Jesus Christus wohnt hier!

Wenn der HERR nicht das Haus baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst. Wenn der HERR nicht die Stadt bewacht, dann wachen die Wächter vergeblich. (Ps 127,1 HfA)

Während einer Australienreise im letzten Jahr besuchte ich die Deutsche Gemeinde in Melbourne, in der ich mal für zwei Jahre gearbeitet hatte. Beim Besichtigen des inzwischen umgebauten Gemeindekomplexes entdeckte ich im Giebel des Neubaus ein großes Holzschild mit der Inschrift „JESUS CHRISTUS – Unsere Hoffnung und Zuversicht“.

Es hing früher an der Außenwand des Gemeindesaals und rief ein Erlebnis wach: Damals klingelte eine Frau an der Tür des Pfarrbüros. Sie überprüfte für die aktuelle Volkszählung die Gebäude, Adressen und Namen. Sie hatte vermerkt, dass in dem großen Gebäude Jesus Christus wohnen würde. Für sie war das Schild ein Namensschild gewesen. Lächelnd erwiderte ich: „Ja, Jesus Christus wohnt hier.“

Der Psalm 127 rät uns, Gott in alle Lebensbereiche einzubeziehen. Es beginnt mit dem privaten Lebenshaus. Wie gut ist es, dies aus der das Haus baut, dann ist Beziehung zu Gott aufzubauen und zu gestalten. Gott möchte Bauherr sein, bietet durch Jesus Christus ein sicheres Fundament und will durch seinen Heiligen Geist in uns wohnen. Er bewacht, dann wachen hilft uns, Prioritäten im Leben zu setzen und die Wächter vergeblich. bewahrt uns vor manchem Frust. Wir müssen unser Leben nicht mühsam allein aus eigener Kraft aufbauen.

Im zweiten Teil richtet sich der Blick auf die Stadt und markiert den Übergang vom privaten zum öffentlichen Leben. Hier wird unsere Begrenztheit besonders deutlich. Wie wenig können wir für die Sicherheit unserer Stadt und Gesellschaft tun! Gott bietet einen Schutz, der über alle menschlichen Sicherheitsmaßnahmen hinausgeht. Deshalb beten wir um seinen Schutz für unsere Stadt und unser Zusammenleben, um Frieden und Sicherheit.

Rufen wir seinen Namen aus und bekennen ihn als Herrn über unserem privaten Leben, unserer Gemeinschaft und Gesellschaft.

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. (Sach 4,6 L)

Stell dir ein Segelboot auf einem stillen See vor. Die Segel sind gesetzt, aber ohne Wind bleiben sie regungslos. Was tun? Paddeln wäre anstrengend und wenig effektiv. Erst wenn der Wind aufkommt, gewinnt das Boot an Fahrt. Ganz ähnlich ist es in unserem Glauben und unserer Arbeit: Wir können uns abmühen, Pläne machen und Programme entwickeln – aber ohne Gottes Geist bleibt sie häufig kraftlos.

In der Jugendarbeit sind wir oft voller Tatendrang: Wir organisieren Freizeiten, gestalten Andachten, entwickeln kreative Projekte. Doch oftmals glauben wir, alles allein stemmen zu müssen. Sacharja erinnert uns daran, dass echte Veränderung und Gottes Wirken nicht durch unsere Kraft geschieht, sondern durch seinen Geist.

Das Volk Israel war müde, der Tempelbau ins Stocken geraten. Doch Gott sagt: Meine Kraft wird euch leiten. Auch wir sehnen uns nach Veränderung, nach der „neuen Erde“ (Offb 21,1) und einer
Jugendarbeit, die junge Menschen berührt. Doch es geht nicht darum, immer mehr zu leisten. Vielmehr dürfen wir unser Tun mit Gottes Geist in Einklang bringen – wie ein Segelboot, das sich dem Wind anvertraut.

Unsere Aufgabe: Segel setzen – im Gebet, in der Stille, im Vertrauen auf Gott, auch wenn sich dadurch vielleicht die Richtung ändert.

Ich erlebe in Sitzungen häufig, dass wir nach einer kurzen Andacht sofort zur Tagesordnung übergehen. In zwei Gremien dagegen nehmen wir uns Zeit für hörendes Gebet. Wir fragen Gott nach seinem Willen und erleben, dass wir gezielter und in seinem Timing handeln. Nicht unser eigener Aktionismus, sondern seine Führung bringt uns weiter.

Gebet: Herr, oft versuchen wir, aus eigener Kraft dein Reich zu bauen. Hilf uns dabei, dass wir uns auf dich fokussieren, dass wir zu deiner Zeit tun, was du segnen wirst. Bewahre uns vor eigenem Aktionismus. Amen.

Ich bin, der ich bin. (Ex 3,14)

Mose, ein Adoptivsohn der Tochter des Pharaos, war ein gebildeter junger Mann. Doch in seinem Innern blieb er, wer er war: Nachkomme hebräischer Sklaven. Eines Tages schlug ein ägyptischer Aufseher einen seiner hebräischen Brüder. Außer sich tötete Mose ihn und musste fliehen. Im Nirgendwo ist er ein Niemand, ein Fremder.

Eines Tages ein brennender Dornbusch! Mose erstarrt. Neugierig geht er hin. Plötzlich hört er eine Stimme: „Mose!“ Erschrocken antwortet er: „Hier bin ich.“ Wieder diese Stimme: „Tritt nicht herzu, ziehe deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliges Land.“ Haben wir noch eine Ahnung für heilige Orte, wo wir Gottes Nähe spüren? Ich erinnere mich an den Besuch der Krypta in einem romanischen Dom des 12. Jahrhunderts. Eine wunderbare Erfahrung: Gott ist hier.

Gott gibt sich Mose zu erkennen: „Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“. Mose ist für Gott nicht der Niemand, der Fremde. Er ist ein Nachkomme Abrahams. Gott fordert ihn auf, zum Pharao zu gehen. Ohne Absicherung. Mose reicht das nicht. Er widerspricht: „Wenn sie mich dann fragen, wie ist sein Name? Was soll ich ihnen sagen?“

Gott geht auf Moses Einwand ein. Er nennt ihm seinen Namen: „Ich bin, der ich bin.“ Ein geheimnisvolles hebräisches Wort, bis heute verschieden übersetzt. Es ist ein Name, der mehr ist. Es ist eine sehr präzise Beschreibung, wer der Gott der Bibel ist. Die vier hebräischen Buchstaben will ich so auslegen: Mose, vertraue mir. Mache dich auf den Weg. Und du wirst erleben, dass ich keine leeren Versprechungen mache. Es wird sich erfüllen, was ich dir sage. Ich bin mit dir. Wage es.

Gebet:
Mein Gott,
ich danke dir, du siehst mich.
Ich war am Boden, du richtest mich auf.
Ich war ohne Mut, du gibst mir eine Aufgabe.
Lass mich Vertrauen finden und Vertrauen schenken. Amen

Beschreibung:  

SOS-Affenalarm, die Affen sind los! Die Affen sind ausgebrochen und müssen schnell wieder eingesammelt werden, bevor etwas Schlimmes passiert.   

Die Mitarbeitenden (Affen) sind auf dem ganzen Gelände verteilt. Die Kinder sollen in Gruppen die Mitarbeitenden einsammeln und ins Lager zurückbringen. Die Mitarbeitenden wollen aber nicht! Jeder/jede Mitarbeitende kann nur auf eine bestimmte Art überzeugt werden, der Gruppe zurück ins Lager zu folgen. Gemeinsam sollen die Kinder herausfinden, wie sie den/die Mitarbeitende überzeugen können, ihnen zu folgen damit so viele wie möglich von ihnen gerettet werden können.  

Vorbereitung:  
  • Spielgelände festlegen  
  • Lager/Station auswählen (ein Mitarbeitender/eine Mitarbeitende sollte im Lager bleiben, um die Strichliste zu führen, wie viele Affen die einzelnen Gruppen zurückbringen) 
  • Gruppen-Organisation überlegen (welche Konstellationen passen am besten)  
  • Ideale Gruppengröße: mind. 4 Kinder 
Ablauf:  

1. Begrüßung   

  • Begrüßt die Kinder (wenn ihr wollt, dann könnt ihr “SOS-Affenalarm” Musik anmachen) zum Affenspiel und erklärt ihnen die Geschichte zu dem Spiel und das Spielprinzip.  
  • Ziel des Spieles ist es, so viele Affen wie möglich zurück ins Lager zu bringen und vor einer Katastrophe zu bewahren. 

2. Spielerklärung  

  • Die Mitarbeitenden sind als Affen auf dem Gelände verteilt und müssen zurück ins Lager gebracht werden.  
  • Die Kinder sollen in Gruppen so viele “Affen” einsammeln wie möglich.  
  • Jede Gruppe darf jedes Mal nur einen “Affen” einsammeln.   
  • Die “Affen” wollen nicht einfach so mitgehen, sondern brauchen Hilfe.  
  • Die Gruppen sollen durch Beobachten oder durch Fragen herausfinden, wie sie den “Affen” überzeugen können, ihnen zu folgen  
  • Jeder Affe hat eine andere Schwierigkeit/“Macke“:  

Hungriger Affe: Dieser Affe ist hungrig und kommt nur mit, wenn man ihm etwas zu essen bringt  

Sport-Affe: Dieser Affe liebt Sport und folg der Gruppe nur, wenn sie gemeinsam Sport machen.  

Musik-Affe: Dieser Affe macht sehr gerne Musik und folgt den Kindern nur, wenn sie gemeinsam singen (bestenfalls tanzen sie auch). 

Farb-Affe: Dieser Affe liebt Farben und wünscht sich, dass die Kinder ihm irgendetwas in einer schönen Farbe bringen, dann folgt er ihnen zurück ins Lager.  

