Der Himmel auf Erden – ein Paradox?Der Himmel auf Erden – ein Paradox?

Einheit: Der Himmel auf Erden – ein Paradox?

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 60-90 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Tischgedeck, Laptop, Beamer, Lautsprecher, Bibel(n), Bild (von Jesus)
Bibelstelle: Matthäus 13,31-13,32
Matthäus 13,31-13,32

Von Senfkorn und Sauerteig

(Mk 4,30-32; Lk 13,18-21)

31Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; 32das ist das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Kräuter und wird ein Baum, dass die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Die Redensart „Der Himmel auf Erden“ kennen viele. Damit meint man, das es einem einfach gut geht und alles gut ist. Auch Teens wĂĽnschen sich den Himmel auf Erden. Was dazu nötig ist kann vielleicht dieser Stundenentwurf erklären.


Vorschau:

Über die Themen Himmel, Reich Gottes und Endzeit gibt es unzählige Meinungen. Viele scheinen unverständlich oder sogar widersprüchlich zu sein. Der Wissensstand unter Teenagern ist so unterschiedlich wie auch die Meinungen über das Thema.

Die Lehre von den letzten Dingen beschäftigt sich mit einer verborgenen Realität, die nur sehr schwer zu verstehen ist. Es ist wichtig, keine absoluten Aussagen zu treffen, die den Teenagern Angst machen könnten. Nutzt das Thema, um eine Spannung zu erzeugen und eine Sehnsucht auf das Gute zu wecken.

(…)

Die Sehnsucht nach einem neuen Himmel beginnt nicht erst im Neuen Testament. Bereits bei den Propheten kam es zu immer neu auftretenden HeilsverheiĂźungen. Jeremia spricht von einem neuen Bund (Jer 31,31-34), Hesekiel sieht, wie Tote wieder lebendig werden (Esra 37), Jesaja hat die Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde (Jes 65,17; 66,22).

In die Zeit, in der die Juden auf etwas Neues warten, wird Jesus geboren. Mit seinen Worten und Taten beginnt diese Neuwerdung (Mk 1,15). Es hat etwas begonnen, dessen Ende noch aussteht. Noch nicht zu Ende meint, dass es noch nicht abgeschlossen ist. Dadurch kann auch Paulus sagen, dass unser Wesen erneuert wurde (2. Kor 5,17) und an anderen Stellen über die Sündhaftigkeit der Menschen sprechen. Wir leben als Christen in einer Spannung, in der wir sowohl erneuert sind und dennoch mit Fehltritten zu kämpfen haben.

Diese Spannung ist auch im Reich Gottes zu erkennen, indem es zwei Parallelen gibt: gegenwärtiger Himmel und futurischer Himmel.

 

...
  • Autor / Autorin: Marco Gogg
  • © Deutscher EC-Verband