Beten und (nicht) brennen

Einheit | Bibelarbeit
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Beten und (nicht) brennen

Enthalten in:
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre), Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Verband: Deutscher EC-Verband
Redaktion: JUMAT
Zeitbedarf: 30-40 Min. (Vorbereitung: 40-50 Min.)
Bibelstelle: Daniel 3,1-3,30 anzeigen
Bibelstelle
Daniel 3,1-3,30

3

Die drei Männer im Feuerofen

1Der König Nebukadnezar ließ ein goldenes Bild machen sechzig Ellen hoch und sechs Ellen breit und ließ es aufrichten in der Ebene Dura im Lande Babel. 2Und der König Nebukadnezar sandte nach den Fürsten, Würdenträgern, Statthaltern, Richtern, Schatzmeistern, Räten, Amtleuten und allen Mächtigen im Lande, dass sie zur Weihe des Bildes zusammenkommen sollten, das der König Nebukadnezar hatte aufrichten lassen.

3Da kamen zusammen die Fürsten, Würdenträger, Statthalter, Richter, Schatzmeister, Räte, Amtleute und alle Mächtigen im Lande zur Weihe des Bildes, das der König Nebukadnezar hatte aufrichten lassen. Und sie stellten sich vor dem Bild auf, das Nebukadnezar hatte aufrichten lassen. 4Und der Herold rief laut: Es wird euch befohlen, euch Völkern, Nationen und Sprachen: 5Wenn ihr hören werdet den Klang des Horns, der Flöte, der Zither, der Harfe, der Leier, der Doppelflöte und aller andern Instrumente, dann sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, das der König Nebukadnezar hat aufrichten lassen. 6Wer aber dann nicht niederfällt und anbetet, der soll zu derselben Stunde in den glühenden Feuerofen geworfen werden. 7Als sie nun den Klang des Horns, der Flöte, der Zither, der Harfe, der Leier und aller andern Instrumente hörten, fielen alle Völker, Nationen und Sprachen nieder und beteten an das goldene Bild, das der König Nebukadnezar hatte aufrichten lassen.

8Da kamen einige chaldäische Männer und verklagten die Juden, 9fingen an und sprachen zum König Nebukadnezar: Der König lebe ewig! 10Du, König, hast ein Gebot ergehen lassen, dass alle Menschen niederfallen und das goldene Bild anbeten sollten, wenn sie den Klang des Horns, der Flöte, der Zither, der Harfe, der Leier und einer Doppelflöte und aller andern Instrumente hören würden; 11wer aber nicht niederfiele und anbetete, sollte in den glühenden Feuerofen geworfen werden. 12Nun sind da judäische Männer, die du über die einzelnen Ämter im Lande Babel gesetzt hast, nämlich Schadrach, Meschach und Abed-Nego; diese Männer verachten dich, o König! Sie ehren deinen Gott nicht und beten das goldene Bild nicht an, das du hast aufrichten lassen.

13Da befahl Nebukadnezar mit Grimm und Zorn, Schadrach, Meschach und Abed-Nego vor ihn zu bringen. Und die Männer wurden vor den König gebracht. 14Da fing Nebukadnezar an und sprach zu ihnen: Wie? Wollt ihr, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, meinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten, das ich habe aufrichten lassen? 15Wohlan, seid bereit! Sobald ihr den Klang des Horns, der Flöte, der Zither, der Harfe, der Leier und einer Doppelflöte und aller andern Instrumente hören werdet, so fallt nieder und betet das Bild an, das ich habe machen lassen! Werdet ihr’s aber nicht anbeten, dann sollt ihr zu derselben Stunde in den glühenden Feuerofen geworfen werden. Lasst sehen, wer der Gott ist, der euch aus meiner Hand erretten könnte!

16Da fingen an Schadrach, Meschach und Abed-Nego und sprachen zum König Nebukadnezar: Es ist nicht nötig, dass wir dir darauf antworten. 17Siehe, unser Gott, den wir verehren, kann uns erretten aus dem glühenden Feuerofen, und auch aus deiner Hand, o König, kann er erretten. 18Und wenn er’s nicht tut, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten werden.

