Geocaching

Eine Schatzsuche mit GPS-Gerät.

Material: 1 GPS-Gerät pro Gruppe, 1 Blatt mit Koordinaten pro Gruppe, 1 Schatz/Aufgaben, ggf. Handy-/Digitalkameras

Beschreibung

Jeder Punkt auf der Erde ist mit Koordinaten eindeutig zu finden. Mithilfe von GPS-Geräten oder mit GPS-fähigen Smartphones und einer passenden App (z. B. www.cgeo.org) bekommt man beim Laufen die Richtung und den Abstand vom Ziel gezeigt. Die Koordinaten werden entweder zu Fuß mit einem Gerät erhoben oder auf einer digitalen Weltkarte.

Am Ziel findet man entweder einen Schatz oder eine Aufgabe, die zu einem Rundlauf führt. Für einen Rundlauf hinterlässt man noch die nächsten Koordinaten. Man kann auch alle Koordinaten auf einen Laufzettel schreiben.

Variante

Als Schnitzeljagd: Eine Gruppe bekommt einen Vorsprung und muss alle 20 Minuten per Handy die aktuellen Koordinaten durchgeben.

Anwendungsbeispiel

Jugendliche bauen Landart-Kunstwerke (s. Methode Landart) zum Thema Schöpfung an vordefinierten Orten, besuchen anschließend die entstandenen Kunstwerke der anderen Gruppen und machen Fotos davon.

Tool Pool ist eine in ihrer Themen-, Methoden- und Einsatzvielfalt einmalige Sammlung bewährter und neuer Methoden für das inhaltliche Arbeiten mit jungen Menschen. Für alle, die diese Arbeit methodisch abwechslungsreich gestalten und damit zu einer neuen Tiefe führen wollen.

Gemeinsam über zentrale Fragen der Theologie nachdenken.

Material: Texte aus der Bibel, Theo-Kartei (s. „Tool-Pool_Theologisieren.pdf“ im Downloadbereich)

Beschreibung

Theologie ist nicht nur eine Wissenschaft, die an Universitäten gelehrt wird, jeder Mensch, schon jedes Kind hat eine eigene Theologie und legt sich Antworten auf die großen Fragen nach Gott und der Welt zurecht. Dass diese Theologien nicht minderwertig sind, sondern Ausdruck einer eigenständigen Denkwelt, ist die Grundthese der sogenannten Kinder- und Jugendtheologie. Es geht ihr nicht um die Vermittlung von „richtiger“ und „falscher“ Theologie, sondern darum, Denkanstöße zur Weiterentwicklung der eigenen theologischen Gedankenwelt zu geben.
Wenn sich die Gesprächsthemen in bestimmten Situationen nicht von allein ergeben, hilft es, Anstöße zu geben:

  • Bibeltexte (z. B. Wundergeschichten oder Texte, in denen es um Aussagen über Gott, die Schöpfung und die jenseitige Welt geht)
  • (Kurz-)Filme
  • Religionskritische Texte

Ziel ist die Beschäftigung mit den großen Fragen der Theologie, die über die Jahrhunderte immer wieder neu bedacht wurden:

  • Gott: Wie ist er, was kann er, wie kann man ihn denken? Wie erfahren wir von ihm? Führt er uns durchs Leben? Hat er die Welt erschaffen?
  • Theodizee: Warum gibt es das Leid? Lässt Gott es zu? Hat es einen Sinn? Warum leiden auch gute Menschen?
  • Glaube : Was ist das und warum glauben Menschen? Was ist der Ursprung der Religion? Wie verhält er sich zu den Naturwissenschaften?
  • Bibel: Wie muss man sie verstehen? Wie kann sie „Gottes Wort“ sein?
  • Tod und ewiges Leben: Wie geht es nach dem Tod weiter? Was bedeutet Ewigkeit?
  • Jesus und Heiliger Geist: War Jesus Gott? Wie wirkt Gottes Kraft in uns?

(Nach: Freudenberger-Lötz, Petra: Theologische Gespräche mit Jugendlichen. Erfahrungen – Beispiele – Anleitungen. Ein Werkstattbuch für die Sekundarstufe, Kösel/Calwer, München/Stuttgart 2012.)