Parcours-Affe: Dieser Affe ist immer aktiv und möchte, dass die Kinder eine seiner Challenges bewältigen.  

Bastel-Affe: Dieser Affe ist sehr künstlerisch und möchte von den Kindern entweder Bastelutensilien oder ein Kunstwerk bekommen, bevor er sie ins Lager begleitet.  

Besties: Hier sind 2 Affen unzertrennlich und gehen nirgends getrennt mit. Hier müssen 2 Gruppen zusammenarbeiten. Jede Gruppe begleitet einen Affen zurück ins Lager.  

Angst-Affe: Dieser Affe ist sehr scheu und an ängstlich. Man muss sehr ruhig und nett zu ihm sein, damit er der Gruppe ins Lager folgt.  

Gelähmter Affe: Dieser Affe kann nicht mehr laufen und muss getragen/gestützt werden, um ins Lager zu kommen.   

Gedicht-Affe: Dieser Affe ist sehr poetisch und kann nur durch Reime überzeugt werden, der Gruppe ins Lager zu folgen.   

Blinder Affe: Dieser Affe kann nicht gut sehen und braucht Hilfe von der Gruppe, um ins Lager zu finden.  

Lauf-Affe: Dieser Affe läuft so lange weg, bis die Gruppe ihn gefangen hat.  

  • Wer kreativ ist, darf selbst einen Affen gestalten und eine Aufgabe festlegen.  
  • Wenn ein Affe ins Lager gebracht wurde, bleibt er dort einen Moment und entscheidet über eine neue “Macke”. Nach kurzer Zeit kann der Affe mit einer neuen Fähigkeit wieder zurück auf das Gelände und ins Spiel.   
  • Kein Affe soll zweimal hintereinander die gleiche Fähigkeit haben

 Tipp: Sagt im Lager Bescheid, welche “Macke“ ihr als nächstes nutzen wollt. Die Person im Lager behält den Überblick, damit nicht unbedingt zweimal dieselbe Fähigkeit gleichzeitig auf dem Feld ist. (nicht zwingend nötig)  

Abschluss:  

Das Spiel hat kein festes Ende, wenn die Leitung keines vorgibt. Wenn es euch passend erscheint, dann beendet das Spiel und versammelt alle Gruppen an einem Ort, um die Auswertung zu verkünden. Es ist euch selbst überlassen, wie die Platzierungen verkündet werden, aber die Kinder wissen meistens gerne, welches Team die meisten Affen gesammelt hat.   

Die andere Möglichkeit:  

Es ist keine Pflicht, die Affengeschichte zu verwenden. Die “Macken” der Mitarbeitenden können einer Geschichte individuell angepasst werden.   

Beispiel 1: Sanitöter  

Es gab einen großen Unfall mit vielen orientierungslosen Verletzten. Die Verletzten müssen schnell versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden. Einige müssen beim Gehen gestützt werden, andere brauchen einen Verband oder ein Pflaster.  

Beispiel 2: Kamele sind entlaufen   

Die Kamele sind entlaufen und ein Wüstensturm kommt immer näher. Die Kamele müssen schnell überzeugt werden, wieder ins Lager und in Sicherheit zu kommen.   

Randnotiz:  

Bei diesem Spiel ist es wichtig, dass die Mitarbeitenden die Gruppendynamik im Griff behalten und bei Schwierigkeiten möglicherweise die “Macke” so anpassen, dass die Situation unauffällig geklärt werden kann.   

Story: 

Wir reisen in den Wilden Westen. In eine Zeit, in der die Menschen noch kein Internet und keine Telefone hatten. Wenn sie Nachrichten übermitteln wollten, mussten sie Briefe schreiben. Diese Briefe wurden von Postreitern in die entlegensten Orte gebracht. Aber die weite Prärie lauerte voller Gefahren. Banditen waren unterwegs, um die Postreiter zu überfallen und wichtige Briefe oder die manchmal kostbaren Inhalte der Briefe abzufangen.  

Ziel des Spiels: 

Als Postreiter-Team so viele Briefe wie möglich richtig auszuliefern. Das Team, das die meisten Briefe richtig zustellt, gewinnt. 

Vorbereitung: 
  • In 8 Pappkartons einen Briefschlitz schneiden. Ortsnamen ausdrucken (Druckvorlage) und auf die Kartons kleben. (Die Kartons sollten sich noch einfach öffnen lassen, um die Briefe zu entnehmen. Nicht fest zukleben) 
  • Ca. 120 Briefe (bei 10 TN) auf dickeres Papier (140g-160g) ausdrucken (siehe Druckvorlage). Bei 2 Teams mit 5 Spieler/innen sollten dann für jedes Team 60 Briefe vorhanden sein. Die Briefe entweder mit unterschiedlichen Stempeln abstempeln, so dass sie zu den Teams zugeordnet werden können, oder auf verschiedenfarbiges Papier drucken (z.B. weiß und hell-beige) 
  • Bei größeren Gruppen (ab 20 TN) sollten mehrere Teams gebildet werden. Dann müssen entsprechend mehr Briefe gedruckt und den verschiedenen Teams zugeordnet werden. 
  • Die Briefkästen über das gesamte Gelände verteilen. Manche leichter zu finden, andere etwas schwieriger zu finden. 
Los geht’s:  

Die Gruppe wird in die entsprechende Zahl der Teams eingeteilt. Das Spiel wird mit folgenden Regeln erklärt: 

  • Auf das Startsignal hin holen sich alle Postreiter an der Postausgabestelle (MA) nacheinander einen Brief ab. (Entweder gibt es eine Ausgabe für alle Spieler/innen oder jedes Team hat eine eigene Ausgabe (MA). 
  • Anschließend suchen die Postreiter den entsprechenden Briefkasten, um den Brief dort einzustecken (Jedem Ort ist zusätzlich ein Symbol zugeordnet, so dass es für Kinder, die noch nicht gut lesen können, einfacher ist). Der Brief muss dabei immer in der Hand gehalten werden. 
  • Wird ein Postreiter von einem Banditen erwischt (Abticken reicht aus) muss dieser stehen bleiben, dem Banditen seinen Brief geben und sich anschließend an der Postausgabestelle einen neuen besorgen. 
  • Die Postreiter in den Teams dürfen natürlich miteinander sprechen und sich gegenseitig zeigen, wo die verschiedenen Briefkästen sind. 
  • (Die Banditen bringen zwischendrin immer wieder die erbeuteten Briefe zurück zur Poststelle) 
Ende des Spiels: 

Das Spiel endet entweder wenn ein Team alle Briefe ausgetragen hat oder wenn die festgesetzte Zeit abgelaufen ist. Anschließend wird ausgezählt, welches Team die meisten Briefe richtig ausliefern konnte. 

Auf einem kleineren Gelände mit einer kleineren Gruppe ist das Spiel erfahrungsgemäß nach ca. 15 Minuten um, weil eine Gruppe alle Briefe ausgetragen hat. Dann können weitere Runden gespielt werden, bei der ggf. die Briefkästen neu verteilt werden. 

Bei einem größeren Spielfeld mit weiteren Wegen verlängert sich die Spielzeit entsprechend. 

Variante:  

Das Spiel kann auch als einfaches Suchspiel (ohne Banditen) gespielt werden. Dann geht es nur darum möglichst schnell die richtigen Briefkästen zu finden. Diese Variante funktioniert auch im Haus und mit Vorschulkindern. 

Immer wieder liest und hört man in aktuellen Debatten von „Cancel Culture“. Aber was genau ist damit gemeint? Das erklären wir bei Mission Media.

Als im September in den USA die Talkshow des Moderators Jimmy Kimmel vorübergehend abgesetzt wurde, bezeichnete der ehemalige US-Präsident Barack Obama diesen Vorgang als „Cancel Culture“. Aber was ist damit eigentlich gemeint?

Mit „Cancel Culture“ oder „Canceln“ ist gemeint, dass öffentlich zum Boykott von unter anderem Sendungen, Filmen, Büchern, Auftritten und Produkten einer Person aufgerufen wird. Dies geschieht meistens online und häufig hat sich die Person zuvor mehrfach kontrovers geäußert. Das Schwierige an einer genauen Definition ist, dass die Bezeichnung „Cancel Culture“ sowohl von Befürworter*innen als auch von Kritiker*innen der so bezeichneten Handlungen verwendet wird.

Für Befürworter*innen ist „Cancel Culture“ ein sinnvolles Mittel, mit dem auch Minderheiten vermeintlich viel mächtigere Personen – zum Beispiel Prominente – zur Verantwortung ziehen und auf deren Fehlverhalten hinweisen können. Stichwort: MeToo.

Kritiker*innen sehen in „Cancel Culture“ einen „Modernen Mob“, der durch unverhältnismäßige Reaktionen und Shitstorms die Meinungsfreiheit gefährdet.

Problematisch ist allerdings, dass „Cancel Culture“ mittlerweile häufig nur noch als Kampfbegriff verwendet wird, um zum Beispiel die Grenzen des Sagbaren zu verschieben oder den widersprechenden Personen Überempfindlichkeit vorzuwerfen – ganz egal, ob tatsächlich jemand gecancelt wurde oder nicht.

