Geocaching

Eine Schatzsuche mit GPS-Gerät.

Material: 1 GPS-Gerät pro Gruppe, 1 Blatt mit Koordinaten pro Gruppe, 1 Schatz/Aufgaben, ggf. Handy-/Digitalkameras

Beschreibung

Jeder Punkt auf der Erde ist mit Koordinaten eindeutig zu finden. Mithilfe von GPS-Geräten oder mit GPS-fähigen Smartphones und einer passenden App (z. B. www.cgeo.org) bekommt man beim Laufen die Richtung und den Abstand vom Ziel gezeigt. Die Koordinaten werden entweder zu Fuß mit einem Gerät erhoben oder auf einer digitalen Weltkarte.

Am Ziel findet man entweder einen Schatz oder eine Aufgabe, die zu einem Rundlauf führt. Für einen Rundlauf hinterlässt man noch die nächsten Koordinaten. Man kann auch alle Koordinaten auf einen Laufzettel schreiben.

Variante

Als Schnitzeljagd: Eine Gruppe bekommt einen Vorsprung und muss alle 20 Minuten per Handy die aktuellen Koordinaten durchgeben.

Anwendungsbeispiel

Jugendliche bauen Landart-Kunstwerke (s. Methode Landart) zum Thema Schöpfung an vordefinierten Orten, besuchen anschließend die entstandenen Kunstwerke der anderen Gruppen und machen Fotos davon.

Tool Pool ist eine in ihrer Themen-, Methoden- und Einsatzvielfalt einmalige Sammlung bewährter und neuer Methoden für das inhaltliche Arbeiten mit jungen Menschen. Für alle, die diese Arbeit methodisch abwechslungsreich gestalten und damit zu einer neuen Tiefe führen wollen.

Mit Kreide, die in Zuckerwasser eingelegt wurde, entstehen leuchtkräftige Kunstwerke.

Material: farbige Kreide, Zucker, Wasser, 1 Messbecher, 1 Schüssel, 1 Esslöffel, schwarzes Tonpapier, Fixierspray

Beschreibung

Malen reißt Jugendliche nicht unbedingt vom Hocker. Mehr Spaß macht es mit ungewöhnlicheren Farben wie der Zuckerkreide. Dafür werden farbige Kreidestücke etwa 10 Minuten in gezuckertes lauwarmes Wasser eingelegt (etwa zwei Esslöffel Zucker pro Viertelliter). Anschließend lässt man die Kreidestücke abtropfen, schon sind sie einsetzbar.
Die Zuckerkreide lädt zum großflächigen, ausdrucksstarken Malen ein. Die Bilder können anschließend noch mit einem Fixierspray haltbarer gemacht werden. Das ist aber nur notwendig, wenn man sie aufeinandergelegt transportieren will.

Anwendungsbeispiel

Jede/jeder zeichnet – angeregt von Bibelversen – ein Bild, was für sie/ihn Liebe bedeutet. Jede/jeder malt ihr/sein Bild von Gott. Dafür kann man zur Inspiration vorher verschiedene Gottesbilder zeigen – abstrakte und konkrete.

Arbeit mit einem Text in Schlangenform.

Material: 1 Textschlange

Beschreibung

Ein Text wird als Schlange (Querformat, DIN A3) ausgedruckt. Die Zeilen werden auseinandergeschnitten und dann in der Reihenfolge des Textes als lange Schlange wieder aneinandergeklebt.
Die Textschlange wird wild übereinandergelegt verteilt. Einige lesen nun einzelne Textfetzen vor. Dann hält jede/jeder ein Stück davon in der Hand und liest in zufälliger Reihenfolge den Abschnitt vor. Erst danach wird der Text von Anfang an in der richtigen Reihenfolge vorgelesen.
Dann wird die Textschlange wieder abgelegt. Jede/jeder darf sich ein für ihn besonderes Textstück herausreißen und mit ihm im Raum herumgehen und versuchen, ihn auf unterschiedliche Arten auszusprechen, z. B. andächtig oder aggressiv (nach: Dais, Petra: Das Spiel mit der Textschlange. In: Was dagegen, Jugendgottesdienstmaterial des Evang. Landesjugendpfarramts in Württemberg, 2002, S. 71 ff.).

