YOU/C “Happy Day”

Hier findest du Material von YOU/C zum Song “Happy Day”.
Wenn du mehr zu YOU/C wissen willst, kannst du ganz unten auf der Seite nachschauen.

Das Playback (Instrumental) zu dem Song kannst du per E-Mail anfragen: you-c@ejwue.de

Hier siehst du das Musikvideo und weiteres Videomaterial zu dem Song (einfach im Video in der rechten oberen Ecke auf das Playlist-Symbol klicken).
Weiteres Songmaterial findest du unter dem Video.

Audiospur Sopran

Audiospur Alt

Audiospur Tiefe Stimme

Chordsheet & Lyrics

Zwei- bis Dreistimmige Chornoten


YOU/C, die Sing-Community, will Jugendliche deutschlandweit für das (gemeinsame) Singen begeistern und miteinander vernetzen. Bestehende Teenie- und Jugendchöre möchte YOU/C unterstützen und auch dabei helfen, dass neue Gruppen entstehen, die zusammen singen. Dafür kommt das Team von YOU/C in Gemeinden und Bezirke und veranstaltet mit den Leuten vor Ort YOU/C-Days. Außerdem wurden mehrmals im Jahr moderne Songs mit zugehörigem Songmaterial über www.you-c.online veröffentlicht. Zu jedem Song gibt es ein zwei- bis dreistimmiges Chorarrangement, Tutorials und innovative Zusatzmaterialien, mit denen Interesse geweckt, Spaß vermittelt, Gottes Liebe spürbar gemacht und beim Singen und Üben der Songs unterstützt werden soll.

YOU/C ist Teil von „musikplus“ im Evangelischen Jugendwerk Württemberg (EJW) und kooperiert mit der Stiftung Creative Kirche in Witten.

Die Bibel im Ohr!

bibletunes ist ein Podcast-Format, das dir die Bibel auf eine alltagstaugliche und frische Weise erschließt. Anstatt selbst zu lesen, kannst du dir Bibeltexte anhören – begleitet von verständlichen und inspirierenden Auslegungen, die mitten ins Leben sprechen. Jede Episode dauert ca. 10 Minuten.

In den einzelnen Staffeln wird jeweils ein biblisches Buch Vers für Vers durchgearbeitet oder in den Spezial-Reihen ein zentrales Thema aufgegriffen – zum Beispiel Gnade, Gebet im Alltag oder die jüdischen Hintergründe der Bibel. So erhältst du sowohl vertiefendes Hintergrundwissen als auch praktische Impulse für deinen Alltag.

Die Psalmen bilden dabei ein besonderes Angebot:

  • Sonntags erscheinen neue Episoden, bestehend aus zwei Teilen – einer PUR-Folge mit dem gelesenen Originaltext und einer künstlerisch gestalteten Neuvertonung im KREATIEF-Podcast.
  • Zusätzlich gibt es zu jedem Psalm eine MAKOM-PDF mit Anwendungsbeispielen und Vertiefungsmöglichkeiten für dein persönliches Studium oder für Gruppen.

Du findest bibletunes auf allen gängigen Podcast-Plattformen, auf der Website www.bibletunes.de sowie in der bibletunes App für Apple- und Android-Geräte. Dort erhältst du einen schnellen Überblick, welche biblischen Bücher und Themen bereits als Staffeln verfügbar sind.

bibletunes eignet sich sowohl für dich allein als auch zur gemeinsamen Nutzung in Gruppen. So kannst du die Bibel Schritt für Schritt in kurzen, gut verständlichen Einheiten entdecken.

Das Ziel 

Starter  

Johannes war nicht der Größte und Wichtigste – aber trotzdem war er wertvoll. Auch du musst nicht der Beste sein, um wertvoll zu sein.

Checker  

Johannes bereitet die Menschen darauf vor, dass Jesus kommt. Wahre Größe zeigt, wer Jesus – und nicht sich selbst – groß macht.

Der Text an sich  

Nachdem in Johannes 1,6-8 und 15 nur ganz kurz von Johannes und seinem Auftrag die Rede ist, kommt er hier selbst zu Wort.
V.19: Die Leviten sind die Nachkommen eines der zwölf Stämme Israels, die von den Söhnen Jakobs abstammen. Als das Volk Israel das Land Kanaan eingenommen hatte, bekam jeder Stamm ein Gebiet zugewiesen. Der Stamm Levi nicht. Er wurde mit der Aufgabe betraut, für das geistliche Wohl zu sorgen (5. Mose 10,3; 5. Mose 18,1). Sie waren die Priester und Tempeldiener. Johannes der Täufer war auch aus dem Stamm Levi (Lk 1,5). Wenn hier diese geistliche Führung aus Jerusalem kommt, um Johannes zu befragen, wird klar, dass sie offiziell abklären wollen, wer dieser Johannes ist und wie er eingestuft werden sollte. Das Urteil dieser Männer war dann für die Bevölkerung bindend. Mit dieser Befragung wurde das „Zeugnis“ offiziell, amtlich.
V.20: Obwohl die Priester eigentlich nur fragen: „Wer bist du?“, erkennt Johannes sofort den tieferen Sinn dieser Frage. Sie wollen wissen, ob er der verheißene Messias sei. Manche der Menschen, die zu Johannes strömten, dachten das wohl auch. Aber Johannes stellt das eindeutig klar. Er verwendet die Worte, die Jesus später auch verwenden wird: ‚Ich bin‘, die von ihrem Wortstamm auf den göttlichen Jahwenamen (ich bin, der ich bin; 2.Mose 3,14) hindeuten. Aber er sagt deutlich: Ich bin nicht …
V.21: Die Priester wussten, was die alten Schriften ankündigten: Nämlich, dass vor dem Messias der Prophet Elia wiederkommen wird (Maleachi 3,23). Darum wollten sie von Johannes wissen, ob er dieser Elia sei. Später erklärt Jesus tatsächlich, dass Johannes in der gleichen Aufgabe und Kraft wie Elia kam (Matthäus 11,14). Johannes selbst wollte sich diesen besonderen Titel nicht geben. Er blieb bescheiden und sagte: „Nein, das bin ich nicht.“, und zeigte damit, wie demütig er war.
V.22: Nachdem die Priester nun wissen, dass Johannes nicht das ist, was sie von ihm dachten, überlassen sie ihm die Deutung seiner Person.
V.23: Johannes weiß, dass die Priester die Verheißungen aus dem Alten Testament kennen. Deshalb antwortet er ihnen mit der nun richtigen Stelle aus Jesaja 40,3. Dort ist es eine Aufforderung. Johannes aber sagt wieder „Ich bin“. Und nun setzt er ein, als was er sich sieht: eine Stimme in der Wüste, die dem Herrn den Weg bereitet.
V.24: Die Pharisäer waren eine religiöse Partei. Wenn die Priester von ihnen gesandt waren, hatten diese Fragen auch eine politische Dimension.

V.25: Wenn Johannes einfach nur gepredigt hätte, wäre das nicht so brisant gewesen. Es gab damals viele Redner, deren Rufe dann aber schnell wieder verhallten. Aber dann taufte Johannes Menschen und das hatte weitreichende Konsequenzen. Denn bis dahin waren Leute bei ihrem Übertritt vom Heidentum zum Judentum getauft worden. Johannes aber taufte nun fromme Juden – das war neu. Und es schockierte die Leute, weil das hieß: Auch sie mussten umkehren und sich vorbereiten. Einige erinnerten sich dabei an das Versprechen aus Hesekiel 36,25, indem Gott ankündigt: „Ich will euch mit reinem Wasser besprengen.“ Darum war ihnen klar, dass diese Taufe mit dem Kommen des Messias zusammenhängt. Und daher erregte das Taufen des Johannes so großes Aufsehen.

V.26: Johannes bestätigt das und weist gleich darauf hin, dass die Prophezeiung schon Wirklichkeit geworden ist. Dass der Erwartete schon da ist, ihn aber noch niemand kennt.
V.27: Johannes stellt durch seine Demut klar, wie groß der Kommende sein wird. Die Menschenmenge um Johannes war groß, das Aufsehen, das er erregte, ebenso. Er war eine berühmte Persönlichkeit. Aber der Kommende wird um ein Vielfaches größer sein. Ihm gegenüber würde er nicht einmal würdig sein, die niedrigste Arbeit an ihm zu leisten. Die Schuhe der Gäste auszuziehen, übernahmen damals die niedrigsten Sklaven. Für Johannes war es nicht wichtig, dass er selbst groß herauskam, sondern Jesus.

Der Text für mich  

Wie sieht es bei mir aus mit meiner Selbsteinschätzung? Habe ich genug Demut, mir einzugestehen, dass ich nicht die oder der Größte bin? Trotzdem bin ich wertvoll, weil Jesus sein Leben für mich gab. Ich will zurücktreten und auf Jesus hinweisen. Er steht im Vordergrund.

Der Text für dich  

Unsere Sicht auf die Kinder ist: Sie alle sind wichtig und einzigartig. Wir hoffen darauf, dass das den Kindern auch grundsätzlich klar ist. Doch während manche unsicher sind und immer wieder an ihrem Selbstwert zweifeln, gibt es auch Situationen, in denen Kinder sich überschätzen und in denen ihr Selbstwertgefühl auch in Egoismus und Egozentrismus umschlagen kann. Einzelne Kinder wollen immer im Mittelpunkt stehen und ziehen auf Biegen und Brechen alle Aufmerksamkeit auf sich. Hier jedoch geht es darum, dass sie auch eine andere Selbsteinschätzung lernen. So wie Johannes nicht der Größte war, sondern auf den hinwies, der größer ist als er, so können sich die Kinder auch eingestehen, dass sie nicht das Zentrum der Welt sind. Und das auch gar nicht sein müssen, um anerkannt zu werden. Sie sind nicht immer die Besten in allen Bereichen und das müssen sie auch nicht sein, um wertvoll zu sein. Eine gesunde Demut zeugt von Größe. An dieser Stelle ist es wichtig, dass Kindern lernen, das richtige Maß zu finden.

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 Herzlich willkommen!

Am Eingang werden Stühle bereitgestellt. Gleich an der Tür werden die Kinder von den Mitarbeitenden empfangen. Die nehmen ihnen die Jacken ab und bitten sie freundlich, sich zu setzen, damit sie ihnen aus den Schuhen helfen können. Die Mitarbeitenden ziehen jedem Kind die Schuhe aus und ziehen ihnen, wenn möglich, warme Socken an. Wichtig dabei ist: Fragt die Kinder, ob ihr ihnen die Schuhe ausziehen dürft. Manchen ist das evtl. unangenehm. Dann dürfen sie sich die Schuhe auch selbst ausziehen.

Idee 2 – Kordel drehen

Alle Kinder brauchen ein (Kopf-)tuch, das durch eine Kordel festgehalten wird. Dieses Kopftuch sollen sie während der Verkündigung tragen. Die Kordel dazu wird nun hergestellt.
Als Material benötigt man verschiedenfarbige Wolle, Stifte und Scheren.

Jedes Kind schneidet sich aus der Wolle fünf bis zehn Fäden von drei Metern Länge und knotet sie an beiden Seiten zusammen. Eine Seite befestigt man nun an einem Tischbein oder Stuhlbein, durch das andere Ende zieht man einen Stift. Nun spannt man die Fäden und dreht den Stift propellerartig in eine Richtung, bis die Wollfäden gut eingedreht sind. Jetzt findet man die Mitte des Stranges und hält die mit einer Hand fest. Gleichzeitig führt man mit der anderen Hand die beiden Enden zusammen, hält die gut zusammen fest. Nun lässt man die Mitte los und schon beginnt sich die Kordel zusammenzudrehen. Durch Ausstreichen löst man unebene Stellen. Wenn die Kordel gleichmäßig eingedreht ist, wird die Kordel vom Tisch- oder Stuhlbein gelöst und die beiden Enden zusammengebunden.

Verkündigung  

Verkündigungsart: Erzählung aus Sicht eines Priesters

Alle Kinder bekommen ein Tuch. Mit ihrer gedrehten Kordel (siehe Idee 2) binden sie sich das auf den Kopf. Nun sehen sie aus wie Kinder, die im Tempel Unterricht haben. Ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin schlüpft in die Rolle eines Priesters und hängt sich ein buntes Gewand um, bedeckt seinen Kopf mit einem Tuch und befestigt es mit einer bunten Kordel als Stirnband.


“Liebe Kinder! Ich begrüße euch hier in der Thoraschule. Heute werden wir uns mit einer Bibelstelle aus dem Jesajabuch beschäftigen. Das ist ein ganz wertvolles Buch. Schon vor 700 Jahren hat uns Gott darin wunderschöne Dinge angekündigt. Heute lesen wir von einem dieser Versprechen (der „Priester“ liest Jesaja 40,1-5 vor).

Stellt euch vor: Ich war gestern am Jordan. Da ist ein Mann, der behauptet, dass das aus dem Jesajabuch jetzt Wirklichkeit geworden sein soll. Er sagt, er sei dieser „Jemand“, der diesem Herrn den Weg bahnen will. Und dieser Herr ist ja nicht irgendein Mann. Sondern das wird Gott selbst sein. Ich habe mich erkundigt, wer der Mann ist: Er heißt Johannes. Vor ungefähr 30 Jahren kam ein Engel zu seinem Vater Zacharias, als der gerade im Tempel war. Der Engel sagte zu Zacharias, dass seine Frau bald ein Kind bekommen werde, und er solle ihm den Namen Johannes geben. Der Engel sagte auch, dass dieses Kind als Erwachsener zum Wegbereiter für Gott würde, der auf die Erde kommen werde. Zacharias und seine Frau waren aber schon alt und deswegen hat Zacharias gelacht und gesagt, dass sie überhaupt keine Kinder mehr haben könnten. Aber der Engel hat gesagt, dass das für Gott kein Problem sei. Damit Zacharias erkennen konnte, dass das alles wahr ist, konnte er nicht mehr sprechen, bis der kleine Johannes geboren wurde. Er ist der Mann, der draußen am Fluss Jordan steht.

Alle Leute laufen zu ihm und hören ihm zu. Die Leute meinen, er sei selbst der versprochene Herr. Aber er selbst sagt, dass er es nicht ist. Deswegen mussten wir Leviten und Priester das einfach mal klären. Denn wir sind dafür verantwortlich, was die Menschen glauben. So bin ich gestern mit anderen also dorthin gegangen. Es war eine riesengroße Menschenmenge versammelt. Wir sind zu Johannes hingegangen und haben ihn gefragt: „Wer bist du?“ Er hat geantwortet: „Der Prophet Jesaja hat es schon gesagt: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Räumt die Hindernisse aus dem Weg, damit der Herr kommen kann!“.

Das ist doch ungeheuerlich! Oder ist es etwa wahr? Kann das sein? Die anderen haben gleich noch weitergefragt. Aber ich war so damit beschäftigt darüber nachzudenken, dass ich gar nicht mehr alles mitbekommen habe. Dann habe ich nur noch gehört, wie Johannes gesagt hat: “Aber mitten unter euch lebt schon der, auf den wir warten. Ihr kennt ihn nur noch nicht. Er kommt nach mir; dann ist meine Aufgabe erfüllt. Aber ich bin nicht einmal würdig, ihm die Schuhe auszuziehen.“ Da steht er: Johannes. Hunderte Menschen hören ihm zu. Er ist zurzeit der gefragteste Mann im Land. Alle wollen ihn hören. Ich habe mich umgesehen. Da standen Soldaten neben Fischern, Frauen und Kindern, Arme und Reiche. Und Johannes sagt: „Ich bin nicht wert, dass ich dem Kommenden die Schuhe ausziehe.“ Also Schuhe ausziehen, das machen bei uns doch die dümmsten Diener. Und er sagt das? Ich muss sagen, der Mann gefällt mir. Da müssen wir uns noch ausführlich darüber unterhalten. Aber jetzt ist erst mal Unterrichtspause.”

Die andere Idee  

Die Schneeflocken (siehe Kreatives) werden gebastelt. Anschließend werden sie abfotografiert und mit einem Beamer einzeln an die Wand geworfen. Oder sie werden herumgereicht. Dabei wird jede Flocke gemeinsam bestaunt. Wir stellen fest: Jede Schneeflocke ist anders – und trotzdem sind alle schön und wertvoll.

In der Mitte liegt eine große Schneeflocke oder ein Plakat mit der Aufschrift „Jesus“. Nach und nach werden die bestaunten Schneeflocken um das Plakat herum gelegt. Am Ende liegen dort also viele Schneeflocken und in der Mitte ist Jesus.

Nun wird übergeleitet zur Geschichte von Johannes: Wie diese Schneeflocken sind wir alle verschieden, weil Gott uns einzigartig gemacht hat. Und in unserer Mitte, im Mittelpunkt unseres Lebens, möchte Jesus sein. Ich erzähle euch heute von Johannes, dem Täufer. Er wusste: Nicht er, sondern Jesus gehört in den Mittelpunkt.
Nun wird die biblische Geschichte mit Hilfe von Spielfiguren erzählt. Für den Jordan kann ein blaues Tuch hingelegt werden.

Der Text gelebt    

Spiel

Der Größte und der Kleinste

Alle laufen frei im Raum. Auf Zuruf „Der Größte!“ müssen sich die Kinder ganz groß machen, in dem sie sich strecken und auf Zehenspitzen stellen. Auf den Zuruf „Der Kleinste!“ hocken sich alle so klein wie möglich hin. Dieses Spiel passt auch als Überleitung zur Verkündigung, weil es in heute darum geht, dass jemand der Größte ist.

Aktion

Echte Größe oder Angeber

Die Kinder stellen sich der Herausforderung, den Unterschied zwischen „echter Größe“ und „Angeber“ herauszuarbeiten:

Auf einer Seite des Raumes klebt das Wort „Angeber“ an der Wand, auf der anderen das Wort „Echte Größe“. Die Kinder halten sich in der Mitte des Raumes auf. Ein Mitarbeiter zitiert nun einen der folgenden Sätze:

  • Keiner sieht so gut aus wie ich.
  • Ich darf mir immer den besten Patz aussuchen.
  • Ich lasse dich vor (beim Anstellen).
  • Ich rede immer dazwischen und alle müssen mir zuhören.
  • Such du dir zuerst eine Süßigkeit aus.
  • Ich helfe beim Aufräumen.
  • Ich bin zuerst dran.
  • Ich warte auf dich, wenn du nicht so schnell bist wie ich.
  • Ich teile meine Schokolade mit dir.
  • Hol mir meine Jacke.

