Einheit: Besondere Nacht

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-75 Min. (Vorbereitung: 30-45 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Rucksack, Stein(e), Seil(e), Kerze, Stift(e), Papier, Essen und Trinken, Verkleidung, Luftballon(s), Papierkorb
Bibelstelle: undefined

Apostelgeschichte 16, 23-40

Das Ziel

Starter

Du musst nur Glauben und Vertrauen nichts Leisten, denn Gott hat schon alles für dich getan.

Checker

Du kannst Gott alle deine Sorgen, Ängste anvertrauen und er wird dir helfen.

Der Text an sich

Die Erlebnisse von Silas und Paulus die in diesen Text beschrieben werden finden in der Stadt Philippi statt, in der Zeit von ca. 49 – 50 n. Chr.  war Philippi eine römische Provinz in Griechenland.

Im Abschnitt vor dem Text wurden Paulus und Silas zu Unrecht zu mehreren Schlägen von einer Rute bestraft. Das Urteil fällten Prätoren, dies waren Beamte die in der jeweiligen Provinz Recht sprechen durften. Da Silas und Paulus aber römische Bürger waren, stand ihnen eine Gerichtsverhandlung zu. Trotzdem brachte man sie danach ins Gefängnis. Man war zu ihnen besonders hart. Sie sperrten die beiden in die hinterste Zelle, dies erschwerte ihnen die Flucht, weil sie einen längeren Weg hatten und zudem fesselte man ihre Füße an einen sogenannten „Block“. Dieser Block bestand aus zwei Holzbrettern in denen Löcher für Füße oder Hände sind, in den man diese einklemmte. Man verband die beiden Bretter mit einem Schloss. Die Folge vom Block ist, dass die Gefangenen nur in gebückter Haltung sitzen konnten. Das muss für Paulus und Silas sehr schmerzhaft gewesen sein, da sie kurz vorher Schläge auf den Rücken bekommen haben. Diese Strafe traf sie, weil man sie als Unruhestifter bezeichnet hatte. Die Beiden befinden sich in einer ziemlich ausweglosen Situation.

In der Nacht fingen Paulus und Silas an zu beten und Gott mit Liedern zu loben. Durch ein Erdbeben öffneten sich Fesseln und Türen aller Gefangenen.

Der Aufseher hat geschlafen und wurde wahrscheinlich durch das Erdbeben wach. Er hat nur die offenen Zellen gesehen. Dieser Anblick war für Anlass, sich selbst umzubringen. Dies wollte er wahrscheinlich aus dem Grund tun, da man ihm verantwortlich für die Flucht der Gefangenen machen wird. Die Strafe, die er erhalten würde, treffen wahrscheinlich nicht nur ihn, sondern auch seine Familie, sonst wäre der Tod nicht die bessere Wahl für ihn gewesen.

Durch Paulus wurde er ermutig sich nicht umzubringen, da alle Gefangen noch da waren. Damit bewies Paulus und Silas, dass sie keine Kriminellen sind, sondern sich auch dem Gesetz des Staates unterstellen. Der Aufseher warf sich vor ihnen nieder, dies war ein Zeichen der Ehrerbietung. Er führte sie mit zu seinem Haus, dort kamen er und der Rest des Hauses zum Glauben und er kümmerte sich gut um sie.

Diener der Justizbeamten kamen und wollten Paulus und Silas freisprechen. Paulus gebrauchte hier sein Recht als römischer Bürger, denn er fordert, dass sie von den Justizbeamten selber freigesprochen werden, dies tat Paulus wahrscheinlich, da ein Freispruch der Justizbeamten der Öffentlichkeit zeigte, dass sie wirklich keine Schuld haben und auch nicht weiter für die angeblichen Gründe verfolgt werden können.

Die Justizbeamten mussten einwilligen, als sie erfuhren dass es sich bei den Beiden um römische Bürger handelte. Sie hatten sogar Angst, das daran liegt, dass gerade in dieser Zeit die Allgemeinheit der Beamten auf Grund vorheriger Fälle von Willkürlicht im ganzen Land sehr kritisch gesehen wurden.

Paulus und Silas waren nun freigesprochen, wurden aber gebeten die Stadt zu verlassen, was sie auch taten, nachdem sie sich von Lydia verabschiedet hatten.