19Da wurde Nebukadnezar voll Grimm und der Ausdruck seines Angesichts veränderte sich gegenüber Schadrach, Meschach und Abed-Nego, und er befahl, man sollte den Ofen siebenmal heißer machen, als man sonst zu tun pflegte. 20Und er befahl den besten Kriegsleuten, die in seinem Heer waren, Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu binden und in den glühenden Feuerofen zu werfen. 21Da wurden diese Männer in ihren Mänteln, Hosen, Hüten und andern Kleidern gebunden und in den glühenden Feuerofen geworfen. 22Weil das Gebot des Königs so streng und der Ofen überaus heiß war, tötete die Feuerflamme die Männer, die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaufbrachten. 23Aber die drei Männer, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, fielen hinab in den glühenden Feuerofen, gebunden wie sie waren.

24Da entsetzte sich der König Nebukadnezar, fuhr auf und sprach zu seinen Räten: Haben wir nicht drei Männer gebunden in das Feuer werfen lassen? Sie antworteten und sprachen zum König: Ja, König. 25Er antwortete und sprach: Ich sehe aber vier Männer frei im Feuer umhergehen, und sie sind unversehrt; und der vierte sieht aus, als wäre er ein Sohn der Götter.

26Und Nebukadnezar trat vor die Tür des glühenden Feuerofens und sprach: Schadrach, Meschach und Abed-Nego, ihr Knechte des höchsten Gottes, tretet heraus und kommt her! Da traten Schadrach, Meschach und Abed-Nego heraus aus dem Feuer. 27Und die Fürsten, Würdenträger, Statthalter und Räte des Königs kamen zusammen und sahen, dass das Feuer den Leibern dieser Männer nichts hatte anhaben können und ihr Haupthaar nicht versengt und ihre Mäntel nicht versehrt waren; ja, man konnte keinen Brand an ihnen riechen.

28Da fing Nebukadnezar an und sprach: Gelobt sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertraut und des Königs Gebot nicht gehalten haben, sondern ihren Leib preisgaben; denn sie wollten keinen andern Gott verehren und anbeten als allein ihren Gott! 29So sei nun dies mein Gebot: Wer unter allen Völkern, Nationen und Sprachen den Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos lästert, der soll in Stücke gehauen und sein Haus zu einem Schutthaufen gemacht werden. Denn es gibt keinen andern Gott als den, der so erretten kann. 30Und der König gab Schadrach, Meschach und Abed-Nego größere Macht im Lande Babel.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Weitere Bibelstelle: Psalm 50,15
Benötigte Materialien: Briefumschlag, Brieftext (zerschnitten), Material für Lagerfeuer, Spielfigur(en)
Anhang:
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Das Ziel

Starter

Gott im Gebet bitten hilft (nicht) immer.

Checker

Gott steht uns bei, wenn wir zu Gott stehen.

Der Text an sich

Personen: Die drei Freunde von Daniel Hananja, Mischael und Asarja sind die Hauptpersonen. Alle drei wurden nach ihrer Gefangenschaft durch die Babylonier umbenannt und bekamen babylonische Namen. So wurden ihre ursprünglichen Namensbedeutungen verändert und Hananja (Jahwe ist gnädig) hieß Schadrach (Bedeutung nicht sicher), Mischael (wer ist wie Gott) hieß Meschach (Widder – Symbol des Sonnengottes der Chaldäer) und Asarja (Gott ist mein Helfer) wurde Abed Nego (Diener des Nebo – babylonischer Götze). So wird deutlich, wer die Macht über die drei Freunde haben sollte. Nicht ihr alter Gott aus Jerusalem, sondern die neuen Götter und Götzen sollten sie von nun an anbeten.

Die Chaldäer sind ein aramäisches Volk, das sich südlich von Babylon angesiedelt hatte und zum babylonischen Reich gehörten.

Ort: Die Ebene Dura ist in der Nähe von Babylon, dem Regierungssitz Nebukadnezars.

Die drei Freunde von Daniel wurden von Nebukadnezar persönlich über einige Teile in Babel gesetzt (Daniel 2,48-49).

Für die Babylonier war es nicht ungewohnt, dass sich die Herrscher ein Ebenbild machen ließen. Vor diesem musste sich das ganze Volk niederknien und es ehrfürchtig anbeten. Das war der Loyalitätsbeweis für Nebukadnezar und machte deutlich, dass das ganze Volk ihn und niemand anderen verehrte. Der Erlass des Königs bringt die drei Freunde in eine schwierige Situation – Gottes Gebote sagen, dass sie niemanden anbeten sollen als ihn allein, aber Nebukadnezar verlangt genau das von ihnen.