Die Kinder entscheiden nun, wer diesen Satz eher sagen würde: Ein Mensch mit echter Größe oder der Angeber. Sie laufen jeweils zu dem Wort ihrer Wahl.

Am Ende wird kurz über die Aktion gesprochen:

Es gibt Dinge, die wirken total groß oder wichtig – aber eigentlich geht es nur ums Angeben. Es macht einen Unterschied, wie ich Dinge sage. Sage ich etwas, weil ich mich darüber freue? Oder sage ich Dinge, damit ich besser dastehe, mich größer machen will, als die anderen – also angeben möchte? Das passiert uns allen mal. Und das ist auch völlig in Ordnung. Trotzdem ist es gut, wenn wir darauf achten. Und wenn wir uns bewusst machen: echte Größe bedeutet z.B., dass ich anderen helfe, mit ihnen teile, dass ich freundlich bin. Johannes war so jemand: Er wollte nicht selbst im Mittelpunkt stehen, sondern auf Jesus hinweisen und ihn groß machen. Und das Geniale ist: Wir dürfen auch echt groß sein – nicht, indem wir angeben, sondern indem wir Jesus groß machen und anderen Gutes tun.

Gespräch 

Johannes zeigt: Jesus ist der Wichtige, nicht er selbst. Überlegt mal: Wenn ihr euren Freunden von Jesus erzählen würdet – was würdet ihr sagen, wie oder was Jesus für euch ist?

  • Für manche ist Jesus das Licht, das alles hell macht (Joh 1,9).
  • Andere erleben ihn als stark und mächtig (Joh 1,12).
  • Manche sehen ihn als jemanden, der liebevoll und herrlich ist (Joh 1,14).

Was bedeutet Jesus für dich persönlich?

Klar möchten fast alle manchmal gerne im Mittelpunkt stehen, anerkannt und gelobt werden, uns besonders fühlen. Aber was finden wir grundsätzlich besser: Möchten wir lieber selbst im Mittelpunkt stehen oder ist es schöner, wenn andere durch uns merken: Jesus ist großartig, er ist der Mittelpunkt?

Denn: Echte Größe heißt nicht, dass ich immer gewinnen muss, sondern dass in meinem Leben sichtbar wird, wie gut Jesus ist. Wahre Größe zeigst du, wenn du wie Johannes andere Menschen auf Jesus hinweist. Johannes hat dazu mal gesagt (vgl. Joh 3,30): „Sein Einfluss muss wachsen, meiner muss abnehmen.“ Oder anders gesagt: „Er muss immer größer werden, und ich immer geringer“. Damit meinte Johannes nicht, dass er nichts wert ist und sich gering, klein oder wertlos fühlt. Sondern er möchte damit betonen, dass er mehr auf Jesus als auf sich selbst schauen und Jesus in den Mittelpunkt stellen möchte.

Merkvers 

Seine Bedeutung wird zunehmen, aber meine wird abnehmen. (Johannes 3,30; BasisBibel)

Eine mitarbeitende Person spricht den Vers einmal vor. Dann sagt sie den ersten Teil: „Seine Bedeutung wird zunehmen und die Kinder sprechen ihn nach. Dann sagt die Mitarbeiterin den zweiten Teil „aber meine wird abnehmen“ und die Kinder sprechen wieder nach.

Wenn der Vers bekannt ist, wird der erste Teil laut gerufen, der zweite geflüstert. Und als nächstes kommt noch eine Bewegung dazu: In Teil 1 wird sich auf Zehenspitzen gestellt, bei Teil 2 gehen die Kinder in die Hocke.

Kreatives  

Bastelidee „Wegbereiter-Plakat“

Gemeinsam wird ein großes Plakat gemalt: Die Kinder zeichnen einen Weg und gestalten je einen „Baustein“ (Stein, Blume, Schild), den es auf den Weg klebt – als Symbol: Ich möchte Jesus den Weg frei machen und in meinem Leben andere auf ihn hinweisen.

Im Anschluss sprecht darüber: Wie mache das denn? Wie stelle ich Jesus in den Mittelpunkt und zeige anderen, dass er wichtig ist? Wie weise ich auf Jesus hin? Sammelt gemeinsam Ideen, wie das gehen könnte.

Schneeflocken basteln
Die Schneeflocken werden auf folgende Art und Weise gebastelt: Das Papierquadrat wird zum Dreieck gefaltet. Dieses Dreieck muss man wieder zur Hälfte falten und diesen Vorgang noch einmal wiederholen. Das Dreieck hat nun eine Seite mit lauter offenen Kanten und zwei mit geschlossenen. Entlang der geschlossenen Kanten werden nun Zacken und Spitzen aufgemalt und ausgeschnitten. Hier darf nicht nach Schablone gearbeitet werden, sondern jede Flocke soll anders aussehen. Dann wird alles wieder aufgefaltet und fertig ist die Schneeflocke.

Eine Video-Anleitung findet man zum Beispiel auch auf WDRhttps://www.wdrmaus.de/elefantenseite/elternseiten/selbermachen/anleitung-papier-schneeflocke.php (letzter Zugriff 30.06.2025) 

(T)Extras

Lieder
  • Jesus, wir heißen dich willkommen
  • Nur deine Liebe, Herr, ist größer
  • Der Vater im Himmel segne dich
Spiele

Applaus-Tausch

Es gibt mehrere kleine Wettkampfspiele (z. B. Wer macht die meisten Hampelmänner in einer Minute? Wer erzählt den lustigsten Witz? Wer wirft die meisten Dosen um?). Nach jedem Wettkampf gibt es Applaus für die Sieger.

Ganz am Ende der Wettkämpfe lenkt die Spielleitung den Applaus bewusst auf Jesus. Denn: Er ist groß und soll auch in unserem groß und wichtig werden. Gemeinsam wird überlegt, für welche Dinge wir Jesus danken wollen – wofür wir ihm applaudieren. Nachdem jedes Kind, das möchte, einen Dank ausgesprochen hat, gibt es noch mal einen richtig dicken Applaus für Jesus. Das kann richtig zelebriert werden: Mit Fußgetrampel und La-Ola-Welle und was euch sonst noch so einfällt.

Das Ziel 

Starter  

Gott hört mein Gebet. Er kann in mein Leben eingreifen und Unmögliches tun.

Checker  

Gott zeigt: Er allein ist Gott! Darum lohnt es sich, ihm zu vertrauen und meine Entscheidungen an ihm auszurichten.

Der Text an sich  

Kontext 

Die Geschichte handelt in der Zeit von König Ahab im 9. Jahrhundert v. Chr. im Nordreich. 

Die zeitliche Angabe „Im dritten Jahr“ muss nicht heißen, dass zur vorangegangenen Geschichte tatsächlich drei Jahre vergangen sind, sondern kann auch bedeuten, dass hier ein komplettes Jahr mit je einem angefangenen davor und danach vergangen ist. Laut (16,31) tut Ahab, was Gott nicht gefällt, indem er Baal anbetet und ihm in Samaria sogar einen Tempel baut. In der vorangegangenen Einheit (17,1) wurde angekündigt, dass es als Strafe Gottes darauf in dem Jahr weder Tau noch Regen kommen sollte. Da in dem Fluss zuerst noch Wasser führte, dieser dann jedoch aufgrund einer Strafe Gottes austrocknete (17,7) ist davon auszugehen, dass die für das Volk so nötige Regenzeit einfach ausfiel. Die Schuld daran wird Elia gegeben, und er musste das Land verlassen.  

Personen 

Elia 

Der Name Elia bedeutet „Mein Gott ist JHWH“. Elia hat seinen Namen zu seinem Lebensprogramm gemacht. Dies ist besonders eindrücklich, da der amtierende König Ahab nicht Gott, sondern Baal anbetet (16,33). Elia erhält daraufhin von Gott den Auftrag JHWH wieder als alleinigen Gott für Israel durchzusetzen und somit das erste Gebot zu erfüllen. Er gilt als der wichtigste Prophet nach Mose. Er ist am Ende seines Lebens nicht gestorben, sondern wurde mit einem feurigen Wagen entrückt. 

Ahab 

Der Name Ahab bedeutet „Bruder des Vaters“. Er regiert als König des Nordreiches von 871-852 v. Chr. Ahab heiratet aus politischen Gründen Isebel, die Tochter des phönizischen Königs. Sie verführte ihn schließlich zum Götzendienst an Baal, sodass schließlich das ganze Volk den Baal anbetete. Von ihm wird gesagt, dass es keinen anderen gab, der den Götzen auf so abscheuliche Weise folgte (16,33). Außenpolitisch geht es dem Land gut, da Ahab durch seine Politik den Frieden gesichert hat, jedoch die von Gott auferlegte Dürre stürzt Israel und das Königshaus Ahab in die Krise.  

Isebel 

Der Name Isebel bedeutet „Wo ist der Fürst?“ Ist die Ehefrau von Ahab und wurde mit diesem aus politischen Gründen verheiratet. Sie ist die Tochter des Priesterkönigs Etabaals. Dieser war phönizischer König über Sidon und Tyros. Außerdem war er Priester des Astarte und starker Anhänger des Baalskults. Bei der Hochzeit mit Ahab bringt Isebel diese Kulte, mitsamt vielen der dazugehörigen Priester mit ins Land und an den Königshof (18,19). Sie ist sehr an der Durchsetzung des Baalskults als alleinig akzeptierte Religion interessiert. Deshalb lässt sie die Priester und Propheten des Herrn verfolgen und hinrichten (18,4.13).  

Orte 

Berg Karmel 

Der Berg Karmel ist ein etwa 20 km langer Gebirgszug und ist an seiner höchsten Erhebung ca. 550 m hoch. Das Wort Karmel bedeutet „Baumgarten“. Diesen Namen hatte dies Gebiet, da hier sehr viel Tau und Regen niederkommen und es somit immer sehr grün war. Die Tatsache das auch hier wieder alles vertrocknet ist, drück noch einmal die Drastik aus. Der Berg lag im Grenzgebiet zwischen dem Nord- und dem Südreich, weshalb er öfter den Besitzer wechselte und somit auch die herrschende Religion. In der Zeit König Davids wurde hier ein JHWH-Heiligtum errichtet, welches jedoch von Ahab zu einem Baalstempel umgebaut wurde. 

Begriffe 

Baal 

Das Wort Baal bedeutet „Herr/Besitzer/Ehemann“. In den angrenzenden Ländern Israels glaubt man, dass Baal für die Vegetation, das Wachsen und Gedeihen und das Wetter zuständig ist. Er ist eine Art Mischung aus einem Gewitter- und einem Fruchtbarkeitsgott. Er ist eigentlich der Hauptgott der Phönizier, wird aber von Isebel nach Israel eingeführt und von Ahab als Religion anerkannt. Elia wendet sich scharf gegen den Baalskult. 

Der Text für mich  

In der heutigen Welt gibt es alle möglichen Dinge, die uns Hilfe versprechen. Jeder lebt so seinen eigenen Heilsplan. Viele Menschen glauben nicht an Gott, oder wollen auch nichts von ihm wissen, oder laufen irgendwelchen anderen Religionen nach, die Gott zwar alle meistens ziemlich ähnlich sind, aber doch immer einen entscheidenden Unterschied haben. 

Die Baalspriester waren sicherlich auch völlig von ihrer Sache überzeugt. Sie haben nicht geglaubt, dass Gott echt ist und eingreifen kann. Die Juden wussten dies zwar eigentlich, haben sich aber von Gottes Wegen abbringen lassen. Sie haben nicht mehr geglaubt, dass Gott eingreift und sie von der Dürre befreit und wandten sich stattdessen dem Fruchtbarkeitsgott Baal zu. Aber als sie ihren Fehler bemerkten und sich Gott zuwandten, griff er fast sofort ein.   Gott möchte auch in mein Leben eingreifen. Er möchte an meinem Leben Anteil haben und davor muss ich überhaupt keine Angst haben. Gott möchte, dass wir zu ihm beten und ihm sagen, was uns beschäftigt. Er möchte gerne in unser Leben eingreifen

Der Text für dich  

Die Geschichte verdeutlicht den Kindern die Macht Gottes, der stärker ist, als alle Götzen oder fremden Götter. Das soll sie ermutigen, diesem Gott zu vertrauen. Viele Kinder werden durch die Schule oder ihr Umfeld oft vor die Frage gestellt, ob sie an Gott glauben. Sie werden in ihrem Alltag oft auch anderen Einflüssen ausgesetzt. Es gibt genug andere Wege, die ihnen Hilfe und Halt versprechen. Umso wichtiger ist es, dass sie erfahren, dass es nur einen Gott gibt. Manche Kinder glauben inzwischen an gar keinen Gott mehr. Oder sie glauben zumindest nicht, dass Gott etwas mit ihrem Leben zu tun hat. Die Kinder sollen erfahren, dass es sich lohnt sich mit dem Gott der Bibel einzulassen, da dieser Gott mächtig ist und sogar in dieser Welt, in ihr Leben eingreifen kann.  

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 Nacherzählung

Was haben wir letzte Woche gehört? Wer weiß noch etwas?
Die Kinder erzählen, was in den letzten Einheiten passiert ist, damit alle auf den gleichen Stand kommen. Hieran kann leicht überprüft werden, was die Kinder noch wissen.  

Nachdem alle auf dem gleichen Stand sind, wird angefangen, die Geschichte zu erzählen (siehe Verkündigung).  

Idee 2 – Wettkampfspiele 

Die Kinder werden in je zwei Gruppen eingeteilt, in denen sie die Wettkampfspiele über auch bleiben. Es sollte eine „Spezialeinteilung“ geben, d.h. es gibt es eine Gruppe mit vielen und eine Gruppe mit wenigen Kindern. Hierbei ist es gut, wenn Mitarbeitende das Ganze ein wenig lenken, damit es trotz des Ungleichgewichts der Kinderanzahl allen Spaß macht.

Kissenkampf 

Auf dem Fußboden muss zwischen den beiden Mannschaften eine Linie sein, auf der ein Kissen liegt. Die Mannschaften müssen sich nun je in einer Reihe aufstellen. Nach einem Startsignal müssen die beiden Ersten jeder Reihe zur Mitte laufen, sich das Kissen schnappen und dem anderen auf den Kopf hauen.  

Israel muss sich entscheiden

In dem Raum müssen zwei gleich lange Stuhlreihen aufgestellt werden. Die Kinder setzen sich jeweils zu ihrer Reihe, wobei sie Rücken an Rücken sitzen müssen und sich an den Händen halten. Nur jeweils die Ersten sehen auf den Spielleiter. Der wirft eine Münze. Fällt Kopf muss einmal die Hand gedrückt werden, bei Zahl zwei Mal. Ist der Händedruck beim letzten Kind in der Reihe angekommen, schreit dieses so schnell wie möglich das Ergebnis. 

Streichhölzer stapeln 

Jede Gruppe bekommt zwei Flaschen und eine Reihe Streichhölzer. Für diese Aufgabe muss der Deckel der Flasche abgedreht werden. Die Aufgabe besteht darin möglichst viele Streichhölzer auf den beiden Flaschenhälsen drapiert werden können. 

Verkündigung  

Verkündigungsart: Erzählung mit Verkleidung und Gegenständen (Streichhölzer, Eimer Wasser)

Ein Mitarbeitender/eine Mitarbeitende erzählt die Geschichte vom Gottesurteil auf dem Karmel aus dem Blickwinkel eines Augenzeugen. Um der Geschichte mehr Glaubwürdigkeit und Spannung zu verleihen, sollte er sich auch Verkleiden z. B. mit einem Kartoffelsack. Das Erzählen sollte möglichst anschaulich und mit verschiedenen im Text aufgeführten Hilfsmitteln passieren. Man kann an manchen Stellen die Kinder auch super mit in die Geschichte einbeziehen.  
 

“Boah. Ihr glaubt nicht, was mir gerade passiert ist! Ich war auf meinem Feld und habe geackert. Obwohl das eigentlich total egal ist, bei der Dürre hier wächst sowieso nichts. Hier ist schon so lange alles trocken – es hat drei Jahre nicht geregnet. Elia hat es vorhergesagt: Es soll eine Strafe Gottes sein! Deshalb musste Elia fliehen und hat sich drei Jahre versteckt. Aber jetzt ist er wieder da. Und dass, obwohl er hier immer noch von vielen gehasst wird. König Ahab behauptet nämlich, Elia sei für die Dürre verantwortlich. Aber ehrlich gesagt, glaube ich eher, dass es Ahabs Schuld ist. Seine Frau hat uns fremde Götter ins Land gebracht. Hat ihn irgendwie dazu gebracht, unserm Gott den Rücken zu zukehren, und diesen Göttern überall Tempel zu errichten. Das hat Gott natürlich ganz schön sauer gemacht – daher die Dürre als Strafe. Das Wasser ist knapp geworden. Und da wurde dieser neue Gott Baal plötzlich ganz wichtig, der soll nämlich für die Ernte und so zuständig sein. Das ganze Volk hat ihn um Hilfe angefleht, aber das hat gar nichts gebracht. Es ist tatsächlich bis heute überall trocken. Aber das hat das Volk nicht von Baal entfernt. Schlimm ist das. 

Aber nun ist er wieder da, der Elia. Und er hat gesagt, dass wir alle auf den Berg Karmel kommen sollen. Also das ganze Volk und der König und all die Baalspriester.  

Elia hat dann gesagt, er wäre der einzig übriggebliebene wahre Prophet, der im Namen Gottes spricht. Elia sagte zu Ahab und Anhängern Baals: „Baut einen Altar, legt Holz darauf und das Opfer. Aber ihr sollt es nicht selbst anzünden. Ich werde das gleiche machen. Dann sollt ihr zu Baal rufen, ich werde zu meinem Gott beten. Der Gott, der Feuer vom Himmel fallen lässt und sein Opfer selbst anzündet, der ist der wahre Gott. Denn das kann nur ein starker, ein allmächtiger Gott tun.“ Alle waren begeistert von der Idee: „Ja, das ist eine gute Idee!“ riefen sie. „Das ist ein fairer Kampf. Dann werden wir wissen, wer der wahre Gott ist.“ Ich fand das Ganze eher ungerecht: Elia alleine gegen die 450 Baals-Priester? Und dann waren da auch noch 400 Priester der Aschera…das schien mir doch irgendwie unfair.

Vielleicht wisst ihr das noch von dem Spiel. Da waren in einer Mannschaft mehr, da war das gar nicht so einfach zu gewinnen. Und hier war das Verhältnis noch ganz anders. Viel mehr Leute waren auf der einen Seite als auf der anderen. Ich habe hier 450 Streichhölzer, um euch einmal zu zeigen, wie ungerecht das tatsächlich war (450 Streichhölzer zeigen).

