Die eine Wahrheit? / Eine Wahrheit, die tolerant macht!Die eine Wahrheit? / Eine Wahrheit, die tolerant macht!

Einheit: Die eine Wahrheit? / Eine Wahrheit, die tolerant macht!

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-60 Min. (Vorbereitung: 30-45 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: 1 Trampolin, Springfedern
Bibelstelle: Johannes 16,6

Zunächst wird inhaltlich geklärt, was es bedeutet, dass „Wahrheit“ im christlichen Glauben nicht in erster Linie eine dogmatische Aussage, sondern eine Person ist: Es geht um Beziehung zu Jesus; nicht ums recht haben bei bestimmten Aussagen über ihn.Es folgt ein Vorschlag, wie man sich diesem Thema in einer Gruppenstunde annähern kann; alles anhand der Metapher des „Trampolin-Springens“.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Wen habe ich vor mir?

a) „Allwissende“: Gerade durch hohe Identifikation mit Gruppen (z. B. Jugendkreis) der Wunsch nach Bestätigung, dass man das „Wahre“ glaubt.

b) „Verunsicherte“: Gesichtsverlust, wenn man sich eingestehen muss, nicht auf alles Antwort geben zu können (z. B. gegenüber Gleichaltrigen). Dazu evtl. Druck durch den populären Vorwurf eines kulturellen Umfeldes, als „Glaubender“ sei man automatisch „intolerant“.

c) „Desinteressierte“: Frage nach „Wahrheit“ ist zweitrangig; viel wichtiger ist das Dazugehören.

Feingefühl für Gruppe: Welches Interesse ist vorhanden? Braucht es eher einen Impuls Richtung „Gelassenheit“ im Umgang mit schwierigen Fragen – oder eine Herausforderung, sich mit seinen Überzeugungen auseinanderzusetzen?

2. Zielgedanke

Glaube ist eine Beziehung; mehr als ein „Für-wahr-Halten“. Wir glauben nicht an einen Satz, der für wahr gehalten wird, sondern an eine Person. Jesus ist die Wahrheit.

3. Einführung inkl. Exegese

Wir müssen die Spannung zwischen dem Anspruch des christlichen Glaubens, „wahr“ zu sein und dem kulturell sehr hoch stehenden Wert von „Toleranz“ aushalten: Woher nimmt man sich das Recht zu behaupten, sein Glaube sei der einzig Richtige? Muss nicht jeder selbst rausfinden, was für sie oder ihn wahr ist („Wahrheitspluralismus“)?

a) Was ist Wahrheit im Christentum?

Ausgangspunkt ist Jesus: „Ich bin die Wahrheit“ (Joh 14,6).

Wahrheit ist nicht: bestimmte Lehraussagen! Sondern eine Person.

Glauben heißt nicht, bestimmte Aussagen für wahr zu halten – sondern mit Jesus zu leben.

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  • Autor / Autorin: Lorenz Timnik
  • © Deutscher EC-Verband