Das sich Widersetzen gegen diesen Erlass bleibt nicht unbemerkt und die Anklage der als treu geltenden Chaldäer lässt nicht lange auf sich warten. Sie sagen Nebukadnezar durch die Blume, dass diese Ausländer (Juden) nicht treu sind gegenüber den Geboten Nebukadnezars – sie schüren das Misstrauen und Nebukadnezar zitiert die drei Freunde zu sich.

Obwohl Nebukadnezar nicht muss, gibt er ihnen eine zweite Chance. Dies könnte ein Anzeichen dafür sein, dass er den drei Freunden Daniels (der wahrscheinlich immer noch am Hof Nebukadnezars ist) grundsätzlich vertraut. Aber auch diese zweite Gelegenheit lassen sie verstreichen. Trotz der angedrohten Strafe – der Feuerofen – bleiben die drei standhaft und bieten Nebukadnezar die Stirn. Allein dieser Widerstand hatte die Todesstrafe zur Folge. Die Freunde begründen ihr Verhalten mit ihrem Vertrauen auf Gott, der sie retten kann – selbst aus dem sicheren Tod. Als Nebukadnezar in das Feuer schaut, sieht er plötzlich vier Männer – trotz seiner abergläubischen Vorstellung erkennt er, dass der Gott der Juden der Größte ist. Das führt dazu, dass er den drei Freunden noch mehr Macht in Babel gibt.

Der Text für mich

Sie klingt unglaublich, diese Geschichte. Drei Menschen überleben ein Feuer unbeschadet, weil ein Engel neben ihnen steht. Dieses Gottvertrauen der drei begeistert mich, denn oft stehe ich im Alltag da und tue mich schwer, meinen Glauben so klar zu vertreten. Manchmal werde ich dafür belächelt, manchmal endet es in spannenden Diskussionen mit Aussagen wie „Gott gibt es nicht, weil …“ Im Vertrauen auf Gott, dass er mir beisteht, rede ich offen mit den verschiedensten Menschen, mit unterschiedlichen Religionen über meinen Glauben.

Manche Gespräche nehme ich mit ins Gebet und bitte für die Menschen. Oft habe ich das Gefühl, dass durch mein Gebet nicht viel passiert und es sinnlos scheint – aber immer wieder merke ich, wie Gott oft still wirkt.

Der Text für dich

Checker

Für die meisten Kinder ist es nicht leicht in der Schule oder im Sportverein von Gott zu erzählen. Oft werden sie dafür komisch angeschaut und ihre Freunde sagen: „Wer glaubt denn an so was“ oder „Du spinnst doch, wenn du an so was glaubst“ oder „Es gibt keinen Gott“. Manche werden sogar wegen ihres Glaubens gehänselt und ausgelacht und zum Außenseiter. Dann standhaft zu bleiben und zur eigenen Meinung auch gegenüber Freunden und Klassenkameraden zu stehen, ist nicht einfach. Aber Gott steht uns in solchen Situationen zur Seite.

Für Kinder ohne Glaubensbezug ist es oft schwer zu verstehen, warum andere Menschen beten. Diese Reden mit jemand Unsichtbarem ist in ihren Augen völlig sinnlos. Sie vertrauen lieber auf etwas, das greifbar und sichtbar ist. Dass Gebete bei Gott nicht unerhört bleiben und dass sie Großes bewegen können, ist für viele völlig unvorstellbar. Aber auch sie haben vielleicht schon erlebt, dass Menschen in großer Not auf einmal anfangen, zu Gott zu beten und darauf hoffen, dass Gott ihnen aus dieser schweren Lage hilft.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Der Brief von Daniels Freunden

Im Mittelpunkt der Verkündigung steht ein Brief, den die drei Freunde an Daniel geschrieben haben könnten. Dieser Brief wird zerschnitten und die Teile werden im Raum versteckt.

Ein Mitarbeiter bittet die Kinder um Mithilfe, denn ein Brief an Daniel ist verschollen. Seine drei Freunde haben ihm geschrieben. Doch der Brief ist nie angekommen. Nachdem die Briefteile gefunden und der Brief wieder zusammengesetzt wurde, liest ein Mitarbeitender den Brief vor.

Idee 2: Spielfigurenszene

Eine erste Szene der Geschichte wird mit Spielfiguren aufgebaut.

Auf einer Wiese steht eine riesige goldene Statue. Davor stehen viele Menschen (Soldaten, Musiker, Volk).

Die Kinder sollen erzählen, was sie in dieser Szene sehen.