Der Text für mich

Ist es nicht erstaunlich, Paulus und Silas könnten am vermeintlichen Ende ihrer Missionsreise sein. Kein Ausweg! Dicke Wände aus massiven Stein, die Gefangene festhalten sollen und dann noch diese Fesseln, die ihre Füße vom Gehen abhalten. Dabei hätten sie gar nicht hier landen müssen, hätte Paulus doch nur etwas mehr Geduld mit der Wahrsagerin gehabt… Eine sehr verzweifelte Situation für die beiden, sie haben Schmerzen und werden eine lange Zeit im Gefängnis bleiben…

Aber was machen Silas und Paulus, sie beten zu Gott und sie singen sogar ihm Lieder zum Lob. In so einer Situation können die noch Gott loben. Ist es nicht erstaunlich?

Manchmal scheinen wir auch am Ende unserer Mission zu sein, vielleicht nicht wegen uns, sondern wegen der Umstände. Zum Beispiel kommen nur noch wenige Kinder zur Jungschar. Wenn es so weiter geht, sind in ein paar Monaten keine mehr da und die Mission hat ein Ende gefunden, wie die von Paulus und Silas im Gefängnis. Und dann ist da die Frage: „Was sollen wir jetzt noch tun?“

Und gerade dann lohnt es sich, ins Gebet zu gehen, sogar ihn zu loben, dafür das man diese Arbeit überhaupt so frei machen darf . In dieser Zeit kann sich Gott ganz besonders zeigen, da bin ich mir sicher! Auch für Silas und Paulus schien die Mission vorbei zu sein und doch wirkte Gott ein Wunder und Menschen sind durch diese missliche Lage zum Glauben gekommen.

So heißt es für uns Geduld haben und Gott die Situation in die Hände zugeben, mit Lob für das was er noch tun wird, aber auch schon getan hat!

Der Text für dich

Starter

Das Alter der Zielgruppe steht dafür, dass die Kinder etwas leisten wollen. Erik Erikson beschreibt, das ab dem 6. Lebensjahr die Kinder sich einbringen wollen. Sie wollen zeigen, dass sie etwas wert sind, sie wollen Lob und Anerkennung. Aber in der Geschichte von Silas und Paulus fragt der Aufseher, was er tun könnte damit er errettet wird.  Er fragt nach der Leistung die er bringen kann ähnlich wie die Kinder und die Antwort von Paulus ist: „Glaube an Jesus, den Herrn, und du wirst gerettet werden,… (Apg. 16, 30-31). Das heißt für die Kinder, sie müssen nur auf Gott vertrauen. Er erwartet von ihnen keine Leistung, den Gott hat zuerst geliebt. (Joh. 3,16)

Checker

Die Checker befinden sich auf Grund desselben Alters in einer ähnlichen Situation. Doch sind sie schon im Glauben und wissen vielleicht schon, dass von ihnen keine Leistung erwartet wird, damit sie errettet sind. Für diese Zielgruppe könnte gerade die aussichtslose Lage der beiden interessant sein. In Momenten wo sich die Kinder vielleicht schwach und wehrlos fühlen, wo Erwachsene stärker sind oder Aufgaben die ihnen aufgegeben wurden zu groß und unlösbar scheinen, da lohnt es sich wie Paulus und Silas zu Gott zu beten und ihm die Situation in die Hände zulegen und mit einem vertrauen an Gott ran zugehen, dass er größer ist und einen Unterstützen kann.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Lasten tragen

Fülle ein Rucksack mit vielen Steinen oder großen dicken Büchern. Gib einem Kind die Aufgabe diesen über eine bestimmte Strecke zu tragen. Danach fragst du das Kind: Wie war es für dich? Wie lange könntest du es tragen? Wie viel bräuchte man, dass es nahezu unmöglich ist, diesen zu heben? Oft tragen wir Sorgen von der Schule, der Familie oder aus anderen Situationen mit uns. Nach einer Zeit sammelt sich da eine Menge an, bis es für uns nahezu unmöglich ist alleine diese Sorgen und Probleme zu tragen. In unserer Geschichte gibt es auch zwei Personen, die ein Problem hatten, das sie nicht alleine lösen konnten.

