Geocaching

Eine Schatzsuche mit GPS-Gerät.

Material: 1 GPS-Gerät pro Gruppe, 1 Blatt mit Koordinaten pro Gruppe, 1 Schatz/Aufgaben, ggf. Handy-/Digitalkameras

Beschreibung

Jeder Punkt auf der Erde ist mit Koordinaten eindeutig zu finden. Mithilfe von GPS-Geräten oder mit GPS-fähigen Smartphones und einer passenden App (z. B. www.cgeo.org) bekommt man beim Laufen die Richtung und den Abstand vom Ziel gezeigt. Die Koordinaten werden entweder zu Fuß mit einem Gerät erhoben oder auf einer digitalen Weltkarte.

Am Ziel findet man entweder einen Schatz oder eine Aufgabe, die zu einem Rundlauf führt. Für einen Rundlauf hinterlässt man noch die nächsten Koordinaten. Man kann auch alle Koordinaten auf einen Laufzettel schreiben.

Variante

Als Schnitzeljagd: Eine Gruppe bekommt einen Vorsprung und muss alle 20 Minuten per Handy die aktuellen Koordinaten durchgeben.

Anwendungsbeispiel

Jugendliche bauen Landart-Kunstwerke (s. Methode Landart) zum Thema Schöpfung an vordefinierten Orten, besuchen anschließend die entstandenen Kunstwerke der anderen Gruppen und machen Fotos davon.

Tool Pool ist eine in ihrer Themen-, Methoden- und Einsatzvielfalt einmalige Sammlung bewährter und neuer Methoden für das inhaltliche Arbeiten mit jungen Menschen. Für alle, die diese Arbeit methodisch abwechslungsreich gestalten und damit zu einer neuen Tiefe führen wollen.

Balance als Gruppenaufgabe.

Material: 2 Holzstangen (4 m lang), 1 Holzstange (2 m lang), mind. 8 Stricke (5 m lang), Seile zum Zusammenbinden

Beschreibung

Die drei Holzstangen werden zu einem großen „A“ gebunden. Es muss so groß sein, dass eine Person bequem auf dem Querholz im A stehen kann. Alle Stangen sollten daher eine Mindestdicke von 6 cm haben. An der Spitze des As werden die langen Stricke befestigt.
Das A wird gemeinsam aufgerichtet und in Balance gebracht. Eine Person stellt sich auf den Querbalken. Aufgabe der Gruppe ist es nun, das A „laufend“ über eine bestimmte Strecke zu bewegen, nur mithilfe der Stricke und der Person auf dem A. Das „Laufen“ benötigt von der Gruppe die richtige Mischung aus Halten und Kippen mithilfe der Seile. Achtung: Alle Seilverbindungen müssen bei der Vorbereitung sehr fest geknotet werden, da sonst Verletzungsgefahr besteht!

Variante

Zur Wiederverwendung kann das A auch aus Kanthölzern gebaut werden und mit Schlossschrauben verschraubt werden.

Anwendungsbeispiel

Die Gruppe kann nur mit dem A laufen, wenn sie es aufgerichtet in Balance hält. Alle werden zum Gelingen gebraucht. Mit dieser Erfahrung kann im Anschluss z. B. im Gespräch weitergearbeitet werden. Themen wie „Was gibt mir Halt?“ oder „Auf was verlasse ich mich?“ bieten sich an.

Ein Vertrauenslauf der zum Exodus-Erlebnis werden kann.

Material: keines

Beschreibung

Die Teilnehmenden werden gebeten, eine Gasse zu bilden. Beide Gruppenhälften stehen sich im Abstand einer Armeslänge gegenüber. Uhren und Ringe müssen abgelegt werden, dann wird die Gasse durch Ausstrecken der Arme geschlossen. Nun dürfen alle, die wollen, einmal durch diese Gasse laufen. Sie starten an einem Punkt in ca. 10 m Abstand. Vor dem Loslaufen müssen die Laufenden die Gruppe laut nach ihrer Bereitschaft fragen und diese muss das Startsignal geben. Erreicht die/der Laufende dann die Gasse, reißen die Mitspielenden nacheinander ihre Arme kurzfristig in die Höhe und geben somit die Gasse frei. Unmittelbar nachdem die Person die Gasse durchquert hat, senken die Personen, die die Gasse bilden, ihre Arme wieder, sodass eine Art Wellenbewegung entsteht.

