Willkommen!

Bei Freunden eingeladen, der erste Jugendkreis nach dem Lockdown, ein bunter Jugendgottesdienst oder mal wieder zu Besuch bei netten Menschen – es ist ein besonderes Gefühl willkommen geheißen zu werden. Arme und Türe sind geöffnet. Du bist willkommen und wirst freundlich begrüßt. Daran knüpft die Jahreslosung 2022 an, wenn Jesus sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen!“ (Johannes 6, 37)

Zur Jahreslosung findest Du hier einen Gottesdienstentwurf, Ideen fürs Bible-Art-Journaling, Lieder- und Filmvorschläge. Viel Freude damit!

Geistlich

Dein Glaube reicht                                                    (DAS LIEDERBUCH 2, 44)
Dein Glaube Reicht – LUX Kollektiv (Lied zur Jahreslosung 2020) – YouTube

Come See                                                                   (DAS LIEDERBUCH 2, 35)
Michael W Smith — Come See – YouTube

Ich bin in der Stille                                                    (DAS LIEDERBUCH 2, 1)
Ich bin in der Stille – YouTube

Ready or not                                                              (DAS LIEDERBUCH 2, 22)
Ready or Not (Live) Hillsong UNITED – YouTube

Wir sind willkommen                                               (DAS LIEDERBUCH 2, 23)

Untitled Hymn (Come to Jesus)                              (Feiert Jesus 3, 137)
Untitled Hymn (Come to Jesus) – YouTube

Jireh (You are enough)
JUSTIN BIEBER AND CHANDLER MOORE PERFORMANCE | Jireh (You Are Enough) / How He Loves | INSPIRING – YouTube

Jesus, zu dir kann ich so kommen wie ich bin     (Feiert Jesus 1, 82)
Jesus, zu dir kann ich so kommen, wie ich bin – YouTube

Zuhause                                                                      (DAS LIEDERBUCH 2, 158)
Outbreakband – Zuhause / Atmosphäre akustik sessions – YouTube

„Säkular“

No Roots (Alice Merton)                                         (DAS LIEDERBUCH 2, 111)
Alice Merton – No Roots – YouTube

Zu dir (LEA)                                                                (DAS LIEDERBUCH 2, 109)
LEA – Zu dir (Akustik Version) – YouTube

Vergebung, hier ist sie (Thomas D)
Vergebung, hier ist sie – Thomas D (Lyrics) – YouTube

Wieder wird es Frühling: Sonnenstrahlen, Vogelgezwitscher, Blumen, das erste Eis. Es riecht nach Aufbruch und Neuanfang – und wir bibbern um Inzidenzzahlen, steigende Kurven, Impfungen, Lockdown. Das klingt überhaupt nicht nach Aufbruch! Und doch ist uns bei der Vorbereitung zu diesem Newsletter etwas aufgefallen: Für uns Christinnen und Christen wird es Pfingsten. Und Pfingsten ist eine riesige Aufbruchsgeschichte! Mit Pfingsten startet die größte Bewegung der Menschheit. Und sie beginnt in einem Dachzimmer. Die Jünger hocken im Zimmer und wissen wenig mit sich anzufangen. Jesus ist weg. Heftige Tage liegen hinter ihnen. Zurückgezogen und ganz unter sich warten sie. Und dann kommt er. Genau in diesen Raum, in diesen Rückzugsort – in diesen Lockdown? „Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist.“ (Apg 2,2.4a)
Gott lässt sich nicht aufhalten. Wer weiß, was er in deinem Lockdown starten will?

In den folgenden Zeilen soll es um seinen Geist, seinen heiligen Geist gehen. Der ist uns lebt.
Und die Bewegung, die er anstiftet und mit sich bringt.
Eine Bewegung, die wie die wichtigsten Dinge im Leben,
im Inneren beginnt, von Innen nach Außen geht und
sichtbar wird.

Ich lade dich ein, dich mit mir zu einer kleinen geführten Meditation (Text ist hier – Video Clips siehe unten) mit einigen ruhigen Bewegungen aufzumachen. Bewegte Körper bringen oft bewegte und veränderte, neue Gedanken mit sich. Und es tut immer gut und erfrischt, seinen Körper inklusive der Glaubensfragen und Überzeugungen zu stretchen/dehnen. Wenn es dem Körper gut tut – könnte es ja auch den Gedanken und Gefühlen, deiner Ganzheit gut tun? Wenn 15 Minuten Dehnen eine körperliche Veränderung mit sich bringt, könnte es auch eine gedankliche oder spirituelle, eine geistliche oder emotionale Veränderung bewirken? Sei neugierig und versuchs mal.

Meditation: MOVED BY BREATH

Kurt Marti, ein Schweizer Pfarrer und Poet schrieb über die Geburt,
sie ist ein Werden, ein geboren werden, kein Tun.
Wir werden geboren, kein Aktives Verb, ein passives.
Das allererste, was dann geschieht ist – atmen, Ein- und Ausatmen.
Das Erste, was wir tun, ohne es bestimmen zu können

ohne es in der Hand zu haben ist Atmen.
Ich werde geatmet und dadurch wird jeder Teil meines
Körpers beatmet und mit Nährstoffen, Hormone und Sauerstoff im Blut versorgt.
Er gab seinen Schöpfergeist. Seinen Schöpferatem gab er und gibt er in mich.
Ich wurde mit Einatmen und Ausatmen, einem wunderbaren grundlegenden Rhythmus beschenkt.
Vielleicht ist Atmen also weniger als aktives, denn eher ein passives Tunwort/Verb zu verstehen. Ich werde geatmet. Er lebt in mir und atmet. (Psalm 34 in der „the Message“ Übersetzung: „I live and breathe God.“) Ohne diesen Rhythmus und Atemgeschenk, ohne seinen Geist, kein Singen. Kein Klang. Ohne Atmen keine Stimme. Keine Vibes. Keine Energie. Keine Flows. Keine Bewegung. Ohne Atem kein Leben.


Wie wäre es – für dich – für einen Moment mal davon auszugehen, dass du zwar den Atem steuern und lenken, pressen und pushen kannst, auch anhalten geht – dass du mit deiner Atmung aber immer an eine natürliche Körpergrenze stossen wirst – und in dir, in heiliger Alltäglichkeit, Gott in seiner unendlichen Heiligkeit atmet und lebt. Wie wäre es, diese These mal für 10-15 Minuten für wahr zu nehmen und wahrzunehmen??

Vielleicht können wir uns in den nächsten Minuten in den besten Lebensrhythmus einklinken und bewusst unsere Atmung beachten. Wertschätzen wie er in dir lebt, ganz natürlich, ganz anatomisch, ganz in echt.

Dazu leite ich euch durch drei Körperübungen (siehe Video Clips).

Die Atembewegung, seine Bewegung initiiert die äußere Bewegung.
Beachte die Atembewegung. Von der Nasenspitze, über die Halsinnenseite – Schlüsselbeine
und Brustkorb bis ganz tief Richtung Bauchraum. Bemerke den Weg und die Qualität deiner Einatmung und deiner Ausatmung. Welche inneren Körperräume und Organe streift die Einatmung und deine Ausatmung?

Er ist da. Er atmet. Er lebt. Er war zuerst und hat zuerst geliebt. Er hat dich gewählt. Als Ort seiner WG. Heilig und Ganz. In dir. Dein Geist ist mit seinem Geist befreundet. Die kennen sich. Sind Freunde. Gleicher Wohnraum. Selbe WG. In dir. Sogar auch nur ein Haushalt.: : ) Sehr praktisch in absurden Zeiten wie diesen.


Du kannst dein Ein- und Ausatmen während der Übungen auch mit einem Vers, einem Gebet, einer Frage oder einem Wort zu Gott verbinden. Eine Möglichkeit ein inneres Atemgebet zu sprechen. Es genügt aber auch vollkommen, dass du atmest. Sein Leben in dir Wert schätzt und wahr nimmst.

VIDEOCLIP 1: FOKUSSIERTE ATMUNG
VIDEOCLIP 2: SEITLICHE DEHNUNG AUS DEM SCHNEIDERSITZ

Wir versuchen bei Holy Yoga uns etwas von einem leistunsgorintierten „doing breath“ – also besonderen Atemtechniken um die Atmung zu kontrollieren, zu entfernen und eher dahin zu kommen
von Innen heraus, von der Atmung bewegt zu werden. Körperlich und mental, seelisch und emotional.

„Being moved by breath“.

Im schönsten Fall führen die inneren Bewegungen
alles was Innen entsteht zu äußeren Schönheiten
werden ausgedrückt, in Farbe, Form, Körper.

Das Leben und der Friede, die du innerlich erlebst führt dich vielleicht in einen körperlichen Ausdruck: (Einfaches Beispiel: innere tiefe Freude –> Luftsprung/Hüpfen und Lachen).

Von einer geistigen, mentalen Kopfebene darf der Glaube 30 Zentimeter tiefer nach Unten pilgern, Richtung Herzen und vielleicht sogar den ganzen Körper erfüllen.

VIDEOCLIP 3: TABLE TOP + LÄNGE/STÄRKE

Was du tun kannst ist zu Atmen. Deine Atmung Wert schätzen.
Was du noch tun kannst, so schlägt es der Römerbrief vor:

Anstelle von allen religiösen Dingen, die du tun könntest, dein Handeln oder deine Frömmigkeitsaktivitäten zu verdoppeln, –
umarme, was der Geist in dir tut.
Wenn der Geist, der heilige Gott dich umarmt,
dann umarme zurück.
Wenn er dich einen Schritt führt, dann laufe.
Wenn er redet, höre.
Wenn er singt, stimm mit ein – oder lausche.
Wenn er tanzt oder zum Tanz auffordert, umarme ihn und lass dich nicht 2x mal bitten. Tanz mit. Wenn er dich tröstet, dann erlaube dir zu weinen.
Wenn er dich hält, gestatte dir, gehalten zu sein.
Wenn er dich lange und liebevoll ansieht, schau zurück. Ein langer liebevoller Blick, ein göttlicher Augenblick, zu Gott, seine Schönheit, seinen Geist, seine Heiligkeit und seine Wahrheiten.
Wenn er redet, dir ein Lied schenkt oder eine Farbe schickt, ein Wort vor die Türe legt, nimms dir zu Herzen. Umarme. Von Innen heraus. Von Innen in dir.
„I´ll hug you from the Inside“. Wurde zu einem meiner Atemgebete. Vielleicht findest du deins?
Umarme von Innen – das ganze Leben, alle Lebendigkeit und Fülle, Trost und Frieden, den er zu schenken hat. Und dann beobachte, wie diese Freude, diese Lebendigkeit, dieser Trost sich äußert.

