Das Leben auf den Kopf stellen / Lebensverändernde Begegnung mit JesusDas Leben auf den Kopf stellen / Lebensverändernde Begegnung mit Jesus

Einheit: Das Leben auf den Kopf stellen / Lebensverändernde Begegnung mit Jesus

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45 Min. (Vorbereitung: 45-60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Mitarbeitende, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: (Jugend-)Gottesdienst, Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigtes Material: Flipchart ((alternativ Plakat))
Bibelstelle: Johannes 4,1-26
Johannes 4,1-4,26

4

Jesus und die Frau aus Samarien

1Als nun Jesus erfuhr, dass den Pharisäern zu Ohren gekommen war, dass Jesus mehr zu Jüngern machte und taufte als Johannes – 2obwohl Jesus nicht selber taufte, sondern seine Jünger –, 3verließ er Judäa und zog wieder nach Galiläa. 4Er musste aber durch Samarien reisen.

5Da kam er in eine Stadt Samariens, die heißt Sychar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Josef gegeben hatte. 6Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. 7Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! 8Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Speise zu kaufen. 9Da spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie, du, ein Jude, erbittest etwas zu trinken von mir, einer samaritischen Frau? Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern. – 10Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn, und er gäbe dir lebendiges Wasser.

11Spricht zu ihm die Frau: Herr, du hast doch nichts, womit du schöpfen könntest, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn lebendiges Wasser? 12Bist du etwa mehr als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? Und er hat daraus getrunken und seine Söhne und sein Vieh. 13Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; 14wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.

15Spricht die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht dürstet und ich nicht herkommen muss, um zu schöpfen! 16Spricht er zu ihr: Geh hin, ruf deinen Mann und komm wieder her! 17Die Frau antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast richtig gesagt: »Ich habe keinen Mann.« 18Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; das hast du recht gesagt.

19Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. 20Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll. 21Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. 22Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir aber wissen, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden. 23Aber es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. 24Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. 25Spricht die Frau zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. 26Jesus spricht zu ihr: Ich bin’s, der mit dir redet.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Jeder Mensch hat ein tiefes Bedürfnis nach einem erfüllten und guten Leben in sich. Es stellt sich die Frage, wo wir versuchen, dieses Bedürfnis zu stillen – und ob es bislang erfolgreich war.


Vorschau:

1.Vorbemerkungen

„Wir Menschen sind Gottes Sehnsucht“, hat mal jemand gesagt. Zugleich hat Gott auch ein Bedürfnis in uns Menschen reingelegt, dass nur er stillen kann. Nur durch eine lebendige Beziehung mit Jesus, dem Lebensspender und Sinngeber, kann unser Leben Freiheit und Veränderung erfahren. Freiheit von dem, was unser Leben zu zerstören versucht. Und Veränderung, indem wir den Sinn des Lebens finden, den uns Gott gibt. Um das zu erfahren, braucht der Mensch eine Begegnung mit Jesus. So wie er damals Menschen begegnet ist, so tut er es auch heute noch. So sind auch Teenager auf der Suche nach sich selbst, nach dem Sinn, und versuchen ihr inneres Bedürfnis zu stillen. Jesus erscheint ihnen langweilig und unnahbar zu sein oder er existiert für sie gar nicht. Sie suchen auf unterschiedliche Weise das tiefe Bedürfnis zu stillen und schaffen es für eine kurze Zeit. Statt danach Erfüllung zu verspüren und Zufriedenheit, entsteht ein innerlicher Schmerz.

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  • Autor / Autorin: Max Stepien
  • © Deutscher EC-Verband