2. Befreit!2. Befreit!

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Einheit: 2. Befreit!

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 15-30 Min.)
Materialarten: Bibelarbeit, Stundenentwurf
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Augenbinde(n), Kreppband (Klebeband), Buntes Papier (in rot ), Holzperle(n), Wolle, Kleber, Schlüsselring(e)
Bibelstelle: Markus 15
Markus 15

15

Jesus vor Pilatus

1Und alsbald am Morgen hielten die Hohenpriester Rat mit den Ältesten und Schriftgelehrten, dazu der ganze Hohe Rat, und sie banden Jesus und führten ihn ab und überantworteten ihn Pilatus. 2Und Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er aber antwortete ihm und sprach: Du sagst es. 3Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart. 4Pilatus aber fragte ihn abermals und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen! 5Jesus aber antwortete nichts mehr, sodass sich Pilatus verwunderte.

Jesu Verurteilung und Verspottung

6Er pflegte ihnen aber zum Fest einen Gefangenen loszugeben, welchen sie erbaten. 7Es war aber einer, genannt Barabbas, gefangen mit den Aufrührern, die beim Aufruhr einen Mord begangen hatten. 8Und das Volk ging hinauf und bat, dass er tue, wie er ihnen zu tun pflegte. 9Pilatus aber antwortete ihnen: Wollt ihr, dass ich euch den König der Juden losgebe? 10Denn er erkannte, dass ihn die Hohenpriester aus Neid überantwortet hatten.

11Aber die Hohenpriester wiegelten das Volk auf, dass er ihnen viel lieber den Barabbas losgebe. 12Pilatus aber antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Was wollt ihr dann, dass ich tue mit dem, den ihr den König der Juden nennt? 13Sie schrien abermals: Kreuzige ihn! 14Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er denn Böses getan? Aber sie schrien noch viel mehr: Kreuzige ihn! 15Pilatus aber wollte dem Volk Genüge tun und gab ihnen Barabbas los und ließ Jesus geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt würde.

16Die Soldaten aber führten ihn hinein in den Palast, das ist ins Prätorium, und riefen die ganze Kohorte zusammen 17und zogen ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm auf 18und fingen an, ihn zu grüßen: Gegrüßet seist du, der Juden König! 19Und sie schlugen ihn mit einem Rohr auf das Haupt und spien ihn an und fielen auf die Knie und huldigten ihm. 20Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpurmantel aus und zogen ihm seine Kleider an.

Jesu Kreuzigung und Tod

Und sie führten ihn hinaus, dass sie ihn kreuzigten. 21Und zwangen einen, der vorüberging, Simon von Kyrene, der vom Feld kam, den Vater des Alexander und des Rufus, dass er ihm das Kreuz trage. 22Und sie brachten ihn zu der Stätte Golgatha, das heißt übersetzt: Schädelstätte. 23Und sie gaben ihm Myrrhe im Wein zu trinken; aber er nahm’s nicht.

24Und sie kreuzigten ihn. Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los darum, wer was bekommen sollte. 25Und es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. 26Und es stand geschrieben, welche Schuld man ihm gab, nämlich: Der König der Juden. 27Und sie kreuzigten mit ihm zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken.

29Und die vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Ha, der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, 30hilf dir nun selber und steig herab vom Kreuz! 31Desgleichen verspotteten ihn auch die Hohenpriester untereinander samt den Schriftgelehrten und sprachen: Er hat andern geholfen und kann sich selber nicht helfen. 32Der Christus, der König von Israel, er steige nun vom Kreuz, damit wir sehen und glauben. Und die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn auch.

33Und zur sechsten Stunde kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. 34Und zu der neunten Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

35Und einige, die dabeistanden, als sie das hörten, sprachen sie: Siehe, er ruft den Elia. 36Da lief einer und füllte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr, gab ihm zu trinken und sprach: Halt, lasst uns sehen, ob Elia komme und ihn herabnehme!

37Aber Jesus schrie laut und verschied.

38Und der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. 39Der Hauptmann aber, der dabeistand, ihm gegenüber, und sah, dass er so verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!