Weiterführende Informationen:

Britannica (2024)
The Editors of ProCon; Cancel Culture: Is Cancel Culture Good for Society?
https://www.britannica.com/procon/cancel-culture-debate

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) (2023)
René Pfister; Wie die Meinungsfreiheit zum Problemfall erklärt wird
https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/diskurskultur-2023/541851/wie-die-meinungsfreiheit-zum-problemfall-erklaert-wird/

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) (2023)
Adrian Daub; Von verzerrten Evidenzen und moralischer Panik
https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/diskurskultur-2023/541852/von-verzerrten-evidenzen-und-moralischer-panik/

Chip (2022)
Oliver März; Cancel Culture: Die Bedeutung des Begriffs einfach erklärt
https://praxistipps.chip.de/cancel-culture-die-bedeutung-des-begriffs-einfach-erklaert_139181

Deutsche Welle (2020)
Philipp Jedicke; “Cancel Culture” jetzt auch in Deutschland?
https://www.dw.com/de/cancel-culture-griffige-definition-oder-nutzloser-kampfbegriff/a-54570483

Deutschlandfunk Kultur (2020)
Andrea Geier; Debatte über „Cancel Culture“: Wie Kampfbegriffe den Diskurs prägen
https://www.deutschlandfunkkultur.de/debatte-ueber-cancel-culture-wie-kampfbegriffe-den-diskurs-100.html

HateAid (2024)
Deutschland und die Cancel Culture
https://hateaid.org/cancel-culture/

Journalistikon (2022)
Martina Thiele; Cancel Culture
https://journalistikon.de/cancel-culture/

Sonntagsblatt (2023)
Oliver Marquardt; Wokeness und Cancel Culture: Was hinter dem Kampf um Worte steckt
https://www.sonntagsblatt.de/artikel/gesellschaft/wokeness-cancel-culture-kulturkampf-worte

Stuttgarter Nachrichten (2021)
Katrin Klingschad; Cancel Culture – Was ist das eigentlich?
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.cancel-culture-mhsd.94d7459f-6f15-4323-bc6c-c6b758105099.html

SWR3 (2025)
Christian Kreutzer, Niklas Behrend, Alicia Tedesco; Star-Moderator Kimmel kaltgestellt: Obama attackiert die Trump-Regierung
https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/jimmy-kimmel-ausgesetzt-charlie-kirk-trump-100.html

Zusammen im Dialog (2025)
Cancel Culture
https://zusammen-im-dialog.de/wissensplattform/cancel-culture/

Ich will dich segnen und deinen Namen groß machen, sodass du ein Segen sein wirst. (Gen 12,2 BB)

Mein Opa war sehr präsent in meinem Leben. Bis zu seinem Tod habe ich viel Zeit mit ihm verbracht. Mit seinen Liedern prägte er meine Kindheit. Als Jugendliche und Erwachsene haben sich mir seine Sprüche eingeprägt. Für jede Lebenssituation hatte mein Opa einen Spruch oder humoristischen Satz auf Lager. Als es in hohem Alter einmal um seinen möglichen Umzug in ein Altersheim ging, hörte ich, wie er sagte: „Einen alten Baum verpflanzt man nicht“.

Bevor Gott Abraham verspricht, seinen Namen groß zu machen und ihn zum Segen werden zu lassen, fordert er ihn auf, sein Land zu verlassen und sich aufzumachen ins Unbekannte, in ein Land, das Gott ihm zeigen würde. Abraham war da schon sehr alt und hatte in Haran fast alles, was es für einen erfüllten Lebensabend brauchte: Frau, Land, Tiere, Arbeit.

Der Bibeltext lässt offen, ob Abraham Zweifel an Gottes Wort hatte. Wir wissen nicht, ob Abraham dachte: „In diesem Alter ziehe ich doch nicht los und fange noch einmal woanders von vorn an.“ Vielleicht dachte er: „Einen alten Baum wie mich nochmal zu verpflanzen – verrückt!“ Doch er vertraute dem Versprechen Gottes, packte zusammen und zog los.

Gott hielt sein Wort! Sara und Abraham bekamen einen Sohn, eine neue Heimat. Abraham wurde der Vater eines großen Volkes, welches gesegnet war und zum Segen wurde.
Wenn Gott ruft, lohnt es, sich auf den Weg zu machen. Auch wenn es einem seltsam erscheint, die Umstände vermeintlich nicht passen, das Alter oder der Beruf hemmen. Das braucht eine Menge Mut und großes Vertrauen in Gott. Das fällt uns nicht immer leicht. Für Abraham hat es sich am Ende bezahlt gemacht. Warum nicht auch für uns?

Zum Nachdenken: Wann hast du dich das letzte Mal einfach so auf den Weg gemacht? Ohne Kompass, ohne Navi, nur auf Gottes Wort hörend? Lass dich leiten und höre hin, wo Gott dir im Gebet oder im Gespräch mit anderen Menschen den Weg weisen möchte.

Niemals so lange die Erde besteht, werden Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht aufhören. (Gen 8,22 E)

Niemals anders. Immer dasselbe. Nichts Neues. Wie langweilig! Die Stories in den Nachrichten unserer Zeit scheinen uns anzutreiben: immer dasselbe – das geht nicht! Aber will ich wirklich ständig etwas verändern, neu und mehr machen? Wenn ich ehrlich bin: Nein! Schöne Dinge zu wiederholen, macht auch glücklich. Ich will wieder lernen das Hier und Heute bewusst wahrzunehmen und für die Verlässlichkeit und kleinen Dinge dankbar zu sein.

Viel zu oft nehmen wir scheinbar Selbstverständliches einfach hin. Wir machen uns nicht bewusst, dass wir all das aus Gottes Schöpfung heraus geschenkt bekommen. Dass es gut ist, wie es ist. Mit seinen Gegensätzen und Wiederholungen. Man kann nicht nur säen und nicht nur ernten.

Es darf nicht nur kalt sein und nicht nur heiß. Es braucht den Sommer und den Winter, den Tag und die Nacht. Die Aufzählung des Verses lässt sich beliebig fortsetzen für viele weitere Bereiche des Lebens. Die Wiederholung ist alles andere als langweilig.

Es ist unendlich wertvoll, dass uns all das immer wieder geschenkt wird, dass sich das Leben immer wieder erneuert. Gott hat es uns so gegeben und zugesagt. Das ist seine Schöpfung. Ohne sie und ihre stete Wiederholung funktioniert das Leben nicht.

Seien wir dankbar für alles, was Gott uns schenkt. Nehmen wir es bewusst wahr und nicht als selbstverständlich hin. Die Schöpfung und das, was täglich, monatlich, jährlich neu entsteht, ist etwas ganz Besonderes.

Gebet: Gott, der allmächtige Vater, segne euch und schenke euch gedeihliches Wetter; er halte Blitz, Hagel und jedes Unheil von euch fern. Er segne die Felder, die Gärten und den Wald und schenke euch die Früchte der Erde. Er begleite eure Arbeit, damit ihr in Dankbarkeit und Freude gebrauchet, was durch die Kräfte der Natur und die Mühe des Menschen gewachsen ist.

Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht. (Gen 1,3 L)

Du betrittst einen dunklen Raum und wie automatisch gleitet deine Hand neben den Türrahmen, um einen wichtigen, gar nicht so richtig wahrgenommenen Gegenstand des Alltags zu benutzen. Gut einen Meter über dem Boden wartet er auf Berührung und revanchiert sich für den „Händedruck“ mit einer Erleuchtung. Du hast ihn sicher erkannt – den Lichtschalter.

Er ist so selbstverständlich. Wie das Licht, das er auslöst. Licht, Leuchten, Laser, LED, Glühbirnen, Taschenlampen in Handys – immer leuchtet, flimmert und strahlt irgendetwas um uns herum. Das war nicht immer so. Ganz am Anfang war Dunkel, war Chaos – Tohuwabohu. Und dann sprach Gott. Es werde Licht! Jetzt kommt Orientierung in die Welt. Wie beim Betreten des Raumes mit dem Anschalten des Lichtschalters.

Das Licht ist die Voraussetzung für alles, was danach kommt. Ein göttliches Prinzip, das sich durch die ganze Schöpfung zieht. Bis heute. Ohne Licht keine Fotosynthese. Ohne Licht sehe ich nicht nur die Hand vor Augen nicht, sondern auch den Mitmenschen nicht mehr. Auch den Legostein am Boden, der zum Stolperstein werden kann, sehe ich nicht. Kurz: Es fehlt alles, was dabei hilft, sich in dieser Welt zurechtzufinden und sie zu gestalten. Wie gut, dass Gottes Wort hier zum Lichtschalter wird – zur Möglichkeit der Orientierung.

Das gilt auch auf einer anderen Ebene: Gottes Wort bringt Licht ins Dunkel, Orientierung in der Welt und im Leben, auch in deinem.

Vielleicht liegt auf deinem Nachttisch oder in deinem Bücherregal ein häufig unscheinbarer Gegenstand, der Orientierung bietet und dessen Nutzung sich absolut lohnt. Schalte doch mal dein Licht ein und lies in der Bibel, Gottes Wort. Es erwarten dich Licht und Orientierung.

Zum Nachdenken: Nutz doch die nächsten Male, die du das Licht anmachst, für ein kurzes Gebet, ein „Lichtschalter-Gebet“, oder setz dich in einen gemütlichen Sessel, schalte das Licht ein und nimm dir Zeit für Gottes Wort.

Kommt!

Anmerkungen aus der Redaktion

Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Vorschlag! Vielleicht passt manches nicht zu eurer Situation und eurem Frömmigkeitsstil. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben, selbst zu denken. Das könnt ihr mit dieser hier vorgestellten Einheit auch tun. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behalte das Gute!”

Einführung

Bringt eure Last – wir reisen mit dem Weltgebetstag um die Welt nach Nigeria

Wir freuen uns, wenn ihr mit eurer Kirche Kunterbunt den Weltgebetstag Nigeria feiert. Für Rückmeldungen bis 30.03.2026 sind wir dankbar. Sendet uns dazu eine Mail mit dem Stichwort „Kirche Kunterbunt Weltgebetstag Nigeria“: weltgebetstag@weltgebetstag.de. Schickt gerne ein Foto von eurer Aktion mit und erzählt, was ihr wie gut nutzen konntet. Danke!