Idee 2: Traumzeitreise

Es findet eine Zeitreise anhand einer kleinen Traumreise statt. Dazu könnten Decken und Kissen bereitgelegt werden, damit es sich die Kinder etwas gemütlich machen können. Die Kinder sollen ihre Augen schließen und möglichst leise sein, damit sie dem folgen können, was der Mitarbeiter erzählt. Beschreibt bei der Erzählung alles sehr anschaulich, z.B.: Wie sieht die Zeitmaschine aus? Macht sie Geräusche? Kann man die Zieldaten (49 n. Chr. in Philippi) lesen oder wird es eine Reise ins Ungewisse? Am Ziel angekommen… Wie landen die Kinder? Was sehen sie als erstes? (Beschreibung der Gegend von Philippi, dazu vielleicht Google Maps nutzen um sich einen Eindruck zumachen) Was riechen sie an dem neuen Ort? Was hören sie? Was sieht anders aus als in der Gegenwart? Wen treffen sie? Welche Sprache hören sie? Führt sie nun zur Verkündigung. Achte darauf, dass ihr alle Handlung auf du bezieht z.B.: Du siehst einen großen roten Hebel. Er sieht schwer aus. Du ziehst den roten Hebel runter und startest so die Zeitmaschine.  Wenn man will kann man auch passende Geräusche abspielen oder sie selber machen. Die Geräusche sind kein muss, da sich die Kinder auch Geräusche im Kopf selber denken können.

Verkündigung

Erlebnispädagogische Spielereihe (Zeitreise)

Besonders cool wäre es, wenn nicht nur von Silas, Paulus, dem Gefängniswärtern hören würde, sondern diese auch von anderen Mitarbeitern gespielt werden.

Ein Mitarbeiter weist die Kinder in die Situation ein:

Wir sind im Jahr 49 n. Chr. in der Stadt Philippi gelandet, die befindet sich im heutigen Griechenland aber zu dieser Zeit herrschen die Römer hier. Ihr wolltet euch gerade die Stadt und das Amphitheater anschauen, als ihr laute Rufe gehört habt. Einer war besonders laut. Er sprach mit den Richtern und Polizisten er rief ihnen zu: „Unsere ganze Stadt beschwert sich über diese Leute hier!“ Dabei zeigte er auf zwei Personen. „Juden sind sie, und sie erzählen merkwürdige Geschichten und verhalten sich, dass wir Römer das nicht gut finden!“

Einigen von euch kennen die beiden Leute vielleicht schon, es waren Paulus und Silas, zwei Reisende, die aus Jerusalem gekommen sind, um von Jesus zu erzählen. Doch es sah nicht  gut für die beiden aus, denn sie wurden von den Richtern und Polizisten bestraft, weil die Menge nicht aufzuhalten war. Man hat sie geschlagen und befahl den Polizisten die beiden ins Gefängnis zu bringen.

Da kam ein Polizist auch auf euch alle zu und meinte, dass ihr doch auch zu den beiden gehört und so hat man euch mit den beiden ins Gefängnis eingesperrt. Die beiden wurden mit Fesseln an den Boden gefesselt und in eine Zelle eingesperrt. Ihr seid in einer speziellen Zelle, aus der ihr fliehen könnt.

Damit beginnt das erste Spiel: Gefängnisausbruch ab 5 Personen

Das Spiel wird, wie auf der Skizze dargestellt, mit drei Seilen und drei festen Punkten aufgebaut. Die festen Punkte können Bäume sein aber auch Stühle und Tische.

Die Regeln sind dabei so:

  • Die Kinder befinden sich im gespannten Dreieck und versuchen aus diesen herauszukommen.
  • Die Kinder dürfen nicht unter den Seilen durch, da alles vom Seil bis zum Boden eine Mauer ist.
  • Die Kinder dürfen nicht das Seil berühren, denn sonst wird die Wache gerufen, die alle Personen wieder ins Gefängnis bringt. (Neustart)
  •  Über jedes gespannte Seil muss mindestens ein Kind steigen.
  • Über die niedrigste darf nur ein Kind steigen.
  • Die Höhe der Seile sollte an der Höhe der Kinder in der Gruppe angepasst werden. Über das niedrigste Seil soll man einfach drüber steigen können, das mittlere soll herausfordernd sein und das höchste soll man nicht alleine schaffen.
  • Beim Übersteigen des höchsten Seil bitte immer Sicherheitsstellung leisten.

