Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Vorschlag! Vielleicht passt manches nicht zu eurer Situation und eurem Frömmigkeitsstil. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben, selbst zu denken. Das könnt ihr mit dieser hier vorgestellten Einheit auch tun. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behalte das Gute!”
Dieser Entwurf thematisiert den Palmsonntag und die dahinter stehende biblische Erzählung von Jesus Einzug Jesu nach Jerusalem (Lukas 19,29-38). Er eignet sich für die Passionszeit – also die Phase vor Ostern. Natürlich kann die Kirche Kunterbunt auch direkt am Palmsonntag gefeiert werden. Der Palmsonntag ist der Start in die Karwoche. Jesus kommt nach Jerusalem – die Menschen jubeln ihm zu und feiern ihn wie einen König. Sie hoffen, dass er ihr Leben endlich grundlegend verändert. Doch Jesus kommt anders, als viele es erwarten: nicht mächtig und laut, sondern ruhig, friedlich und auf einem Esel.
Lest als Team den Bibeltext aus Lukas 19,29-38. Alternativ könnt ihr die Erzählung auch in einer Kinderbibel lesen (z.B. Die Bibel für Kinder (Margot Käßmann)
Unterhaltet euch über folgende Fragen:
In der biblischen Erzählung zeigt Jesus, dass Gottes Weg nicht über Macht und Durchsetzen führt, sondern über Nähe, Liebe und Dienen. Nachfolge ist nicht immer spektakulär, aber ehrlich. Es geht darum, Jesus auch dann zu vertrauen, wenn er unsere Erwartungen durchkreuzt werden. Jesus motiviert uns zu einer Haltung der Liebe und des Dienens.
Herzlich Willkommen zu unserer Kirche Kunterbunt. Schön, dass ihr alle da seid. Heute wird es ein bisschen wild, manchmal auch ein wenig laut und auch ganz festlich. Außerdem wollen wir uns ein Tier etwas näher anschauen wollen. Ihr dürft jetzt mal raten, um welches Tier es geht.
Als „Palmesel“ gilt in vielen Regionen (z.B. Odenwald, Rheinhessen) die Person, die am Palmsonntagmorgen als Letzte aus dem Bett kommt. Wenn ihr die Kirche Kunterbunt am Palmsonntag feiert, könnt ihr danach fragen. Falls ihr vor Palmsonntag feiert, diese Tradition einführen und die Familien einladen am Palmsonntag aufzupassen, wer der Palmesel ist.
Material: grüne Zweige (Buchs, Forsythie), Bänder, Federn, Glitzer
Stationsbeschreibung:
Was gibt’s hier zu tun?
Hier darfst du deinen eigenen kleinen Palmbuschen binden! Mit Zweigen, bunten Bändern und vielleicht sogar etwas Glitzer oder Federn. Lass deiner Kreativität freien Lauf – jedes Büschel wird ein Unikat!
Was steckt dahinter?
Die Menschen haben Jesus mit Palmzweigen begrüßt, als er in Jerusalem einzog – als Zeichen der Freude und Hoffnung. Auch heute erinnern uns die Palmbuschen daran, dass neues Leben wächst und Gott mit uns unterwegs ist.
Für zu Hause: Nimm deinen Palmbuschen mit nach Hause. Du kannst ihn ans Fenster oder an die Tür hängen – als Zeichen: Hier wohnt Hoffnung!


Material: Dezibel-Messgerät
Stationsbeschreibung:
Was gibt’s hier zu tun?
Ruf so laut du kannst „Hosianna!“ – wir messen mit einem Dezibel-Messgerät, wie kräftig deine Stimme ist! Dein Ergebnis wird auf unserer Flipchart eingetragen – mal sehen, wie laut unsere Gruppe gemeinsam jubeln kann!
Was steckt dahinter?
Als Jesus in Jerusalem ankam, haben ihn die Menschen wie einen König begrüßt – mit Rufen, Jubel und Palmzweigen. „Hosianna!“ heißt: „Hilf doch!“ oder „Rette uns!“ – ein Freudenruf voller Hoffnung und Vertrauen.
Extra:
Magst du es lieber leise? Kein Problem! Du kannst auch ein stilles „Hosianna“ ins Mikrofon flüstern – auch das wird gemessen. Denn bei Gott zählt nicht nur Lautstärke – sondern, was von Herzen kommt!
Material: Klorollen, Papier, Kleber, Augen, schwarzer Edding, Schnur
Stationsbeschreibung:
Was gibt’s hier zu tun? Bastle dir deinen eigenen kleinen Esel aus Klopapierrollen, Papier, Kleber und etwas Fantasie! Eine Mitarbeiterin zeigt dir Schritt für Schritt, wie’s geht – du brauchst nur Lust zum Mitmachen. 😊
Was steckt dahinter? Jesus ritt auf einem Esel in Jerusalem ein – ganz friedlich, nicht wie ein mächtiger König auf einem Pferd. Der Esel erinnert uns daran, dass Stärke nicht laut und groß sein muss..
Tipp: Du kannst deinem Esel auch einen Namen geben und mit nach Hause nehmen – vielleicht begleitet er dich durch die Karwoche!

Material: Pappesel, Spielzeug-Gemüse/Bälle, Eimer
Stationsbeschreibung: Was gibt’s hier zu tun? Vor dir steht ein hungriger Esel – na gut, eigentlich eine Pappfigur 😉und der freut sich auf Futter! Schnapp dir ein Stück Spielzeug-Gemüse und versuche, es in den Futtereimer zu werfen. Triffst du? Dann ist der Esel glücklich und satt!
Was steckt dahinter?
Der Esel war ein treuer Begleiter auf Jesu Weg nach Jerusalem. Auch wenn er oft übersehen wird, war er wichtig – und wer Gutes tut, darf auch gut versorgt werden. So wie der Esel – und wie wir!
Extra:
Wie viele Gemüsestücke schaffst du? Du darfst natürlich auch öfter probieren!

Material: Parcours (Pylonen, Flatterband, Bänke), Hüpfpferd(e)
Stationsbeschreibung:
Was gibt’s hier zu tun?
Schnappt euch ein Hüpftier und lauft gemeinsam als Familie den Esel-Parcours ab! Aber aufgepasst: Hier zählt nicht die Geschwindigkeit – sondern Teamgeist! Manche Hindernisse könnt ihr nur gemeinsam überwinden. Vielleicht müsst ihr mal Händchen halten, mal gemeinsam ein Lied singen oder euch gegenseitig anfeuern.
Was steckt dahinter?
Jesus war auf einem Esel unterwegs – langsam, friedlich und mit vielen Menschen um sich herum. Auch wir sind gemeinsam unterwegs: als Familie, als Team, mit Gott an unserer Seite.
Extra:
Schafft ihr es, am Ende gemeinsam „Hosianna!“ zu rufen? Dann gibt’s Applaus von uns – und vielleicht ein kleines Dankeschön für euer tolles Miteinander!

Material: Beamer, Laptop, Lautsprecher, Sendung mit der Maus:
Stationsbeschreibung:
Was gibt’s hier zu sehen?
Setz dich gemütlich hin, mach’s dir bequem und schau dir ein spannendes Video aus der Sendung mit der Maus an – alles dreht sich um den Esel! Wo lebt er? Was frisst er? Und warum sind Esel eigentlich so stur und gleichzeitig so klug? Im Anschluss daran kannst du ein Quiz über Esel machen und dein neugewonnenes Wissen testen.
Was steckt dahinter?
Der Esel ist nicht nur in der Bibel wichtig, sondern auch ein echtes Wunder-Tier im Alltag: stark, treu und manchmal ganz schön witzig. Schau rein und lerne ihn von einer neuen Seite kennen!
Tipp:
Wenn du magst, kannst du danach ein Eselfakt-Kärtchen mitnehmen – zum Staunen, Weitererzählen oder Aufhängen am Kühlschrank!
Material: Spiel Pack-Esel (https://www.schmidtspiele.de/details/produkt/packesel.html)
Stationsbeschreibung:
Was gibt’s hier zu tun?
Hier wartet ein echter Balance-Künstler auf euch: der Packesel! Versucht, so viele Stäbe wie möglich auf seinen Rücken zu stapeln – ohne dass etwas herunterfällt. Aber aufgepasst: Esel mögen’s nicht zu stressig… Wer zu viel auflädt, bringt ihn aus dem Gleichgewicht!
Was steckt dahinter?
Esel tragen oft schwere Lasten – in der Bibel und auch heute noch. Doch auch sie haben Grenzen – so wie wir. Manchmal hilft es, Lasten gemeinsam zu tragen oder auch mal abzugeben.
Tipp:
Spielt gegeneinander oder als Familie zusammen – wer stapelt am geschicktesten?
Material: Esel (entweder aufgemalt (an eine Scheibe mit Kreidestiften/Flipchart) und aufgehängt, als Kuscheltier, Hüpfpferd, Holzpferd oder verkleidete Person mit Eselohren, Schwanz aus grauen Wollfäden, Klebeband
Stationsbeschreibung:
Was gibt’s hier zu tun?
Hier steht ein Esel – aber oh nein, sein Schwanz fehlt! Du bekommst die Augen verbunden und versuchst, den Schwanz an der richtigen Stelle anzubringen. Keine Sorge: Deine Familie darf dich mit Worten ein bisschen unterstützen.
Was steckt dahinter?
Manchmal sieht man den Weg nicht genau – aber mit ein bisschen Vertrauen, Geduld (und manchmal Hilfe von anderen) kommt man trotzdem ans Ziel. So war es auch bei denen, die Jesus auf seinem Weg begleitet haben.