Anwendungsbeispiel

Sehr gut eignet sich z. B. Psalm 23 oder Psalm 139 (Beispiel unter: www.anknuepfen.de/materialien/themen/bookletsearch/Booklet/articleDetail/70.html).

Jede/jeder gestaltet ihren/seinen persönlichen Stuhl.

Material: Stühle, Acrylfarben, Bootslack, Dispersionsklebstoff, Pinsel, Zeitschriften, Bibeln, Eddings, Schleifpapier, Spraydosen, Schablonen

Beschreibung

Wenn man einen Stuhl selbst gestalten möchte, eignen sich ausrangierte Holzstühle, gern auch vom Sperrmüll. Man kann aber auch einfache, unlackierte Holzstühle kaufen. Die Stühle müssen mit Schleifpapier leicht angeraut werden. Es gibt verschiedene Techniken, mit denen die Stühle gestaltet werden können. Aus Zeitschriften werden Motive ausgerissen und mit Dispersionsklebstoff auf den Stuhl aufgebracht. Mit Acrylfarben kann gemalt werden, die Eddings dienen zum Schreiben. Auch Spraydosen und Schablonen können verwendet werden.
Damit später alles hält und nichts abfärbt, werden die bearbeiteten Flächen noch mit Bootslack lackiert (nach: Trenn, Olaf / Witting, Christian: Platz nehmen. Ein Projekt mit Stühlen zur Konfirmation, KU Praxis 55, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2010, S. 17 – 28).

Variante

Auch einfache Papphocker, wie sie beim Kirchentag verwendet werden, lassen sich auf diese Weise schön gestalten.

Anwendungsbeispiel

Die Jugendlichen sollen ihren Platz in der Gemeinde und im Gottesdienst finden. Sie können ihre Stühle beim Einzug in den Gottesdienst feierlich hereintragen und dann darauf Platz nehmen. Der Stuhl kann als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit gestaltet sein.

Aus Einzelbildern wird ein animierter Kurzfilm zusammengestellt.

Material: 1 Digitalkamera/Handykamera, 1 Stativ, Zeitschriften, Spielfiguren, Stoffe, Scheren, Klebstoff, buntes Papier, Büroklammern, Knetmasse, LEGO®, 1 Computer/Notebook, Software: Windows Movie Maker oder GIMP, Beleuchtung

Beschreibung

Alle überlegen, wie ein Film zum Thema aussehen kann. Das Drehbuch wird stichwortartig formuliert.

  • Team 1 erstellt die Figuren aus Zeitschriften oder Knete. Beim „Dreh“ verändert es die Figuren. Für jedes Foto werden sie und/oder die Gegenstände ein bisschen verschoben. Danach wird ein Foto gemacht. Je mehr Bilder pro Sekunde, desto flüssiger wirkt die Animation.
  • Team 2 erstellt das Bühnenbild, den Filmtitel und eine Abspannseite mit allen Namen der Mitwirkenden.
  • Team 3 kümmert sich um den Aufbau der Technik und das Fotografieren. Die Kamera wird auf ein Stativ montiert.

Wichtig:

  • Das Bild braucht einen festen Untergrund (z. B. Tisch).
  • Die Kamera manuell scharf stellen.
  • Niedrige Bildauflösung wählen.
  • Vor dem „Dreh“ sollten alle einzelnen Elemente fertig sein (Figuren usw.).
  • Einige Probeaufnahmen machen und auf dem Computer anschauen.

Variante

Auch mit Handys/Tablets (Apps) kann man Stop-Motion-Videos erstellen.

Anwendungsbeispiel

Es passen Themen aus der Lebenswelt der Jugendlichen (z. B. Freundschaft, Liebe), aber auch biblische Geschichten.

