Einheit: Das DreckRace – / Schwitzen für einen guten Zweck

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 180-300 Min. (Vorbereitung: 360-480 Min.)
Materialarten: Geländespiel, Sport
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: Events + Projekte, Freizeiten
Redaktion: TEC:

Vorbemerkungen

Jeder hat schon mal von einem Hindernislauf gehört. Es ist ein großer Trend, der vor allem in den USA und Asien in den letzten Jahren aufgekommen ist. Grundsätzlich geht es darum, sportlich aktiv zu werden und Hindernisse zu überwinden. Es gibt Hindernisläufe, bei dessen erfolgreicher Absolvierung große Prämien und Ruhm die Belohnung sind (z. B. Ninja Warrior, Takeshi’s Castle). Oder Parcours, bei denen man sein Können testen kann und unter anderem in Teams läuft (Tough Mudder, Strong Viking). Und dann gibt es noch jede Menge Spendenläufe, welche dazu dienen, für bestimmte Projekte Geld zu sammeln.

Das DreckRace ist auch ein Hindernislauf, welcher gefüllt von Schlamm, Schaum und Spaß ist – und gleichzeitig Geld für den EC-Jugendverband einbringt. Es findet jährlich beim J-Camp mit rund 350 Teilnehmern statt. Das J-Camp ist das Teenager- und Jugendcamp des EC-Landesjugendverbandes Hessen-Nassau, das auf dem Gelände des Knüll House in Neukirchen stattfindet: www.j-camp.de. Das Feedback dazu war in den letzten zwei Jahren sehr positiv. So gut wie alle Läufer fanden den Parcours herausfordernd, aber trotzdem spaßig. Zudem pushen wir unsere Läufer mit Preisen in den folgenden Kategorien: Die schnellste Runde, die meisten Runden, die meisten Spenden eines einzelnen Läufers (jeweils für Jungs und Mädchen) und der Jugend- bzw. Teenkreis mit den meisten Spenden (Wanderpokal). Beim ersten DreckRace nahmen 80 Läufer und Läuferinnen teil (Gesamtspende: 4900€) und im zweitem Jahr 120 (5300€) – bei sonst gleichbleibenden Campteilnehmern.

Doch bevor der Spendenlauf beginnt, muss noch einiges organisiert und vorbereitet werden. In den nächsten Absätzen sind die wichtigsten Punkte aufgeführt, die man beachten sollte.

Vorbereitung – Die Sponsorenliste

Vor Beginn, erhält jeder Teilnehmer eine Sponsorenliste und einen Brief an die Sponsoren (Material, siehe Webseite: https://echn.de/teens-und-jugendliche/j-camp/dreck-race). Mit den beiden Unterlagen kann dann die Sponsorensuche losgehen. Am besten startet die Suche schon zwei bis drei Monate vor dem großen Tag. Es ist möglich, einen Festbetrag oder einen Betrag pro absolvierter Runde zu spenden. Dabei ist es ganz egal, wer die Sponsoren sind: es können Familien- oder Gemeindemitglieder sein, Freunde, fremde Leute oder sogar Unternehmen. (Letztere wollen jedoch meist nur spenden, wenn sie später eine Spendenquittung erhalten.)

Wichtig! Es ist gut, einen groben Richtwert an maximalen Runden vorzugeben, damit die Sponsoren wissen, mit welchem Betrag sie ungefähr rechnen können, wenn sie Geld pro Runde spenden.

Die Wahl der Hindernisse

Manche Läufe erstrecken sich über 20km oder mehr. Dort werden auch keine Runden gelaufen. Das DreckRace hingegen ist ein Spendenlauf, welcher für wenig Platz konzipiert ist. Die Strecke, die wir zur Verfügung haben, beträgt ca. 500m und befindet sich auf einer abschüssigen Obstwiese (165mx32m).

Auf der einen Seite wollten wir einen Hindernislauf kreieren, der nicht zu anstrengend ist. Dadurch können ihn auch jüngere Personen oder Läufer, die körperlich nicht topfit sind, absolvieren. Dennoch sollte er nicht langweilig sein und jeden einzelnen Läufer herausfordern, auch wenn man mehrmals die gleiche Runde läuft. Darum haben wir die Hindernisse an unsere Zielgruppe angepasst. Manche von ihnen waren für kleine und junge Menschen einfacher (Gitter, Bögen) und andere wiederum für große und stärkere Personen (Netze, Baumstamm). Im Idealfall sollten die schwächsten Läufer mindestens fünf und die besten Sportler maximal 30 Runden erreichen. Die Dauer des gesamten Laufs sollte sich auf ca. 1,5h betragen.

Wichtig! Wählt die Hindernisse so, dass sie für eure Zielgruppe geeignet sind! Wenn der Parcours zu schwer oder lang erscheint, dann entfernt Hindernisse oder lasst die Läufer bergab rennen. Wirkt er zu leicht, sodass nach 1h noch alle Läufer mitlaufen könnten, dann fügt lieber noch ein paar Hindernisse hinzu.