Anwendungsbeispiel

Die Theo-Kartei (s. Downloads), die Herbert Kolb mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt hat, bietet zahlreiche Impulsfragen, um ins Gespräch zu kommen. Jede/jeder ist reihum dran, deckt eine Karte auf und sagt ehrlich ihre/seine Meinung zu dieser Frage. Andere aus der Gruppe dürfen auch ihre Ansicht sagen. Die Leitung fragt gezielt nach: „Wie stellst du dir das vor?“ „Wie bist du zu dieser Überzeugung gekommen?“

Die Silhouette eines Kopfes oder Gegenstandes wird in Papierform verewigt.

Material: 1 helle Lampe oder Overheadprojektor, weißes Papier, schwarzes Tonpapier, Scheren, Kleber, 1 Beamer, 1Computer

Beschreibung

Der Scherenschnitt ist eine uralte Kulturtechnik, die die Chinesen zur Meisterschaft gebracht haben. An einer Wand wird ein großes, weißes Papier angebracht. Darauf wird der Kopf im Profil projiziert und mit Bleistift umrandet. Die Bleistiftzeichnung schneidet man mit einer guten Schere aus und befestigt sie auf dem schwarzen Tonpapier.
Da das Abzeichnen des Schattens seine Zeit braucht, ist es gut, mehrere Lichtstationen zu haben oder den Scherenschnitt als Teil einer Stationenarbeit zu verwenden.

Variante

Mithilfe eines Overheadprojektors können Gegenstände auch gut vergrößert werden. Dafür legt man sie auf die Glasfläche.

Anwendungsbeispiel

Aus den einzelnen Scherenschnitten kann ein schönes Gruppenporträt entstehen. Zusätzlich zum Kopf gestaltet jeder noch einen Scherenschnitt mit einem Gegenstand, der für ihn typisch ist. Man kann auch geeignete Bilder aus dem Internet per Beamer projizieren und ausschneiden.

Kreatives Gestalten in der Natur und mit der Natur.

Material: Naturmaterialien der Jahreszeit, 1 Digitalkamera/Handykamera

Beschreibung

Der Ansatz der Landart setzt bei der Natur an. Naturmaterialien, landschaftliche Begebenheiten, Steine, Wasser, Licht und Schatten, Bäume und Pflanzen bilden das Ausgangsmaterial. Die Vergänglichkeit des Schaffens tritt dabei sichtbar auf, da die Kunstwerke meist in der Natur belassen werden. Der Prozess des Schaffens und das Betrachten danach stehen im Mittelpunkt. Erinnerungen in Form von Fotos bieten sich an. Möglichkeiten der Gestaltung liegen zum Beispiel im Ordnen von Farben und Formen, dem Konstruieren von Bauwerken, dem Aufgreifen von natürlichen Landschaftsbegebenheiten oder dem bewussten Umwidmen oder Umgestalten von Natur.

Anwendungsbeispiele

  • Steinbögen/Steintürme bauen
  • Schöpfer sein: Gesichter aus Schlamm an Bäume modellieren
  • Lebensbilder/Gottesbilder: Bodenbilder aus Naturmaterialien gestalten
  • Themenideen: „Wie sieht das Leben nach dem Tod aus?“, „Gott ist wie …“, „Psalm gestalten“

(nach: Güthler, Andreas / Lacher, Kathrin: Naturwerkstatt Landart. Ideen für kleine und große Naturkünstler, AT-Verlag, Baden/München 72005)

Ein Kreuz aus Einzelbildern zusammensetzen.

Material: Kreuzgerüst: 1 Holzstück 110 x 15 cm, 3 Holzstücke 30 x 15 cm, 24 Holzstücke 15 x 15 x 0,8 – 2 cm; Acrylfarben; Klarlack; Leim; Pinsel

Beschreibung

Gemeinsam wird ein Kreuz gestaltet. Vorab die Holzstücke zurechtsägen (oder im Baumarkt zurechtsägen lassen) und aus den vier Holzstücken das Kreuzgerüst zusammenleimen (s. Skizze unten).
Jede/jeder bekommt eine oder mehrere der Holzstücke und kann diese gestalten. Nach dem Bemalen sollten die einzelnen Stücke mit Klarlack überzogen werden, um sie haltbar zu machen. Zuletzt werden alle Brettchen auf das Kreuzgerüst geleimt.