Anknüpfend an die Gaming-Welt zeigen Jugendliche in begehbaren Landschaften, wie sie sich die Welt oder konkreten Szenarien vorstellen.

Material: mind. 5 ungefähr gleichgroße Pappkartons je Teilnehmender/Teilnehmendem (ideal sind Kirchentagshocker oder Umzugskartons), mehrere Tücher oder Stoffreste in unterschiedlichen Farben, farbiges Krepppapier oder Fotokarton, Zeitungen, Stifte, ausreichend weiteres Dekomaterial (um alle Kartons zu gestalten)

Beschreibung

Mit dieser Beteiligungsmethode können Meinungen, Wünsche, Erfahrungen oder auch Forderungen junger Menschen räumlich in einer begehbaren Landschaft dargestellt und erkundet werden. Inhaltlich kann es dabei um sehr allgemeine Themen gehen (Zukunft, mein Leben) oder auch sehr konkrete Themen (Gestaltung Gemeinde(haus), ich in meiner Stadt oder meine Konfi-Zeit).
Um Jugendliche dafür zu begeistern, wird an die bei vielen durch Games geprägte Lebenswelt angeknüpft. Minecraft® ist seit Jahren eins der beliebtesten Videogames bei Jugendlichen. Aus Würfeln, die für Landschaftsfelder (Wiese, Wasser, Steine, Ziegel, Kopfsteinpflaster, Sand etc.) stehen, werden in dem Spiel komplexe Landschaften gebaut.

Nach einem kurzen themenbasierten Einstieg (z. B. einem Aufstellungsspiel) werden die Teilnehmenden aufgefordert, die Kartons wie in Minecraft® an- oder auch aufeinander zu legen, sodass eine Welt entsteht, die ihre Wünsche, Erfahrungen oder Forderungen zum Thema ausdrücken. Dazu werden einzelne Kartons gestaltet. Möglich ist auch die Gestaltung eines Sets von Kartons durch große Stoffe. Bestimmte Farben stehen dann für bestimmte Elemente (z. B. helles Gelb für Sand, dann für Wüste oder Strand und ggfs. auch für eine Übertragung wie Dürre oder Schwierigkeiten).
Die entstandene Landschaft wird anschließend gemeinsam begangen. Dabei berichten die Teilnehmenden, was sie gebaut haben. Die Leitung fragt gezielt nach, was die Teilnehmenden damit ausdrücken wollen und ermuntert die Teilnehmenden, dahinterliegende Vorstellungen und Erfahrungen anzusprechen. Die Feedbacks oder Wünsche werden als Video und schriftlich auf einer Pinnwand dokumentiert und für weitere Schritte im Beteiligungsprozess genutzt.

Anwendungsbeispiel

Besonders spannend ist die Methode, wenn Jugendliche aus sehr verschiedenen Lebenswelten kommen, etwa bei einer internationalen Begegnung oder bei einem Projekt mit Geflüchteten. Wichtig ist, den Teilnehmenden zu erklären, dass es anders als in Minecraft hier nicht viele Blöcke braucht, um etwas darzustellen. Ein See kann z. B. aus ein oder zwei Wasserkartons bestehen und ein Haus aus einem Ziegel und einem Dach.
Die Methode wurde hier als Feedback für die Konfizeit beschrieben in: Weusten, Steffen / Thiel, Tobias: Offline-Minecraft oder „Der König meiner Konfi-Zeit“. Ein produktorientiertes Feedback, in: KU-Praxis 61, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2016, S. 58 – 61.

Zeig ein anderes Gesicht.

Material: Faschingsschminke, Tagescreme, Papiertücher, Schminkschwämmchen, Pinsel, Schminkspiegel, 1 Digitalkamera/Handykamera

Beschreibung

Das auch bei uns immer populärer werdende, aus Indien stammende Holi-Festival zeigt: Farbe und Schminken sind beliebt, nicht nur an Fasching. Auch bei Männern kommt Schminken im Alltag allmählich in Mode.
Bevor Farbe aufgetragen wird, empfiehlt es sich, das Gesicht mit einer Tagescreme einzureiben. Es werden Paare gebildet, die sich gegenseitig schminken. Je konkreter der Auftrag ist, was ausgedrückt werden soll, desto besser.

