Wasserbombenvolleyball

Turniertaugliches Spiel für die warme Jahreszeit.

Material: 1 Volleyballnetz, wassergefüllte Luftballons, 6 Handtücher

Beschreibung

Jedes Team besteht aus sechs Personen. Jeweils zwei halten zwischen sich ein Handtuch gespannt, mit dessen Hilfe der wassergefüllte Luftballon über das Netz geworfen wird. Ein Punkt wird erzielt, wenn er im gegnerischen Feld zerplatzt. Außerhalb des Feldes bekommen die Gegner den Punkt.

Ballons, die nicht zerplatzen, geben keine Punkte. Innerhalb des Teams darf der Ballon bis zu dreimal gespielt werden. Gewonnen hat, wer zuerst fünf Punkte erreicht.

Anwendungsbeispiel

Für jede Gelegenheit anwendbar.

Man jagt sich gegenseitig Wäscheklammern ab oder hängt sie dem/der anderen an.

Material: mindestens 5 Wäscheklammern pro Person, lebhafte Musik, Abspielgerät

Beschreibung

Jede/jeder erhält fünf Wäscheklammern, die sie/er so an der Kleidung befestigt, dass es nicht unangenehm ist, wenn andere dorthin fassen. Solange die Musik spielt, versucht man, so viele Wäscheklammern wie möglich zu ergattern. Wer keine Wäscheklammer mehr an sich hat, scheidet aus. Gewonnen hat, wer am Schluss die meisten Wäscheklammern hat.

Variante

Jede/jeder bekommt fünf Wäscheklammern in die Hand. Während die Musik läuft, muss sie/er versuchen, sie anderen möglichst unauffällig anzustecken.

Anwendungsbeispiel

Die Variante „Wäscheklammern anhängen“ kann gut mit dem Thema Mobbing und dem Anhängen von Gerüchten verbunden werden.

Tool Pool ist eine in ihrer Themen-, Methoden- und Einsatzvielfalt einmalige Sammlung bewährter und neuer Methoden für das inhaltliche Arbeiten mit jungen Menschen. Für alle, die diese Arbeit methodisch abwechslungsreich gestalten und damit zu einer neuen Tiefe führen wollen.

Mit Kreide, die in Zuckerwasser eingelegt wurde, entstehen leuchtkräftige Kunstwerke.

Material: farbige Kreide, Zucker, Wasser, 1 Messbecher, 1 Schüssel, 1 Esslöffel, schwarzes Tonpapier, Fixierspray

Beschreibung

Malen reißt Jugendliche nicht unbedingt vom Hocker. Mehr Spaß macht es mit ungewöhnlicheren Farben wie der Zuckerkreide. Dafür werden farbige Kreidestücke etwa 10 Minuten in gezuckertes lauwarmes Wasser eingelegt (etwa zwei Esslöffel Zucker pro Viertelliter). Anschließend lässt man die Kreidestücke abtropfen, schon sind sie einsetzbar.
Die Zuckerkreide lädt zum großflächigen, ausdrucksstarken Malen ein. Die Bilder können anschließend noch mit einem Fixierspray haltbarer gemacht werden. Das ist aber nur notwendig, wenn man sie aufeinandergelegt transportieren will.

Anwendungsbeispiel

Jede/jeder zeichnet – angeregt von Bibelversen – ein Bild, was für sie/ihn Liebe bedeutet. Jede/jeder malt ihr/sein Bild von Gott. Dafür kann man zur Inspiration vorher verschiedene Gottesbilder zeigen – abstrakte und konkrete.

Ein Vertrauenslauf der zum Exodus-Erlebnis werden kann.

Material: keines

Beschreibung

Die Teilnehmenden werden gebeten, eine Gasse zu bilden. Beide Gruppenhälften stehen sich im Abstand einer Armeslänge gegenüber. Uhren und Ringe müssen abgelegt werden, dann wird die Gasse durch Ausstrecken der Arme geschlossen. Nun dürfen alle, die wollen, einmal durch diese Gasse laufen. Sie starten an einem Punkt in ca. 10 m Abstand. Vor dem Loslaufen müssen die Laufenden die Gruppe laut nach ihrer Bereitschaft fragen und diese muss das Startsignal geben. Erreicht die/der Laufende dann die Gasse, reißen die Mitspielenden nacheinander ihre Arme kurzfristig in die Höhe und geben somit die Gasse frei. Unmittelbar nachdem die Person die Gasse durchquert hat, senken die Personen, die die Gasse bilden, ihre Arme wieder, sodass eine Art Wellenbewegung entsteht.

Personenaufstellung

Wichtig:

  • Die Mitspielenden müssen ihre Arme auf jeden Fall rechtzeitig hochreißen. Andererseits sollten sie es so lange wie möglich hinauszögern, sodass der Eindruck entsteht, auf eine geschlossene Wand zuzulaufen.
  • Die Laufenden können die Geschwindigkeit selbst bestimmen. Eine Erhöhung des Tempos während des Laufes muss aber ausgeschlossen werden.

