Das ist ungerechtDas ist ungerecht

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Einheit: Das ist ungerecht

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-55 Min. (Vorbereitung: 40-40 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder, Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: großes Seil, WĂ€scheleine, WĂ€scheklammer(n), 1 Streichholzschachtel
Bibelstelle: Nehemia 5,1-13
Nehemia 5,1-5,13

5

Der Schuldenerlass

1Und es erhob sich ein großes Geschrei des Volks und ihrer Frauen gegen ihre jĂŒdischen BrĂŒder. 2Die einen sprachen: Unsere Söhne und Töchter sind viele, wir mĂŒssen Getreide kaufen, damit wir essen und leben können. 3Die andern sprachen: Unsere Äcker, Weinberge und HĂ€user mĂŒssen wir verpfĂ€nden, damit wir Getreide kaufen können in der Hungerzeit. 4Wieder andere sprachen: Wir haben auf unsere Äcker und Weinberge Geld aufnehmen mĂŒssen fĂŒr die Steuern des Königs. 5Nun sind wir doch von gleichem Fleisch und Blut wie unsere BrĂŒder, und unsere Kinder sind wie ihre Kinder; und siehe, wir mĂŒssen unsere Söhne und Töchter als Sklaven dienen lassen, und schon sind einige unserer Töchter erniedrigt worden, und wir können nichts dagegen tun, und unsere Äcker und Weinberge gehören andern.

6Da ich aber ihr Schreien und diese Worte hörte, wurde ich sehr zornig. 7Und ich hielt Rat mit mir selbst und schalt die Vornehmen und die Vorsteher und sprach zu ihnen: Ihr treibt Wucher, einer gegen den andern! Und ich brachte eine große Versammlung gegen sie zusammen 8und sprach zu ihnen: Wir haben unsere jĂŒdischen BrĂŒder losgekauft, die den Heiden verkauft waren, soweit es uns möglich war; ihr aber wollt eure BrĂŒder verkaufen, damit wir sie wieder zurĂŒckkaufen mĂŒssen? Da schwiegen sie und fanden nichts zu antworten.

9Und ich sprach: Es ist nicht gut, was ihr tut. Solltet ihr nicht in der Furcht Gottes wandeln um des Hohnes der Heiden willen, die ja unsere Feinde sind? 10Ich und meine BrĂŒder und meine Leute haben unsern BrĂŒdern auch Geld geliehen und Getreide. Erlassen wir ihnen doch diese Schuld! 11Gebt ihnen noch heute ihre Äcker, Weinberge, ÖlgĂ€rten und HĂ€user zurĂŒck und erlasst ihnen die Schuld an Geld, Getreide, Wein und Öl, die ihr von ihnen zu fordern habt. 12Da sprachen sie: Wir wollen es zurĂŒckgeben und wollen nichts von ihnen fordern und wollen tun, wie du gesagt hast. Und ich rief die Priester und nahm einen Eid von ihnen, dass sie so tun sollten. 13Auch schĂŒttelte ich den Bausch meines Gewandes aus und sprach: So schĂŒttle Gott einen jeden aus seinem Hause und aus seinem Besitz, der dies Wort nicht hĂ€lt: So sei er ausgeschĂŒttelt und leer! Und die ganze Gemeinde sprach »Amen« und lobte den Herrn. Und das Volk tat so.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Zielgedanke         

Es ist wichtig, sich fĂŒr andere einzusetzen.

Merkvers    

Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst.

MatthÀus 22,39; GNB

Situation der Jungscharler      

Die Kinder im Jungscharalter haben meistens ein sehr starkes Gerechtigkeitsempfinden. Sie nehmen jede Ungerechtigkeit wahr und beschweren sich auch oft darĂŒber. DarĂŒber hinaus merken sie auch jetzt schon, dass vieles auf unserer Welt ungerecht ist und dass wir das auch nicht immer Ă€ndern können. Sie erleben diese Ungerechtigkeiten auch oft selbst, z. B. in der Schule. Einige wissen vielleicht schon, was sie tun können, andere fĂŒhlen sich vielleicht eher machtlos. Sie bemerken auch, dass sie selbst bei einigen Ungerechtigkeiten aktiv werden können und bei anderen können sie vielleicht gar nichts tun. Hier ist es wichtig zu zeigen, dass zwar nicht jede Ungerechtigkeit verschwinden kann, aber dass sie auch schon selbst fĂŒr andere einstehen und damit gegen Ungerechtigkeiten kĂ€mpfen können.