Personenaufstellung

Wichtig:

  • Die Mitspielenden müssen ihre Arme auf jeden Fall rechtzeitig hochreißen. Andererseits sollten sie es so lange wie möglich hinauszögern, sodass der Eindruck entsteht, auf eine geschlossene Wand zuzulaufen.
  • Die Laufenden können die Geschwindigkeit selbst bestimmen. Eine Erhöhung des Tempos während des Laufes muss aber ausgeschlossen werden.

Anwendungsbeispiel

Die Erzählung vom Volk Israel, das vor den Ägyptern flieht und vor dem Meer als Sackgasse steht, hilft, sich den Ablauf und die Herausforderungen der Methode vorzustellen. Die Gasse wird hier zum Meer, das sich teilt. Bei dem klaren Ritual vor dem Loslaufen ruft die/der Laufende nun: „Ich sitze in der Falle!“, um die Gruppe nach ihrer Bereitschaft zu fragen. Die Gruppe antwortet dann mit dem Startsignal: „Hab keine Angst!“

Die Gruppe muss einen Stab ablegen, der auf den Fingern der Teilnehmenden liegt. Dabei muss der Stab von allen durchgängig berührt werden.

Material: 1 leichte Zeltstange oder Zollstock

Beschreibung

Die Teilnehmenden stellen sich in zwei Reihen mit dem Gesicht gegenüber. Alle Teilnehmenden strecken einen Arm etwa in Brusthöhe vor sich und strecken dabei den Zeigefinger nach vorne. Die Gruppe insgesamt sollte etwa so lang sein wie die Stange (auf keinen Fall jedoch länger). Die Spielleitung nimmt nun die Stange auf und legt sie auf die Zeigefinger der Teilnehmenden.
Die Stange muss nun auf dem Boden abgelegt werden. Allerdings müssen alle die Stange jederzeit, zumindest leicht, mit dem Zeigefinger von unten berühren – die Hand darf also niemals von der Stange entfernt werden.

Reflexion: Anschließend wird der Prozess noch einmal rekapituliert und es werden Gelingens- und Erschwernisbedingungen miteinander festgehalten.

Variante

Noch schwieriger kann die Aufgabe gestaltet werden, wenn die Teilnehmenden nicht kommunizieren dürfen. Ansonsten kann die Gruppe die Aufgabe am leichtesten meistern, wenn eine Person das Kommando übernimmt.

Anwendungsbeispiele

Mit dieser Methode kann ein Einstieg in eine neue Gruppe oder der Beginn einer längeren gemeinsamen Zeit (Konfi-Fahrt, Woche des gemeinsamen Lebens …) gestaltet werden. Dadurch gelingt es ohne viel Mühe, die grundlegenden Fragen nach Achtsamkeit im Umgang miteinander, Vereinbarungen über gemeinsame Ziele oder auch den Umgang mit Frustration und unterschiedlichem Verhalten im Konfliktfall zu thematisieren. Oft wird diese Methode auch als eine Art „Fieberthermometer“ für die Gruppenstimmung verwendet. Für die Gruppenleitung kann es sehr ertragreich sein, ein bestimmtes Verhalten oder Aussagen einzelner Teilnehmender während der Methode zu dokumentieren und in der Reflexion wörtlich wiedergeben zu können. Nicht selten führt diese Verlangsamung und Bewusstmachung des Verhaltens zu erstaunlichen Erkenntnissen.

Zwischen Kleingruppen wird über Arbeitsmaterialien verhandelt. Entscheidungen müssen im Team getroffen, Argumente ausgetauscht und Kompromisse erarbeitet werden. Was zählt mehr: individueller Gewinn oder das große Ganze?

Material: Notizzettelblock, Bleistiftspitzer, Bleistifte ohne Spitze, Spielanleitung

Beschreibung

Die Gruppe teilt sich in drei Kleingruppen. Je eine Gruppe bekommt den Spitzer, die Bleistifte und den Zettelblock, außerdem erhalten alle die Spielanleitung. Zu Beginn legt jede Gruppe einen Gruppennamen für sich fest. Anschließend wird die Spielzeit gestartet und die Verhandlungen können beginnen. Ziel ist es, am Ende der vereinbarten Spielzeit so viele Zettel wie möglich mit dem eigenen Gruppennamen beschrieben zu haben und diese dann an eine Pinnwand o. Ä. zu kleben.
Die Spielleitung sollte darauf achten, dass einmal vereinbarte bzw. kommunizierte Regeln unbedingt eingehalten werden müssen.