Dann fragte Elia: „Möchtet ihr lieber dem wahren Gott folgen oder dem unechten Gott Baal?“ Wir haben alle lieber nichts gesagt. Aber wir waren total gespannt, wer denn nun der Stärkere ist.

Die Baalspriester suchten sich einen Stier, legten ihn aufs Holz und begannen zu tanzen. Dabei schrien sie: „Baal, erhöre uns“. Aber es passierte nichts. So ging es von morgens bis zum Mittag. Sie tanzten und schrien. Könnt ihr vielleicht auch schreien?

Da fing Elia an zu spotten: „Ich glaube, euer Baal ist vielleicht zu beschäftigt!“ Aber Elia wusste, dass Baal gar kein Gott war, sondern nur ein toter Götze. Er hatte keine Macht, er konnte nichts tun, also auch kein Feuer anzünden. Baals Leute schrien noch lauter, aber das brachte gar nichts.  Dann war Elia dran: Er baute einen Altar aus 12 Steinen und machte einen Graben drum herum. Er schichtete Holz auf und legte einen Stier drauf. Und dann kam der Oberhammer! Wir sollten da 4 Krüge Wasser drüber schütten (einen Eimer Wasser zeigen). Wir haben uns gewundert, aber gut, haben wir halt Wasser drüber gekippt. Das haben wir noch zweimal wiederholt. Jetzt war alles klitschnass, der Stier und das Holz und der Graben war voller Wasser.  

Elia tanzte nicht und er schrie auch nicht. Er blieb ruhig und betete zu Gott: „Herr, bitte zeige heute, dass du der wahre Gott bist und dass ich dir diene. Höre mein Gebet, damit die Israeliten erkennen, dass du Gott bist und damit sie dir wieder folgen.“ Dann wurde es still. Wir warteten. Ich hielt den Atem an. Die Baalspriester schauten neugierig zu. Plötzlich fiel Feuer vom Himmel. Das Holz brannte, das Opfer und sogar die Steine und das Wasser. Und da verstand ich, warum Elia uns das mit dem Wasser hatte machen lassen: Er wollte zeigen, dass er nicht getrickst hat. Es war für alle sichtbar: Gott handelt! Für ihn ist nichts unmöglich. Er kann sogar problemlos klitschnasses Holz verbrennen. Wir waren total begeistert von unserem Gott und haben ihm zugejubelt und wieder zu ihm gebetet. Elia ließ die Baalspriester festnehmen und ihrer gerechten Strafe zuführen. Und dann kündigte er an: „Gott ist für euch und deshalb wird es regnen.“

Nun steh ich hier vor euch und schaue auf mein Feld. Und seht mal, dahinten (in den Himmel zeigen): da sehe ich tatsächlich die ersten Wolken und die ersten Tropfen. Es regnet tatsächlich. Gott ist groß – Halleluja! 

Irgendwie haben wir solch ein Erlebnis gebraucht, um wieder zu merken, dass es nur einen Gott gibt, der auch mit uns und unserem Leben etwas zu tun hat. Wir haben echt lange andere Götter angebetet, aber nun wissen wir, dass er nur das Beste für uns will. Dass nur er die Macht hat, hier etwas zu verändern. Schön, dass Gott in unserm Leben ist.

Die andere Idee  

Erzählsäckchen mit Textblatt der Geschichte und kleine Gegenstände zur Veranschaulichung (Bilder zur Geschichte, Spielzeugfigur Stier, kleine Zweige, …)

Alle Gegenstände zum Erzählen legt man zusammen mit dem Text in einem Säckchen oder einer Schachtel (eignet sich auch gut zur Wiederholung) und holt sie beim Vorlesen der Geschichte nach und nach heraus.

Ergänzend teilt der/die Mitarbeitende folgendes mit den Kindern:

Gott möchte auch in dein Leben eingreifen. Er möchte an deinem Leben Anteil haben, er möchte mit dir zu tun haben. Eine kleine „Hausaufgabe“ für die Woche: Wenn du mit etwas nicht zurechtkommst, nicht weiterweißt oder sonst irgendwas ist, dann warte noch einen Moment, bevor du es selbst versuchst. Bete zu Gott, dass er dir helfen soll, und dann versuch es. Vielleicht können wir ja nächste Woche besprechen, was Gott alles gemacht hat, wo er geholfen hat. 

Der Text gelebt  

Gespräch  
  • Wie fandet ihr die Geschichte? Woran erinnert ihr euch noch? Formuliert zu dem Text eine Zeitungsüberschrift.
  • Baal oder Gott – das ist hier die Frage. Wurdest du auch schon einmal vor diese Frage gestellt? 
  • Wo habt ihr schon einmal Gottes Stärke erlebt? (Schule, Freunde, Familie …) 
  • Habt ihr schon einmal darum gebeten, dass Gott eingreift? Um was handelte es sich? 
  • Wo merkt ihr ansonsten Gottes Handeln? 
  • Wie habt ihr das schon einmal erlebt? Beschreibt, wo Gott gehandelt hat. 

Zeugnis: 

Eine mitarbeitende Person erzählt von einer Situation aus dem eigenen Leben, in der er/sie Gottes eingegriffen bemerkt hat. Er/Sie sollte aufrichtig seine/ihre Gefühle und Gedanken für die Kinder verständlich wiedergeben. Sie sollten so merken, dass Gott auch in ihren Alltag eingreifen kann und dies nichts absolut Außergewöhnliches ist. Sie sollen außerdem ein Gespür dafür bekommen, wie sie das handelnde Eingreifen Gottes erkennen können, bzw. wie dieses aussehen könnte. Vielleicht bekommen sie hierdurch Mut in der Gebetskette doch noch eines ihrer eigenen Erlebnisse auszusprechen, oder etwas Erlebtes erstmals als Handeln Gottes anzusehen.  

Merkvers  

Ich bin allem gewachsen durch den, der mich stark macht. Philipper 4,13

Ihr benötigt für jedes Kind ein ausgedrucktes oder aufgemaltes Symbol der Stärke (z.B. angespannter Bizeps, Hantel). Dort kann das Kind den Merkvers hineinschreiben und als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Um den Vers gemeinsam zu lernen, wird der Vers mehrfach gelesen: Kind 1 beginnt mit dem ersten Wort, Kind 2 liest das zweite Wort und so geht es immer im Kreis herum. Ist der Vers zu Ende, beginnt das Kind, das als nächstes dran ist, von vorne. Ihr könnt daraus eine Challenge machen – z.B. Wie oft schafft ihr es in 1 Minute, den Vers ohne Fehler zu lesen?

Gebet  

Alle stellen oder setzen sich in einen Kreis. Der/die Mitarbeitende erklärt, dass jeder beten darf, aber keiner muss. Man darf in der nun folgenden Gebetskette alles sagen, z.B. wo man einmal auf jemand anders als Gott gesetzt hat, aber auch seinen Dank aussprechen, wo man sein handelndes Eingreifen gespürt hat. Natürlich dürfen die Kinder Gott auch alles andere sagen, was sie grade beschäftigt. Für die Gebetskette fassen sich alle an den Händen und schließen die Augen. Der/die Mitarbeitende beginnt mit seinem Gebet und drückt mit einer Hand fest die des Kindes rechts von ihm/ihr, wenn er/sie fertig ist. Dies hat jetzt die Chance auch selbst zu beten, laut oder leise, wie es gerade mag, und drückt wiederum die Hand seines Nachbarn/seiner Nachbarin, wenn es fertig ist. Wenn es gar nicht beten will, kann es auch direkt weiter drücken. Sobald die Kette wieder bei dem/der Mitarbeitenden angelangt ist, spricht diese/diese ein Abschlussgebet:

Lieber Gott, danke, dass du stark! Danke, dass du uns helfen kannst und willst. Wir dürfen dir vertrauen. Und darum haben wir dir eben anvertraut, was uns beschäftigt. Wir legen dir all unsere Sorgen und Wünsche hin. Wir bitten dich: Hilf uns, dir zu vertrauen. Danke, dass du immer bei uns bist und uns stärkst. Amen.

Spielerisches  

Sammeln und bauen 

Auf einem bestimmten Spielfeld werden allerlei Gegenstände versteckt oder deponiert. Die Aufgabe für die Kinder besteht darin, die Gegenstände zu je einem Sammelpunkt zu transportieren. Solange sie auf dem Weg zu ihrem Sammelpunkt sind, können sie von der anderen Gruppe abgetickt werden. Wenn der Gegenstand jedoch schon am Sammelpunkt ist, ist dies nicht mehr möglich.  

Schwimmen oder Sinken? 

Eine große Wäschewanne wird mit Wasser befüllt. Davor werden verschiedene Gegenstände gelegt (z. B. Geldstück, Geldschein, Magnet, Watte, Papier, Stift, Bonbon, Holz, Stein, …).
Die Gruppen müssen nun für jeden Gegenstand überlegen, ob er Gegenstand schwimmt oder nicht. Nach einer Beratungszeit wird die Antwort abgefragt und im Anschluss ausprobiert, ob der Gegenstand tatsächlich schwimmt.  

(T)Extras  

Lieder 
  • Für welche Seite singst du denn? 
  • Egal, was kommt. 
  • Felsenfest und stark 
  • Wer Gott vertraut hat schon gewonnen.  
  • Unserm Gott ist alles möglich 
  • Gott ist stark 
Aktion

Zwischen zwei Stühlen 

Zwei Stühle werden nebeneinandergestellt, dann soll sich ein Kind mit je einem Fuß auf einen der Stühle stellen. Das wird noch gehen, aber dann werden die Stühle nach und nach vorsichtig auseinandergeschoben. Dabei darauf achten, dass das Kind nicht runterfällt, sondern springt.
Bezug zur Geschichte: Elia sagt dort: „Ihr hinkt auf beiden Seiten“ (vgl. 1. Könige 18,21) – wir sagen heute „zwischen zwei Stühlen sitzen“ Und das tun die Israeliten, sie sitzen bzw. stehen zwischen zwei Stühlen – d.h. auf keinem Stuhl sind sie so richtig und hängen daher ziemlich in der Luft. Es ist wichtig, dass wir uns entscheiden, ob wir an Gott glauben wollen, und ihm dann auch wirklich nachfolgen, oder nicht. 

Das Ziel 

Starter  

Gott kann helfen, auch wenn alles ausweglos scheint.

Checker  

Gott hilft in der Not – manchmal aber überraschend anders als du denkst.

Der Text an sich  

Ahab ist König im Nordreich und führt das Volk von Gott weg. Baalstatuen und -tempel sind aufgebaut. Viele Völker, die rund um die Israeliten leben, haben mehr als einen Gott. Und Baal ist der Gott des Wetters.

Es gibt kaum noch Priester im Tempel, um dem König Gottes Gebote zu verkündigen. Viele wurden von Ahab umgebracht. Aber Elia ist einer von ihnen. Elia ist ein Mann aus dem Gebirge. Sein Name bedeutet “Mein Gott ist der Herr“. Genauso lebt er auch. Elias Auftrag ist, dem König und dem Volk Gottes Gebote zu verkünden. Darum schickt er Elia nun zu König Ahab. Seine Botschaft: Ahab und das Volk müssen sich entscheiden: Wollen sie Gott gehorchen oder mit den Konsequenzen ihres Ungehorsams – einer Dürre – leben.

Aber Ahab hatte nicht hören wollen und so herrscht nun seit drei Jahren Dürre im Land. Auch der Bach Krit – zu dem Gott Elia geschickt hatte und wo er ihn von Raben hatte versorgen lassen – hat kein Wasser mehr. Nun schickt Gott Elia nach Zarpat zu einer Witwe. Das liegt in Phönizien. Hier kommt auch Ahabs Frau Isebel her. Für Elia ist Gottes Auftrag damit doppelt schwierig: Er soll in das Land gehen, in dem Baal angebetet wird und dazu noch zu einer Witwe. Warum? Denn Witwen waren zu der Zeit nicht gut versorgt und standen grundsätzlich am Rand der Gesellschaft. Sie hatten kein Land, um etwas anzubauen und keinen Mann mehr, der sie versorgte. Die Vermutung, dass sie selbst Hilfe brauchte, liegt da nah. Etwas von ihr zu erwarten, war somit überhaupt nicht logisch. Doch nachdem Elia Gottes Hilfe mit den Raben erlebt hatte, vertraute er auch weiterhin auf Gott.

Diese Witwe war nicht mehr so jung, dass sie zurück in ihr Elternhaus konnte, um dann noch einmal zu heiraten. Deshalb traf die Hungersnot, die auch hier herrschte, sie besonders hart.

Von ihr kennen wir keinen Namen. Aber wir wissen, dass sie einen kleinen Sohn hatte. Für sie war alles dunkel und aussichtslos. Sie sah keinen Hoffnungsschimmer. Sie hatte nur noch für eine Mahlzeit etwas zuhause. Danach wartete der Tod. Trotzdem lässt sie sich auf Elias Vorschlag ein und merkt, dass dieser fremde Gott sie versorgt.

Doch dann wird ihr Kind krank und stirbt. Sie beschuldigt Elia gekommen zu sein, um sie an ihre Verfehlungen zu erinnern und damit ihr Sohne sterbe. Trotzdem vertraut sie ihren Sohn Elia an und bekommt ihn lebendig zurück.

Der Text für mich  

Die Witwe zeigt mir, wie wichtig es ist, einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Ich muss und kann nicht immer alle Probleme sofort lösen. Es ist wie eine Leiter. Jede Stufe hat ihre eigenen Herausforderungen, aber ich kann schrittweise Gottes Hilfe erleben. Auf der anderen Seite sind manchmal nicht alle Probleme verschwunden, aber Gott gibt mir die Kraft, die ich brauche, um die jeweilige Schwierigkeit zu meistern.

Der Text für dich  

Manche Kinder in unseren Jungschargruppen haben hoffnungslose Lagen erlebt. Wenn sie trotz aller Anstrengung die Klasse wiederholen mussten; streitende Eltern – ohne Aussicht auf Frieden. Die Ankunft in einem fremden Land, in dem man niemanden kennt und die Sprache erst lernen muss. Krankheit oder der Verlust von Freunden – all das kann sich sehr ausweglos für sie anfühlen.

Wenn die Kinder dann irgendwo etwas Licht in dieser Dunkelheit sehen, schöpfen sie Hoffnung und haben wieder Mut. In unseren Jungschargruppen lernen sie vielleicht zum ersten Mal den kennen, der in aller Dunkelheit Licht ist.

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 Vertrauensaufgaben

Verschiedene Aufgaben, die etwas mit Vertrauen zu tun haben, werden auf Kärtchen geschrieben. Freiwillige dürfen ein Kärtchen ziehen und sich der Aufgabe stellen.

Beispiele:

  • ein Kind hat verbundene Augen und muss – durch Zurufe geführt – eine Strecke gehen.
  • 4 Kinder stehen um ein Kind. Dieses lässt sich nach hinten fallen und muss aufgefangen werden
  • Ein Kind hat die Augen verbunden. Alle anderen Kinder stehen im Kreis. Ein vorher bestimmtes Kind gibt ein Geräusch von sich. Das Kind mit den verbundenen Augen muss auf es zu gehen.
  • Ein Kind wird nur durch Anweisungen durch einen Parcours geführt.

Idee 2 Gespräch über Dürre

Wir unterhalten uns über Dürre.

  • Was heißt Dürre überhaupt?
  • Wo herrscht im Moment so eine Dürre?
  • Was sind sie Folgen?
  • Gab es irgendwann auch bei uns in Europa eine Dürre? (Dürre in Europa 1540)
  • Was sind die Folgen?
Verkündigung  

Verkündigungsart: Die Geschichte wird mit Gegenständen und/oder Bildern (siehe Download) erzählt.

Wir bringen verschiedene Dinge und/oder Bilder in einem kleinen, alten Koffer oder etwas Ähnlichem mit, aus dem während des Erzählens die Gegenstände (und/oder Bilder) entnommen und für alle sichtbar ausgelegt werden.

Klapp, früh am Morgen schlägt die Tür zu. Es sind nicht viele Menschen unterwegs. Dafür ist es viel zu heiß, nirgendwo gibt es Schatten. Die Erde ist so trocken – dort wächst schon lange nicht mehr viel. Die Menschen leiden Hunger. Sie können sich nicht mehr daran erinnern, wann der letzte Regen fiel. Doch da hatte eine Tür geklappt. Wer ist da unterwegs?

(schwarzes Kleid) Eine schwarzgekleidete Frau geht langsam den Weg entlang. Suchend blickt sie um sich.

Diejenigen, die sie an ihren Häusern vorbeilaufen sehen, denken sich: „Hoffentlich klopft sie nicht bei uns.“ Sie kennen diese Frau. Es ist eine Witwe. Ihr Mann ist tot. Jetzt kümmert sich niemand um sie. Sie muss sich selbst um das Essen sorgen. Und das war damals sehr schwierig. Sie war sehr arm. Wir kennen nicht einmal ihren Namen – aber für uns soll sie jetzt mal Lea heißen. Langsam geht Lea weiter. Sie kennt die Gedanken der Menschen und versteht sie. Niemand hat genug zum Essen, dazu dauert die Trockenheit schon viel zu lange. Natürlich möchte da niemand teilen.

Ihr Krug Öl und ihr Mehl sind fast alle. Es reicht noch genau für eine allerletzte Mahlzeit für sie und ihren kleinen Sohn. (Äste hinlegen) Traurig und sorgenvoll schaut sie sich um. Sie sucht nach etwas Holz, damit sie sich das letzte Mal etwas zu essen kochen kann. Sie bückt sich und hebt einen kleinen Stock auf.

Plötzlich steht ein Mann vor ihr und sie fragt sich, ob er wohl sehr lange unterwegs gewesen ist. Er war ganz staubig und seine Kleidung wirkte abgetragen. Und hungrig sah er auch irgendwie aus. Bestimmt hatte er schon lange nichts mehr gegessen.