Anwendungsbeispiel

Die Erzählung vom Volk Israel, das vor den Ägyptern flieht und vor dem Meer als Sackgasse steht, hilft, sich den Ablauf und die Herausforderungen der Methode vorzustellen. Die Gasse wird hier zum Meer, das sich teilt. Bei dem klaren Ritual vor dem Loslaufen ruft die/der Laufende nun: „Ich sitze in der Falle!“, um die Gruppe nach ihrer Bereitschaft zu fragen. Die Gruppe antwortet dann mit dem Startsignal: „Hab keine Angst!“

Schaffen es die Jugendlichen trotz gekippter Stühle den Stuhlkreis zu umrunden?

Material: Stühle

Beschreibung

Diese Methode kann nur gemeinschaftlich gelingen.
Die Jugendlichen bilden einen Stuhlkreis und stellen sich hinter ihre Stühle. Die Stühle werden mit der rechten Hand leicht nach vorne gekippt und festgehalten. Die linke Hand wird auf den Rücken gelegt und bleibt dort das ganze Spiel über. Die Jugendlichen sollen nun versuchen, einmal um den Kreis herumzulaufen, ohne dass ein Stuhl nach vorne kippt oder den Boden berührt. Sollte ein Stuhl fallen, müssen alle wieder an ihre ursprüngliche Ausgangsposition zurück. Das Spiel ist dann beendet, wenn der Ausgangsplatz erreicht wird oder die Konzentrationsfähigkeit nachlässt. Die Jugendlichen sollen ihre Spielstrategie selbst entwickeln. Es empfiehlt sich, dass die Leitung mitspielt, allerdings keine Kommandos übernimmt. Nach Ende des Spiels kann eine Reflexion erfolgen.

Variante

Gut eingespielte Gruppen können dieses Spiel auch mit geschlossenen Augen versuchen.

Anwendungsbeispiele

Das Spiel eignet sich wunderbar als Unterbrechung einer Arbeitsphase oder zu Beginn einer Veranstaltung bzw. kann auch zur Gruppendynamik beitragen. In der abschließenden Reflexion können folgende Fragen thematisiert werden: „Wer von euch hat am meisten gesagt?“ „Wer gar nichts?“ „Wie hat sich das angefühlt, als XY der Stuhl runtergefallen ist und ihr wieder neu anfangen musstet?“ „Warum habt ihr auf XY gehört aber die Idee von XZ nicht?“

Ein Stift wird von vielen Schnüren geführt.

Material: 1 Strippenzieher-Stifthalterung pro 10 Personen, Stifte (z. B. Wachsmalkreiden), Papier

Beschreibung

Bis zu zehn Personen können gleichzeitig am Strippenzieher ziehen und damit einen Stift bewegen und mit ihm etwas malen oder schreiben. Den Strippenzieher kann man fix und fertig z. B. bei der Karl-Schubert-Gemeinschaft e. V. bestellen oder selbst in unterschiedlichen Größen bauen.
Festes Papier wird mit Klebeband auf einem Tisch befestigt. Als Malstift eignen sich wasserlösliche Filzmaler oder Wachsmalkreiden.

Möglich sind ganz verschiedene Aufgaben:

  • Ein Ausmalbild wird mit verschiedenen Farben ausgemalt.
  • Man zeichnet einen Parcours vor, der möglichst schnell durchlaufen werden muss. Wie schnell schafft es welche Gruppe?
  • Die ganze Gruppe oder ein Teil der Gruppe bekommt den Auftrag, ein bestimmtes Motiv zu zeichnen, z. B. ein Haus oder einen Baum. Wie gelingt es, das ohne zu reden umzusetzen? Was ändert sich, wenn man reden darf?

Variante

Die Aufgabe soll ganz oder teilweise mit geschlossenen Augen durchgeführt werden.

Anwendungsbeispiel

Zum Thema Gemeinschaft soll die Gruppe ein Symbolbild malen, ohne zu sprechen.

Stille ist ein ungewöhnliches Erlebnis, das Einübung braucht.

Material: ruhige Musik, 1 Abspielgerät, Perlen, 1 Schale mit Wasser, verschiedene Gegenstände, 1 Klangschale

Beschreibung

Stille gehört zum Glauben, denn nur wer gelernt hat, die äußeren Geräusche auszublenden, wird Gottes Stimme und die Stimme des Gewissens hören. Deshalb muss Stille in unserer lauten Zeit immer wieder eingeübt werden.
Damit eine Zeit der Stille gelingt, braucht es eine gute Einführung und die passenden Rahmenbedingungen. Die Dauer der Stille sollte nicht zu lang sein. Es kann helfen, ein Symbol oder Bibelvers in die Zeit der Stille mitzugeben.
Wenn sich alle im Kreis nach außen drehen und die Augen schließen, ist die Stille weniger störanfällig.

