Deal or no dealDeal or no deal

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Einheit: Deal or no deal

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-60 Min. (Vorbereitung: 30-45 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Papier und Stift, Smileys, Verkleidung (für Abraham), Büroklammern, Kreuz, Gummibärchen (in Herzform), Figur(en), Tageszeitung, Schere(n), Kleber, Weltkarte
Bibelstelle: 1. Mose 18,16-33
1. Mose 18,16-18,33

Abrahams Fürbitte für Sodom

16Da brachen die Männer auf und wandten sich nach Sodom, und Abraham ging mit ihnen, um sie zu geleiten. 17Da sprach der Herr: Wie könnte ich Abraham verbergen, was ich tun will, 18da er doch ein großes und mächtiges Volk werden soll und alle Völker auf Erden in ihm gesegnet werden sollen? 19Denn dazu habe ich ihn auserkoren, dass er seinen Kindern befehle und seinem Hause nach ihm, dass sie des Herrn Wege halten und tun, was recht und gut ist, auf dass der Herr auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheißen hat. 20Und der Herr sprach: Es ist ein großes Geschrei über Sodom und Gomorra, denn ihre Sünden sind sehr schwer. 21Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, oder ob’s nicht so sei, damit ich’s wisse. 22Und die Männer wandten ihr Angesicht und gingen nach Sodom.

Aber Abraham blieb stehen vor dem Herrn 23und trat herzu und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen? 24Es könnten vielleicht fünfzig Gerechte in der Stadt sein; wolltest du die umbringen und dem Ort nicht vergeben um fünfzig Gerechter willen, die darin wären? 25Das sei ferne von dir, dass du das tust und tötest den Gerechten mit dem Gottlosen, sodass der Gerechte wäre gleich wie der Gottlose! Das sei ferne von dir! Sollte der Richter aller Welt nicht gerecht richten?

26Der Herr sprach: Finde ich fünfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um ihretwillen dem ganzen Ort vergeben. 27Abraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden, zu reden mit dem Herrn, wiewohl ich Erde und Asche bin. 28Es könnten vielleicht fünf weniger als fünfzig Gerechte darin sein; wolltest du denn die ganze Stadt verderben um der fünf willen? Er sprach: Finde ich darin fünfundvierzig, so will ich sie nicht verderben. 29Und er fuhr fort mit ihm zu reden und sprach: Man könnte vielleicht vierzig darin finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun um der vierzig willen. 30Abraham sprach: Zürne nicht, Herr, dass ich noch mehr rede. Man könnte vielleicht dreißig darin finden. Er aber sprach: Finde ich dreißig darin, so will ich ihnen nichts tun. 31Und er sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden, mit dem Herrn zu reden. Man könnte vielleicht zwanzig darin finden. Er antwortete: Ich will sie nicht verderben um der zwanzig willen. 32Und er sprach: Ach, zürne nicht, Herr, dass ich nur noch einmal rede. Man könnte vielleicht zehn darin finden. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben um der zehn willen.

33Und der Herr ging weg, nachdem er aufgehört hatte, mit Abraham zu reden; und Abraham kehrte wieder um an seinen Ort.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Gott ist ein Gott der strafen kann und Ankündigungen ernst meint. Dennoch kann man Fürbitte halten.

Anhand der Geschichte von Sodom und Gomorra wird dies den Kindern bewusst gemacht und gemeinsam über Gebet nachgedacht.


Vorschau:

Hinführung
Idee 1: Verhandlungssituationen darstellen
Habt ihr schon einmal zu Hause, in der Schule oder mit Freunden über eine Sache, die euch wichtig war, verhandelt? Mögliche Verhandlungssituationen sind: Taschengeld; Kinobesuch mit Freunden; Zeit fürs abendliche „Nachhausekommen“, Bestrafung durch einen Lehrer (Schuldige und Unschuldige gemeinsam).
Aus den genannten Möglichkeiten sollen die Kinder in kleinen Gruppen kurze Szenen darstellen oder als Comic gestalten. Dabei soll es den Kindern freigestellt werden, wie die „Verhandlung“ endet, ob mit der Erfüllung des Wunsches, ob mit seiner Verneinung oder einem Kompromiss.
Nach ca. fünf bis zehn Minuten werden die Ergebnisse vorgestellt.

Erzählung aus der Sicht des Abraham

Ich bin Abraham. Viele sagen, ich habe da mal eine ganz besondere Verhandlung geführt. Aber der Reihe nach. Gott hatte mich besucht und dann ging er weiter. Ich begleitete ihn noch ein Stück.

Die Gegend war zwar wunderschön anzuschauen, aber die Menschen dort waren böse. Sie kümmerten sich nicht um Gottes Gebote, sondern lebten nach ihren eigenen Regeln.

Da begann Gott zu sprechen: „Abraham, ich will dir nicht verheimlichen, was ich vorhabe. Über die Menschen von Sodom und Gomorra habe ich viele Klagen gehört. Sie tun viel Böses und kümmern sich nicht um meine Gebote. Jetzt will ich mich noch einmal selbst überzeugen, wie es dort zugeht. Wenn ich keine Veränderung in ihrem Leben sehe, werde ich noch morgen dieses Gebiet zerstören.“

Ich wusste: Gott war es ernst mit seinem Vorhaben und er hatte recht mit seinem Urteil. Aber wollte er wirklich alle Menschen bestrafen? Was wäre, wenn es 50 Menschen gab, die sich nach Gottes Geboten richteten? Sicher, das wären nicht viele, aber würde Gott diese Gerechten mit den Ungerechten bestrafen?

So trat ich mutig an Gott heran und bat für die Menschen in der Stadt: „Gott, willst du wirklich Schuldige und Unschuldige miteinander bestrafen? Was ist, wenn es 50 Menschen in der Stadt gibt, die sich nach deinen Geboten richten?“

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  • Autor / Autorin: Rebekka Meier
  • © Deutscher EC-Verband

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