Dankbarkeit in 3DDankbarkeit in 3D

Einheit: Dankbarkeit in 3D

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60 Min. (Vorbereitung: 45 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Herzbrille, kopierter Bibeltext (o. Bibeln für Teilnehmende),
Bibelstelle: Lukas 17,11-19
Lukas 17,11-17,19

Wer in das Reich Gottes kommt

Lukas 17,11–19,27

Der dankbare Samariter

11Auf seinem Weg nach Jerusalem zog Jesus

auch durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa.

12Er kam in ein Dorf.

Dort begegneten ihm zehn Männer,

die an Aussatz erkrankt waren.

Sie blieben in einiger Entfernung stehen

13und riefen laut:

»Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!«

14Jesus sah sie an und sagte zu ihnen:

»Geht und zeigt euch den Priestern!«

Noch während sie unterwegs waren,

wurden sie geheilt und rein.

15Einer von ihnen kehrte wieder zurĂĽck,

als er merkte, dass er geheilt war.

Er lobte Gott mit lauter Stimme,

16warf sich vor Jesus zu Boden und dankte ihm.

Und dieser Mann war ein Samariter!

17Da fragte Jesus ihn:

»Sind nicht zehn Männer rein geworden?

Wo sind denn die anderen neun?

18Ist sonst keiner zurĂĽckgekommen,

um Gott die Ehre zu geben –

nur dieser Fremde hier?«

19Und Jesus sagte zu ihm:

»Steh auf, du kannst gehen!

Dein Glaube hat dich gerettet.«

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

Anhand der Geschichte der geheilten neun Aussätzigen und des geheilten und dankbaren Samariters soll Dankbarkeit als eine willentliche Einstellung des Herzens mit großen Auswirkungen erarbeitet werden.


Vorschau:

Dankbarkeit, dass ich beschenkt bin.
Dankbarkeit, womit ich beschenkt bin.
Dankbarkeit dem gegenĂĽber, der mich ĂĽberreich beschenkt!

1. Vorbemerkungen

Wenn Undankbarkeit die Vergesslichkeit des Herzens ist, dann ist im Umkehrschluss gelebte Dankbarkeit das Gedächtnis des Herzens. Wenn (auch) Teens, manipuliert von einer grenzen- und gnadenlosen Konsumgesellschaft nicht genug haben und genug bekommen können und haben müssen, was alle anderen sowieso auch schon haben, dann trainiert und fördert dies die Alzheimerkrankheit des Herzens, die sich zu einer chronischen Unzufriedenheit entwickeln kann. Dankbarkeit ist der erlernbare Lebensstil – eben für Teens, um so früh als möglich die Lebensweiche in Richtung Glück und Zufriedenheit zu stellen. Dankbarkeit braucht also den geschärften Blick des Herzens, also eine 3D-Herzbrille, um Dankbarkeit in allen drei Dimensionen zu leben.

2. Zielgedanke

Dankbarkeit ist eine erlernbare Herzenshaltung!

3. EinfĂĽhrung inkl. Exegese

3.1 Das Wort „danken“ in der Bibel

Das Hebräische kennt vorwiegend nur ein Wort: jadah (beinhaltet Jahwe) und meint loben, danken, preisen, bekennen, gestehen.

Im Griechischen ist es vorwiegend das Wort „eucharistia“, die Dankbarkeit (beinhaltet chara = Freude und charis = Gnade).

Im AT finden wir Dank als Dankopfer und in Form von Dankliedern.

3.2 Dankbarkeit versus Undankbarkeit

Gott wird uns in seinem Wort durchweg als der vorgestellt, der gibt: Leben, Lebenskraft, Körper, Verstand, Wille, GefĂĽhl, Gesundheit, Essen, Trinken, Freundschaft, Liebe, Geld, Arbeit, Urlaub, Schlaf, Wohnung, Kleidung, Gaben, … Der Mensch wird uns seit der Schöpfung beschrieben als der, der empfängt. In der Bibel finden wir zwei Lebensstile bezĂĽglich des Umgangs mit den Gaben, die Gott gibt: die Dankbarkeit und die Undankbarkeit.

Der Lebensstil der Dankbarkeit ist geprägt von empfangen, danken, genießen, teilen, verzichten. Dankbarkeit macht gelassen. Wer dankbar ist genießt, teilt gern und kann fröhlich verzichten.

Der Lebensstil der Undankbarkeit ist geprägt von behaupten, beneiden, bestimmen, übertrumpfen. Undankbarkeit zeugt Unzufriedenheit, lässt mich zweifeln oder überheblich werden. Wer undankbar rafft, macht sich unfähig, freiwillig zu teilen und wer undankbar konsumiert, kann auch nur unfreiwillig verzichten.

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  • Autor / Autorin: Christian Kimmich
  • © Deutscher EC-Verband