Der Mann geht auf sie zu und bittet: “Hol mir etwas Wasser, ich habe Durst“.  Und als Lea losgeht, um Wasser zu holen, ruft er ihr hinterher: “Und bring mir etwas zu Essen.“

(Öl und Mehl) Lea dreht sich um. Was denkt der sich eigentlich? Woher soll sie denn Essen für ihn nehmen? Leise sagt sie: „Ich habe nichts mehr, außer etwas Öl und Mehl. Das ist alles. Wenn ich genug Holz gesammelt habe, werde ich meinem Sohn und mir eine allerletzte Mahlzeit kochen, bevor wir sterben.“ Elia sieht sie an. Er weiß, dass ihre Lage schlimm ist und sie davon ausgeht, dass es keinen anderen Ausweg als den Tod gibt. Doch Elia sagt: “Geh und mach mir zuerst etwas zu essen. Danach kannst du dir und deinem Sohn etwas machen. Denn Gott, der Herr spricht: Dieser Mehltopf und dieser Ölkrug sollen niemal leer werden, solange diese Dürre anhält.“

Das klingt verrückt! Wie soll das denn funktionieren, dass ihre Vorräte niemals ausgehen? Aber da fällt Lea plötzlich etwas ein – das hatte sie vor lauter Hunger total vergessen: Sie hatte einen Auftrag bekommen: Sie soll einen Mann versorgen – dann ist es wohl dieser hier. Und vielleicht, aber nur vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung. Also nickt sie ihm zu und geht nach Hause. Von dem letzten Mehl und Öl backt sie für Elia etwas zu essen. Ihr kleiner Junge bettelt, aber Lea sagt: „Zuerst bekommt der Prophet etwas.“

Aber als sie den leeren Krug zurückstellen will, sieht sie das noch etwas Öl drin ist. Überrascht sieh sie in den Topf Mehl und merkt, dass er nicht leer ist.

Und so ist es ab jetzt jeden Tag: Es ist gerade so viel Öl und Mehl in den Gefäßen, wie Lea an diesem Tag für alle braucht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Lea ist froh und dankbar für diesen kleinen Hoffnungsschimmer. Plötzlich ist es nicht mehr so trostlos. Sollte das mit dem Gott dieses Propheten zusammenhängen?

(Fragezeichen) Die Menschen in Zarpat staunen. Lea, die selbst nichts hat, versorgt diesen fremden Propheten. Wie kann das sein? Woher hat sie auf einmal genug zu essen?

(Fieberthermometer) Aber dann geschieht etwas Schreckliches. Ihr Sohn wird krank. Sie versucht alles, aber es wird immer schlimmer. Niemand kann helfen und dann ist der Junge tot.

(weinende Frau) Lea sitzt da und weint. Sie will niemanden sehen. Dunkel und trostlos ist es wieder. Wem soll sie jetzt noch vertrauen? Diesem fremden Gott, der so etwas zu lässt? Das kann sie sich jetzt nicht vorstellen. Warum ist so etwas Schreckliches passiert? Hat sie irgendetwas falsch gemacht? Sie hat so viele Fragen und findet keine Antworten.

Elia hört ihr Weinen und öffnet die Tür. „Warum lässt dein Gott so etwas zu?“ fragt Lea vorwurfsvoll.

Elia bittet sie: „Gib mir deinen Jungen.“ Lea schüttelt den Kopf, aber dann denkt sie wieder an das Öl und das Mehl. Da ist das kleine bisschen Hoffnung. Sollte dieser Gott auch ihrem Jungen helfen? Sie gibt ihn Elia. Langsam steigt er die Treppe hoch zu seinem Zimmer.

(gefaltete Hände) Er legt den Jungen auf sein Bett und bittet Gott ihm zu helfen.

Plötzlich hört Lea Schritte. Sie sitzt immer noch hoffnungslos in ihrem Zimmer. Ihre Tür öffnet sich und zwei Personen betreten den Raum: Elia und ihr kleiner Junge.  

(brennende Kerze) Der kleine Junge lebt und Lea lernt, dass Gott sich wirklich um sie kümmert. Aus dem kleinen Hoffnungsschimmer ist ein großes Licht geworden. Lea merkt, dass es jemand gibt, dem sie vertrauen kann und der sie versorgt.

Die andere Idee  

Die Geschichte wird mit Smileys erzählt. Für die Witwe gibt es zwei Smileys – einen schwarzen und einen farbigen. Der schwarze Smiley wird in Streifen geschnitten und über den farbigen gelegt, die Streifen werden im Lauf der Geschichte immer weiter weggenommen. Es treten ein Erzähler (z.B. Smiley mit Sprechblase), die Witwe, Elia und der Sohn der Witwe auf.

Der Text gelebt  

Wiederholung  

 Die Kinder dürfen sich eines der Symbole aus der Geschichte (siehe Verkündigung) aussuchen, das für sie wichtig ist, und den passenden Teil dazu erzählen.
Warum hast du dieses Symbol gewählt? Weshalb findest du es wichtig?

Gespräch  

Könnt ihr euch noch an die Aufgaben erinnern, die ihr am Anfang gezogen habt? Was war beim Erledigen dieser Aufgaben wichtig? (die Kinder haben Hilfe von anderen bekommen und dafür war Vertrauen nötig)
In der Geschichte von Elia und der Witwe war das Vertrauen auch sehr wichtig. Was denkt ihr, warum? (die Witwe brauchte Vertrauen, als sie Elia ihr letztes Essen gab und als sie ihm ihren Sohn mitgab) Weil die Witwe Gott vertraute, wurde ihr geholfen.

  • Wie sieht das eigentlich bei mir aus?
  • Zu welchen Personen habe ich Vertrauen?
  • Und vertraue ich Gott?

Das mit dem Vertrauen fühlt sich manchmal an, wie ein Balancieren auf einem Baumstamm. Vielleicht traust du dich zuerst nicht. Aber wenn Mama, Papa oder eine Person, der du vertraust, sagt: „Ich bin bei dir“, dann weißt du, dass sie dich im Notfall auffängt. Wenn du also das Gleichgewicht verlierst, ist jemand an deiner Seite, der dir hilft. Und wenn du doch mal auf die Nase fliegst, hilft dir die Person wieder auf die Beine. Jesus hat seinen Jüngern damals genau das versprochen: „Seid gewiss: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,29b) Dieses Versprechen gilt auch heute noch für uns.

Merkvers  

Seid gewiss: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt. Matthäus 28,20b BasisBibel

Der Merkvers kann z.B. mit folgenden Bewegungen gelernt werden:

„Seid gewiss“:                         beide Daumen hoch

„Ich bin bei euch“:                  die Arme weit nach außen halten wie bei einer Umarmung

„jeden Tag“:                           mit dem Finger ein Unendlich-Zeichen in die Luft malen

„bis zum Ende der Welt“:       mit den Händen eine Weltkugel formen

Gebet  

Wer mag schreibt die Dinge, die ihn oder sie beschäftigen auf einen Zettel. Alle, die möchten dürfen ihre Bitten vorlesen. Zum Abschluss betet eine Person:

Lieber Gott, wir bringen dir heute ganz viele Dinge, um die wir dich bitten möchten. Du kennst sie alle, ob wir sie auf einen Zettel geschrieben haben oder sie einfach in unseren Gedanken bewegen. Du siehst alles, was uns beschäftigt, auch wenn wir es manchmal nicht laut aussprechen. Danke, dass du bei uns bist und uns hilfst, auch wenn alles aussichtslos erscheint. Bitte sei bei uns, stärke unser Vertrauen, und zeige uns, dass wir uns auf dich verlassen können. Amen.

Kreatives  

Ein eigenes Paare suchen-Spiel gestalten

Die Kinder bekommen blanko Karten zum Bemalen. Man kann sie auf Tonkarton aufzeichnen, oder Vorlagen aus dem Internet ausdrucken. Wichtig ist, dass sie auf festes Papier geklebt bzw. gedruckt werden. Die Rückseite jeder Karte muss immer gleich aussehen. Immer zwei Karten werden mit dem gleichen Bild bemalt. Die Kinder können z.B. Bilder aus der Geschichte „Elia und die Witwe“ und „Elia am Bach Krit/Gott versorgt Elia“ benutzen.

(T)Extras  

Lieder 
  • Größer
  • Spar dir deine Sorgen
  • Du bist der einzig wahre Gott
Spiele

Futtertransport

Immer zwei Kinder bilden ein Paar. Eines transportiert „Brot“ (Papierstück, Tischtennisball o.ä.) auf einem Löffel balancierend zum Partner, der „Elia“ darstellt. Welches Pärchen hat nach Ablauf der Zeit das meiste Futter zu Elia transportiert?

Wasser in der Dürre

Es wird ein kleiner Parcours aufgebaut. Dieser muss mit einem Becher Wasser gemeistert werden. Dabei sind die Kinder die Witwe, die für Elia Wasser holen, als er in Zarpat ankommt.

Hinweis: Im Winter sollte man sich überlegen, ob man dieses Spiel durchführt, da die Kinder erfahrungsgemäß Wasser verschütten und nass werden.

Kreatives

Ein Elia-Quartett herstellen

Von „Elia am Bach Krit/Gott versorgt Elia“ werden vier Karten gezeichnet. An den oberen rechten Rand bekommen sie einen Raben. Genauso wird es mit Elia und der Witwe (Krug als Symbol oben), Elia am Horeb (Höhle oder Berg als Symbol), Elia und Nabot (Weinrebe als Symbol) gemacht.

Weiterführende Hinweise

Dieses Material passt auch gut zum Thema:

Verteilheft: Wetten dass … mein Gott echt stark ist? (letzter Zugriff 26.08.2025)

Gott versorgt Elia

Das Ziel 

Starter  

Gott hat viele Möglichkeiten zu helfen.

Checker  

Auch wenn ich mal selbst keinen Ausweg sehe, darf ich Gott vertrauen. Denn Gottes Hilfe kennt keine Grenzen.

Der Text an sich  

Zu Beginn seiner Herrschaft war Salomo Gott immer treu. Doch trotz Warnung entschloss er sich, Frauen aus fremden Völkern zu heiraten und ließ sich von ihnen dazu verleiten Opferstätten für heidnische Götter zu bauen (vgl. 1. Könige 11,4–8). Mit diesem Verhalten wandte er sich von Gott ab. Gott teilt daher als Konsequenz für Salomos Ungehorsam nach dessen Tod das Reich und damit auch das Volk Israel. Es besteht jetzt aus dem Südreich (Stamm Judas und Benjamin) und dem Nordreich (den übrigen 10 Stämmen). Alle Könige des Nordreichs und ein großer Teil aus dem Südreich sind ungehorsam. Sie folgen nicht Gottes Geboten und beten fremde Götter an. Dadurch verführen sie das Volk und führen es immer weiter von Gott weg.

In dieser Situation schickt Gott immer wieder Propheten, damit sie den Herrschern und dem Volk Gottes Willen sagen. Es sind Männer und Frauen, die Gott 300 Jahre lang dazu benutzte, damit das Volk und seine Könige wieder Gott kennenlernten. Manche treten nur in einem Teil des Volkes auf. Durch die Propheten redet Gott und zeigt ihnen die Konsequenzen ihres Handelns.

In der Geschichte treffen wir auf zwei gegensätzliche Personen. Auf der einen Seite steht Ahab. Er ist ein böser König und herrscht 22 Jahre über Israel. Ahab war von allen Königen dieser Zeit der schlimmste. Er baut Baal einen Tempel und heiratet Isebel. Sie kommt aus Tyrus, hier wird Baal angebetet.

Auf der anderen Seite steht Elia. Er ist ein Bewohner des Nordreiches. Er gehört zu den großen Propheten in der Bibel. Elia tritt immer allein auf und so fühlt er sich auch. Trotzdem tritt er vor den König und sagt ihm immer wieder Gottes Botschaft. Manchmal wird er mutlos und zweifelt an sich. Doch obwohl Elia selbst keinen Ausweg sieht, bleibt er gehorsam. Er lässt sich auf Gott ein und vertraut ihm. Gott macht ihm wegen seiner Zweifel keine Vorwürfe. Er hilft ihm immer wieder zurecht.

Das erste Mal treffen wir auf Elia, als er Ahab eine Dürre voraussagt. Er gibt keine langen Erklärungen ab. Er sagt ihm zwei Dinge: 1. „Ich diene Gott“ und 2. „Es wird die nächsten Jahre nicht regnen“. Das ist für Ahab besonders bitter, da Baal ein Gott des Regens sein soll.

Es regnet nicht und es fällt auch kein Tau. Aber Gott kümmert sich um Elia. Er schickt ihn an den Bach Krit. Hier kann er sich vor Ahab verstecken. Denn Ahab hat ein grundsätzliches Problem mit Elia: Er gibt ihm die Schuld für alle Schwierigkeiten. Am Bach Krit benutzt Gott die Raben, um Elia zu versorgen. Raben sind sehr intelligente Vögel, aber für das Volk Israel galten sie als unrein.

Der Text für mich  

Wie oft komme ich in Situationen, in denen ich Hilfe brauche. Zweifelnd stehe ich dann vor meinen Schwierigkeiten. Für mich ist es oft nicht vorstellbar, dass es Hilfe gibt oder ich denke zumindest oft, dass Gottes Möglichkeiten begrenzt sind. Ich bitte ihn zwar um Hilfe und ich rechne auch damit, aber in meiner Vorstellung hat seine Hilfe Grenzen und muss ganz bestimmte Formen haben.

Gott zeigt in dieser Geschichte, dass es für ihn keine Grenzen gibt. Er ist nicht auf meinen kleinen Radius begrenzt.

Wir erzählen unseren Kindern in der Gruppe von Gottes unbegrenzten Möglichkeiten. Was sagen wir aber einem Kind, das mit einem konkreten Problem kommt? Wie oft haben wir in unseren Gedanken schon Ausstiegsmöglichkeiten und Gründe zurechtgelegt, mit denen wir eventuell die Kinder beschwichtigen können? Nur für den Fall, Gott handelt nicht so, wie wir es uns vorstellen.

Der Text für dich  

Hilfe in schwierigen und ausweglosen Situationen ist kein unbekanntes Thema für Kinder. Das kommt in ihrer Lebenswelt sehr oft vor. Es gibt Situationen, die selbst verschuldet sind. Gleichzeitig gibt es aber auch solche, die sie nicht verändern können.

Ein Teil der Kinder hört in unseren Gruppen zum ersten Mal von Gott. Manche wachsen mit dem Wissen von Gott auf. Wie weit lasse ich mich aber auf die Zusicherung ein, dass Gott hilft und eingreift? Das ist für beide Gruppen manchmal schwierig.

Je jünger die Kinder sind, desto leichter ist es für sie zu glauben. Da ist dieses Grundvertrauen; später kommt dazu dann die Frage: wie weit lasse ich mich darauf ein?

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 Versuch: das schwebende Doppelglas

aus „Ausprobiert Gott entdeckt Band 1“, siehe auch Video auf Youtube: Ausprobiert – Gott entdeckt  (letzter Zugriff 01.07.2025)

Manchmal erscheint uns etwas völlig unmöglich. Wir können es uns nicht vorstellen.

Idee 2 Bilder Hilfe

Verschiedene Bilder für Hilfe mitbringen. Erste Hilfe, gute Fee, Not-Insel, Sorgentelefon.

Die Kinder überlegen, wofür diese Bilder stehen. Vielleicht haben sie schon einmal eines dieser Angebote gebraucht.

Verkündigung  

Verkündigungsart: Tafelbild (fertiges Bild siehe Datei zum Download)

Ahab zeichnenWütend sieht Ahab seinem Besuch hinterher. Elia hatte es doch tatsächlich gewagt ihn zu besuchen. Anscheinend hatte er einen Auftrag von Gott. Was erlaub sich dieser dahergelaufene Prophet eigentlich?
Krone zeichnenEr war der König und was er sagte, war Gesetz! Mit viel Arbeit und Mühe hatte er dem Volk beigebracht, dass sie Baal anbeten sollten. Viele verschiedene Bilder wurden aufgestellt; Priester kamen in das Land, um die neue Religion zu erklären. Natürlich gab es immer noch einzelne Leute, die sich nicht an die neuen Regeln halten wollten.
Er brauchte diesen komischen Propheten nicht. Was der sich einbildete! Gott hätte zu ihm gesprochen und ihm einen Auftrag gegeben. Ahab schüttelte den Kopf. Das konnte doch nicht wahr sein. So ein komischer Kauz. Noch nie war Ahab Elia begegnet. Heute war es das erste Mal. Elia war einfach in Ahabs Palast gekommen um mit ihm reden.
Botschaft zeichnenUnd dann diese Botschaft: Es sollte nicht mehr regnen und auch kein Tau sollte fallen. So ein Quatsch! Unvorstellbar. Irgendwann hat es immer geregnet. Und zum Glück hat er vorgesorgt. Sie waren nicht mehr auf einen Gott angewiesen. Schließlich war Baal ein Gott des Regens – er würde für Ahab und sein Reich sorgen. Ahab rief seine Baals-Priester zusammen und berichtete von der Notlage.
Elia zeichnenElia ging schnell aus dem Palast. Vorsichtig drehte er sich um und sah Ahab am Fenster stehen. Was würde jetzt passieren? Schickte Ahab seine Soldaten hinter ihm her? Alles blieb ruhig und Elia atmete tief durch. Er war froh, dass er diese schlimme Nachricht überbracht hatte.
Fragezeichen zeichnenAber wie sollte es jetzt weiter gehen? Kein Regen und kein Tau – das war auch für Elia unvorstellbar. Aber er glaubte Gott und vertraute auf ihn.
Sonne und DürreDer Boden wurde hart und trocken, die Blätter verwelkten. Jeden Tag ging die Sonne auf und brannte gnadenlos auf die Erde. Nirgends sahen die Menschen eine Wolke.
Besorgte MenschenEs wuchsen keine Früchte und kein Gemüse. Jeden Tag sahen die Menschen besorgt zum Himmel. Einmal musste es doch regnen! Doch es schien immer weiter die Sonne und es fiel kein Regen. Die Menschen fanden immer weniger zu essen. Ahab war wütend: Dieser Prophet hatte doch recht gehabt. Verzweifelt bestürmten die Menschen Baal.
In den Wegweiser Bach Krit schreibenUnd wie ging es Elia? Gott redete zu ihm: „Elia, mach dich schnell auf und geh zum Bach Krit. Die Raben werden dich versorgen.“ Elia machte sich auf den Weg.
Raben zeichnenNach einer langen Wanderung kam er an. Hier war er vor Ahab sicher. Müde sah er sich um. Hier gab es genug Wasser. Aber wo war das Essen? Suchend sah Elia sich um, was sollte er essen? Plötzlich hörte er ein Rauschen. Erschrocken sah er um sich. Große Raben flogen heran, sie schlugen mit ihren Flügeln. Aber was hatten sie in ihren Schnäbeln? Elia wagte sich nicht näher heran. Die Vögel landeten und legten Brot und Fleisch auf den Boden. Anschließend flogen sie wieder davon. Vorsichtig trat Elia aus seinem Versteck und sah staunend auf die Nahrung am Boden. So etwas hatte er noch nie gesehen!
Von nun an kamen die Raben jeden Morgen und jeden Abend, um ihm Brot und Fleisch zu bringen.
Danke-Schild„Danke“, sagte Elia. Er war froh: Gott kümmerte sich auch hier um ihn.
Viele Tage, Wochen und Monate gingen vorüber, Elia ging es gut. Er brauchte keine Angst zu haben. Er hatte genug zu essen. Er merkte, Gott versorgte ihn auf eine ganz besondere Art.
Ahab und das Volk hatten immer weniger zu Essen. Sie baten Baal um Regen, aber es regnete nicht. Die Menschen hatten Hunger und Durst.
Auch bei Elia gab es immer weniger Wasser. Langsam trocknete der Bach aus. Doch Gott hatte schon einen neuen Plan.

