Finde eine Person, die …

Die Jugendlichen müssen eine Person finden, die die Fragen auf ihrem Bogen mit „Ja“ beantwortet, und lernen sich so kennen.

Material: je 1 Fragebogen pro Person, je 1 Stift pro Person

Beschreibung

Die Methode eignet sich für ein erstes Kennenlernen. Dazu erhalten die Jugendlichen einen Bogen mit verschiedenen Fragen, wie z. B.: „Hast du Geschwister?“, „Magst du Gummibärchen?“ Es sollten mehr Fragen als Teilnehmende vorhanden sein. Die Jugendlichen sollen sich im Raum (auch für draußen geeignet) verteilen. Auf ein Zeichen hin ordnen sie sich einer anderen Person zu und stellen ihr eine beliebige Frage. Bejaht diese Person eine Frage, wird ihr Name bei dieser Frage eingetragen, verneint sie diese, wird kein Name eingetragen. Danach darf die/der Fragende befragt werden. Pro Paar ist erst einmal nur eine Frage pro Person erlaubt, dann muss man sich eine neue Fragepartnerin / einen neuen Fragenpartner suchen. Ziel ist es, in einer vorgegebenen Zeit jede/jeden befragt zu haben und ihren/seinen Namen auf dem Zettel stehen zu haben. Stößt man auf eine Person, die zuvor die Frage verneint hat, stellt man eine andere Frage. Wenn eine Person alle Fragen beantwortet hat, ist das Spiel zu Ende.

Variante

Möglich wäre auch eine thematische Schwerpunktsetzung der Fragen, z. B. „Betest du auch außerhalb der Kirche?“.

Anwendungsbeispiel

Für alle Gelegenheiten anwendbar.

Ein Graffiti entsteht.

Material: Konzeptpapier, Spraydosen, Abdeckfolie, Projektor

Beschreibung

Graffitis haftet immer noch der Ruf des Verwegenen und Verbotenen an, dabei gibt es eine ganze Kunstszene, die auf Graffiti schwört. Gerade das Großflächige fasziniert an Graffitis. Ideal ist es, wenn man dauerhaft eine Wand verschönern kann, egal ob drinnen oder draußen. Aber auch auf Leinentüchern oder Folie kann man sprayen und das Ergebnis dann flexibel einsetzen.

Man beginnt damit, eine Idee zu entwickeln: Was soll das Thema sein, welche Textbotschaft soll transportiert werden? Wie sieht das Farbkonzept aus?

Anschließend wird auf Konzeptpapier experimentiert und der beste Entwurf immer weiter optimiert. Den Entwurf kann man dann entweder frei auf die Wand sprühen oder mithilfe eines Videoprojektors bei Dämmerung oder Dunkelheit zunächst als Skizze auf die große Fläche übertragen.

Eine übliche Dose reicht je nach Deckungsgrad für 4 – 5 m2 Fläche.

Anwendungsbeispiele

Eine Mauer vor dem Gemeindehaus wird mit einem schönen Bibelzitat geschmückt. Im Jugendraum werden alle Namen der Gruppenmitglieder auf die Wand gesprüht. Dabei sollte man genug Luft lassen für neue Mitglieder, die sich bei Gelegenheit ebenfalls verewigen dürfen.

Als Andenken wird Schmuck gebastelt.

Material: Kokosnüsse, Laubsägen, Feilen, Sandpapier (je nach Anzahl der Teilnehmenden); 1 Esslöffel, 1 Hammer, 1 Akkuhandbohrer (2 mm), 1 Stift, Speiseöl (zum Einreiben der Anhänger)

Beschreibung

Als erstes wird die Kokosnuss mit dem Hammer geöffnet, die Milch abgeschüttet und das Mark mit einem Löffel herausgelöst.

Die Schale wird nun in handliche Stücke gebrochen und Anhängerformen auf die Innenseiten gezeichnet. Mit der Laubsäge kann man die Form aussägen und ein Loch zum Aufhängen bohren. Die Außenseite wird zuerst mit der Feile, danach mit dem Sandpapier geglättet, bis eine dunkelbraune, glatte Oberfläche entsteht.

Zum Schluss reibt man den Anhänger mit Speiseöl ein.

Anwendungsbeispiel

Man kann die Anhängerformen passend zum Thema wählen, z. B. ein Kreuz zum Thema Kreuzigung und Auferstehung oder ein Kelch zum Thema Abendmahl.

Ein Gruppenfeedback, das durch Summen hörbar wird.