Tipp:
Lacht miteinander – auch wenn der Schwanz mal am Ohr landet! 😄
Material: Thron (schöner Stuhl), Krone, Zepter, Wortkarten, Stifte, Klebeband
Stationsbeschreibung:
Was gibt’s hier zu tun? Setz dich auf den Thron, setz dir eine Krone auf und nimm das königliche Zepter in die Hand. Jetzt bist du für einen Moment König oder Königin! Stell dir vor: Du darfst einen Tag lang bestimmen – was würdest du ändern oder verbessern?
Was steckt dahinter?
Jesus wurde als König begrüßt – aber er war ein ganz anderer König: einer, der dient, liebt und Frieden bringt. Auch du hast tolle Ideen, wie die Welt besser werden kann!
Und dann?
Schreib deinen königlichen Wunsch oder deine Idee auf eine Wortkarte und häng sie an die Wand hinter den Thron – so entsteht unsere ganz eigene Wand der guten Königswünsche.
Material: Symbol-Vorlage (kommt bald > meldet euch über sara.bardoll@ejwue.de)
Stationsbeschreibung:
Was gibt’s hier zu tun?
Ihr bekommt einen Zettel mit verschiedenen Symbolen darauf – z. B. eine Kerze, ein Kreuz oder ein Esel. Diese Symbole sind in der Kirche versteckt! Eure Aufgabe: Sucht die passenden Kärtchen mit den Symbolen. Auf der Rückseite jedes Kärtchens steht ein Buchstabe. Tragt ihn auf eure Liste ein!
Was steckt dahinter?
In der Kirche gibt es viel zu entdecken – nicht nur mit den Augen, sondern auch mit dem Herzen. Beim Suchen werdet ihr merken: Jedes Symbol erzählt etwas von Gott und seiner Geschichte mit uns.
Und am Ende?
Wenn ihr alle Symbole gefunden und alle Buchstaben gesammelt habt, ergibt sich ein Lösungswort. Gebt es an der Station ab – zur Belohnung wartet eine kleine Überraschung auf euch!
Begrüßung/Moderation
Heute stand ein Tier in der Mitte unserer Aktivstationen. Welches war das nochmal? Esel
Ihr habt an den Stationen viel erlebt. Was hat euch denn am Meisten Freude gemacht?
Wir haben all diese Stationen heute ausgewählt, weil sie uns vorbereiten auf die biblische Geschichte, die wir heute hören wollen.
Geschichte
Dazu brauche ich euch heute alle. Wir haben verschiedene Rollen:
Jesus und seine Freunde waren auf dem Weg nach Jerusalem.
(Jesus und die Jünger laufen umher– trampel, trampel, trampel…)
Jesus sagte zu zwei seiner Jünger:
„Geht in das nächste Dorf. Dort werdet ihr einen Esel finden. Bindet ihn los und bringt ihn zu mir.“
Die Jünger taten, was Jesus gesagt hatte.
(Schleichen auf Zehenspitzen los und schaut neugierig nach links und rechts.)
Und tatsächlich – da war ein Esel!
Sie brachten den Esel zu Jesus.
Jesus setzte sich auf den Esel.
Dann ritten sie los – langsam, denn Esel sind gemütlich unterwegs.
(Reitet auf der Stelle und wackelt dabei leicht mit dem Oberkörper.)
Die Menschen in der Stadt waren total aufgeregt!
(Alle rufen: „Was ist da los?“)
Sie hörten: Jesus kommt!
Da rannten sie auf die Straße, legten ihre Mäntel auf den Boden und winkten mit Palmzweigen.
(Kleidungsstücke werden auf den Weg gelegt).
Alle riefen:
“Hosianna! Hosianna dem Sohn Davids!”
(Laut gemeinsam rufen oder singen – mit Händen in der Luft!)
“Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn!”
Die Kinder riefen auch:
“Hosianna!”
(Noch einmal rufen – oder hüpfen dabei vor Freude!)
Jesus ritt mitten durch die jubelnde Menge in die Stadt hinein – ganz ruhig und friedlich.
Impuls
Das ist die Geschichte von Jesu Einzug in Jerusalem wie sie damals passiert ist. Jesus kommt – nicht mit Pomp und Glanz, sondern auf einem einfachen Esel.
Nicht über die Köpfe hinweg, sondern mitten durch die Menschen hindurch. Zu ihnen. Zu uns. Die Leute haben gerufen: „Hosianna!“ – das heißt: „Hilf doch! Rette uns!“
Und sie haben ihre Freude und ihre Hoffnung mit Palmzweigen und Rufen gezeigt.
Jesus kommt auch heute – nicht auf einem Esel, aber in kleinen Momenten: In einem Lächeln, in einem Gespräch, im gemeinsamen Spielen, beim Basteln oder beim Zuhören.
Er kommt dorthin, wo ihr seid. Als Friedensbringer. Als Freund. Als jemand, der euch wirklich sieht.
Lieder
Segen
Unser Gott, der voller Frieden ist, segne dich.
Er segne dich am Morgen und auch am Abend.
(beiden Hände links vom Körber aufeinander legen, die rechte Hand wandert dann nach rechts)
Er segne dich wenn du fröhlich bist und auch wenn du traurig bist.
(beide Arme nach oben. Dann beide Arme nach unten hängen lassen.)
Er segne dich, wenn nette Menschen um dich sind und wenn du alleine bist.
(Arme nach links und rechts ausbreiten. Dann vor der Brust verschränken.)
Er segne dich heute und für immer.
(Arme vor dem Körper umeinander drehen. Dann beide Arme nach oben bewegen und einen Kreis andeuten)
AMEN
Weitere kreative passende Segens-Aktionen findet ihr hier:
Material: Zettel und Stifte
Ablauf: Jede Person bekommt einen Zettel und schreibt darauf 2–3 Stärken (Eigenschaften/Hobbys, Stärken, Talente …) Die Zettel werden eingesammelt und gemischt. Eine Person zieht einen Zettel und die Gruppe muss raten, wessen Stärken/Eigenschaften … das sind, bis alle Zettel zugeordnet wurden.
Überleitung: Die Bibel spricht oft anders über Stärke, als wir es erwarten. Was bedeutet es für euch »stark« zu sein? Ist Stärke eher körperlich, mental, emotional oder geistlich? „Darf“ man als Christ auch schwach sein?
Material: Augenbinden, Parcours mit Hindernissen (Stühle, Seile, Rucksäcke)
Ablauf: Die Gruppe wird in 2er- oder 3er-Gruppen aufgeteilt. Eine Person bekommt (wenn sie das möchte) die Augen verbunden. Die anderen Personen führen sie nur mit Hilfe der Stimme langsam durch einen Parcours, danach wird getauscht.
Auswertung:
Glaube und Leben bedeutet oft blindes Vertrauen – in mich selbst, in mein Können und meine Stärken und vor allem in Gott. Gott verspricht uns nicht, dass der Weg leicht wird, aber dass er uns führt und uns Stärke schenkt. Ein Bibelvers, der genau in diese Situationen spricht, ist Philipper 4,13: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht: Christus.“ (Phil 4,13/Schlachter)
Frage an die Gruppe: Wenn ihr diesen Vers hört, was kommt euch spontan in den Kopf, was bedeutet er für euch?
Typische Antworten sammeln: Erfolg, keine Angst, alles schaffen, immer glücklich sein, keine Probleme, etc.
Ich vermag alles durch den, der mich stark macht. Ein ziemlich kraftvoller und hoffnungsvoller Bibelvers, der aber doch immer wieder aus dem Kontext gerissen wird. Genau diesen Kontext wollen wir nun genauer betrachten. Dazu lesen wir gemeinsam Philipper 4,10–13 (evtl. verschiedene Übersetzungen). Als Leitfragen können dienen: In welcher Situation schreibt Paulus diesen Vers? Was erlebt Paulus gerade? Was meint er mit »alles«?
Als Paulus den Philipperbrief schreibt, sitzt er im Gefängnis. Für die Verbreitung des Evangeliums hat er bereits weite Reisen und viele Hürden auf sich genommen. In seinem früheren Leben war Paulus ein Verfolger der Christen, doch nun steht er im Dienst Jesu und möchte die gute Nachricht auf der ganzen Welt verbreiten. Christus ist mittlerweile sein Lebensmittelpunkt, er verlässt sich nicht mehr nur auf seine Kraft und Stärke, sondern auf Gottes Wirken, Stärke und Eingreifen. Nicht er baut Gottes Reich, sondern Gott baut sein Reich durch ihn.
Egal, was und wo Paulus war, Gott war stets an seiner Seite – in den guten wie auch in den schlechten und herausfordernden Zeiten, wie hier im Gefängnis. Paulus kennt beide Situationen, daher kann er sowohl Mangel leiden als auch im Überfluss leben, Hunger haben und satt sein, schwach sein und stark sein. Für ihn zählen nicht mehr weltliche Dinge, sondern allein Christus.
»Alles« bedeutet für Paulus also nicht, alles zu bekommen, was man möchte, sondern auf Gott zu vertrauen. Das beinhaltet auch, auszuhalten und standzuhalten, wenn es schwierig wird – im Wissen darum, dass Gott stärkt, begleitet, führt und mitgeht.
