Ab durch den FlussAb durch den Fluss

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Einheit: Ab durch den Fluss

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-55 Min. (Vorbereitung: 50-60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Speckstein (oder Holz zum schnitzen), Messer, Schmirgelpapier
Bibelstelle: Josua 3,1-5,1
Josua 3,1-5,1

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Israel geht durch den Jordan

1Und Josua machte sich früh auf, und sie zogen aus Schittim und kamen an den Jordan, er und alle Israeliten, und blieben dort über Nacht, ehe sie hinüberzogen. 2Nach drei Tagen aber gingen die Amtleute durchs Lager 3und geboten dem Volk: Wenn ihr die Lade des Bundes des Herrn, eures Gottes, seht und wie die levitischen Priester sie tragen, so brecht auf von eurem Ort und folgt ihr nach; 4doch dass zwischen euch und ihr ein Abstand sei von ungefähr zweitausend Ellen! Ihr sollt ihr nicht zu nahe kommen. So werdet ihr wissen, auf welchem Wege ihr gehen sollt; denn ihr seid den Weg bisher noch nicht gegangen. 5Und Josua sprach zum Volk: Heiligt euch, denn morgen wird der Herr Wunder unter euch tun. 6Und Josua sprach zu den Priestern: Hebt die Bundeslade auf und geht vor dem Volk her! Da hoben sie die Bundeslade auf und gingen vor dem Volk her. 7Und der Herr sprach zu Josua: Heute will ich anfangen, dich groß zu machen vor ganz Israel, damit sie wissen: Wie ich mit Mose gewesen bin, so werde ich auch mit dir sein. 8Und du gebiete den Priestern, die die Bundeslade tragen, und sprich: Wenn ihr an das Wasser des Jordans herankommt, so bleibt im Jordan stehen.

9Und Josua sprach zu den Israeliten: Herzu! Hört die Worte des Herrn, eures Gottes! 10Daran sollt ihr merken, dass ein lebendiger Gott unter euch ist und dass er vor euch vertreiben wird die Kanaaniter, Hetiter, Hiwiter, Perisiter, Girgaschiter, Amoriter und Jebusiter: 11Siehe, die Lade des Bundes des Herrn der ganzen Erde wird vor euch hergehen in den Jordan. 12So nehmt nun zwölf Männer aus den Stämmen Israels, aus jedem Stamm einen. 13Wenn dann die Fußsohlen der Priester, die die Lade des Herrn, des Herrn der ganzen Erde, tragen, in dem Wasser des Jordans stillstehen, so wird das Wasser des Jordans, das von oben herabfließt, nicht weiterlaufen, sondern stehen bleiben wie ein einziger Wall.

14Als nun das Volk aus seinen Zelten auszog, um durch den Jordan zu gehen, und die Priester die Bundeslade vor dem Volk hertrugen, 15und als die Träger der Lade an den Jordan kamen und die Füße der Priester, die die Lade trugen, ins Wasser tauchten – der Jordan aber war die ganze Zeit der Ernte über alle seine Ufer getreten –, 16da stand das Wasser, das von oben herniederkam, aufgerichtet wie ein einziger Wall, sehr fern, bei der Stadt Adam, die zur Seite von Zaretan liegt; aber das Wasser, das zum Meer der Araba hinunterlief, zum Salzmeer, das nahm ab und floss ganz weg. So ging das Volk hindurch gegenüber von Jericho. 17Und die Priester, die die Lade des Bundes des Herrn trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging auf trockenem Boden hindurch, bis das ganze Volk über den Jordan gekommen war.

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Die Gedenksteine des Durchzugs

1Als nun das Volk ganz über den Jordan gegangen war, sprach der Herr zu Josua: 2Nehmt euch aus dem Volk zwölf Männer, aus jedem Stamm einen, 3und gebietet ihnen: Hebt mitten aus dem Jordan zwölf Steine auf von der Stelle, wo die Füße der Priester stillstehen, und bringt sie mit euch hinüber und legt sie in dem Lager nieder, wo ihr diese Nacht bleiben werdet. 4Da rief Josua die zwölf Männer, die er bestellt hatte von den Israeliten, aus jedem Stamm einen, 5und Josua sprach zu ihnen: Geht hinüber vor der Lade des Herrn, eures Gottes, mitten in den Jordan, und ein jeder hebe einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Stämme Israels, 6damit sie ein Zeichen seien unter euch. Wenn eure Kinder später einmal fragen: Was bedeuten euch diese Steine?, 7so sollt ihr ihnen sagen: Weil das Wasser des Jordans weggeflossen ist vor der Lade des Bundes des Herrn, als sie durch den Jordan ging, sollen diese Steine für die Israeliten ein ewiges Andenken sein. 8Da taten die Israeliten, wie ihnen Josua geboten hatte, und trugen zwölf Steine mitten aus dem Jordan, wie der Herr zu Josua gesagt hatte, nach der Zahl der Stämme Israels, und brachten sie mit sich hinüber in das Lager und legten sie dort nieder.

9Und Josua richtete zwölf Steine auf mitten im Jordan, wo die Füße der Priester gestanden hatten, die die Bundeslade trugen; diese sind noch dort bis auf den heutigen Tag.