Anleitung

Besprechung: Die Gruppenmitglieder sollen stets als Team handeln. Es bleibt ihnen überlassen, wie sie zu Entscheidungen kommen.

Verhandlung: Besteht im Team Einigkeit über die Vorgehensweise, kann verhandelt werden. Zu einer der beiden anderen Gruppen wird Kontakt aufgenommen und der jeweilige Vorschlag unterbreitet. Wichtig: Über neue Vorschläge und Herangehensweisen muss zuerst Einigkeit innerhalt der Gruppe hergestellt werden.

Ausführung: Die Gruppen sind zu einer Einigung gekommen und führen die Aufgabe durch. Es dürfen nur die bereitgestellten Materialien verwendet werden.

Reflexion: In der Auswertung können die einzelnen Phasen der Methode verlangsamt nachvollzogen werden. Folgende Fragen können für die Reflexion hilfreich sein: „Wie sind die Teams vorgegangen und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Strategien der Teams sind festzustellen?“ „Wie wurde mit möglichen Konflikten umgegangen und welche Lösungen wurden angestrebt?“ „Sind die Teilnehmenden fair und aufrichtig miteinander umgegangen oder wurde versucht, die anderen Gruppen zu übervorteilen?“ „Welche Strategieanpassungen haben geholfen?“

Anwendungsbeispiel

Diese Methode macht die unterschiedliche Verfügbarkeit von Ressourcen und die Notwendigkeit der Kooperation sehr plastisch erfahrbar. Auf diesem Hintergrund kann die Methode als Einstieg in verschiedene Themen dienen. Neben Fragen des globalen Handels bzw. der Globalisierung und den damit verbundenen Ungerechtigkeiten könnten auch die theologischen Aspekte der Nächstenliebe und Weltverantwortung eröffnet werden.

Die Teilnehmenden stellen sich als Spielecharaktere, Superhelden, Märchenfiguren oder Tiere vor und können so auch analog einen Avatar nutzen.

Material: einfache Dinge zum Verkleiden, z. B. Tücher, Decken, Masken, Mützen; Papier, Stifte

Beschreibung

Avatare sind künstliche Personen oder Grafikfiguren, die sich eine Internetbenutzerin / ein Internetbenutzer in der virtuellen Welt zuordnet. In dieser Methode erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich auch in der Realpräsenz einen Avatar zu erstellen. Dazu suchen sie sich eine Gestalt aus oder erfinden eine und verkleiden sich in 5 Minuten so, dass Elemente dieser Figur erkennbar werden. Wichtig ist dabei, die Teilnehmenden zu ermuntern, dass es nicht um die korrekte Darstellung der Figur, sondern um eine spielerische Umsetzung geht.
Anschließend überlegen sich die Teilnehmenden ein Wort oder eine Wortgruppe sowie eine Gestik und Mimik, die diese Figur repräsentiert.

Im Kreis zeigen alle Teilnehmenden gleichzeitig (z. B. „auf drei“) ihre Bewegung und rufen ihr Wort in den Raum. Das kann anschließend thematisch wiederholt werden, z. B. alle Tiere, alle Märchenfiguren, Figuren aus Videospielen oder Comics, Romanhelden.

Varianten

Als Warm-up kann die Methode hier beendet werden, möglich ist es aber auch, inhaltlich weiterzuarbeiten. Dazu stellt jeder Teilnehmerin / jeder Teilnehmer seinen Charakter kurz in der Gruppe vor. Anschließend reflektiert die Gruppe darüber, was Kennzeichen eines guten Avatars sind.
Im nächsten Schritt kann ein Gespräch genutzt werden, um über die gesellschaftliche Rolle von Kunstfiguren nachzudenken. Welche Identifikationsebenen bieten sie? Welche Rollen spielen sie im Aufwachsen junger Menschen?

Anwendungsbeispiel

Die Methode eignet sich auch gut als Aktivierung der Teilnehmenden in Videokonferenzen. Dann erhalten alle 5 bis 10 Minuten Zeit, um sich entsprechende Requisiten zu Hause oder im Büro zu suchen.

Mit der Methode „Mein Avatar und ich“ des Erfurter Instituts Spawnpoint kann man noch tiefer in das Thema einsteigen: https://www.ics-spawnpoint.de/index.php?site=angebote&id=3. Weitere Beispiele dieser Vertiefung finden sich auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung: www.bpb.de/gesellschaft/bildung/kulturelle-bildung/60357/mein-avatar-und-ich?p=all.