Der Mitarbeiter soll die Kinder ermutigen und Tipps zur Problem Lösung bieten aber nicht die Lösung verraten.

Die Erzählung geht weiter, nachdem die Kinder die Aufgabe gelöst haben.

Ihr habt es geschafft, ihr seid nun frei aber was machen aber Silas und Paulus? Habt ihr eine Idee, was sie tun könnten? – Die Kinder können Antworten geben.

Sie haben angefangen zu Gott zu beten und Lieder für ihn zu singen! Warum könnten die das wohl gemacht haben? Mögliche Antworten: Sie waren sich sicher, dass sie nichts ausrichten konnten, dass sie hier für eine lange Zeit gefangen bleiben. Aber sie haben das Vertrauen, das Gott größer ist als all ihre Sorgen und Ängste, und das er etwas tun wird, damit sie weiter ihrer Mission nachgehen können und dafür haben sie ihm auch gedankt.

Wir sollten das auch tun! (Dazu schafft eine passende Atmosphäre: dunkel, denn es ist in der Nacht geschehen, in einen Sitzkreis vielleicht mit einer Kerze in der Mitte. Ihr braucht Zettel und Stifte, um etwas aufzuschreiben und einen Papierkorb. Bei großen Gruppen ist es sinnvoll, sich in mehrere Kleingruppen zu teilen.) Der Mitarbeiter fängt vielleicht so an: Paulus und Silas haben große Sorgen, dass sie nicht mehr aus dem Gefängnis rauskommen. Ihr seid nicht im Gefängnis, aber trotzdem gibt es Situationen, in denen wir Ängste und Sorgen haben. Das ist ganz normal, denn wir Menschen können nicht alle Probleme lösen. Welchen Situationen gibt es wo ihr Sorgen habt, oder wo ihr euch ängstlich fühlt? Wie geht ihr damit um?

Paulus und Silas, haben ihre Sorgen Gott gegeben, indem sie zu ihn gesprochen haben. Wir wollen das auch machen, indem wir das, was uns Ängste oder Sorgen macht, auf einen Zettel schreiben. Danach dürft ihr es abgeben und in den Papierkorb werfen. So gebt ihre eure Sorgen bildlich bei Gott ab. Wir wollen es aber nochmal in einem Gebet tun. Dabei haben die Kinder die Chance in einem Teil des Gebets selber mit Gott zu sprechen: „Gott du siehst, wo ich Angst habe, du siehst in welchen Situationen ich nicht weiter weiß und ich Sorgen habe. (Hier dürfen die Kinder still oder laut ihre Situation Gott bringen.) Allein schaffe ich das nicht immer, aber du, Gott, du bist größer und mächtiger als alle meine Sorgen und möchtest das es mir gut geht. Dir will ich vertrauen.“ (Bietet den Kindern an auch nach der Stunde zu euch zukommen, denn Gott wirkt auch durch uns und es hilft den Kinder ihre Probleme auszusprechen, dann könnt ihr für sie noch beten oder ihnen vielleicht Ideen zu Lösungsansätzen geben.)

Wisst ihr, Paulus und Silas haben auch für Gott gesungen das können wir jetzt auch machen. (Hier könnt ihr passende Lieder singen z.B.: Spar dir deine Sorgen; Immer und überall; Meinem Gott vertraue ich gerne; Wer bittet dem wird gegeben…)

Plötzlich werden Paulus Silas im Gebet gestört, ein Erdbeben öffnete sämtliche Türen des Gefängnisses. (Der Mitarbeiter reißt das Gefängnis aus Seilen ein.) Silas und Paulus waren frei, und mussten nichts dafür tun! Aber sie blieben dort stehen wo sie waren, in der Zelle. Warum machen sie das?