40Und es waren auch Frauen da, die von ferne zuschauten, unter ihnen Maria Magdalena und Maria, die Mutter Jakobus des Kleinen und des Joses, und Salome, 41die ihm nachgefolgt waren, als er in Galiläa war, und ihm gedient hatten, und viele andere Frauen, die mit ihm hinauf nach Jerusalem gegangen waren.

Jesu Grablegung

42Und als es schon Abend wurde und weil Rüsttag war, das ist der Tag vor dem Sabbat, 43kam Josef von Arimathäa, ein angesehener Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete; der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. 44Pilatus aber wunderte sich, dass er schon tot war, und rief den Hauptmann und fragte ihn, ob er schon länger gestorben wäre. 45Und als er’s erkundet hatte von dem Hauptmann, überließ er Josef den Leichnam. 46Und der kaufte ein Leinentuch und nahm ihn ab vom Kreuz und wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das war in einen Felsen gehauen, und wälzte einen Stein vor des Grabes Tür. 47Aber Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Joses, sahen, wo er hingelegt war.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

In diesem Stundenentwurf geht es um die Verurteilung und Kreuzigung Jesu. Die Kinder sollen dabei erfahren, dass Jesus am Kreuz stirbt, obwohl er unschuldig war, um unsere Schuld auf sich zu nehmen.


Vorschau:

Das Ziel

Starter

Ich kann meine Schuld bei Jesus abgeben.

Checker

Es war ungerecht, dass Jesus am Kreuz sterben musste, doch er hat sich freiwillig dafür entschieden, um mir meine Schuld abzunehmen.

 

Der Text an sich

Die Gerichtsverhandlung vor dem Hohen Rat (dem jüdischen Gericht) hatte die ganze Nacht gedauert, bis schließlich am frühen Morgen das Todesurteil über Jesus gefällt wurde. Die römische Besatzungsmacht unter der die Juden zu dieser Zeit lebten, verbot es dem jüdischen Gericht jedoch ein solches Todesurteil zu vollstrecken. Deshalb wird Jesus vor Pilatus, den zuständigen römischen Statthalter gebracht, um den Fall vor einem römischen Gericht zu verhandeln.

(…)

 

Der Text erlebt

Verkündigung

Verkündigungsart: Erzählung mit Bildern

Material: Vorlagen aus dem Downloadbereich, Karten aus der Hinführung Idee 2, 6 Karten auf die mit rotem Stift die Begriffe Lüge, Hass, Neid, Ungerechtigkeit, Angst, Mord geschrieben sind

Die Geschichte wird mit Hilfe mehrere Bilder erzählt, die aneinandergereiht werden und einen Zeitstrahl ergeben. Während der Erzählung werden die vorbereiteten Karten mit Begriffen auf die Bilder gelegt.   

Bild 1: Jesus wurde im Garten Gethsemane gefangen genommen und vor das jüdische Gericht gebracht. Dort waren die wichtigsten und mächtigsten Juden versammelt, um darüber zu beraten was mit Jesus passieren soll. Die ganze Nacht über wurde Jesus verhört. Sie stellten ihm Fragen und versuchten irgendetwas zu finden, das er falsch gemacht hat. (…)

 

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder erhalten verschiedene Aussagen der Geschichte und sollen sie in die richtige Reihenfolge bringen:

  • Jesus wurde vor das jüdische Gericht gebracht
  • Es wurden Leute dafür bezahlt, dass Lügen über Jesus erzählt wurden.
  • Jesus wurde zu Pontius Pilatus gebracht.
  • Jesus war unschuldig, aber Pilatus hatte Angst, dass die mächtigen jüdischen Männer verärgert sind und ihm das Leben schwermachen.
  • Das Volk will, dass Barrabas, der Mörder, freigelassen wird.
  • Das Volk ruft: „Jesus soll am Kreuz sterben“.
  • Mitten am Tag wurde es auf einmal ganz dunkel.
  • Jesus nimmt die Schuld der Menschen auf sich.
  • Jesus ruft: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.“
  • Jesus stirbt am Kreuz.

(…)

...
  • Autor / Autorin: Annkatrin Edler
  • © Deutscher EC-Verband

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