Gottes Rettungsplan

Ganz am Anfang hat Gott das Licht angemacht. -> Kerze anzünden.

Noch bevor wir Menschen überhaupt auf dieser Welt waren, hatte er schon für uns das Licht angeschaltet.

Aber wir wissen auch alle, dass es dabei nicht geblieben ist. Wir Menschen entschieden uns dafür unseren eigenen Weg zu gehen und öffneten so der Dunkelheit die Türe. -> Kerze ausblasen

Ich kenne das aus meinem Leben, da gibt es immer wieder Momente der Dunkelheit, manchmal auch Stunden, Tage, Wochen.

Aber Gott hat einen Rettungsplan: Schon der Prophet Jesaja spricht mehrere Jahrhunderte vorher von diesem Plan Gottes:

Mache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.

Mitten in der Dunkelheit des Exils Hoffnung für das Volk Israel.

Und gesagt, getan: Gott schickt seinen eigenen Sohn zu uns auf diese Welt, die manchmal so dunkel und kalt sein kann.

Den Beginn dieser Rettungsaktion, dass Gott Mensch wird, den feiern wir an Weihnachten. Das Licht der Welt liegt in der Krippe.

Aus uns selber heraus konnten wir niemals leuchten, auch wenn wir es noch so sehr versucht haben.

Gott war es schon immer, der das Licht war und der das Licht in unsere Herzen gebracht hatte. Aber dank ihm sind wir jetzt in der Lage wieder zu leuchten in dieser Welt.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Woooo. Hast du das auch gespürt? Die Erde hat gebebt.

So muss sich der Prophet Ezechiel gefühlt haben, als er vor den Thron von Gott tritt. Ganz schön furchteinflößend. Die Erde bebt von der Heiligkeit und Macht des Weltherrschers.

Wenn ich in die Welt schaue, dann habe ich das Gefühl, einige haben es sich auf dem Thron des Weltherrschers ganz schön gemütlich eingerichtet.

Sie halten sich für unfehlbar und unstürzbar. Und sie regieren mit eiserner Faust. Ob sie damit andere verletzen, interessiert sie nicht. Das bringt ganz schön viel Leiden in diese Welt.

Die Offenbarung zeichnet uns ein anderes Bild vom wirklichen Herrscher über die Welt.

Ja, auch er sitzt auf einem Thron. Die Erde bebt von seiner Heiligkeit und Macht.

Aber regieren sieht bei ihm anders aus.

Er wird als Lamm beschrieben, dieser Weltherrscher.

Einer, der sich klein macht und darin erst so richtig groß ist.

Einer, der die Macht hat, alle Weltgeschicke zu lenken. Aber das mit Demut und Liebe tut.

Und einer, der von seinem Thron aus kommen wird, und die Ordnung in dieser Welt wiederherstellt.

Der die Mächtigen dieser Welt mit ihrer Ungerechtigkeit vom Thron stößt. Und wieder Gerechtigkeit bringt. Einen, der am Ende der Zeiten alles gut und alles neu macht. An diesen Weltherrscher glaube ich.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Einen alten Baum verpflanzt man nicht.

Kennst du das Sprichwort?

Es sagt im Prinzip: Im Alter soll man bleiben dürfen, wo und wie man ist. Man muss nicht mehr seine Wurzeln ausreißen und neu anfangen.

Ehrlich gesagt: Abraham hat das anders erlebt.

Er hat schon einige Jahre auf dem Buckel.

Und dann kommt ein Auftrag von Gott. Er sagt zu Abraham: Mach dich auf und zieh in das Land, das ich dir und deinen Nachkommen geben werde.

Gesagt, getan.

Abraham vertraut Gott. Er packt seine 7 Sachen und zieht los.

Gott startet gerne neu. Neu mit Abraham. Neu mit dir. Und zwar egal, wie alt du bist.

Was willst du in den nächsten Tagen neu starten?

Gibt es etwas, wo Gott dich in ein neues und unbekanntes Land ruft?

Gott hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Aber im Kopf ist er jung geblieben. Er handelt mit der Erfahrung von Jahrhunderten, aber mit der Frische eines Teenagers.

Und nichts ist für ihn zu alt oder zu kaputt.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Sooo, noch ein paar Tröpfchen. Und dann bin ich mal gespannt, ob da was Neues wächst.

Sag mal. Woher nimmst du eigentlich die Energie, um weiterzuwachsen?

So wie bei der Pflanze hier. Ich begieße sie mit Wasser, damit sie wächst.