Wir verwenden im Entwurf das „Du“ und hoffen, dass das für euch passt.

Euer ökumenisches Team, das diese Kirche Kunterbunt entworfen hat:

Martina Fuchs, Pastoralreferentin und Referentin im Fachbereich Ehe und Familie, Diözese Rottenburg-Stuttgart, Stuttgart
Manuela Gouget, Diakonin für die Arbeit mit Kindern & Familien, Evang. Kirchenbezirk Freudenstadt
Mona Kuntze, IT-Dienstleisterin und Mitglied im Vorstand des Deutschen Weltgebetstags-Komitees, Soest
Simone Schreiber, Lehrerin für Deutsch und Religion und Kirche-Kunterbunt-Begeisterte, Bad Urach

Thema

Kommt! Bringt eure Last – wir reisen mit dem Weltgebetstag um die Welt nach Nigeria

Zielgedanke

Familien lernen kennen, was Menschen in Nigeria beschäftigt und wie sie mit ihren Sorgen umgehen. Daraus entwickeln sie Ideen, was ihnen bei ihren Sorgen helfen könnte.

Einführung und biblischer Hintergrund, Lebenswirklichkeit von Familien

Der Entwurf ist entstanden für den Weltgebetstag aus Nigeria, der am 06.03.2026 gefeiert wird. Immer am ersten Freitag im März wandert das Gebet um die ganze Welt und quer durch alle Konfessionen. Jedes Jahr bereiten Frauen aus einem andern Land den Gottesdienst vor. Schon seit ca. 100 Jahren wird der Weltgebetstag weltweit gefeiert. Dabei werden oft auch Spenden gesammelt für Projekte im Weltgebetstagsland und in anderen Ländern, die das Leben von Frauen und Kindern verbessern sollen. Der Weltgebetstag ist nicht nur ein bestimmter Tag, sondern eine dynamische Bewegung von Frauen und Mädchen für alle. Deshalb kann man zum Weltgebetstag das ganze Jahr über Veranstaltungen machen. Diese Kirche Kunterbunt zum Weltgebetstag Nigeria kann man auch gut zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr feiern, z.B. vor Ferien, wenn Familien auf Reisen gehen. Denn das Thema Reisen soll der Rahmen für die Kirche Kunterbunt zum Weltgebetstag sein. Jedes Jahr kann man so mit der Kirche Kunterbunt in ein neues, aufregendes Weltgebetstagsland reisen. Dazu kann gerne ergänzend das Heft „Bausteine Kindergottesdienst“ des Weltgebetstag genutzt werden, das für ca. 2€ erworben werden kann (https://www.chrismonshop.de/weltgebetstag-der-frauen-deutsches-komitee-e.-v.-bausteine-kindergottesdienst-5269.html, alternativ auch als Download erhältlich).

Reisen kennen viele Familien: sie verreisen in den Urlaub, mal ganz weit mit dem Flugzeug, oder machen Entdeckungsreisen in der Nähe. Sie sind neugierig auf das Fremde in der anderen Kultur, auf das andere Essen, die andere Sprache, die andere Religion…

Zu jedem Weltgebetstag gibt es ein bestimmtes Motto, das aus der Bibel stammt. Für den Weltgebetstag aus Nigeria stammt das Motto „Kommt! Bringt eure Last“ aus Matthäusevangelium (Mt 11, 28-30): „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Der Glaube an Jesus Christus bewahrt uns zwar nicht vor den Lasten des Lebens, aber er kann Vertrauen schenken, dass Jesus unser Joch mitträgt, unsere Last so leichter wird und wir zur Ruhe kommen können. Diese Erfahrung kann uns ermutigen, anderen Menschen in unserer Nähe und weltweit zu helfen, ihre Last zu tragen.

Willkommens-Zeit

Ideen für die Willkommens-Zeit (ca. 20-30 Minuten)

Die Familien begeben sich im Rahmen des Weltgebetstags auf eine Reise durch die Welt mit dem Ziel Nigeria. Dieses Gefühl wird direkt beim Ankommen vermittelt.

Dazu einige Ideen:

Auf die Reise, fertig, los
Jemand aus dem Team spielt eine*n Flugbegleiter*in oder Rieseleiter*in und leitet die Familien an. Gerne auch mit passender Kleidung. Die Familien bekommen einen Reisepass, den sie ausfüllen (Vorlage Reisepass s. Dokument Materialsammlung). Der Reisepass enthält Platz für Stempel, die sie bei den Stationen später sammeln können, ähnlich wie Stempel bei der Einreise in ein Land.

Der Geschmack der Jackfruit
Ladet die Familien auf einen exotischen Willkommens-Drink ein: Mischt aus gleichen Teilen ein Getränk aus Papaya-, Mango- und Bananensaft. Je nach Geschmack kann auch ein Spitzer Zitrone ergänzt werden. Gekühlt und mit Eis genießen. Saft kann man zwar keinen aus der Jackfruit machen, aber diese Frucht ist vielseitig einsetzbar, z.B. auch als Fleischersatz.

Funfact zur Jackfruit
Die Jackfruit gehört zur Familie der Maulbeergewächse und wächst auch in Nigeria. „Optisch liegt die Jackfruit irgendwo zwischen Riesenlitschi und Gürteltier mit Noppen außen auf der Schale. Doch das wirklich Ungewöhnliche ist nicht ihr Aussehen. Es ist die Größe. Die Früchte des Jackfruitbaums können bis zu einen Meter lang und zwischen 40 und 50 Kilogramm schwer werden. Damit sind sie definitiv Weltrekordhalter als schwerste und größte Baumfrucht auf diesem Planeten.“
(https://www.geo.de/wissen/ernaehrung/jackfruit–was-kann-der-fleischersatz–30423700.html, 13.11.25)

Namensschilder in Form der Jackfruit
Material: Tonpapier in grün (alternativ: Moosgummi), Schere, doppelseitiges Klebeband zum Befestigen an der Rückseite, Filzstift.

Nach dem Ankommen geht es gemeinsam weiter:

  • Anfangslied der Kirche Kunterbunt wird gesungen (individuell je nach Kirche Kunterbunt vor Ort)
  • Die Familien werden begrüßt und eingeladen, sich gegenseitig zu begrüßen.
  • Auf der Landkarte wird gezeigt, wo Nigeria liegt. Wenn es einen Beamer gibt, können auch Fotos aus Nigeria gezeigt werden (man findet Fotos im Internet oder als fertige Bilderpräsentation im Download-Paket 2 »Download Kindergottesdienst« für rund 3€).
  • Der Ablauf wird erklärt und die Stationen für die Aktiv-Zeit werden vorgestellt.
a bunch of green fruit hanging from a tree
Quelle: Simone Schreiber

Aktiv-Zeit

Station 1: Viele Worte für das Gleiche: Würdet ihr alles verstehen?

Zielgedanke
Die Familien lernen die unterschiedliche Bedeutung von Begriffen in verschiedenen Dialekten kennen und lernen, dass sich verständigen mehr ist als die richtigen Vokabeln zu verwenden.

Material/Vorbereitung
Druckt das Quiz auf dickerem Papier aus und schneidet die einzelnen Dreiecke aus. Legt die Wörter in Großbuchstaben auf einem Tisch aus. Mischt die anderen Karten „päckchenweise“ und gebt sie an die Familien zum Zuordnen. Auf normalem Papier, evtl. auch kleiner ausgedruckt, haltet ihr die Lösung für die Familien bereit.

Stationsbeschreibung

In Nigeria gehören die Menschen vielen verschiedenen Bevölkerungsgruppen an. Innerhalb dieser Gruppen wird oft eine eigene Sprache oder ein eigener Dialekt gesprochen. Insgesamt gibt es mehr als 500 verschiedene Sprachen und Dialekte in Nigeria! Die Amtssprache ist Englisch. In der Schule lernen alle Kinder Englisch.

Auch bei uns klingt die deutsche Sprache nicht überall gleich, weil es verschiedene Dialekte gibt. Manche Wörter haben in unterschiedlichen Gegenden andere Bedeutungen. Ein Pfannkuchen ist z.B. in Berlin etwas anderes als in Süddeutschland. Und für manche Dinge gibt es mehrere Begriffe.

Um dem ein bisschen auf die Spur zu kommen, haben wir ein kleines Quiz für euch vorbereitet.

Auf dem Tisch sind Kärtchen mit Worten in Großbuchstaben verteilt. Nehmt euch ein Päckchen mit weiteren Kärtchen. Zu jedem in Großbuchstaben geschriebenen Wort gibt es drei passende Begriffe aus unterschiedlichen Dialekten. Versucht, die Begriffe zuzuordnen. Wenn ihr fertig seid, könnt ihr euer Ergebnis mit der Lösung vergleichen.

Gesprächsimpuls/Impulsfragen
Was könnt ihr machen, wenn ihr euch irgendwo nicht so gut verständigen könnt? Und was macht ihr, wenn ihr euch trotz der gleichen Sprache nicht gut versteht?

Station 2: „Meins und Deins“ – interaktive Geschichte zum (un)gerechten(Ver-)Teilen

Zielgedanke
Die Familien steigen in das Thema „Teilen“ ein und lernen die spezifischen Herausforderungen Nigerias kennen.

Material/Vorbereitung
ein großes Stück Stoff (ca. 1,5 x1,5 m), feiner Sand (z.B. Vogelsand aus Tierhandlung), schlichte Holzfiguren, ggf. kleiner Rechen, 2-3 Schafe (z.B. von Playmobil), grüne Papierstreifen als Hirse, Schokoladen-Riegel (z.B. Duplo)
Der Sand wird auf dem Tuch verteilt, so dass eine plane Fläche entsteht, dann wird die Geschichte darauf erzählt.