Risikobewertung

Viele Läufer, Hindernisse und Hürden und ein anstrengender langer Parcours bedeuten auch erhöhte Verletzungsgefahr und eine erhöhte Kreislaufbelastung. Damit ihr viele Risiken vorher ausschließt, ist es wichtig, dass der Parcours rechtzeitig aufgebaut ist, um mit einem Sanitätsteam und den verantwortlichen Leiter der Veranstaltung eine Risikobewertung durchzuführen. Welche Hindernisse haben ein erhöhtes Verletzungsrisiko? Wie können die Verletzungsgefahren minimiert werden? Auf was müssen die Mitarbeiter, die die Gruppen während des Laufs betreuen, besonders achten? Der FeG-Sanitätsdienst ist bei größeren Jugendveranstaltungen ein guter Ansprechpartner – oder vielleicht habt ihr Ehrenamtliche vor Ort, die beruflich als Arzt oder Rettungssanitäter arbeiten, dann holt sie mit in euer Team!

Das DreckRace soll allen Spaß machen, die Gemeinschaft stärken und den Wettkampfgeist fördern, deswegen ist es wichtig, dass ihr die Verantwortung für die Teilnehmenden tragt, dass sie unbeschadet ins Ziel laufen.

Ablauf des Rennens

Am Tag selbst kommen die Teilnehmer mit ihren, hoffentlich gefüllten, Sponsorenlisten zu euch. Die Läufer werden per Zufallsprinzip in Gruppen eingeteilt. Diese werden wie folgt gezählt:

1. Gruppe (Nr. 100) mit Läufern Nr. 101, 102, 103…

2. Gruppe (Nr. 200) mit Läufern Nr. 201, 202, 203… usw.

Ein Läufer erhält seine Nummer und gibt gleichzeitig seine Sponsorenliste ab. Auf die Liste und auf seine Hand wird nun seine Nummer mit einem wasserfesten Stift geschrieben.

Ein Mitarbeiter ist jeweils für eine Gruppe als Zähler verantwortlich. Aus unserer Erfahrung sind 6-12 Läufer pro Mitarbeiter optimal.

Ein Zähler sammelt seine Läufer nach der Nummernverteilung bei sich und gibt in seine „Zählapp“ die jeweiligen Namen sowie die dazugehörigen Nummern ein. Dann gehen alle in ihren Gruppen zum Startpunkt. Da ein kleiner Parcours keinen Platz für einen Massenstart von allen zulässt, starten die einzelnen Gruppen nacheinander. Dies findet in 20-30 Sekunden Verzögerung statt, sodass kein Stau bei den ersten Hindernissen entsteht (beginnend mit der 1. Gruppe – 100).

Das Zählsystem ist sehr wichtig! Wir benutzen eine App. Sie erfasst nicht nur die Gesamtrundenanzahl jedes einzelnen Läufers, sondern zählt auch jede einzelne Rundenzeit. Dadurch kann man zum Schluss sehr einfach die Preiskategorien auswerten (s.o.). Wenn ein Läufer durch den Start läuft, tippt der Zähler bei diesem Läufer auf die Nummer in der App und die nächste Runde fängt an. (Vorschläge für Apps auf der Website)

Wichtig! Wenn man ausschließen möchte, dass sich die Läufer zwischendurch groß ausruhen und nach 3h immer noch laufen, kann man eine feste Rundenzeit einführen. Wer diese überschreitet scheidet aus.

Nach dem Hindernislauf

Die Auswertung findet direkt im Anschluss statt. Dazu werden die Daten jedes einzelnen Läufers von den Geräten mit der App auf einen PC übertragen (z.B. per E-Mail). Schließlich wird aufgrund der individuellen Leistung und Sponsoren der Gesamtbetrag errechnet, welcher jeder Läufer erkämpft hat. Die Daten von allen Teilnehmern werden in einer Excel-Tabelle gesammelt. Dies ist unter anderem wichtig, um herauszufinden, welcher Teen- bzw. Jugendkreis die meisten Spenden erkämpft hat und um schlussendlich zu sehen, wer seine Spenden schon bezahlt hat und bei wem noch etwas offen ist.

Fragen an daniel.hoffmann@echn.de

Die gesamte Durchführung im Überblick:

  • 1 Jahr vorher: – Gedanken zu Hindernissen und Aufbau machen: Zielgruppe, Platz, der zur Verfügung steht (…)
  • Anfang des Baus der Hindernisse
  • Monate vorher: – Sponsorenliste und Brief an die Teilnehmer verschicken
  • Sponsorensuche startet
  • 2-3 Tage vorher:- früh genug anfangen den Parcours aufzubauen
  • Risikobewertung mit Sanitätsdienst durchführen
  • App zum Zählen auf den Geräten installieren
  • Am Tag selbst:- Läufer mit wasserfesten Stiften in Gruppen aufteilen
  • & gleichzeitig Sponsorenliste einsammeln auf diese werden sofort die dazugehörigen Nummern übertragen
  • Start: Zähler beginnen auf der App zu zählen, wenn die Gruppe losläuft
  • wenn ein Läufer eine Runde geschafft hat, tippt der Zähler auf der App, sodass für ihn eine weitere Runde beginnt
  • Spaß haben und alles geben!
  • Danach:- Auswertung und Siegerehrung
  • Läufer daran erinnern, dass sie ihr Geld von den Sponsoren einsammeln und an das angegebene Spendenkonto überweisen
  • gespendetes Geld für Gott und sein Reich ausgeben
  • Autor / Autorin: Elias Bruhn
  • © Deutscher EC-Verband