Der Himmel öffnet sichDer Himmel öffnet sich

Einheit: Der Himmel öffnet sich

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-60 Min. (Vorbereitung: 10-15 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigtes Material: Bibel(n)
Bibelstelle: MatthÀus 3,1-17
MatthÀus 3,1-3,17

3

Johannes der TĂ€ufer

(Mk 1,2-8; Lk 3,1-18)

1Zu der Zeit kam Johannes der TĂ€ufer und predigte in der WĂŒste von JudĂ€a 2und sprach: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! 3Denn dieser ist’s, von dem der Prophet Jesaja gesprochen und gesagt hat (Jesaja 40,3): »Es ist eine Stimme eines Predigers in der WĂŒste: Bereitet dem Herrn den Weg und macht eben seine Steige!«

4Er aber, Johannes, hatte ein Gewand aus Kamelhaaren an und einen ledernen GĂŒrtel um seine Lenden; seine Speise aber waren Heuschrecken und wilder Honig. 5Da ging zu ihm hinaus Jerusalem und ganz JudĂ€a und das ganze Land am Jordan 6und ließen sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre SĂŒnden.

7Als er nun viele PharisĂ€er und SadduzĂ€er sah zu seiner Taufe kommen, sprach er zu ihnen: Ihr OtterngezĂŒcht, wer hat euch gewiss gemacht, dass ihr dem kĂŒnftigen Zorn entrinnen werdet? 8Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße! 9Denkt nur nicht, dass ihr bei euch sagen könntet: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. 10Es ist schon die Axt den BĂ€umen an die Wurzel gelegt. Darum: Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

11Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stĂ€rker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. 12Er hat die Worfschaufel in seiner Hand und wird die Spreu vom Weizen trennen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.

Jesu Taufe

(Mk 1,9-11; Lk 3,21-22; Joh 1,32-34)

13Zu der Zeit kam Jesus aus GalilĂ€a an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. 14Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? 15Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt zu! Denn so gebĂŒhrt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfĂŒllen. Da ließ er’s ihm zu.

16Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und ĂŒber sich kommen. 17Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Daniel Zehnder erklĂ€rt zunĂ€chst den Text. Anschließend erklĂ€rt er zwei zentrale Begrifflichkeiten des Textes: Die „TrinitĂ€t“ und „Start und Ziel der Mission“. Ein Methodenteil beschließt die Bibelarbeit.


Vorschau:

1.    ErklÀrungen zum Text

In unserem vorliegenden Abschnitt wird uns der erste öffentliche Auftritt des Erwachsenen Jesus geschildert. Zu jener Zeit ist er ungefĂ€hr 30 Jahre alt. Seine Kindheit hatte er in Nazareth verbracht und hatte wie sein Vater den Beruf eines Zimmermanns erlernt. Über die Zeit bis etwa zu seinem 30. Lebensjahr wird in der Bibel nur sehr wenig berichtet.

2. Bedeutung fĂŒr heute

Um den Text genauer erfassen zu können, möchten wir uns zwei Punkten widmen. Sie sollen uns helfen, Wissen und Verstehen zu vertiefen:

  • die TrinitĂ€t – Dreieinigkeit – Gottes
  • Start und Ziel der Mission

2.1 Die TrinitÀt

In der Geschichte der Taufe begegnet uns Gott als Person oder besser gesagt in „drei Personen“. Nicht nur als der Vater im Himmel, sondern ebenfalls als sein Sohn auf Erden und in der Person des Heiligen Geistes. Er begegnet uns als dreieiniger Gott, als ein Gott und doch als drei Personen. Hier handelt es sich um eine schwierige Vorstellung, die mit menschlichen Augen und menschlichem VerstĂ€ndnis nur schwer zu verstehen und einzuordnen ist.

3. Methodik fĂŒr die Gruppe

In der kommenden Auseinandersetzung und in den GesprĂ€chen wollen wir eine offene Kommunikation anstreben, die von RĂŒcksichtnahme und VerstĂ€ndnis geprĂ€gt ist.

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  • Autor / Autorin: Daniel Zehnder
  • © Deutscher EC-Verband