„Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Weisheit.“„Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Weisheit.“

Einheit: „Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Weisheit.“

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: 1 weißes Papier (Postergröße; beschriftet mit dem Wort "Weisheit" in der Mitte), Edding(s) (in zwei verschiedenen Farben)
Bibelstelle: 2. Chronik 1,1-17
2. Chronik 1,1-1,17

1

Salomos Opfer in Gibeon

(vgl. 1. Kön 3,1-4)

1Und Salomo, der Sohn Davids, erstarkte in seinem Königtum, und der Herr, sein Gott, war mit ihm und machte ihn immer größer. 2Und Salomo redete mit ganz Israel, mit den Obersten über Tausend und über Hundert, mit den Richtern und mit allen Fürsten in Israel, mit den Häuptern der Sippen, 3dass sie hingingen, Salomo und die ganze Gemeinde mit ihm, zu der Höhe, die zu Gibeon war; denn dort war die Stiftshütte Gottes, die Mose, der Knecht des Herrn, in der Wüste gemacht hatte. – 4Nur die Lade Gottes hatte David heraufgebracht von Kirjat-Jearim an die Stätte, die er ihr bereitet hatte; denn er hatte ihr ein Zelt aufgeschlagen zu Jerusalem. – 5Auch der bronzene Altar, den Bezalel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, gemacht hatte, war dort vor der Wohnung des Herrn. Und Salomo und die Gemeinde pflegten ihn aufzusuchen. 6Und Salomo opferte vor dem Herrn tausend Brandopfer auf dem bronzenen Altar, der vor der Stiftshütte stand.

Salomos Bitte um Weisheit

(vgl. 1. Kön 3,5-15)

7In derselben Nacht aber erschien Gott dem Salomo und sprach zu ihm: Bitte, was ich dir geben soll. 8Und Salomo sprach zu Gott: Du hast große Barmherzigkeit an meinem Vater David getan und hast mich an seiner statt zum König gemacht. 9So lass nun, Herr, Gott, dein Wort an meinen Vater David wahr werden; denn du hast mich zum König gemacht über ein Volk, das so viel ist wie Staub auf Erden. 10So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, dass ich vor diesem Volk aus und ein gehe; denn wer kann dies dein großes Volk richten? 11Da sprach Gott zu Salomo: Weil du dies im Sinn hast und nicht gebeten um Reichtum noch um Gut noch um Ehre noch um deiner Feinde Tod noch um langes Leben, sondern hast um Weisheit und Erkenntnis gebeten, mein Volk zu richten, über das ich dich zum König gemacht habe, 12so sei dir Weisheit und Erkenntnis gegeben. Dazu will ich dir Reichtum, Gut und Ehre geben, wie sie die Könige vor dir nicht gehabt haben und auch die nach dir nicht haben werden. 13So kam Salomo von der Höhe, die bei Gibeon war, von der Stiftshütte, nach Jerusalem und war König über Israel.

Salomos Heeresmacht und Reichtum

(vgl. 1. Kön 10,26-29)

14Und Salomo brachte Wagen und Reiter zusammen, sodass er 1400 Wagen und 12000 Reiter hatte, und legte sie in die Wagenstädte und zum König nach Jerusalem. 15Und der König brachte so viel Silber und Gold nach Jerusalem wie Steine und so viele Zedern wie Maulbeerbäume im Hügelland. 16Und man brachte Salomo Pferde aus Ägypten und aus Koë; die Kaufleute des Königs kauften sie aus Koë; 17aus Ägypten aber brachten sie herauf den Wagen für sechshundert Silberstücke und das Pferd für hundertfünfzig. Dann führten sie diese wieder aus an alle Könige der Hetiter und an die Könige von Aram.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Bibelarbeit zu 2. Chronik 1,1-17: Salomo bittet Gott um Weisheit anstatt um Macht oder Reichtum. Diese will Gott ihm zusätzlich schenken. Wie gehen wir selbst mit Reichtum und Macht um?


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Der Inhalt des Textes begegnet in der Bibel auch in 1. Kön. 3,1-28. Vergleicht man die Texte, fällt der ähnliche Aufbau auf: Beide Texte lassen sich jeweils in drei Abschnitte gliedern, wobei die Offenbarung JHWHs (ausgesprochen: Jahwe; hebräischer Gottesname; bei Luther übersetzt mit HERR) in Gibeon und die darauffolgende Bitte Salomos um Weisheit jeweils im Mittelpunkt stehen.
Gerahmt wird dieses Zentrum von einer kurzen Einleitung zu Beginn und dem „Beweis“ für die erfüllte Bitte um Weisheit am Ende.
Kurz bevor diese Erzählung beginnt, ist Salomo als Nachfolger seines Vaters David König geworden.

(…)

2. Bedeutung für den heutigen Hörer

2.1 Gott will sich von uns finden lassen

Der Text liefert einen Einblick in den Herrschaftsantritt Salomos: Er fängt nicht einfach an zu regieren und zu richten und hofft, dass „es schon irgendwie gut wird“.
Stattdessen ist es ihm wichtig, Gottes Nähe zu suchen, bevor er sich an seine Aufgaben wagt. Er will Gott danken und ihn um seinen Segen für die Aufgaben bitten, die vor ihm liegen.

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  • Autor / Autorin: Dominik Hartnagel
  • © Deutscher EC-Verband