Die andere Idee  

Das Bodenbild wird in Form eines Fragezeichens gelegt: Mit einem grünen und einem braunen oder gelben Tuch wird der Unterschied zwischen Dürre und der Zeit davor deutlich gemacht. Auf das grüne Tuch können Blumen und Bäume gelegt werden. Nach und nach breitet das braune/gelbe Tuch sich aus. Die Blumen und Bäume werden entfernt. Nur bei Elia am Bach Krit (blaues Tuch) bleibt das Tuch grün. Dafür kommen später Raben dazu und evtl. Bilder von Brot und Fleisch.

Beim Erzählen wird auf die Form des Fragezeichens hingewiesen. Es kann für Verschiedenes stehen: Völlig unmöglich! Kann Gott das tun? Haben die falschen Götter die gleiche Macht? Wer kann helfen?

Der Text gelebt  

Wiederholung  

 Unter gleichfarbigen Plastikbecher werden verschiedene Bilder aus der Geschichte gelegt. Durchgestrichene Regentropfen, eine Krone, eine Person, Raben, Brot und Fleisch, Pflanzen.

Dazu kommen noch jeweils beschriftetet Zettel, die unter andere farbige Becher gelegt werden. Auf diesen Zetteln steht Dürre, ungehorsamer König, Prophet, gehorsame Helfer, Nahrung, vertrocknete Pflanzen. Man kann noch mehr Teile dazu legen. Das erste Kind deckt jeweils einen Becher auf. Wenn es zwei passende Teile sind, darf es zu dem Bild etwas erzählen. Anschließend werden die Bilder in der richtigen Reihenfolge hingelegt.

Gespräch  

Elia (Bild oder gebastelte Figur) wird in die Mitte gelegt. Welche Probleme hat Elia? Die Kinder zählen alle Probleme auf (z.B. Angst vor Ahab, er muss eine unangenehme Botschaft an Ahab überbringen, Dürre, kein Essen). Diese Dinge werden auf Papier-Regentropfen geschrieben und um Elia herum gelegt.

Die Kinder überlegen sich, ob und wie sie sich die Hilfe vorstellen. Wie hilft Gott? Er schickt Raben. Warum ist das so unvorstellbar? Raben sind sehr intelligente Vögel, die nicht gerne ihr Futter teilen. Sie verstecken es und können sich das Versteck merken. Deshalb ist es ungewöhnlich, dass sie ihr Futter mit Elia teilen. Bei Gott gibt es aber kein „Unmöglich“.

Merkvers  

Matthäus 19,26: “Was aber den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.”

Jedes Kind bastelt einen Raben aus schwarzem Tonkarton. Die Kinder werden in 12er Gruppen geteilt (weil der Vers aus 12 Worten besteht, wenn man die Bibelstelle dazu nimmt). Sollten es weniger Kinder sein, bekommt ein Kind immer zwei Worte zum Beispiel.
Mit einem weißen Stift wird nun je ein Wort des Merkverses auf den Raben geschrieben. Jede Gruppe stellt sich nun so auf, dass ihre Raben in der richtigen Reihenfolge sind, und der Merkvers so lesbar wird. Dann verteilen sich alle Kinder im Raum. Auf Zuruf müssen sie sich wieder so sortieren, dass der Vers richtig sortiert ist. Dabei kann die Zeit gestoppt werden. Falls ihr so viele Teilnehmende habt, dass ihr mehrere Merkvers-Gruppen habt, könnt ihr auch einen kleinen Wettkampf daraus machen.

Als Erinnerung nehmen die Kinder den Raben mit nach Hause. Dafür kann dann auf die andere Seite des Rabens später noch der komplette Vers geschrieben werden.

Gebet  

So wie wir vorhin die Probleme und Ängste von Elia auf Wassertropfen geschrieben haben, dürfen nun die Kinder auch ihre eigenen Probleme und Schwierigkeiten auf Regentropfen schreiben und in die Mitte legen: entweder verdeckt, sodass niemand lesen kann, was dort steht, oder offen. Das darf jedes Kind selbst entscheiden. Wer nichts aufschreiben mag, darf sich auch einfach im Kopf überlegen, was er oder sie schreiben würde.

Am Ende wird für diese Probleme und Schwierigkeiten gebetet: Gott, danke, dass du Elia damals in einer scheinbar unmöglichen Situation versorgt hast. Bei dir ist alles möglich. Bitte hilf uns darauf zu vertrauen. Du siehst auch die Dinge, die wir auf die Regentropfen geschrieben haben. Dinge, um die wir uns Sorgen machen. Situationen, vor denen wir Angst haben. Sachen, die uns Probleme und Schwierigkeiten bereiten. Ich bitte dich: Sei du in all diesen Dingen bei uns. Hilf uns, auf dich zu vertrauen und zeige uns Wege, damit umzugehen. Danke, dass bei dir alles möglich ist. Amen.

Kreatives  

Raben basteln

Aus leeren Toilettenpapierrollen werden Raben gebastelt. Die Rolle wird mit schwarzem Krepppapier umwickelt und festgeklebt. Die Körperteile werden auf schwarzes Tonpapier gezeichnet, ausgeschnitten und aufgeklebt.

Anschließend können die Kinder die Geschichte aus der Sicht von einem Raben erzählen.

(T)Extras  

Lieder 
  • Gott ist stark
  • Absoluto guto
  • Du bist mein Zufluchtsort
  • Mein Gott ist so groß, so stark und so mächtig
Spiele

Futtertransport

Kinder werden in Teams aufgeteilt. Jedes Team ist ein „Raben-Trupp“, der Futter vom Startpunkt zu „Elia“ (z. B. eine Figur, einen Stuhl oder die Spielleitung) bringen muss.
Welche Gruppe hat nach der vereinbarten Zeit das meiste Futter gesammelt?

Um die Schwierigkeit zu erhöhen, können auch einige Mitarbeitende als „Raubvögel“ den Raben das Futter abjagen, wenn sie sie erwischen.

Kreatives

Drehscheibe basteln

Auf einen Papp-Kreis werden Unterteilungen eingezeichnet, sodass er insgesamt in sechs Felder unterteilt ist. Auf jedes Feld wird je ein Teil der Geschichte gezeichnet. Aus einem zweiten Papp-Kreis wird ein Dreieck ausgeschnitten, dass – wenn man sie über den ersten Kreis legt – je ein Bild zu sehen ist. Dieser Kreis ist das Deckblatt und kann z.B. mit der Bibelstelle und dem Namen der Geschichte beschriftet werden. Dann wird durch den Mittelpunkt beider Kreise mit Hilfe einer Prickelnadel o.ä. ein Loch gestochen. Mit einer Musterbeutelklammer werden beide Kreise verbunden. Nun kann der obere Kreis so gedreht werden, dass immer ein Teil der Geschichte sichtbar ist.

Ein Beispiel findet ihr hier:

https://www.etsy.com/de/listing/1800961637/die-geschichte-von-elia-und-die-raben (letzter Zugriff 26.08.2025)

Rätsel

Fehlerbild: Elia und die Raben

Aus einem Bild von Elia mit den Raben (oder nur Raben – siehe Download) werden vor der Gruppenstunde mit einem Korrekturstift verschiedene Teile entfernt. Dann werden beide Bilder hingelegt und die Kinder suchen die Fehler.

Das Ziel 

Starter  

Gott hat Salomo sehr klug gemacht. Auch du hast von ihm besondere Dinge geschenkt bekommen.

Checker  

Gott schenkt jedem Menschen besondere Dinge. Darum brauche ich nicht neidisch sein. Ich darf mich über die Gaben meiner Mitmenschen freuen.

Der Text an sich  

Salomos Weisheit spricht sich in der Welt herum. Es ist nicht ganz klar, woher die „Königin von Saba“ wirklich kam, einige sprechen vom heutigen Jemen, aber es kann auch sein, dass sie aus dem heutigen Äthiopien kam. Auf jeden Fall machte sie das, was sie über Salomo hörte, neugierig und sie beschloss, sich mit ihren eigenen Augen und Ohren von dem zu überzeugen, was ihr da erzählt wurde. Auf den Besuch bei König Salomo bereitete sie sich gut vor, indem sie sich Rätselfragen überlegte, die sie Salomo stellen wollte. Außerdem war sie sehr reich und brachte viele kostbare Geschenke für Salomo mit.

In Jerusalem angekommen empfing Salomo die Königin von Saba und beantwortete, ohne zu zögern, alle ihre Fragen. Neben Salomos Klugheit war die Königin von Saba auch sehr beeindruckt von seinem Reichtum, der sich in seinem Palast, an seinen Dienern und Ratgebern, seinen Speisen und auch im Tempel mit den dargebrachten Opfern zeigte. Die Königin von Saba stellte fest, dass Salomo noch klüger und reicher war, als sie es gehört hatte. Und für sie ist klar: Das ist ein Geschenk Gottes. Sie fing an Gott zu loben, dass er Salomo so klug gemacht hatte und ihn zum König über Israel gestellt hatte. Die Königin von Saba und Salomo beschenkten sich gegenseitig sehr großzügig, bevor die Königin sich mit ihrem Gefolge wieder auf den Weg in ihre Heimat machte.

Der Text für mich  

Wie die Zusammenfassung der Geschichte zeigt, ist die Königin von Saba keine Person, die einfach alles glaubt, was man ihr erzählt. Sie macht sich auf den Weg, um sich selbst von der Richtigkeit des Gehörten zu überzeugen. Diese Reise tritt sie jedoch nicht unvorbereitet an, sie überlegt sich genau, wie sie prüfen kann, ob es wirklich stimmt, was sie gehört hat. Als sie dann schließlich alles gesehen hat und feststellt, dass Salomo noch klüger und reicher ist, als man ihr erzählt hat, fängt sie an Gott dafür zu loben.

Ich denke, die Umsetzung dieser drei Punkte kann auch in meinem Leben wichtig und richtig sein und mich letztlich näher zu Gott bringen:

  1. Nicht alles glauben, sondern mich selbst auf den Weg machen und es überprüfen.
  2. Mich vorbereiten.
  3. Mich freuen und staunen, ohne neidisch zu werden.

Der Text für dich  

Die Königin von Saba begegnet dem unglaublich klugen Salomo und ist beeindruckt, sie fängt an Gott zu loben, dass er diesen klugen Salomo gemacht und als König eingesetzt hat. Wir leben aktuell in einer Zeit des Individualismus, in der jeder gerne etwas Besonderes sein möchte. Dies macht auch vor den Kindern nicht halt. Auch in jungen Jahren fällt der Blick auf die Geschwister oder Klassenkameraden, die irgendwas besonders können oder in einer Sache einfach besser sind als man selbst. Jeder möchte gerne schlau sein oder irgendwie speziell begabt. Aber viele sind in den meisten Dingen einfach mittelmäßig begabt. Wird Gott nur in Supertalenten sichtbar, oder kann man ihn auch in Normalos wie dich und mich entdecken? Welche Begabung – und sei sie noch so klein – hat Gott in dich gesteckt? Wie kann man sich an den Begabungen der anderen freuen ohne neidisch zu werden?

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1

Der Gruppe werden einige Rätsel- und Scherzfragen gestellt. Anschließend können auch die Kinder noch ihre Lieblingsrätsel oder Lieblingsscherzfragen stellen. Gibt es jemanden, der alle Antworten wusste?

Idee 2

Einem Kind wird ein Begriff gezeigt, den es anschließend versucht auf einem großen Papier zu zeichnen, die anderen Kinder müssen den Begriff erraten. Es können Begriffe aus dem Alltag der Kinder verwendet werden, zwischendurch kann auch ein Begriff auftauchen, der im weiteren Sinn mit der Geschichte zu tun hat (z. B. Ohr, Krone, Kamel, Frage, Tempel…)

Verkündigung  

Verkündigungsart:

Die Kinder „erarbeiten“ sich die Geschichte über kleine Rätsel. Bei großen Gruppen kann diese in kleinere Gruppen unterteilt werden. Die Rätselfragen in der Anlage müssen dann entsprechend vervielfältigt werden. Ein Lösungsbogen ist für die MA vorhanden. Nach jedem erratenen Rätsel wird das nächste ausgegeben.

Mit Rätsel 1 und 2 (Code entschlüsseln) (können der Gruppe gleichzeitig vorgelegt werden) werden die beteiligten Personen (König Salomo und die Königin von Saba) erraten. Dabei wird auch schon deutlich, dass die Königin von Saba König Salomo besuchen will. Rätsel 3 (Scherzfragen) zeigt, dass die Königin von Saba Salomo viele Rätselfragen gestellt hat. Mit dem Rätsel 4 (Lückentext) werden die Kinder in die Geschehnisse nach der „Befragung“ Salomos mit hineingenommen. Rätsel 5 (Bibelvers suchen) verdeutlicht, dass die Königin von Saba anfängt Gott zu loben, nachdem sie Salomo und seine Klugheit und seinen Reichtum kennengelernt hat. Zum Schluss zeigt das Rätsel 6 (Puzzle) noch das Ende der Geschichte: Es werden Geschenke ausgetauscht und die Königin von Saba kehrt in ihre Heimat zurück.

Zum Ende kann anhand der gelösten Rätsel die ganze Geschichte noch einmal zusammengefasst werden. Dies kann entweder durch eine Mitarbeitende Person oder die Kinder geschehen (s. auch Wiederholung bei „Der Text gelebt“).

Die andere Idee  

Während die Geschichte erzählt wird, wird diese gleichzeitig mit Symbolen oder kleinen Zeichnungen wie ein kleiner Comic verdeutlicht. So sind auf einem großen Blatt Papier z. B. acht Felder eingezeichnet, in denen die verschiedenen Szenen der Geschichte nach und nach verdeutlicht werden. Anstatt Menschen zu malen, können z. B. Kronen für Salomo und die Königin von Saba gezeichnet werden. Die Rätselfragen mit Fragezeichen und die Antwort mit Ausrufezeichen verdeutlicht werden usw.

Der Text gelebt  

Wiederholung  

 Geht anhand der gelösten Rätsel oder der „Comicbilder“ noch einmal die ganze Geschichte durch. Was ist dort nach und nach passiert?

Gespräch  

Um ins Gespräch zu kommen und zu überlegen, was die Geschichte mit dem eigenen Leben zu tun hat, gibt es für jedes Rätsel eine Frage (kann auch bei einer anderen Verkündigungsart angewendet werden). Würfelt nacheinander und beantwortet die dazugehörige Frage:

  1. Glaubst du, dass Gott auch dir eine besondere Gabe geschenkt hat? Wenn ja, welche? Was kannst du richtig gut?
  2. Bist du jemand, der das glaubt, was man ihm erzählt, oder glaubst du nur das, was du selbst gesehen hast?
  3. Welche Frage würdest du König Salomo stellen, wenn du könntest?
  4. Was ist dein kostbarster Besitz?
  5. Die Königin von Saba lobt Gott, weil Salomo so klug und reich ist. Kennst du auch eine Person mit einer besonderen Gabe, für die du Gott loben möchtest?
  6. Gibt es etwas in der Geschichte, was dich beeindruckt hat und du im übertragenen Sinne mit nach Hause nimmst?
Merkvers  

Ich danke dir und staune, dass ich so wunderbar geschaffen bin. Ich weiß, wie wundervoll deine Werke sind. Psalm 139,14 (BasisBibel)

Wiederholt den Merkvers mehrmals gemeinsam, verwendet dazu Bewegungen, um sich den Vers besser zu merken, z. B.:

„Ich danke dir und staune“=>Hand auf das Herz legen.
„dass ich so wunderbar geschaffen bin“=>Daumen hoch.
„Ich weiß,“=>Zeigefinger an die Stirn.
„wie wundervoll“=>Beide Daumen hoch.
„deine Werke sind.“=>Mit beiden Händen einen großen Kreis beschreiben.

Gebet  

In Gruppen, die sich schon recht gut kennen, kann eine Gebetskette durchgeführt werden. Jede Person überlegt sich eine Sache, die sein linker Nachbar sehr gut kann und sagt Gott laut Danke für diese Gabe, die er geschenkt hat – z.B. mit den Worten: Danke, dass du [Name] [Gabe] geschenkt hast!

Dies können ganz unterschiedliche Dinge sein, z. B. die Begabung für eine Sportart oder ein künstlerisches Hobby, aber auch, dass einige Menschen mitfühlend, besonders freundlich und wertschätzend oder ähnliches sind. Abschließend kann eine mitarbeitende Person beten:

Danke Gott, dass du jeden von uns beschenkst. Du hast uns allen Gaben gegeben. Jeder und jede von uns ist begabt. Bitte hilft uns zu erkennen, wo unsere Stärken liegen. Hilf uns, unsere Stärken zu nutzen und uns an den Stärken anderer zu freuen. Amen.

Kreatives  

Orden basteln aus Papier (siehe auch Skizzen/Druckvorlage im Anhang)

  • Schneidet einen Papierkreis mit ca. 6 cm Durchmesser aus.
  • Schneidet einen Papierkreis mit ca. 8-9 cm Durchmesser aus. Wenn ihr wollt, verziert den Rand mit einem Zackenmuster o. ä.
  • Schneidet zwei Papierstreifen aus: ca. 1,5 cm x 10 cm
  • Schneidet jeweils an einem Ende der Papierstreifen eine Zacke ein.
  • Klebt die Papierstreifen etwas versetzt auf die Rückseite des kleineren Kreises.
  • Klebt den kleinen Kreis mit den Papierstreifen anschließend mittig auf den großen Kreis.
  • Der kleine Kreis kann noch je nach Schwerpunkt (Starter, Checker) beschriftet werden:
    Starter:
    • Der Orden ist für die Kinder selbst als Erinnerung, dass Gott sie einzigartig und wunderbar gemacht hat. So kann z. B. auf dem Orden „Einzigartig“ oder „Wunderbar“ o. ä. geschrieben werden.
    • Checker: Die Kinder überlegen sich eine Person überlegen (Eltern, Geschwister, Freunde, Verwandte…) der sie den Orden geben wollen und schreiben dort auf, welche Begabung dieser Person sie toll finden.
(T)Extras  
Lieder 
  • Der Knaller – Mike Müllerbauer
  • Vergiss es nie – Jürgen Werth
  • Danke, Gott – Daniel Warschun
Spiele

Reise nach Jerusalem

In der Mitte des Raumes stehen mit den Rückenlehnen aneinander ein Stuhl weniger als Kinder da sind. Die Kinder stellen sich im Kreis um die Stühle auf und gehen um die Stühle herum, solange die Musik läuft. Sobald die Musik stoppt, muss sich jeder einen Stuhl suchen. Ein Kind bleibt jedoch übrig und scheidet aus. Nach jedem Stopp wird ein Stuhl entfernt, sodass zum Schluss nur ein Kind übrigbleibt. Wer ist die „Königin von Saba“ und kommt in Jerusalem an?