Klar, wenn du noch jünger bist, wächst dein Körper noch. Dafür braucht er Energie. Den bekommt er zum Beispiel durch Essen und Trinken.

Aber wenn du ausgewachsen bist, wie wächst du dann weiter? In deiner Persönlichkeit zum Beispiel? Oder in deiner Beziehung zu anderen Menschen und zu Gott?

Gott gibt dem Propheten Jesaja ein Versprechen:

Ich will Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre: Ich will meinen Geist auf deine Kinder gießen und meinen Segen auf deine Nachkommen.

Gott begießt uns also mit seinem Segen, damit wir wachsen können.

Für ihn ist nichts zu tot. Auch wenn es sich in deinem Inneren gerade so anfühlt wie in einer Wüste.

Sein Segenregen macht aus deiner ganz persönlichen Wüstenlandschaft wieder fruchtbaren Boden. Einen Ort zum Weiterwachsen.

Gott schenkt dir deinen ganz persönlichen Segenregen.

Und Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Hey, du! Du bist gut, so wie du bist!

Darum geht´s doch beim Christentum oder?

Gott liebt dich, so wie du bist.

Vielleicht hast du das in deinem Leben schon so oft gehört, dass es gar nichts mehr mit dir macht…

Und soll ich dir ein Geheimnis verraten?

Das ist nur die halbe Wahrheit.

Ja, es stimmt, Gott liebt dich, so wie du bist. Er hat dich wunderbar gemacht.

Aber du musst auch nicht so bleiben, wie du bist.

Ich finde das befreiend. Zu wissen, dass Gott mich verändern möchte. Dass ich sein Projekt bin und er mit mir noch nicht fertig ist.

Ich kenne meine Schwächen. Ich bin schnell ungeduldig zum Beispiel. Dabei weiß ich doch, wenn der Heilige Geist in mir lebt, will er Geduld in mir bewirken.

Nun ja, ich scheitere daran – regelmäßig…

Gott gibt dem Volk Israel einmal ein Versprechen. Auch die Israeliten scheitern nämlich immer und immer wieder. Sie haben ein hartes Herz. Ein Herz aus Stein.

Aber Gott will nicht, dass das so bleibt.

Er sagt:

Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz wegnehmen und euch ein Herz aus Fleisch geben.

Ja, Gott liebt dich, wie du bist.

Aber du musst auch nicht so bleiben, wie du bist. Lass dich von Gott verändern!

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Oh hoppla, so ein Mist!

Naja, zerbrochenes Geschirr wirft man normalerweise weg.

Aber: Kennst du Kintsugi?

In Japan gibt es eine Kunstform, die zerbrochenes Geschirr repariert – und zwar mit Gold. Die Risse sind zwar noch sichtbar. Aber das neue geflickte Geschirrstück bleibt nicht hässlich zusammengeklebt.

Sondern es wird mit Gold veredelt. Der Bruch wird nicht versteckt, sondern hervorgehoben.

In unserem Leben gibt es Brüche.

Jeder und jede von uns erlebt sie.

Manchmal fühlt sich unser Leben sogar an wie ein einziger Scherbenhaufen. Vielleicht ja gerade auch bei dir.

Aber unser Gott ist kein Wegwerfer.

Er repariert gerne Zerbrochenes. Er repariert gerne zerbrochene Herzen.

In seinen Händen ist dein Zerbruch sicher. Er schaut deinen Zerbruch mit Liebe an. Und er will ihn mit Gold veredeln.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Puh, hier stinkts.

Aber warte mal: Das war nicht immer so.

Ganz am Anfang schafft Gott eine wunderbare, makellose Welt. Vögel zwitschern, eine Quelle plätschert.

Aber dann: Der Mensch entscheidet sich gegen Gott. Und das verändert auch alles um ihn herum. Er muss das perfekte Paradies verlassen.

Der Prophet Jeremia fasst das später so zusammen:  Mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt: Mich, die Quelle frischen Wassers, hat es verlassen und stattdessen gräbt es sich Löcher für Regenwasser, die auch noch rissig sind und das Wasser nicht halten (Jer 2,13).

Wir Menschen verlassen uns lieber auf die eigene Kraft und Klugheit. Wozu führt das? Zu einem gammeligen, modrigen Teich. Wir drehen uns nur um uns selbst. Es fließt kein frisches Wasser dazu.