Paulus verdeutlicht in diesem Vers, dass christliche Stärke nicht heißt, dass wir alles hinbekommen, keine Probleme oder Sorgen haben, denn Paulus kennt Leid, Angst und Unsicherheiten sehr gut. Aber er ist sich sicher, dass Gott mit ihm jeden Weg gehen wird, egal wie steinig dieser sein wird. Er weiß, dass allein Jesus zählt und nicht weltliches Glück oder Besitz. Die Stärke, die Gott ihm schenkt, ist, das alles auszuhalten, damit Paulus seine Aufgabe/Berufung, das Evangelium unter allen Menschen zu verbreiten, nachgehen kann. Jesus stärkt uns also auch in den Niederlagen unseres Lebens, in den Verlusten, den Problemen, dem Herzschmerz, wie auch in Zeiten des Erfolgs und Wohlergehens. Diese Stärke kommt dabei aus der Beziehung zu Gott und nicht aus Selbstoptimierung. Die Quelle unserer Stärke sind nicht wir, sondern Christus, der uns stark macht.
Phil 4,13 ist kein bloßer Motivationsspruch der sagt, dass wir uneingeschränkt alles können und bekommen, was wir uns wünschen, sondern es ist ein Vers des Vertrauens. Stärke heißt nicht, immer alles allein im Griff zu haben, sondern auf Gott zu vertrauen und sich von ihm tragen zu lassen – auch, wenn das einfacher klingt, als es ist … Gebet
Mit Team-Games oder Kooperationsspielen lassen sich großartige Gruppenstunden gestalten. Solche Spiele können dazu beitragen, dass eine Gruppe sich besser kennen und verstehen lernt und weiter zusammenwächst. Außerdem lassen sich durch Kooperationsspiele bestimmte Werte vermitteln wie gegenseitige Rücksichtnahme und Zusammenhalt.
In diesem Artikel stellen wir dir einige Spiele vor, an denen du dich mit deiner Gruppe ausprobieren kannst und die ihr gemeinsam spielen könnt. Entscheide selbst, welche Spiele für deine Gruppe und den Anlass am besten geeignet sind. Manche der folgenden Spiele sind eher Herausforderungen an die Gruppe, andere dienen eher zum (noch besseren) Kennenlernen. Alle hier aufgeführten Spiele eint: Es gibt keine einzelnen Gewinner*innen – die gesamte Gruppe gewinnt oder verliert gemeinsam.
Die Gruppe bewegt sich durch den Raum. Auf ein Zeichen (zum Beispiel immer, wenn die Musik ausgeht) stellen sich zwei Menschen voreinander und betrachten sich gegenseitig. Dabei zählen sie alle Gemeinsamkeiten auf, die ihnen aneinander auffallen.
Bei Gruppen, die sich schon besser kennen, können auch nicht nur Äußerlichkeiten genannt werden. Wer zum Beispiel weiß, dass sein Gegenüber dasselbe Hobby hat, darf auch das gerne nennen.
Material: –
Die Gruppe bekommt die Aufgabe, sich selbst zu sortieren zum Beispiel nach
Varianten:
Um das Spiel schwerer zu gestalten, kann die Regel eingeführt werden, dass die Gruppe dabei nicht miteinander sprechen darf.
Eine weitere Variante, die das Spiel komplizierter macht, ist, dass die Gruppe zwar sprechen darf, aber alle Spieler*innen mit Augenbinde, also blind, spielen.
Material: ggf. Augenbinden
Die Gruppe hat die Aufgabe, eine bestimmte festgelegte Strecke zu überwinden (einen gedachten Fluss zu überqueren). Natürlich darf dabei niemand in den Fluss treten, denn die Strömung ist so stark, dass das zu gefährlich wäre. Deswegen bekommt jede Person einen großen Stein (eine Teppichfliese oder Ähnliches), um den Fluss zu überqueren. Diese Steine kann die Gruppe in den Fluss legen und so trockenen Fußen auf die andere Seite gelangen. Allerdings gehen die Steine unter oder rollen davon, wenn niemand aus der Gruppe auf ihnen steht bzw. sie berührt. So kann die Gruppe auch Steine während des Spiels verlieren.
Wie schafft es die Gruppe, alle Mitglieder sicher auf die andere Seite zu bringen?
Material: Teppichfliesen oder Ähnliches (1 pro Person)
Für dieses Spiel ist ein ca. 6 x 8-Felder-Spielfeld auf dem Boden nötig. Ihr könnt es mit Klebeband kleben oder draußen mit Kreide zeichnen. Die einzelnen Felder sollten so groß sein, dass eine Person darin stehen kann. Es gibt einen richtigen Weg über dieses Feld – nur einen. Diesen Weg kennt nur die Spielleitung. Die Gruppe hat die Aufgabe, den Weg auszukundschaften.
Folgende Regeln gelten:
Material: Klebeband oder Kreide fürs Spielfeld; Lösungsweg für die Spielleitung
Draußen zwischen zwei Bäumen spannt ihr verschiedene Wollfäden (oder Seile), so dass dort ein Spinnennetz entsteht. Die einzelnen Lücken im Netzt sollten so groß sein, dass eine Person hindurchpasst. Die Gruppe steht nun vor der Aufgabe, alle Spieler*innen durch das Netz auf die andere Seite zu transportieren.
Dabei gelten folgende Regeln:
Variante:
Wenn es noch schwerer sein soll: Die Spinnennetzfäden dürfen nicht berührt werden. Wenn ein Teammitglied einen Faden berührt:
Material: Wolle und Schere, evtl. Augenbinden
Die Gruppe stellt sich so eng zusammen, dass sie alle gemeinsam einen langen Stab halten – diesen dürfen sie allerdings nur mit ihren Zeigefingern berühren. Alle Spieler*innen müssen zu jeder Zeit ihre Fingerspitze am Stab haben. Nun ist die Aufgabe, den Stab auf den Boden zu legen. Sollte dabei eine Person den Stab nicht mehr berühren, muss die Gruppe von vorn beginnen.
Variante: Die Gruppe darf bei diesem Spiel nicht miteinander sprechen.
Material: ein langer Stab
Die Gruppe steht im Kreis. Jede Person hat einen eigenen Stab.
Alle stellen ihren Stab neben sich auf den Boden und berühren ihn lediglich mit der Handfläche. Auf ein Kommando lassen dann alle ihren eigenen Stab los und versuchen den Stab der Person links neben sich festzuhalten, bevor dieser umfällt.
Material: viele Stäbe (1 pro Person)
Eine große Plane oder Decke wird auf dem Boden ausgelegt. Die Gruppe stellt sich darauf. Aufgabe ist es nun, die Plane einmal komplett umzudrehen. Dabei darf allerdings niemand die Plane verlassen und auf den Boden treten.
Material: eine große Plane oder Decke
Die Gruppe steht im Kreis, alle fassen sich dabei an den Händen. Zwischen zwei Personen hängt ein Reifen im Kreis. Der muss nun so bewegt werden, dass alle aus der Gruppe einmal durch den Reifen gehen. Dabei dürfen die Hände natürlich nicht losgelassen werden. Wie schnell schafft die Gruppe das?
Material: ein Reifen
Alle bekommen jeweils 2 Tennisbälle. Aufgabe ist es, dass alle Personen gleichzeitig auf ihren zwei Tennisbällen stehen – für mindestens 3 Sekunden. Dabei darf sich die Gruppen gegenseitig helfen und unterstützen.
Material: viele Tennisbälle (2 pro Person)
Die Gruppe versucht, mit dem Fröbelturm gemeinsam einen Turm aufzubauen.
Material: 1 Fröbelturm
Die Gruppe stellt sich im Kreis auf, alle bekommen eine Augenbinde und spielen blind. Im Kreis halten alle ein Seil in ihren Händen. Die Aufgabe der Gruppe ist nun mit dem Seil zusammen eine geometrische Figur (Dreieck, Quadrat) zu legen.
Material: ein langes Seil, Augenbinden für alle
Die Gruppe sitzt im Kreis und hält sich an den Händen. Nun versuchen sie gemeinsam aufzustehen, ohne dabei die Hände loszulassen.
Material: –
Reflektiert zum Ende eurer Gruppenstunde die gemeinsamen Spiele und Aufgaben:
Wie hat das alles geklappt? Was ist dabei aufgefallen? Was war wichtig für den gemeinsamen Erfolg?
Die Bibel ist voll von Geschichten, in denen Menschen zusammengearbeitet haben. Welche Storys fallen euch ein?
Vielleicht
Wir haben heute auch zusammen als Team gespielt und uns den Herausforderungen und Aufgaben gestellt. Wir waren heute nicht allein. Wir haben zusammengehalten, zusammen Erfolg gehabt. Oder auch zusammen Misserfolg erlebt und es gemeinsam noch einmal versucht.
Wir haben uns und wir haben Gott.
Gott möchte auch gern Teil unseres Teams sein – uns unterstützen, mit uns unterwegs sein, durchs Leben, uns begleiten.
Du bist nicht alleine. Du musst nicht alles alleine schaffen. Du darfst um Hilfe bitten. Du darfst selbst helfen.Wir sind ein großes Team und gemeinsam sind wir stärker – miteinander und mit Gott.
Die Fachstelle Inklusion des Kirchenkreises Lüneburg möchte Vielfalt selbstverständlich sein lassen und Angebote schaffen, in denen Menschen sich angenommen fühlen, so wie sie sind. Wir möchten Orte der Begegnung schaffen, bei denen es keine Rolle spielt, ob der Mensch eine Behinderung hat oder nicht. Alle Menschen sind willkommen und wertvoll. Seit vielen Jahren bieten wir deshalb viele verschiedene inklusive Angebote für alle Altersklassen an.