Danach wird die Geschichte erzählt.

Verkündigung

Interaktives Vorlesen des Briefes

Um das Lesen des Briefes nicht zu langweilig zu machen, kann man bei verschiedenen Worten die Kinder etwas sagen oder etwas machen lassen.

Vorschläge dazu wären:

  • König Nebukadnezar: Alle Kinder sagen „Lang lebe der König“
  • Drei Freunde: Drei Kinder sagen: „Unser Gott ist größer als der König“
  • Goldene Statue: Kinder rufen erstaunt „oh“
  • Musik erklingt: Instrumente an die Kinder verteilen und sie dürfen kurz Musik machen (Rasseln, Trommeln oder Ähnliches)
  • Das Volk: „Unser König ist der Größte“

Diese Möglichkeit des Mitmachens kann beliebig erweitert werden.

Brief der drei Freunde

Bei den fettgedruckten Wörtern dürfen die Kinder die abgesprochenen Sätze sagen oder die Bewegung machen.

Lieber Daniel,

heute kommen wir endlich dazu, dir wieder einmal ein paar Zeilen zu schreiben. Wir hoffen, dass es dir gut geht. Wir beten jeden Tag für dich und deine Aufgaben am Königshof. Wir glauben, dass es nicht immer leicht ist, alle Herausforderungen zu schaffen. Möge unser allmächtiger Gott alles segnen, was du tust.

Die letzten Tage und Wochen waren sehr ereignisreich. Wir wollen dir ein wenig davon erzählen, was hier bei uns alles passiert ist.

Alles fing damit an, dass König Nebukadnezar eine riesige goldene Statue aufstellen ließ.  Diese war wirklich groß. Ungefähr 30 Meter ragte sie in den Himmel und sie war satte 3 Meter breit. König Nebukadnezar hatte nun eine Idee. Er rief alle wichtigen Männer seines Staates zusammen und erklärte ihnen seine Idee. Am Tag der Einweihung sollte sich das ganze Volk vor der riesigen goldenen Statue versammeln. Aber damit nicht genug. Wenn die Musik spielte, sollten sich alle Menschen aus seinem Volk der riesigen goldenen Statue verbeugen und diese anbeten. Und wer sich weigert, würde in den Feuerofen geworfen werden. Nun standen wir drei Freunde vor einer schwierigen Entscheidung. Du weißt ja, dass wir keine fremden Götter oder Menschen anbeten dürfen. So steht es in unseren Geboten, die uns unser Gott gegeben hat.

Also gingen wir an dem Tag der Einweihung der riesigen goldenen Statue zur Ebene Dura. Wir staunten nicht schlecht über diese riesige goldene Statue und auch darüber, dass das ganze Volk ebenfalls da war.

Es war ein besonderes Schauspiel, als das ganze Volk beim Klang der Musik auf einmal auf den Boden fiel und die riesige goldene Statue anbetete. Nur wir drei Freunde blieben stehen. Und wie du dir denken kannst, haben das einige Chaldäer auch gesehen. Und du weißt ja, dass diese nicht unsere Freunde sind und sie sind sofort zu König Nebukadnezar gegangen und haben es ihm erzählt.

Daraufhin hat uns König Nebukadnezar zu sich holen lassen. Er sagte, wenn wir drei Freunde nicht beim Klang der Musik vor ihm auf dieFüße fallen würden, dann würde er uns in den Feuerofen werfen. Wie aus einem Mund sagten wir drei Freunde, dass wir das nicht tun. Denn wir beten unseren Gott an und der ist größer als alle anderen. Wenn aber König Nebukadnezar uns dafür bestrafen will, dann sind wir drei Freunde uns sicher, dass Gott uns beschützt.

König Nebukadnezar war so wütend, dass er befahl, den Ofen extra stark anzufeuern. Als es so weit war, gab König Nebukadnezar den Befehl, uns hineinzuwerfen. Und es war unglaublich. Wir drei Freunde beteten zu Gott und er erhörte uns. Denn die Flammen des Feuers konnten uns nichts antun, denn ein Engel stand bei uns im Feuer.

König Nebukadnezar war so überwältigt davon, dass er ein neues Gesetz machte. „Der Gott dieser drei Freunde ist mächtiger als ich. Deswegen darf keiner über diesen Gott schlecht reden. Sonst droht ihnen eine besonders harte Strafe.“

Als das Volk davon hörte, waren sie sehr erstaunt. Denn eigentlich war ihr König Nebukadnezar so etwas wie der Gott auf der Erde. Aber er musste einsehen, dass der Gott der drei Freunde, also unser Gott, viel mächtiger ist als er.

