Alles beim Alten

Einheit | Andacht
Einheit | Andacht

Alles beim Alten

Enthalten in:
Materialart: Andacht
Zielgruppe: Mitarbeitende
Einsatzgebiete: Gottesdienst, Gruppenstunde
Verband: Praxisverlag buch+musik bm gGmbH
Redaktion: Jugendgottesdienstmaterial
Zeitbedarf: - Min.
Bibelstelle: Offenbarung 21,5 anzeigen
Bibelstelle
Offenbarung 21,5

5Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!

Lutherbibel 2017, © Deutsche Bibelgesellschaft

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Meditation zur Jahreslosung

Andacht

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

Aha.
Gott macht also alles neu.
Und warum?
Ist doch eigentlich alles ganz okay.
Mir geht’s ja eigentlich gut.
Warum alles neu?
So manches neu, okay.
Aber auch nicht völlig neu.
Manches, ein bisschen neu.
Oder auch nur bisschen anders.
Nicht neu.
Manches, ein bisschen anders und ein bisschen besser.
Das wäre es.
Aber alles neu?
Man muss doch nicht gleich übertreiben.
Es ist doch vieles auch wirklich gut so, wie es ist.
Und klar, ich hab so meine Ecken und Kanten.
Aber eigentlich bin ich ja auch ganz okay.
Sicherlich auch schon bisschen veraltet.
Aber auch ich muss nicht völlig neu gemacht werden.
Höchstens bisschen refurbished.
Und mal ganz ehrlich:
Alles neu, das heißt bei Kirchens doch eigentlich immer:
Weniger Geld, enger zusammenrücken, weniger Personal und mehr Arbeit für das vorhandene Personal.
Und das Ganze wird einem dann als „Chance in der Krise“ verkauft.
Also echt! Bitte, Leute, verarscht mich doch nicht!
Ich kann auch Glückskekse lesen.
Alles neu.
Das ist doch im kirchlichen Kontext ein anderes Wort für:
Denk das nochmal ganz neu, aber mit der Hälfte von allem.
Ne, ne.
Schon klar: „Vertraut den neuen Wegen!“
Aber, wenn man das schon sagen muss.
Wenn man das einfordern oder erbitten muss.
Dann ist doch klar, dass da Gefahren lauern.
Wenn man vertrauen muss, dann ist doch da eine Falle!
Da stimmt was nicht.
Die wollen mich sicher behumsen!
Ne, ne.
Lieber die alten Wege.
Die kennt man doch.
Da kennt man sich aus.
Das hat doch immer auch irgendwie gut geklappt.
Und so schlecht war das doch gar nicht.
Früher haben wir ja auch viel Gutes gemacht.
Und das hat sich bewährt.
Neu ist ja auch immer ein bisschen überheblich.
„Ich mache alles neu!“
Da hört man doch schon raus:
Ich kann es besser.
„Das ist doch alles veraltet. Lass mal mich ran, ich kann das besser!“
Ne, ne.
Lass mal beim Alten bleiben.
Das klappt auch meistens.
Und da hab ich ja auch noch das ganze Material.
Und die Leute fanden das auch immer okay.
Alles neu. Pfffft.
Diese jungen Leute.
Das bringt eh nix!
Lasst mal lieber auf Bewährtes setzen.
Das hat ja auch noch alles Zeit.
Vielleicht später.
So in der Zukunft.
Mehr so eschatologisch.
So apokalyptisch.
Da passt das.
Jepp. In ferner Zukunft.
Da passt das hin.
So machen wir das. Irgendwann. Später. Far far away:

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

  • Autor / Autorin: Gerd Mohr
  • © Dieser Beitrag stammt aus dem Buch/E-Book "Alles neu" zur Jahreslosung 2026 - © 2025 Praxisverlag buch+musik bm gGmbH, Stuttgart - mehr Infos unter www.praxisverlag-bm.de/jugendgottesdienstmaterial
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