Im Johannesevangelium (16) steht, der Geist der Wahrheit und des Friedens …
(ich ergänze:) der Geist der Farben, des Regenbogens, der Geist der Schönheit und der Liebe, der Geist der Offenheit wird euch in ALLE Freiheit führen. Er wird dich an der Hand nehmen und in alle Freiheit und Wahrheit führen.

HOLY YOGA STUTTGART:

Holy Yoga besteht aus dem Dreiklang – der harmonischen Verbundenheit von Atem, Körperübungen und Meditation. Diese drei Bausteine zu einem ganzen Erleben zusammenzubringen und darin die eigene innere Verbundenheit zu erleben ist eine Erfahrung von Holy Yoga.
Was ist dir Heilig?
Die Begegnung des trinitarischen Gottes in meinen eigenen vier Wändern, durch Atembewegung, physische Bewegung und Gedankenbewegung ist mir heilig und ich erlebe Gott als präsenten in mir lebenden Gott. HOLY YOGA ist eine Art „Bewegung“, bewegter Glaube, die gemeinsame Suche nach einem gelingenden Leben mit Gott, von hauptsächlich Frauen in Stuttgart und Ausdruck meiner Spiritualität.

Eva Ahlers (34), Mutter von zwei Kindern, hat Theologie (Jugendreferentin) und Sozialpädagogik studiert und unterrichtet seit ihrer Ausbildung als „Holy Yoga Instructor“ seit über 5 Jahren „Holy Yoga“ in Stuttgart. Ich liebe Bewegung, Worte, fairen Cappuccino und ganzheitlich unkonventionelles Leben. Wer mehr lesen, wissen oder mit mir Yoga üben will, gerne hier weiterklicken:
www.holy-yoga-stuttgart.de | live Zoom Kurse, Dienstagabends 18-19:30h

www.konfettiaufasphalt.de  unser Konfettiblog über die großen Fragen des Lebens und kleinen Wunder des Alltags.

Theologische und pädagogische Vorbemerkung

Mit dem Thema Heiliger Geist setzt diese Einheit einen besonders herausfordernden und gleichzeitig relevanten Schwerpunkt. Herausfordernd, weil der Heilige Geist die am wenigsten fassbare Gestalt der Dreieinigkeit ist, er hat etwas Mystisches und Unvorstellbares. Relevant, weil eine zentrale Anfrage junger Menschen an den christlichen Glauben die Erfahrbarkeit ist. Sie wollen den Glauben nicht nur kennen und verstehen, sondern ihn erleben. Der Heilige Geist kann in ihnen die Gewissheit entstehen lassen, dass Gott real und ein Teil ihres Lebens ist. Gleichzeitig ist er nicht verfügbar. Menschen können ihn nicht machen oder heraufbeschwören, „er weht, wo er will“ (Joh 3,8). Diese theologische Dimension stellt das Thema vor eine Herausforderung. Die Teilnehmenden können eingeladen werden, sich für das Wirken des Heiligen Geistes zu öffnen, ob sie ihn erleben oder nicht, entzieht sich jedoch jeglicher Planbarkeit. Gleichzeitig hat der Heilige Geist zahlreiche Facetten: Er ist Tröster, Beistand oder Begleiter, er steht in Verbindung mit den Gaben (Gaben des Geistes) und kommt in der Bibel als Feuer, Taube oder auch Wind vor. In dieser Einheit soll der Schwerpunkt auf den Heiligen Geist als Orientierungshilfe für das Leben gelegt werden. Dies passt einerseits zur Situation der Jugendlichen und Jungen Erwachsenen, die in einer zentralen Umbruchphase ihres Lebens stehen. Andererseits spiegelt diese Fokussierung die Situation von Petrus wider, als Jesus in Johannes 14 sein Fortgehen andeutet. Er verspricht den Jüngern in dieser Situation den Heiligen Geist als Tröster, aber eben auch als jemanden, der Orientierung gibt, der hilft, im Alltag nach Gottes Plan zu leben. Diese Zusage gilt auch den Teilnehmenden: Obwohl wir weder Gott noch Jesus sehen und anfassen können, ist er im Alltag durch den Heiligen Geist bei uns. Mehr noch: Er ist ein Teil unserer Identität, weil der Heilige Geist in uns lebt, wenn wir mit Gott leben wollen. So kann er uns helfen, wichtige Entscheidungen zu treffen und mit herausfordernden Situationen umzugehen. Er erinnert uns an das Wesen und den Plan Gottes.
Eine weitere Besonderheit dieser Einheit ist die Feier des Gemeinschaftsmahls in Anlehnung an das Abendmahl. Es wird an dieser Stelle bewusst kein klassisches Abendmahl gefeiert, um die Teilnehmenden in ihrer individuellen Glaubensreise nicht zu überfordern. Dennoch sollen sie das Abendmahl kennenlernen und bildhaft die Tischgemeinschaft unter Christinnen und Christen erleben können. Vor Ort kann jedoch individuell auch entschieden werden, tatsächlich ein Abendmahl zu feiern.

Hinweis zur Zeitplanung

Diese Einheit 6 ist als Wochenende zusammen mit Einheit 7 konzipiert. Die Planungen für das gesamte Wochenende sind zeitlich so gehalten, dass es am Samstag um 11 Uhr beginnt und am Sonntag nach dem Mittagessen endet. Natürlich ist es auch möglich, einzelne Elemente der Einheit 6 zu machen, aber die Übernachtung allein in der Natur kann eine intensive und wichtige Erfahrung sein.

Vorbemerkungen zur Lonely Night: Bei einem Solo werden die Teilnehmenden einzeln in die Natur geschickt und verbringen dort eine gewisse Zeit allein. Der zeitliche Umfang eines Solos kann frei gewählt werden. Für diese Einheit wird eine besondere Form des Solos beschrieben und zur Durchführung empfohlen, nämlich die Lonely Night: Die Teilnehmenden verbringen eine Nacht allein in der Natur. Die Lonely Night ist eine sehr intensive und individuelle Herausforderung, die meist Abwehr bei den Teilnehmenden hervorruft. Da bei dieser Art des Solos aber sehr tiefe und gute persönliche und geistliche Erfahrungen gemacht werden können, empfehlen wir sehr, sich dieser Herausforderung zu stellen. Schon Jesus hat immer wieder diese Zeiten der Stille und des Alleinseins gesucht, angefangen von wenigen Stunden bis hin zu dem 40-tägigen Aufenthalt in der Wüste.
Um die Teilnehmenden für die Lonely Night zu gewinnen, braucht es Fingerspitzengefühl und eine gute Balance zwischen Motivieren und Achten der Grenzen der Teilnehmenden. Sollten sich Einzelne dieser Lonely Night strikt verweigern, ist es äußerst wichtig, dies zu respektieren und Alternativen anzubieten. Folgende Varianten haben sich bewährt:

  • Durchführung der Lonely Night als „Duo“ oder „Trio“, also mit anderen Teilnehmenden zusammen. Wichtig ist aber, dass diese Zeit gezielt genutzt wird und man sich nicht von der eigentlichen Aufgabe ablenken lässt (z. B. durch Tratschen). Hier kann jedoch neben bewussten Schweigezeiten auch der angeregte Austausch eine Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit den Themen sein.
  • Die Teilnehmenden nehmen an dem Solo teil, kehren dann aber nach einer gewissen Zeit zum Haus/Standort zurück und verbringen die Nacht dort.
  • Die Teilnehmenden übernachten in Zelten. In dem Fall muss Zeit für den Aufbau der Zelte eingeplant werden.

Grundsätzlich machen wir ausdrücklich Mut, die Lonely Night durchzuführen, da die Teilnehmenden sich selbst neu erleben und ein besonderer Raum für eine Gottesbegegnung eröffnet wird.

Einführung: Einheit 6

Die Gruppe wird begrüßt und nach einem kurzen Bezug auf die Mitnahmekarte kurz in das Thema und den Ablauf eingeführt. Zusätzlich sollten zu Beginn weitere Hinweise (z. B. Orte, Gegebenheiten, Regeln und Absprachen) gegeben werden, die speziell für das Wochenende relevant sind.

Warm-up: Gordischer Knoten
Zielgedanke

Die Teilnehmenden werden aus dem Alltag abgeholt und mit ins Thema genommen.

Zeit: 10 min
Gelände: kein bestimmtes
Material: keins

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Die Teilnehmenden stellen sich in einen Kreis und strecken ihre Hände in die Mitte. Dann schließen alle ihre Augen und gehen auf die Mitte zu. Dabei ergreifen sie mit ihren Händen zwei Hände der anderen Teilnehmenden. Hat jede/jeder zwei unterschiedliche Hände ergriffen, ist ein Knäuel entstanden und alle dürfen ihre Augen öffnen. Nun müssen sie versuchen, dieses Knäuel zu lösen, um am Ende wieder in einem Kreis zu stehen.

Regel

Es darf keine Hand losgelassen werden, auch nicht zum Umgreifen.

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden werden auf leichte Weise auf das Thema eingestimmt und können zu Beginn als ganze Gruppe eine Aufgabe gemeinsam schaffen.

Aktion: Knotenkunde für den Biwak-Bau
Zielgedanke

Die Teilnehmenden sollen die wichtigsten Knoten für den Bau eines Biwaks erlernen.