ErklĂ€rungen zum Text   

Die Juden sind in Jerusalem gerade dabei, unter Nehemias Aufsicht die Stadtmauer wieder aufzubauen. Das Kapitel 5 wendet den Blick von den Ă€ußeren Angriffen zu den Angriffen von innen. Die soziale Ungerechtigkeit ist eine der Bedrohungen die aus dem eigenen Volk hervorgehen.

V.1-5: Nehemia ist Statthalter von JudĂ€a und die armen Menschen kommen zu ihm, um sich ĂŒber die Reichen aus ihrem Volk zu beschweren. Drei verschiedene Gruppen kommen zu Wort: Die erste Gruppe hat keinen Grundbesitz und musste, um zu ĂŒberleben, die eigenen Kinder als Sklaven verpfĂ€nden. Die zweite Gruppe sind Kleinbauern. Ihre Ernte ist zu gering und so mĂŒssen sie ihren Grundbesitz verpfĂ€nden, um wieder Korn zu kaufen. Die dritte Gruppe sind Menschen die ihre Steuer nicht bezahlen können und deshalb Schulden machen mĂŒssen. Das Unrecht gipfelt darin, dass die Schuldherrren selbst Juden sind. Es sind Landsleute, die der Oberschicht angehören. Das Gesetz kannte die Regelungen des PfĂ€ndens und der Schuldsklaverei, hat aber dafĂŒr einen klaren Rahmen gesetzt. So waren Kreditzinsen und Wucher verboten und der Landbesitz sollte im Erlassjahr zurĂŒckgegeben werden (3.Mose 25, 28 und 31). Schuldner und deren Kinder sollten nicht wie Sklaven behandelt werden (3.Mose 25,39-41). Die Menschen Ă€rgern sich, dass die Menschen aus ihrem eigenen Volk nicht bereit sind, ihnen zu helfen, sondern sie stattdessen sogar noch ausnutzen.

V.6-9: Als Nehemia das hört, wird er sehr wĂŒtend. Doch er macht seinem Zorn nicht sofort Luft, sondern ĂŒberlegt zuerst, wie er die Schuldigen am Besten mit der Situation konfrontiert. Dann sagt er auf der Versammlung der ganzen Gemeinde zu ihnen: „Viele von unseren BrĂŒdern sind gerade erst aus uns fremden LĂ€ndern freigekauft worden und nach Hause gekommen. Wollt ihr sie gleich wieder verkaufen, sodass wir sie wieder zurĂŒckkaufen mĂŒssen?“ Esra hatte nĂ€mlich erst wenige Jahre zuvor bewirkt, dass viele Israeliten aus der Gefangenschaft zurĂŒck nach Jerusalem gekommen sind. Nehemia begrĂŒndet sein Denken zum einen mit der Furcht Gottes. Zum anderen verweist er auf den Hohn und Spott, den die Heiden ĂŒber dem Volk Gottes ausschĂŒtten. Haben sie nicht Recht, wenn sie spotten, denn Juden gehen gegen ihre eigenen Landsleute verĂ€chtlich und unsolidarisch vor.

V.10.11: Nehemia geht mit gutem Beispiel voran und erlÀsst alle Schulden, die bei ihm oder seinen Verwandten gemacht wurden und fordert die ganze Gemeinde dazu auf, das gleiche zu tun. Er handelt sofort, denn ein gesetzeskonformer Erlass im siebenten Jahr (5.Mose 15,1-11) hÀtte die Not nicht sofort beendet.