Kreuzmosaik

Anwendungsbeispiel

Das gemeinsame Basteln bietet den Jugendlichen eine kreative Ausdrucksmöglichkeit ihrer Gedanken. Mögliche Themen für das Kreuz: Psalmen, Schöpfung.

Eine Art Fantasiereise, die zu einem Gebet hinführt.

Material: Gebetsmeditationen

Beschreibung

Gebetsmeditationen führen über innere Bilder hin zum freien, eigenen Gebet. Sie eignen sich gut als Anfangsritual über mehrere Wochen hinweg. Die Gruppe sitzt im Kreis, am besten mit einer liturgisch gestalteten Mitte.

Impuls: Setz dich bequem auf deinen Stuhl. Spür die Lehne, die Sitzfläche. Stell beide Füße auf den Boden. Die Hände kannst du bequem auf den Oberschenkeln ablegen. Werde ganz still und schließ deine Augen.

Der Text wird bewusst langsam und mit passenden Pausen vorgelesen. (Beispiele in: Gollsch, Dorothea: Gebetsmeditation. In: anKnüpfen update 2.1, 2014, S. 47 – 52; www.anknuepfen.de/materialien/themen/bookletsearch/Booklet/articleDetail/59.html)

Anwendungsbeispiel

Eine Gebetsmeditation zum Thema Körper:

Atme ruhig ein – und wieder aus. Ein – und wieder aus. Spürst du, wie deine Lunge sich mit Luft füllt. Wie dein Bauch sich bewegt, vor und zurück. Atmen heißt Leben. Dein ganzer Körper ist voller Leben und Energie. Geh in Gedanken zu deinen Füßen, die jetzt ruhig auf dem Boden stehen. Stell dir vor, wie du mit ihnen stehen, gehen, rennen kannst.
Du hast Arme und Hände. Schwere Lasten kannst du damit tragen und feine, kleine Bewegungen ausführen. Spürst du deine zehn Finger? Gehe sie einzeln durch und stell dir vor, was du alles mit ihnen machen kannst.
Und deinen Kopf trägst du oben. Mit deinem Gehirn denkst du, deine ganze Persönlichkeit steckt darin. Du kannst diesen Kopf anderen zuwenden, ein freundliches Gesicht zeigen oder hilfesuchend schauen. Wen möchtest du anlächeln, gerade jetzt?

Dein ganzer Körper ist ein Wunderwerk Gottes. Ich danke dir dafür, Gott, dass ich wunderbar gemacht bin, das erkennt meine Seele (vgl. Ps 139,14). Und ich glaube, dass du, Gott, mich geschaffen hast wie alle anderen Geschöpfe auch, mit Leib und Seele, mit jedem Körperteil, mir Vernunft und alle Sinne gegeben hast und sie mir auch in Zukunft erhältst.
Sage Gott jetzt, wofür du ihm dankbar bist. Falte dazu deine Hände, indem du die Finger ineinanderlegst. (längere Pause)
Mit deinem Körper kannst du fühlen. Manchmal fühlen wir auch Schmerz, spüren wir, dass die Kraft fehlt. Vielleicht tut dir gerade jetzt etwas weh. Oder denk an den letzten Schmerz, den du empfunden hast. Auch das kannst du Gott sagen. Gott hört unser Weinen und Klagen. Bring alles im Gebet vor Gott. (längere Pause)

Beende nun dein Gebet, schließe es mit Amen ab und öffne deine Hände wieder. Strecke sie nach oben so weit du kannst, öffne deine Augen wieder und komm zurück zu all den anderen in diesem Raum.

Mithilfe eines Fotos draußen bestimmte Motive entdecken.

Material: 1 Digitalkamera/Handykamera pro Gruppe

Beschreibung

Die Jugendlichen werden in kleineren Gruppen in die Natur oder in die Stadt geschickt mit dem Auftrag, bestimmte Motive zu finden und zu fotografieren. Die Fundstücke werden der ganzen Gruppe gezeigt. Anschließend bereitet man diese mit Kommentaren zu einer Multimedia-Präsentation auf.