Zu unseren inklusiven Angeboten für Kinder und Jugendliche gehören z. B. die inklusive Konfizeit, inklusive Kinderferienwochen oder auch eine Jugendgruppe. In unserer inklusiven Konfizeit können Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung ihren eigenen Glauben entdecken und entfalten. Wir knüpfen Freundschaften, schaffen Erinnerungen und erzählen uns von unserem Glauben. Gerade weil wir auf das Lesen und Bearbeiten langer Texte verzichten, kommen wir ins Gespräch. Geschichten aus der Bibel werden erzählt und visuell umgesetzt. Die Schöpfungsgeschichte etwa stellen wir in einem Bodenbild dar, das die Teilnehmenden ansehen und berühren und vor allem selbst gestalten können. Bei uns soll jede:r teilhaben können und sich angenommen fühlen. Deswegen geben wir unser Bestes, damit unsere Angebote so gestaltet sind, das alle mitmachen können. Niemand soll einfach nur am Rand sitzen und zuschauen müssen.
Dinge, auf die wir besonders achten, sind z. B.:
Wichtig hierbei ist: Inklusion bedeutet, dass die Gegebenheiten von vornherein so geschaffen sind, dass jede und jeder mitmachen kann. Gleichzeitig müssen wir in unserer Arbeit aber auch den individuellen Menschen sehen – das heißt, kein Angebot oder keine Gruppenstunde ist unbedingt gleich. Nur weil etwas im Vorjahr mit einer anderen Gruppe gut geklappt hat, heißt es nicht, dass alles immer gleich angewendet oder wiederholt werden kann. Inklusive Arbeit gelingt dann gut, wenn ein gutes Maß zwischen grundsätzlicher Barrierefreiheit und dem Ermitteln individueller Bedürfnisse gegeben ist. Das Wichtigste ist am Ende die Haltung und eine gute Kommunikation.
Ein spielerischer Einstieg ins Thema kann für alle – ob mit Behinderung oder nicht – ein guter Zugang zum Thema sein.
Es gibt verschiedene Aufgaben, die gegensätzlich sind, zum Beispiel:
Die Konfis bekommen, ohne von den anderen zu wissen, jeweils eine Aufgabe. Im Idealfall entsteht großes Chaos.
Folgende Fragen können im Anschluss diskutiert werden:
Vielleicht kommt jemand auf REGELN!
Auch in der Bibel gibt es Regeln: Die zehn Gebote!
Welche Gebote kennen die Konfis?
Gebote mit Bildern darstellen.
Zum Beispiel Comics. Passendes Material gibt’s hier: https://www.zaubereinmaleins-shop.de/home/religion/bildkarten-und-ausmalbilder-zu-den-10-geboten/ Stand: 30.01.2026

Es kann sein, dass ihr eine (inklusive) Konfi Gruppe habt, die aus verschiedenen Gründen keine lange Aufmerksamkeitsspanne hat. Macht Pausen! Spielt ein kurzes Spiel oder singt ein Lied das sich einfach mitsingen lässt. Hauptsache Bewegung
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Wählt zwei Geschichten aus der Bibel – z. B. Nabots Weinberg und David und Bathseba
Teil die Konfis in zwei möglichst gleichgroße Gruppen ein. Jede Gruppe bekommt eine Geschichte. Wenn Menschen dabei sind, die nicht lesen können oder denen es schwer fällt, Texte zu verstehen, seht von der Bibelarbeit im Sinne von selbst lesen ab! Es ist nicht inklusiv, wenn alle selbst lesen und einer die Geschichte vorgelesen bekommt. Denn wir wollen gleichberechtigte Teilhabe!
Erzählt die Geschichte – nutzt Bildkarten oder andere Medien, die visuell unterstützen. Nutzt leichte Sprache.
Tipp:

Hier gibt es tolle Bildkarten zu verschiedenen biblischen Geschichten!

Hier findet ihr die Einfach Bibel, eine Bibel in leichter Sprache mit Bildern und QR-Codes zum Vorlesen lassen der Texte.
Jede Gruppe hört (und sieht) nun eine Geschichte. In jeder dieser Geschichten, werden bestimmte Gebote gebrochen. Die Konfis sollen sich nun darüber austausche, welche Gebote gebrochen worden sind.
Tipp:

Lasst auch die Kinder mit Behinderung zu Wort kommen. Hört ihnen zu, auch wenn es ggf. etwas länger dauert. Fragt nach. Teilt die Gruppe ggf. vorher so ein, dass ein Kind/Jugendliche*r mit Behinderung in einer Gruppe ist, in der das gut möglich ist.
Nun kommen die Gruppen wieder zusammen. Baut eine Pyramide aus zehn Pappkartons auf.
Eine Gruppe beginnt und fasst die Geschichte für die andere Gruppe kurz zusammen. Dann werden die gebrochenen Gebote benannt. Die Pappkartons sind Gebote und werden nun nacheinander aus der Pyramide gezogen. (Man darf nicht oben anfangen!)
Je mehr Gebote gebrochen werden, je instabiler wird die Pyramide. Besprecht, was das bedeutet.
Wir essen nach jeder Konfi-Stunde gemeinsam Abendbrot. Das dient der Gemeinschaft und so haben die Konfis Raum zu erzählen, was sonst so los ist. Das ist natürlich nicht bei jedem Modell möglich.
Dazu gibt es eine ,,Choreografie“ aus Gesten. Diese dient dazu, sich die Worte besser einzuprägen und die Erfahrung zeigt, das klappt gut! Zwei verschiedene Versionen findet ihr hier:https://seelsorge-regensburg.de/wp-content/uploads/2022/07/Vaterunser-Gesten.pdf
An manchen Tagen kommt es mir so vor, als ob ich mein Leben überhaupt nicht im Griff habe. Dann wird mir angst und bange. Kennst du das Gefühl auch? Dann sehe ich auf all die Herausforderungen, die sich mir so stellen und ich sehe für mich überhaupt keinen Weg, wie ich damit nur umgehen soll. Wie ich alles schaffen soll. Wenn ich mich dann bei Instagram und Co. umschaue und mit anderen vergleiche, wird alles nur noch schlimmer. Scheinbar gelingt allen anderen, was mir verwehrt bleibt. Die sind klüger, erfolgreicher, beliebter als ich – und die Liste lässt sich beliebig erweitern. Und dann habe ich noch nicht auf die Lage der Weltpolitik geschaut.
An solchen Tagen wird es für mich Zeit, meinen Focus wieder neu auszurichten und mich auf das zu besinnen, was wirklich zählt. Und dann lande ich nicht selten bei Paulus. Komm mit und erfahre, was ich heute noch von Paulus (immer wieder neu) lernen kann.
Ankommen, gemeinsames Singen
die Gruppe wird in 2-3 Kleingruppen aufgeteilt; jede KG bekommt ein Set Tierfotos, einen Klebestift und ein Plakat. Die Tier-Bilder findest du hier: https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/Die-15-toedlichsten-Tiere-der-Welt;art409965,9750018
Aufgabe:
»Sortiert die abgebildeten Tiere in der Reihenfolge ihrer tödlichen Angriffe auf Menschen und klebt sie entsprechend auf euer Plakat«
Vergleich der Ergebnisse und Auflösung
Ihr merkt: Man muss nicht groß sein, um etwas auszurichten. Der Dalai Lama hat es mal so formuliert: „Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“ Aber auch, wenn wir das wissen, erleben wir doch oft das Gegenteil.
sammelt gemeinsam Situationen und Momente, in denen ihr euch zu »klein«, »machtlos« oder »schwach« gefühlt habt. Dazu schreiben alle jeweils eine Antwort auf einen Zettel, falten den und werfen ihn in eine kleine Schale – so bleibt es anonym und es fällt den Teilnehmenden leichter, sich zu öffnen. Nachdem alle fertig sind, mischt du die Zettel in der Schale nochmal durch und liest sie nacheinander vor.
Jemand aus der Gruppe erstellt ein Plakat, auf dem zu jedem Zettel ein Stichwort notiert wird – und wenn sich ähnliche Momente/Situationen ergeben, wird hinter das entsprechende Stichwort ein weiterer Zählstrich gemacht. (Tatsächlich erwarte ich, dass sich viele Situationen/Momente sehr ähneln bzw. wiederholen. Denn so etwas kennen in der Regel alle.)
Nach dem Erstellen der Liste wollen wir darauf schauen, wie es uns gelingen kann, in genau solchen Situationen und Momenten, in denen wir uns zu »klein«, »machtlos«, »schwach« … gefühlt haben, nicht gänzlich die Hoffnung zu verlieren. Dazu schauen wir uns die Person des Paulus an.
Erzähl über das Leben von Paulus in deinen eigenen Worten (»Vom Saulus zum Paulus«, Apostelgeschichte 7–9) und stell heraus, was für einen Wandel sein Leben genommen hat.
Um mit den Mädchen anschließend den Inhalten des 2. Briefes an die Korinther auf die Spur zu kommen, könnt ihr euch gemeinsam das Youtube-Video vom „BibelProject“ anschauen. Das kannst du entweder kostenfrei für deine Gruppe runterladen oder du bestellst dir das Plakat auf https://bibleproject.visiomedia.org/ und erzählst anhand der Bilder die Geschichte.
»Aber der Herr hat zu mir gesagt: Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.«
Diese Worte von Paulus machen mir Mut. Machen mir Mut an den Tagen, an denen ich mein Leben nicht mehr im Griff habe, an denen mir angst und bange wird. Sei es, weil ich die Herausforderungen sehe, die durch Familie, Schule bzw. Beruf, Freunde etc. auf mein Leben einprasseln – sei es, dass ich bei einem Blick auf die Weltpolitik (fast) alle Hoffnung verliere.