V.12.13: Die GlĂ€ubiger wollen sofort alles zurĂŒckgeben. Da lĂ€sst Nehemia sie dieses Vorhaben vor einem Priester versprechen. Die Gegenwart der Priester macht den Eid zu einem heiligen Versprechen vor Gott. Um den GlĂ€ubigern deutlich zu machen, wie ernst sie dieses Versprechen nehmen sollen, schĂŒttelt Nehemia nun alles, was er bei sich trĂ€gt, aus seinem Gewand und sagt, dass jeder, der das Versprechen nicht hĂ€lt, all seinen Besitz verlieren soll (er wird sozusagen „ausgeschĂŒttelt“).
Im Text wird deutlich, wie wichtig die soziale Gerechtigkeit fĂŒr das Zusammenleben des Volkes Gottes ist.  Durch die gelebte SolidaritĂ€t wird der innere Frieden wieder hergestellt und dem Spott der Feinde wird widersprochen

Treffpunkt  

Spiele

BrĂŒckentick
Alle Kinder laufen im Raum oder in einem abgegrenzten Spielfeld umher. Ein Kind ist der Ticker und tickt die anderen Kinder. Wer getickt ist, muss eine BrĂŒcke machen, sich also so hinstellen, dass HĂ€nde und FĂŒĂŸe den Boden berĂŒhren. Er kann von noch freien Kindern wieder befreit werden, indem das freie Kind unter der BrĂŒcke des getickten Kindes durchkrabbelt.
Bei großen Gruppen kann man auch mehrere Ticker ticken lassen.

Balancieren
Es werden StĂŒhle in einer Reihe nebeneinander aufgestellt. Dabei sollte man einige StĂŒhle weniger hinstellen als Teilnehmer bei dem Spiel sind. Die Kinder werden in zwei Gruppen geteilt und alle Kinder stellen sich nebeneinander auf den StĂŒhlen auf, Gruppe 1 links und Gruppe 2 rechts. Nun haben sie die Aufgabe, ihre PlĂ€tze zu tauschen, das heißt Gruppe 1 muss komplett nach rechts und Gruppe 2 komplett nach links, ohne dass sie die StĂŒhle verlassen.

SeilĂŒberquerung
In der Mitte des Raumes wird ein Seil so hoch gespannt, dass die meisten Kinder nicht ohne Hilfe darĂŒber kommen. Alle Kinder stehen auf der gleichen Seite des Seils und sollen nun auf die andere Seite gelangen ohne das Seil zu berĂŒhren. Sie haben es erst geschafft, wenn alle auf der anderen Seite sind.

Sockenwettlauf
Zwei Mannschaften spielen gegeneinander. Sie stellen sich hintereinander auf. Im Abstand von ca. 10 Metern ist eine WĂ€scheleine gespannt und im Abstand von weiteren 10 Metern steht ein Korb mit WĂ€scheklammern. Auf ein Startsignal lĂ€uft der erste Spieler los. Er rennt zum Klammerkorb, nimmt sich eine Klammer, rennt zur Leine, zieht seinen linken Socken aus und hĂ€ngt ihn auf. Dann lĂ€uft er zurĂŒck zur Startlinie und schickt den nĂ€chsten LĂ€ufer los, der genau das Gleiche tun muss.  Sind alle Teilnehmer der Mannschaft durch fĂ€ngt der erste wieder an, denn er muss ja noch seinen rechten Socken auf die Leine hĂ€ngen. Gewonnen hat die Mannschaft, die als erstes ihre Socken auf der Leine hĂ€ngen hat.

Streichholzschachtelwerfen
Das Spiel wird mit einer gefĂŒllten Streichholzschachtel gespielt. Sie wird so ĂŒber die Tischkante gelegt, dass man mit einem Finger von unten dagegen schlagen kann. Wenn das getan wird, ĂŒberschlĂ€gt sich die Schachtel mehrmals und bleibt auf dem Tisch stehen. Wenn sie auf die Oberseite fĂ€llt, erhĂ€lt man 2 Punkte, wenn sie auf einer Seite stehenbleibt erhĂ€lt man 5 Punkte und wenn sie hochkant stehenbleibt erhĂ€lt man 10 Punkte. Wenn sie allerdings auf die Unterseite fĂ€llt, gibt es keine Punkte. Man kann so viele Versuche durchfĂŒhren, wie man möchte. Die Punkte werden addiert. Wenn die Schachtel aber auf die Unterseite fĂ€llt, dann verfallen alle Punkte, die bisher erzielt wurden und der nĂ€chste ist dran. Man kann aber zu jeder beliebigen Zeit mit Spielen aufhören, auch dann ist der NĂ€chste an der Reihe. Die gesammelten Punkte werden aufgeschrieben. Gewonnen hat der Spieler, der als erstes eine bestimmte Punktzahl, z.B. 50 erreicht.

