AblasshandelAblasshandel

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Einheit: Ablasshandel

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 60-90 Min.)
Materialart: Geländespiel
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre), Pfadfinder
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Verkleidung und Requisiten (mittelalterliche), Nägel, Kekse, Gefäße mit Wasser, Seife, Medizin, Buchstabenstempel, Stempelkissen, Geldmünzen, Ablassbriefe, Bücher
Bibelstelle: Römer 1,16

Die Kinder tauchen spielerisch in das Mittelalter ein. Sie müssen verschiedene Aufgaben erfüllen und dabei erfahren sie, was das Thema Ablasshandel für eine Rolle spielte und was das Anliegen von Martin Luther und warum er dagegen vorging.


Vorschau:

In diesem Spiel erleben die Kinder verschiedene mittelalterliche Szenen. Dabei beschäftigen sie sich mit dem Thema Ablasshandel. Dieses Spiel ist für drei altersgemischte Gruppen konzipiert. Es sollen in allen Gruppen auch ältere Kinder dabei sein.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiter schlüpfen in mittelalterliche Rollen und Verkleidungen und können dabei ruhig ein wenig schauspielern. Sicher ist es möglich, für manche Besetzungen Mitarbeiter zu gewinnen, die sonst nicht zu den Jungscharmitarbeitern gehören. Jeder Mitarbeiter bekommt seine Beschreibung und muss nicht viel mehr wissen.
Normalerweise sollte bei einem Mitarbeiter immer nur eine Gruppe sein, andere müssen warten, wenn sie schon kommen.

Räumlichkeiten

Das Spiel wird in verschiedenen Räumen des Gemeindehauses oder im Freien gespielt. Die Spieler sollen sich während der Spiele gegenseitig nicht sehen.
Die Gruppen bekommen keinen Plan, nur die „Spielfeldgrenzen“. Sie müssen also ungefähr wissen, wo sich jemand aufhalten kann und sich dann durchfragen.

Aufgabe für die Kinder

Die Zeit, in die wir uns jetzt begeben, ist höchst gefährlich. Die Menschen sind arm und müssen doch ständig Ablassbriefe kaufen. Vielleicht könnt ihr etwas dagegen unternehmen. Fangt mit dem Spiel bei folgenden Personen an:
1. Gruppe: Rumold, der Schreiner
2. Gruppe: Ludwig, der Bäcker
3. Gruppe: Hildrun, die Wäscherin
Versucht so schnell wie möglich, den Hilfesuchenden beizustehen. Dazu müsst ihr verschiedene Leute aufspüren und Informationen sowie wichtige Hinweise von ihnen einholen. Manchmal müsst ihr dafür etwas herbeischaffen und dazu auch manchen Weg mehrmals zurücklegen. Ganz einfach ist es nicht. Aber es lohnt sich! Gebt keinen Gegenstand aus der Hand, den ihr, wo und von wem auch immer, erhaltet. Ihr wisst nicht, ob ihr ihn noch einmal gebrauchen könnt. Hört genau zu, was man euch sagt! Fragt immer nach!

Rumold, der Schreiner (Start Gruppe 1)

Beschreibung für den Mitarbeiter

Sobald du Kinder von weitem siehst, rufst du laut: „Halt! Stehen bleiben! Ich brauche Geld!“ Das wiederholst du immer wieder. Wenn sie nachfragen, erzählst du deine Geschichte: „Wisst ihr, ich bin Rumold, von Beruf ein Schreiner. Letzte Woche ist mir was Schreckliches passiert: Ich hatte die Werkstatt nicht aufgeräumt und als der Bäcker Ludwig einen reparierten Stuhl holen wollte, ist er über einige Latten gestolpert. Nun hat er sich einen Arm gebrochen und mich verklagt. Jetzt muss ich ihm Geld bezahlen, weil er mit dem Arm nicht arbeiten kann. Wo soll er sonst Geld herbekommen, wenn er keine Brötchen verkaufen kann?“

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  • Autor / Autorin: Mechthild Nützler
  • © Deutscher EC-Verband

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