»Aber der Herr hat zu mir gesagt: Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.«
Paulus war schon ein echt krasser Typ. Jemand, der keine Kompromisse gemacht hat. Als er Jesus noch nicht erkannt hatte, hat er sich mit vollem Engagement für den Glauben Israels eingesetzt und dabei auch nicht vor Opfern Halt gemacht. Nach seiner Berufung hat er mit genau derselben Intensität den Menschen von Jesus erzählt und sie zu Jesus eingeladen. Dabei hat er nicht auf sich selbst geachtet, hat seinen Ruf bei den Israeliten aufs Spiel gesetzt, hat bei seinen vielen Reisen seine Gesundheit aufs Spiel gesetzt und bei seinen Gefangennahmen auch sein Leben aufs Spiel gesetzt. Paulus hat genug Situationen erlebt, in denen ihm angst und bange werden konnte. Und dennoch hat er weitergemacht, ist weitergereist und hat Menschen von Jesus erzählt.
Und gleichzeitig hat er immer wieder diese Abwehr von Menschen erlebt, die ihn klein gemacht haben, verspottet haben, nicht ernst genommen haben. Das waren nicht nur Israeliten, die treue Anhänger des Judentums waren, sondern auch andere Apostel. Also Christen, die dasselbe wie Paulus glaubten und Menschen einluden, ihr Leben Jesus anzuvertrauen. Dabei hatte er, im Gegensatz zu diesen anderen Aposteln, eine direkte Begegnung mit dem auferstandenen Jesus selbst erlebt. Das hat ihn immer wieder mit neuer Kraft erfüllt. Und die hat er auch gebraucht. Denn gleichzeitig litt Paulus an einer chronischen Erkrankung– dass ist mit dem »Stachel« gemeint, wenn er selber sagt: »Ich habe unbeschreibliche Dinge geschaut. Aber damit ich mir nichts darauf einbilde, hat Gott mir einen »Stachel ins Fleisch« gegeben: Ein Engel des Satans darf mich mit Fäusten schlagen, damit ich nicht überheblich werde. Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass der Satansengel von mir ablässt. Aber der Herr hat zu mir gesagt: »Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.«
Ich lebe heute. Ich habe Jesus nicht so erlebt wie damals seine Jünger. Ich habe Jesus nicht so erlebt wie sein Apostel Paulus. Aber ich darf darauf vertrauen, dass die Zusage Jesu auch für mich heute gilt: »Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.« Ich muss nicht alles selbst schaffen. Ich muss nicht alles selbst im Griff haben. Ich muss die Welt nicht retten. Das hat Jesus schon getan.
Das Einzige, was ich machen kann und machen will: Ich will Jesus vertrauen! Jeden Tag aufs Neue. Auch wenn ich den Weg nicht sehe. Auch wenn ich die Hoffnung manches Mal fast verliere. Ich will auf seine Zusage vertrauen, dass er in meiner Schwachheit seine Größe zeigen wird. Ich will auf seine Zusage vertrauen, dass er in meinem Leben ist. Und das jeden Tag. Immer. Amen.
Bewegte Bibelarbeit zu Hebr 12, 1+2: Gemeinsam laufen, dranbleiben und ermutigt werden. Mit Blick auf Jesus lohnt sich das Durchhalten – im Ziel wartet die große Party!
„Dann können wir mit Ausdauer in den Kampf ziehen, der vor uns liegt. Dabei wollen wir den Blick auf Jesus richten.“ (aus Hebräer 12,1+2)
Ihr entscheidet selbst, wie die Strecke eures Laufs verläuft. Empfehlenswert ist ein Rundlauf, bei dem einfach mehrere Runden gelaufen werden müssen. Baut an der Strecke Stationen auf (beispielsweise drei Stationen), an denen es kleine Snacks (z. B. Riegel oder Bananen) und Getränke für die Teilnehmenden gibt. Pro Runde wird eine neue Station »freigeschaltet«. Zusätzlich zur Verpflegung bekommen alle Teilnehmenden jeweils einen kleinen Zettel an jeder Station (pro Runde einen Zettel). Auf diesem Zettel stehen kleine Ermutigungen und der Hinweis, dass im Ziel eine große Party auf sie wartet. Wichtig ist, dass während der gesamten Zeit des Laufs deutlich wird, dass es völlig egal ist, wie schnell oder entspannt die Teilnehmenden den Lauf absolvieren. Es geht nicht um Geschwindigkeit, sondern darum, durchzuhalten. Sobald alle Teilnehmenden im Ziel angekommen sind, gebt ihnen einen kleinen Impuls zu Hebräer 12, 1+2 mit (siehe unten). Dann kann die Party starten
Herzlich willkommen zu unserer Party nach diesem spektakulären Lauf! Ihr habt es alle geschafft und seid ans Ziel gekommen. Jetzt warten hier erfrischende Getränke und leckeres Essen auf euch. Gönnt euch Erholung und Entspannung. Ihr seid wirklich toll und deswegen wollen wir euch diese Party schenken.
Bei diesem Lauf ging es nicht um Schnelligkeit, sondern nur darum, durchzuhalten und am Ende im Ziel anzukommen. Es war völlig egal, ob ihr die gesamte Strecke gerannt seid oder einen großen Teil auch einfach gegangen seid. Hauptsache, ihr seid dabeigeblieben und habt das Ziel nicht aus den Augen verloren. An der Strecke waren ein paar Stationen aufgebaut, an denen ihr diese Zettel bekommen habt. Kleine Erinnerungen, dass am Ende diese Party auf euch wartet und sich das Durchhalten lohnt. Das Leben kann manchmal echt anstrengend sein. Und auch ein Leben mit Jesus bedeutet nicht, dass es für uns immer leicht und schön ist. Aber ein Leben mit Jesus lohnt sich! Und wenn es mal hart ist und ihr eigentlich keinen Bock mehr darauf habt, dann hilft meist ein Blick darauf, warum ihr überhaupt mit Jesus unterwegs seid: Weil er euch unendliche Liebe schenkt. Verständnis, Trost, offene Arme, die auf euch warten. Und, weil am Ende eine Riesen-Party auf uns wartet. Ein bisschen viel größer als das, was ihr heute hier bekommen habt. Die beste Party, die ihr euch vorstellen könnt! Es lohnt sich also durchzuhalten – auch in schwereren Zeiten – und immer wieder auf Jesus zu schauen. Er ist bei dir.
Was haben das Ende eines Zuges, der 18. Tabellenplatz der Fußballbundesliga und die letzte Platzierung bei der Tour de France gemeinsam? Alle drei werden mit der »roten Laterne« verbunden – und wem die »rote Laterne« zugesprochen wird, der hat so richtig »abgeloost«, wie die Jugend vor noch nicht wenigen Jahren zu sagen pflegte. Und das bedeutet nichts anderes, als dass man etwas verloren bzw. verpasst hat. – ganz egal, ob es sich dabei um ein wichtiges Spiel, um eine Wettbewerbsplatzierung, um eine wichtige Chance oder schlicht die letzte Bahn nach Hause handelt.
Niemand möchte gerne verlieren. Oder? Und so geben wir uns größte Mühe, der »roten Laterne« zu entgehen. Das kann aber manchmal auch dazu führen, dass wir bestimmte Dinge unseres Lebens gar nicht mehr angehen und sie direkt unversucht lassen. Das ist auch nicht immer clever. Darum lohnt es sich vielleicht, das Ganze etwas differenzierter zu betrachten. Dabei sollen uns zwei Zitate helfen.
Das eine wird dem deutschen Dramatiker Berthold Brecht zugeschrieben (wobei andere Quellen es eher der Studentenbewegung der 1970er Jahre zuordnen): »Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.«
Das andere Zitat stammt vom ehemaligen britischen Premierminister Winston Churchill: »Es ist von großem Vorteil, die Fehler, aus denen man lernen kann, recht früh zu machen.«
Doch wie sollen uns nun diese Sätze aus dem letzten Jahrhundert in der heutigen Zeit helfen? Gehen wir rein …
Wer sich die Mühe macht und es noch selbst in die Suchmaschine eingibt, wird zum Thema »verlieren« vor allem Einträge finden, die sich mit der Themenkombination »verlieren/Kind« beschäftigen. Warum es gerade für Kinder schwierig ist, zu verlieren – und warum es gleichzeitig so wichtig ist, dass Menschen in jungen Jahren lernen zu verlieren. Denn nicht wenige Probleme von Erwachsenen im Umgang miteinander lassen sich auf Fehlentwicklungen von sozialen Kompetenzen zurückführen, die im Kindes- und Jugendalter nicht entsprechend ausgebaut wurden. Doch wir machen mal langsam …
Ganz grob kommen Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren in die sogenannte »Trotzphase« (eigentlich »Autonomiephase« genannt), die meist bis zum Eintritt in die Grundschule durchlaufen wird. In dieser Phase beginnen Kinder, bekannte Grenzen und Regeln zu hinterfragen und zu überschreiten – und mitunter mit heftigen Verhaltensweisen auf die Anweisungen bzw. Handlungen der Eltern zu reagieren. Vielleicht hast du das selbst schon erlebt, wenn Kleinkinder mit Quengeln an der Kasse beginnen, weil sie so gerne noch etwas Süßes haben wollen – und sich mit lautem Geschrei auf den Boden werfen, weil die Eltern »Nein« gesagt haben?! Oder nur unter lautem Protest und Geheule den Spielplatz verlassen, weil sie gerne noch bleiben möchten – die Eltern aber aufbrechen? Oder lautstark zeigen, dass sie keine Lust haben, sich dem Wetter entsprechend noch eine Jacke anziehen zu lassen, nur weil die Eltern meinen, es sei zu kalt?