Knackpunkt

Die Geschichte wird als Mitmachtheater erzÀhlt.
Die Personen werden von Mitarbeitern gespielt. Wenn es nicht genĂŒgend Mitarbeiter gibt, können die Rollen vom Armen und Reichen auch an Ă€ltere Jungscharler verteilt werden:
Nehemia (sollte sich vor seinem Auftritt wichtige Dinge wie Portemonnaie usw. unter das T-Shirt stecken, sodass sie herausfallen, wenn er sich schĂŒttelt oder springt)
Reicher
Armer

Die Jungscharler werden (je nach GrĂ¶ĂŸe der Jungschar alle oder nur einige) in zwei Gruppen eingeteilt Die Armen gehen zu dem Mitarbeiter, der den Armen darstellt und die Reichen gehen zum reichen Mitarbeiter.
Die Gruppe der Reichen beginnt.
Reicher Mitarbeiter: Die da hinten (er zeigt auf die Armen) schulden uns ganz viel Geld und andere Sachen. Sie haben das von uns geliehen und geben es nicht zurĂŒck. StĂ€ndig sagen sie, sie können nicht bezahlen. Wir gehen jetzt dahin und sagen ihnen, dass unsere Geduld am Ende ist!
Gruppe geht zu den Armen und fordert das Geld usw.
Armer Mitarbeiter: Wir können nicht bezahlen … (Er wendet sich zu den armen Jungscharlern.) Oder habt ihr etwas, das ihr zurĂŒckgeben könnt?
Reicher Mitarbeiter: (Er nimmt einen der armen Jungscharler und zerrt ihn zu sich.) So du musst jetzt fĂŒr uns arbeiten, um deine Schuld auszugleichen.
Die Reichen gehen zurĂŒck.
Armer Mitarbeiter: Die sind so unfair. Wir sind doch ein Volk, wir sind verwandt. Und seinen Verwandten sollte man doch eigentlich helfen und ihnen nicht alles wegnehmen. Oder? Was machen wir denn jetzt?
Der arme Mitarbeiter berÀt sich mit den armen Jungscharlern. Die Jungscharler können ihre Meinung und ihre Ideen sagen und diskutieren.
Armer Mitarbeiter: Ich finde, wir sollten uns beschweren. Los wir gehen zu Nehemia, der ist doch Statthalter.
Die Armen gehen gemeinsam zu Nehemia.
Armer Mitarbeiter: Nehemia, die Reichen aus unserem Volk sind total unfair und fies zu uns. Wir haben nicht genug zu essen fĂŒr unsere Familien und mĂŒssen unsere HĂ€user und Felder deswegen verkaufen oder sogar unsere Kinder an die Reichen abgeben, damit die fĂŒr sie arbeiten. Aber wir sind doch verwandt …“
Nehemia: (Er ist wĂŒtend) Was? Das ist ja unglaublich! Ich kĂŒmmere mich darum!
Die Armen gehen zurĂŒck. Auf dem Weg zurĂŒck reden sie ĂŒber ihre Hoffnung, dass sich etwas Ă€ndern wird. Einige sagen aber auch, dass sie Zweifel haben, ob sich wirklich etwas Ă€ndert.
Nehemia: „Was mache ich nur, was mache ich nur? 
 Ahhh ich weiß, wir machen eine Versammlung.“
Nehemia lÀuft durch den Raum und ruft alle zusammen zur Versammlung.
Nehemia: (Er geht zu den Reichen und spricht sie ernst an.) Was macht ihr da eigentlich? Erst vor ein paar Jahren sind eure Verwandten aus der Gefangenschaft zurĂŒckgekommen und jetzt mĂŒssen sie schon wieder fĂŒr euch arbeiten? Das ist ziemlich fies von euch und Gott findet nicht gut, was ihr tut. Erlasst den Armen ihre Schulden, ihr habt doch selbst genug.
Reicher Mitarbeiter: Du hast Recht. Es stimmt, das war echt fies von uns, oder? Die Armen mĂŒssen uns die Schulden nicht zurĂŒckzahlen. Sie können alles behalten, was wir Ihnen geliehen haben.
Nehemia: Okay, das mĂŒsst ihr jetzt versprechen.
Reicher Mitarbeiter: Ja das versprechen wir! (Die reichen Jungscharler sagen ebenfalls): Ja das versprechen wir!
Nehemia: (Er schĂŒttelt sich und es fallen ihm ein Portemonnaie und andere wichtige Sachen aus dem T-Shirt.): Wer von euch das Versprechen nicht hĂ€lt, verliert alles, was ihm gehört, so wie mir gerade die Sachen heruntergefallen sind.