Zeit: 45 min
Gelände: kein bestimmtes
Material: pro Person 1 Seil (Reepschnur), 1 Knotenanleitung (als Download verfügbar)

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Alle bekommen ein Seil und eine Anleitung für die drei wichtigsten Knoten. Gemeinsam mit einer Partnerin / einem Partner werden dann die Knoten ausprobiert.

Hinweis

Es ist zu empfehlen, dass die Mitarbeitenden die hier abgebildeten Knoten vorher schon einmal ausprobiert haben und sie selbst sicher beherrschen.

Der doppelte Achter/Bulin: Er wird zur Befestigung des Seils an den Ösen der Plane oder zur Befestigung des Seils an Bäumen, Stöcken usw. benötigt.

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden erlernen Knoten und können diese für das Biwak verwenden.

Aktion: Biwak-Bau
Zielgedanke

Die Teilnehmenden sollen eine Unterkunft bauen, die sie vor Regen, Wind und in geringem Maß auch vor Kälte schützt.

Zeit: 60 min
Gelände: steinfreie Fläche zwischen zwei lebenden Bäumen
Material: 1 Foto-Anleitung Biwak-Bau (als Download verfügbar), pro Person 1 Plane (2 x 3 m), Reepschnur (oder andere Schnur, z. B. Paketschnur), 1 Schnitzmesser

Aufbau

Damit das Biwak auch wirklich eine sichere und geruhsame Unterkunft bietet, ist neben dem Material unbedingt auch die Wahl des Bauplatzes zu beachten. Die einfachste Form des Biwaks wird zwischen zwei Bäumen aufgespannt. Entsprechend sucht man nach einer ebenen, möglichst steinfreien Fläche zwischen zwei lebenden Bäumen, die genug Platz für zwei liegende Personen bietet. Denkt man sich eine Linie zwischen den beiden Bäumen, dann sollte diese idealerweise nach Norden oder Süden zeigen, da der Wind meist von Westen kommt und ansonsten Kälte sowie Regen in das Biwak treiben könnte. Ist ein entsprechender Platz gefunden, gilt es vor dem eigentlichen Baubeginn noch weitere Kriterien zu berücksichtigen:

  • Befinden sich auf dem gefundenen Platz seltene bzw. geschützte Pflanzen, die mit dem Bau des Biwaks zerstört würden?
  • Sind in den Kronen der Bäume über dem potenziellen Biwak tote Äste zu sehen, die sich lösen und auf das Biwak fallen könnten?
  • Gibt es direkt neben dem Biwak eine starke Steigung oder liegt der gefundene Platz in einer Senke, welche sich bei Regen mit Wasser füllen könnte?
  • Ist der Boden an der ausgesuchten Stelle sehr feucht und könnte unter dem Druck einer liegenden Person das Wasser hervortreten?

Trifft einer der genannten Punkte zu, dann empfiehlt es sich, die nähere Umgebung nach einer geeigneteren Stelle abzusuchen.

Es gibt sehr viele Varianten, ein Biwak zu bauen. Bei der hier beschriebenen Standardvariante wird eine Plane, wie sie in jedem Baumarkt zu bekommen ist, so über einer zwischen zwei Bäumen gespannten Schnur angebracht, dass diese die Mittellinie eines Daches darstellt, von dem auf beiden Seiten die Dachenden abfallen. Idealerweise sind die Ecken der gekauften Plane besonders verstärkt (doppelt genäht oder mit Gummi versehen), damit sie nicht aufreißen.
Für den Bau des Biwaks wird zuerst eine Schnur möglichst straff auf gleicher Höhe zwischen zwei Bäumen gespannt. Nach dem Spannen legt man die Plane wie ein nasses Wäschestück darüber. In welcher Höhe man die Schnur anbringt, hängt davon ab, ob die Dachseiten auch Schutz vor Seitenwind bzw. Regen bieten und in der Nacht möglichst gut Wärme halten sollen. Ist Letzteres der Fall, spannt man die Schnur so, dass die Seiten der Biwakplane noch den Boden berühren. Im Gegenzug lässt sich bei gutem Wetter die Schnur so hoch spannen, dass das bequeme Sitzen im Biwak möglich ist. Schließlich spannt man die Enden der Plane mithilfe weiterer Schnüre, indem man die losen Enden der Plane an geeigneten weiteren Bäumen bzw. Wurzeln und Ähnlichem verknotet. Ist dies nicht möglich, kann man auch kräftige lose Stöcke anspitzen und als Zeltheringe verwenden. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, das Biwak einseitig geöffnet zu bauen.

Hinweise

  • Je lockerer das Biwak gespannt wird, desto eher verkleinert sich der Innenraum noch einmal bei schlechtem Wetter, da Wind und Regen das Biwak zu Boden drücken und sich zudem schnell Wasser auf der Plane sammelt.
  • Die Biwaks sollen mit einigem Abstand zueinander gebaut werden, damit die Teilnehmenden in der Nacht oder beim Bau nicht voneinander abgelenkt werden.
Verlauf

Jede/jeder Teilnehmende bekommt eine Plane und genügend Schnur. Mit diesen Materialien macht sie/er sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz für die Unterkunft und baut sich an diesem Platz ein Nachtlager auf.

Hinweise

  • Die Teilnehmenden können sich auch zu zweit oder dritt zusammentun und sich gegenseitig helfen. Es sollte aber jede/jeder am Ende ein eigenes Biwak haben.
  • Es ist wichtig, dass die Mitarbeitenden vorab schon einmal ein Biwak gebaut haben, um den Teilnehmenden helfen zu können.
  • Wird die Variante mit den Zelten gewählt, müssen diese alternativ aufgebaut werden.
Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden können ihr eigenes Nachtlager aufbauen und bei Platzwahl und Aufbau Gottes Natur viel bewusster wahrnehmen. Wenn sie das Biwak allein bauen, haben sie Zeit, sich mit sich selbst und dem Erlebten auseinanderzusetzen.

Essen: Picknick
Zielgedanke

Nach dem Bau des Biwaks können sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen beim Bau, die letzten Treffen und die heutigen Erwartungen austauschen.

Zeit: 60 min
Gelände: kein bestimmtes
Material: Lebensmittel und Getränke für ein Picknick, Geschirr, Besteck, Gläser, Servietten, Decken

Aufbau

Während die Teilnehmenden ihre Biwaks bauen, kann eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter schon damit beginnen, das Picknick vorzubereiten.

Verlauf

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden helfen evtl. noch dabei, das Picknick fertig aufzubauen und haben anschließend Zeit für den Austausch in der Gruppe.

In einer ungezwungenen Atmosphäre soll die Gemeinschaft nochmals wahrgenommen werden, aber auch Zeit für persönliche Gespräche oder eine Mittagspause sein.

Aktion: Orientierungslauf 1
Zielgedanke

Die Teilnehmenden machen die Erfahrung von Orientierungslosigkeit und reflektieren, was für eine gute Orientierung hilfreich und notwendig ist.

Zeit: 30 min
Gelände: Wald
Material: pro Kleingruppe 1  Landkarte ohne Landschaftsmarkierungen mit Zielmarkierung (z. B. aus Google® Maps, hierbei unbedingt die Vervielfältigungsrechte beachten), 1 Gegenstand

Aufbau

Für jede Kleingruppe muss an dem Zielpunkt der Landkarte ein (frei gewählter) Gegenstand hinterlegt werden, den diese mitbringen muss.

Verlauf

Die Teilnehmenden teilen sich in Kleingruppen (vier bis sechs Personen) auf und jede erhält eine Landkarte, auf der die Landschaftsmarkierungen weitestgehend fehlen (keine Wege, Himmelsrichtungen usw.). Auf der Karte ist ein Zielpunkt eingezeichnet, den die Kleingruppe erreichen muss. Ansonsten dürfen keine Hilfsmittel verwendet werden.

Hinweis

Damit die Kleingruppen einander nicht hinterherlaufen, sollte jede ein anderes Ziel suchen müssen. Jede Kleingruppe erhält also eine unterschiedliche Landkarte mit Zielmarkierung.

Lernimpuls/Transfer

Den Teilnehmenden fehlen wesentliche Hilfsmittel, um das Ziel schnell und sicher zu erreichen. Diese Erfahrung wird im weiteren Verlauf der Einheit aufgegriffen, um den Teilnehmenden deutlich zu machen, wie wichtig Führung und Begleitung für das Leben sind.

Reflexion: Austausch Orientierungslauf 1
Zielgedanke

Die Teilnehmenden tauschen sich über ihre Erfahrungen mit der Orientierungslosigkeit aus und reflektieren die Auswirkungen.

Zeit: 10 min
Gelände: kein bestimmtes
Material: keins

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Die Mitarbeitenden kommen mit den Teilnehmenden ins Gespräch über deren Erfahrungen, die sie während des Orientierungslaufs gemacht haben und stellen Fragen wie:

  • „Wie ging es euch mit der Aufgabe?“
  • „Was hat euch Schwierigkeiten bereitet?“
  • „Habt ihr das Ziel trotzdem gefunden? Wie habt ihr es geschafft?“

Dabei wird auf den folgenden Orientierungslauf (s. „Aktion: Orientierungslauf 2“) hingewiesen, der umfangreicher sein wird. Im Hinblick darauf werden die Teilnehmenden befragt: „Was braucht ihr, damit ihr diesen folgenden Orientierungslauf schaffen könnt?“

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden sollen direkt im Anschluss an die Erfahrungen aus dem Orientierungslauf die Möglichkeit haben, sich darüber auszutauschen. Außerdem wird im zweiten Teil der Reflexion der noch folgende Orientierungslauf angedeutet. Die Teilnehmenden sollen benennen, was sie dafür brauchen.

Aktion: Orientierungslauf 2
Zielgedanke

Die Teilnehmenden vertiefen die Erfahrung aus dem ersten Orientierungslauf und erleben, wie hilfreich es ist, Hilfsmittel zum Erreichen des Ziels zu haben.