Diese heftigen Verhaltensweisen lassen sich häufig darauf zurückführen, dass die Kinder in diesen Momenten eine große Reizüberflutung erleben, sich hilflos fühlen oder ganz verzweifelt sind. Sie werden mit so einer Wucht von Emotionen überrannt, dass der innen aufgestaute Druck sich dann ganz plötzlich entlädt, wie bei einem Schnellkochtopf.
Dass Kinder nicht immer ihren Willen bekommen, dass sie auch mal warten müssen, dass sie eben auch mal ein Spiel verlieren oder im Wettlauf nicht die ersten sind – all das sind Situationen, in denen die Kinder langsam, aber Schritt für Schritt lernen, dass so etwas a) in Ordnung ist und sie b) angemessen darauf reagieren können. Und so entwickeln die Kinder eine Frustrationstoleranz, die für ihr weiteres Leben eine wichtige Bedeutung hat.
Schwierig wird es, wenn dieser Entwicklungsprozess von den Eltern verhindert oder eingeengt wird: Wenn Eltern mit Härte und Strafen reagieren, sobald das Kind in so einen wütenden Trotzanfall gerät, lernen Kinder nicht, mit ihren Emotionen umzugehen, sondern der innere Druck wird immer stärker und damit auch die Reaktionen, wenn diesem Druck dann nachgegeben wird. Wenn die Eltern weiteren Druck dadurch aufbauen, dass die Kinder nur bei »Leistung« Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit erhalten und Kinder dadurch nicht lernen, dass sie einfach für ihr »Sein« geliebt werden und genug sind. Wenn Eltern aus einer Überfürsorge heraus versuchen, den Kindern alle Hürden und Herausforderungen aus dem Weg zu räumen, haben die Kinder keine Chance, ein angemessenes Verhalten in solchen Situationen zu erlernen und werden später als schlechte Verlierer immer wieder anecken.
Jetzt haben wir also einen Eindruck davon bekommen, warum manche Mitmenschen (und vielleicht auch wir?) als schlechte Verlierer gelten und was dazu geführt hat. Aber wie gehen wir mit diesem Wissen um?
Manche versuchen, sich möglichst in keine Situation mehr zu bringen, in der sie verlieren könnten. Sie scheuen den Wettkampf (egal ob im Sport, im Spiel oder der Schule) und igeln sich regelrecht ein. Das ist aber auch mit negativen Konsequenzen belegt: man verliert unter Umständen soziale Kontakte, erlebt kaum persönliches Wachstum und kommt darum nicht wirklich weiter in seinem Leben.
Andere haben für sich erkannt: nicht die Niederlage, nicht der persönliche Fehler ist das Problem. Dass uns so etwas passieren kann, ist zutiefst menschlich. Der Wirtschaftspsychologe Michael Frese drückt es so aus: »Wir müssen scheitern, weil Scheitern eine natürliche Begleiterscheinung menschlichen Handelns ist. Weil die Komplexität unserer Umwelt immer größer ist als unser Verständnis davon.« Darum ist der Umgang mit dem Scheitern entscheidend dafür, wie das eigene Leben weitergeht.
Erfolgreiche Menschen versuchen, die Niederlagen als eine Art persönliche Wachstumschance zu sehen und daraus zu lernen. Auch Bill Gates, Steve Jobs und Walt Disney haben ihre ganz persönlichen Niederlagen erlebt, »gescheiterte Geschichten« geschrieben und dann doch noch große Erfolge gefeiert: Bill Gates erstes Unternehmen »Traf-O-Data« konnte sich am Markt nicht behaupten. Steve Jobs wurde 1985 wurde aus seinem eigenen Unternehmen gedrängt, bevor er 1997 zu Apple zurückkehrte und das Unternehmen zu dem machte, was wir heute kennen. Walt Disney wurde in seinen Anfängen als Cartoon- und Comiczeichner unter anderem bei einer Zeitung abgelehnt, weil er dort nicht als kreativ genug erachtet wurde.
Was kann uns und anderen helfen, mit dem Scheitern, den Niederlagen und Fehlern unseres Lebens, umzugehen?
Simon Sinek (US-amerikanischer Hochschullehrer, Autor [u.a. »Frage immer erst: Warum?«] und Unternehmensberater) empfiehlt, darin nach »vier Geschenken« zu suchen:
1) Demut: nicht als Schwäche, sondern als Kraft anzusehen, die es uns ermöglicht, Feedback einzuholen und lernbereit in unseren Beziehungen zu agieren.
2) Klarheit: die echten Prioritäten und Werte zu erkennen, die in unserem Leben eine Rolle spielen.
3) Resilienz: die Fähigkeit, mit Rückschlägen umzugehen und dadurch unser Vertrauen zu verstärken, auch künftige Herausforderungen zu meistern.
4) Authentizität: als Erkenntnis, zu verstehen, wer wir in all unseren Stärken und Schwächen wirklich sind und daraus resultierend die Grundlage für unsere Beziehungen zu anderen Menschen.
Darüber hinaus kann es helfen, wenn ich anderen Menschen die Möglichkeit gebe, aus meinen Fehlern zu lernen. Da gibt es zum Beispiel die »FuckUp-Nights«: wenn Menschen einander vom Scheitern eigener Ideen erzählen. So kommt das Thema aus dem Tabu-Bereich unserer Gesellschaft heraus. Hier gilt: gerne mal selbst im Internet suchen.
Doch zurück zu Brecht und Churchill und dem, was die beiden schon vor Jahrzehnten erkannt haben. Ihre Lebensweisheiten würde ich heute so formulieren: Wer immer nur zögert, sich für seine Sache einzusetzen, wird sie nie erlangen. Je eher ich auf diesem Weg aus meinen Fehlern lerne (oder die Fehler anderer zum Lernen nutze), umso schneller komme ich an mein Ziel. Dann markiert die »rote Laterne« nicht mehr den Endpunkt, sondern nur einen Zwischenstand.
Das Tippspiel ist ein Gruppenspieleabend mit besonderen Gewinner*innen. Bei den meisten Spieleabenden oder Gameshows gewinnen die Teams oder Personen, die sich am besten schlagen, die am sportlichsten, am geschicktesten oder am schlausten sind.
So ist das Tippspiel nicht. Hier gewinnt, wer alle anderen am besten einschätzen kann.
Beim Tippspiel treten alle in verschiedenen kleinen Minispielen gegeneinander an. Jeweils 2 Personen spielen gegeneinander. Spiele und Kontrahent*innen werden spontan zufällig ausgelost. Jede Person spielt mal ein Spiel. Dabei ist es gar nicht wichtig, ob du dein Minispiel gewinnst oder nicht. Wichtig ist, wie du in dieser Gruppenstunde tippst.
Zunächst wird der grundsätzliche Spielablauf erklärt (siehe oben). Das Tippspiel besteht aus verschiedenen Runden (pro 2 Personen 1 Runde mindestens; bei 20 Teilnehmenden also mindestens 10 Runden).
Alle bekommen zu Beginn einen Tipp-Zettel, auf dem sie vor jedem Spiel eintragen, wer ihrer Ansicht nach das Spiel gewinnen wird. Nach jedem Spiel tragen alle auf ihrem Zettel ein, ob sie richtig getippt haben oder nicht. Ein richtiger Tipp gibt natürlich einen Punkt für die Endabrechnung. Alle tippen jedes Spiel – trete ich selbst an, muss ich auf mich selbst tippen.
15 mögliche Minispiele inkl. Materialliste findest du zum Download bereit, genauso wie den Tipp-Zettel.
Waren alle Teilnehmenden mindestens einmal an der Reihe und haben ein Spiel gespielt, wird zusammengezählt. Wer hat die meisten Spiele richtig getippt und gewinnt?
Beim Tipp-Spiel geht es nicht darum, selbst erfolgreich im eigenen Spiel zu sein. Es geht vielmehr darum, alle anderen richtig einzuschätzen.
In unserem Alltag schätzen wir ständig Menschen ein. Das machen wir oft ganz automatisch. Und es ist ganz natürlich. Wir versuchen sofort, oft unterbewusst, Menschen einzuordnen oder zu beurteilen. Und dann ist es wie beim Tippspiel. Manchmal liegen wir mit unserer Einschätzung goldrichtig. Und manchmal liegen wir daneben.
Lest gemeinsam die Geschichte vom barmherzigen Samariter (Lukas 10,25-37).
In diesem Gleichnis erzählt Jesus davon, dass ein Mann überfallen und schwer verletzt auf der Straße liegengelassen wird. Dann kommen verschiedene Menschen an ihm vorbei, zum Beispiel ein Priester – also ein Geistlicher, ein Jude (Christen gab es zu Jesu Zeiten ja noch gar nicht). Ein Mensch, der an Gott glaubt und die Gebote kennt. Ich hätte ja fest drauf getippt, dass der dem Verletzten hilft. Du nicht auch? Er hat es nicht getan.
Irgendwann kam ein Samariter. Das waren damals wenig angesehene Menschen. Viele Juden sahen sie als ihre Feinde an. Da hätten damals viele wahrscheinlich darauf gewettet, dass der bestimmt einfach weitergeht. Aber das tut er nicht. Gerade der, von dem es damals wohl die wenigsten erwartet haben, hilft. Er kümmert sich zuerst selbst, leistet erste Hilfe. Und dann sorgt er dafür (und bezahlt auch noch mit seinem Geld dafür), dass der Mann auch weiter gut versorgt wird und wieder gesund werden kann, als er selbst weiterreisen muss.
Großartig! Und vielleicht überraschend.
Es zeigt, dass es zwar normal ist, dass wir alle anderen Menschen ständig einzuschätzen versuchen. Aber dass wir gut daran tun, trotzdem immer mindestens zweimal hinzusehen und offen zu bleiben für andere Menschen – für das, was sie wirklich können, möchten und tun. Amen.
