Niemals so lange die Erde besteht, werden Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht aufhören. (Gen 8,22 E)
Niemals anders. Immer dasselbe. Nichts Neues. Wie langweilig! Die Stories in den Nachrichten unserer Zeit scheinen uns anzutreiben: immer dasselbe – das geht nicht! Aber will ich wirklich ständig etwas verändern, neu und mehr machen? Wenn ich ehrlich bin: Nein! Schöne Dinge zu wiederholen, macht auch glücklich. Ich will wieder lernen das Hier und Heute bewusst wahrzunehmen und für die Verlässlichkeit und kleinen Dinge dankbar zu sein.
Viel zu oft nehmen wir scheinbar Selbstverständliches einfach hin. Wir machen uns nicht bewusst, dass wir all das aus Gottes Schöpfung heraus geschenkt bekommen. Dass es gut ist, wie es ist. Mit seinen Gegensätzen und Wiederholungen. Man kann nicht nur säen und nicht nur ernten.
Es darf nicht nur kalt sein und nicht nur heiß. Es braucht den Sommer und den Winter, den Tag und die Nacht. Die Aufzählung des Verses lässt sich beliebig fortsetzen für viele weitere Bereiche des Lebens. Die Wiederholung ist alles andere als langweilig.
Es ist unendlich wertvoll, dass uns all das immer wieder geschenkt wird, dass sich das Leben immer wieder erneuert. Gott hat es uns so gegeben und zugesagt. Das ist seine Schöpfung. Ohne sie und ihre stete Wiederholung funktioniert das Leben nicht.
Seien wir dankbar für alles, was Gott uns schenkt. Nehmen wir es bewusst wahr und nicht als selbstverständlich hin. Die Schöpfung und das, was täglich, monatlich, jährlich neu entsteht, ist etwas ganz Besonderes.
Gebet: Gott, der allmächtige Vater, segne euch und schenke euch gedeihliches Wetter; er halte Blitz, Hagel und jedes Unheil von euch fern. Er segne die Felder, die Gärten und den Wald und schenke euch die Früchte der Erde. Er begleite eure Arbeit, damit ihr in Dankbarkeit und Freude gebrauchet, was durch die Kräfte der Natur und die Mühe des Menschen gewachsen ist.
Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht. (Gen 1,3 L)
Du betrittst einen dunklen Raum und wie automatisch gleitet deine Hand neben den Türrahmen, um einen wichtigen, gar nicht so richtig wahrgenommenen Gegenstand des Alltags zu benutzen. Gut einen Meter über dem Boden wartet er auf Berührung und revanchiert sich für den „Händedruck“ mit einer Erleuchtung. Du hast ihn sicher erkannt – den Lichtschalter.
Er ist so selbstverständlich. Wie das Licht, das er auslöst. Licht, Leuchten, Laser, LED, Glühbirnen, Taschenlampen in Handys – immer leuchtet, flimmert und strahlt irgendetwas um uns herum. Das war nicht immer so. Ganz am Anfang war Dunkel, war Chaos – Tohuwabohu. Und dann sprach Gott. Es werde Licht! Jetzt kommt Orientierung in die Welt. Wie beim Betreten des Raumes mit dem Anschalten des Lichtschalters.
Das Licht ist die Voraussetzung für alles, was danach kommt. Ein göttliches Prinzip, das sich durch die ganze Schöpfung zieht. Bis heute. Ohne Licht keine Fotosynthese. Ohne Licht sehe ich nicht nur die Hand vor Augen nicht, sondern auch den Mitmenschen nicht mehr. Auch den Legostein am Boden, der zum Stolperstein werden kann, sehe ich nicht. Kurz: Es fehlt alles, was dabei hilft, sich in dieser Welt zurechtzufinden und sie zu gestalten. Wie gut, dass Gottes Wort hier zum Lichtschalter wird – zur Möglichkeit der Orientierung.
Das gilt auch auf einer anderen Ebene: Gottes Wort bringt Licht ins Dunkel, Orientierung in der Welt und im Leben, auch in deinem.
Vielleicht liegt auf deinem Nachttisch oder in deinem Bücherregal ein häufig unscheinbarer Gegenstand, der Orientierung bietet und dessen Nutzung sich absolut lohnt. Schalte doch mal dein Licht ein und lies in der Bibel, Gottes Wort. Es erwarten dich Licht und Orientierung.
Zum Nachdenken: Nutz doch die nächsten Male, die du das Licht anmachst, für ein kurzes Gebet, ein „Lichtschalter-Gebet“, oder setz dich in einen gemütlichen Sessel, schalte das Licht ein und nimm dir Zeit für Gottes Wort.
Ich will dich segnen und deinen Namen groß machen, sodass du ein Segen sein wirst. (Gen 12,2 BB)
Mein Opa war sehr präsent in meinem Leben. Bis zu seinem Tod habe ich viel Zeit mit ihm verbracht. Mit seinen Liedern prägte er meine Kindheit. Als Jugendliche und Erwachsene haben sich mir seine Sprüche eingeprägt. Für jede Lebenssituation hatte mein Opa einen Spruch oder humoristischen Satz auf Lager. Als es in hohem Alter einmal um seinen möglichen Umzug in ein Altersheim ging, hörte ich, wie er sagte: „Einen alten Baum verpflanzt man nicht“.
Bevor Gott Abraham verspricht, seinen Namen groß zu machen und ihn zum Segen werden zu lassen, fordert er ihn auf, sein Land zu verlassen und sich aufzumachen ins Unbekannte, in ein Land, das Gott ihm zeigen würde. Abraham war da schon sehr alt und hatte in Haran fast alles, was es für einen erfüllten Lebensabend brauchte: Frau, Land, Tiere, Arbeit.
Der Bibeltext lässt offen, ob Abraham Zweifel an Gottes Wort hatte. Wir wissen nicht, ob Abraham dachte: „In diesem Alter ziehe ich doch nicht los und fange noch einmal woanders von vorn an.“ Vielleicht dachte er: „Einen alten Baum wie mich nochmal zu verpflanzen – verrückt!“ Doch er vertraute dem Versprechen Gottes, packte zusammen und zog los.
Gott hielt sein Wort! Sara und Abraham bekamen einen Sohn, eine neue Heimat. Abraham wurde der Vater eines großen Volkes, welches gesegnet war und zum Segen wurde.
Wenn Gott ruft, lohnt es, sich auf den Weg zu machen. Auch wenn es einem seltsam erscheint, die Umstände vermeintlich nicht passen, das Alter oder der Beruf hemmen. Das braucht eine Menge Mut und großes Vertrauen in Gott. Das fällt uns nicht immer leicht. Für Abraham hat es sich am Ende bezahlt gemacht. Warum nicht auch für uns?
Zum Nachdenken: Wann hast du dich das letzte Mal einfach so auf den Weg gemacht? Ohne Kompass, ohne Navi, nur auf Gottes Wort hörend? Lass dich leiten und höre hin, wo Gott dir im Gebet oder im Gespräch mit anderen Menschen den Weg weisen möchte.
Bringt eure Last – wir reisen mit dem Weltgebetstag um die Welt nach Nigeria
Wir freuen uns, wenn ihr mit eurer Kirche Kunterbunt den Weltgebetstag Nigeria feiert. Für Rückmeldungen bis 30.03.2026 sind wir dankbar. Sendet uns dazu eine Mail mit dem Stichwort „Kirche Kunterbunt Weltgebetstag Nigeria“: weltgebetstag@weltgebetstag.de. Schickt gerne ein Foto von eurer Aktion mit und erzählt, was ihr wie gut nutzen konntet. Danke!
Wir verwenden im Entwurf das „Du“ und hoffen, dass das für euch passt.
Euer ökumenisches Team, das diese Kirche Kunterbunt entworfen hat:
Martina Fuchs, Pastoralreferentin und Referentin im Fachbereich Ehe und Familie, Diözese Rottenburg-Stuttgart, Stuttgart
Manuela Gouget, Diakonin für die Arbeit mit Kindern & Familien, Evang. Kirchenbezirk Freudenstadt
Mona Kuntze, IT-Dienstleisterin und Mitglied im Vorstand des Deutschen Weltgebetstags-Komitees, Soest
Simone Schreiber, Lehrerin für Deutsch und Religion und Kirche-Kunterbunt-Begeisterte, Bad Urach

Kommt! Bringt eure Last – wir reisen mit dem Weltgebetstag um die Welt nach Nigeria
Familien lernen kennen, was Menschen in Nigeria beschäftigt und wie sie mit ihren Sorgen umgehen. Daraus entwickeln sie Ideen, was ihnen bei ihren Sorgen helfen könnte.
Der Entwurf ist entstanden für den Weltgebetstag aus Nigeria, der am 06.03.2026 gefeiert wird. Immer am ersten Freitag im März wandert das Gebet um die ganze Welt und quer durch alle Konfessionen. Jedes Jahr bereiten Frauen aus einem andern Land den Gottesdienst vor. Schon seit ca. 100 Jahren wird der Weltgebetstag weltweit gefeiert. Dabei werden oft auch Spenden gesammelt für Projekte im Weltgebetstagsland und in anderen Ländern, die das Leben von Frauen und Kindern verbessern sollen. Der Weltgebetstag ist nicht nur ein bestimmter Tag, sondern eine dynamische Bewegung von Frauen und Mädchen für alle. Deshalb kann man zum Weltgebetstag das ganze Jahr über Veranstaltungen machen. Diese Kirche Kunterbunt zum Weltgebetstag Nigeria kann man auch gut zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr feiern, z.B. vor Ferien, wenn Familien auf Reisen gehen. Denn das Thema Reisen soll der Rahmen für die Kirche Kunterbunt zum Weltgebetstag sein. Jedes Jahr kann man so mit der Kirche Kunterbunt in ein neues, aufregendes Weltgebetstagsland reisen. Dazu kann gerne ergänzend das Heft „Bausteine Kindergottesdienst“ des Weltgebetstag genutzt werden, das für ca. 2€ erworben werden kann (https://www.chrismonshop.de/weltgebetstag-der-frauen-deutsches-komitee-e.-v.-bausteine-kindergottesdienst-5269.html, alternativ auch als Download erhältlich).
Reisen kennen viele Familien: sie verreisen in den Urlaub, mal ganz weit mit dem Flugzeug, oder machen Entdeckungsreisen in der Nähe. Sie sind neugierig auf das Fremde in der anderen Kultur, auf das andere Essen, die andere Sprache, die andere Religion…
Zu jedem Weltgebetstag gibt es ein bestimmtes Motto, das aus der Bibel stammt. Für den Weltgebetstag aus Nigeria stammt das Motto „Kommt! Bringt eure Last“ aus Matthäusevangelium (Mt 11, 28-30): „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Der Glaube an Jesus Christus bewahrt uns zwar nicht vor den Lasten des Lebens, aber er kann Vertrauen schenken, dass Jesus unser Joch mitträgt, unsere Last so leichter wird und wir zur Ruhe kommen können. Diese Erfahrung kann uns ermutigen, anderen Menschen in unserer Nähe und weltweit zu helfen, ihre Last zu tragen.
Die Familien begeben sich im Rahmen des Weltgebetstags auf eine Reise durch die Welt mit dem Ziel Nigeria. Dieses Gefühl wird direkt beim Ankommen vermittelt.
Dazu einige Ideen:
Auf die Reise, fertig, los
Jemand aus dem Team spielt eine*n Flugbegleiter*in oder Rieseleiter*in und leitet die Familien an. Gerne auch mit passender Kleidung. Die Familien bekommen einen Reisepass, den sie ausfüllen (Vorlage Reisepass s. Dokument Materialsammlung). Der Reisepass enthält Platz für Stempel, die sie bei den Stationen später sammeln können, ähnlich wie Stempel bei der Einreise in ein Land.
Der Geschmack der Jackfruit
Ladet die Familien auf einen exotischen Willkommens-Drink ein: Mischt aus gleichen Teilen ein Getränk aus Papaya-, Mango- und Bananensaft. Je nach Geschmack kann auch ein Spitzer Zitrone ergänzt werden. Gekühlt und mit Eis genießen. Saft kann man zwar keinen aus der Jackfruit machen, aber diese Frucht ist vielseitig einsetzbar, z.B. auch als Fleischersatz.
Funfact zur Jackfruit
Die Jackfruit gehört zur Familie der Maulbeergewächse und wächst auch in Nigeria. „Optisch liegt die Jackfruit irgendwo zwischen Riesenlitschi und Gürteltier mit Noppen außen auf der Schale. Doch das wirklich Ungewöhnliche ist nicht ihr Aussehen. Es ist die Größe. Die Früchte des Jackfruitbaums können bis zu einen Meter lang und zwischen 40 und 50 Kilogramm schwer werden. Damit sind sie definitiv Weltrekordhalter als schwerste und größte Baumfrucht auf diesem Planeten.“
(https://www.geo.de/wissen/ernaehrung/jackfruit–was-kann-der-fleischersatz–30423700.html, 13.11.25)
Namensschilder in Form der Jackfruit
Material: Tonpapier in grün (alternativ: Moosgummi), Schere, doppelseitiges Klebeband zum Befestigen an der Rückseite, Filzstift.
Nach dem Ankommen geht es gemeinsam weiter:


Zielgedanke
Die Familien lernen die unterschiedliche Bedeutung von Begriffen in verschiedenen Dialekten kennen und lernen, dass sich verständigen mehr ist als die richtigen Vokabeln zu verwenden.
Material/Vorbereitung
Druckt das Quiz auf dickerem Papier aus und schneidet die einzelnen Dreiecke aus. Legt die Wörter in Großbuchstaben auf einem Tisch aus. Mischt die anderen Karten „päckchenweise“ und gebt sie an die Familien zum Zuordnen. Auf normalem Papier, evtl. auch kleiner ausgedruckt, haltet ihr die Lösung für die Familien bereit.
Stationsbeschreibung
In Nigeria gehören die Menschen vielen verschiedenen Bevölkerungsgruppen an. Innerhalb dieser Gruppen wird oft eine eigene Sprache oder ein eigener Dialekt gesprochen. Insgesamt gibt es mehr als 500 verschiedene Sprachen und Dialekte in Nigeria! Die Amtssprache ist Englisch. In der Schule lernen alle Kinder Englisch.
Auch bei uns klingt die deutsche Sprache nicht überall gleich, weil es verschiedene Dialekte gibt. Manche Wörter haben in unterschiedlichen Gegenden andere Bedeutungen. Ein Pfannkuchen ist z.B. in Berlin etwas anderes als in Süddeutschland. Und für manche Dinge gibt es mehrere Begriffe.
Um dem ein bisschen auf die Spur zu kommen, haben wir ein kleines Quiz für euch vorbereitet.
Auf dem Tisch sind Kärtchen mit Worten in Großbuchstaben verteilt. Nehmt euch ein Päckchen mit weiteren Kärtchen. Zu jedem in Großbuchstaben geschriebenen Wort gibt es drei passende Begriffe aus unterschiedlichen Dialekten. Versucht, die Begriffe zuzuordnen. Wenn ihr fertig seid, könnt ihr euer Ergebnis mit der Lösung vergleichen.
Gesprächsimpuls/Impulsfragen
Was könnt ihr machen, wenn ihr euch irgendwo nicht so gut verständigen könnt? Und was macht ihr, wenn ihr euch trotz der gleichen Sprache nicht gut versteht?
Zielgedanke
Die Familien steigen in das Thema „Teilen“ ein und lernen die spezifischen Herausforderungen Nigerias kennen.
Material/Vorbereitung
ein großes Stück Stoff (ca. 1,5 x1,5 m), feiner Sand (z.B. Vogelsand aus Tierhandlung), schlichte Holzfiguren, ggf. kleiner Rechen, 2-3 Schafe (z.B. von Playmobil), grüne Papierstreifen als Hirse, Schokoladen-Riegel (z.B. Duplo)
Der Sand wird auf dem Tuch verteilt, so dass eine plane Fläche entsteht, dann wird die Geschichte darauf erzählt.
Stationsbeschreibung
Der Norden Nigerias besteht hauptsächlich aus Trockensavanne und ist dementsprechend karg und nur in den Regenphasen fruchtbar. Hier kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Bauern und Hirten: während die Bauern unter erschwerten Bedingungen versuchen Nahrungs- und Futtermittel anzubauen, kämpfen die Hirte auch um ihr Auskommen. Da das Nahrungsangebot auch für die Tiere der Hirten sehr begrenzt ist, kommt es immer wieder dazu, dass die Hirten ihre Tiere auf dem Feld der Bauern grasen lassen, was unrechtmäßig ist. Aus dieser existentiellen Not heraus entsteht ein Konflikt zwischen Bauern und Hirten. Die Geschichte soll die Situation im Norden Nigerias verdeutlichen. Im nächsten Schritt geht es darum, Vorschläge für mehr Gerechtigkeit zu machen. Da diese existenzielle Not für die KiKu-Familien oft sehr weit weg ist von ihrem eigenen Erfahrungsfeld, gibt es zum Abschluss noch eine konkrete Aufgabe zum Thema Teilen (Schokoriegel teilen ohne Hilfsmittel).
Der/die Erzähler*in leitet die Geschichte ein mit folgenden Worten: „Hallo und herzlich Willkommen in Nigeria! Wir schauen heute mal einem Hirsebauern und einem Hirten über die Schulter!“
Bauer: Heute soll es wieder sehr heiß werden! Gut, dass ich schon so früh aufge-standen bin. Jetzt aber einmal kurz durch den Boden geharkt und dann schnell die Hirse aussäen.
(Bauer macht sich emsig an die Arbeit und recht durch den Sand.)
So, jetzt säe ich die Hirse ein! Zum Glück braucht sie kaum Wasser und sehr viel Sonne! Und von der haben wir ja genug. (lacht)
(Bauer sät Hirse ein.)
Wenn alles gut läuft habe ich in 5 Monaten meine Hirse! Die Ernte werde ich dann auch dringend brauchen: meine Familie wächst und ich habe kaum noch etwas vom letzten Jahr. Vielleicht werde ich mir sogar etwas von meinem Nachbar leihen müssen… (geht ab)
(Papier als Hirse wird in den Sand drücken.)
Hirte: (nähert sich langsam den Hirsefeld, Schafe dazu)
Oh, ich bin so erschöpft! Schon wieder ist ein Bach eingetrocknet und die Tiere finden nichts mehr zu fressen. Es ist einfach zu trocken, es wächst nichts mehr.
(jammert) Was soll ich bloß machen? Meine Frau hat letzte Woche unser 7. Kind zur Welt gebracht. (stolz) Einen Sohn! Recht klein ist er und dünn! Ich hoffe, er kommt noch zu Kräften.
(verzweifelt) Aber um meine Frau mache ich mir Sorgen. Sie ist von der Geburt so geschwächt und wir haben kaum noch etwas zu essen zu Hause. Wenn meine Schafe so dünn und klapprig sind, kann ich sie auf dem Markt nicht verkaufen. Da gibt mir niemand etwas dafür! Oh, da wächst ja was! Ohja! (immer freudiger). (enttäuscht) Aber es ist ein Feld! Das gehört jemanden, da kann ich nicht meine Tiere drauf lassen. (Pause)
(Schafe versuchen die Hirse zu fressen)
(energisch) Geht ihr wohl da weg!
(nachdenklich) Andererseits – wenn meine Frau und meine Kinder doch auch Essen brauchen … Und wenn die Schafe doch nur ein bisschen was davon fressen, fällt es vielleicht gar nicht auf…
(Hirte gibt nach und lässt die Schafe fressen)
Bauer: (verzweifelt) Ich habe wirklich keinen Krumen Brot mehr zuhause und mei-ne Kinder schreien nach Essen. Heute muss ich nachsehen, ob die Hirse schon reif ist.
(sieht Hirten und seine Herde, schreit) Was tust du da? Was fällt dir ein! Es ist MEINE Hirse! Weg da!
Hirte: Aber ich brauche auch etwas für meine Tiere! Meine Familie ist hungrig!
Bauer: Aber du kannst dich doch nicht einfach an meinem Feld bedienen! Wo kommen wir denn da hin?
Erzähler*in: Habt ihr eine gute Idee, wie die zwei den Streit lösen könnten?
(Ideen werden genannt.)
Erzähler*in: Vielen Dank für euer Ideen! Die meisten von uns sind keine Hirten oder Bauern. Und trotzdem haben wir mindestens eine Sache gemeinsam: Wir müssen teilen.
Eure Aufgabe ist jetzt Folgende: Teilt diesen Schokoriegel (Duplo) fair und gerecht unter euch auf. Ihr habt keine Hilfsmittel. Los geht’s!
Gesprächsimpuls/Impulsfragen:

Zielgedanke
Nigeria ist reich an Erdöl-Vorkommen. Erdöl wird auch „schwarzes Gold“ genannt, denn es ist eine dunkle Flüssigkeit, mit der man viel Geld verdienen kann. Aber Förderung und Verarbeitung schaden dem Ökosystem und es steht nur begrenzt zur Verfügung. Die Familien entdecken, in wie vielen Alltagsgegenständen Erdöl steckt und wie sie zu einem nachhaltigen Umgang beitragen können.
Material/Vorbereitung
Tuch oder Tischdecke, Spielzeug-Auto oder eine Tankstelle, Plastiktüte, PET-Flasche, Zahncreme, Kosmetik: Shampoo, Cremes, Duschgel, Make-Up, Jutebeutel/Brotbeutel, Farben/Lacke, Medikamente, Zahnbürste, Kaugummi, Eierkarton, Tupperdose, Badehose/anzug, Strumpfhose
Stationsbeschreibung
Die Wirtschaft in Nigeria lebt vom Verkauf von Erdöl und verarbeiteten Rohölprodukten. Erdöl wird auch „schwarzes Gold“ genannt, denn es ist eine dunkle Flüssigkeit, mit der man viel Geld verdienen kann. Für die Erwachsenen: Rund 45% des Staatshaushaltes wurden 2024 durch Erdöleinnahmen finanziert. Aber leider verschmutzen und zerstören viele Tonnen Rohöl immer wieder das Ökosystem des Nigerdeltas. Wofür braucht man Erdöl eigentlich? Erdöl wird nicht nur zum Tanken und Heizen benutzt, sondern ist auch in vielen Alltagsgegenständen. Überlegt und sortiert, in welchen Gegenständen Erdöl enthalten ist und in welchen nicht. (Die Auflösung findet ihr auf dem Blatt unter dem Tuch). Welche Alternativen könnt ihr verwenden, um Erdöl einzusparen?
| Da steckt Erdöl drin | Da steckt kein Erdöl drin |
| Strumpfhose Badehose Plastikflaschen (PET-Kunststoff) Medikamente: Aspirin, Ibuprofen Shampoo Waschmittel Seife Handy Kaugummi Matratzen, Schaumstoffe | Jutebeutel Eierkarton Glasflasche Wattestäbchen oder Zahnbürste mit Bambus |
Wir können ohne Erdöl nicht leben. Aber wir können versuchen, den Verbrauch zu reduzieren.

