Der Himmel auf Erden – ein Paradox?  / Schon jetzt und noch nicht ganzDer Himmel auf Erden – ein Paradox?  / Schon jetzt und noch nicht ganz

Einheit: Der Himmel auf Erden – ein Paradox? / Schon jetzt und noch nicht ganz

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 60-90 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Tischgedeck, Laptop, Beamer, Lautsprecher, Bibel(n), Bild (von Jesus)
Bibelstelle: Matthäus 13,31-32

Der Stundenentwurf befasst sich mit der Frage nach dem ewigen Reich Gottes. Die Teenager werden herausgefordert, eine Spannung wahrzunehmen zwischen einem jetzigen Zustand, der in uns eine Sehnsucht nach dem vollendeten Himmel und Erde weckt.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Über die Themen Himmel, Reich Gottes und Endzeit gibt es unzählige Meinungen. Viele scheinen unverständlich oder sogar widersprüchlich zu sein. Der Wissensstand unter Teenagern ist so unterschiedlich wie auch die Meinungen über das Thema.

Die Lehre von den letzten Dingen beschäftigt sich mit einer verborgenen Realität, die nur sehr schwer zu verstehen ist. Es ist wichtig, keine absoluten Aussagen zu treffen, die den Teenagern Angst machen könnten. Nutzt das Thema, um eine Spannung zu erzeugen und eine Sehnsucht auf das Gute zu wecken.

2. Zielgedanke

Mit Jesus hat etwas begonnen, das sich im Himmel vollendet.

3. Einführung incl. Exegese

Die Sehnsucht nach einem neuen Himmel beginnt nicht erst im Neuen Testament. Bereits bei den Propheten kam es zu immer neu auftretenden Heilsverheißungen. Jeremia spricht von einem neuen Bund (Jer 31,31-34), Hesekiel sieht, wie Tote wieder lebendig werden (Esra 37), Jesaja hat die Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde (Jes 65,17; 66,22).

In die Zeit, in der die Juden auf etwas Neues warten, wird Jesus geboren. Mit seinen Worten und Taten beginnt diese Neuwerdung (Mk 1,15). Es hat etwas begonnen, dessen Ende noch aussteht. Noch nicht zu Ende meint, dass es noch nicht abgeschlossen ist. Dadurch kann auch Paulus sagen, dass unser Wesen erneuert wurde (2. Kor 5,17) und an anderen Stellen über die Sündhaftigkeit der Menschen sprechen. Wir leben als Christen in einer Spannung, in der wir sowohl erneuert sind und dennoch mit Fehltritten zu kämpfen haben.

Diese Spannung ist auch im Reich Gottes zu erkennen, indem es zwei Parallelen gibt: gegenwärtiger Himmel und futurischer Himmel.

Beide sind entscheidend und haben miteinander zu tun. Sie schließen sich nicht aus und versuchen sich nicht zu überbieten.

Das Senfkorngleichnis (Mt 13,31-32) nimmt diese Spannung auf. Es stellt sich gegen die Ansicht, dass mit Jesus das Reich Gottes sofort für alle sichtbar wurde. Die Zeit des Wachstums stellt die Zwischenzeit von Jesu Geburt und seiner Wiederkunft dar. Durch die Wiederkunft, die für alle sichtbar sein wird (anders als die Geburt in Bethlehem), findet der gegenwärtige Himmel in dem futurischen seine Vollendung.

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  • Autor / Autorin: Marco Gogg
  • © Deutscher EC-Verband