Tool Pool

Tool Pool ist eine in ihrer Themen-, Methoden- und Einsatzvielfalt einmalige Sammlung bewährter und neuer Methoden für das inhaltliche Arbeiten mit jungen Menschen. Für alle, die diese Arbeit methodisch abwechslungsreich gestalten und damit zu einer neuen Tiefe führen wollen.

Eine Gottesdienstform mit einzelnen Stationen.

Material: je nach Station z. B. Papier, Ölkreiden, 1 Digitalkamera/Handykamera

Beschreibung

Bei einem Stationengottesdienst findet der Teil der Verkündigung an verschiedenen Stationen statt. Es gibt einen liturgischen Beginn und ein gemeinsames Ende.

Beispiele:

  • Meditation: In ruhiger Atmosphäre wird der Bibeltext vorgelesen.
  • Gestalten: Ein gemeinsames Bild wird mit Ölkreiden gestaltet.
  • Standbilder: Das Thema wird als Standbild umgesetzt und fotografisch festgehalten.

Anwendungsbeispiel

Schriftlesung: 1. Korinther 12,12 ff.
Einstieg ins Thema „Kirche und ich?“: Kirche heute ist alt und verstaubt. Oder: Kirche lebt heute noch, ist aktiv.
Stationen können z. B. sein:

  • Diskussionswand: Hinter was stehe ich? – Ich glaube … Ich glaube nicht …
  • Meine Kirche – Fürbitten für meine Kirche formulieren

Ein Kreuz aus Einzelbildern zusammensetzen.

Material: Kreuzgerüst: 1 Holzstück 110 x 15 cm, 3 Holzstücke 30 x 15 cm, 24 Holzstücke 15 x 15 x 0,8 – 2 cm; Acrylfarben; Klarlack; Leim; Pinsel

Beschreibung

Gemeinsam wird ein Kreuz gestaltet. Vorab die Holzstücke zurechtsägen (oder im Baumarkt zurechtsägen lassen) und aus den vier Holzstücken das Kreuzgerüst zusammenleimen (s. Skizze unten).
Jede/jeder bekommt eine oder mehrere der Holzstücke und kann diese gestalten. Nach dem Bemalen sollten die einzelnen Stücke mit Klarlack überzogen werden, um sie haltbar zu machen. Zuletzt werden alle Brettchen auf das Kreuzgerüst geleimt.

Kreuzmosaik

Anwendungsbeispiel

Das gemeinsame Basteln bietet den Jugendlichen eine kreative Ausdrucksmöglichkeit ihrer Gedanken. Mögliche Themen für das Kreuz: Psalmen, Schöpfung.

Bei einem Essen gelten besondere Regeln.

Material: Handicaps (z. B. Schnüre), 1 Augenbinde pro Person, Essen

Beschreibung

Schon die ersten Christen hat das Essen verbunden, nicht nur in der speziellen Form des Abendmahls. Ein inszeniertes Essen kann verschiedene Schwerpunkte und Regeln haben.

Mögliche Regeln:

  • Die rechte Nachbarin / der rechte Nachbar bedient. Niemand bedient sich selbst, die Nachbarin / der Nachbar fragt aufmerksam immer wieder nach, was noch gewünscht wird.
  • Das Essen findet im Dunkeln statt (wenn es nicht ganz dunkel wird, mit Augenbinden).
  • Vor dem Essen werden verschiedene Handicaps ausgemacht und wenn möglich auch angelegt: Man kann nur mit einer Hand essen. Man ist blind. Man kann nicht sprechen.
  • Die Gruppe wird als Zweiklassengesellschaft in Dienende und Bediente aufgeteilt.

Anwendungsbeispiel

Ein inszeniertes Essen kann gut als Vorbereitung auf das Abendmahl veranstaltet werden. Bei der Form des Feierabendmahls startet man mit einer Abendmahlsfeier, die dann in ein fröhliches und besonderes Essen übergeht.

Fotografietechnik, bei der man Teil eines projizierten Bildes wird.