Eine übersichtliche Tabelle mit allen Spielen steht zum Download bereit.
Beide Spieler*innen bekommen je einen Teebeutel und nehmen davon das Papieretikett in den Mund, so dass der Beutel an der kleinen Schnur baumelt. Auf diese Weise versuchen beide den Teebeutel von einer Startmarkierung aus möglichst weit zu werfen. Wer wirft weiter?
Material: 2 Teebeutel, evtl. Maßband
Von einer Startmarkierung aus werfen beide Spieler*innen nacheinander einen Gummistiefel. Geworfen wird allerdings mit dem Fuß. Wer wirft weiter?
Material: 1 Gummistiefel
Beiden Spieler*innen wird für 30 Sekunden eine lange Zahlenfolge gezeigt. Nach Ablauf der 30 Sekunden bekommen beide Spieler*innen je ein Blatt und einen Stift und schreiben alle Zahlen auf, die sie sich gemerkt haben. Wer konnte sich mehr merken?
Material: 1 Blatt mit einer Zahlenfolge mit mindestens 20 Stellen, 2 Blatt Papier, 2 Stifte
Beiden Spieler*innen wird für 30 Sekunden viele Begriffe und Wörter gezeigt. Nach Ablauf der 30 Sekunden bekommen beide Spieler*innen je ein Blatt und einen Stift und schreiben alle Worte auf, die sie sich gemerkt haben. Wer konnte sich mehr merken?
Material: 1 Blatt mit vielen Begriffen und Worten (mindestens 20), 2 Blatt Papier, 2 Stifte
Beide Spieler*innen haben je 3 Würfe auf die Dartscheibe. Wer erzielt mit diesen drei Würfen zusammengerechnet mehr Punkte?
Material: eine Dartscheibe, 3 Dartpfeile
Beide Spieler*innen bekommen je eine Karte und einen Stift. Anschließend werden ihnen gleichzeitig Bilder von Sehenswürdigkeiten gezeigt. Die beiden markieren mit dem Stift, wo genau die Sehenswürdigkeit sich befindet (welche Stadt). Nach 5 Bildern wird aufgelöst. Wer lag bei mehr Bildern richtig?
Material: 2 Landkarten einer bestimmten Region, eines Landes oder Erdteils (wichtig ist nur, dass beide gleich sind); 2 Stifte; Bilder von Sehenswürdigkeiten (passend zur Karte); Liste mit Lösungen
Die beiden Spieler*innen kloppen gleichzeitig ihren Nagel ins Holz (beide Nägel sollten schon im Holz stecken). Wer wird zuerst fertig?
Material: 2 Holzbalken oder Baumstümpfe, 2 Hammer, 2 Nägel
Die beiden Spieler*innen haben die Aufgabe eine exakte Zeit abzuschätzen, z. B. 1 Minute. Damit sie keine Hilfe dabei bekommen, spielen sie mit Augenbinden, also blind. Auf ein Kommando beginnt das Spiel. Glaubt ein*e Spieler*in, dass die Zeit um ist, wird dies durch Handheben angezeigt. Wer liegt richtig bzw. näher dran?
Material: 1 Stoppuhr, 2 Augenbinden
Den beiden Spieler*innen gegenüber stehen zwei entzündete Kerzen. Mit den Wasserpistolen schießen die beiden ihre Kerzen auf ein Kommando hinaus. Wer löscht schneller?
Material: 2 Kerzen, Streichhölzer/Feuerzeug, 2 Wasserpistolen
Beide Spieler*innen bekommen je eine Bibel und müssen nun bestimmte Bibelstellen aufschlagen. Wer zuerst den richtigen Vers vorliest, holt einen Punkt. Wer holt zuerst 3 Punkte?
Material: 2 (identische) Bibeln, Liste mit verschiedenen Bibelstellen
Beide Spieler*innen bekommen je einen Schläger und einen Ball. Auf ein Kommando starten beide und halten den Ball mit dem Schläger hoch. Das Spiel geht so lange, bis einer Person der Ball auf den Boden fäll. Wer schafft es länger?
Material: 2 Tischtennisschläger, 2 Tischtennisbälle
Beide Spieler*innen sitzen am einem Tisch. Vor ihnen steht je eine Tasse. Ihre Aufgabe ist es nun, mit dem Trinkhalm das Cupcakeförmchen so in die Luft zu pusten, dass es in der Tasse landet. Wer das schafft, bekommt einen Punkt. Wer erzielt zuerst zwei Punkte?
Material: 2 Cupcakeförmchen, 2 Trinkhalme, 2 Tassen/Gläser (identisch)
Auf ein Kommando hin machen sich beide Spieler*innen auf den Weg und suchen 2 verschiedene Gegenstände zusammen. Einer muss rot sein, einer weich und einer quadratisch. Wer bringt zuerst alle drei Gegenstände?
Beide Spieler*innen bekommen je 5 Bierdeckel und müssen damit versuchen von einer Startmarkierung in den Eimer zu treffen. Wer erzielt mehr Treffer?
Material: 1 Eimer, 10 Bierdeckel
Beide Spieler*innen bekommen Papier und Stift. Außerdem wird ihnen ein Thema vorgegeben (z. B. Tiere). Sie haben nun 2 Minuten Zeit, zu jedem Buchstanden des Alphabets eine Tierart aufzuschreiben. Wer schafft mehr?
Material: 2 Blatt Papier, 2 Stifte, 1 Stoppuhr
»Fair sein« – ein besonders im Sport tief verankerter Gedanke. Da gibt es z. B. die »Fair Play«-Medaillen, die der DFB am Saisonende an Spieler*innen, Mannschaften und sogar Funktionär*innen verleiht und so besonderes faires Verhalten belohnt. Aber auch in anderen Sportbereichen wird »Fair Play« gelebt und gelobt Es soll verdeutlicht werden, dass faires Verhalten nicht den Erfolg im Sport gefährdet. Im Sport ist das für uns auch ein sehr nachvollziehbarer Gedanke, dem sich wohl die meisten von uns anschließen können. Egal, ob besonders »robuste« Fouls im Spiel, Doping in der Tour de France oder zu große Anzüge im Skispringen: Wir wollen, dass es fair zugeht und alle Athlet*innen die gleichen Chancen haben.
Aber wie sieht es in unserem Alltag aus, außerhalb der bunten Welt des Sports? Wie weit geht da unsere Bereitschaft, dass wir uns fair verhalten? Und was bedeutet es überhaupt, fair zu sein?
In der Begriffsdeutung fällt uns auf, dass der im Laufe des 19. Jahrhunderts »eingedeutschte« Begriff »fair« eigentlich aus dem Englischen stammt und übersetzt so viel wie »hübsch, schön, ehrlich, gerecht, angemessen« bedeutet. In der deutschen Sprache wird »fair« aber vor allem als Synonym für die moralischen bzw. ethischen Begriffe »ehrlich«, »gerecht« und »angemessen« genutzt und nicht für die ästhetischen Eigenschaften wie »hübsch« oder »schön«.
Diese Erkenntnis führt uns zu der Frage: Was sind Moral und Ethik?
Laut dem Lexikon der Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de) haben wir es hier mit zwei Begriffen zu tun, die das Handeln von Personen in den Blick nehmen. Dabei versteht sich unter »Ethik« die wissenschaftliche Betrachtung des menschlichen Handelns vor der Fragestellung, nach welchen Werten das Handeln als »gut« oder »böse« eingeschätzt wird. »Moral« ist ein verwandter Begriff, der das Handeln des Menschen mehr aus der Praxis heraus bewertet und fragt, ob es den in der Gesellschaft geltenden Regeln und Werten entspricht.
Für diese Regeln und Werte ist der Aspekt der Gerechtigkeit ganz wichtig. Aber auch dieses Wort ist mehr eine Hülle, die von den Menschen ganz individuell gefüllt wird, als denn ein festverankerter Begriff, der von allen genau gleich verstanden wird. Auch hier verweise ich auf die Definition, die man bei der bpd findet. Danach geht es darum, dass zwischen zwei verschiedenen Arten von Gerechtigkeit unterschieden werden kann: der ausgleichenden Gerechtigkeit, die zwischen verschiedenen Individuen herrscht und zum Beispiel in Kaufverträgen Gestalt gewinnt (ich gebe dir Geld und du gibst mir die Ware) und der austeilenden Gerechtigkeit, die das Verhältnis zwischen dem Individuum und der Gemeinschaft gestaltet. Zum Beispiel, wenn ich im Rahmen meiner Möglichkeiten Steuern zahle und der Staat das Geld nutzt, um zum Beispiel Sozialleistungen zu zahlen, die ich im Notfall auch erhalten würde.
Die Herausforderung in der Frage nach »Ist das gerecht?« liegt also nicht in der Unterscheidung dieser zwei Arten, sondern in der konkreten Umsetzung. Das, was Menschen als gerecht empfinden, hängt häufig von der persönlichen Betroffenheit ab. Das erleben wir immer wieder in politischen Diskussionen, wenn es zum Beispiel um die Fragen nach sozialer Gerechtigkeit, Generationsgerechtigkeit oder Klimagerechtigkeit geht. Und das erleben wir auch im persönlichen Miteinander mit unseren Nachbarn, Familienmitgliedern oder Kollegen.
Menschen, die auf der durch den Klimawandel vom Untergang bedrohten Insel Kiribati leben, haben da vielleicht ganz andere Gedanken zum Thema Klimagerechtigkeit als Deutsche, die Angst davor haben, kein neues Dieselauto mehr kaufen zu können.