Zeit: 120 min
Gelände: großes Gebiet
Material: Einführung in das Arbeiten mit Karte und Kompass (als Download verfügbar); pro Kleingruppe 1  Landkarte mit Zielmarkierung (z. B. aus Google® Maps, hierbei unbedingt die rechtlichen Vorgaben beachten) oder topografische Karte[1], 1 Kompass/GPS-Gerät; Variante 1: pro Person 1 Augenbinde; Variante 2 und 3: pro Zwischenpunkt 1 Gegenstand

Aufbau

Variante 1

Die Startpunkte werden im Vorfeld definiert.

Variante 2 und Variante 3

An den Zwischenpunkten werden (frei gewählte) Gegenstände hinterlegt, die von den Kleingruppen mitgebracht werden müssen.

Arbeiten mit Kompass und Karte

Der Umgang mit Karte, Kompass und GPS-Gerät muss vor dem Orientierungslauf den Teilnehmenden erklärt und mit ihnen eingeübt werden.

Verlauf

Für diesen umfangreicheren Orientierungslauf gibt es drei Varianten. Für alle teilen sich die Teilnehmenden in Kleingruppen (vier bis sechs Personen) auf. Diese sollten identisch mit denen aus dem vorherigen Orientierungslauf (s. „Aktion: Orientierungslauf 1“) sein.

Variante 1

Die Mitarbeitenden fahren die Teilnehmenden mit Autos an verschiedene Stellen rund um den Lagerplatz. Dabei sind die Teilnehmenden blind, damit sie den Weg nicht nachvollziehen können. An den definierten Orten werden sie abgesetzt und haben nun die Aufgabe, zum Lagerplatz zurückzufinden.

Variante 2

Die Mitarbeitenden führen die Teilnehmenden zu Fuß an verschiedene Punkte rund um den Lagerplatz. Von dort müssen die Kleingruppen ein bis zwei Zwischenpunkte anlaufen, dort die hinterlegten Gegenstände einsammeln und zum Lagerplatz zurückkehren.

Variante 3

Die Kleingruppen starten vom Lagerplatz aus, müssen drei bis vier Zwischenpunkte anlaufen, dort die hinterlegten Gegenstände einsammeln und zum Lagerplatz zurückkehren.

Hinweise

  • Die Kleingruppen erhalten als Hilfsmittel zur Orientierung Karte und Kompass (oder GPS-Geräte mit Kompassfunktion). Auf der Karte muss das Ziel eingezeichnet werden (für die Varianten 2 und 3 müssen zusätzlich die Zwischenpunkte eingezeichnet werden). Für Variante 1 sollte auch der Punkt markiert werden, an dem die Kleingruppe abgesetzt wird. Man könnte die Kleingruppen auch selbstständig den Standpunkt ermitteln lassen, was aber eine große Herausforderung ist und nur angewandt werden sollte, wenn eine Vorerfahrung im Umgang mit Karte und Kompass vorhanden ist.
  • Alternativ kann auch ein GPS-Gerät als Hilfsmittel eingesetzt werden, was aber deutlich einfacher ist als mit Karte und Kompass. Dafür müssen die Koordinaten der Ziel- und Zwischenpunkte in das Gerät eingegeben werden, das GPS-Gerät führt die Kleingruppen dann zu den entsprechenden Punkten. Die GPS-Geräte sollten kein Kartenmaterial gespeichert haben, sonst wird die Orientierung zu einfach.
Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden bekommen für diesen Orientierungslauf wichtige Hilfsmittel zur Verfügung, die sie in der Aufgabe davor nicht hatten. Sie sollen erfahren, wie hilfreich es ist, diese Tools zu haben. Der Heilige Geist will auch Hilfe bei der Orientierung im Leben geben. Ganz vereinfacht gesagt, kann der Heilige Geist für die Menschen Karte, Kompass oder GPS-Gerät sein. Man muss den Weg zwar trotzdem selbst gehen, mit all seinen Herausforderungen, wird aber durch den Heiligen Geist begleitet.

Reflexion: Verkehrsschilder
Zielgedanke

Die Teilnehmenden reflektieren den Prozess, wie sie sich in der Natur orientiert und zum Ziel gefunden haben.

Zeit: 30 min
Gelände: kein bestimmtes
Material: Verkehrsschilderkarten (als Download verfügbar)

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Jede Kleingruppe erhält einen Stapel mit Reflexionskarten, auf denen unterschiedliche Verkehrszeichen sind. Anhand dieser Karten bilden die Teilnehmenden den Prozess ab, den sie im letzten Orientierungslauf (s. „Aktion: Orientierungslauf 2“) durchlaufen haben. Für jede markante Erfahrung oder jedes Erlebnis legt die Kleingruppe ein passendes Schild auf den Boden (z. B. ein „Sackgassenschild“, wenn sich die Gruppe verirrt hat, und ein „Vorfahrtsschild“, wenn sie den Weg wiedergefunden hat). So entsteht Schritt für Schritt ein Abbild des Prozesses jeder Kleingruppe. Wenn jede ihren Weg gelegt hat, stellen sie sich die Ergebnisse gegenseitig vor. Die anderen stellen Fragen dazu und kommen mit der jeweiligen Kleingruppe ins Gespräch über ihre Erfahrungen.

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden werden zwei unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben: ein Orientierungslauf mit Hilfsmitteln und einer ohne. Dieser Unterschied soll in der Reflexion zum Ausdruck kommen und allen die Wichtigkeit von Orientierungshilfen deutlich machen.

Input/Vertiefung: Bibelimpuls

Zeit: 10 min
Gelände: kein bestimmtes
Material: 1 Kompass, 1 Verkehrsschildkarte mit dem Symbol Sackgasse (s. „Reflexion: Verkehrsschilder“, als Download verfügbar)

Orientierungslos – man weiß nicht genau, wo man hin soll, hat vage Vermutungen, aber so richtig weiß man es nicht. Vielleicht ging es euch schon mal an einem fremden Ort so. Vielleicht ging es euch bei unserem Orientierungslauf so. Und vielleicht geht es euch im Leben auch manchmal so. Ich kenne das gut. Es gibt Situationen, da weiß man nicht, was man machen soll: welche Freundinnen oder Freunde die richtigen sind, für welche Zukunft man sich entscheiden soll, wofür man seine Zeit und Energie investiert, eben wie man sein Leben gestalten will. In anderen Situationen ist plötzlich alles anders. Das, was war, ist weg oder hat sich verändert: Man kommt an einen neuen Ort, ein lieber Mensch stirbt, in der Familie ändert sich etwas oder ein Schicksalsschlag wiederfährt einem selbst oder den Menschen, die man lieb hat.

Hier kann die/der Mitarbeitende ein persönliches Beispiel erzählen.

Dann ist es, als ob einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird, man weiß weder vor noch zurück: Sackgasse (Verkehrsschildkarte zeigen). In einer Sackgasse endet der Weg und es ist völlig unklar, wie es weitergeht – orientierungslos eben.

Auch Petrus kannte solche Situationen. Eine davon war vielleicht besonders krass: Er war so lange Zeit mit Jesus unterwegs, hatte sich ganz auf ihn verlassen. Jesus war der Mittelpunkt seines Lebens. Doch dann die Sackgasse: Jesus sagte seinen Jüngern, dass er sie verlassen würde. Bald. Er spielte auf seinen Tod am Kreuz und die Tatsache, dass er nach seiner Auferstehung wieder beim Vater im Himmel sein würde, an. Doch das verstanden die Jünger in der Situation nicht. Selbst wir verstehen das nicht. Orientierungslos: Der Boden unter den Füßen ist weg. Ein Leben ohne Jesus war für Petrus unvorstellbar: Sackgasse. In dieser Situation machte Jesus Petrus und den anderen Jüngern ein Versprechen. Und auch uns gilt es, hört es euch an:

Johannes 14,15-­26 in einer leicht verständlichen Übersetzung vorlesen.

Gott schenkt den Menschen, die an ihn glauben, den Heiligen Geist. Dieser Geist schwebt nicht wie ein Gespenst herum, sondern ist in uns. Eine seltsame Vorstellung. Der Heilige Geist ist schwer zu beschreiben. Die Bibel redet von Wind, Feuer oder Taube. Vielleicht kann man ihn auch als Gefühl beschreiben. Das Gefühl, ganz genau zu wissen: Alles wird gut! Oder: Gott ist bei mir! Und gleichzeitig hilft uns der Heilige Geist dabei, uns im Leben zurechtzufinden, er ist ein eingebauter Kompass.

Einen Kompass zeigen.

Der Kompass zeigt uns die richtige Richtung. Man muss sich ein bisschen drehen und ausprobieren, aber dann zeigt die Kompassnadel immer nach Norden. Probiert es aus.

Einigen Teilnehmenden den Kompass in die Hand geben und Norden finden lassen.

So wie der Kompass die richtige Richtung findet, so kann uns der Heilige Geist helfen, die richtige Richtung in unserem Leben zu finden. Konkret: Wenn wir eine wichtige Entscheidung zu treffen haben, können wir Gott bitten, uns zu helfen. Der Heilige Geist in uns kann unsere Gedanken in die richtige Richtung lenken – durch eine Idee, einen Bibeltext oder mit ganz anderen Mitteln. Oder: Wenn die Situation ausweglos ist, weil etwas passiert ist oder wie bei Jesus passieren wird, dann kann er uns Mut machen und helfen, einen ersten Schritt zu machen.
Den Heiligen Geist können wir uns nicht verdienen, wir können ihn nicht machen, sondern Gott schenkt ihn uns. Aber wir dürfen darum bitten: Gott, sei mir nah. Lass mich dich durch den Heiligen Geist in meinem Leben spüren.

Essen: Festmahl
Zielgedanke

Das Wochenende bildet, wenn das komplette Programm von STEP OUT durchgeführt wurde, den Abschluss. Das ist ein guter Anlass, um mit den Teilnehmenden zu feiern.