Material: 1 Laptop, 1 Beamer, 1 digitales Bild / Foto, weiße Leinentücher, 1 helle Taschenlampe, Klebeband, Papier, Stifte, 1 Digitalkamera/Handykamera

Beschreibung

Man projiziert ein geeignetes Bild/Foto auf eine große Leinwand oder weiße Wand. Die Akteurinnen/Akteure kleiden sich in ein weißes Leinentuch und lassen nur die Körperteile herausschauen, die später sichtbar sein sollen. Bei dunklen Motiven lohnt es sich, mit einer kräftigen Taschenlampe sehr gezielt die meist zu dunklen Körperteile anzuleuchten, dann muss man später mit der Bildbearbeitung nicht so stark manuell aufhellen. Fotografiert wird am besten aus der Perspektive des Beamers, dann sieht man keine Schatten. Sehr einfach ist es, bei Bedarf Texte in Textblasen auf weißes Papier zu schreiben und dann mit Klebeband zu befestigen.
Die Fotos werden ohne Blitz aufgenommen. Meist müssen die Bilder noch ein wenig nachbearbeitet werden: Man erhöht die Farbsättigung, die durch die Projektion nachgelassen hat. Wenn die Körperteile zu dunkel sind, kann man sie selektiv aufhellen. Gut geeignet als Ausgangsbilder sind alle Fotos, die von den Größenverhältnissen her zu Menschen passen. Natürlich kann man mit den Größenverhältnissen auch spielen und z. B. zeigen, wie es aussieht, wenn jemand die Welt in der Hand hält.

Variante

Die Jugendlichen können die Bilder, in die sie hineinschlüpfen wollen, auch selbst im Internet suchen oder mit der Digitalkamera aufnehmen. So kann man z. B am örtlichen Kirchturm hochklettern, ohne sein Leben zu gefährden.

Anwendungsbeispiel

Die Methode eignet sich gut, wenn man sich in andere Personen hineinversetzen will. Das kann eine Person sein, die man toll findet, es kann aber auch ein Gemälde mit einer Szene aus der Bibel sein. Die Sätze, die die Person sagt, kann man als Sprechblase gestalten oder die Personen auch tatsächlich sprechen lassen und das Ganze als Video festhalten.
Motivideen: Abendmahlsszene, Jesus und seine Jünger: „Ich wäre einmal gern wie …“, Reiselust: Einmal in Jerusalem sein …

Ein Abend zum Thema Hunger und ungerechter Verteilung von Reichtum auf der Welt.

Material: Festmahl mit Dekoration; belegte Brote; Tee, Reis und Wasser

Beschreibung

Der Abend greift die Thematik von Hunger und Ungerechtigkeit ganzheitlich auf. Die Jugendlichen erleben die Situation unserer Welt. Vorbereitungen für den Abend: Es wird, möglichst schriftlich, zu einem festlichen Abend mit einem gemeinsamen, besonderen Essen eingeladen. Im Raum werden drei nummerierte Tische vorbereitet:

  • Tisch 1: eine festlich gedeckte Tafel mit vielen Köstlichkeiten (was hier steht, würde auch für alle reichen)
  • Tisch 2: ein roher Holztisch mit einigen belegten Broten und Tee
  • Tisch 3: eine Schüssel mit gekochtem, jedoch ungewürztem Reis, dazu eine Kanne Wasser in einer Ecke auf dem Fußboden

Die Anzahl der Plätze an den einzelnen Tischen ist ungefähr gleich groß. Wenn alle Gäste anwesend sind, werden sie im Vorraum begrüßt. Alle ziehen ein Los, da bestimmte Umstände ein Teilen der Gruppe nötig macht. Nun wird der Raum geöffnet. Leitung und Mitarbeitende ziehen auch ein Los, greifen in den weiteren Verlauf des Abends aber nicht ein. Das Geschehen soll sich frei entwickeln können.

Das Essen führt oft zu weniger oder mehr belastenden Situationen. Nach dem Essen muss deshalb die Möglichkeit zur Aussprache eingeplant werden. Die Moderation des weiteren Abends erfordert Empathie und Aufmerksamkeit der Leitung.

Der weitere Abend:

  • Gefühle und Reaktionen der drei Tische aufgreifen.
  • Konkrete Handlungsmöglichkeiten entwickeln, um mit der Situation umzugehen.

Anwendungsbeispiel

Mögliche biblische Fortführungen für den Abend:

  • Mannawunder: 2. Mose 16
  • Speisung der Fünftausend: Matthäus 14,13-21
  • Vom reichen Mann und dem armen Lazarus: Lukas 16,19-31
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