Wir drei Freunde hoffen, dass es dir gut geht. Wir denken an dich und beten für dich zu unserem allmächtigen Gott.

Shalom

Schadrach, Meschach und Abed-Nego

Die andere Idee

Erzählung mit Spielfiguren

Nachdem sich die Kinder über die erste Szene unterhalten haben, werden weitere Szenen dargestellt. Im weiteren Verlauf wechselt die Szenerie immer wieder. Von der Ebene Dura in den Königssaal, wo der König über die 3 Freunde richtet und von da zum Feuerofen. Am Ende könnte man die Verkündigung des neuen Gesetzes wieder in der Ebene Dura machen. Um die Kinder immer wieder mit einzubinden, kann man sie auf verschiedene Art und Weise immer wieder mitmachen lassen (zum Beispiel überlegen, was die 3 Freunde gemacht haben könnten, als sie von dem Gesetz gehört haben). Außerdem können sie aktiv am Aufbau der Szenen beteiligt werden.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Geschichte wird mit den Kindern in 4 Abschnitten wiederholt.

Abschnitt 1: Die goldene Statue und das Gesetz dazu.

Nebukadnezar will, dass die Menschen seine goldene Statue anbeten. Er versammelt das Volk in der Ebene Dura und lässt sie vor der Statue niederknien – alle machen mit, außer drei.

Abschnitt 2: Die drei Freunde vor König Nebukadnezar

Trotz der drohenden Strafe stehen die Männer zu dem, was sie getan haben. Mehr noch, sie widersetzen sich dem König und sagen ihm, dass er mächtig ist. Aber ihr Gott ist der Größte. Nebukadnezar schäumt vor Wut. Er lässt den Ofen extra heiß anfeuern und wirft die 3 hinein.

Abschnitt 3: Die drei Männer im Feuerofen

Der König sieht zu, wie die Männer in den Ofen geworfen werden und muss feststellen, dass aus den drei Männern auf einmal vier geworden sind und diese nicht verbrennen, wie er es erwartet hat.

Abschnitt 4: Das neue Gesetz

König Nebukadnezar erkennt die Größe Gottes an und erlässt ein neues Gesetz.

Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Vertrauen die 3 Freunde in Gott haben. Selbst als ihnen gedroht wird, dass sie sterben müssen, ändern sie ihre Meinung nicht. Sie vertrauen darauf, dass Gott sie beschützt und ihnen beisteht. Und dieses Vertrauen wird belohnt. Für alle wird sichtbar, wie groß und mächtig Gott ist. Selbst Nebukadnezar bleibt nichts anderes übrig, als zu erkennen, dass der Gott der Juden viel mächtiger ist als er. Aber dabei bleibt es nicht, Nebukadnezar verkündigt diese Tatsache nicht nur den Menschen im Raum, die bei diesem Wunder dabei waren. Nein, das gesamte Volk erfährt, dass der Gott der Juden größer ist und dass keiner gegen diesen Gott etwas sagen darf.

Gespräch

Fragen an die Kinder:

Was glaubt ihr, warum die 3 Freunde so auf Gott vertraut haben?

Habt ihr schon mal auf Gott vertraut?

Hier wäre eine gute Möglichkeit, dass ein Mitarbeitender von seinen eigenen Erfahrungen erzählt. Wie ist es, wenn man auf Gott vertraut? Wie kann man merken, dass Gott bei uns ist? 

Wenn wir Gott um Hilfe bitten, hat er versprochen uns zu helfen. Vielleicht haben die drei Freunde in dem Moment an den Vers aus Psalm 50,15 gedacht. Sie haben Gott in ihrer Not angerufen und Gott hat sie aus der Gefahr gerettet. Aber auch wenn dies nicht passiert wäre, waren sich die drei Freunde sicher, dass ihr Gott größer ist als die Götter und Götzen der Babylonier. Den Lobpreis Gottes über die Rettung der drei Freunde hat dann König Nebukadnezar übernommen und Gott als den höchsten Gott geehrt. Wenn wir erleben, dass Gott uns in unserem Leben hilft, sollen wir das anderen Menschen erzählen und Gott dafür loben. Vielleicht ist die Rettung nicht so spektakulär wie bei den drei Freunden, aber Gott freut sich trotzdem über unser Lob.