Kurz-Info
Erdöl kann zu ganz unterschiedlichen Produkten/Stoffen weiter verarbeitet werden. Diese heißen z.B. Polyamid, Benzol oder Polyurethan. Polyamid wird oft Bekleidungsstoffen beigemischt, weil sich die Stoffe dann auf der Haut angenehmer anfühlen. Benzol wird in der Herstellung von Medikamenten verwendet. Und aus Polyurethan kann man Schaumstoffe herstellen, die z.B. in unseren Matratzen oder Sofas verarbeitet werden.
weitere Infos:
Rund 90% unserer Alltagsgüter werden heute aus Erdöl hergestellt. Denn Erdöl ist eigentlich ein Sammelsurium aus vielen unterschiedlichen Bestandteilen. Mindestens fünfhundert verschiedene Verbindungen, hauptsächlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff, sind darin enthalten. Auch in unserer Kleidung findet sich Erdöl bzw. seine Derivate: Denn oft wird der Baumwolle Polyamid – das ist ein Nebenprodukt aus der Erdölfraktionierung – zum angenehmeren Tragen beigemischt. In hoher Konzentration findet sich Polyamid in den elastischen Fasern von Strumpfhosen, Badesachen und in Sportkleidung.
Und selbst in der Medizin werden häufig Erdölderivate genutzt. Etwa neun von zehn Tabletten werden heute aus Erdöl-Derivaten hergestellt. So ist in einer Aspirin-Tablette zum Beispiel Benzol verarbeitet, ein aus Öl gewonnener Baustein. Und das Schmerzmittel Ibuprofen besteht zu 100% aus Erdölderivaten.
Erdöl ist aber auch in vielen Alltagsprodukten wie Shampoo, Waschmittel, Seife, Haarspray, Zahnbürste, Cremes und Make-Up. Aber auch in Kreditkarten, Fernsehern, Handys und Rechnern. Ein weiteres Nebenprodukt aus Erdöl ist Polyurethan. Es bildet den Ausgangsstoff für Schaumstoffe – zum Beispiel für Matratzen oder Sofas.
Nicht zuletzt ist Erdöl auch in fast allen modernen Kaugummis verarbeitet. Sie bestehen fast ausschließlich aus synthetischen Rohstoffen. Den „Gummi“-Anteil bilden dabei in der Regel Polymere auf Erdölbasis.
Obwohl der Erdöl-Preis im vergangenen Jahr deutlich rückläufig war, ist eines sicher: Die weltweiten Erdölreserven sind begrenzt, irgendwann wird der für das weltweite Wirtschaftsleben so wichtige Rohstoff zu Neige gehen. Darum suchen Forscher weltweit nach Alternativen zum „Schwarzen Gold“. Diese Alternativen könnten das Erdöl eines Tages verdrängen: Elektro statt Benzin, alternative Heizungen (Wärmepumpe), Milchsäure im Plastik, Plastik aus Maisstärke…
Gesprächsimpuls/Impulsfragen
Zielgedanke
Kinder und Erwachsenen probieren eine kunsthandwerkliche Technik aus Nigeria aus und finden heraus, was ihnen hilft, auszuruhen.
Material
Vorbereitung
Wascht die Kissenbezüge einmal vor. Schmelzt das Bienenwachs im heißen Wasserbad. Steckt in jeden Kissenbezug ein Stück Karton als „Schreibunterlage“, damit das Wachs nicht durchdrückt. Tragt auf jeden Kissenbezug mit einem dünnen Borstenpinsel den Schriftzug „Komm, ruh aus“ mit Bienenwachs auf. Achtet darauf, dass die Fläche ca. 15×15 cm groß ist. Nicht größer, damit die Familien später genügend Platz zum Knoten haben.
Bereitet am Tag der Kirche Kunterbunt die Eimer mit den Batikfarben vor, ebenso die Schnüre und die kleinen Kartonstücke für die Namenskärtchen.
Die Familien können an eurer Station die Kissenbezüge noch durch Abbinden bearbei-ten und dann färben.
Während die Farbe einwirkt, können sie an die anderen Stationen weitergehen. Mindest-Einwirkzeit ca. 30 min, gern auch länger. Ggf. könnt ihr danach die gefärbten Stücke in den Farbfixierer geben.
Wascht nach der Einwirkzeit die überschüssige Farbe grob aus.
Gebt den Familien ihre Kissenbezüge in einem Plastikbeutel mit. Zusätzlich benötigen sie noch zwei Einmalhandschuhe und das Kärtchen aus der Materialsammlung. (Es sind mit Absicht vier Seiten vorbereitet. Markiert sie für den Druckauftrag und gebt „4 Seiten pro Blatt“ an und schneidet das bedruckte Blatt auf Postkartengröße zurecht).
Alternativ können die Familien die Kissen mit Stoff-Stiften bemalen, oder ihr bereitet statt der Kissenbezüge Stoffwimpel vor, die an einem Holzstab oder einem dünnen Zweig be-festigt werden können.
Stationsbeschreibung
In Nigeria wie auch in anderen afrikanischen Ländern werden traditionell Stoffe mit kunstvollen Mustern gefärbt. Es gibt ganz viele verschiedene Muster. Teilweise deuten die Muster auf besondere Ereignisse hin, zum Beispiel dass jemand heiratet, oder die Bilder stehen für eine bestimmte Botschaft.
An dieser Station könnt ihr euch einen Kissenbezug batiken. Die Botschaft der Kirche Kunterbunt wird beim Färben sichtbar: „Komm, ruh aus!“ Bestimmt findet ihr daheim ei-nen schönen Platz, z.B. auf dem Sofa, wo euch das Kissen immer wieder zum Ausruhen einlädt.
Nehmt euch einen Kissenbezug. Bindet mit den Schnüren kleine Zipfel ab. Zieht die Schnur dazu richtig fest und verknotet sie gut. Spart dabei die mit Wachs vorbereitete Fläche aus. Nehmt für einen Zipfel eine richtig lange Schnur. Bindet an das Ende der Schnur ein Stück Karton, auf das ihr euren Familiennamen geschrieben habt.
Taucht euren Stoff kurz in das klare Wasser, damit er feucht wird.
Dann sucht euch aus, welche Farbe euer Kissenbezug haben soll und legt ihn in den entsprechenden Eimer. Lasst das Kartonstück aus dem Eimer heraushängen, damit es nicht mit eingefärbt wird.
Am Ende der Kirche Kunterbunt könnt ihr euren gefärbten Kissenbezug mit nach Hause nehmen.
Gesprächsimpuls/Impulsfragen:



Zielgedanke
Im Bibeltext taucht das Wort “Joch” mehrmals auf. „Joch“ gehört bei den meisten nicht zum alltäglichen Wortschatz – auch, wenn es ein mehrfaches Teekesselchen ist (Och-senjoch, Säulen- oder Brückenjoch, Glockenjoch, das Timmelsjoch oder der Jochpass, Jochbein, Tragejoch …). Zu Zeiten von Traktor, Gabelstapler und Rucksack ist uns das Bild vom (Trage-) Joch nicht mehr vertraut. In anderen Regionen der Erde sind Joche bis heute in Gebrauch – als ein Hilfsmittel, mit dem Menschen schwere Wassereimer oder Sandsäcke tragen oder Tiere schwere Wagen ziehen können.
Die Erfahrung, dass durch ein Hilfsmittel Lasten nicht einfach weg sind, diese aber bes-ser und einfacher zu tragen sind, wird an dieser Station spielerisch vermittelt.
Material/Vorbereitung

Stationsbeschreibung
Wisst ihr, was ein Tragejoch ist? Das ist eine Stange, mit der Körbe, Eimer oder ähnliche Behältnisse transportiert werden. Früher war das Tragjoch eines der wichtigsten Trans-portmittel in weiten Bereichen der Welt. Auch heute gehört es noch in einigen Ländern zum Straßenbild. Hier bei uns kennen am ehesten Kanufahrer*innen ein Tragejoch – das kann in der Mitte vom Kanu eingebaut werden, damit man das Kanu tragen kann.
An dieser Station könnt ihr ausprobieren, wie gut ihr Dinge mit und ohne Hilfsmittel tragen könnt.
Aufgaben / Challenges:
Wenn ja, wie lange/weit?
Gesprächsimpuls/Impulsfragen
Zielgedanke
Die Familien erfahren, wie vielfältig die Landschaft in Nigeria ist. Im Barfußpfad erfühlen sie die Vielfalt hier bei uns.
Material/Vorbereitung
Der Barfußpfad wird draußen eingerichtet. Dazu werden zunächst mit den langen Ästen eine äußere Wegumrandung gelegt. Danach werden die einzelnen Felder voneinander abgetrennt und mit den unterschiedlichen Materialien befüllt.
Eine Person bekommt die Augen verbunden und wird von einer zweiten Person durch den Barfußpfad geführt. Dabei ist darauf zu achten, genügend Zeit zum Wahrnehmen und Fühlen zu lassen. Außerdem sollte ein Abstand von mehreren Metern zu dem nächsten Paar gehalten werden.
Alternativ können für den Herbst und Winter im Vorfeld Fühlkisten vorbereitet werden. Auch hier können die verschiedenen Materialien verwendet werden. Hier eigenen sich Schuhkartons, in die in den Deckel ein Griffloch geschnitten wurde.
Stationenbeschreibung
Nigeria ist vielfältig: Während im Norden des Landes Trockensavannen das Landschaftsbild bestimmen, findet sich im Süden die Küstenregion mit ihren Mangroven-sümpfen. Aber auch Regenwald und und ein Hochplateau (bis 1829 m) prägen die Landschaft.
„Ein markantes Merkmal des Landes sind der südwestlich verlaufende Strom Niger und sein südöstlich verlaufender Nebenfluss Benue, die in Nigeria zusammenfließen und im Nigerdelta in den Golf von Guinea münden. Das Nigerdelta gehört zu den größten Flussdeltas der Erde und dehnt sich auf einer Fläche von ca. 70.000km² aus. Das ent-spricht ungefähr der Größe Bayerns.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria 13.11.25)
Auch bei uns ist die Landschaft vielfältig. Das könnt ihr im Barfußpfad erleben. Geht immer zu zwei zusammen. Eine Person bekommt die Augen verbunden und wird von der anderen Person durch den Barfußpfad geführt. Danach kann getauscht werden.
Gesprächsimpuls/Impulsfragen
• Wie war es, über die unterschiedlichen Untergründe zu gehen, ohne etwas zu sehen?
• Was hat dir geholfen, weiterzugehen?
• Hast du immer gleich gewusst, welches Material du unter den Füßen hast?
• Welches hast du als angenehm empfunden, welches nicht? Warum?
Zielgedanke
Die Familien haben die Möglichkeit zur Ruhe kommen, Schweres und Belastendes loszulassen und zu reflektierteren, was ihnen gut tut.
Material/Vorbereitung
Station für eine ruhige Atmosphäre gestalten, z.B. mit Tüchern, Kerzen, einem Kreuz, Sitzkissen, verschiedenen Duftölen (als Riechbar), Steinen, „Spickzetteln“ (siehe Materialsammlung), Stifte für Steine und Papier, evtl. ruhiger Musik.
Stationsbeschreibung
Nicht immer ist das Leben leicht und sorgenfrei. Es gibt Dinge, die wie eine schwere Last auf unseren Schultern liegen und unsere Stimmung niederdrücken können. Das können z.B. Sorgen oder Ängste sein. Wie schön wäre es, wenn wir das einfach wie einen schweren Rucksack am Ende eines langen Tages in die Ecke stellen könnten! „Kommt! Bringt eure Last.“ Dazu lädt Jesus uns ein. „Ich trage sie mit, und ich will euch so Ruhe schenken.“ Die Last verschwindet dadurch nicht. Aber allein das Wissen, dass jemand mitträgt, entlastet.
Was ist gerade schwer für dich? Was belastet dich?
Wenn es uns gutgeht, wissen wir oft ganz genau, was uns guttut. Aber wenn es gerade eh’ schon schwer ist, scheint dieses Wissen manchmal wie vergessen.
Für diese Zeiten kannst du dir einen „Spickzettel“ schreiben. Da könnte z.B. stehen:
Vielleicht magst du gerade auch einfach gar nichts tun. Dann mach es dir gemütlich und lass die Stimmung auf dich wirken 😊.
Zielgedanke
Nigeria ist ein Land in Afrika. Viele Kinder verbinden mit Afrika eine reiche Tierwelt, die wir nur aus dem Zoo oder aus Bilderbüchern kennen. Neben den verbreiteten Nutztieren (Hühner, Rinder, Ziegen und Schafe) und einer Vielfalt an Vögeln und Schmetterlingen gibt es dort auch wilde Tiere: Löwen, Elefanten, Gorillas, Schimpansen und verschiede-ne Antilopenarten sind in Nigeria heimisch. In Flussläufen findet man auch Krokodile und Flusspferde.
Als Erinnerung an unsere Reise nach Nigeria dürfen die Kinder sich ein wildes „Klorollen-Tier“ basteln.
Material/Vorbereitung
Deckt die Tische mit Zeitungspapier oder Wachstuchtischdecken ab. Stellt Klorollen und Farben in die Mitten des Tisches. Zusätzliches Material wie Tonkarton, Wackelaugen und Scheren könnt ihr auf einen extra Tisch legen.
Stationsbeschreibung
Die Kinder entscheiden sich für ein Tier und malen die Klorolle in der Farbe des Tiers an. Es ist wichtig, nicht zu viel Farbe aufzutragen, sonst dauert die Klorolle zu lange zum Trocknen. Alternativ kann dünnes, farbiges Papier um die Klorolle geklebt werden; dann können die Kinder direkt weiterarbeiten.
Anschließend werden die Körperteile ausgeschnitten und aufgeklebt: Kopf, Ohren, Rüs-sel, Augen. Danach werden Augen und Münder mit einem schwarzen Filzstift oder Ed-ding aufgemalt.
Manche Tiere werden noch eingeschnitten (Beine bei Elefant und Nilpferd, Schlange wird rundherum geschnitten). Da sollten die Erwachsenen helfen.
Die Federn kann man mit Tesafilm ankleben (das ist einfacher als mit Heißkleber).
Gesprächsimpuls/Impulsfragen:


Zielgedanke
Der zentrale Gedanke des aktuellen Weltgebetstags „Kommt! Bringt eure Last“ wird verbunden mit einem Abendritual zum Loslassen bzw. Abgeben von dem, was am Tag belastend war. Die Familien können mit dem gebastelten Säckchen den zentralen Gedanken mit nach Hause in ihren Alltag nehmen.
Durch das Säckchen, die ätherischen Öle von Lavendel / Rosmarin und ein Abendgebet werden verschiedene Sinne angesprochen und das Abendritual kann zu einem ganzheitlichen Erleben werden.
Material / Vorbereitungen
Stationsbeschreibung
An dieser Station könnt ihr Duftsäckchen basteln.
Das Duftsäckchen kann helfen, abends zu Ruhe zu kommen. Nach einem langen Tag mit vielen Erlebnissen, Eindrücken und Entdeckungen fällt es abends oft schwer fällt, zur Ruhe zu kommen, „auf Knopfdruck“ abzuschalten und einzuschlafen. Abendrituale können dabei helfen: mit dem Duftsäckchen in der Hand könnt ihr den Tag Revue passieren lassen – überlegen, was ihr erlebt habt, was euch gefreut hat, was anstrengend war, was vielleicht auch nicht gut war, beängstigend oder worüber ihr euch Sorgen macht. Mit einem Abendgebet könnt ihr das alles Gott geben.
Nehmt ein Säckchen / ein Stück Stoff / einen Einmal-Teefilter und füllt trockenen Lavendelblüten hinein. Verschließt das Säckchen mit dem Band. Nehmt euch eine Karte mit einem Abendgebet und befestigt sie mit dem Band

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Gedanken zur Verkündigung
Herzlich Willkommen zur Feierzeit! Ihr habt euch während der Aktivzeit auf eine große Reise gemacht. Ihr habt an den Aktivstationen viel über das Land Nigeria erfahren und euch ist immer wieder das Motto des Weltgebetstags „Kommt! Bringt eure Last“ begegnet.
„Kommt! Bringt eure Last.“ Diese Einladung kommt von Jesus. Er hat gesagt: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“
Erquicken und Joch – das sind zwei ganz alte Begriffe, die wir gar nicht so gut kennen. Aber quicklebendig sein, das kennt ihr vielleicht, oder? Jesus will, dass wir quicklebendig sind.
Er bietet uns dazu sein Joch an. Das ist so ein Teil, mit dem man leichter Lasten tragen kann, und mit dem man Lasten auch gemeinsam tragen kann. Jesus sagt also: „Kommt! Bringt eure Last. Ich trage eure Last mit. Ich bin mir dafür nicht zu schade. Ich trage eure Last mit, damit ihr´s leichter habt, damit ihr quicklebendig sein könnt. Und damit ihr zur Ruhe kommt.“
Zur Ruhe kommen, das ist oft gar nicht so einfach. Wenn man so richtig angespannt ist, weil was so richtig doof war, weil man Sorgen hat oder Angst, dann ist entspannen, zur Ruhe kommen, echt eine Herausforderung. Ich vermute, manche von den Erwachsenen kennen das: dann dreht sich das Gedankenkarussell abends im Bett, wenn man endlich seine Ruhe hätte, und dann kann man ewig nicht einschlafen, weil man den Kopf nicht ausschalten kann wie die Nachttischlampe.
Aber was passieren kann, wenn man es trotzdem versucht, zur Ruhe zu kommen, auch bei Jesus, das möchte ich mit euch ausprobieren.
Spannt dazu mal eure Hände ganz fest an. Zieht die Arme fest zu euch her und macht ganz fest Fäuste. So kann es sich auch anfühlen, wenn ich was im Griff haben will.
(Pause, in der die Anspannung gehalten wird.)
Und jetzt lasst ganz bewusst wieder los.
Was ist passiert? Vielleicht ist es euch gar nicht aufgefallen, aber als ihr die Hände so angespannt hattet, habt ihr ziemlich sicher auch die Luft angehalten oder ganz flach geatmet.
Und mit dem Entspannen habt ihr automatisch eure Hände geöffnet und wieder ausgeatmet.
Ganz unbewusst habt ihr die Hände wie zu einer Schale geformt auf dem Schoß. Und ihr könnt wieder frei atmen, so richtig durchschnaufen.
So stelle ich mir das vor, wenn Jesus uns einlädt und sagt: „Kommt! Bringt eure Last.“ Bei mir könnt ihr ablegen, was euch das Leben schwer macht wie die Steine, die ihr beschriftet konntet. Bei mir könnt ihr befreit durchschnaufen. Ich fülle eure Hände und euer Herz mit neuer Kraft und mit Hoffnung. Vertraut mir: ich bin da. Ich trage eure Lasten mit. Weil ich will, dass ihr quicklebendig seid und zur Ruhe kommen könnt.
Material/Vorbereitungen:
Die Steine in einem Körbchen bereit halten, die an der Chill-Station beschriftet wurden. Diese werden später am Kreuz / auf dem Altar abgelegt. Außerdem einen (Riesen-) Luftballon aufblasen und „DANKE“ daraufschreiben.
An der Chill-Station habt ihr auf Steine geschrieben, was euch gerade belastet oder was Menschen in eurer Umgebung das Leben schwer macht. Wir lesen vor, was auf den Steinen steht und legen sie am Kreuz bei Jesus ab. Weil er auferstanden ist und an Ostern den Tod besiegt hat, dürfen wir ihn voller Vertrauen darum bitten, dass er mitträgt und von uns nimmt, was uns daran hindert, quicklebendig zu sein. Steine vorlesen und am Kreuz ablegen (übernimmt jemand aus dem Team).
Und wir wollen Jesus auch sagen, was unser Leben leicht macht, wofür wir dankbar sind. Dafür lassen wir den großen Danke-Ballon durch die Luft fliegen und wer ihn weiterstößt, darf laut oder eine leise einen Sache sagen, für die er oder sie dankbar ist. Eine*r aus dem Team beginnt: Großer Gott, wir wollen dir Danke sagen. Danke für jeden Menschen, der heute hier ist.
Dann den „DANKE“-Ballon in die Luft werfen.
Am Ende den „Danke“-Ballon fangen, zur Seite legen und laut gemeinsam „AMEN“ rufen.
3-4 Lieder werden in der Willkommens- und in der Feier-Zeit zusammen gesungen.
Passend zum Weltgebetstag Nigeria findet ihr Lieder im Heft „Bausteine Kindergottesdienst“ (Bausteine Kindergottesdienst| Chrismonshop), z.B.
Daneben passen auch folgende Lieder zum Thema „Kommt! Bringt eure Last“ (zu finden im Internet. Bitte die entsprechenden Rechte beachten.):
Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Vorschlag! Vielleicht passt manches nicht zu eurer Situation und eurem Frömmigkeitsstil. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben, selbst zu denken. Das könnt ihr mit dieser hier vorgestellten Einheit auch tun. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behalte das Gute!”
Material: Ausgedruckte/digitale Exegese für jede Person; Highlight-Stift; Leckeres Getränk / etwas zum Naschen (weil das doch jede Teambesprechung noch einmal gemütlicher macht)
Heute beschäftigen wir uns mit der Jahreslosung und ihrem Kontext. Wir empfehlen euch, dass ihr damit beginnt, die Verse um die Jahreslosung herum in einer Bibel-Übertragung zu lesen, die euch entspricht. Lest in Offenbarung 21 die Verse 1-5.
Manche Bibeltexte sind ganz schön komplex. Manchmal braucht es Hilfe, um sie einzuordnen und verstehen zu können. Eine Hilfe kann die Auslegung von Martin Grauer (Pfarrer in Friolzheim und Wimsheim) und Matthias Rumm (Landesjugendpfarrer Württemberg) im Buch “alles neu” zur Jahreslosung 2026 – © 2025 Praxisverlag buch+musik bm gGmbH, Stuttgart, aus dem diese Einheit stammt, sein. Eine gekürzte Fassung der Exegese steht unter https://download.ejw-verlag.de/books/view/alles-neu/alles-neu_Auslegung-gekuerzt.pdf als Download zur Verfügung. Unser Vorschlag ist: Nehmt euch als Kirche Kunterbunt-Vorbereitungsteam 10 Minuten, in denen jede Person für sich mit einem farbigen Stift beim Durchlesen das markiert, was sie besonders kostbar findet. Anschließend tauscht ihr euch über eure markierten Stellen aus und findet dadurch euren eigenen Weg zur Jahreslosung. Zum Nachdenken für das Team:
Wow, ganz schön intensiv. Darüber könnt ihr nachdenken, wenn ihr mögt:
Material: Kaugummi-Automat: gekauft oder selbst gebaut. Gut wäre, wenn unterschiedliche bunte Süßigkeiten aus dem Automat herauskommen.
Stationsbeschreibung: Ihr dürft den Kirche Kunterbunt-Automat ausprobieren! Betätigt den Mechanismus (oder werft Geld hinein) und dann bekommt ihr eine leckere Süßigkeit. Hast du deine Lieblingsfarbe bekommen? Nein? Dann darfst du vielleicht nochmal den Automaten betätigen!?
Gesprächsimpuls: Kommt aus einem Automaten immer das heraus, was wir mögen oder wollen? Was können wir dafür tun, dass unser „Wunsch“ erfüllt wird?