Quiz

Es werden Fragen vorbereitet (z. B. von „Wer weiß denn sowas?“) die die Kinder in Gruppen nacheinander oder gleichzeitig beantworten müssen, wer hat am Ende die meisten Fragen richtig beantwortet?

Das Ziel 

Starter  

Gott ist nicht fern. Er wohnt unter den Menschen. Damals konnte man im Tempel seine Nähe suchen, heute darf ich immer und überall mit Gott reden, weil er mir nah ist.

Checker  

Wir sind der Tempel des Heiligen Geistes, das heißt, Gott lebt in mir. Er möchte mein Leben zu seinem Wohnort machen. Und darum kann ich Gott mit meinem ganzen Leben anbeten – mit meinem Denken, Reden und Handeln.

Der Text an sich  

Während der Wüstenwanderung ist es die Stiftshütte, ein mobiles Zelt, in dem Gott wohnt und angebetet wird. Nach der Landeinnahme Kanaans, als die Israeliten sesshaft werden, kommt schon bei König David, Salomos Vater, der Wunsch auf, ein festes Haus für Gott zu bauen, aber Gott erlaubt es ihm nicht. Erst Salomo darf den Tempel errichten.

In der Regierungszeit von König David gibt es viele kriegerische Auseinandersetzungen mit den Nachbarvölkern – wohingegen Salomos Amtszeit von Ruhe und Frieden geprägt ist, sodass ein Fokus auf den Tempelbau dann überhaupt erst möglich ist. Die Bauzeit dauert 7 Jahre. Salomo beauftragt die besten Bauherren aus dem In- und Ausland und benutzt das wertvollste Baumaterial. Neben Gold und Bronze wird Zedern- und Zypressenholz verwendet. Dies ist zur damaligen Zeit ein sehr edles, widerstandsfähiges sowie duftendes Holz und kommt aus dem Libanon.

Der Bau des Tempels stärkt die Handelsbeziehung zu König Hiram aus Tyros, sodass Salomo viele Güter und Materialien aus dem Ausland beziehen kann.

Nach der Fertigstellung feiert Salomo ein großes Fest. Er lässt die Bundeslade und alle wichtigen Geräte aus der Stiftshütte in den Tempel bringen. Damit wird quasi „Gottes Umzug“ nach Jerusalem in den Tempel vollzogen. Die Bundeslade gilt als Thron Gottes und ist damit der Ort, wo Gott gegenwärtig ist. In ihr werden die Gesetzestafeln aufbewahrt, sodass sie auch ein heiliges Zeichen für den Bund zwischen Gott und dem Volk Israel ist. Anbetung steht damit ganz eng in Verbindung mit Gehorsam – Gott möchte an diesem Ort den Menschen nah sein, ihnen begegnen, von ihnen angebetet werden, aber er erwartet auch, dass die Menschen sich nach seinen Geboten richten.

Gott nimmt durch Wolken und Feuer sichtbar Raum im Tempel ein (1. Kö 8,11 und 1. Chr 7,1-3) und seine Herrlichkeit erfüllt das ganze Haus. Damit wird auch für das Volk Israel deutlich, dass Gott da ist und sein Volk beschützt, so wie bei der Wüstenwanderung nach dem Auszug aus Ägypten.

Salomo lobt Gott in einem langen Gebet für seine Treue und dass er seine Zusagen einlöst. Er bittet um Gottes Beistand und Hilfe in der Zukunft. Gleichzeitig ist ihm bewusst, dass Gottes Zusagen daran gebunden sind, dass sie Gott treu und gehorsam sind, aber auch auf Gottes Erbarmen angewiesen sind. Der Tempel ist somit ein Ort der Nähe Gottes, der Anbetung, der Zuflucht, der Orientierung und der Vergebung.

Der Text für mich  

Der ganze Tempelkult des Alten Testamentes mitsamt den Opfern ist mir heute sehr fremd. Die Menschen hatten nur den Tempel in Jerusalem als Ort, wo Gott wohnt und wo sie ihm nahe sein konnten. Und sie durften sich auch nur begrenzt in der Tempelanlage bewegen und brauchten die Priester und Propheten, die stellvertretend Kontakt zu Gott aufnahmen, um Vergebung baten und Gottes Reden hörten.

„Gotteshäuser“ nennen wir heute unsere Kirchengebäude und Gemeindehäuser. Jesus hat versprochen: „Denn wo zwei oder drei Menschen in meinem Namen zusammenkommen, da bin ich selbst in ihrer Mitte.“ (Mt 18,20 BasisBibel) Dass ich zu einer Gemeinde gehören und zusammen Gottesdienst feiern darf, hat also eine große Zusage. Jesus möchte, dass wir uns als Teil seiner Gemeinde verstehen und segnet die Gemeinde im Besonderen (Vgl. 1. Kor 12).

Aber MÜSSEN wir in die Gemeinde gehen, damit wir Gott begegnen und Vergebung finden können? Ich bin froh, dass Gott heute durch den Heiligen Geist in jedem Menschen wohnen möchte. Ich kann einfach so zu Gott kommen, mit ihm reden und ihn hören. Durch Jesus habe ich Vergebung. Es braucht keine blutigen Opfer und auch keine „Vermittler“ mehr, um ihm nah sein zu können.

Unser Körper ist der Tempel des Heiligen Geistes (Vgl. 1. Kor 6,19-20). Was heißt das, wenn der Tempel ein Ort der Begegnung mit Gott, der Anbetung, der Zuflucht, der Orientierung und der Vergebung ist? Gott möchte, dass alle meine Gedanken, Gefühle, Entscheidungen und Wünsche sich an dem ausrichten, was er will. Es ist der Ort, an dem er Raum einnehmen möchte. Wie sieht das in meinem Leben aus? Habe ich Jesus schon in mein Herz eingeladen? Darf Jesus in allen Bereichen (Zimmern) meines Lebens einziehen? Habe ich Räume, die ich vor ihm verschließe oder wo ich ihn aussperre?

Der Text für dich  

Eine der Kernbotschaften, die wir den Kindern in unseren Gruppen vermitteln möchten, ist: Gott ist nicht fern, sondern er möchte jedem von uns persönlich begegnen. Er ist für uns und immer bei uns. Für die Kinder ist das einer der ersten Glaubenssätze, die sie begreifen.

Das Bild des Tempels als Ort, wo Gott wohnt, scheint weit weg zu sein. Aber das Gemeindehaus, in dem die Kinder ihre Gruppenstunden (Kindergottesdienst, Kinderstunde, Jungschar…) haben, ist für sie begreifbarer. Es ist ein Ort, wo Gott sich gern aufhält und uns nahe sein möchte, wo wir ihn besser kennenlernen können. Gott möchte aber auch in unserem Herzen wohnen und wartet auf eine Einladung, dass wir ihm diesen Raum schaffen.

Gott wohnt in unserem Herz – was für ein Zuspruch! Doch Gott hat auch einen Anspruch an uns. So wie es Salomo wichtig war, das Beste für Gott zu geben, so wollen auch wir das tun. Salomo nimmt die hochwertigsten Baumaterialien, die besten Bauarbeiter und verpflichtet zehntausende Helfer. Das Allerheiligste wird komplett mit Gold überzogen und der gesamte Tempel mit Gold und Schmuckelementen geziert. Es war eins der schönsten und wertvollsten Bauwerke zur damaligen Zeit.

Gott wünscht sich, wenn wir der Tempel des Heiligen Geistes sind, dass unser ganzes Leben das widerspiegelt. Gott wohnt in uns und möchte durch uns handeln.

  • Geben unsere Hände Liebe weiter?
  • Wünscht sich unser Herz, was Gott sich wünscht?
  • Sehen unsere Augen, was oder wie Gott sieht?
  • Gehen unsere Füße dahin, wo Gott uns hinführt?
  • Spricht unser Mund Wahres, Freundliches/Liebevolles, Notwendiges/Nützliches aus?

Die Kinder lernen, dass Gott das Wichtigste in unserem Leben sein möchte und dass das auch Auswirkungen auf unser Leben, Handeln, Reden, Denken und Wünschen hat. Gott wünscht sich Gehorsam, aber sein Heiliger Geist in uns bewirkt auch das Wollen und Vollbringen. Seine Zusage der bedingungslosen Liebe und Nähe steht jedoch am Anfang und ist die Voraussetzung für alles andere.

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1

Die Kinder bekommen Spielkarten und sollen in kleinen Gruppen jeweils ein Kartenhaus bauen. Wer schafft das höchste? Anschließend kann noch ausgemessen werden, wie hoch/breit/lang es geworden ist. Alternativ kann man auch anderes „Baumaterial“ nehmen. Bei jüngeren Kindern z.B. Holzbausteine. Es kann sinnvoll sein, eine bestimmte Zeit vorzugeben, z.B. 5 Minuten.

Idee 2

Die Kinder schauen sich Bilder von verschiedenen Kirchen und Kathedralen an. Wozu dienen sie? (Ort der Anbetung, Gottesdienste, „Haus Gottes“) Wie sieht unsere Kirche/Gemeindehaus aus? Wie hoch/breit/lang ist es ungefähr? Macht einen Rundgang und vergleicht das Haus mit anderen Gebäuden. Was passiert eigentlich hier in unseren Räumlichkeiten?

Verkündigung  

Verkündigungsart: Erzählen mit Gegenständen aus Salomos Perspektive (Zelt, Haus, Mensch)

Vorbereitungen im Vorfeld:

Um bei der Erzählung nacheinander Bezug nehmen zu können, wird in kleinem Maßstab ein Zelt aus Tüchern und Stöcken/Stäben (Stiftshütte) und ein einfaches Hausmodell aus Bausteinen gebaut (Tempel). Zusätzlich braucht man eine Figur, der ein Herz auf den Körper geklebt wird. Alternativ kann ein Mensch mit einem Herzen auf Papier aufgemalt werden.

Die Gruppenleitung nimmt selbst die Rolle als Salomo ein und verkleidet sich als König.

„Ich bin König Salomo und wohne in Jerusalem. Mein Volk wohnt jetzt schon seit vielen Jahren hier in diesem Land. Aber könnt ihr euch noch daran erinnern, dass das mal anders war? Vor 300 Jahren ungefähr waren meine Leute noch in Ägypten und mussten da hart arbeiten, sie waren Sklaven vom Pharao. Aber dann hat Gott sie befreit. Sie sind erst lange Jahre umhergewandert. Gott hat sie beschützt und mit Essen und Trinken versorgt. Gott war immer bei ihnen – in einem Zelt hat er gewohnt, was sie ihm aufgebaut haben. Denn sie selbst wohnten auch in Zelten. Und immer, wenn sie weitergezogen sind, haben sie das Zelt Gottes mitgenommen. Dann endlich hat Gott meinem Volk dieses Land hier, wo ich jetzt wohne, geschenkt. Nun wohnen wir hier in Israel und haben feste Häuser und Städte. Aber Gott: Der wohnt immer noch in einem Zelt! Das geht doch nicht! Und deshalb möchte ich Gott jetzt ein Haus bauen, einen Tempel. Hier in Jerusalem. Gott soll hier bei uns wohnen und er soll ein richtig schönes Haus bekommen. Das schönste und wertvollste Haus im ganzen Land und darüber hinaus! Ja, Gott ist doch ein viel größerer und mächtigerer König als ich! Ich möchte ihm das Beste geben. Und auch wenn er viel größer als ein Haus ist – er hat versprochen, dass sein Name im Tempel wohnen wird. Dieser Tempel, den ich baue, wird also ein Ort sein, an dem mein Volk und ich Gott begegnen können.

Ich werde das beste Baumaterial besorgen. Ich brauche jede Menge Steine für den Tempel, sooo viele Steine. Dafür brauche ich die besten Bauleute und ganz viele Menschen, die noch mithelfen. (Die Zahlen können mit dem eigenen Wohnort oder mit Städten in der Nähe verglichen werden, damit die Kinder eine Vorstellung von der Größe haben) 80 000 Leute, die die Steine vorbereiten. Und dann brauche ich noch 70 000 Leute, die mir das ganze Material hierherschaffen. Wie gut, dass ich König bin und dass ich meinen Leuten befehlen kann, was sie tun sollen. Dann brauche ich noch jede Menge Holz, damit ich die Wände und den Boden damit schön verkleiden kann. Aber woher bekomme ich das? Das beste Holz gibt es im Nachbarland bei König Hiram – wie gut, dass ich mich mit dem gut verstehe – ich werde ihn gleich um Hilfe bitten. Bestimmt bekomme ich von ihm Zedern- und Zypressenholz. Das ist nämlich das haltbarste, edelste und am besten duftende Holz in dieser Gegend. Ich möchte es ja ganz besonders machen für Gott. Dafür brauche ich nochmal 30 000 Leute, die mir beim Transportieren helfen.

Ach, und dann brauche ich natürlich auch jede Menge Bronze und Gold, denn der Tempel soll richtig wertvoll sein, schön aussehen und glänzen. Wie gut, dass ich ein reicher König bin und mein Vater David so viel angespart hat. Den Rest hole ich mir dann wieder von König Hiram und anderen Königen um mich herum.

Ich habe einen genauen Plan gemacht, wie ich den Tempel baue: Er wird 27 Meter lang, 9 Meter breit und 14 Meter hoch. (Setze die Größe wieder in einen Vergleich, z.B. eure Kirche/Gemeindehaus). Und der Tempel wird unterteilt in unterschiedliche Bereiche – in die Vorhalle, das Heiligtum und das Allerheiligste. Euch jetzt alles zu erklären, würde zu weit führen – nur so viel: Ganz hinten im Tempel, im Allerheiligsten, wird Gottes Raum sein. Dieser Ort wird so heilig und besonders sein, den mache ich komplett aus Gold! Da werden dann auch die Gebote Gottes aufbewahrt, die wir von ihm damals bekommen haben.

Ob Gott sich über mein Haus freuen und gerne drin wohnen wird? Gott ist so groß und wunderbar – wie soll er da in mein kleines Haus passen? Aber Gott hat gesagt, ich darf ihm ein Haus bauen und er möchte darin wohnen. Ich weiß, er wird sein Versprechen einlösen und immer bei uns sein. Und ich verspreche ihm auch etwas: ich möchte immer das tun, was Gott sagt, weil ich weiß, dass er sich darüber noch mehr freut als über mein Haus.

Und wenn ich es fertig gebaut habe, dann werde ich ein großes Fest feiern und alle Leute dazu einladen. Schließlich werden ja auch sooo viele Menschen mithelfen bei Bau! Wahrscheinlich werde ich mindestens 7 Jahre lang brauchen. Und Gott wird sichtbar durch Feuer und Rauch in den Tempel einziehen, so wie damals in sein Zelt, damit alle wissen: Gott ist für uns da. Und dann will ich dafür sorgen, dass wir, also ich und mein ganzes Volk, Gott nicht nur in diesem Haus anbeten, sondern auch so leben, wie es Gott gefällt.“

Die andere Idee  

Wer die Geschichte mit Bildern bibelnah erzählen möchte, kann ein youtube-Video zeigen. https://www.youtube.com/watch?v=yeQ4uGoZ43Q („Rhema Kids – Salomos Tempel“, letzter Zugriff: 30.06.2025, Minuten 4:19 bis 10:22)

Der Text gelebt  

Gespräch  

Damals war es das Zelt, wo Gott wohnte, als die Israeliten noch umhergezogen sind. (Zelt zeigen)
Dann war der Tempel in Jerusalem der Ort, wo man Gott nah sein konnte (Haus zeigen).
Heute brauchen wir keinen Tempel mehr. Durch den Heiligen Geist ist Gott jedem von uns ganz nah (Mensch zeigen).
In der Bibel steht, dass wir der Tempel des Heiligen Geistes sind (Vgl. 1. Kor 6,19). Das heißt, Gott wohnt in uns, in unserem Herzen, wenn wir an Jesus glauben. Gott ist also immer bei uns und wir tragen auch die Gebote Gottes in unserem Herzen, das heißt, unser Herz zeigt uns auch durch ein gutes oder schlechtes Gewissen, was Gott möchte.

  • Wozu gab es den Tempel?
  • Was bedeutet es, wenn wir der Tempel sind?
  • Was wünscht sich Gott von uns?
    • Was gehört alles zum Körper? Malt zusammen einen Körper mit seinen Teilen auf und unterhaltet euch über die einzelnen Teile und Bedeutungen (siehe auch Text für dich)
Merkvers  

Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt? 1. Korinther 6,19a (Gute Nachricht Bibel)

Auf einen Baustein wird jeweils ein Wort des Merkverses geklebt. Die Kinder müssen den Merkvers herausfinden, in dem sie die Steine sortieren und als Mauer aufbauen, sodass der Satz von oben nach unten lesbar ist.

Dann wird immer (durcheinander) ein Wortzettel abgenommen und der Vers gesprochen.

Zur Unterstützung kann der Vers auch mit Bewegungen gelernt werden.

  • Wisst ihr nicht = Zeigefinger an den Kopf halten
  • Leib = mit den Händen von oben nach unten am Körper entlangfahren
  • Tempel = mit den Händen ein Dach über dem Kopf formen
  • In euch wohnt = Hand auf das Herz legen
Gebet  

Wer möchte, kann dieses Gebet Stück für Stück laut oder leise mitbeten und Gott in sein Herz einladen:

Danke lieber Gott, dass du durch deinen Heiligen Geist immer bei uns bist. Wir sind dein Tempel, dein Haus und du möchtest in uns wohnen. Bitte komm in mein Herz und zeig mir immer mehr, wer du bist. Ich möchte lernen so zu leben, wie du es möchtest und mit meinem ganzen Leben dir die Ehre geben. Danke, dass du mir dabei hilfst. Du bist es wert, dass ich dir das Beste gebe. Danke, dass du ab heute in mir wohnst und ich zu dir gehören darf. Amen.

