BegegnungBegegnung

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Einheit: Begegnung

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-55 Min. (Vorbereitung: 60-70 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Karten für Tabu, Strickanleitung, Playmobilfiguren, Transparentpapier (oder Butterbrotpapier), Zahnstocher (oder Schaschlikspieße), Perlen (der Größe entsprechend), Bänder
Bibelstelle: Apostelgeschichte 8,26-40
Apostelgeschichte 8,26-8,40

Der Kämmerer aus Äthiopien

26Aber der Engel des Herrn redete zu Philippus und sprach: Steh auf und geh nach Süden auf die Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt und öde ist. 27Und er stand auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Äthiopien, ein Kämmerer und Mächtiger am Hof der Kandake, der Königin von Äthiopien, ihr Schatzmeister, war nach Jerusalem gekommen, um anzubeten. 28Nun zog er wieder heim und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja.

29Der Geist aber sprach zu Philippus: Geh hin und halte dich zu diesem Wagen! 30Da lief Philippus hin und hörte, dass er den Propheten Jesaja las, und fragte: Verstehst du auch, was du liest? 31Er aber sprach: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. 32Die Stelle aber der Schrift, die er las, war diese (Jesaja 53,7-8): »Wie ein Schaf, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer verstummt, so tut er seinen Mund nicht auf. 33In seiner Erniedrigung wurde sein Urteil aufgehoben. Wer kann seine Nachkommen aufzählen? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen.« 34Da antwortete der Kämmerer dem Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet das, von sich selber oder von jemand anderem? 35Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit diesem Schriftwort an und predigte ihm das Evangelium von Jesus.

36Und als sie auf der Straße dahinfuhren, kamen sie an ein Wasser. Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert’s, dass ich mich taufen lasse? 38Und er ließ den Wagen halten und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn. 39Als sie aber aus dem Wasser heraufstiegen, entrückte der Geist des Herrn den Philippus und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Straße fröhlich. 40Philippus aber fand sich in Aschdod wieder und zog umher und predigte in allen Städten das Evangelium, bis er nach Cäsarea kam.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Philippus erzählt dem Kämmerer von Äthiopien das Evangeluim von Jesus Christus. In Mitmachgeschichten wird den Kindern diese Begegnung „begreiflich“ gemacht.


Vorschau:

Mitmachgeschichte

Ein Mitarbeiter tritt als Philippus auf. Ein Kind wird als Kämmerer in die Kutsche gesetzt. Diese kann aus Stühlen angedeutet sein oder man verwendet einen Bollerwagen. In eine Tapetenrolle wird der Text aus Jesaja geklebt. Der Kämmerer bekommt ein schönes Tuch umgelegt und wird mit Schmuck behängt. Die Regieanweisungen bekommt das Kind einfach in der Erzählung gesagt. Philippus bindet sich ein Laken als Gewand um oder bindet sich ein Tuch nach orientalischer Weise um den Kopf.
Philippus: Hallo, ich bin Philippus. Könnt ihr mir sagen, was ich hier soll? Vor vier Tagen war ich noch in Samarien. Dort bekam ich von Gott den Auftrag, hier auf diese Straße zu gehen. Aber wenn ich mich so umschaue, sehe ich nichts Besonderes. Ich habe keinen Plan. Rings umher nur Wüste und Geröll. Dafür bin ich vier Tage in der Hitze unterwegs? Was will Gott hier von mir? Ich hätte genug zu tun. In Samarien kennen so viele Leute nicht die Geschichten von Jesus Christus. Ich erzähle sie ihnen und helfe ihnen, im Leben gut zurechtzukommen. Die engen Freunde von Jesus, die 12 Jünger, die schaffen die ganze Arbeit gar nicht allein, jetzt, wo Jesus nicht mehr da ist. Sie haben uns zur Unterstützung ausgesucht, denn Arbeit gibt es wirklich genug für uns. Da passt es mir gar nicht, hierher zu müssen. Aber wenn Gott zu mir spricht und etwas von mir will, muss ich schon gehorchen. Tja, was mach ich nun? Das ist doch die Straße von Jerusalem nach Gaza, oder? Schaut mal da vorne! Ist das nicht eine Kutsche? Die sieht aber vornehm aus! – Was Gott? Ich soll näher rangehen. Gut. Da unterhält sich jemand. Nein, ich glaube es liest einer was laut vor. Lasst uns mal zuhören.
Kämmerer: Wie ein Schaf, das geschlachtet werden soll, hat man ihn abgeführt. Und wie ein Lamm, das sich nicht wehrt, wenn es geschoren wird, hat er alles mit sich machen lassen.
Philippus: Hallo, verstehst du eigentlich, was du liest? Soll ich es dir vielleicht erklären? Du hast sicher noch einen langen Weg vor dir. Wenn ich einsteige, können wir darüber reden und du verlierst keine Zeit. Los, rück mal ein Stück. Du hast eine tolle Kutsche. Wer bist du?

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  • Autor / Autorin: Sabine Korytko
  • © Deutscher EC-Verband

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