Doppelpunkt

Es liegen zwei Plakate bereit, auf denen stehen die beiden Worte „arm“ und „reich“. Die Kinder können nun alles aufschreiben, was ihnen zu diesem Thema einfĂ€llt. Dabei können sie Impulse aus der biblischen Geschichte aufgreifen, aber auch aus ihrem Lebensumfeld.
Danach gehen wir noch einmal auf die erlebte Geschichte ein. Der Mitarbeiter fragt die Kinder, wie sie ihre Rolle im Theater fanden. Und versucht mit ihnen, die Geschichte zu verstehen und erklÀrt, wenn etwas unklar ist. Fragen könnten zum Beispiel sein:

  • Wie habt ihr (die Armen) euch gefĂŒhlt, als die Reichen euch so angemeckert haben?
  • Könnt ihr die Reichen verstehen?
  • Habt ihr schon einmal erlebt, dass jemand unfair und/oder gemein zu euch oder zu jemand anderem war?
  • Was habt ihr da gemacht?
  • Habt ihr schon einmal jemand anderes verteidigt?

Der Mitarbeiter erzĂ€hlt abschließend eine Geschichte aus seinem Leben, in der er sich fĂŒr andere eingesetzt hat oder in der er sich nicht fĂŒr andere eingesetzt hat, es aber gern getan hĂ€tte (und sich darĂŒber Ă€rgert, dass er es nicht getan hat). Nun werden die Kinder angeregt, auch Geschichten von sich zu erzĂ€hlen, wo sie Ă€hnliche Erlebnisse hatten. Dabei kann man auch gemeinsam ĂŒber LösungsansĂ€tze nachdenken, wenn Situationen geschildert werden wo es unfaire Situationen erlebt haben.

Zum Schluss wird der Merkvers  â€žLiebe deine Mitmenschen, wie dich selbst.“ In die Mitte gelegt. Alle dĂŒrfen ihre Gedanken sagen, die ihnen zu diesem Vers in den Sinn kommen.
Der Mitarbeiter erklĂ€rt, dass es wichtig ist, andere Menschen (zum Beispiel Klassenkameraden, Geschwister usw.) gern zu haben. Denn es gibt immer Menschen, die niemand gern hat und deswegen setzt sich niemand fĂŒr sie ein. Gott hat alle Menschen lieb, auch die, die von allen anderen geĂ€rgert werden. Darum findet er es richtig gut, wenn wir uns auch fĂŒr solche Menschen einsetzen und starkmachen.

Schlusspunkt       

Der Mitarbeiter fasst die Geschichte noch einmal kurz zusammen und macht deutlich, dass Nehemia sich fĂŒr andere eingesetzt hat und Erfolg dabei hatte. Er hat außerdem nicht einfach drauflos geschimpft und gemeckert, als die Armen ihm von den fiesen Reichen erzĂ€hlt haben. Er hat erst ĂŒberlegt und dann gehandelt und konnte den Armen so helfen.
Es ist auch fĂŒr uns wichtig, dass wir uns fĂŒr Benachteiligte einsetzen, weil Gott sie auch sehr lieb hat und wir sonst auch ungerecht zu ihnen sind.

Bausteine   

Lieder

Aus: Einfach spitze
Nr. 18 Sei mutig und stark
Nr. 98 Wenn man tut was Gott gefÀllt
Nr. 116 Mama Mia Nehemia
Nr. 136 Es ist niemand zu groß

  • Autor / Autorin: Lisa Fleig
  • © Deutscher EC-Verband

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