Stationsbeschreibung
Der Norden Nigerias besteht hauptsächlich aus Trockensavanne und ist dementsprechend karg und nur in den Regenphasen fruchtbar. Hier kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Bauern und Hirten: während die Bauern unter erschwerten Bedingungen versuchen Nahrungs- und Futtermittel anzubauen, kämpfen die Hirte auch um ihr Auskommen. Da das Nahrungsangebot auch für die Tiere der Hirten sehr begrenzt ist, kommt es immer wieder dazu, dass die Hirten ihre Tiere auf dem Feld der Bauern grasen lassen, was unrechtmäßig ist. Aus dieser existentiellen Not heraus entsteht ein Konflikt zwischen Bauern und Hirten. Die Geschichte soll die Situation im Norden Nigerias verdeutlichen. Im nächsten Schritt geht es darum, Vorschläge für mehr Gerechtigkeit zu machen. Da diese existenzielle Not für die KiKu-Familien oft sehr weit weg ist von ihrem eigenen Erfahrungsfeld, gibt es zum Abschluss noch eine konkrete Aufgabe zum Thema Teilen (Schokoriegel teilen ohne Hilfsmittel).

Der/die Erzähler*in leitet die Geschichte ein mit folgenden Worten: „Hallo und herzlich Willkommen in Nigeria! Wir schauen heute mal einem Hirsebauern und einem Hirten über die Schulter!“

Bauer:   Heute soll es wieder sehr heiß werden! Gut, dass ich schon so früh aufge-standen bin. Jetzt aber einmal kurz durch den Boden geharkt und dann schnell die Hirse aussäen.

(Bauer macht sich emsig an die Arbeit und recht durch den Sand.)

So, jetzt säe ich die Hirse ein! Zum Glück braucht sie kaum Wasser und sehr viel Sonne! Und von der haben wir ja genug. (lacht)

(Bauer sät Hirse ein.)

Wenn alles gut läuft habe ich in 5 Monaten meine Hirse! Die Ernte werde ich dann auch dringend brauchen: meine Familie wächst und ich habe kaum noch etwas vom letzten Jahr. Vielleicht werde ich mir sogar etwas von meinem Nachbar leihen müssen… (geht ab)

(Papier als Hirse wird in den Sand drücken.)

Hirte:    (nähert sich langsam den Hirsefeld, Schafe dazu)

Oh, ich bin so erschöpft! Schon wieder ist ein Bach eingetrocknet und die Tiere finden nichts mehr zu fressen. Es ist einfach zu trocken, es wächst nichts mehr.

(jammert) Was soll ich bloß machen? Meine Frau hat letzte Woche unser 7. Kind zur Welt gebracht. (stolz) Einen Sohn! Recht klein ist er und dünn! Ich hoffe, er kommt noch zu Kräften.

(verzweifelt) Aber um meine Frau mache ich mir Sorgen. Sie ist von der Geburt so geschwächt und wir haben kaum noch etwas zu essen zu Hause. Wenn meine Schafe so dünn und klapprig sind, kann ich sie auf dem Markt nicht verkaufen. Da gibt mir niemand etwas dafür! Oh, da wächst ja was! Ohja! (immer freudiger). (enttäuscht) Aber es ist ein Feld! Das gehört jemanden, da kann ich nicht meine Tiere drauf lassen. (Pause)

(Schafe versuchen die Hirse zu fressen)

(energisch) Geht ihr wohl da weg!

(nachdenklich) Andererseits – wenn meine Frau und meine Kinder doch auch Essen brauchen … Und wenn die Schafe doch nur ein bisschen was davon fressen, fällt es vielleicht gar nicht auf…

(Hirte gibt nach und lässt die Schafe fressen)

Bauer:   (verzweifelt) Ich habe wirklich keinen Krumen Brot mehr zuhause und mei-ne Kinder schreien nach Essen. Heute muss ich nachsehen, ob die Hirse schon reif ist.

(sieht Hirten und seine Herde, schreit) Was tust du da? Was fällt dir ein! Es ist MEINE Hirse! Weg da!

Hirte: Aber ich brauche auch etwas für meine Tiere! Meine Familie ist hungrig!

Bauer: Aber du kannst dich doch nicht einfach an meinem Feld bedienen! Wo kommen wir denn da hin?

Erzähler*in:   Habt ihr eine gute Idee, wie die zwei den Streit lösen könnten?

(Ideen werden genannt.)

Erzähler*in: Vielen Dank für euer Ideen! Die meisten von uns sind keine Hirten oder Bauern. Und trotzdem haben wir mindestens eine Sache gemeinsam: Wir müssen teilen.

Eure Aufgabe ist jetzt Folgende: Teilt diesen Schokoriegel (Duplo) fair und gerecht unter euch auf. Ihr habt keine Hilfsmittel. Los geht’s!


Gesprächsimpuls/Impulsfragen:

  • Wie was das für euch? Hat es gut geklappt?
  • Was teilst du im Alltag? (dein Zimmer, deine Spielsachen, Mama und Papa…)
  • Wann fällt dir das Teilen schwer?
  • Wie kann Teilen Spaß machen?
Station 3: Quiz „Schwarzes Gold“

Zielgedanke
Nigeria ist reich an Erdöl-Vorkommen. Erdöl wird auch „schwarzes Gold“ genannt, denn es ist eine dunkle Flüssigkeit, mit der man viel Geld verdienen kann. Aber Förderung und Verarbeitung schaden dem Ökosystem und es steht nur begrenzt zur Verfügung. Die Familien entdecken, in wie vielen Alltagsgegenständen Erdöl steckt und wie sie zu einem nachhaltigen Umgang beitragen können.

Material/Vorbereitung
Tuch oder Tischdecke, Spielzeug-Auto oder eine Tankstelle, Plastiktüte, PET-Flasche, Zahncreme, Kosmetik: Shampoo, Cremes, Duschgel, Make-Up, Jutebeutel/Brotbeutel, Farben/Lacke, Medikamente, Zahnbürste, Kaugummi, Eierkarton, Tupperdose, Badehose/anzug, Strumpfhose

Stationsbeschreibung
Die Wirtschaft in Nigeria lebt vom Verkauf von Erdöl und verarbeiteten Rohölprodukten. Erdöl wird auch „schwarzes Gold“ genannt, denn es ist eine dunkle Flüssigkeit, mit der man viel Geld verdienen kann. Für die Erwachsenen: Rund 45% des Staatshaushaltes wurden 2024 durch Erdöleinnahmen finanziert. Aber leider verschmutzen und zerstören viele Tonnen Rohöl immer wieder das Ökosystem des Nigerdeltas. Wofür braucht man Erdöl eigentlich? Erdöl wird nicht nur zum Tanken und Heizen benutzt, sondern ist auch in vielen Alltagsgegenständen. Überlegt und sortiert, in welchen Gegenständen Erdöl enthalten ist und in welchen nicht. (Die Auflösung findet ihr auf dem Blatt unter dem Tuch). Welche Alternativen könnt ihr verwenden, um Erdöl einzusparen?

Da steckt Erdöl drinDa steckt kein Erdöl drin
Strumpfhose
Badehose
Plastikflaschen (PET-Kunststoff)
Medikamente: Aspirin, Ibuprofen
Shampoo
Waschmittel
Seife
Handy
Kaugummi
Matratzen, Schaumstoffe
Jutebeutel
Eierkarton
Glasflasche
Wattestäbchen oder Zahnbürste mit Bambus

Wir können ohne Erdöl nicht leben. Aber wir können versuchen, den Verbrauch zu reduzieren.

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Kurz-Info

Erdöl kann zu ganz unterschiedlichen Produkten/Stoffen weiter verarbeitet werden. Diese heißen z.B. Polyamid, Benzol oder Polyurethan. Polyamid wird oft Bekleidungsstoffen beigemischt, weil sich die Stoffe dann auf der Haut angenehmer anfühlen. Benzol wird in der Herstellung von Medikamenten verwendet. Und aus Polyurethan kann man Schaumstoffe herstellen, die z.B. in unseren Matratzen oder Sofas verarbeitet werden.

weitere Infos:

Rund 90% unserer Alltagsgüter werden heute aus Erdöl hergestellt. Denn Erdöl ist eigentlich ein Sammelsurium aus vielen unterschiedlichen Bestandteilen. Mindestens fünfhundert verschiedene Verbindungen, hauptsächlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff, sind darin enthalten. Auch in unserer Kleidung findet sich Erdöl bzw. seine Derivate: Denn oft wird der Baumwolle Polyamid – das ist ein Nebenprodukt aus der Erdölfraktionierung – zum angenehmeren Tragen beigemischt. In hoher Konzentration findet sich Polyamid in den elastischen Fasern von Strumpfhosen, Badesachen und in Sportkleidung.

Und selbst in der Medizin werden häufig Erdölderivate genutzt. Etwa neun von zehn Tabletten werden heute aus Erdöl-Derivaten hergestellt. So ist in einer Aspirin-Tablette zum Beispiel Benzol verarbeitet, ein aus Öl gewonnener Baustein. Und das Schmerzmittel Ibuprofen besteht zu 100% aus Erdölderivaten.

Erdöl ist aber auch in vielen Alltagsprodukten wie Shampoo, Waschmittel, Seife, Haarspray, Zahnbürste, Cremes und Make-Up. Aber auch in Kreditkarten, Fernsehern, Handys und Rechnern. Ein weiteres Nebenprodukt aus Erdöl ist Polyurethan. Es bildet den Ausgangsstoff für Schaumstoffe – zum Beispiel für Matratzen oder Sofas.