Wer hat schon einmal ein Buch gelesen?
(Hände heben lassen.)
Beugt euch doch einmal zu einer Person neben euch und erzählt, welches Buch das war.
(Raum zum Austausch geben.)
Wie war denn das Ende dieses Buches? War es fröhlich? Ist am Ende alles wieder gut gegangen? War es vielleicht eher ernst?
Wer von euch mag denn alles „Happy Ends“? Also ein Ende, bei dem wirklich alles richtig schön ist und man einmal tief seufzen kann?
(Hände heben lassen)
Bei Vielem, was in der Welt passiert und auch in unserem eigenen Leben, kann man sich auch fragen: Wenn das nun ein Buch wäre, würde das ein gutes Ende bekommen? Könnte da auch alles wieder gut werden? In dieser Kirche Kunterbunt heute geht es auch um ein Ende. Aber nicht um irgendein Ende, sondern um das Ende der Bibel. Die Bibel besteht ja aus ganz vielen verschiedenen Büchern. Das allerletzte Buch ist die Offenbarung. Was glaubt ihr wohl, was am Ende der Bibel steht?
(Eventuell Zeit für Ideen geben.)
Wir schauen uns mal einen Vers besonders an und um den soll es auch heute in dieser Kirche Kunterbunt gehen.
Der Vers heißt: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“ (Offb 21,5).
Material: je ein Wort des Bibelverses auf bunte Blätter geschrieben
Beschreibung
Material: Kreide (oder in Räumen Klebeband), Wegweiser aus dickem Papier (alternativ Holzpfeile), Stifte
Stationsbeschreibung: Jede Familie nimmt sich eine Karte und schreibt auf diese eine Herausforderung oder eine anstehende Veränderung (z. B. Einschulung, Umzug, Geschwisterchen, Streit, Schule). Legt diese Karten an den Start des Hüpfspiels. Malt dann Hüpfkästchen auf den Boden. Schreibt hinein, was euch auf eurem Weg als Familie wichtig ist. Was braucht ihr, damit ihr den Weg gut schafft? Beispiele: Zusammenhalt, Geduld, Zeit zum Spielen, Pausen … Schreibt je eine Idee in ein Hüpfkästchen. Betet dann gemeinsam (gern auch mit einem Mitarbeitenden) das Weg-Gebet.
Weg-Gebet: Stellt euch auf den Start zu den Karten. Lest eure Karte laut vor. Wenn ihr wollt auch die Karten der anderen Familien. Immer eine Person aus der Familie hüpft auf ein Hüpfkästchen und liest das Wort vor (bei Kindern, die noch nicht lesen können, liest es ein Erwachsener und das Kind spricht nach). Danach hüpfen alle Familienmitglieder die Hüpfkästchen entlang.

Material: Lego, Duplo, Kappla-Steine
Adaption für größere Kinder und Erwachsene: Kappla-Steine, Tesa, Zettel mit Stichpunkten
Stationsbeschreibung: Hier dürft ihr nach Lust und Laune und eigener Fantasie eure Wunschwelt gestalten. Was soll sich unbedingt in ihr befinden? Was mögt ihr bauen?
Adaption für Erwachsene und größere Kinder: Auf Kappla-Steinen sind Zettel mit verschiedenen Themen aufgeklebt, die unsere aktuelle Welt beschäftigen, die sich in unserer Natur befinden, die unsere Infrastruktur ausmachen. Beispiele: Schule – Supermarkt – Bauernhof – Klimawandel – Fahrradwege – Großraumbüro – Fluss – Park – Spielplatz – Parlament
Jede Person hat 2 Minuten Zeit, aus den beschrifteten Kappla-Steinen die auszuwählen, die sich auf jeden Fall in ihrer neuen Wunschwelt befinden sollten.
Gesprächsimpuls: Was ist dir denn so wichtig, dass es unbedingt in einer Wunschwelt auftauchen sollte? Was nicht?
Material: schöne Schüssel/Schatzkiste, Abfalleimer (alternativ Schredder), Zettel, Stifte
Stationsbeschreibung: Auf dem Tisch stehen eine schöne, wertvolle Schüssel und ein Abfalleimer. Jede/jeder von euch nimmt sich zwei Zettel. Schreibt auf den einen ein Kompliment und auf den anderen eine Beleidigung, die ihr vielleicht selbst schonmal von jemandem gehört habt. Eine Person beginnt und liest einen Satz vor. Gemeinsam überlegt ihr: Ist das ein nettes Wort oder eine Beleidigung? Was fühlt ihr, wenn ihr solche Worte hört?
Wenn es ein Kompliment ist, kommt es in die schöne Schüssel. Wenn es eine Beleidigung ist, wird sie zerrissen und in den Abfalleimer geworfen. Damit zeigen wir, dass solche bösen Worte bei uns keinen Platz haben. Am Ende leert ihr den Abfalleimer, um zu zeigen, dass die schlechten Worte weg sind. Die schönen Komplimente könnt ihr aufhängen, zum Beispiel in einer Collage oder auf einer Wäscheleine.
Wenn ihr noch ein bisschen Action haben wollt, könnt ihr die Schüssel und den Abfalleimer ein Stück von eurem Tisch wegstellen und immer eine Person zum jeweiligen Gegenstand rennen lassen.
Gesprächsimpulse: Was hört ihr gern von anderen? Wie wirken schöne oder gemeine Worte auf euch?
Material: ausgedruckte Arbeitsblätter „Wie stellst du dir Gott vor“ und „Wer ist Gott für dich“ (s. Downloadbereich), Stifte
Stationsbeschreibung: Wie stellst du dir Gott vor? Wie einen Wunsch-Automaten? Oder wie einen König? Wie eine Henne, die auf ihre Küken aufpasst? Wie eine große Umarmung?
Im Downloadbereich gibt es sowohl ein Arbeitsblatt für ältere Kinder und Erwachsene als auch für kleine Kinder. Wählt die Vorlage, die euch entspricht und kreist die Bilder Gottes ein, die eurem Bild von Gott entsprechen. Gibt es ein Bild, das euch besonders wichtig ist? Die Bilder dürft ihr anschließend mit nach Hause nehmen.
Zusatzoption: Es könnte auch eine Wäscheleine gespannt werden, auf der Kinder und Erwachsene ihre Vorstellung von Gott auf Blättern aufhängen können, sodass es nach der Feier-Zeit eine kleine Ausstellung gibt.

Material: Eierkarton, farbiges Tonpapier, Blumensamen (nicht zu groß, alternativ Kräutersamen), Pürierstab, Ausstechförmchen, Backpapier oder saugfähige Lappen als Unterlage, evtl. Butterbrottüten, um sie mit nach Hause zu nehmen.
Vorbereitung: Ihr solltet bereits einen Tag vorher die Papiermasse herstellen. So funktioniert es:
Stationsbeschreibung: Das Entstehen einer Blume aus einem Samen ist ein schönes Bild dafür, dass etwas neu wird. Aus dem kleinen unscheinbaren Samen wird eine wunderschöne Blume. Manche Menschen pflanzen Blumen nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern für die Umwelt, weil sie wichtig sind für Insekten. Hier dürft ihr Samenpapier herstellen. So funktioniert es:
Hier findet ihr noch eine Video-Anleitung für die Herstellung des Samenpapiers: www.youtube.com/watch?v=QhJSaHoG0ao
Gesprächsimpulse: Wo wünsche ich mir, dass etwas Neues wächst? Was kann ich dazu beitragen, dass Dinge wachsen können? Wem könnte ich mit dem Samenherz o. Ä. Hoffnung bringen?
Kennt ihr Actionfiguren? Das sind Figuren, meist aus Kunststoff, die auf beliebten Figuren aus Filmen, Comics, Videospielen oder Fernsehsendungen basieren. Sie sind ein beliebtes Spielzeug. Häufig sammeln Menschen vor allem die Actionfiguren, die sie besonders toll finden. Jede Actionfigur zeichnet etwas Besonderes aus und häufig kommen zu den Figuren noch passende Accessoires, die zu der Actionfigur gehören.
Ob man mit Actionfiguren etwas anfangen kann oder nicht: In dieser Station geht es um die Frage, was uns denn auszeichnet. Angenommen wir sind Actionfiguren, die nicht in einem Spiel oder einem Film, sondern im richtigen Leben einen Auftrag für die Welt haben: Was wäre unser Accessoire? Was zeichnet uns denn besonders aus? Wie würden wir dargestellt werden? Um dem auf die Schliche zu kommen, haben wir verschiedene Optionen für euch:
Material: Bauteile, Karton, Papier, Schere, Kleber, bunte Stifte, ausgedruckte Actionfiguren, Fimo oder Knete
Stationsbeschreibung: Bastelt aus dem Material eine eigene Actionfigur. Was ist ihre besondere Fähigkeit? Wie kann diese Person Gutes in der Welt bewegen? Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Material: Ausgedruckten Frageblätter „Mein Beitrag in der Welt“ (s. Downloadbereich), Stifte
Stationsbeschreibung: Du bist wichtig für die Welt. Ganz genau du! Dein Zusammenspiel an Fähigkeiten, Begabungen, Persönlichkeit, deinen Vorlieben und Interessen gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Damit bist du einmalig.
Gesprächsimpulse: Weißt du, was an dir besonders ist? Vielleicht kann dir dieses Fragenblatt helfen, um über dich nachzudenken.
Diese Idee haben wir uns als Kirche Kunterbunt nicht ausgedacht, sondern sie stammt von Geolino: bumlnk.de/jugomat26_bastelanleitung-fotobox
Material: Zwei ähnlich große Pappkartons (einen flacheren und einen tieferen), Klebstoff, Klebeband, Spionfolie (aus dem Baumarkt), Schere, Deckfarben und Pinsel, Papier und Stifte
Beschreibung zum Basteln: Aus den Pappkartons wird ein Kasten gebastelt. Die obere Klappe vom flachen Karton wird dabei nach oben geklappt und in dieser Position festgeklebt. In den Karton-Boden wird ein Fenster geschnitten, durch das ein Gesicht durchschauen kann. Auf der tieferen Karton-Seite wird mit Klebeband ein Stück Spionfolie aufgeklebt. Nun könnt ihr euren Karton nach Belieben weiter schmücken: Mit einem Knopf, auf den man draufdrücken kann, mit einem Einwurf für Geldmünzen, mit Knöpfen, um Gefühle auszuwählen. Wichtig ist der Schlitz, in den dann das gemalte Bild geschoben wird.
Beschreibung zur Durchführung: Eine Person setzt sich hinter den Automaten. Eine zweite Person sitzt vor dem Automaten. Die Person, die hinten sitzt, hat Stift und Papier in der Hand. Die vordere Person darf nun die Knöpfe am Automaten bedienen und sich ein Wunschbild wünschen. Die Person hinter dem Automaten malt dieses Bild und schiebt es dann durch den Schlitz. Das wird sicher lustig, welche Bilder dabei entstehen.
Ihr könnt auch tatsächliche Fotos machen, zum Beispiel auf diese Weise:
Material: eine Person, die die Familien fotografiert; Drucker für Familienfotos oder alternativ eine Adressenliste, in die sich die Familien eintragen können, um die Fotos nach der Kirche Kunterbunt zugesendet zu bekommen; einen schönen Hintergrund; bunte Gegenstände, wie beispielsweise: Ein großes Herz, Kuscheltiere, Gießkanne, Laptop, Geschirr, Bücher, kleine Instrumente; weiße Schilder (einfarbige Pappe), die beschriftet werden können; Stifte
Stationsbeschreibung: Wenn es eine neue Welt geben würde, was wäre euch darin wichtig? Haltet das doch gerne fest und setzt euch als Gruppe hinein in diese Welt.
Wie das geht? Wählt die Gegenstände aus, die für euch wichtig sind und mit auf das Foto sollen. Wenn ihr möchtet, dürft ihr als Gruppe auch Worte aufschreiben, die euch wichtig sind. Das kann beispielsweise sein: Frieden, viel Lachen, Freundinnen und Freunde, usw. Wenn alles Wichtige zusammengeschrieben und zusammengesucht ist, platziert es vor dem Foto-Hintergrund und macht ein Bild als Gruppe.
Material: Butterkekse, Zuckerguss, saubere Pinsel, evtl. Butterbrottüten
Stationsbeschreibung: An dieser Station geht es um unsere Krankheiten, Schmerzen und Leiden. Nehmt euch einen Butterkeks und zerbrecht ihn in zwei bis drei Teile. Überlegt euch dabei:
Wer mag, darf einen Gedanken teilen. Danach sprechen wir einander (je eine der anderen Person) zu: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.“ Nehmt anschließend den Zuckerguss und klebt die Keksteile zusammen. Gott heilt zerbrochene Herzen – er macht alles neu! Ihr könnt den Keks als Erinnerung mit nach Hause nehmen oder auch gleich aufessen.
Alternativ könnt ihr auch Kintsugi (das ist eine japanische Reparaturkunst mit Keramik) anbieten.