Paulus und Silas machen das, weil sie damit zeigen, dass sie keine Kriminellen sind, sondern auch dem Gesetz gehorchen. Der Gefängniswärter ist durch das Erdbeben ebenfalls aufgewacht. Er schaut sich um und sieht nur die offenen Gefängniszellen und machte sich jetzt sehr große Sorgen er sagte: „Was soll ich denn nur machen, jetzt sind alle Gefangenen geflohen! Nun wird man mich dafür verantwortlich machen und das alles nur, weil ich geschlafen habe. Man wird mich bestrafen und meine ganze Familie!“ Da rief Paulus zu ihm: „Gefängniswärter, wir sind alle da! Du brauchst dir keine Sorgen machen!“ Der Gefängniswärter geht zu den beiden. Habt ihr eine Idee was der Gefängniswärter vor hat?

Er ist zu ihnen gegangen und hat sie vielleicht gefragt: „Wie macht ihr das? Ihr wurdet eingesperrt und hättet einige Zeit hier bleiben müssen, aber trotzdem habt ihr euch keine Sorgen gemacht.“ , „Weißt du,“ sagt Paulus: „ wir machen uns keine Sorgen, weil wir wissen, dass wir einen mächtigen Gott haben und wir müssen nichts fürchten, denn durch Jesus Christus wurden wir gerettet und dürfen das ewig Leben haben! So fürchten wir nichts, nicht einmal den Tod!“ Der Gefängniswärter hat noch eine entscheidende Frage: „ Was muss ich tun, damit ich gerettet werde?“, „Du musst gar nichts tun, denn Gott hat durch Jesus Christus alles getan! Es ist wie ein Geschenk, für ein Geschenk musst du auch nichts machen. Du bekommst es, weil du geliebt bist. Du musst nur das Geschenk annehmen. Also Glaube an Jesus und vertraue ihm!“ Der Gefängniswärter war so glücklich darüber, dass er sie aus dem Gefängnis geführt und bei sich zu Hause eingeladen hat. – Auch euch!

Jetzt kann man mit den Kindern einen Snack einnehmen und eine kleine Feier veranstalten. Denn Gott freut sich immer, wenn eine Person zu ihm gefunden hat. So wie der Gefängniswärter zum Glauben gefunden und gemeinsam mit Paulus und Silas gefeiert hat, so dürfen wir auch gemeinsam feiern, denn wir gehören zu Gott. Startet gerne gemeinsam eine Unterhaltung mit den Kindern und fragt sie:

-Was denkt ihr darüber, dass man nichts tun muss als nur Glauben um gerettet zu werden?

-Was denkt ihr über Paulus und Silas? Was schätzt ihr sind das für Menschen?

-Vertraut ihr Gott? Wenn ja, was gibt dir Vertrauen?

Am Morgen klopften Angestellte der Richter beim Gefängniswärter an die Tür.  Sie hatten die Aufgabe, Paulus und Silas ihren Freispruch zu überbringen. Paulus und Silas sind frei! Sie haben nichts anderes getan als auf Gott zu vertrauen und so geht ihre Reise weiter. Unsere Reise ist hier aber zu Ende  und wir müssen zurück in unsere Zeit reisen…

Hier schließt ihr mit einer kurzen Zeitreise zurück, in der Art und Weise, wie sie zum Einstieg durchgeführt wurde.

Die andere Idee

Die Geschichte aus der Sicht vom Gefängniswärter spielen

Hierbei berichtet der Mitarbeiter von den neuen Gefangenen die er einsperren musste. Man hat ihm gesagt hat, dass er besonders gut auf sie aufpassen muss, da sie Aufstände in der Bevölkerung anzetteln. Auf ihn wirkten sie aber sehr friedlich. Dann berichtet er davon, dass sie angefangen haben zu ihren Gott zu beten und für ihn Lieder zu singen und ihn zu loben. Das kann der Gefängniswärter überhaupt nicht nachvollziehen. Dann schläft er auf Grund des beruhigenden Gesangs ein. Plötzlich weckte er von einem Erdbeben auf. Er sieht die offenen Zellen und macht sich Sorgen und hat Angst vor der Bestrafung. Er hört den Ruf von Paulus, läuft zu ihm und ist erstaunt, dass die beiden sich keine Sorgen gemacht haben. Er berichtet von dem Gespräch und der Erkenntnis, dass er zu Jesus gehören kann. Dann berichtet er davon, dass er sie bei sich zuhause eingeladen hat um mehr von ihm zu erfahren und war total davon begeistert, dass er alle seine Sorgen Gott abgeben darf. Zuletzt erzählt er davon, dass die Gerichtsdiener zu ihm kamen, um Paulus und Silas den Freispruch zu überbringen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder sollen anhand der Gegenstände die Geschichte wiederholen, jeder Gegenstand steht für einen Abschnitt der Geschichte.