Nicht zuletzt ist Erdöl auch in fast allen modernen Kaugummis verarbeitet. Sie bestehen fast ausschließlich aus synthetischen Rohstoffen. Den „Gummi“-Anteil bilden dabei in der Regel Polymere auf Erdölbasis.

Obwohl der Erdöl-Preis im vergangenen Jahr deutlich rückläufig war, ist eines sicher: Die weltweiten Erdölreserven sind begrenzt, irgendwann wird der für das weltweite Wirtschaftsleben so wichtige Rohstoff zu Neige gehen. Darum suchen Forscher weltweit nach Alternativen zum „Schwarzen Gold“. Diese Alternativen könnten das Erdöl eines Tages verdrängen: Elektro statt Benzin, alternative Heizungen (Wärmepumpe), Milchsäure im Plastik, Plastik aus Maisstärke…

Gesprächsimpuls/Impulsfragen

  • Was macht ein Land reich? Sind es die Schätze, die im Boden sind, die Menschen, ihre Fähigkeiten oder das Miteinander…
  • Erdöl ist ein Rohstoff, den wir nur begrenzt zur Verfügung haben. Was können wir tun, um sorgsam damit umzugehen?
  • Wo könnten wir als Familie im Alltag mehr Mehrweg-Produkte statt Einweg-Produkte nutzen?
  • Wenn du Erfinder*in werden würdest: was würdest du erfinden, damit wir weniger Erdöl im Alltag brauchen?
Station 4: Kissenbezug batiken: „Komm, ruh aus!“

Zielgedanke
Kinder und Erwachsenen probieren eine kunsthandwerkliche Technik aus Nigeria aus und finden heraus, was ihnen hilft, auszuruhen.

Material

  • Pro Familie einen Kissenbezug (40×40 cm) aus Baumwollstoff, entweder aus dem Bas-telversand oder selbst genäht.
    Dazu könnt ihr z.B. alte Leintücher upcyceln. Unter dem Stichwort „Kissenbezug mit Hotelverschluss nähen“ findet ihr
    im Internet Nähanleitungen.
  • Batikfarbe in verschiedenen Farben (achtet darauf, dass die Farbe schon bei niedrigen Temperaturen verwendet
    werden kann, sonst schmilzt das Wachs!).
  • evtl. Farbfixierer (gibt es passend zur Batikfarbe!)
  • mehrere Eimer für die Farben
  • einen Eimer mit klarem, warmem Wasser
  • Schnur oder dickeres Baumwollgarn zum Abbinden
  • Wasser und Salz
  • Karton
  • Stifte
  • weißes Bienenwachs (z.B. von einer Kerze abgeschnitten)
  • Einmalhandschuhe
  • alte Löffel oder Holzstäbchen zum Verrühren
  • Plastiktüten
  • Anleitung für die Familien für Daheim

Vorbereitung
Wascht die Kissenbezüge einmal vor. Schmelzt das Bienenwachs im heißen Wasserbad. Steckt in jeden Kissenbezug ein Stück Karton als „Schreibunterlage“, damit das Wachs nicht durchdrückt. Tragt auf jeden Kissenbezug mit einem dünnen Borstenpinsel den Schriftzug „Komm, ruh aus“ mit Bienenwachs auf. Achtet darauf, dass die Fläche ca. 15×15 cm groß ist. Nicht größer, damit die Familien später genügend Platz zum Knoten haben.

Bereitet am Tag der Kirche Kunterbunt die Eimer mit den Batikfarben vor, ebenso die Schnüre und die kleinen Kartonstücke für die Namenskärtchen.

Die Familien können an eurer Station die Kissenbezüge noch durch Abbinden bearbei-ten und dann färben.

Während die Farbe einwirkt, können sie an die anderen Stationen weitergehen. Mindest-Einwirkzeit ca. 30 min, gern auch länger. Ggf. könnt ihr danach die gefärbten Stücke in den Farbfixierer geben.

Wascht nach der Einwirkzeit die überschüssige Farbe grob aus.

Gebt den Familien ihre Kissenbezüge in einem Plastikbeutel mit. Zusätzlich benötigen sie noch zwei Einmalhandschuhe und das Kärtchen aus der Materialsammlung. (Es sind mit Absicht vier Seiten vorbereitet. Markiert sie für den Druckauftrag und gebt „4 Seiten pro Blatt“ an und schneidet das bedruckte Blatt auf Postkartengröße zurecht).

Alternativ können die Familien die Kissen mit Stoff-Stiften bemalen, oder ihr bereitet statt der Kissenbezüge Stoffwimpel vor, die an einem Holzstab oder einem dünnen Zweig be-festigt werden können.

Stationsbeschreibung
In Nigeria wie auch in anderen afrikanischen Ländern werden traditionell Stoffe mit kunstvollen Mustern gefärbt. Es gibt ganz viele verschiedene Muster. Teilweise deuten die Muster auf besondere Ereignisse hin, zum Beispiel dass jemand heiratet, oder die Bilder stehen für eine bestimmte Botschaft.

An dieser Station könnt ihr euch einen Kissenbezug batiken. Die Botschaft der Kirche Kunterbunt wird beim Färben sichtbar: „Komm, ruh aus!“ Bestimmt findet ihr daheim ei-nen schönen Platz, z.B. auf dem Sofa, wo euch das Kissen immer wieder zum Ausruhen einlädt.

Nehmt euch einen Kissenbezug. Bindet mit den Schnüren kleine Zipfel ab. Zieht die Schnur dazu richtig fest und verknotet sie gut. Spart dabei die mit Wachs vorbereitete Fläche aus. Nehmt für einen Zipfel eine richtig lange Schnur. Bindet an das Ende der Schnur ein Stück Karton, auf das ihr euren Familiennamen geschrieben habt.

Taucht euren Stoff kurz in das klare Wasser, damit er feucht wird.

Dann sucht euch aus, welche Farbe euer Kissenbezug haben soll und legt ihn in den entsprechenden Eimer. Lasst das Kartonstück aus dem Eimer heraushängen, damit es nicht mit eingefärbt wird.

Am Ende der Kirche Kunterbunt könnt ihr euren gefärbten Kissenbezug mit nach Hause nehmen.

Gesprächsimpuls/Impulsfragen:

  • Manchmal geht es ganz schön stressig zu und es ist gar nicht so einfach zur Ruhe zu kommen. Was hilft euch, wirklich ausruhen zu können?
  • In welchen Situationen tut es euch besonders gut, wenn jemand zu euch sagt: „Komm, ruh aus!“
  • Gibt es einen Ort, an den ihr euch zum Ausruhen gerne zurückzieht?
  • In der Bibel lädt Jesus ein: „Komm, ruh aus!“ Wie könnte das ganz praktisch gehen, bei Jesus auszuruhen? Und wie fühlt es sich an?
Mit Wachs vorbereiteter Kissenbezug; Quelle: Foto Martina Fuchs
Mit Schnüren abgebunden. Schrift freilassen!
Quelle: Foto Martina Fuchs
Quelle: Foto Martina Fuchs
Station 5 Action-Station: Lasten tragen

Zielgedanke
Im Bibeltext taucht das Wort “Joch” mehrmals auf. „Joch“ gehört bei den meisten nicht zum alltäglichen Wortschatz – auch, wenn es ein mehrfaches Teekesselchen ist (Och-senjoch, Säulen- oder Brückenjoch, Glockenjoch, das Timmelsjoch oder der Jochpass, Jochbein, Tragejoch …). Zu Zeiten von Traktor, Gabelstapler und Rucksack ist uns das Bild vom (Trage-) Joch nicht mehr vertraut. In anderen Regionen der Erde sind Joche bis heute in Gebrauch – als ein Hilfsmittel, mit dem Menschen schwere Wassereimer oder Sandsäcke tragen oder Tiere schwere Wagen ziehen können.

Die Erfahrung, dass durch ein Hilfsmittel Lasten nicht einfach weg sind, diese aber bes-ser und einfacher zu tragen sind, wird an dieser Station spielerisch vermittelt.

Material/Vorbereitung

  • ~10 mit Wasser gefüllte 1- oder 1,5-Liter-(PET-)Flaschen oder vergleichbare Gewich-te/Gegenstände
  • 2 Beutel (Jutebeutel, Müllbeutel o.ä.)
  • Rucksack
  • Besenstiel
  • Klebeband, Flatterband, Pylone o.ä. zum Markieren einer Strecke
  • bei Wettkämpfen ggf. mehrere Rucksäcke und Gewichte/Flaschen
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Stationsbeschreibung
Wisst ihr, was ein Tragejoch ist? Das ist eine Stange, mit der Körbe, Eimer oder ähnliche Behältnisse transportiert werden. Früher war das Tragjoch eines der wichtigsten Trans-portmittel in weiten Bereichen der Welt. Auch heute gehört es noch in einigen Ländern zum Straßenbild. Hier bei uns kennen am ehesten Kanufahrer*innen ein Tragejoch – das kann in der Mitte vom Kanu eingebaut werden, damit man das Kanu tragen kann.

An dieser Station könnt ihr ausprobieren, wie gut ihr Dinge mit und ohne Hilfsmittel tragen könnt.

Aufgaben / Challenges:

  •             Wie viele Wasserflaschen kannst du transportieren …
  •              … ohne Hilfsmittel?
  •              … mit einem Beutel?
  •              … mit einem Rucksack?
  •              Fülle den Rucksack, so voll es geht.
  •              Kannst du den Rucksack alleine tragen?

Wenn ja, wie lange/weit?