Nach dem Zeugnis eines Mitarbeitenden kann man die Kinder fragen, ob sie schon einmal zu Gott in einer Notsituation gebetet haben und wie Gott ihnen geholfen hat.

Merkvers

Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen. Psalm 50,15 Luther 84

Um mit den Kindern den Merkvers zu üben, kann man diesen in drei Teile aufteilen und mit Bewegungen verbinden.

Rufe mich an in der Not – Die Hand zum Telefon machen und ans Ohr halten

So will ich dich erretten – beide Hände nach vorne strecken

Und du sollst mich preisen – beide Arme nach oben strecken

Gebet

Beim Gebet kann man auf die Reaktionen der Kinder vorher eingehen. Vielleicht kann man gemeinsam Gebetsanliegen sammeln und für diese bitten.

„Hallo Gott,

es ist gut zu wissen, dass wir immer zu dir kommen können und dir alles erzählen können. Danke, dass wir wissen dürfen, dass du immer an unserer Seite sein wirst, auch wenn die Situation noch so schwierig zu sein scheint. Für dich ist nichts unmöglich. Danke dafür.

Amen.“

Man kann den Kindern das Angebot machen auch für einzelne Gebetsanliegen zu beten.

Kreatives

Lagerfeuer

Gemeinsam mit den Kindern kann man ein Lagerfeuer machen und dabei Stockbrot, Würstchen oder Marshmallows grillen. Dabei werden die Kinder merken, dass es ganz schön warm ist, wenn man ans Feuer herantritt. Wie warm wird es wohl in dem Feuer bei den drei Freunden gewesen sein? Der Ofen wurde ja extra noch angeheizt.

Spielerisches

Der König befiehlt

Alle Teilnehmer werden in zwei Gruppen eingeteilt. Ein Mitarbeitender ist der König und sagt den Kindern Gegenstände, die die Kinder holen müssen. Die Gruppe, aus der zuerst der Gegenstand gebracht wurde, erhält einen Punkt.

Beispiele:

Linker Schuh; fünf aneinander geknotete Socken, Blume, Stein, 1-Euro-Stück …

Rätselhaftes

Daniel und seine Freunde schrieben sich immer wieder Briefe um zu erzählen, wie es ihnen ging. Da sie aber nicht wollten, dass jemand anderes die Briefe liest, haben sie diese in einer besonderen Geheimsprache geschrieben.

19 3 8 1 12 15 13    4 1 14 9 5 12,

23 9 5    7 5 8 20    5 19    4 9 18?   

9 14    5 9 14 5 18    23 15 3 8 5     23 9 18 4    2 5 9    20 14 19    5 9 14 5   

18 9 5 19 9 7 5     7 15 12 4 5 14 5    19 20 1 20 21 5   

5 9 14 7 5 23 5 9 8 20.     23 9 18    19 15 12 12 5 14    1 12 12 5     4 1 8 9 14.

2 9 20 20 5    4 5 14 11 5    1 14    21 14 19    21 14 4    2 5 20 5.

4 5 9 14 5    4 18 5 9    6 18 5 21 14 4 5   

Code:

A=1, B=2, C=3…

Lösung:

Schalom Daniel,

Wie geht es dir? In einer Woche wird bei uns eine riesige goldene Statue eingeweiht. Wir sollen alle dahin. Bitte denke an uns und bete.

Deine drei Freunde.

T(extras)

Lieder

Mein Gott ist so groß, so stark und so mächtig

Absoluto guto

Wir singen für unsern Gott

Spiele

Kekse und Kerzen

Material: Kekse, Teelichter, Streichhölzer oder Feuerzeug, feuerfeste Schale oder Unterlage, Eimer mit Wasser (für alle Fälle),

Auf einem Tisch wird in jede Ecke eine Kerze, Streichhölzer/Feuerzeug und ein Teller mit 4–5 Keksen gelegt. An jede Ecke wird ein Kind gestellt. Die Aufgabe besteht darin, die Kekse aufzuessen. Man darf aber nur so lange essen, wie die eigene Kerze brennt. Jeder Spieler muss versuchen, die Kekse so schnell wie möglich aufzuessen und dabei auf sein eigenes Kerzenlicht achten und versuchen, die Kerzen der anderen auszupusten.

  • Autor / Autorin: Michael Fehmel
  • © Deutscher EC-Verband
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