Material: Skala, Flipchart/Tafel

Beschreibung

Gut sichtbar im Raum wird eine Skala ausgelegt mit Werten von 1 bis 10. Die Gruppenleitung stellt eine Feedbackfrage, die unterschiedliche Bewertungen zulässt (z. B. „Wie hat euch unser gemeinsames Wochenende gefallen?“ oder „Wie viel habt ihr für euch persönlich dazugelernt?“).

Die Gruppenleitung geht ganz langsam die Skala entlang, jede/jeder summt dort am lautesten, wo es ihrer/seiner Bewertung entspricht.

Der Charme der Methode ist, dass jede/jeder persönlich Stellung beziehen muss, dabei aber weitestgehend anonym bleibt. (Nach: Haeske, Carsten: Der Summograph. Eine akustische Feedback-Methode. In: KU Praxis 58 (2013), S. 52–53.)

Varianten

Die Skala kann auch auf ein Flipchart oder eine Tafel aufgezeichnet werden. Die Fragen können auch aus der Gruppe kommen.

Anwendungsbeispiel

Für jede Gelegenheit anwendbar.

Mithilfe von Hashtags in Twitter, Facebook oder Instagram entsteht ein Gesprächsfaden, den man projiziert.

Material: Laptop, Beamer, Internetzugang

Beschreibung

Eine Social Media Wall entsteht, indem alle Nachrichten eines bestimmten Dienstes, die ein bestimmtes #Hashtag enthalten, per Videoprojektion sichtbar gemacht werden. Dadurch können sich Teilnehmende bei einer größeren Veranstaltung beteiligen.

Das Hashtag sollte so gewählt sein, dass es nicht zufällig von Unbeteiligten verwendet wird, aber trotzdem kurz genug ist, dass man ihn schnell eintippen kann.

Wie lässt sich eine Social Media Wall einsetzen:

  • für eine Online-Diskussion (auch mit abwesenden Personen)
  • für eine Podiumsdiskussion
  • für ein größeres Event zur Veröffentlichung der Ergebnisse einer Gruppenarbeit

Zum Einstieg eignen sich folgende Tools:

Variante

Hashtags können auch zur Kommunikation bei Geländespielen genutzt werden.

Anwendungsbeispiel

Eine Bibelarbeit lässt sich in einer Großgruppe per Social Media Wall durchführen. Die Teilnehmenden können ihre Auslegung und Reaktionen gleichzeitig beitragen und auf andere reagieren.

Tool Pool ist eine in ihrer Themen-, Methoden- und Einsatzvielfalt einmalige Sammlung bewährter und neuer Methoden für das inhaltliche Arbeiten mit jungen Menschen. Für alle, die diese Arbeit methodisch abwechslungsreich gestalten und damit zu einer neuen Tiefe führen wollen.

Schnelle und gute Darstellungsmöglichkeit der eigenen Position.

Material: 1 Seil, Kreppband, Kreide, Thesenpapier, 1 Digitalkamera/Handykamera

Beschreibung

Der Zahlenstrahl kann entweder mit Kreide, einem Seil oder Kreppband markiert werden. Es empfiehlt sich, die volle Raumlänge auszunutzen, damit die Jugendlichen sich differenziert positionieren können. Es können Fragen, die eine Ja-Nein-Antwort erfordern (z. B. „Hättet ihr euch so verhalten, wie der barmherzige Samariter?“), aber auch Fragen wie „Wer ist heute wann aufgestanden?“ gestellt werden. Die jeweiligen Anfangs- und Endpunkte der Fragstellungen müssen klar benannt werden (z. B. Ja = rechts, Nein = links, alles dazwischen sind individuelle Positionierungsnuancen). Die Jugendlichen sollen sich auf dem Zahlenstrahl anordnen. Dann wird das entstandene Bild als solches kurz wahrgenommen und seine Eigenheiten eventuell kommentiert. Die Jugendlichen können sich, wenn sie das möchten, zu ihrer Positionierung äußern.

Variante

Ein Zahlenstrahl mit der identischen Fragestellung könnte am Anfang (Sicherung durch Foto) und am Ende einer Einheit gestellt werden, um die Ergebnisse dann miteinander zu vergleichen.

Anwendungsbeispiel

Für jede Gelegenheit anwendbar.

Einen Begriff erklären, ohne eines der fünf nicht erlaubten Worte zu benutzen.