Anwendungsbeispiele

Zum Einüben können diese Formen sinnvoll sein:

  • Es wird sanfte Meditationsmusik eingespielt, die ganz langsam ausgeblendet wird.
  • Wassertropfenmeditation: Jede/jeder bekommt Perlen in eine Hand und schließt die Augen. Die Leitungsperson lässt Wassertropfen in eine Schale mit Wasser tropfen. Immer wenn man einen Tropfen gehört hat, wandert eine Perle in die andere Hand.
  • Gegenstände zum Fühlen werden bei geschlossenen Augen im Kreis herumgegeben.
  • Auf einer Klangschale wird ein Ton angeschlagen. Jede/jeder ist so lange still, bis der Ton ganz verklungen ist.

Wer ein Stück eines Textes auswendig kann, stellt sich auf ein Podest und spricht den Text laut.

Material: 1 Podest, 1 Auswendiglerntext pro Person, Musik, 1 Abspielgerät, 1 Beamer, 1 Computer/Overheadprojektor

Beschreibung

Jede/jeder bekommt den auswendig zu lernenden Text auf einem Zettel ausgehändigt. Zu lockerer Musik gehen alle im Raum auf und ab. Sobald eine/einer einen vorher festgelegten Teil des Textes oder den ganzen Text auswendig kann, stellt sie/er sich auf das Podest und sagt ihn laut der Gruppe vor. Diese wiederholt ihn noch einmal gemeinsam. So geht es weiter, bis der ganze Text einmal vom Podest zu hören war.

Variante

Der Text kann auch mit Beamer oder Overheadprojektor an die Wand projiziert werden.

Anwendungsbeispiel

Mit dieser Methode können die Memoriertexte für die Konfirmation gelernt werden, es ist aber auch sonst eine gute Möglichkeit, sich wertvolle Bibeltexte einzuprägen. Sehr gut eignen sich Psalmen oder auch Texte aus dem Johannesevangelium.

Anknüpfend an die Gaming-Welt zeigen Jugendliche in begehbaren Landschaften, wie sie sich die Welt oder konkreten Szenarien vorstellen.

Material: mind. 5 ungefähr gleichgroße Pappkartons je Teilnehmender/Teilnehmendem (ideal sind Kirchentagshocker oder Umzugskartons), mehrere Tücher oder Stoffreste in unterschiedlichen Farben, farbiges Krepppapier oder Fotokarton, Zeitungen, Stifte, ausreichend weiteres Dekomaterial (um alle Kartons zu gestalten)

Beschreibung

Mit dieser Beteiligungsmethode können Meinungen, Wünsche, Erfahrungen oder auch Forderungen junger Menschen räumlich in einer begehbaren Landschaft dargestellt und erkundet werden. Inhaltlich kann es dabei um sehr allgemeine Themen gehen (Zukunft, mein Leben) oder auch sehr konkrete Themen (Gestaltung Gemeinde(haus), ich in meiner Stadt oder meine Konfi-Zeit).
Um Jugendliche dafür zu begeistern, wird an die bei vielen durch Games geprägte Lebenswelt angeknüpft. Minecraft® ist seit Jahren eins der beliebtesten Videogames bei Jugendlichen. Aus Würfeln, die für Landschaftsfelder (Wiese, Wasser, Steine, Ziegel, Kopfsteinpflaster, Sand etc.) stehen, werden in dem Spiel komplexe Landschaften gebaut.

Nach einem kurzen themenbasierten Einstieg (z. B. einem Aufstellungsspiel) werden die Teilnehmenden aufgefordert, die Kartons wie in Minecraft® an- oder auch aufeinander zu legen, sodass eine Welt entsteht, die ihre Wünsche, Erfahrungen oder Forderungen zum Thema ausdrücken. Dazu werden einzelne Kartons gestaltet. Möglich ist auch die Gestaltung eines Sets von Kartons durch große Stoffe. Bestimmte Farben stehen dann für bestimmte Elemente (z. B. helles Gelb für Sand, dann für Wüste oder Strand und ggfs. auch für eine Übertragung wie Dürre oder Schwierigkeiten).
Die entstandene Landschaft wird anschließend gemeinsam begangen. Dabei berichten die Teilnehmenden, was sie gebaut haben. Die Leitung fragt gezielt nach, was die Teilnehmenden damit ausdrücken wollen und ermuntert die Teilnehmenden, dahinterliegende Vorstellungen und Erfahrungen anzusprechen. Die Feedbacks oder Wünsche werden als Video und schriftlich auf einer Pinnwand dokumentiert und für weitere Schritte im Beteiligungsprozess genutzt.

Anwendungsbeispiel

Besonders spannend ist die Methode, wenn Jugendliche aus sehr verschiedenen Lebenswelten kommen, etwa bei einer internationalen Begegnung oder bei einem Projekt mit Geflüchteten. Wichtig ist, den Teilnehmenden zu erklären, dass es anders als in Minecraft hier nicht viele Blöcke braucht, um etwas darzustellen. Ein See kann z. B. aus ein oder zwei Wasserkartons bestehen und ein Haus aus einem Ziegel und einem Dach.
Die Methode wurde hier als Feedback für die Konfizeit beschrieben in: Weusten, Steffen / Thiel, Tobias: Offline-Minecraft oder „Der König meiner Konfi-Zeit“. Ein produktorientiertes Feedback, in: KU-Praxis 61, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2016, S. 58 – 61.

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