Seil (für die Gefangenschaft);

ein Musikinstrument (für Gebet und Gesang);

Schlüssel (für offene Türen);

Partyhut oder Luftschlange (für die Feier, dass der Gefängniswärter und seine Familie zum Glauben gekommen sind).

Gespräch

Das Gespräch wird mit Gegenständen moderiert. Jeder Gegenstand steht für eine Frage und wer diesen in der Hand hält darf als Einziger reden. Nach dem Beantworten wird der Gegenstand weitergegeben oder jemanden zu geworfen, der seine Antwort auf die Frage geben darf. Zum Schluss erhält der Mitarbeiter den Gegenstand der noch abschließenden Aussagen von den Kindern bestärkt, ergänzt oder selber seine Meinung zur Frage gibt.

Rucksack: Was nehmt ihr von der Geschichte mit? Was kann man aus der Geschichte im Alltag umsetzten?

Stein: (hier empfehlt es sich auf das Werfen zu verzichten) Was fandet ihr schwierig? Was hat euch belastet oder nicht so gefallen?

Partygegenstand (Luftschlange): Was fandet ihr gut? Was hat euch Spaß gemacht?

Kerze: Wo ist euch ein Licht aufgegangen? Was ist euch bei der Geschichte aufgefallen oder findet ihr besonders interessant?

Merkvers

Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt und dankt ihm. Philipper 4,6 (nach HfA)

Zum Merkvers gibt es eine Bilddatei, in der der Merkvers und dazu passende Bilder zu sehen sind. das Lernen erfolgt auf folgende Art und Weise: Zuerst deckt der Mitarbeiter alles bis auf den Text ab und liest vor. Dann sprechen die Kinder es beim zweiten Mal mit. Danach deckt der Mitarbeiter einzeln die passenden Bilder auf und sagt den passenden Abschnitt vom Vers. Nun wird es noch einmal wiederholt und die Kinder sollten dabei mitsprechen. Zum Schluss kann man noch ein Ratespiel daraus machen. Dabei  wird der Text verdeckt und man sieht nur ein Bild, nun fragt man welcher Satz dazu gehört.

Gebet

Als Gebet bietet sich der Psalm 23 an, es ist vielleicht einer der Psalmen und Gebete die Paulus und Silas gesprochen habe.

Kreatives

Die Kinder gestalten selber eine Karte mit einem Vers, der ihnen Mut und Vertrauen zu spricht. Dazu nimmt man bunte, dicke Pappe in der Größe A5. Nun können sie den Vers aufschreiben und passende Symbole und kleine Bilder dazumalen.

Passende Bibelstellen: Psalm 91,2; 1.Petrus 5,7; Psalm 10,17; Josua 1,9; Johannes 15,7; Jesaja 41,10

Spielerisches

Räuber und Polizisten

Die Gruppe wird in zwei Teams aufgeteilt. Die einen sind die Polizisten (Fänger), die anderen sind die Räuber, die gefangen werden müssen. Die Räuber werden gefangen, indem sie von einem Fänger berührt werden. Danach muss der Polizist seinen Gefangenen zu einen abgesteckten Bereich (das Gefängnis) begleiten. Dort bleibt der Gefangene, bis er von einem anderen Räuber abgeschlagen wurde und wieder frei ist. Gespielt wird bis alle Räuber gefangen wurden.

Rätselhaftes

(T)extras

Aktion

Ladet eine Person ein, die eine Situation mit Gott erlebt hat, in der sie ihre Sorgen Gott gegeben hat. Lasst die Person erzählen und gibt den Kindern die Möglichkeit der Peron am Ende Fragen zu stellen.

Lieder

Spar dir deine Sorgen,

Kindermutmachlied

Immer und überall,

Wer bittet dem wird geben

Meinem Gott vertraue ich gerne

  • Autor / Autorin: Christian Detering
  • © Deutscher EC-Verband

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