Material: Tabu®-Karten, Karten, Stifte, 1 Hupe/Pfeife, 1 Sanduhr/Timer

Beschreibung

Die Methode basiert auf dem Spielprinzip von Tabu®. Die Gruppe wird in zwei Mannschaften aufgeteilt. Ein Mannschaftsmitglied erklärt seiner Gruppe in begrenzter Zeit (1 oder 2 Minuten) den Begriff, der oben auf der Karte steht, ohne diesen oder die fünf aufgeführten nicht erlaubten Worte zu benutzen. Ein Mitglied der gegnerischen Mannschaft überwacht dies und hupt, wenn die Zeit um ist oder ein nicht erlaubtes Wort genannt wurde. In diesem Fall verfällt die Karte. Wenn eine Karte zu schwer ist, darf man die nächste nehmen. Jeder erratene Begriff pro Runde bringt 1 Punkt.
Man kann unter die gekauften Tabu®-Karten thematisch passende mischen, die dann nicht übersprungen werden dürfen.

Anwendungsbeispiel

Eigene Karten zum Thema Gottesdienst könnten z. B. so aussehen:

  • Predigt: Pfarrer, Kanzel, reden, langweilig, Bibel
  • Segen: Hände, Talar, Pfarrer, Schluss, stehen
  • Orgel: Pfeifen, Musik, Instrument, spielen, singen
  • Abendmahl: essen, Brot, Wein, Traubensaft, Jesus

Eine Woche als Gruppe zusammenziehen und den Alltag teilen.

Material: Verpflegung und Material je nach Programm

Beschreibung

Für eine Woche zieht man zusammen ins Gemeindehaus ein, übernachtet mit Schlafsack und Isomatte, steht gemeinsam auf und frühstückt zusammen.
Neben dem Alltag, der für jede/jeden anders aussieht, gibt es gemeinsame Zeiten: einen geistlichen Start in den Tag, einen Tagesabschluss, das gemeinsame Kochen und Abendessen. Wie in einer Familie übernimmt jede/jeder Aufgaben für die Allgemeinheit. Ein Mitarbeiterteam sorgt dafür, dass der Rahmen eingehalten wird, immer etwas zu essen da ist und organisiert ein attraktives Rahmenprogramm (z. B. einen gemeinsamen Spieleabend).
Da sich unter den Teilnehmenden ein intensives Verhältnis entwickelt, sollte gelten: entweder ganz teilnehmen oder gar nicht.

Variante

Es muss nicht immer das Gemeindehaus sein, vielleicht steht ein Haus im Ort zeitweise leer und darf benutzt werden. Oder es gibt ein Freizeithaus in der Nähe, das per Fahrrad noch gut erreichbar ist.

Anwendungsbeispiel

Eine Woche gemeinsamen Lebens kann ähnlich wie eine Freizeit unter ein bestimmtes Motto gestellt werden (z. B. Leben als Jünger Jesu). Jeden Tag gibt es einen Impuls zum Thema und eine Challenge des Tages. Abends tauscht man sich darüber aus, welche Erfahrungen man am Tag gemacht hat.

Jede/jeder schöpft Wasser mit einem Kommentar in das positive oder negative Glas.

Material: 1 Glasschale, 2 große Gläser, 1 großer Löffel / kleine Schöpfkelle

Beschreibung

Ob das Glas halb voll oder halb leer ist, ist eine Frage der Perspektive. Die Optimistin / der Optimist wird es immer mindestens halb voll finden, hoffentlich sieht es nach dieser Feedbackmethode auch so aus.
In der Mitte steht eine Glasschale mit Wasser, daneben ein großes positives und negatives Glas, die mit „+“ bzw. „–“ gekennzeichnet sind. Jede/jeder darf jetzt mit einer kurzen Begründung einmal oder mehrfach Wasser in eines der Gläser oder auch in beide schöpfen. Am Schluss sieht man schön, welche Rückmeldung überwiegt (nach: Klein, Ursula / Wustrau, Christian: Abenteuer City Bound. Spielideen für soziales Lernen in der Stadt, Klett Kallmeyer, Seelze-Velber 2014, S. 143).

Variante

Die Gläser können auch anders definiert werden, sodass nur positives Feedback zählt, z. B. Stimmung in der Gruppe, Ertrag für mich persönlich, Organisation und Rahmenbedingungen. Diese Begriffe stehen auf einem kleinen Zettel, der vor dem jeweiligen Glas liegt.

Anwendungsbeispiel

Für jede Gelegenheit anwendbar.

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