Zeit: offen
Gelände: Lagerfeuerstelle
Material: Feuerholz (wird selbst gesammelt), Streichhölzer, evtl. Anzünder, Zutaten und Kochgeschirr je nach Rezept (drei Vorschläge als Download verfügbar), Zutaten für Brot (z. B. Bannock) (Rezept als Download verfügbar), Getränke, Geschirr, Besteck, Gläser

Aufbau

Was es zu essen geben soll, sollte schon in der vorhergehenden Einheit besprochen werden, damit die Teilnehmenden beteiligt werden und Zeit für evtl. Vorbereitungen und Einkäufe ist. Das Essen wird dann gemeinsam zubereitet.

Verlauf

Die Teilnehmenden teilen sich in Gruppen auf, um alle Vorbereitungen zu treffen (z. B. Holz sammeln, Feuer machen, Zutaten vorbereiten, Essen kochen, Brot backen für den Abend (z. B. Bannock), Dekoration mit Naturmaterialien).

Drei Vorschläge, was es an dem Abend zu essen geben könnte:

  • Huhn im Erdofen mit Grillgemüse
  • Mongolenspieß
  • Grillen auf dem heißen Stein

Wenn das Essen zubereitet ist, versammeln sich alle am geschmückten Essplatz und genießen das Festmahl. Danach ist Zeit am Lagerfeuer.

Lernimpuls/Transfer

Die Mitarbeitenden regen die Teilnehmenden an, sich während des Kochens, Essens und später am Lagerfeuer über die Erlebnisse und Erfahrungen während der Einheit und bei STEP OUT auszutauschen.

Aktion: Nachtwanderung

Zielgedanke

Die Teilnehmenden sollen ganz bewusst noch einmal Zeit haben, die Themen der Einheit bzw. der letzten Wochen für sich zu reflektieren.

Zeit: 30 min
Gelände: möglichst dunkle Strecke, Ende an der Lagerfeuerstelle
Material: Knicklichter, Fackeln

Aufbau

Den letzten Teil der Strecke gehen die Teilnehmenden allein. Er sollte mit Knicklichtern gekennzeichnet sein. Am Lagerplatz warten Mitarbeitende mit angezündeten Fackeln.

Verlauf

Die Gruppe geht gemeinsam schweigend los. Zuvor kann eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter die Teilnehmenden ermutigen, auf dem kommenden Weg über die Einheit bzw. die letzten Wochen nachzudenken und zu überlegen, was herausfordernd war, was einen angesprochen hat und was man vielleicht noch unbedingt wissen will. Eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter geht voran und alle folgen ihr/ihm schweigend bis zu einem bestimmten Punkt. Ab diesem dürfen alle ein Stück des Weges, der mit Knicklichtern gekennzeichnet ist, allein gehen. Dieser Weg endet am Lagerplatz, wo schon Mitarbeitende mit Fackeln bereitstehen, die die Teilnehmenden willkommen heißen. Dort wird anschließend gemeinsam ein Gemeinschaftsmahl (evtl. auch ein Abendmahl) gefeiert.

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ganz bewusst die letzte Einheit bzw. die letzten Wochen zu reflektieren und Gedanken und Gefühle für sich zu ordnen. Der letzte Streckenabschnitt dient dazu, ganz für sich allein zu sein und die Herausforderung, allein durch die Dunkelheit zu gehen, zu bewältigen. Am Ende dieses Weges dürfen sie die Erfahrung machen, wieder in Gemeinschaft aufgenommen zu werden, so, wie auch Gott sie in seine Gemeinschaft aufnehmen will.

Input/Vertiefung: Gemeinschaftsmahl

Zeit: 120 min
Gelände: Lagerfeuerstelle
Material: 1 selbst gebauter Tisch (z. B. aus Steinen), 1 Laib frisches Brot, 1 Kreuz

Nachdem die Teilnehmenden, falls das komplette Programm von STEP OUT durchgeführt wurde, in den letzten Wochen die Möglichkeit hatten, erste oder neue Erfahrungen mit dem Glauben zu machen, gibt es nun eine konkrete Möglichkeit, sich für diesen Glauben zu entscheiden. Wichtig ist dabei, dass es sich um eine freiwillige Entscheidung ohne Druck und Beeinflussung handelt. Dies kann im Kontext eines Gemeinschaftsmahls geschehen. In Anlehnung an das Abendmahl werden die Teilnehmenden zu einer gemeinsamen Mahlzeit eingeladen. Hierfür wird in der Mitte ein Tisch (z. B. aus Steinen) aufgebaut, auf dem sich ein Laib frisches Brot und ein Kreuz befinden. Nachdem sich alle um den Tisch herumgesetzt haben, wird die Geschichte vom Abendmahl erzählt.

Input

Jesus hatte seinen Jüngern ja bereits angekündigt, dass er sie verlassen muss. Das war ein Schock für sie. Am Tag bevor es so weit war, lud er seine Jünger zum Abendessen ein – es war sein Abschiedsessen. Er saß mit ihnen zusammen, sie aßen, sie redeten und Jesus versuchte ihnen zu erklären, was sein Tod bedeutet. Ein Tod aus Liebe, der so mächtig ist, dass dadurch alle Schuld in unserem Leben nichts mehr zählt. Und Jesus bat seine Jünger: „Erinnert euch an heute Abend. Wenn ihr zusammen esst und trinkt, dann denkt an mich, denkt an meine große Liebe für euch.“ So feiern Christinnen und Christen auf der ganzen Welt das Abendmahl und denken an den Tod und die Auferstehung Jesu.

Jede und jeder von euch hat nun schon einiges von Jesus erfahren. Wir möchten dich heute Abend einladen, noch einmal darüber nachzudenken, was für Erfahrungen du gemacht hast. Vielleicht auch die Frage zu stellen: Möchte ich mit diesem Jesus in meinem Leben unterwegs sein? Lasst uns gemeinsam die Atmosphäre genießen, vielleicht möchtest du auch die Augen schließen. Nimm dir ein paar Minuten zum Nachdenken oder um zu beten. Vielleicht kommst du in dieser Zeit zu dem Schluss: Ja, ich möchte mit Jesus leben. Er soll Teil meines Lebens sein. Ja, ich möchte, dass Gott selbst durch seinen Geist immer bei mir ist. Wenn das so ist, dann lädt Jesus dich an seinen Tisch ein und du kannst heute ein Zeichen setzen. Du kannst hier in die Mitte kommen, dir ein Stück von diesem Brot abbrechen und damit Jesus zeigen, dass du zu ihm gehören willst. Setz dich dann ruhig wieder an deinen Platz, iss das Brot und spüre wie Jesus Teil deines Lebens wird.
Aber: Tu das nur, wenn du es wirklich willst. Jede und jeder darf sitzen bleiben, die Ruhe der Nacht genießen, nachdenken und beten, ohne etwas zu tun. Und bitte habt Respekt vor denen, die heute eine solche Entscheidung treffen, die zu Jesus gehören wollen. Ich persönlich möchte, dass Jesus Teil meines Lebens ist (Brot abbrechen) und ich lade dich auch dazu ein.

Die Mitarbeiterin / der Mitarbeiter setzt sich mit in den Kreis. Danach folgt der beschriebene Ablauf.

Essen: Marshmallows am Feuer
Zielgedanke

Der Abend klingt in entspannter Atmosphäre aus und es gibt Zeit für Fragen.

Zeit: offen
Gelände: Lagerfeuerstelle
Material: Marshmallows, Stöcke, evtl. pro Person 1 Schnitzmesser, Mitnahmekarten

Aufbau

Falls keine Stöcke aus den vorherigen Einheiten vorhanden sind, schnitzen sich die Teilnehmenden die Stöcke selbst.

Verlauf

Nach einiger Zeit kann die Stille beendet werden und Zeit für Gespräche und das Grillen von Marshmallows am Feuer sein. Es sollte eine herzliche Einladung ausgesprochen werden, die Mitarbeitenden anzusprechen. Wenn es sich ergibt, kann gemeinsam oder für Einzelne gebetet werden. Wo es passt, können Mitarbeitende auch gezielt das Gespräch mit den Teilnehmenden suchen, die einen ersten Schritt gewagt haben.

Lernimpuls/Transfer

Gerade nach der intensiven Zeit während des Gemeinschaftsmahls kann es für die Teilnehmenden hilfreich sein, in einer ungezwungenen Atmosphäre das Gespräch zu suchen oder für sich beten zu lassen.

Mitnahmekarte

Die Mitnahmekarte steht als Download zur Verfügung oder kann im Set bestellt werden.

Bibelvers aus der Geschichte

Dann werde ich den Vater um etwas bitten:
Er wird euch an meiner Stelle
einen anderen Beistand geben,
einen, der für immer bei euch bleibt (Joh 14,16).

Kerngedanke

Durch den Heiligen Geist ist Gott immer bei dir und hilft dir, dich im Leben zurechtzufinden.

Fragen zum Weiterdenken für die Nacht

  • Was hilft mir, mich im Leben zurechtzufinden?
  • Was ändert sich für mich, wenn Gott wirklich immer bei mir ist?
  • Wo im Leben wünsche ich mir, dass Gott mich durch seinen Heiligen Geist leitet?

Die Teilnehmenden nehmen die Karten mit an ihren Schlafplatz und werden ermutigt, sich mit den Fragen auseinanderzusetzen.

Aktion: Lonely Night
Zielgedanke

Die Teilnehmenden schlafen eine Nacht allein im Wald und können somit sich, Gott und die Natur auf besondere Weise erleben.

Zeit: 1 Nacht
Gelände: zuvor gewählter Schlafplatz mit aufgebautem Biwak
Material: pro Person 1 Schlafsack, 1 Isomatte, zuvor aufgebautes Biwak; Variante: Zelte

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Die Teilnehmenden gehen nach dem Gemeinschaftsmahl zu ihren selbst gebauten Nachtlagern und verbringen dort die Nacht bis zum Frühstück. Sie bekommen den Auftrag, am nächsten Morgen etwas (z. B. einen Naturgegenstand) von ihrem Nachtlager mitzubringen, das ihre Zeit dort beschreibt.

Variante

Wird die Variante im Zelt gewählt, gehen die Teilnehmenden in ihre Zelte.

