Anders als du denkst / Mach dir (k)ein Bild von GottAnders als du denkst / Mach dir (k)ein Bild von Gott

Einheit: Anders als du denkst / Mach dir (k)ein Bild von Gott

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 45-60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Blätter (zum malen), Stift(e), Bibel(n)
Bibelstelle: 2. Mose 3
2. Mose 3

3

Moses Berufung

1Mose aber hĂĽtete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe ĂĽber die WĂĽste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb. 2Und der Engel des Herrn erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde. 3Da sprach er: Ich will hingehen und diese wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt. 4Als aber der Herr sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. 5Er sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen FĂĽĂźen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!

6Und er sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. 7Und der Herr sprach: Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen, und ihr Geschrei über ihre Bedränger habe ich gehört; ich habe ihre Leiden erkannt. 8Und ich bin herniedergefahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie aus diesem Lande hinaufführe in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt, in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter. 9Weil denn nun das Geschrei der Israeliten vor mich gekommen ist und ich dazu ihre Drangsal gesehen habe, wie die Ägypter sie bedrängen, 10so geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst.

11Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und fĂĽhre die Israeliten aus Ă„gypten? 12Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir das Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Ă„gypten gefĂĽhrt hast, werdet ihr Gott dienen auf diesem Berge.

13Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt!, und sie mir sagen werden: Wie ist sein Name?, was soll ich ihnen sagen? 14Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: »Ich werde sein«, der hat mich zu euch gesandt. 15Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name auf ewig, mit dem man mich anrufen soll von Geschlecht zu Geschlecht.

16Darum geh hin und versammle die Ältesten von Israel und sprich zu ihnen: Der Herr, der Gott eurer Väter, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Ich habe mich euer angenommen und gesehen, was euch in Ägypten widerfahren ist, 17und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens führen in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, in das Land, darin Milch und Honig fließt. 18Und sie werden auf dich hören. Danach sollst du mit den Ältesten Israels hineingehen zum König von Ägypten und zu ihm sagen: Der Herr, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet. Nun wollen wir gehen drei Tagereisen weit in die Wüste, dass wir opfern dem Herrn, unserm Gott. 19Aber ich weiß, dass euch der König von Ägypten nicht wird ziehen lassen, er werde denn gezwungen durch eine starke Hand. 20Daher werde ich meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit all den Wundern, die ich darin tun werde. Danach wird er euch ziehen lassen. 21Auch will ich diesem Volk Gunst verschaffen bei den Ägyptern, dass, wenn ihr auszieht, ihr nicht leer auszieht, 22sondern jede Frau soll sich von ihrer Nachbarin und Hausgenossin silberne und goldene Gefäße und Kleider geben lassen. Die sollt ihr euren Söhnen und Töchtern mitgeben und den Ägyptern wegnehmen.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Du hast verstanden, wer Gott ist? Du weißt, wie er ist, wie er handelt und warum? Doch Gott ist anders als du denkst. Wenn du Gott verstanden hättest, wäre er nicht mehr Gott, denn er wäre kleiner als dein Verstand. Du kannst Gott nicht verstehen? Kannst manche biblische Geschichten nicht begreifen, weil Gott so anders ist, als du dir einen guten, liebenden Gott vorstellst? Kein Grund, den Glauben an den Nagel zu hängen. Viel mehr ein Grund, Gott anzubeten.


Vorschau:

Vorbemerkungen

Jonas hat sich bekehrt und ist jetzt mit Feuereifer im Teenkreis dabei.

Bei seiner Bekehrung hat der Mitarbeiter gesagt, dass es wichtig ist, dass es nicht bei diesem Start bleibt, sondern, dass er Gemeinschaft mit anderen Christen sucht, mit Gott redet, beten lernt und dass er anfängt, Gott selbst besser kennenzulernen und dass das am besten geht, wenn er in der Bibel liest. Hochmotiviert fängt er an, die Bibel zu lesen. Er will sie ganz durchlesen und möglichst viel von Gott verstehen. Jonas liest und er stolpert über Stellen, die er nicht so ganz versteht, Stellen, die er fragwürdig findet und er denkt sich: Na ja, ich bin ja noch ganz frisch dabei. Das wird schon so gut und richtig sein. Er drückt ein Auge zu. Und dann noch eins und noch eins und noch eins und … irgendwann hält er es nicht mehr aus.

Das soll der gute, liebevolle Gott sein, zu dem er sich bekehrt hat? Der Gott, mit dem er leben will? Nein, an diesen Gott glaubt Jonas nicht. Nicht an einen, der Kriege führt und Völker vernichtet und seinen Geist entzieht und … Zweifel und Unmut wachsen in Jonas.

Hoffentlich findet Jonas mit seinen Fragen, seinem zerrütteten Gottesbild einen Menschen, der ihm weiterhilft. Wenn nicht, gehört Jonas jetzt zu denen, die sich bekehrt haben und mehr wollten und dann feststellen: Das passt nicht, das verstehe ich nicht. Ich kann nicht glauben. Nicht mehr.

1. Zielgedanke

Gott ist anders als du denkst. Ihn und sein Handeln nicht verstehen zu können ist kein Grund, den Glauben aufzugeben, sondern viel mehr ein Grund, Gott zu loben.

Kein Bild, kein Verstand, keine Beschreibung kann Gott jemals ganz erfassen.

Gott ist anders als du denkst. Verlierst du deshalb deinen Glauben oder wird er dadurch tiefer, weiter und spannender?

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  • Autor / Autorin: Evi Stroppel
  • © Deutscher EC-Verband