Abgehauen und bestraftAbgehauen und bestraft

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Einheit: Abgehauen und bestraft

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 40-80 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: SchokokĂŒsse, SchĂŒssel mit SĂŒĂŸigkeiten, Papier und Stift, Flipchart (oder Tafel), Augenbinde(n), Verkleidung (Josef, Potifar, Efra, 2 Diener), Tisch und Stuhl, Staubtuch, Tageslichtprojektor, Leintuch (groß, weiß), Figur(en) (gebastelt), Papprahmen
Bibelstelle: 1. Mose 39
1. Mose 39

39

Josef in Potifars Haus

1Josef wurde hinab nach Ägypten gefĂŒhrt, und Potifar, ein Ägypter, der KĂ€mmerer des Pharao und Oberste der Leibwache, kaufte ihn von den Ismaelitern, die ihn hinabgebracht hatten. 2Und der Herr war mit Josef, sodass er ein Mann wurde, dem alles glĂŒckte. Und er war in seines Herrn, des Ägypters, Hause.

3Und sein Herr sah, dass der Herr mit ihm war; und alles, was er tat, ließ der Herr in seiner Hand glĂŒcken, 4sodass er Gnade fand in seinen Augen und sein Diener wurde. Er setzte ihn ĂŒber sein Haus; und alles, was er hatte, gab er in seine HĂ€nde. 5Und von der Zeit an, da er ihn ĂŒber sein Haus und alle seine GĂŒter gesetzt hatte, segnete der Herr des Ägypters Haus um Josefs willen, und es war lauter Segen des Herrn in allem, was er hatte, zu Hause und auf dem Felde. 6Darum ließ er alles in Josefs HĂ€nden, was er hatte, und kĂŒmmerte sich selbst um nichts außer um das, was er aß und trank. Und Josef war schön an Gestalt und hĂŒbsch von Angesicht.

7Und es begab sich danach, dass seines Herrn Frau ihre Augen auf Josef warf und sprach: Schlafe bei mir! 8Er weigerte sich aber und sprach zur Frau seines Herrn: Siehe, mein Herr kĂŒmmert sich selbst um nichts, was im Hause ist, und alles, was er hat, das hat er in meine HĂ€nde gegeben; 9er ist in diesem Hause nicht grĂ¶ĂŸer als ich, und er hat mir nichts vorenthalten außer dir, weil du seine Frau bist. Wie sollte ich denn nun ein solch großes Übel tun und gegen Gott sĂŒndigen? 10Und sie bedrĂ€ngte Josef mit solchen Worten tĂ€glich. Aber er gehorchte ihr nicht, dass er bei ihr schlief und bei ihr wĂ€re. 11Es begab sich an einem dieser Tage, dass Josef in das Haus ging, seine Arbeit zu tun, und kein Mensch vom Gesinde des Hauses war dabei. 12Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Schlafe bei mir! Aber er ließ das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus. 13Als sie nun sah, dass er sein Kleid in ihrer Hand ließ und hinaus entfloh, 14rief sie das Gesinde ihres Hauses und sprach zu ihnen: Seht, er hat uns den hebrĂ€ischen Mann hergebracht, dass der seinen Mutwillen mit uns treibe. Er kam zu mir herein und wollte bei mir schlafen; aber ich rief mit lauter Stimme. 15Und als er hörte, dass ich ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein Kleid bei mir und floh und lief hinaus. 16Und sie legte sein Kleid neben sich, bis sein Herr heimkam, 17und sagte zu ihm ebendieselben Worte und sprach: Der hebrĂ€ische Knecht, den du uns hergebracht hast, kam zu mir herein und wollte seinen Mutwillen mit mir treiben. 18Als ich aber ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein Kleid bei mir und floh hinaus.