Lernimpuls/Transfer

Zum Ende des Tages dürfen die Teilnehmenden eine vermutlich ganz neue Erfahrung machen und die Nacht allein, mit etwas Entfernung zu den anderen, im Wald verbringen. So haben sie die Möglichkeit, nachzudenken und sich selbst zu begegnen.


[1] Sehr zu empfehlen ist das Topographische Kartenwerk der Landesämter der jeweiligen Bundesländer. Diese Karten haben immer den Maßstab 1:25.000 und tragen eine vierstellige Nummer entsprechend der Region, die sie abbilden.

jugonet im Gespräch mit Weida und Mohns.

Mateo, Martin, ihr seid Pfarrer und Musiker – wie kam es zu eurem neuen Projekt und was hat das mit Aufbruch zu tun? Das stimmt, wir sind Pfarrer und Musiker. Deshalb hatten wir schon oft die Aufgabe, auch alte Choräle in moderne musikalische Settings einzubauen. Mal haben wir nur einzelne Stücke gebraucht, mal sind da ganze Projekte draus entstanden. Und auch, wenn es nicht immer einfach ist, diese alten Stücke für unsere Popmusikohren zu übersetzen, haben wir eigentlich immer gemerkt: das lohnt sich! Denn oft haben diese Lieder inhaltlich super viel zu bieten. Damit sie aber auch wieder unser Herz anrühren, arrangieren und interpretieren wir sie so, dass sie zu uns ins 21. Jahrhundert passen. Mit Aufbruch hat das auch ganz schön viel zu tun. Denn im besten Fall bricht man ja nicht Hals über Kopf auf, sondern hat einen Proviant bei sich. Die alten Choräle kann man als den Proviant bezeichnen. Den nehmen wir mit und verarbeiten ihn weiter in etwas Neues. Und im besten Fall entsteht daraus etwas, das uns und anderen auf dem Weg Kraft und Hoffnung gibt.

Wo braucht Kirchenmusik vielleicht einen neuen Aufbruch? Das ist eine spannende Frage. Da gibt es ja einmal die klassische Kirchenmusik. Auch die bedeutet vielen Menschen noch sehr viel und es geht für uns auch nicht um die Frage, was „besser“ oder „angesagter“ ist. Aber wir glauben, dass Kirchenmusik eben mehr ist als das althergebrachte. Denn wenn wir wollen, dass Kirche relevant ist, muss es auch die Musik in der Kirche sein. In den letzten Jahren ist da viel passiert. Neue Bands und Künstler*innen schreiben neue Songs und in vielen Gemeinden entstehen Musikteams, die ihre Gemeinden bereichern, sich ausprobieren und auf vielen Ebenen gefördert werden können. Wir wünschen uns, dass diese Entwicklung weitergeht und es immer selbstverständlicher wird, dass in unseren Gottesdiensten auch Popmusik vorkommt.

 Welche Lieder wählt ihr warum aus? Bei den Choral Sessions haben wir Lieder aus dem gesamten Kirchenjahr ausgewählt. Uns war es wichtig, die thematische und inhaltliche Bandbreite alter Choräle aufzuzeigen und für jede Zeit im Jahr mindestens ein Lied bereitzustellen. Dazu haben wir uns bewusst für sehr alte Lieder entschieden. Die sind nämlich lizenzfrei nutzbar und so können unsere Versionen problemlos genutzt werden – ob als Video, als Song oder selbst von der Band vor Ort gespielt.

Wir, als jugonet, kümmern uns ja um Jugendgottesdienste. Da spielt Musik eine große Rolle. Habt ihr Tipps (generell und für den Einsatz alter Choräle)? Ein Tipp, der so selbstverständlich klingt, dass man ihn nicht immer auf dem Schirm hat: überlegt euch: welche Songs passen inhaltlich zu unserem Gottesdienst und welche heute vielleicht nicht. Vielleicht gibt es ja sogar einen aktuellen Radiosong, der zum Thema passt und eingebaut werden kann. Speziell für die Choräle kann man sich überlegen: wie kriegen wir den so arrangiert und gespielt und platziert, dass er nicht wie ein Fremdkörper wirkt? Dazu sollen unsere Arrangements auch inspirieren.

Hilft Musik rauszugehen, aufzubrechen? Auf jeden Fall! Manchmal erleben wir das über einen Text, der uns auffordert oder Mut macht, aktiv zu werden und die Welt mitzugestalten oder der mir die Schönheit von Gottes Schöpfung vor Augen malt. Und manchmal ist es auch einfach die Musik, die so pumpt, dass ich gar nicht anders kann, als mich von dieser Energie mitreißen zu lassen. Wir glauben: wo Menschen aufbrechen, da ist auf jeden Fall ein guter Soundtrack am Start!

Passend zu Pfingsten findet sich hier eure Interpretation von „Heiliger Geist, kehr bei uns ein“:

Vielen Dank für das Gespräch. Mehr zu euch und euren Liedern findet sich hier: https://www.weidaundmohns.de/

Der gottesdienstliche Komplettentwurf beginnt an einem vereinbarten Treffpunkt. Dann geht man gemeinsam auf einen Rundweg. Am Start, an drei Zwischenhalten und am Ziel gibt es Impulse und damit verbundene Gesprächsphasen. Der Weg endet am Ausgangspunkt. Der Gottesdienstentwurf richtet sich an ältere Jugendliche, junge Erwachsene, bei denen größere Veränderungen im Leben anstehen oder die schon Veränderungen erlebt haben.

Vorbereitung

Benötigtes Material

  • Bildmotive zum Thema Aufbruch / Abschied / Umzug. Für jede Mitfeiernde soll ein Bild zur Verfügung stehen. Dabei können Motive mehrfach verwendet werden. (Tipp: Entsprechende Postkarten sammeln oder in lizenzfreien Bilder-Datenbanken nach passenden Bildern suchen, diese dann ausdrucken bzw. entwickeln lassen)
  • Bibeltext 1. Mose 11,27-12,7: entweder Bibeln mitnehmen oder den Text als Kopie zur Verfügung stellen (empfohlene Übersetzung: Neues Leben). Eine Kopiervorlage für einen persönlichen Reiseführer mit Bibeltexten und Fragen kann hier heruntergeladen werden.
  • Ermutigende Bibelverse auf kleinen Zetteln in einem Korb. Entweder selbst ausdrucken oder im Internet bestellen. Als Bibelverse eignen sich z.B. Mt 28,20; Jos 1,9; Joh 16,33; Jes 43,1; Röm 8,38-39; etc.

Passende Lieder
Da der Gottesdienst unterwegs stattfindet, ist eine Gitarre zur Liedbegleitung empfehlenswert.

  • Unterwegs mit Gott (DAS LIEDERBUCH 123)
  • Show me Lord (LB 9)
  • Herr, wohin sonst sollten wir gehen (LB 12 / Feiert Jesus 4, 99)
  • Wege vor mir (LB 122 / Feiert Jesus 4, 186)
  • Du stellst meine Füße auf weiten Raum (LB 125)
  • Ein Leben, gegeben (Feiert Jesus 2, 182)
  • Dass die Sonne jeden Tag (Wo wir dich loben 15)
  • Der Herr segne dich (Ob du ausgehst oder heimkommst) (Feiert Jesus 4, 182)

Ablauf

Begrüßung und Gebet

Lieder

Aufbruch: Wir gehen los    

Anmoderation: Wir machen uns jetzt gemeinsam auf den Weg. Im Wechsel folgen Bibeltexte, Impulse und ein Stück weg. Manchen Weg gehen wir allein, andere zu zweit. Ob du was aus- oder ansprechen willst, ist deine Sache, und Fragen können auch übersprungen werden – einfach, wie es für dich passt. 
Wir beginnen mit einem Text aus der Bibel, der uns von einer Familie erzählt. 

A) Ur – Jeder Mensch hat eine Geschichte (Station 1)

Gemeinsam den Bibeltext lesen (1. Mose 11,27-30)
Dies ist die Geschichte von Terach und seiner Familie. Terach war der Vater von Abram, Nahor und Haran; und Haran hatte einen Sohn namens Lot. Doch Haran starb noch vor seinem Vater Terach in seiner Heimat Ur in Chaldäa.  Abram und Nahor heirateten. Abrams Frau hieß Sarai und Nahors Frau Milka. Sie war die Tochter seines Bruders Haran und die Schwester von Jiska. Doch Sarai konnte keine Kinder bekommen.

Impuls
Abraham kommt aus Ur in Babylonien, dem heutigen Irka. Ur ist eine sehr große Stadt. Abraham ist Teil einer Großfamilie. Der Stammbaum zeigt das. Abrahams Familie – eine ganz normale Familie? Wer genau liest, merkt Besonderheiten. Wer genau liest, sieht die „Dochs“:
„Doch Haran starb noch vor seinem Vater Terach“ (V. 28). Schlimm, wenn ein Kind vor seinen Eltern stirbt. Schlimm, wenn Verlust Familien belastet. Wenn jemand weggeht. Wenn jemand stirbt. 
„Doch Sarai konnte keine Kinder bekommen“ (V. 30). Auch das war schlimm. Etwas Wichtiges fehlt. Etwas, das sich Sarai so sehr wünscht. Da ist eine Lücke.

Wir alle haben eine Familie, zu der wir gehören. Eine Heimat, wo wir heimkommen. Das prägt uns. Vieles läuft da glatt und erfreulich, manches stellt sich quer – die „Dochs“ unserer Lebensgeschichte: 
doch er blieb in der 10. Klasse sitzen. …doch ihre Eltern trennten sich, als sie 12 war. …doch er konnte nie mit auf Sommerfreizeiten fahren. …doch sie hatte eine Gehbehinderung. 

Erster Wegabschnitt – zu zweit
Was bedeutet für dich Familie? 
Was ist dir an deiner Familie wichtig? 
Wo nervt dich etwas an deiner Familie? 
Wo stößt du auf „Dochs“?