Ihr könnt das Gebet mit einer Geste unterstützen, indem ihr ein Kreuz in die Mitte stellt, kleine Papierherzen mit einem Bändchen vorbereitet, die Kinder ihren Namen auf das Herz schreiben und es an das Kreuz hängen können.

Kreatives  

Mein Herz

Gott wohnt in meinem Herzen, er möchte Anteil an meinem ganzen Leben haben. Aber was gehört denn zu meinem Leben dazu? Was macht mich denn aus? Dazu sollen sich die Kinder Gedanken machen, indem sie ein Herz malen und JESUS oder GOTT hineinschreiben, sodass der ganze Raum ausgefüllt ist (siehe Vorlage zum Download). In die abgegrenzten Räume, die dadurch entstanden ist, sollen sie alles schreiben oder malen, was ihnen zu ihrem Leben einfällt: Familie, Freunde, Gefühle, Hobbys, Eigenschaften, Wünsche, Probleme…

In all dem möchte Jesus Raum haben und uns nah sein.

(T)Extras  
Lieder 

Der Tempel ist ein Ort der Anbetung: Wir können auch heute mit Liedern Gott anbeten. Macht eine Kinder-Worship-Zeit mit euren Lieblingsliedern.

  • Wir sind das Haus des Herrn
  • Ich gebe dir mein Herz/Mein ganzes Leben
Spiele

Bau-Wettkampf

Ihr habt 10 Min. Zeit, ein edles Haus für einen König zu bauen. Ihr dürft alle Materialien drinnen und draußen verwenden, die ihr findet. Die Größe spielt keine Rolle. Am Ende wird gemeinsam entschieden, welches Haus das schönste ist.

Aktion

Herz-Plätzchen backen und verzieren.

Weiterführende Hinweise

Wer sich näher mit dem Aufbau und der Bedeutung des Tempels und seiner Gegenstände auseinandersetzen möchte, findet auf folgenden Seiten Anregungen/Informationen:

http://bibel-spiele.holy-art.de/salomo/tempel2.html

https://images.wikia.com/assassinscreed/de/images/5/5d/Salomon-temple.jpg

http://www.religions-info.de/christ1/dertempel.html#vorhof

Das Ziel 

Starter  

Nicht immer helfen Regeln eindeutig, um zu entscheiden, was richtig ist. Dann kann Gott uns helfen. Er möchte uns ein hörendes Herz schenken und uns so helfen, gute Entscheidungen zu treffen.

Checker  

Es gibt Situationen, die nicht schwarz-weiß sind. Salomo konnte mit Gottes Weisheit erkennen, was wirklich richtig ist. Auch wir dürfen Gott um Weisheit bitten, damit wir seine Sicht in schwierigen Situationen erkennen und gute Entscheidungen treffen können.

Der Text an sich  

Noch während seiner Regierungszeit legte David fest, wer sein Nachfolger auf dem Thron sein sollte. Er wusste von Gott, dass sein Sohn Salomo König nach ihm sein sollte (1. Chronik 28, 1-10). Aber andere Söhne des David strebten nach dem Thron. Sie rissen die Macht an sich, spalteten das Volk, intrigierten geben David. Einer war Absalom (vgl. 2. Samuel 3,3 und 15, 1ff.), der gegen seinen Vater rebellierte. Der andere war Adonija, der den Thron für sich beanspruchte (vgl. 2.Samuel 3,4 und 1. Könige 1,5ff). Aber allen Widerständen zum Trotz wurde Salomo letztendlich der von Gott gesalbte König und Nachfolger Davids auf dem Thron (1. Könige 1,30 -2,12). Salomo war ein König nach dem Herzen Gottes (1. Könige 3,3ff).

Eines Nachts begegnet Gott Salomo im Traum (1. Könige 3,5-15). Darin darf sich Salomo von Gott etwas wünschen. Er bittet Gott um ein gehorsames Herz (Lu), ein hörendes Herz (BasisBibel), ein Herz, das auf Gottes Weisung hört (GNB). Gott freut sich über diesen Wunsch und verheißt Salomo ein weises und verständiges Herz (Lu und BasisBibel).

Die Geschichte in Kapitel 3,16-28 ist ein Beispiel für Salomos Weisheit. Sie ist eine Geschichte aus sehr vielen Fällen, in der Menschen mit ihrem Rechtsstreit vor den König kamen. Er war gleichzeitig auch der oberste Richter. Es ist erstaunlich, dass ausgerechnet ein Beispiel von zwei Huren genommen wurde. Dass sogar sie Salomos Aufmerksamkeit bekamen, zeugt schon von seiner Weisheit. Er nahm sich auch Zeit für die gering geschätzten Menschen.

Mit dem heutigen Wissen könnte man eine DNA-Probe machen und die Mutterschaft wäre eindeutig geklärt. Aber Salomo hat einen anderen Weg gefunden: Er erkannte die wahre Mutter an der Liebe zu ihrem Kind und spricht es ihr zu.

Also gibt es Situationen, die nicht mit purem Wissen geklärt werden können. Diese Entscheidungen wären dann wohl richtig, aber nicht klug und weise (vgl. 1. Korinther 13,1+2).

Der Text für mich  

Diese Geschichte ist für mich ein Beispiel dafür, dass es bei Entscheidungen nicht nur um Richtigkeiten geht. Das gilt sogar noch heute bei Gerichtsurteilen oder anderen Entscheidungen. Auch wenn die harten Fakten gegen einen Menschen sprechen, werden doch oft persönlichen die Umstände, ein psychologisches Gutachten o.ä. herangezogen. Leider mangelt es vielen Entscheidungsträgern an dieser von Gott geschenkten Weisheit. Deshalb entsteht viel Not.

Salomo hatte kein Jura studiert, um zu diesem Urteil zu gelangen. Er hatte von Gott dieses Herz bekommen, das auf dessen Weisungen hört. Dieses hörende Herz wünsche ich mir auch und ich darf Gott darum bitten.

Der Text für dich  

Das Wort „weise“ gehört nicht zu dem von Kindern genutzten Wortschatz. Für sie hat es den Klang nach alten Menschen mit weißen Haaren. Weisheit hat aber nichts mit dem Alter zu tun. Sie nimmt vielleicht mit dem Alter zu, da man dann mehr Lebenserfahrung hat, kommt aber nicht automatisch mit dem Älterwerden.

Die Quelle der Weisheit ist Gott. Er ist und hat alles, was Weisheit ausmacht: Liebe, Gerechtigkeit, den großen Überblick über die Zusammenhänge und Einblick in die Herzen. Diese Fähigkeit hatte sich der junge Salomo gewünscht, um ein guter König sein zu können. So konnte er im verzwickten Rechtsstreit der beiden Frauen eine Lösung finden. Jeder von uns darf aus der Quelle schöpfen.­ Jeder, ob jung oder alt, kann Gott um Weisheit bitten. Im Umgang der Kinder untereinander ist auch Weisheit gefragt. Die Redewendung „Hör auf dein Herz“ sollte vielmehr heißen: Hör auf Gott.

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1

Es werden Situationen erzählt und gefragt, wie die Kinder entscheiden und reagieren würden. Harte Fakten oder weises Handeln:

Im Geschäft stehen viele Menschen an der Kasse. Faktisch richtig kommen alle nacheinander dran. Aber ein Junge lässt eine Mutter mit einem kleinen Kind vor. Warum? Er ist doch im Recht, vor ihr dranzukommen!

Eine Jugendliche sitzt in der vollen Straßenbahn. Eine alte Dame steigt ein und bleibt auf unsicheren Beinen im Gang vor ihr stehen. Die Jugendliche bleibt sitzen. Sie hat genauso ein Recht auf einen Sitzplatz und war ja auch zuerst da.

Zwei Kinder streiten sich auf dem Schulhof. Am Ende schlagen sie sich sogar. Die Pausenaufsicht greift ein und stellt beide zur Rede. Beide behaupten, dass der andere angefangen hat. 

Idee 2

Eine mitarbeitende Person umschreibt das Wort „Weisheit“, ohne es zu verwenden (im Stil des Spieles „Begriffe erklären“). Wer findet es heraus?

Verkündigung  

Verkündigungsart: Bibeltext in verteilten Rollen lesen

Die Geschichte aus 1. Könige 3,16-28 wird in verteilten Rollen fast wörtlich aus der Bibel vorgelesen.

Rollen: Ein Erzähler, die beiden Frauen 1 und 2, König Salomo

Erzähler: Eines Tages kamen zwei Prostituierte zum König und trugen ihm einen Rechtsstreit vor.

1. Frau: „Mein Herr und König, diese Frau und ich wohnen zusammen im selben Haus. Sie war dabei, als ich einen Sohn gebar. Zwei Tage danach gebar sie selbst einen Sohn. Nur wir beide waren zu dieser Zeit im Haus; sonst war niemand da.  Eines Nachts wälzte sie sich im Schlaf auf ihr Kind und erdrückte es, sodass es starb. Da stand sie mitten in der Nacht auf und nahm mir mein Kind weg, während ich schlief. Dafür legte sie ihr totes Kind neben mich. Als ich am Morgen erwachte und mein Kind stillen wollte, fand ich es tot. Doch als ich es genau ansah, merkte ich, dass es gar nicht das meine war.“

2. Frau: „Das ist nicht wahr! Mein Kind ist das lebende und deins das tote!“

1. Frau: „Nein! Das tote ist deins, das lebende meins!“

Erzähler: So stritten sie sich vor dem König.

König Salomo: „Die eine behauptet: ‘Mein Kind ist das lebende, deins das tote!’, die andere: ‘Nein, das tote ist deins, das lebende meins!’

Erzähler: Und er befahl seinen Leuten:

König Salomo: „Bringt mir ein Schwert!“

Erzähler: Sie brachten es ihm.

König Salomo: „Zerschneidet das lebende Kind in zwei Teile und gebt die eine Hälfte der einen, die andere Hälfte der andern!“

Erzähler: Da rief die Frau, der das lebende Kind gehörte – denn die Mutterliebe regte sich mächtig in ihr:

1. Frau: „Ach, mein Herr und König! Gebt es der andern, aber lasst es leben!«

2. Frau: „Weder dir noch mir soll es gehören! Zerschneidet es nur!“

Erzähler: Darauf entschied der König:

König Salomo: „Gebt das Kind der ersten, tötet es nicht! Sie ist die Mutter.“

Erzähler: Überall in Israel erfuhr man von diesem Urteil des Königs und alle schauten in Ehrfurcht zu ihm auf. Sie sahen, dass Gott ihm Weisheit geschenkt hatte, sodass er gerechte Entscheidungen fällen konnte.

Die andere Idee  

Gerichtsverhandlung nachspielen

Hierfür richtest du einen „Gerichtssaal“ ein: Salomo als Richter bekommt einen Hammer, zwei Mitarbeitende spielen die Mütter und streiten sich um eine Babypuppe. Als Gerichtsdiener o.ä. kann ein Soldat mit Schwert auftreten.

Nun wir die Geschichte nachgespielt. Eventuell kann Salomo auch die Kinder fragen, wie sie entscheiden würden.

Der Text gelebt  

Wiederholung  

 Was versteht man eigentlich unter Weisheit? Zunächst sollen die Kinder selbst überlegen. Im Anschluss kann folgende Definition vorgelesen werden:

„Weisheit ist die Fähigkeit, Wissen, Erfahrung und Einsicht auf eine kluge und verständige Weise zu nutzen. Es geht darum, gute Entscheidungen zu treffen, auch in schwierigen Situationen, und das Leben mit einem tiefen Verständnis und einer gewissen Gelassenheit zu betrachten. Weisheit umfasst oft auch die Fähigkeit, die Dinge im größeren Zusammenhang zu sehen und mit Empathie und Besonnenheit zu handeln.“ (Definition „Weisheit“ aus chatgpt 05.06.2025)

„Weisheit (von altgriechisch σοφία sophía, lateinisch sapientia) bezeichnet eine tiefgehende Einsicht in das Leben und die Welt, die es ermöglicht, Probleme intelligent zu lösen und die beste Handlungsweise zu wählen. Es ist ein Zusammenspiel von intellektueller Fähigkeit, Lebenserfahrung und ethischem Bewusstsein. (Wikipedia 11.06.2025)

Weisheit ist also nicht eine Anhäufung von Wissen, Lernstoff in der Schule oder Universität. Es gibt Menschen, die wissen unheimlich viel, sind aber nicht weise. Umgekehrt gibt es weise Menschen, die nie besonders gut in der Schule waren. Weisheit ist nicht etwas, worüber kluge Menschen diskutieren, philosophieren. Auch nicht eine Aneinanderreihung von klugen Sätzen und Gedankengebilden. Sie greift ins wirkliche Leben, gestaltet das reale Leben. Darin äußert sich wahre Weisheit, indem sie im Miteinander hilft, bei Streitigkeiten vermittelt, auch bei schweren Entscheidungen einen Weg zeigt.

Man kann also sagen: Weisheit ist ein Hören auf Gott, das mir hilft kluge, liebevolle und faire Entscheidungen zu treffen.

Was war also weise an dem Urteil von Salomo?

Anhand der Definition suchen wir nach der Antwort.

Gebet  

Genau wie Salomo brauchen wir Weisheit, um so zu leben, wie du, Gott, es gut findest. Wir sind oft herausgefordert, richtig zu handeln. Bitte schenke uns in den Situationen, in denen wir sind, diese Weisheit. AMEN.

Kreatives  

Weisheitskekse backen:

So wie Salomo ein hörendes Herz von Gott bekam und ihn in alle Entscheidungen miteinbezog, so dürfen auch wir Botschaften von Gott hören. Die Kekse erinnern uns daran, weil sie auch eine Botschaft von Gott enthalten. Einen Weisheitsspruch auf einen Papierstreifen schreiben und bereitlegen. Diese können z.B. aus dem Buch der Sprüche entstammen (oder man findet kluge Sprüche auch z.B. unter https://www.eltern.de/schulkind/mutmach-sprueche–25-mut-saetze-fuer-euer-kind–13590412.html abgerufen 18.08.25)

Diese folgende Teigmasse reicht für ca. 22 Stück

50g Butter                 in einem Topf zergehen lasse. Abkühlen lassen.

60g Puderzucker     zur Butter sieben und gut verrühren.

60g Mehl                   und

1 Prise Salz               ebenfalls hinein sieben und verrühren.

3 Eiweiß                    steif schlagen und unter die Buttermasse heben.

Auf einem Backpapier etwa 8cm große Kreise aufmalen – für jedes Kind einen. Backpapier umdrehen und auf ein Blech legen. Den Ofen auf 180 Grad (Umluft: 160 Grad) vorheizen. 

Alle arbeiten nun gleichzeitig an ihrem Kreis: Jeder gibt einen Teelöffel Teig auf seinen Kreis und streicht ihn bis zum Rand glatt.

Die Teigkreise werden ca. 5 Min. im Ofen gebacken (sie müssen nicht gebräunt sein), dann herausgenommen und mit einem Messer sofort vom Backpapier gelöst. Der Spruch wird auf den Keks gelegt und dieser einmal in der Mitte gefaltet. Dann direkt nochmal in der Mitte falten. Die Mitte etwas zusammendrücken. Falls sich die Kekse im heißen Zustand von alleine wieder auffalten, einfach mit einem Messer oder Ähnlichem kurz beschweren. Sobald der Keks etwas auskühlt, behält er besser seine Form.

Sind alle Kekse fertig gebacken und gefaltet, werden sie nochmal auf das Blech gelegt und im vorgeheizten Ofen weitere 5 Minuten gebacken, bis alle Kekse bräunliche Ränder haben. Kekse auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Spielerisches  

Bibel hoch

Alle erhalten eine Bibel. Es wäre gut, wenn es verschiedene Übersetzungen wären. Denn dann wird das Wort „Weisheit“ verwendet oder mit anderen Worten umschrieben.

Bei der Aussage „Bibel hoch“ halten alle die geschlossene Bibel am ausgestreckten Arm hoch. Dann wird die Bibelstelle genannt. Alle schlagen die Bibel auf. Wer die Stelle gefunden hat, meldet sich. Wer sich zuerst gemeldet hat, liest, wenn alle die Stelle gefunden haben, den Vers vor.

Wenn es immer derselbe ist, ist es weise, auch andere vorlesen zu lassen.

Die folgenden Bibelstellen sollten bunt durcheinander, nicht in der hier angegebenen Reihenfolge genannt werden:

2. Mose 31,6; 2. Mose 35,35; 2. Mose 36,1; 1. Könige 5,26; Hiob 12,13; Hiob 28,28; Psalm 37,30; Psalm 111,10; Sprüche 1,7; Sprüche 2,6; Sprüche 8,11; Sprüche 13,10; Sprüche 16,16; Sprüche 18,4; Prediger 7,19; Jesaja 11,2; Lukas 2,40; Kolosser 2,3; Jakobus 1,5; Jakobus 3,13; Offenbarung 5,12

(T)Extras  

Lieder 
  • Ich stehe fest auf dem Fels
  • Herz mit Ohren
  • Don’t build you house on the sandy land
Rätsel

Schreibe das Wort WEISHEIT senkrecht auf ein Blatt Papier. Suche nun Worte, die die Buchstaben dieses Wortes beinhalten und zu diesem Thema passen:

Beispiel:

                  W ahrheit

                  E hrlichkeit

           Flex I bel

            ver S tehen

             sc H lau

                 E rfahrung

               L ebe

Gelassenhei T


Aufgabe: Innerhalb von 5 Minuten so viele Worte wie möglich suchen, die mit Weisheit oder Wissen zu tun haben.

Nun trägt jeder seine Worte vor. Diese Worte werden jeweils danach untersucht, ob die Worte zu Weisheit oder Wissen gehören. Beachte dazu die Definitionen im „Gespräch“ unter der Rubrik „Der Text gelebt“. Wer hat dann noch die meisten?

Das Ziel 

Starter  

Salomo hört auf Gott und sucht sich Hilfe bei ihm. Darum kann er ein guter König sein.

Checker  

Wenn ich Gottes Willen an die erste Stelle setze, freut er sich darüber. Er möchte mich überreich beschenken.

Der Text an sich  

Salomo ist noch dabei, seine Königsherrschaft zu festigen. Nachdem er zuvor alle potentiellen Gegner im Inneren ausgeschaltet hat, beginnt er nun, sich mit Nachbarn wie Ägypten, die potentiell Feinde werden könnten, zu verbünden.

