neue Gruppen entstehen, die zusammen singen. Dafür kommt das Team von YOU/C in Gemeinden und Bezirke und veranstaltet mit den Leuten vor Ort YOU/C-Days. Außerdem wurden mehrmals im Jahr moderne Songs mit zugehörigem Songmaterial über www.you-c.online veröffentlicht. Zu jedem Song gibt es ein zwei- bis dreistimmiges Chorarrangement, Tutorials und innovative Zusatzmaterialien, mit denen Interesse geweckt, Spaß vermittelt, Gottes Liebe spürbar gemacht und beim Singen und Üben der Songs unterstützt werden soll.
YOU/C ist Teil von „musikplus“ im Evangelischen Jugendwerk Württemberg (EJW) und kooperiert mit der Stiftung Creative Kirche in Witten.
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