Material: Papiertaschentücher, Stempel (evtl. ein Jahreslosungsstempel oder ein anderer Zuspruch wie „Gott trocknet deine Tränen ab“), evtl. Klebeband, Eddings zum Papiertaschentuch-„Hülle“ gestalten
Stationsbeschreibung: In weiteren Versen aus der Offenbarung, ganz in der Nähe von unserem Anfangsvers steht: „Es wird eine Zeit kommen, in der Gotte jede Träne abwischen wird“ (Offb 21,4). Schon jetzt weiß Gott um jede Träne, die wir weinen, und tröstet uns. Damit wir das nicht vergessen, dürft ihr hier ein Papiertaschentuch bestempeln. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch eine ganze Packung stempeln und die Hülle dazu ebenfalls gestalten.
Gesprächsimpulse: In welchen Situationen hat du Trost nötig? Wann kommen dir die Tränen? Was oder wer tröstet dich?


Material: Murmeln, Flasche mit Wasser
Stationsbeschreibung: Manchmal geschehen schlimme Dinge im Leben, die einen traurig machen. Du darfst wissen, dass es ganz in Ordnung ist, wenn du dich so fühlst. Jesus war auch traurig. Gott versteht unsere Traurigkeit. In der Bibel steht, dass Gott alle deine Sorgen kennt und er unsere Tränen in einer Flasche sammelt (Ps 56,9). Was hat dich in letzter Zeit traurig gemacht? Du darfst dir eine Murmel nehmen und dabei über die Frage nachdenken. Anschließend darfst du diese „Träne“ in die große Wasserflasche fallen lassen.
Material: Kristallkugelprisma/Sonnenfänger (ca. 3 x 3 cm), Nylonfaden, Holz-, Glas- oder Filzperlen zum Auffädeln
Stationsbeschreibung: Hier dürft ihr euch einen Himmels-Glitzerkristall zum Aufhängen basteln. Er kann uns daran erinnern, dass mitten in unserem Alltag immer wieder etwas von Gottes großem Traum aufblitzt. Nehmt euch dazu einen Glitzerkristall und befestigt einen Faden daran. Fädelt weitere schöne Perlen auf und knotet am Ende eine Schlaufe. Zu Hause könnt ihr den Himmels-Glitzerkristall an ein Fenster hängen.
Gesprächsimpulse: Wo habt ihr in eurem Alltag erlebt, dass Gott eine Situation zum Guten verändert hat? Wie könntet ihr dazu beitragen, dass andere Menschen etwas von Gottes Hoffnung spüren?

Wir haben heute hier einen Kunterbunt-Automat. Habt ihr ihn schon ausprobiert? Habt ihr eine Süßigkeit in der Farbe bekommen, die ihr euch gewünscht habt? Bei mir hat es auch nicht immer geklappt! Ich wollte einmal einen grünen Kaugummi, weil der so lecker nach Apfel schmeckt. Aber was kam heraus? Ein orangener Kaugummi! Und Orange mag ich gar nicht.
Das ist manchmal so im Leben: Wir wünschen uns etwas, und manchmal bekommen wir etwas anderes.
Lasst uns das nochmal zusammen machen. Ich lade eine Person nach vorne ein. Du darfst dir eine Farbe wünschen. Dann bedienst du den Automaten hier – und Überraschung! – kommt die Wunschfarbe heraus? Manchmal klappt es, manchmal nicht.
Wir stellen uns Gott gern so vor wie einen Automaten. Wir wünschen uns manchmal ganz konkrete Dinge: Gesundheit, Glück, eine schöne Wohnung, gute Noten, Freunde. Wir beten dann zu Gott und bitten ihn darum. Manchmal denken wir auch unbewusst: „Gott meint es doch gut mit mir, er wird mir bestimmt das geben, was ich brauche.“
Aber hier ist der Unterschied: Ein Automat ist eine Maschine. Er macht immer wieder die gleichen Dinge, ohne nachzudenken. Man steckt Geld rein – und bekommt das Produkt, das programmiert ist. Er kann nichts Eigenes dazu beitragen. Er ist auf festgelegte Abläufe programmiert.
Gott ist anders. Er ist viel größer und macht Dinge auf eine ganz andere Weise möglich. Gott ist kein Automat, sondern ein lebendiger Gott, der alles neu machen kann.
Die Jahreslosung, der Bibelvers für das Jahr 2026, sagt uns das ganz deutlich. Einige von euch haben ihn auswendig gelernt. Wer will ihn sagen? (Entweder eine Person allein oder mehrere gemeinsam sprechen:) Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu“ (Off. 21,5).
Der Vers steht auf den letzten Seiten der Bibel. Es geht dabei darum, wie später einmal alles werden wird. Es ist ein Traum, von dem wir da lesen. Vor dem Vers der Jahreslosung steht: Gott wird bei den Menschen wohnen. Er wird jede Träne abwischen. Es wird kein Tod und keine Trauer geben. Keine Schmerzen mehr. Keiner wird mehr durstig sein.
Das ist Gottes Happy End, sein großer Traum! Er wird alles Schlechte in Gutes verwandeln. Er wird das, was kaputt ist, wieder heilen. Er wendet das, was nicht gut läuft, zum Positiven.
Auf der Erde ist nicht alles perfekt. Es gibt Leid, Streit und Traurigkeit. Die letzten Seiten der Bibel berichten uns von Gottes großem Happy End. Am Ende macht Gott alles neu – richtig gut. Noch ist aber nicht das Happy End – leider! Wir stecken noch mittendrin im Film oder Buch – manchmal spannend, manchmal traurig, manchmal ermüdend, manchmal lustig.
Aber so ein bisschen was von dem Happy End dürfen wir hier auf der Erde auch jetzt schon erleben! Manchmal blitzt das Neue schon durch (wie bei dem Himmels-Glitzerkristall). Oft erleben wir, dass Gott auch jetzt schon tröstet, jetzt schon Dinge gut macht.
Und wir dürfen mitmachen! Gott lädt uns ein, Teil seiner großen Veränderung zu sein. Ein bisschen Happy End jetzt schon durchblitzen zu lassen. Wie? Indem wir Gutes tun, Hoffnung verbreiten und für andere da sind.
Zurück zu unserem Bild vom Automaten: Gott ist nicht wie dieser Automat. Er erfüllt nicht alle unsere Wünsche und schon gar nicht sofort. Manche Traurigkeit, mancher Schmerz wird erst im Himmel, bei Gott, weg sein. Manche Wünsche erfüllt Gott direkt – wie ein Automat und andere Wünsche werden verändert erfüllt – vielleicht so ähnlich wie das ist, wenn wir einen Kaugummi in einer nicht gewünschten Farbe bekommen. Wir dürfen unsere Wünsche und Bitten zu ihm bringen und er wirkt auf eine Weise, die viel größer ist als unsere Vorstellungskraft. Und manchmal verändert ein Gebet auch uns selbst und wir bekommen dadurch neuen Mut oder eine neue Perspektive, obwohl wir nicht das bekommen, was wir uns gewünscht haben.
Lasst uns also vertrauen, dass Gott alles neu machen kann – in unserem Leben, in unserer Welt. Und lasst uns mithelfen, damit sein Traum Wirklichkeit wird. Denn Gott ist die Wunschmaschine, die alles neu machen kann – nur viel größer und liebevoller. Amen.
(Sollten viele Kleinkinder in der Kirche Kunterbunt sein, sollte eine Alternative zum Kaugummi gefunden werden, beispielsweise Gummibärchen. Das Gebet funktioniert aber auch ganz ohne Süßigkeit.)
Material: bunte runde Kaugummi-Kugeln
Beschreibung: Bereitet Gefäße mit den Kaugummis vor. Jetzt darf jeder einer anderen Person einen Kaugummi aussuchen und geben. Wenn jede Person einen Kaugummi hat, beten wir:
Schaut euch den Kaugummi in eurer Hand an.
Gott, wir danken dir, dass du uns gut versorgst und unsere Gebete und Wünsche hörst.
Die Hand zu einer Faust machen und die Kaugummikugel kräftig drücken.
Manchmal verzweifeln wir daran, dass du uns nicht das gibst, was wir uns wünschen.
Kaugummi in den Mund nehmen und zerkauen.
Danke, dass du es gut mit uns meinst.
Danke, dass du einen guten Traum für diese Welt hast.
Danke, dass du alles neu machen willst und mit uns die Welt verwandeln willst.
Mit dem Kaugummi eine Blase machen und zerplatzen lassen.
Wir bitten dich, sei bei uns in schwierigen Zeiten.
Den Kaugummi kräftig kauen.
Stärke uns, wenn wir gerade keine Hoffnung haben.
Tröste uns, wo wir traurig sind.
Mache uns mutig und schenke uns kreative Ideen.
Hände nach oben strecken.
Lass uns zusammen träumen und überrasche uns mit deinem Segen.
Amen.