  • Schiebt den Besenstiel durch die Schulterschlaufen des Rucksacks und tragt ihn zu zweit. Fasst jeweils an einer Seite des Besenstiels an und geht nebeneinander oder legt euch jeweils
    ein Ende des Besenstiels auf eine Schulter und geht hinter-einander.
  • Variationen:
    • größere Entfernung
    • Parcours mit Hindernissen
    • andere Gegenstände tragen
    • Wettbewerb, Staffel

Gesprächsimpuls/Impulsfragen

  •              Bei uns sieht man im Alltag ein Joch als Hilfsmittel nicht (mehr). Was hilft heute beim Tragen und Transportieren schwerer Dinge?
  •              Wo brauchst du (manchmal) Hilfe, weil dir etwas zu schwer ist? Wer oder was hilft dir?
Station 6: Vielfalt spüren

Zielgedanke
Die Familien erfahren, wie vielfältig die Landschaft in Nigeria ist. Im Barfußpfad erfühlen sie die Vielfalt hier bei uns.

Material/Vorbereitung

  • Steine, Laub, Äste in unterschiedlicher Länge und Dicke, Sand, Schotter, Wasserbecken, ggf. Schlamm, Zapfen, Kastanien, Rindenmulch
  • lange Äste als Umrahmung der einzelnen Felder
  • Augenbinden

Der Barfußpfad wird draußen eingerichtet. Dazu werden zunächst mit den langen Ästen eine äußere Wegumrandung gelegt. Danach werden die einzelnen Felder voneinander abgetrennt und mit den unterschiedlichen Materialien befüllt.

Eine Person bekommt die Augen verbunden und wird von einer zweiten Person durch den Barfußpfad geführt. Dabei ist darauf zu achten, genügend Zeit zum Wahrnehmen und Fühlen zu lassen. Außerdem sollte ein Abstand von mehreren Metern zu dem nächsten Paar gehalten werden.

Alternativ können für den Herbst und Winter im Vorfeld Fühlkisten vorbereitet werden. Auch hier können die verschiedenen Materialien verwendet werden. Hier eigenen sich Schuhkartons, in die in den Deckel ein Griffloch geschnitten wurde.

Stationenbeschreibung

Nigeria ist vielfältig: Während im Norden des Landes Trockensavannen das Landschaftsbild bestimmen, findet sich im Süden die Küstenregion mit ihren Mangroven-sümpfen. Aber auch Regenwald und und ein Hochplateau (bis 1829 m) prägen die Landschaft.

„Ein markantes Merkmal des Landes sind der südwestlich verlaufende Strom Niger und sein südöstlich verlaufender Nebenfluss Benue, die in Nigeria zusammenfließen und im Nigerdelta in den Golf von Guinea münden. Das Nigerdelta gehört zu den größten Flussdeltas der Erde und dehnt sich auf einer Fläche von ca. 70.000km² aus. Das ent-spricht ungefähr der Größe Bayerns.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria 13.11.25)

Auch bei uns ist die Landschaft vielfältig. Das könnt ihr im Barfußpfad erleben. Geht immer zu zwei zusammen. Eine Person bekommt die Augen verbunden und wird von der anderen Person durch den Barfußpfad geführt. Danach kann getauscht werden.

Gesprächsimpuls/Impulsfragen

•             Wie war es, über die unterschiedlichen Untergründe zu gehen, ohne etwas zu sehen?

•             Was hat dir geholfen, weiterzugehen?

•             Hast du immer gleich gewusst, welches Material du unter den Füßen hast?

•             Welches hast du als angenehm empfunden, welches nicht? Warum?

Station 7: „Kommt! Bringt eure Last“ – Wer trägt mit?

Zielgedanke
Die Familien haben die Möglichkeit zur Ruhe kommen, Schweres und Belastendes loszulassen und zu reflektierteren, was ihnen gut tut.

Material/Vorbereitung
Station für eine ruhige Atmosphäre gestalten, z.B. mit Tüchern, Kerzen, einem Kreuz, Sitzkissen, verschiedenen Duftölen (als Riechbar), Steinen, „Spickzetteln“ (siehe Materialsammlung), Stifte für Steine und Papier, evtl. ruhiger Musik.

Stationsbeschreibung
Nicht immer ist das Leben leicht und sorgenfrei. Es gibt Dinge, die wie eine schwere Last auf unseren Schultern liegen und unsere Stimmung niederdrücken können. Das können z.B. Sorgen oder Ängste sein. Wie schön wäre es, wenn wir das einfach wie einen schweren Rucksack am Ende eines langen Tages in die Ecke stellen könnten! „Kommt! Bringt eure Last.“ Dazu lädt Jesus uns ein. „Ich trage sie mit, und ich will euch so Ruhe schenken.“ Die Last verschwindet dadurch nicht. Aber allein das Wissen, dass jemand mitträgt, entlastet.

Was ist gerade schwer für dich? Was belastet dich?

  • Schreibe es auf einen Stein und lege ihn am Kreuz bei Jesus ab.
  • Du kannst auch der Person an der Station sagen, was bei dir gerade los ist und sie bitten, für dich zu beten.
  • Vielleicht kennst du jemanden, der gerade eine schwere Last zu tragen hat. Wenn du magst, kannst du auch für sie einen Stein beschriften und/oder für sie beten.

Wenn es uns gutgeht, wissen wir oft ganz genau, was uns guttut. Aber wenn es gerade eh’ schon schwer ist, scheint dieses Wissen manchmal wie vergessen.

Für diese Zeiten kannst du dir einen „Spickzettel“ schreiben. Da könnte z.B. stehen:

  • Zur Lieblingsmusik (Titel aufschreiben!) tanzen, bis ich aus der Puste bin oder mein Lieblingslied laut mitsingen – egal wie falsch, Hauptsache, es tut gut!
  • Einen langen Spaziergang machen.
  • Ein Stück Schokolade ganz langsam mit geschlossenen Augen auf der Zunge zergehen lassen.
  • Mich ganz fest in den Arm nehmen lassen.
  • An einen Ort gehen, wo mich niemand hören kann, und Ärger/Wut/Traurigkeit laut rausschreien.
  • Mich beim Sport austoben (welche Sportart?)
  • Mit jemandem über das Schwere reden
  • Malen / Basteln /Werkeln
  • Beten

Vielleicht magst du gerade auch einfach gar nichts tun. Dann mach es dir gemütlich und lass die Stimmung auf dich wirken 😊.

Station 8: Wilde Tiere basteln

Zielgedanke
Nigeria ist ein Land in Afrika. Viele Kinder verbinden mit Afrika eine reiche Tierwelt, die wir nur aus dem Zoo oder aus Bilderbüchern kennen. Neben den verbreiteten Nutztieren (Hühner, Rinder, Ziegen und Schafe) und einer Vielfalt an Vögeln und Schmetterlingen gibt es dort auch wilde Tiere: Löwen, Elefanten, Gorillas, Schimpansen und verschiede-ne Antilopenarten sind in Nigeria heimisch. In Flussläufen findet man auch Krokodile und Flusspferde.

Als Erinnerung an unsere Reise nach Nigeria dürfen die Kinder sich ein wildes „Klorollen-Tier“ basteln.

Material/Vorbereitung

  •              Klorollen
  •              Vorlage „Klorollentiere“ (siehe Materialsammlung)
  •              Farben und Pinsel oder alternativ buntes Papier zum Bekleben der Klorollen
  •              Zeitungspapier oder Wachstuch-Tischdecken
  •              Wasserbehälter zum Auswaschen der Pinsel
  •              Wackelaugen oder Augensticker
  •              Buntes Tonpapier
  •              Federn
  •              Schwarze Filzstifte oder Eddings
  •              Scheren, Nagelscheren
  •              evtl. Pfeifenputzer für die Affenarme

Deckt die Tische mit Zeitungspapier oder Wachstuchtischdecken ab. Stellt Klorollen und Farben in die Mitten des Tisches. Zusätzliches Material wie Tonkarton, Wackelaugen und Scheren könnt ihr auf einen extra Tisch legen.

Stationsbeschreibung
Die Kinder entscheiden sich für ein Tier und malen die Klorolle in der Farbe des Tiers an. Es ist wichtig, nicht zu viel Farbe aufzutragen, sonst dauert die Klorolle zu lange zum Trocknen. Alternativ kann dünnes, farbiges Papier um die Klorolle geklebt werden; dann können die Kinder direkt weiterarbeiten.

Anschließend werden die Körperteile ausgeschnitten und aufgeklebt: Kopf, Ohren, Rüs-sel, Augen. Danach werden Augen und Münder mit einem schwarzen Filzstift oder Ed-ding aufgemalt.

Manche Tiere werden noch eingeschnitten (Beine bei Elefant und Nilpferd, Schlange wird rundherum geschnitten). Da sollten die Erwachsenen helfen.

Die Federn kann man mit Tesafilm ankleben (das ist einfacher als mit Heißkleber).

Gesprächsimpuls/Impulsfragen:

  •              Hast du ein Lieblingstier? Weißt du, wo dieses Tier lebt?
  •              Welches afrikanische Tier würdest du gerne mal treffen?
  •              Wenn ihr zusammen in den Zoo geht: bei welchen Tieren wollt ihr unbedingt vorbei-gehen?
  •              Gott hat sich unsere Welt ganz vielfältig und bunt ausgedacht. Die Tierwelt, aber auch uns Menschen. Du kannst
    ihm dafür danken, jedes Mal wenn du an deinem Klorollen-Tier vorbeiläufst.
Foto: Manuela Gouget

Foto: Manuela Gouget

Station 9: Abendritual-Gebetssäckchen basteln/füllen

Zielgedanke

Der zentrale Gedanke des aktuellen Weltgebetstags „Kommt! Bringt eure Last“ wird verbunden mit einem Abendritual zum Loslassen bzw. Abgeben von dem, was am Tag belastend war. Die Familien können mit dem gebastelten Säckchen den zentralen Gedanken mit nach Hause in ihren Alltag nehmen.