B) Los geht´s – Aufbrechen hat seinen Preis (Station 2)

Gemeinsam den Bibeltext lesen (1. Mose 11,31a)
Terach nahm seinen Sohn Abram, seine Schwiegertochter Sarai und seinen Enkel Lot, das Kind seines Sohnes Haran, und verließ Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu ziehen. ImpulsTerach bricht mit seiner Familie auf. Sie haben ein Ziel: Kanaan. Das ist ganz schön weit weg. Abraham ist Teil des Aufbruchs. Er, seine Frau und sein Neffe Lot gehen mit. Ob freiwillig, wissen wir nicht. Wenn jemand aufbricht, dann gibt es einen Grund. Der Grund für den Aufbruch Abrahams wird aber nicht gesagt. Konflikte? Gottes Reden? Sehnsucht nach etwas Neuem? Es bleibt offen… Jeder Auf-Bruch ist auch ein Bruch: Man lässt etwas hinter sich. Etwas bricht ab. Deswegen kann es schwerfallen, aufzubrechen – es kostet etwas. 

Mein Bild zum Aufbruch

Die Bilder zum Aufbruch liegen an der Station ausgebreitet auf dem Boden, so dass die BesucherInnen um die Bilder herumgehen können. Jede und jeder soll sich eins aussuchen, das ihn und sie anspricht (das kann positiv oder negativ sein). 

Zweiter Wegabschnitt –  zu dritt
Geht den Wegabschnitt zu dritt zusammen und stellt euch nacheinander euer Bild vor: 
Was spricht dich daran an? 
Was gefällt dir, was gefällt dir nicht? 
Kommen Ängste in den Blick?

C) Niedergelassen – Leben in der Gegenwart (Station 3)

Gemeinsam den Bibeltext lesen (1. Mose 11,31b-32)
Als sie jedoch nach Haran kamen, ließen sie sich dort nieder. Terach lebte 205 Jahre und starb in Haran.

Impuls 
Der Weg endet in der Türkei, nahe der Grenze zu Syrien. In Haran lassen sie sich nieder. Und nicht für einen Zwischenstopp, nein, dort werden sie sesshaft. Vom ursprünglichen Plan wird abgerückt. Hier ist‘s gut sein, hier bleiben wir. Und das stimmt: Abraham und seiner Familie geht es gut in Haran. Sie finden eine neue Heimat. Sie gehen ihrer Arbeit nach. Die Herden versorgen, sich um die Familie kümmern. Und vielleicht ist da auch noch das Gefühl, dass das Bisherige noch nicht alles gewesen sein soll.

Dritter Wegabschnitt – Fragen an dich allein
Wenn du aktuell auf dein Leben schaust: 

  • Mit was bist du zufrieden? 
  • Was hat sich eingespielt und macht dir Freude?

D) Segen – Neu in Bewegung kommen (Station 4)

Gemeinsam den Bibeltext lesen (1. Mose 12,1-3)
Dann befahl der Herr Abram: »Verlass deine Heimat, deine Verwandten und die Familie deines Vaters und geh in das Land, das ich dir zeigen werde! Von dir wird ein großes Volk abstammen. Ich will dich segnen und du sollst in der ganzen Welt bekannt sein. Ich will dich zum Segen für andere machen. Wer dich segnet, den werde ich auch segnen. Wer dich verflucht, den werde ich auch verfluchen. Alle Völker der Erde werden durch dich gesegnet werden.«

Impuls
Abraham lebt seinen Alltag. Einfach ganz normal. Wie immer. Da bekommt er einen Impuls von außen. Wie das Reden war, wissen wir nicht: ob im Traum, als Stimme oder als Gefühl.
„GEH!“ Verlasse deine Heimat! – eine heftige Aufforderung. Brich auf aus der Komfortzone, raus aus dem Gewohnten. Mach dich auf den Weg! „Geh in das Land, das ich dir zeigen werde!“ Das Ziel ist noch offen. Da ist keine Sicherheit, keine Garantie. Doch der Impuls deckt sich mit dem eigenem Wunsch: Wollte ich nicht schon früher woanders hin? 
Und da war bei aller Unsicherheit ein großer Zuspruch: „Ich will dich segnen.“  Ich will, dass es dir gut geht, wenn du jetzt aufbrichst. Ich werde mit dir sein. 
Ich werde mit dir Geschichte schreiben. Dein Leben wird folgenreich sein für andere.Geh! Du musst dich trauen!

4. Wegabschnitt – zu zweit
Wie geht es Abraham wohl mit Gottes Botschaft?
Wer kann dir einen Impuls von außen geben? Gott? Freunde? Familie?
Wo steht dir ein Aufbruch bevor? 
Was macht dir dabei Lust, was Angst?

E) Aufbruch und Ankunft Kanaan – Neues wagen (Station 5)

Die letzte Station ist wieder beim Ausgangspunkt. In einem Körbchen liegen ermutigende Bibelverse zum Ziehen. Mitarbeitende stehen bereit, um die Teilnehmenden mit einem kurzen Wort zu segnen.

Gemeinsam den Bibeltext lesen (1. Mose 12,4-7)
Abram machte sich auf den Weg, wie der Herr es ihm befohlen hatte. Und Lot ging mit ihm. Abram war 75 Jahre alt, als er Haran verließ. Auf den Weg nach Kanaan nahm er seine Frau Sarai, seinen Neffen Lot und alles, was sie besaßen, mit samt ihrem Vieh und ihren Sklaven und Sklavinnen, die sie in Haran erworben hatten. So erreichten sie schließlich Kanaan. Sie zogen durch Kanaan und kamen zur Eiche More in der Nähe von Sichem. Damals war das Gebiet von den Kanaanitern bewohnt. Da erschien der Herr Abram und sprach: »Ich werde dieses Land deinem Nachkommen geben!« Und Abram baute dort dem Herrn, der ihm erschienen war, einen Altar und betete den Herrn an. 

Impuls
Abraham vertraut Gott und bricht auf. Abraham lässt vieles hinter sich. Das gehört dazu. Wer aufbricht, lässt auch etwas zurück. Wer öfters umzieht, weiß: Umzug heißt Ballast loswerden.
Aber: Aufbrechen heißt, nicht alles hinter sich lassen.
Wer mit Gott leben will, muss nicht alles Vertraute hinter sich lassen. Es geht vielmehr darum, Gott zu vertrauen. Zu vertrauen, wenn ich merke, etwas Neues ist dran. Es ist dran, gespurte Straßen zu verlassen und unbetretene Wege zu gehen. 
Das kostet Mut. Aber die Zusage Gottes gilt auch uns: Er geht mit. Gott ist das Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft. Gott begegnet Abraham in Kanaan. Er merkt: Gott ist schon da. Er begleitet ihn, aber er geht auch schon voraus.
Der Aufbruch gehört zu unserem Leben. Es gibt kein Leben, das immer bleiben kann, wie es ist. Darin liegt aber auch Angst für die, die jetzt glücklich und zufrieden sind und ihr Leben so behalten wollen, wie es im Moment ist. Darin liegt Trost für die, die aufbrechen wollen, deren Leben sich verändert und die sich auf Neues freuen. Darin liegt Freude für die, die etwas ändern wollen.  „Es bleibt alles anders“ – singt Grönemeyer vor vielen Jahren. Zum Glück ist eines konstant: Gott geht mit. 

Welchen Aufbruch willst du wagen? 
Was verändert sich, wenn du weißt, dass Gott dich am neuen Ort schon erwartet?

Bei den nächsten Liedern kannst du dir einen ermutigenden Bibelvers ziehen. Als Zuspruch Gottes für deinen Aufbruch. Genieße ihn zunächst in der Stille, beim Zuhören, beim Mitsingen als persönliches Wort Gottes an dich. Und wenn du dann magst, kannst du dich von einer Mitarbeiterin / einem Mitarbeiter segnen lassen. 

Liedblock 
(s. oben, eher vorzutragen, als dass alle singen; evtl. mit Segnungen)

Gebet und Vaterunser

gemeinsames Segenslied (s. oben)

Segen

(Ausklang)

Wir sehnen uns vermutlich alle nach dem Ende des Lockdowns. An vielen Orten habe ich das Gefühl, dass man sich auf den Moment freut, endlich wieder normal Jugendarbeit machen zu können. Das verstehen wir sehr gut.

Wir haben nach Ideen gesucht, um wieder den Kontakt zu Kindern, Teenagern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufzunehmen, der unter der letzten Zeit gelitten hat. Ideen, um die kontinuierliche Gruppenarbeit präsent wiederaufzunehmen! Lass dich von den Ideen inspirieren:

Ideensammlung

Online kochen
Vorher eine Liste an die Teens schicken, was sie alles besorgen müssen.
Beim Teenmeeting via Zoom & Co kocht dann jede(r) in der eigenen Küche. Eine schöne Aktion, kurz bevor reale Treffen wieder möglich sind.

Love-Challenge
Die Namen aller Gruppenmitglieder kommen in einen Lostopf und jede Woche werden daraus zufällige Paare gezogen.
Diese müssen dann eine vorher festgelegte Aufgabe erfüllen, welche die Gemeinschaft stärkt (z. B. Karte schreiben, Essen vorbeibringen, Spaziergang und Gebet, drei Tage Bibellesen und Verse austauschen …).

Tütchen-Runde
Alle 14 Tage verteilen wir Mitarbeiter/-innen den Kindern persönlich Tütchen an ihrer Haustüre zur gewohnten Jungscharzeit. In dem Tütchen befindet sich Material, das sie für Jungschar per Zoom oder eine andere Aktion (z. B. großes Puzzle am Gemeindehaus) benötigen. Die Methode mag auch nach Ende des Lockdowns hilfreich sein, um die Kinder wieder neu zu Präsenzveranstaltungen einzuladen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Spaziergänge mit Einzelnen
Einmal pro Woche mit einem Teilnehmer oder Mitarbeiter spazieren gehen, um den Kontakt nicht zu verlieren und die Einzelnen besser kennenzulernen.

