Applaus, Applaus!Applaus, Applaus!

Einheit: Applaus, Applaus!

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 10-15 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: echt.
Bibelstelle: 1. Korinther 4,1-5

Niemand mag es, von anderen bewertet zu werden. Wie Gott uns bewertet, veranschaulicht Lorenz Timnik im folgenden Artikel anhand einer Passage aus dem Korinther-Brief.


Vorschau:

„Mir doch egal“ – es scheint so, als würde Paulus hier einfach nur klarstellen, dass ihn die Meinung der Korinther über ihn und seinen Dienst nicht juckt. Vor allem Vers 3 klingt sehr danach: „Es ist mir egal, dass ihr oder ein Komitee anderer Menschen mich und meinen Dienst bewertet“ – aber so einfach ist es nicht. Schließlich geht der Satz weiter: „auch ich selbst bewerte mich nicht“. Huch? Man könnte meinen, Paulus sagt: Ich arbeite so vor mich hin, aber was dabei rauskommt, interessiert nicht. So ist es – natürlich – nicht gemeint.

(…)

2. Bedeutung für heute

Vor allem zwei Aspekte fordern uns heute heraus.

Einmal die Frage nach dem „Ranking“. Das kann man aus zwei Richtungen betrachten: Über wen denke ich beurteilend nach – und wessen Urteil über mich ist mir wichtig? Allzu schnell bewerten wir andere danach, wie „geistlich“ sie unserer Meinung nach sind; oft an absolut unfairen und oberflächlichen Kriterien gemessen: Wie viel Bibelwissen hat jemand? Betet er oder sie laut in Gruppen? Hört Person XY in ihrer Freizeit Lobpreismusik? Was auch immer es sein mag, es ist absolut belanglos. Denn: Ich kann mir niemals sicher sein, ob jemand „treu“ seinen Weg mit Gott geht – nur er kennt uns wirklich!

(…)

3. Methodik für die Gruppe

Folgende Vorschläge sollen helfen, die beiden Hauptaspekte für sich persönlich zu reflektieren:

1. Wessen Applaus zählt für mich? Wie wichtig ist es mir, vor anderen Christen besonders „geistlich“ dazustehen?

2. Was für ein Gottesbild habe ich – stellt sich bei mir „Prüfungsangst“ ein, wenn ich an sein Gericht denke? Oder kann ich mich darauf „freuen“?

(…)

...
  • Autor / Autorin: Lorenz Timnik
  • © Deutscher EC-Verband