Menschen, die allein durch ein Erbe zu Millionären werden, haben einen ganz anderen Blick auf die Fragen der sozialen Gerechtigkeit als Menschen, denen es aufgrund ihrer sozialen Herkunft kaum gelingt, die Armutsbarrieren zu durchbrechen, weil sie schon mit der Ungerechtigkeit der Bildungschancen in diesem Land hadern.
Menschen, die in diesem Land unter Armut leiden, haben vielleicht eher Angst davor, finanziell weniger Unterstützung vom Staat zu bekommen, wenn der auch Asylsuchende und Geflüchtete finanziell unterstützt als jemand, dessen Geldsorgen nicht in existentielle Krisen führen – sondern mehr darüber entscheiden, wie oft man dieses Jahr in den Urlaub fährt.
Das klingt alles ganz schön schwierig, abstrakt und theoretisch, oder? Ich würde sagen, das ist es gar nicht – aber … Trotzdem möchte ich versuchen, dir an Beispielen zu erläutern, dass diese Verhaltenstheorien für deinen Alltag eine große Relevanz haben – und es gleichzeitig wichtige Bausteine sind, um das Gesicht unserer Welt zu verändern. Los geht’s!
Bestimmt kennst du das »Fairtrade«-Logo, oder? Beim Einkaufen triffst du immer wieder darauf. Vielleicht wohnst du sogar in einer »Fairtrade«-Stadt oder hast eine »Fairtrade«-Schule besucht? »Fairtrade« ist aber mehr als das hübsche Logo. Es ist das Versprechen, das Leben von Menschen zu verändern. Und im Grunde gehörst du dazu. Zu den Menschen, deren Leben verändert wird. Zu denen, die das Leben anderer verändern.
»Fairtrade« ist ein Sozial-Siegel, dass dafür einsteht, dass die Menschen auf der produzierenden Seite in angemessener, ehrlicher und gerechter Art behandelt und bezahlt werden. Die Unternehmen, die dieses Siegel für ihre Produkte verliehen bekommen, setzen sich für fairen Handel ein, der dabei die Aspekte »Soziales«, »Ökonomie« und »Ökologie« besonders in den Blick nimmt.
Auf der Homepage www.fairtrade.net findest du dazu noch eine Vielzahl an Informationen, was das im Einzelnen bedeutet und wie sich das genau auf die Menschen in den produzierenden Ländern (vor allem im globalen Süden) auswirkt und wie dieses Siegel dazu beiträgt, ihr Leben positiv zu verändern.
Veränderungen in der Produktion und in der Entlohnung kosten jedoch Geld, darum sind diese Dinge teurer als andere. Aber wenn du dazu bereit bist, deinen Konsum an solchen Fairtrade-Produkten zu erhöhen, bist du Teil der Veränderung, die diese Welt braucht – und deine Anteilnahme an dem Leben und Leiden anderer Menschen verändert auch dich und dein Herz.
Dabei ist klar: Vielleicht möchtest du gerne mehr fair gehandelte Produkte kaufen, aber deine eigenen finanziellen Ressourcen sind dafür zu knapp – auf keinen Fall will ich dir kein schlechtes Gewissen machen. Aber ich möchte dich ermutigen, dieses Thema einfach mitzunehmen und andere Menschen und Institutionen damit in Kontakt zu bringen, die den Fairtrade-Gedanken auch finanziell unterstützen können. Oder dir wenigstes ein Produkt auszusuchen, dass du zukünftig fair gehandelt kaufst. Bei uns zu Hause ist das übrigens Kaffee 😊
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl anderer Möglichkeiten, einen eigenen Beitrag zu leisten, um diese Welt fairer und gerechter zu gestalten, zum Beispiel
All unsere Entscheidungen haben eine Auswirkung auf andere Menschen – so ist das, wenn man in einer Gesellschaft lebt. Niemand lebt allein für sich, man steckt immer auch in einem sozialen Netzwerk. Und selbst, wenn ich nicht alle Auswirkungen direkt miterlebe, hat mein Handeln Konsequenzen. Für andere – und damit auch für mich.
Fair zu sein und mich für Gerechtigkeit einzusetzen, macht Arbeit. Aber fair zu sein und mich für Gerechtigkeit einzusetzen, macht (besonders gemeinsam mit Freunden) auch Spaß. Und es ergibt Sinn. Für die Welt und für mein Leben.
Immer dann, wenn du nicht genau weißt, ob dein Verhalten fair ist, empfehle ich dir die »3-Fragen-Methode«, die ich bei der »Fachstelle Jugendschutz Niedersachsen« gefunden habe:
Und damit verbunden der Rat: Bei einem Nein – lass es sein!
Der deutscher Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels hat in seinen Studien übrigens herausgefunden, dass Fairness ein Verhalten ist, das einem in den meisten Situationen auch persönlich nutzt. Denn immer dann, wenn ich als Teil einer Gruppe unterwegs bin, verhilft mir mein faires und kooperatives Verhalten dazu, dass die anderen auch in Zukunft vertrauensvoll mit mir kooperieren.
Es braucht übrigens nicht viel, um eine Gesellschaft zu einem fairen und gerechten Umgang miteinander zu begeistern, wenn sie solche Werte noch nicht lebt – oder einfach noch fairer werden könnte. Studien zum Thema »committed minority« (engagierte Minderheit) kommen zu dem Schluss, dass es maximal 25 Prozent Beteiligte einer Gruppe braucht, um die Werte und Normen der Gruppe zu beeinflussen. Je engagierter diese Menschen sind, umso weniger Menschen braucht es. Die niedrigste Zahl ermittelte eine Studie mit dem Schwerpunkt »soziale Bewegung und ziviler Ungehorsam«: Hier war nur die Beteiligung von 3,5% der Bevölkerung nötig, um erfolgreich zu sein. Darum würde ich sagen: Fangen wir an!
Psychologie zu studieren, das war schon immer sein Traum. Er hat sich dafür im Abitur angestrengt, alles für seinen Traum gegeben und sich dann in ganz Deutschland beworben. Doch – es reicht nicht. Nirgends gibt es einen Platz für ihn als Psychologiestudent. Er sitzt verzweifelt am Tisch, als er die nächste Absage öffnet. Spürt Stillstand und Frust.
Sie ist glücklich mit ihrer Familie, die sie liebt. Sie spürt die Urlaubssonne auf ihrer Haut und ist zufrieden. Nach dem Sommerurlaub eine leise Ahnung – dann bekommt der Knoten einen Namen: Krebs. Das Leben wird auf den Kopf gestellt. Sie ist sauer und wütend auf Gott: Wo soll es nur hingehen? Was sich vor Wochen wie Freiheit angefühlt hat, ist auf einmal Angst, pure Enge und Ausweglosigkeit.
In den ersten beiden Zeilen beschreibt Joris genau das: Er steckt fest. Er fühlt sich „mittendrin” und doch „nur dabei”, nichts bewegt sich. Wahrscheinlich kennst du solche Momente aus deinem Leben. Wenn du feststeckst, keinen Ausweg siehst und es weder vor noch zurückgeht. Wenn du irgendwie nur „an” und „aus” bist, funktionierst, aber nicht lebst, wenn du dich bewegst und doch nur auf der Stelle trittst.
In diesem Lied steht Joris am Meer und schaut hinaus: mit all dem, was ihn belastet, mit all dem, was schwer auf seinen Schultern liegt, und mit all dem Frust. Die Bibel berichtet von zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus (vgl. Lk 24,13-35). Sie werden von ähnlichen Gefühlen geplagt, denn Jesus, ihr Lehrer und Freund, wurde gekreuzigt. Und als wäre das nicht genug, wurde sein Leichnam auch noch aus dem Grab gestohlen! Sie wissen nicht mehr weiter. Alles hatten sie auf ihn gesetzt, ihr Leben nach ihm und seinen Ideen ausgerichtet und jetzt ist er tot. Wie soll es für sie nur weitergehen?
Auf dem Weg schließt sich ihnen ein Mann an. Er ist interessiert und fragt nach, wieso die beiden so traurig und frustriert sind. Die Zwei erzählen von der aussichtslosen Situation, von ihrem Frust und ihrer Ausweglosigkeit. Am Abend bitten sie den Fremden, bei ihnen zu bleiben. Beim gemeinsamen Essen erkennen die beiden: Der Fremde ist Jesus! Er war die ganze Zeit bei ihnen, hat sie begleitet und ihren Frust und die Verzweiflung mitgetragen. Ihnen zugehört und sie ermutigt. Nach dieser Begegnung dreht sich für die beiden alles. Sie können voll neuen Mutes durchstarten. „Es riecht nach Neustart.”
Wenn du in deinem Leben ziellos in die Zukunft schaust wie auf das weite Meer und nicht mehr weißt, wie es weitergehen soll, dann wirf es Jesus hin. Sag ihm, wie es dir geht und was schwer auf deinen Schultern lastet. Jesus ist da und wartet auf dich, er sehnt sich danach, dir einen neuen Weg zu zeigen. Er hört dir zu und er begleitet dich – so wie die Jünger auf ihrem Weg.
Als Joris am Meer steht und ihm der Wind ins Gesicht peitscht, ändert sich etwas. Plötzlich spürt er Rückenwind, öffnet die Augen und erkennt endlich einen neuen Weg. Und dann beginnt er zu rennen. Den Strand entlang – „weil ich jetzt wieder weiß, wer ich bin”. Wenn du mit Jesus unterwegs bist, wird auch für dich der Moment kommen, in dem dir der Wind den Rücken stärkt und du dich aus dem Stillstand heraus auf einen neuen Weg machen kannst.
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