Material: blaue und rote Murmeln für jede Person, große Glasschale oder Vase mit Wasser
Die Idee des Murmelgebets ist, mit jeder Murmel, die ins Wasserglas fallen gelassen wird, eine Bitte oder einen Dank vor Gott zu bringen. Gebt jeder Person zwei Murmeln – eine für eine Bitte und eine für einen Dank. Stellt die Vase mit Wasser bereit. Jetzt dürfen alle, die möchten, nach vorne kommen und eine Murmel in die Vase werfen und (laut oder leise) ein Wort oder einen Satz sagen, wofür sie Gott danken oder bitten wollen. Seid dabei ganz leise, so dass die Tropfen gehört werden können.
Nehmt eure Murmeln in die Hand.
Lasst nacheinander eure Murmeln in die Schale fallen.
Seid dabei ganz leise, sodass die Tropfen gehört werden können.
Wir beginnen mit den roten Murmeln.
Ihr dürft, wenn ihr eure Murmel ins Wasser geworfen habt, ein Wort oder einen kurzen Satz sprechen, wofür ihr Gott dankbar seid.
„Danke, dass du uns hörst, wenn wir jetzt mit unserem Dank zu dir kommen…“
(evtl. kann der Mitarbeitende hier mit einem Danke-Wort oder Satz starten)
Dann kommen die blauen Murmeln dran. Wenn ihr eure blaue Murmel ins Glas geworfen habt, dürft ihr ein Wort oder einen kurzen Satz sagen, wofür ihr Gott bittet.
„Großer Gott, du siehst, was uns belastet und uns das Leben schwer macht. Wir bringen dir unsere Bitten:“
(evtl. kann der Mitarbeitende hier mit einer Bitte starten)
Am Ende das Gebet mit einem kurzen Satz oder mit einem Amen abschließen.
Alternativ könnt ihr die Bitten und den Dank auch jeweils mit einem Tropfen Wasser vor Gott bringen. Nehmt einen Strohhalm und lasst Wassertropfen in ein Glas oder eine Vase fallen. Den Strohhalm taucht ihr dazu ins Wasser ein und verschließt ihn am oberen Ende mit dem Finger. Zieht ihn aus dem Wasser (das Wasser bleibt drin). Haltet jetzt den Strohhalm über euer „Tropf-Gebets-Glas“. Verringert vorsichtig den Druck eures Fingers auf den Strohhalm. Dadurch dringt oben Luft ein und das Wasser tropft langsam aus dem Halm. Lasst immer einen Tropfen fallen und sprecht dann ein Wort oder einen kurzen Satz als Dank-Gebet. Gern können auch die Familien selbst Gebete sprechen. Seid dabei ganz leise, damit die Tropfen gehört werden können. Nach der Dank-Runde kann eine zweite Runde mit Bitten gestartet werden. Dazu könnt ihr ein anderes Glas nehmen oder den Strohhalm wieder auffüllen. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch zwei Gläser nehmen und das Wasser jeweils mit einer anderen Lebensmittelfarbe einfärben. Anstatt des Strohhalms könnt ihr natürlich auch Pipetten benutzen.
Material: Kratzbilder, Kratz-Utensil (Holzstift)
Beschreibung: Vor dem Segen erhält jede Person ein Kratzbild. Alternativ kann man sich als kleine Gruppe auch ein Kratzbild teilen. Wichtig ist dabei jedoch, dass jede Person ein Kratz-Utensil hat und mitmachen kann. Während dem Segen dürfen alle an bestimmten Stellen in ihrem Kratzbild hineinmalen. Die Moderation sagt, wann die Stellen sind.
Gott segne uns.
Gott segne uns damit, dass wir nicht aufhören zu träumen und an das Gute zu glauben.
(Jetzt dürft ihr einen Strich in euer Kratzbild malen).
Gott segne uns damit, dass wir mutig sind und diese Welt schöner, bunter, fröhlicher machen.
(Jetzt dürft ihr ein fröhliches Gesicht in euer Kratzbild malen).
Gott segne uns damit, dass wir sehen, wo Neues aufbricht und wir mitgestalten können.
(Jetzt dürft ihr einen Kreis in euer Kratzbild malen).
Es segne uns Gott, Vater, Sohn, und Heilige Geistkraft, Amen.
Kuh und Bärin werden zusammen weiden, ihre Jungen beieinanderliegen, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. (Jes 11,7 L)
„Stellt euch vor, ihr befindet euch im Jahr 2030. In eurer Jugendarbeit hat sich alles erfüllt, was ihr euch erträumt habt!“ So beschreiben wir Szenarien in unseren Lernenden Gemeinschaften.
In dieser Phase begeben sich die Teilnehmenden in die „Futur II“, die vollendete Zukunft. Sie werden ermutigt, über den eigenen Horizont hinaus zu denken und sich eine wundervolle Zukunft vorzustellen. Es ist die Einladung, sich in Gottes Zeitzone hineinnehmen zu lassen. Diese setzt die Vollendung bereits voraus: Es wird gut ausgegangen sein! Das setzt Mut und Kraft frei für Veränderungsprozesse. Es entstehen verheißungsvolle Bilder von einer kraftvollen Jugendarbeit, in der junge Menschen in eine lebendige Beziehung zu Jesus finden und aus dieser heraus ihr Leben gestalten.
„Stellt euch vor, ihr seid Teil der neuen Schöpfung, wo Kuh und Bärin zusammen weiden, ihre Jungen beieinanderliegen.“ Die Worte in Jesaja 11 sind Futur II-Worte. Sie malen ein Bild der neuen Schöpfung, in der Frieden herrscht, Gerechtigkeit für alle Völker und sogar die ganze Schöpfung mit sich versöhnt ist. Statt „fressen und gefressen werden“ ist es ein friedvolles und heilvolles Miteinander aller Kreaturen. Dieser umfassende Frieden ist mehr als ein frommer Wunsch. Es ist Schalom, Gottes Wirklichkeit.
Mit der Geburt von Jesus dem Heiland hat diese Wirklichkeit in unserer Welt Einzug gehalten – so unwirklich es uns erscheint angesichts von Aufrüstung, Kriegen und zunehmendem Hass im kleinen wie im großen Weltgeschehen. Mit dem Glauben an Jesus zieht sein Schalom in unser Herz ein und breitet sich von dort aus in unser Leben und unsere Umgebung. Dieser Friede lässt uns über den eigenen Horizont hinausdenken und aktiv für ein gerechtes Miteinander einsetzen.
Gebet: Betet, dass Gottes Wirklichkeit sichtbar und erfahrbar wird in eurem Leben und eurer Jugendarbeit!
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auferlegen. (Gal 5,1)
Der Tag beginnt, der Wecker klingelt, die To do-Liste wartet. Schnell rutschen wir hinein in den Modus des Tages: etwas leisten, funktionieren, eigene oder fremde Erwartungen erfüllen – im Job, in der Familie, vielleicht sogar im Glauben. Freiheit fühlt sich da oft weit weg an.
Für unseren Alltag weist Paulus uns in diesem Vers auf etwas Entscheidendes hin: Du bist frei – durch Christus. Nicht, weil du alles im Griff hast oder stark genug bist. Sondern weil er dich befreit hat. Jesus hat uns durch seine Liebe aus dem herausgeholt, was uns gefangen hält und klein macht.
Er befreit uns von dem Zwang, sich beweisen zu müssen. Von dem Druck, perfekt zu sein. Von Gedanken wie: „Ich bin nicht genug.“
Diese Freiheit ist nicht theoretisch. Sie entfaltet ihre Wirkung in unserem Alltag und in den Herausforderungen, die sich so stellen. Wenn du also denkst, du musst mehr tun, um gut dazustehen, wenn Schuldgefühle dich festhalten oder wenn du meinst, du solltest stärker glauben, dann erinnere dich: Jesus ist für dich! Du bist angenommen und geliebt, mit allem, was dich ausmacht. Du darfst frei, aufrecht und mutig leben.
„Zur Freiheit befreit“ heißt nicht, dass alles einfach läuft. Doch es ermutigt uns, uns darin zu üben, dieser Freiheit mehr Platz in uns und in unserem Leben zu geben: nichts leisten zu müssen, um wertvoll zu sein. Fehler machen zu dürfen. Anderen Menschen aus dieser Freiheit heraus zu begegnen – vielleicht geduldiger, liebevoller oder freier. Freiheit wächst, wenn wir Gottes Stimme lauter werden lassen als die anderen Stimmen in und um uns.
Nimm dir ein paar Minuten Zeit. Erinnere dich daran, wer du in Jesus Christus bist.
Gebet: Jesus, danke, dass du mich frei machst. Hilf mir, dies im Alltag nicht zu vergessen. Zeig mir, wo ich mich immer wieder einsperren lasse. Und hilf mir, heute aufrecht und mutig zu leben. Amen.
Der HERR wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Schwerter zu Pflugscharen umschieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg. (Jes 2,4 E)
Was ist heute deine Vision? Jetzt, in Zeiten, wo das Licht schwindet? Stellst du eine Kerze in dein Schaufenster und zeigst, was dir wichtig ist? Wo steht dein Glaube heute?
Jesaja hat eine kraftvolle Vision Gottes für unsere Zukunft. Eine, die uns Hoffnung und eine tiefere Einsicht in Gottes Plan für uns Menschen gibt. In einer Welt, die oft von Konflikten, Gewalt und Ungerechtigkeit geprägt ist, erinnert uns Jesaja daran, dass Gott einen anderen Weg für uns vorgesehen hat. Es ist der Gott des Friedens, der uns aufruft, die Waffen des Krieges abzulegen und stattdessen Werkzeuge des Lebens und des Wachstums zu schaffen.
Die Metapher von Schwertern zu Pflugscharen ist besonders eindrücklich. Sie zeigt, dass der Frieden nicht nur das Fehlen von Krieg ist, sondern Schaffung von Bedingungen, die das Leben fördern. Wenn wir unsere Konflikte in Dialog und Verständnis umwandeln, tragen wir zur Verwirklichung dieser Vision bei. Wir sind eingeladen, in unseren eigenen Beziehungen und Gemeinschaften Frieden zu stiften, anstatt uns in Streitigkeiten zu verlieren.
Gerade heute, wo wir mit Spannungen und Konflikten konfrontiert sind, erinnern wir uns an die Verheißung: Wir sind berufen, Botschafterinnen und Botschafter des Friedens zu sein. Das bedeutet, dass wir nicht nur für unseren eigenen Frieden sorgen, sondern auch aktiv für den Frieden eintreten.
Gebet: Gott, gib uns die Kraft, Frieden zu stiften. Hilf uns, die Vision von Jesaja in unserem Leben und in der Welt umzusetzen. Mach uns bereit, dass wir die Werkzeuge des Lebens in die Hand nehmen und gemeinsam an einer Zukunft arbeiten, in der Frieden und Gerechtigkeit herrschen. Damit dein Wille auf unserer Erde sichtbar wird. Amen.
Dieser Entwurf wurde zum Erstkommunion-Leitwort des Bonifatiuswerks 2026 entwickelt, ist aber unabhängig davon einsetzbar.

Namensschilder
Material: buntes Klebeband, Eddings
Beschreibung: Alle Besucher werden willkommen geheißen und bekommen ein Namenskleber (oder basteln sich ein anderes Namensschild)
Freundebuch
Material: Vorlage s. Anhang 1, Stifte
Beschreibung: Jede*r füllt/ bemalt eine Seite, alle Seiten kommen in einen Ordner
Überlegt, was für euch passend ist, was mit dem Ordner passiert. Wo er wieder vorkommt, oder ausliegen kann.
Begrüßungsidee mit Schoko-Gruß: Haselnuss umhüllt von feiner Schokolade
Jemand begrüßt mit: „Guten Freunden gibt man ein Küsschen“
Kennenlern-Bingo
Material: Vorlage s. Anhang 2, Stifte
Beschreibung: Anhand des Zettels und der Eigenschaften sollen Unterschriften gesammelt werden.
So kann man auf spielerische Art und Weise ins Gespräch kommen.
Playlist:
Lieder rund um die Freundschaft z.B. „Lieblingsmensch“, „Ein Freund ein guter Freund“, „Freunde (Pur)“ und was euch sonst generationenübergreifend an Liedern zum Thema Freundschaft einfällt.
Freunde basteln
Material: bunte Pfeifenputzer, Schere
Hinweis: Diese Station sollte von allen Teilnehmenden besucht werden!
Beschreibung: Bastle dich und einen Freund / eine Freundin aus Pfeifenputzern.

Impuls: Freunde kann man sich nicht „basteln“, backen – Wie kann ein guter Freund/ eine gute Freundin für mich sein? Was ist mir wichtig?
Freunde Memory
Material: Vorlage auf Tonkarton drucken und ausschneiden
Beschreibung: Spielt das Freundschaftsmemory.
Impuls: Wer kann mein Freund sein oder wie ein Freund für mich sein und warum?
Freundschaft hat viele Farben
Material: Schöne Farben (z.B. Jaxon Kreide, Wasserfarben), Viele Vorlagen findet ihr im Internet, z.B. auf www.malvorlagen-seite.de.
Beschreibung: Wähle dir ein Symbol und male es aus – mit deiner Freundschaftsfarbe.
Impuls: Welche Farbe hat Freundschaft für dich und warum?
Goldener Rahmen der Freundschaft
Material: am besten ein (goldener) Bilderrahmen, evtl. kann auch ein gelber Meterstab genutzt werden, Großes Papier, das unter/in den Rahmen gelegt wird, Stifte
Beschreibung: Freundschaft ist toll. Damit sie funktionieren kann, braucht es auch Regeln. Welche habt ihr miteinander ausgemacht? Welche sind so selbstverständlich, dass ihr sie nicht extra vereinbaren musstet?
Schreibt sie zusammen in den Rahmen.
Impuls: Glaubst du, Jesus hatte auch Regeln für seine Freundinnen und Freunde?
(Biblische) Freundschaftsgeschichten erzählen
Beschreibung und Material: Für eine schöne und gemütliche Atmosphäre wäre es toll, wenn ihr ein Zelt hättet (z.B. Kinderzelt Ikea, Campingzelt,…) in das man sich gut mit einer kleinen Gruppe hineinsetzen kann. Dieses kann gut mit Kissen, Decken, u.ä. ausgeschmückt werden. Sollte kein Zelt vorhanden sein oder der Platz dafür nicht ausreichen, kann mit farbigen Tüchern und Decken ein Hintergrund gestaltet werden, und Kissen auf dem Boden laden zum Hinsetzen und Zuhören ein.
Der Erzähler/die Erzählerin begrüßt die Zuhörer*Innen und beginnt seine Geschichten beispielsweise mit einem Gong, oder indem er aus seinem Erzählkoffer, Schatzkiste, o.ä. einen Gegenstand herausholt, der die Geschichte symbolisiert. Wichtig beim Erzählen ist es, dass viel mit Mimik und Gestik gearbeitet wird und die Zuhörer*Innen (vor allem bei Kindern) die Geschichte erleben und gerne auch einbezogen werden können, indem z.B. Fragen gestellt werden, oder die Kinder Tiere o.ä. imitieren dürfen,….
Die Geschichte braucht einen Abschluss, der wiederum mit dem Gong gestaltet werden kann, oder indem der Gegenstand in die Kiste/den Koffer zurückgelegt wird.
Eine Geschichte von Thomas Hoffmeister-Höfener findet ihr hier:
Freundschaftsbändchen
Material: Wolle in verschiedenen Farben, Scheren, Holzstifte.
Evtl. ein Brett, in das am Rand mehrere Haken eingedreht sind. Wenn das Brett mit Schraubzwingen am Tisch befestigt wird, können mehrere Kinder gleichzeitig ihr Freundschaftsbändchen drehen.
Beschreibung: An dieser Station kannst du ein einfaches Freundschaftsbändchen basteln für deinen besten Freund/deine beste Freundin und dich.
Impuls: Warum ist dein Freund oder deine Freundin für dich so wichtig? Was macht für dich eure Freundschaft aus? Schenke ihm oder ihr das Armband, wenn ihr euch das nächste Mal seht. Sag ihm oder ihr, warum du froh bist, dass ihr befreundet seid.