Durch das Säckchen, die ätherischen Öle von Lavendel / Rosmarin und ein Abendgebet werden verschiedene Sinne angesprochen und das Abendritual kann zu einem ganzheitlichen Erleben werden.

Material / Vorbereitungen

  • getrockneter Lavendel und/oder Rosmarin (gekauft oder aus dem Garten abgeschnittenen und getrocknet)
    Bei Bedarf kann auch etwas Lavendelöl auf das Säckchen geträufelt werden, um den Duft zu verstärken. (Bei ätherischem Lavendelöl bitte die  Sicherheitshinweise beachten, da z.B. bestimmte Inhaltsstoffe bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen können.)
  • kleine Säckchen (im Vorfeld genäht aus Leinen- oder Baumwollstoffstücken z.B. aus Küchentüchern oder ausrangierten Kissenbezügen), kleine Stofftaschentücher oder Einmal-Teefilter
  • Band, um das Säckchen zu verschließen
  • Karten mit Abendgebet (siehe Materialsammlung)

Stationsbeschreibung

An dieser Station könnt ihr Duftsäckchen basteln.

Das Duftsäckchen kann helfen, abends zu Ruhe zu kommen. Nach einem langen Tag mit vielen Erlebnissen, Eindrücken und Entdeckungen fällt es abends oft schwer fällt, zur Ruhe zu kommen, „auf Knopfdruck“ abzuschalten und einzuschlafen. Abendrituale können dabei helfen: mit dem Duftsäckchen in der Hand könnt ihr den Tag Revue passieren lassen – überlegen, was ihr erlebt habt, was euch gefreut hat, was anstrengend war, was vielleicht auch nicht gut war, beängstigend oder worüber ihr euch Sorgen macht. Mit einem Abendgebet könnt ihr das alles Gott geben.

Nehmt ein Säckchen / ein Stück Stoff / einen  Einmal-Teefilter und füllt trockenen Lavendelblüten hinein. Verschließt das Säckchen mit dem Band. Nehmt euch eine Karte mit einem Abendgebet und befestigt sie mit dem Band

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Feierzeit

Gedanken zur Verkündigung

Gedanken zur Verkündigung

Herzlich Willkommen zur Feierzeit! Ihr habt euch während der Aktivzeit auf eine große Reise gemacht. Ihr habt an den Aktivstationen viel über das Land Nigeria erfahren und euch ist immer wieder das Motto des Weltgebetstags „Kommt! Bringt eure Last“ begegnet.

  • Ihr habt beim Sprachenquiz erfahren, dass es in Nigeria ganz viele verschiedene Sprachen gibt, und ihr habt getestet, wie gut ihr Begriffe in unterschiedlichen deutschen Dialekten versteht.
  • Ihr habt ausprobiert, wie das mit „meins“ und „deins“ geht, und gemerkt, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, Sachen gerecht zu verteilen.
  • Ihr habt gemerkt, wo überall Öl enthalten ist. Öl, das ist für die Wirtschaft in Nigeria ganz wichtig.
  • Wie kreativ die Menschen mit Wachs und Stofffarben sind, das habt ihr erfahren und dann auch selbst ausprobiert beim Batiken. Bestimmt seid ihr schon ganz gespannt, wie eure Kissen ganz fertig aussehen werden!
  • Wie Lasten tragen geht, das habt ihr ganz spielerisch ausprobiert. Und sicher gemerkt, dass das gemeinsam leichter ist!
  • Ihr habt erfühlen können, wie vielfältig Landschaften sein können – wie in Nigeria.
  • Ein paar Tiere, die es dort gibt, habt ihr nachbasteln können.
  • Und ihr konntet zur Ruhe kommen, Schweres und Belastendes loszulassen versuchen und eine Idee bekommen, wie ihr daraus ein Ritual am Abend machen könntet. Vielleicht wird ja Lavendel in Zukunft euer Gute-Nacht-Duft!

„Kommt! Bringt eure Last.“ Diese Einladung kommt von Jesus. Er hat gesagt: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“
Erquicken und Joch – das sind zwei ganz alte Begriffe, die wir gar nicht so gut kennen. Aber quicklebendig sein, das kennt ihr vielleicht, oder? Jesus will, dass wir quicklebendig sind.
Er bietet uns dazu sein Joch an. Das ist so ein Teil, mit dem man leichter Lasten tragen kann, und mit dem man Lasten auch gemeinsam tragen kann. Jesus sagt also: „Kommt! Bringt eure Last. Ich trage eure Last mit. Ich bin mir dafür nicht zu schade. Ich trage eure Last mit, damit ihr´s leichter habt, damit ihr quicklebendig sein könnt. Und damit ihr zur Ruhe kommt.“
Zur Ruhe kommen, das ist oft gar nicht so einfach. Wenn man so richtig angespannt ist, weil was so richtig doof war, weil man Sorgen hat oder Angst, dann ist entspannen, zur Ruhe kommen, echt eine Herausforderung. Ich vermute, manche von den Erwachsenen kennen das: dann dreht sich das Gedankenkarussell abends im Bett, wenn man endlich seine Ruhe hätte, und dann kann man ewig nicht einschlafen, weil man den Kopf nicht ausschalten kann wie die Nachttischlampe.


Aber was passieren kann, wenn man es trotzdem versucht, zur Ruhe zu kommen, auch bei Jesus, das möchte ich mit euch ausprobieren.
Spannt dazu mal eure Hände ganz fest an. Zieht die Arme fest zu euch her und macht ganz fest Fäuste. So kann es sich auch anfühlen, wenn ich was im Griff haben will.
(Pause, in der die Anspannung gehalten wird.)
Und jetzt lasst ganz bewusst wieder los.
Was ist passiert? Vielleicht ist es euch gar nicht aufgefallen, aber als ihr die Hände so angespannt hattet, habt ihr ziemlich sicher auch die Luft angehalten oder ganz flach geatmet.
Und mit dem Entspannen habt ihr automatisch eure Hände geöffnet und wieder ausgeatmet.
Ganz unbewusst habt ihr die Hände wie zu einer Schale geformt auf dem Schoß. Und ihr könnt wieder frei atmen, so richtig durchschnaufen.
So stelle ich mir das vor, wenn Jesus uns einlädt und sagt: „Kommt! Bringt eure Last.“ Bei mir könnt ihr ablegen, was euch das Leben schwer macht wie die Steine, die ihr beschriftet konntet. Bei mir könnt ihr befreit durchschnaufen. Ich fülle eure Hände und euer Herz mit neuer Kraft und mit Hoffnung. Vertraut mir: ich bin da. Ich trage eure Lasten mit. Weil ich will, dass ihr quicklebendig seid und zur Ruhe kommen könnt.

Fürbitte-Aktion

Material/Vorbereitungen:
Die Steine in einem Körbchen bereit halten, die an der Chill-Station beschriftet wurden. Diese werden später am Kreuz / auf dem Altar abgelegt. Außerdem einen (Riesen-) Luftballon aufblasen und „DANKE“ daraufschreiben.

An der Chill-Station habt ihr auf Steine geschrieben, was euch gerade belastet oder was Menschen in eurer Umgebung das Leben schwer macht. Wir lesen vor, was auf den Steinen steht und legen sie am Kreuz bei Jesus ab. Weil er auferstanden ist und an Ostern den Tod besiegt hat, dürfen wir ihn voller Vertrauen darum bitten, dass er mitträgt und von uns nimmt, was uns daran hindert, quicklebendig zu sein. Steine vorlesen und am Kreuz ablegen (übernimmt jemand aus dem Team).

Und wir wollen Jesus auch sagen, was unser Leben leicht macht, wofür wir dankbar sind. Dafür lassen wir den großen Danke-Ballon durch die Luft fliegen und wer ihn weiterstößt, darf laut oder eine leise einen Sache sagen, für die er oder sie dankbar ist. Eine*r aus dem Team beginnt: Großer Gott, wir wollen dir Danke sagen. Danke für jeden Menschen, der heute hier ist.
Dann den „DANKE“-Ballon in die Luft werfen.
Am Ende den „Danke“-Ballon fangen, zur Seite legen und laut gemeinsam „AMEN“ rufen.

Lieder

3-4 Lieder werden in der Willkommens- und in der Feier-Zeit zusammen gesungen.

Passend zum Weltgebetstag Nigeria findet ihr Lieder im Heft „Bausteine Kindergottesdienst“ (Bausteine Kindergottesdienst| Chrismonshop), z.B.

  • If you´re happy und you know it, clap your hands, S. 4
  • Kindermutmachlied, S. 7
  • Segenslied: Segen, Gottes guter Segen, S. 8

Daneben passen auch folgende Lieder zum Thema „Kommt! Bringt eure Last“ (zu finden im Internet. Bitte die entsprechenden Rechte beachten.):

  • Wo ich gehe, bist du da (Detlev Jöcker)
  • Er hält die ganze Welt in seiner Hand
  • Spar dir deine Sorgen (Mike Müllerbauer)
  • Sei mutig und stark (Mike Müllerbauer)
  • Wenn du mich brauchst (Daniel Kallauch)
  • Vor dir sind wir alle gleich (Mike Müllerbauer)
  • Runtergekommen, abgestiegen (Daniel Kallauch)
  • Lege deine Sorgen nieder (Sefora Nelson)
  • Kommt, atmet auf, ihr sollt leben (Peter Strauch)
  • Gott mag Kinder (Daniel Kallauch)

Essens-Zeit

Rezepte
  • „Jollof Rice“ aus Bausteine Kindergottesdienst S.19 (alternativ Tomatenreis)
  • „Shuku shuku – nigerianische Kokosbällchen“ als Snack in der Willkommenszeit, aus Bausteine Kindergottesdienst S.19 a
  • „Zobo Drink – Hibiskustee nigerianischer Art“ aus Bausteine Kindergottesdienst S.19
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