Anwendungsbeispiel

Verschiedene Mächte und Kräfte bestimmen unser Leben. Diese können gut durch Schminkgesichter dargestellt werden. Mächte, die unser Leben bestimmen sind z. B.: Geld, Fernsehen, Autoritätspersonen (Eltern, Lehrerinnen/Lehrer), Politik, Internet. Wie kann das in einem geschminkten Gesicht zum Ausdruck kommen? Die dargestellte Macht wird als Text beim Fotografieren vor das Gesicht gehalten (nach: Wildermuth, Bernd: Die apokalyptischen Reiter oder Geister gibt es überall. In: Anknüpfen – Praxisideen, Stuttgart 22013, S. 170 f.).

Ein Mobile zeigt schön, wie verschiedene Elemente im Gleichgewicht sind.

Material: Stäbe, Schnur, Elemente (z. B. Kugeln), Texte, Bilder

Beschreibung

Zuerst werden die einzelnen Mobile-Elemente gestaltet, die ruhig unterschiedlich groß sein können. Anschließend wird das Mobile von unten nach oben ins Gleichgewicht gebracht. Besonders schön ist ein Mobile, wenn es auch außergewöhnliche Gleichgewichtssituationen abbildet: Elemente, die man von außen nicht als schwer erkennt; Elemente, die mithilfe der Hebelgesetze viele andere im Gleichgewicht halten.

Anwendungsbeispiele

Es wird gemeinsam überlegt, was der Gruppe wichtig ist. Die Ergebnisse werden als Element gestaltet (z. B. als Quader oder Holzbrett). Die Gewichtung wird deutlich durch die Größe der Elemente und die Position im Mobile.
Man kann auch ein Gruppenmobile bauen, auf dem jede/jeder sich in Porträtform vorstellt oder ihren/seinen Konfirmationsspruch oder Lieblingsvers aus der Bibel gestaltet. Ein Mobile eignet sich auch, um Themen darzustellen, bei denen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit eine Rolle spielen (Ressourcenverbrauch, ökologischer Fußabdruck).

Virtuell eine „Open World“ bauen und erkunden.

Material: 1 vernetzter Computer (am besten Laptops) pro Person, 1 Beamer, ggf. 1 vorbereitete Welt

Beschreibung

Immer mehr wird Minecraft® auch für die Bildungsarbeit entdeckt. Um Kosten zu sparen, kann man auch mit der Open-Source-Variante Minetest arbeiten.
Grundsätzlich gilt: Man kann mit einer zufallsgenerierten Welt beginnen oder im Vorfeld eine Erlebniswelt erstellen. Hilfreich ist die Möglichkeit, bei Bedarf zusätzlich Textfelder in die Welten einzubauen.
In welchem Modus spielt man: Während man im Kreativmodus alle Materialien frei zur Verfügung hat und sich nicht gegenseitig verletzen und töten kann, kommt im Überlebensmodus ein kämpferisches Moment hinein. Beides hat seinen Reiz, der Spielmodus muss aber zur Aufgabenstellung passen.
Wichtig ist auch, im Vorfeld zu klären, was hinterher mit der erstellten Welt geschieht.

Anwendungsbeispiele

  • die eigene Kirche und das Gemeindehaus nachbauen
  • mein Lebensweg mit Höhen und Tiefen
  • Psalm 23 oder eine biblische Geschichte in 3-D-Bilder umsetzen
  • Eine Erlebniswelt zu biblischen Bildern von Gemeinde: Unter www.thomas-ebinger.de/2016/01/minecraft-minetest-im-konfi kann man eine vorbereitete Welt herunterladen, in der drei Gruppen die Aufgabe haben, jeweils ein biblisches Bild von Gemeinde kreativ zu gestalten.
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