Freundschaft braucht Pflege
Material: leere Cremedosen (können z.B. über die Apotheke bezogen werden), beklebt mit einem schönen Etikett “Freundschafts-Pflege”; kleine bunte Zettel; Stifte;
Beschreibung: Wenn ich mit jemandem befreundet bin und möchte, dass die Freundschaft weitergeht, dann muss ich mich um sie kümmern und sie pflegen. Wenn man nahe bei einander wohnt und sich häufig sieht, ist das ganz einfach: Man kann sich z.B. in der Schule nachmittags zum Spielen verabreden oder am Wochenende zum Übernachten oder oder oder…
Habt ihr z.B. auch bestimmte Rituale, z.B. wie ihr euch begrüßt? Oder Spitznamen, die nur ihr verwenden dürft? Ein bisschen schwieriger wird es, wenn Freunde weit voneinander entfernt wohnen und nur wenig Zeit miteinander verbringen können. Lass dir mal von deinen Eltern erzählen, wie sie Freundschaften z.B. zu alten Freunden aus der Schule oder von früher pflegen. Was machen sie, um miteinander in Kontakt zu bleiben?
Du bereitest dich auf deine Erstkommunion vor. Jesus möchte dein Freund sein. Und er sagt uns zu: “Ihr seid meine Freunde.” Du bist also auch sein Freund, seine Freundin! Was kannst du tun, um die Freundschaft zu Jesus zu pflegen? Beten ist eine Form, bewusst mit Jesus in Kontakt zu sein. Was möchtest du ihm sagen? Schreibe ein kurzes Gebet. Wenn wir Menschen unseren Körper pflegen, dann verwenden wir dafür häufig eine Creme. Nimm dir eine Cremedose. Schreibe auf die kleinen Zettel, was du tun kannst, um Freundschaften zu pflegen. Du kannst auch dein Gebet in die Cremedose stecken. Wenn du in Zukunft eine Idee brauchst, wie du deine Freundschaften pflegen kannst, hast du immer einen Vorrat in der Dose!
Postkarten basteln und schreiben
Material:
Variante 1: Es liegen verschiedene Postkarten und Stifte aus.
Variante 2: Es liegen Postkartenrohlinge und Zitate zum Thema Freundschaft aus und Stifte und Bastelmaterialien.
Beschreibung: Es ist doch immer schön, wenn jemand an dich denkt und dir ein Foto oder eine nette Nachricht sendet. Oder du sogar Post bekommt. Wer bekommt nicht gerne eine Postkarte aus dem Urlaub, einen handgeschriebenen Brief oder eine Geburtstagskarte von Freunden?
So eine handgeschriebene Karte ist was Besonderes und macht was her. An dieser Station kannst du eine Postkarte für eine Freundin oder einen Freund gestalten und direkt schreiben. [Auf der Vorderseite kannst du etwas malen oder einen Zitat über Freundschaft schreiben. Du kannst dich zum Beispiel auch an der Komplimente-Station inspirieren und das Kompliment auf die Vorderseite schreiben oder dir fällt selbst etwas ein.]
Impuls: Habt ihr zuhause noch Postkarten, die ihr mal bekommen habt? Warum habt ihr sie aufgehoben? Wem hast du eine Postkarte geschrieben? Warum ist dir diese Person wichtig? Von wem möchtest du gerne mal eine Postkarte bekommen?
Komplimente verteilen
Material: Komplimente-Zettel zum Abreißen. Dekorativ können sie wie an einem Schwarzen Brett oder einer Litfaßsäule aufgehängt werden.
Beschreibung: Hier findest du jede Menge Komplimente. Schau sie dir an. Vielleicht fällt dir sofort eine Person ein, auf die dieses Kompliment zutrifft. Reiß es ab und schenk es bei Gelegenheit dieser Person.
Impuls: Warum schätzt du diese Eigenschaft besonders? Wem willst du das Kompliment schenken? Wann wäre ein guter Zeitpunkt?
Zusammen schaffen wir das
Material: weiche Schnüre oder Tücher, kleine Hindernisse (z.B. Mini-Hürden, Slalom-Stangen, Pylonen…)
Beschreibung: Suche dir für die Aufgabe einen Partner oder eine Partnerin.
Stellt euch nebeneinander auf und lasst euch von der helfenden Person die inneren Beine zusammenbinden. Wenn es euch leichter fällt, könnt ihr auch die Arme unterhaken oder um den/die andere legen. Geht dann miteinander den Parcours ab und überwindet die Hindernisse. Vielleicht dauert es am Anfang ein bisschen, bis ihr gut miteinander vorwärtskommt. Es kommt nicht auf eure Geschwindigkeit an, sondern darauf, dass ihr den Weg gemeinsam meistert.
Impuls: Wie hat es sich für euch angefühlt, auf so ungewohnte Weise miteinander verbunden zu sein? Was ist euch auf dem Weg leichtgefallen? Was war besonders schwer? Vermutlich ist euch dieser Dreibeinlauf am Anfang schwerer gefallen als am Schluss. Was habt ihr getan, damit es leichter geworden ist?
Impuls
Für jede Familie ist eine goldene Pfeifenputzer-Figur vorbereitet. Es bietet sich an, für die Feier-Zeit einen großen Kreis zu bilden.
Ich habe gesehen, wir sind gar nicht alleine. Da wurden an einer Station viele kleine bunte Figuren gebastelt. Wer ist denn das und was hat es damit auf sich?
….
Das seid ihr und eure Freunde. Haltet die doch alle mal hoch.
Wow super, das ist ja eine richtig bunte Gemeinschaft. So wie wir heute. Schaut euch mal um, wer heute alles mit euch hier ist. Nach rechts und links, vor und hinter euch. Wir sind auch eine bunte Gemeinschaft. Und unsere Mitte ist Jesus, weil er zu uns allen sagt „Ihr seid meine Freunde und Freundinnen“.
(Kreuz in die Mitte stellen/legen)
Und hier sehe ich noch was, so ein großer goldener Rahmen. Da steht ja auch richtig viel drin? Könnt ihr mal erzählen, was ihr da aufgeschrieben habt?
…
Ah stimmt, das ist ja logisch, Freundschaft hat Regeln und braucht Pflege. (Cremedöschen dazustellen)
In der Bibel wird immer wieder von Jesus und seinen Freunden erzählt. Glaubt ihr, Jesus hatte auch Erwartungen an seine Freundinnen und Freunde? Erzählt doch mal, was ihr euch vorhin an der Station überlegt habt?
…
Jesus war für viele Menschen eine Art Lehrer, er wurde zum Beispiel Rabbi genannt. Das besondere an Jesus war, er hat die Menschen, die sich an ihn wandten nicht wie Schüler oder Untergebene behandelt. Das war ein Verhältnis auf Augenhöhe, nicht von oben herab. Und das war für die damalige Zeit etwas richtig Besonderes. Für Jesus waren die Menschen, die sich an ihn wandten, Freundinnen oder Freunden. Auch wenn er mal enttäuscht war, hat er den Menschen immer wieder seine Freundschaft angeboten und gesagt: Ich nenne euch meine Freunde und Freundinnen.
Und ich glaube, seine Jüngerinnen und Jünger haben es öfter mal kräftig vermasselt. Jesus sieht sie und ist in seiner Freundschaft treu und hält zu ihnen.
Für Jesus heißt Freundschaft, die schönen und traurigen Dinge im Leben zu teilen und immer wieder miteinander an einen Tisch zu kommen und gemeinsam zu essen. Dazu lädt er uns auch immer wieder ein. Wir dürfen ihm immer alles erzählen. Wir können uns aber auch Worte aus Gebeten leihen. Wie zum Beispiel das Vater unser. Das hat uns Jesus zur Freundschaftspflege mit Gott mitgegeben. Das wollen wir jetzt miteinander beten:
Vater Unser (z.B. mit Bewegungen)
Segen
Bevor wir jetzt gleich miteinander essen, wie Jesus mit seinen Freunden gegessen hat, wollen wir euch noch einen Segen zusagen:
Team-Mitglieder segnen die Familien. Dazu geht je eine Person zu einer Familie und überreicht ihnen die goldene Pfeifenputzer-Figur.
Stellt euch mit denen zusammen, mit denen ihr da seid: (evtl. Beispiele: Eltern, Oma, Opa…)
Nehmt dazu eure Pfeifenputzer in die Hand:
„Gott sieht unsere Familien, Gemeinschaften und Freunde. Gott sagt uns seine Wegbegleitung zu:
Der Segen Gottes, des Vater, geht mit euch in euren Alltag
Jesus, der Sohn, ist mitten unter euch
Gott, die heilige Geistkraft stärkt eure Gemeinschaft.”
Ihr seid gesegnet.
Überlegt kurz: Wo hat die Pfeifenputzer-Figur bei euch / zwischen euch / in eurer Mitte ihren Platz?
Ideen für den Alltag
z.B. Tagesrückblick
Ideen, wie man die Freundschaft mit Jesus pflegen kann:
Diese und weitere Ideen könnten auf einem kleinen Zettel stehen, der ergänzend in das Cremedöschen gelegt werden könnte.
Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. (Joh 10,10 E)
Es ist Sommer. Ich sitze im Garten und freue mich über die bunten Blumen, die leckeren Himbeeren, die süßen Weintrauben, den Geruch der grünen Wiese und den wohltuenden Schatten der Hecken. Dieser Genuss kommt nicht von ungefähr. Mehrmals die Woche fülle ich frühmorgens meine grüne Gießkanne und versorge die Pflanzen mit Wasser. Damit sie Leben haben in Fülle. Volle Kanne.
So ist das auch mit unserem Leben. Wir sehnen uns nach Leben in Fülle. Was gehört für dich zu einem erfüllten Leben dazu? Freude, Gesundheit, Beziehungen, Zuversicht, innerer und äußerer Friede, bleibende Erlebnisse und Erinnerungen?
Wie bekommen wir erfülltes Leben?
Jesus Christus macht uns ein Angebot:
ER füllt – Jesus Christus selbst ist das Leben. Am Kreuz hat er sich an uns verschenkt und an Ostern den Tod besiegt. Damit wir Leben haben – jetzt und für immer. An Jesus allein hängt alles. In unserem Leben und in der Jugendarbeit. Jesus, wir sehen auf dich.
Er FÜLLT – Jesus Christus will uns beleben. Er gibt großzügig, schenkt volle Kanne ein. Er schenkt im Überfluss, mehr als wir brauchen. Jesus will unser Leben füllen mit seiner Gegenwart, sodass es aufblüht und Früchte bringt. Dazu sollten wir hören, was er zu sagen hat. Die Bibel lesen. Mit Jesus im Gebet reden. Jesus, wir hören auf dich
ERFÜLLT von Gottes Geist dürfen wir fröhlich durchs Leben gehen, getragen und getröstet auch in herausfordernden Zeiten. Wir dürfen vom Überfluss weiterschenken, damit noch mehr Menschen Jesus kennenlernen und erfülltes Leben genießen dürfen. Wir dürfen begründet hoffen, weil Jesus wiederkommen wird. Jesus, wir warten auf dich.
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