Später hat Ezechiel eine Vision vom lebendigen Wasser. Der modrige Teich soll sich wieder in eine lebendige Quelle verwandeln. Für Ezechiel ist das aber noch Zukunftsmusik. 

Doch dann kommt einer und macht das zur Realität. Johannes 4 berichtet davon. Jesus trifft an einem Brunnen eine Samariterin. Und er bietet ihr lebendiges Wasser an aus einer Quelle, die niemals versiegen wird. Jesus macht ihr klar: Lebendiges Wasser findet sie nur bei ihm.

Ich lerne dabei: Jesus ist in Bewegung. Wenn wir Christen stehen bleiben, fangen wir an zu gammeln wie ein modriger Teich.

Offenbarung 22 handelt dann von der Vollendung der Geschichte Gottes mit dem lebendigen Wasser.

Das ist das, was noch auf uns wartet: Lebendiges Wasser in seiner Gegenwart für immer und kostenlos.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Schon mal was von trash the dress gehört?

Nach der Hochzeit entscheiden sich manche Paare dafür, nochmal ein Fotoshooting zu machen und sich dabei so richtig einzusauen. Das schöne weiße Brautkleid wird dabei völlig zerstört.

In der Offenbarung wird Jesus als Bräutigam beschrieben und seine Gemeinde als Braut. Aber die Braut hat sich auf dieser Welt leider nicht nur mit Ruhm bekleckert. Sondern auch mit ganz schön viel Dreck…

So in etwa:

(Kleid einsauen.)

Nichts mehr übrig von der strahlend weißen und reinen Farbe.

Im Jesajabuch macht Gott deswegen seinen Nachfolgern ein Versprechen.

Kommt, lasst uns miteinander vor Gericht ziehen«,

spricht der Herr.

»Auch wenn eure Sünden scharlachrot sind,

können sie weiß werden wie Schnee.

Und wenn sie purpurrot sind,

können sie weiß werden wie Wolle.

Alles neu also. Ein frisches, neues, reines, weißes Brautkleid für dich und für mich. Egal wie sehr ich mich in diesem Leben mit Dreck beschmiert habe oder ob andere ihre wüsten Spuren auf mir hinterlassen haben.

Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.

Oje, wie soll ich so jemals das Ziel finden? Ich verstehe den Fahrplan ja gar nicht?!

Genau das dachten die ersten Christen nach dem Tod und der Auferstehung von Jesus. Er war an Himmelfahrt zu seinem Vater im Himmel zurückgekehrt. Und sie waren auf dieser Welt zurückgeblieben. In einer feindlichen Umwelt. Und sie mussten sich neu zurechtfinden.

Denn die römischen Herrscher wurden mit den Christen immer unzufriedener. Die Christen waren nämlich nicht bereit, den Kaiser als Gott anzubeten.

Christen wurden so immer stärker verfolgt und viele starben sogar für ihren neuen Glauben.

Mitten in diese Zeit hinein schreibt Johannes das letzte Buch der Bibel: Die Offenbarung. Die Apokalypse. Das Buch mit den 7 Siegeln.

Und sie ist kein Fahrplan! Es geht nicht um einen Weltuntergangsfilm wie Apocalypse now. Es geht nicht darum, den Christen im ersten Jahrhundert nach Christus zu zeigen, in welcher zeitlichen Abfolge die Dinge passieren, die Gott mit dieser Welt noch vorhat!

Es geht darum, dass Gott den Christen Mut machen will. Er will sie trösten in dieser schwierigen Zeit, mitten in den Kämpfen, die sie ausstehen müssen. Das Buch soll zeigen: Gott hat die Kontrolle über alles, was auf dieser Welt geschieht. Auch wenn sich das Böse immer wieder aufbäumt, hat Jesus den Sieg gegen das Böse schon ein für alle Mal gewonnen.

Und so ist auch die Jahreslosung dieses Jahr ein Mutmachwort: Siehe, ich mache alles neu.

Fußball – ein Thema das die Gesellschaft spaltet. Die einen feiern Bundesliga, Europa- und Weltmeisterschaften, die anderen verdrehen die Augen! Doch im Fußball und im Sport allgemein steckt ein großes Potenzial über den Glauben zu sprechen! Was gibt es in der Bibel zum Thema Sport und sportliche Werte zu finden? Welche Spielideen oder Kreativangebote greifen dieses Potenzial auf? Wir finden, es lohnt sich darüber nachzudenken und die Inhalte lassen sich wunderbar mit sportlichen Großereignissen verbinden.
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