10Die Priester aber, die die Lade trugen, standen mitten im Jordan, bis alles ausgerichtet war, was der Herr dem Josua geboten hatte, dem Volk zu sagen, genau wie Mose dem Josua geboten hatte. Und das Volk ging eilends hinüber. 11Als nun das Volk ganz hinübergegangen war, da ging die Lade des Herrn auch hinüber und die Priester vor dem Volk her. 12Und die Rubeniter und Gaditer und der halbe Stamm Manasse gingen gerüstet vor den Israeliten her, wie Mose zu ihnen geredet hatte. 13An vierzigtausend bewaffnete Männer gingen vor dem Herrn her zum Kampf ins Jordantal von Jericho. 14An diesem Tage machte der Herr den Josua groß vor ganz Israel. Und sie fürchteten ihn, wie sie Mose gefürchtet hatten, sein Leben lang.

15Und der Herr sprach zu Josua: 16Gebiete den Priestern, die die Lade des Zeugnisses tragen, dass sie aus dem Jordan heraufsteigen. 17Da gebot Josua den Priestern: Steigt herauf aus dem Jordan! 18Und als die Priester, die die Lade des Bundes des Herrn trugen, aus dem Jordan heraufstiegen und mit ihren Fußsohlen aufs Trockene traten, kam das Wasser des Jordans wieder an seine Stätte und floss wie vorher über alle seine Ufer. 19Es war aber der zehnte Tag des ersten Monats, als das Volk aus dem Jordan heraufstieg. Und sie lagerten sich in Gilgal, östlich von Jericho.

20Und die zwölf Steine, die sie aus dem Jordan genommen hatten, richtete Josua auf in Gilgal 21und sprach zu den Israeliten: Wenn eure Kinder später einmal ihre Väter fragen: Was bedeuten diese Steine?, 22so sollt ihr ihnen kundtun und sagen: Israel ging auf trockenem Boden durch den Jordan, 23als der Herr, euer Gott, den Jordan vor euch austrocknete, bis ihr hinübergegangen wart, wie der Herr, euer Gott, am Schilfmeer getan hatte, das er vor uns austrocknete, bis wir hindurchgegangen waren; 24auf dass alle Völker auf Erden die Hand des Herrn erkennen, wie mächtig sie ist, und ihr den Herrn, euren Gott, fürchtet allezeit.

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1Als nun alle Könige der Amoriter, die jenseits des Jordans nach Westen zu wohnten, und alle Könige der Kanaaniter am Meer hörten, wie der Herr das Wasser des Jordans ausgetrocknet hatte vor den Israeliten, bis sie hinübergegangen waren, da verzagte ihr Herz, und der Mut verließ sie beim Anblick der Israeliten.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Die Kinder erleben die Geschichte mit einer Mitmachstory und verschiedenen vertiefenden Elementen. Dabei erfahren sie, dass Gott Gutes vorbereitet und sie gute Wege führt.


Vorschau:

Die Geschichte wird als Mitmach-Story erzählt. Im Vorfeld bereitet der Mitarbeiter die Geschichte so vor, dass sie verschiedene „Weg-, Entscheidungs- und Knackpunkte“ hat, an denen wichtige Ereignisse und Entscheidungen anstehen und die Kinder an diesen Punkten den Ausgang der Geschichte selbst entscheiden müssen. Das geht so, dass der Mitarbeiter die Geschichte normal erzählt und etwa alle 30 Sekunden die Kinder vor eine Entscheidung stellt.
Ein Beispiel: Der Mitarbeiter erzählt: „Josua und das Volk sind nun kurz vor dem Jordan und warten seit drei Tagen auf ein Zeichen von Gott, wie es weitergehen soll. Da kam Josua der Gedanke, dass er ja einfach selbst entscheiden könnte, wie es weitergeht. Aber ist das wirklich gut? So Kids, nun seid ihr dran. Ich zähle von 3-2-1 runter und dann schreit ihr alle das, was ihr Josua empfehlen würdet. Es gibt zwei Optionen: Entweder schreit ihr „auf Gott warten“ oder ihr schreit „selbst handeln“. Okay, bereit? 3-2-1 …“

Oder ein anderes Beispiel: Der Mitarbeiter erzählt: „Als die Priester nun den Befehl bekommen hatten, ins Wasser zu gehen, bekam Ricardo, das war der Priester vorn links an der Lade, Angst. Er hatte das Gefühl, das könnte jetzt voll in die Hose gehen und die Lade fällt ins Wasser und geht kaputt. Er überlegt sich, ob er umdrehen oder mutig weitergehen soll. So Kids, was würdet ihr Ricardo empfehlen? Zwei Möglichkeiten: entweder „umdrehen“ oder „mutig weitergehen“. Seid ihr bereit? Okay. 3-2-1 …

Der Mitarbeiter hat natürlich ein total gut geschultes Ohr, das heraushören kann, was die Mehrheit der Kinder geschrien hat.
Die Herausforderung für den Mitarbeiter ist dabei, zu entscheiden, ob er sofort sagt, wie die Geschichte tatsächlich weitergehen würde oder ob er die Entscheidung der Kinder ernst nimmt und die Geschichte eine andere Wendung nimmt.

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  • Autor / Autorin: Patrick Senner
  • © Deutscher EC-Verband

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