Besuche
Worüber sich die Kinder mega gefreut haben, war, als wir Mitarbeiter sie persönlich zu Hause besucht haben und ihnen eine Kleinigkeit zum Basteln (mit einer Andacht verknüpft) mitgebracht haben. Wir sind einfach vor der Eingangstür stehen geblieben (mit Maske und allem Weiteren). Wir haben uns einfach mit den Kids unterhalten. Es war wunderbar, ihre leuchtenden Augen zu sehen.

Dorf- /Stadtrallye
Den Kindern am Gemeindehaus einen Briefkasten hinstellen, bei dem sie einen Briefumschlag mit Bildern und einem Stationen-Laufzettel finden. Cool ist da auch noch, den Kids einen persönlichen Gruß zu schreiben. Auf den Bildern sehen die Kinder wichtige / bekannte Gebäude (Schule, Rathaus, Freibad, Kino, …) zu denen sie leicht finden. An den jeweiligen Stationen finden sie etwas versteckt eine Dose/Kiste/Folie mit einem Stempel. Wer von den Kids zur nächsten Jungschar 6 oder mehr Stempel mitbringt, bekommt einen tollen Preis.

Osterpakete / Osternest
Osternest bauen und den Nachbarn bringen
siehe Osterpaket Anscheiben + Druckvorlage 2020.pdf

Familien-/Straßenfest
Ob mit Hüpfburg, Bauklötzaktion oder was eure Infrastruktur zu bieten hat. Ein Fest, bei dem das Wiedersehen = Beziehungs(neu)aufbau im Vordergrund stehen soll.

Wochenendfreizeit
Mit „Special“-einladung an alle vorherigen Teilnehmer und den Freundeskreis. Eignet sich ideal, um intensiv die Beziehungen aufleben zu lassen.

Kidsday-Rallye
Die Idee ist, den Kidsday in Form einer Rallye durch Stadt, Wald, Felder zu veranstalten. Dafür gibt es einen vorgegebenen Weg mit verschiedenen Stationen, den je nachdem, was die Corona-Beschränkung erlaubt, einzelne Familien oder auch Kleingruppen mit Mitarbeitern machen können. Thema ist die biblische Geschichte mit dem Mauerfall in Jericho und soll den Kindern die Botschaft zu Vertrauen, Durchhalten und Beten vermitteln. Bei den Stationen haben wir uns angelehnt an Action, biblische Geschichte, Bastelaktion, Gebet, Quiz/Rätsel, Fotorallye und so weiter.

WhatsApp-Gruppe für Kleinkind-Mamas
Kleinkinder (1-5 Jahre): Hier gibt es bei uns eine WhatsApp-Gruppe, in der die Mitarbeiterinnen alle zwei Wochen Ideen für die Kinder rumschicken: Lied, Bastelidee, Geschichte z. B. mit Playmobilmännchen … sowie einen kleinen Input für die Mamas. So kann der Kontakt gehalten werden.

Gebet für KiGo-Kinder
Im Kindergottesdienstteam wird für die einzelnen Kinder gezielt gebetet.

Geschichte auf YouTube
Im Advent hatte das Team eine Adventskalendergeschichte auf Video aufgenommen, und jeden Tag wurde auf YouTube ein neuer Teil der Geschichte freigeschaltet. So könnte man es genauso die letzten Tage/Wochen, bis ein Wiedersehen möglich ist, machen. Geht natürlich auch per Messenger.

Bring and Share Barbecue/Brunch
Öffentlich in einem Park evtl. mit Unterstützung der Ortsgemeinde das erste Mal wieder Gemeinschaft feiern. Sofern möglich kann man Essen teilen. Falls die Regeln noch zu streng sind, könnte es auch ein bring&share in Bezug auf Erfahrungen (gute, schlechte, witzige) der Coronazeit sein.

Open Stage Corona Battle
Öffentlicher Wettbewerb in verschiedenen Kategorien: Tanz (#Jerusalema), Poetry Slam, Rap, Storys der besten Onlinestreiche, home workout. Vorschlag Themenrichtung: Was nehmen wir aus dieser Zeit mit und was vergraben wir am liebsten. Abschließende Beerdigung von Zetteln mit den Lasten der Coronazeit.

Pudding essen
Jedem Teenie ein Päckchen Pudding zukommen lassen, den er/sie bis kurz vorm Teenkreis selbst kochen soll. Dann gemeinsam im Online-Teenkreis Pudding essen.

In der Datei im Anhang findet ihr noch, von wem die Ideen sind und für welche Zielgruppe sie geeignet ist.

Hier weitere Artikel auf JO die gut passen:

Bevor es losgeht:

Gebetsspaziergang:

Komm so wie du bist:

Ortssafari – Lerne deinen Ort kennen:

Events zum Loslegen:

Kleidertauschparty:

Secret Places:

Lobpreisabend mit Stationen

Grill a Christian:

Cyclig Dinner:

Abendmahl mit Teens feiern:

Das perfekte Dinner:

Krimidinner:

u.a. Corona-Zeit thematisieren:

70×7 Die Herausforderung der Vergebung:

Suche Frieden und jage ihm nach:

Anderen von Jesus erzählen und neue Leute erreichen:

Begeistert andere Einladen:

Events? Braucht es die überhaupt?:

Streetchallenge:

Vom Angsthasen zum Botschafter:

Outreach-Abend:

Wenn Leute neu sind:

  1. Begegnung mit Jesus:

Speedmeeting:

Schon wieder eine Passionszeit in der Corona-Pandemie und unter vielen, verschiedenen Einschränkungen. Vieles geht gerade nur digital und virtuell. Das weckt Sehnsucht nach Glaubenserfahrungen mit allen Sinnen. Dazu gibt es Interviews, Grundsatzartikel, eine ganze Osterbox mit viel Material, Andachten und andere Bausteine, um in dieser Passionszeit – und vielleicht darüber hinaus Gottesdienste und Glauben mit Herz, Hand, Haut und Haar zu feiern und zu leben!

Wie geht’s dir eigentlich – wirklich? Es macht Sinn, dass ihr euch in eurer Gruppe oder eurem Team immer wieder ausführlich Zeit nehmt, das zu reflektieren. Fragt euch: wie geht es euch gerade – ganz persönlich und mit eurer Rolle und euren Aufgaben in der Gruppe? Damit auf diese Frage nicht nur gelangweilte Ein-Wort-Antworten kommen empfehlen wir euch zur Abwechslung mal einen „Körperbetonten“ Ansatz: nämlich mit Sprichwörtern, die sich auf verschiedene Körperteile beziehen.

Wenn ihr Zeit habt steigt mit einer Körperübung ein. Das hilft euch, innerlich anzukommen und besser wahr zu nehmen, wie es euch geht. Eine Übung, die dafür super geeignet ist, findet komplett fertig im Anhang!

Für die eigentliche Wie-geht’s-mir-Runde teilt ihr allen Teilnehmenden einen Körperumriss mit Fragen aus (siehe Vorlagen). Falls ihr euch online trefft könnt ihr diese Grafik auch per Screensharing mit allen teilen.

Jetzt hat jede*r für sich Zeit, den Fragen nach zu spüren und Stichwörter zu notieren. Es geht nicht darum, möglichst überall was auszufüllen; sondern ihr sollt euch von den Aussagen inspirieren lassen und das vertiefen, was euch grade „unter den Nägeln brennt“ 😉

Danach entscheidet jede*r für sich, welche der aufgeschriebenen Sachen er bzw. sie mit der Gruppe teilen möchte. Denn es ist ja gut möglich, ich auch Dinge notiert habe, die mich beschäftigen, aber über die ich (gerade) nicht sprechen möchte.

Jetzt macht ihr eine Runde und stellt der Reihe nach euren Körperumriss vor. Die anderen höre zu und dürfen Verständnisrückfragen stellen.

Wenn ihr die Übung als reine „wie-geht’s-mir-Runde“ macht könnt ihr sie an dieser Stelle beenden, indem ihr zum Beispiel folgendes Gebet sprecht:

Guter Gott,

wir sind jetzt hier.

Mit allem, was uns beschäftigt, was uns freut, ärgert und Sorgen macht.

Du kennst uns. Du weißt, wie es uns geht.

Danke, dass bei dir alles gut aufgehoben ist.

Danke, dass wir uns heute treffen können.

Segne uns und gehe mit uns in diese Zeit.

Amen

Wenn ihr die Übung nutzen möchtet, um euch als Team zu reflektieren, folgt jetzt erst noch ein anderer Schritt. Tauscht euch über das aus, was ihr gehört und wahrgenommen hat. Worauf möchtet ihr reagieren, was ist euch aufgefallen? Wo gab es Überschneidungen und Mehrfachnennungen? Wo wird der selbe Sachverhalt unterschiedlich bewertet? Wo hat jemand Bedarf nach Hilfe oder Veränderung signalisiert und wie können wir dem nachkommen?

Erst wenn das geklärt ist könnt ihr in die weiteren Planungen einsteigen.

Jetzt noch ein Hinweis zu den Vorlagen für diese Wie-geht’s-mir-Reflexion:

Hier auf JO gibt es vier Vorlagen:

  • Vorlage 1 zeigt einen „neutralen“ Körperumriss mit verschiedenen Aussagen zu den einzelnen Körperteilen und ist fertig zum Verwenden
  • Vorlage 2,3 und 4 sind nur Körperumrisse. Hier könnt ihr euch aussuchen, welcher euch am besten gefällt, und ihn mit eigenen Aussagen beschriften. Wenn ihr euch zum Beispiel noch nicht gut kennt, könnt ihr Aussagen ergänzen, die dazu einladen, mehr Geschichten aus dem eigenen Leben zu erzählen, zum Beispiel: „Mit dieser Aktion bin ich mal richtig auf die Nase gefallen“, „da hatte ich zum ersten Mal Schmetterlinge im Bauch“ oder „bei dieser Sache habe ich zwei linke Hände“. Mehr passende Sprichwörter rund um Körperteile findet ihr im Internet – oder ihr sammelt einfach mit den Teilnehmenden gemeinsam welche, bevor ihr mit der Übung startet.
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