Anwendungsbeispiele

Alle bekommen den Auftrag, Kreuze zu finden, egal ob diese etwas mit dem christlichen Glauben zu tun haben oder nicht. Es ist erstaunlich, wie viele Kreuzmotive sich finden lassen, wenn man nur genau genug hinschaut (nach: Ebinger, Thomas: Lebendige Steine. Entwurf zur Vorbereitung und Gestaltung eines Vorstellungsgottesdienstes für Konfirmandinnen und Konfirmanden. In: anKnüpfen update 4, 2009, S. 87 – 89).
Die Hälfte der Gruppen bekommt den Auftrag, Motive zu finden, die etwas mit Sterben und Tod zu tun haben, die andere Hälfte sucht Motive zum Thema Leben.
Weitere Themen: die Wunder der Schöpfung, hell und dunkel, Konsum und seine Schattenseiten, Werbung und was sie mit uns macht

Mit geschlossenen Augen begibt man sich auf eine geführte Gedankenreise.

Material: 1 Anleitungstext

Beschreibung

Eine Fantasiereise ist eine schöne Möglichkeit, bestimmte Gedanken anzustoßen. Allerdings muss man mit der Anleitung sehr behutsam sein. Eine Fantasiereise braucht das Einverständnis der Teilnehmenden.
Sie kann sitzend im Kreis (alle drehen sich nach außen) oder auch liegend durchgeführt werden. Sprache und Stimnme sind ruhig und meditativ. Nach allen neuen Aussagen werden Pausen gemacht.

Einleitung: „Setzt euch bequem auf euren Stuhl, sodass ihr Lehne und Sitzfläche ganz spürt. Stellt beide Füße auf den Boden, sodass ihr die Fußsohlen spürt. Werdet still. Schließt jetzt bitte die Augen.“ Es folgt die Reise, meist eine fiktive Geschichte, die angenehme Bilder hervorruft.
Abschluss: „Wir haben gemeinsam einen weiten Weg zurückgelegt. Kommt jetzt langsam wieder zurück in diesen Raum. Spürt eure Körper, indem ihr die Arme weit nach oben streckt. Atmet tief durch, öffnet die Augen.“
Nun kann man fragen, ob jemand von seinen inneren Bildern berichten möchte.

Anwendungsbeispiel

Eine Fantasiereise zum Thema Schöpfung, bei der die einzelnen Körperteile der Reihe nach durchgegangen werden (Beispiel: Sendler-Koschel, Birgit: Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin. In: Anknüpfen – Praxisideen, Stuttgart 22013, S. 197 f.).

Rasantes Wettrennen um zu knappe Ressourcen.

Material: 10 Spielsteine (z. B. Nüsse) pro Person

Beschreibung

Diese Methode konfrontiert die Jugendlichen mit der Situation, dass Ressourcen nicht für alle reichen. Sie können nur gewinnen, wenn sie die Ressourcen der anderen nutzen. Den Rahmen bietet der Überlebenskampf der Eichhörnchen im Winter.

Alle Eichhörnchen bekommen zu Beginn des Spiels zehn Spielsteine. Es ist Herbst, deshalb dürfen die Eichhörnchen ihre Nahrung in einem überschaubaren Gebiet im Wald verstecken, bis zu drei Spielsteine pro Versteck. Langsam wird es Winter und die Eichhörnchen müssen an die Vorräte. Es wird November und die Eichhörnchen haben nun 30 Sekunden Zeit, um drei Nüsse (= Spielsteine) bei der Spielleitung abzuliefern. Wer in dieser Zeit keine Nüsse abliefert, ist aus dem Spiel. Es folgt der Dezember mit vier Nüssen, die bei der Spielleitung abgeliefert werden müssen, der Januar mit zwei Nüssen, der harte Februar mit vier Nüssen und der März mit zwei Nüssen. Angekommen im Frühjahr gewinnen die überlebenden Eichhörnchen. Es dürfen natürlich auch fremde Nüsse abgegeben, jedoch keine in der Hand behalten werden.

Variante

Durch die Veränderung der Nussanzahl lässt sich gut das „Ungerechtigkeitspotential“ der Methode verändern bis dahin, dass fünfzehn Nüsse pro Person im Spiel sind und nur die eigene Merkfähigkeit gefragt ist.

Anwendungsbeispiel

Diese Methode lädt gerade dazu ein, im Anschluss am Thema gerechte Verteilung von Ressourcen und der damit zusammenhängenden Ungerechtigkeit weiterzuarbeiten. Als biblischer Bezug bieten sich die anvertrauten Talente (Mt 25,14 ff.) oder die Arbeiter im Weinberg (Mt 20,1 ff.) an.

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