Auch mit Gott hält er eine innige Verbindung: Salomo hält sich an das, was Gott sagt und bringt Opfer dar.

Gibeon liegt vermutlich etwa 10km von Jerusalem entfernt. Laut der Parallelstelle in 2.Chronik 1 stand dort die Stiftshütte, also das Zelt, über dem Gott während der Wüstenwanderung gewohnt hatte. Die Bundeslade war allerdings nicht dort, sondern von König David bereits nach Jerusalem gebracht worden, wo sie bis zum Bau des Tempels ein eigenes Zelt bekommen hatte.
Da die Stiftshütte bzw. ein Heiligtum generell als Ort der Begegnung mit Gott galt, ist es nicht verwunderlich, dass Salomo an diesem Ort von Gott träumt, auch wenn Gott überall zu ihm reden könnte. Gott wählt den Ort, den die Menschen als Ort der Begegnung aussuchten, um Salomo zu begegnen. Daraufhin zeigt Salomo sich gehorsam und opfert dann an dem Ort, den Gott erwählt hat (vgl. V. 2-4 vs. V. 15).

Dass Gott in Träumen zu Menschen spricht, kommt in der Bibel immer mal wieder vor. Auch hier spricht Gott im Traum zu Salomo und dieser darf sich etwas wünschen. Oft wird davon gesprochen, dass Salomo Gott an dieser Stelle um Weisheit bittet. Er bittet aber um ein „lev shomea“ – ein hörendes Herz (vgl. V9). Er bittet also nicht um viel Wissen im Kopf, sondern um ein Herz, das auf Gott hört und gerecht entscheidet. Gott gefällt diese Bitte. Und so schenkt er Salomo in Vers 12 ein „weises und verständiges Herz“.

Salomo knüpft an die Geschichte Gottes mit David an, er ist sich bewusst, in welcher Segenslinie er steht und was er geerbt hat. Er weiß, dass es nicht sein eigener Verdienst ist, der ihn zum König gemacht hat, sondern dass er das dem Leben seines Vaters und der Gnade Gottes verdankt. Zudem ist sich Salomo über seine eigenen Grenzen (Unerfahrenheit, fehlende Weisheit etc.) im Klaren und kann diese benennen. Ebenso ist ihm aber auch die Verantwortung, die er hat, bewusst, sodass er das einzig Logische tut und Gott demütig darum bittet, ihm zu helfen, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Salomo bittet um Weisheit und Gehorsam, denn nur so kann er das Volk nach Gottes Willen regieren. Gott belohnt Salomos Gehorsam und schenkt Reichtum, Ehre und langes Leben dazu, unter der Bedingung, dass Salomo weiterhin so auf Gott ausgerichtet bleibt.

Der Text für mich  

Auch wenn ich keine Königin bin, habe ich als Mitarbeitende eine Leitungsfunktion und Verantwortung. Daher habe ich mir schon vor einigen Jahren Salomos Blick auf sein Volk (= von Gott erwähltes Volk, das Gott ihm anvertraut) und seine Bitte zum Vorbild genommen und es mir zur Gewohnheit gemacht, vor den Veranstaltungen Gott dafür zu danken, dass er mir junge Menschen anvertraut, um in ihr Leben zu sprechen und sie zu prägen. Gleichzeitig weiß ich, dass ich trotz all meiner fachlichen Kompetenzen seine Hilfe brauche, um angemessen auf die einzelnen Kinder einzugehen, und bitte ihn darum. Schließlich sind es seine Kinder, denen ich seinen Weg zeigen möchte und dafür benötige ich seine Weisheit und seine Liebe und ich möchte das tun, was er von mir möchte. Das heißt nicht, dass dann alles perfekt läuft, aber ich habe durchaus das Gefühl, dass meine Haltung eine andere ist, als wenn ich versuche, die Stunde aus mir heraus zu gestalten. Daher kann ich nur empfehlen, es auszuprobieren.

Der Text für dich  

Wenn Kinder sich etwas wünschen dürfen, fällt ihnen sicher viel ein – aber Weisheit und Gehorsam gehören normalerweise nicht dazu. Im Gegenteil, gehorsam sein wird oft damit verbunden, dass man etwas tun muss, was man nicht möchte und was langweilig sein kann. Auch Weisheit ist Kindern, je nachdem wie jung sie noch sind, ein eher fremdes Konzept, da es beinhaltet, verschiedene Handlungsoptionen gegeneinander abzuwägen und die Konsequenzen mitzudenken. Gleichzeitig setzt Weisheit in der Regel Erfahrung voraus, die Kinder altersbedingt und zu ihrem Schutz noch nicht haben sollten. Salomos Bitte ist für sie daher eher unverständlich.

Allerdings eignet sich die Geschichte sehr gut, um ein Prinzip zu zeigen, dass sich quer durch die ganze Bibel zieht: Wer statt nach dem Besten für sich selbst zu fragen, danach strebt, Gottes Willen zu erfüllen, wird dafür belohnt und beschenkt.

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 – Ich wünsche mir

Die Kinder stellen sich im Kreis auf und bekommen einen Moment Bedenkzeit: Wenn du dir wünschen dürftest, was immer du willst, was würdest du dir wünschen?
Dann sollen sie reihum ihren Wunsch pantomimisch darstellen (oder als Alternative den Wunsch zeichnen) und die anderen erraten ihn.
Hinweis: es kann sein, dass manche Kinder tiefe Wünsche darstellen, wie etwa, dass die Eltern sich nicht streiten, o.Ä., während andere vielleicht einfach nur den Sieg im Fußballspiel wünschen. Hier bitte sensibel reagieren und kein Kind bloßstellen.

Idee 2 Was braucht ein guter König?

Ein großes Papier wird in die Mitte gelegt und eine Krone darauf gemalt. Nun sollen die Kinder sammeln, was ein guter König ihrer Meinung nach alles hat bzw. braucht. Entweder notieren die Kinder die Antworten selbst, oder eine Person notiert sie und sortiert die Antworten beim Schreiben, indem z.B. Charaktereigenschaften in eine Ecke, materielle Dinge in eine andere geschrieben werden.
Wenn niemandem mehr etwas einfällt, werden nochmal alle Ergebnisse gemeinsam angeschaut, ob etwas fehlt.

Verkündigung  

Verkündigungsart: Interaktives Erzählen

Hinweis: beim Erzählen der Geschichte werden den Kindern Fragen gestellt, Antworthinweise sind kursiv vermerkt. Wenn die Kinder nicht direkt auf eine Antwort kommen, ist es hilfreich, weitere Fragen zu stellen, die zur Antwort hinführen, sodass ihr gemeinsam eine Antwort entwickelt.

Letzte Woche haben wir über einen jungen Mann gesprochen, der König wurde, wisst ihr noch, wie er heißt? – Salomo

Salomo war noch jung, als er König wurde und erbte von seinem Vater König David ein großes Reich. Er hatte Feinde im Inneren, aber er setzte sich durch. Dann heiratete er eine Tochter des Pharaos aus Ägypten, könnt ihr euch vorstellen, warum? – zur Sicherung des äußeren Friedens, Verbündete für den Kriegsfall

Salomo kannte Gott und wollte mit ihm leben.
Erinnert ihr euch, was die Bundeslade ist? – Truhe mit 10 Geboten, Gegenwart Gottes seit Wüstenwanderung

Und wo sie ist? – David hatte sie nach Jerusalem gebracht

Und wo wohnt der König? – auch in Jerusalem

Die Bundeslade war schon in Jerusalem und König David hatte ihr eigentlich ein Haus, den Tempel bauen wollen, durfte aber nicht. Das war eine Aufgabe, die König Salomo übernehmen wird. In unserer Geschichte ist es aber noch nicht so weit, die Bundeslade ist zwar in der Nähe, aber das Zelt, in dem sie während der Wüstenwanderung stand, war in Gibeon, etwa 10 km von Jerusalem entfernt. Viele Menschen gingen noch nach Gibeon. Was denkt ihr, warum sie dort hingingen? – Um Gott zu begegnen und ihm Opfer zu bringen.

Auch König Salomo machte das. Er nahm viele Tiere mit, ging nach Gibeon, opferte und legte sich dann schlafen. Und im Traum redete Gott mit ihm.
Gott sagte ihm: „Du darfst dir etwas wünschen, wünsch dir, was immer du willst, ich werde es dir geben“. Was denkt ihr, wie hat Salomo sich da gefühlt?  – …
Was hat Salomo sich wohl gewünscht? – …

Salomo reagiert erstmal sehr demütig und dankt Gott dafür, dass er David so treu war und auch dass er ihm zum König gemacht hat. Dann dankt er Gott dafür, dass er Gottes Volk regieren darf. Was hat man denn, wenn man sich um viele Menschen kümmern und sie regieren darf? – Macht, Verantwortung

Salomo ist sich der Macht und Verantwortung, die er hat, bewusst, deshalb bitte er Gott um Weisheit. Das ist so ein großes Wort. Aber was ist Weisheit?  – wenn man gute Entscheidungen treffen kann, viel weiß, Erfahrungen hat, …

Außerdem ist es Salomo ganz wichtig, dass er als König Gott gehorsam ist. Was bedeutet das?  – zu tun, was Gott will, nach seinem Willen leben, seinen Geboten folgen, auch wenn Gott etwas anderes sagt, als man gerade selbst will, so König zu sein, wie es Gott gefällt, …

Was denkt ihr, wie Gott diesen Wunsch von Salomo nach Weisheit und Gehorsam fand?  – Gott fand das sehr gut

Weil Salomo sich wünscht, dass er ein guter König wird, so wie es Gott gefällt, und nicht nur etwas für sich selbst gewünscht hat, sagt Gott, dass er alles andere auch bekommt: er bekommt Weisheit, und wird ganz reich, und alle haben großen Respekt vor ihm und finden ihn gut und er wird lange leben.

Was denkt ihr, wie Salomo das findet? – …
Salomo wacht dann auf und ihm wird klar: das war nicht nur ein schöner Traum, sondern Gott hat wirklich zu ihm gesprochen. Gott meint das ernst.
Also ruft Salomo all seine Leute zusammen, um Gott zu danken und zu feiern.

Die andere Idee  

Material: Krone, Königsmantel/ roter Umhang

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von König Salomo (in Verkleidung) erzählt, wobei sie ausgeschmückt werden kann.
Beispiel:
Liebe Untertanen,
ich habe euch hier versammeln lassen, um Gott, dem Herrn zu danken und ein Fest mit euch zu feiern, weil er so gut zu mir ist. Ihr werdet es kaum glauben, aber Gott der Herr hat persönlich zu mir gesprochen. Lasst mich euch erzählen, wie das passiert ist: Ich war in Gibeon, um Opfer zu bringen, als Gott im Traum zu mir sprach. Er stellte mir die Frage, die jeder gerne hören möchte: „Was wünschst du dir, ich geb es dir“. Meine treuen Untertanen, natürlich habe ich an Schätze gedacht, an Reichtum und Macht und Ansehen, aber ich dachte auch an euch und daran, wie viele ihr seid. Mit Gottes Hilfe hat mein Vater David sein Königtum aufgebaut und euch als Volk vereint. Nur durch Gottes Gnade bin ich König geworden und mit seiner Hilfe will ich ein ebenso guter König werden, wie mein Vater David es war. Zu gerne würde ich sagen, dass ich das auf jeden Fall werde, aber vor Gott kann ich nicht anders als ehrlich sein. Daher sagte ich ihm, dass ich seine Hilfe brauche, um zu wissen, wie ich gut regieren kann und euch bei Gott behalte. Ich möchte ein König sein, der weise regiert und gehorsam gegenüber Gottes Willen ist, deshalb habe ich ihn darum gebeten. Und Gott gefiel das so gut, dass er mir nicht nur Weisheit und Gehorsam zugestand, sondern mich auch mit Reichtum und Ansehen und einem langen Leben beschenken möchte. Dies alles, wird euch, meinen lieben Untertanen, zu Gute kommen, daher lasst uns nun freuen, und Gott danken und miteinander fröhlich sein.

Der Text gelebt  

Wiederholung  

 Beantwortet die W-Fragen:

  • Warum passiert es? (u.a. weil Salomo nach Gott fragt, vgl.  V.3)
  • Wer kommt in der Geschichte vor? (Salomo, Gott, weitere…)
  • Wo findet die Geschichte statt? (Gibeon, dann Jerusalem)
  • Wann war das? (am Anfang von Salomos Regierungszeit, ca. 970 v. Chr.)
  • Was passiert?
  • Wie passiert es? (Gott redet im Traum zu Salomo)
Gespräch  
  • Wenn du König wärst, was hättest du dir gewünscht und warum?
  • Wie findest du Salomos Wunsch?
  • Gott fand Salomos Wunsch sehr gut, warum?
Merkvers  

Lernen mit Emojis. Die Emojis können in den Gruppenchat geschrieben werden (sofern es einen gibt), ausgedruckt oder frei Hand gemalt werden. Dann wird der Vers einmal vorgesagt und dann mehrfach von den Kindern wiederholt, wobei sie die Emojis in der richtigen Reihenfolge vor Augen haben.
Hier die Satzabschnitte und Emojis:

Sorgt euch zuerst darum,  – blau umrandete 1
dass ihr euch seiner (Gottes) Herrschaft unterstellt,  – Krone
und tut,  – Bizeps-Emoji
was er verlangt, – Sprechblase
dann – Pfeil nach rechts
wird er euch schon mit all dem anderen versorgen. – geflügeltes Geld / Pokal
Matthäus 6,33 GNB – aufgeschlagenes Buch

Gebet  

Die Kinder dürfen erzählen, wo sie sich Weisheit wünschen, wo sie nicht weiterwissen und sich wünschen, dass Gott zu ihnen spricht. Die Mitarbeitenden beten für sie.

Danke Gott, dass du Salomo ein hörendes Herz geschenkt hast, das ihm half auf dich zu hören und gute Entscheidungen zu treffen. Ich bitte dich: Schenke auch uns ein hörendes Herz, damit wir verstehen, was dein Wille ist und wir klug und gerecht handeln können. Amen.

Kreatives  

Eulen gelten als Symbol der Weisheit.

Der Zapfen wird der Körper der Eule. Aus braunem, weißen oder grauen Tonpapier wird ein Oval als Kopf ausgeschnitten und oben an den Zapfen geklebt. Aus einer anderen Farbe werden zwei kleine Kreise geschnitten, die etwas größer als die Augen sind. Als Augen werden entweder weiße Kreise, die innen schwarz bemalt werden, oder Wackelaugen genommen. Aus dem gelben/ orangenen Papier wird ein Schnabel und zwei Füße ausgeschnitten und festgeklebt. Als Flügel können echte Blätter oder Ausschnitte aus Tonpapier genommen werden.
So können die Kinder kreativ ihre individuellen Eulen gestalten. Für Inspiration kann im Internet nach Eulen aus Zapfen basteln gesucht werden, es gibt verschiedenste Beispiele.

Spielerisches/Rätselhaftes

Der große Preis

Material: mind. 25 Klebezettel, Stift.

Weisheit ist mehr als Wissen, aber Wissen hilft für Weisheit. Daher hier ein Wissensspiel.

Vorbereitung: Auf die Vorderseite der Klebezettel werden jeweils der Name der Kategorie und die Punktezahl geschrieben (z.B. Bibel 50), auf die Rückseite die Frage und Antwort. Diese dürfen die Kinder nicht sehen, bis sie richtig geantwortet haben. Ideen und Beispiele sind im Anhang zum Download..

Die Zettel werden so an die Wand geklebt, dass die jeweiligen Kategorien in einer Spalte und die gleichen Zahlen in einer Zeile stehen.

Die Kinder werden in 2 gleich große Gruppen unterteilt, die sich gegenübersitzen. Abwechselnd wählen sie nun ein Klebezettel, z.B. „Bibel 50“ und bekommen die entsprechende Frage gestellt. Antworten sie richtig, bekommen sie den Zettel auf ihr Punktekonto, antworten sie falsch, bekommt die Gegenseite den Zettel und damit den Punkt. Bei Joker muss man nichts tun. Welches Team mehr Punkte hat, wenn alle Zettel verwendet wurden, hat gewonnen.

(T)Extras  

Lieder 
  • Dein Wort (ist ein Licht auf meinem Weg)
  • Bei dir Jesus will ich bleiben
  • Der Kluge baut sein Haus
Spiele

Der richtige Weg

Material: 36 Papierblätter (oder etwas anderes), Stift

Vorbereitung: Mit Blättern wird ein Feld mit 5×7 Kästchen gelegt, wobei jedes Blatt ein Kästchen bildet. Auf einem weiteren Blatt malt sich die Spielleitung ein Feld mit 5×7 Kästchen und zeichnet einen Weg von der einen schmalen Seite zur anderen schmalen Seite ein, wobei man immer an ein an einer Seite nicht über Eck angrenzendes Feld übergehen muss. Die Kinder sehen den richtigen Weg nicht, sie stellen sich am Start auf und müssen nun versuchen, von einer Seite zur nächsten zu gehen (nacheinander). Tritt ein Kind auf ein falsches Feld, wird es ans Ende der Schlange geschickt. Die Kinder müssen also ausprobieren und beobachten, was die sicheren Felder sind und sich gegenseitig weiterhelfen.

Aktion

Lebensweisheiten sammeln

Vorbereitung: mit einem Altenheim in Laufreichweite oder älteren Menschen aus der Nachbarschaft vorher absprechen

Material: Papier und Stifte

Wenn es möglich ist, kann die Gruppe zu einem nahegelegenen Altenheim oder einigen Nachbarn gehen und sie nach Lebensweisheiten befragen und diese aufschreiben.
Hierbei ist auf ein respektvolles Miteinander der Generationen zu achten.

Kreatives

Comic-Gestaltung

Material: Papier und bunte Stifte

Jedes Kind bekommt ein Papier und darf die Geschichte in eigene Comicbilder kreativ wiedergeben.
Inspirationen (können, müssen nicht übernommen werden)
Bild 1: Hochzeit vor Pyramiden
Bild 2: Salomo mit vielen Schafen, Rindern o.Ä., dazu ein Wegweiser nach Gibeon
Bild 3: Salomo schläft, Sprechblase von oben „Wünsch dir was“
Bild 4
: Denkblase von unten mit Thron, vielen Menschen und Fragezeichen
Bild 5: Sprechblase von unten mit „Weisheit und Gehorsam“
Bild 6: Sprechblase von oben mit Daumen hoch, dann Schatzkiste, alter Mann
Bild 7: Salomo als König vor Wegweiser nach Jerusalem
Bild 8: aufgeschlagenes Buch „1.Könige 3,1-15“

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