Josef im GefÀngnis

19Als sein Herr die Worte seiner Frau hörte, die sie ihm sagte und sprach: So hat dein Knecht an mir getan, wurde er sehr zornig. 20Da nahm ihn Josefs Herr und warf ihn ins GefĂ€ngnis, in dem des Königs Gefangene waren. Und er blieb allda im GefĂ€ngnis. 21Aber der Herr war mit Josef und neigte ihm die Herzen zu und schenkte ihm die Gunst des Amtmanns ĂŒber das GefĂ€ngnis, 22sodass der ihm alle Gefangenen im GefĂ€ngnis in seine Hand gab, und alles, was dort zu tun war, geschah durch ihn. 23Der Amtmann ĂŒber das GefĂ€ngnis kĂŒmmerte sich um nichts; denn der Herr war mit Josef, und was er tat, dazu gab der Herr GlĂŒck.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Mit der Geschichte von Josef bei Potifar wird das Thema „Versuchung/Regeln und Prinzipien“ sowie Treue und Vertrauen in der Beziehung zu Gott thematisiert. Potifars Frau bedrĂ€ngt Josef, eine Nacht mit ihr zu verbringen, doch Josef widersteht der Versuchung. Das hat fĂŒr ihn negative Folgen, doch spĂ€ter Gott segnet Josefs Treue ihm gegenĂŒber.


Vorschau:

Das Ziel

Starter

Jeder hat Prinzipien und Regeln, nach denen er lebt. Gott will sie prĂ€gen. Nicht immer ist es einfach, das zu tun, was man als richtig erkannt hat – aber es lohnt sich!

Checker

Wenn ich eine feste Beziehung zu Gott habe, können mir Versuchungen weniger anhaben. Er steht mir treu zur Seite – darum kann auch ich zu ihm stehen.

Der Text an sich

Nach seiner Verschleppung nach Ägypten gerĂ€t Josef durch Gottes FĂŒhrung und Geleit direkt an eine „hohe Adresse“: den Hofbeamten des Pharaos und Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache, Potifar genannt. Durch diesen Umstand bringt Gott ihn an den Platz, an dem er Josef haben möchte, um spĂ€ter durch ihn zum Pharao zu sprechen, indem Josef dessen TrĂ€ume deutet (vgl. Kap. 40 ff.). Der HERR steht Josef bei und lĂ€sst ihm alles gelingen, was er unternimmt. Potifar erkennt Josefs Geschick und setzt ihn daraufhin zu seinem persönlichen Hausdiener und Verwalter ein. Auch das segnet Gott, indem er Potifars Besitz vermehrt und seine Ernten gut ausfallen lĂ€sst. So gewinnt Potifar immer grĂ¶ĂŸeres Vertrauen in Josef und ĂŒberlĂ€sst ihm schließlich die Verwaltung seines kompletten Hausstandes – nur um seine Mahlzeiten kĂŒmmert er sich noch persönlich (V. 2-6). Auch Potifars Frau entgeht nicht, was fĂŒr ein gutaussehender, erfolgreicher Mann Josef ist – so versucht sie immer wieder, ihn zu ĂŒberreden, eine Nacht mit ihr zu verbringen.

Doch Josef bleibt seinem Vorgesetzten gegenĂŒber treu – er will das große Vertrauen, das ihm von Potifar entgegengebracht wird, nicht missbrauchen. Vor allem aber möchte er JAHWE, seinem Gott, treu bleiben und nicht gegen ihn sĂŒndigen. Er bleibt standhaft und widersteht der Versuchung. Als Potifars Frau nicht bekommt, was sie will, dreht sie den Spieß um und bezichtigt Josef durch eine List der Vergewaltigung (V. 6b-18). Was fĂŒr Josef so gut begann, endet fĂŒr ihn zunĂ€chst im GefĂ€ngnis (V.19-20). Doch auch in dieser misslichen Lage lĂ€sst Gott ihn nicht im Stich und sorgt dafĂŒr, dass der GefĂ€ngnisaufseher ihm wohlgesonnen ist. Erneut wird Josef zu einem Mann des Vertrauens: Man ernennt ihn zum Aufseher ĂŒber das gesamte GefĂ€ngnis und er wird mit wichtigen Aufgaben betraut (V. 21-23).

Auch der GefĂ€ngnisverwalter erkennt, dass Josefs Gott mit ihm ist und ihm Erfolg und Hilfe schenkt – dies ist fĂŒr ihn Grund genug, ihm vollstes Vertrauen zu schenken.

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  • Autor / Autorin: Amrei Guhl
  • © Deutscher EC-Verband

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