Die Jugendlichen erfinden zu einem Thema kreative Lernstationen.

Material: Kreativmaterialien, Naturmaterialien, Alltagsgegenstände, Papier, Stifte

Beschreibung

Stationen, die besondere Erlebnisse ermöglichen, müssen nicht immer von der Gruppenleitung geplant und aufgebaut werden.
Für den Bau der Lernstationen stellt man anregende Kreativmaterialien bereit. Es darf alles verwendet werden, was es im Haus oder in der Natur gibt. Einzige Bedingung: Es darf nichts dauerhaft kaputtgehen, und alles muss hinterher wieder aufgeräumt werden. Jede Gruppe notiert schriftlich, wie die Aufgabe an ihrer Station aussehen soll. Die Gruppen werden nach Neigung zusammengestellt. Eine Gruppe sollte nicht größer als vier Personen sein. Für das kreative Bauen braucht man mindestens eine Dreiviertelstunde. Anschließend werden die Stationen frei in kleineren Gruppen durchlaufen. Wenn eine Station Betreuung braucht, sollten die Gruppenmitglieder sich abwechseln, damit jede/jeder wenigstens einige der anderen Stationen ausprobieren kann.

Anwendungsbeispiele

Es eignen sich Themen wie z. B. Glaube oder Beten (Beispiel: Keßler, Hans-Ulrich / Nolte, Burkhardt: Konfis auf Gottsuche – der Kurs. Handbuch für Unterrichtende, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2019, S. 140 ff., Download unter: www.konfisaufgottsuche.de)

Kreatives Gestalten in der Natur und mit der Natur.

Material: Naturmaterialien der Jahreszeit, 1 Digitalkamera/Handykamera

Beschreibung

Der Ansatz der Landart setzt bei der Natur an. Naturmaterialien, landschaftliche Begebenheiten, Steine, Wasser, Licht und Schatten, Bäume und Pflanzen bilden das Ausgangsmaterial. Die Vergänglichkeit des Schaffens tritt dabei sichtbar auf, da die Kunstwerke meist in der Natur belassen werden. Der Prozess des Schaffens und das Betrachten danach stehen im Mittelpunkt. Erinnerungen in Form von Fotos bieten sich an. Möglichkeiten der Gestaltung liegen zum Beispiel im Ordnen von Farben und Formen, dem Konstruieren von Bauwerken, dem Aufgreifen von natürlichen Landschaftsbegebenheiten oder dem bewussten Umwidmen oder Umgestalten von Natur.

Anwendungsbeispiele

  • Steinbögen/Steintürme bauen
  • Schöpfer sein: Gesichter aus Schlamm an Bäume modellieren
  • Lebensbilder/Gottesbilder: Bodenbilder aus Naturmaterialien gestalten
  • Themenideen: „Wie sieht das Leben nach dem Tod aus?“, „Gott ist wie …“, „Psalm gestalten“

(nach: Güthler, Andreas / Lacher, Kathrin: Naturwerkstatt Landart. Ideen für kleine und große Naturkünstler, AT-Verlag, Baden/München 72005)

Bei einem Essen gelten besondere Regeln.

Material: Handicaps (z. B. Schnüre), 1 Augenbinde pro Person, Essen

Beschreibung

Schon die ersten Christen hat das Essen verbunden, nicht nur in der speziellen Form des Abendmahls. Ein inszeniertes Essen kann verschiedene Schwerpunkte und Regeln haben.

Mögliche Regeln:

  • Die rechte Nachbarin / der rechte Nachbar bedient. Niemand bedient sich selbst, die Nachbarin / der Nachbar fragt aufmerksam immer wieder nach, was noch gewünscht wird.
  • Das Essen findet im Dunkeln statt (wenn es nicht ganz dunkel wird, mit Augenbinden).
  • Vor dem Essen werden verschiedene Handicaps ausgemacht und wenn möglich auch angelegt: Man kann nur mit einer Hand essen. Man ist blind. Man kann nicht sprechen.
  • Die Gruppe wird als Zweiklassengesellschaft in Dienende und Bediente aufgeteilt.

Anwendungsbeispiel

Ein inszeniertes Essen kann gut als Vorbereitung auf das Abendmahl veranstaltet werden. Bei der Form des Feierabendmahls startet man mit einer Abendmahlsfeier, die dann in ein fröhliches und besonderes Essen übergeht.

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